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ASUS A88XM-PLUS - Sockel FM2+ mit ein paar Extras - Druckansicht - Seite 1 von 14
Mit dem ASUS A88XM-PLUS beschließen wir heute unserer Testreihe von Motherboards für AMDs Sockel FM2+. Dieses Motherboard kommt aus der mittleren Preisklasse und verspricht einen attraktiven Kompromiss aus Kosten und Ausstattung. Zu Straßenpreisen, die knapp unter 70 Euro beginnen, bietet das ASUS A88XM-PLUS vier DIMM-Slots, zwei PCIe-x16-Steckplätze, acht SATA-Ports mit 6 Gbps und vier USB-3.0-Anschlüsse. Dazu gibt es Gigabit-LAN, eine automatische Übertaktungsfunktion und drei Bildausgänge für die integrierten Grafikkerne der APUs. Klingt doch ganz vernünftig, oder?

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Die Kaveris und der Sockel FM2+

AMD, das muss man leider so sagen, ist seit Jahren nur noch die zweite Wahl. Dies gilt sowohl für die Kunden als auch für die Hersteller von Mainboards, die für AMDs Prozessoren und APUs weit weniger Modelle im Angebot haben als für den Platzhirsch namens Intel. Zudem stammen die meisten dieser Hauptplatinen aus der unteren und mittleren Preisklasse, was beim europäischen DIY-Käufer keine Begeisterung aufkommen lässt. Auch die Dualität zwischen den FX-Prozessoren und den APUs hat AMDs Stellung nicht wirklich gut getan, sondern nur für eine Vielzahl unterschiedlicher Sockel - AM3+, FM1, FM2, FM2+ und AM1 - gesorgt. Nur so lässt es sich erklären, dass die Kunden lange Zeit an den technisch veralteten Phenom-Modellen festgehalten hatten.

Der Sockel FM2+ - Fotostrecke mit weiteren und größeren Fotos...
AMDs modernste Plattform ist der Sockel FM2+, der APUs der Baureihen Kaveri, Richland und Trinity aufnehmen kann. Die Kaveris sind dabei die neuesten APUs und für sie musste auch das "Plus" an den Sockel FM2 angehängt werden. Alle Prozessoren und APUs, die AMD in den vergangenen Jahren auf den Markt gebracht hat, basieren auf der Bulldozer-Architektur. Bei Richland (Desktop-Varianten seit Juni 2013 erhältlich) und Trinity (Desktop-Varianten seit Oktober 2012 erhältlich) kommen Rechenkerne der Generation Piledriver in Kombination mit einer GPU im 4D-VLIW-Shader-Design zum Einsatz, wobei Richland nur eine höher getaktete Weiterentwicklung von Trinity darstellt.

AMD A10-7850K - Fotostrecke mit weiteren und größeren Fotos...
Im Januar 2014 fiel dann der Startschuss für die Kaveris, die Steamroller-Kerne mit einer GPU auf Basis der GCN-Architektur verbinden. Während Richland und Trinity noch im 32-nm-Prozess gefertigt wurden, markiert Kaveri den Wechsel zu 28-nm-Strukturen. Bei den Kaveris nimmt die Grafikeinheit fast die Hälfte der gesamten Chipfläche in Anspruch, sie beherrscht DirectX 11.2, OpenGL 4.3 sowie AMDs hauseigene Mantle-Schnittstelle. Obwohl die mäßige Rechenleistung ein Kritikpunkt an der Bulldozer-Architektur ist, hat AMD den Takt der Rechenkerne bei den Kaveris zu Gunsten der Grafikeinheit zurückgeschraubt. Die maximale Leistung der integrierten Grafik genießt für AMD Priorität, was bei Notebooks mehr Sinn macht als bei Desktop-Systemen.
Dennoch hat AMD auch das Zusammenspiel mit Grafikkarten verbessert, denn der Kaveri ist AMDs erste APU, die PCI-Express 3.0 beherrscht. Die APUs besitzen 16 PCIe-3.0-Lanes, die sie auf zwei Grafikkarten verteilen können. Zugleich legt der Hersteller mit dem Kaveri den Grundstein für seine "Heterogenous System Architecture" (HSA), welche die Verteilung von Rechenaufgaben auf Rechen- und Grafikkerne vereinfachen soll. Beim Kaveri wurde HSA allerdings nur zum Teil umgesetzt, es gibt lediglich einen gemeinsamen Adressraum für den gesamten Speicher (Heterogeneous Uniform Memory Access). Erst der für Mitte 2015 angekündigte Carrizo wird die HSA-Spezifikation 1.0 vollständig unterstützen. Carrizo wird zunächst nur für Notebooks und Tablets erscheinen. Ob es auch eine gesockelte Desktop-Variante geben wird, hat AMD bisher noch nicht verraten.



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Der Lieferumfang

In Preisvergleichen findet man das ASUS A88XM-PLUS derzeit schon unter 70 Euro, weshalb wir es uns als Referenzplatine für mehrere APU-Tests besorgt hatten. Deren Ergebnisse warfen allerdings einige Fragen auf, so dass wir uns entschieden, zunächst weitere Hauptplatinen für Vergleichsmessungen heranzuholen - ohne das ASUS A88XM-PLUS hätte es diese Testreihe also gar nicht gegeben. Das Fazit dieses Artikels wird zeigen, ob das ASUS A88XM-PLUS tatsächlich eine gute Wahl als Referenz war.

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Der Lieferumfang sorgte jedenfalls erst einmal für Ernüchterung: Er besteht aus zwei SATA-Kabeln, von denen einer abgewinkelt ist, einer ATX-Blende, Handbuch und Kurzanleitung sowie der Treiber-DVD. Wir hatten uns das "PLUS" ein wenig umfangreicher vorgestellt. Das Handbuch ist inhaltlich umfassend und gut bebildert, liegt aber nur in englischer Sprache vor. Die mehrsprachige Kurzanleitung ist lediglich ein doppelseitig bedrucktes DIN-A3-Blatt, das aufgrund der vielen Sprachen etwas unübersichtlich geworden ist. Zumindest zeigen die Abbildungen tatsächlich das ASUS A88XM-PLUS. Die mitgelieferte Software hatte bereits etwas Staub angesetzt, weshalb wir uns für den Download entschieden haben.

Das Mainboard im Überblick

Das 24,4 x 23,4 cm große ASUS A88XM-PLUS ordnet seine Komponenten auf die traditionelle Weise an. Der Spannungswandler liegt links vom CPU-Sockel, wobei ASUS ein Kühlprofil auf den MOSFETs platziert. Rechts neben dem Prozessor befinden sich vier DIMM-Steckplätze für DDR3-Speicherriegel. AMDs APUs unterstützen derzeit Speichertakte bis zu 2.133 MHz, ASUS verspricht beim Übertakten bis zu 2.400 MHz. Am rechten Rand der Hauptplatine sitzen die 24-polige ATX-Stromzufuhr ein Schalter mit der Aufschrift "MemOK!", auf den wir später noch eingehen werden. Leider hat sich ASUS einen Zentimeter in der Breite gespart, so dass die Hauptplatine ohne dritte Schraubreihe auskommen muss. Beim Einsetzen der Speicherriegel und dem Anschluss des ATX-Hauptsteckers ist Vorsicht geboten, da sich das Mainboard hierbei stark biegen und Schaden nehmen kann.

