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ASUS Maximus V Gene: Anspruchsvolle Z77-Kost im Micro-ATX-Format - Druckansicht - Seite 1 von 21
UPDATE vom 25.05.2012:
UPDATE 13.04.2012:
Am zweiten Ostertag präsentieren wir den Test eines zweiten Mainboards auf Basis von Intels neuem Chipsatz Z77. Es handelt sich um das Micro-ATX-Modell ASUS Maximus V Gene, welches sich mit einer vorbildlichen Ausstattung und umfassenden Übertaktungsoptionen an anspruchsvolle Spieler und Übertakter richtet. Als Mitglied der ROG-Familie soll es seinen Käufern trotz kompakter Abmessungen keine Kompromisse abverlangen.

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Intel Z77 - USB 3.0 und PCI-Express 3.0
Anfang 2011 schickte Intel die ersten Sandy-Bridge-CPUs in den Handel und während die Prozessoren durchweg für Begeisterung sorgten, zeigten sich viele Kunden von den zur Auswahl stehenden Chipsätzen enttäuscht. Zum einen musste man zwischen dem Übertakten des Prozessors (P67) und der Verwendung der integrierten Grafikeinheit (H67) wählen, zum anderen sorgte ein Fehler in den SATA-Ports für Ungemach. Erst der im Mai 2011 nachgeschobene Z68 wurde zum unangefochtenen Herrscher des Sockel LGA1155. Bis jetzt, denn der neue Z77 schickt sich an, den Z68 zu beerben!

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Genau wie der Z68 erlaubt auch der Z77 die Nutzung des im Prozessor integrierten Grafikkerns, das Übertakten desselben sowie eine Taktsteigerung bei den CPU-Kernen und dem Arbeitsspeicher. Der Z77 besteht aus einem einzelnen Chip, der in erster Linie die Funktionen einer Southbridge umfasst. Nach wie vor gibt es acht PCIe-Lanes der zweiten Generation, die mit der vollen Bandbreite von 500 MB/s pro Richtung arbeiten, sowie sechs SATA-Ports, von denen lediglich zwei SATA 6 Gb/s beherrschen. Dafür bietet Intel die RAID-Modi 0, 1, 5, 10 sowie SSD-Caching (Smart Response Technology).
Chipsatzvergleich:
 P67Z68Z77
SATA Ports 6 Gb/s222
SATA Ports 3 Gb/s444
SATA RAID0 / 1 / 5 / 100 / 1 / 5 / 100 / 1 / 5 / 10
PATA Kanälekeinekeinekeine
USB 3.0 Portskeinekeine4
USB 2.0 Ports141410
Grafikausgabeneinjaja
PCIe 2.0 Lanes888
PCIe Datenrate5 GT/s5 GT/s5 GT/s
HD-Audiojajaja
GBit-LANjajaja
CPU-Übertaktungjajaja
RAM-Übertaktungjajaja
Grafik-Übertaktungneinjaja
Eine echte Neuerung stellt die Integration von USB 3.0 in den Chipsatz dar. Der Z77 umfasst vier USB-Anschlüsse der dritten Generation sowie zehn USB-2.0-Ports. Ärgerlich ist hierbei der Umstand, dass Intel seine USB-3.0-Treiber ausschließlich für Windows 7 anbietet. Die Benutzer von Windows Vista und XP gehen somit leer aus oder müssen sich eine zusätzliche Controller-Karte kaufen. An der Speicheranbindung ändert sich nichts, da der Speicher-Controller bei Intel im Prozessor sitzt. Somit bleibt es bei zwei Kanälen mit maximal zwei Modulen pro Kanal. Im Zusammenspiel mit Prozessoren der Sandy-Bridge-Familie erlaubt Intel offiziell nur DDR3-1333, erst die kommenden Ivy-Bridge-CPUs wird Intel bis DDR3-1600 freigegeben. Werden diese Taktvorgaben überschritten, betrachtet Intel dies als Übertaktung.

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Als weitere Neuerung bewirbt MSI PCI-Express 3.0. Mit PCIe 3.0 verdoppelt sich die maximale Bandbreite auf 1 GB/s pro Lane und Richtung. Einer Grafikkarte, die über 16 Lanes angebunden ist, stehen insgesamt 32 GB/s zur Verfügung. Die 16 PCIe-3.0-Lanes zur Anbindung der Grafikkarten stecken allerdings nicht im Chipsatz, sondern im Prozessor. Und da die Sandy-Bridge-Generation nur PCIe 2.0 bietet, gibt es PCIe 3.0 nur beim Einsatz einer Ivy-Bridge-CPU. Intels Z77 kann die 16 Lanes auf eine (16/0/0), zwei (8/8/0) oder drei (8/4/4) Grafikkarten verteilen. Die zuletzt genannte Kombination kann allerdings nicht in Verbindung mit Sandy-Bridge-Prozessoren genutzt werden. Für das ASUS Maximus V Gene spielt sie keine Rolle, denn diese Hauptplatine im Micro-ATX-Format besitzt nur zwei Steckplätze für Grafikkarten. Neben AMDs CrossFire und NVIDIAs SLI unterstützt das Maximus V Gene auch Lucids Virtu Universal MVP.



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Der Lieferumfang
Im Karton des ASUS Maximus V Gene finden wir sechs abgewinkelte SATA-Kabel, ein I/O-Schild und eine SLI-Brücke. Hinzu kommen das Handbuch, die Treiber-DVD und ein Blatt mit Aufklebern, die zum Markieren der SATA-Kabel dienen. Als Gag darf das Türschild mit der Aufschrift "Ich spiele - Bitte nicht stören" betrachtet werden. Weiterhin finden wir zwei Adapter, welche die Mainboard-Anschlüsse mit einer eindeutigen Beschriftung versehen (Q-connector).

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Ein sehr spannendes Extra ist eine kleine, schwarze Platine, die als Doppel-Adapter für Mini-PCIe-Karten und MSATA-Laufwerke dient. Sie wird in der linken, oberen Ecke des Mainboards aufgesteckt und rückseitig verschraubt. Im Mini-PCIe-Format werden einige Wireless-LAN-Karten angeboten, zum Teil in Kombination mit Bluetooth-Funktionalität, während für MSATA mehr und mehr Solid-State-Laufwerke in den Handel kommen.

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Zum Einbau eignen sich Mini-PCIe-Karten in halber Baugröße (26,8 x 30,0 mm), bei den MSATA-Laufwerken sind Modelle in voller (50,8 x 30,0 mm) und halber Größe (26,8 x 30,0 mm) erlaubt. Das weiße USB-Kabel mag für Verwunderung sorgen, denn es handelt sich hierbei um kein normales USB-Kabel, sondern um die ROG-Verbindung. Für diese ist eine spezielle, weiße USB-Buchse im I/O-Panel des Mainboards vorgesehen.

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Die ROG-Verbindung dient zum Übertakten mit Hilfe eines weiteren PC-Systems oder Notebooks, welches dann als Kontroll- und Steuerzentrale dient. Die Takt- und Spannungsänderungen werden auf dem ASUS Maximus V Gene in Echtzeit vorgenommen, ohne dass auf dem zu übertaktenden System eine spezielle Software laufen muss. Nicht unbedingt eine typische Funktion für den Alltag, doch OC-Freaks wird sie freuen.



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Die Anschlüsse
Das I/O-Panel des ASUS Maximus V Gene gestaltet sich recht übersichtlich, denn es gibt weder einen PS/2-Anschluss noch DVI- oder VGA-Ausgänge. Ganz links sehen wir den Taster zum Zurücksetzen der CMOS-Einstellungen, daneben einen zweiten Taster zur Aktivierung der ROG-Verbindung. Diese wird über den weißen USB-Anschluss hergestellt, der sich gleich rechts neben der ROG-Taste befindet. Wird keine ROG-Verbindung genutzt, dient er als normale USB-2.0-Buchse. Darüber sehen wir drei schwarze USB-2.0-Buchsen, die von Intels Z77 bereitgestellt werden.

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Weiter rechts folgen zwei USB-3.0-Ports (blau), welche ASUS mit einem zusätzlichen Controller vom Typ ASMedia ASM1042 realisiert. Über diesen befindet sich ein roter eSATA-Anschluss (3Gb/s, Intel Z77). Es folgen ein optischer Digitalausgang für die Audiowiedergabe, ein HDMI-Anschluss und ein DisplayPort. Die beiden digitalen Bildschirmausgänge transportieren neben dem Bildsignal auch den Ton. Bleiben zwei weitere USB-3.0-Buchsen (blau, Intel Z77), der Gigabit-LAN-Anschluss (Intel WG82579V) und die sechs analogen Audioanschlüsse.

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Am unteren Rand der Hauptplatine reihen sich von links nach rechts der Abgriff für die Audiobuchsen des Gehäuses, ein digitaler Audioausgang, die Einschalt- und die Reset-Taste, die Thunderbolt-Schnittstelle (TB-Header), der BIOS-Chip, die USB-2.0-Header für Ports 5 bis 8, die Buchse des ersten Systemlüfters (SYS 1) und - ganz rechts - die Gehäuseanschlüsse. ASUS hat alle Lüfteranschlüsse des Maximus V Gene mit vier Kontakten ausgeführt, insgesamt können fünf Lüfter mit der Hauptplatine verbunden werden.

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Die Buchsen für zwei weitere Gehäuselüfter befinden sich links oberhalb des ersten PEG-Steckplatzes sowie zwischen den DIMM-Bänken und dem 24-poligen ATX-Stromanschluss. Am oberen Rand des Mainboards hat ASUS zwei Abgriffe für die CPU-Lüfter angeordnet. Das ASUS Maximus V Gene kann jeden der fünf Lüfter regeln, weitere Details hierzu erklären wir im Kapitel Testnotizen, Probleme und UEFI-BIOS.

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In der rechten, unteren Ecke des Motherboards finden wir sechs SATA-Buchsen und einen roten Abgriff für zwei weitere USB-Anschlüsse der dritten Generation (Intel Z77). Die beiden schwarzen SATA-Ports (Intel Z77) ermöglichen Datenraten von bis zu 3 Gb/s, die vier roten bieten hingegen die volle Geschwindigkeit von 6 Gb/s. Da Intels Z77 nur zwei SATA-Anschlüsse mit 6 Gb/s bereitstellt, hat ASUS einen zusätzlichen Controller vom Typ ASMedia ASM1061 verbaut. Dieser ist mit den beiden unteren Ports, die neben der LED-Anzeige liegen, verbunden.



