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ASUS AM1M-A - Sockel AM1 (Kabini) für Übertakter - Druckansicht - Seite 1 von 13
Vor einer Woche hatten wir uns sieben preiswerte APUs von AMD angesehen, darunter auch zwei Quad-Core-Modelle für den Sockel AM1. In dieser Woche geht es um den passenden Unterbau für diese Prozessoren aus der Kabini-Familie. Hierzu werden wir uns drei AM1-Mainboards ansehen, wobei das ASUS AM1M-A heute den Anfang macht. In den kommenden Tagen werden dann noch die beiden Hauptplatinen MSI AM1I und Gigabyte GA-AM1M-S2P folgen.

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Die Kabinis und der Sockel AM1

Auch wenn man es aufgrund des Namens nie erraten hätte, ist der AM1 AMDs neuester Sockel. Eigentlich sollte er die Bezeichnung "FS1b" tragen sollen, doch AMD hatte den sperrigen Namen kurz vor der Markteinführung in AM1 geändert. Die Mainboard-Hersteller haben ihre Produktbezeichnungen und Handbücher entsprechend angepasst, doch in AMDs Montageanleitung für den im Lieferumfang der APUs enthaltenen CPU-Kühler wird weiterhin von der Installation auf dem Sockel FS1b gesprochen. Im Handel tauchen zuweilen beide Bezeichnungen auf, was für den Käufer äußerst verwirrend sein kann. Für den Sockel AM1 bietet AMD derzeit vier APUs an, die sich preislich zwischen 25 und 50 Euro bewegen. Das Einstiegsmodell, der Sempron 2650, verfügt nur über zwei Kerne, während die übrigen Varianten mit vier Rechenkernen ausgestattet sind. Allen gemein ist die geringe TDP von lediglich 25 Watt.

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Die APUs stammen aus der Baureihe "Kabini", welche AMD im Mai 2013 vorgestellt hatte. Dabei handelte es sich allerdings um die Mobil-Versionen für preiswerte und energieeffiziente Notebooks. Die gesockelten Modelle für Desktop-PCs kamen hingegen erst am 9. April 2014 in den Handel. Und streng genommen handelt es sich bei den Kabinis weder um Prozessoren noch um APUs, sondern um SoCs ("System on a Chip"), also Ein-Chip-Systeme. Diese umfassen neben den CPU-Kernen und einer integrierten Grafikeinheit auch den kompletten Chipsatz, also Northbridge sowie Southbridge. Die Konzentration aller Funktionen in einen einzelnen Chip spart nicht nur Platz, sondern ermöglicht auch sehr preiswerte Mainboards. Keine der drei Hauptplatinen, welche wir im Laufe dieser Woche vorstellen werden, ist teurer als 30 Euro. Die Kühlung gestaltet sich ebenfalls sehr unkompliziert, da es bei dieser Plattform nur noch eine zentrale Hitzequelle gibt.

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Alle Kabinis werden mit Strukturgrößen von 28 nm gefertigt und basieren auf AMDs Jaguar-Architektur. Für unsere Mainboard-Tests verwenden wir das leistungsstärkste Modell Athlon 5350, dessen vier Rechenkerne mit immerhin 2,05 GHz takten. In Hinblick auf die Chipsatz-Komponente unterscheiden sich die Kabinis nicht, so dass die Hauptplatinen unabhängig vom gewählten SoC die gleiche Funktionalität bieten können. Dennoch sind die Mainboards für alle Chipsatzfunktionen nur noch ein Handlanger und so richtet sich unser erster Blick auf den Athlon 5350.



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AMD Athlon 5350 (Kabini)

Der Athlon 5350 ist das Spitzenmodell der aktuellen Kabini-Baureihe und kostet knapp 50 Euro. Das SoC umfasst vier Jaguar-Kerne, den kompletten Chipsatz und eine moderne Grafikeinheit aus 128 Stream-Prozessoren. Um Strom zu sparen, drosselt der Athlon 5350 die Taktrate seiner Rechenkerne im Leerlauf auf 800 MHz. Unter Last arbeiten sie dann mit 2,05 GHz. Zusätzliche Turbostufen gibt es beim Athlon 5350 nicht und der Multiplikator lässt sich in Verbindung mit dem ASUS AM1M-A lediglich absenken.

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Alle CPU-Kerne teilen sich 2 MByte L2-Cache (16-fach assoziativ) und einen Speicherkanal mit der integrierten GPU. Um den Stromverbrauch und die Komplexität möglichst gering zu halten, verzichtet AMD auf eine dritte Cache-Ebene und den zweiten Speicherkanal. Zumindest wird DDR3-1600 unterstützt. Mit AVX (Advanced Vector Extensions), BMI1 (Bit Manipulation Instructions Sets), CLMUL (Carry-less Multiplication), F16C, MOVBE (Move Big-Endian Instruction), AES-Beschleunigung und SSE 4a, 4.1 und 4.2 sind die CPU-Kerne auf einem aktuellen Stand.

