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Antec Three Hundred Two - Kompromisslos auf Gamer zugeschnitten? - Druckansicht - Seite 1 von 12

Nachdem wir mit dem Antec One zuletzt einen Gaming-Tower der Einstiegsklasse getestet hatten, widmen wir uns heute einem PC-Gehäuse aus dem mittleren Preisbereich. Antecs Three Hundred Two, Nachfolger des erfolgreichen Three Hundred, ist laut Hersteller "kompromisslos auf Gamer ausgerichtet" und kombiniert eine "aggressive Frontblende" mit einem "fortschrittlichen Kühlungssystem".


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Als wir den schwarzen Tower aus seinem Karton holten, blieb die Frontblende allerdings friedlich und die Optik des Gehäuses fällt eher in die Kategorie "zurückhaltende Eleganz". Das Three Hundred Two wirkt dabei wertiger als sein Schwestermodell One, ein Eindruck, den auch das um zwei Kilogramm höhere Gewicht untermauert. In den gängigen Preisvergleichen finden wir das Three Hundred Two schon für knapp unter 60 Euro, der Aufpreis zum One beläuft sich somit auf gerade einmal zehn Euro.


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Die Eckdaten
Mit Abmessungen von 229 x 513 x 471 mm ist das Three Hundred Two um 21 mm breiter und um 75 mm höher als das One, zugleich fällt seine Tiefe um 17 mm geringer aus. Zum Lieferumfang gehören zwei TwoCool-Lüfter mit 120 mm bzw. 140 mm Durchmesser, welche Antec auf der Rückseite des Gehäuses und unter dem Deckel verschraubt hat. Ihre Geschwindigkeit kann mit Hilfe von Schiebereglnern in zwei Stufen eingestellt werden. Vier weitere 120-mm-Lüfter lassen sich hinter der Front sowie an den Seitenteilen montieren.

ModellbezeichnungAntec Three Hundred Two
FormatTower-Gehäuse, Midi
Abmessungen (BxHxT)229 x 513 x 471 mm
MaterialStahl, Kunststoff
Außenfarbeschwarz, matt
Innenfarbestahlgrau, unlackiert
MainboardATX, Micro-ATX, Mini-ITX, DTX
Erweiterungskarten8, Länge max. 318 mm
CPU-KühlerHöhe max. 170 mm
Laufwerksschächte3 x 5,25" (extern)
6 x 3,5" (intern)
2 x 2,5" (intern)
Lüfterhinten: 1 x 120 mm (vorinstalliert)
vorne: 2 x 120 mm (optional, mit Staubfilter)
oben: 1 x 140 mm (vorinstalliert)
links: 1 x 120 mm (optional)
rechts: 1 x 120 mm (optional)
Anschlüsse2 x USB 3.0
Kopfhörer und Mikrofon
Kabelmanagementja
Schlauchdurchführungzwei
NetzteilATX, mit Staubfilter
Gewicht6,9 kg

Der Korpus des Tower besteht aus Stahl, die Front aus Kunststoff und Lochblech. Insgesamt gibt es Platz für elf Laufwerke, wobei 3,5- und 5,25-Zoll-Geräte ohne Werkzeug befestigt werden. Lediglich für die beiden 2,5-Zoll-Träger werden Schrauben benötigt.


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Für Steckkarten hat Antec acht Plätze vorgesehen, so dass auch im untersten Slot eine Grafikkarte mit Doppelblende eingesetzt werden kann. Die maximale Länge von Grafikkarten und Netzteil ist auf 318 mm beschränkt, CPU-Kühler dürfen im Three Hundred Two eine Bauhöhe von 170 mm nicht überschreiten.




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Die Gehäusefront
Das Antec Three Hundred Two verfügt über zwei USB-Ports der dritten Generation und Audiobuchsen für Mikrofon und Kopfhörer. Rechts neben den Frontanschlüssen sieht man die schmale Reset-Taste und den deutlich breiteren Einschaltknopf. Antec hat alle Bedienelemente am oberen Rand der platziert, wo man sie gut erreichen kann.


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Die Gehäusefront besteht aus einem Kunststoffrahmen, in den Antec Lochblech eingesetzt hat. Im oberen Bereich unterteilt sich das Blech in drei Schachtblenden, hinter denen sich die 5,25-Zoll-Einschübe befinden. Darunter besteht das Blech aus einem einzelnen Element, auf dessen Rückseite der Hersteller einen Staubfilter verschraubt hat.


