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ASUS P5K Deluxe WiFi-AP (Intel P35) im Test - 1/18
06.06.2007 by doelf
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Am 21. Mai 2007 verwendeten wir das ASUS P5K Deluxe WiFi-AP für die Vorstellung des P35 Chipsatzes von Intel. Damals kündigten wir an, einen vollwertigen Testbericht dieser Hauptplatine so bald wie möglich nachzureichen und nun, gut zwei Wochen und zwei BIOS Versionen später, ist es soweit. Das Mainboard hat zwischenzeitlich die 1T Command Rate gelernt und wurde von uns durch umfangreiche Stabilitätstests geschickt.


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Intels P35 Chipsatz
Bevor wir uns die Hauptplatine im Detail ansehen, möchten wir kurz auf den P35 Chipsatz eingehen. Intel hat diesen Chipsatz zusammen mit der Variante G33, welche einen DirectX 9 Grafikkern beinhaltet, am gestrigen Dienstag auf der Computex in Taiwan offiziell vorgestellt. Der P35 ist der Nachfolger des P965 und unterstützt die kommenden 45 nm Prozessoren von Intel.

Orientieren wir uns zunächst anhand einer Vergleichstabelle um festzustellen, wo die Unterschiede zum Vorgänger liegen:

Intel Chipsatz G33 P35 P965 (G965)
Front Side Bus 800
1066
1333
800
1066
1333
533
800
1066
45 nm CPU ja ja nein
Dual Core ja ja ja
Quad Core ja ja ja
Hyper-Threading ja ja ja
DDR-2 / DDR-3 ja/ja ja/ja ja/nein
unterstützt DDR-2 667
800
667
800
533
667
800
max. DDR-3 800
1066
800
1066
-
Dual Channel ja ja ja
Grafikkern GMA3100 - - (GMA X3000)
PCI Express x16 1x (MCH) 1x (MCH) 1x (MCH)
PCI Express x1 6x (ICH) 6x (ICH) 6x (ICH)
Turbo Memory optional optional -
Direct Media Interface (DMI) 2 GB/s 2 GB/s 2 GB/s
ATA100 (Geräte) 0x (0) 0x (0) 0x (0)
SATA 3Gb/s 6 6 6
RAID 0/1/5/10 nur ICH9R nur ICH9R nur ICH8R
USB 2.0 12 12 10
HD Audio ja ja ja
Gigabit LAN ja ja ja
TDP (MCH) in Watt 14,5 16,0 19,0 (28,0)

Zunächst einmal fallen drei wesentliche Unterschiede ins Auge:

Speicherbandbreite: Single-Channel / Dual-Channel in GByte/s
DDR3-1066
8.33
16.66
DDR2-800
6.25
12.50
DDR2-667
5.21
10.42
DDR2-533
4.16
8.33
FSB1333
10.42
FSB1066
8.33
FSB800
6.25

Abhängig vom Preis und Einsatzgebiet können die Mainboard-Hersteller zwischen drei Southbridges wählen: ICH9, ICH9DH und ICH9R. Die ICH9 ist besonders preiswert und bietet keine RAID-Unterstützung (Matrix Storage Technologie), sie ermöglicht maximal vier Serial-ATA 3 Gb/s Master-Geräte. ICH9R und ICH9DH bieten zusätzlich zwei Serial-ATA 3 Gb/s Slave-Anschlüsse - von Geräten, die hier angeschlossen werden, kann nicht gebootet werden. ICH9R und ICH9DH unterstützen die RAID-Modi 0, 1, 5 und 10, zudem bietet die ICH9DH (DH = Digital Home) spezielle Mediacenter-Funktionen wie die Intel Quick Resume Technologie (QRT).

Die Anzahl der PCI-Express Lanes und deren Aufteilung bleibt im Vergleich zu den 965er Chipsätzen unverändert: Es wird eine Grafikkarte über sechzehen PCI-Express Lanes angebunden, will der Hersteller des Mainboards eine zweite PCI-Express Grafikkarte ermöglichen, so werden hierfür vier der sechs Lanes der Southbridge verwendet. Die Bandbreite der zweiten Grafikkarte ist somit deutlich eingeschränkt, was sich bereits bei einer GeForce 6600 GT negativ auf die 3D-Performance auswirken kann.

Desweiteren hat Intel die Zahl der USB 2.0-Anschlüsse auf zwölf erhöht und den Stromverbrauch seiner Chipsätze gesenkt. Für den G33 Chipsatz mit integriertem Grafikkern gibt Intel eine TDP von lediglich 14,5 Watt an, die Chipsätze G965, Q965 und Q963 wurden hingegen mit einer TDP von 28 Watt spezifiziert. Zu guter Letzt bleibt noch der Punkt "Turbo Memory" zu erwähnen. Es handelt sich hierbei um Flashspeicher, welcher über PCI-Express angebunden wird und der auch in Intels neuer Mobilplattform Santa Rosa Verwendung findet. "Turbo Memory" ist hierbei ein optionales Ausstattungsmerkmal, welches die Mainboard Hersteller auf ihren Hauptplatinen integrieren können, welches man alternativ aber auch in Form einer PCI-Express x1 Steckkarte nachrüsten kann (sofern solche Karten erhältlich sind). "Turbo Memory" soll vor allem den Systemstart und das Laden von Programmen beschleunigen, im Notebook werden mit dieser Technik zudem die Festplattenzugriffe reduziert und somit Strom gespart.

