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ASUS AT3N7A-I: Mini-ITX mit Intel Atom 330 und NVIDIA ION - Druckansicht - Seite 1 von 13

Während kleinere Hersteller wie Albatron und Jetway recht früh auf Mainboards im Mini-ITX-Format setzten, taten sich die Marktführer - und hier insbesondere ASUS - lange Zeit schwer mit solchen Produkten. Erst im Herbst 2009 brachte ASUS seine ersten Mini-Mainboards auf den Markt, wobei das Modell AT3N7A-I besonders spannend ist, da es Intels Dual-Core Atom 330 mit NVIDIAs ION vereint. Wir haben dieses Mini-ITX-Mainboard ausführlich getestet und zeigen auch eine leisere Alternative zur vom Hersteller verbauten Kühlung.


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NVIDIA ION: Ein Upgrade für den Atom
Intel verkauft seine Atom-Prozessoren zusammen mit dem Chipsatz 945GSE, einer leicht abgespeckte Variante des 945GME. Der 945GSE setzt sich aus zwei Chips zusammen, der Northbridge 945GSE und der Southbridge ICH7-M. NVIDIAs ION kombiniert die Grafik- und Chipsatzfunktionen hingegen in einem einzelnen Chip. Vergleichen wir zunächst die typischen Chipsatzfunktionen:

Chipsatzfunktionen
ModellNVIDIA IONIntel 945GME/ICH7-M
DDR3-Unterstützung1066nein
DDR2-Unterstützung400/533/667/800400/533
Speicherbus (Bit)2x 6464
Frontsidebus533/667/800533/667
PCIe Lanes204
davon PEG-Lanes16-
PCIe Version2.01.1
32-Bit PCI56
SATA-Ports62
SATA Bandbreite3,0 Gb/s1,5 Gb/s
RAID0+1nein
USB-2.0-Ports128
LAN10/100/100010/100
HD-Audiojaja

Während Intels 945GME/ICH7-M an allen Ecken und Enden beschnitten wurde, bietet der ION alle Funktionen eines modernen Desktop-Chipsatzes und unterstützt auch diskrete Grafiklösungen. Beim AT3N7A-I hat ASUS allerdings auf einen x16-Steckplatz für PCI-Express-Grafikkarten verzichtet.


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Während Intels Chipsatz für Netbooks angemessen erscheint, verlangen die Kunden von einem Desktop-PC mehr Flexibilität und genau diese bietet der ION. Und dies wird insbeondere bei der Grafikeinheit deutlich:

Integrierter Grafikkern
ModellNVIDIA IONIntel GMA 950
Shader164
Chiptakt (MHz)450166
Shader-Takt (MHz)1100166
DDR3-Bandbreite (GB/s)17,0-
DDR2-Bandbreite (GB/s)12,84,3
max. Auflösung, digital2560 x 16002048 x 1536
max. Auflösung, analog2048 x 15362048 x 1536
Videobeschleunigungbis Full HD (1080p)nur MPEG2
DirectX109
Shader Modell4.03.0
OpenGL3.21.4

Bei Intels IGP wird man die Hardware-Beschleunigung für hochauflösende Videos am meisten vermissen und auch die auf 2048 x 1536 Bildpunkte limitierte Auflösung wird einigen Kunden nicht ausreichen. Dass NVIDIAs ION auch DirectX 10 beherrscht, ist zwar schön und gut, doch für anspruchsvolle Spiele reicht auch der ION nicht aus. Mit zwei Speicherkanälen und DDR3-Unterstützung ermöglicht der ION deutlich höhere Speicherbandbreiten. Zumindest auf dem Papier, denn der langsame Frontsidebus der Atom-Prozessoren macht diesen Vorteil wieder zunichte. Zudem hat ASUS das AT3N7A-I auf DDR2-Speicher beschränkt.


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Und NVIDIA betrachtet den ION nicht nur als Chipsatz und Grafiklösung sondern auch als Co-Prozessor. Mit Hilfe der GPGPU-Technologie CUDA soll der Grafikkern des ION dem Atom 330 unter die Arme greifen und die Leistung des Systems verbessern. PhysX wird hingegen nicht unterstützt, doch angesichts der geringen Grafikleistung würde dies auch keinen Sinn machen.




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Der Lieferumfang
Neben dem Mainboard finden wir ein Handbuch, einen "Quick-Start Guide", die Treiber DVD inklusive des Mini-Linux "Express Gate", eine ATX-Blende und zwei SATA-Kabel im Lieferumfang des ASUS AT3N7A-I. Das ist zwar keinesfalls luxuriös aber durchaus angemessen.


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Die Anschlüsse
Im ATX-Anschlusspanel hat ASUS eine PS/2-Buchse für Tastaturen, acht USB-2.0-Anschlüsse sowie je einen Port für eSATA und Gigabit-LAN untergebracht. Hinzu kommen zwei Ausgänge für das Bild (HDMI und VGA) sowie zwei digitale Ausgänge für den Ton (koaxial und optisch). Sechs analoge Audio-Anschlüsse und ein Bluetooth-Dongle komplettieren die Ausstattung.