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Die untere Hälfte des ASUS A88XM-PLUS gliedert sich in drei Zonen: Ganz links befinden sich zusätzliche Chips, in der Mitte folgen die vier Steckplätze für Erweiterungskarten und ganz rechts liegen der Chipsatz AMD A88X nebst der dazugehörigen Schnittstellen. Der obere PCIe-x16-Steckplatz (gelb) ist über 16 Lanes an die APU angebunden und beherrscht PCIe 3.0, sofern ein Kaveri zum Einsatz kommt. Es folgen ein PCIe-x1-2.0-Slot (gelb), ein traditioneller PCI-Steckplatz (schwarz) und ein zweiter PCIe-x16-Steckplatz (schwarz). Letzteren hat ASUS mit vier Lanes der zweiten Generation vom Chipsatzes verwirklicht, obwohl der AMD A88X die 16 Lanes der APU auf zwei Grafikkarten (8/8) verteilen kann. Die zweite Grafikkarte bekommt damit nur ein Viertel der maximal möglichen Bandbreite, eine suboptimale Lösung.

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Inmitten der Steckplätze befindet sich die CMOS-Batterie, für deren Wechsel man eine Dual-Slot-Grafikkarte ausbauen muss. Der BIOS-Chip selbst liegt unterhalb des Chipsatzes und der Jumper zum Zurücksetzen des RTC-Speichers wurde links daneben platziert. ASUS hat den AMD A88X mit einem flachen Kühlprofil versehen und um den Chipsatz herum die Buchsen und Abgriffe der SATA- und USB-Schnittstellen angeordnet. Für die Lüftersteuerung ist der Super-I/O Nuvoton NCT6791D verantwortlich. Die Lage der drei vierpoligen Lüfteranschlüsse haben wir auf obigem Foto markiert. Eine echte PWM-Regelung bietet ASUS leider nur für den CPU-Lüfter, die beiden Gehäuselüfter werden lediglich mit Hilfe der Spannung gedrosselt.



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Die Anschlüsse

Im Anschlusspanel des ASUS A88XM-PLUS finden wir zwei PS/2-Anschlüsse für Maus und Tastatur. Weiter geht es mit den drei Bildschirmausgängen: Über VGA ist die Auflösung auf 1.920 x 1.600 Bildpunkte mit 24 Bit Farbtiefe und 60 Hertz limitiert. DVI-D ermöglicht immerhin 2.560 x 1.600 Bildpunkte mit 24 Bit Farbtiefe und 60 Hertz, doch nur HDMI ist für die 4K-Auflösung von 4.096 x 2.160 Bildpunkten bei 36 Bit Farbtiefe und 24 Hertz geeignet. Einen DisplayPort bietet das Mainboard nicht, aber zumindest lassen sich alle drei Bildschirmanschlüsse zeitgleich nutzen.

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Die sechs USB-Ports werden über AMDs A88X verwirklicht, aber nur die beiden blauen entstammen der dritten Generation. Wir hätten von einer PLUS-Version zumindest zwei weitere USB-3.0-Anschlüsse erwartet, doch abgesehen vom Realtek RTL8111G verzichtet ASUS auf den Einsatz zusätzlicher Controller. Neben dem Gigabit-LAN-Controller stammt auch der HD-Audio-Codec von Realtek, es handelt sich um die Modellvariante ALC887. Dieser stellt drei analoge Anschlüsse bereit, einen digitalen S/PDIF-Ausgang kann man mit optionalem Zubehör nachrüsten.

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Das bringt uns zu den internen Anschlüssen am unteren Rand des ASUS A88XM-PLUS. Von links nach rechts finden wir hier den HD-Audio-Abgriff (Realtek ALC887) für die Frontanschlüsse des Gehäuses und gleich darüber besagten S/PDIF-Header (Realtek ALC887). Es folgen ein paralleler und ein seriellen Anschluss (Nuvoton NCT6791D) sowie die drei USB-2.0-Header für die Buchsen fünf bis zehn (AMD A88X). Das Trusted Platform Module (TPM) hat am Platinenrand keinen Platz gefunden und wurde oberhalb des gelben PCIe-x16-Slots platziert.

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Wir richten unseren Blick wieder nach unten und finden rechts der Mitte den Abgriff für zwei weitere USB-3.0-Buchsen. Der Platz bis zum rechten Rand der Platine wird von drei gelben SATA-Ports belegt, oberhalb derer ASUS den BIOS-Chip und die Abgriffe für die Schalter und LEDs des Gehäuses angeordnet hat. Entlang des rechten Randes folgen dann fünf weitere SATA-Ports (gelb), die ASUS in einem Winkel von 90 Grad abgewinkelt hat. Alle acht SATA-Anschlüsse werden vom AMD A88X gestellt und arbeiten mit bis zu 6 Gbps. Neben dem normalen AHCI-Betrieb ermöglicht der Chipsatz auch die RAID-Modi 0, 1, 5 und 10.

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Es verbleiben noch zwei Besonderheiten des ASUS A88XM-PLUS, die wir vorstellen müssen: Die eine ist ein Schiebeschalter namens "GPU Boost", welcher sich an der oberen Kante neben den Lüfterbuchsen befindet und mit dem das Übertakten des integrierten Grafikkerns aktiviert wird. Nummer zwei ist der Druckknopf namens "MemOK!", der bei Speicherproblemen helfen soll. Wenn das Mainboard nicht starten kann, drückt man so lange auf "MemOK!", bis die gleich daneben platzierte LED zu blinken beginnt. Die Hauptplatine sucht nun selbstständig nach kompatiblen Speichereinstellungen und richtet diese ein.



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Das BIOS

Kommen wir nun zum UEFI-BIOS des ASUS A88XM-PLUS. Das Motherboard erreichte uns mit dem BIOS 1701, für unseren Test haben wir letztendlich jedoch die Version 2102 verwendet. Wie bei ASUS üblich, gibt es zwei unterschiedliche Modi: Der vereinfachte Modus fasst die wichtigsten Einstellungen und Systemmerkmale auf einer Seite zusammen und bereitet diese grafisch auf. Diese Oberfläche wird mit der Maus bedient.

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Mit der Taste F7 wechseln wir in den erweiterten Modus, der an alte BIOS-Zeiten erinnert und sich am schnellsten mit der Tastatur benutzen lässt. Besonders interessant ist natürlich der Punkt "Ai Tweaker", unter dem ASUS die Tuning- und Übertaktungsfunktionen zusammenfasst. Die Übertaktungsmöglichkeiten des ASUS A88XM-PLUS sind wesentlich umfangreicher als beim ASUS A88XM-E.

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Beispielsweise stehen weit mehr Spannungen zur Auswahl und wir können beim ASUS A88XM-PLUS auch die iGPU übertakten - und das sogar wahlweise manuell oder automatisch per "GPU Boost". Mit dem "OC Tuner" gibt es zudem einen automatischen Übertaktungsmechanismus, der Rechen- und Grafikkerne beschleunigt.

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Im Modus "D.O.C.P." werden die erweiterten Timings unserer Speicherriegel erkannt und im Gegensatz zum ASUS A88XM-E auch fast korrekt übernommen. Das "fast" bezieht sich auf den Wert tRC, den das Mainboard mit 41 zwar richtig ausliest, dann aber 52 einstellt und dabei etwas Leistung opfert.

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Der Hardware-Monitor zeigt alle wichtigen Werte an und ermöglicht auch die Regelung aller angeschlossenen Lüfter. Anfänger können hierbei auf vordefinierte Profile - Standard, Silent und Turbo - zurückgreifen, während es für Profis eine manuelle Konfiguration gibt. Die Drehzahl des CPU-Lüfters kann im lastfreien Betrieb bis auf zwanzig Prozent gesenkt werden, für die beiden Gehäuselüfter liegt die Untergrenze hingegen bei 40 Prozent.