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ASUS P5K Deluxe WiFi-AP (Intel P35) im Test - 2/18
06.06.2007 by doelf
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ASUS P5K Deluxe WiFi-AP: Lieferumfang
Das ASUS P5K Deluxe WiFi-AP ging vor zwei Wochen mit einem Preis von 220 Euro an den Start und kostet zur Zeit 209 Euro. Angesichts des hohen Preises darf der Kunde so einiges erwarten. Betrachten wir zunächst den Lieferumfang des Mainboards:


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ASUS hat die Zahl der Anschlusskabel im Vergleich zu den bisherigen Deluxe Modellen reduziert, wir finden lediglich vier Serial-ATA Datenkabel und einen Molex-auf-SATA Stromadapter im Lieferumfang. Statt zwei Slots mit Brackets für zusätzliche USB- und Firewire-Ports zu blockieren, packt ASUS erfreulicherweise drei Anschlüsse auf ein einzelnes Bracket. Auf dem Mainboard befindet sich eine WiFi-Karte, welche über USB angebunden ist. Die passende Antenne liefert ASUS natürlich mit.


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Die W-LAN Karte unterstützt IEEE 802.11b mit 11 Mbps sowie 802.11g mit 54 Mbps und kann als Access Point, für Infrastruktur oder Ad-Hoc Verbindungen konfiguriert werden. Wird der WiFi-AP Solo als Access Point betrieben, steht das drahtlose Netzwerk auch dann zur Verfügung, wenn der PC in den Schlaf geschickt wurde. Zur Verschlüsselung stehen WEP (64/128 Bit), WPA und WPA2 zur Verfügung. Auf WEP sollte man heutzutage verzichten, da diese Methode zu leicht gehackt werden kann. Als praktisch erweisen sich die auf den Namen Q-Connector getauften Adapter für die Mainboard-, USB- und Firewire-Anschlüsse, welche als Installationshilfe dienen. Diese Adapter werden auf die Header des Mainboards gesteckt und sind umfassend beschriftet und klar ablesbar:

Obwohl ASUS das P5K Deluxe WiFi-AP mit einem ordentlichen Lieferumfang ins Rennen schickt, haben wir vom selben Hersteller zum gleichen Preis bereits bessere Angebote gesehen. Das Modell P5LD2 Deluxe hatte seinerzeit nicht nur W-LAN, sondern auch eine analoge sowie digitale TV-Karte inklusive Fernbedienung im Karton.

ASUS P5K Deluxe WiFi-AP: Anschlüsse
Im ATX-Anschlusspanel finden sich mannigfaltige Anschlüsse. Auf serielle und parallele Schnittstellen muss man allerdings ebenso verzichten wie auf die PS/2 Buchse für die Maus. Zumindest eine serielle Schnittstelle kann nachgerüstet werden, ein entsprechendes Bracket muss allerdings als optinales Zubehör erworben werden.


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Zwei Gigabit-LAN Anschlüsse und zwei eSATA-Buchsen sind ebenso großzügig wie die sechs USB 2.0 Ports. Zwei weitere USB 2.0-Anschlüsse und ein weiterer Firewire-Port lassen sich mit dem im Lieferumfang befindlichen Bracket herausführen:


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ASUS hat hier einige alte Zöpfe abgeschnitten, die nur wenige Nutzer vermissen werden. Auf einen Punkt müssen wir allerdings noch eingehen, da dieser für einige Hardwarekonfigurationen wichtig ist: Die ICH9R, welche ASUS auf dem P5K Deluxe WiFi-AP verwendet, bietet insgesamt zwölf USB 2.0 Anschlüsse. Sechs dieser Anschlüsse befinden sich im ATX-Anschlusspanel, zwei weitere werden für die W-LAN Karte benötigt, frei bleiben somit zwei weitere Abgriffe für jeweils zwei Ports. Diese können für die Frontanschlüsse des Gehäuses, interne Kartenleser oder Frontpanels verwendet werden.

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ASUS P5K Deluxe WiFi-AP (Intel P35) im Test - 3/18
06.06.2007 by doelf
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ASUS P5K Deluxe WiFi-AP: Layout #1
Betrachten wir das ASUS P5K Deluxe WiFi-AP, so fällt zunächst die passive Kühlung ins Auge. ASUS leitet eine kupferne Heatpipe vom Kühler der ICH9R zur Northbridge, von der Northbridge führen zwei Heatpipes, welche ebenfalls aus Kupfer bestehen, zu den MOSFETs der Spannungswandler. Die Heatpipes verteilen die Abwärme auf dünne Bleche, welche sich auf der Northbridge und auf den MOSFETs befinden. Da ASUS Heatpipes und Kühlbleche zu zwei Seiten des Prozessorsockels orientiert, kühlt die Abluft des CPU-Kühlers den Chipsatz und die Spannungswandler mit.


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Doch die Spannungswandler befinden sich nicht nur links, sondern auch oberhalb des Prozessors. ASUS lässt die Heatpipe jedoch hinter dem ATX-Anschlusspanel enden und greift für die MOSFETs oberhalb der CPU zu einem weiteren Kühlprofil aus Aluminium. Dieses Kühlprofil wird von zwei Pushpins gehalten und sitzt nicht mittig auf den MOSFETs, so dass es sich schon bei geringen Berührungen zur Seite neigt. Angesichts des hochwertigen Eindrucks, welchen die Heatpipekonstruktion macht, wirkt dieser Kühler wie ein Fremdkörper bzw. eine Notlösung.


