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Antec EarthWatts EA-650 Platinum: Günstig Strom sparen - Druckansicht - Seite 1 von 13
Wer ein energieeffizientes Netzteil sucht, kann sehr viel Geld investieren, so dass sich die Anschaffung am Ende finanziell kaum oder gar nicht rechnet. Es gibt aber auch Hersteller, die sich an einer moderaten Preisgestaltung versuchen. Ein Beispiel hierfür ist unser heutiger Testkandidat, das Antec EarthWatts EA-650 Platinum mit 650 Watt Leistung und der Zertifizierung "80 Plus Platinum".

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Um "80 Plus Platinum" zu erreichen, muss ein Netzteil eine Effizienz von ca. 90 Prozent erreichen und die Geräte der Gold-Klasse um weitere zwei bis drei Prozent übertreffen. Was dies im Fall des Antec EarthWatts EA-650 Platinum bedeutet, werden wir am Ende dieser Seite genauer betrachten. Zuvor beschäftigen wir uns mit einem anderen, wichtigen Verkaufsargument: Dem Preis. Im Handel findet man das Antec EarthWatts EA-650 Platinum bereits unter 100 Euro und der Aufpreis zu Netzteilen, die mit einer Effizienz von 80 Prozent arbeiten, beläuft sich auf akzeptable 30 bis 40 Euro.

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Da stellt sich die Frage, wo Antec gespart hat, um den Preis unter 100 Euro zu drücken. Nun, das EarthWatts EA-650 Platinum beschränkt sich bei Ausstattung und Lieferumfang auf das Nötigste. Es gibt weder ausgefallenes Zubehör, Kabelmanagement noch zusätzliche Funktionen. Das Design das Gerätes ist schlicht und nüchtern, die Abmessungen sind kompakt und der 120 mm große Lüfter befindet sich hinter einer Gitterstruktur, die in den Boden des Netzteilblechs gestanzt wurde. Wer Luxus sucht, muss tiefer in die Tasche greifen.

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Offizielle 80 Plus Resultate
Das Antec EarthWatts EA-650 Platinum hat die Zertifizierung "80 Plus Platinum" erhalten. Bei 20-, 50- und 100-prozentiger Last arbeitet das Netzteil folglich mit Effizienzen von mindestens 90, 92 und 89 Prozent. Die Anforderungen an "80 Plus Gold", wie sie die beiden Vergleichsgeräte von be quiet! erfüllen, fallen mit 87, 90 und 87 Prozent etwas niedriger aus. Das Antec HCG-620 bietet nur "80 Plus Bronze" (82%, 85%, 82%) und das Thermaltake Berlin 630W erfüllt die Mindestanforderungen von 80 Plus mit einer Effizienz von mindestens 80 Prozent. Die folgende Tabelle enthält die offiziellen Messergebnisse von 80 Plus:
Wirkungsgrad laut 80 Plus (115 Volt):
 20%50%100%Ø
Antec EA-650 Platinum90,5292,0389,0190,52
be quiet! P10-550W87,7090,5388,9889,07
be quiet! E9-CM-580W90,3891,2788,2289,96
Antec HCG-62085,6186,2282,3384,72
Thermaltake Berlin 630W83,5884,8980,9583,14
Trotz des theoretischen Klassenunterschieds liegen Antecs EarthWatts EA-650 Platinum und die Gold-Netzteile von be quiet! recht eng beisammen. Dies gilt insbesondere für das Modell Straight Power E9 580W CM, welches die Anforderungen der Gold-Klasse deutlich übertrifft. Das EarthWatts EA-650 Platinum erreicht die Vorgaben von "80 Plus Platinum" hingegen nur mit Müh und Not, lediglich bei 20-prozentiger Auslastung bleibt noch etwas Luft.
Dass wir die Ergebnisse der 115-Volt-Messung angeben, hat übrigens einen einfachen Grund: Die Daten, welche 80 Plus für 230 Volt liefert, sind derzeit noch sehr lückenhaft.