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Der Datenpfad der FPU wurde mit Einführung der Jaguar-Architektur auf 128 Bit verbreitert. Dass die Rechenkerne Out-of-Order arbeiten und 64 Bit sowie Virtualisierung bieten, ist bei AMD selbstverständlich. Die integrierte Grafiklösung des Athlon 5350 basiert auf der aktuellen GCN-Architektur und läuft standardmäßig mit 600 MHz. Der iGPU-Takt lässt sich im BIOS des ASUS AM1M-A leider nicht weiter anheben. Ausstattungsmäßig werden DirectX 11.2, OpenGL 4.3, OpenCL 1.2 und AMDs "Video Codec Engine" (VCE) geboten.

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Der integrierte Chipsatz umfasst zwei SATA-Anschlüsse mit 6 Gbps, zwei USB-3.0-Ports, acht USB 2.0-Ports und HD-Audio. Weitere Funktionen lassen sich über PCI-Express nachrüsten, welches die Kabinis in der zweiten Generation bieten. Leider gibt es nur acht Lanes, von denen vier zur Anbindung einer Grafikkarte vorgesehen sind. In Anbetracht einer TDP von lediglich 25 Watt benötigt der Athlon 5350 keinen aufwändigen Kühler. Der winzige Aluminiumblock mit seinem 50-mm-Lüfter sieht auf den ersten Blick lächerlich aus, doch er reicht vollkommen aus und verrichtet seine Arbeit unauffällig.



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ASUS AM1M-A: Lieferumfang

Mit einem Preis von unter 30 Euro kostet das ASUS AM1M-A in etwa soviel wie die AM1-Mainboards der Mitbewerber, doch der Hersteller will mit einer besonders runden Ausstattung punkten. Beim Lieferumfang fällt das noch nicht auf, denn dieser ist nur befriedigend. Abgesehen von zwei abgewinkelten SATA-Kabeln, der I/O-Blende, einer Software-DVD und den üblichen Handbüchern ist der Karton leer.

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Lob gebührt ASUS für das ausführliche Handbuch, welches zwar nur in englischer Sprache beliegt, dafür aber in gedruckter Form sowie in der gewohnten Qualität. Dazu gibt es eine mehrsprachige Kurzanleitung, welche die wichtigsten Punkte abhandelt und auch deutsche Anmerkungen umfasst. Sowohl das Handbuch als auch die Kurzanleitung enthalten hilfreiche Fotos und Zeichnungen.

ASUS AM1M-A: Anschlüsse

Im Anschlusspanel des Mainboards finden wir einen PS/2-Anschluss für Maus oder Tastatur sowie zwei USB-3.0- und vier USB-2.0-Buchsen. Für USB 3.0 nutzt ASUS an dieser Stelle nicht die APU, sondern einen zusätzlichen Controller des Typs ASMedia ASM1042. Dazu kommen drei Bildschirmausgänge (HDMI, DVI und VGA), Gigabit-LAN (Realtek 8111GR) und drei analoge Audiobuchsen (Realtek ALC887-VD).

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Über DVI und VGA sind 1.920 x 1.200 Pixel bei 60 Hertz möglich, der HDMI-Anschluss ermöglicht darüber hinaus auch 4.096 x 2.160 Pixel bei 24 Hertz. Intern gibt es zwei SATA-Ports mit 6 Gbps und einen Abgriff für zwei weitere USB-3.0-Anschlüsse. Diese vier Schnittstellen werden vom SoC gestellt, gleiches gilt für die beiden Header, welche die USB-2.0-Ports fünf bis acht bereitstellen.

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Selbst ein paralleler (LPT) und ein serieller (COM) Anschluss werden geboten, das entsprechende Slot-Blech muss man aber separat erwerben. Gleiches gilt für den digitalen Audioausgang (SPDIF), dessen Abgriff sich oberhalb des LPT-Anschlusses befindet. Für die Nutzung im Unternehmensumfeld ist zudem die Kontaktleiste für das Trusted Platform Module (TPM) interessant.



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ASUS AM1M-A: Layout und Steckplätze

Das ASUS AM1M-A nutzt das Micro-ATX-Format und ist 226 mm hoch, aber nur 170 mm breit. Das reicht für zwei DIMM-Slots und drei Erweiterungskartensteckplätze, aber dennoch wirkt das schmale AM1M-A ausgesprochen zierlich. Dies liegt auch an dem kleinen CPU-Sockel, dem Fehlen eines Chipsatzes und der simplen Wandlereinheit aus 1 plus 1 Phasen.

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Rechts neben dem Wandler sehen wir am oberen Rand des Motherboards die quadratische +12V-Buchse sowie den Anschluss für den CPU-Lüfter (vier Kontakte). Trotz unterschiedlich gefärbter DIMM-Slots gibt es nur einen Speicherkanal, welcher bis zu 32 GByte Arbeitsspeicher aufnehmen kann. Damit das funktioniert, müssen aber erst einmal 16-GByte-Module in den Handel kommen. Die Kabini-SoCs unterstützen DDR3-1600 und DDR3-1333.

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Die beiden SATA-Ports beherrschen 6 Gbps und werden ebenfalls vom SoC bedient. ASUS hat sie neben dem 24-poligen Stromanschluss am rechten Rand der Platine platziert, wo man sie gut erreichen kann. Zwischen dem CPU-Sockel und dem obersten PCIe-Steckplatz befinden sich der gesockelte BIOS-Chip, der Anschluss für den Gehäuselüfter (ebenfalls vier Kontakte) und der Abgriff für die beiden USB-3.0-Ports des SoC.