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Zur achtphasigen Spannungswandlung des P5K Deluxe WiFi-AP gehören sechzehn MOSFETs, von denen sich allerdings nur acht auf der Oberseite des Mainboards befinden. Während vier MOSFETs durch Heatpipes und Kupfer gekühlt werden, müssen sich vier weitere mit einem Aluminiumkühler begnügen und die MOSFETs auf der Unterseite der Platine gehen leer aus - sie bleiben ungekühlt:


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Natürlich profitieren diese MOSFETs ein wenig von der Tatsache, dass sich die Oberseite des Mainboards aufgrund der Kühler nicht so stark aufheizt, dennoch ist das Kühlkonzept von ASUS in Bezug auf die MOSFETs ziemlich inkonsequent. Sehr ungewohnt ist auch die Lage der vier DIMM-Slots, welche ASUS fünf Zentimeter unterhalb des oberen Platinenrandes anordnet - so weit unten findet man die Speicherriegel sehr selten.


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Als direkte Folge der tiefsitzenden DIMM-Steckplätze rutscht auch der obere PCI-Express x16 Steckplatz ein gutes Stück herunter und findet sich erst an dritter Position. Da lange Grafikkarten ansonsten mit dem Arbeitsspeicher kollidieren würden, hast ASUS zu oberst zwei PCI-Express x1 Slots angeordnet. Auch bei der Verwendung langer Grafikkarten kann die Verriegelung aller DIMM-Slots geöffnet werden, es geht hier jedoch recht eng zu.


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Der blaue PCI-Express x16 Steckplatz ist mit sechzehn Lanes an die Northbridge angebunden, der schwarze PCI-Express x16 Slot verfügt über lediglich vier PCI-Express Lanes und wird über die Southbridge angeschlossen. Dieser Steckplatz befindet sich auf der vorletzten Position, so dass man auch hier Grafikkarten, die einen Kühler im 2-Slot Design verwenden, verbauen kann. Allerdings reiht ASUS am unteren Rand des Mainboards zahlreiche Abgriffe (COM1, Firewire, USB, ATA133) auf, welche die Bestückung dieses Steckplatzes erschweren. Man sollte zumindest sehr sorgfältig verkabeln, damit sich kein Kabel in den Lüfter der unteren Grafikkarte verirrt.

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ASUS P5K Deluxe WiFi-AP (Intel P35) im Test - 4/18
06.06.2007 by doelf
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ASUS P5K Deluxe WiFi-AP: Layout #2
Der Floppy-Anschluss befindet sich beim P5K Deluxe WiFi-AP erfreulicherweise rechts neben den Speicherslots am Platinenrand, die meisten Hersteller behandeln diesen Anschluss recht stiefmütterlich und platzieren ihn an den unmöglichsten Orten. Gleich darunter sehen wir den 24-Pin ATX-Stromanschluss des Mainboards. Links oberhalb des CPU-Sockels platziert ASUS einen ATX/EPS +12 Volt Anschluss, welcher wahlweise mit einem 4- oder 8-Pin Stecker bestückt werden kann. ASUS setzt auf diesem Mainboard ausschließlich Feststoffkondensatoren ein, die kompakter und langlebiger als normale ELKOs sind.


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Die sechs Serial-ATA 3 Gb/s Anschlüsse wurden rechts neben der ICH9R angeordnet. An den vier roten Abgriffen lassen sich bootbare Geräte anschließen, von Laufwerken, die mit den beiden schwarzen Ports verbunden werden, kann hingegen nicht gebootet werden. Der einzelne ATA133-Kanal, welchen wir in der unteren, rechten Ecke der Platine sehen, wird nicht über die Southbridge verwirklicht, sondern über einen JMicron JMB363 Controller.


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Dieser Controller wird über sehr lange Leiterbahnen angebunden, denn er befindet sich links vor dem unteren PCI-Express x16 Steckplatz. Ebensoweit vom Controller entfernt sind die beiden eSATA-Asnchlüsse, für die sich der JMicron JMB363 ebenfalls verantwortlich zeichnet. Der Controller wird über eine PCI-Express Lane angebunden und unterstützt Native Command Queue (NCQ), Hot Plugging, RAID 0, 1 und 0+1 sowie JBOD.


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Für die beiden Firewire-Ports verwendet ASUS den Agere L-FW3227-100. Dieser Controller verfügt über eine PCI-Anbindung und ist unterhalb der CMOS-Batterie zu verorten. Für die Netzwerkanbindung finden sich auf dem ASUS P5K Deluxe WiFi-AP gleich drei Controller:


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Oberhalb der WiFi-Karte befindet sich ein via PCI-Express angebundener Marvell 88E8056 Gigabit-LAN Controller. Auf der WiFi-Karte, welche als USB-Gerät betrieben wird, sitzt ein Realtek RTL8187L. Unterhalb der WiFi-Karte sehen wir den Realtek RTL8110SC Gigabit-LAN Controller, welcher eine PCI-Anbindung nutzt. Es ist zwar etwas schade, dass ASUS in dieser Preisklasse nicht beide Gigabit-LAN Controller via PCI-Express anbindet, doch aufgrund der zweiten Grafikkarte sind die verbleibenden Lanes schnell aufgebraucht.


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Der hochauflösende Sound wird über einen Analog Devices AD1988B 7.1 + 2 Kanal Codec ausgeführt. Dieser HD-Audio Codec kann zeitgleich ein Stereo-Signal und ein 8-Kanal Surround-Signal wiedergeben.