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Die Übersichtstabellen
In den folgenden Tabellen stellen wir die getesteten Netzteile in Hinblick auf ihre Eckdaten, ihre Leistung und ihre Anschlussmöglichkeiten gegenüber. Betrachten wir zunächst die maximale Leistung in Watt, die Anzahl der +12V-Spannungskreise, die maximale Effizienz (laut Hersteller) sowie Anzahl und Durchmesser der verbauten Lüfter:
Die Eckdaten
 Watt+12VEffizienzLüfter
Antec EA-650 Platinum650493%1 x 120 mm
be quiet! P10-550W550493%1 x 135 mm
be quiet! E9-CM-580W580493%1 x 135 mm
Antec HCG-620620188%1 x 135 mm
Thermaltake Berlin 630W630186%1 x 120 mm
Seit der Version 2.2 schreibt der "ATX12V Power Supply Design Guide" zwei unabhängige +12V-Spannungskreise vor, falls Stromstärken von mehr als 18 Ampere zu erwarten sind. Hierdurch will man eine höhere Stabilität gewährleisten und die sogenannten "Peak Voltage Ripple" glätten. Andererseits sind Netzteile mit einem einzigen, dafür aber besonders starken +12V-Spannungskreis im Vorteil, wenn stromhungrige Grafikkarten und übertaktete Prozessoren zu versorgen sind. Beim Antec EA-650 Platinum finden wir sogar vier unabhängige +12V-Spannungskreise für die Laufwerke, den Prozessor, das Mainboard und die Grafikkarte(n).
Die Leistungsverteilung
Folgende Angaben machen die Hersteller zur Verteilung der Leistung auf die unterschiedlichen Spannungsschienen. Die -5V-Schiene wurde im ATX12V Power Supply Design Guide V2.2 gestrichen und muss nicht mehr angeboten werden.
Leistung pro Schiene in Watt
 +12V+5V+3,3V+5VSB-12V
Antec EA-650 Platinum576105k.A.k.A.
be quiet! P10-550W54011015,06,0
be quiet! E9-CM-580W56414015,06,0
Antec HCG-620576130k.A.k.A.
Thermaltake Berlin 630W54013015,03,6
Die aktuelle Netzteilgeneration ist so ausgelegt, dass beinahe die vollständige Leistung auf den +12V-Spannungskreisen zur Verfügung steht. Bei 650 Watt Gesamtleistung stellt das Antec EA-650 Platinum 576 Watt auf der +12V-Ebene bereit. Dies entspricht kurioserweise den Angaben zum nominal schwächeren Antec HCG-620, das zudem für +3,3 und +5 Volt mehr Reserven bietet.
Die maximalen Stromstärken
Moderne Computer setzen mehr und mehr auf die +12V-Schienen. Während zu Sockel A und Sockel 370 Zeiten die +3,3 und +5 Volt Spannungskreise noch sehr stark belastet wurden, änderte sich dies mit Intels Pentium 4 Prozessor und der Einführung des ATX+12V-Anschlusses. Doch nicht nur die aktuellen Prozessoren beziehen ihren Strom aus den +12V-Schienen, auch die 6- und 8-Pin-Anschlüsse für PCI-Express Grafikkarten liefern ausschließlich +12 Volt.
Die Stromstärken in Ampere
 +12V+5V+3,3VVSB-12V
Antec EA-650 Platinum4x 3018203,00,3
be quiet! P10-550W2x 20
2x 25
25253,00,5
be quiet! E9-CM-580W2x 18
2x 20
24243,00,5
Antec HCG-6201x 4824242,50,8
Thermaltake Berlin 630W1x 4515243,00,3
Antec hat alle vier Spannungskreise des EA-650 Platinum auf Stromstärken von 30 Ampere ausgelegt, was auch für anspruchsvolle Grafikkarten und die Übertaktung des Prozessors ausreichen sollte. Die +5-Schiene fällt mit 18 Ampere recht bescheiden aus, doch sie wird von modernen Systemen kaum noch genutzt. Anders sieht es bei +3,3 Volt aus, hier scheint Antec das Netzteil mit 20 Ampere etwas knapp bemessen zu haben.
Die Anschlüsse
Betrachten wir nun die unterschiedlichen Anschlusskonfigurationen der Netzteile. Als "Molex" werden die 4-Pin-Stecker für PATA-Festplatten und optische Laufwerke bezeichnet, mit "Floppy" und "SATA" sind die Stecker der entsprechenden Geräte gemeint. "PEG" kennzeichnet die 6- oder 8-Pin-Anschlüsse für PCI-Express Grafikkarten. Bei den Power (PWR) und +12V Anschlüssen geben wir nicht ihre Anzahl, sondern ihre Konfiguration an:
Die Anschlüsse
 PWR+12VPEGMolexFloppySATA
Antec EA-650 Platinum244+42416
be quiet! P10-550W20+44+4
8
5719
be quiet! E9-CM-580W20+44+44418
Antec HCG-62020+44+42616
Thermaltake Berlin 630W20+44+42416
Der Wechsel von Parallel-ATA zu Serial-ATA ist praktisch abgeschlossen, daher sollte ein Netzteil zumindest vier SATA-Anschlüsse vorweisen können. Diese Mindestanforderung erfüllen alle getesteten Geräte und das Antec EA-650 Platinum kommt auf sechs SATA-Stecker. Insgesamt bringt es das Gerät auf elf Laufwerksanschlüsse, was angesichts der Leistungsklasse nur durchschnittlich ist.



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Der Lieferumfang
Antec packt das EA-650 Platinum in einen kleinen Karton, dem der Schriftzug "PLATINUM" etwas Glanz verleiht. Neben dem Netzteil finden wir darin ein Kaltgerätekabel, fünf silberfarbene Schrauben, zwei Klettkabelbinder und eine gedruckte Anleitung.

