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Antec LanBoy Air - Der modulare Gehäusebausatz - Druckansicht - Seite 1 von 13

PC-Gehäuse polarisieren, denn kein anderes Bauteil trägt die Persönlichkeit des Benutzers so stark nach außen, wie eben jene Hülle des Computers. Während die einen auf klassische Formen und eine hochwertige Verarbeitung setzen, muss es für die anderen möglichst auffällig und bunt sein. Doch Antecs LanBoy Air ist nochmals ganz anders.


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Mit dem LanBoy Air betritt Antec Neuland. Der Hersteller spricht von einem "vollmodularen Gehäuse" im "Open-Frame Mesh Panel Design". Gemeint ist ein Gehäuse, welches der Benutzer weitgehend auf seine eigenen Bedürfnisse zuschneiden kann. Quasi eine Mischung aus PC-Gehäuse und einem Konstruktions-Baukasten. Als Basis des LanBoy Air dient ein Rahmen aus quadratischen Stahlstreben. Sowohl das Innenleben des Gehäuses als auch dessen äußere Verkleidung wurden an diesem Rahmen verschraubt.


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Man kann fast alle Teile entfernen und einige auch an alternativen Positionen montieren. Hierdurch entsteht eine einzigartige Flexibilität, doch zugleich schränkt Antec die Alltagstauglichkeit des LanBoy Air ein. Das Gehäuse ist sehr offen gehalten, so dass Schall ohne Umwege nach Außen gelangt. Auch dem Staub, der sich auf den Weg ins Innere macht, steht quasi nichts entgegen. Und man muss schon etwas zeigefreudig sein, was die verbaute Hardware im Inneren betrifft.

Technische Daten
Hier eine Übersicht der wichtigsten Eckdaten:

Insgesamt lassen sich im LanBoy Air 15 Lüfter mit 120 mm Durchmesser verbauen. Fünf solcher Lüfter sind bereits im Lieferumfang enthalten. Theoretisch kann auch das hintere Segment des rechten Seitenteils vier Lüfter aufnehmen, doch der Abstand zum Mainboard-Träger ist für Standardlüfter zu gering. Die nur 12 mm hohen Lüfter des Typs "Slip Stream Slim" von Scythe würden allerdings passen.




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Von Außen
Betrachten wir das Antec LanBoy Air zunächst von Außen. Unser Exemplar hat einen blauen Rahmen, alternativ ist auch ein gelber Rahmen verfügbar. Der Rahmen besteht aus lackiertem Stahl, die schwarzen Einsätze teils aus Kunststoff und teils aus Lochblechen. Die perforierten Bleche werden dabei jeweils von einem Kunststoffrahmen umfasst. Je zwei horizontal verlaufende, blau lackierte Stahlstreben steifen die hinteren Seitenteile aus.


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Die hintere (auf dem oberen Foto die linke) Hälfte des Seitenteils ist mit sechs Rändelschrauben fixiert. Sie kann maximal vier Lüfter mit 120 mm Durchmesser beherbergen, zwei dieser Lüfter sind bereits vorinstalliert. Die vordere (auf dem oberen Foto die rechte) Hälfte des Seitenteils funktioniert wie eine Tür. Sie wird von einer Rändelschraube gehalten und kann herausgenommen werden, wenn man sie weit genug geöffnet hat. Der Aufbau des rechten Seitenteils ist identisch mit dem linken, lediglich die einzelnen Segmente stehen hier sozusagen auf dem Kopf. Antec hat nämlich (vermutlich aus Kostengründen) nur ein Seitenteil entworfen und musste dieses daher um 180 Grad drehen.


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Die Konstruktion an sich ist recht stabil und verwindungssteif, dennoch sind die Seitenteile deutlich empfindlicher als durchgehende Stahlbleche. Ein kräftiger Stoß, welcher im Stahlblech maximal eine kleine Delle hinterlassen würde, kann den Kunststoff brechen lassen. Während dies bei stationären Gehäusen eine untergeordnete Rolle spielen würde, richtet sich das LanBoy Air insbesondere an Lan-Gänger und hier ist der regelmäßige (und oft unsanfte) Transport des Computers ein Punkt, den man nicht aus den Augen verlieren darf.