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Die Monitoring-Funktionen stellt ein Winbond W83G27DHG-A zur Verfügung. ASUS hat das P5K Deluxe WiFi-AP mit einer umfassenden Ausstattung versehen, die selbst anspruchsvollen Nutzern genügen sollte. Lediglich für den CrossFire-Betrieb ist dieses Mainboard aufgrund der 16+4 Aufteilung der PCI-Express Lanes nicht optimal geeignet.

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ASUS P5K Deluxe WiFi-AP (Intel P35) im Test - 5/18
06.06.2007 by doelf
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Testumgebung
Für unseren Test verwendeten wir die folgende Hardware:

Im Rahmen der Benchmarks wurden die fett hervorgehobenen Komponenten verwendet.

CPU-, Bus- und Speichertakt
Nicht immer treffen die Mainboardhersteller die Taktraten genau, recht häufig verrechnet man sich ein wenig nach oben, wodurch derart übertaktete Mainboards bei Leistungsmessungen einen Vorteil haben. Wie sieht es mit unserem Testkandidaten aus?

Mainboard CPU-Takt
Soll=2933,33 MHz
OC
ASUS P5B-E Plus 2933,3 0,000%
ASUS P5K Deluxe 2940,0 +0,227%
Biostar P4M890-M7 2933,3 0,000%
Biostar TForce 965PT 2933,7 +0,013%
Foxconn 945G7AD 2927,0 -0,216%
Intel D975XBX 2933,3 0,000%
MSI P35 Neo 2936,3 +0,101%
MSI P965 Neo-F 2928,2 -0,175%

ASUS legt den Takt beim P5K Deluxe WiFi-AP um 0,227 Prozent zu hoch an und erschleicht sich dadurch einen Vorteil von knapp 7 MHz. Da die Mainboards im Benchmark-Parcours sehr eng zusammen liegen, entscheiden bereits solch geringe Taktunterschiede über die Platzierung der einzelnen Modelle. Wir werden die Ergebnisse daher rechnerisch korrigieren.

Das BIOS
Wir haben das ASUS P5K Deluxe WiFi-AP mit dem BIOS 0307 sowie dem BIOS 0311 getestet. Letzteres diente für Nachtests sowie für die Testläufe mit der 1T Command Rate. Im BIOS des Mainboards finden sich zahlreiche Einstellungen zur manuellen und automatischen Übertaktung. Sowohl bei den möglichen Taktraten als auch bei den zur Auswahl stehenden Spannungen bietet ASUS einen großen Spielraum:

Hinzu kommen umfangreiche Tuningoptionen für den Arbeitsspeicher. ASUS bietet hier nicht nur die Wahl zwischen manueller und automatischer Konfiguration, stattdessen kann jeder einzelne Wert entweder manuell gewählt oder automatisch ermittelt werden. Normalerweise wird der Benutzer lediglich vier Werte - CAS Latency, RAS to CAS Delay, RAS Precharge und RAS Active to Precharge - ändern, was bei vielen Herstellern zur Folge hat, dass er auch die übrigen Speicherparameter manuell setzen muss. Diese Tortur erspart ASUS seinen Kunden.

1T Command Rate
Mit dem BIOS 0311 schaltet ASUS beim P5K Deluxe die 1T Command Rate frei. Hierbei handelt es sich um eine Option, welche den Speichercontroller mit einer niedrigeren Latenz arbeiten lässt, es wird folglich ein besserer Speicherdurchsatz erzielt. Wir haben diese Option ausprobiert, das Ergebnis ist allderings nicht allzu überzeugend.

Nun wollen wir ausprobieren, wozu diese Optionen in der Praxis gut sind und das ASUS P5K Deluxe WiFi-AP übertakten.

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ASUS P5K Deluxe WiFi-AP (Intel P35) im Test - 6/18
06.06.2007 by doelf
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Overclocking: Praxis
Für das ASUS P5K Deluxe stellen hohe FSB-Taktraten kein Problem dar, mit 4x 400 (FSB1600), 4x 433 (FSB1733) und 4x 466 MHz (FSB1866) startet das Mainboard ohne Probleme, erst bei 4x 500 MHz (FSB2000) bleibt der Bildschirm schwaz. Mit 4x 490 MHz (FSB1960) stürzt der Testlauf des TMPGEnc Encoders ab, stellen wir 4x 480 MHz (FSB1920) ein, arbeitet das Mainboard hingegen stabil. Eine gewisse Mitverantwortung für die gute Übertaktbarkeit hat sicherlich der Umstand, dass ASUS die VCore beim Übertakten ungefragt um 0,088 Volt anhebt.

Wir wählen einen Speicherteiler von 1:1,2 und erreichen damit bei einer Speicherspannung von 2,4 Volt stabile DDR2-1152 mit Latenzen von 6-6-6-21. Für diesen Test verwendeten wir das TWIN2X2048-8500C5DF Speicher-Kit von Corsair:

Es gelingt dem ASUS P5K Deluxe, die Ergebnisse des ASUS P5B-E Plus auf Basis des Intel P965 Chipsatzes knapp zu übertreffen. Beim P5B-E Plus erzielten wir maximal 4x 475 MHz (= FSB1900), nun sind es 4x 480 MHz (= FSB1920).

Overclocking: Benchmarks
Nun wollen wir sehen, wie sich die Tuning und Übertaktungsmaßnahmen in der Praxis auswirken. Abgesehen von der maximalen Übertaktung werden wir verschiedene Kombinationen aus FSB- und Speicherbandbreite testen, wobei wir versuchen werden, den Prozessortakt von 2933 MHz so gut es geht beizubehalten. Dieser Messungen sollen klären, unter welchen Vorraussetzungen sich schneller Arbeitsspeicher rentiert und ob die 1T Command Rate in der Praxis messbare Vorteile bringt.