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Die Testkonfiguration

Wir haben unsere Messungen mit Windows 7 Home Premium 64 Bit SP1 durchgeführt, der Patch-Level war März 2014. Als Chipsatz und Grafiktreiber kam AMDs aktueller Catalyst Omega 14.12 WHQL zum Einsatz. Für die Durchläufe mit der Grafikkarte MSI N570GTX Twin Frozr II/OC haben wir NVIDIAs GeForce 344.75 WHQL verwendet. Hier alle Eckdaten als Übersicht:
Soundcheck
Betrachten wir nun, was der HD-Audio-Codec Realtek ALC887 auf dem ASUS A88XM-PLUS leistet. Die Vergleichswerte liefern uns die Mainboards Gigabyte F2A88XM-HD3, welches den gleichen Codec verwendet, und das MSI A8XM Gaming, auf dem der teure Realtek ALC1150 zum Einsatz kommt. MSI hat die Audiosektion vom Rest des Mainboards abgekoppelt und den Audiochip mit einer schützenden Abdeckung versehen.
Soundcheck: RMAA 6.2.3 @ 24-Bit/192kHz
 ASUS
A88XM-PLUS
Gigabyte
F2A88XM-HD3
MSI
A88XM Gaming
Frequenzgang
40 Hz bis 15 KHz
(geringer=besser)
+0,02 dB
-0,08 dB
+0,02 dB
-0,07 dB
+0,23 dB
+0,07 dB
Eigenrauschpegel
(niedriger=besser)
-92,5 dBA-92,3 dBA-101,7 dBA
Dynamikbereich
(größer=besser)
92,6 dBA92,1 dBA101,8 dBA
Klirrfaktor
(niedriger=besser)
0,0032 %0,0052 %0,0082 %
Intermodulation
(niedriger=besser)
0,011 %0,011 %0,0087 %
Übersprechen
(niedriger=besser)
-87,3 dB-85,5 dB-93,3 dB
In den Disziplinen Eigenrauschpegel, Dynamikbereich, Intermodulation und Übersprechen distanziert das MSI A8XM Gaming seine Mitbewerber deutlich. Auch Frequenzgang und Klirrfaktor können sich sehen lassen, doch in diesen Punkten liegt der Realtek ALC1150 überraschend zurück. Das ASUS A88XM-PLUS schlägt sich wacker und erreicht durch die Bank sehr gute Werte, welche vor denen des Gigabyte F2A88XM-HD3 liegen.

Datendurchsatz: SATA und USB

Betrachten wir nun den Datendurchsatz an den SATA-Schnittstellen und den USB-Anschlüssen. Hierzu deaktivieren wir zunächst sämtliche Energiesparfunktionen der Hauptplatinen, da diese unsere Messungen negativ beeinflussen können. Wir beginnen mit den SATA-Ports und verwenden hierbei ein Solid-State-Laufwerk vom Typ Crucial M4 64GB (Firmware 0009).
SATA: HDTune Pro 5.50 Leserate (Blocksize = 8 MB) min, Ø, max in MB/s
ASUS A88XM-PLUS
SATA 6 Gbps (AMD A88X)
521.0
523.8
525.9
ASUS A88XM-E
SATA 6 Gbps (AMD A88X)
519.8
522.2
524.5
MSI A88X-G45 Gaming
SATA 6 Gbps (AMD A88X)
517.9
521.3
523.3
Gigabyte F2A88XM-HD3
SATA 6 Gbps (AMD A88X)
518.9
521.0
522.8
MSI A88XM Gaming
SATA 6 Gbps (AMD A88X)
517.4
520.2
522.4
Auf allen getesteten Mainboards kommt der gleiche Chipsatz, AMDs A88X, zum Einsatz. Somit verwundert es kaum, dass alle Hauptplatinen eng beisammen liegen und die gemessenen Abweichungen für die Praxis keinerlei Bedeutung haben. Dennoch halten wir fest, dass das ASUS A88XM-PLUS unser Feld anführt.
An den USB-Anschlüssen kommt dasselbe SSD in einem Festplatten-Dock mit USB-3.0-Unterstützung zum Einsatz. Es handelt sich um das Modell RaidSonic ICY BOX IB-110StU3-B.
USB: HDTune Pro 5.50 Leserate (Blocksize = 8 MB) min, Ø, max in MB/s
MSI A88X-G45 Gaming
USB 3.0 (VIA VL805)
208.5
209.1
210.1
MSI A88XM Gaming
USB 3.0 (VIA VL806)
208.4
209.0
210.2
ASUS A88XM-E
USB 3.0 (AMD A88X)
200.0
201.7
202.6
ASUS A88XM-PLUS
USB 3.0 (AMD A88X)
200.2
201.1
202.1
Gigabyte F2A88XM-HD3
USB 3.0 (AMD A88X)
199.7
200.8
201.5
MSI A88X-G45 Gaming
USB 3.0 (AMD A88X)
199.7
200.4
201.4
MSI A88XM Gaming
USB 3.0 (AMD A88X)
198.1
200.2
201.1
ASUS A88XM-E
USB 2.0 (AMD A88X)
35.5
35.5
35.6
ASUS A88XM-PLUS
USB 2.0 (AMD A88X)
35.3
35.5
35.5
Gigabyte F2A88XM-HD3
USB 2.0 (AMD A88X)
35.2
35.4
35.3
MSI A88XM Gaming
USB 2.0 (AMD A88X)
34.8
35.1
35.4
MSI A88X-G45 Gaming
USB 2.0 (AMD A88X)
34.7
35.0
35.3
Die USB-Schnittstellen des AMD A88X hat ASUS am besten im Griff, gefolgt von Gigabyte. Die Motherboards von MSI liegen knapp dahinter, können aber mit ihren zusätzlichen USB-3.0-Controllern von VIA punkten. Diese sorgen nicht nur für weitere schnelle Anschlüsse, sondern liegen auch beim Datendurchsatz rund 8 MB/s vor AMDs Lösung.



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Benchmarks: Synthetisch / SiSoft Sandra

