Au-Ja! - ASUS H87-PRO - Intels Haswell (fast) ohne OC-Ambitionen - Druckversion
 

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ASUS H87-PRO - Intels Haswell (fast) ohne OC-Ambitionen - Druckansicht - Seite 1 von 21
Anfang Juni brachte Intel die vierte Generation seiner Core-Prozessoren in den Handel und da diese einen anderen Sockel nutzen, werden auch neue Hauptplatinen benötigt. Nachdem wir mit dem MSI Z87-G43 zunächst ein Mainboard auf Basis des Chipsatzes Intel Z87 vorgestellt hatten, folgt heute das ASUS H87-PRO mit dem preiswerteren Intel H87.

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Die "Shark Bay"-Plattform

Die neuen Haswell-CPUs gehören zu Intels "Shark Bay"-Plattform und diese bringt uns - wie bereits erwähnt - wieder einen neuen Sockel. LGA1150 nennt er sich und ist inkompatibel zu den Prozessoren der Generationen "Ivy Bridge" und "Sandy Bridge". Somit wird ein neues Mainboard benötigt, während man CPU-Kühler, welche die Sockel LGA1155 oder LGA1156 unterstützen, umziehen kann. In Hinblick auf die zu erwartende Abwärme ordnen sich die Haswell-Prozessoren oberhalb der "Ivy Bridge"-Modelle, aber unterhalb der "Sandy Bridge"-CPUs ein. Der LGA1150 soll laut Intel auch vom für 2014 erwarteten Haswell-Nachfolger "Skylake" genutzt werden. Die Frage, ob aktuelle Hauptplatinen dann tatsächlich mit "Skylake" funktionieren werden, muss die Zukunft beantworten.

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Doch zurück zum Haswell: Auch für den Sockel LGA1150 bietet Intel weiterhin nur Prozessoren mit zwei oder vier Kernen an, der Speicher-Controller verharrt bei zwei Kanälen und der maximale Speichertakt ohne Übertaktung beläuft sich nach wie vor auf 800 MHz (DDR3-1600). Auch die 16 PCIe-3.0-Lanes, die sich in Verbindung mit dem Z87 auf bis zu drei Grafikkarten verteilen lassen, kennen wir bereits von der "Ivy Bridge"-Generation. Überarbeitet wurden die CPU-Kerne, die integrierte Grafikeinheit und das Energiemanagement. Zudem hat Intel den Spannungswandler, der die Versorgungsspannungen für die CPU- und Grafikkerne, den System Agent und die analogen und digitalen I/O-Module regelt, in den Prozessor verlagert. Diese Maßnahme erleichtert das Design von Mainboards und spart - insbesondere im mobilen Bereich - auch Platz.

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Die neuen Chipsätze der Lynxpoint-Familie umfassen die Modelle Z87, H87, B85, Q85 und Q87, die allesamt in Strukturgrößen von 32 nm gefertigt werden, wodurch die TDP von 6,7 auf 4,1 Watt sinkt. Sie sind nach wie vor über ein DMI-2.0-Interface mit dem Prozessor verbunden, bringen aber auch ein wenig frischen Wind für Intels neue Plattform. So ist die Zahl der SATA-6bps-Ports auf bis zu sechs gewachsen, es gibt bis zu sechs USB-3.0-Anschlüsse und bis zu acht PCIe-Lanes der zweiten Generation. Der Grund für das schwammige "bis zu" lautet "Port Flexibility": Je zwei der USB-3.0- und SATA-6Gbps-Schnittstellen teilen sich Ports mit den PCIe-Ausgängen, so dass der Hersteller des Mainboards darüber entscheidet, welche Ressourcen er auf seiner Hauptplatine anbietet.
Chipsatzvergleich:
 Z87H87Z77
SATA Ports 6 Gb/sbis zu 6bis zu 62
SATA Ports 3 Gb/sbis zu 2bis zu 24
SATA RAID0 / 1 / 5 / 100 / 1 / 5 / 100 / 1 / 5 / 10
PATA Kanälekeinekeinekeine
USB 3.0 Portsbis zu 6bis zu 64
USB 2.0 Ports141410
Grafikausgabejajaja
PCIe 2.0 Lanesbis zu 8bis zu 88
PCIe Datenrate5 GT/s5 GT/s5 GT/s
HD-Audiojajaja
GBit-LANjajaja
CPU-Übertaktungjaneinja
RAM-Übertaktungjaneinja
Grafik-Übertaktungjajaja
ASUS hat sich beim H87-PRO für sechs schnelle SATA-Ports und sechs USB-3.0-Anschlüsse entschieden. Damit bleiben nur sechs der acht PCIe-2.0-Lanes, weshalb der Hersteller bei den Steckplätzen etwas tricksen muss - doch dazu später mehr. Zu den weiteren Merkmalen der Chipsätze gehören HD-Audio und Gigabit-LAN. Besondere Funktionen wie Rapid Strorage Technology, Smart Connect Technology und Rapid Start Technology führt Intel offiziell als optionale Extras, doch die meisten Mainboard-Hersteller werden diese integrieren - auch beim ASUS H87-PRO ist dies der Fall.



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Der Lieferumfang

Die Verpackung des ASUS H87-PRO sieht recht schick aus und weckt zusammen mit dem Zusatz "PRO" Erwartungen, die bezüglich des Lieferumfangs nicht erfüllt werden. Abgesehen vom Handbuch, einer Kurzbeschreibung und der Treiber-DVD finden wir nur die I/O-Blende und zwei SATA-Kabel - je eines gerade bzw. abgewinkelt - im Karton. Nun gut, zur Inbetriebnahme des Mainboards genügen diese Zutaten.

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Die Anschlüsse

Das Anschlusspanel des ASUS H87-PRO umfasst von links nach rechts eine PS/2-Buchse (violett/grün) für Maus oder Tastatur, zwei USB-2.0-Anschlüsse (Intel H87, schwarz), einen digitalen Audioausgang (Realtek ALC887, optisch) sowie vier Bildschirmanschlüsse (HDMI, DisplayPort, VGA und DVI). Die maximale Auflösung von HDMI-Ausgang und DisplayPort beläuft sich auf 4.096 x 2.160 Pixel bei 24 Hertz bzw. 2.560 x 1.600 Pixel bei 60 Hertz - jeweils mit 24 Bit Farbtiefe.

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Der analoge VGA-Anschluss (schwarz) und die digitale DVI-D-Buchse (weiß) sind auf 1.920 x 1.200 Bildpunkte bei 60 Hertz und 24 Bit Farbtiefe beschränkt. Wer will, kann zeitgleich drei der vier Bildschirmausgänge nutzen. Weiter geht es mit vier blauen USB-3.0-Ports (Intel H87), dem Gigabit-LAN-Anschluss (Realtek 8111G) und sechs analogen Audiobuchsen (Realtek ALC887).

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Am unteren Rand der Hauptplatine reihen sich von links nach rechts der Audioabgriff (Realtek ALC887, schwarz) für die Gehäuseanschlüsse, drei Header für sechs weitere USB-2.0-Ports (Intel H87), die Gehäuseanschlüsse für Schalter und LEDs (gelb) und vier SATA-Buchsen (Intel Z87, gelb). Die Kontaktleiste für das TPM-Modul wurde nicht ausgeführt.

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Um die Ecke liegen dann noch zwei abgewinkelte SATA-Buchsen (Intel Z87, gelb), ein vierpoliger Lüfteranschluss und der interne USB-3.0-Abgriff. Alle SATA-Anschlüsse des ASUS H87-PRO arbeiten mit 6 Gbps. Bleibt noch ein serieller Anschluss zu erwähnen, welcher sich hinter den Audiobuchsen des I/O-Panels befindet.



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Das Layout

Das ASUS H87-PRO nutzt ein typisches Layout für ATX-Mainboards mit einteiligem Chipsatz. Die Wandlereinheit befindet sich links und oberhalb vom CPU-Sockel, wo auch die EPS+12V-Buchse angeordnet wurde. Lediglich ein Teil der MOSFETs wird von einem goldfarbenen Aluminiumprofil gekühlt. Auf dem H87-PRO finden wir ausschließlich Feststoffkondensatoren, zudem verspricht der Hersteller verschiedene Schutzmechanismen. Korrosionsbeständige I/O-Abdeckungen sollen gegen hohe Luftfeuchtigkeit helfen und spezielle Bauteile und Sicherungen schützen vor elektrostatischen Entladungen und Kurzschlüssen.

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Die Hauptplatine ist 30,5 cm hoch, aber nur 21,8 cm breit. Daher ist der Platz zwischen dem CPU-Sockel und den vier Steckplätzen für DDR3-Speicherriegel recht eng bemessen. Der Abstand zwischen dem oberen PEG-Steckplatz und den DRAM-Slots ist hingegen groß genug, um Speicherriegel auch bei eingebauter Grafikkarte austauschen zu können. Am Rand sieht man die 24-polige ATX-Hauptbuchse und gleich darunter den Abgriff für zwei weitere USB-3.0-Anschlüsse.