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Auf dem ASUS AM1M-A finden wir drei PCI-Express-Steckplätze der zweiten Generation. Der physikalische x16-Steckplatz ist allerdings nur über vier PCIe-Lanes angebunden, da die Kabinis nicht mehr Lanes für die Grafikkarte zur Verfügung stellen. Legt man im BIOS die iGPU des SoC als primäre Grafiklösung fest, lässt sich der x16-Steckplatz auch für andere Zwecke nutzen.



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ASUS AM1M-A: Zusätzliche Controller und Chips

ASUS hat sein AM1M-A mit vier zusätzlichen Controllern und Chips versehen, deren Lage wir im folgenden Foto eingezeichnet haben:

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HDA markiert den HD-Audio-Codec Realtek ALC887-VD, eine Standardlösung mit acht Kanälen. Um tatsächlich acht Kanäle nutzen zu können, muss man allerdings auch die Frontanschlüsse des Gehäuses einspannen, da das Mainboard selbst nur drei Buchsen für maximal sechs Kanäle bereitstellt.

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Weiter rechts folgen der Gigabit-LAN-Controller Realtek 8111GR und der USB-3.0-Controller ASMedia ASM1042. Beide sind über PCI-Express angebunden und nutzen jeweils eine Lane. Die restlichen sechs Lanes leitet ASUS in die Steckplätze für Erweiterungskarten.

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Als Super-I/O setzt ASUS den ITE IT8623E ein, dieser regelt auch die Lüfter von CPU-Kühler und Gehäuse. Dabei stehen sowohl Pulsweitenmodulation (PWR) als auch die direkte Steuerung über die Spannung zur Auswahl. In Bezug auf die Lüfter bleibt man somit flexibel.

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Insgesamt wirkt das AM1M-A sehr aufgeräumt und das Layout gibt nur wenig Anlass zur Kritik. Nicht optimal finden wir lediglich die Platzierung des internen USB-3.0-Headers und das begrenzte Angebot an Audioanschlüssen. Manchem Interessenten wird zudem ein PCI-Steckplatz fehlen.



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Die Testkonfigurationen

Wir haben unsere Messungen mit Windows 7 Home Premium 64 Bit SP1 durchgeführt, der Patchlevel war März 2014. Da AMDs Chipsatztreiber der Version 14.4 mit AHCI-Problemen zu kämpfen hat, haben wir den aktuellsten Chipsatztreiber von der ASUS-Webseite verwendet. Als Grafiktreiber kam der aktuelle Catalyst 14.4 WHQL zum Einsatz. Hier alle Eckdaten als Übersicht:
Soundcheck
Betrachten wir nun, was der HD-Audio-Codec Realtek ALC887-VD auf dem ASUS AM1M-A zu leisten im Stande ist. Die Vergleichswerte liefern uns die Mainboards MSI AM1I und Gigabyte GA-AM1M-S2P, welche ebenfalls auf einen ALC887 setzen:
Soundcheck: RMAA 6.2.3 @ 24-Bit/192kHz
 ASUS
AM1M-A
Gigabyte
GA-AM1M-S2P
MSI
AM1I
Frequenzgang
40 Hz bis 15 KHz
(geringer=besser)
+0,03 dB
-0,06 dB
+0,03 dB
-0,05 dB
+0,09 dB
-0,00 dB
Eigenrauschpegel
(niedriger=besser)
-92,9 dBA-92,5 dBA-91,7 dBA
Dynamikbereich
(grö▀er=besser)
92,9 dBA92,5 dBA91,6 dBA
Klirrfaktor
(niedriger=besser)
0,0049 %0,0045 %0,0045 %
Intermodulation
(niedriger=besser)
0,012 %0,012 %0,011 %
Übersprechen
(niedriger=besser)
-87,7 dB-87,4 dB-85,5 dB
Die Messwerte der drei Hauptplatinen liegen eng beisammen. Das ASUS AM1M-A kann dabei die Disziplinen Eigenrauschpegel, Dynamikbereich und Übersprechen für sich entscheiden. Genau in diesen Punkten schwächelt MSIs AM1I ein wenig, während sich das Gigabyte GA-AM1M-S2P zwischen seine beiden Kontrahenten schieben kann. Insgesamt erzielt das ASUS AM1M-A sehr gute Werte.