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Die Anleitung ist ein DIN-A3-Blatt, welches acht Sprachen umfasst, darunter Deutsch, Englisch, Französisch, Spanisch und Italienisch. Sie beschreibt lediglich die Stecker des Netzteils. Ein ausführliches Handbuch mit umfangreichen Abbildungen ist als Download verfügbar.

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Abmessungen und Konstruktion
Mit Abmessungen von 150 x 140 x 86 mm (B x T x H) entspricht das Antec EA-650 Platinum haargenau der ATX-Norm und findet somit problemlos in allen Gehäusen Platz. Wir finden es sehr erfreulich, dass der Hersteller dem aktuellen Trend zu übergroßen Netzteilen entgegen tritt und stattdessen ein Gerät liefert, bei dessen Einbau man nicht zu Tricks oder Werkzeug greifen muss.

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Die mattschwarze Pulverbeschichtung macht einen unempfindlichen Eindruck und sorgt für eine unauffällige Optik, welche gut zum Charakter des Netzteils passt. Antecs EA-650 Platinum ist eben klein Blender mit buntem Lack und blinkendem Lüfter, sondern eine hocheffiziente Stromversorgung ohne überflüssigen Schnickschnack.

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Lediglich auf einer Seite steht der Markenschriftzug als Relief ein wenig hervor, was bei Gehäusen mit besonders engen Netzteilschächten zu Kratzern am Netzteil führen kann. Die Kabelstränge sind fest mit dem EA-650 Platinum verbunden und ein Lüfter im Boden des Netzteils sorgt für eine ausreichende Kühlung.



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Lüfter und Innenleben
Der Lüfter des Antec EA-650 Platinum hat einen Durchmesser von 120 mm und sieben Blätter. Das - laut Hersteller - qualitativ hochwertige Doppelkugellager soll für eine lange Lebensdauer und einen "flüsterleisen Betrieb" sorgen. Hier könnte allerdings das Lüftergitter einen Strich durch die Rechnung machen, denn Antec hat die wabenförmige Struktur in das Blech des Netzteilbodens gestanzt, statt ein Drahtgitter zu montieren.

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Nach dem Öffnen des Netzteils sehen wir, dass es sich bei dem Lüfter um das Modell D12BH-12 von Yate Loon Electronics handelt. Ein Blick in dessen Spezifikationen lässt wenig Gutes erahnen: Liegen +12 Volt Spannung an, rotiert dieser Lüfter mit stolzen 2.300 U/min und erzeugt dabei einen Schallpegel von 41 dB(A) - "flüsterleise" ist anders!

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Im Inneren des Antec EA-650 Platinum finden wir einen einzelnen Primärkondensator, der mit 390 Microfarad, 420 Volt und Betriebstemperaturen von bis zu 85°C spezifiziert ist. Auch dies wirft Fragen auf, denn Antec verspricht auf seiner Produktseite "Japanische Hochleistungskondensatoren", doch Capxon ist ein taiwanischer Hersteller, dessen Werke in China stehen.

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Zugegeben, auch Capxon liefert ordentliche Qualität, doch Kondensatoren aus japanischer Herstellung haben einen noch besseren Ruf. Im sekundären Bereich finden wir hauptsächlich Elektrolytkondensatoren der Firma United Chemicon (KZE), die - wie üblich - bis 105°C spezifiziert sind. Eine Besonderheit des EA-650 Platinum ist die "Active Clamp + Synchronous Rectifier" getaufte Topologie, bei der zwei ICs die Netzteilfunktion kontinuierlich überwachen und Anpassungen vornehmen.

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Die beiden länglichen Chips - FSP6601 und FSP6600 - sieht man auf obigem Foto zwischen den Transformatoren und der EMI-Filterung. Sie kamen erstmals beim FSP Aurum CM Gold zum Einsatz und tatsächlich sieht man große Ähnlichkeiten zwischen der Platine von FSP, dem Antec EA-650 Platinum und dem be quiet! Straight Power E9 580W CM. Diese reichen vom zugrunde liegenden Layout über die Bauteile bis hin zur Beschriftung.

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Auch der Weltrend WT7579, welcher sich auf einer Zusatzplatine hinter dem Spannungseingang befindet und die Schutzschaltungen des Netzteils verwirklicht, gehört zu diesen Gemeinsamkeiten. Insgesamt bietet Antecs EA-650 Platinum acht Schutzvorrichtungen: Überstromschutz (OCP), Überspannungsschutz (OVP), Unterspannungsschutz (UVP), Schutz vor Kurzschlüssen (SCP), Überlastschutz (OPP), Spannungsstoss- und Einschaltstromschutz (SIP), Niedriglastoperation (NLO) und Spannungsabfallschutz (BOP).



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Die Anschlüsse
Beim Antec EA-650 Platinum sind alle Kabelstränge fest mit dem Netzteil verbunden. Der Hersteller hat alle Kabel mit Netzgeflechten versehen, welche einerseits als Schutz dienen und andererseits für Ordnung sorgen. Im Gegensatz zu vielen anderen Netzteilen ist der 24-polige ATX-Hauptstecker beim EA-650 Platinum nicht unterteilt.

