Au-Ja! - Antec ISK300-65: Mini-ITX mal gut gelüftet - Duckansicht
 

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Antec ISK300-65: Mini-ITX mal gut gelüftet - Druckansicht - Seite 1 von 7

UPDATES:

Kurz vor Weihnachten bescheren wir Euch mit dem Test des Antec ISK300-65, einem kompakten PC-Gehäuse für Hauptplatinen im Mini-ITX-Format. Bereits im Frühjahr hatten wir diesem Formfaktor einige Artikel gewidmet und das extrem flache HTPC-Gehäuse NesteQ MS550 sowie das ungewöhnliche Lian Li PC-Q07, welches die Mini-Mainboards mit normaler Desktop-Hardware kombiniert, vorgestellt. Unser heutiger Testkandidat beschreitet einen Mittelweg und kombiniert geringe Abmessungen mit einer vorbildlichen Kühlung.


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"Mini-ITX ist die nächste wirklich große Sache", schreibt der Gehäusehersteller Antec auf seiner Webseite. Dies erweckt den Eindruck, dass Mini-ITX etwas Neues sei, doch die von VIA definierte Bauform für Hauptplatinen gibt es bereits seit etlichen Jahren. Anfang 2003 stellten wir beispielsweise das Mainboard VIA EPIA M9000 zusammen mit dem Mini-ITX-Gehäuse Casetek CK-1010 vor, doch der Durchbruch kam nicht und Mini-ITX blieb ein teures Nischenprodukt.


2003: Das VIA EPIA M9000

Erst als Intel im Jahr 2008 seine Atom-Plattform vorstellte und dabei verstärkt auf das Mini-ITX-Format setzte, kam Bewegung in den Markt. Doch nicht nur die sparsamen Atom-Prozessoren sondern auch leistungsstarke CPUs finden nun dank Mainboards wie Zotacs 9300-ITX WiFi ihren Weg in Mini-ITX-Gehäuse.


2009: Zotacs 9300-ITX WiFi

Und das stellt die Hersteller solcher Gehäusen vor ein Problem, denn die kleinen Computer müssen ausreichend gekühlt werden und sollen dennoch möglichst leise arbeiten. In einigen Gehäusen findet man gar keine Lüfter, in anderen Exemplare mit 40 mm Durchmesser, die sich ihren geringen Luftdurchsatz mühsam und laut surrend mit 5.000 bis 7.000 U/min erkämpfen. Antecs ISK300-65 bietet hingegen Platz für zwei 80mm-Lüfter, das ist vielversprechend.


ASUS AT3N7A-I mit Intel Atom 330 und NVIDIA ION

Beim Test des Lian Li PC-Q07 hatten wir Zotacs 9300-ITX WiFi zusammen mit einem Intel Core 2 Duo E8500 verwendet, doch diese Konfiguration benötigt unter Volllast zuviel Leistung für das externe 65W-Netzteil des Antec ISK300-65. Darum kommt diesmal das Mainboard ASUS AT3N7A-I mit dem Dual-Core-Prozessor Atom 330 und NVIDIAs Chipsatz ION zum Einsatz.




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Der Lieferumfang
Antec liefert das ISK300-65 ökologisch korrekt in einem normalen Karton ohne Hochglanzaufdruck, doch innen steckt das Gehäuse in Styropor. Angesichts des geringen Gewichts und der kompakten Abmessungen hätte auch Recyclingpappe als Transportschutz vollkommen ausgereicht.


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Neben dem Gehäuse finden wir einen kleineren Karton, in dem sich das Zubehör befindet:


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Hierzu gehört ein externes Netzteil, wie man es von Notebooks her kennt. Es stammt von Delta Electronics und leistet 65 Watt.


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Weiterhin gibt es einen Standfuß aus schwarzem Kunststoff zur vertikalen Aufstellung sowie vier Gummifüße für die horizontale Ausrichtung.


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Anschlusskabel, Schrauben und ein Faltblatt finden sich ebenfalls im Karton. Bei dem Faltblatt handelt es sich leider nur um eine wenig hilfreiche Produktübersicht, welche insbesondere darauf hinweist, dass man vor dem Zusammenbau seines Computers unbedingt die Betriebsanleitung von der Webseite des Herstellers herunterladen sollte. Hierzu braucht man natürlich einen lauffähigen Computer, so dass wir hier das Ein-Loch-ist-im-Eimer-Prinzip erkennen.




