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ASUS M3N-HT Deluxe (NVIDIA nForce 780a SLI) - Druckansicht - Seite 1 von 17

Kürzlich hatten wir AMDs Phenom X4 9750, einen mit 2,4 GHz getakteten Quad-Core Prozessor im fehlerbereinigten B3-Stepping, getestet und hierbei das Mainboard ASUS M3N-HT Deluxe als Testplattform verwendet. Das ASUS M3N-HT Deluxe basiert auf NVIDIAs nagelneuem nForce 780a SLI Chipsatz, mit dem der Hersteller einen Spagat zwischen onboard Grafik und 3-Wege-SLI wagt. In unserem heutigen Test wollen wir herausfinden, wie gut dies gelingt und was die neuen Merkmale Hybrid-Power und GeForce-Boost in der Praxis bringen.


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Chipsatz: NVIDIA nForce 780a SLI
Bevor wir uns mit dem Mainboard befassen, müssen wir ein paar Worte zum Chipsatz verlieren. Als AMD am 19. November 2007 seine ersten Quad-Core Phenom X4 Prozessoren auf den Markt brachte, stellte das Unternehmen auch seinen neuen 790FX Chipsatz vor. Der 790FX ermöglicht den CrossFire-Betrieb mit bis zu vier PCI-Express x16 Grafikkarten und ist für den Einsatz auf hochpreisigen Hauptplatinen gedacht. Viele Experten und Benutzer erwarteten, dass NVIDIA zeitnah eine vergleichbare Plattform vorstellen würde, doch stattdessen konzentrierte sich der Hersteller zunächst auf neue Chipsätze für Intel Prozessoren. Zunächst kam der nForce 780i SLI auf den Markt, es folgte sein DDR3-Pendant nForce 790i SLI. Erst am 6. Mai, fast ein halbes Jahr nach der Vorstellung der ersten Phenom X4 CPUs, schickte NVIDIA den nForce 780a SLI Chipsatz ins Rennen, welcher auf dem ASUS M3N-HT Deluxe zum Einsatz kommt.

Der Zeitpunkt ist gut gewählt, denn mit der Verfügbarkeit der Triple- und Quad-Core Prozessoren im B3-Stepping sind AMDs Prozessoren wieder etwas attraktiver geworden. Bisher war es üblich, dass Chipsätze für Mainboards im unteren Preissegment eine Grafikeinheit beinhalten. Auf diese Weise konnte man preiswerte Systeme ganz ohne Grafikkarte aufbauen. Die 3D-Leistung dieser Grafiklösungen ist recht niedrig, dafür eignen sie sich für die hardwarebeschleunigte Wiedergabe von Videodaten. NVIDIA geht nun einen gänzlich anderen Weg und erklärt die integrierte Grafikeinheit zur Grundausstattung aller neuen Mainboards.

Zugegeben: Es ist praktisch, einen Grafikchip auf dem Mainboard zu haben. Doch der Käufer soll einen viel höheren Mehrwert bekommen, denn laut NVIDIA ist "mehr" in diesem Fall "weniger". Durch die neue Technologie "Hybrid Power", welche das vollständige Abschalten der Grafikkarten erlaubt, verbraucht der PC immer dann deutlich weniger Strom, wenn keine 3D-Leistung benötigt wird. Dies soll nicht nur mit einer einzelnen Grafikkarte, sondern auch mit einem SLI-Verbund aus zwei oder drei Grafikkarten funktionieren. Gerade solche Konfigurationen verbrauchten bisher auch dann viel Strom, wenn der Benutzer mit einer Office-Software arbeitete oder im Internet surfte und somit gar keine 3D-Leistung gefordert war.

Betrachten wir den Chipsatz ein wenig genauer: NVIDIA verwendet zwei Chips, wobei die nForce 780a SLI MCP alle traditionellen Aufgaben eines Chipsatz übernimmt und die Mehrzahl der PCI-Express Anbindungen in einen nForce 200 ausgelagert wurden. Der nForce 200 verwirklicht 32 Lanes, welche als 16/16 auf zwei oder 16/8/8 auf drei Grafikkarten verteilt werden. Zusätzlich können bis zu drei PCI-Express x1 Geräte über die nForce 780a SLI MCP angebunden werden. Hinzu kommen bis zu fünf 32-Bit PCI-Geräte, sechs Serial-ATA 3 Gb/s- und zwei ATA133-Laufwerke. Neben zwölf USB 2.0-Anschlüssen, HD-Audio und einem Gigabit-LAN Controller beinhaltet der Chip besagte Grafikeinheit. Die Grafikeinheit erlaubt den Anschluss von Bildschirmen via VGA, DVI sowie HDMI und unterstützt die Videobeschleunigung PureVideo HD.

Im Vergleich zum betagten nForce 590 SLI Chipsatz hat der nForce 780a SLI weitere Vorzüge:




ASUS M3N-HT Deluxe (NVIDIA nForce 780a SLI) - Druckansicht - Seite 2 von 17

Lieferumfang
Kommen wir nun zum ASUS M3N-HT Deluxe. Mit einem Straßenpreis ab 170 Euro gehört dieses Mainboard zur Oberklasse und so versucht ASUS, die Kunden mit einer umfangreiche Ausstattung zu locken. Im Karton des Mainboards finden sich zahlreiche Kabel, zwei SLI-Bücken für den Zwei- und Drei-Wege-Betrieb sowie ein HDMI-zu-DVI-Adapter.


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Hier der Lieferumfang in der Übersicht:

Als Besonderheit verfügt das ASUS M3N-HT Deluxe über den Speicherkühler "Cool Mempipe". Dieser soll die Speichermodule laut Hersteller um 10°C besser kühlen. Ob ASUS hierbei Module ohne oder mit Heatspreader zum Vergleich heranzieht, bleibt allerdings unklar. Da typische Speichermodule für ein Mainboard dieser Preisklasse bereits mit einem Kühlprofil versehen sind, müssten diese Profile zunächst entfernt werden. Dies ist bei vielen Modulen gar nicht möglich, bei allen anderen geht die Garantie verloren.


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Obwohl die Verwendung der "Cool Mempipe" eigentlich nur bei Standardspeicher ohne Heatpreader Sinn macht, kann man sich zu diesem Schritt gezwungen sehen, da hohe Speichermodule die Benutzung etlicher CPU-Kühler verhindern. Insbesondere Kühler mit einem 120 mm Lüfter ragen über den ersten DIMM-Slot hinaus und schränken dessen Nutzbarkeit ein. Betrachten wir nun die Montage der "Cool Mempipe".


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ASUS umschließt zwei Speichermodule mit Metallprofilen aus Aluminium, auf deren Innenseite sich Wärmeleitpads befinden. Obwohl das gesamte Konstrukt kupferfarben eloxiert wurde, bestehen nur die beiden Heatpipes tatsächlich aus Kupfer. Je eine Heatpipe pro Speicherriegel führt die Abwärme zu den Kühlblechen, welche auf dem Northbridge-Kühler verschraubt werden. Leider verzichtet der Hersteller darauf, eine nennenswerte Wäremübertragung zwischen der "Cool Mempipe" und dem Kühlerkonstrukt auf dem Chipsatz herzustellen. Zwischen den miteinander verschraubten Kühlern befindet sich weder ein Wärmeleitpad noch Wärmeleitpaste, sondern ein Luftraum. ASUS hat die verzierte Mitte des Northbridge-Kühlers nämlich niedriger ausgeführt als dessen Ränder.