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Layout: Rund um den CPU-Sockel
Obwohl es sich beim ASUS Maximus V Gene um ein kompaktes Mainboard im Micro-ATX-Format handelt, muss man keine großen Kompromisse eingehen. Seine Qualitätsanmutung und die Ausstattung können mit den größeren ROG-Modellen locker mithalten. Auch der Spannungswandler, den der Hersteller mit zwei schwarzen Kühlprofilen, die über eine Heatpipe miteinander verbunden sind, versehen hat, kann sich sehen lassen. Acht Phasen kümmern sich um die CPU-Kerne, vier um den integrierten Grafikkern des Prozessors und zwei um den Arbeitsspeicher.

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Das Maximus V Gene verwendet ein klassisches Layout: Der Spannungswandler befindet sich links sowie oberhalb des CPU-Sockels (LGA1155), rechts schließen sich die vier DIMM-Slots für bis zu 32 GByte Arbeitsspeicher an. Am rechten Rand der Hauptplatine folgt der 24-polige ATX-Hauptanschluss und im Schnittpunkt der beiden Kühlprofile sieht man die achtpolige EPS-Buchse, welche die +12V-Versorgung des Prozessors sicherstellt.

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Hier befindet sich auch die Kontaktleiste für den Doppel-Adapter, der sowohl Mini-PCIe-Karten als auch MSATA-Laufwerke aufnehmen kann. Der Adapter wird auf die Kontaktleiste gesteckt und anschließend mit Hilfe einer Schraube, welche man von der Rückseite des Mainboards einführt, gesichert. Wird eine Wireless-LAN-Karte in den Adapter gesetzt, finden sich im I/O-Schild die passenden Aussparungen zum Herausführen der Antenne.

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Neben dem 24-poligen ATX-Hauptanschluss sitzt ein kleiner, roter Taster. Dieser Go-Button, wie ASUS ihn nennt, startet eine Speicherprüfung, wenn er beim Einschalten des Systems gedrückt wird. Während der Speicherprüfung blinkt die LED gleich neben dem Taster.

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Ist das Betriebssystem bereits geladen, dient der Go-Button zum temporären Übertakten. Drückt man die Taste, lädt das Mainboard ein zuvor hinterlegtes Übertaktungsprofil. Solange das Profil aktiv ist, leuchtet die benachbarte LED dauerhaft. Vier weitere LEDs reihen sich vor der Strombuchse auf. Sie zeigen den Status von CPU, DRAM, VGA sowie Boot-Laufwerk und helfen bei der Diagnose von Problemen.



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Layout: Steckplätze und Controller
Da Intels Z77 aus einem einzelnen Chip besteht, bleibt beim ASUS Maximus V Gene der Platz der Northbridge leer. Der Chipsatz wird von einem flachen Profil gekühlt, das den Einbau von langen Erweiterungskarten nicht behindert. Rechts neben dem Z77 sehen wir die sechs SATA-Ports der Hauptplatine und darüber den internen USB-3.0-Abgriff. Unterhalb der SATA-Anschlüsse hat ASUS eine LED-Anzeige zur Ausgabe der Boot-Codes verbaut, welche bei Startproblemen helfen kann.

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Theoretisch lassen sich auf einer Hauptplatine im Micro-ATX-Format vier Steckplätze für Erweiterungskarten unterbringen, doch ASUS begnügt sich auf dem Maximus V Gene mit dreien. Auf einen normalen PCI-Steckplatz hat der Hersteller verzichtet, an seiner Stelle gibt es einen PCIe-2.0-Slot mit vier Lanes:
  1. PCIe 2.0/3.0 x16 (16/8 Lanes)
  2. -
  3. PCIe 2.0/3.0 x16 (8/4 Lanes)
  4. PCIe 2.0 x4
Wie bereits erwähnt, werden die PCIe-x16-Steckplätze direkt an die PCIe-Lanes des Prozessors gekoppelt. Wird eine aktuelle Sandy-Bridge-CPU verbaut, sind sie auf PCI-Express 2.0 limitiert, denn erst die kommenden Ivy-Bridge-CPUs werden PCI-Express 3.0 ermöglichen. Der obere PEG-Slot ist mit 16 Lanes angebunden. Werden zwei Grafikkarten verbaut, bekommt jede Karte acht Lanes zugewiesen. Das Motherboard unterstützt AMDs CrossFire, NVIDIAs SLI sowie Lucids Virtu Universal MVP.

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Obwohl Intel die SATA 6 Gb/s und USB-3.0-Funktionalität in den Chipsatz integriert hat, finden sich auf dem Maximus V Gene einige zusätzliche Controller. Auf dem obigen Foto haben wir die Position der einzelnen Chips markiert. Besonders auffällig ist der HD-Audio-Codec "SupremeFX III", welcher sich in der linken, unteren Ecke des Mainboards befindet und den ASUS mit einer eigenen Abschirmung versehen hat. Darunter verbirgt sich übrigens ein ganz normaler Realtek ALC898.

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Auf halbem Weg zum Anschlusspanel sitzt der über eine PCIe-Lane angebundene Gigabit-LAN-Controller Intel WG82579V. Auch die beiden Chips von ASMedia nutzten je eine PCIe-Lane: Der ASM1042 wurde hinter dem Anschlusspanel verbaut und stellt dort zwei weitere USB-3.0-Buchsen zur Verfügung und der ASM1061 findet sich rechts oberhalb des Chipsatzkühlers, wo er zwei weitere SATA-Ports der dritten Generation verwirklicht.



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Das Testsystem
Wir haben unsere Testkonfiguration für Mainboards aktualisiert und verwenden nun jene Konstellation, welche Anfang 2012 bei unserem CPU-Vergleich "Treffen der Generationen - Intels Core i7 von 2008 bis heute" zum Einsatz kam. Als Betriebssystem dient uns Windows 7 Home Premium 64-Bit SP1 mit den aktuellsten DirectX-Updates.
Die wichtigste Änderung betrifft die Grafikkarte, denn eine MSI N570GTX Twin Frozr II/OC hat die betagte MSI R4870X2-T2D2G-OC abgelöst. Zudem wurde das Solid-State-Laufwerk Crucial RealSSD C300 128GB gegen das Modell Crucial M4 64GB getauscht, da dieses wesentlich höhere Leseraten erreicht. Hier nun eine Übersicht der in diesem Test verwendeten Hardware sowie der zum Vergleich herangezogenen Mainboards:
Hinweis zum Intel DZ77GA-70K: Von diesem Mainboard liegen leider nicht alle Benchmark-Ergebnisse vor, da unser Testmuster vor Beendigung der Messungen ausgefallen ist. Es fehlen die Leistungswerte der iGPU, der Stromverbrauch und die Betrachtung der Audioqualität.
Soundcheck
Das ASUS Maximus V Gene protzt mit seiner Audio-Lösung "SupremeFX III", doch unter der speziellen Abschirmung befindet sich der HD-Audio-Codec Realtek ALC898, welchen wir auch auf dem MSI Z77A-GD65 vorgefunden haben. ASUS verspricht sich allerdings Vorteile durch einen besonders sorgfältig umgesetzten Signalweg. Weitere Vergleichswerte liefert uns das MSI Z68A-GD80 (B3), welches mit einem Realtek ALC892 antritt.
Soundcheck: RMAA 6.2.3 @ 24-Bit/192kHz
 ASUS
Maximus V Gene
MSI
Z77A-GD65
MSI
Z68A-GD80 (B3)
Frequenzgang
40 Hz bis 15 KHz
(geringer=besser)
+0,02 dB
-0,04 dB
+0,19 dB
-0,08 dB
+0,02 dB
-0,07 dB
Eigenrauschpegel
(niedriger=besser)
-102,4 dBA-100,0 dBA-91,5 dBA
Dynamikbereich
(größer=besser)
102,3 dBA100,2 dBA91,4 dBA
Klirrfaktor
(niedriger=besser)
0,0055 %0,070 %0,0036 %
Intermodulation
(niedriger=besser)
0,0075 %0,052 %0,012 %
Übersprechen
(niedriger=besser)
-93.0 dB-82,5 dB-83,3 dB
Bei dieser Messung kommt ein Schleife zwischen dem analogen Stereo-Aus- und Eingang zum Einsatz. Dreistellige Werte beim Eigenrauschpegel und im Dynamikbereich sowie 93 dB beim Übersprechen können sich sehen lassen. Auch die übrigen Ergebnisse des ASUS Maximus V Gene sind exzellent und können mit diskreten Soundkarten mithalten. Der Aufwand, den ASUS hier getrieben hat, hat sich also voll und ganz gelohnt.
Taktraten und Spannungen
Im BIOS des ASUS Maximus V Gene hatten wir die Option "Turbo Ratio" auf "Auto" belassen und laut Beschreibung verwendet das Mainboard dann die standardmäßigen Turbostufen unseres Core i7 2600K. Allerdings mussten wir feststellen, dass unter Last immer die höchste Turbostufe 38 anlag, die eigentlich nur für die Verwendung eines einzelnen Kerns vorgesehen ist. Zudem hat ASUS den Basistakt um 0,30 MHz zu hoch angesetzt, so dass die CPU um weitere 11,28 MHz zu schnell läuft.

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Erst durch die manuelle Eingabe der Turbostufen 35, 36, 37 und 38 verhielt sich der Prozessor wie von uns gewünscht und von Intel vorgesehen. Zumindest beinahe, denn der Basistakt kletterte auf 100,53 MHz und somit lag die Taktrate des Core i7 2600K um 18,4 bis 20,0 MHz über ihrem Soll:
Takt und Spannung:
 ASUS Maximus V GeneMSI Z77A-GD65
Multiplikator, Idle1616
Takt, Idle1608,4 MHz1596,4 MHz
Spannung, Idle0,704 V0,968 V
Multiplikator, 1 Thread3838
Takt, 1 Thread3820,0 MHz3791,3 MHz
Spannung, 1 Thread1,208 V1,192 V
Multiplikator, 2 Threads3737
Takt, 2 Threads3719,6 MHz3691,5 MHz
Spannung, 2 Threads1,200 V1,176 V
Multiplikator, 3 Threads3636
Takt, 3 Threads3618,9 MHz3591,8 MHz
Spannung, 3 Threads1,192 V1,176 V
Multiplikator, 4 Threads3535
Takt, 4 Threads3518,4 MHz3492,0 MHz
Spannung, 4 Threads1,184 V1,168 V
Basistakt100,53 MHz99,8 MHz
Speichertakt670,2 MHz665,2 MHz
Die obigen Werte wurden mit Hilfe der Programme CPU-Z und Core2MaxPerf ermittelt. Wie man sieht, bleibt MSI knapp unter dem Richtwert, während ASUS diesen recht deutlich überschreitet. Hieraus ergibt sich ein Taktvorteil von insgesamt 0,73 Prozent für das ASUS Maximus V Gene, welcher sich in den CPU-lastigen Testläufen widerspiegeln sollte. Unter Last legt ASUS zudem leicht höhere Spannungen an, was vermutlich zu einem höheren Stromverbrauch führen wird.