SiSoft Sandra 2013.05.19.44 - Prozessorleistung Arithmetik und Multi-Media
SiSoft Sandra ist eine umfangreiche Benchmark-Suite, die regelmäßig aktualisiert wird und daher auch die neuesten Techniken unterstützt. Die einzelnen Tests machen massiven Gebrauch von allen zur Verfügung stehenden Kernen und Threads. Aus Gründen der Vergleichbarkeit mit älteren Testberichten verwenden wir die Version 2013.05.19.44. Wir beginnen mit der Prozessorleistung bei der Verarbeitung ganzer Zahlen. Hierbei kommt bereits AVX2 zum Einsatz. Obwohl der AMD A10-7850K zumindest AVX beherrscht, greift SiSoft Sandra in diesem Test auf SSE 4.2 zurück.
Prozessorleistung Arithmetik Dhrystone Integer in GIPS
MSI A88X-G45 Gaming
8GB DDR3-2133
64.75
ASUS A88XM-E
8GB DDR3-2133
64.64
ASUS A88XM-PLUS
8GB DDR3-2133
64.45
Gigabyte F2A88XM-HD3
8GB DDR3-2133
61.59
MSI A88XM Gaming
8GB DDR3-2133
61.00
Die Gleitkommawertung von SiSoft Sandra 2013.05.19.44 basiert auf SSE3, das alle aktuellen Prozessoren beherrschen:
Prozessorleistung Arithmetik Whetstone Fließkomma in GFLOPS
MSI A88X-G45 Gaming
8GB DDR3-2133
33.96
ASUS A88XM-E
8GB DDR3-2133
33.91
Gigabyte F2A88XM-HD3
8GB DDR3-2133
33.81
ASUS A88XM-PLUS
8GB DDR3-2133
33.77
MSI A88XM Gaming
8GB DDR3-2133
33.52
Bei SiSoft Sandra 2013.05.19.44 sind die Multimediamessungen von besonderem Interesse. Wir beginnen mit der Berechnung ganzzahliger Werte, für die die Software auf AVX2 zurückgreift. Beim AMD A10-7850K kommt diesmal AVX zur Anwendung.
Prozessorleistung Multi-Media Integer in MPixel/s
ASUS A88XM-E
8GB DDR3-2133
130.59
Gigabyte F2A88XM-HD3
8GB DDR3-2133
130.37
MSI A88X-G45 Gaming
8GB DDR3-2133
130.33
MSI A88XM Gaming
8GB DDR3-2133
130.31
ASUS A88XM-PLUS
8GB DDR3-2133
130.16
Für die Gleitkommamessung FP32 nutzt SiSoft Sandra 2013.05.19.44 dann FMA3, das auch unser AMD A10-7850K bietet.
Prozessorleistung Multi-Media Fließkomma FP32 in MPixel/s
MSI A88XM Gaming
8GB DDR3-2133
93.81
ASUS A88XM-PLUS
8GB DDR3-2133
93.76
ASUS A88XM-E
8GB DDR3-2133
93.74
MSI A88X-G45 Gaming
8GB DDR3-2133
93.45
Gigabyte F2A88XM-HD3
8GB DDR3-2133
93.28
Für Berechnungen mit doppelter Genauigkeit - Double FP64 - verwendet SiSoft Sandra 2013.05.19.44 im Zusammenspiel mit dem AMD A10-7850K ebenfalls FMA3.
Prozessorleistung Multi-Media Double FP64 in MPixel/s
MSI A88X-G45 Gaming
8GB DDR3-2133
49.84
ASUS A88XM-PLUS
8GB DDR3-2133
49.62
Gigabyte F2A88XM-HD3
8GB DDR3-2133
49.58
MSI A88XM Gaming
8GB DDR3-2133
49.43
ASUS A88XM-E
8GB DDR3-2133
49.29
SiSoft Sandra 2013.05.19.44 bescheinigt allen Mainboards eine ähnliche CPU-Leistung. Einzig im Dhrystone-Durchlauf sind die Modelle ASUS A88XM-PLUS, ASUS A88XM-E und MSI A88X-G45 Gaming reproduzierbar um fünf bis sechs Prozent schneller, da sie die Turbo-Stufen des AMD A10-7850K zu Beginn der Messung schneller hochschalten.
SiSoft Sandra 2013.05.19.44 - Speicherbandbreite
Zur Ermittlung der Speicherbandbreite kommt ebenfalls SiSoft Sandra 2013.05.19.44 zum Einsatz. Das Programm setzt hierbei auf AVX2 und FMA2 - sofern der Prozessor diese Befehlssatzerweiterungen beherrscht. Als Arbeitsspeicher verwenden wir das Kit G.Skill F3-17000CL11D-8GBXL, dessen beide 4 GByte großen Module mit Latenzen von DDR3-2133 CL11-11-11-30-2N laufen.

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Dieses Kit arbeitet im Zusammenspiel mit AMDs A10-7850K und dem Catalyst Omega 14.12 WHQL eigentlich absolut stabil, einzig das ASUS A88XM-PLUS stürzt grundsätzlich nach dem zweiten Messlauf ab. Kein anderes Mainboard zeigte dieses Verhalten und abgesehen von der Speicherbandbreitenmessung mit SiSoft Sandra 2013.05.19.44 wackelte auch das ASUS A88XM-PLUS in keinem weiteren Test. Dieses Verhalten, das sich mit unterschiedlichen BIOS-Versionen und APUs zeigt, war einer der Gründe, andere Hauptplatinen zum Vergleich heranzuziehen.
Speicherbandbreite Integer/Fließkomma in GB/s
Gigabyte F2A88XM-HD3
8GB DDR3-2133
14.68
14.76
MSI A88X-G45 Gaming
8GB DDR3-2133
14.40
14.40
ASUS A88XM-E
8GB DDR3-2133
14.33
14.35
MSI A88XM Gaming
8GB DDR3-2133
14.31
14.25
ASUS A88XM-PLUS
8GB DDR3-2133
14.12
14.13
Trotz zweier Speicherkanäle und DDR3-2133 kommt der AMD A10-7850K nicht einmal in die Nähe der Werte, die wir von Intel gewohnt sind. Auch AMDs FX-Prozessoren sind der APU beim Speicherdurchsatz klar überlegen. Vier der getesteten Mainboards, darunter auch das ASUS A88XM-PLUS, lesen das XMP-Profil unserer Speichermodule aus und konfigurieren die Timings entsprechend. Nur beim ASUS A88XM-E mussten wir eine manuelle Konfiguration vornehmen, da diese Hauptplatine die Profile zwar anzeigte, die darin hinterlegten Konfigurationsdaten aber ignorierte.



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Benchmarks: Verschlüsselung, Rendering, Raytracing, OpenCL

