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Asrock K8NF4G-SATA2: PCI-Express für den Sockel 754 - 1/9
07.05.2006 by doelf; UPDATE: 28.05.2006
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UPDATE 28.05.2006:
Wir haben ja schon mehrmals angemeckert, daß Asrock auf vielen PCI-Express Mainboards lediglich einen 20-Pin Stromanschluß verbaut. Da PCI-Express Grafikkarten mit maximal 75 Watt deutlich mehr Strom über den Steckplatz aufnehmen dürfen, als dies bei AGP Grafikkarten der Fall ist, widerspricht Asrocks Vorgehen den Vorgaben des "ATX12V Power Supply Design Guide Version 2.2". Die AGP-Spezifikation sieht lediglich 25 Watt vor. AGP-Pro Grafikkarten, die einen speziellen AGP-Pro Steckplatz benötigen, können zwar auch bis zu 50 bzw. bis zu 110 Watt aufnehmen, doch AGP-Pro hat sich bei Desktop-Grafikkarten nie durchgesetzt und darf deshalb auch nicht als Messlatte dienen.

Die meisten Konfigurationen werden problemlos mit dem 20-Pin Anschluß arbeiten, wenn aber ein zu schwaches Netzteil oder ein schlechtes Netzteil, dessen fernöstlicher Hersteller die Leistungsangabe viel zu optimistisch gewählt hat, auf ein Mainboard mit 20-Pin Anschluß und eine stromhungrige Grafikkarte trifft, kommt es deutlich eher zu Komplikationen als bei Mainboards mit 24-Pin Anschluß. Derzeit werden etliche Netzteile der 500 und 600 Watt Klasse für weniger als 30 € verramscht, doch die Mehrzahl dieser Netzteile erfüllt trotz zweier 6-Pin PCI-Express Anschlüsse für SLI- und CrossFire-Konfigurationen nur die Vorgaben des "ATX 12V Power Supply Design Guide Version 1.3" - sie haben also nur einen +12 Volt Spannungskreis! Eine besonders unglückliche Kombination ist für ein solches Netzteil die Mischung einer schnellen PCI-Express Grafikkarte mit einem Mainboard mit 20-Pin ATX Anschluß und einer Dual-Core CPU.

Aufgrund zahlreicher Anfragen per E-Mail und in unseren Foren haben wir bei einem Problemsystem mit dem Asrock 939NF4G (20-Pin) testweise das Mainboard und das Netzteil ausgetauscht. Dabei zeigte sich, daß unser Asus A8N-VM CSM (24-Pin) auch mit einem 520 Watt NoName Netzteil und einer Radeon X1800 GTO von PowerColor stabil arbeitete, während das Asrock 939NF4G sporadische Fehlfunktionen produzierte. Besonders schnell kam es bei F.E.A.R., Spellforce 2 und 3DMark06 zu Anwendungsabstürzen, insbesondere 3DMark06 verursachte gelegentlich auch einen Neustart des Systems. Tauschten wir das NoName Netzteil gegen ein "gleichstarkes" be quiet! Dark Power 520 Watt aus, lief auch das Asrock Mainboard wieder stabil. Auch die grenzwertige Kombination eines Fortron 350 Watt (24-Pin) Netzteils mit einer MSI RX1900XT gelang nur auf dem Asus A8N-VM CSM (24-Pin) ohne erkennbare Probleme (empfehlen würden wir diese Kombination auf Dauer jedoch nicht).

Was wir bisher nur vermutet hatten, konnten wir nun auch in der Praxis nachstellen: Je nach Systemkonfiguration zahlt man das Geld, welches man beim Kauf des Mainboards einspart, nachträglich beim Kauf des Netzteils wieder drauf. Wir raten Asrock, auf 24-Pin Anschlüsse umzustellen. Andere Hersteller wie Asus, Albatron, Biostar, Foxconn und MSI bieten einen 24-Pin Anschluß und deren Mainboards kosten auch nur 5 bis 10 € mehr.




Asrock und Au-Ja, eine wechselvolle Geschichte
Und wieder einmal haben wir ein Mainboard von Asrock auf dem Prüfstand und - zumindest im Vorfeld - ein ziemlich flaues Gefühl im Magen. Asrock, eine Tochter von Asus für das Niedrigpreissegment, liefert nicht nur preiswerte, sondern zuweilen auch recht ungewöhnliche Mainboards aus. Während das Asrock K8S8X mit dem SiS 755 Chipsatz eine typische Einsteigerplatine ohne Schnickschnack war, die sowohl in unserem Test, als auch bei unseren Lesern problemlos und unauffällig ihre Arbeit verrichtete, konnte das Asrock K8-Combo-Z mit ULis 1689 Chipsatz nur teilweise überzeugen. Die Platine zielte auf unentschlossene Käufer und bot neben einem Sockel 754 auch einen Sockel 939 an. Während das Mainboard mit Sockel 754 CPUs keinerlei Probleme hatte, erwiesen sich doppelseitige Speicherriegel als Stolperstein für den Sockel 939 Betrieb - hinzu kam, daß wir im Zusammenspiel mit solchen Prozessoren Cool'n'Quiet nicht mehr nutzen konnten. Auch das Asrock 939Dual-SATA2 mußten wir nachträglich wieder abwerten, da es zu Problemen mit doppelseitigen Speicherriegeln kam und Cool'n'Quiet wiederum nicht sauber implementiert war. Hinzu kam, daß etliche Benutzer über Probleme mit dem Serial-ATA II Controller klagten oder über Inkompatibilitäten mit bestimmten AGP-Grafikkarten sowie PCI-Karten stolperten. Gleich seitenweise füllten sich die Threads in unserem Forum und endeten in einem Nachtest sowie einem Troubleshooting-Guide. Unsere Versuche, diese Probleme mit Asrock zu besprechen, scheiterten leider.


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Als uns unser Sponsor HiQ Computer vor einigen Wochen das Asrock K8NF4G-SATA2 ans Herz legte, waren wir kurzfristig versucht, das Mainboard schlichtweg abzulehnen. Doch ein Blick auf die Verkaufszahlen zeigte, daß diese Platine in hohen Stückzahlen abgesetzt, aber so gut wie nie reklamiert wird. Nun gut, dachten wir, entweder hat Asrock diesmal einen Gewinner im Stall, oder wir können für hunderte von Käufern einen weiteren Troubleshooting-Guide erstellen. Also: An die Arbeit!