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Am Ende bleibt mehr Schein als Sein, denn auch bei der Ausrichtung der Heatpipes muss ASUS Kompromisse eingehen. Eigentlich funktionieren Heatpipes als Steigleitungen und arbeiten mit der Schwerkraft. Doch wenn die Heatpipes der Chipsatzkühlung nach oben zeigen, sind die der "Cool Mempipe" zwangsläufig entgegengesetzt orientiert. Somit steckt hinter der auf den ersten Blick schlecht umgesetzten Wärmeübertragung zwischen Chipsatz- und Speicherkühler vermutlich eine Absicht: Hier soll verhindert werden, dass die Abwärme des Chipsatzes die Speichermodule zusätzlich aufheizt.




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Kühlung
Bleiben wir bei der Kühlung: An der Position der Southbridge befindet sich der PCI-Express 2.0 Controller nForce 200, auf dem ASUS ein falches Kühlprofil verbaut hat. Dieses ist so niedrig, dass die Grafikkarte im mittleren PEG-Steckplatz problemlos darüber auskragen kann. Vom nForce 200 führt eine Heatpipe zum eigentlichen Chipsatz, dem nForce 780a SLI MCP, welcher an der Position der Northbridge zu finden ist.


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Vom nForce 780a SLI MCP führen zwei Heatpipes zu einem dritten Kühlprofil, welches ASUS oberhalb der MOSFETs des Spannungswandlers anordnet. Kurioser Weise fällt dieses Profil deutlich kürzer aus als seine Bodenplatte.


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Layout
ASUS verwendet auf dem M3N-HT Deluxe einen Spannungswandler mit 8+2 Phasen. Während acht Phasen die Kerne des Prozessors versorgen, kümmern sich zwei weitere Phasen um den Speicher-Controller und den Hyper-Transport-Controller. Diese Einheiten befinden sich bei AMD ebenfalls im Prozessor, werden im Phenom jedoch getrennt mit Spannung versorgt (Dual Dynamic Power Management). Der Spannungswandler befindet sich links neben dem Prozessor, weiter rechts folgen die Speicher-Slots und der 24-Pin ATX-Stromanschluss des Mainboards. Die 8-Pin EPS +12V-Buchse ist links oben zu verorten. Der CPU-Sockel ist in Längsrichtung angeordnet, so dass die Mehrzahl der Turm-Kühler die Abluft in Richtung des Netzteils bläst.


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Bei den Steckplätzen nutzt ASUS folgende Anordnung:

  1. -
  2. PCI-Express 2.0 x16
  3. 32-Bit PCI
  4. PCI-Express 2.0 x16
  5. 32-Bit PCI
  6. PCI-Express 2.0 x16
  7. PCI-Express x1

Die beiden blauen PCI-Express 2.0 x16 Slots werden für Zwei-Wege-SLI verwendet, hierbei können beide Grafikkarten jeweils auf volle 16 Lanes zurückgreifen. Wird zusätzlich der dritte, schwarze PCI-Express 2.0 x16 Steckplatz verwendet, teilt der Chipsatz die 16 Lanes des unteren Slots auf 2x 8 Lanes auf. Im Handbuch spricht ASUS fälschlicherweise von 3x 8 Lanes.


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Am linken Rand des PCB platziert ASUS einige Zusatzchips. Dies sind - von oben nach unten (bzw. auf dem Foto von rechts nach links): Atheros Attansic F1, Marvell 88SE6111 und Analog Devices AD1988B. Der Atheros Attansic F1 ist ein Gigabit Ethernet Transceiver, er führt die Gigabit-LAN Funktionalität der nForce 780a SLI MCP aus.


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Der Serial-ATA 3 Gb/s Controller Marvell 88SE6111 nutzt eine PCI-Express x1 Anbindung und zeigt sich für den eSATA-Anschluss verantwortlich. Mit dem Analog Devices AD1988B HD-Audio-Codec führt ASUS zu guter Letzt die Audio-Funktionen des Chipsatzes aus.




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Anschlüsse
Wir bleiben zunächst auf dem PCB selbst: Am unteren Rand der Platine reiht ASUS diverse Abgriffe - HD-Audio, Floppy, COM1, 2x Firewire, 3x USB 2.0 und die Gehäuseanschlüsse - auf:


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Ein Bracket zum Ausführen der seriellen Schnittstelle befindet sich nicht im Lieferumfang, dafür aber eines mit einem Firewire- sowie zwei USB 2.0-Anschlüssen.


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Rechts unten finden wir die Laufwerksanschlüsse. NVIDIAs nForce 780a SLI MCP beinhaltet einen 1-Kanal ATA133-Controller zum Anschluss von zwei PATA-Geräten sowie sechs Serial-ATA 3 Gb/s Ports. Im IDE-Betrieb stehen nur die vier roten Abgriffe zur Verfügung, will man alle sechs Anschlüsse nutzen, muss man auf AHCI oder RAID umschalten. Unterstützt werden die RAID-Modi 0, 1, 0+1, 5 sowie JBOD.


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ASUS hat alle Laufwerksanschlüsse um 90° abgewinkelt, was je nach Gehäuse Vor- aber auch Nachteile mit sich bringen kann. Links neben den SATA-Ports sehen wir die CMOS-Batterie, darunter den CLEAR-CMOS Jumper, einen IT8716F-S Super-I/O Chip von ITE und zwei 3-Pin Lüfterabgriffe.


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Ein dritter 3-Pin Lüfteranschluss ist links unterhalb des Anschlusspanels zu verorten, die 4-Pin Buchse für den CPU-Lüfter befindet sich am oberen Rand der Platine, gleich links neben den Speicher-Slots.

Kommen wir nun zu den externen Anschlüssen:


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Das ASUS M3N-HT Deluxe bietet eine umfangreiche Ausstattung, lediglich auf einen zweiten Gigabit-LAN Controller und Wireless-LAN muss man verzichten. Es fällt allerdings auf, dass ASUS lediglich zehn USB 2.0 Anschlüsse ausführt, obwohl der Chipsatz zwölf ermöglicht. Die übrigen Anschlüsse nutzt ASUS für sein Express Gate, zu dem wir im folgenden Kapitel kommen.




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Express Gate
Bereits im Test des ASUS P5E3 Premium WiFi-AP@n hatten wir das Embedded-Linux "Express Gate" vorgestellt. Oberhalb des schwarzen PCI-Express 2.0 x16 Steckplatzes befindet sich eine kleine Platine mit einem Flash-ROM:


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In diesem ist das kompakte Betriebssystem hinterlegt, welches unter dem Namen "Splashtop" von der Firma DeviceVM entwickelt wurde.


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Beim Start des PC sehen wir statt des gewohnten BIOS- oder Begrüßungsbildes ein grafisches Auswahlmenü, welches auch über die Maus bedient werden kann. Der Benutzer kann das Setup des BIOS aufrufen, sein Betriebssystem starten oder "Express Gate" öffnen - beim Verwendung eines Phenom muss zuvor gegebenenfalls das BIOS aktualisiert werden. Nach gut 5 Sekunden ist das Linux geladen und der Internetzugriff steht.


