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Antec Three Hundred im Test - Druckansicht - Seite 1 von 7

Nachdem wir uns im letzten Gehäusetest den Modellen Rebel9 und 12 aus dem Hause Sharkoon gewidmet hatten, wollen wir uns heute das Antec Three Hundred ansehen, welches sowohl von der Größe als auch vom Preis als Konkurrent zum Rebel9 gesehen werden kann. Wir sind gespannt wie dieses Duell ausgehen wird.


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Schon als wir die Verpackung sehen, wird uns klar, dass das Antec normalerweise in der Hochpreis-Liga spielt: Der Karton im glänzenden Finish zeigt Produktbilder und Feature-Listen und wir fragen uns, ob dieses Budget nicht lieber in das Gehäuse als in die Verpackung hätte fließen sollen.


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Nach dem Öffnen sehen wir hinter einem Ausschnitt in der Schaumstoffhülle die Bedienungsanleitung.


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Das Gehäuse ist schnell befreit und wir sind angenehm überrascht, halten wir doch ein stabiles und hochwertig anmutendes Stück Hardware in den Händen - beim Auspacken des Sharkoon Rebel9 hatte es deutlich mehr gescheppert.


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Die Optik des Antec Three Hundred weiß ebenfalls zu gefallen: Das Gehäuse ist sehr schlicht gehalten. Die abgesetzte Front gibt dem Gehäuse etwas Monumentales. Hier die Eckdaten des Gehäuses:




Antec Three Hundred im Test - Druckansicht - Seite 2 von 7

Die Gehäusefront
Die Front ist schlicht und besteht größtenteils aus einem luftdurchlässigen Lochgitter. Die Frontanschlüsse befinden sich ganz oben und sind daher bestens erreichbar. Hier bekommen wir 2x USB-Buchsen sowie Mikrofon- und Kopfhöreranschluss geboten, rechts daneben befinden sich Power- und Resetknopf.


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Die Anschlüsse sind nicht besonders reichhaltig und leider auch nicht besonders gut verbaut. Wie man auf den Bildern sehen kann, sitzen die Anschlüsse nicht gerade hinter Front und sind auch etwas nach hinten versetzt. Zudem erweisen sie sich als extrem schwergängig - beim Ein- und Ausstecken müssen wir sogar das Gehäuse festhalten. Von einem Premiumhersteller haben wir da mehr erwartet.


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Positiv hervorheben können wir die sehr dezenten blauen LEDs und die Tatsache, dass sich die Front zwar sehr leicht abnehmen lässt, um an die beiden dahinter liegenden Käfige für die Front-Lüfter zu gelangen, sie aber trotzdem sehr passgenau sitzt und dadurch keine unschönen Vibrationen erzeugt.


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Bei den Lüfterkäfigen spielt Antec seine Erfahrung aus und ordnet diese nicht nur sinnvoll an, sondern ermöglicht auch einen einfachen Zugang und ein schnelles Öffnen mit Hilfe von Rändelschrauben.


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Zur Lüftermontage lassen sich die Käfige aushängen, weshalb das Antec Three Hundred in dieser Disziplin voll und ganz überzeugen kann.




Antec Three Hundred im Test - Druckansicht - Seite 3 von 7

Innerer Aufbau und Netzteil
Das Grundkonzept des Antec Three Hundred erweist sich als gut durchdacht: Das Netzteil wird unten verbaut und dadurch nicht mit der Abwärme der restlichen Komponenten beaufschlagt.


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Dadurch kann der Netzteillüfter langsamer drehen, was der Geräuschkulisse nur zuträglich sein kann. Die Netzteilblende ist so gestaltet, das sich das Netzteil mit dem Bodenlüfter nach oben oder unten verbauen lässt, zudem befindet sich zwischen Netzteil und Gehäuseboden noch genug Platz zum Ansuagen der Luft.


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Über dem Netzteil wird das Mainboard verschraubt. Hier hat Antec darauf geachtet, dass rundherum ausreichend Platz für einen problemlosen Einbau gelassen wurde. Nichtsdestotrotz geht es insgesamt recht eng zu, was bei einem Midi-Tower aber wenig verwunderlich ist.


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Insbesondere bei der Verkabelung der 24- und 4-/8-Pin Stromanschlüsse der Hauptplatine kann es zu Schwierigkeiten kommen. Hat der Hersteller das Netzteil mit vergleichsweise kurzen Kabeln versehen, lässt sich die Verkabelung nicht oder nur schwer bewerkstelligen.




Antec Three Hundred im Test - Druckansicht - Seite 4 von 7

Laufwerksschächte
Im vorderen Bereich ist Platz für sechs Festplatten und drei 5,25-Zoll Geräte. An dieser Stelle müssen wir einen weiteren Kritikpunkt loswerden: Die von Antec gewählte Aufteilung kann uns nicht überzeugen, da der Platz schnell knapp wird.


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Hat man zwei optische Laufwerke und - so wie wir - noch ein Dock für die externe Festplatte verbaut, sind alle drei 5,25-Zoll Einschübe belegt und man hat keine Möglichkeit, die interne Festplatte entkoppelt oder in einem gedämmten Gehäuse einzusetzen.


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Dieser Umstand wäre nicht weiter schlimm, hätte Antec dem Three Hundred die Möglichkeit zur entkoppelten Montage der Festplatten in den internen 3,5-Zoll Schächten vergönnt hätte.