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Sehr praktisch sind hingegen die beiden ausklappbaren Tragegriffe auf der Oberseite des Gehäuses, die sich auf Wunsch auch demontieren lassen. Die Gehäusefront zeigt sich dreigegliedert: Ganz oben sehen wir die Schalter und Frontanschlüsse, darunter die Blenden vor den drei externen 5,25-Zoll-Schächten und weiter unten dann zwei Lüfter mit jeweils 120 mm Durchmesser. Auf der Rückseite sehen wir ganz unten den Netzteilschacht, darüber den Platz für das Mainboard sowie einen weiteren Lüfter mit 120 mm Durchmesser.




Antec LanBoy Air - Der modulare Gehäusebausatz - Druckansicht - Seite 3 von 13

Die Gehäusefront
Die Frontanschlüsse befinden sich bei Antecs LanBoy Air erfreulicherweise ganz oben, wo man sie auch gut erreichen kann. Von links nach rechts sehen wir zunächst die Reset-Taste, dann die beiden LEDs für Power und Laufwerksaktivität. Es folgen drei USB-Anschlüssen, wobei die beiden schwarzen der Version 2.0 und der blaue der Version 3.0 entsprechen. Zwischen den USB-Ports befinden sich die Audio-Buchsen für Mikrofon und Kopfhörer. Am rechten Rand bildet der Power-Schalter den Abschluss.


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Es folgen die drei Blenden vor den Einschüben für die externen 5,25-Zoll-Laufwerke, darunter schließen sich die beiden 120mm-Lüfter an. Sowohl die Blenden als auch die Lüfter werden von jeweils zwei Kreuzschrauben gehalten. Warum Antec hier keine Rändelschrauben verwendet, ist für uns nicht nachvollziehbar. Die Position der Lüfter und der Laufwerke kann übrigens beliebig variiert werden.


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Antec hat die beiden einblasenden TriCool-Frontlüfter mit kleinen Drehreglern ausgerüstet, mit denen man ihre Drehzahl steuern kann. Die schwarzen Lüfter besitzen sieben Blätter und beherbergen vier blaue LEDs. Strom wird über einen Molex-Stecker eingespeist, welcher als Y-Adapter dient und weitere Stecker durchschleifen kann.


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Ganz unten befindet sich noch eine unauffällige, schwarze Blende. Antec bezeichnet diese als Werkzeugfach und lagert darin die Schrauben, welche wir zum Einbau der Hardware benötigen. Leider wurde auch das Werkzeugfach mit zwei Kreuzschrauben am Gitterrahmen befestigt, was die Zugänglichkeit erschwert.


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In Hinblick auf die Modularität kann die Gehäusefront des LanBoy Air überzeugen. Dass die beiden Lüfter aus der Front hervorragen, weil sie davor und nicht wie üblich dahinter montiert sind, empfinden einige Betrachter als unharmonisch.




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Die linke Seite
Auch wenn es auf den ersten Blick nicht so aussieht, bei dem hinteren Abschnitt des Seitenteils handelt es sich um ein zusammenhängendes Element, welches mit sechs Rändelschrauben am Rahmen des LanBoy Air montiert ist. Nachdem die Schrauben entfernt wurden, kann man dieses leicht herausnehmen.


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Auf dem folgenden Foto kann man gut die beiden blauen Verstrebungen erkennen, welche dem weitgehend aus Kunststoff bestehenden Seitenteil zusätzliche Stabilität geben. Antec hat mittig zwei Lüfter mit 120 mm Durchmesser montiert. Auch diese TwoCool-Lüfter sind schwarz und mit sieben Blättern sowie vier blauen LEDs ausgestattet.