Aktuelle Micro-ATX Mainboards
Letzten Dezember haben wir eine Testreihe aktueller Micro-ATX Mainboards gestartet, welche moderne PCI-Express Chipsätze verwenden und deren onboard Grafikeinheit mit einer vollwertigen PCI-Express x16-Grafikkarte ersetzt bzw. ergänzt werden kann. Den Anfang machte das Asus A8N-VM CSM mit NVIDIAs GeForce 6150/MCP430 Gespann, es folgte das MSI K8NGM2-IL mit dem preiswerteren GeForce 6100/MCP410 Chipsatz, den vorläufigen Abschluß bildete das MSI RS482M4-ILD mit ATis Radeon XPRESS 200. Diese drei Mainboards sind für Sockel 939 Prozessoren ausgelegt und unterstützen natrürlich auch Dual-Core CPUs.
Wenn das Budget knapp bemessen ist, die Leistungsaufnahme und Wärmeentwicklung des PC möglichst gering ausfallen soll oder eine Sockel 754 CPU eine neue Heimat mit PCI-Express Steckplätzen sucht, ist der Griff zu einem Sockel 754 Mainboard unabdingbar. Die Mainboard-Hersteller haben anscheinend bereits vor Monaten beschlossen, daß der Sockel 754 für den Endkunden nicht mehr interessant ist, so daß Mainboards mit überdurchschnittlicher Ausstattung am Markt fehlen. EPoX und Asrock bieten zwar auch SLI-taugliche Platinen für diesen Sockel an, doch dies ist die Ausnahme. Es überwiegen preiswerte Einsteigermainboards, zumeist mit einem AGP-Steckplatz ausgestattet und somit ohne rosige Zukunft, was schnellere Grafikkarten betrifft.
Für eine bessere Auswahl sorgte erst NVIDIAs GeForce 6100/MCP410 Chipsatz, der eine gute Grundausstattung mitbringt und daher sehr preiswerte Mainboards mit ordentlichen Funktionen, einer guten Leistung und kompakten Abmessungen ermöglicht. Wir werden an dieser Stelle nicht weiter auf den Chipsatz eingehen und verweisen stattdessen auf unsere Preview: NVIDIA nForce 400/GeForce 6100 (C51) sowie den Test des MSI K8NGM2-IL.

Asrock K8NF4G-SATA2: Der Lieferumfang
Mit dem Asrock K8NF4G-SATA2 haben wir nun ein solches Mainboard im Test, welches dank NVIDIAs GeForce 6100/MCP410 Chipsatz dem Sockel 754 den Weg zur PCI-Express Architektur ebnet und eine preiswerte Aufrüstmöglichkeit ohne größere Kompromisse darstellt. Bevor wir uns das Mainboard im Detail ansehen, werfen wir einen kurzen Blick auf den Lieferumfang:


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Asrock packt Hausmannskost bei: Für die Inbetriebname ist zwar alles da, auf Extras oder gar Luxus muß man jedoch verzichten.

Weiter: 2. Asrock K8NF4G-SATA2: Layout

1. Einleitung und Lieferumfang
2. Asrock K8NF4G-SATA2: Layout
3. BIOS, Overclocking und Stabilität
4. Setup, Cool'n'Quiet, Leistungsaufnahme
5. Audio, USB, Firewire, IDE, SATA und Taktraten
6. Benchmarks: CPU und Speicher
7. Benchmarks: 3D
8. Benchmarks: Encoding
9. Fazit

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Asrock K8NF4G-SATA2: PCI-Express für den Sockel 754 - 2/9
07.05.2006 by doelf; UPDATE: 28.05.2006
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Asrock K8NF4G-SATA2: Layout
Das Asrock K8NF4G-SATA2 ist kompakt, selbst im Vergleich zu anderen Micro-ATX Mainboards, fallen die geringen Abmessungen auf. Bei 24,4 auf 20,3 cm hat Asrock insbesondere die Breite optimiert und ein sehr schmales Micro-ATX Mainboard geschaffen. Asrock hält sich schon heute an die RoHS-Richtline (Restriction of Hazardous Substances) und vermeidet beim K8NF4G-SATA2 gesundheitsschädliche Materialien, das ist erfreulich.


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Die Anordnung der Komponenten ist recht konservativ: Hinter dem ATX Backpanel befindet sich die Stromversorgung (3-phasig), rechts davon liegt der CPU-Sockel, am rechten Rand die DIMM-Slots und die IDE-Anschlüsse. Wer das kleine Lowcost-Mainboard mit einer langen Highend-Grafikkarte kombiniert, kann den Arbeitsspeicher nur ein- oder ausbauen, nachdem zuvor die Grafikkarte entfernt wurde. Angesichts der knapp bemessenen Platinengröße ist diese Engstelle nur allzu verständlich. Maximal kann der Speicher auf 2 Gigabyte ausgebaut werden, für aktuelle Spiele und Anwendungen reicht das voll und ganz aus.


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Der hohe, passive Kühler auf der Northbridge kann bei ausladenden CPU-Kühlern oder Grafikkarten mit beidseitigen Kühlerkonstruktionen ein Problem darstellen, denn auch hier sind die Abstände recht knapp bemessen. In die Northbridge hat NVIDIA einen NV44 Grafikkern integriert, welcher sowohl DirectX 9 als auch das Pixelshader Modell 3.0 unterstützt. Für den Grafikspeicher zwackt der Chipsatz bis zu 128 MByte vom Arbeitsspeicher ab. Die GeForce 6100 Northbridge unterstützt leider nur einem VGA-Ausgang, wer zusätzlich DVI oder einen TV-Ausgang haben möchte, muß zu einer Grafikkarte greifen. Im Gegensatz zu MSIs K8NGM2-IL ermöglicht Asrock den Parallelbetrieb von onboard Grafik und PCI-Express Grafikkarte nicht.

Auch die Lage der beiden Stromanschlüsse, welche sich links vom CPU-Sockel befinden, wird so mancher Benutzer nicht mögen, denn sie erschwert die Verkabelung. Andererseits wurden die Anschlüsse - aus elektrotechnischer Sicht - ideal platziert: Direkt neben der Stromversorgung und den Hauptverbrauchern. Nicht ganz ideal für ein PCI-Express Mainboard: Asrock verbaut lediglich einen 20-Pin ATX-Anschluß.


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Die untere Hälfte des Mainboards wird von den Steckplätzen dominiert. Asrock bietet auf dem K8NF4G-SATA2 einen PCI-Express x16-Steckplatz für Grafikkarten, darunter befinden sich zwei 32-Bit PCI-Steckplätze. Als vierte Karte kann eine PCI-Express x1-Steckkarte oder aber eine AMR-Karte von Asrock eingesetzt werden, die letztere Option werden allerdings nur OEM-Hersteller in Erwägung ziehen.