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Eine Unterteilung ist an dieser Stelle unnötig, da sich hinter der Front lediglich der Festplattenkäfig befindet. Vor diesem kann man zwei Lüfter mit jeweils 120 mm Durchmesser verschrauben. Der Luftfluss ist jedoch nicht optimal, da Antec die Seiten des Festplattenkäfigs überraschend massiv ausgestaltet hat.


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Antec lässt die vertikalen Kanten etwas vorstehen, wodurch der Tower schlanker und eleganter erscheint. Die beiden Kanten wölben sich zur Mitte hin leicht nach vorne, so dass die Front nicht zu gradlinig sondern recht dynamisch wirkt. Unten endet die Vorderseite des Three Hundred Two dann in einer Kunststofffläche, die den Schriftzug des Herstellers trägt.




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Seitenteile und Deckel
Die linke Seite des Antec Three Hundred Two zeigt sich weitgehend geschlossen. Lediglich im Bereich der Grafikkarten gibt es eine perforierte Zone im Blech, hinter der sich ein weiterer Lüfter mit 120 mm Durchmesser nachrüsten lässt. Ein Staubfilter für die einblasende Ausrichtung des Lüfters wird leider nicht geboten.


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Auf der rechten Seite wartet das Three Hundred Two mit einer Überraschung auf: In der oberen, rechten Ecke des Seitenteils bietet Antec Platz für einen Lüfter des 120-mm-Formats. Dieser befindet sich im Bereich des CPU-Sockels und kann die auf der Rückseite des Mainboards aufgestaute Wärme abführen - ein interessantes Merkmal, dass nur sehr wenige Gehäuse bieten.


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Wie bleiben in diesem Bereich des Gehäuses, verschieben unseren Blickwinkel dabei aber nach hinten und oben. Aus dieser Perspektive wird deutlich, dass Antecs Three Hundred Two in Bezug auf die CPU-Kühlung keine Wünsche offen lässt. Um den Prozessor herum hat der Hersteller zwei großformatige Lüfter installiert und bietet zudem Platz für einen dritten.


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Insbesondere für Übertakter dürfte diese Anordnung sehr interessant sein, da der Lüfter unterhalb des Mainboards auch für geringere Temperaturen im Bereich der Spannungswandler und des Arbeitsspeichers sorgt. Auch die Besitzer externer Wasserkühlungen hat Antec nicht vergessen und zwei Schlauchdurchführungen nebst Gummimanschetten im Deckel integriert.




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Rückseite und Boden
Antec rückt das Mainboard beim Three Hundred Two ganz nach oben, um eine bessere Kühlung des CPU-Umfeldes zu ermöglichen. Betrachten wir die Rückseite des Gehäuses, fällt zunächst auf, dass der Hersteller diese entgegen des aktuellen Trends nicht lackiert hat. Ganz oben sehen wir die Aussparung für die I/O-Blende der Hauptplatine und rechts daneben den im Lieferumfang enthaltenen 120-mm-Lüfter.


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Antec hat leider auf eine Entkopplung der beiden TwoCool-Lüfter verzichtet und verwendet stattdessen Schrauben. Zwei kleine Schieber, welche man oberhalb des Lüfters erkennen kann, ermöglichen den Wechsel zwischen den beiden Geschwindigkeitsstufen "high" und "low". Bei voller Drehzahl messen wir einen Schalldruck von 35,4 dB(A) aus einer Entfernung von einem Meter, in der Position "low sind es 31,4 dB(A). Der Gleichlauf der beiden Lüfter ist eher bescheiden.


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Die Platzierung der Schlauchdurchführungen ist beim Three Hundred Two nicht gerade ideal, da man die Schläuche zwischen den vorinstallierten Lüftern verlegen muss. Doch warum hat sich Antec für diese ungewöhnliche Anordnung entschieden? Die Slot-Blenden der Erweiterungskarten offenbaren den Grund:


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Um Bautiefe zu sparen, hat Antec den Befestigungssteg der Steckplätze aus dem Gehäuse herausgezogen, so dass die Blenden mit dem rückseitigen Blech eine Ebene bilden. Bevor man hier Karten einsetzen kann, muss man zunächst das Blechelement rechts der Blenden entfernen und genau an dieser Stelle werden üblicherweise die Schlauchdurchführungen platziert.