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Die Lüfter blasen in das Gehäuse hinein und werden abermals über Molex-Stecker gespeist. Sie sind zudem mit schwarzen Kabeln versehen, die in einem rechteckigen Kunststoffteil enden. In diesem befindet sich ein Schieber, mit dem man die Drehzahl zwischen niedrig (L = low) und hoch (H = high) wechseln kann.


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Die vordere (rechte) Hälfte des Seitenteils lässt sich nach dem Entfernen einer weiteren Rändelschraube wie eine Tür öffnen. Hier befinden sich die Laufwerksschächte, obwohl man angesichts einer derart offenen Bauweise nur bedingt von Schächten sprechen kann.


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Festplatten und optische Laufwerke kann man übrigens sowohl längs als auch quer zum Gehäuse verbauen, zudem kann man die Anschlüsse der Geräte bei der Quervariante sowohl nach rechts als auch nach links ausrichten. Wenn gewünscht, finden auf jeder Seite der Laufwerke drei weitere 120mm-Lüfter Platz. Damit legt man sich allerdings auf die Längsrichtung fest.




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Die Oberseite
Die Oberseite von Antecs LanBoy Air besteht aus Kunststoff. Auch dieser weist Lüftungslöcher auf, doch diese sind deutlich größer als im Bereich der Lochbleche. Wir sehen eine blaue Querstrebe, welche die Oberseite des Gehäuses etwa im Verhältnis 2:3 unterteilt. Auch wenn es optisch ein wenig so wirkt: Die Strebe kann nicht weiter in die Mitte versetzt werden.


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Oberhalb des durchbrochenen Kunststoffs kann man zwei weitere 120mm-Lüfter montieren, hierzu muss man allerdings den hinteren Tragegriff aufstellen oder entfernen. Die beiden Griffe erleichtern das Tragen des LanBoy Air ungemein, Lan-Gänger werden sie zu schätzen wissen!


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Die Befestigung der Griffe erfolgt mit Hilfe normaler Kreuzschrauben, somit lassen sie sich auch sehr leicht entfernen. Damit der blaue Lack nicht zerkratzt wird, verwendet Antec rote Unterlegscheiben, wie man sie von Mainboards her kennt. Da hätte man mit Sicherheit auch optisch attraktivere Lösungen finden können. Nun gut, alternative Unterlegscheiben kosten nicht die Welt.


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Allerdings zeigt sich hieran, dass Antec beim LanBoy Air nicht an jeder Stelle bis zum Ende gedacht hat. Ein Beispiel hierfür sind auch die optionalen Top-Lüfter: Diese sitzen nicht nur von außen auf dem Gehäuse, sie kommen auch dem hinteren Tragegriff in die Quere und schweben zudem einige Millimeter über der Oberseite.


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Egal ob die Lüfter nun saugend oder blasend montiert werden, aufgrund der kleinen Podeste beschäftigen sie sich mehr mit der Umgebungsluft als mit der Luft aus dem Inneren des Gehäuses. Alternativ kann man an dieser Stelle auch einen Radiator befestigen und dann machen die Podeste auf einmal Sinn: Sie heben den Radiator so weit an, dass die beiden Querstreben die Anschlüsse (hoffentlich) nicht blockieren.




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Die Rückseite
Im Lieferzustand befindet sich der Mainboard-Träger oberhalb des Netzteils. Die Rückseite, welche man entfernen kann, umfasst eine Kabeldurchführung, die Aussparung für das Anschlusspanel der Hauptplatine sowie einen weiteren Lüfter mit 120 mm Durchmesser. Auch dieser Lüfter besitzt sieben Blätter, wird von vier blauen LEDs illuminiert und bläst ins Innere des Gehäuses.


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Unter dem Lüfter befindet sich ein kleiner Schieber, mit dem man die Drehzahl zwischen niedrig (L = low) und hoch (H = high) variieren kann. Eine zweite Aussparung kann einen zweiten Regler aufnehmen, beispielsweise von einem der beiden Seitenlüfter.