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Wir wollen an dieser Stelle nicht zu weit ausholen und verweisen für weitere Informationen auf den Test des ASUS P5E3 Premium WiFi-AP@n. Allerdings hat ASUS sein "Express Gate" weiterentwickelt und neue Funktionen hinzugefügt. Bereits bekannt ist der Webbrowser, welcher auf Firefox basiert und der bereits über ein Flash-Plugin verfügt:


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Auch die Kommunikationssoftware Skype gehörte von Anfang an zum Lieferumfang und funktioniert einwandfrei:


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Neu an Bord ist der Instant Messenger Pidgin:


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Und während "Express Gate" bisher auf keine Laufwerke zugreifen konnte, werden nun zumindest USB-Sticks erkannt:


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Die Trennung von "Express Gate" und Datenträgern ist durchaus sinnvoll, denn zu den Vorteilen des Embedded Linux zählte bisher, dass sich Viren und Schadprogramme nirgendwo ablegen konnten. Nun, da USB-Sticks erkannt werden, wurde dieses Konzept ein wenig aus den Angeln gehoben und man sollte bei der Benutzung mit Flashmedien angemessene Vorsicht walten lassen. Erfreulich finden wir indes, dass die neue Version von "Express Gate" keine Probleme mit dem Aufbau der Netzwerkverbindung hatte und auch problemlos das System herunterfahren konnte.




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Das Vista-Testsystem
Um einige der neuen Funktionen testen zu können, mussten wir Windows Vista verwenden. Aufgrund der unterschiedlichen Grafikkarten-Konfigurationen wurde zudem ein stärkeres Netzteil benötigt. Für diese Testreihe kam das BIOS 0701 zum Einsatz, die Speichermodule wurden als DDR2-1066 CL5-5-5-15 konfiguriert und mit einer Spannung von 2,2 Volt betrieben.

GeForce Boost
Die Funktionen Hybrid Power und GeForce Boost haben wir unter Windows Vista Home Premium SP1 32-Bit mit dem Treiber GeForce 175.16 WHQL getestet. Beginnen wir zunächst mit GeForce Boost, also der Unterstützung der Grafikkarte durch die Grafikeinheit des Chipsatzes. GeForce Boost kann derzeit nur im Zusammenspiel mit einer GeForce 8500 GT oder 8400 GS verwendet werden, hierbei handelt es sich um Grafikkarten mit recht bescheidener 3D-Leistung. Wir verwenden das Modell MSI NX8500GT T2D256E auf Basis der etwas performanteren GeForce 8500 GT GPU.

F.E.A.R. 1280x960; kein AA; 4x AF: in fps
GeForce Boost
49
GeForce 8500 GT
35
nForce 780a SLI
18

Um GeForce Boost nutzen zu können, müssen die Hybrid-Fähigkeiten des Chipsatzes im BIOS aktiviert und der Bildschirm mit dem Mainboard verbunden sein. Die Chipsatzgrafik erzielt respektable 18 fps, doch damit ist F.E.A.R. noch lange nicht spielbar. Verwenden wir die GeForce 8500 GT ohne GeForce Boost, erreichen wir akzeptable 35 fps. Mit GeForce Boost messen wir 49 fps und F.E.A.R. läuft - abgesehen von gelegentlichen Rucklern - recht flüssig.

F.E.A.R. 1280x960; kein AA; 4x AF: Stromverbrauch in W
nForce 780a SLI
171
GeForce 8500 GT
196
GeForce Boost
210

Betrachten wir die Leistungsaufnahme des Systems, so steigt diese bei Verwendung von GeForce Boost um moderate 14 Watt an. 14 Watt als Gegenwert für 14 fps - rechnet sich das? Wieviel Watt müssen wir pro fps investieren?

F.E.A.R. 1280x960; kein AA; 4x AF: W pro fps
GeForce Boost
4.3
GeForce 8500 GT
5.6
nForce 780a SLI
9.5

Ja, GeForce Boost ist tatsächlich ein Feature, welches Sinn macht. Wer das ASUS M3N-HT Deluxe mit einer leistungsschwachen Grafikkarte betreibt, kann die 3D-Leistung mit Hilfe von GeForce Boost deutlich aufwerten und verbessert dabei sogar noch die Energieeffizienz seiner Grafiklösung. Dies soll jedoch nicht darüber hinweg täuschen, dass eine leistungsstärkere Grafikkarte weitaus effizienter arbeiten würde, da der Grundverbrauch des Testsystems recht hoch ausfällt.




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Hybrid Power
Kommen wir nun zur zweiten Neuerung, die exklusiv unter Windows Vista genutzt werden kann. Bisher verbrauchten Grafikkarten auch dann vergleichsweise viel Strom, wenn gar keine hohe 3D-Leistung gefordert wurde. Befanden sich sogar zwei oder mehr Grafikkarten im System, addierte sich deren Stromverbrauch auf. NVIDIAs Lösung heißt "Hybrid Power" und ermölicht das Abschalten der Grafikkarten. Hierzu werden die Hybrid-Fähigkeiten des Chipsatzes im BIOS aktiviert und anschließend der Bildschirm mit dem Mainboard verbunden. Nach der Treiberinstallation findet sich dann ein neues Symbol in der TNA der Startleiste:


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Zur Auswahl stehen drei Optionen:

Betrachten wir zunächst den Modus "Save Power" und messen den Stromverbrauch des gesamten Systems. Für diese Messungen haben wir das Mainboard (BIOS 0701) zunächst ohne Grafikkarte betrieben, danach mit einer GeForce 9800 GTX bestückt und zuletzt mit zwei GeForce 9800 GTX Grafikkarten im SLI-Betrieb getestet. Zunächst notieren wir den Stromverbrauch des Windows Desktop mit aktiviertem Cool'n'Quiet:

2D-Betrieb: Stromverbrauch in W
GeForce 9800 GTX SLI
244
Boost Performance SLI
237
GeForce 9800 GTX
182
Boost Performance
180
Save Power SLI
126
Save Power
122
nForce 780a SLI
117

Ohne Grafikkarte verbraucht das System 117 Watt. Kommt eine GeForce 9800 GTX hinzu, steigt der Stromverbrauch um 55,6 Prozent auf 182 Watt an. Die SLI-Konfiguration verbraucht mit 244 Watt sogar mehr als doppelt soviel Strom (+108,6%). Aktivieren wir "Save Power", erhöht sich der Stromverbrauch mit einer Grafikkarte nur noch um 4,3 Prozent und im SLI-Betrieb um 7,7 Prozent. Zudem schalten die Grafikkarten ihre Lüfter ab, so dass der PC deutlich leiser wird.

Starten wir nun das 3D-Spiel F.E.A.R. und messen den Stromverbrauch ein zweites Mal. Im "Save Power" Modus bleiben die Grafikkarten abgeschaltet, die Werte sollten daher denen des Systems ohne Grafikkarten entsprechen. Interessant ist nun "Boost Performance", also jene Betriebsart, bei der Grafikkarten und Chipsatzgrafik parallel arbeiten: Verbraucht das System jetzt mehr Strom als im normalen Betrieb mit einer Grafikkarte oder einem SLI-Verbund?