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Während Bluetooth eine willkommene Sonderausstattung darstellt, vermissen wir Wireless-LAN, Firewire und einen DVI-Anschluss. ASUS schöpft die Möglichkeiten des ION nicht aus und beschränkt die analoge Bildausgabe auf 1920 x 1440 Pixel, während über HDMI maximal 1920 x 1200 Bildpunkte ausgegeben werden können. Die exotische Auflösung 2048 x 1152 wird sowohl über den analogen Ausgang als auch via HDMI unterstützt. Wer den VGA-Ausgang verwendet, muss bei höheren Auflösungen Abstriche bei der Bildqualität in Kauf nehmen.


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Intern finden sich drei SATA-Anschlüsse (rot), ein USB-Header (blau) für die Anschlüsse 9 und 10 sowie ein Audio-Header (grün) für die Frontanschlüsse des Gehäuses. ASUS hat somit vier von sechs möglichen SATA-Ports sowie zehn von zwölf möglichen USB-Anschlüssen umgesetzt - nicht schlecht für ein derart kleines Mainboard.




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Das Layout
ASUS hatte bei der Anordnung der Bauteile auf dem 17,1 x 17,1 cm kleinen AT3N7A-I nicht viel Spielraum. Daher erscheint die Entscheidung, für CPU und Chipsatz einen einzigen Kühlkörper zu verwenden, sehr clever. Rechts neben diesem Kühler sehen wir die beiden gelben DIMM-Slots, welche maximal DDR2-800 mit zwei Speicherkanälen ermöglichen.


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Für Erweiterungskarten steht ein PCI-Steckplatz zur Verfügung, PCI-Express hätten wir jedoch vorgezogen. Somit nutzt nur der Gigabit-LAN-Controller Realtek RTL8112L die vorhandenen PCI-Express-Lanes.


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Soundcheck
Gleich neben dem Realtek RTL8112L finden wir den HD-Audio-Codec VT1708S von VIA, welcher für einen guten Klang sorgen soll. Diesen Codec kennen wir bereits vom M4A785TD-V EVO, auf dem er sich recht wacker schlug. Zum Vergleich ziehen wir zudem MSIs 785G-E53 heran, auf dem ein Realtek ALC889 zum Einsatz kommt.

RMAA 6.2.3
24-Bit/192kHz
ASUS
M4A785TD-V EVO
ASUS
AT3N7A-I
MSI
785G-E53
Frequency response, dB
Bezugsfrequenz: 40Hz,15KHz
(geringer=besser)
+0,04;-0,53+0,06;-0,55+0,47;-0,21
Noise level, dBA
Eigen-Rauschpegel
(niedriger=besser)
-88,8-86,5-100,1
Dynamic range, dBA
Dynamik-Bereich
(größer=besser)
87,785,2100,0
Total Harmonic Distortion
(Klirrfaktor) %
(niedriger=besser)
0,0320,0350,0063
Intermodulation
distortion, %
(niedriger=besser)
0,0350,0380,009
Stereo crosstalk, dB
Übersprechen
(niedriger=besser)
-83,1-82,6-85,9

VIAs VT1708S liefert gute Ergebnisse, wobei die Umsetzung beim ASUS M4A785TD-V EVO allerdings noch etwas besser gelungen ist. Der Realtek ALC889 auf dem MSI 785G-E53 spielt jedoch eine ganze Klasse höher.




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Die Kühlung
Das AT3N7A-I bietet drei Lüfteranschlüsse: Der Anschluss des CPU/Chipsatz-Lüfters wird bereits vom vorinstallierten 40mm-Lüfter genutzt, zwei weitere 3-Pin-Anschlüsse finden sich an den Kanten der Platine. Leider hat ASUS keinerlei Lüfterregelung implementiert, was die Verwendung des Mainboards als Basis für einen HTPC ad absurdum führt.


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Der Lüfter, welchen ASUS verwendet, hat neun Blätter und stammt von Everflow. Vier Gummischeiben sollen den mit gut 6.100 U/min rotierenden Schreihals entkoppeln, doch das kann nicht gelingen, da der Lüfter am Kühlkörper verschraubt ist. Die Gestaltung der Kühlrippen verhindert zudem die Verschraubung größerer Lüfter.


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Bei der Vermessung des Mainboards haben wir aus einem Meter Abstand einen Lärmpegel von 34,58 dB(A) feststellen müssen. ASUS hat zwar Abhilfe angekündigt und den Lüfter gegen ein Modell mit ca. 4.200 U/min ausgetauscht, doch auch dieses ist uns noch zu laut.


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Leider konnten wir keine technischen Daten zum Super-I/O ITE IT8756E auftreiben, ansonsten wüssten wir zumindest, ob dieser Chip die Regelung der Lüfterdrehzahl überhaupt unterstützt. PC-Probe erlaubt nämlich die Aktivierung der automatischen Lüfterregelung, doch leider bleibt diese ohne Wirkung.