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Am linken Rand des Mainboards sehen wir einen Realtek RTL8201CL PHY, welcher den 10/100 MBit LAN-Anschluß verwirklicht. Natürlich hätten wir uns über Gigabit-LAN gefreut, doch die meisten Benutzer verwenden den LAN-Anschluß sowieso nur für die DSL-Verbindung und da sind 100 MBit mehr als ausreichend. Auch der zweite Erweiterungschip stammt von Realtek, es handelt sich um einen ALC850 7.1-Kanal AC97 Audio Codec. High-Definition Audio gibt es erst ab der Revision 2.0, welche in Deutschland noch nicht erhältlich ist. Diese wird einen Realtek ALC861 HD-Codec verwenden und somit bestens für Windows Vista gerüstet sein.

Rechts neben den PCI-Steckplätzen finden wir die MCP410 Southbridge, die ebenfalls passiv gekühlt wird. Das flache Kühlprofil stellt keinerlei Hindernis für Erweiterungskarten dar. Rechts unterhalb der Southbridge sehen wir die beiden Serial-ATA II Ports, welche RAID 0, 1 sowie JBOD unterstützen - "Hot Plug" bietet NVIDIA jedoch nicht. Zudem ist es nicht mehr möglich, gemischte RAID-Arrays aus P-ATA und S-ATA Festplatten zu bilden.


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Am unteren Rand des Mainboards sehen wir die Audio-Anschlüsse, den AMR-Slot, den Header für den Gameport, den Floppy-Anschluß sowie die Gehäuseanschlüsse. Darüber befinden sich zwei Abgriffe für die USB 2.0-Schnittstellen 4/5 und 7/8. Die Anordnung des Floppy-Anschlusses am unteren Rand der Platine ist vor allem bei preiswerten Mainboards nicht ungewöhnlich, die OEM-Hersteller verlegen in diesem Fall das Kabel unter dem Mainboard und sorgen so für ein aufgeräumtes Gehäuse.

Das Asrock K8NF4G-SATA2 bietet ein durchdachtes Layout ohne große Schwächen. Auf Experimente wie unterschiedliche CPU-Sockel oder den Future-CPU-Port, einen AGP-Steckplatz, der für Aufrüstkarten gedacht ist, hat Asrock diesmal verzichtet. Lediglich der Befestigungsrahmen für den CPU-Kühler fällt wieder einmal aus dem Rahmen. Asrock verbaut eine Variante, welche sowohl die Montage von AMDs boxed Kühlern, als auch von Modellen für Intels Sockel 478 Prozessoren ermöglicht. Leider lassen sich nicht alle K8-Kühler in diesem Rahmen befestigen, oft kann man aber die Befestigungsmethode für Intels Sockel 478 anwenden. Alternativ gibt es im Fachhandel Standard-Befestigungsrahmen, welche sich ebenfalls am Asrock K8NF4G-SATA2 verschrauben lassen.

Weiter: 3. BIOS, Overclocking und Stabilität

1. Einleitung und Lieferumfang
2. Asrock K8NF4G-SATA2: Layout
3. BIOS, Overclocking und Stabilität
4. Setup, Cool'n'Quiet, Leistungsaufnahme
5. Audio, USB, Firewire, IDE, SATA und Taktraten
6. Benchmarks: CPU und Speicher
7. Benchmarks: 3D
8. Benchmarks: Encoding
9. Fazit

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Asrock K8NF4G-SATA2: PCI-Express für den Sockel 754 - 3/9
07.05.2006 by doelf; UPDATE: 28.05.2006
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Das BIOS:
Für diesen Test verwendeten wir das BIOS 1.70. Asrock bietet tatsächlich einige Übertaktungs- und Tuning-Optionen an:

Hinzu kommen Einstellungen für den Speicher, wobei wir zunächst die manuelle Auswahl für die 1T Command Rate vermissten. Auch Programme, welche diese normalerweise auslesen können (z.B. Everest oder CPUZ 1.33), hüllten sich in Schweigen. Nachdem uns ein Forennutzer bestätigen konnte, daß bei seinem Mainboard der Platinenrevision 1.03 das BIOS 1.70 sehr wohl die Option "MA Timing" (so nennt Asrock die Command Rate) anbietet, vermuteten wir zunächst, daß dies an den unterschiedlichen Revisionen liegt - unser K8NF4G-SATA2 trägt die Revisionsnummer 1.04. Die Rückmeldung eines weiteren Nutzers, welcher ebenfalls ein Mainboard der Revision 1.04 verwendet und die Command Rate ändern kann, brachte uns schließlich auf des Rätsels Lösung: Die 402 Seiten des "BIOS and Kernel Developer's Guide for AMD Athlon 64 and AMD Opteron Processors" sollte man immer auswendig kennen, denn dort steht:

"2T timing is supported in CG and later silicon revisions."

Bei der Einführung des Sockels 754 - wir können uns noch dunkel erinnern - wurde die 1T Command Rate von AMD als wahres Wundermittel angepriesen. Unser Athlon 3200+ hat einen Clawhammer Kern und stammt aus der Revision C, er kann somit nur mit 1T Command Rate arbeiten und erlaubt die Verwendung der 2T Command Rate nicht. Daher macht das K8NF4G-SATA2 auch alles richtig und bietet diese Option im BIOS nicht an.

Statt unklare Optionen wie "Ultra High", "High", "Normal" und "Low" anzubieten, sollte Asrock lieber mit den tatsächlichen Werten arbeiten. Ideal wäre die Angabe der Spannung und einer Einstufung, so daß Profis und Laien auf ihre Kosten kommen.

Zuletzt darf man noch die HyperTransport-Anbindungen konfigurieren. Wir haben für den Test des Asrock K8NF4G-SATA2 die HyperTransport Verbindungen mit 800 MHz getaktet sowie 16-Bit Bandbreite genutzt:

Overclocking:
Unsere Übertaktungsversuche brachten gut 10 Prozent Mehrtakt. Bei 225 MHz zeigte Memtest86+ Fehler, bei 222 MHz lief das System stabil. Damit erreichten wir einen CPU-Takt von 2220 MHz (+220) und einen Speichertakt von 222 MHz (DDR444):


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Der von uns verwendete Speicher (2x 512 MByte Corsair DDR500) bietet mehr Luft, als das Asrock K8NF4G-SATA2 nutzen kann. Auch die CPU (AMD Athlon 64 3200+ Clawhammer) ist in der Lage, mit 10x 230 MHz zu arbeiten. Wir haben weder die CPU- noch die Speicher-Spannung angehoben, die HyperTransport Anbindung taktete mit 888 MHz.

