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AMD Radeon HD 4770: 3D-Power unter 100 Euro - Druckansicht - Seite 1 von 12

UPDATE 29.04.2009: Wir haben Benchmarks der GeForce 9600 GT hinzugefügt, da sich diese Grafikkarte ebenfalls im Preisbereich zwischen 80 und 100 Euro bewegt.

AMD hatte im vergangenen Jahr eine klaffende Lücke in seinem Sortiment, da Radeon HD 4670 und Radeon HD 4850 leistungstechnisch zu weit auseinander lagen. Als Zwischenlösung wurde die Radeon HD 4830 ersonnen, doch wirtschaftlich macht es wenig Sinn, einen teuren Chip mit 956 Millionen Transistoren im Massenmarkt zu verheizen. AMD brauchte folglich einen Nachfolger mit vergleichbarer Leistung, der sich aber preiswerter produzieren lässt. Dieser hört auf den Namen Radeon HD 4770 und kommt heute in die Läden.


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AMDs Radeon HD 4770 (RV740)
AMDs Radeon HD 4770 wird bereits im 40-nm-Verfahren bei TSMC gefertigt und bietet somit die kleinste, derzeit serienreife Strukturgröße. Er verfügt über 826 Millionen Transistoren, 130 Millionen weniger als die Radeon HD 4850 aber zugleich 312 Millionen mehr als die Radeon HD 4670. Die Mehrzahl der zusätzlichen Transistoren steckt in den Stream-Prozessoren, von denen die Radeon HD 4770 genau 640 besitzt, doppelt soviele wie die Radeon HD 4670. Analog zur Zahl der Stream-Prozessoren verdoppelt sich auch die Rechenleistung auf 960 GFLOPs. Damit kommt die Radeon HD 4770 sehr dicht an die Radeon HD 4850 heran, deren 800 Stream-Prozessoren 1000 GFLOPs leisten.

Grafikprozessor
RadeonHD 4670HD 4770HD 4850
Fertigung (nm)554055
Transistoren (Millionen)514826956
Chiptakt (MHz)750750625
Stream-Prozessoren320640800
Textureinheiten323240
ROPs81616
Stromverbrauch (W)5980110

Radeon HD 4770 und HD 4670 besitzen beide jeweils 32 Textureinheiten und kommen auf eine Texturfüllrate von 24,0 GTexels/s. Etwas performanter ist die Radeon HD 4850, die mit 40 Textureinheiten 25,0 GTexels/s erreicht. Die Zahl der ROPs (Raster Operations Pipelines) hat die Radeon HD 4770 dann wieder mit der Radeon HD 4850 gemeinsam: Beide Chips haben 16 dieser Pipelines, während sich die Radeon HD 4670 mit 8 ROPs begnügen muss. Somit ist die Pixelfüllrate der Radeon HD 4770 mit 12,0 GPixels/s auch doppelt so hoch wie die der Radeon HD 4670.

Speicheranbindung
RadeonHD 4670HD 4770HD 4850
SpeichertypGDDR3GDDR5GDDR3
Speichertakt (MHz)10008001000
Datenrate (Gbps)2,03,22,0
Speicherbus (Bit)128128256
Bandbreite (GB/s)32,051,264,0

Während Radeon HD 4670 und HD 4850 noch GDDR3-Speicher verwenden, stehen der Radeon HD 4770 bereits 512 MByte GDDR5 zur Seite. Dieser taktet zwar lediglich mit 800 MHz, während die beiden anderen Modelle auf 1000 MHz kommen, doch während GDDR3 lediglich die doppelte Datenrate ermöglicht, schafft GDDR5 die vierfache. Mit ihrer 128 Bit breiten Speicheranbindung erreicht die Radeon HD 4770 einen Speicherdurchsatz von 51,2 GB/s und kommt damit wieder recht nahe an die Radeon HD 4850 heran, die dank ihres 256 Bit breiten Speicherinterface auf 64,0 GB/s kommt.