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Ganz unten wird das Netzteil verschraubt, wobei dem Benutzer die Ausrichtung des Bodenlüfters freigestellt ist. Ein auswaschbarer Staubfilter stellt dabei sicher, dass sich der Netzteillüfter nicht mit Staub zusetzt. Der Staubfilter lässt sich nach links herausziehen - eine wirklich clevere Idee, denn die linke Seite ist besser zugänglich als die Rückseite und es sind keine Anschlusskabel im Weg. Gut zu sehen sind die vier Gummifüße, die für einen sicheren Stand sorgen.




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Innen: Türkonzept und Rundblick
Bevor wir einen Blick ins Innere des Antec Three Hundred Two wagen können, müssen wir zunächst die rückseitigen Rändelschrauben lösen. Die beiden Seitenteile werden dabei nicht nach hinten herausgezogen, sondern wie Türen geöffnet.


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Jedes Seitenteil verfügt über eine kleine Griffmulde, welche das Öffnen zum Kinderspiel macht. Damit die Seitenteile wie eine Tür funktionieren, musste der Hersteller eine Art Scharnier integrieren.


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Hierzu hat Antec die Seitenteile mit einer Rinne versehen, welche in die entsprechende Wulst am Korpus greift. Im Gegensatz zum BitFenix Shinobi XL klappert hier nichts und das gibt Pluspunkte in der Wertungskategorie "Verarbeitung".


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Der stahlgraue Innenraum des Antec Three Hundred Two wirkt etwas altbacken und schmucklos, doch der Verzicht auf eine Lackierung bietet auch Vorteile. So steht beim Einbau der Hardware wesentlich mehr Licht zur Verfügung und man kann sich viel besser orientieren als in einer stylisch-schattigen Wüste aus Schwarztönen.


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Hinter der Front befinden sich die Schächte für drei externe 5,25-Zoll-Geräte und sechs interne 3,5-Zoll-Festplatten. Je ein 2,5-Zoll-Laufwerk kann am Boden und an der Rückseite des Mainboard-Trägers verschraubt werden. Gut zu sehen ist auch der Staubfilter unterhalb des Netzteils.


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Für die beiden Audiobuchsen verwendet Antec einen HDA-Stecker - nachvollziehbar, denn AC97 hat seit Jahren ausgedient. Auch der interne USB-3.0-Stecker ist positiv zu bewerten, doch wir vermissen den Adapter auf USB 2.0, welchen wir im Lieferumfang des preiswerteren Antec One vorgefunden hatten.




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Innen: Rund um das Mainboard
Antec hat den Mainboard-Träger des Three Hundred Two mit fünf Durchbrüchen versehen. Die größte Aussparung findet sich unterhalb des CPU-Sockels, sie ermöglicht das Verschrauben von CPU-Kühlern, ohne dass man hierzu die Hauptplatine entfernen muss. Die vier übrigen Durchbrüche sind für Kabel gedacht, wobei Antec einen sauberen Falz ausführt und auf zusätzliche Gummitüllen verzichtet.


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Die Kabeldurchführungen halten beim Three Hundred Two einen ausreichenden Abstand zum Motherboard, so dass sie auch von vollformatigen ATX-Platinen nicht teilweise verdeckt werden, wie es beim Antec One der Fall ist. Warum der Hersteller ausgerechnet vier Abstandshalter vorinstalliert, gibt uns Rätsel auf. Benötigt werden zumeist sechs oder neun.


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Für Unverständnis sorgen auch die beiden Gehäuselüfter: Das 140-mm-Exemplar unter dem Deckel ist mit einem Molex-Stecker ausgestattet, auf dem ein recht unpraktischer 3-Pin-Adapter steckt. Ein Tachosignal zur Überwachung der Drehzahl gibt es also nicht. Dieses bietet der 120-mm-Lüfter an der Rückwand, doch mit mageren 21 cm ist sein Anschlusskabel viel zu kurz.