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Hinweis zu den Benchmarks
EIST, der Turbo-Modus sowie die C-States waren bei allen Messungen aktiviert, so dass der Core i7-2600K jeweils mit der höchstmöglichen Taktstufe arbeiten konnte. Weiterhin wurde in allen Tests HyperThreading verwendet. Die einzelnen Ergebnisse spiegeln den Durchschnitt von mindestens fünf Messläufen wieder, wobei das Minimum und das Maximum gestrichen wurden. Für die Messungen des Datendurchsatzes an SATA und USB wurden die Energiesparfunktionen der CPU deaktiviert.
Datendurchsatz: SATA
Betrachten wir zunächst den Datendurchsatz an den SATA-Schnittstellen und den USB-Anschlüssen. Für diese Tests verwenden wir ein Solid State Drive vom Typ Crucial M4 64GB mit der Firmware 0009, welches wir an den jeweiligen Anschlüssen des Mainboards bzw. in einem Festplatten-Dock mit USB-3.0-Anschluss betreiben.
SATA: HDTune Pro 4.61 Leserate (Blocksize = 8 MB) Ø, max, min in MB/s
MSI Z77A-GD65
Intel Z77 6 Gb/s
530.7
530.9
529.3
ASUS Maximus V Gene
Intel Z77 6 Gb/s
530.6
530.7
529.5
MSI Z68A-GD80 (B3)
Intel Z68 6 Gb/s
529.7
530.0
528.4
Intel DZ77GA-70K
Intel Z77 6 Gb/s
529.4
530.4
527.9
MSI Z77A-GD65
ASMedia ASM1061 6 Gb/s
382.0
382.4
381.3
ASUS Maximus V Gene
ASMedia ASM1061 6 Gb/s
381.9
382.3
381.2
MSI Z68A-GD80 (B3)
Marvell 88SE9128 6 Gb/s
368.6
370.0
368.0
Intel DZ77GA-70K
Intel Z77 3 Gb/s
270.0
270.0
269.7
MSI Z77A-GD65
Intel Z77 3 Gb/s
269.6
270.0
269.4
MSI Z68A-GD80 (B3)
Intel Z68 3 Gb/s
269.2
269.3
268.9
ASUS Maximus V Gene
Intel Z77 3 Gb/s
269.0
269.3
268.8
Hier gibt es keine Überraschung, auch wenn die beiden Mainboards auf Basis des Z77 im SATA-6Gb/s-Betrieb einen Hauch schneller sind als der Z68 auf dem MSI Z68A-GD80 (B3). Die vier SATA-3Gb/s-Ports der Chipsätze sind für unser SSD zu langsam, gleiches gilt für die zusätzlich verbauten SATA-Controller von ASMedia und Marvell. Hier ist der ASMedia ASM1061 im Schnitt um 13 MB/s schneller als Marvells 88SE9128.
Datendurchsatz: USB
Kommen wir nun zu den USB-Anschlüssen, wobei uns die Dockingstation RaidSonic ICY BOX IB-110StU3-B als Adapter für unser Crucial M4 64GB dient. Wie wird sich Intels erster Chipsatz mit USB-3.0-Funktionalität schlagen?
USB: HDTune Pro 4.61 Leserate (Blocksize = 8 MB) Ø, max, min in MB/s
ASUS Maximus V Gene
ASMedia ASM1042 USB 3.0
217.0
217.8
216.2
MSI Z77A-GD65
Intel Z77 USB 3.0
215.2
215.4
214.8
ASUS Maximus V Gene
Intel Z77 USB 3.0
214.7
215.1
214.4
Intel DZ77GA-70K
Intel Z77 USB 3.0
212.9
213.3
212.0
MSI Z68A-GD80 (B3)
NEC D720200F1 USB 3.0
208.4
208.5
208.0
ASUS Maximus V Gene
Intel Z77 USB 2.0
33.3
33.4
33.2
Intel DZ77GA-70K
Intel Z77 USB 2.0
33.3
33.3
33.2
MSI Z68A-GD80 (B3)
Intel Z68 USB 2.0
33.3
33.3
33.2
MSI Z77A-GD65
Intel Z77 USB 2.0
33.3
33.3
33.2
Die USB-3.0-Ports des Intel Z77 sind sehr schnell, allerdings ist der ASMedia ASM1042 auf dem ASUS Maximus V Gene um ca. 2 MB/s schneller. NECs Bestseller D720200F1, bisher die Referenz, wenn es um USB 3.0 geht, fällt hingegen um knapp 7 MB/s hinter Intels Z77 zurück.



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SiSoft Sandra 2011 SP4 (17.70): Arithmetik
Bevor wir uns Anwendungen und Spielen zuwenden, werden wir einige synthetische Benchmarks durchführen. Deren Ergebnisse geben zwar lediglich einen groben Anhaltspunkt für die tatsächliche Performance im Alltagsbetrieb, doch sie eignen sich gut als Maßstab dafür, was wir in den anderen Messungen maximal erwarten dürfen. Wie üblich greifen wir auf SiSoft Sandra zurück, zum Einsatz kommt die Version 2011 SP4 (17.70). Um die Turbo-Stufen des Intel Core i7 2600K voll ausschöpfen zu können, waren Cool'n'Quiet bzw. EIST, C1E und die C-States aktiviert.
SiSoft Sandra 2011 SP4 Arithmetik: Dhrystone ALU in GIPS; Whetstone in GFLOPS
ASUS Maximus V Gene
16GB DDR3-1333
GeForce GTX 570
137.55
83.84
Intel DZ77GA-70K
16GB DDR3-1333
GeForce GTX 570
136.70
83.25
MSI Z68A-GD80 (B3)
16GB DDR3-1333
GeForce GTX 570
136.57
82.88
MSI Z77A-GD65
16GB DDR3-1333
GeForce GTX 570
136.57
83.20
Während die beiden Mainboards von MSI gleichauf liegen, sehen wir einen kleinen Vorteil für das ASUS Maximus V Gene. Die Erklärung hierfür ist allerdings trivial: ASUS hat den Basistakt um 0,5 Prozent angehoben und erschleicht sich bei unserem Core i7-2600K damit einen Taktvorteil von 18,4 bis 20,0 MHz. Da MSI beim Z77A-GD65 zugleich eine recht konservative Einstellung vornimmt, addiert sich der Taktvorteil des Maximus V Gene auf immerhin 0,73 Prozent.
Wir bleiben bei den synthetischen Messungen und betrachten nun typische Multimedia-Berechnungen:
SiSoft Sandra 2011 SP4 Multimedia: Integer x16; Gleitkomma x8; Double x4 in MPixel/s
ASUS Maximus V Gene
16GB DDR3-1333
GeForce GTX 570
211.80
288.36
163.71
MSI Z77A-GD65
16GB DDR3-1333
GeForce GTX 570
210.18
286.27
163.00
MSI Z68A-GD80 (B3)
16GB DDR3-1333
GeForce GTX 570
210.18
286.17
163.12
Intel DZ77GA-70K
16GB DDR3-1333
GeForce GTX 570
209.70
285.93
163.06
Abermals verschafft der höhere Basistakt dem ASUS Maximus V Gene einen kleinen Vorteil, während die beiden Hauptplatinen von MSI Kopf an Kopf liegen.
SiSoft Sandra 2011 SP4 (17.70): Kryptographie
Kryptographie, also die Ver- und Entschlüsselung von Daten, ist eine weitere Disziplin, welche SiSoft Sandra 2011 SP4 messen kann. Getestet wird mit einer AES256-Verschlüsselung (Advanced Encryption Standard) und dem Secure Hash Algorithm (SHA256). Intel hat seine Gulftown- und Sandy-Bridge-CPUs mit Optimierungen ausgestattet, welche den AES-Teil der Verschlüsselungsoperationen deutlich beschleunigen.
SiSoft Sandra 2011 SP4 Kryptographie: AES256; SHA256 in GB/s
ASUS Maximus V Gene
16GB DDR3-1333
GeForce GTX 570
5.350
1.050
Intel DZ77GA-70K
16GB DDR3-1333
GeForce GTX 570
5.313
1.041
MSI Z68A-GD80 (B3)
16GB DDR3-1333
GeForce GTX 570
5.305
1.041
MSI Z77A-GD65
16GB DDR3-1333
GeForce GTX 570
5.278
1.041
Bei der Kryptographiemessung profitiert das ASUS Maximus V Gene nicht nur vom höheren CPU-Takt, sondern auch vom höheren Speichertakt. Das MSI Z77A-GD65 fällt im AES256-Durchlauf hingegen minimal zurück, was auf einen geringeren Speicherdurchsatz hindeuten könnte.
SiSoft Sandra 2011 SP4 (17.70): Arbeitsspeicher
Obwohl Intel dem Core i7-2600K offiziell nur DDR3-1333 zugesteht, haben wir die Mainboards zusätzlich mit DDR3-1600 getestet. Beide Taktraten wurden bei Vollbestückung mit Timings von CL9-9-9-24 vermessen:
SiSoft Sandra 2011 SP4 Speicherbandbreite: Integer; Gleitkomma in GB/s
MSI Z77A-GD65
16GB DDR3-1600
GeForce GTX 570
21.30
21.30
ASUS Maximus V Gene
16GB DDR3-1600
GeForce GTX 570
21.29
21.29
MSI Z68A-GD80 (B3)
16GB DDR3-1600
GeForce GTX 570
21.19
21.19
ASUS Maximus V Gene
16GB DDR3-1333
GeForce GTX 570
17.82
17.82
Intel DZ77GA-70K
16GB DDR3-1333
GeForce GTX 570
17.66
17.67
MSI Z68A-GD80 (B3)
16GB DDR3-1333
GeForce GTX 570
17.60
17.60
MSI Z77A-GD65
16GB DDR3-1333
GeForce GTX 570
17.59
17.59
In Kombination mit DDR3-1333CL9 bietet das ASUS Maximus V Gene den höchsten Datendurchsatz. Sobald wir den Takt auf DDR3-1600 anheben, muss sich die Micro-ATX-Platine allerdings dem MSI Z77A-GD65 geschlagen geben.