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Die Kühlung optimieren
Angesichts der Lautstärke des ASUS AT3N7A-I könnten wir den Test an dieser Stelle bereits beenden: Setzen, 6! ASUS hat die Aufgabenstellung eindeutig verfehlt, denn mit diesem Mainboard lässt sich kein leiser Mini-Computer oder HTPC aufbauen. Doch da wir kürzlich erst das Mini-ITX-Gehäuse Antec ISK300-65 im Test hatten, kam uns eine Idee.

Wenn schon der Hersteller seine Hausaufgaben nicht gemacht hatte, so wollten wir unseren Lesern zumindest eine Konfiguration vorstellen, in welcher sich das ASUS AT3N7A-I angenehm leise betreiben lässt. Nach einigen Versuchen sind wir zu folgender Lösung gekommen: Der Gehäuselüfter des Antec ISK300-65 wurde gegen zwei 80mm-Modelle vom Typ Scythe S-FLEX SFF80A getauscht.

Diese laufen bei 1.000 U/min so gut wie lautlos und passen perfekt in den eng geschnittenen Lüfterrahmen, der den Einbau entkoppelter Lüfter unmöglich macht. Den 40mm-Schreihals von ASUS haben wir entfernt und stattdessen den 80mm-Lüfter be quiet! Silent Wings T8025-LF verbaut.

Da wir den be quiet! Silent Wings T8025-LF nicht am Kühler befestigen konnten, haben wir ihn am Gehäuse fixiert. An drei Stellen wird der Lüfter von Kabelbindern gehalten, wobei je drei Dichtungsscheiben für den notwendigen Abstand zum Gehäusedeckel sorgen.

Mit Hilfe eines Potentiometers haben wir zudem die Drehzahl des be quiet! Silent Wings T8025-LF auf 1.500 U/min reduziert. Bei Volllast (BOINC) bewegen sich die mit PC-Probe gemessenen Temperaturen um die 36°C, mit dem vorinstallierten 40mm-Lüfter und ohne Gehäuselüfter kamen wir auf 33°C. Aus einem Meter Entfernung liegt der Schallpegel des Systems nun bei 20 dB(A), bei Festplattenzugriffen messen wir knapp 23 dB(A).




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Intel Atom 330 und Testkonfiguration
Der Dual-Core-Prozessor Atom 330 wurde auf dem Mainboard verlötet. Seine Kerne takten mit 1,60 GHz und da der Atom 330 auch HyperThreading beherrscht, kann diese CPU vier Threads parallel bearbeiten. Der Chipsatz, welcher auch den Speicher-Controller beinhaltet, ist über eine mit 533 MHz getaktete FSB-Anbindung mit dem Prozessor verbunden. Diese beschneidet den Durchsatz schneller Speichermodule und der nur 512 KByte große L2-Cache des Atom 330 kann diese Engstelle auch nicht kaschieren.


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Wie die Netbook-Varianten Atom N270 und N280 unterstützt auch der Atom 330 die Befehlssatzerweiterung SSE nur bis zur Version 3, dafür beherrscht er jedoch 64 Bit, was Intel seinen Netbook-CPUs vorenthalten hat. Im Gegenzug fehlt dem Atom 330 die Stromsparfunktion EIST. Weder der Takt noch die Spannung werden im lastfreien Betrieb abgesenkt, so dass der Stromverbrauch des Testsystems nur um drei Watt schwankt.

Hier unsere die komplette Testkonfiguration:

Übertakten
ASUS hat das AT3N7A-I mit erstaunlich umfangreichen Übertaktungsfunktionen ausgestattet. Man kann für die Taktraten wahrlich astronomische Werte einstellen und auch einige Spannungen erhöhen:

Auch wenn dies einigen Desktop-Nutzern recht bescheiden vorkommen wird, sind diese Optionen für ein Atom-Mainboard ein echter Luxus. Zudem können wir auch die Speicherlatenzen manuell einstellen. Und wie wirken sich diese Einstellungen in der Praxis aus?


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Maximal erreichen wir einen FSB-Takt von 700 MHz und somit einen CPU-Takt von 2,1 GHz. Der Speicher läuft hierbei als DDR2-700 mit Latenzen von CL5-5-5-13.


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Wer übertakten will, muss jedoch CPU- und Chipsatzspannung unbedingt anheben, ansonsten läuft das System unter Last instabil. Der Stromverbrauch des übertakteten Systems stieg um maximal zwei Watt an, die Temperatur kletterte um 2°C. Wir haben die Performance von CPU und Mainboard mit Standardtakt, mit 2,0 GHz sowie mit 2,1 GHz gemessen. Die Ergebnisse finden sich in den folgenden Benchmark-Tabellen.




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Datenträger-Performance
Das ASUS AT3N7A-I ist das erste Mainboard auf Basis von Intels Atom-Architektur, welches wir getestet haben. Bisher hatten wir uns ausschließlich Nettops und Netbooks angesehen, da die Mehrzahl der Käufer in diesem Segement zu Fertigsystemen greift. Wir haben unseren Testaufbau mit Toshibas MK5055GSX bestückt, einer SATA-Festplatte im 2,5-Zoll-Format mit 500 GB Speicherplatz, 8 MByte Cache und 5.400 U/min. Diese Festplatte arbeitet sehr leise und bietet viel Speicherplatz zum kleinen Preis.