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Für stromhungrige PCIe-Grafikkarten gibt es zwei 6+2-Stecker, die sich beide an einem Strang befinden. Während wir mit elf Laufwerksanschlüssen, welche sich auf drei Kabel verteilen, noch gut leben können, sind zwei PEG-Stecker für die gebotene Leistungsklasse schon recht mager. Sollen zwei Grafikkarten zum Einsatz kommen, ist die Auswahl auf Modelle mit einem einzelnen Stromanschluss beschränkt.

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Betrachten wir nun die Übersicht aller Kabelstränge sowie die Position der einzelnen Stecker:
Die Anschlüsse des Antec EA-650 Platinum
 Pos#1Pos#2Pos#3Pos#4Pos#5
ATX/EPS 24-Pin
fest am Gerät
ATX24
53,0cm
----
ATX/EPS+12V
fest am Gerät
4+4
62,0cm
----
PEG
fest am Gerät
PEG6+2
55,5cm
PEG6+2
70,0cm
---
SATA
fest am Gerät
SATA
54,5cm
SATA
70,5cm
SATA
86,5cm
--
SATA/PATA
fest am Gerät
SATA
53,5cm
SATA
70,0cm
SATA
85,5cm
PATA
101,0cm
-
PATA/Floppy
fest am Gerät
PATA
54,5cm
PATA
69,5cm
PATA
85,5cm
Floppy
100,0cm
-
Die Länge der einzelnen Stränge ist auch für größere Gehäuse ausreichend, somit bleibt nur die Zahl der Anschlüsse zu bemängeln. Der Grund für Antecs Entscheidung, nur zwei PEG-Stecker anzubieten, findet sich im Handbuch in der Tabelle 2:

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Von den vier +12V-Spannungskreisen ist nämlich nur der vierte für die dedizierte Versorgung der Grafikkarten vorgesehen. Der erste verteilt sich auf die Laufwerke, der zweite ist dem Prozessor vorbehalten und der dritte versorgt das Mainboard. Die Hauptplatine gehört zu den Großverbrauchern, da sie auch die Erweiterungskarten mit Strom versorgen muss. Und hier darf jede Grafikkarte bis zu 75 Watt einfordern.



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Die Testkonfiguration
Wir haben unsere Mitte 2008 eingeführte Testplattform auf Basis des Intel Core i7-965 Extreme in den verdienten Ruhestand geschickt. Das neue Testsystem ist, wie heute üblich, aus einem mehrmonatigen Casting hervorgegangen und bietet uns die Möglichkeit, mehr Last zu generieren und diese Last auch bedeutend feiner zu dosieren.
Herz des Aufbaus ist der 6-Kern-Prozessor Intel Core i7-3960X, welchen wir auf dem übertaktungsfreundlichen XL-Mainboard MSI Big Bang-XPower II betreiben. Der CPU stehen 16 GByte DDR3-1600CL9 vom Typ GeIL Enhance Corsa (GEC316GB1600C9QC) zur Seite, die im 4-Kanalbetrieb laufen.
Bei der Grafikkarte haben wir keine Änderung vorgenommen, denn die alte MSI R4870X2-T2D2G-OC ist auch an heutigen Modellen gemessen extrem durstig. Für besonders starke Netzteile verbauen wir eine zusätzliche Powercolor Radeon HD 4870 und aktivieren den CrossFire-Betrieb. Schon mit einer Grafikkarte können wir Dauerlasten von 675 Watt generieren.
Hierzu trägt auch die deutlich höhere Last an den Laufwerkssträngen bei. Neben unserer Festplatte finden sich hier neuerdings noch ein paar Lüfter, genauer gesagt 19 (9 x 80 mm, 7 x 92 mm, 3 x 40 mm). Diese Lüfter konsumieren ca. 55 Watt und erzeugen einen Schallpegel von 57,2 dB(A). Hinzu kommen drei 120-mm-Lüfter, die wir direkt am Mainboard angeschlossen haben.
Die Testkonfiguration für Netzteile von 550 bis 650 Watt
Hier die vollständige Übersicht der Testkonfiguration, welche wir im heutigen Test verwendet haben. Die Hauptlast erzeugt die Grafikkarte, es folgt der Prozessor und dann die Verbraucher an den Laufwerkssträngen.