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Erfreulicherweise stattet Antec das Three Hundred Two mit vollwertigen Slot-Blenden aus, während man beim One vorgestanzte Blechelemente herausbrechen muss. Noch besser hätten uns allerdings Blenden aus Lochblech gefallen, welche den Luftfluss im Bereich der Erweiterungskarten verbessern. Wie das Foto zeigt, bilden die acht Blenden eine Ebene mit der Rückseite des Gehäuses.


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Rechts neben der Aussparung für den CPU-Kühler sehen wir vier Vertiefungen mit Schraublöchern. Diese sind für ein 2,5-Zoll-Laufwerk gedacht, welches an der Rückseite des Mainboard-Trägers verschraubt wird. Diese Position ist nicht besonders praktisch, da man die Hauptplatine entfernen muss, um an das Laufwerk zu gelangen.




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Innen: Laufwerkskäfige und Kabelmanagement
Antec hat die drei 5,25-Zoll-Schächte des Three Hundred Two mit Schnellverschlüssen zur werkzeuglosen Montage ausgestattet. Die Kabel der Frontanschlüsse und Schalter wurden dabei so geführt, dass man auch den obersten Einschub problemlos nutzen kann. Ein Adapterrahmen für externe 3,5-Zoll-Geräte gehört leider nicht zum Lieferumfang des Gehäuses.


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Für Festplatten im 3,5-Zoll-Format gibt es einen Käfig mit sechs Plätzen. Die Laufwerke werden hier auf Schienen eingesetzt, was wir später noch zeigen werden. Die Kanten der Führungen könnten etwas glatter sein und wir vermissen die Entkopplung der Festplatten. Zur Kühlung kann man zwischen dem Käfig und der Gehäusefront zwei 120-mm-Lüfter verbauen.


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Die Rückseite des Mainboard-Trägers bietet viel Stauraum für Kabel - schließlich findet hinter dem CPU-Kühler sogar ein optionaler 120-mm-Lüfter Platz, der eine Bauhöhe von immerhin 25 mm aufweist. Neben der Aussparung für den CPU-Kühler sieht man den Montageplatz für ein 2,5-Zoll-Laufwerk.


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Vier weitere Durchbrüche führen die Kabel auf die Rückseite des Mainboards. Dort hat der Hersteller sechs Ösen aus dem Blech gestanzt, die eine ordentliche Verlegung der Kabelstränge ermöglichen.


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Die Kanten dieser Ösen sind allerdings recht scharf und auch die Bohrungen im Mainboard-Träger weisen an den Austrittsstellen scharfe Kanten auf. Hier wäre eine bessere Nachbearbeitung wünschenswert, denn nur allzu schnell hat man sich in einem Augenblick der Unachtsamkeit eine Schnittwunde zugezogen.




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Hinter der Gehäusefront
Nicht nur die Seitenteile des Antec Three Hundred Two werden wie Türen geöffnet, auch bei der Gehäusefront verfolgt der Hersteller dieses Konzept. Auf der linken Seite wird die Front von einfachen Kunststoffnasen gehalten.


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Hat man diese Nasen gelöst, kann man sie wie eine Tür nach rechts aufschlagen, denn dort fungieren weitere Kunststoffelemente als Scharnier. Die Frontanschlüsse und Schalter verbleiben dabei am Korpus.


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Öffnet man die "Vordertür" bis zum Anschlag, lösen sich die Scharniere vom Korpus und die gesamte Front lässt sich entfernen. Nun kann man bequem die Laufwerksblenden herausnehmen oder den Staubfilter reinigen.


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Dass der Staubfilter an der Rückseite der Gehäusefront verschraubt wurde, ist dabei etwas unpraktisch. Eine Schiene, wie Antec sie unterhalb des Netzteils verwirklicht hat, wäre eindeutig die bessere Lösung gewesen.


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Zudem zeigt sich nun, dass die Blenden der 5,25-Zoll-Schächte zwar mit Lochblech verziert sind, dieses aber nur der Optik dient. Hinter dem Blech befindet sich nämlich eine geschlossene Kunststofffläche. Zumindest lassen sich die Blenden leicht entfernen und später auch wieder einsetzen.


