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Asrock K8NF4G-SATA2: PCI-Express für den Sockel 754 - 1/9
07.05.2006 by doelf; UPDATE: 28.05.2006
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UPDATE 28.05.2006:
Wir haben ja schon mehrmals angemeckert, daß Asrock auf vielen PCI-Express Mainboards lediglich einen 20-Pin Stromanschluß verbaut. Da PCI-Express Grafikkarten mit maximal 75 Watt deutlich mehr Strom über den Steckplatz aufnehmen dürfen, als dies bei AGP Grafikkarten der Fall ist, widerspricht Asrocks Vorgehen den Vorgaben des "ATX12V Power Supply Design Guide Version 2.2". Die AGP-Spezifikation sieht lediglich 25 Watt vor. AGP-Pro Grafikkarten, die einen speziellen AGP-Pro Steckplatz benötigen, können zwar auch bis zu 50 bzw. bis zu 110 Watt aufnehmen, doch AGP-Pro hat sich bei Desktop-Grafikkarten nie durchgesetzt und darf deshalb auch nicht als Messlatte dienen.

Die meisten Konfigurationen werden problemlos mit dem 20-Pin Anschluß arbeiten, wenn aber ein zu schwaches Netzteil oder ein schlechtes Netzteil, dessen fernöstlicher Hersteller die Leistungsangabe viel zu optimistisch gewählt hat, auf ein Mainboard mit 20-Pin Anschluß und eine stromhungrige Grafikkarte trifft, kommt es deutlich eher zu Komplikationen als bei Mainboards mit 24-Pin Anschluß. Derzeit werden etliche Netzteile der 500 und 600 Watt Klasse für weniger als 30 € verramscht, doch die Mehrzahl dieser Netzteile erfüllt trotz zweier 6-Pin PCI-Express Anschlüsse für SLI- und CrossFire-Konfigurationen nur die Vorgaben des "ATX 12V Power Supply Design Guide Version 1.3" - sie haben also nur einen +12 Volt Spannungskreis! Eine besonders unglückliche Kombination ist für ein solches Netzteil die Mischung einer schnellen PCI-Express Grafikkarte mit einem Mainboard mit 20-Pin ATX Anschluß und einer Dual-Core CPU.

Aufgrund zahlreicher Anfragen per E-Mail und in unseren Foren haben wir bei einem Problemsystem mit dem Asrock 939NF4G (20-Pin) testweise das Mainboard und das Netzteil ausgetauscht. Dabei zeigte sich, daß unser Asus A8N-VM CSM (24-Pin) auch mit einem 520 Watt NoName Netzteil und einer Radeon X1800 GTO von PowerColor stabil arbeitete, während das Asrock 939NF4G sporadische Fehlfunktionen produzierte. Besonders schnell kam es bei F.E.A.R., Spellforce 2 und 3DMark06 zu Anwendungsabstürzen, insbesondere 3DMark06 verursachte gelegentlich auch einen Neustart des Systems. Tauschten wir das NoName Netzteil gegen ein "gleichstarkes" be quiet! Dark Power 520 Watt aus, lief auch das Asrock Mainboard wieder stabil. Auch die grenzwertige Kombination eines Fortron 350 Watt (24-Pin) Netzteils mit einer MSI RX1900XT gelang nur auf dem Asus A8N-VM CSM (24-Pin) ohne erkennbare Probleme (empfehlen würden wir diese Kombination auf Dauer jedoch nicht).

Was wir bisher nur vermutet hatten, konnten wir nun auch in der Praxis nachstellen: Je nach Systemkonfiguration zahlt man das Geld, welches man beim Kauf des Mainboards einspart, nachträglich beim Kauf des Netzteils wieder drauf. Wir raten Asrock, auf 24-Pin Anschlüsse umzustellen. Andere Hersteller wie Asus, Albatron, Biostar, Foxconn und MSI bieten einen 24-Pin Anschluß und deren Mainboards kosten auch nur 5 bis 10 € mehr.




Asrock und Au-Ja, eine wechselvolle Geschichte
Und wieder einmal haben wir ein Mainboard von Asrock auf dem Prüfstand und - zumindest im Vorfeld - ein ziemlich flaues Gefühl im Magen. Asrock, eine Tochter von Asus für das Niedrigpreissegment, liefert nicht nur preiswerte, sondern zuweilen auch recht ungewöhnliche Mainboards aus. Während das Asrock K8S8X mit dem SiS 755 Chipsatz eine typische Einsteigerplatine ohne Schnickschnack war, die sowohl in unserem Test, als auch bei unseren Lesern problemlos und unauffällig ihre Arbeit verrichtete, konnte das Asrock K8-Combo-Z mit ULis 1689 Chipsatz nur teilweise überzeugen. Die Platine zielte auf unentschlossene Käufer und bot neben einem Sockel 754 auch einen Sockel 939 an. Während das Mainboard mit Sockel 754 CPUs keinerlei Probleme hatte, erwiesen sich doppelseitige Speicherriegel als Stolperstein für den Sockel 939 Betrieb - hinzu kam, daß wir im Zusammenspiel mit solchen Prozessoren Cool'n'Quiet nicht mehr nutzen konnten. Auch das Asrock 939Dual-SATA2 mußten wir nachträglich wieder abwerten, da es zu Problemen mit doppelseitigen Speicherriegeln kam und Cool'n'Quiet wiederum nicht sauber implementiert war. Hinzu kam, daß etliche Benutzer über Probleme mit dem Serial-ATA II Controller klagten oder über Inkompatibilitäten mit bestimmten AGP-Grafikkarten sowie PCI-Karten stolperten. Gleich seitenweise füllten sich die Threads in unserem Forum und endeten in einem Nachtest sowie einem Troubleshooting-Guide. Unsere Versuche, diese Probleme mit Asrock zu besprechen, scheiterten leider.