In der ASUS Eee Box B202 und im Eee PC 1000HE hatten wir eine Seagate Momentus 5400.5 ST9160310AS (2,5 Zoll, 160 GB, 5.400 U/min) vorgefunden, Medions akoya mini wurde in seiner ersten Version mit der Western Digital Scorpio WD800BEVS (2,5 Zoll, 80 GB, 5.400 U/min) ausgeliefert und im ASUS Eee PC 900 12G fanden wir seinerzeit zwei SSDs mit 4 und 8 GB Speicherplatz. Wir vergleichen die unterschiedlichen Datenträger im Lesetest von HD Tune 2.53.

HD Tune 2.53: Lesenrate Ø, max, min in MB/s
ASUS AT3N7A-I
500GB HDD
58.9
76.4
34.9
ASUS Eee Box B202
160GB HDD
52.4
67.0
31.1
ASUS Eee PC 1000HE
160GB HDD
51.8
66.0
31.7
Medion akoya mini
80GB HDD
37.1
47.6
24.1
ASUS Eee PC 900
4GB SSD
29.7
35.0
10.3
ASUS Eee PC 900
8GB SSD
23.8
26.0
14.8

HD Tune 2.53: Burstrate MB/s
ASUS AT3N7A-I
500GB HDD
142.2
ASUS Eee PC 1000HE
160GB HDD
90.0
ASUS Eee Box B202
160GB HDD
83.2
Medion akoya mini
80GB HDD
65.3
ASUS Eee PC 900
4GB SSD
30.9
ASUS Eee PC 900
8GB SSD
25.0

HD Tune 2.53: Zugriffszeit in ms, niedrige Werte sind besser
ASUS Eee PC 900
4GB SSD
0.5
ASUS Eee PC 900
8GB SSD
0.5
Medion akoya mini
80GB HDD
17.2
ASUS AT3N7A-I
500GB HDD
17.7
ASUS Eee PC 1000HE
160GB HDD
30.5
ASUS Eee Box B202
160GB HDD
30.6

HD Tune 2.53: CPU-Last in Prozent, niedrige Werte sind besser
ASUS AT3N7A-I
500GB HDD
3.0
ASUS Eee PC 900
8GB SSD
4.3
Medion akoya mini
80GB HDD
4.5
ASUS Eee PC 900
4GB SSD
5.2
ASUS Eee PC 1000HE
160GB HDD
5.9
ASUS Eee Box B202
160GB HDD
9.4

Bei der durchschnittlichen Leserate schlägt Toshibas MK5055GSX die Seagate Momentus 5400.5 ST9160310AS um 6,5 MB/s, minimal schaufelt die 500GB-Platte 3,8 MB/s mehr, maximal sind es sogar 9,4 MByte. Beachtlich ist die Burstrate, welche bei NVIDIAs ION-Chipsatz um 52,2 MB/s höher ausfällt als bei Intels ICH7-M mit der Seagate Momentus 5400.5 ST9160310AS. Auch die Zugriffszeit der Toshiba MK5055GSX ist deutlich kürzer.




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CPU-Leistung (synthetisch)
Während unsere bisherigen Testkandidaten auf den für Netbooks optimierten Single-Core-Varianten des Intel Atom Prozessors basierten, haben wir es heute mit dem Dual-Core-Prozessor Atom 330 zu tun. Dieser taktet wie der Atom N270 der Eee Box B202 und des Medion akoya mini mit 1,6 GHz Taktrate, während der Atom N280 im ASUS Eee PC 1000HE 66,66 MHz schneller läuft. In den Modellen ASUS Eee PC 900 und Eee PC 4G werkelt der Ein-Kern-Prozessor Celeron M ULV 353 auf Basis des betagten 90 nm "Dothan"-Kerns, der kein HyperThreading beherrscht. Das ebenfalls zum Vergleich herangezogene Desktop-System basiert auf dem Dual-Core-Prozessor Intel Pentium E2200 und verwendet ein ASUS P5K Premium mit 2 GByte DDR2-800.

Traditionell prüfen wir zunächst die mathematische Leistung der Prozessoren mit Hilfe synthetischer Benchmarks. Hierzu verwenden wir SiSoft Sandra 2007 Pro Business (Build 1098).

SiSoft Sandra 2007.1098: Dhrystone ALU in MIPS; Whetstone iSSE3 in MFLOPS
Pentium E2200
2,20GHz/DDR2-800CL4
20268
14176
ASUS AT3N7A-I
Atom 330 2,10 GHz
10546
8816
ASUS AT3N7A-I
Atom 330 2,00 GHz
10062
8406
ASUS AT3N7A-I
Atom 330 1,60 GHz
8014
6694
ASUS Eee PC 1000HE
Atom N280 1,66 GHz
4187
3509
ASUS Eee Box B202
Atom N270 1,6 GHz
4064
3392
Medion akoya mini
Atom N270 1,6 GHz
4026
3361
ASUS Eee PC 900
Celeron M ULV 353 900MHz
2927
2176
ASUS Eee PC 4G
Celeron M ULV 353 630MHz
2023
1511

Der Atom 330 ist in etwa doppelt so schnell wie der Atom N270 und das war auch zu erwarten, denn er hat bei identischer Taktrate doppelt so viele Kerne. Durch Übertaktung können wir seine Leistung um 31,6 Prozent steigern, doch auch dann ist ein Pentium E2200 noch immer fast doppelt so schnell.