Datendurchsatz: SATA/Festplatte und USB

Betrachten wir nun den Datendurchsatz an den SATA-Schnittstellen und den USB-Anschlüssen. Wir beginnen mit den SATA-Ports und verwenden hierbei ein Solid-State-Laufwerk vom Typ Crucial M4 64GB (Firmware 0009).
SATA: HDTune Pro 5.50 Leserate (Blocksize = 8 MB) Ø, max, min in MB/s
MSI AM1I
SATA 6 Gbps (AMD SoC)
513.3
515.8
512.1
Gigabyte GA-AM1M-S2P
SATA 6 Gbps (AMD SoC)
513.2
513.6
511.5
ASUS AM1M-A
SATA 6 Gbps (AMD SoC)
513.1
516.8
509.1
Da sich die SATA-Schnittstellen im SoC befinden, erwarten wir keine großen Abweichungen und werden in dieser Einschätzung bestätigt. Für die Praxis haben diese geringen Abweichungen keine Relevanz.
An den USB-Anschlüssen kommt dasselbe SSD in einem Festplatten-Dock mit USB-3.0-Unterstützung zum Einsatz. Es handelt sich um das Modell RaidSonic ICY BOX IB-110StU3-B.
USB: HDTune Pro 5.50 Leserate (Blocksize = 8 MB) Ø, max, min in MB/s
ASUS AM1M-A
USB 3.0 (ASMedia ASM1042)
196.6
198.0
190.9
Gigabyte GA-AM1M-S2P
USB 3.0 (AMD SoC)
191.3
191.6
190.7
ASUS AM1M-A
USB 3.0 (AMD SoC)
190.9
191.4
189.3
MSI AM1I
USB 3.0 (AMD SoC)
190.8
191.2
189.0
MSI AM1I
USB 2.0 (AMD SoC)
35.0
35.3
34.7
Gigabyte GA-AM1M-S2P
USB 2.0 (AMD SoC)
34.9
35.1
34.6
ASUS AM1M-A
USB 2.0 (AMD SoC)
33.5
34.5
33.3
Für die USB-3.0-Messung hat das ASUS AM1M-A ein Ass namens ASMedia ASM1042 im Ärmel, welches die Ports des SoC um 5,3 bis 5,8 MB/s schlägt. Bei diesen liegt dann das Gigabyte GA-AM1M-S2P knapp vor seinen Mitbewerbern und an den USB-2.0-Anschlüssen liefert das MSI AM1I die besten Ergebnisse.



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Benchmarks: Synthetisch / SiSoft Sandra

SiSoft Sandra 2013.05.19.44 - Prozessorleistung Arithmetik
SiSoft Sandra ist eine umfangreiche Benchmark-Suite, die regelmäßig aktualisiert wird und daher auch die neuesten Techniken unterstützt. Die einzelnen Tests machen massiven Gebrauch von allen zur Verfügung stehenden Kernen und Threads. Wir verwenden die Version 2013.05.19.44 und beginnen mit der Prozessorleistung bei der Verarbeitung ganzer Zahlen. Hierbei kommt bereits AVX2 zum Einsatz. Obwohl der Athlon 5350 zumindest AVX beherrscht, greift SiSoft Sandra in diesem Test auf SSE 4.2 zurück.
Prozessorleistung Arithmetik Dhrystone Integer in GIPS
MSI AM1I
8GB DDR3-1600
34.33
Gigabyte GA-AM1M-S2P
8GB DDR3-1600
34.31
ASUS AM1M-A
8GB DDR3-1600
33.84
Die Gleitkommawertung von SiSoft Sandra 2013.05.19.44 basiert auf SSE3, das alle aktuellen Prozessoren beherrschen:
Prozessorleistung Arithmetik Whetstone Fließkomma in GFLOPS
Gigabyte GA-AM1M-S2P
8GB DDR3-1600
22.80
ASUS AM1M-A
8GB DDR3-1600
22.78
MSI AM1I
8GB DDR3-1600
22.74
SiSoft Sandra 2013.05.19.44 - Prozessorleistung Multi-Media
Bei SiSoft Sandra 2013.05.19.44 sind die Multimediamessungen von besonderem Interesse. Wir beginnen mit der Berechnung ganzzahliger Werte, für die die Software auf AVX2 zurückgreift. Beim Athlon 5350 kommt diesmal AVX zur Anwendung.
Prozessorleistung Multi-Media Integer in MPixel/s
MSI AM1I
8GB DDR3-1600
85.21
ASUS AM1M-A
8GB DDR3-1600
85.10
Gigabyte GA-AM1M-S2P
8GB DDR3-1600
84.83
Für die Gleitkommamessung FP32 nutzt SiSoft Sandra 2013.05.19.44 dann FMA3, das der Athlon 5350 nicht beherrscht. Der Kabini fällt daher auf AVX zurück.
Prozessorleistung Multi-Media Fließkomma FP32 in MPixel/s
MSI AM1I
8GB DDR3-1600
53.80
Gigabyte GA-AM1M-S2P
8GB DDR3-1600
53.70
ASUS AM1M-A
8GB DDR3-1600
53.67
Auch für Berechnungen mit doppelter Genauigkeit - Double FP64 - verwendet SiSoft Sandra 2013.05.19.44 bereits FMA3. Der Athlon 5350 weicht abermals auf AVX aus.
Prozessorleistung Multi-Media Double FP64 in MPixel/s
Gigabyte GA-AM1M-S2P
8GB DDR3-1600
28.50
MSI AM1I
8GB DDR3-1600
28.40
ASUS AM1M-A
8GB DDR3-1600
28.36
SiSoft Sandra 2013.05.19.44 bescheinigt allen drei Mainboards eine ähnliche CPU-Leistung. Keine der Hauptplatinen kann sich von ihren Mitbewerbern absetzen und es fällt lediglich auf, dass wir das ASUS AM1M-A nie an der Spitze des Feldes sehen.
SiSoft Sandra 2013.05.19.44 - Speicherbandbreite
Für die Messung der Speicherbandbreite verwenden wir ebenfalls SiSoft Sandra 2013.05.19.44. Das Programm setzt hierbei auf AVX2 und FMA2 - sofern der Prozessor diese Befehlssatzerweiterungen beherrscht.
Speicherbandbreite Integer/Flie▀komma in GB/s
ASUS AM1M-A
8GB DDR3-1600
7.17
7.17
MSI AM1I
8GB DDR3-1600
7.16
7.16
Gigabyte GA-AM1M-S2P
8GB DDR3-1600
7.15
7.17
Da die Kabinis nur einen Speicherkanal besitzen, fällt der Speicherdurchsatz entsprechend mager aus. Erstmals kann sich das ASUS AM1M-A knapp vor seine Mitbewerber schieben, doch in der Praxis wird man keinen Unterschied spüren.