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Etwas tiefer folgen die acht Slot-Blenden, welche Antec mit großen Luftschlitzen versehen hat. Die unterste Blende eignet sich wieder zum Durchführen von Kabeln. Für die Schläuche einer Wasserkühlung gibt es zwei spezielle Durchbrüche, welche mit Gummi eingefasst sind.


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Ganz unten findet sich der Netzteilträger. Dieser besteht aus zwei Teilen: Einer im Inneren des Gehäuses verschraubten Führung und einem darauf gleitenden Rahmen. Dieser Rahmen wurde mit einer Rändelschraube fixiert und kann leicht herausgezogen werden.


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Wer ein Netzteil mit kurzen Kabel besitzt oder dem Konzept des unten verbauten Netzteils einfach nichts abgewinnen kann, muss beim LanBoy Air nicht verzweifeln, sondern einmal mehr den Schraubendreher zücken. Man kann den Mainboard-Träger nämlich auch unten verbauen und das Netzteil nach oben verlagern.




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Der Mainboardträger
Unterhalb des CPU-Kühlers hat Antec eine großzügige Aussparung im Mainboard-Träger des LanBoy Air platziert. Auf diese Weise ist möglich, verschraubte Kühler zu entfernen, ohne zuvor die Hauptplatine herausnehmen zu müssen. Der Mainboard-Träger des Antec LanBoy Air wird von zwei schwarzen Querstreben gehalten, auf seiner Rückseite finden sich einige Ösen zum Verlegen der Kabel.


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Diese Streben dienen dabei als Führung, denn sobald die Rückwand entfernt wurde, können wir den Träger herausziehen. Die Hauptplatine kann dann bequem außerhalb des Gehäuses montiert und zusammen mit dem Träger in den LanBoy Air geschoben werden.


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Vorzugweise verbaut man den CPU-Kühler, bevor man das Mainboard am Träger verschraubt, doch bei besonders hohen Kühlern ist dies nicht möglich. Der Thermalright Ultra-120 eXtreme, welchen wir für unseren Testaufbau verwendet haben, ist beispielsweise zwei Millimeter zu hoch.


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Mit einer Bauhöhe von 160,5 mm ist der Thermalright Ultra-120 eXtreme zwar sehr hoch, doch auch andere CPU-Kühler passen nicht durch den Rahmen. Da wären beispielsweise Noctuas NH-D14 und Xigmateks Thor's Hammer, die beide auf 160 mm kommen. Beim Modell Aegir (159 mm), ebenfalls von Xigmatek, scheitern wir ganz knapp.


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Da wir die CPU-Kühler auch nachträglich verschrauben können, ist dies kein Beinbruch. Dennoch hätten fünf Millimeter mehr Spielraum dem Gehäuse gut getan. Käufer sollten nach Möglichkeit darauf achten, dass die Höhe ihres CPU-Kühlers 158 mm nicht überschreitet.




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Der Netzteilhalter
Im Auslieferungszustand finden wir den Netzteilhalter ganz unten in Antecs LanBoy Air. Er ist auf einer Führung montiert und sitzt recht locker. Netzteile mit unruhigen, schnell drehenden Lüftern könnten hier unerwünschte Vibrationen verursachen.


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Nachdem wir eine Rändelschraube auf der Rückseite des Gehäuses entfernt haben, können wir den Halter nach hinten herausziehen.


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Im nächsten Schritt platziert man das Netzteil in den Halter und verschraubt es mit diesem. Antec hat den Rahmen derart gestaltet, dass der Benutzer die Ausrichtung des Netzteils frei wählen kann.


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In unserem Testaufbau haben wir das Netzteil so ausgerichtet, dass sein Lüfter nach unten weist. Wie sich schnell zeigte, ist dies keine ideale Wahl, denn die Bodenfreiheit des LanBoy Air ist gering und einen Staubfilter gibt es auch nicht.


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Antec weist in seiner Anleitung ausdrücklich auf diesen Umstand hin, doch da es diese nur im Internet als PDF-Dokument gibt, wird so mancher Käufer das Netzteil genau wie wir falsch herum einsetzen.