Wir beginnen mit dem Speichertest von SiSoft Sandra 2007. Dieser synthetische Benchmark wird belegen, ob ein höherer Speichertakt vom System überhaupt in einen besseren Speicherdurchsatz umgesetzt werden kann:

SiSoft Sandra 2007.1098: Int Buff'd iSSE2 in MB/s; Float Buff'd iSSE2 in MB/s
ASUS P5K Deluxe
CPU 2880/FSB1920
DDR2-1152/6-6-6-21/1T
8068
8091
ASUS P5K Deluxe
CPU 2934/FSB1304
DDR2-1043/5-5-5-18/2T
6528
6527
ASUS P5K Deluxe
CPU 2934/FSB1304
DDR2-782/4-4-3-10/2T
6270
6272
ASUS P5K Deluxe
CPU2933/FSB1066
DDR2-1066/5-5-18/2T
5857
5874
ASUS P5K Deluxe
CPU2933/FSB1066
DDR2-800/4-4-3-10/1T
5740
5738
ASUS P5K Deluxe
CPU2933/FSB1066
DDR2-800/4-4-3-10/2T
5688
5688

Die 1T Command Rate können wir nur im Zusammenspiel mit DDR2-800 Arbeitsspeicher nutzen, hier liegt der Zugewinn bei etwa 50 MByte/s oder anders formuliert unter einem Prozent. Betreiben wir DDR2-800 zusammen mit FSB1333, so erzielen wir eine Steigerung um 582 MByte/s bzw. knapp zehn Prozent - ein schnellerer Frontsidebus ist also wichtiger als die 1T Command Rate. Dies bestätigt auch die Kombination von DDR2-1066 mit FSB1066, da die Mehrleistung des Speichers hier fast vollständig verpufft. Die Speicherbandbreite steigt lediglich um 170 MByte/s, während DDR2-1066 in Kombination mit FSB1333 ein deutliches Plus von 840 MByte/s zeigt. Bis ans Limit übertaktet erreichen wir bei FSB1920 und DDR2-1152 eine Steigerung um erstaunliche 2380 MByte/s.

Eine Anwendung, die deutlich auf die Speicherbandweite reagiert, ist die Kompressionssoftware 7-Zip:

7-Zip 4.42 - 451 MByte packen: Single Thread in s; Multi Thread in s
ASUS P5K Deluxe
CPU 2880/FSB1920
DDR2-1152/6-6-6-21/1T
114
ASUS P5K Deluxe
CPU 2934/FSB1304
DDR2-1043/5-5-5-18/2T
122
ASUS P5K Deluxe
CPU2933/FSB1066
DDR2-1066/5-5-5-18/2T
123
ASUS P5K Deluxe
CPU2933/FSB1066
DDR2-800/4-4-3-10/1T
126
ASUS P5K Deluxe
CPU2933/FSB1066
DDR2-800/4-4-3-10/2T
127
ASUS P5K Deluxe
CPU 2934/FSB1304
DDR2-782/4-4-3-10/2T
127

Auch diesmal bringt die 1T Command Rate nur eine Sekunde Vorsprung, während wir mit DDR2-1066 Speicher zumindest vier Sekunden gewinnen. Kombinieren wir DDR2-1066 mit FSB1333, ist das System sogar fünf Sekunden eher fertig. DDR2-800 im Zusammenspiel mit FSB1333 bringt diesmal keine Gewinne, wahrscheinlich weil wir die Taktrate des Speichers auf DDR2-782 reduzieren mussten, um einen konstanten Prozessortakt zu gewährleisten. Es scheint, als würde bei 7-Zip die absolute Speichertaktrate wichtiger sein, als die von Sandra gemessene Bandbreite. Die maximale Übertaktung von Frontsidebus und Speicher bringt dann aber dennoch einen respektablen Gewinn von 13 Sekunden, obwohl der Prozessor 53 MHz niedriger taktet.

Zuletzt betrachten wir den Videoencoder TMPGEnc, der kaum auf den Speichertakt reagiert:

TMPGEnc 2.512.52.161 - DVD PAL, Highest Quality: in s
ASUS P5K Deluxe
CPU2933/FSB1066
DDR2-800/4-4-3-10/2T
158
ASUS P5K Deluxe
CPU2933/FSB1066
DDR2-1066/5-5-5-18/2T
159
ASUS P5K Deluxe
CPU2933/FSB1066
DDR2-800/4-4-3-10/1T
159
ASUS P5K Deluxe
CPU 2934/FSB1304
DDR2-782/4-4-3-10/2T
159
ASUS P5K Deluxe
CPU 2934/FSB1304
DDR2-1043/5-5-5-18/2T
159
ASUS P5K Deluxe
CPU 2880/FSB1920
DDR2-1152/6-6-6-21/1T
160

TMPGEnc interessiert die Speicherbandbreite überhaupt nicht, einzig der CPU-Takt ist in diesem Test relevant. Die Bestmarke setzt DDR2-800 Speicher mit FSB1066 und 2T Command Rate, das Schlusslicht ist unsere maximal übertaktete Konfiguration aufgrund des verminderten Prozessortaktes.