F.E.A.R. 1280x960; 8x AA; 4x AF: Stromverbrauch in W
GeForce 9800 GTX SLI
434
Boost Performance SLI
425
Boost Performance
297
GeForce 9800 GTX
291
Save Power SLI
179
Save Power
178
nForce 780a SLI
173

"Boost Performance" zeigt in etwa die selben Verbrauchswerte wie jene Konfigurationen, welche ohne Chipsatzgrafik vermessen wurden. Im 2D-Betrieb kann man viel Strom sparen, im 3D-Betrieb sehen wir keinen Mehrverbrauch - bisher kann "Hybrid Power" überzeugen. Stellt sich noch die Frage, wie es um die 3D-Performance steht:

F.E.A.R. 1280x960; 8x AA; 4x AF: in fps
GeForce 9800 GTX SLI
188
Boost Performance SLI
181
GeForce 9800 GTX
122
Boost Performance
110
Save Power SLI
7
Save Power
7
nForce 780a SLI
7

Die SLI-Konfiguration bricht mit "Boost Performance" um 7 fps (-3,9%) ein, die Framerate der einzelnen GeForce 9800 GTX sinkt sogar um 12 fps (-10,9%). Die Grafikeinheit des Chipsatzes kann die schnellen Grafikkarten nicht unterstützen, verringert jedoch den verfügbaren Arbeitsspeicher und die Speicherbandbreite. Diese Einbrüche sind zwar nicht erfreulich, doch im "Boost Performance" Modus funktionierte zumindest SLI einwandfrei.

Schalteten wir im BIOS die Hybrid-Funktionen ab, sah das nämlich ganz anders aus. Unter Windows Vista Home Premium 32-Bit zeigten sich im normalen SLI-Betrieb mit dem Treiber GeForce 175.16 WHQL bei F.E.A.R. deutliche Verzerrungen in der oberen Bildhälfte. Beim Spiel "Company of Heroes" zogen sich diese Störungen über das gesamte Bild, so dass man den Eindruck hatte, vor einer verschlüsselten Sendung im Pay-TV zu sitzen.

Zudem konnten wir nach dem Beenden einer 3D-Anwendung häufig nicht mehr zu "Save Power" wechseln, der Umschaltvorgang beendete sich nach einer langen Wartezeit einfach kommentarlos. Erst nach einem Neustart war das Wechseln wieder möglich. Das Konzept das manuellen Wechsels hat zudem den Nachteil, dass man regelmäßig ein Spiel im "Save Power" Betrieb startet oder nach dem Spielen vergisst, die Grafikkarten wieder abzuschalten. Hier würden wir uns einen Automatismus wünschen. Last but not least: NVIDIA ist mit dieser Funktion auf dem richtigen Weg, doch dass nur Grafikkarten der Modellreihen GeForce 9800 GTX und 9800 GX2 unterstützt werden, ist mehr als dürftig.




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Das XP-Testsystem
Der normale Stabilitäts- und Leistungstest fand unter Windows XP statt. Wir haben das ASUS M3N-HT Deluxe mit den BIOS Versionen 0701 und 0702 getestet. Das BIOS 0802 Beta erwies sich als höchst problematisch, da weder mit noch ohne EPP ein DDR2-1066 Betrieb erreicht werden konnte. Da auch die älteren BIOS-Versionen Probleme beim Auswerten der EPP Programmierung hatten, haben wir die Speichermodule manuell auf DDR2-1066 CL5-5-5-15 konfiguriert und mit einer Spannung von 2,2 Volt betrieben. Die Vergleichswerte liefert uns ein Biostar TA780G M2+ mit AMD 780G Chipsatz.

Im Rahmen der Benchmarks wurden die fett hervorgehobenen Komponenten eingesetzt.

Soundcheck
Während ASUS bei seinen Mainboards auf den SoundMAX AD1988B HD-Audio Codec von Analog Devices setzt (mit wechselhaftem Erfolg), greift Biostar für sein TA780G M2+ zu einem Realtek ALC662. Mit dem Treiber von der mitgelieferten CD vermeldete RightMark gar schauderliche Werte: Ein Klirrfaktor von 38,135%, eine Intermodulationsverzerrung von 38,179% und ein Übersprechen von -66,6 dB sind so unglaublich schlecht, dass wir bisher gehofft hatten, solche Ergebnisse niemals sehen zu müssen. Schnell aktualisierten wir den Treiber auf die Version V5.10.01.6310 und der Spuk war vorbei.

RMAA 6.0
24-Bit/96kHz
ASUS
M3N-HT Deluxe
ASUS
P5E3 Premium
Biostar
TA780G M2+
Frequency response, dB
Bezugsfrequenz: 40Hz,15KHz
(geringere=besser)
+0,03;-0,10+0,03;-0,10+0,19;-0,27
Noise level, dBA
Eigen-Rauschpegel
(niedriger=besser)
-92,5-92,3-86,3
Dynamic range, dBA
Dynamik-Bereich
(größer=besser)
91,891,786,2
Total Harmonic Distortion
(Klirrfaktor) %
(niedriger=besser)
0,0720,0740,0019
Intermodulation
distortion, %
(niedriger=besser)
0,0670,0710,014
Stereo crosstalk, dB
Übersprechen
(niedriger=besser)
-88,5-89,5-82,3

Es ist schon erstaunlich, welche Auswirkungen ein fehlerhafter Treiber haben kann. Nach dem Update erreicht der SoundMAX AD1988B ein hohes Niveau, welches als "sehr gut" bewertet werden kann.

USB 2.0-Performance
Mit HDTach 3.0.1.0 nehmen wir die Messung der USB 2.0-Performance vor. In einem externen USB 2.0-Case (Revoltec File Protector 3,5") befindet sich eine 3,5" Festplatte mit 40 GB und 7200 U/Min von IBM (IC35-L040), welche wir über einen USB 2.0-Anschluss im I/O Panel des zu testenden Mainboards anschließen.

USB 2.0 - HDTach 3.0.1.0: Burstraten (Lesen)
ASUS M3N-HT Deluxe
nForce 780a SLI
35.1
Biostar TA780G M2+
AMD SB700
26.3

Mit einem Datendurchsatz von 35,1 MB/s erreicht der NVIDIA nForce 780a SLI eine ähnliche Performance wie Intels aktuelle Chipsätze. AMDs SB700 kann indes auf eine lange Reihe von Ahnen zurückblicken, die uns mit teils jämmerlicher USB-Performance beschämt haben. Und auch die SB700 bleibt der ATi-Tradition treu.

IDE-Performance: ATA133
Mit HDTach 3.0.1.0 haben wir zudem die IDE-Burstrate gemessen. Da das ASUS M3N-HT Deluxe unsere übliche Festplatte, die Maxtor MaxLine III 250 GB SATA nicht erkannte, kamen folgende Datenträger zum Einsatz:

ATA133 - HDTach 3.0.1.0: Burstraten (Lesen)
ASUS M3N-HT Deluxe
nForce 780a SLI
119.2
Biostar TA780G M2+
AMD SB700
108.2

Mit einem hervorragenden ATA133-Datendurchsatz stellt NVIDIAs nForce 780a SLI sogar die beliebten JMicron Controller in den Schatten. AMDs 780G Chipsatz mit der SB700 zeigt sich in dieser Disziplin gewohnt schwach.

IDE-Performance: SATA 3,0 Gb/s
Wichtiger als die Leistung der Parallel-ATA Anschlüsse, welche oft nur noch für optische Laufwerke genutzt werden, ist der Datendurchsatz der Serial-ATA Controller.