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Rechts neben der Stromzufuhr befindet sich ein kleiner, runder Taster namens "MemOK!". Gibt es Probleme mit dem Arbeitsspeicher, leuchtet die DRAM-LED neben dem Taster dauerhaft. In diesem Fall hält man die "MemOK!"-Taste so lange gedrückt, bis die LED zu blinken beginnt. Das Mainboard versucht nun, kompatible Speichereinstellungen zu finden. Am oberen Rand der Hauptplatine sitzen zwei vierpolige Lüfteranschlüsse und ein kleiner Schieber. Letzterer ist mit "GPU Boost" beschriftet und ermöglicht das automatische Übertakten der integrierten Grafikeinheit.

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Für Erweiterungskarten werden sieben Steckplätze geboten:
  1. PCIe 2.0 x1
  2. PCIe 3.0 x16 (16 Lanes)
  3. PCIe 2.0 x1
  4. PCI 32-Bit
  5. PCIe 2.0 x16 (2 oder 4 Lanes)
  6. PCI 32-Bit
  7. PCI 32-Bit
Im Gegensatz zum Intel Z87 kann der H87 die 16 PCIe-3.0-Lanes des Prozessors nicht auf zwei (8/8) oder drei Steckplätze (8/4/4) verteilen. Daher ist beim ASUS H87-PRO auch nur der gelbe PEG-Slot mit dem Prozessor verbunden und für den schwarzen werden vier PCIe-2.0-Lanes des Chipsatzes genutzt. Die deutlich geringere Bandbreite des zweiten PEG-Steckplatzes macht diesen für den CrossFire-Betrieb jedoch unattraktiv und SLI wird gar nicht unterstützt. Wenn man einen oder beide PCIe-x1-Steckplätze bestückt, muss sich der zweite PEG-Slot sogar mit zwei Lanes begnügen. Warum dies so ist, klären wir auf der folgenden Seite.



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Zusätzliche Controller und Chips

Der Grund, aus dem ASUS beim H87-PRO mit den PCIe-Lanes haushalten muss, ist die zu Anfang bereits angesprochene "Port Flexibility". Da sich der Hersteller für sechs SATA-Ports mit 6 Gbps sowie sechs USB-Anschlüsse der dritten Generation entschieden hat, bleiben nur sechs PCIe-Lanes. Diese verteilen sich auf einen PCIe-x4-Slot, zwei PCIe-x1-Steckplätze sowie zwei weitere PCIe-Geräte - den Gigabit-LAN-Controller Realtek 8111G und die PCIe-zu-PCI-Brücke ASMedia ASM1083.

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Der obige Lageplan dokumentiert die Position der zusätzlichen Chips und Controller. Eigentlich benötigt das Mainboard acht PCIe-Lanes, doch da nur sechs zur Verfügung stehen, muss sich der PCIe-x4-Slot zwei Lanes mit den beiden PCIe-x1-Steckplätzen teilen. Im schlimmsten Fall arbeitet der physikalische PCIe-x16-Slot mit zwei Lanes, was für aktuelle Grafikkarten viel zu wenig ist.

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Abgesehen vom Realtek 8111G und dem ASMedia ASM1083 finden wir auf dem ASUS H87-PRO einen Super-I/O des Typs Nuvoton NCT5538D sowie den Codec Realtek ALC887. Der Nuvoton NCT5538D liest diverse Temperaturen und Spannungen aus, übernimmt die Regelung von bis zu vier Lüftern und verwirklicht auch die serielle Schnittstelle. Realteks ALC887 führt die die HD-Audio-Funktion des Intel Z87 aus.

Lüfteranschlüsse und Regelung

ASUS hat auf seinem H87-PRO vier Lüfteranschlüsse verteilt. Alle Anschlüsse sind mit vier Kontakten versehen und lassen sich über Pulsweitenmodulation regeln. Der folgende Lageplan zeigt die Positionen der Anschlüsse:

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Die Regelung erfolgt per Software oder direkt über das UEFI-BIOS, wo sich jeder Lüfter einzeln konfigurieren lässt. Das Softwarepaket von ASUS ist sehr umfangreich, weist allerdings auch einige Fehler auf und läuft nicht immer stabil, weshalb wir das BIOS bevorzugen. Dort bietet ASUS drei vordefinierte Profile - Standard, Leise und Turbo - an, zudem ist die manuelle Konfiguration möglich.

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Die Mindestdrehzahl des CPU-Lüfters können wir bis auf 20 Prozent absenken, bei den Gehäuselüftern wurden 60 Prozent als Minimum hinterlegt. Die Obergrenze lässt sich von 100 Prozent bis auf das Niveau der Mindestdrehzahl reduzieren. Als Mindesttemperatur des Gehäuseinneren hat ASUS 40°C fest vorgegeben und als Höchstwert kann man bis zu 75°C einstellen. Für die CPU-Temperatur steht der Bereich zwischen 20 und 75°C zur Auswahl.



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Das BIOS

Wie bei ASUS üblich, präsentiert sich das UEFI-BIOS des H87-PRO zunächst in einer vereinfachten Form.

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Benutzer, die sich mit BIOS-Einstellungen auskennen, werden sicherlich den erweiterten Modus bevorzugen, der mit der klassischen Konfiguration vergleichbar ist. Dieser bietet zudem auch viel mehr Möglichkeiten:

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Das BIOS kann in mehreren Sprachen angezeigt werden, doch die deutsche Übersetzung ist nicht in allen Punkten gelungen bzw. vollständig. So findet sich bei der Lüfterregelung die Auswahl "manual" statt "manuell" und während es ein "CPU-Lüfterprofil" gibt, spricht ASUS bei den Gehäuselüftern von einem "Fan Profile".

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Etliche Punkte, beispielsweise "PCI Express X16_2 slot(Black) bandwidth", wurden gar nicht übersetzt und bei anderen wirkt die deutsche Fassung etwas unglücklich. Formulierungen wie "Antiquierte USB-Unterstützung" sind ja noch ganz witzig, doch wer kommt bei "Fronttafeltyp" auf die Idee, dass ASUS damit die vorderen Audioanschlüsse des Gehäuses meint?

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Für Benutzer, die regelmäßig bestimmte BIOS-Einstellungen ändern, gibt es eine Favoritenliste. Mit Hilfe der Taste "F4" oder der rechten Maustaste kann man einzelne Optionen zur Liste hinzufügen und mit der Taste "Entf" oder einen zweiten Rechtsklick kann man sie wieder entfernen. Wir haben übrigens das komplette BIOS des ASUS H87-PRO im Rahmen unserer Fotostrecke dokumentiert!



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Das Testsystem

Pünktlich zum Start des Haswell haben wir unsere Testplattform in Hinblick auf die Hard- und Software komplett überarbeitet. Es sind viele neue Tests, insbesondere aktuelle Spiele, hinzugekommen und viele andere wurden aktualisiert. Zudem haben wir mit der MSI R7970 Lightning (AMD Radeon HD 7970) eine deutlich leistungsstärkere Grafikkarte an Bord geholt.
Unsere bisherige Festplatte haben wir gegen das Modell Seagate SV35 ST2000VX000 getauscht und als Betriebssystem dient uns Windows 7 Professional 64-Bit SP1. Windows 7 befindet sich auf dem Patchlevel Mai 2013 und ist mit den aktuellsten DirectX-Updates versehen. Hier die übrigen Eckdaten:

Soundcheck

ASUS bestückt das H87-PRO mit dem HD-Audio-Codec Realtek ALC887, zu dem uns leider keine technischen Daten vorliegen. Bei der Einordnung helfen uns die beiden Hauptplatinen MSI Z87-G43 (Realtek ALC892: DA: 95 dB(A); AD: 90 dB(A)) und MSI Z77A-GD65 (Realtek ALC898: DA: 110 dB(A); AD: 104 dB(A)), welche die Vergleichswerte liefern.
Soundcheck: RMAA 6.2.3 @ 24-Bit/192kHz
 ASUS
H87-PRO
MSI
Z87-G43
MSI
Z77A-GD65
Frequenzgang
40 Hz bis 15 KHz
(geringer=besser)
+0,07 dB
-0,13 dB
+0,04 dB
-0,04 dB
+0,19 dB
-0,08 dB
Eigenrauschpegel
(niedriger=besser)
-89,5 dBA-87,5 dBA-100,0 dBA
Dynamikbereich
(größer=besser)
89,7 dBA87,4 dBA100,2 dBA
Klirrfaktor
(niedriger=besser)
0,0033 %0,0031 %0,070 %
Intermodulation
(niedriger=besser)
0,013 %0,014 %0,052 %
Übersprechen
(niedriger=besser)
-83,7 dB-81,1 dB-82,5 dB
Bei dieser Messung kommt ein Schleife zwischen dem analogen Stereo-Aus- und Eingang zum Einsatz. Der Realtek ALC887 des ASUS H87-PRO ordnet sich zumeist zwischen den beiden von MSI verwendeten Codecs ein und beim Übersprechen setzt ASUS den Bestwert. Insgesamt sind die Ergebnisse des H87-PRO als gut zu bewerten.