Auf die Benchmarks wirkte sich dieser Mehrtakt wie folgt aus:

SiSoft Sandra 2004: Mem/INT; Mem/FPU
Asrock K8NF4G-SATA2
GF6100/MCP410
2220/222
3347
3343

Asrock K8NF4G-SATA2
GF6100/MCP410
2000/200
3027
3026

Cinebench 2003: CPU-Test
Asrock K8NF4G-SATA2
GF6100/MCP410
2220/222
311
Asrock K8NF4G-SATA2
GF6100/MCP410
2000/200
281

Aquamark03, 3D
Asrock K8NF4G-SATA2
GF6100/MCP410
2220/222
8034
Asrock K8NF4G-SATA2
GF6100/MCP410
2000/200
7869

TMPEG 2.512.52.161: VCD PAL, Highest Quality (niedrigere Werte sind besser)
Asrock K8NF4G-SATA2
GF6100/MCP410
2220/222
143
Asrock K8NF4G-SATA2
GF6100/MCP410
2000/200
156

Wir sehen ordentliche Zugewinne in allen Benchmarks. Das Asrock K8NF4G mag nichts für Hardcore-Overclocker sein, dennoch eignet es sich ganz gut zum Übertakten.

Speicherkompatibilität:
Der Speichercontroller unseres AMD Athlon 64 3200+ mit Clawhammer-Kern erlaubt den Einsatz von zwei doppelseitigen Speicherriegeln nur im DDR333-Betrieb. Allerdings hat uns die Praxis gezeigt, daß auch der DDR400 Betrieb zumeist problemlos möglich ist. Wir werden nun prüfen, ob das Mainboard verschiedene Speicherbestückungen richtig erkennt und gemäß AMDs Vorgaben einstellt. Details zu den möglichen Kombinationen finden sich in unserem Speicher-Guide für den Athlon 64 und Opteron im Sockel 754 und 939:

Wie bei Asrock üblich, stellte das BIOS für DDR400 Speicherriegel grundsätzlich DDR333 ein - das ist leider für viele Kombinationen falsch. Es wird zwar funktionieren, doch der Benutzer verliert Leistung. Wir haben dies manuell korrigiert und hatten dabei keinerlei Probleme.

24-Stunden-Volllasttest:
Je einen Tag lang quälen wir das Mainboard mit Dauerschleifen von Prime95 (Stresstest) und 3DMark2001SE mit jeder der unten aufgeführten Speicherkombinationen. Zudem muß jede Speicherkombination fünf Durchläufe von Memtest86+ bestehen.
Folgende Speicherkombinationen kamen bei unserem Test zum Einsatz (es wurden jeweils die SPD-Timings verwendet):

Ob einseitig oder doppelseitig, ob 2x 256, 2x 512 oder 2x 1024 MByte, das Asrock K8NF4G-SATA2 arbeitet jeweils fehlerfrei. Wir haben zudem kurze Testläufe (3x Memtest86+) mit zwei doppelseitigen 512 MByte Modulen von TakeMS sowie je zwei doppelseitigen 1024 MByte Modulen von G.Skill und Super Talent durchgeführt, auch diese absolvierte das Mainboard ohne Probleme.

Weiter: 4. Setup, Cool'n'Quiet, Leistungsaufnahme

1. Einleitung und Lieferumfang
2. Asrock K8NF4G-SATA2: Layout
3. BIOS, Overclocking und Stabilität
4. Setup, Cool'n'Quiet, Leistungsaufnahme
5. Audio, USB, Firewire, IDE, SATA und Taktraten
6. Benchmarks: CPU und Speicher
7. Benchmarks: 3D
8. Benchmarks: Encoding
9. Fazit

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Asrock K8NF4G-SATA2: PCI-Express für den Sockel 754 - 4/9
07.05.2006 by doelf; UPDATE: 28.05.2006
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Das Testsetup:
Die mit fetter Schrift hervorgehobenen Komponenten wurden für die Benchmarks verwendet.

Resourcen:
Wir bestücken das Asrock K8NF4G-SATA2 und betrachten die IRQ-Vergabe:

IRQ Gerät
16 PCI #1
17 -
18 PCI-Express x16 / oboard VGA
19 PCI #2
20 LAN
21 SATA II / USB 2.0
22 Audio
23 USB 2.0

Cool'n'Quiet:
In Zeiten steigender Strompreise ist Cool'n'Quiet ein sehr sinnvolles Feature, welches viele Kunden von der AMD Plattform überzeugen konnte. Wir installierten den AMD Athlon 64 Processor Driver 1.2.2.2 und stellten in der Systemsteuerung von Windows XP unter "Energieoptionen" das Profil "Tragbar/Laptop" ein. Cool'n'Quiet funktionierte auf Anhieb und taktete die CPU auf 800,0 MHz (4 x 200,0 MHz) herunter:


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Unser Clawhammer kann dabei bis auf 1,3 Volt Spannung abgesenkt werden, Asrock geht jedoch nur bis 1,344 Volt herunter. Bei vollem Takt liegt jedoch die korrekte Spannung an: 1,536 Volt (Soll: 1,55 Volt).

Leistungsaufnahme:
Bleiben wir einen Moment noch bei den Energiekosten und betrachten den Stromverbrauch des Systems. Wir messen den Stromverbrauch im 2D-Betrieb mit aktiviertem Cool'n'Quiet sowie unter Last. Die Last erzeugen wir mit 3DMark2001SE (1024x768x32, 4xAA, 8xAF), da wir ja insbesondere auch den Energieverbrauch des Grafikkerns im Chipsatz einschätzen wollen.
In der folgenden Tabelle müssen wir allerdings Sockel 754 Birnen (Clawhammer 3200+) mit Sockel 939 Äpfeln (Winchester 3500+) vergleichen:

Stromverbrauch in Watt (niedrigere Werte sind besser)
MSI RS482M4-ILD
Radeon Xpress 200
Idle 2D
69
Asrock K8NF4G-SATA2
GS6100/MCP410
Idle 2D
71
Asus A8N-VM CSM
GF6150/MCP430
Idle 2D
71
MSI K8NGM2-IL
GF6100/MCP410
Idle 2D
73
MSI K8NGM2-IL
GF6100/MCP410
Last 3D
111
MSI RS482M4-ILD
Radeon Xpress 200
Last 3D
119
Asus A8N-VM CSM
GF6150/MCP430
Last 3D
120
Asrock K8NF4G-SATA2
GS6100/MCP410
Last 3D
136

Der Clawhammer zieht unter Last deutlich mehr Strom, da er noch im 130 nm Herstellungsprozess gefertigt wird. In Verbindung mit einem 90 nm Sempron kann jedoch ein System aufgebaut werden, welches auch unter Last kaum mehr als 100 Watt verbraucht.