Den Stromverbrauch der Radeon HD 4770 beziffert AMD mit 80 Wat, damit ist sie 30 Watt sparsamer als die Radeon HD 4850, verbraucht aber auch 21 Watt mehr als die Radeon HD 4670. AMD nennt für die Radeon HD 4770 einen Endkundenpreis in Höhe von 89,- Euro. Damit liegt die Karte im Preisbereich der GeForce 9600 GT und 9800 GT.




AMD Radeon HD 4770: 3D-Power unter 100 Euro - Druckansicht - Seite 2 von 12

Die Grafikkarte
Unsere Grafikkarte stammt direkt von ATi bzw. AMD. Hierzulande wird es die Karte in dieser Form nicht zu kaufen geben, da der europäische Markt ausschließlich von AMDs Partnern bedient wird. Diese werden wahrscheinlich das selbe Platinenlayout verwenden, aber eine andere Kühllösung verbauen.


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Mit einer Länge von 20,2 cm ist das PCB der Radeon HD 4770 rund 2,6 cm kürzer als das der GeForce 9800 GT. Die Grafikkarte ist somit auch ein gutes Stück kürzer, als übliche ATX-Mainboards breit sind, und sollte beim Einbau keinerlei Probleme bereiten.


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Die Radeon HD 4770 benötigt bis zu 80 Watt und damit mehr Strom, als der PCI-Express-Steckplatz liefern kann. Folglich hat AMD einen 6-Pin Stromanschluss verbaut, welcher auf der Vorderseite der Karte zu finden ist.


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Auf unserem Testmuster wurde ein Lüfter im 2-Slot-Design montiert. Dessen 70 mm Radiallüfter saugt Luft im Inneren des Gehäuses an und presst diese durch Lamellen, welche sich oberhalb der GPU befinden. Zwei kupferne Heatpipes sorgen für eine schnelle Verteilung der Abwärme.


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Auf der Rückseite des PC-Gehäuses wird die erhitzte Abluft durch das zweite Slotblech herausgeführt. An dieser Stelle finden sich auch die beiden DVI-Anschlüsse und der analoge TV-Ausgang.


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Zum Übertakten haben wir die Overdrive-Funktion des Grafiktreibers verwendet. Maximal konnten wir hier einen Chiptakt von 830 MHz sowie einen Speichertakt von 850 MHz einstellen, dies entspricht einer Taktsteigerung um 10,67 bzw. 6,25 Prozent. Da diese Werte problemlos zu erreichen waren, wird die Karte vermutlich auch mehr schaffen - allerdings nicht per Overdrive.




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Das Testsystem
Als Testsystem greifen wir auf die AM3-Plattform zurück, welche wir für den Test des AMD Phenom II X4 955 Black Edition verwendet hatten:

Der AMD Phenom II X4 955 Black Edition ist ein leistungsfähiger Vierkern-Prozessor, der mit 3,2 GHz taktet.

In der CPU befindet sich ein DDR3-Controller, welcher die beiden DDR3-1333 Module auf dem ASUS M4A78T-E direkt ansteuert und dadurch eine hohe Speicherbandbreite erreicht.

Als Vergleichskarte kommt eine GeForce 9800 GT von Gainward zum Einsatz. Diese Karte besitzt ebenfalls 512 MByte Grafikspeicher, allerdings kommt hier die GDDR3-Variante zum Einsatz.

Der Speicher arbeitet mit 900 MHz, was zusammen mit dem 256 Bit breiten Speicherinterface eine Bandbreite von 57,6 GB/s ergibt.

Der Grafikchip taktet mit 600 MHz und die Shader laufen, wie bei NVIDIA üblich, mit 1500 MHz deutlich schneller.




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S.T.A.L.K.E.R. Clear Sky
Die Fortsetzung von S.T.A.L.K.E.R. gehört zu den wenigen Spielen, die bereits DirectX 10.1 unterstützen. Wir haben AMDs Radeon HD 4770 mit DirectX 10.0 und 10.1 vermessen, wobei sich die 3D-Leistung kaum veränderte. NVIDIAs GeForce 9800 GT beherrscht diese Erweiterung noch nicht. S.T.A.L.K.E.R. Clear Sky misst die Framerate in vier unterschiedlichen Szenarien. Wir haben zunächt ohne Katenglättung mit 1680 x 1050 Pixel Auflösung getestet.