Taktraten und Spannungen

Sowohl ASUS als auch MSI haben im BIOS standardmäßig einen erweiterten Turbo-Modus aktiviert, der unter Last alle vier Kerne unseres Core i7-4770K mit 3,9 GHz taktet. ASUS nennt diese Option "ASUS MultiCore Enhancement" und ordnet sie bei den OC-Einstellungen ein. Für unsere Messungen haben wir diese Übertaktung ausgeschaltet. Nun setzt das MSI Z87-G43 die von Intel spezifizierten Taktraten und Turbostufen fast perfekt um, während ASUS beim Basistakt des H87-PRO immerhin 0,23 MHz verschenkt.
Takt und Spannung:
 ASUS H87-PROMSI Z87-G43
Multiplikator, Idle88
Takt, Idle798,17 MHz800,09 MHz
Spannung, Idle0,712 V0,713 V
Multiplikator, 1 Thread3939
Takt, 1 Thread3890,89 MHz3900,67 MHz
Spannung, 1 Thread1,209 V1,091 V
Multiplikator, 2 Threads3939
Takt, 2 Threads3891,00 MHz3900,41 MHz
Spannung, 2 Threads1,209 V1,154 V
Multiplikator, 3 Threads3838
Takt, 3 Threads3791,23 MHz3800,66 MHz
Spannung, 3 Threads1,175 V1,086 V
Multiplikator, 4 Threads3737
Takt, 4 Threads3691,39 MHz3700,39 MHz
Spannung, 4 Threads1,140 V1,091 V
Basistakt99,77 MHz100,01 MHz
Speichertakt798,2 MHz800,1 MHz
Sofern CPU-Z die korrekten Spannungen meldet, sollte das ASUS H87-PRO unter Last mehr Strom verbrauchen. Wir werden dies später noch detailliert untersuchen.



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Datendurchsatz: SATA und USB

Hinweis zu den Benchmarks
EIST, der Turbo-Modus sowie die C-States waren bei allen Messungen aktiviert, so dass der Core i7-4770K jeweils mit der höchstmöglichen Taktstufe arbeiten konnte. Weiterhin wurde in allen Tests HyperThreading verwendet. Die einzelnen Ergebnisse spiegeln den Durchschnitt von mindestens fünf Messläufen wieder, wobei das Minimum und das Maximum gestrichen wurden. Für die Messungen des Datendurchsatzes an SATA und USB wurden die Energiesparfunktionen der CPU deaktiviert.
SATA-Schnittstellen
Betrachten wir zunächst den Datendurchsatz an den SATA-Schnittstellen. Für diesen Test verwenden wir ein Solid State Drive vom Typ Crucial M4 64GB mit der Firmware 0009, welches wir an den jeweiligen Anschlüssen des Mainboards bzw. in einem Festplatten-Dock mit USB-3.0-Anschluss betreiben.
SATA: HDTune Pro 5.50 Leserate (Blocksize = 8 MB) Ø, max, min in MB/s
MSI Z77A-GD65
Intel Z77 6 Gbps
530.7
530.9
529.3
ASUS H87-PRO
Intel H87 6 Gbps
527.8
529.0
527.5
MSI Z87-G43
Intel Z87 6 Gbps
527.6
527.8
527.3
MSI Z77A-GD65
Intel Z77 3 Gbps
269.6
270.0
269.4
Während der Intel Z77 des MSI Z77A-GD65 nur zwei SATA-Anschlüsse mit 6 Gbps bietet und die übrigen vier mit 3 Gbps betreibt, ermöglichen Intels Z87 und H87 sechs SATA-Ports mit 6 Gbps. Diese erreichen in etwa den Datendurchsatz, welchen wir vom Z77 gewohnt sind.
USB-Anschlüsse
Kommen wir nun zu den USB-Anschlüssen, wobei uns die Dockingstation RaidSonic ICY BOX IB-110StU3-B als Adapter für unser Crucial M4 64GB dient. Abhängig davon, wie der Mainboard-Hersteller die Ressourcen des Chipsatzes nutzt, lassen sich mit Intels Z87 und H87 bis zu sechs USB-3.0-Anschlüsse verwirklichen.
USB: HDTune Pro 5.50 Leserate (Blocksize = 8 MB) Ø, max, min in MB/s
ASUS H87-PRO
Intel H87 USB 3.0
217.8
218.2
217.0
MSI Z87-G43
Intel Z87 USB 3.0
217.4
217.6
217.0
MSI Z77A-GD65
Intel Z77 USB 3.0
215.2
215.4
214.8
MSI Z87-G43
Intel Z87 USB 2.0
42.3
42.3
42.3
ASUS H87-PRO
Intel H87 USB 2.0
42.3
42.3
42.0
MSI Z77A-GD65
Intel Z77 USB 2.0
33.3
33.3
33.2
Der Datendurchsatz der USB-3.0-Anschlüsse fällt beim Z87 und H87 um 2,2 bzw. 2,6 MB/s höher aus. Einen deutlich größeren Unterschied sehen wir überraschenderweise bei den USB-2.0-Ports, die sich im Gegensatz zu Intels bisherigen Chipsätzen um 9 MB/s verbessert haben. Das ist eine Steigerung um 27 Prozent, von der auch ältere Geräte profitieren.



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Benchmarks: Synthetisch / SiSoft Sandra

SiSoft Sandra 2013.05.19.44 - Prozessorleistung Arithmetik
SiSoft Sandra ist eine umfangreiche Benchmark-Suite, die regelmäßig aktualisiert wird und daher auch die neuesten Techniken unterstützt. Die einzelnen Tests machen massiven Gebrauch von allen zur Verfügung stehenden Kernen und Threads. Wir verwenden die Version 2013.05.19.44 und beginnen mit der Prozessorleistung bei der Verarbeitung ganzer Zahlen. Hierbei kommt bereits AVX2 zum Einsatz.
Prozessorleistung Arithmetik Dhrystone Integer in GIPS
MSI Z87-G43
16GB DDR3-1600CL9
124.80
ASUS H87-PRO
16GB DDR3-1600CL9
124.50
Die Gleitkommawertung von SiSoft Sandra 2013.05.19.44 basiert auf SSE3, das alle aktuellen Prozessoren beherrschen:
Prozessorleistung Arithmetik Whetstone Fließkomma in GFLOPS
MSI Z87-G43
16GB DDR3-1600CL9
95.04
ASUS H87-PRO
16GB DDR3-1600CL9
94.98
SiSoft Sandra 2013.05.19.44 - Prozessorleistung Multi-Media
Bei SiSoft Sandra 2013.05.19.44 sind die Multimediamessungen von besonderem Interesse. Wir beginnen mit der Berechnung ganzzahliger Werte, für die die Software auf AVX2 zurückgreift.
Prozessorleistung Multi-Media Integer in MPixel/s
MSI Z87-G43
16GB DDR3-1600CL9
404.32
ASUS H87-PRO
16GB DDR3-1600CL9
403.02
Für die Gleitkommamessung FP32 nutzt SiSoft Sandra 2013.05.19.44 dann FMA3.
Prozessorleistung Multi-Media Fließkomma FP32 in MPixel/s
MSI Z87-G43
16GB DDR3-1600CL9
396.99
ASUS H87-PRO
16GB DDR3-1600CL9
395.96
Auch für Berechnungen mit doppelter Genauigkeit - Double FP64 - verwendet SiSoft Sandra 2013.05.19.44 bereits FMA3.
Prozessorleistung Multi-Media Double FP64 in MPixel/s
MSI Z87-G43
16GB DDR3-1600CL9
228.33
ASUS H87-PRO
16GB DDR3-1600CL9
227.27
SiSoft Sandra 2013.05.19.44 - Speicherbandbreite
Für die Messung der Speicherbandbreite setzt SiSoft Sandra 2013.05.19.44 auf AVX2 und FMA2 - sofern der Prozessor diese Befehlssatzerweiterungen beherrscht.
Speicherbandbreite Integer/Fließkomma in GB/s
MSI Z87-G43
16GB DDR3-1600CL9
21.23
21.35
ASUS H87-PRO
16GB DDR3-1600CL9
21.12
21.26
Sowohl in Bezug auf die Rechenleistung als auch in Hinblick auf den Speicherdurchsatz ist das MSI Z87-G43 mit Intels Z87 ein wenig schneller als das ASUS H87-PRO, das den preiswerteren Chipsatz H87 verwendet. Die Abstände sind jedoch so gering, dass man sie in der Praxis nie spürt.