S-ATA 3.0 Gb/s AHCI - HDTach 3.0.1.0: Burstraten (Lesen)
ASUS M3N-HT Deluxe
nForce 780a SLI
174.3
Biostar TA780G M2+
AMD SB700
170.3
ASUS M3N-HT Deluxe
Marvell eSATA
163.9

Abermals hat das ASUS M3N-HT Deluxe mit dem NVIDIA nForce 780a SLI Chipsatz die Nase vorne. Zumindest gelingt es AMDs SB700, vor dem Marvell 88SE6111 zu bleiben, welcher bei ASUS den eSATA-Anschluss ausführt.




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CPU-Leistung (synthetisch)
Traditionell prüfen wir zunächst die mathematische Leistung der Prozessoren mit Hilfe synthetischer Benchmarks. Hierzu verwenden wir SiSoft Sandra 2007 Pro Business (Build 1098):

SiSoft Sandra 2007.1098: Dhrystone ALU in MIPS; Whetstone iSSE3 in MFLOPS
Biostar TA780G M2+
DDR2-1066CL5/unganged
36638
30932
ASUS M3N-HT Deluxe
DDR2-1066CL5/unganged
36383
30627

Den ersten Testlauf entscheidet der AMD 780G Chipsatz für sich. Ein zweiter Testlauf mit SiSoft Sandra 2007 Pro Business (Build 1098) soll die Multimedia-Performance offenbaren:

SiSoft Sandra 2007.1098: Integer X8 iSSE4 in it/s; FloatingPoint X4 iSSE2 in it/s
Biostar TA780G M2+
DDR2-1066CL5/unganged
122908
118703
ASUS M3N-HT Deluxe
DDR2-1066CL5/unganged
122692
117796

Auch in Hinblick auf die Multimedia-Performance bleibt NVIDIAs nForce 780a SLI das Nachsehen. Möglicherweise liegt dieser vermeintliche Vorteil des AMD 780G Chipsatzes in einem geringeren Speicherdurchsatz begründet. Prüfen wir das!

Datendurchsatz von Speicher und Cache
Unser Testsystem ist mit 2x 1 GByte DDR2-1066 vom Typ Mushkin XP2-8500 bestückt. Wir verwenden diesen Arbeitsspeicher mit Latenzen von CL5-5-5-15. Zum Ausloten der Speicherbandbreite ziehen wir zunächst wieder SiSoft Sandra 2007 Pro Business (Build 1098) heran:

SiSoft Sandra 2007.1098: Int Buff'd iSSE2 in MB/s; Float Buff'd iSSE2 in MB/s
Biostar TA780G M2+
DDR2-1066CL5/unganged
5577
5576
ASUS M3N-HT Deluxe
DDR2-1066CL5/unganged
5505
5516

SiSoft Sandra widerspricht unserer Vermutung, auch dieser Test geht an den AMD 780G Chipsatz.

Mit ScienceMark 2.0 versuchen wir festzustellen, wie schnell die Zugriffe auf den L1- und L2-Cache erfolgen, zudem messen wir auch den Speicherdurchsatz ein zweites Mal:

ScienceMark 2.0 32-Bit Build 21032005: Memory in MB/s; L2 Cache in MB/s; L1 Cache in MB/s
Biostar TA780G M2+
DDR2-1066CL5/unganged
7408
14051
44380
ASUS M3N-HT Deluxe
DDR2-1066CL5/unganged
6995
14131
44470

Auch wenn sich SiSoft Sandra und ScienceMark 2.0 oft uneinig sind, diesmal erklären beide den AMD 780G Chipsatz zum Sieger.




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Multithreaded (synthetisch)
PC Wizard 2007.1.73 kann die Performance im Multi-Threaded-Betrieb analysieren. Dabei wird zunächst nur ein Thread ausgeführt, danach zwei Threads parallel und schließlich vier Threads. Ausgegeben wird die Bearbeitungszeit pro Thread, niedrige Ergebnisse sind also besser:

PC Wizard 2007.1.73: 4 Threads in s; 2 Threads in s; 1 Thread in s
Biostar TA780G M2+
DDR2-1066CL5/unganged
5.06
10.16
20.34
ASUS M3N-HT Deluxe
DDR2-1066CL5/unganged
5.06
10.16
20.36

Für seinen Multi-Threaded-Durchlauf greift PC Wizard 2007.1.73 auf den Mandelbrot-Test zurück und führt diesen auf 1, 2 sowie 4 Kernen aus. Diesmal liegen beide Mainboards extrem dicht beieinander, doch am Ende siegt wieder das Biostar TA780G M2+ mit AMDs 780G Chipsatz.

Auch CPU RightMark Lite 2005 v1.3 bietet die Möglichkeit, eine Anwendung auf mehrere Threads zu verteilen und somit mehrere CPU-Kerne auszulasten. Hierzu berechnet das Programm ein komplexes 3D-Gefüge mit 400 Objekten und 4 Lichtern, wir wählten das Modell 1. Die Ergebnisse werden in Frames pro Sekunde angegeben, größere Werte sind also besser. Wir sortieren nach der maximal erreichten Framerate:

CPU RightMark Lite 2005 v1.3: 4 Threads in fps; 2 Thread in fps; 1 Thread in fps
ASUS M3N-HT Deluxe
DDR2-1066CL5/unganged
23.50
15.00
8.60
Biostar TA780G M2+
DDR2-1066CL5/unganged
23.40
14.90
8.60

Erstmals gelingt es dem ASUS M3N-HT Deluxe, das preiswerte Biostar TA780G M2+ in einem Test zu bezwingen.

Betrachten wir noch einen letzten CPU-Test, welcher mehrere CPU-Kerne auslastet. Die Molecular Dynamics Simulation von ScienceMark 2.0 untersucht das thermodynamische Verhalten von Materialien anhand fester physikalischer Gesetze. Je schneller die Berechnung beendet ist, desto performanter ist die CPU. Die Resultate werden in Sekunden angegeben, niedrigere Werte sind folglich besser:

ScienceMark 2.0 32-Bit Build 21032005: Molecular Dynamics in s
Biostar TA780G M2+
DDR2-1066CL5/unganged
62.48
ASUS M3N-HT Deluxe
DDR2-1066CL5/unganged
62.75

Der Molecular Dynamics Testlauf von ScienceMark 2.0 verwendet nur zwei Kerne und diesmal kann AMDs 780G Chipsatz wieder punkten.

Primzahlen und Pi
Die schnelle Fourier-Transformation (FFT) ist ein Algorithmus, welcher zur Berechnung von Primzahlen genutzt wird. Wir verwenden Prime95 v24.14 im Benchmark-Modus, um die Rechenleistung der CPU zu untersuchen. Die Resultate werden in Millisekunden angegeben, kleinere Werte sind also besser:

Prime95 v24.14 - 10 Iterationen mit 4096K FFT Länge: in ms
ASUS M3N-HT Deluxe
DDR2-1066CL5/unganged
116.988
Biostar TA780G M2+
DDR2-1066CL5/unganged
123.123

Bei Prime95 kann sich das ASUS M3N-HT Deluxe einen erstaunlich großen Vorteil erarbeiten.

Und was passiert, wenn wir die Nachkommstellen von Pi berechnen?