Stalker Clear Sky - Day: Ø; max; min in fps
(1680x1050, kein AA, DirectX 10.1)
AMD Radeon HD 4770
GPU: 830 MHz; MEM: 850 MHz
42
73
23
AMD Radeon HD 4770
DirectX 10.1
39
67
21
AMD Radeon HD 4770
DirectX 10.0
39
68
21
NVIDIA GeForce 9800 GT
36
65
20
NVIDIA GeForce 9600 GT
27
47
15

Stalker Clear Sky - Night: Ø; max; min in fps
(1680x1050, kein AA, DirectX 10.1)
AMD Radeon HD 4770
GPU: 830 MHz; MEM: 850 MHz
55
86
27
AMD Radeon HD 4770
DirectX 10.1
51
79
26
AMD Radeon HD 4770
DirectX 10.0
52
79
25
NVIDIA GeForce 9800 GT
47
75
20
NVIDIA GeForce 9600 GT
37
58
19

Stalker Clear Sky - Rain: Ø; max; min in fps
(1680x1050, kein AA, DirectX 10.1)
AMD Radeon HD 4770
GPU: 830 MHz; MEM: 850 MHz
62
94
38
AMD Radeon HD 4770
DirectX 10.1
59
82
35
AMD Radeon HD 4770
DirectX 10.0
58
83
36
NVIDIA GeForce 9800 GT
53
78
32
NVIDIA GeForce 9600 GT
40
56
26

Stalker Clear Sky - Sun Shafts: Ø; max; min in fps
(1680x1050, kein AA, DirectX 10.1)
AMD Radeon HD 4770
GPU: 830 MHz; MEM: 850 MHz
36
56
20
AMD Radeon HD 4770
DirectX 10.1
33
52
18
AMD Radeon HD 4770
DirectX 10.0
33
52
18
NVIDIA GeForce 9800 GT
31
48
17
NVIDIA GeForce 9600 GT
23
35
13

Eine klare Angelegenheit für die Radeon HD 4770, welche im Schnitt um 9,2 Prozent höhere Frameraten erzielt als die GeForce 9800 GT.




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S.T.A.L.K.E.R. Clear Sky: 4xAA
Im zweiten Durchlauf wurde die vierfache Kantenglättung eingeschaltet, die Auflösung bleibt unverändert bei 1680 x 1050 Bildpunkten.

Stalker Clear Sky - Day: Ø; max; min in fps
(1680x1050, 4x AA, DirectX 10.1)
AMD Radeon HD 4770
GPU: 830 MHz; MEM: 850 MHz
24
36
12
AMD Radeon HD 4770
DirectX 10.1
22
33
9
AMD Radeon HD 4770
DirectX 10.0
22
35
10
NVIDIA GeForce 9800 GT
22
36
9
NVIDIA GeForce 9600 GT
18
31
8

Stalker Clear Sky - Night: Ø; max; min in fps
(1680x1050, 4x AA, DirectX 10.1)
AMD Radeon HD 4770
GPU: 830 MHz; MEM: 850 MHz
22
32
11
AMD Radeon HD 4770
DirectX 10.1
21
30
11
AMD Radeon HD 4770
DirectX 10.0
21
30
10
NVIDIA GeForce 9800 GT
24
40
7
NVIDIA GeForce 9600 GT
21
35
8

Stalker Clear Sky - Rain: Ø; max; min in fps
(1680x1050, 4x AA, DirectX 10.1)
AMD Radeon HD 4770
GPU: 830 MHz; MEM: 850 MHz
25
32
11
AMD Radeon HD 4770
DirectX 10.1
23
30
10
AMD Radeon HD 4770
DirectX 10.0
23
30
11
NVIDIA GeForce 9800 GT
27
40
10
NVIDIA GeForce 9600 GT
24
37
9