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Einbau der optischen Laufwerke
Ganz oben in Antecs LanBoy Air finden wir die Schienen für die Montage der 5,25-Zoll-Geräte. Maximal lassen sich drei solcher Laufwerke verbauen, da nur drei Schienenpaare vorhanden sind.


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Diese Schienen stecken auf der Rückseite in einer kleinen Aussparung und sind vorne verschraubt. Sie lassen sich leicht entfernen und auf Wunsch auch weiter unten einsetzen. Es ist alleine dem Benutzer überlassen, in welcher Reihenfolge er die optischen Laufwerke, die Lüfter und Festplatten anordnen will.


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Nachdem wir die Laufwerksblende, welche mit zwei Kreuzschrauben befestigt ist, entfernt haben, montieren wir das DVD-Laufwerk zunächst ganz oben und mit der Lade nach vorne gerichtet.


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Dass wir die Ausrichtung des Laufwerks erwähnen, mag zunächst überflüssig erscheinen, doch das LanBoy Air ist kein normales Gehäuse. Man kann die Schienen nämlich auch um 90 Grad nach rechts oder links drehen.


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Nun zeigt die Lade des Laufwerks nach links, sie kann aber auch nach rechts ausgerichtet werden. Das Laufwerk verschwindet nun hinter der seitlichen Tür und die Gehäusefront behält ihre einheitliche Optik.


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Richtet man die optischen Laufwerke und die Festplatten in Querrichtung aus, liegt die Verkabelung in einer Ebene und man gewinnt zusätzlichen Abstand zum Motherboard.




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Einbau der Festplatten und SSDs
Für die Festplatten hat sich Antec etwas ganz Besonderes ausgedacht, denn diese werden im LandBoy Air nicht einfach verschraubt, sondern wirkungsvoll entkoppelt. Hierzu liefert Antec das Montagesystem AirMounts mit.


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Zunächst schrauben wir zwei AirMounts an unsere Festplatte. Die Haken der AirMounts bestehen aus Kunststoff, zwischen ihnen spannt ein dicker Gummischlauch.


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Auf jeder Etage des LanBoy Air befinden sich passende Ösen, in welche wir die AirMounts einhaken können. Die Festplatte schwebt nun entkoppelt im Gehäuse und behält ihre Vibrationen für sich.


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Unter der Festplatte sehen wir ein Solid State Drive, auf das wir gleich näher eingehen werden. Wer will, kann seine HDDs natürlich auch in Querrichtung einsetzen und die Anschlüsse wahlweise nach rechts oder nach links orientieren.


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Sobald die Festplatte verkabelt ist, hat sie auf der Rückseite Übergewicht und hängt recht schräg im Gehäuse. Wir hätten uns daher eine etwas strammere Ausführung der AirMounts gewünscht. In seinem Handbuch weist Antec darauf hin, dass man die Festplatten vor dem Transport des Computers herausnehmen soll.


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Maximal zwei Laufwerke im 2,5-Zoll-Format kann man am Boden des LanBoy Air verschrauben, wobei Gummischeiben für eine Entkopplung und etwas Abstand sorgen. Im Falle von Solid State Drives ist die Entkopplung zwar unnötig, doch der eine oder andere Benutzer wird vermutlich auch Festplatten dieser Größe verwenden.




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Positionswechsel von Netzteil und Mainboard
Unser Testsystem ist fertig, Mainboard, Netzteil und Laufwerke sind verbaut. Das Mainboard befindet sich, wie im Lieferzustand des LanBoy Air vorgesehen, oberhalb des Netzteils. Die Ausrichtung des hinteren Gehäuselüfters arbeitet in diesem Beispiel gegen den CPU-Lüfter, einer von beiden muss daher noch gedreht werden.