ASUS Maximus V Gene: Anspruchsvolle Z77-Kost im Micro-ATX-Format - Druckansicht - Seite 9 von 21
Cinebench 11.529 64-Bit: Rendering
Mit dem Benchmark Cinebench 11.5 kann man die Leistung des PC im Zusammenspiel mit der professionellen 3D-Software Cinema4D testen. Wir verwenden die 64-Bit Variante dieser Software und messen die Rendering-Performance. Um die Turbo-Stufen des Intel Core i7 2600K voll ausschöpfen zu können, waren Cool'n'Quiet bzw. EIST, C1E und die C-States aktiviert.
Cinebench 11.529 64-Bit Rendering: X Threads; 1 Thread in CB
ASUS Maximus V Gene
16GB DDR3-1333
GeForce GTX 570
6.91
1.55
Intel DZ77GA-70K
16GB DDR3-1333
GeForce GTX 570
6.89
1.54
MSI Z68A-GD80 (B3)
16GB DDR3-1333
GeForce GTX 570
6.88
1.53
MSI Z77A-GD65
16GB DDR3-1333
GeForce GTX 570
6.85
1.53
Cinebench 11.529 64-Bit setzt in erster Linie auf die CPU-Leistung und so macht sich der Taktvorteil des ASUS Maximus V Gene auch in diesem Test bezahlt. Während die MSI-Mainboards im Durchlauf mit einem Thread gleichauf liegen, sehen wir einen kleinen Vorteil für das MSI Z68A-GD80 (B3), sobald acht Threads genutzt werden.
POV-Ray 3.7 RC3 64-Bit: Raytracing
Bei POV-Ray handelt es sich um einen kostenlosen Raytracer, welcher ein offizielles Benchmark-Script beinhaltet. Wir verwenden die 64-Bit Variante der Software und testen mit einem sowie mit der maximalen Anzahl an Threads.
POV-Ray 3.7 RC3 64-Bit: X Threads; 1 Thread in PPS
ASUS Maximus V Gene
16GB DDR3-1333
GeForce GTX 570
1215.65
278.81
Intel DZ77GA-70K
16GB DDR3-1333
GeForce GTX 570
1206.62
276.98
MSI Z77A-GD65
16GB DDR3-1333
GeForce GTX 570
1204.97
275.37
MSI Z68A-GD80 (B3)
16GB DDR3-1333
GeForce GTX 570
1203.12
275.35
Auch bei POV-Ray 3.7 RC3 64-Bit spielt das ASUS Maximus V Gene seinen Taktvorteil als Trumpf aus. Im MSI-internen Duell kann sich das Z77A-GD65 diesmal gegen seinen Vorgänger durchsetzen. Da die Unterschiede zwischen den drei Mainboards deutlich unter einem Prozent liegen, spürt der Benutzer davon nichts.
7-Zip 9.22 Beta 64-Bit: Archivieren
Wir packen mit 7-Zip die 587 MByte große SPECViewPerf10-Suite. Da wir hierbei bis zu acht Threads verwenden wollen, wählen wir den Datenkompressionsalgorithmus LZMA2.
7-Zip 9.22b, Packen: X Threads; 1 Thread in s - geringere Werte sind besser
Intel DZ77GA-70K
16GB DDR3-1333
GeForce GTX 570
38
195
MSI Z68A-GD80 (B3)
16GB DDR3-1333
GeForce GTX 570
38
196
ASUS Maximus V Gene
16GB DDR3-1333
GeForce GTX 570
38
199
MSI Z77A-GD65
16GB DDR3-1333
GeForce GTX 570
38
201
Mit acht Threads liegen alle drei Hauptplatinen auf dem selben Leistungsniveau. Wird jedoch nur ein Thread verwendet, zieht das MSI Z68A-GD80 (B3) um drei bis fünf Sekunden davon. Dieser Effekt war über zehn Messläufe hinweg reproduzierbar.
WinRAR 4.01: Archivieren
Ein zweiter, weit verbreiteter Packer, welcher mehr als einen Prozessorkern auslasten kann, ist WinRAR 4.01. Auch bei WinRAR werden wir die Last auf bis zu acht Threads verteilen und komprimieren abermals die 587 MByte große SPECViewPerf10-Suite. Dabei stoppen wir die benötigte Zeit.
WinRAR 4.01 Packen: X Threads; 1 Thread in s - geringere Werte sind besser
Intel DZ77GA-70K
16GB DDR3-1333
GeForce GTX 570
91
222
MSI Z68A-GD80 (B3)
16GB DDR3-1333
GeForce GTX 570
92
222
ASUS Maximus V Gene
16GB DDR3-1333
GeForce GTX 570
92
230
MSI Z77A-GD65
16GB DDR3-1333
GeForce GTX 570
93
231
Auch WinRAR bestätigt den Effekt, den wir zuvor bei 7-Zip beobachten konnten: Während die drei Motherboards im Multi-Thread-Durchlauf annähernd identische Ergebnisse erzielen, kann sich das MSI Z68A-GD80 (B3) bei Verwendung eines einzelnen Threads einen Vorteil von acht bis neun Sekunden erarbeiten. Auch bei WinRAR ließ sich dieses Verhalten über zehn Messläufe hinweg reproduzieren.



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ArcSoft Mediaconverter 7.1.15.55: Video-Encoding
Kommen wir nun zu den Multimedia-Benchmarks. Zunächst werden wir den offiziellen Trailer des Films Avatar (1080p, MP4/H264, 160 MByte) mit Hilfe des Programms ArcSoft Mediaconverter 7.1.15.55 in das Format AVI-264 umwandeln und stoppen die hierzu benötigte Zeit. Um die Turbo-Stufen des Intel Core i7 2600K voll ausschöpfen zu können, waren Cool'n'Quiet bzw. EIST, C1E und die C-States aktiviert.
ArcSoft Mediaconverter 7.1.15.55: Encoding in s - geringere Werte sind besser
ASUS Maximus V Gene
16GB DDR3-1600
Intel HD 3000
18
MSI Z68A-GD80 (B3)
16GB DDR3-1600
Intel HD 3000
18
MSI Z77A-GD65
16GB DDR3-1600
Intel HD 3000
18
ASUS Maximus V Gene
16GB DDR3-1333
Intel HD 3000
20
MSI Z68A-GD80 (B3)
16GB DDR3-1333
Intel HD 3000
20
MSI Z77A-GD65
16GB DDR3-1333
Intel HD 3000
20
ASUS Maximus V Gene
16GB DDR3-1333
GeForce GTX 570
23
Intel DZ77GA-70K
16GB DDR3-1333
GeForce GTX 570
23
MSI Z77A-GD65
16GB DDR3-1333
GeForce GTX 570
23
MSI Z68A-GD80 (B3)
16GB DDR3-1333
GeForce GTX 570
24
Der ArcSoft Mediaconverter beweist uns, dass Intels "Quick Sync Video" das Testvideo schneller konvertiert als die CPU-Kerne, zudem profitiert Intels Grafikkern HD 3000 dabei von einem höheren Speichertakt. Abgesehen davon liegen die drei Mainboards wieder Kopf an Kopf.
Windows Live Movie Maker: Video-Encoding
Wir ziehen eine zweite Videosoftware zu Rate und greifen diesmal zum Windows Live Movie Maker, den jeder Benutzer von Windows 7 kostenlos auf seinem Computer installieren kann. Abermals dient uns der offizielle Trailer des Films Avatar (1080p, MP4/H264, 160 MByte) als Ausgangsmaterial, gespeichert wird das Video diesmal als Windows Media HD 1080p:
Windows Live Movie Maker: Encoding in s - geringere Werte sind besser
ASUS Maximus V Gene
16GB DDR3-1333
GeForce GTX 570
71.34
MSI Z77A-GD65
16GB DDR3-1333
GeForce GTX 570
71.52
MSI Z68A-GD80 (B3)
16GB DDR3-1333
GeForce GTX 570
71.82
Intel DZ77GA-70K
16GB DDR3-1333
GeForce GTX 570
71.86
Den Messlauf mit dem Windows Live Movie Maker kann zwar das ASUS Maximus V Gene für sich entscheiden, doch die Unterschiede von weniger als einer halben Sekunde fallen eher in den Bereich Messtoleranz.
Audacity 1.3.13: Audio-Bearbeitung
Bei Audacity handelt es sich um einen quelloffenen Audio-Editor, welcher für diverse Plattformen angeboten wird. Für unseren Test laden wir eine 78:13 Minuten lange Audio-Datei (WAV, 16 Bit, 44,1 kHz, 789 MByte) und exportieren diese in das OGG-Format unter Verwendung der höchsten Qualitätsstufe.
Audacity 1.3.13: Audio-Bearbeitung in s - geringere Werte sind besser
ASUS Maximus V Gene
16GB DDR3-1333
GeForce GTX 570
145
Intel DZ77GA-70K
16GB DDR3-1333
GeForce GTX 570
146
MSI Z77A-GD65
16GB DDR3-1333
GeForce GTX 570
146
MSI Z68A-GD80 (B3)
16GB DDR3-1333
GeForce GTX 570
146
Für den OGG-Export verwendet Audacity nur einen Thread, zudem reagiert das Programm so gut wie gar nicht auf den Cache oder den Arbeitsspeicher. Das ASUS Maximus V Gene kann somit wieder seinen Taktvorteil ins Feld führen und eine Sekunde auf die beiden MSI-Platinen gutmachen.
Zwischenfazit
Bevor wir uns den Spielen zuwenden, ziehen wir ein kurzes Zwischenfazit: Abgesehen von den Single-Thread-Messungen mit 7-Zip und WinRAR, bei denen sich das MSI Z68A-GD80 (B3) von den neuen Z77-Mainboards absetzen kann, sehen wir keine nennenswerten Leistungsunterschiede. Zugegeben, das ASUS Maximus V Gene kann die Mehrzahl der CPU-lastigen Tests für sich entscheiden, doch ASUS setzt den Basistakt um 0,5 Prozent zu hoch an und somit ist der geringfügige Leistungsvorteil nicht nur erklärt, sondern wurde auch mit zweifelhaften Mitteln erzielt.



