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Ein völlig subjektiver Blick auf Apples iPhone 5 - Druckansicht - Seite 1 von 5
Hier bei Au-Ja gibt es zwei Lager. Ich bin ein bekennender Apple-Fan, während sich unser Chefredakteur mit allen Mobilplattformen, aber insbesondere mit Apple, schwer tut. Vermutlich liegt es an seinem Alter. Doch zumindest war er so einsichtig, dass ich Apples neuestes Smartphone aus meiner persönlichen und völlig subjektiven gefärbten Anwendersicht vorstellen darf.

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Anmerkung des Chefredakteurs: Nachdem bei Martin alle bekannten Exorzismen gescheitert waren, mussten wir uns eingestehen, dass wir seine Seele an Apple verloren hatten. Nun gut, wer heutzutage ein Smartphone oder Tablet erwirbt, muss seine Seele irgendjemanden verkaufen. Die einen wählen Apple, andere Google oder Microsoft. Es ist ein wenig die Wahl zwischen Pest und Cholera, denn es geht bei allen mobilen Geräten nicht nur um unser Geld, sondern auch um unsere Daten. Und es geht darum, Abhängigkeiten zu schaffen. Wer seine Apps auf unterschiedlichen Geräten nutzen möchte und auf einen nahtlosen Datenabgleich zwischen den Geräten Wert legt, muss sich für ein Lager entscheiden und wird auch in Zukunft kaum wieder wechseln. Mobile Geräte bieten zwar viele Möglichkeiten, aber im Vergleich zum normalen PC werden die Wahlmöglichkeiten der Benutzer massiv eingeschränkt. Abgesehen von meinem biblischen Alter ist es diese Abhängigkeit, welche mich an den aktuellen Mobilplattformen massiv stört. Bei Apple kommt hinzu, dass die Preispolitik schon in die Bereiche jenseits von unverschämt vorgestoßen ist und auch auf absehbare Zeit dort bleiben wird. Doch zurück zu Martin.

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Das iPhone 5: Wieder ein Verkaufsschlager
Zugegeben: Technisch betrachtet ist das iPhone 5 tatsächlich keine Revolution und Apple hat den ohnehin schon hohen Preis nochmals um 50 Euro angehoben. Die günstigste Variante mit 16 GB Speicherplatz kostet stolze 679,- Euro, für 32 GB zahlt man 789,- Euro und für 64 GB berechnet Apple sogar 899,- Euro. Auf der anderen Seite wird niemand gezwungen, ein iPhone 5 zu kaufen. Dennoch gingen innerhalb der ersten 24 Stunden mehr als zwei Millionen Geräte über die Ladentheke. Die Nachfrage ist damit gut doppelt so hoch wie beim bisherigen Rekordhalter iPhone 4S, wobei Apple diesmal in mehr Ländern als jemals zuvor an den Start gegangen war. Mit geschätzten 40 Millionen Einheiten im 4. Quartal 2012 trotzt das iPhone 5 der Konkurrenz und bleibt für viele Käufer DAS SMARTPHONE.

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Die Technik: Was hat sich getan?
Auf die technischen Merkmale werde ich nur kurz eingehen, da diese inzwischen zur Genüge diskutiert und beschrieben wurden. Die wichtigste Änderung betrifft das Display, welches auf 10,16 cm (4,0 Zoll) angewachsen ist und nun eine Auflösung von 1.136 x 640 Bildpunkten bei 326 ppi bietet (iPhone 4S: 8,89 cm mit 960 x 640 Pixel bei 326 ppi). Mit seiner hohen Auflösung stößt des iPhone 5 in den Bereich preiswerter Tablets vor, wobei die einzelnen Pixel natürlich viel kleiner sind. Über den neuen A6-Prozessor lässt Apple verlautbaren, dass dieser doppelt so schnell sei wie sein Vorgänger. Nähere Details gibt es, wie üblich, leider nicht. Bleibt noch die schnelle Datenverbindung über LTE zu nennen, die hierzulande ausschließlich im Netz der Deutschen Telekom funktioniert.