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Die Kabel haben wir auf der Rückseite des Mainboard-Trägers mit Hilfe der im Lieferumfang enthaltenen Kabelbinder fixiert. Diese Kabelbinder sind wiederverwendbar. Die rechts oben zu sehende Kabelschleife stammt vom vorderen USB-3.0-Anschluss, welcher mit einer externen USB-Buchse des Mainboards verbunden wird.


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Antec hatte uns ein "vollmodulares Gehäuse" versprochen und obwohl es einige Variationsmöglichkeiten gibt, hält sich die Modularität bisher in Grenzen. Doch das LanBoy Air ist noch nicht am Ende seine Möglichkeiten angelangt, wir können nämlich die Position von Netzteil und Mainboard tauschen.


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Hierzu entfernt man die rückseitige Abdeckung und zieht den Mainboard-Träger heraus. Nun kann man die beiden Querstreben, welche als Führung des Trägers dienen, lösen und nach unten versetzen.


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Dann zieht man den Netzteilhalter heraus und löst die beiden Schrauben, die dessen Führung halten. Diese verschraubt man nun unter dem Gehäusedeckel und schon haben wir die gewohnte ATX-Anordnung der Komponenten.


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Leider mangelt es den Seitenteilen an Flexibilität, denn die dort verbauten Lüfter können nur den oberen Bereich des Gehäuses abdecken. In unserem Beispiel werden alle vier möglichen Positionen durch das Netzteil und den CPU-Kühler blockiert. Auch der Tausch der beiden Seitenteile bringt keine Abhilfe, da Antec zwei identische Seitenteile mitliefert.




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Schallpegel und Kühlkonzept
Wir haben Antecs LanBoy Air in Augenschein genommen, versuchsweise unsere Hardware eingebaut und schließlich noch die Variabilität des modularen Konzeptes geprüft. Nun steht das fertig bestückte Gehäuse vor uns und wir können das System in Betrieb nehmen.


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Sogleich laufen die Lüfter an und wir können uns mit Antecs Kühlkonzept auseinandersetzen. Jeder Lüfter ist mit einer eigenen Regelung versehen, wobei die Drehzahl der seitlichen und der hinteren Lüfters lediglich in zwei Stufen geschaltet werden kann.


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Nur die beiden Frontlüfter hat Antec mit Drehreglern ausgestattet. Dass man jeden Lüfter einzeln anpassen muss, ist etwas umständlich, zudem fallen die Geschwindigkeitsstufen sehr grob aus.


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Rotieren alle fünf Lüfter mit ihren maximalen Drehzahl, messen wir einen Schallpegel von gut 40 dB(A). Wählen wir die geringst mögliche Geschwindigkeit, sind es knapp 30 dB(A). Angesichts der sehr offenen Bauweise des LanBoy Air sind diese Werte akzeptabel, für Silent-Freunde ist das Gehäuse aber nicht zu empfehlen.


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Ein wirkliches Kühlkonzept ist nicht zu erkennen. Antec lässt alle Lüfter in das Gehäuse blasen und will hierdurch einen Überdruck erzeugen, welcher die warme Luft mitsamt des Staubs herauspresst. Diese Vorhaben funktioniert jedoch nur bedingt, denn je nach Anordnung der Lüfter und Komponenten arbeiten die Luftsäulen gegeneinander und verhindern einen ordentlichen Luftfluss. Unserer Ansicht nach sollte man versuchen, einen eindeutigen Luftfluss zu definieren und zumindest den rückseitigen Lüfter umdrehen.