Ein zweiter Testlauf soll die Multimedia-Performance offenbaren:

SiSoft Sandra 2007.1098: Integer X8 iSSE4 in it/s; FloatingPoint X4 iSSE2 in it/s
Pentium E2200
2,20GHz/DDR2-800CL4
122085
65662
ASUS AT3N7A-I
Atom 330 2,10 GHz
77050
51749
ASUS AT3N7A-I
Atom 330 2,00 GHz
73477
49349
ASUS AT3N7A-I
Atom 330 1,60 GHz
58472
39329
ASUS Eee PC 1000HE
Atom N280 1,66 GHz
30595
20593
ASUS Eee Box B202
Atom N270 1,6 GHz
29598
19911
Medion akoya mini
Atom N270 1,6 GHz
29486
19822
ASUS Eee PC 900
Celeron M ULV 353 900MHz
8350
9457
ASUS Eee PC 4G
Celeron M ULV 353 630MHz
5787
6536

Abermals ermöglicht der zweite Kern dem Atom 330 in etwa die doppelte Rechenleistung eines Atom N270. Das Übertakten bringt uns einen Leistungsgewinn von 31,7 Prozent, dennoch bleibt der Pentium E2200 mit deutlichem Abstand in Führung.

Die Molecular Dynamics Simulation von ScienceMark 2.0 untersucht das thermodynamische Verhalten von Materialien anhand fester physikalischer Gesetze. Je schneller die Berechnung beendet wird, desto performanter ist die CPU. Die Resultate werden in Sekunden angegeben, niedrigere Werte sind folglich besser:

ScienceMark 2.0 32-Bit Build 21032005: Molecular Dynamics in s
Pentium E2200
2,20GHz/DDR2-800CL4
70.35
ASUS AT3N7A-I
Atom 330 2,10 GHz
120.35
ASUS AT3N7A-I
Atom 330 2,00 GHz
124.66
ASUS AT3N7A-I
Atom 330 1,60 GHz
151.62
ASUS Eee PC 1000HE
Atom N280 1,66 GHz
170.36
Medion akoya mini
Atom N270 1,6 GHz
172.12
ASUS Eee Box B202
Atom N270 1,6 GHz
174.01
ASUS Eee PC 900
Celeron M ULV 353 900MHz
211.50
ASUS Eee PC 4G
Celeron M ULV 353 630MHz
319.85

Diesmal ist der Atom 330 nur 12 Prozent schneller als die Geräte mit Atom N270, denn Molecular Dynamics nutzt nur zwei Threads und tauscht somit HyperThreading gegen einen echten Kern. Das Übertakten auf 2,1 GHz bringt uns eine Zeitersparnis von 20,6 Prozent, doch in die Rechweite des Pentium E2200 gelangen wir auch diesmal nicht.




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CPU-Leistung (mathematisch)
Lassen wir die CPU noch etwas arbeiten: Die schnelle Fourier-Transformation (FFT) ist ein Algorithmus, welcher zur Berechnung von Primzahlen genutzt wird. Wir verwenden Prime95 v24.14 im Benchmark-Modus, um die Rechenleistung der CPU zu untersuchen. Die Resultate werden in Millisekunden angegeben, kleinere Werte sind also besser:

Prime95 v24.14 - 10 Iterationen mit 4096K FFT Länge: in ms
Pentium E2200
2,20GHz/DDR2-800CL4
111.94
ASUS Eee PC 900
Celeron M ULV 353 900MHz
714.55
ASUS AT3N7A-I
Atom 330 2,10 GHz
955.43
ASUS AT3N7A-I
Atom 330 2,00 GHz
1002.91
ASUS Eee PC 4G
Celeron M ULV 353 630MHz
1032.38
ASUS Eee PC 1000HE
Atom N280 1,66 GHz
1184.20
ASUS Eee Box B202
Atom N270 1,6 GHz
1220.46
Medion akoya mini
Atom N270 1,6 GHz
1233.29
ASUS AT3N7A-I
Atom 330 1,60 GHz
1249.66

Dieser Test, der nur einen Kern verwendet, liegt dem Atom 330 überhaupt nicht. Erst mit einer Taktrate von 2,00 GHz überholt der Dual-Core-Prozessor den auf 630 MHz gedrosselten Celeron M ULV 353. Bei maximaler Übertaktung verkürzt sich die Bearbeitungszeit des Atom 330 um 23,6 Prozent, doch ohne Übertaktung benötigt der Atom 330 mehr als zehnmal so lange wie das Desktop-System auf Basis des Pentium E2200.