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Benchmarks: Synthetisch / PCMark

PCMark 05 v120_1901: CPU-Suite
Die Test-Suite PCMark 05 der Firma Futuremark stammt aus dem Jahr 2005, gehört aber nach wie vor zu den meistgenutzten Benchmark-Programmen. PCMark 05 skaliert ordentlich und kann mehrere Kerne nutzen, doch HyperThreading ist in diesem Test eher von Nachteil. Wir beginnen mit der CPU-Suite, welche acht Einzeltests umfasst. Dabei werden Daten ge- und entpackt, ver- und entschlüsselt, Bilder dekomprimiert, Audiodaten komprimiert und zwei spezielle MultiThread-Tests durchgeführt.
PCMark 05 v120_1901: CPU-Suite (höhere Werte sind besser)
MSI Z87-G43
16GB DDR3-1600CL9
14338
ASUS H87-PRO
16GB DDR3-1600CL9
14322
PCMark 05 v120_1901: Memory-Suite
Die Memory-Suite von PCMark 05 führt Lese-, Schreib- und Kopieroperationen im Speicher aus. Zudem sollen Zufallszugriffe die Latenzen ermitteln. Diese Tests reagieren somit auf die Größe des Arbeitsspeichers, die Speicherbandbreite sowie die Cache-Architektur des Prozessors.
PCMark 05 v120_1901: Memory-Suite (höhere Werte sind besser)
MSI Z87-G43
16GB DDR3-1600CL9
12687
ASUS H87-PRO
16GB DDR3-1600CL9
12638
PCMark 7 v1.4.0: Computation-Suite
PCMark 7 ist der neueste Ableger der Reihe und wurde im Jahr 2012 veröffentlicht. Wir verwenden die Computation-Suite, welche zwei Videoumwandlungen und eine Serie von Bildmanipulationen durchführt. Auch dieser Test reagiert sowohl auf die CPU-Architektur, die Taktrate und die Zahl der Kerne, kommt aber deutlich besser mit HyperThreading zurecht.
PCMark 7 v1.4.0: Computation-Suite (höhere Werte sind besser)
MSI Z87-G43
16GB DDR3-1600CL9
8090
ASUS H87-PRO
16GB DDR3-1600CL9
8035
Wie bei SiSoft Sandra zeigen auch die PCMark-Messungen einen kleinen Rückstand für das ASUS H87-PRO und den Intel H87. Doch auch hier sind die Unterschiede so gering, dass sie für den Alltag bedeutungslos bleiben.

Benchmarks: Kryptographie

TrueCrypt 7.1a
Zum Test der Kryptographieleistung verwenden wir das frei erhältliche Programm TrueCrypt in der Version 7.1a. TrueCrypt kann sowohl komplette Datenträger als auch einzelne Dateien verschlüsseln, zudem beinhaltet die Software eine Benchmarkmessung. Mit dieser messen wir den Datendurchsatz (Puffergröße: 100 MB) und beginnen mit AES. Unser Core i7-4770K profitiert hierbei von seiner AES-Beschleunigung und der schnellen Cache-Architektur.
TrueCrypt 7.1a - AES in GB/s
MSI Z87-G43
16GB DDR3-1600CL9
4.4
ASUS H87-PRO
16GB DDR3-1600CL9
4.4
Im zweiten Durchlauf von TrueCrypt 7.1a wiederholen wir unsere Messung mit Serpent (Puffergröße: 100 MB):
TrueCrypt 7.1a - Serpent in MB/s
MSI Z87-G43
16GB DDR3-1600CL9
398
ASUS H87-PRO
16GB DDR3-1600CL9
397
Für die abschließende Messung verwendet TrueCrypt 7.1a die Twofish-Verschlüsselung (Puffergröße: 100 MB):
TrueCrypt 7.1a - Twofish in MB/s
MSI Z87-G43
16GB DDR3-1600CL9
684
ASUS H87-PRO
16GB DDR3-1600CL9
682
TrueCrypt sieht ebenfalls das MSI Z87-G43 vorne, dennoch bleiben die Vorteile minimal und sind daher rein statistischer Natur.



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Benchmarks: Rendering und Raytracing

Blender 2.67 64-Bit
Blender 2.67 ist eine freie 3D-Grafiksoftware zum Modellieren, Texturieren, Animieren und Rendern sowie zum Erstellen von Videos und Spielszenen. Wir haben für unseren Test eine Beispielszene berechnet. Blender 2.67 reagiert deutlich auf den Takt und die Zahl der Kerne, HyperThreading bringt hingegen keine Vorteile.
Blender 2.67 64-Bit (Bearbeitungszeit in Sekunden)
MSI Z87-G43
16GB DDR3-1600CL9
21.591
ASUS H87-PRO
16GB DDR3-1600CL9
21.689
Cinebench 11.529 64-Bit
Mit dem Benchmark Cinebench 11.529 kann man die Leistung des PC im Zusammenspiel mit der professionellen 3D-Software Cinema4D testen. Wir verwenden die 64-Bit Variante dieser Software und messen die Rendering-Performance. Dabei profitiert Cinebench 11.529 insbesondere von möglichst vielen Kernen und Threads.
Cinebench 11.529 64-Bit (höhere Werte sind besser)
MSI Z87-G43
16GB DDR3-1600CL9
8.14
ASUS H87-PRO
16GB DDR3-1600CL9
8.12
Povwin 3.7 RC7 64-Bit
Bei POV-Ray handelt es sich um einen kostenlosen Raytracer, welcher ein offizielles Benchmark-Script beinhaltet. Wir verwenden auch hier die 64-Bit Variante der Software, die sehr stark von zusätzlichen Kernen und Threads profitiert.
Povwin 3.7 RC7 64-Bit (Bearbeitungszeit in Sekunden)
MSI Z87-G43
16GB DDR3-1600CL9
168.339
ASUS H87-PRO
16GB DDR3-1600CL9
168.808
Blender, Cinebench und Povwin sind sich einig: Das ASUS H87-PRO braucht für die Arbeit ein wenig mehr Zeit.

Benchmarks: Packer

7-Zip 9.20 64-Bit
Als ersten Packer verwenden wir 7-Zip 9.20 in der 64-Bit-Variante. Dieses Programm kann bis zu zwölf Threads verwenden, sofern der Datenkompressionsalgorithmus LZMA2 genutzt wird. Wir komprimieren eine 422 MByte große WAV-Datei und nutzen dabei die höchste Kompressionsstärke. Letzteres hat zur Folge, dass nur vier Threads optimal genutzt werden.
7-Zip 9.20 64-Bit (Bearbeitungszeit in Sekunden)
MSI Z87-G43
16GB DDR3-1600CL9
56.503
ASUS H87-PRO
16GB DDR3-1600CL9
57.127
Winrar 4.20 64-Bit
Winrar 4.20, von dem ebenfalls die 64-Bit-Variante zum Einsatz kommt, kann bis zu acht Threads nutzen. Abermals packen wir unsere 422 MByte große WAV-Datei und nutzen wieder die höchste Kompressionsstärke. Winrar kann in dieser Konfiguration auch mehr als vier Threads in Mehrleistung ummünzen.
Winrar 4.20 64-Bit (Bearbeitungszeit in Sekunden)
MSI Z87-G43
16GB DDR3-1600CL9
15.131
ASUS H87-PRO
16GB DDR3-1600CL9
15.568
WinZip 17.5 Build 10480g 64-Bit
Zum Abschluss lassen wir noch WinZip 17.5 Build 10480g 64-Bit auf unsere 422 MByte große WAV-Datei los. Wir wählen das Kompressionsverfahren bzip2 in Kombination mit der höchsten Kompressionsstärke. Ähnlich wie bei 7-Zip sehen wir auch hier keinen Vorteil für mehr als vier Threads.
WinZip 17.5 Build 10480g 64-Bit (Bearbeitungszeit in Sekunden)
MSI Z87-G43
16GB DDR3-1600CL9
43.212
ASUS H87-PRO
16GB DDR3-1600CL9
43.333
Auch die drei Packer gehen an das MSI Z87-G43, wobei einzig Winrar einen etwas deutlicheren Abstand aufzeigt. In diesem Test fällt die Bearbeitungszeit mit dem MSI Z87-G43 um 2,8 Prozent kürzer aus.