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Sehr gut gefallen hat uns die Umsetzung der Frontanschlüsse und Schalter. Da diese am Korpus verbleiben, entfallen beim Entfernen der Frontblende die leidigen Kämpfe mit den daran befestigen Kabelsträngen. Dies schont sowohl die Kabel als auch unsere Nerven ;-)




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Einbau der Laufwerke
Zunächst schieben wir das optische Laufwerk in seinen Schacht. Zur Sicherung dient hierbei eine Schnellbefestigung, welche sich beim Antec Three Hundred Two auf der linken Seite des Schachtes befindet. Beim Einsetzen des Laufwerks zieht man den vorderen Hebel vom Laufwerk weg.


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Hierdurch geben zwei Metallstifte, die später in die vorderen Bohrungen des Laufwerks greifen, den Weg frei. Im hinteren Bereich gibt es eine keilartige Verdickung, gegen die das Laufwerk drückt und dabei über einen Wippmechanismus die Stifte einbringt.


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Diese Art der Schnellbefestigung verdient ihren Namen und am Ende sitzt unser DVD-Laufwerk sicher und wackelfrei an seinem Platz. Im nächsten Schritt verschrauben wir ein Solid-State-Laufwerk am Mainboard-Träger:


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Die Schrauben aus dem Lieferumfang des Gehäuses passen zwar bei den SSDs von Intel, sind für Crucials M4 allerdings ein wenig zu lang. Kommen wir nun zu den 3,5-Zoll-Festplatten:


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Zwei Schienen, zum Lieferumfang gehören zwölf, werden auf die Seiten der Festplatte gedrückt. Danach schieben wir das Laufwerk von der linken Seite aus in den Käfig, so dass wir die Kabel auf der rechten Seite verstecken können.


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Dieser werkzeuglose Einbau geht schnell von der Hand, doch eine Entkopplung der Festplatten wird nicht geboten. Aufgrund der Schienen lässt sich hier auch keine Vibrationsdämpfung nachrüsten.




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Einbau: Mainboard, Netzteil, Grafikkarte
Im Lieferzustand befinden sich vier Abstandshalter im Mainboard-Träger des Antec Three Hundred Two. Wir ergänzen fünf weitere, stecken die I/O-Blende in die dafür vorgesehene Aussparung und setzen das Mainboard ein. Es passt perfekt und ist schnell verschraubt.


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Danach ist das Netzteil an der Reihe. Im Gegensatz zum One verzichtet Antec beim Three Hundred Two auf Podeste, auf denen man das Netzteil auflegen kann. Es wird also nur von vier Schrauben gehalten, was den Einbau bei besonders großen und schweren Exemplaren etwas erschwert.


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Bevor wir unsere Grafikkarte einsetzen können, müssen wir zwei Slot-Blenden und das Blech vor dem Befestigungssteg der Erweiterungskarten entfernen. Erfreulicherweise hat Antec dem Three Hundred Two richtige, wiederverwendbare Slot-Blenden spendiert.


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Antec hat sich für eine relativ selten anzutreffende Lösung entschieden und den Befestigungssteg nach außen verlagert. Dies spart Bautiefe, sorgt andererseits aber auch für zusätzlichen Montageaufwand.


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Nun gut, wir können die beiden zusätzlichen Schrauben verschmerzen. Unsere Radeon HD 4870 X2 ist deutlich kürzer als die erlaubten 318 mm und passt somit problemlos in das Gehäuse. Verglichen mit dem One gewinnen wir satte 38 mm.


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Die wichtigsten Komponenten sind verbaut und die ersten Kabel verlegt. Fehlen noch ein paar zusätzliche Lüfter und am Ende wollen wir auch hinter dem Mainboard-Träger noch etwas Ordnung schaffen.




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Einbau: Lüfter und Verkabelung
Die beiden Lüfter, welche Antec im Three Hundred Two verbaut, kümmern sich ausschließlich um das Umfeld des CPU-Kühlers. Da wir auch unsere Festplatten kühlen möchten und die hitzige Radeon HD 4870 X2 zusätzliche Frischluft vertragen kann, montieren wir zwei zusätzliche 120-mm-Lüfter hinter der Gehäusefront.


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Die langen Schrauben, welche hierzu benötigt werden, finden sich im Lieferumfang des Gehäuses. Erfreulicherweise gibt es vier Schrauben pro Lüfter, während der Frontlüfter des One mit zwei Schrauben auskommen musste.