Stalker Clear Sky - Sun Shafts: Ø; max; min in fps
(1680x1050, 4x AA, DirectX 10.1)
AMD Radeon HD 4770
GPU: 830 MHz; MEM: 850 MHz
20
28
12
AMD Radeon HD 4770
DirectX 10.1
18
26
10
AMD Radeon HD 4770
DirectX 10.0
18
26
10
NVIDIA GeForce 9800 GT
17
28
8
NVIDIA GeForce 9600 GT
15
24
9

Mit Kantenglättung kann die GeForce 9800 GT Boden gutmachen: Bei Tageslicht sehen wir ein Unentschieden, in der Nacht ist die GeForce um 14,3 und bei Regen sogar um 17,4 Prozent schneller. Die Sonnenstrahlen liegen hingegen der Radeon HD 4770, mit der wir in diesem Durchlauf eine um 5,88 Prozent höhere Framerate erreichen.




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X3 - Terran Conflict
Die Weltraumsimulation "X3: Terran Conflict" ist der letzte Teil der X-Trilogie, welcher die Handlung zurück zur Erde führt. Der hohe Schwierigkeitsgrad und die anspruchsvolle Grafik brachten Spieler wie Grafikkarten Ende 2008 zur Verzweiflung. Der Benchmarklauf testet vier unterschiedliche Szenarien.

X3 Terran Conflict - Trade: Ø; max; min in fps
(1680x1050, kein AA, kein AF, Textur: hoch, Shader: hoch)
AMD Radeon HD 4770
GPU: 830 MHz; MEM: 850 MHz
41.3
92.0
13.0
AMD Radeon HD 4770
41.1
91.0
12.0
NVIDIA GeForce 9800 GT
40.8
89.0
14.0
NVIDIA GeForce 9600 GT
40.3
89.0
13.0

X3 Terran Conflict - Fight: Ø; max; min in fps
(1680x1050, kein AA, kein AF, Textur: hoch, Shader: hoch)
AMD Radeon HD 4770
GPU: 830 MHz; MEM: 850 MHz
90.9
202.0
32.0
AMD Radeon HD 4770
89.4
203.0
32.0
NVIDIA GeForce 9800 GT
85.7
194.0
32.0
NVIDIA GeForce 9600 GT
81.4
166.0
31.0

X3 Terran Conflict - Build: Ø; max; min in fps
(1680x1050, kein AA, kein AF, Textur: hoch, Shader: hoch)
AMD Radeon HD 4770
GPU: 830 MHz; MEM: 850 MHz
124.5
189.0
72.0
AMD Radeon HD 4770
122.6
174.0
73.0
NVIDIA GeForce 9800 GT
93.0
132.0
62.0
NVIDIA GeForce 9600 GT
79.1
119.0
51.0

X3 Terran Conflict - Think: Ø; max; min in fps
(1680x1050, kein AA, kein AF, Textur: hoch, Shader: hoch)
AMD Radeon HD 4770
GPU: 830 MHz; MEM: 850 MHz
57.0
108.0
29.0
AMD Radeon HD 4770
56.6
107.0
29.0
NVIDIA GeForce 9800 GT
46.1
81.0
28.0
NVIDIA GeForce 9600 GT
43.4
74.0
10.0

In den Disziplinen Trade und Fight des Weltraumspiels "X3 Terran Conflict" erreicht die Radeon HD 4770 einen kleinen Vorsprung von 0,7 bzw. 4,3 Prozent. Mit den Durchläufen Build und Think macht AMDs Karte dann alles klar und schneidet um 31,8 bzw. 22,8 Prozent besser ab.




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X3: Terran Conflict: 4xAA
Wir wiederholen die Weltraumoper und sorgen diesmal für glatte Kanten.