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Benchmarks: Audiobearbeitung

iTunes 11.0.2 für Windows 64-Bit
iTunes ist Apples Allzweckwaffe zum Kaufen, Verwalten, Konvertieren und Abspielen von Musik. Multithreading wird nicht geboten, daher reagiert diese Software primär auf die Taktrate. Wir verwenden die Version 11.0.2 64-Bit, um die 422 MByte große WAV-Datei, welche wir zuvor schon beim Test der Packer verwendet hatten, ins MP3-Format zu wandeln.
iTunes 11.0.2 64-Bit (Bearbeitungszeit in Sekunden)
MSI Z87-G43
16GB DDR3-1600CL9
42.517
ASUS H87-PRO
16GB DDR3-1600CL9
42.642
NeroAAC Codec 1.5.1
NeroAAC Codec 1.5.1 ist ein kostenloser Encoder, der über die Befehlszeile ausgeführt wird. Dabei konzentriert sich das Programm auf einen Thread und reagiert hauptsächlich auf die Taktraten unserer Prozessoren. Abermals konvertieren wir die 422 MByte große WAV-Datei ins MP3-Format.
NeroAAC Codec 1.5.1 (Bearbeitungszeit in Sekunden)
MSI Z87-G43
16GB DDR3-1600CL9
39.102
ASUS H87-PRO
16GB DDR3-1600CL9
39.874
Lame 3.98.4
Lame 3.98.4 ist ein quelloffener Encoder und sozusagen der Klassiker für das MP3-Format. Wir haben den Quellcode mit VisualStudio 2008 compiliert, um ein möglichst neutrales Ergebnis zu erhalten. Die Binaries, welche üblicherweise angeboten werden, wurden nämlich mit einem Compiler von Intel erstellt. Auch Lame beschränkt sich auf einen Thread und reagiert somit nur auf die Taktrate und die CPU-Architektur.
Lame 3.98.4 (Bearbeitungszeit in Sekunden)
MSI Z87-G43
16GB DDR3-1600CL9
40.779
ASUS H87-PRO
16GB DDR3-1600CL9
40.934
iTunes, NeroAAC und Lame gehen an das MSI Z87-G43. Den deutlichsten Unterschied sehen wir bei NeroAAC, wo das MSI Z87-G43 die Bearbeitungszeit um 1,9 Prozent verkürzt.

Benchmarks: Videobearbeitung

HandBrake 0.9.9 RC1 64-Bit
HandBrake ist eine freie Software zur Transcodierung von Videodateien, die ursprünglich für BeOS entwickelt wurde. Die von uns verwendete Version 0.9.9 RC1 64-Bit macht massiven Gebrauch von mehreren Kernen und Threads, zudem unterstützt das Programm SSE4.2 und AVX. Für unsere Messung wandeln wir eine 370 MByte große Videodatei zunächst in eine iPod-taugliche Auflösung von 320 x 176 Pixel um.
HandBrake 0.9.9 RC1 64-Bit - iPod 320x176 (Bearbeitungszeit in Sekunden)
MSI Z87-G43
16GB DDR3-1600CL9
18.127
ASUS H87-PRO
16GB DDR3-1600CL9
18.674
Im zweiten Durchlauf von HandBrake 0.9.9 RC1 64-Bit wandeln wir die selbe Videodatei ins Full-HD-Format (1080p) um:
HandBrake 0.9.9 RC1 64-Bit - 1920x1080 (Bearbeitungszeit in Sekunden)
MSI Z87-G43
16GB DDR3-1600CL9
177.598
ASUS H87-PRO
16GB DDR3-1600CL9
178.660
x264 0.132.2310 über Avisynth 2.58
Der plattformübergreifende Video-Encoder x264 giert nach möglichst vielen Kernen und Threads, beherrscht aber auch SSE 4.2 sowie AVX. Mit Hilfe von Avisynth 2.58 führen wir eine 2-Pass-Konvertierung unserer 370 MByte großen Videodatei durch und stoppen die Zeit.
x264 0.132.2310 über Avisynth 2.58 (Bearbeitungszeit in Sekunden)
MSI Z87-G43
16GB DDR3-1600CL9
33.889
ASUS H87-PRO
16GB DDR3-1600CL9
34.323
HandBrake und x264 kann das MSI Z87-G43 ebenfalls für sich entscheiden. Diesmal weist der iPod-Durchlauf von HandBrake mit 2,9 Prozent den größten Abstand auf.

Benchmarks: Bildbearbeitung

Gimp 2.8.4
Gimp, das "GNU Image Manipulation Program" ist ein quelloffenes Bildbearbeitungsprogramm, welches unter der GNU General Public License (GPL) veröffentlicht wird. Zumeist nutzt Gimp nur einen Thread und so entscheidet primär die Taktrate über die Bearbeitungszeit. Für unseren Test verwenden wir ein 6.145 x 6.623 Pixel großes TIFF-Bild (49,5 MByte) und lassen die Filter Unschärfe und gaußscher Weichzeichner laufen, bevor wir die roten Augen entfernen.
Gimp 2.8.4 (Bearbeitungszeit in Sekunden)
MSI Z87-G43
16GB DDR3-1600CL9
28.0
ASUS H87-PRO
16GB DDR3-1600CL9
29.0
IrfanView 4.35
Der Bildbetrachter IrfanView eignet sich hervorragend, um automatisiert große Bildermengen zu bearbeiten. Wir haben ein Verzeichnis mit 32 großformatigen TIFF-Bildern (450 MByte), die wir zunächst kleiner rechnen und dann schärfen. Auch IrfanView reagiert dabei in erster Linie auf die Taktrate unserer Prozessoren.
IrfanView 4.35 (Bearbeitungszeit in Sekunden)
MSI Z87-G43
16GB DDR3-1600CL9
11.450
ASUS H87-PRO
16GB DDR3-1600CL9
11.614
Wir beenden unsere synthetischen Benchmarks und die Anwendungen, ohne dass das ASUS H87-PRO einen einzigen Sieg erringen konnte. Eigentlich eine klare Angelegenheit, dennoch waren die Abstände zwischen den beiden Mainboards nie sonderlich groß.



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Benchmarks: DX9-Spiele mit Radeon HD 7970 und Intel HD4600

Serious Sam 3 - BFE
"Serious Sam 3 - BFE" ist ein extrem schneller Ego-Shooter von Croteam, der im Frühjahr 2012 in den Handel kam. Die dabei verwendete Serious Engine V. 3.5 ist auf DirectX 9 limitiert. Die Szene "Gestutzte Flügel" belastet primär den Grafikprozessor. Wir beginnen mit einer Auflösung von 1366 x 768 Bildpunkten und mittleren Details. AA und SSAA sind deaktiviert, die 16-fache anisotrope Filterung wird hingegen verwendet.
Als Grafikkarte kommt eine MSI R7970 Lightning (AMD Radeon HD 7970) mit dem Treiber Catalyst 13.4 WHQL zum Einsatz, welche wir im primären (PCIe 3.0 x16) und sekundären (PCIe 2.0 x4) PEG-Steckplatz vermessen. Zudem betrachten wir die Leistung der integrierten Grafikeinheit Intel HD4600 im Zusammenspiel mit dem Treiber 15.31.9.64.3165.
"Serious Sam 3 - BFE" - 1366x768 Pixel / mittlere Qualität in fps
ASUS H87-PRO
PCIe 2.0 x4
262.082
MSI Z87-G43
PCIe 3.0 x16
260.774
MSI Z87-G43
PCIe 2.0 x4
259.857
ASUS H87-PRO
PCIe 3.0 x16
257.860
MSI Z87-G43
Intel HD4600
75.943
ASUS H87-PRO
Intel HD4600
75.809
Die Ergebnisse der Radeon HD 7970 streuen recht stark und man kann keinen klaren Vorteil für die PCIe-3.0-Anbindung erkennen. Beim ASUS H87-PRO ist die Grafikkarte im auf vier Lanes limitierten PCIe-2.0-Steckplatz sogar schneller. Die iGPU liefert hingegen sehr konstante Werte und ihre Leistung reicht für die gewählten Einstellungen locker aus.
"Serious Sam 3 - BFE" dreht seine zweite Runde in Full-HD-Auflösung mit ultrahohen Qualitätseinstellungen und achtfachem Anti-Aliasing sowie 2x2 SSAA. Diese Einstellungen sind für Intels HD4600 zu anspruchsvoll, weshalb wir uns auf die Grafikkarte konzentrieren:
"Serious Sam 3 - BFE" - 1920x1080 Pixel / ultra Qualität in fps
MSI Z87-G43
PCIe 3.0 x16
56.246
ASUS H87-PRO
PCIe 3.0 x16
56.203
ASUS H87-PRO
PCIe 2.0 x4
55.902
MSI Z87-G43
PCIe 2.0 x4
55.618
Diesmal sind die Resultate der Radeon HD 7970 sehr konstant und bei beiden Mainboards annähernd identisch. Zudem sehen wir einen minimalen Vorteil für PCIe 3.0.