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Benchmarks: Verschlüsselung, Rendering, Raytracing, OpenCL

TrueCrypt 7.1a
Zum Test der Kryptographieleistung verwenden wir das frei erhältliche Programm TrueCrypt in der Version 7.1a. TrueCrypt kann sowohl komplette Datenträger als auch einzelne Dateien verschlüsseln, zudem beinhaltet die Software eine Benchmarkmessung. Mit dieser messen wir den Datendurchsatz (Puffergröße: 100 MB) und beginnen mit AES. Prozessoren mit AES-Beschleunigung, schnellem Cache und flottem Speicher sind hier klar im Vorteil.
TrueCrypt 7.1a - AES in MB/s
ASUS AM1M-A
8GB DDR3-1600
1200
Gigabyte GA-AM1M-S2P
8GB DDR3-1600
1200
MSI AM1I
8GB DDR3-1600
1200
Im zweiten Durchlauf von TrueCrypt 7.1a wiederholen wir unsere Messung mit Serpent (Puffergröße: 100 MB):
TrueCrypt 7.1a - Serpent in MB/s
ASUS AM1M-A
8GB DDR3-1600
143.0
Gigabyte GA-AM1M-S2P
8GB DDR3-1600
142.0
MSI AM1I
8GB DDR3-1600
142.0
Für die abschließende Messung verwendet TrueCrypt 7.1a die Twofish-Verschlüsselung (Puffergröße: 100 MB):
TrueCrypt 7.1a - Twofish in MB/s
ASUS AM1M-A
8GB DDR3-1600
230
MSI AM1I
8GB DDR3-1600
229
Gigabyte GA-AM1M-S2P
8GB DDR3-1600
228
Bei TrueCrypt herrscht zweimal Gleichstand (AES und Serpent), nur beim Twofish-Verfahren kann sich das ASUS AM1M-A einen kleinen Vorteil sichern.
Cinebench 11.529 64-Bit
Mit dem Benchmark Cinebench 11.529 kann man die Leistung des PC im Zusammenspiel mit der professionellen 3D-Software Cinema4D testen. Wir verwenden die 64-Bit Variante dieser Software und messen die Rendering-Performance. Dabei profitiert Cinebench 11.529 insbesondere von möglichst vielen Kernen und Threads.
Cinebench 11.529 64-Bit (X Threads in CB)
ASUS AM1M-A
8GB DDR3-1600
2.06
MSI AM1I
8GB DDR3-1600
2.06
Gigabyte GA-AM1M-S2P
8GB DDR3-1600
2.05
Solange Cinebench 11.529 64-Bit alle vier Kerne des Athlon 5350 nutzen kann, ist die gebotene Leistung ordentlich. Diesmal liegt das Gigabyte GA-AM1M-S2P minimal zurück.
Povwin 3.7 RC7 64-Bit
Bei POV-Ray handelt es sich um einen kostenlosen Raytracer, welcher ein offizielles Benchmark-Script beinhaltet. Wir verwenden auch hier die 64-Bit Variante der Software, die sehr stark von zusätzlichen Kernen und Threads profitiert.
Povwin 3.7 RC7 64-Bit (X Threads; 1 Thread in PPS)
ASUS AM1M-A
8GB DDR3-1600
362.46
MSI AM1I
8GB DDR3-1600
362.46
Gigabyte GA-AM1M-S2P
8GB DDR3-1600
361.67
Povwin 3.7 RC7 64-Bit bescheinigt den Hauptplatinen von ASUS und MSI eine identische Leistung. Gigabytes GA-AM1M-S2P liegt knapp dahinter.
LuxMark 2.0 (OpenCL)
Das quelloffene Benchmark-Programm LuxMark ist eine bequeme Möglichkeit, den LuxRenderer zu testen. Wir nehmen die Version 2.0, welche die Rendering-Engine SLG2 verwendet. LuxMark ist zu 100 Prozent OpenCL und kann seine Berechnungen wahlweise auf dem Grafikchip, den CPU-Kernen oder beiden zusammen ausführen. Wir wählen die komplexe Szene "Room" und machen uns an die Messung.
LuxMark 2.0 "Room" - kombiniert/CPU/GPU in 1000 Dreicke pro Sekunde
ASUS AM1M-A
8GB DDR3-1600
115
81
37
MSI AM1I
8GB DDR3-1600
113
81
35
Gigabyte GA-AM1M-S2P
8GB DDR3-1600
113
81
35
Bei der CPU-Wertung von LuxMark 2.0 sehen wir alle drei Motherboards gleich auf. Doch wenn es um die Grafikleistung geht, hat das ASUS AM1M-A wieder ein Ass im Ärmel. Wir sind gespannt, ob dieses auch bei den Spielen stechen kann.