Wir bleiben bei der Mathematik und kümmern uns um die Kreiszahl PI:

Super PI 1.1e, 1M Stellen: Dauer in s
Pentium E2200
2,20GHz/DDR2-800CL4
26
ASUS AT3N7A-I
Atom 330 2,10 GHz
72
ASUS AT3N7A-I
Atom 330 2,00 GHz
76
ASUS Eee PC 1000HE
Atom N280 1,66 GHz
89
ASUS Eee PC 900
Celeron M ULV 353 900MHz
89
ASUS Eee Box B202
Atom N270 1,6 GHz
91
Medion akoya mini
Atom N270 1,6 GHz
92
ASUS AT3N7A-I
Atom 330 1,60 GHz
93
ASUS Eee PC 4G
Celeron M ULV 353 630MHz
129

Auch dieser Test belastet nur einen Kern und macht keinen Gebrauch von HyperThreading, so dass der Atom 330 die Einschränkungen seiner Architektur nicht kompensieren kann. Selbst wenn wir den Prozessor auf 2,00 GHz übertakten, benötigt er immer noch dreimal so lange wie der Pentium E2200. Läuft der Atom 330 mit 2,1 GHz, reduziert sich die Rechenzeit um 22,6 Prozent.

Kompression
7-Zip ist eine kostenlose Kompressionssoftware, die multi-threaded programmiert ist und zwei CPU-Kerne nutzen kann. Ein eingebautes Benchmark-Tool schätzt die Leistung des Prozessors ab:

7-Zip 4.42 Benchmark: Multi Thread in MIPS; Single Thread in MIPS
Pentium E2200
2,20GHz/DDR2-800CL4
2908
2120
ASUS AT3N7A-I
Atom 330 2,10 GHz
1511
1135
ASUS AT3N7A-I
Atom 330 2,00 GHz
1394
1081
ASUS AT3N7A-I
Atom 330 1,60 GHz
1249
883
ASUS Eee PC 1000HE
Atom N280 1,66 GHz
1157
916
ASUS Eee Box B202
Atom N270 1,6 GHz
1117
885
Medion akoya mini
Atom N270 1,6 GHz
1106
875
ASUS Eee PC 900
Celeron M ULV 353 900MHz
805
ASUS Eee PC 4G
Celeron M ULV 353 630MHz
543

Wie bei Molecular Dynamics ist der Atom 330 auch bei 7-Zip rund 12 Prozent schneller als der Atom N270, denn auch hier werden nur zwei Threads verwendet, so dass statt HyperThreading der zweite Kern zum Einsatz kommt. Die Übertaktung auf 2,1 GHz bringt uns eine Leistungssteigerung um 21 Prozent, dennoch ist der Pentium E2200 abermals doppelt so schnell.




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Speicherdurchsatz
Hier steht ein spannender Vergleich an: Das Desktop-System mit dem Pentium E2200 verwendet genau wie der Atom 330 auf dem ASUS AT3N7A-I eine Dual-Channel-Konfiguration mit Speichermodulen vom Typ DDR2-800. Zum Ausloten der Speicherbandbreite ziehen wir SiSoft Sandra 2007 Pro Business (Build 1098) heran:

SiSoft Sandra 2007.1098: Int Buff'd iSSE2 in MB/s; Float Buff'd iSSE2 in MB/s
Pentium E2200
2,20GHz/DDR2-800CL4
4500
4499
ASUS AT3N7A-I
Atom 330 2,10 GHz
3672
3544
ASUS AT3N7A-I
Atom 330 2,00 GHz
3494
3372
ASUS Eee PC 1000HE
Atom N280 1,66 GHz
3081
2679
Medion akoya mini
Atom N270 1,6 GHz
3075
2671
ASUS Eee Box B202
Atom N270 1,6 GHz
2986
2625
ASUS AT3N7A-I
Atom 330 1,60 GHz
2854
2768
ASUS Eee PC 900
Celeron M ULV 353 900MHz
2120
2124
ASUS Eee PC 4G
Celeron M ULV 353 630MHz
1411
1417

Obwohl NVIDIAs ION-Chipsatz die Verwendung von DDR2-800 ermöglicht, ergeben sich hieraus keinerlei Vorteile - zumindest so lange nicht übertaktet wird. Mit DDR2-533 CL5-4-4-10 erreichten wir fast genau die selben Werte wie mit DDR2-800 CL5-5-5-15, der Rückstand betrug lediglich 50 MB/s. Ursache hierfür ist der Frontsidebus, der den Bandbreitenvorteil ausbremst. Erst wenn wir den Frontsidebus von 533 MHz auf 667 bzw. 700 MHz übertakten, sehen wir einen deutlichen Anstieg der Speicherbandbreite um 22 bis 28 Prozent.

Cinebench 10.0
Mit Cinebench in der aktuellen Version 10.0 kann die Leistung des Computers im Zusammenspiel mit der professionellen 3D-Anwendung Cinema 4D von MAXON bewertet werden.