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Fazit
GutIn unserer Einleitung hatten wir geschrieben, dass PC-Gehäuse polarisieren. Trifft dies bereits bei den normalen Modellen zu, gilt diese Behauptung bei Antecs LanBoy Air umso mehr. Bereits das ungewohnte Erscheinungsbild dieses Gehäuses vermag nicht jedem zu gefallen und angesichts seiner Offenheit für Luft, Schall und Staub werden insbesondere die Freunde leiser Rechner dankend abwinken. Keine Frage, das LanBoy Air ist kein PC-Gehäuse für Jedermann. Die Zielgruppe des LanBoy Air bastelt gerne und besucht möglicherweise auch die eine oder andere Lan-Party. Diese Käufer werden das modulare Konzept des Gehäuses zu schätzen wissen. Auch für Übertakter ist das LanBoy Air interessant, kann man doch 15 Lüfter der 120mm-Klasse einbauen, wobei Antec bereits fünf Lüfter mitliefert. Die Drehzahl der Lüfter kann grob eingestellt werden, wobei sich ihre Lautstärke im Rahmen hält. Wenn alle fünf Lüfter laufen, haben wir einen Schallpegel zwischen knapp 30 und gut 40 dB(A) gemessen.


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Die Idee, einen Rahmen zu entwerfen und die übrigen Bauteile daran bzw. darin zu befestigen, ist an und für sich nicht neu. Viele Modder haben auf diese Weise ihr erstes Gehäuse gebastelt. Neu ist jedoch, dass dieser Ansatz für eine Gehäuse aus der Massenproduktion genutzt wird. Antecs LanBoy Air kombiniert das Konzept einer Rahmenkonstruktion mit der Möglichkeit, die Position etlicher Bauteile zu verändern. So kann man Laufwerke und Lüfter im Bereich der Gehäusefront beliebig versetzen und sogar um 90 Grad drehen, weiterhin kann man die Positionen von Netzteil und Mainboard tauschen. An vielen Stellen geht dieses Konzept auf, an anderen wirkt es jedoch nicht ganz zu Ende gedacht. Insgesamt dürfte das LanBoy Air an einigen Stellen etwas größer sein. So fehlen beispielsweise wenige Millimeter, um hohe Turmkühler mitsamt des Mainboard-Trägers herausziehen zu können. Wäre das Gehäuse etwas höher, könnte man die Top-Lüfter bzw. den Radiator nach innen holen. Auch der Abstand zwischen dem Mainboard und den Laufwerken hätte ein paar Zentimeter größer ausfallen dürfen.


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Während wir die beiden Tragegriffe sehr praktisch finden, sind die roten Unterlegscheiben, welche man von Mainboards kennt, nicht gerade ein optischer Kracher. Warum das Gehäuse sechs Gummifüße hat, ist uns ebenfalls nicht ersichtlich, denn auf unebenen Böden wären vier standfester. Doch genug gemeckert: Auf der Habenseite überzeugt Antecs LanBoy Air mit einer Festplattenentkopplung, die wirklich jede Schwingung kompensieren kann und vermutlich auch erdbebensicher ist. Es gibt Platz für zwei Laufwerke im 2,5-Zoll-Format und eine Schlauchdurchführung für Wasserkühlungen. Die Frontanschlüsse liegen oben und sind somit optimal erreichbar. Neben zwei USB-Buchsen der zweiten Generation gibt es auch schon einen USB-3.0-Anschluss, dafür fehlen Firewire und eSATA. Antecs LanBoy Air hat somit klare Stärken und Schwächen sowie eine eindeutige Zielgruppe. Diese muss leider recht tief in die Tasche greifen, denn die Straßenpreise beginnen erst bei 150 Euro. Aufgrund seiner Einzigartigkeit und der handwerklich sauberen Umsetzung werten wir Antecs LanBoy Air dennoch mit "Gut".

Pro:
  • innovatives Konzept
  • gut Modularität
  • saubere Verarbeitung
  • entkoppelte Festplatten
  • Platz für zwei SSDs
  • fünf große Lüfter vorinstalliert
  • Platz für 15 Lüfter
  • Schlauchdurchführung für Wasserkühlung
  • gut erreichbare Anschlüsse
  • Audio, USB 2.0 und USB 3.0
Contra:
  • Lüfter nicht sonderlich leise
  • keine Staubfilter vorhanden
  • konzeptlose Kühlung
  • viel Kunststoff
  • Festplatten nur sehr locker fixiert
  • einige Details nicht durchdacht
  • kein Firewire, kein eSATA




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