In der Theorie bringt ein schnellerer Frontsidebus deutliche Vorteile, in der Praxis wirken sich diese allerdings kaum aus - zumindest, wenn man nicht bis an die Grenzen des Machbaren geht. Der Aufpreis von DDR2-1066 lohnt sich für die aktuellen FSB1066 Prozessoren kaum, immerhin bringt der schnellere Speicher mehr Leistung als die 1T Command Rate, welche uns in erster Linie Instabilitäten und eine höhere Chipsatzspannung einbrachte. Doch auch ohne die 1T Command Rate erweist sich das ASUS P5K Deluxe WiFi-AP als hoch übertaktbar.

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ASUS P5K Deluxe WiFi-AP (Intel P35) im Test - 7/18
06.06.2007 by doelf
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Speicherkompatibilität
Wir beginnen unseren Stabilitätstest mit der Überprüfung der Speicherkompatibilität. Sechs verschiedene DDR2-800 und DDR2-1066 Speicherpaare werden durch je fünf Durchläufe von Memtest86+ geschickt.

Speicher MHz Timings Memtest86+
Adata M20EL6F3H4170A1E0Z
2x 512 MByte
400@1,8V 5-5-5-18 stabil
Corsair TWIN2X2048-8500C5DF
2x 1 GByte
533@2,2V 5-5-5-18 stabil
Kingston KVR800D2N5K2/2G
2x 1 GByte
400@1,8V 5-5-5-16 stabil
Kingston KHX8500D2K2/1G
2x 512 MByte
533@2,2V 5-5-5-16 stabil
Mushkin XP2-6400
2x 1 GByte
400@2,1V 4-4-3-10 stabil
Super Talent T800UB1GC4
2x 512 MByte
400@2,2V 4-4-3-8 kein Boot

Für die obigen Testläufe verwendeten wir die 2T Command Rate. Das ASUS P5K Deluxe WiFi-AP arbeitet mit allen Speicherriegeln stabil und unkompliziert, die einzige Ausnahme ist unser Paar Super Talent T800UB1GC4 Module. Es handelt sich hierbei um DDR2-800 Speicherriegel der ersten Generation, welche lediglich eine SPD-Programmierung für DDR2-533 aufweisen. Und da der P35 Chipsatz keinen DDR2-533 Speicher unterstützt, bleibt der Bildschirm leider schwarz.

In einem zweiten Schritt kombinieren wir die erfolgreich getesteten DDR2-800 Riegel und bestücken alle vier DIMM-Slots des ASUS P5K Deluxe WiFi-AP für fünf weitere Durchläufe von Memtest86+:

Speicher MHz Timings Memtest86+
Adata M20EL6F3H4170A1E0Z
2x 512 MByte
Kingston KVR800D2N5K2/2G
2x 1 GByte
400@1,8V 5-5-5-18 stabil
Corsair TWIN2X2048-8500C5DF
2x 1 GByte
Mushkin XP2-6400
2x 1 GByte
400@2,2V 4-4-3-10 stabil

Als Ersatz für die Module von Super Talent springen Corsairs TWIN2X2048-8500C5DF Speicherriegel im Low-Latency Paarlauf ein. Dieser Speicher arbeitet erfreulicherweise nicht nur bei 533 MHz und Timings von 5-5-5-18 stabil, sondern erweist sich auch bei 400 MHz und 4-4-3-10 als unproblematisch. Beide Speicherpaare arbeiten fehlerfrei, die Vollbestückung stellt für das ASUS P5K Deluxe WiFi-AP kein Problem dar.

Stabilität: Dauerlast (CPU+3D)
Zum Abschluss betreiben wir das ASUS P5K Deluxe WiFi-AP mit jeder Speicherkombination 24 Stunden lang unter Volllast. Für die Last verwenden wir Prime95 und Futuremark 3DMark2001SE, welche in der Dauerschleife laufen. Am Ende des Tests darf sich 3DMark2001SE nicht beendet haben und Prime95 keine Rechenfehler melden.

Speicher MHz Timings 24h Lasttest
Adata M20EL6F3H4170A1E0Z
2x 512 MByte
400@1,8V 5-5-5-18 stabil
Corsair TWIN2X2048-8500C5DF
2x 1 GByte
533@2,2V 5-5-5-18 stabil
Kingston KVR800D2N5K2/2G
2x 1 GByte
400@1,8V 5-5-5-16 stabil
Kingston KHX8500D2K2/1G
2x 512 MByte
533@2,2V 5-5-5-16 stabil
Mushkin XP2-6400
2x 1 GByte
400@2,1V 4-4-3-10 stabil
Corsair TWIN2X2048-8500C5DF
2x 1 GByte
Mushkin XP2-6400
2x 1 GByte
400@2,2V 4-4-3-10 stabil
Adata M20EL6F3H4170A1E0Z
2x 512 MByte
Kingston KVR800D2N5K2/2G
2x 1 GByte
400@1,8V 5-5-5-18 stabil

Nach sieben Tagen Dauerlast geben wir uns geschlagen und erklären das ASUS P5K Deluxe WiFi-AP für stabil. Das Mainboard zeigte bereits mit sehr frühen BIOS-Versionen eine vorbildliche Speicherkompatibilität. Einzig die 1T Command Rate kann uns im BIOS 0311 noch nicht überzeugen und sollte lieber gemieden werden.