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Benchmarks: Spiele

Street Fighter IV (DX9)
Obwohl Capcom die Windows-Version von "Street Fighter IV" erst im Juli 2009 auf den Markt gebracht hat, ist bei diesem klassischen Prügelspiel nichts von DirectX 10 zu sehen. Die comicartige Grafik ist zwar durchaus gelungen, aber anspruchslos. Beim offiziellen Benchmark von "Street Fighter IV" laufen insgesamt vier Tests. Drei davon sind typische Kämpfe und der vierte ist eine Ansicht verschiedener Kämpfer, die im Kreis stehen, während die Kamera diese umfährt.
Zunächst haben wir alle Qualitätseinstellungen auf "hoch" und Soft Shadow auf "Maximum" gesetzt, Kantenglättung und die anisotrophe Filterung der Texturen wurden jedoch nicht verwendet. Folgende Bildschirmauflösungen kommen zum Einsatz: 1.280 x 720, 1.600 x 900 und 1.920 x 1.080 Bildpunkte.
Street Fighter IV in fps (1280x720, kein AA, kein AF, hoch/max)
ASUS AM1M-A
8GB DDR3-1600
49.32
Gigabyte GA-AM1M-S2P
8GB DDR3-1600
48.83
MSI AM1I
8GB DDR3-1600
48.68
Street Fighter IV in fps (1600x900, kein AA, kein AF, hoch/max)
ASUS AM1M-A
8GB DDR3-1600
37.63
Gigabyte GA-AM1M-S2P
8GB DDR3-1600
37.23
MSI AM1I
8GB DDR3-1600
37.22
Street Fighter IV in fps (1920x1080, kein AA, kein AF, hoch/max)
ASUS AM1M-A
8GB DDR3-1600
28.92
MSI AM1I
8GB DDR3-1600
28.69
Gigabyte GA-AM1M-S2P
8GB DDR3-1600
28.67
Der integrierte Grafikkern des Athlon 5350 ist nicht sonderlich schnell und reicht nur für sehr anspruchslose Spiele, doch das ASUS AM1M-A kitzelt zumindest die höchste Leistung aus der iGPU heraus.
Spiele: Alien vs Predator (DX11)
Mit dem SciFi-Shooter "Alien vs Predator" haben wir einen waschechten DX11-Test vor uns, welcher keine ältere Hardware unterstützt. Für unsere Messung wählen wir eine geringe Qualität und verzichten auf die Kantenglättung sowie die anisotrope Filterung der Texturen.
SSAO (Screen Space Ambient Occlusion) und die Tesselation werden ebenfalls nicht genutzt. Folgende Bildschirmauflösungen kommen zum Einsatz: 1.280 x 720, 1.600 x 900 und 1.920 x 1.080 Bildpunkte.
Alien vs Predator in fps (1280x720, ohne: AA, AF, SSAO, Tesselation, low)
ASUS AM1M-A
8GB DDR3-1600
24.3
Gigabyte GA-AM1M-S2P
8GB DDR3-1600
24.2
MSI AM1I
8GB DDR3-1600
24.2
Alien vs Predator in fps (1600x900, ohne: AA, AF, SSAO, Tesselation, low)
ASUS AM1M-A
8GB DDR3-1600
16.2
Gigabyte GA-AM1M-S2P
8GB DDR3-1600
16.1
MSI AM1I
8GB DDR3-1600
16.1
Alien vs Predator in fps (1920x1080, ohne: AA, AF, SSAO, Tesselation, low)
ASUS AM1M-A
8GB DDR3-1600
11.2
Gigabyte GA-AM1M-S2P
8GB DDR3-1600
11.2
MSI AM1I
8GB DDR3-1600
11.2
Für ein Spiel wie "Alien vs Predator" ist die iGPU des Athlon 5350 zu schwach auf der Brust. Allerdings belegt auch diese Messung, dass ASUS sein AM1M-A mit der höchsten Grafikleistung versehen hat.



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Stromverbrauch (Gesamtsystem)

Um den Stromverbrauch zu ermitteln, messen wir die Leistungsaufnahme des gesamten Systems über den Zeitraum einer Stunde. Wir geben also keine einmaligen Verbrauchsspitzen an, sondern den für die Praxis viel relevanteren Durchschnittswert. Der Bildschirm wurde in diesem Zeitraum weder abgedunkelt noch ausgeschaltet.