Super PI 1.1e, 1M Stellen: Dauer in s
Biostar TA780G M2+
DDR2-1066CL5/unganged
32
ASUS M3N-HT Deluxe
DDR2-1066CL5/unganged
32

Bei Super PI kommt es zum Gleichstand zwischen den beiden Mainboards.




ASUS M3N-HT Deluxe (NVIDIA nForce 780a SLI) - Druckansicht - Seite 11 von 17

Raytracing und Rendering
Die frei erhältliche Raytracing-Software POV-Ray unterstützt in der Version 3.7 beta 23 mehrere CPU-Kerne. Wir lassen das offizielle Benchmarkscript zweimal laufen: Zunächst als ein Thread, danach multi-threaded.

Wir sortieren anhand der höchsten Punktzahl, höhere Werte sind besser:

Povwin 3.7 beta 23 Benchmark: Multi Thread in PPS; Single Thread in PPS
ASUS M3N-HT Deluxe
DDR2-1066CL5/unganged
1661
420
Biostar TA780G M2+
DDR2-1066CL5/unganged
1654
417

Povwin 3.7 beta 23 kann NVIDIAs nForce 780a SLI in beiden Durchläufen für sich entscheiden.

Mit Cinebench in der aktuellen Version 10.0 kann die Leistung des Computers im Zusammenspiel mit der professionellen 3D-Anwendung Cinema 4D von MAXON bewertet werden.

Wir wählen den Rendering-Test, welcher auf einem oder mehreren CPU-Kernen ausgeführt werden kann. Höhere Werte spiegeln eine höhere Leistung wieder:

Cinebench Version 10.0 Rendering: X CPUs in CB-CPU; 1 CPU in CB-CPU
Biostar TA780G M2+
DDR2-1066CL5/unganged
7683
1999
ASUS M3N-HT Deluxe
DDR2-1066CL5/unganged
7630
2074

Auch bei Cinebench 10 liegen die beiden Mainboards nicht allzu weit auseinander, doch das Biostar TA780G M2+ kann mit vier Kernen etwas mehr Leistung aufbringen.

Kompression
7-Zip ist eine kostenlose Kompressionssoftware, die gegenüber vielen Mitbewerbern einen entscheidenden Vorteil hat: Sie ist multi-threaded programmiert und kann mehrere CPU-Kerne nutzen. Ein eingebautes Benchmark-Tool schätzt die Leistung des Prozessors ab:

7-Zip 4.42 Benchmark: Multi Thread in MIPS; Single Thread in MIPS
ASUS M3N-HT Deluxe
DDR2-1066CL5/unganged
3267
2247
Biostar TA780G M2+
DDR2-1066CL5/unganged
3113
2158

Obwohl die Speichertests dem AMD 780G Chipsatz einen besseren Durchsatz bescheinigen, schlägt das Benchmark-Tool von 7-Zip für das ASUS M3N-HT Deluxe aus. Doch welche Werte erwarten uns in der Praxis? Wir packen das 451 MByte große Multiplayer-Demo von F.E.A.R. als .7z-Datei mit normaler Kompressionsrate. Gemessen wird in Sekunden, geringere Werte sind also besser:

7-Zip 4.42 - 451 MByte packen: Multi Thread in s; Single Thread in s
Biostar TA780G M2+
DDR2-1066CL5/unganged
168
261
ASUS M3N-HT Deluxe
DDR2-1066CL5/unganged
190
281

Die Praxis widerspricht dem Benchmark: Das Packen der 451 MByte erledigt das Biostar TA780G M2+ deutlich schneller als das ASUS M3N-HT Deluxe. Diese großen Leistungsunterschiede bestätigen den von ScienceMark 2 gemessenen Speicherdurchsatz.




ASUS M3N-HT Deluxe (NVIDIA nForce 780a SLI) - Druckansicht - Seite 12 von 17

Audio- und Video-Encoding
Als Nächstes testen wir die Leistung beim mp3-Encoding. Wir verwenden hierfür das Programm PC Wizard 2007.1.73 und komprimieren eine 60 MByte große WAV-Datei. Gemessen wird in Sekunden, niedrige Werte sind somit besser:

PC Wizard 2007.1.73: mp3-Encoding mit Lame; Normale Qualität in s
ASUS M3N-HT Deluxe
DDR2-1066CL5/unganged
11.16
Biostar TA780G M2+
DDR2-1066CL5/unganged
11.34

Beim mp3-Encoding kann sich der NVIDIA nForce 780a SLI Chipsatz auf dem ASUS M3N-HT Deluxe gegen AMDs 780G auf dem Biostar TA780G M2+ durchsetzen.

Video-Encoding
Betrachten wir nun zwei Video-Encoding-Benchmarks. Zunächst werden wir eine 455 MByte große AVI-Datei (huffyuv lossless Codec) mit TMPGEnc 2.512.52.161 ins DVD-Format (PAL) umwandeln. Wir verwenden hierbei die höchste Qualitätsstufe.

Das Ergebnis wird in Sekunden gemessen, kleinere Werte spiegeln eine höhere Leistung wieder:

TMPGEnc 2.512.52.161 - DVD PAL, Highest Quality: in s
ASUS M3N-HT Deluxe
DDR2-1066CL5/unganged
108
Biostar TA780G M2+
DDR2-1066CL5/unganged
110

Unsere veraltete Version von TMPGEnc sieht ebenfalls einen leichten Vorteil für das ASUS M3N-HT Deluxe. Nun wandeln wir das selbe Quellvideo ein zweites Mal, diesmal mit dem Windows Media Encoder 9.

Die Zieldatei im WMV-Format soll hochwertige 5384 kbit/s haben. Abermals messen wir die Sekunden, so dass kürzere Zeiten die bessere Leistung angeben:

Windows Media Encoder 9 - WMV 5384 kbit/s: in s
ASUS M3N-HT Deluxe
DDR2-1066CL5/unganged
584
Biostar TA780G M2+
DDR2-1066CL5/unganged
605

Auch der Windows Media Encoder 9 votiert für das Gespann ASUS M3N-HT Deluxe / NVIDIA nForce 780a. Da die Vorteile des NVIDIA Chipsatzes mit der Dateigröße wachsen, vermuten wir den schlechteren Datendurchsatz am SATA-Controller der AMD Southbridge als Ursache.




ASUS M3N-HT Deluxe (NVIDIA nForce 780a SLI) - Druckansicht - Seite 13 von 17

3D-Spiele
Für die 3D-Tests verwenden wir eine MSI NX7900GT-VT2D256E mit NVIDIAs ForceWare 162.18, DirectX 9 befindet sich auf dem Stand von Juni 2007. Soweit nicht anders angegeben, wurden die Standardeinstellungen des Treibers verwendet.

Die Aussagekraft von Futuremarks 3DMark06 v102 konzentriert sich auf die Grafikkarte, die CPU spielt eine untergeordnete Rolle. Dennoch wollen wir das Ergebnis der Vollständigkeit halber aufführen:

Futuremark 3DMark06 v102
ASUS M3N-HT Deluxe
GeForce 7900 GT
4860
Biostar TA780G M2+
GeForce 7900 GT
4843
ASUS M3N-HT Deluxe
IGP
1212
Biostar TA780G M2+
IGP
0

3DMark06 gewinnt das ASUS M3N-HT Deluxe, welches nach einem schwachen Start immer besser in Fahrt kommt. Während wir mit der Grafikeinheit des NVIDIA nForce 780a SLI den Test zumindest ausführen können, bleibt das Programm im Zusammenspiel mit AMDs 780G einfach hängen.