Der Praxisbetrieb
Von der Installation über die Stabilitätstests und Benchmarks bis zum Übertakten hinterließ das ASUS P5K Deluxe WiFi-AP einen tadellosen Eindruck. Auch diverse PCI-Erweiterungskarten und PCI-Express Grafikkarten arbeiteten auf der Hauptplatine ohne zu murren und alle Laufwerke und Festplatten wurden richtig erkannt. Die Hauptplatine lässt sich problemlos in den Suspend-To-RAM (S3) Modus schicken und wacht zuverlässig wieder auf. Dennoch gibt es auch Kritikpunkte, z.B. beim Energiesparmodus EIST:

Während andere Mainboards unseren Core 2 Extreme X6800 nicht nur auf 1,6 GHz heruntertakten, sondern zugleich auch die VCore auf 1,180 Volt herabsetzen, verzichtet ASUS auf die Absenkung der Spannung. Ob Last oder nicht, es werden immer 1,280 Volt angelegt. Wenn man allerdings übertaktet - wohlgemerkt ohne die VCore anzuheben - legt ASUS ungefragt 1,424 Volt an - wahrscheinlich um bessere Übertaktungsergebnisse zu erzielen.

Das Mainboard verfügt über die automatische Lüftersteuerung ASUS Q-Fan 2 für den Prozessorkühler sowie die Gehäuselüfter. Unser Referenzkühler von Intel lief bei automatischer Regelung mit deutlich höheren Drehzahlen als beispielsweise auf dem ASUS P5B-E Plus, wodurch das System insbesondere unter Last extrem laut arbeitete. Werfen wir unmittelbar nach dem Einschalten einen Blick in den Hardwaremonitor des BIOS, so zeigt dieser für unsere CPU bereits eine Temperatur von gut 50°C an. Normalerweise sehen wir an dieser Stelle bei reduzierter Lüfterdrehzahl und nach etlichen Minuten Betrieb Werte um die 40°C. Wir haben die Temperatur mit CPUTempWatch und CoreTemp überprüft und diese Tools haben die Messwerte des BIOS bestätigt.

Stromverbrauch
Doch wo kommt diese hohe CPU-Temperatur her? Wir messen den Stromverbrauch und vergleichen diesen mit dem Intel D975XBX Revision 304. Zunächst werden wir den Stromverbrauch des kompletten Systems ohne CPU-Last und mit Takt- und Spannungsreduzierung durch EIST testen, in einem zweiten Durchlauf messen wir die Stromaufnahme bei 100-prozentiger Auslastung beider Prozessorkerne. Aus Gründen der Vergleichbarkeit zu bisherigen Messungen verwenden wir die MSI Radeon RX850XT-PE als Grafikkarte:

Leistungsaufnahme (Gesamtsystem): in Watt
Intel D975XBX
Idle
123
ASUS P5K Deluxe
Idle
144
Intel D975XBX
Volllast
170
ASUS P5K Deluxe
Volllast
174

Insbesondere im IDLE-Betrieb braucht das ASUS P5K Deluxe WiFi-AP deutlich mehr Strom als das Intel D975XBX. Ein Mehrverbrauch von 21 Watt ist schon recht verwunderlich, da der P35 Chipsatz einen ähnlichen Stromverbrauch wie der 975X aufweisen sollte. Intel gibt hierzu folgende TDPs an:

Ein Faktor für die höhere Leistungsaufnahme ist sicherlich die VCore, welche auf dem ASUS P5K Deluxe WiFi-AP nicht abgesenkt wird. Auch die aufwändige Stromversorgung des Mainboards könnte eine Rolle spielen, denn acht Phasen bedeuten nicht nur eine bessere Stabilität unter hoher Last, sondern auch eine ineffizientere Architektur bei geringem Strombedarf.

Unter Last verringert sich der Unterschied auf 4 Watt, welche sich leicht mit unterschiedlichen Ausstattungsmerkmalen erklären lassen. Ungeklärt bleibt allerdings die ungewöhnlich hohe Kern-Temperatur, welche sich nur in geringem Umfang auf die Oberflächentemperatur der verwendeten CPU-Kühler auswirkt.

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ASUS P5K Deluxe WiFi-AP (Intel P35) im Test - 8/18
06.06.2007 by doelf
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CPU-Leistung (synthetisch)
Kommen wir nun zu den Leistungsmessungen. Traditionell prüfen wir zunächst die mathematische Leistung des Prozessors mit synthetischen Benchmarks. Hierzu verwenden wir SiSoft Sandra 2007 Pro Business (Build 1098).

SiSoft Sandra 2007.1098: Dhrystone ALU in MIPS; Whetstone iSSE3 in MFLOPS
ASUS P5B-E Plus
DDR2-800, BIOS 304
27117
18743
Biostar P4M890-M7
DDR2-533, BIOS B20
27074
18571
MSI P35 Neo
DDR2-978/FSB1304
27050
18793
Biostar TForce965PT
DDR2-800, BIOS 914
27046
18748
ASUS P5B-E Plus
DDR2-1066, BIOS 304
27045
18620
MSI P965 Neo-F
DDR2-800, BIOS 1.6
27073
18727
MSI P35 Neo
DDR2-800, BIOS 1.0
27022
18764
ASUS P5K Deluxe
DDR2-800, BIOS 0304
27004
18746
Foxconn 945G7AD
DDR2-667, BIOS P30
26991
18717
ASUS P5K Deluxe
DDR2-1043/FSB1304
26952
18776
Intel D975XBX
DDR2-800, BIOS 1304
26829
18487

In Sachen CPU-Leistung waren keine Steigerungen zu erwarten und wir sehen auch keine. Der Betrieb mit einem schnelleren Frontsidebus und einem höheren Speichertakt bringt dem MSI P35 Neo minimale Zugewinne, das ASUS P5K Deluxe wird hingegen ein wenig langsamer.