ASUS Maximus V Gene: Anspruchsvolle Z77-Kost im Micro-ATX-Format - Druckansicht - Seite 11 von 21
Street Fighter IV (DX9)
Obwohl Capcom die Windows-Version von "Street Fighter IV" erst im Juli 2009 auf den Markt gebracht hat, ist bei diesem klassischen Prügelspiel nichts von DirectX 10 zu sehen. Die comicartige Grafik ist zwar durchaus gelungen, aber anspruchslos. Beim offiziellen Benchmark von "Street Fighter IV" laufen insgesamt vier Tests. Drei davon sind typische Kämpfe und der vierte ist eine Ansicht verschiedener Kämpfer, die im Kreis stehen, während die Kamera diese umfährt.
Zunächst haben wir alle Qualitätseinstellungen auf "hoch" und Soft Shadow auf "Maximum" gesetzt, Kantenglättung und die anisotrophe Filterung der Texturen wurden jedoch nicht verwendet. Die Auflösung beläuft sich auf 1.366 x 768 Bildpunkte. Um die Turbo-Stufen des Intel Core i7 2600K voll ausschöpfen zu können, waren Cool'n'Quiet bzw. EIST, C1E und die C-States aktiviert.
Street Fighter IV in fps (1366x768, kein AA, kein AF, hoch/max)
Intel DZ77GA-70K
16GB DDR3-1333
GeForce GTX 570
358.11
MSI Z77A-GD65
16GB DDR3-1333
GeForce GTX 570
355.21
ASUS Maximus V Gene
16GB DDR3-1333
GeForce GTX 570
353.58
MSI Z68A-GD80 (B3)
16GB DDR3-1333
GeForce GTX 570
351.80
ASUS Maximus V Gene
16GB DDR3-1600
Intel HD 3000
47.53
MSI Z68A-GD80 (B3)
16GB DDR3-1600
Intel HD 3000
47.03
MSI Z77A-GD65
16GB DDR3-1600
Intel HD 3000
46.54
MSI Z68A-GD80 (B3)
16GB DDR3-1333
Intel HD 3000
44.76
MSI Z77A-GD65
16GB DDR3-1333
Intel HD 3000
44.62
ASUS Maximus V Gene
16GB DDR3-1333
Intel HD 3000
44.60
Der erste Durchlauf von "Street Fighter IV" geht an das MSI Z77A-GD65, zumindest wenn wir unsere MSI N570GTX Twin Frozr II/OC verwenden. Wir haben zudem die Leistung des integrierten Grafikkerns vermessen, dabei liegen alle Mainboards dicht beisammen. Der Einsatz von DDR3-1600CL9 bringt Intels HD 3000 zwei zusätzliche Frames pro Sekunde.
Für die nächste Messung aktivieren wir die achtfache Kantenglättung sowie die 16-fache anisotrophe Filterung der Texturen, weiterhin heben wir die Auflösung auf 1.920 x 1.080 Bildpunkte an:
Street Fighter IV in fps (1920x1080, 8x AA, 16x AF, hoch/max)
Intel DZ77GA-70K
16GB DDR3-1333
GeForce GTX 570
217.45
MSI Z68A-GD80 (B3)
16GB DDR3-1333
GeForce GTX 570
217.29
MSI Z77A-GD65
16GB DDR3-1333
GeForce GTX 570
217.21
ASUS Maximus V Gene
16GB DDR3-1333
GeForce GTX 570
216.25
Alle vier Hauptplatinen liegen im Bereich von 1,2 fps und die Leistungsunterschiede sind folglich nicht erwähnenswert. Dennoch verwundert es uns, dass ASUS Maximus V Gene auf dem letzten Platz zu sehen.



ASUS Maximus V Gene: Anspruchsvolle Z77-Kost im Micro-ATX-Format - Druckansicht - Seite 12 von 21
Tom Clancy's HAWX (DX10.1)
Aus dem Hause Ubisoft stammt das Spiel "Tom Clancy's HAWX", es handelt sich hierbei um eine Flugsimulation bzw. besser gesagt ein Luftkampfspiel. Mit fünfzig Flugzeugtypen fliegt man über reale Landschaften und Städte in fotorealistischer Darstellung, die mit Hilfe hochauflösender Satellitendaten erstellt wurden.
HAWX unterstützt DirectX 10.1, bei den DX10-Einstellungen haben wir alle Optionen inklusive der Umgebungs-Absorption auf "hoch" gestellt. Weiterhin haben wir alle Qualitätseinstellungen auf "hoch" und Soft Shadow auf "Maximum" gesetzt, die Kantenglättung wurde jedoch nicht verwendet. Die Auflösung beläuft sich auf 1.366 x 768 Bildpunkte. Um die Turbo-Stufen des Intel Core i7 2600K voll ausschöpfen zu können, waren Cool'n'Quiet bzw. EIST, C1E und die C-States aktiviert.
Tom Clancy's HAWX in fps (1366x768, kein AA, Qualität=Hoch, DirectX 10.1)
ASUS Maximus V Gene
16GB DDR3-1333
GeForce GTX 570
199
Intel DZ77GA-70K
16GB DDR3-1333
GeForce GTX 570
197
MSI Z68A-GD80 (B3)
16GB DDR3-1333
GeForce GTX 570
197
MSI Z77A-GD65
16GB DDR3-1333
GeForce GTX 570
197
ASUS Maximus V Gene
16GB DDR3-1600
Intel HD 3000
19
ASUS Maximus V Gene
16GB DDR3-1333
Intel HD 3000
18
MSI Z68A-GD80 (B3)
16GB DDR3-1600
Intel HD 3000
18
MSI Z68A-GD80 (B3)
16GB DDR3-1333
Intel HD 3000
18
MSI Z77A-GD65
16GB DDR3-1600
Intel HD 3000
18
MSI Z77A-GD65
16GB DDR3-1333
Intel HD 3000
18
"Tom Clancy's HAWX" ist deutlich anspruchsvoller als "Street Fighter IV", dennoch kann das ASUS Maximus V Gene seinen Taktvorteil nutzen. Die beiden Hauptplatinen von MSI liegen gleichauf und bei Verwendung des integrierten Grafikkerns gibt es praktisch keine Unterschiede, zwischen den von uns verwendeten Konfigurationen.
Nun heben wir die Auflösung auf 1.920 x 1.080 Bildpunkte an und schalten zusätzlich die achtfache Kantenglättung zu:
Tom Clancy's HAWX in fps (1920x1080, 8x AA, Qualität=Hoch, DirectX 10.1)
MSI Z68A-GD80 (B3)
16GB DDR3-1333
GeForce GTX 570
115
MSI Z77A-GD65
16GB DDR3-1333
GeForce GTX 570
115
ASUS Maximus V Gene
16GB DDR3-1333
GeForce GTX 570
113
Intel DZ77GA-70K
16GB DDR3-1333
GeForce GTX 570
112
Abermals lässt die anspruchsvollere Grafikeinstellung das ASUS Maximus V Gene zurückfallen. Die beiden MSI-Platinen sind gleich schnell und erarbeiten sich in diesem Durchgang einen Vorsprung von 2 fps.



ASUS Maximus V Gene: Anspruchsvolle Z77-Kost im Micro-ATX-Format - Druckansicht - Seite 13 von 21
Alien vs Predator (DX11)
Mit dem SciFi-Shooter "Alien vs Predator" haben wir einen waschechten DX11-Test vor uns, welcher keine ältere Hardware unterstützt. Auch Intels HD 3000 ist hier überfordert, denn der integrierte Grafikkern beherrscht nur DirectX 10.1. Für die erste Messung verzichten wir auf Kantenglättung und die anisotrope Filterung der Texturen.
SSAO (Screen Space Ambient Occlusion) und die Tesselation werden ebenfalls nicht genutzt. Wir beginnen mit einer Auflösung von 1.366 x 768 Bildpunkten. Um die Turbo-Stufen des Intel Core i7 2600K voll ausschöpfen zu können, waren Cool'n'Quiet bzw. EIST, C1E und die C-States aktiviert.
Alien vs Predator in fps (1366x768, kein AA, kein AF, kein SSAO, keine Tesselation)
MSI Z68A-GD80 (B3)
16GB DDR3-1333
GeForce GTX 570
135.4
MSI Z77A-GD65
16GB DDR3-1333
GeForce GTX 570
135.4
Intel DZ77GA-70K
16GB DDR3-1333
GeForce GTX 570
127.6
ASUS Maximus V Gene
16GB DDR3-1333
GeForce GTX 570
126.0
"Alien vs Predator" stellt die höchsten Ansprüche an die Grafikkarte und schert sich dabei kaum um die CPU. Dennoch können wir an dieser Stelle nicht erklären, warum das ASUS Maximus V Gene fast 10 fps auf die Hauptplatinen von MSI verliert. Selbst eine Neuinstallation des Spiels und des Grafiktreibers konnten an diesem Rückstand nichts ändern.
Wir aktivieren die vierfache Kantenglättung, die 16-fache anisotrope Filterung der Texturen, SSAO (Screen Space Ambient Occlusion) und die Tesselation. Zudem steigern wir die Auflösung auf 1.920 x 1.080 Bildpunkte:
Alien vs Predator in fps (1920x1080, 4x AA, 16x AF, SSAO, Tesselation)
MSI Z68A-GD80 (B3)
16GB DDR3-1333
GeForce GTX 570
43.2
MSI Z77A-GD65
16GB DDR3-1333
GeForce GTX 570
43.2
Intel DZ77GA-70K
16GB DDR3-1333
GeForce GTX 570
42.2
ASUS Maximus V Gene
16GB DDR3-1333
GeForce GTX 570
41.6
Auch die hohen Grafikeinstellungen verhelfen dem ASUS Maximus V Gene nicht zum Comeback, es bleibt beim letzten Platz mit einem Rückstand von 1,6 fps. Diese beiden Mainboards von MSI liegen einmal mehr gleichauf. Solange keine PCIe-3.0-fähige Grafikkarte in Verbindung mit einer CPU der Ivy-Bridge-Generation verbaut wird, darf man von Intels Z77 keine Leistungsvorteile im Vergleich zum Z68 erwarten.