Weiter: 5. Audio, USB, Firewire, IDE, SATA und Taktraten

1. Einleitung und Lieferumfang
2. Asrock K8NF4G-SATA2: Layout
3. BIOS, Overclocking und Stabilität
4. Setup, Cool'n'Quiet, Leistungsaufnahme
5. Audio, USB, Firewire, IDE, SATA und Taktraten
6. Benchmarks: CPU und Speicher
7. Benchmarks: 3D
8. Benchmarks: Encoding
9. Fazit

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Asrock K8NF4G-SATA2: PCI-Express für den Sockel 754 - 5/9
07.05.2006 by doelf; UPDATE: 28.05.2006
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Soundcheck

RMAA 5.5 Asrock
K8NF4G
MSI
RS482M4-ILD
Asus
A8N-VM CSM
MSI
K8N-SLI
Frequency response, dB
Bezugsfrequenz: 40Hz,15KHz
(geringere=besser)
+0.19;-0.84 +0.25;-0.32 +0.22;-0.31 +0.08;-0.20
Noise level, dBA
Eigen-Rauschpegel
(niedriger=besser)
-76.3 -88.4 -87.6 -98.9
Dynamic range, dBA
Dynamik-Bereich
(größer=besser)
78.5 88.3 87.1 90.4
Total Harmonic Distortion
(Klirrfaktor) %
(niedriger=besser)
0.049 0.0062 0.0039 0.0057
Intermodulation
distortion, %
(niedriger=besser)
0.063 0.020 0.072 0.017
Stereo crosstalk, dB
Übersprechen
(niedriger=besser)
-78.1 -88.0 -85.8 -99.0

Das Asrock K8NF4G ist kein audiophiler Höhenflieger, aber auch keine klangliche Katastrophe. Der onboard Sound ist befriedigend und wird für die meisten Nutzer voll und ganz ausreichen. Daß es auch besser geht, zeigen die Micro-ATX Mainboards von Asus und MSI sowie das MSI K8N-SLI, welches einen Creative SoundBlaster Live verwendet.

USB 2.0-Performance
Mit SiSoft Sandra 2004 nehmen wir die Messung der USB 2.0-Performance vor. In einem externen Firewire-/USB 2.0 Case (Avance iFire2) befindet sich eine 2,5" Notebookfestplatte mit 40 GB und 4200 U/Min von IBM (IC25N040AT), wir schließen diese via USB 2.0 an die Testkandidaten an und messen die Performance:

SiSoft Sandra 2004: USB 2.0 Sequential Read; Sequential Write
MSI K8NGM2-IL
GF6100/MCP410
BIOS 1.0
20 MB/s
20 MB/s

Asus A8N-VM CSM
GF6150/MCP430
BIOS 0506
20 MB/s
20 MB/s

Chaintech S1689
ULi 1689
20 MB/sec
20 MB/sec

Asrock K8-Combo
ULi 1689
20 MB/sec
20 MB/sec

Asrock K8S8X
SiS 755
20 MB/sec
20 MB/sec

Asus K8V SE
VIA K8T800
20 MB/sec
20 MB/sec

EPoX 8KDA3+
nForce3 250GB
20 MB/sec
20 MB/sec

Asrock K8NF4G
GF6100/MCP410
18 MB/sec
20 MB/sec

MSI RS482M4-ILD
Radeon Xpress 200
BIOS 1.2
18 MB/sec
16 MB/sec

Albatron K8Ultra-U
ULi 1689
17 MB/sec
17 MB/sec

Während die Schreibrate überzeugen kann, liegt die Leserate ein wenig zurück. Hier sollte Asrock das BIOS nachbessern, denn der Controller im der MCP410 kann auch höhere Datenraten leisten.

IDE-Performance
Mit HDTach 3.0.1.0 haben wir die IDE-Burstrate getestet. Folgende Festplatten kamen hierbei zum Einsatz:

HDTach 3.0.1.0: Burstraten (Lesen)
Asrock K8NF4G
SATA2/MCP410
BIOS 1.70
136.9 MB/s
MSI K8NGM2-IL
SATA2/MCP410
BIOS 1.0
136.1 MB/s
Asus A8N-VM CSM
S-ATA/MCP430
BIOS 0506
136.1 MB/s
Chaintech VNF4
S-ATA/nForce4Ultra
BIOS 3.0
134.4 MB/s
MSI K8N-SLI
S-ATA/nForce4
BIOS 3.1
134.3 MB/s
Albatron K8SLI
S-ATA/nForce4SLI
BIOS 1.10
134.2 MB/s
Asus A8N-SLI
S-ATA/nForce4
BIOS 1006
134.2 MB/s
Asrock 939Dual-SATA2
S-ATA2/JMicron
BIOS 1.20
128.6 MB/s
EPoX 8KDA3+
S-ATA/nForce3
124.3 MB/s
Albatron K8SLI
P-ATA/nForce4SLI
BIOS 1.10
123.5 MB/s
Chaintech VNF4
P-ATA/nForce4Ultra
BIOS 3.0
123.5 MB/s
Asus A8N-SLI
P-ATA/nForce4
BIOS 1006
123.5 MB/s
MSI K8N-SLI
P-ATA/nForce4
BIOS 1006
123.4 MB/s
Asrock 939Dual-SATA2
P-ATA/1695/1567
BIOS 1.20
123.0 MB/s
Albatron PX875P
S-ATA/ICH5
122.9 MB/s
Asus A8V-E
S-ATA/VT8237R
121.8 MB/s
MSI RS482M4-ILD
S-ATA/SB450
BIOS 1.2
120.9 MB/s
Albatron PX915G4
S-ATA/ICH6
120.8 MB/s
MSI K8NGM2-IL
P-ATA/MCP410
BIOS 1.0
120.0 MB/s
Asus A8V-E
P-ATA/VT8237R
119.8 MB/s
Asus A8N-VM CSM
PATA/MCP430
BIOS 0506
118.7 MB/s
Asrock K8NF4G
ATA133/MCP410
BIOS 1.70
117.4 MB/s
EPoX 8KDA3+
P-ATA/nForce3
117.1 MB/s
Asrock 939Dual-SATA2
S-ATA/1695/1567
BIOS 1.20
110.7 MB/s
Albatron PX915G4
P-ATA/ITE
105.9 MB/s
MSI RS482M4-ILD
P-ATA/SB450
BIOS 1.2
105.8 MB/s
Asus A8N-SLI
S-ATA/SI RAID
100.0 MB/s
Albatron PX875P
P-ATA/ICH5
92.0 MB/s
Albatron PX915G4
P-ATA/ICH6
91.4 MB/s

Die Burstraten können sich sehen lassen: Asrocks K8NF4G erzielt einen neuen Bestwert am Serial-ATA II Anschluß und auch der Durchsatz am ATA133-Controller kann überzeugen, auch wenn Asus und MSI hier noch etwas mehr Leistung herauskitzeln können.