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Nachdem die Lüfter am Mainboard hängen, bündeln wir die Kabel. Auch das Solid-State-Laufwerk wird nun angeschlossen. Verglichen mit anderen Gehäusen bietet das Three Hundred Two erstaunlich viel Stauraum für die Kabelstränge. Es gibt sogar genug Platz, um einen 120-mm-Lüfter hinter der Hauptplatine zu verbauen, und der ist immerhin 25 mm hoch!


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Mit diesem fünften Lüfter schließen wir den Einbau der Hardware ab. Unser Testsystem startet einwandfrei und die CPU läuft erwartungsgemäß sehr kühl, leise ist der Testaufbau allerdings nicht.


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Wer Wert auf einen sehr leisen Betrieb legt, sollte zunächst die beiden TwoCool-Lüfter entfernen, denn mit 31,4 dB(A) kann man diese selbst in der leisen Betriebsstufe deutlich wahrnehmen. Zudem stören Lagergeräusche und der unbefriedigende Gleichlauf dieser Lüfter. Noch ein Tipp: Der Lüfter am rechten Seitenteil sollte mit weniger als 1.000 U/min arbeiten, ansonsten neigt er aufgrund des geringen Abstands zum Rauschen.




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Fazit
Sehr GutAntec konnte mit dem Three Hundred Two unsere Erwartungen voll und ganz erfüllen. Dieser Midi-Tower kostet lediglich zehn Euro mehr als das Modell One, fühlt sich aber um zwei Klassen besser an: Einerseits bietet der Three Hundred Two mehr Platz für die Hardware, was man insbesondere bei der Grafikkarte und den Kabeldurchführungen spürt. Zudem können wir eine weitere 3,5-Zoll-Festplatte - insgesamt sind es sechs - verbauen und die unterste Steckkarte darf eine doppelte Slot-Blende besitzen. Andererseits ist das Diktat des Rotstifts kaum zu spüren. Der Three Hundred Two hat richtige Slot-Blenden und die Frontlüfter werden mit vier Schrauben befestigt. Eigentlich Selbstverständlichkeiten, doch der Preisdruck zwang Antec beim One zu unschönen Kompromissen. Wenn wir zwischen diesen beiden Gehäusen wählen müssen, fällt die Entscheidung leicht und lautet: Three Hundred Two!


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Laut Hersteller ist das Three Hundred Two "kompromisslos auf Gamer ausgerichtet" und dies können wir bestätigen. Grafikkarten dürfen bis zu 318 mm lang sein und das reicht sogar für einen Riesen wie die MSI HD6970 Lightning 2GB, welche auf stolze 310 mm kommt. Der CPU-Kühler darf bis zu 170 mm hoch sein, genug für aktuelle Top-Modelle wie den be quiet! Dark Rock ProC1 (166 mm). Auch das Versprechen vom "fortschrittlichen Kühlungssystem" kann Antec einlösen. Platz für sechs großformatige Lüfter sowie Staubfilter vor den Frontlüftern und unter dem Netzteil sind hier ein guter Ansatz, doch der optionale 120-mm-Lüfter auf der Rückseite des Mainboards ist für uns das berühmte Tüpfelchen auf dem "i". Nicht nur der Prozessor, auch der Spannungswandler des Mainboards und der Arbeitsspeicher profitieren von dieser Lüfterposition.

Auf unserer Liste finden sich allerdings auch einige Kritikpunkte: So konnten uns die beiden vorinstallierten TwoCool-Lüfter rein gar nicht überzeugen. Sie sind nicht leise, laufen unrund und das Anschlusskabel des 120-mm-Lüfters ist geradezu absurd kurz. Beim 140-mm-Lüfter gibt es zudem kein Tachosignal. Im Lieferumfang vermissen wir den Adapter von USB 3.0 auf einen internen Abgriff der Generation 2.0, welchen wir im Zubehör des günstigeren One vorgefunden hatten. Freunde leiser Rechner werden zudem beklagen, dass Antec weder die Lüfter noch die Festplatten entkoppelt. Andere werden sich am unlackierten Innenraum stören. Letztendlich waren es aber ein paar scharfe Kanten, die den "Editor's Choice" endgültig verhinderten. Im Handel findet man das Antec Three Hundred Two schon für weniger als 60 Euro und damit ist dieses Gamer-Gehäuse ein sehr gutes Angebot!




Unser Dank gilt Antec für die Bereitstellung des Midi-Towers Three Hundred Two.







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