TrueCrypt 7.1a
Zum Test der Kryptographieleistung verwenden wir das frei erhältliche Programm TrueCrypt in der Version 7.1a. TrueCrypt kann sowohl komplette Datenträger als auch einzelne Dateien verschlüsseln, zudem beinhaltet die Software eine Benchmarkmessung. Mit dieser messen wir den Datendurchsatz (Puffergröße: 100 MB) und beginnen mit AES. Prozessoren mit AES-Beschleunigung, schnellem Cache und flottem Speicher sind hier klar im Vorteil - der AMD A10-7850K müsste demnach punkten.
TrueCrypt 7.1a - AES in GB/s
ASUS A88XM-E
8GB DDR3-2133
2.2
ASUS A88XM-PLUS
8GB DDR3-2133
2.2
MSI A88X-G45 Gaming
8GB DDR3-2133
2.2
Gigabyte F2A88XM-HD3
8GB DDR3-2133
2.2
MSI A88XM Gaming
8GB DDR3-2133
2.2
Im zweiten Durchlauf von TrueCrypt 7.1a wiederholen wir unsere Messung mit Serpent (Puffergröße: 100 MB):
TrueCrypt 7.1a - Serpent in MB/s
ASUS A88XM-E
8GB DDR3-2133
276
ASUS A88XM-PLUS
8GB DDR3-2133
276
MSI A88X-G45 Gaming
8GB DDR3-2133
276
Gigabyte F2A88XM-HD3
8GB DDR3-2133
276
MSI A88XM Gaming
8GB DDR3-2133
276
Für die abschließende Messung verwendet TrueCrypt 7.1a die Twofish-Verschlüsselung (Puffergröße: 100 MB):
TrueCrypt 7.1a - Twofish in MB/s
ASUS A88XM-PLUS
8GB DDR3-2133
446
Gigabyte F2A88XM-HD3
8GB DDR3-2133
446
MSI A88X-G45 Gaming
8GB DDR3-2133
446
ASUS A88XM-E
8GB DDR3-2133
445
MSI A88XM Gaming
8GB DDR3-2133
445
Bei TrueCrypt herrscht zweimal Gleichstand (AES und Serpent), nur beim Twofish-Verfahren können sich die Modelle ASUS A88XM-PLUS, Gigabyte F2A88XM-HD3 und MSI A88X-G45 Gaming einen kleinen Vorteil erarbeiten.
Cinebench 11.529 64-Bit
Mit dem Benchmark Cinebench 11.529 kann man die Leistung des PC im Zusammenspiel mit der professionellen 3D-Software Cinema4D testen. Wir verwenden die 64-Bit Variante dieser Software und messen die Rendering-Performance. Dabei profitiert Cinebench 11.529 insbesondere von möglichst vielen Kernen und Threads.
Cinebench 11.529 64-Bit (X Threads; 1 Thread in CB)
Gigabyte F2A88XM-HD3
8GB DDR3-2133
3.62
1.04
MSI A88XM Gaming
8GB DDR3-2133
3.62
1.02
ASUS A88XM-PLUS
8GB DDR3-2133
3.61
1.02
MSI A88X-G45 Gaming
8GB DDR3-2133
3.61
1.02
ASUS A88XM-E
8GB DDR3-2133
3.59
1.01
In Cinebench 11.529 64-Bit offenbart das ASUS A88XM-E eine kleine Schwäche beim Multithreading, während Gigabytes F2A88XM-HD3 mit einem Thread besonders schnell arbeitet.
Povwin 3.7 RC7 64-Bit
Bei POV-Ray handelt es sich um einen kostenlosen Raytracer, welcher ein offizielles Benchmark-Script beinhaltet. Wir verwenden auch hier die 64-Bit Variante der Software, die sehr stark von zusätzlichen Kernen und Threads profitiert.
Povwin 3.7 RC7 64-Bit (X Threads; 1 Thread in PPS)
MSI A88XM Gaming
8GB DDR3-2133
823.90
246.13
Gigabyte F2A88XM-HD3
8GB DDR3-2133
823.29
246.58
MSI A88X-G45 Gaming
8GB DDR3-2133
821.78
245.75
ASUS A88XM-PLUS
8GB DDR3-2133
819.63
244.98
ASUS A88XM-E
8GB DDR3-2133
818.94
246.04
Im Multithreading-Durchlauf von Povwin 3.7 RC7 64-Bit bleiben die beiden Hauptplatinen von ASUS hinter ihren Mitbewerbern zurück, während sich MSIs A88X-G45 Gaming im Mittelfeld findet.
LuxMark 2.0 (OpenCL)
Das quelloffene Benchmark-Programm LuxMark ist eine bequeme Möglichkeit, den LuxRenderer zu testen. Wir nehmen die Version 2.0, welche die Rendering-Engine SLG2 verwendet. LuxMark ist zu 100 Prozent OpenCL und kann seine Berechnungen wahlweise auf dem Grafikchip, den CPU-Kernen oder beiden zusammen ausführen. Wir wählen die komplexe Szene "Room" und machen uns an die Messung.
LuxMark 2.0 "Room" - kombiniert/CPU/GPU in 1000 Dreicke pro Sekunde
Gigabyte F2A88XM-HD3
8GB DDR3-2133
306
128
270
MSI A88X-G45 Gaming
8GB DDR3-2133
304
127
270
MSI A88XM Gaming
8GB DDR3-2133
304
127
270
ASUS A88XM-E
8GB DDR3-2133
271
124
248
ASUS A88XM-PLUS
8GB DDR3-2133
270
123
248
LuxMark 2.0 kann das Gigabyte F2A88XM-HD3 für sich entscheiden, knapp dahinter sehen wir die beiden Hauptplatinen von MSI. Die beiden Mainboards von ASUS patzen und liegen in allen drei Messungen (kombiniert: -10,9%; CPU: -2,4%; GPU: -8,2%) klar zurück. Diese Ergebnisse sind reproduzierbar, doch die Ursache bleibt rätselhaft: In keinem anderen Test zeigte das Mainboard derart deutliche Einbrüche.



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Benchmarks: Spiele mit iGPU

Kommen wir nun zum Kapitel "Spiele". Wir haben zwei gut abgehangene Titel ausgewählt, welche die integrierten Grafikkerne von Prozessoren und APUs nicht überfordern und uns reproduzierbare Ergebnisse liefern. Unsere Grafikkarte kommt erst im nächsten Kapitel zum Einsatz.
Street Fighter IV (DX9)
Obwohl Capcom die Windows-Version von "Street Fighter IV" erst im Juli 2009 auf den Markt gebracht hat, ist bei diesem klassischen Prügelspiel nichts von DirectX 10 zu sehen. Die comicartige Grafik ist zwar durchaus gelungen, aber anspruchslos. Beim offiziellen Benchmark von "Street Fighter IV" laufen insgesamt vier Tests. Drei davon sind typische Kämpfe und der vierte ist eine Ansicht verschiedener Kämpfer, die im Kreis stehen, während die Kamera diese umfährt.
Zunächst haben wir alle Qualitätseinstellungen auf "hoch" und Soft Shadow auf "Maximum" gesetzt, Kantenglättung und die anisotrophe Filterung der Texturen wurden jedoch nicht verwendet. Folgende Bildschirmauflösungen kommen zum Einsatz: 1.280 x 720, 1.600 x 900 und 1.920 x 1.080 Bildpunkte.
Street Fighter IV in fps (1280x720, kein AA, kein AF, hoch/max)
Gigabyte F2A88XM-HD3
8GB DDR3-2133
139.53
MSI A88XM Gaming
8GB DDR3-2133
138.68
ASUS A88XM-E
8GB DDR3-2133
137.81
MSI A88X-G45 Gaming
8GB DDR3-2133
137.25
ASUS A88XM-PLUS
8GB DDR3-2133
136.79
Street Fighter IV in fps (1600x900, kein AA, kein AF, hoch/max)
Gigabyte F2A88XM-HD3
8GB DDR3-2133
108.55
MSI A88XM Gaming
8GB DDR3-2133
108.27
MSI A88X-G45 Gaming
8GB DDR3-2133
106.85
ASUS A88XM-PLUS
8GB DDR3-2133
106.81
ASUS A88XM-E
8GB DDR3-2133
106.56
Street Fighter IV in fps (1920x1080, kein AA, kein AF, hoch/max)
Gigabyte F2A88XM-HD3
8GB DDR3-2133
85.37
MSI A88XM Gaming
8GB DDR3-2133
84.75
ASUS A88XM-E
8GB DDR3-2133
84.23
MSI A88X-G45 Gaming
8GB DDR3-2133
83.84
ASUS A88XM-PLUS
8GB DDR3-2133
83.61
Der integrierte Grafikkern des AMD A10-7850K hat "Street Fighter IV" locker im Griff. Das Gigabyte F2A88XM-HD3 liegt in jedem Durchlauf an der Spitze, hier scheint sich der etwas höhere Speicherdurchsatz auszuzahlen. Den zweiten Rang hat das MSI A88XM Gaming abonniert.
Spiele: Alien vs Predator (DX11)
Mit dem SciFi-Shooter "Alien vs Predator" haben wir einen waschechten DX11-Test vor uns, welcher keine ältere Hardware unterstützt. Für unsere Messung wählen wir eine geringe Qualität und verzichten auf die Kantenglättung sowie die anisotrope Filterung der Texturen.
SSAO (Screen Space Ambient Occlusion) und die Tesselation werden ebenfalls nicht genutzt. Folgende Bildschirmauflösungen kommen zum Einsatz: 1.280 x 720, 1.600 x 900 und 1.920 x 1.080 Bildpunkte.
Alien vs Predator in fps (1280x720, ohne: AA, AF, SSAO, Tesselation, low)
Gigabyte F2A88XM-HD3
8GB DDR3-2133
73.6
ASUS A88XM-E
8GB DDR3-2133
73.2
MSI A88XM Gaming
8GB DDR3-2133
73.0
ASUS A88XM-PLUS
8GB DDR3-2133
72.0
MSI A88X-G45 Gaming
8GB DDR3-2133
70.5
Alien vs Predator in fps (1600x900, ohne: AA, AF, SSAO, Tesselation, low)
Gigabyte F2A88XM-HD3
8GB DDR3-2133
49.1
ASUS A88XM-E
8GB DDR3-2133
48.7
ASUS A88XM-PLUS
8GB DDR3-2133
48.2
MSI A88XM Gaming
8GB DDR3-2133
48.2
MSI A88X-G45 Gaming
8GB DDR3-2133
47.4
Alien vs Predator in fps (1920x1080, ohne: AA, AF, SSAO, Tesselation, low)
ASUS A88XM-E
8GB DDR3-2133
35.0
Gigabyte F2A88XM-HD3
8GB DDR3-2133
35.0
MSI A88XM Gaming
8GB DDR3-2133
34.9
ASUS A88XM-PLUS
8GB DDR3-2133
34.4
MSI A88X-G45 Gaming
8GB DDR3-2133
34.0
Ein Spiel wie "Alien vs Predator" bringt die iGPU des AMD A10-7850K schnell an ihre Grenzen. Auch ohne Kantenglättung, SSAO und Tesselation bewegen wir uns bei Full-HD am Rande der Spielbarkeit. Abermals liefert Gigabytes F2A88XM-HD3 die höchste Grafikleistung, während das MSI A88X-G45 Gaming ein wenig zurückfällt.