CPU-, Bus- und Speichertakt
Nicht immer treffen die Mainboardhersteller die Taktraten genau, recht häufig verrechnet man sich ein wenig nach oben, wodurch derart "übertaktete Mainboards" in Benchmarks einen Vorteil haben. Wie sieht es bei unserem Testkandidaten aus?


Fotostrecke mit weiteren und größeren Fotos...

Taktraten Asrock
K8NF4G
MSI
RS482M4-ILD
Asus
A8N-VM CSM
MSI
K8NGM2-IL
CPU-Takt
Soll: 2000/2200 MHz
2009,2 2193,6 2210.0 2200.0
Speicher-Takt
Soll: 200 MHz
200.9 199,4 200.9 200.0
Übertaktung 0.45% -0.29% 0.45% 0.00%

Asrock legt den Basistakt knapp 1 MHz zu hoch an, bei 2000 MHz Taktrate schießt unser AMD Athlon 64 3200+ daher 9,2 MHz über das Ziel hinaus. Da die in dieser Tabelle angegebenen Vergleichsmainboards einen AMD Athlon 64 3500+ für den Sockel 939 verwenden, liegt der Soll-Takt dort bei 2200 MHz.

Weiter: 6. Benchmarks: CPU und Speicher

1. Einleitung und Lieferumfang
2. Asrock K8NF4G-SATA2: Layout
3. BIOS, Overclocking und Stabilität
4. Setup, Cool'n'Quiet, Leistungsaufnahme
5. Audio, USB, Firewire, IDE, SATA und Taktraten
6. Benchmarks: CPU und Speicher
7. Benchmarks: 3D
8. Benchmarks: Encoding
9. Fazit

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Asrock K8NF4G-SATA2: PCI-Express für den Sockel 754 - 6/9
07.05.2006 by doelf
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CPU- und Speicher-Performance
Da unsere Vergleichswerte der anderen Sockel 754 Mainboards bereits etwas älter sind, müssen wir auch auf ältere Benchmark-Software zurückgreifen. Sehen wir uns zunächst die Ergebnisse von SiSoft Sandra 2004 an:

SiSoft Sandra 2004: Dhrystone; Whetstone; Whetstone SSE
Asrock K8NF4G-SATA2
GF6100/MCP410
onboard VGA
9228
3173
4133


Albatron K8Ultra-U
ULi 1689
9227
3172
4134


Asrock K8NF4G-SATA2
GF6100/MCP410
GF6600GT
9207
3165
4124


Asrock K8-Combo-Z
ULi 1689
Man.=2000 MHz
9205
3165
4122


EPoX 8KDA3+
nForce3 250GB
9200
3163
4117


Asrock K8S8X
SiS 755
9192
3160
4117


Asus K8V SE
VIA K8T800
9109
3131
4079


SiSoft Sandra 2004: INT/SSE; FPU/SSE
Asrock K8NF4G-SATA2
GF6100/MCP410
onboard VGA
19160
20625

Albatron K8Ultra-U
ULi 1689
19157
20622

Asrock K8NF4G-SATA2
GF6100/MCP410
GF6600GT
19115
20577

Asrock K8-Combo-Z
ULi 1689
Man.=2000 MHz
19110
20570

EPoX 8KDA3+
nForce3 250GB
19101
20562

Asrock K8S8X
SiS 755
19083
20543

Asus K8V SE
VIA K8T800
18911
20357

Die CPU-Leistung leidet nicht unter der onboard Grafik - kein Wunder, denn diese bremst den Speicherdurchsatz aus und ein geringerer Speicherdurchsatz bedeutet auch weniger Arbeit für die CPU.

SiSoft Sandra 2004: Mem/INT; Mem/FPU
Albatron K8Ultra-U
ULi 1689
3053
3050

EPoX 8KDA3+
nForce3 250GB
3050
3049

Asrock K8S8X
SiS 755
3048
3048

Asus K8V SE
VIA K8T800
3028
3030

Asrock K8NF4G-SATA2
GF6100/MCP410
GF6600GT
3027
3026

Asrock K8-Combo-Z
ULi 1689
Man.=2000 MHz
2989
2989

Asrock K8NF4G-SATA2
GF6100/MCP410
onboard VGA
2601
2600

Der Speicherdurchsatz liegt knapp hinter den anderen Probanten. Bei Nutzung der onboard Grafikeinheit, welche ja bis zu 128 MByte Arbeitsspeicher für den Grafikspeicher reserviert, bricht der Speicherdurchsatz allerdings deutlich ein.

Cinebench 2003: CPU-Test
Asrock K8NF4G-SATA2
GF6100/MCP410
onboard VGA
282
Asrock K8NF4G-SATA2
GF6100/MCP410
GF6600GT
281
Albatron K8Ultra-U
ULi 1689
281
Asrock K8-Combo-Z
ULi 1689
Man.=2000 MHz
281
Asrock K8S8X
SiS 755
281
EPoX 8KDA3+
nForce3 250GB
281
Asus K8V SE
VIA K8T800
278

Wenn man die gute CPU-Leistung des Asrock K8NF4G-SATA2 betrachtet, sollte man nicht vergessen, daß sich dieses Mainboard von Hause aus ca. 10 MHz Taktrate erschummelt.

Super PI: 1M (niedrigere Werte sind besser)
Asrock K8NF4G-SATA2
GF6100/MCP410
onboard VGA
44 sec.
Asrock K8NF4G-SATA2
GF6100/MCP410
GF6600GT
43 sec.
Albatron K8Ultra-U
ULi 1689
43 sec.
Asrock K8-Combo-Z
ULi 1689
Man.=2000 MHz
43 sec.
Asrock K8S8X
SiS 755
43 sec.
EPoX 8KDA3+
nForce3 250GB
43 sec.
Asus K8V SE
VIA K8T800
43 sec.