ASUS Maximus V Gene: Anspruchsvolle Z77-Kost im Micro-ATX-Format - Druckansicht - Seite 14 von 21
PCIe 3.0 mit Core i7-3770K und GeForce GTX 680
Unser Testsystem basiert auf einem Intel Core i7 2600K und der Grafikkarte MSI N570GTX Twin Frozr II/OC. Eigentlich eine gute Kombination, doch sie unterstützt noch kein PCI-Express 3.0. Aus diesem Grund haben wir weitere Messungen mit Intels Core i7-3770K und einer GeForce GTX 680 durchgeführt. Zusätzlich wurde dabei der Speichertakt auf DDR3-1600 CL9-9-9-24 angehoben.
Street Fighter IV in fps (1366x768, kein AA, kein AF, hoch/max)
ASUS Maximus V Gene
PCIe 2.0
GeForce GTX 680
408.62
Intel DZ77GA-70K
PCIe 3.0
GeForce GTX 680
404.13
ASUS Maximus V Gene
PCIe 3.0
GeForce GTX 680
403.87
MSI Z77A-GD65
PCIe 3.0
GeForce GTX 680
403.73
MSI Z77A-GD65
PCIe 2.0
GeForce GTX 680
399.13
Street Fighter IV in fps (1920x1080, 8x AA, 16x AF, hoch/max)
ASUS Maximus V Gene
PCIe 2.0
GeForce GTX 680
247.75
Intel DZ77GA-70K
PCIe 3.0
GeForce GTX 680
247.70
ASUS Maximus V Gene
PCIe 3.0
GeForce GTX 680
247.09
MSI Z77A-GD65
PCIe 3.0
GeForce GTX 680
245.70
MSI Z77A-GD65
PCIe 2.0
GeForce GTX 680
245.53
Tom Clancy's HAWX in fps (1366x768, kein AA, Qualität=Hoch, DirectX 10.1)
ASUS Maximus V Gene
PCIe 3.0
GeForce GTX 680
276
ASUS Maximus V Gene
PCIe 2.0
GeForce GTX 680
274
Intel DZ77GA-70K
PCIe 3.0
GeForce GTX 680
267
MSI Z77A-GD65
PCIe 3.0
GeForce GTX 680
267
MSI Z77A-GD65
PCIe 2.0
GeForce GTX 680
267
Tom Clancy's HAWX in fps (1920x1080, 8x AA, Qualität=Hoch, DirectX 10.1)
MSI Z77A-GD65
PCIe 3.0
GeForce GTX 680
157
MSI Z77A-GD65
PCIe 2.0
GeForce GTX 680
155
Intel DZ77GA-70K
PCIe 3.0
GeForce GTX 680
154
ASUS Maximus V Gene
PCIe 3.0
GeForce GTX 680
153
ASUS Maximus V Gene
PCIe 2.0
GeForce GTX 680
153
Alien vs Predator in fps (1366x768, kein AA, kein AF, kein SSAO, keine Tesselation)
MSI Z77A-GD65
PCIe 3.0
GeForce GTX 680
190.5
MSI Z77A-GD65
PCIe 2.0
GeForce GTX 680
189.2
Intel DZ77GA-70K
PCIe 3.0
GeForce GTX 680
182.3
ASUS Maximus V Gene
PCIe 3.0
GeForce GTX 680
180.0
ASUS Maximus V Gene
PCIe 2.0
GeForce GTX 680
178.7
Alien vs Predator in fps (1920x1080, 4x AA, 16x AF, SSAO, Tesselation)
MSI Z77A-GD65
PCIe 3.0
GeForce GTX 680
57.0
MSI Z77A-GD65
PCIe 2.0
GeForce GTX 680
57.0
Intel DZ77GA-70K
PCIe 3.0
GeForce GTX 680
55.8
ASUS Maximus V Gene
PCIe 3.0
GeForce GTX 680
55.4
ASUS Maximus V Gene
PCIe 2.0
GeForce GTX 680
55.3
MSIs Z77A-GD65 ist mit PCIe 3.0 in allen Messungen minimal schneller oder liegt zumindest mit den PCIe-2.0-Ergebnissen gleich auf. Beim ASUS Maximus V Gene sehen wir bei "Street Fighter IV" einen Vorteil für PCIe 2.0, die übrigen Wertungen gehen knapp an die modernere Anbindung. Im BIOS GA.3254 des Intel DZ77GA-70K gibt es leider keinen Schalter, um PCIe 2.0 zu erzwingen, so dass wir bei dieser Hauptplatine nur mit den PCIe-3.0-Resultaten dienen können.



ASUS Maximus V Gene: Anspruchsvolle Z77-Kost im Micro-ATX-Format - Druckansicht - Seite 15 von 21
Der Stromverbrauch
Um Strom zu sparen, takten die Mainboards den Prozessor im lastfreien Betrieb herunter, senken die anliegende Spannung und schalten zudem einzelne Einheiten des Prozessorkerns ab. Beim ASUS Maximus V Gene sinkt der Takt des Core i7-2600K auf 1608,4 MHz und die Spannung wird auf 0,704 Volt reduziert:

Fotostrecke mit weiteren und größeren Fotos...
Bei der Betrachtung des Stromverbrauchs messen wir jeweils die Leistungsaufnahme der kompletten Systeme unter Verwendung des integrierten Grafikkerns. Als Netzteil verwenden wir ein mit 80Plus Bronze zertifiziertes Modell der 400W-Klasse.
Stromverbrauch Idle in Watt, niedriger ist besser
MSI Z77A-GD65
16GB DDR3-1333
Intel HD 3000
33
ASUS Maximus V Gene
16GB DDR3-1333
Intel HD 3000
39
MSI Z68A-GD80 (B3)
16GB DDR3-1333
Intel HD 3000
39
Der Intel Core i7 2600K ist nicht nur ein sehr schneller Prozessor, sondern auch ein sehr sparsamer. Während sich das ASUS Maximus V Gene mit 39 Watt im Leerlauf wacker schlägt, setzt das MSI Z77A-GD65 mit 33 Watt neue Maßstäbe.

Fotostrecke mit weiteren und größeren Fotos...
Mit Hilfe des Tools Core2MaxPerf erzeugen wir nun Last auf zwei Kernen und messen abermals den Stromverbrauch des gesamten Systems. Wie obiger Screenshot zeigt, taktet unser Prozessor nun mit 3,7 GHz:
Stromverbrauch in Watt (Last auf 2 Kernen), niedriger ist besser
MSI Z77A-GD65
16GB DDR3-1333
Intel HD 3000
72
ASUS Maximus V Gene
16GB DDR3-1333
Intel HD 3000
78
MSI Z68A-GD80 (B3)
16GB DDR3-1333
Intel HD 3000
81
Unter Halblast kann sich das ASUS Maximus V Gene um drei Watt vom MSI Z68A-GD80 (B3) absetzen, doch das sparsamste Mainboard bleibt auch weiterhin MSIs Z77A-GD65. Wie schon bei der lastfreien Messung verbraucht das Z77A-GD65 sechs Watt weniger als das Maximus V Gene.

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Abschließend belasten wir alle vier Kerne des Intel Core i7 2600K mit Core2MaxPerf und messen ein letztes Mal den Stromverbrauch des Systems. Diesmal taktet die CPU mit 3,5 GHz:
Stromverbrauch in Watt (Last auf 4 Kernen), niedriger ist besser
MSI Z77A-GD65
16GB DDR3-1333
Intel HD 3000
96
ASUS Maximus V Gene
16GB DDR3-1333
Intel HD 3000
102
MSI Z68A-GD80 (B3)
16GB DDR3-1333
Intel HD 3000
105
Die Reihenfolge bleibt auch diesmal unverändert: Das MSI Z77A-GD65 beendet diesen Test als Sparschwein und kann dem ASUS Maximus V Gene in allen drei Messläufen sechs Watt abnehmen. Mit dem MSI Z68A-GD80 (B3) verbrauchen wir nochmals drei Watt mehr, doch selbst ein Systemverbrauch von 105 Watt geht angesichts der gebotenen Leistung völlig in Ordnung.



ASUS Maximus V Gene: Anspruchsvolle Z77-Kost im Micro-ATX-Format - Druckansicht - Seite 16 von 21
Übertakten: CPU Level Up
Für all jene, denen es zu mühselig ist, die Grenzen ihres Prozessors manuell auszuloten, bietet ASUS im BIOS des Maximus V Gene eine automatische Übertaktungsfunktion namens "CPU Level Up". Für unseren Intel Core i7 2600K, der nominell mit 3,4 GHz taktet und dessen höchste Turbostufe bei 3,8 GHz liegt, stehen die Multiplikatoren 42, 44 und 46 zur Auswahl.

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Die Auswahl "46" hebt die Turbostufe unter Last auf 4,6 GHz an. Dabei spielt es keine Rolle, ob wir nur einen oder alle vier Kerne auslasten. Um Instabilitäten zu vermeiden, hebt ASUS die CPU-Spannung um 0,136 Volt an - nicht gerade wenig!

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Im lastfreien Betrieb reduziert das ASUS Maximus V Gene zwar die Taktrate des Prozessors, doch die hohe Spannung bleibt erhalten:

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Was ebenfalls erhalten bleibt, sind die auf 46 angehobene Turbostufe und die höhere Spannung. Nachdem wir "CPU Level Up" im BIOS wieder deaktiviert und als "Turbo Ratio" die Standardeinstellung "Auto" gewählt hatten, taktete unser Intel Core i7 2600K unter Last auch weiterhin auf 4,6 GHz. Erst die manuelle Eingabe der gewünschten Turbostufen beendete diese ungewollte Übertaktung.



ASUS Maximus V Gene: Anspruchsvolle Z77-Kost im Micro-ATX-Format - Druckansicht - Seite 17 von 21
Übertakten: Manuell
Bei Intels Prozessoren der Sandy-Bridge-Generation kann man das Übertakten mit Hilfe des Basistaktes gelinde gesagt vergessen, da das System beinahe sofort instabil wird. Diese Regel gilt auch beim ASUS Maximus V Gene. Stattdessen sollte man den Multiplikator anheben, wobei allerdings die folgenden Grundregeln zu beachten sind:
Das ASUS Maximus V Gene verwendet Intels Z77 und der Testprozessor ist ein Core i7 2600K, somit steht einer deutlichen Taktsteigerung nur noch die Power Control Unit (PCU) im Wege, da diese darüber wacht, dass unser Prozessor die maximale TDP einhält und die spezifizierte Stromstärke nicht überschritten wird. Sobald der Prozessor an eine dieser Grenzen stößt oder schlicht und einfach zu heiß wird, reduziert die PCU seine Taktrate.
Zum besseren Verständnis: Unsere Übertaktungstests zielen nicht darauf ab, Screenshots von einer möglichst hohen Taktrate zu machen. Es geht vielmehr um eine stabile, alltagstaugliche Übertaktung, die einen möglichst hohen Leistungsgewinn mit einem moderaten Anstieg des Stromverbrauchs vereinen soll. Bei den zu testenden Mainboards führen wir folgende Eingriffe aus:
Der letzte Punkt ist etwas problematisch, da einige Mainboards die Spannungen auch ohne Zutun des Benutzers anheben. Das ASUS Maximus V Gene gehört zu dieser Gruppe, hier scheint sich die vom Hersteller vorgegebene CPU-Spannung alleine an der gewählten Taktrate zu orientieren. Auf diese Weise erreichen wir zwar sehr hohe Taktraten, doch diese bringen in der Praxis nicht viel, da der Prozessor unter Last gedrosselt wird.

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Die obigen 5,00 GHz erkauft sich das Maximus V Gene mit einer Spannung von 1,488 Volt, stolze 0,304 Volt mehr als im Standardbetrieb! Und, um es nochmals zu betonen, diese Spannung wurde unser Zutun automatisch von der Hauptplatine gewählt. Ein kurzer Lasttest zeigte, dass unser Prozessor die 5,00 GHz nur für zwei bis drei Sekunden aufrecht erhalten kann und seine Taktrate danach auf 4,20 bis 4,50 GHz drosselt.