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Messergebnisse: Idle
Jedes Netzteil wurde in vier Lastzuständen vermessen, diese Durchläufe dauerten jeweils eine Stunde und wurden dreimal wiederholt, um zufällige Abweichungen auszuschließen. Während der Messläufe werden der Stromverbrauch und die Spannungen protokolliert. Zunächst messen wir den Stromverbrauch ohne Prozessor- und Grafiklast (idle). Hierzu laden wir die Standardeinstellungen unseres Mainboards, verbinden einen einzelnen Monitor mit der Grafikkarte und beschränken uns auf die drei 120-mm-Lüfter.
Leistungsaufnahme Gesamtsystem IDLE in Watt (niedriger ist besser)
Antec EA-650 Platinum
130
be quiet! P10-550W
132
be quiet! E9-CM-580W
132
Antec HCG-620
138
Thermaltake Berlin 630W
140
Antecs EA-650 Platinum liefert uns zwar den erwarteten Bestwert, doch der Abstand zu den Gold-Netzteilen von be quiet! ist mit zwei Watt bzw. 1,5 Prozent noch sehr gering. Selbst das Thermaltake Berlin 630W ist mit einem Mehrverbrauch von zehn Watt bzw. 7,7 Prozent noch nicht allzu weit entfernt. Während unserer Messungen haben wir auch den Powerfaktor kontrolliert und notieren beim EA-650 Platinum Werte zwischen 0,96 und 0,99.
Und wie sieht es bei den Spannungen aus?
Antec EarthWatts EA-650 Platinum: Abweichungen in %
 
+3,3V
0.48
+5V
1.22
+12V
0.47
Die Spannungen sind beim Antec EarthWatts EA-650 Platinum sehr stabil und liegen, mit Ausnahme der +3,3V-Schiene, knapp über dem Soll. Mit 1,22 Prozent sehen wir die deutlichste Abweichung bei +5 Volt, doch diese Spannung ist für moderne Computer so gut wie bedeutungslos.
Zum Vergleich folgen nun die Resultate weiterer Netzteile aus der Leistungsklasse zwischen 550 und 650 Watt:
Antec HCG-620: Abweichungen in %
 
+3,3V
1.33
+5V
0.38
+12V
0.27
be quiet! Dark Power Pro P10 550W: Abweichungen in %
 
+3,3V
0.36
+5V
0.38
+12V
0.27
be quiet! Straight Power E9 580W/CM: Abweichungen in %
 
+3,3V
1.58
+5V
1.22
+12V
0.27
Thermaltake Berlin 630W: Abweichungen in %
 
+3,3V
1.09
+5V
0.38
+12V
0.27



Antec EarthWatts EA-650 Platinum: Günstig Strom sparen - Druckansicht - Seite 8 von 13
Messergebnisse: CPU-Last
Um mit unserem Prozessor einen möglichst hohen Stromverbrauch zu erreichen, haben wir die sechs Kerne des Intel Core i7-3960X mit Hilfe von MSIs OC Genie auf 4,0 GHz übertaktet und mit dem Tool Core2MaxPerf belastet. Core2MaxPerf läuft dabei mit sechs Threads, da wir bei zwölf Threads einen geringeren Stromverbrauch sahen. Zudem haben wir einen zweiten Bildschirm angeschlossen und 19 zusätzliche Lüfter in Betrieb genommen. Der in diesem Durchlauf erzeugte Stromverbrauch schwankt nur geringfügig.
Leistungsaufnahme Gesamtsystem CPU-Last in Watt (niedriger ist besser)
Antec EA-650 Platinum
372
be quiet! E9-CM-580W
372
be quiet! P10-550W
374
Antec HCG-620
394
Thermaltake Berlin 630W
395
Der übertaktete Prozessor sorgt für eine Überraschung, denn Antecs EarthWatts EA-650 Platinum und das technisch eng verwandte be quiet! Straight Power E9 580W CM liegen gleich auf. Der Unterschied zwischen 80 Plus Standard und 80 Plus Platinum ist mittlerweile auf 23 Watt bzw. 6,2 Prozent angewachsen. Der Powerfaktor des EarthWatts EA-650 Platinum lag in dieser Messung konstant beim Idealwert 1,00.
Betrachten wir nun die Spannungen:
Antec EarthWatts EA-650 Platinum: Abweichungen in %
 
+3,3V
2.55
+5V
1.22
+12V
1
Die CPU-Last lässt die +12V-Ebene des Antec EarthWatts EA-650 Platinum geringfügig einbrechen, die deutlichste Abweichung lag ein Prozent unter dem Soll. Deutlicher schwankt die +3,3V-Schiene, welche diesmal um 2,55 Prozent nachgibt.
Zum Vergleich folgen nun die Resultate weiterer Netzteile aus der Leistungsklasse zwischen 550 und 650 Watt:
Antec HCG-620: Abweichungen in %
 
+3,3V
0.36
+5V
0.38
+12V
1
be quiet! Dark Power Pro P10 550W: Abweichungen in %
 
+3,3V
0.12
+5V
0.38
+12V
0.27
be quiet! Straight Power E9 580W/CM: Abweichungen in %
 