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Von Außen
Das Antec ISK300-65 besteht aus kaltgewalztem Stahl mit einer Dicke von 0,8 mm und ist dadurch sehr stabil. Der Hersteller hat auf eine zeitlose, schwarze Lackierung gesetzt.


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Auch wenn der Rahmen um die Frontanschlüsse und die Blende des optischen Laufwerks wie ein Drahtgeflecht aussieht, kommt bei der Front ausschließlich Kunststoff zum Einsatz und luftdurchlässig ist die Vorderseite auch nicht.


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Neben zwei USB-2.0-Buchsen und Audio-Anschlüssen für Mikrofon und Kopfhörer hat Antec auch einen eSATA-Port integriert. Neben dem quadratischen Einschalter (rechts) befindet sich die schmale Reset-Taste.


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Das Gehäuse ist 222 mm breit, 328 mm tief und 96 mm hoch, so dass man es auch als Zweit-PC auf gängige Midi-Tower stellen kann. Seine linke Seite ist vollständig geschlossen, hier gibt es nur im Deckel einen perforierten Bereich, unter dem sich die Erweiterungskarte befindet.


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Auf der rechten Seite hat Antec eine großzügige Öffnung angebracht, welche Platz für zwei Lüfter mit 80 mm Durchmesser bietet. Ein hauseigener Tri-Cool-Lüfter wurde bereits vormontiert. Dieser Lüfter ist mit einer 3-Stufen-Regelung ausgestattet, welche auf der Rückseite des Gehäuses zugänglich ist.


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Neben dem Anschluss des externen Netzteils findet sich ein Schieber, welcher die Lüfterdrehzahl reguliert. Eine weitere Aussparung für den Regler eines zweiten Tri-Cool-Lüfters hat Antec ebenfalls vorgesehen.


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Bei der Steckkarte muss man aufgrund der geringen Bauhöhe des ISK300-65 zu einer Low-Profile-Variante greifen.




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Innerer Aufbau #1
Drei Rändelschrauben halten den Deckel, welchen wir für das folgende Foto abgenommen haben. In Längsrichtung versteift ein Rahmen, welcher als Laufwerkträger dient, den Blick ins Innere des Antec ISK300-65.


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Dieser Rahmen besteht aus zwei Teilen. Oben befindet sich ein Träger für zwei 2,5-Zoll-Festplatten oder Solid State Drives. Dieser ist an der linken Seite mit einer Rändelschraube am unteren Rahmen fixiert.


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Die Festplatten werden von unten mit dem Rahmen verschraubt und da sich der Rahmen schnell und einfach entfernen lässt, ist dies nicht einmal mit einem großen Aufwand verbunden.


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Zum Ausbau des unteren Rahmens benötigen wir einen Schraubenzieher, denn dieser wurde vorne mit zwei und hinten mit einer Schraube befestigt. Im vorderen Teil des Rahmens findet ein optisches Laufwerk im Slimline-Format Platz.


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Der hintere, rechteckige Ausschnitt hätte sich zur Montage eines Lüfters geeignet, doch leider fehlen im Gehäusedeckel entsprechende Lüftungsschlitze. Zudem hat der Ausschnitt ein ungünstiges Format: Für 92mm-Lüfter ist er zu groß und 120mm-Lüfter kommen sich mit dem Stromanschluss in die Quere. Für Bastler bieten daher 100mm-Lüfter die beste Option.




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Innerer Aufbau #2
Antec hat beim ISK300-65 immerhin zwei 80mm-Lüfter vorgesehen und das ist für Mini-ITX-Gehäuse bereits sehr großzügig.


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Das Lüftermodul ist mit einer Schraube befestigt und lässt sich herausnehmen, so dass der Einbau von Standardlüftern zum Kinderspiel wird. Breitere Lüfter sowie Modelle mit Entkopplern lassen sich hier leider nicht verbauen.


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Links sehen wir den Tri-Cool-Lüfter und rechts eine Blende, welche wir später noch gegen einen zweiten Lüfter austauschen werden.


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Quer hinter der Gehäusefront entdecken wir die Wandlerplatine mit den Stromanschlüssen für das Mainboard und die Laufwerke. Neben dem 24-poligen ATX-Hauptanschluss gibt es einen 4-Pin ATX+12V-Stecker...