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Nur wenige Benutzer werden tatsächlich sechs Festplatten verbauen, doch viele werden einen vierten 5,25-Zoll Schacht vermissen. Hier herrscht unserer Meinung nach ein klares Missverhältnis und vier 3,5-Zoll Montageplätze mit Entkopplern wären sicherlich die bessere Wahl gewesen.




Antec Three Hundred im Test - Druckansicht - Seite 5 von 7

Die Lüfter
Im Deckel und an der Rückseite befinden sich zwei vorinstallierte Lüfter: Oben ein Modell mit 140 mm Durchmesser und hinten ein 120 mm Lüfter. Der Lüfter im Deckel wurde mit schwarzen Schrauben befestigt, da spürt man die Liebe zum Detail.


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Beide Lüfter werden mit 4-Pin Molex-Anschlüssen des Netzteils verbunden, ihre Drehzahl wird über einen Schalter in den Stufen High, Middle und Low eingestellt. Da wir einen möglichst leisen PC anstreben, beginnen wir sogleich mit der Einstellung "Low".


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Leider macht Antec keinerlei Angaben über die tatsächlich anliegenden Drehzahlen, doch für unseren Geschmack ist bereits die niedrigste deutlich zu laut.


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Zugegeben, wir sind, was die Lautstärke unserer PCs angeht, inzwischen etwas verwöhnt, aber wenn ein Gehäusehersteller schon Lüfter mit wählbarer Drehzahl verbaut, dann erwarten wir auf der niedrigsten Stufe eine nicht oder kaum wahrnehmbare Geräuschkulisse. Wir empfehlen daher den Austausch der Lüfter gegen echte Silent-Modelle.




Antec Three Hundred im Test - Druckansicht - Seite 6 von 7

Aufbau und Kabelmanagement
Ein positiver Aspekt ist der Verzicht auf proprietäre Befestigungen. Im Antec Three Hundred wird alles mit Schrauben fixiert und Antec legt hierfür eine große Tüte mit Rändelschrauben bei. Auf diese Weise lassen sich Festplatten, Netzteil und Erweiterungskarten auch ohne Werkzeug befestigen.


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Auch die Lüfter können ganz normal verschraubt oder alternativ mit Silikonentkopplern angebracht werden. Auf dem Mainboardträger sind die Abstandhalter für Hauptplatinen im ATX-Format gekennzeichnet und im Blech des Festplattenkäfigs ist ein Antec Schriftzug eingeprägt.


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Diese Details sind zwar wenig funktional, bringen einem beim Zusammenbau trotzdem zum Schmunzeln und unterstreichen Antecs Anspruch als Premiumhersteller. Ein weiteres Feature ist Antecs Ansatz zum Kabelmanagement: So befinden sich hinter den Festplattenschächten zwei Kunststoffschlaufen in denen man die Kabel der Laufwerke oder überflüssige Netzwerkkabel befestigen kann.


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Außerdem befinden sich auf dem Mainboardträger ein paar Ausstanzungen, durch die man Kabelbinder führen kann, um den Kabelwust zu bändigen. Leider blieb es in unserem Fall bei der guten Idee seitens Antec, denn erstens kamen wir ob der Enge im Gehäuse nicht mehr an die Aussparungen für die Kabelbinder heran...


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und zweitens sind die Kabel für die Frontanschlüsse deutlich zu kurz geraden, so dass es einer sehr kreativen Kabelführung bedurfte, um mit dem Kabel für den Front-Audio Anschluss bis zum Mainboard Header zu kommen.


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Auch das Kabel für den ATX +12V 4-Pin Mainboardanschluss muss wegen des unten verbauten Netzteiles quer übers Board verlegt werden. Bei Netzteilen mit besonders kurzen Kabeln kann es - wie gesagt - schnell zu knapp werden.


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Hier das fertig zusammengebaute System, welches wir für unseren Praxistest verwendet haben.




Antec Three Hundred im Test - Druckansicht - Seite 7 von 7

Fazit
GutDas Urteil über das Antec Three Hundred fällt uns nicht leicht. Auf der einen Seite haben wir ein sehr stabiles Gehäuse mit guten Detaillösungen, einem Kabelmanagement und sehr guten Silent- und Durchlüftungseigenschaften vor uns stehen. Auf der anderen Seite hat Antec das Silentkonzept mit der Laufswerkaufteilung und der fehlenden Festplattenentkopplung nicht zu Ende gedacht. Hinzu kommen die für die Freunde leiser Rechner untauglichen Lüfter, die zu kurz geratenen Kabel der Frontanschlüsse und die Verarbeitungsmängel bei den Frontanschlüssen.

Wer mit diesen Mängeln leben kann, leise Festplatten verbaut und bereit ist, in leisere Lüfter zu investieren, wird mit dem Antec Three Hundred sicherlich glücklich werden. Angesichts von Straßenpreisen ab 41 Euro ist dieses Gehäuse eine klare Empfehlung und gewinnt auch den Vergleich mit dem Sharkoon Rebel9. Wir bewerten das Antec Three Hundred mit "Gut".

Pro:
  • stabile Konstruktion
  • durchdachte Luftführung
  • Kabelmanagement
  • sehr günstiger Preis
Contra:
  • nur drei 5,25-Zoll Schächte
  • Festplatten nicht entkoppelt
  • Verarbeitungsmängel
  • laute Lüfter


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Unser Dank gilt Antec für die Teststellung des Three Hundred.




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