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Benchmarks: DX9-Spiele mit Radeon HD 7970 und Intel HD4600

The Elder Scrolls: Skyrim
"The Elder Scrolls: Skyrim" ist ein sehr erfolgreiches Rollenspiel, welches von Bethesda entwickelt und im Frühjahr 2012 veröffentlicht wurde. Es basiert auf der Creation-Engine, welche leider nur DirectX 9 unterstützt. Wir verwenden die GPU-lastige Szene "Steinbühel" und beschränken uns im ersten Durchgang auf 1366 x 768 Bildpunkte und mittlere Details. Anti-Aliasing und FXAA sind deaktiviert, die 16-fache anisotrope Filterung wird hingegen verwendet.
Als Grafikkarte kommt eine MSI R7970 Lightning (AMD Radeon HD 7970) mit dem Treiber Catalyst 13.4 WHQL zum Einsatz, welche wir im primären (PCIe 3.0 x16) und sekundären (PCIe 2.0 x4) PEG-Steckplatz vermessen. Zudem betrachten wir die Leistung der integrierten Grafikeinheit Intel HD4600 im Zusammenspiel mit dem Treiber 15.31.9.64.3165.
"The Elder Scrolls: Skyrim" - 1366x768 Pixel / mittlere Qualität in fps
MSI Z87-G43
PCIe 3.0 x16
183.761
MSI Z87-G43
PCIe 2.0 x4
183.107
ASUS H87-PRO
PCIe 2.0 x4
177.608
ASUS H87-PRO
PCIe 3.0 x16
175.942
ASUS H87-PRO
Intel HD4600
46.909
MSI Z87-G43
Intel HD4600
46.512
Auch bei "The Elder Scrolls: Skyrim" läuft unsere Radeon HD 7970 im PCIe-2.0-Steckplatz des ASUS H87-PRO etwas schneller. Zudem fällt auf, dass MSIs Z87-G43 zwischen 6 und 7 fps mehr schafft. Bei den obigen Ergebnissen handelt es sich um Durchschnittswerte aus mehreren Messläufen, der Rückstand ist also reproduzierbar. Abermals erreicht Intels HD4600 spielbare Frameraten.
Den zweiten Durchgang bestreitet "The Elder Scrolls: Skyrim" mit 1.920 x 1.080 Bildpunkten, achtfachem Anti-Aliasing, FXAA und einer sehr hohen Detailstufe:
"The Elder Scrolls: Skyrim" - 1920x1080 Pixel / sehr hohe Qualität in fps
MSI Z87-G43
PCIe 3.0 x16
95.588
ASUS H87-PRO
PCIe 3.0 x16
95.407
ASUS H87-PRO
PCIe 2.0 x4
92.774
MSI Z87-G43
PCIe 2.0 x4
92.119
Mit diesen anspruchsvollen Einstellungen verschwindet der Nachteil des ASUS H87-PRO und die beiden Hauptplatinen liegen wieder auf Augenhöhe. Der Einsatz von PCIe 3.0 bringt einen bescheidenen Vorteil von ca. 3 fps.



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Benchmarks: DX11-Spiele mit Radeon HD 7970 und Intel HD4600

Assassin's Creed III
Der dritte Teil der Erfolgsreihe "Assassin's Creed" wurde Ende 2012 von Ubisoft veröffentlicht. "Assassin's Creed III" ist ein klassisches 3D-Action-Abenteuer, dass auf Geschick und Kampfkunst setzt. Die vom Spiel verwendete AnvilNext-Engine bietet DirectX 11 sowie Havok Physics. Für die Umgebung, die Texturen und die Schatten wählen wir eine mittlere Qualität ("normal") und beginnen mit einer Auflösung von 1366 x 768 Bildpunkten. HyperThreading auf mehr als zwei Kernen ist bei diesem Spiel von Nachteil.
Als Grafikkarte kommt eine MSI R7970 Lightning (AMD Radeon HD 7970) mit dem Treiber Catalyst 13.4 WHQL zum Einsatz, welche wir im primären (PCIe 3.0 x16) und sekundären (PCIe 2.0 x4) PEG-Steckplatz vermessen. Zudem betrachten wir die Leistung der integrierten Grafikeinheit Intel HD4600 im Zusammenspiel mit dem Treiber 15.31.9.64.3165.
"Assassin's Creed III" - 1366x768 Pixel / mittlere Qualität in fps
MSI Z87-G43
PCIe 3.0 x16
93.593
MSI Z87-G43
PCIe 2.0 x4
92.646
ASUS H87-PRO
PCIe 3.0 x16
89.610
ASUS H87-PRO
PCIe 2.0 x4
88.754
ASUS H87-PRO
Intel HD4600
37.494
MSI Z87-G43
Intel HD4600
37.328
Genau wie bei "The Elder Scrolls: Skyrim" hat das ASUS H87-PRO auch bei "Assassin's Creed III" das Nachsehen - dem Mainboard fehlen ca. 4 fps auf MSIs Z87-G43. Wird der integrierte Grafikkern Intel HD4600 verwendet, liegen die beiden Hauptplatinen dann wieder Kopf an Kopf. Allerdings muss sich Intels iGPU schon ziemlich mühen, um in den spielbaren Bereich zu kommen.
Nun starten wir "Assassin's Creed III" mit voller HD-Auflösung, vierfachem MSAA und FSAA (hoch). Die Qualität von Umgebung und Schatten ist sehr hoch und die der Texturen hoch:
"Assassin's Creed III" - 1920x1080 Pixel / sehr hohe Qualität in fps
MSI Z87-G43
PCIe 3.0 x16
63.869
ASUS H87-PRO
PCIe 3.0 x16
62.642
ASUS H87-PRO
PCIe 2.0 x4
59.354
MSI Z87-G43
PCIe 2.0 x4
59.096
Auch bei "Assassin's Creed III" löst sich die angezogene Handbremse des ASUS H87-PRO dank der anspruchsvolleren Grafikeinstellungen. Die Verwendung des PCIe-3.0-Steckplatzes bringt diesmal 3 bis 4 fps.



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Benchmarks: DX11-Spiele mit Radeon HD 7970 und Intel HD4600

Crysis 3
Auch die Erfolgsreihe Crysis hat einen dritten Teil zu bieten, der im Februar 2013 von Electronic Arts veröffentlicht wurde. "Crysis 3" setzt auf die dritte Generation der CryEngine, wobei der Ego-Shooter DirectX 11 unterstützt. Wir wählen zunächst mittlere Systemeinstellungen und Texturen bei einer Auflösung von 1366 x 768 Bildpunkten. Dann deaktivieren wir die Kantenglättung und setzen die anisotrope Filterung auf 16-fach.
Als Grafikkarte kommt eine MSI R7970 Lightning (AMD Radeon HD 7970) mit dem Treiber Catalyst 13.4 WHQL zum Einsatz, welche wir im primären (PCIe 3.0 x16) und sekundären (PCIe 2.0 x4) PEG-Steckplatz vermessen. Zudem betrachten wir die Leistung der integrierten Grafikeinheit Intel HD4600 im Zusammenspiel mit dem Treiber 15.31.9.64.3165.
"Crysis 3" - 1366x768 Pixel / mittlere Qualität in fps
MSI Z87-G43
PCIe 3.0 x16
171.695
ASUS H87-PRO
PCIe 3.0 x16
171.519
ASUS H87-PRO
PCIe 2.0 x4
105.189
MSI Z87-G43
PCIe 2.0 x4
103.117
MSI Z87-G43
Intel HD4600
22.164
ASUS H87-PRO
Intel HD4600
22.082
"Crysis 3" ist für Intels HD4600 zu anspruchsvoll und auch die Bandbreite von PCIe 2.0 x4 reicht für dieses Spiel nicht aus. Weichen wir auf den zweiten PEG-Steckplatz aus, verlieren wir 66 bis 68 fps!
Beim Full-HD-Durchlauf von "Crysis 3" arbeiten wir mit hohen Qualitätseinstellungen und achtfachem Anti-Aliasing. Wer mit diesen Einstellungen spielt, muss sich über den Prozessor praktisch keine Gedanken machen, da zumeist die Grafikkarte limitiert:
"Crysis 3" - 1920x1080 Pixel / sehr hohe Qualität in fps
MSI Z87-G43
PCIe 3.0 x16
43.949
ASUS H87-PRO
PCIe 3.0 x16
43.809
ASUS H87-PRO
PCIe 2.0 x4
37.523
MSI Z87-G43
PCIe 2.0 x4
37.237
Nutzen wir "Crysis 3" mit sehr hohen Qualitätseinstellungen, kommt auch unsere Grafikkarte an ihre Grenzen. Die beiden Mainboards liegen gleich auf und im PCIe-3.0-Steckplatz läuft die Radeon HD 7970 gut 6 fps schneller.