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Die Hauptkamera bleibt mit einer Auflösung von 8 Megapixeln unverändert, sie kann Full-HD-Videos (1080p) mit bis zu 30 Bildern pro Sekunde aufzeichnen. Dafür hat Apple die FaceTime-Kamera, welche beim iPhone 4S auf VGA-Qualität beschränkt war, auf 1,2 Megapixel verbessert und ermöglicht HD-Videos (720p) - ebenfalls mit 30 Bildern pro Sekunde. Bluetooth 4.0 und Wireless-LAN gemäß IEEE 802.11a/b/g/n gab es auch schon beim Vorgänger, neu ist jedoch die Nutzung des 5-GHz-Bereichs für 802.11n-Verbindungen. Maßstäbe setzt Apple bei den Abmessungen und dem Gewicht: Aufgrund des größeren Displays ist das iPhone 5 mit 123,8 mm zwar um 8,6 mm länger als sein Vorgänger, doch die Breite hat der Hersteller beibehalten und die Dicke um 1,7 mm auf schlanke 7,6 mm reduziert. Beim Gewicht wurde das iPhone 5 um 28 g auf 112 g abgespeckt.

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Bleibt die Software: Apple liefert das iPhone 5 mit dem Betriebssystem iOS 6 aus, welches 200 neue Funktionen bietet und fast ebenso viele Sicherheitslücken (wer es genau wissen will: es sind 197) schließt. Davon ermöglichen 167 das Einschleusen von Schadcode, weshalb das Update auch für ältere Geräte ein Muss ist. Dennoch sorgte iOS 6 für Unruhe in der ansonsten recht duldsamen Apple-Gemeinde, da die Trennung von Google Maps für viele Nutzer schmerzhaft verlief. Apples eigener Kartendienst konnte nämlich in keinster Weise überzeugen und wirkte mit haarsträubenden Fehlern und veralteten Karten zuweilen mehr wie eine Karikatur. Dieser Fehlstart hat mittlerweile auch personelle Konsequenzen gehabt: Scott Forstall hat die Verantwortung für iOS abgegeben und wird das Unternehmen zum Ende des Jahres verlassen.



Ein völlig subjektiver Blick auf Apples iPhone 5 - Druckansicht - Seite 2 von 5
Um meine Einschätzungen zum iPhone 5 besser einordnen zu können, möchte ich zunächst mein bisheriges Ökosystem vorstellen. Wie unser Chefredakteur in seinen einleitenden Worten bereits anmerkte, entscheidet man sich heutzutage nicht nur für ein einzelnes Gerät, sondern für eine Plattform. Und je mehr Geld und Zeit man in eine Plattform investiert hat, desto höher wird der Widerstand diese zu wechseln. Mit dem ersten iPad waren die Weichen bei mir gestellt, es folgten iPad 2, iPhone 3GS und iPad 3 sowie ein MacBook Air 11" plus Thunderbolt-Display. Diesen Artikel verfasste ich auf meinem neu angeschafften MacBook Pro Retina und meine Frau besitzt das iPhone 4S. Wie man unschwer erkennen kann, muss dieser Test subjektiv ausfallen, denn ich bin ganz tief in der "Church of Steve" gefangen.

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Das bedeutet allerdings nicht, dass ich blauäugig über die Schwächen dieser Geräte hinwegsehe. Das iPhone 3GS dient mir überwiegend zum Empfang von eMails, um Nachrichten per RSS-Reader zu lesen oder Börsenkurse abzurufen, als Terminkalender sowie um Kurznachrichten zu senden und zu empfangen. Ich nutze es auch, um Musik im Auto per Bluetooth an einen FM-Transmitter zu streamen, und gelegentlich telefoniere ich auch damit. Letzteres aber nur ungern, da die Sprachqualität eher beschränkt ist.
Zum Beantworten von Mails nehme ich lieber das iPad 3, auf dem ich ebenfalls Nachrichten per RSS-Reader lese und Börsenkurse checke. In erster Linie kommt das iPad jedoch als Spielkonsole meiner Frau zum Einsatz und wird zum Surfen im Internet genutzt. Eher selten verwende ich das iPad zum Lesen von PDF- oder Office-Dokumenten, wobei sein Einsatz als mobile Betriebsanleitung durchaus seine Vorzüge hat. Außerdem liegt es beim Filme schauen immer bereit, um Diskussionen per imdb-Abfrage im Keim zu ersticken.
Das iPhone 5 in der Hand
Nun aber zum iPhone 5: Im Vergleich zu meinem alten 3GS ist das iPhone 5 eine Offenbarung, doch auch das 4S kann der Neuling übertrumpfen. Die Haptik des iPhone 5 ist wesentlich wertiger, unterstrichen durch das knackige Feedback der Tasten. Das Gerät liegt gut in der Hand und das niedrige Gewicht ist faszinierend - im direkten Vergleich wirken 3GS und 4S richtig dick und schwer. Die nochmals verringerte Bauhöhe und die eloxierte Rückseite gefallen mir sehr gut und tragen meiner Meinung nach auch wesentlich zum verbesserten Handling gegenüber dem 3GS und 4S bei.