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Wir reduzierten die Turbostufe auf 48 und das ASUS Maximus V Gene senkte die CPU-Spannung auf 1,448 Volt, immer noch 0,264 Volt mehr als üblich. Unter Last erwies sich der Takt von 4,80 GHz als ziemlich stabil, doch die Benchmark-Messungen offenbarten, dass der Prozessor in Gleitkomma-lastigen Tests auch weiterhin gedrosselt wurde. Am Ende reduzierten wir die CPU-Spannung auf 1,275 Volt und machten uns auf die Suche nach der passenden Taktrate:

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Als besten Kompromiss aus Takt und Stromverbrauch ermittelten wir 4,50 GHz bei 1,275 Volt. Die folgenden Benchmark-Messungen werden diese Einschätzung unterstreichen.



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Übertakten: Benchmarks
Da Intels Prozessoren ihre Taktrate reduzieren, sobald sie an bestimmte Grenzwerte stoßen, haben wir nachgemessen, in welchem Verhältnis die Takt- zu den Leistungssteigerungen stehen. Wir beginnen diese Untersuchung mit SiSoft Sandra 2011 SP4:
SiSoft Sandra 2011 SP4 Arithmetik: Dhrystone ALU in GIPS; Whetstone in GFLOPS
MSI Z77A-GD65
16GB DDR3-1600
4,60GHz OC/HT
179.82
109.34
ASUS Maximus V Gene
16GB DDR3-1600
4,50GHz OC/HT
175.28
107.16
MSI Z68A-GD80 (B3)
16GB DDR3-1333
4,50GHz OC/HT
175.01
106.89
ASUS Maximus V Gene
16GB DDR3-1600
4,80GHz OC/HT
173.88
109.23
ASUS Maximus V Gene
16GB DDR3-1333
3,40-3,80GHz turbo/HT
137.55
83.84
MSI Z77A-GD65
16GB DDR3-1333
3,40-3,80GHz turbo/HT
136.57
83.20
MSI Z68A-GD80 (B3)
16GB DDR3-1333
3,40-3,80GHz turbo/HT
136.57
82.88
MainboardDhrystoneWhetstone
ASUS Maximus V Gene
4,80 GHz @ 1,450 Volt
+26,41%+30,28%
ASUS Maximus V Gene
4,50 GHz @ 1.275 Volt
+27,43%+27,81%
MSI Z77A-GD65
4,60 GHz @ 1,250 Volt
+31,67%+31,42%
MSI Z68A-GD80 (B3)
4,50 GHz @ 1,265 Volt
+28,15%+28,97%
SiSoft Sandra 2011 SP4 erzeugt eine sehr hohe Auslastung und das ASUS Maximus V Gene stößt bereits an die Grenzen der Power Control Unit. Während die 4,80 GHz beim Maximus V Gene zumeist auf 4,40 bis 4,60 GHz gedrosselt werden, kann das MSI Z77A-GD65 die 4,60 GHz konstant halten und hat damit die Nase vorn. Wesentlich beständigere Messwerte liefert das Maximus V Gene, wenn wir uns mit 4,50 GHz und 1,275 Volt begnügen.
SiSoft Sandra 2011 SP4 Multimedia: Integer; Gleitkomma; Double in MPixel/s
MSI Z77A-GD65
16GB DDR3-1600
4,60GHz OC/HT
276.17
368.25
205.54
ASUS Maximus V Gene
16GB DDR3-1600
4,50GHz OC/HT
270.67
365.71
205.15
MSI Z68A-GD80 (B3)
16GB DDR3-1333
4,50GHz OC/HT
270.05
343.12
195.76
ASUS Maximus V Gene
16GB DDR3-1600
4,80GHz OC/HT
288.84
320.49
177.77
ASUS Maximus V Gene
16GB DDR3-1333
3,40-3,80GHz turbo/HT
211.80
288.36
163.71
MSI Z77A-GD65
16GB DDR3-1333
3,40-3,80GHz turbo/HT
210.18
286.27
163.00
MSI Z68A-GD80 (B3)
16GB DDR3-1333
3,40-3,80GHz turbo/HT
210.18
286.17
163.12
MainboardInteger x16Gleitkomma x8Double x4
ASUS Maximus V Gene
4,80 GHz @ 1,450 Volt
+36.37%+11.14%+8.59%
ASUS Maximus V Gene
4,50 GHz @ 1.275 Volt
+27.80%+26.82%+25.31%
MSI Z77A-GD65
4,60 GHz @ 1,250 Volt
+31,40%+28,64%+26,10%
MSI Z68A-GD80 (B3)
4,50 GHz @ 1,265 Volt
+28,49%+19,90%+20,01%
Bei den Multimediaberechnungen trifft es das ASUS Maximus V Gene besonders hart: Während der übertaktete Prozessor die 4,80 GHz im Integer-Durchlauf noch halten kann, lassen die Gleitkomma- und Double-Wertung den Traum einer hohen Übertaktung platzen. Getreu dem Motto "Weniger bringt mehr" schneidet das Maximus V Gene mit 4,50 GHz und 1,275 Volt deutlich besser ab. Dennoch kann sich das MSI Z77A-GD65 einen weiteren Punkt für die OC-Krone sichern.
Cinebench 11.529 64-Bit Rendering: X Threads in CB
ASUS Maximus V Gene
16GB DDR3-1600
4,80GHz OC/HT
9.20
MSI Z77A-GD65
16GB DDR3-1600
4,60GHz OC/HT
9.00
ASUS Maximus V Gene
16GB DDR3-1600
4,50GHz OC/HT
8.84
MSI Z68A-GD80 (B3)
16GB DDR3-1333
4,50GHz OC/HT
8.74
ASUS Maximus V Gene
16GB DDR3-1333
3,40-3,80GHz turbo/HT
6.91
MSI Z68A-GD80 (B3)
16GB DDR3-1333
3,40-3,80GHz turbo/HT
6.88
MSI Z77A-GD65
16GB DDR3-1333
3,40-3,80GHz turbo/HT
6.85
MainboardCinebench Multi-Thread
ASUS Maximus V Gene
4,80 GHz @ 1,450 Volt
+33.14%
ASUS Maximus V Gene
4,50 GHz @ 1.275 Volt
+27.93%
MSI Z77A-GD65
4,60 GHz @ 1,250 Volt
+31,39%
MSI Z68A-GD80 (B3)
4,50 GHz @ 1,265 Volt
+27,03%
Der Rendering-Test von Cinebench 11.529 64-Bit belastet die CPU nicht so extrem wie SiSoft Sandra 2011 SP4, weshalb das ASUS Maximus V Gene die 4,80 GHz hier besser halten kann und sich in dieser Konfiguration an die Spitze setzt.
Die Kehrseite des Übertaktens ist ein deutlicher Anstieg des Stromverbrauchs. Wie schlagen sich die drei Mainboards in dieser Hinsicht?
Stromverbrauch in Watt (Last auf 4 Kernen), niedriger ist besser
MSI Z77A-GD65
16GB DDR3-1333
3,40-3,80GHz turbo/HT
96
ASUS Maximus V Gene
16GB DDR3-1333
3,40-3,80GHz turbo/HT
102
MSI Z68A-GD80 (B3)
16GB DDR3-1333
3,40-3,80GHz turbo/HT
105
MSI Z77A-GD65
16GB DDR3-1333
4,60GHz OC/HT
138
MSI Z68A-GD80 (B3)
16GB DDR3-1333
4,50GHz OC/HT
138
ASUS Maximus V Gene
16GB DDR3-1600
4,50GHz OC/HT
141
ASUS Maximus V Gene
16GB DDR3-1333
4,80GHz OC/HT
189
MainboardStromverbrauch
ASUS Maximus V Gene
4,80 GHz @ 1,450 Volt
+85.29%
ASUS Maximus V Gene
4,50 GHz @ 1.275 Volt
+38.24%
MSI Z77A-GD65
4,60 GHz @ 1,250 Volt
+43.75%
MSI Z68A-GD80 (B3)
4,50 GHz @ 1,265 Volt
+31,43%
Zur Erinnerung: Alle drei Mainboards hatten die selben Vorgaben bezüglich der TDP bekommen und wir hatten die Spannungseinstellungen nicht angefasst. Während dieses Vorgehen bei den Hauptplatinen von MSI zu ausgewogenen Ergebnissen führt, entwickelt sich das ASUS Maximus V Gene zu einem Stromschlucker, dessen Prozessor häufig gedrosselt wird. Dass es auch anders geht, zeigt unser Nachtest mit reduzierter Taktrate und CPU-Spannung. Sobald wir die Spannung nicht dem Maximus V Gene überlassen sondern eigene Vorgaben machen, passen Mehrleistung und Mehrverbrauch auch wieder zusammen. Merke: "Viel hilft viel" gehört in Zeiten der Power Control Unit nicht mehr zu den gültigen Lehrsätzen der asiatischen Motherboard-Philosophie!