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Benchmarks: Spiele mit Grafikkarte

Zugegeben, die integrierte Grafikeinheit des AMD A10-7850K stellt ihre Vorgänger in den Schatten, doch wer aktuelle Spiele in hoher Auflösung und mit vollen Details spielen möchte, kommt nicht an einer Grafikkarte vorbei. Unsere MSI N570GTX Twin Frozr II/OC hat zwar schon ein paar Jahre auf dem Buckel, dennoch ist sie der integrierten GPU haushoch überlegen. Mit Hilfe von "Alien vs Predator" nehmen wir zudem die unterschiedlichen Anbindungen der PCIe-x16-Slots unter die Lupe. Die getesteten Hauptplatinen bieten bis zu drei Steckplätze für Grafikkarten, doch nur einer davon ist mit der bestmöglichen Anbindung ausgestattet.
Spiele: Alien vs Predator (DX11)
Für die folgenden Messungen haben wir die selben Einstellungen verwendet, die zuvor auch bei der iGPU zum Einsatz gekommen sind: Wir verwenden eine geringe Qualität und verzichten auf die Kantenglättung sowie die anisotrope Filterung der Texturen. SSAO (Screen Space Ambient Occlusion) und Tesselation werden ebenfalls nicht genutzt.
Auf diese Weise bekommen wir einerseits Resultate, die miteinander vergleichbar sind, und verhindern andererseits, dass die Grafikkarte aufgrund zu hoher Anforderungen zum limitierenden Faktor wird. Folgende Bildschirmauflösungen kommen zum Einsatz: 1.280 x 720, 1.600 x 900 und 1.920 x 1.080 Bildpunkte.
Alien vs Predator in fps (1280x720, ohne: AA, AF, SSAO, Tesselation, low)
ASUS A88XM-E
PCIe 3.0, 16 Lanes
282.0
MSI A88X-G45 Gaming
PCIe 3.0, 16 Lanes
281.3
ASUS A88XM-PLUS
PCIe 3.0, 16 Lanes
281.2
MSI A88XM Gaming
PCIe 3.0, 16 Lanes
280.6
Gigabyte F2A88XM-HD3
PCIe 3.0, 16 Lanes
280.1
MSI A88X-G45 Gaming
PCIe 3.0, 8 Lanes
278.4
MSI A88XM Gaming
PCIe 3.0, 8 Lanes
277.7
ASUS A88XM-PLUS
PCIe 2.0, 4 Lanes
269.3
MSI A88X-G45 Gaming
PCIe 2.0, 4 Lanes
252.6
Gigabyte F2A88XM-HD3
PCIe 2.0, 4 Lanes
241.2
Alien vs Predator in fps (1600x900, ohne: AA, AF, SSAO, Tesselation, low)
ASUS A88XM-PLUS
PCIe 3.0, 16 Lanes
199.1
MSI A88X-G45 Gaming
PCIe 3.0, 16 Lanes
198.5
ASUS A88XM-E
PCIe 3.0, 16 Lanes
198.4
MSI A88XM Gaming
PCIe 3.0, 16 Lanes
198.4
Gigabyte F2A88XM-HD3
PCIe 3.0, 16 Lanes
198.0
MSI A88X-G45 Gaming
PCIe 3.0, 8 Lanes
197.6
MSI A88XM Gaming
PCIe 3.0, 8 Lanes
197.4
ASUS A88XM-PLUS
PCIe 2.0, 4 Lanes
193.2
MSI A88X-G45 Gaming
PCIe 2.0, 4 Lanes
184.5
Gigabyte F2A88XM-HD3
PCIe 2.0, 4 Lanes
176.1
Alien vs Predator in fps (1920x1080, ohne: AA, AF, SSAO, Tesselation, low)
ASUS A88XM-PLUS
PCIe 3.0, 16 Lanes
144.3
MSI A88X-G45 Gaming
PCIe 3.0, 16 Lanes
143.9
MSI A88XM Gaming
PCIe 3.0, 16 Lanes
143.7
Gigabyte F2A88XM-HD3
PCIe 3.0, 16 Lanes
143.6
ASUS A88XM-E
PCIe 3.0, 16 Lanes
143.1
MSI A88X-G45 Gaming
PCIe 3.0, 8 Lanes
143.0
MSI A88XM Gaming
PCIe 3.0, 8 Lanes
142.9
ASUS A88XM-PLUS
PCIe 2.0, 4 Lanes
140.7
MSI A88X-G45 Gaming
PCIe 2.0, 4 Lanes
137.1
Gigabyte F2A88XM-HD3
PCIe 2.0, 4 Lanes
131.7
Solange der Grafikkarte alle 16 PCIe-3.0-Lanes des AMD A10-7850K zur Verfügung stehen, liegen die Motherboards Kopf an Kopf. Auch der zweite Steckplatz der Modelle MSI A88XM Gaming und MSI A88X-G45 Gaming, der über 8 PCIe-3.0-Lanes der APU angebunden ist, kann gut mithalten und bremst die MSI N570GTX Twin Frozr II/OC kaum aus.
Für den dritten Slot des MSI A88X-G45 Gaming und die zweiten der Modelle ASUS A88XM-PLUS und Gigabyte F2A88XM-HD3 stehen lediglich 4 PCIe-2.0-Lanes zur Verfügung, denn diese Steckplätze sind über den Chipsatz angebunden. Die fehlende Bandbreite bremst die Grafikkarte aus, allerdings nicht dramatisch. Hierbei fällt auf, dass ASUS aus den vier Lanes deutlich mehr Leistung herauskitzelt als MSI, wobei MSI ebenso deutlich vor Gigabyte bleibt.



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Stromverbrauch (Gesamtsystem)

Um den Stromverbrauch zu ermitteln, messen wir die Leistungsaufnahme des gesamten Systems über den Zeitraum einer Stunde. Wir geben also keine einmaligen Verbrauchsspitzen an, sondern den für die Praxis viel relevanteren Durchschnittswert. Der Bildschirm wurde in diesem Zeitraum weder abgedunkelt noch ausgeschaltet.