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Natürlich ist dieser Eindruck subjektiv und meinen Männerhänden geschuldet. In diese passt das iPhone 5 perfekt und ich kann es einhändig bedienen, ohne das Gefühl zu haben, dass es mir gleich aus der Hand rutscht. Die Hände meiner Frau sind kleiner und sie kommt mit der verlängerten Bauform nicht ganz so gut zurecht. Für kleinere Hände bietet fraglos das iPhone 4S die bessere Balance.

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Bei meinem iPhone 5 handelt es sich um die schwarze Ausführung mit 32 GB Speicherplatz, welche bei mir ohne beschädigtes Eloxal ankam. Seither trage ich das Smartphone ohne Schutzhülle in der Hosentasche und die ersten beiden Wochen hatte das Gerät ohne sichtbare Spuren überstanden, obwohl ich es wie einen Gebrauchsgegenstand behandle und nicht etwa wie ein rohes Ei. Nach einem Monat der täglichen Nutzung zeigen sich nun erste Abnutzungen beim Eloxal.

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Insbesondere die "runden Ecken", welche sich Apple so gerne schützen lässt, entpuppen sich hierbei als Schwachstelle. Bisher hält sich dieser Schönheitsfehler zwar in Grenzen, doch bei einem Gerät dieser Preisklasse darf so etwas nicht passieren. Ich werde das Problem auch weiterhin im Auge behalten und den Artikel entsprechend aktualisieren. Abgesehen vom empfindlichen Eloxal ist das iPhone 5 jedoch überaus robust.



Ein völlig subjektiver Blick auf Apples iPhone 5 - Druckansicht - Seite 3 von 5
Das iPhone 5 aus Anwendersicht #1
Die augenfälligste Neuerung - und zugleich auch die mit den größten Auswirkungen - ist zweifellos das 4,0-Zoll-Display. Wenn man vom iPhone 3GS kommt, ist es einfach beeindruckend, wie leuchtstark die Farben sind und wie scharf der Text dargestellt wird. Die auf 1.136 x 640 Bildpunkte gesteigerte Auflösung und die auf 10,16 cm gestreckte Bilddiagonale sind aber nicht nur optisch brilliant, sondern hatten auch große Auswirkungen auf mein Nutzerverhalten. Man könnte sagen, für mich sind iPhone und iPad bei diesem Gerät miteinander verschmolzen.

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Statt eMails nur zu lesen, beantworte ich sie jetzt direkt auf dem iPhone, da man trotz virtueller Tastatur noch genug Text sehen kann. Durch die hohe Auflösung und Schärfe gestaltet sich auch das Surfen im Netz durchaus praktikabel. Sind iPad oder Computer nicht in Reichweite, surfe ich nun mit dem iPhone und verfasse auch kürzere Beiträge hier im Forum. Auch das Lesen längerer Texte ist wesentlich angenehmer, weil mehr Text auf den Bildschirm passt und man viel weniger scrollen muss. Ich habe sogar damit begonnen, regelmäßig mit der Kindle-App Bücher auf dem iPhone zu lesen. Wenn man lange Wartezeiten überbrücken muss, hilft das die Zeit zu vertreiben und macht sogar regelrecht Spaß. Und mein Kindle bleibt jetzt immer öfter daheim.

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Die zweite bedeutende Änderung gegenüber dem iPhone 3GS ist für mich die Kamera. Die Kamera des 3GS konnte man schlicht und einfach vergessen, sie ist nur für Notfälle zu gebrauchen. Für Schnappschüsse unterwegs musste entweder die Kamera vom iPhone 4S meiner Frau herhalten oder es gab halt keine Bilder. Insbesondere für eBay-Fotos erfolgte der Griff zur Kompaktkamera, da man sich mit Fotos vom 3GS um alle Chancen auf ein hohes Gebot bringt.

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Ganz anders die Kamera des iPhone 5: Selbst im Keller bei schlechten Lichtverhältnissen reicht die Qualität für eBay allemal und bei Tageslicht gelingen mir sogar richtig gute Bilder. Unterwegs macht außerdem die Panorama-Funktion großen Spaß.

