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Neu von MSI

ASUS Maximus V Gene: Anspruchsvolle Z77-Kost im Micro-ATX-Format

Autor: doelf - veröffentlicht am 09.04.2012 - Letztes Update: 25.05.2012
s.17/21
Übertakten: Manuell
Bei Intels Prozessoren der Sandy-Bridge-Generation kann man das Übertakten mit Hilfe des Basistaktes gelinde gesagt vergessen, da das System beinahe sofort instabil wird. Diese Regel gilt auch beim ASUS Maximus V Gene. Stattdessen sollte man den Multiplikator anheben, wobei allerdings die folgenden Grundregeln zu beachten sind:
  • Die Übertaktung per Multiplikator ist nur auf Mainboards mit den Chipsätzen Z77, Z68 und P67 möglich.
  • Normale CPUs lassen sich um vier Stufen (= 400 MHz) übertakten.
  • K-Modelle lassen sich bis auf Stufe 57 (= 5,7 GHz) takten.
Das ASUS Maximus V Gene verwendet Intels Z77 und der Testprozessor ist ein Core i7 2600K, somit steht einer deutlichen Taktsteigerung nur noch die Power Control Unit (PCU) im Wege, da diese darüber wacht, dass unser Prozessor die maximale TDP einhält und die spezifizierte Stromstärke nicht überschritten wird. Sobald der Prozessor an eine dieser Grenzen stößt oder schlicht und einfach zu heiß wird, reduziert die PCU seine Taktrate.
Zum besseren Verständnis: Unsere Übertaktungstests zielen nicht darauf ab, Screenshots von einer möglichst hohen Taktrate zu machen. Es geht vielmehr um eine stabile, alltagstaugliche Übertaktung, die einen möglichst hohen Leistungsgewinn mit einem moderaten Anstieg des Stromverbrauchs vereinen soll. Bei den zu testenden Mainboards führen wir folgende Eingriffe aus:
  • Die dauerhaft erlaubte TDP wird von 95 Watt auf 120 Watt angehoben.
  • Die kurzfristig erlaubte TDP wird von 118 Watt auf 170 Watt angehoben.
  • Der Arbeitsspeicher arbeitet als DDR3-1600 CL9-9-9-24.
  • Die Spannungen werden nicht angerührt.
Der letzte Punkt ist etwas problematisch, da einige Mainboards die Spannungen auch ohne Zutun des Benutzers anheben. Das ASUS Maximus V Gene gehört zu dieser Gruppe, hier scheint sich die vom Hersteller vorgegebene CPU-Spannung alleine an der gewählten Taktrate zu orientieren. Auf diese Weise erreichen wir zwar sehr hohe Taktraten, doch diese bringen in der Praxis nicht viel, da der Prozessor unter Last gedrosselt wird.
Die obigen 5,00 GHz erkauft sich das Maximus V Gene mit einer Spannung von 1,488 Volt, stolze 0,304 Volt mehr als im Standardbetrieb! Und, um es nochmals zu betonen, diese Spannung wurde unser Zutun automatisch von der Hauptplatine gewählt. Ein kurzer Lasttest zeigte, dass unser Prozessor die 5,00 GHz nur für zwei bis drei Sekunden aufrecht erhalten kann und seine Taktrate danach auf 4,20 bis 4,50 GHz drosselt.
Wir reduzierten die Turbostufe auf 48 und das ASUS Maximus V Gene senkte die CPU-Spannung auf 1,448 Volt, immer noch 0,264 Volt mehr als üblich. Unter Last erwies sich der Takt von 4,80 GHz als ziemlich stabil, doch die Benchmark-Messungen offenbarten, dass der Prozessor in Gleitkomma-lastigen Tests auch weiterhin gedrosselt wurde. Am Ende reduzierten wir die CPU-Spannung auf 1,275 Volt und machten uns auf die Suche nach der passenden Taktrate:
  • 4,50 GHz (45 x 100 MHz) @ 1,250 Volt (manuell): Absturz im Lasttest
  • 4,50 GHz (45 x 100 MHz) @ 1,275 Volt (manuell): stabil, nicht gedrosselt
  • 4,60 GHz (46 x 100 MHz) @ 1,275 Volt (manuell): Absturz im Lasttest
  • 4,80 GHz (48 x 100 MHz) @ 1,448 Volt (ASUS): stabil, zuweilen gedrosselt
  • 5,00 GHz (50 x 100 MHz) @ 1,488 Volt (ASUS): stabil, zumeist gedrosselt
Als besten Kompromiss aus Takt und Stromverbrauch ermittelten wir 4,50 GHz bei 1,275 Volt. Die folgenden Benchmark-Messungen werden diese Einschätzung unterstreichen.
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