X3 Terran Conflict - Trade: Ø; max; min in fps
(1680x1050, 4x AA, 8x AF, Textur: hoch, Shader: hoch)
AMD Radeon HD 4770
GPU: 830 MHz; MEM: 850 MHz
40.9
91.0
13.0
AMD Radeon HD 4770
40.9
91.0
14.0
NVIDIA GeForce 9800 GT
40.1
88.0
13.0
NVIDIA GeForce 9600 GT
40.1
88.0
13.0

X3 Terran Conflict - Fight: Ø; max; min in fps
(1680x1050, 4x AA, 8x AF, Textur: hoch, Shader: hoch)
AMD Radeon HD 4770
GPU: 830 MHz; MEM: 850 MHz
77.5
135.0
32.0
AMD Radeon HD 4770
75.4
126.0
31.0
NVIDIA GeForce 9800 GT
78.7
158.0
31.0
NVIDIA GeForce 9600 GT
76.9
151.0
31.0

X3 Terran Conflict - Build: Ø; max; min in fps
(1680x1050, 4x AA, 8x AF, Textur: hoch, Shader: hoch)
AMD Radeon HD 4770
GPU: 830 MHz; MEM: 850 MHz
104.8
149.0
70.0
AMD Radeon HD 4770
99.3
142.0
70.0
NVIDIA GeForce 9800 GT
81.8
116.0
53.0
NVIDIA GeForce 9600 GT
70.0
105.0
45.0

X3 Terran Conflict - Think: Ø; max; min in fps
(1680x1050, 4x AA, 8x AF, Textur: hoch, Shader: hoch)
AMD Radeon HD 4770
GPU: 830 MHz; MEM: 850 MHz
49.0
91.0
29.0
AMD Radeon HD 4770
47.1
84.0
14.0
NVIDIA GeForce 9800 GT
41.2
73.0
28.0
NVIDIA GeForce 9600 GT
38.4
66.0
24.0

Ein ähnliches Bild sehen wir mit Kantenglättung, einzig im Durchlauf "Fight" kann sich die GeForce 9800 GT einen Vorsprung von 4,4 Prozent sichern. Build und Think gehen hingegen mit 21,4 bzw. 14,3 Prozent Mehrleistung an die Radeon HD 4770.




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Assassin's Creed
Das Spiel Assassin's Creed feierte zunächst auf den Spielekonsolen Erfolge, bevor es - inklusive DirectX 10 Unterstützung - auch für den PC veröffentlicht wurde. Wir messen mit Fraps eine Szene im Spiel, aus fünf Durchläufen streichen wir Minimum und Maximum und bilden aus den übrigen drei Durchläufen den Durchschnitt. Die Effekte sind an, Multisampling steht auf 1/3, Schatten auf 3/3, Qualität sowie Detail auf 4/4 und als Auflösung wählen wir abermals 1680 x 1050 Bildpunkte.

Assassin's Creed: Ø; max; min in fps
(1680x1050, Multisampling 1/3, Schatten 3/3, Qualität 4/4, Detail 4/4)
AMD Radeon HD 4770
GPU: 830 MHz; MEM: 850 MHz
60.57
123.33
41.67
AMD Radeon HD 4770
58.50
113.67
44.33
NVIDIA GeForce 9800 GT
49.26
96.50
34.50
NVIDIA GeForce 9600 GT
41.28
76.33
29.33

Und was passiert, wenn wir das Multisampling auf 3/3 anheben?

Assassin's Creed: Ø; max; min in fps
(1680x1050, Multisampling 3/3, Schatten 3/3, Qualität 4/4, Detail 4/4)
AMD Radeon HD 4770
GPU: 830 MHz; MEM: 850 MHz
47.53
116.00
30.67
AMD Radeon HD 4770
47.14
107.00
29.67
NVIDIA GeForce 9800 GT
39.82
82.00
28.00
NVIDIA GeForce 9600 GT
34.13
68.33
24.33

Wer mit der Radeon HD 4770 durch die mittelalterlichen Metropolen eilt, ist spürbar schneller unterwegs als mit der GeForce 9800 GT. In beiden Läufen liegt NVIDIAs Karte um mehr als 18 Prozent zurück.