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Und dieser wird durch Fotostream noch gesteigert, weil man die Bilder sogleich auf dem iPad in größerer Runde herumreichen kann bzw. die eBay-Fotos aus dem Keller direkt auf dem Desktop weiterverwenden kann, ohne vorher irgendein Kabel anstöpseln zu müssen. Seitdem ich das iPhone 5 habe, ertappe ich mich dabei, immer häufiger Schnappschüsse im Alltag zu machen - beispielsweise von besonders gelungene Essens-Kreationen oder von den Parkkünsten meiner Frau. Kurzum: Das Fotografieren mit dem iPhone 5 macht Spaß!

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Unterstützt wird der positive Eindruck durch die bedeutend höhere Geschwindigkeit des neuen iPhone. In der Schwuppdizität steht es dem Macbook Retina oder meiner Core i7 Workstation kaum nach, da scheint eher die Internetanbindung der limitierende Faktor zu sein. So gelingt der Wechsel zwischen Apps rasend schnell, Börsenkurse sind unmittelbar nach App-Aufruf vorhanden und der RSS-Reader wechselt ohne jede spürbare Verzögerung zwischen den einzelnen Rubriken.
All das lief auf dem 3GS wesentlich zäher und hat mir gelegentlich auch die Freude am iPhone verdorben. Von der höheren Rechenpower profitiert auch die Kamera - sowohl bei der Verfügbarkeit bis zum ersten Bild, als auch bei der Verarbeitungsgeschwindigkeit während des Fotografierens. Allerdings darf man die Geschwindigkeitsvorteile nicht ausschließlich der verbesserten Hardware zuschreiben, denn auch iOS 6 trägt seinen Teil bei. Dies gilt insbesondere für das Surfen im Internet.



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Das iPhone 5 aus Anwendersicht #2
Mit dem iPhone 5 telefoniere ich regelrecht gerne und auch viel öfter als zuvor mit dem 3GS, da man endlich sein Gegenüber versteht. Selbst daheim nutze ich das Smartphone über die Fritz!Fon App als Endgerät für's Festnetz. Dank der neuen FaceTime-Kamera, welche im Gegensatz zur VGA-Version des iPhone 4S nun 1,2 Megapixel und HD-Videos (720p) ermöglicht, habe ich jetzt schon des Öfteren mit meinen Geschwistern per Facetime videotelefoniert. Dabei konnte die Kamera auf der ganzen Linie überzeugen.

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Siri hat sich bei Kleinigkeiten wie Termine anlegen oder Routen erstellen als hilfreich erwiesen, was ich so nicht erwartet hatte. Auch die ortsabhängigen Erinnerungen funktionieren erstaunlich gut. Der neue Stecker ist - objektiv betrachtet - ein notwendiger Schritt und eine klare Verbesserung. Er ist nicht nur viel kleiner, sondern lässt sich auch schneller und einfacher einstecken als der alte. Und es ist endlich egal, wie herum er gerade gedreht ist. Andererseits ist es nur zu verständlich, dass sich Nutzer, die viel Geld in Zubehör investiert haben, über den Formatwechsel ärgern.

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Ein wesentlicher Kritikpunkt an iOS 6 ist Apples Karten-App. Da ich im Auto ein fest verbautes Navigationsgerät verwende, komme ich nur selten in die Verlegenheit, mich mit dem Smartphone orientieren zu müssen. Die miese Qualität der Karten sticht jedenfalls sofort ins Auge und zeigt einen deutlichen Nachholbedarf gegenüber Google Maps. Auf der anderen Seite funktionierte Apples Kartendienst beim Test des Fußgänger-Modus recht ordentlich.

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Die Ladezeit ist beim iPhone 5 erstaunlich kurz und ich bin immer wieder überrascht, wie schnell das Gerät wieder aufgeladen ist. Insofern kann man es verschmerzen, dass sich der Akku bei intensiver Nutzung recht zügig leert. Bei normaler Nutzung liegt der Akkustand am Abend bei ca. 50 Prozent, was für die gebotene Leistung und Auflösung noch akzeptabel ist. Wer einen Dauerläufer sucht, der mehrere Tage ohne Steckdose auskommt, hat bei Smartphones mit großen Displays ohnehin schlechte Karten.