Fotostrecke mit weiteren und größeren Fotos...

Als uns unser Sponsor HiQ Computer vor einigen Wochen das Asrock K8NF4G-SATA2 ans Herz legte, waren wir kurzfristig versucht, das Mainboard schlichtweg abzulehnen. Doch ein Blick auf die Verkaufszahlen zeigte, daß diese Platine in hohen Stückzahlen abgesetzt, aber so gut wie nie reklamiert wird. Nun gut, dachten wir, entweder hat Asrock diesmal einen Gewinner im Stall, oder wir können für hunderte von Käufern einen weiteren Troubleshooting-Guide erstellen. Also: An die Arbeit!

Aktuelle Micro-ATX Mainboards
Letzten Dezember haben wir eine Testreihe aktueller Micro-ATX Mainboards gestartet, welche moderne PCI-Express Chipsätze verwenden und deren onboard Grafikeinheit mit einer vollwertigen PCI-Express x16-Grafikkarte ersetzt bzw. ergänzt werden kann. Den Anfang machte das Asus A8N-VM CSM mit NVIDIAs GeForce 6150/MCP430 Gespann, es folgte das MSI K8NGM2-IL mit dem preiswerteren GeForce 6100/MCP410 Chipsatz, den vorläufigen Abschluß bildete das MSI RS482M4-ILD mit ATis Radeon XPRESS 200. Diese drei Mainboards sind für Sockel 939 Prozessoren ausgelegt und unterstützen natrürlich auch Dual-Core CPUs.
Wenn das Budget knapp bemessen ist, die Leistungsaufnahme und Wärmeentwicklung des PC möglichst gering ausfallen soll oder eine Sockel 754 CPU eine neue Heimat mit PCI-Express Steckplätzen sucht, ist der Griff zu einem Sockel 754 Mainboard unabdingbar. Die Mainboard-Hersteller haben anscheinend bereits vor Monaten beschlossen, daß der Sockel 754 für den Endkunden nicht mehr interessant ist, so daß Mainboards mit überdurchschnittlicher Ausstattung am Markt fehlen. EPoX und Asrock bieten zwar auch SLI-taugliche Platinen für diesen Sockel an, doch dies ist die Ausnahme. Es überwiegen preiswerte Einsteigermainboards, zumeist mit einem AGP-Steckplatz ausgestattet und somit ohne rosige Zukunft, was schnellere Grafikkarten betrifft.
Für eine bessere Auswahl sorgte erst NVIDIAs GeForce 6100/MCP410 Chipsatz, der eine gute Grundausstattung mitbringt und daher sehr preiswerte Mainboards mit ordentlichen Funktionen, einer guten Leistung und kompakten Abmessungen ermöglicht. Wir werden an dieser Stelle nicht weiter auf den Chipsatz eingehen und verweisen stattdessen auf unsere Preview: NVIDIA nForce 400/GeForce 6100 (C51) sowie den Test des MSI K8NGM2-IL.

Asrock K8NF4G-SATA2: Der Lieferumfang
Mit dem Asrock K8NF4G-SATA2 haben wir nun ein solches Mainboard im Test, welches dank NVIDIAs GeForce 6100/MCP410 Chipsatz dem Sockel 754 den Weg zur PCI-Express Architektur ebnet und eine preiswerte Aufrüstmöglichkeit ohne größere Kompromisse darstellt. Bevor wir uns das Mainboard im Detail ansehen, werfen wir einen kurzen Blick auf den Lieferumfang:

  • Handbuch
  • Floppy-Kabel
  • ATA133-Kabel
  • SATA-Kabel
  • Molex-zu-SATA Stromadapter
  • Bracket mit Gameport
  • ATX-Blende


Fotostrecke mit weiteren und größeren Fotos...

Asrock packt Hausmannskost bei: Für die Inbetriebname ist zwar alles da, auf Extras oder gar Luxus muß man jedoch verzichten.

Weiter: 2. Asrock K8NF4G-SATA2: Layout

1. Einleitung und Lieferumfang
2. Asrock K8NF4G-SATA2: Layout
3. BIOS, Overclocking und Stabilität
4. Setup, Cool'n'Quiet, Leistungsaufnahme
5. Audio, USB, Firewire, IDE, SATA und Taktraten
6. Benchmarks: CPU und Speicher
7. Benchmarks: 3D
8. Benchmarks: Encoding
9. Fazit

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