Kommen wir nun zum Ego-Shooter F.E.A.R.:

Die Ergebnisse werden in Frames pro Sekunde angegeben, höhere Werte sind besser:

F.E.A.R. 1280x960; 4xAA + 8xAF: in fps
Phenom X4 9750 3,04GHz
GeForce 7900 GT
49
Biostar TA780G M2+
GeForce 7900 GT
49

F.E.A.R. beharrt auf seiner Neutralität und sieht ein Patt.

Unreal Tournament 2004 ist zwar schon ein wenig älter, aber immer noch ein guter Leistungsindex.

Abermals geben wir die Frames pro Sekunde an:

UT2004 (1280x1024 / AA: 4 / AF: 8 / High Image Quality / 16 Bots / AS Convoy UT2): in fps
Biostar TA780G M2+
GeForce 7900 GT
68.67
ASUS M3N-HT Deluxe
GeForce 7900 GT
67.29

Unreal Tournament gehört zu den wenigen Spielen, die deutlich auf Bandbreite reagieren. Wie bei 7-Zip liegt auch hier das Biostar TA780G M2+ aufgrund des höheren Speicherdurchsatzes vorne.

Zuletzt lassen wir "The Chronicles of Riddick" laufen, einen weiteren 3D-Shooter.

Die Ergebnisse werden in Frames pro Sekunde angegeben:

The Chronicles of Riddick (1280x960 / AA: 4 / AF: 8 / PS2.0 / No Sound / Sodini01): in fps
Biostar TA780G M2+
GeForce 7900 GT
74.17
ASUS M3N-HT Deluxe
GeForce 7900 GT
69.29

Bei "The Chronicles of Riddick" sieht der NVIDIA nForce 780a Chipsatz recht alt aus: Das Biostar TA780G M2+ rast auf und davon, als hätten wir ein DDR3-System mit einem Intel Core 2 Quad vor uns.




ASUS M3N-HT Deluxe (NVIDIA nForce 780a SLI) - Druckansicht - Seite 14 von 17

Stabilität
Der Speicher-Controller befindet sich bei AMD im Prozessor. Da der Phenom X4 9750 für den DDR2-1066 Betrieb freigegeben wurde, haben wir das ASUS M3N-HT Deluxe auch mit genau diesem Speichertakt (unganged) getestet. Hierzu führten wir je Konfiguration fünf Durchläufe von Memtest86+ durch, anschließend folgte ein 12-stündiger Lasttest der fehlerfreien Konfigurationen. Auf zwei Kernen wurde Volllast mit Prime95 erzeugt, die beiden weiteren Kerne und die Grafikkarte wurden mit 3DMark beschäftigt.

SpeicherMHzTimingsErgebnis
Corsair TWIN2X2048-8500C5D
2x 1 GByte
533@2,2V5-5-5-15stabil
Mushkin XP2-8500
2x 1 GByte
533@2,2V5-5-5-15stabil
A-Data DDR2 1066+(5)
2x 1 GByte
533@2,2V5-5-5-15stabil

Mit zwei Modulen gibt sich das ASUS M3N-HT Deluxe keine Blöße, doch wie sieht es bei Vollbestückung mit vier Speicherriegeln aus? Abermals führen wir je Konfiguration fünf Durchläufe von Memtest86+ und anschließend einen 12-stündigen Lasttest der fehlerfreien Konfigurationen durch.

SpeicherMHzTimingsErgebnis
Mushkin XP2-8500
2x 1 GByte
533@2,2V5-5-5-15stabil
Corsair TWIN2X2048-8500C5D
2x 1 GByte
Mushkin XP2-8500
2x 1 GByte
533@2,2V5-5-5-15stabil
A-Data DDR2 1066+(5)
2x 1 GByte
A-Data DDR2 1066+(5)
2x 1 GByte
533@2,2V5-5-5-15stabil
Corsair TWIN2X2048-8500C5D
2x 1 GByte

Solange wir die Finger von EPP (SLI-Memory) lassen, arbeitet das ASUS M3N-HT Deluxe stabil und zuverlässig.

Probleme
Als das ASUS M3N-HT Deluxe Anfang April bei uns eintraf, war diese Hauptplatine ein perfekter "Stinker". Gut, unser veralteter AMD Athlon X2 4000+ hatte seine Freude an dem Mainboard und mit diesem Prozessor lief die Plattform recht ordentlich, doch sobald das ASUS M3N-HT Deluxe mit einem Phenom Prozessor konfrontiert wurde, funktionierte gar nichts mehr. Und das ist keine Übertreibung:

Wir hatten also ein teures AM2+ Mainboard vor uns, welches ausgerechnet mit Phenom Prozessoren nicht sonderlich gut zurecht kam. Dies besserte sich mit dem BIOS 0702, allerdings gibt es auch weiterhin Probleme:

Aktuell arbeitet das ASUS M3N-HT Deluxe mit Phenom Prozessoren stabil und zuverlässig zusammen, dennoch benötigt diese Hauptplatine unserer Meinung nach noch ein wenig Reifezeit.




ASUS M3N-HT Deluxe (NVIDIA nForce 780a SLI) - Druckansicht - Seite 15 von 17

Stromverbrauch
Zum Stromsparen nutzt AMD Cool'n'Quiet, während Intel auf EIST vertraut. Beide Technologien senken sowohl den CPU-Takt als auch die am Prozessor anliegende Spannung. Im Auslieferungszustand sowie mit dem BIOS 0701 senkte das Mainboard den Takt der CPU auf 1200 MHz ab und reduzierte zugleich die Spannung auf 1,040 Volt.


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Dies änderte sich mit dem aktuellen BIOS 0702, welches eine Spannung von 1,152 Volt anlegt:


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Stromverbrauch in Watt: IDLE + Cool'n'Quiet, niedrigere Werte sind besser
Biostar TA780G M2+
BIOS A78GM502
110
ASUS M3N-HT Deluxe
BIOS 0701
113
ASUS M3N-HT Deluxe
BIOS 0702
116

Die höhere Spannung bringt einen Mehrverbrauch des Gesamtsystems von 3 Watt mit sich. Weitere 3 Watt genügsamer ist das Biostar TA780G M2+, welches allerdings Potential verschenkt, da es die CPU-Spannung nicht absenkt und konstant 1,280 Volt anlegt.

Im zweiten Durchlauf messen wir den Stromverbrauch bei 100 Prozent Last auf allen Kernen. Die Volllast erzeugen wir mit vier Instanzen von Prime95 (Option: In-place large FFTs, max. heat + power consumption):


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Unter Last arbeitet unser Phenom X4 9750 normalerweise mit 1,300 Volt und im Auslieferungszustand sowie mit dem BIOS 0701 lagen auch 1,312 Volt an. Mit dem BIOS 0702 messen wir abermals eine klare Spannungsanhebung auf 1,424 Volt, satte 0,124 Volt zuviel. Hieraus resultiert ein deutlich höherer Stromverbrauch von gut 40 Watt bei Auslastung aller Kerne.