Gleiches gilt für Super PI: Das Asrock K8NF4G-SATA2 liegt auch hier gut im Rennen.

Weiter: 7. Benchmarks: 3D

1. Einleitung und Lieferumfang
2. Asrock K8NF4G-SATA2: Layout
3. BIOS, Overclocking und Stabilität
4. Setup, Cool'n'Quiet, Leistungsaufnahme
5. Audio, USB, Firewire, IDE, SATA und Taktraten
6. Benchmarks: CPU und Speicher
7. Benchmarks: 3D
8. Benchmarks: Encoding
9. Fazit

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Asrock K8NF4G-SATA2: PCI-Express für den Sockel 754 - 7/9
07.05.2006 by doelf; UPDATE: 28.05.2006
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3D-Performance
So, nun haben wir wieder einmal ein Problem: Da das Asrock K8NF4G-SATA2 ein PCI-Express Mainboard ist und alle anderen Sockel 754 Probanten mit einem AGP-Steckplatz daherkamen, können wir die 3D-Performance schlecht vergleichen - es fehlt uns die passende PCI-Express Grafikkarte.
Daher werden wir nun wieder Äpfel (Sockel 754 Athlon 64 3200+ Clawhammer) mit Birnen (Sockel 939 Athlon 64 3500+ Winchester) vergleichen. Wir verwenden zwar die gleiche Grafikkarte, doch die Birnen sind 200 MHz höher getaktet und haben Dual-Channel RAM, während die Äpfel einen doppelt so großen L2-Cache besitzen:

3DMark03 (Build 3.6.0)
Asrock K8NF4G-SATA2
1x 6600GT
BIOS 1.70
8236
MSI RS482M4-ILD
1x 6600GT
BIOS 1.3B2
8216
Asrock 939Dual-SATA2
1x 6600GT
BIOS 1.20
8213
Asus A8N-VM CSM
1x 6600GT
BIOS 0506
8192
MSI K8NGM2-IL
1x 6600GT
BIOS 1.0
8181
MSI K8N-SLI
1x 6600GT
BIOS 3.1
8184
Albatron K8SLI
1x 6600GT
BIOS 1.10
8174
Asus A8N-SLI
1x 6600GT
BIOS 1006
8171
Chaintech VNF4
1x 6600GT
BIOS 3.0
8169
MSI RS482M4-ILD
RS482
BIOS 1.3B2
1493
Asrock K8NF4G-SATA2
onboard 6100
BIOS 1.70
1189
Asus A8N-VM CSM
onboard 6150
BIOS 0506
1039
MSI K8NGM2-IL
onboard 6100
BIOS 1.0
790

Dieses Ergebnis ist schon einmal erstaunlich: Trotz Single-Channel Speicherinterface und 200 MHz weniger CPU-Takt gewinnt das Asrock K8NF4G-SATA2 sowohl mit der GeForce 6600 GT als auch mit der onboard Grafik den Leistungsvergleich gegen das MSI K8NGM2-IL und Asus A8N-VM CSM. Hat NVIDIA die Treiber derart stark optimiert, oder profitiert 3DMark03 vom 1 MByte L2-Cache des Clawhammer?
Zuvor hatten wir das Asus A8N-VM CSM im Dual Channel DDR400 1T Betrieb mit der Forceware 81.95 getestet, wir spielen nun, wie beim Asrock K8NF4G-SATA2, die Forceware 84.21 auf. Allerdings weichen die Resultate nur minimal nach oben oder nach unten ab - es liegt also nicht am Treiber.

3DMark05 (Build 1.2.0)
Chaintech VNF4
1x 6600GT
BIOS 3.0
3544
MSI K8N-SLI
1x 6600GT
BIOS 3.1
3543
Asus A8N-SLI
1x 6600GT
BIOS 1006
3541
Albatron K8SLI
1x 6600GT
BIOS 1.10
3503
Asus A8N-VM CSM
1x 6600GT
BIOS 0506
3445
MSI RS482M4-ILD
1x 6600GT
BIOS 1.3B2
3419
Asrock K8NF4G-SATA2
1x 6600GT
BIOS 1.70
3376
MSI K8NGM2-IL
1x 6600GT
BIOS 1.0
3299
Asrock 939Dual-SATA2
1x 6600GT
BIOS 1.20
3276
MSI RS482M4-ILD
RS482
BIOS 1.3B2
699
Asrock K8NF4G-SATA2
onboard 6100
BIOS 1.70
606
Asus A8N-VM CSM
onboard 6150
BIOS 0506
514
MSI K8NGM2-IL
onboard 6100
BIOS 1.0
402

Mit der GeForce 6600 GT rutscht das Asrock K8NF4G-SATA2 bei 3DMark05 zurück, kann sich aber immer noch gegen das MSI K8NGM2-IL und das Asrock 939Dual-SATA2 behaupten. In Bezug auf die onboard Grafik sehen wir das Asrock K8NF4G-SATA2 abermals vor dem Asus A8N-VM CSM und dem MSI K8NGM2-IL.

Aquamark03, 3D
Asrock K8NF4G-SATA2
1x 6600GT
BIOS 1.70
7869
Asus A8N-VM CSM
1x 6600GT
BIOS 0506
7720
MSI RS482M4-ILD
1x 6600GT
BIOS 1.3B2
7692
Asrock 939Dual-SATA2
1x 6600GT
BIOS 1.20
7678
Asus A8N-SLI
1x 6600GT
BIOS 1006
7672
MSI K8N-SLI
1x 6600GT
BIOS 3.1
7662
Chaintech VNF4
1x 6600GT
BIOS 3.0
7654
MSI K8NGM2-IL
1x 6600GT
BIOS 1.0
7653
Albatron K8SLI
1x 6600GT
BIOS 1.10
7650
MSI RS482M4-ILD
RS482
BIOS 1.3B2
1467
Asrock K8NF4G-SATA2
onboard 6100
BIOS 1.70
1155
Asus A8N-VM CSM
onboard 6150
BIOS 0506
1033
MSI K8NGM2-IL
onboard 6100
BIOS 1.0
789

Auch bei Aquamark03 zeigt das Asrock K8NF4G-SATA2 eine sehr gute Performance mit der GeForce 6600 GT sowie der onboard GeForce 6100.