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Crysis
Das Spiel Crysis baute extrem hohe Erwartungen auf und konnte diese trotz vielversprechender Ansätze nicht ganz einlösen. Insbesondere die hohen Anforderungen an die Hardware sowie der schnell eingestellte Support sorgten bei vielen Spielern für Enttäuschung. Wir messen die Framerate mit dem Crysis Benchmark Tool 1.05, DirectX 10, 64-Bit und dem GPU-optimierten Testlauf. Abermals verwenden wir eine Auflösung von 1680x1050 Bildpunkten und beginnen ohne Kantenglättung:

Crysis: Ø; max; min in fps (1680x1050, kein AA, 64-Bit, DX10)
AMD Radeon HD 4770
GPU: 830 MHz; MEM: 850 MHz
34.02
38.00
4.83
AMD Radeon HD 4770
31.08
35.19
2.86
NVIDIA GeForce 9800 GT
29.01
33.15
8.83
NVIDIA GeForce 9600 GT
23.97
26.87
4.86

Mit vierfacher Kantenglättung und achtfacher anisotropher Filterung bricht die ohnehin nicht sonderlich hohe Framerate nochmals deutlich ein:

Crysis: Ø; max; min in fps (1680x1050, 4x AA, 64-Bit, DX10)
AMD Radeon HD 4770
GPU: 830 MHz; MEM: 850 MHz
25.10
29.25
3.00
AMD Radeon HD 4770
24.09
28.05
1.91
NVIDIA GeForce 9800 GT
18.67
24.46
0.00
NVIDIA GeForce 9600 GT
14.77
20.21
0.00

Ohne Katenglättung beläuft sich der Vorsprung der Radeon HD 4770 auf 7,1 Prozent, mit Anti-Aliasing sind es sogar 29 Prozent mehr Frames.




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Company Of Heroes 1.71 mit 4-facher Kantenglättung
Praktischerweise beinhaltet das Spiel Company Of Heroes ein integriertes Benchmark-Tool. Wir verwenden die Version 1.71 dieses Spiels im DirectX 10 Betrieb. Für die Messungen war es erforderlich, das Spiel mit der Option -novsync zu starten, da die Framerate ansonsten auf ca. 60 fps beschränkt wird. Abermals verwenden wir eine Auflösung von 1680 x 1050 Bildpunkten und verzichten zunächst auf jegliche Kantenglättung.

Company Of Heroes: Ø; max; min in fps (1680x1050, kein AA, 64-Bit, DX10)
AMD Radeon HD 4770
GPU: 830 MHz; MEM: 850 MHz
82.6
158.5
40.3
AMD Radeon HD 4770
78.3
157.6
37.3
NVIDIA GeForce 9800 GT
68.6
155.6
33.6
NVIDIA GeForce 9600 GT
51.0
116.3
9.7

Im zweiten Messlauf schalten wir die Kantenglättung ein:

Company Of Heroes: Ø; max; min in fps (1680x1050, 4x AA, 64-Bit, DX10)
AMD Radeon HD 4770
GPU: 830 MHz; MEM: 850 MHz
73.9
131.8
34.6
AMD Radeon HD 4770
67.9
124.8
29.4
NVIDIA GeForce 9800 GT
55.0
97.7
28.7
NVIDIA GeForce 9600 GT
44.8
91.0
21.5

Ein ähnliches Resultat wie bei Crysis: Ohne Kantenglättung ist die Radeon HD 4770 um 14,1 Prozent schneller, mit Filterung steigt der Vorteil auf 23,45 Prozent an.




AMD Radeon HD 4770: 3D-Power unter 100 Euro - Druckansicht - Seite 11 von 12

Furmark
Wir verwenden den synthetischen Open-GL-Test Furmark in erster Linie, um den maximalen Stromverbrauch der Grafikkarten zu ermitteln. Allerdings bietet dieser Test auch einen Vergleichswert für die Open-GL-Performance der Grafikkarten.