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Stromverbrauch in Watt: 100% CPU-Last, niedrigere Werte sind besser
Biostar TA780G M2+
BIOS A78GM502
225
ASUS M3N-HT Deluxe
BIOS 0701
226
ASUS M3N-HT Deluxe
BIOS 0702
267

Erstaunlich, welche Auswirkung ein BIOS-Update auf den Stromverbrauch haben kann! Doch selbst im Durchlauf mit Default-Spannung zieht die AMD/NVIDIA-Plattform den Kürzeren. Da sich das Biostar TA780G M2+ auch unter Last mit 1,280 Volt begnügt und weniger Ausstattungs-Ballast mit sich herumschleppt, kann es mit 225 Watt den Bestwert setzen. Eigentlich hatten wir das AMD 780G basierende Mainboard noch sparsamer eingeschätzt, doch seine Wandler zahlen den 125 Watt des Phenom X4 9750 Tribut. Sie heizen sich nach einigen Minuten auf und arbeiten dann weniger effizient. Dabei darf man allerdings nicht vergessen, dass Biostar sein TA780G M2+ nur für 95 Watt Prozessoren freigegeben hat.




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Übertakten
Da das ASUS M3N-HT Deluxe das erste Mainboard ist, welches wir mit dem AMD Phenom X4 9750 Prozessor testen, fehlen uns Vergleichswerte. Wir konnten die CPU maximal mit einer Taktrate von 3,04 GHz stabil betreiben. Hierzu wählten wir im BIOS einen Referenztakt von 253 MHz, den Multiplikator haben wir auf 12 belassen. Für die HyperTransport-Anbindung reduzierten wir den Multiplikator auf 7x, das BIOS des Mainboards ignoriert diese Einstellung jedoch und setzt lediglich 4x (1013 MHz) um.


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Den Speicher haben wir auf DDR2-800 abgesenkt, durch den höhren Referenztakt arbeiten die Module als DDR2-1013 mit Latenzen von CL5-5-5-18.


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Im Test haben wir zudem mit folgenden Einstellungen experimentiert:

CPUFSBRAMTimingsErgebnis
30001000500@2,2V5-5-5-18stabil
30401013506@2,0V5-5-5-18stabil
31201040520@2,2V5-5-5-18Absturz
31921064532@2,2V5-5-5-18Freeze

Während wir mit 3,12 GHz fünf Durchläufe Memtest+ fehlerfrei absolvieren konnten, kam es unter Windows binnen weniger Minuten zum Absturz. Bei 3,19 GHz verweigerte auch Memtest+ seine Dienste. Sowohl das BIOS 0701 als auch das BIOS 0702 erhöhen die am Prozessor anliegende Spannung massiv. Der Benutzer kann sich nicht gegen diese Zwangserhöhung um 0,220 Volt wehren, denn hierfür fehlen die Optionen im BIOS:


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Selbst wer nicht übertaktet steht beim offiziellen BIOS 0702 vor diesem Problem: ASUS schickt zuviel Spannung auf die CPU und der Stromverbrauch steigt deutlich an. Wer Cool'n'Quiet nutzt, kann erst gar nicht auf die Optionen "CPU-NB Multiplier", "CPU-NB Voltage" und "CPU Voltage" zugreifen und muss damit leben, was ASUS vorgibt. Absurd ist jedoch der Umstand, dass bei deaktiviertem Cool'n'Quiet die Optionen "CPU-NB Voltage" und "CPU Voltage" zwar ausgewählt werden können, abgesehen von "Auto" aber keine Auswahl geboten wird.

Übertakten: Benchmarks
Betrachten wir nun noch, wie sich die 640 MHz Mehrtakt in der Praxis auswirken:

SiSoft Sandra 2007.1098: Dhrystone ALU in MIPS; Whetstone iSSE3 in MFLOPS
Phenom X4 9750 3,04GHz
DDR2-1066CL5/unganged
44758
38559
Phenom X4 9750 2,40GHz
DDR2-1066CL5/unganged
36383
30627

SiSoft Sandra 2007.1098: Integer X8 iSSE4 in it/s; FloatingPoint X4 iSSE2 in it/s
Phenom X4 9750 3,04GHz
DDR2-1066CL5/unganged
155327
149109
Phenom X4 9750 2,40GHz
DDR2-1066CL5/unganged
122692
117796

Windows Media Encoder 9 - WMV 5384 kbit/s: in s
Phenom X4 9750 3,04GHz
DDR2-1066CL5/unganged
471
Phenom X4 9750 2,40GHz
DDR2-1066CL5/unganged
584

Futuremark 3DMark06 v102
Phenom X4 9750 3,04GHz
DDR2-1066CL5/unganged
4907
Phenom X4 9750 2,40GHz
DDR2-1066CL5/unganged
4860

Abgesehen von 3DMark06 reagieren die Testläufe deutlich. Während die Taktrate um 26,7 Prozent steigt, kann die Geschwindigkeit des Windows Media Encoder 9 um knapp 24 Prozent verbessert werden. Der Phenom X4 skaliert folglich recht gut.




ASUS M3N-HT Deluxe (NVIDIA nForce 780a SLI) - Druckansicht - Seite 17 von 17

Fazit
NVIDIAs nForce 780a SLI Chipsatz bietet mit Drei-Wege-SLI, GeForce Boost und Hybrid Power einige neue Funktionen, die aufhorchen lassen. Im Prinzip funktionieren die neuen Technologien, auch wenn sie nicht immer ganz ausgereift wirken. Ein Beispiel hierfür wäre die Umschaltung der Grafikkarten in den Stromsparbetrieb, welche nach der Ausführung von 3D-Spielen oft nicht mehr funktionieren wollte. Zudem benötigt der Benutzer Windows Vista sowie ganz bestimmte Grafikkarten:

Ausgerechnet die beliebten Modelle GeForce 8800 GTS, 8800 GT und 9600 GT bringen im Zusammenspiel mit dem nForce 780a SLI Chipsatz keinerlei Vorteile. NVIDIA hat die Zeichen der Zeit zwar erkannt, ist den Kinderschuhen aber noch nicht entwachsen.

Ähnliches galt anfangs auch für das ASUS M3N-HT Deluxe, welches zunächst den Eindruck einer riesigen Baustelle hinterließ. Im BIOS muss zwar auch weiterhin hier und da nachgebessert werden, doch das Fundament kann mitlerweile als grundsolide bezeichnet werden. Das Mainboard läuft zuverlässig und stabil, legt im Zusammenspiel mit dem offiziellen BIOS 0702 allerdings zuviel Spannung an und schießt damit beim Stromverbrauch weit über das Ziel hinaus. Dass es auch anders geht, beweist das inoffizielle BIOS 0701. Die Speicherkühlung "Cool Mempipe" ist zwar ein Hingucker, viel mehr aber auch nicht. Die restliche Ausstattung der Hauptplatine vermag zu überzeugen, alles funktioniert schnell, zuverlässig und einwandfrei. Lediglich für den HD-Audio Codec sollte man tunlichst das Treiber-Update herunterladen, bevor man eine Hörprobe wagt.

Bleibt noch das Problem, dass AMDs Phenom Prozessoren auch im neuen B3-Stepping kein sonderlich attraktives Angebot sind. Somit fällt es uns schwer, ein Mainboard zu empfehlen, welches genauso teurer ist, wie die schnellste CPU, welche man auf diesem betreiben kann.


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Unser Dank gilt:







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