Weiter: 8. Benchmarks: Encoding

1. Einleitung und Lieferumfang
2. Asrock K8NF4G-SATA2: Layout
3. BIOS, Overclocking und Stabilität
4. Setup, Cool'n'Quiet, Leistungsaufnahme
5. Audio, USB, Firewire, IDE, SATA und Taktraten
6. Benchmarks: CPU und Speicher
7. Benchmarks: 3D
8. Benchmarks: Encoding
9. Fazit

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Asrock K8NF4G-SATA2: PCI-Express für den Sockel 754 - 8/9
07.05.2006 by doelf
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Encoding-Performance
Die letzte Testreihe betrachtet die Performance beim Encoden von Video-Daten.

TMPEG 2.512.52.161: VCD PAL, Highest Quality (niedrigere Werte sind besser)
Albatron K8Ultra-U
ULi 1689
153 sec.
Asrock K8NF4G-SATA2
GF6100/MCP410
onboard VGA
155 sec.
Asrock K8NF4G-SATA2
GF6100/MCP410
GF6600GT
156 sec.
Asrock K8-Combo-Z
ULi 1689
Man.=2000 MHz
164 sec.
Asrock K8S8X
SiS 755
164 sec.
EPoX 8KDA3+
nForce3 250GB
164 sec.
Asus K8V SE
VIA K8T800
165 sec.

Diverse Treiberupdates verzerren das Bild, das Albatron K8Ultra-U zeigt uns jedoch, daß es auch noch etwas schneller geht.

Windows Media Encoder 9: 5384 kbit/s (niedrigere Werte sind besser)
Asrock K8NF4G-SATA2
GF6100/MCP410
GF6600GT
1647 sec.
Asrock K8S8X
SiS 755
1668 sec.
EPoX 8KDA3+
nForce3 250GB
1668 sec.
Asus K8V SE
VIA K8T800
1680 sec.
Asrock K8NF4G-SATA2
GF6100/MCP410
onboard VGA
1708 sec.
Albatron K8Ultra-U
ULi 1689
1807 sec.
Asrock K8-Combo-Z
ULi 1689
Man.=2000 MHz
1833 sec.

Beim Windows Media Encoder 9 versagen die Mainboards mit ULi-Chipsatz kollektiv, auch das Asrock K8NF4G-SATA2 muß Federn lassen - wenn die Chipsatzgrafik genutzt wird. Im Zusammenspiel mit der Grafikkarte sehen wir eine neue Bestleistung.

Weiter: 9. Fazit

1. Einleitung und Lieferumfang
2. Asrock K8NF4G-SATA2: Layout
3. BIOS, Overclocking und Stabilität
4. Setup, Cool'n'Quiet, Leistungsaufnahme
5. Audio, USB, Firewire, IDE, SATA und Taktraten
6. Benchmarks: CPU und Speicher
7. Benchmarks: 3D
8. Benchmarks: Encoding
9. Fazit

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Asrock K8NF4G-SATA2: PCI-Express für den Sockel 754 - 9/9
07.05.2006 by doelf
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Fazit
Exotische Chipsätze, Sockel-Spielereien und Erweiterungskarten für zukünftige Plattformen sucht man beim Asrock K8NF4G-SATA2 vergebens - und das ist auch gut so! Es scheint so, als hätten sich die überaus kreativen Leiterbahnverleger in der Entwicklungsabteilung von Asrock beim K8NF4G-SATA2 auf das Wesentliche beschränkt und damit auch die Macken, welche z.B. das K8-Combo-Z und das 939Dual-SATA2 offenbarten, eingespart.
Das K8NF4G-SATA2 nutzt lediglich die Funktionen des Chipsatzes, auf weitere onboard Funktionen verzichtet Asrock. So läßt sich eine extrem kompakte Platine verwirklichen, die voll und ganz alltagstauglich ist und wenig kostet. Der Sockel 754 bietet - wie der Test zeigt - ausreichende Leistungsreserven, denn auch der Dual-Channel Speicherbetrieb ist kein Wundermittel für mehr Performance. AMDs Sempron ist preiswert, braucht wenig Strom und arbeitet sehr kühl, somit ist er die ideale Wahl für einen Arbeits-PC. Wer spielen möchte, greift besser zu einem Athlon 64, doch auch diese werden ja noch für den Sockel 754 angeboten. Dank des PCI-Express x16-Steckplatzes lassen sich auch schnelle Grafikkarten verbauen und einem "alten" Athlon 64 kann mit diesem preiswerten Mainboard durchaus frischer Wind eingehaucht werden.
Geschlampt hat Asrock abermals in Sachen Speichererkennung: Gut, DDR400 Module laufen auch im DDR333 Betrieb, doch warum bremst das Mainboard DDR400-Speicher grundsätzlich aus? Damit wird der Benutzer genötigt, die Einstellungen per Hand vorzunehmen und dabei Fehler zu machen. Positiv finden wir, daß auch mit zwei doppelseitigen Modulen ein problemloser DDR400-Betrieb möglich ist.
Sound und USB 2.0 Leistung sind befriedigend, der VGA-Ausgang der onboard Grafikeinheit liefert bis 1024x768 Bildpunkte ein befriedigendes Bild, darüber ist es nur noch ausreichend. Hier gibt es also durchaus noch Verbesserungspotential. Asrock hat eine Revision 2.0 mit HD-Audio angekündigt - wir sind gespannt. Die ATA133 und Serial-ATA II Performance ist gut bis sehr gut.

Wer etliche Steckkarten verbauen will, Gigabit-LAN oder hochwertigen Sound onboard haben möchte oder auf Dual-Core Prozessoren Wert legt, ist beim K8NF4G-SATA2 fehl am Platz. Wer ein solides Mainboard für einen kleinen Preis - 49,90 € - sucht, hat es jedoch gefunden. Nachdem wir das Mainboard nun seit knapp 3 Wochen im Testbetrieb haben, wagen wir es, wieder einmal eine Empfehlung für Asrock auszusprechen - falls es Fehler gibt, wurden sie verdammt gut versteckt! Wir vergeben den "Preistip".


Fotostrecke mit weiteren und größeren Fotos...




Unser Dank gilt:

1. Einleitung und Lieferumfang
2. Asrock K8NF4G-SATA2: Layout
3. BIOS, Overclocking und Stabilität
4. Setup, Cool'n'Quiet, Leistungsaufnahme
5. Audio, USB, Firewire, IDE, SATA und Taktraten
6. Benchmarks: CPU und Speicher
7. Benchmarks: 3D
8. Benchmarks: Encoding
9. Fazit

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