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Übertakten: Grafikkern
Wir wollen uns nicht auf das Übertakten der CPU-Kerne beschränken, denn Intels Z77 erlaubt es uns auch, an der Taktschraube des integrierten Grafikkerns zu drehen. Der Core i7 2600K taktet seinen Grafikkern von Hause aus mit 1,35 GHz (27 x 50 MHz), es handelt sich um die schnellste Grafikeinheit aller Sandy-Bridge-CPUs. Dennoch können wir den Multiplikator auf dem ASUS Maximus V Gene problemlos auf 34 anheben und den Takt um 25,9 Prozent auf 1,70 GHz steigern.
Zugleich heben wir den Speichertakt auf DDR3-1600 an und verschaffen Intels HD 3000 hierdurch zusätzliche Bandbreite. Betrachten wir nun einige Benchmark-Messungen:
Street Fighter IV in fps (1366x768, kein AA, kein AF, hoch/max)
ASUS Maximus V Gene
16GB DDR3-1600
Intel HD 3000 @ 1,70 GHz
55.37
MSI Z68A-GD80 (B3)
16GB DDR3-1600
Intel HD 3000 @ 1,70 GHz
54.93
MSI Z77A-GD65
16GB DDR3-1600
Intel HD 3000 @ 1,70 GHz
54.66
ASUS Maximus V Gene
16GB DDR3-1600
Intel HD 3000 @ 1,35 GHz
47.53
MSI Z68A-GD80 (B3)
16GB DDR3-1600
Intel HD 3000 @ 1,35 GHz
47.03
MSI Z77A-GD65
16GB DDR3-1600
Intel HD 3000 @ 1,35 GHz
46.54
MSI Z68A-GD80 (B3)
16GB DDR3-1333
Intel HD 3000 @ 1,35 GHz
44.76
MSI Z77A-GD65
16GB DDR3-1333
Intel HD 3000 @ 1,35 GHz
44.62
ASUS Maximus V Gene
16GB DDR3-1333
Intel HD 3000 @ 1,35 GHz
44.60
MainboardStreet Fighter IV
ASUS Maximus V Gene+24,15%
MSI Z77A-GD65+22,50%
MSI Z68A-GD80 (B3)+22,72%
Intels HD 3000 ist zwar kein Überflieger, doch für anspruchslose Spiele wie "Street Fighter IV" reicht der integrierte Grafikkern aus. Die Anhebung des Grafiktaktes auf 1,70 GHz verschafft uns bei den Mainboards von MSI eine um 22 Prozent höhere Framerate. Beim ASUS Maximus V Gene sind es sogar mehr als 24 Prozent.
Tom Clancy's HAWX in fps (1366x768, kein AA, Qualität=Hoch, DirectX 10.1)
ASUS Maximus V Gene
16GB DDR3-1600
Intel HD 3000 @ 1,70 GHz
23
MSI Z68A-GD80 (B3)
16GB DDR3-1600
Intel HD 3000 @ 1,70 GHz
22
MSI Z77A-GD65
16GB DDR3-1600
Intel HD 3000 @ 1,70 GHz
22
ASUS Maximus V Gene
16GB DDR3-1600
Intel HD 3000 @ 1,35 GHz
19
ASUS Maximus V Gene
16GB DDR3-1333
Intel HD 3000 @ 1,35 GHz
18
MSI Z68A-GD80 (B3)
16GB DDR3-1600
Intel HD 3000 @ 1,35 GHz
18
MSI Z68A-GD80 (B3)
16GB DDR3-1333
Intel HD 3000 @ 1,35 GHz
18
MSI Z77A-GD65
16GB DDR3-1600
Intel HD 3000 @ 1,35 GHz
18
MSI Z77A-GD65
16GB DDR3-1333
Intel HD 3000 @ 1,35 GHz
18
MainboardTom Clancy's HAWX
ASUS Maximus V Gene+27,78%
MSI Z77A-GD65+22,00%
MSI Z68A-GD80 (B3)+22,00%
"Tom Clancy's HAWX" ist viel anspruchsvoller als "Street Fighter IV" und so bringt uns auch das Übertakten des Grafikkerns keine spielbaren Frameraten. Abermals holt das ASUS Maximus V Gene noch etwas mehr Leistung aus dem Grafikkern heraus als die beiden Hauptplatinen von MSI.
ArcSoft Mediaconverter 7.1.15.55: Encoding in s - geringere Werte sind besser
ASUS Maximus V Gene
16GB DDR3-1600
Intel HD 3000 @ 1,70 GHz
16
MSI Z68A-GD80 (B3)
16GB DDR3-1600
Intel HD 3000 @ 1,70 GHz
16
MSI Z77A-GD65
16GB DDR3-1600
Intel HD 3000 @ 1,70 GHz
16
ASUS Maximus V Gene
16GB DDR3-1600
Intel HD 3000 @ 1,35 GHz
18
MSI Z68A-GD80 (B3)
16GB DDR3-1600
Intel HD 3000 @ 1,35 GHz
18
MSI Z77A-GD65
16GB DDR3-1600
Intel HD 3000 @ 1,35 GHz
18
ASUS Maximus V Gene
16GB DDR3-1333
Intel HD 3000 @ 1,35 GHz
20
MSI Z68A-GD80 (B3)
16GB DDR3-1333
Intel HD 3000 @ 1,35 GHz
20
MSI Z77A-GD65
16GB DDR3-1333
Intel HD 3000 @ 1,35 GHz
20
MainboardArcSoft Mediaconverter
ASUS Maximus V Gene+20,00%
MSI Z77A-GD65+20,00%
MSI Z68A-GD80 (B3)+20,00%
Beim ArcSoft Mediaconverter gibt es ein Einheitsergebnis für alle drei Motherboards: Dank der Übertaktung auf 1,70 GHz verkürzt sich die Bearbeitungszeit des Videos um 20 Prozent.



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Testnotizen zum ASUS Maximus V Gene
Nachdem das MSI Z77A-GD65 gestern ohne Fehl und Tadel durch unseren Test gekommen war, sind die Erwartungen an das ASUS Maximus V Gene hoch. Abstürze hat sich zwar auch diese Hauptplatine nicht geleistet, doch sie ärgerte uns mit einigen BIOS-Fehlern und Kompatibilitätsproblemen. Inzwischen konnten wir einen Nachtest mit dem BIOS 0701 durchführen:
Einige der von uns entdeckten Fehler konnte ASUS zwischenzeitlich beseitigen, darunter die HDMI-Ausgabe am Acer B233HU bmidhz. Die Inkompatibilität zwischen dem ASMedia ASM1061 und dem Solid-State-Laufwerk Crucial M4 64GB konnte ASUS bisher nicht reproduzieren und die Auslegung der Turbostufen halten wir auch weiterhin für fehlerhaft, da die Vorauswahl "Auto" von Intels Vorgaben abweicht. Insgesamt macht das BIOS des ASUS Maximus V Gene deutliche Fortschritte und Käufer dieser Hauptplatine sollten in nächster Zeit regelmäßig bei ASUS vorbeischauen, um nach neuen Updates zu sehen.
Die Lüfterregelung per BIOS
Maximal lassen sich fünf Lüfter am ASUS Maximus V Gene betreiben. Zur Regelung stehen die Profile "Standard", "Silent", "Turbo" und "Manual" zur Auswahl, wobei sich die beiden CPU-Lüfter eine Konfiguration teilen. Die manuelle Einstellung umfasst eine obere und untere Temperaturgrenze in Grad Celsius sowie eine minimale und maximale Drehzahl in Prozent. Optional kann man eine Mindestdrehzahl (200 bis 600 U/min in 100er-Schritten) hinterlegen, bei deren Unterschreitung das Mainboard warnt. Folgende Optionen finden sich im BIOS 0701:
Grundsätzlich kann die Lüftersteuerung überzeugen, doch für die System-Lüfter hätten wir uns einen größeren Regelbereich gewünscht. 60 Prozent als Mindestdrehzahl ist für viele Lastzustände schlicht und einfach übertrieben und macht den Computer unnötig laut.
Video: Das UEFI-BIOS
Folgendes Video verleiht einen Eindruck vom grafischen UEFI-BIOS des ASUS Maximus V Gene. Zu Anfang sieht man die Anpassung des Speichertaktes, welche zugleich eine Änderung der Turbo-Einstellung verursacht. Da es zwischen den beiden Optionen keinen logischen Zusammenhang gibt, gehen wir hierbei von einem BIOS-Fehler aus.

Video: Das UEFI-BIOS des ASUS Maximus V Gene
Danach steuern wir kurz die einzelnen Tafeln des UEFI-BIOS an, die übersichtlich gestaltet und klar strukturiert sind. Dann wird die Lüfterregelung aufgerufen, welche das Maximus V Gene wahlweise automatisch oder anhand manuell definierter Parameter vornimmt.



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Fazit
GutNur ein "Gut" für den neuesten Vertreter der ROG-Familie? Ja, denn das ASUS Maximus V Gene lief in unserem Test zwar schnell und stabil, doch dieses Mainboard wirkt noch nicht ausgereift und hatte mit Inkompatibilitäten und BIOS-Fehlern zu kämpfen. Doch kommen wir zunächst zu den positiven Aspekten der Micro-ATX-Platine: ASUS hat das Maximus V Gene mit einem aufwändigen Spannungswandler versehen, bietet eine sehr gute Verarbeitung und eine gut ausgewählte, umfassende Ausstattung. Hierzu gehören Intels Gigabit-LAN-Lösung WG82579V und die beiden Controller ASMedia ASM1061 und ASM1042, welche zwei zusätzliche SATA-6-Gb/s-Ports und USB-3.0-Anschlüsse bereitstellen. Zudem hat ASUS den HD-Audio-Codec Realtek ALC898 deutlich aufgewertet und auf dem Maximus V Gene eine hervorragende Tonqualität erzielt. Auch das Layout weiß zu überzeugen, auch wenn einigen Kunden der PCI-Steckplatz fehlen wird. Dafür gibt es zwei PEG-Slots für Grafikkarten mit der Möglichkeit, AMDs CrossFire, NVIDIAs SLI oder Lucids Virtu Universal MVP zu nutzen. Zudem gehört ein kleiner Doppel-Adapter zum Lieferumfang, der den Einsatz von Mini-PCIe-Karten und MSATA-Laufwerken ermöglicht.

Fotostrecke mit weiteren und größeren Fotos...
Erste Abzüge gibt es dann in der B-Note, da ein Port des ASMedia ASM1061 unser Solid-State-Laufwerk Crucial M4 64GB verschmäht. Ebenfalls ärgerlich: Verwenden wir den HDMI-Anschluss des Mainboards, bekommen wir auf dem Bildschirm Acer B233HU bmidhz kein BIOS zu sehen (behoben im BIOS 0701). Neben diesen Inkompatibilitäten nervt das unausgereifte BIOS, welches immer wieder Einstellungen ändert, die wir gar nicht angefasst haben. Für unseren Core i7 2600K wählte das BIOS die falschen Turbostufen, erst ein manueller Eingriff in die BIOS-Konfiguration berichtigte die Werte. Nach der Verwendung der automatischen Übertaktungsoption "CPU Level Up" verharrte der Turbo auf dem viel zu hohen Multiplikator und musste abermals manuell berichtigt werden. In erster Linie handelt es sich bei den genannten Fehlern um die typischen Kinderkrankheiten eines neuen Mainboards, doch in ihrer Summe führen sie zu einer Abwertung.
Kann das ASUS Maximus V Gene als Mitglied der ROG-Familie die verlorenen Punkte mit einer hohen Leistung und guten Übertaktungsergebnissen wieder wettmachen? Nur bedingt: Das Maximus V Gene gewinnt zwar die CPU-lastigen Leistungsmessungen, doch da ASUS den Basistakt um 0,50 Prozent zu hoch angesetzt hat, ist dies auch kein Kunststück. Beim Übertakten erzielen wir stabile 5,0 GHz, doch auch hier ist die Freude nur von kurzer Dauer, denn unter Last wird die Taktrate schon nach wenigen Sekunden gedrosselt. Wer eine konstant hohe Taktrate und damit eine dauerhafte Mehrleistung erreichen möchte, muss die von ASUS zu hoch angesetzte CPU-Spannung manuell reduzieren. Als positiver Nebeneffekt sinkt dabei auch der Stromverbrauch. Bleibt noch der Preis: In den hiesigen Preisvergleichen wird das ASUS Maximus V Gene derzeit ab 165 Euro angeboten, in Anbetracht der Verarbeitung und Ausstattung ein faires Angebot. Vorerst bewerten wir das ASUS Maximus V Gene dennoch nur mit "Gut" und hoffen, dass sich der Hersteller nun dem Feinschliff dieser Hauptplatine zuwenden wird.



Unser Dank gilt:






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