ASUS H87-PRO - Intels Haswell (fast) ohne OC-Ambitionen - Druckansicht - Seite 16 von 21

Benchmarks: DX11-Spiele mit Radeon HD 7970 und Intel HD4600

Tomb Raider
Everybody's Darling Lara Croft is back! Die von Crystal Dynamics und Eidos Montreal entwickelte Neuauflage von "Tomb Raider" wurde im März 2013 von Square Enix veröffentlicht und ist ein Action-Abenteuer, das uns Geschick und Kampfkunst abverlangt. Die Crystal-Engine sorgt dabei für DirectX 11 und TressFX macht Laras Haare schön. Im ersten Durchgang verzichten wir allerdings auf TressFX, Tesselation und AntiAliasing. Wir verwenden 1366 x 768 Bildpunkte mit mittleren Details ("normal") und einer 16-fachen anisotropen Filterung.
Als Grafikkarte kommt eine MSI R7970 Lightning (AMD Radeon HD 7970) mit dem Treiber Catalyst 13.4 WHQL zum Einsatz, welche wir im primären (PCIe 3.0 x16) und sekundären (PCIe 2.0 x4) PEG-Steckplatz vermessen. Zudem betrachten wir die Leistung der integrierten Grafikeinheit Intel HD4600 im Zusammenspiel mit dem Treiber 15.31.9.64.3165.
"Tomb Raider" - 1366x768 Pixel / mittlere Qualität in fps
MSI Z87-G43
PCIe 3.0 x16
158.771
MSI Z87-G43
PCIe 2.0 x4
155.268
ASUS H87-PRO
PCIe 3.0 x16
153.282
ASUS H87-PRO
PCIe 2.0 x4
152.274
MSI Z87-G43
Intel HD4600
28.978
ASUS H87-PRO
Intel HD4600
28.955
Auch "Tomb Raider" gehört zu den drei Spielen, bei denen das ASUS H87-PRO mit unserer Radeon HD 7970 kleinere Leistungsdefizite offenbart: Steckte die Grafikkarte im PCIe-3.0-Slot, ist MSIs Z87-G43 rund 5,5 fps schneller. Nutzen wir Intels HD4600, liegen beide Mainboards dicht beisammen, doch die iGPU ist mit der gewählten Szene überfordert.
Den letzten Durchlauf absolviert die hübsche Lara in Full-HD und den höchsten Qualitätseinstellungen. Für das gewisse Extra an Makeup und Haarpflege sorgen 2x2 SSAA, TressFX und Tesselation:
"Tomb Raider" - 1920x1080 Pixel / sehr hohe Qualität in fps
ASUS H87-PRO
PCIe 3.0 x16
31.227
MSI Z87-G43
PCIe 3.0 x16
30.893
ASUS H87-PRO
PCIe 2.0 x4
30.058
MSI Z87-G43
PCIe 2.0 x4
29.565
In unserer letzten Spielewertung dreht das ASUS H87-PRO den Spieß um und zieht knapp am MSI Z87-G43 vorbei. Wer den PCIe-2.0-Steckplatz verwendet, viert gut ein Frame pro Sekunde.



ASUS H87-PRO - Intels Haswell (fast) ohne OC-Ambitionen - Druckansicht - Seite 17 von 21

Stromverbrauch

Gesamtsystem: Idle
Um den Stromverbrauch zu ermitteln, messen wir die Leistungsaufnahme des gesamten Systems über den Zeitraum einer Stunde. Wir geben also keine einmaligen Verbrauchsspitzen an, sondern den für die Praxis viel relevanteren Durchschnittswert. Das Testsystem besteht aus dem jeweiligen Mainboard inklusive der CPU, 4 x 4 GByte G.Skill Ripjaws Z (DDR3-1600 CL9-9-9-24 2T) und der 2 TB großen Festplatte Seagate SV35 ST2000VX000.

Fotostrecke mit weiteren und größeren Fotos...
Stromverbrauch: Gesamtsystem Idle in W (geringere Werte sind besser)
MSI Z87-G43
16GB DDR3-1600CL9
33
ASUS H87-PRO
16GB DDR3-1600CL9
35
Schon im Leerlauf liegen die beiden Hauptplatinen um zwei Watt auseinander, obwohl sie eine sehr ähnliche Ausstattung bieten.
Gesamtsystem: Volllast
Im zweiten Durchgang erzeugen wir auf allen Kernen Volllast mit Hilfe zweier Programme: Povwin 3.7 RC7 64-Bit ist der heftigste Stromverbraucher aus unserem Testparcours und liegt knapp oberhalb des Lastprogramms Core2MaxPerf, welches wir in der Vergangenheit für unsere Stromverbrauchstests verwendet hatten. Zusätzlich haben wir eine zweite Messung mit Prime 27.9 gemacht, dessen Stabilitätstest zwar wenig Praxisrelevanz hat, aber einen deutlich höheren Stromverbrauch provozieren kann.

Fotostrecke mit weiteren und größeren Fotos...
Stromverbrauch: Gesamtsystem Volllast in W (geringere Werte sind besser)
MSI Z87-G43
Povwin 3.7 RC7 64-Bit
99
ASUS H87-PRO
Povwin 3.7 RC7 64-Bit
104
MSI Z87-G43
Prime 27.9
129
ASUS H87-PRO
Prime 27.9
142
Mit Povwin 3.7 RC7 64-Bit verbraucht das Testsystem um die 100 Watt, wobei sich das ASUS H87-PRO immerhin fünf Watt mehr genehmigt. Lassen wir Prime 27.9 auf den Core i7-4770K los, steigt der Stromverbrauch nochmals deutlich an und das ASUS H87-PRO verbraucht 13 Watt mehr als das MSI Z87-G43.



ASUS H87-PRO - Intels Haswell (fast) ohne OC-Ambitionen - Druckansicht - Seite 18 von 21

Übertakten der CPU-Kerne

Beim Übertakten der Haswell-CPUs gibt es zwei Wege, die sich auch miteinander kombinieren lassen: Einerseits kann man den Basistakt anheben, andererseits lassen sich die Turbostufen erhöhen. Beides funktioniert allerdings nur, wenn die K-Variante einer Haswell-CPU auf den Chipsatz Z87 trifft. Intels H87 muss bei beiden Möglichkeiten passen und scheint somit eine äußerst unattraktive Wahl zu sein. Dennoch ist dieser Chipsatz die perfekte Wahl für alle Käufer, die mit einer Haswell-CPU ohne "K" planen. Intel hat diesen Prozessoren nämlich die vier zusätzlichen Turbo-Stufen, welche den i7- und i5-Modellen der Generationen "Sandy Bridge" und "Ivy Bridge" noch vergönnt waren, gestrichen. Somit gibt es abseits von CrossFire und SLI keinen weiteren Grund, zum teureren Z87 zu greifen.

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Die einzige Möglichkeit, ein paar zusätzliche Megahertz aus dem Prozessor herauszukitzeln, besteht im "ASUS MultiCore Enhancement". Hierbei wendet das Mainboard die höchste Turbostufe, die eigentlich nur für Last auf einem oder zwei Kernen vorgesehen ist, auch bei Volllast auf allen vier Kernen an. Die Spannung entspricht dabei jener, die für einen Kern vorgesehen ist - sie liegt um 0,069 Volt höher als im Normalbetrieb. Damit der System Agent unsere CPU nicht aufgrund des höheren Stromverbrauchs drosselt, heben wir die TDP-Grenzen auf 110 Watt (dauerhaft) und 160 Watt (kurzfristig) an.

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Im Leerlauf nutzt das Mainboard alle Stromspartechniken und reduziert sowohl die CPU-Spannung als auch die Taktrate. Eines fällt jedoch auf: Sobald wir das "ASUS MultiCore Enhancement" aktivieren, liegt der Basistakt bei 100 MHz und nicht mehr knapp darunter. Der Speichertakt wird vom "ASUS MultiCore Enhancement" nicht angetastet:

Fotostrecke mit weiteren und größeren Fotos...
Auf der folgenden Seite zeigen wir, wie sich einige unserer Benchmark-Messungen und der Stromverbrauch entwickelt haben.



ASUS H87-PRO - Intels Haswell (fast) ohne OC-Ambitionen - Druckansicht - Seite 19 von 21

Übertakten der CPU-Kerne: Benchmarks und Stromverbrauch

Benchmarks
Was uns das Übertakten an echter Mehrleistung bringt, überprüfen wir mit Hilfe von Cinebench 11.529 64-Bit, Povwin 3.7 RC7 64-Bit und x264 0.132.2310 (über Avisynth 2.58).
Cinebench 11.529 64-Bit (höhere Werte sind besser)
ASUS H87-PRO
OC @ 3,9 GHz
8.59
ASUS H87-PRO
turbo @ 3,7 - 3,9 GHz
8.12
 Leistungssteigerung
MultiCore Enhancement+5,79%
Povwin 3.7 RC7 64-Bit (Bearbeitungszeit in Sekunden)
ASUS H87-PRO
OC @ 3,9 GHz
159.791
ASUS H87-PRO
turbo @ 3,7 - 3,9 GHz
168.808
 Leistungssteigerung
MultiCore Enhancement+5,34%
x264 0.132.2310 über Avisynth 2.58 (Bearbeitungszeit in Sekunden)
ASUS H87-PRO
OC @ 3,9 GHz
32.354
ASUS H87-PRO
turbo @ 3,7 - 3,9 GHz
34.323
 Leistungssteigerung
MultiCore Enhancement+5,74%
Das ASUS MultiCore Enhancement bringt uns Leistungsgewinne zwischen 5,34 und 5,79 Prozent. Diese sind allerdings auf den Anwendungsfall beschränkt, dass mehrere Kerne - idealerweise vier - zeitgleich genutzt werden.
Stromverbrauch
Leider bringt das Übertakten nicht nur mehr Leistung, sondern auch einen deutlich höheren Stromverbrauch. Dieser resultiert primär aus den höheren Spannungen, doch auch das Anheben der TDP-Grenzen und Taktraten macht den Core i7-4770K deutlich durstiger:
Stromverbrauch: Gesamtsystem Volllast in W (geringere Werte sind besser)
ASUS H87-PRO
turbo @ 3,7 - 3,9 GHz
104
ASUS H87-PRO
OC @ 3,9 GHz
121
 Anstieg des Stromverbrauchs
MultiCore Enhancement+16,35%
Die um 0,069 Volt höhere Spannung lässt den Stromverbrauch unseres Testsystems um 16,35 Prozent auf 121 Watt ansteigen. Da die Leistungsgewinne unter sechs Prozent bleiben, ist dieser Wert etwas happig. Der manuelle Eingriff in die CPU-Spannung erscheint uns sinnvoll, denn der Mitbewerber MSI erreicht mit seinem Z87-G43 ganz ohne Spannungserhöhung stabile 4,0 GHz auf allen Kernen.