Furmark 1.6.5: Ø; max; min in fps (1680x1050, kein AA)
AMD Radeon HD 4770
GPU: 830 MHz; MEM: 850 MHz
57
83
48
AMD Radeon HD 4770
53
78
45
NVIDIA GeForce 9800 GT
40
53
34
NVIDIA GeForce 9600 GT
26
34
23

Furmark 1.6.5: Ø; max; min in fps (1680x1050, 4x AA)
AMD Radeon HD 4770
GPU: 830 MHz; MEM: 850 MHz
21
31
18
AMD Radeon HD 4770
20
29
17
NVIDIA GeForce 9800 GT
15
27
12
NVIDIA GeForce 9600 GT
14
23
12

Die Radeon HD 4770 erreicht in diesem synthetischen Test eine um ca. ein Drittel höhere Leistung. Spiel, Satz und Sieg für AMD.

Den höchsten Stromverbrauch erzielten wir mit Furmark bei einer Auflösung von 1680 x 1050 Bildpunkten und ohne Kantenglättung:

Stromverbrauch: 2D, Furmark 1.6.5 (1680x1050, kein AA)
AMD Radeon HD 4770
GPU: 830 MHz; MEM: 850 MHz
109
209
AMD Radeon HD 4770
106
205
NVIDIA GeForce 9800 GT
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NVIDIA GeForce 9600 GT
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Bereits bei der Anzeige des Windows Desktops benötigt das System mit der GeForce 9800 GT rund 13 Watt mehr, denn die Radeon HD 4770 senkt ihren Chiptakt im 2D-Betrieb auf 250 MHz ab. Der Speichertakt bleibt jedoch unverändert. Bei extrem hoher 3D-Last klafft diese Schere noch weiter auseinander und gipfelt in einem Mehrverbrauch von 26 Watt.




AMD Radeon HD 4770: 3D-Power unter 100 Euro - Druckansicht - Seite 12 von 12

Fazit
PreistippMit der ATi Radeon HD 4770 schickt AMD einen würdigen Nachfolger für die Radeon HD 4830 ins Rennen und garniert den neuen Leckerbissen mit einem höchst attraktiven Preis. Wer eine leistungsstarke Grafikkarte um die 100 Euro suchte, war bisher mit einer GeForce 9800 GT gut bedient. AMD setzt den Preis seiner Radeon HD 4770 mit 89 Euro an und unterbietet damit seinen Mitbewerber, während die 3D-Leistung besser ausfällt: "Stalker Clear Sky" wird von der Radeon HD 4770 dominiert, bis wir die Kantenglättung zuschalten. Danach sehen wir leichte Vorteile für NVIDIAs GeForce 9800 GT. Die Weltraumsimulation "X3 - Terran Conflict" gewinnt AMDs Grafikkarte mit und ohne Kantenglättung deutlich. Der mittelalterliche Mix aus Adventure und Jump-and-Run namens "Assassin's Creed" markiert eine ganz herbe Niederlage für NVIDIAs GeForce 9800 GT, Crysis geht ebenfalls an den Newcomer und auch in der Weltkriegs-Action "Company Of Heroes" wird NVIDIAs betagte Architektur gnadenlos gebügelt. Der Open-GL-Test Furmark geht ebenso klar an die Radeon HD 4770 wie die Wertung des Stromverbrauchs. Bereits im Windows Desktop verbraucht das System mit der GeForce 9800 GT satte 13 Watt mehr, bei maximaler 3D-Last sind es sogar 26 Watt.


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Der Kühler unserer Testkarte läuft angenehm leise, dreht aber gelegentlich für wenige Sekunden auf die maximale Geschwindigkeit hoch. Laut AMD ist dies ein Fehler im BIOS der Karte, welchen ein Update in Kürze beheben soll. Doch das von uns getestete Modell wird hierzulande nicht auf den Markt kommen, da Europa nicht von ATi selbst, sondern von seinen Partnern beliefert wird. Welche Kühler ASUS, MSI und Co. auf ihren Grafikkarten verbauen werden, steht somit noch in den Sternen. Sicherlich, NVIDIA hat PhysX und CUDA und wer auf diese Funktionen wert legt, muss zu einer GeForce greifen. Dafür hat AMD Stream, DirectX 10.1 und die bessere 3D-Performance. Es bleibt festzuhalten, dass AMDs Radeon HD 4770 auf ganzer Linie überzeugen kann.




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