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Als Netzteil dient uns das extrem effiziente Antec EarthWatts EA-550 Platinum (80 Plus Platinum). Im Leerlauf drosselt das ASUS AM1M-A die Taktrate des Athlon 5350 auf 798,38 MHz und reduziert die anliegende Spannung auf 0,996 Volt.
Stromverbrauch: Gesamtsystem Idle in W (geringere Werte sind besser)
Gigabyte GA-AM1M-S2P
8GB DDR3-1600
18
MSI AM1I
8GB DDR3-1600
18
ASUS AM1M-A
8GB DDR3-1600
23
Im Leerlauf genehmigt sich das ASUS AM1M-A überraschenderweise fünf Watt mehr als Gigabytes GA-AM1M-S2P oder das MSI AM1I. Angesichts des niedrigen Stromverbrauchs des Athlon 5350 bedeutet dies einen Mehrverbrauch von rund 28 Prozent.
Für die Lastmessung verwenden wir mit Prime95 27.9 einen rein synthetischen Lasttest. Prime95 nutzt die "Advanced Vector Extensions" (AVX) und generiert insbesondere im Lastszenario "In-place large FFTs" einen deutlich höheren Stromverbrauch als normale Programme.

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Das ASUS AM1M-A steigert die Spannung auf moderate 1,236 Volt, um einen stabilen Betrieb mit 2045,85 MHz sicherzustellen. Angegeben wird abermals der Durchschnittsverbrauch, welcher im Rahmen einer einstündigen Messung ermittelt wurde.
Stromverbrauch: Volllast mit Prime95 in W (Durchschnitt/Maximum)
MSI AM1I
8GB DDR3-1600
40
Gigabyte GA-AM1M-S2P
8GB DDR3-1600
41
ASUS AM1M-A
8GB DDR3-1600
47
Unter Volllast bewegt sich der Mehrverbrauch des ASUS AM1M-A zwischen 14,6 und 17,5 Prozent. Für unseren Geschmack ist das eindeutig zu viel. Wer ein besonders kompaktes und energieeffizientes System im Sinn hat, sollte zu MSIs Mini-ITX-Platine AM1I greifen. In Kombination mit einer 2,5-Zoll-Festplatte oder einem Solid-State-Laufwerk lässt sich der Lastverbrauch dann problemlos unter 40 Watt drücken.



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Übertakten: Methode

Für die Mainboard-Hersteller ist der Sockel AM1 Neuland und aufgrund der Ausrichtung dieser preiswerten Plattform wird dem Thema Übertakten keine allzu große Aufmerksamkeit geschenkt. Bei den Kabini-SoCs gibt es weder Turbostufen noch K-Modelle mit frei wählbarem Multiplikator. Doch ASUS wäre nicht ASUS, wenn man nicht irgendwo an den Taktraten drehen könnte. Beim AM1M-A geschieht das - ganz traditionell - über den Basistakt.

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Dieser liegt üblicherweise bei 100 MHz, doch ASUS ermöglicht Werte zwischen 90 und 300 MHz. Zudem können wir die an der APU anliegende Spannung um 0,00625 bis 0,4 Volt anheben oder absenken. Ohne an der Spannungsschraube zu drehen, erzielen wir einen stabilen Basistakt von 125 MHz. Heben wir den Takt weiter an, laufen die CPU-Messungen noch eine Zeitlang durch, doch die Spiele werden instabil.

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Ein Grund hierfür ist der Speicher, denn die Taktraten von Speicher und iGPU sind an den Basistakt gekoppelt. Oberhalb von DDR3-1600 sollte man nur noch einen Speicherriegel verwenden und jenseits von DDR3-1866 sollte dieses Modul zudem nur einseitig bestückt sein. Einen höheren Durchsatz liefern allerdings zwei doppelseitige Riegel, die etwas langsamer betrieben werden.

Übertakten: Stromverbrauch

Der Leistungsgewinn durch Übertakten fordert immer einen Tribut und aufgrund der deutlichen Taktsteigerung von 25 Prozent befürchten wir einen ebenso deutlichen Anstieg des Stromverbrauchs. Daher belasten wir den Athlon 5350 nochmals auf allen Kernen mit Prime95 und prüfen die Stromaufnahme des Testsystems.
Stromverbrauch: Volllast mit Prime95 in W (Durchschnitt/Maximum)
ASUS AM1M-A
Athlon 5350 @ 2,56 GHz
8GB DDR3-1666
50
ASUS AM1M-A
Athlon 5350 @ 2,05 GHz
8GB DDR3-1600
47
Und wir können Entwarnung geben: Das übertaktete System verbraucht lediglich drei Watt bzw. 6,4 Prozent mehr Strom. Diesen Anstieg bewältigt selbst der winzige Boxed-Kühler von AMD ohne jegliche Probleme. Schade, dass es bisher noch keine Black Edition des Kabini gibt...