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Als Netzteil dient uns das extrem effiziente Antec EarthWatts EA-550 Platinum (80 Plus Platinum). Im Leerlauf drosselt das ASUS A88XM-PLUS die Taktrate des AMD A10-7850K auf ca. 1.700 MHz und reduziert die anliegende Spannung auf 0,664 Volt.
Stromverbrauch: Gesamtsystem Idle in W (geringere Werte sind besser)
Gigabyte F2A88XM-HD3
8GB DDR3-2133
34
ASUS A88XM-E
8GB DDR3-2133
35
MSI A88X-G45 Gaming
8GB DDR3-2133
36
MSI A88XM Gaming
8GB DDR3-2133
36
ASUS A88XM-PLUS
8GB DDR3-2133
37
Trotz der vergleichsweise niedrigen Spannung legt das ASUS A88XM-PLUS den höchsten Durst an den Tag. Dies verwundert, denn das um zwei Watt sparsamere ASUS A88XM-E ist nicht viel schlechter ausgestattet und die beiden Hauptplatinen von MSI senken die Spannung im Leerlauf nicht so weit ab. Zudem verbaut MSI einen zusätzlichen USB-3.0-Controller von VIA sowie Killer-LAN.
Für die Lastmessung verwenden wir mit Prime95 27.9 einen rein synthetischen Lasttest. Prime95 nutzt die "Advanced Vector Extensions" (AVX) und generiert insbesondere im Lastszenario "In-place large FFTs" einen deutlich höheren Stromverbrauch als normale Programme.

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Der Takt der 28-nm-APU bewegt sich jetzt zwischen 3,7 und 3,9 GHz und die Spannung steigt auf 1,360 Volt. Die maximale Geschwindigkeit von 4,0 GHz wird nur kurzzeitig erreicht, wenn wir die Last auf einen einzelnen Kern beschränken. Abermals geben wir den Durchschnittsverbrauch an, welcher im Rahmen einer einstündigen Messung ermittelt wurde.
Stromverbrauch: Volllast mit Prime95 in W (Durchschnitt/Maximum)
Gigabyte F2A88XM-HD3
8GB DDR3-2133
106
ASUS A88XM-E
8GB DDR3-2133
108
MSI A88XM Gaming
8GB DDR3-2133
112
MSI A88X-G45 Gaming
8GB DDR3-2133
118
ASUS A88XM-PLUS
8GB DDR3-2133
122
Auch unter Last hält das ASUS A88XM-PLUS die rote Laterne. Abermals ist die Spannung gar nicht sonderlich hoch, dennoch liegt die Hauptplatine um 4 bis 16 Watt über den Verbrauchswerten der Mitbewerber. An dieser Stelle müssen wir uns eingestehen, dass das ASUS A88XM-PLUS definitiv keine gute Wahl als Referenzplatine war.



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Übertakten: Manuell

Das ASUS A88XM-PLUS basiert auf dem Chipsatz AMD A88X und dieser ist sehr vielseitig in Bezug auf das Übertakten. Handelt es sich um eine APU oder einen Prozessor mit freiem Multiplikator, stellt dieser die beste Option da. Darüber hinaus gibt es die Möglichkeit, über den Basistakt zu gehen, der allerdings auch Einfluss auf andere Komponenten, beispielsweise die Anbindung des Chipsatzes, hat. Wir bevorzugen daher den Weg des Multiplikators. Leider gibt uns ASUS keinen Zugriff auf die Turbostufen, so dass wir den Hauptmultiplikator anheben müssen.

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Mit 44 (4,4 GHz) startet das System, doch unter Last rutscht die Taktrate bis auf 1,7 GHz ab und pendelt danach zwischen 1,7 und 4,4 GHz. Dies führt zu einem deutlichen Einbruch in allen Leistungsmessungen und ist somit kontraproduktiv. Die Ursache für dieses Verhalten ist das Überschreiten von TDP- oder Wärmegrenzen, da ASUS die Spannung für diese Taktrate auf 1,51 Volt anhebt. Einen Multiplikator von 42 (4,2 GHz) mit knapp über 1,40 Volt kann unser AMD A10-7850K ganz gut halten und so begnügen wir uns mit diesem Wert.

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Den Speichertakt haben wir bei 2.133 MHz belassen, da das System mit noch höheren Taktraten nicht mehr starten wollte. Auch die Latenzen bleiben, der Stabilität zuliebe, unangetastet.

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Dafür haben wir den Takt der integrierten Grafikeinheit von 720 auf 960 MHz beschleunigt, eine Steigerung um beachtliche 240 MHz. Sicher, die iGPU hätte sich über eine höhere Speicherbandbreite sicher gefreut, doch dafür müssen wir erst noch passende Speichermodule finden. Schauen wir nun, was die automatische Übertaktung per "OC Tuner" so kann.



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Übertakten: OC Tuner

Mit "OC Tuner" bietet das ASUS A88XM-PLUS eine Übertaktungsautomatik für die Rechen- und Grafikkerne der APUs. Unseren AMD A10-7850K beschleunigt diese auf eine Taktrate von 4,1 GHz, die sowohl im Leerlauf als auch unter Last auf allen vier Kernen anliegt. Die von ASUS gewählte Spannung ist mit 1,416 Volt allerdings recht happig bemessen.

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Den Takt des integrierten Grafikkerns hebt "OC Tuner" um 180 MHz auf 900 MHz an. Dies verspricht auf den ersten Blick einen deutlichen Leistungsgewinn, doch da der Speichertakt unverändert bleibt, fehlt es der iGPU an dringend benötigter Bandbreite.

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Alternativ zum "OC Tuner" kann man auch den "GPU Boost" verwenden. Dieser beschleunigt die iGPU unseres AMD A10-7850K wahlweise auf 900 (Turbo) bzw. 960 MHz (Extreme), rührt den Takt der Rechenkerne jedoch nicht an. Dafür funktioniert "GPU Boost" mit allen APUs.

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Übertakten: Stromverbrauch

Der Leistungsgewinn durch Übertakten fordert immer einen Tribut und auch beim AMD A10-7850K erwarten wir einen deutlichen Anstieg des Stromverbrauchs. Daher belasten wir die APU nochmals auf allen Kernen mit Prime95 und prüfen die Stromaufnahme des Testsystems.
Stromverbrauch: Volllast mit Prime95 in W (Durchschnitt/Maximum)
ASUS A88XM-PLUS
man. OC: 4,2 GHz
194
ASUS A88XM-PLUS
OC Tuner: 4,1 GHz
186
ASUS A88XM-PLUS
Standard: 3,7-4,0 GHz
122
ModusAnstieg des Stromverbrauchs
man. OC+59,02%
OC Tuner+52,46%
Jenseits seiner Spezifikationen wird der AMD A10-7850K sehr durstig: Bei der automatischen Übertaktung liegen wir um 10,8 Prozent über der seitens AMD garantierten Geschwindigkeit, doch der Stromverbrauch steigt um satte 52,5 Prozent an. Noch schlimmer sieht es beim manuellen Übertakten aus: Wir gewinnen zwar bis zu 13,5 Prozent beim Takt, doch unserem Stromversorger zahlen wir einen saftigen Bonus von 59,0 Prozent.