ASUS H87-PRO - Intels Haswell (fast) ohne OC-Ambitionen - Druckansicht - Seite 20 von 21

Übertakten: iGPU

Zum Übertakten der iGPU verwenden wir den dazugehörigen Multiplikator, welcher uns auch beim Intel H87 zur Verfügung steht. Auf ein Anheben der Spannung verzichten wir diesmal. Bei unserem Core i7-4770K erreichen wir eine maximale Taktrate von 1,40 GHz, was einer Übertaktung um 12,0 Prozent entspricht. Darüber hinaus bietet das ASUS H87-PRO eine automatische Übertaktungsfunktion, welche mit unserer CPU 1,35 GHz erreicht. Dabei wird allerdings auch das MultiCore Enhancement aktiviert, so dass alle CPU-Kerne mit 3,9 GHz takten. Bleibt noch zu prüfen, was diese Taktgewinne in der Praxis bringen:
"Serious Sam 3 - BFE" - 1366x768 Pixel / niedrige-mittlere Qualität in fps
ASUS H87-PRO
OC: Intel HD4600 @ 1,40 GHz
83.242
ASUS H87-PRO
Auto-OC: Intel HD4600 @ 1,35 GHz
80.152
ASUS H87-PRO
Intel HD4600 @ 1,25 GHz
75.809
 Leistungssteigerung
manuelle Übertaktung+9,80%
automatische Übertaktung+5,73%
"The Elder Scrolls: Skyrim" - 1366x768 Pixel / mittlere Qualität in fps
ASUS H87-PRO
Auto-OC: Intel HD4600 @ 1,35 GHz
51.282
ASUS H87-PRO
OC: Intel HD4600 @ 1,40 GHz
49.791
ASUS H87-PRO
Intel HD4600 @ 1,25 GHz
46.909
 Leistungssteigerung
manuelle Übertaktung+6,14%
automatische Übertaktung+9,32%
"Assassin's Creed III" - 1366x768 Pixel / mittlere Qualität in fps
ASUS H87-PRO
OC: Intel HD4600 @ 1,40 GHz
39.794
ASUS H87-PRO
Auto-OC: Intel HD4600 @ 1,35 GHz
39.017
ASUS H87-PRO
Intel HD4600 @ 1,25 GHz
37.494
 Leistungssteigerung
manuelle Übertaktung+6,13%
automatische Übertaktung+4,06%
"Crysis 3" - 1366x768 Pixel / mittlere Qualität in fps
ASUS H87-PRO
OC: Intel HD4600 @ 1,40 GHz
23.945
ASUS H87-PRO
Auto-OC: Intel HD4600 @ 1,35 GHz
23.432
ASUS H87-PRO
Intel HD4600 @ 1,25 GHz
22.082
 Leistungssteigerung
manuelle Übertaktung+8,44%
automatische Übertaktung+6,11%
"Tomb Raider" - 1366x768 Pixel / mittlere Qualität in fps
ASUS H87-PRO
OC: Intel HD4600 @ 1,40 GHz
32.200
ASUS H87-PRO
Auto-OC: Intel HD4600 @ 1,35 GHz
31.002
ASUS H87-PRO
Intel HD4600 @ 1,25 GHz
28.955
 Leistungssteigerung
manuelle Übertaktung+11,21%
automatische Übertaktung+7,07%
Bei den fünf getesteten Spielen klettert die Framerate bei manueller Übertaktung um 6,13 bis 11,21 Prozent. Die Automatik bringt uns 4,06 bis 9,32 Prozent, wobei der deutliche Zuwachs beim Spiel "The Elder Scrolls: Skyrim" primär der höheren CPU-Leistung anzurechnen ist.
LuxMark 2.0 "Room" - GPU/CPU/kombiniert in 1000 Dreicke pro Sekunde
ASUS H87-PRO
OC: Intel HD4600 @ 1,40 GHz
202
ASUS H87-PRO
Auto-OC: Intel HD4600 @ 1,35 GHz
196
ASUS H87-PRO
Intel HD4600 @ 1,25 GHz
182
 Leistungssteigerung
manuelle Übertaktung+10,99%
automatische Übertaktung+7,69%
Auch Anwendungen, die den Grafikkern zum Rechenknecht machen, profitieren von der iGPU-Übertaktung. LuxMark 2.0 beschleunigt seine Berechnungen bei manueller Übertaktung um 10,99 Prozent, während uns die Automatik eine Verbesserung um 7,69 Prozent beschert.



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Fazit

GutIm Frühjahr 2011 brachte Intel den Chipsatz Z68 auf den Markt und seither wissen wir: Ein "Z" muss vorne stehen! Dieses "Z" bringt den Core-i7- und Core-i5-Modellen der Generationen "Sandy Bridge" und "Ivy Bridge" einen zusätzlichen Taktspielraum von 400 MHz - auch den Prozessoren ohne "K". Zudem ermöglicht das "Z" höhere Speichertaktraten und die Verwendungen mehrerer Grafikkarten als CrossFire- oder SLI-Verbund. Und so griffen die meisten Käufer, die von ihrem Mainboard etwas mehr erwarteten, zu Hauptplatinen mit einem Z-Chipsatz.
Doch beim Haswell hat Intel die Spielregeln geändert und die 400-MHz-Taktspielraum für die normalen Core-i7- und Core-i5-Modelle gestrichen. Wer keinen K-Prozessor besitzt, kann die Rechenkerne nicht mehr übertakten bzw. nur noch die höchste Turbostufe auf alle Kerne anwenden. Dies beherrscht allerdings auch der H87 und somit ist das "Z" nicht mehr zwingend notwendig.
Die neue Regel lautet: CPU ohne "K", normaler Arbeitsspeicher, eine oder keine Grafikkarte => H87!

Fotostrecke mit weiteren und größeren Fotos...
Das Einsatzgebiet des ASUS H87-PRO wäre somit umrissen und wir kommen zur Hauptplatine selbst. Diese machte im Test eine gute Figur und erwies sich als stabil, zuverlässig und unproblematisch. Einzig die AI Suite III sorgte für ein paar Probleme, da nicht alle Programmteile funktionierten und sporadisch stürzte die Software sogar ab. Doch - ehrlich gesagt - kennen wir das nicht anders und man muss die AI Suite III nicht unbedingt installieren. Das ASUS H87-PRO kombiniert eine ordentliche Performance mit einer gelungenen Ausstattung. Zu seinen Pluspunkten zählen die vier Bildschirmausgänge (HDMI, DisplayPort, VGA und DVI), sechs SATA-Ports mit 6 Gbps und sechs USB-3.0-Anschlüsse. Vorsicht ist allerdings bei PCIe-Karten geboten, denn sobald ein PCIe-x1-Slot genutzt wird, läuft der schwarze PCIe-x16-Steckplatz nur noch mit zwei Lanes. Die Audioqualität des ASUS H87-PRO ist gut und auch die Umsetzung der Lüfterregelung überzeugt.

Fotostrecke mit weiteren und größeren Fotos...
Bleibt noch der Preis: Aktuell findet sich das ASUS H87-PRO in deutschen Preisvergleichen ab 95 Euro, was in unseren Augen ein wenig zu teuer ist. Schließlich kostet das vergleichbar ausgestattete MSI Z87-G43 auf Basis des Intel Z87 nicht einmal zehn Euro mehr. Unser Partner HiQ-Computer bietet das ASUS H87-PRO für 101 Euro inklusive Mehrwertsteuer zuzüglich Versandkosten an und Amazon.de ruft ebenfalls 101 Euro auf - hier allerdings inklusive der Versandkosten. Unser abschließendes Urteil lautet: Gut.
Unser Dank gilt HiQ24.de für die Bereitstellung des ASUS H87-PRO und des Prozessors Intel Core i7-4770K.



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