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Übertakten: Benchmarks

Was uns das Übertakten an echter Mehrleistung bringt, überprüfen wir mit Hilfe von SiSoft Sandra 2013.05.19.44 (CPU und Arbeitsspeicher), Cinebench 11.529 64-Bit und Povwin 3.7 RC7 64-Bit (CPU) sowie Street Fighter IV und Alien vs Predator (Grafik). Wir beginnen mit SiSoft Sandra 2013.05.19.44:
Prozessorleistung Arithmetik Dhrystone Integer in GIPS
ASUS AM1M-A
Athlon 5350 @ 2,56 GHz
8GB DDR3-1666
42.99
ASUS AM1M-A
Athlon 5350 @ 2,05 GHz
8GB DDR3-1600
33.84
Prozessorleistung Arithmetik Whetstone Fließkomma in GFLOPS
ASUS AM1M-A
Athlon 5350 @ 2,56 GHz
8GB DDR3-1666
28.58
ASUS AM1M-A
Athlon 5350 @ 2,05 GHz
8GB DDR3-1600
22.78
Speicherbandbreite Integer/Flie▀komma in GB/s
ASUS AM1M-A
Athlon 5350 @ 2,56 GHz
8GB DDR3-1666
7.36
7.37
ASUS AM1M-A
Athlon 5350 @ 2,05 GHz
8GB DDR3-1600
7.17
7.17
Bei SiSoft Sandra 2013.05.19.44 steigt die CPU-Leistung um mehr als 26 Prozent, doch beim Speicherdurchsatz gewinnen wir lediglich 2,7 Prozent hinzu.
Cinebench 11.529 64-Bit (X Threads in CB)
ASUS AM1M-A
Athlon 5350 @ 2,56 GHz
8GB DDR3-1666
2.57
ASUS AM1M-A
Athlon 5350 @ 2,05 GHz
8GB DDR3-1600
2.06
Povwin 3.7 RC7 64-Bit (X Threads; 1 Thread in PPS)
ASUS AM1M-A
Athlon 5350 @ 2,56 GHz
8GB DDR3-1666
454.79
ASUS AM1M-A
Athlon 5350 @ 2,05 GHz
8GB DDR3-1600
362.46
Cinebench 11.529 64-Bit und Povwin 3.7 RC7 64-Bit (CPU) bescheinigen dem übertakteten System eine Leistungssteigerung von ca. 25 Prozent.
Street Fighter IV in fps (1280x720, kein AA, kein AF, hoch/max)
ASUS AM1M-A
Athlon 5350 @ 2,56 GHz
8GB DDR3-1666
54.27
ASUS AM1M-A
Athlon 5350 @ 2,05 GHz
8GB DDR3-1600
49.32
Alien vs Predator in fps (1280x720, ohne: AA, AF, SSAO, Tesselation, low)
ASUS AM1M-A
Athlon 5350 @ 2,56 GHz
8GB DDR3-1666
25.7
ASUS AM1M-A
Athlon 5350 @ 2,05 GHz
8GB DDR3-1600
24.3
Während wir die Framerate bei "Street Fighter IV" um zehn Prozent verbessern können, gewinnt das anspruchsvolle "Alien vs Predator" nur 5,8 Prozent hinzu. Dennoch: Das Übertakten lohnt sich und ist zugleich der große Pluspunkt des ASUS AM1M-A.



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Fazit

GutMit dem AM1M-A hat ASUS ein sehr attraktives Mainboard für AMDs Sockel AM1 im Programm, das in zwei Punkten aus der Menge seiner Mitbewerber hervorsticht: Erstens hat ASUS einen zusätzlichen USB-3.0-Controller verbaut, der nicht nur zwei weitere USB-Ports der dritten Generation bereitstellt, sondern auch etwas schneller ist als die integrierte Lösung von AMD. Zweitens ermöglicht uns ASUS die Manipulation des Basistaktes und damit das Overclocking. Statt der standardmäßigen 100 MHz dürfen wir beim AM1M-A zwischen 90 und 300 MHz wählen. Mit unserem Athlon 5350 erreichen wir ohne Spannungserhöhung stabile 125 MHz und können die vier CPU-Kerne des SoC von 2,05 auf 2,56 GHz beschleunigen. Und vom höheren Basistakt profitieren auch der Arbeitsspeicher und die integrierte Grafikeinheit des SoC. Erfreulicherweise wirkt sich die 25-prozentige Übertaktung nur marginal auf den Stromverbrauch aus, der um gerade einmal drei Watt ansteigt.

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Im Normalbetrieb ist der Stromverbrauch hingegen der einzige Fleck auf der ansonsten weißen Weste des ASUS AM1M-A: Im Leerlauf sind die Hauptplatinen von MSI und Gigabyte um fünf Watt sparsamer und unter Last sind es bis zu sieben Watt. Das mag jetzt nach nicht allzu viel klingen, doch da der Athlon 5350 sehr energieeffizient arbeitet, geht es immerhin um einen Mehrverbrauch zwischen 14,6 und 28 Prozent. Ansonsten überzeugt das ASUS AM1M-A in allen Bereichen: Die Performance liegt auf dem Niveau der Mitbewerber und die Umsetzung der HD-Audio-Lösung ist einen Hauch besser gelungen als bei der Konkurrenz. Mit HDMI, DVI und VGA stehen gleich drei Bildschirmausgänge zur Auswahl und auch das Layout der Hauptplatine weist keine großen Schwächen auf. Wir hätten uns allerdings über zusätzliche SATA-Anschlüsse gefreut und der ein oder andere Käufer wird den PCI-Steckplatz vermissen.
Bei unserem Partner HiQ24.de kostet das ASUS AM1M-A aktuell 29,90 Euro inklusive Mehrwertsteuer und zuzüglich Versandkosten (Vergleichspreis bei Amazon.de abfragen). Da kann man nicht viel falsch machen!
In einem Satz: Die derzeit beste Wahl zum Übertakten des Kabini.



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