+3,3V
2.06
+5V
1.22
+12V
1
Thermaltake Berlin 630W: Abweichungen in %
 
+3,3V
1.58
+5V
0.38
+12V
1.73



Antec EarthWatts EA-650 Platinum: Günstig Strom sparen - Druckansicht - Seite 9 von 13
Messergebnisse: GPU-Last
Nun erzeugen wir Last auf der Grafikkarte und messen nochmals den Stromverbrauch sowie die Spannungen. Wir verwenden das Dual-GPU-Modell MSI R4870X2-T2D2G-OC, das zwar schon recht angestaubt ist, sich dafür aber durch seinen sehr hohen Stromverbrauch auszeichnet. Last erzeugen wir mit dem Spiel "Tom Clancy's HAWX", welches bei 1.280 x 1.024 Bildpunkten ohne Kantenglättung die höchste Last generiert. Auf dem zweiten Bildschirm überwachen wir die Systemwerte. Die sechs Kerne des Intel Core i7-3960X takten wir auch in diesem Durchlauf mit 4,0 GHz und die 19 zusätzlichen Lüfter laufen ebenfalls mit. Diese Art der Belastung erzeugt einen sehr gleichmäßigen Stromverbrauch.
Leistungsaufnahme Gesamtsystem GPU-Last in Watt (niedriger ist besser)
Antec EA-650 Platinum
496
be quiet! P10-550W
500
be quiet! E9-CM-580W
500
Antec HCG-620
530
Thermaltake Berlin 630W
533
Bei hoher Grafiklast erobert das Antec EarthWatts EA-650 Platinum die alleinige Spitzenposition zurück, doch die beiden Gold-Netzteile von be quiet! verbrauchen lediglich vier Watt bzw. 0,8 Prozent mehr Strom. Auch der Abstand zum Thermaltake Berlin 630W bleibt mit 37 Watt bzw. 7,5 Prozent in einem akzeptablen Rahmen. Auch in dieser Messung hält das EarthWatts EA-650 Platinum einen konstanten Powerfaktor von 1,00.
Und wie haben sich die Spannungen entwickelt?
Antec EarthWatts EA-650 Platinum: Abweichungen in %
 
+3,3V
3.03
+5V
1.22
+12V
2.47
Die übertaktete Radeon HD 4870 X2 fordert insbesondere die +12V-Ebene, welche um 2,47 Prozent einbricht. Abermals sehen wir die größte Abweichung bei +3,3 Volt, mittlerweile liegt der niedrigste Messwert um 3,03 Prozent unter dem Soll. Doch auch das ist kein schlechter Wert.
Zum Vergleich folgen nun die Resultate weiterer Netzteile aus der Leistungsklasse zwischen 550 und 650 Watt:
Antec HCG-620: Abweichungen in %
 
+3,3V
0.61
+5V
0.38
+12V
2.47
be quiet! Dark Power Pro P10 550W: Abweichungen in %
 
+3,3V
0.61
+5V
0.38
+12V
1
be quiet! Straight Power E9 580W/CM: Abweichungen in %
 
+3,3V
2.55
+5V
2.08
+12V
2.47
Thermaltake Berlin 630W: Abweichungen in %
 
+3,3V
2.55
+5V
1.22
+12V
3.2



Antec EarthWatts EA-650 Platinum: Günstig Strom sparen - Druckansicht - Seite 10 von 13
Messergebnisse: CPU+GPU-Last
Im vierten Messlauf mischen wir CPU- und GPU-Last. Die MSI R4870X2-T2D2G-OC wird auch diesmal mit dem Spiel "Tom Clancy's HAWX" (1.280 x 1.024 Bildpunkte, keine Kantenglättung) zum Stromschlucken animiert, doch zusätzlich werden drei Kerne des auf 4,0 GHz übertakteten Intel Core i7-3960X mit dem Tool Core2MaxPerf belastet. Und warum nur drei Kerne? Weil wir nur drei Kerne brauchen, um die Netzteile bis an ihre Belastungsgrenze zu bringen! Dies liegt natürlich auch an der Last der 19 zusätzlichen Lüfter. Auf dem zweiten Bildschirm überwachen wir die Systemwerte. Bei dieser Messung schwankt der Stromverbrauch etwas stärker.
Leistungsaufnahme Gesamtsystem CPU+GPU in Watt (niedriger ist besser)
Antec EA-650 Platinum
558
be quiet! P10-550W
560
be quiet! E9-CM-580W
563
Antec HCG-620
598
Thermaltake Berlin 630W
598
Die gemeinsame Nutzung von CPU und GPU lastet Antecs EarthWatts EA-650 Platinum zu 86 Prozent aus und abermals kann sich das Platin-Netzteil die Spitzenposition sichern. Diesmal ist das be quiet! Dark Power Pro P10-550W sein ärgster Verfolger mit einem Mehrverbrauch von zwei Watt bzw. 0,4 Prozent. Der Abstand zum Thermaltake Berlin 630W ist auf 40 Watt bzw. 7,2 Prozent angewachsen. Wir messen beim EarthWatts EA-650 Platinum auch diesmal einen konstanten Powerfaktor von 1,00.
Betrachten wir nun die Spannungen:
Antec EarthWatts EA-650 Platinum: Abweichungen in %
 