Diese professionelle Software wird niemand ernsthaft auf einem Nettop oder Subnotebook installieren, dennoch haben wir den Rendering-Test, welcher auf einem oder mehreren CPU-Kernen ausgeführt werden kann, gestartet und geduldig gewartet. Höhere Werte spiegeln eine bessere Leistung wieder:

Cinebench Version 10.0 Rendering: X CPUs in CB-CPU; 1 CPU in CB-CPU
Pentium E2200
2,20GHz/DDR2-800CL4
4036
2154
ASUS AT3N7A-I
Atom 330 2,10 GHz
2005
709
ASUS AT3N7A-I
Atom 330 2,00 GHz
1901
670
ASUS AT3N7A-I
Atom 330 1,60 GHz
1572
551
ASUS Eee PC 1000HE
Atom N280 1,66 GHz
882
571
ASUS Eee Box B202
Atom N270 1,6 GHz
846
552
Medion akoya mini
Atom N270 1,6 GHz
843
543
ASUS Eee PC 900
Celeron M ULV 353 900MHz
734
ASUS Eee PC 4G
Celeron M ULV 353 630MHz
498

Der zweite Kern verhilft dem Atom 330 zu einer Mehrleistung von 86 Prozent im Vergleich zum Atom N270 und durch die Übertaktung auf 2,1 GHz gewinnen wir weitere 27,5 Prozent. Das ist immer noch etwas weniger als das, was der Pentium E2200 mit einem seiner beiden Kerne schafft.




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3D-Leistung: UT2004
NVIDIAs ION soll Intels GMA 950 insbesondere bei der 3D-Darstellung und der Wiedergabe hochauflösender Videos in den Schatten stellen. Dennoch darf man keine ausreichende Leistung für aktuelle Spiele und hohe Auflösungen erwarten, weshalb wir zu Unreal Tournament 2004 und einer Auflösung von 640 x 480 Bildpunkten greifen.

Die Ergebnisse werden in Frames pro Sekunde angegeben, ab ca. 30 fps läuft ein Spiel flüssig:

UT2004 (8Bots / High Performance / 640x480 / AS Convoy UT2): in fps
ASUS AT3N7A-I
Atom 330 2,10 GHz
38.14
ASUS AT3N7A-I
Atom 330 2,00 GHz
36.50
ASUS AT3N7A-I
Atom 330 1,60 GHz
30.55
ASUS Eee PC 1000HE
Atom N280 1,66 GHz
17.49
ASUS Eee PC 900
Celeron M ULV 353 900MHz
17.45
ASUS Eee Box B202
Atom N270 1,6 GHz
Atom N270 1,6 GHz
16.80
Medion akoya mini
Atom N270 1,6 GHz
16.71
ASUS Eee PC 4G
Celeron M ULV 353 630MHz
12.94

Mit Müh und Not knacken wir bei Unreal Tournament 2004 die Marke von 30 fps, doch mit einer Auflösung von 640 x 480 Bildpunkten und der Option "High Performance" sieht der sechs Jahre alte Shooter alles andere als gut aus. NVIDIAs ION ist Intels GMA 950 zwar deutlich überlegen, doch für Spiele reicht seine Leistung nur selten aus. Wer es dennoch versuchen will, sollte Übertakten, denn das bringt uns immerhin eine Steigerung der Framerate um 24,8 Prozent.

Wir verdoppeln die Zahl der Bots auf 16 und verwenden im zweiten Messlauf die Einstellung "High Quality":

UT2004 (16Bots / High Quality / 640x480 / AS Convoy UT2): in fps
ASUS AT3N7A-I
Atom 330 2,10 GHz
22.06
ASUS AT3N7A-I
Atom 330 2,00 GHz
20.85
ASUS AT3N7A-I
Atom 330 1,60 GHz
17.53
ASUS Eee PC 1000HE
Atom N280 1,66 GHz
9.01
ASUS Eee PC 900
Celeron M ULV 353 900MHz
8.90
ASUS Eee Box B202
Atom N270 1,6 GHz
8.66
Medion akoya mini
Atom N270 1,6 GHz
8.59
ASUS Eee PC 4G
Celeron M ULV 353 630MHz
6.28

Diesmal ist NVIDIAs ION in Kombination mit dem Atom 330 doppelt so schnell wie Intels GMA 950 mit dem Atom N270, doch spielbar sind die Frameraten nun nicht mehr.

Wiedergabe von HD-Videos
Intels GMA 950 ist im Gegensatz zu NVIDIAs ION nicht in der Lage, hochauflösende Videos hardwarebeschleunigt wiederzugeben. Dies ist insbesondere bei den leistungsschwachen Atom-Prozessoren ärgerlich, da eine flüssige Wiedergabe nicht mehr garantiert werden kann. Zum Test spielen wir den offiziellen Trailer des Films Avatar (1080p, MOV, H.264) mit ArcSoft Total Media TMT3 V3.0.0.140 ab. Wir messen die CPU-Last während der ersten Minute des Trailers. Das folgende Diagramm ist auf 100% skaliert.

HD-Videobeschleunigung (CPU-Last in Prozent, geringere Werte sind besser)
ASUS AT3N7A-I
NVIDIA ION
7.01
ASUS AT3N7A-I
Atom 330 1,60 GHz
55.22

Ohne Hardware-Beschleunigung wird die CPU breits zu 55,22 Prozent ausgelastet und dass wir überhaupt eine halbwegs flüssige Wiedergabe erreichen, verdanken wir dem zweiten CPU-Kern. Wird die Hardware-Beschleunigung des ION verwendet, sinkt die CPU-Last auf 7 Prozent. Eine flüssige Wiedergabe von Full-HD-Inhalten ist nun problemlos möglich.