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Positives gibt es auch von der Bluetooth-Anbindung zur Freisprecheinrichtung meines Autos zu berichten: Die Synchronisation läuft mit dem iPhone 5 spürbar schneller. Leider kann ich Siri nicht vom Lenkrad aus aktivieren, was vermutlich dem Baujahr meines Wagens (2006) geschuldet ist. Die neuen Kopfhörer klingen erstaunlich gut. Sie können zwar nicht mit teuren In-Ears von Sony oder Beyerdynamic mithalten, doch ihr Klang hat mich positiv überrascht.



Ein völlig subjektiver Blick auf Apples iPhone 5 - Druckansicht - Seite 5 von 5
Fazit
Editor's ChoiceMein erster Monat mit dem iPhone 5 ist bereits vorüber, ich habe diesen Kauf nicht bereut und bin sehr zufrieden mit dem Gerät. Die Schwuppdizität ist hervorragend, das Display und die Kamera bringen echten Mehrwert und auch die Verarbeitung ist in fast allen Punkten erstklassig. Wie gesagt: Bei mir ist das Smartphone ein Gebrauchsgegenstand, das ohne weitere Schutzvorkehrungen in der Hosentasche landet. Diese Behandlung hat das iPhone 5 nicht ganz spurlos überstanden und nach einem Monat zeigen sich erste Macken am Eloxal. Da es sich um ein Produkt der Oberklasse handelt, sollte Apple in diesem Punkt die Widerstandsfähigkeit verbessern. Ansonsten ist das iPhone 5 nämlich sehr robust. Während sich der Wechsel vom 3GS auf jeden Fall lohnt, bewerte ich die Lage für Besitzer des iPhone 4S anders, denn hier sind die Verbesserungen nicht so gravierend. Wenn man sein iPhone 4S zu einem guten Preis verkaufen kann, spricht allerdings kaum etwas gegen den Wechsel.

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Was den einen oder anderen Interessenten stören wird, ist die Bauform. Apple hat zwar die Breite beibehalten und zugleich die Dicke reduziert, doch das größere Display des iPhone 5 bedingt eine Streckung um 8,6 mm, die kleineren Händen Schwierigkeiten bereiten kann. Dieses Problem betrifft zwar alle Smartphones mit größerem Display, doch wir wollen an dieser Stelle noch einmal ausdrücklich darauf hinweisen, dass man die Geräte vor dem Kauf erst einmal in die Hand nehmen sollte. Zugegeben, an diesen Grundsatz habe ich mich diesmal (wieder) nicht gehalten, aber das ist das Risiko des Kunden der ersten Stunde.

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Viele potentielle Käufer wird zudem der Preis abschrecken, welchen Apple je nach Version auf 679 (16 GB) bis 899 Euro (64 GB) angehoben hat. Wer nicht unbedingt auf Apple festgelegt ist, findet bei anderen Herstellern weit günstigere Smartphones, die eine ähnlich gute Leistung bieten. Allen voran wäre da Googles Neuvorstellung Nexus 4 zu nennen, welches mit 8 GB Speicherplatz nur 299 Euro kostet und mit 16 GB für 349 Euro zu haben ist. Und ja, es ist uns durchaus bewusst, dass auch Googles Kampfreis von 299 Euro für viele Leser noch ein ganzer Batzen Geld ist. Wenn die persönliche Finanzlage es nicht hergibt, würden wir bedenkenlos zu einem Smartphone aus dem Vorjahr greifen. Geräte, die Ende 2011 zu Preisen um die 500 Euro auf den Markt kamen, findet man heute zwischen 150 und 250 Euro. Sie bieten ein besonders attraktives Preis/Leistungsverhältnis und zumeist einen hohen Reifegrad in Bezug auf ihre Software.
Das iPhone 5 hat mein persönliches Nutzungsverhalten deutlich in Richtung des Smartphones verschoben, weshalb das iPad immer öfter arbeitslos ist. Zudem sind einige neue Anwendungsfälle hinzu gekommen, die mit dem 3GS bisher nicht in befriedigender Form möglich waren. Hierzu gehört das Telefonieren ebenso wie das Schreiben von Mails und das Lesen von eBooks. Selbst wenn iPhone und iPad nebeneinander auf dem Tisch liegen, greife ich oft zum iPhone, weil es doch eine ganze Ecke handlicher ist. Wenn man es ganz nüchtern betrachtet, macht Apple mit dem iPhone 5 das iPad und insbesondere das neue iPad mini so gut wie überflüssig - gute Augen vorausgesetzt. Lediglich beim Spielen und beim Lesen von elektronischen Zeitschriften hat das iPad die Nase noch vorn.



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