+3,3V
3.52
+5V
1.22
+12V
2.47
Die +12V-Ebene kommt mit der Mischlast gut zurecht und gibt nicht weiter nach. Anders sieht es auf der +3,3V-Schiene aus, die nun um 3,52 Prozent einbricht. Von den laut Spezifikation erlaubten 5,0 Prozent sind wir aber noch weit entfernt.
Zum Vergleich folgen nun die Resultate weiterer Netzteile aus der Leistungsklasse zwischen 550 und 650 Watt:
be quiet! Dark Power Pro P10 550W: Abweichungen in %
 
+3,3V
0.61
+5V
0.38
+12V
1
be quiet! Straight Power E9 580W/CM: Abweichungen in %
 
+3,3V
2.55
+5V
2.08
+12V
3.2
Antec HCG-620: Abweichungen in %
 
+3,3V
0.61
+5V
0.38
+12V
2.47
Thermaltake Berlin 630W: Abweichungen in %
 
+3,3V
2.55
+5V
1.22
+12V
3.93



Antec EarthWatts EA-650 Platinum: Günstig Strom sparen - Druckansicht - Seite 11 von 13
Messergebnisse: CPU+GPU-Last (Max)
Okay, hier geht noch etwas: Wir wollen alle Netzteile ein Stück weit über ihre Belastungsgrenze treiben und daher benötigen wir einen fünften Messlauf. Abermals kombinieren wir CPU- und GPU-Last und auch diesmal wird die MSI R4870X2-T2D2G-OC mit dem Spiel "Tom Clancy's HAWX" (1.280 x 1.024 Bildpunkte, keine Kantenglättung) beschäftigt. Auf dem zweiten Bildschirm überwachen wir die Systemwerte. Zusätzlich belasten wir alle sechs Kerne des auf 4,0 GHz übertakteten Intel Core i7-3960X mit dem Tool Core2MaxPerf und auch die 19 zusätzlichen Lüfter sind wieder mit von der Partie.
Leistungsaufnahme Gesamtsystem CPU+GPU in Watt (niedriger ist besser)
Antec EA-650 Platinum
620
be quiet! P10-550W
620
be quiet! E9-CM-580W
632
Antec HCG-620
664
Thermaltake Berlin 630W
668
Mit einer Auslastung von 95,4 Prozent bewegen wir uns bei der finalen Lastmessung im Bereich der Volllast. Diesmal muss sich Antecs EarthWatts EA-650 Platinum die Spitzenposition mit dem be quiet! Dark Power Pro P10-550W teilen, während das be quiet! Straight Power E9 580W CM zwölf Watt bzw. 1,9 Prozent mehr verbraucht. Der Unterschied zum Thermaltake Berlin 630W beläuft sich auf 48 Watt bzw. 7,7 Prozent. Abermals sehen wir beim EarthWatts EA-650 Platinum einen konstanten Powerfaktor von 1,00.
Ein letztes mal betrachten wir die Spannungen:
Antec EarthWatts EA-650 Platinum: Abweichungen in %
 
+3,3V
3.52
+5V
1.22
+12V
3.2
Jenseits der Volllast stabilisiert sich die +3,3V-Schiene und hält die Spannungswerte der vorausgegangenen Messung. Stattdessen sehen wir nun einen weiteren Einbruch auf der +12V-Ebene, welche maximal 3,2 Prozent unter dem Soll bleibt. Da sich alle Werte eindeutig innerhalb der spezifizierten Grenzen bewegen, gibt es aber keinen Grund zur Klage.
Zum Vergleich folgen nun die Resultate weiterer Netzteile aus der Leistungsklasse zwischen 550 und 650 Watt:
be quiet! Dark Power Pro P10 550W: Abweichungen in %
 
+3,3V
1.09
+5V
0.38
+12V
1
be quiet! Straight Power E9 580W/CM: Abweichungen in %
 