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Übertakten: Benchmarks

Was uns das Übertakten an echter Mehrleistung bringt, überprüfen wir mit Hilfe von SiSoft Sandra 2013.05.19.44 und Cinebench 11.529 64-Bit (CPU) sowie Street Fighter IV und Alien vs Predator (Grafik). Wir beginnen mit SiSoft Sandra 2013.05.19.44:
Prozessorleistung Arithmetik Dhrystone Integer in GIPS
ASUS A88XM-PLUS
man. OC: 4,2 GHz
70.64
ASUS A88XM-PLUS
OC Tuner: 4,1 GHz
67.85
ASUS A88XM-PLUS
Standard: 3,7-4,0 GHz
64.45
ModusLeistungssteigerung
man. OC+9,60%
OC Tuner+5,28%
Prozessorleistung Arithmetik Whetstone Fließkomma in GFLOPS
ASUS A88XM-PLUS
man. OC: 4,2 GHz
38.34
ASUS A88XM-PLUS
OC Tuner: 4,1 GHz
37.03
ASUS A88XM-PLUS
Standard: 3,7-4,0 GHz
33.77
ModusLeistungssteigerung
man. OC+13,53%
OC Tuner+9,65%
Cinebench 11.529 64-Bit (X Threads in CB)
ASUS A88XM-PLUS
man. OC: 4,2 GHz
3.98
ASUS A88XM-PLUS
OC Tuner: 4,1 GHz
3.90
ASUS A88XM-PLUS
Standard: 3,7-4,0 GHz
3.61
ModusLeistungssteigerung
man. OC+10,25%
OC Tuner+8,03%
Beim automatischen Übertakten steigen die rechenintensiven Benchmarks um 5,28 bis 9,65 Prozent, das manuelle Übertakten bringt einen Zugewinn zwischen 9,60 und 13,53 Prozent. Das ist nicht die Welt und in Hinblick auf den massiv höheren Stromverbrauch auch nicht sinnvoll.
Für die Spiele haben wir zwei zusätzliche Messungen mit "GPU Boost" (Turbo: 900 MHz; Extreme: 960 MHz) durchgeführt. Hierbei wird ausschließlich der integrierte Grafikkern, nicht aber die Rechenkerne übertaktet.
Street Fighter IV in fps (1280x720, kein AA, kein AF, hoch/max)
ASUS A88XM-PLUS
man. OC: 4,2 GHz
147.41
ASUS A88XM-PLUS
GPU Boost Extreme
147.07
ASUS A88XM-PLUS
OC Tuner: 4,1 GHz
145.94
ASUS A88XM-PLUS
GPU Boost Turbo
144.65
ASUS A88XM-PLUS
Standard: 3,7-4,0 GHz
136.79
ModusLeistungssteigerung
GPU Boost Extreme+7,76%
GPU Boost Turbo+5,75%
man. OC+7,52%
OC Tuner+6,69%
Alien vs Predator in fps (1280x720, ohne: AA, AF, SSAO, Tesselation, low)
ASUS A88XM-PLUS
OC Tuner: 4,1 GHz
74.1
ASUS A88XM-PLUS
man. OC: 4,2 GHz
73.3
ASUS A88XM-PLUS
GPU Boost Turbo
73.2
ASUS A88XM-PLUS
GPU Boost Extreme
73.0
ASUS A88XM-PLUS
Standard: 3,7-4,0 GHz
72.0
ModusLeistungssteigerung
GPU Boost Extreme+1,39%
GPU Boost Turbo+1,67%
man. OC+1,81%
OC Tuner+2,92%
"Street Fighter IV" liefert uns die erwartete Reihenfolge und belegt, dass dieses Spiel sowohl von einem höheren CPU-Takt als auch von einer schnelleren iGPU profitiert. Mit 5,75 bis 7,76 Prozent fallen die Zugewinne aber eher enttäuschend aus. Bei "Alien vs Predator" steigt die Framerate kaum an, zudem erscheinen die Ergebnisse ziemlich gewürfelt. Keine Frage: Die iGPU des AMD A10-7850K braucht schnelleren Speicher!



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Fazit

Wie eingangs erwähnt, hatten wir uns das ASUS A88XM-PLUS als Referenzplatine für einige APU-Tests besorgt. AMDs Sockel FM2+ richtet sich primär an preisbewusste Käufer und dieser Zielgruppe wollten wir gerecht werden, ohne auf umfassende Übertaktungsfunktionen oder Ausstattungsmerkmale verzichten zu müssen. Insbesondere wollten wir vier DIMM-Steckplätze, um unterschiedliche Speicherkonfigurationen ausprobieren zu können. In Preisvergleichen findet man das ASUS A88XM-PLUS derzeit schon unter 70 Euro, weshalb uns dieses Modell als geeignet erschien. Doch dann kamen erste Zweifel auf, als der OpenCL-Test LuxMark 2.0 seltsame Ergebnisse lieferte und der zweite Durchlauf der Speicherbandbreitenmessung von SiSoft Sandra 2013.05.19.44 grundsätzlich mit einem Bluescreen endete. Auch der Stromverbrauch lag klar über den von uns erwarteten Werten. Als Konsequenz hatten wir die APU-Tests verschoben und uns zunächst mit weiteren A88X-Mainboards beschäftigt.

Fotostrecke mit weiteren und größeren Fotos...
Am Ende dieser Testreihe steht nun wieder das ASUS A88XM-PLUS, von dem uns gleich zwei Exemplare vorliegen. Im Rahmen unserer umfassenden Tests haben wir festgestellt, dass die Hauptplatinen von ASUS bei LuxMark 2.0 deutlich hinter den Modellen anderer Hersteller zurückbleiben. Der Grund für den Absturz bei der wiederholten Speicherbandbreitenmessung von SiSoft Sandra 2013.05.19.44 scheint eine Inkompatibilität zu sein, die mit diversen BIOS-Versionen des ASUS A88XM-PLUS auftritt. Keines der anderen Motherboards, auch nicht das ASUS A88XM-E, zeigte ein ähnliches Verhalten. Allerdings läuft das ASUS A88XM-PLUS in allen anderen Lastszenarien völlig stabil, auch wenn diese intensive Speicherzugriffe (Prime95) umfassen. Beim Stromverbrauch enttäuscht das ASUS A88XM-PLUS und liefert trotz bescheidener Ausstattung die mit Abstand höchsten Messwerte ab.

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Womit wir zur Ausstattung kommen: ASUS beschränkt sich beim A88XM-PLUS auf die Funktionen des AMD A88X, führt diese aber nicht vollständig aus. So gibt es zwar acht SATA-Anschlüsse mit 6 Gbps sowie vier USB-3.0-Ports, doch der zweite PCIe-x16-Steckplatz hängt nicht mit acht PCIe-3.0-Lanes an der APU, sondern lediglich mit vier PCIe-2.0-Lanes am Chipsatz. Hierdurch wird die maximal mögliche Bandbreite geviertelt. Die Messwerte sind für vier Lanes zwar sehr hoch, dennoch finden wir diese Umsetzung alles andere als sinnvoll. Auch bei den Anschlüssen gibt es Defizite, denn einen DisplayPort oder einen digitalen S/PDIF-Ausgang kann das Motherboard nicht vorweisen. Bleibt noch der Preis: Bei unserem Partner HiQ24.de kostet das ASUS A88XM-PLUS derzeit 72,90 Euro inklusive Mehrwertsteuer und zuzüglich Versandkosten, während Amazon.de 73,85 Euro inklusive Mehrwertsteuer und Versandkosten veranschlagt. Für das Gebotene finden wir den Preis recht happig, denn das ASUS A88XM-PLUS ist weder Fisch noch Fleisch. Für 17 Euro weniger bekommt man beispielsweise das Gigabyte F2A88XM-HD3, welches eine vergleichbare Ausstattung aufweist und wesentlich weniger Strom verbraucht. Oder man legt 26 Euro drauf und holt sich eine echte Gamer-Platine wie das MSI A88X-G45 Gaming.
In einem Satz: Das ASUS A88XM-PLUS ist nicht schlecht, aber durstig und zuweilen etwas launisch.



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