Und wie sieht es mit dem Stromverbrauch beim Abspielen von Videos aus?

Stromverbrauch in Watt: Ø, max, min in Watt
ASUS AT3N7A-I
NVIDIA ION
32.0
34.0
29.0
ASUS AT3N7A-I
Atom 330 1,60 GHz
32.0
33.0
31.0

Im Schnitt messen wir jeweils 32 Watt, wobei der Verbrauch bei Nutzung der Hardwarebeschleunigung etwas stärker schwankt. Einen wirklichen Vorteil beim Stromverbrauch können wir somit nicht erkennen.




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Stromverbrauch
Intels Atom-Architektur ist deutlich sparsamer als normale Desktop-Systeme, zumindest wenn einer der beiden Single-Core-Prozessoren N270 oder N280 zum Einsatz kommt. Die Kombination aus Atom 330 und NVIDIA ION erweist sich hingegen als deutlich durstiger, liegt aber dennoch weit unter dem Verbrauch aktueller Desktop-Systeme:

Stromverbrauch in Watt: CPU-Last / IDLE / Standby
Core i5 661
3,33-3,60GHz turbo/HT
82
38
2.4
ASUS AT3N7A-I
Atom 330 1,60 GHz
30
27
2
ASUS Eee Box B202
Atom N270 1,75 GHz
17
13
1
ASUS Eee Box B202
Atom N270 1,6 GHz
16
12
1
ASUS Eee PC 1000HE
Atom N280 1,66 GHz
16
11
0
Medion akoya mini
Atom N270 1,6 GHz
16
12
0

Im Vergleich zur ASUS Eee Box B202 steigt der Idle-Verbrauch um 14 Watt und unter Last messen wir 13 Watt mehr. Grund hierfür ist die bessere Ausstattung unseres Testsystems sowie die Dual-Core-CPU, der Intel keine Stromsparfunktionen mit auf den Weg gegeben hat. Ob Last oder Leerlauf, Taktraten und Spannungen bleiben beim Atom 330 unverändert. So kommt es, dass unser Vergleichssystem mit dem Intel Core i5 661 im Leerlauf nur 11 Watt mehr verbraucht, unter Last jedoch um 52 Watt schlechter abschneidet. Es wurde die integrierte Grafikeinheit des Core i5 661 verwendet.

Fazit
Das ASUS AT3N7A-I ist ein vorzügliches Beispiel dafür, wie man ein überzeugendes Produkt mit einem winzigen Detail quasi unbrauchbar machen kann. Dieses Mini-ITX-Mainboard richtet sich an Endkunden und zielt auf sparsame Desktop-PCs sowie den Einsatz als kompakter HTPC. Beide Einsatzgebiete erfordern einen leisen Betrieb, doch ASUS verwendet einen 40mm-Lüfter mit gut 6.000 U/min, der höchstens im industriellen Umfeld zu tolerieren wäre. Wir messen aus einem Meter Entfernung knapp 35 dB(A), wobei das Lüfterrauschen sehr hell und störend klingt. Damit fällt das AT3N7A-I durch unseren Test. ASUS hat auf die Kritik bereits reagiert und verbaut nun einen Lüfter mit ca. 4.200 U/min, doch auch dieser ist für unseren Geschmack noch zu laut. Eine Drehzahlregelung wird weder für den CPU-Lüfter noch für die beiden Gehäuselüfter geboten, so dass der Aufbau eines leisen Mini-Computers mit dem ASUS AT3N7A-I fast unmöglich erscheint. Dass es dennoch möglich ist, zeigt unser Vorschlag für eine leise Kühlung.


Fotostrecke mit weiteren und größeren Fotos...

Abgesehen vom schrillen, lauten Lüfter gibt es am ASUS AT3N7A-I nur wenig auszusetzen. Das Mainboard läuft stabil und zuverlässig, es bietet eine sinnvolle Ausstattung und eine gute Audio-Lösung, das Mini-Linux "Express Gate" und Bluetooth wissen als Extras zu gefallen. Wobei Atheros die Konfiguration des Bluetooth etwas unübersichtlich gestaltet hat und die deutschsprachige Übersetzung alles andere als gut gelungen ist. Wir würden uns einen Dual-Link-DVI-Anschluss und damit einhergehend höhere digitale Bildschirmauflösungen wünschen, zudem hätten wir einen PCI-Express-Steckplatz dem vorhandenen PCI-Slot vorgezogen. Auch Wireless-LAN hätte dem ASUS AT3N7A-I gut zu Gesicht gestanden, zumal Straßenpreise um die 110 Euro kein Schnäppchen sind. Mit einer leiseren Kühlung wäre die Wertung "Gut" fällig gewesen, doch so geht das ASUS AT3N7A-I leider leer aus.




Unser Dank gilt ASUS für die Teststellung der AT3N7A-I.







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