+3,3V
2.55
+5V
2.94
+12V
3.2
Antec HCG-620: Abweichungen in %
 
+3,3V
1.09
+5V
0.38
+12V
3.2
Thermaltake Berlin 630W: Abweichungen in %
 
+3,3V
3.03
+5V
1.22
+12V
3.93



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Stromverbrauch im Standby
Im Standby sollte der Computer möglichst wenig Strom verbrauchen. Sind die getesteten Netzteile auch dann noch Stromsparer, wenn das System heruntergefahren wurde?
Verbrauchsspitzen Gesamtsystem Standby (niedriger ist besser)
Antec EA-650 Platinum
0.0
be quiet! P10-550W
0.0
be quiet! E9-CM-580W
0.0
Antec HCG-620
0.2
Thermaltake Berlin 630W
0.3
Verbräuche unter vier Watt sind schwer zu messen. Obwohl der Hersteller unsere Messgeräte bis 0,2 Watt freigegeben hat, betrachten wir obige Ergebnisse in erster Linie als untereinander vergleichbar. Im Standby spielt die Leistungsklasse keine Rolle mehr, hier sind andere Künste gefragt. Mit unseren Testkonfigurationen messen wir Verbrauchsspitzen von deutlich unter einem Watt, die das Abschalten des Computers per Netzschalter oder Steckdosenleiste nicht mehr rechtfertigen. Bei Antecs EarthWatts EA-650 Platinum konnten wir, wie auch bei den Netzteilen von be quiet!, gar keinen Stromverbrauch messen.
Schalldruck
Markennetzteile sind in den letzten Jahren nicht nur immer effizienter, sondern auch immer leiser geworden. Wir rüsten unser Testsystem mit einer Grafikkarte vom Typ AMD Radeon HD 3450 auf den passiven Betrieb um und lassen es für die Schallpegelmessung ohne Festplatte ca. 15 Minuten in der BIOS-Konfiguration laufen. Damit die Grundlast nicht zu gering ausfällt, wurde der Intel Core i7-3960X auf 4,00 GHz übertaktet, nun liegen gut 220 Watt an. Wir haben den Schallpegel aus einer Entfernung von 20 cm gemessen und anschließend auf einen Abstand von einem Meter umgerechnet.
Schalldruck in dB(A), IDLE, Abstand 1 Meter (niedriger ist besser)
be quiet! E9-CM-580W
16.02
be quiet! P10-550W
16.12
Thermaltake Berlin 630W
19.12
Antec HCG-620
19.42
Antec EA-650 Platinum
28.52
Wir sehen unsere Befürchtungen bestätigt: Der Lüfter im Antec EarthWatts EA-650 Platinum erreicht laut Datenblatt bei +12 Volt eine maximale Drehzahl von 2.300 U/min und einen Schallpegel von 41 dB(A). Während unserer Messung rotiert der Lüfter zwar deutlich langsamer, doch 28,52 dB(A) sind aus einer Entfernung von einem Meter deutlich wahrnehmbar und eindeutig zu laut für ein wirklich leises System. Kurios, schließlich hat Antec leise Lüfter im eigenen Sortiment und zeigt mit dem HCG-620, dass man es auch deutlich besser kann.



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Fazit
GutAntec unternimmt mit dem EarthWatts EA-650 Platinum den löblichen Versuch, eine sehr hohe Energieeffizienz (80 Plus Platinum) bezahlbar zu machen. Dieses Vorhaben ist zwar gelungen, doch dem Käufer werden hierbei einige Kompromisse abverlangt. Betrachten wir nur den Stromverbrauch, so ist das EarthWatts EA-650 Platinum eine klare Empfehlung. In allen Messungen findet sich das Netzteil an der Spitze des Feldes, muss diese Position aber mehrmals mit den Geräten von be quiet! teilen, die lediglich 80 Plus Gold vorweisen können. Das EarthWatts EA-650 Platinum hat die Platin-Qualifikation nämlich nur gerade so geschafft und kann sich daher auch nur geringfügig von seinen Mitbewerbern absetzen. Doch die Spezifikation ist erfüllt und Bestwerte sind Bestwerte. Die Straßenpreise für das Antec EarthWatts EA-650 Platinum beginnen schon unter 100 Euro, was für die gebotene Energieeffizienz ein sehr faires Angebot ist. Leider ist es um die Lieferbarkeit des Netzteils recht schlecht bestellt. In Hoffnung auf Besserung hatten wir die Veröffentlichung dieses Testberichts bereits um einige Wochen verschoben, doch bis heute konnten die Anbieter mit den besten Preisen keine verlässlichen Liefertermine nennen.

Fotostrecke mit weiteren und größeren Fotos...
Alle gemessenen Spannungen liegen beim Antec EarthWatts EA-650 Platinum im grünen Bereich und der Hersteller gibt drei Jahre Garantie auf sein Netzteil. Auf ein Kabelmanagement müssen wir allerdings verzichten und die Zahl der Anschlüsse fällt für ein Gerät der 650-Watt-Klasse recht bescheiden aus. Insbesondere die Beschränkung auf zwei achtpolige Stecker für Grafikkarten dürfte einige Interessenten abschrecken. Dafür sind die Kabelstränge ausreichend lang und von einem schützenden Netzgeflecht umgeben. Positiv fallen auch die kompakten Abmessungen mit nur 140 mm Bautiefe, die saubere Verarbeitung und die erprobte FSP-Technik auf. Was am Ende zur Abwertung führt, sind zwei Werbeversprechen, die das Antec EarthWatts EA-650 Platinum nicht einlösen kann: Die versprochenen "Japanischen Hochleistungskondensatoren" stammen vom taiwanischen Hersteller Capxon, der in China fertigen lässt, und der "flüsterleise Lüfter" ist für unseren Geschmack zu laut. Es bleibt ein gutes Produkt, das leider einige Chancen verschenkt.



Unser Dank gilt Antec für die Teststellung des EarthWatts EA-650 Platinum.






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