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ASUS M3N-HT Deluxe (NVIDIA nForce 780a SLI)

Autor: doelf - veröffentlicht am 27.05.2008
s.1/17
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Kürzlich hatten wir AMDs Phenom X4 9750, einen mit 2,4 GHz getakteten Quad-Core Prozessor im fehlerbereinigten B3-Stepping, getestet und hierbei das Mainboard ASUS M3N-HT Deluxe als Testplattform verwendet. Das ASUS M3N-HT Deluxe basiert auf NVIDIAs nagelneuem nForce 780a SLI Chipsatz, mit dem der Hersteller einen Spagat zwischen onboard Grafik und 3-Wege-SLI wagt. In unserem heutigen Test wollen wir herausfinden, wie gut dies gelingt und was die neuen Merkmale Hybrid-Power und GeForce-Boost in der Praxis bringen.


Fotostrecke mit weiteren und größeren Fotos...

Chipsatz: NVIDIA nForce 780a SLI
Bevor wir uns mit dem Mainboard befassen, müssen wir ein paar Worte zum Chipsatz verlieren. Als AMD am 19. November 2007 seine ersten Quad-Core Phenom X4 Prozessoren auf den Markt brachte, stellte das Unternehmen auch seinen neuen 790FX Chipsatz vor. Der 790FX ermöglicht den CrossFire-Betrieb mit bis zu vier PCI-Express x16 Grafikkarten und ist für den Einsatz auf hochpreisigen Hauptplatinen gedacht. Viele Experten und Benutzer erwarteten, dass NVIDIA zeitnah eine vergleichbare Plattform vorstellen würde, doch stattdessen konzentrierte sich der Hersteller zunächst auf neue Chipsätze für Intel Prozessoren. Zunächst kam der nForce 780i SLI auf den Markt, es folgte sein DDR3-Pendant nForce 790i SLI. Erst am 6. Mai, fast ein halbes Jahr nach der Vorstellung der ersten Phenom X4 CPUs, schickte NVIDIA den nForce 780a SLI Chipsatz ins Rennen, welcher auf dem ASUS M3N-HT Deluxe zum Einsatz kommt.

Der Zeitpunkt ist gut gewählt, denn mit der Verfügbarkeit der Triple- und Quad-Core Prozessoren im B3-Stepping sind AMDs Prozessoren wieder etwas attraktiver geworden. Bisher war es üblich, dass Chipsätze für Mainboards im unteren Preissegment eine Grafikeinheit beinhalten. Auf diese Weise konnte man preiswerte Systeme ganz ohne Grafikkarte aufbauen. Die 3D-Leistung dieser Grafiklösungen ist recht niedrig, dafür eignen sie sich für die hardwarebeschleunigte Wiedergabe von Videodaten. NVIDIA geht nun einen gänzlich anderen Weg und erklärt die integrierte Grafikeinheit zur Grundausstattung aller neuen Mainboards.

Zugegeben: Es ist praktisch, einen Grafikchip auf dem Mainboard zu haben. Doch der Käufer soll einen viel höheren Mehrwert bekommen, denn laut NVIDIA ist "mehr" in diesem Fall "weniger". Durch die neue Technologie "Hybrid Power", welche das vollständige Abschalten der Grafikkarten erlaubt, verbraucht der PC immer dann deutlich weniger Strom, wenn keine 3D-Leistung benötigt wird. Dies soll nicht nur mit einer einzelnen Grafikkarte, sondern auch mit einem SLI-Verbund aus zwei oder drei Grafikkarten funktionieren. Gerade solche Konfigurationen verbrauchten bisher auch dann viel Strom, wenn der Benutzer mit einer Office-Software arbeitete oder im Internet surfte und somit gar keine 3D-Leistung gefordert war.

Betrachten wir den Chipsatz ein wenig genauer: NVIDIA verwendet zwei Chips, wobei die nForce 780a SLI MCP alle traditionellen Aufgaben eines Chipsatz übernimmt und die Mehrzahl der PCI-Express Anbindungen in einen nForce 200 ausgelagert wurden. Der nForce 200 verwirklicht 32 Lanes, welche als 16/16 auf zwei oder 16/8/8 auf drei Grafikkarten verteilt werden. Zusätzlich können bis zu drei PCI-Express x1 Geräte über die nForce 780a SLI MCP angebunden werden. Hinzu kommen bis zu fünf 32-Bit PCI-Geräte, sechs Serial-ATA 3 Gb/s- und zwei ATA133-Laufwerke. Neben zwölf USB 2.0-Anschlüssen, HD-Audio und einem Gigabit-LAN Controller beinhaltet der Chip besagte Grafikeinheit. Die Grafikeinheit erlaubt den Anschluss von Bildschirmen via VGA, DVI sowie HDMI und unterstützt die Videobeschleunigung PureVideo HD.

Im Vergleich zum betagten nForce 590 SLI Chipsatz hat der nForce 780a SLI weitere Vorzüge:

  • PCI-Express 2.0: Entsprechenden PCI-Express Geräten steht mit PCI-Express 2.0 die doppelte Bandbreite - 5,0 statt 2,5 GT/s bzw. 500 statt 250 MByte/s pro Lane - zur Verfügung. Eine mit 16 Lanes angebundene Grafikkarte kann somit auf eine Bandbreite von 16 GB/s zurückgreifen.

  • 3-Wege-SLI: Der Chipsatz kann maximal drei Grafikkarten ansteuern. Dabei wird die primäre Grafikkarte mit vollen 16 Lanes angebunden, während sich die zweite und dritte Grafikkarte weitere 16 Lanes teilen. NVIDIA verspricht hierdurch eine bis zu 2,8-fach höhere Leistung im Vergleich zum Betrieb mit einer einzelnen Grafikkarte.

  • Hybrid Power: Diese oben schon beschriebene Technologie funktioniert leider nur unter Windows Vista. Zudem werden aktuell nur zwei Grafikkartenmodelle unterstützt: GeForce 9800 GX2 und GeForce 9800 GTX. Ein weiterer Nachteil: Der Monitor muss mit dem Signalausgang des Mainboards verbunden werden und die Chipsatzgrafik belegt einen Teil das Arbeitsspeichers.

  • GeForce Boost: Sollte jemand auf die leicht absurde Idee kommen, ein nForce 780a SLI basierendes Mainboard mit einer leistungsschwachen GeForce 8500 GT oder GeForce 8400 GS zu betreiben, kann die Chipsatzgrafik die Leistung der Grafikkarten verbessern. Leider funktioniert GeForce Boost nur unter Windows Vista und nur mit den beiden genannten Grafikkartenmodellen.

  • Enthusiast System Architecture (ESA): Mit ESA kennzeichnet NVIDIA eigene und fremde Hardware, deren Performance die höchsten Ansprüche befriedigen kann. Von NVIDIAs neuen Chipsätzen für AMD Prozessoren ist nur der nForce 780a SLI ESA-zertifiziert.

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