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...zwei SATA- und zwei Molex-Anschlüsse, einen Mini-SATA-Stecker für das optische Slimline-Laufwerk und einen Floppy-Anschluss. Für ein so kleines Gehäuse ist das Angebot also mehr als reichlich.


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Zur Speisung der Gehäuseanschlüsse gibt es einen USB- und zwei Audio-Stecker für HD-Audio und AC97, hinzu kommt ein SATA-Kabel. Die Power-LED hat einen 3-poligen Stecker, unser Mainboard aber nur einen Header mit zwei Kontakten. Hier ist etwas Bastelarbeit angesagt, denn einen Adapter legt Antec leider nicht bei.




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Einbau der Hardware
Wir fangen unten an und verschrauben zunächst das Mainboard mit vier Schrauben:


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Danach rüsten wir das Lüftermodul mit einem zweiten Lüfter aus und bauen es wieder ein. Das Mainboard wurde zuvor bereits verkabelt.


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Nun fixieren wir das optische Laufwerk, wobei Antec die rechte Schraube sehr unglücklich platziert hat. Hier helfen nur Geduld und ein magnetischer Schraubenzieher.


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Nachdem der DVD-Brenner mitsamt Rahmen verschraubt wurde...


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...folgt der Festplattenträger inklusive Festplatte:


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Abgesehen von der einen, schwer zugänglichen Schraube des optischen Laufwerks hat Antec die Montage seines ISK300-65 vorbildlich umgesetzt. Wir kennen kein anderes Mini-ITX-Gehäuse, welches eine gute Durchlüftung mit einem einfachen Zusammenbau so vorbildlich vereint.




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Schallpegel
Hier noch die Ergebnisse der Schallpegelmessung. Wir haben den Lüfter an einem lüfterlosen, externen Netzteil betrieben, so dass wir ihn ohne die Einflussnahme anderer Komponenten vermessen konnten.

Schalldruck in dB(A), IDLE, Abstand 1 Meter (niedriger ist besser)
minimal
20.84
mittel
25.24
hoch
33.04

Leider ist Antecs Tri-Cool Lüfter nur bei niedriger Drehzahl wirklich leise. Mit mittlerer Drehzahl hört man den Lüfter bereits deutlich und bei voller Drehzahl stört zudem ein unruhiger Lauf.

Fazit
Sehr GutAntec hat sein erstes Mini-ITX-Gehäuse nicht übereilt auf den Markt geworfen, sondern liefert mit dem ISK300-65 ein durchdachtes und sauber konstruiertes Produkt ab. Im Gegensatz zu den Gehäusen vieler Mitbewerber haben die Kalifornier darauf geachtet, dass man die Hardware schnell und unkompliziert einbauen kann. Zudem haben sich die Entwickler von Anfang an Gedanken über die Kühlung des Systems gemacht und nicht erst am Ende ein oder zwei Mini-Lüfter in ein bereits fertiges Produkt gezwängt. Der vormontierte 80mm-Lüfter sollte für die meisten Konfigurationen ausreichen, wir empfehlen jedoch den Einbau von zwei Lüftern, da man hierdurch deren Drehzahl noch weiter reduzieren kann und somit ein leiseres System erzielt. Zusammen mit dem lüfterlosen, externen Netzteil ergibt dies ein Produkt, das bereits beim Zusammenbau Spaß macht.


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Das ISK300-65 bietet Platz für zwei Festplatten und ein optisches Laufwerk. An der Gehäusefront finden wir je zwei USB- und Audio-Anschlüsse sowie einen eSATA-Port. Damit sollte das Gehäuse auch anspruchsvolle Benutzer zufrieden stellen können. Zugegeben, es gibt kleinere Mini-ITX-Gehäuse, doch Antecs ISK300-65 ist ein unseren Augen ein sehr guter Kompromiss. Die Optik wird zwar nicht jedem gefallen und das nur 65 Watt starke Netzteil schränkt die Auswahl möglicher Hardware deutlich ein, doch dafür überzeugt der Preis: Im Handel findet man das Antec ISK300-65 bereits ab 57 Euro. Wir werten das Antec ISK300-65 mit "Sehr Gut".

Hinweis:
Falls mehr als 65 Watt benötigt werden, empfiehlt sich die Modellvariante Antec ISK310-150. Das weitgehend baugleiche Gehäuse ist mit einem internen 150W-Netzteil ausgestattet.




Unser Dank gilt Antec für die Bereitstellung des Mini-ITX-Gehäuses ISK300-65.







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