Ein zweiter Testlauf mit SiSoft Sandra 2007 Pro Business (Build 1098) soll die Multimedia-Performance offenbaren:

SiSoft Sandra 2007.1098: Integer X8 iSSE4 in it/s; FloatingPoint X4 iSSE2 in it/s
MSI P35 Neo
DDR2-800, BIOS 1.0
162295
86860
MSI P35 Neo
DDR2-978/FSB1304
162260
86845
Biostar TForce965PT
DDR2-800, BIOS 914
162229
87376
ASUS P5K Deluxe
DDR2-800, BIOS 0304
162229
87301
ASUS P5B-E Plus
DDR2-1066, BIOS 304
162132
87326
ASUS P5B-E Plus
DDR2-800, BIOS 304
162128
87322
MSI P965 Neo-F
DDR2-800, BIOS 1.6
161978
87231
Foxconn 945G7AD
DDR2-667, BIOS P30
161902
87200
Biostar P4M890-M7
DDR2-533, BIOS B20
161687
86715
ASUS P5K Deluxe
DDR2-1043/FSB1304
161447
86759
Intel D975XBX
DDR2-800, BIOS 1304
159821
85725

Den SSE-Testlauf beenden die Intel P35 basierenden Platinen mit Spitzenplätzen, der höhere Takt für Frontsidebus und Speicher wirkt sich jedoch eher negativ aus.

Ein zweites Gutachten über die CPU-Leistung holen wir von PC Wizard 2006.1.69 ein:

PC Wizard 2006.1.69: Dhrystone (ALU) in MIPS; Whetstone (FPU) in MFLOPS; Whetstone (SSE2) in MFLOPS
Intel D975XBX
DDR2-800, BIOS 1304
32687
10242
13149
Foxconn 945G7AD
DDR2-667, BIOS P30
32687
10107
13093
ASUS P5K Deluxe
DDR2-1043/FSB1304
32687
9933
12869
ASUS P5K Deluxe
DDR2-800, BIOS 0304
32613
9997
12893
MSI P35 Neo
DDR2-800, BIOS 1.0
32553
9962
12798
MSI P965 Neo-F
DDR2-800, BIOS 1.6
32469
10107
13034
ASUS P5B-E Plus
DDR2-800, BIOS 304
32466
10062
13093
ASUS P5B-E Plus
DDR2-1066, BIOS 304
32042
10104
13095
Biostar P4M890-M7
DDR2-533, BIOS B20
32042
10062
13093
Biostar TForce965PT
DDR2-800, BIOS 914
32037
10107
13093
MSI P35 Neo
DDR2-978/FSB1304
31626
9931
12759

PC Wizard 2006.1.69 bestätigt Ergebnisse von SiSoft Sandra: Der P35 Chipsatz liegt auf dem Niveau des P965 und die schnellere Anbindung von Speicher und Chipsatz bringen für die reine Rechenleistung keine Vorteile.

Betrachten wir auf der folgenden Seite die CPU-Leistung bei gleichzeitiger Verwendung beider Prozessorkerne.

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ASUS P5K Deluxe WiFi-AP (Intel P35) im Test - 9/18
06.06.2007 by doelf
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Multithreaded (synthetisch)
PC Wizard 2006.1.69 kann die Performance im Multi-Threaded-Betrieb analysieren. Dabei wird zunächst nur ein Thread ausgeführt, danach zwei Threads parallel und schließlich vier Threads. Ausgegeben wird die Bearbeitungszeit pro Thread, niedrige Ergebnisse sind also besser:

PC Wizard 2006.1.69: 4 Threads in s; 2 Threads in s; 1 Thread in s
Biostar TForce965PT
DDR2-800, BIOS 914
3.516
3.516
7.062
ASUS P5B-E Plus
DDR2-800, BIOS 304
3.516
3.531
7.062
ASUS P5K Deluxe
DDR2-800, BIOS 0304
3.524
3.524
7.047
ASUS P5K Deluxe
DDR2-1043/FSB1304
3.531
3.531
7.063
MSI P965 Neo-F
DDR2-800, BIOS 1.6
3.532
3.531
7.094
Foxconn 945G7AD
DDR2-667, BIOS P30
3.532
3.537
7.094
MSI P35 Neo
DDR2-978/FSB1304
3.535
3.519
7.054
MSI P35 Neo
DDR2-800, BIOS 1.0
3.535
3.535
7.070
ASUS P5B-E Plus
DDR2-1066, BIOS 304
3.535
3.540
7.099
Biostar P4M890-M7
DDR2-533, BIOS B20
3.557
3.568
7.178
Intel D975XBX
DDR2-800, BIOS 1304
3.595
3.664
7.286

MSI P35 Neo und ASUS P5K Deluxe reihen sich ins Feld ein, ohne irgendwelche Akzente zu setzen. Der höhere Bus- und Speichertakt bringt in diesem Testlauf keine Vorteile.

Auch CPU RightMark Lite 2005 v1.3 bietet die Möglichkeit, eine Anwendung auf mehrere Threads zu verteilen und somit mehrere CPU-Kerne auszulasten. Dafür berechnet das Programm ein komplexes 3D-Gefüge mit 400 Objekten und 4 Lichtern, wir wählten das Modell 1. Die Ergebnisse werden in Frames pro Sekunde angegeben, größere Werte sind also besser. Wir sortieren nach der maximal erreichten Framerate:

CPU RightMark Lite 2005 v1.3: 4 Threads in fps; 2 Thread in fps; 1 Thread in fps
MSI P35 Neo
DDR2-978/FSB1304
16.9
16.9
10.3
ASUS P5B-E Plus
DDR2-1066, BIOS 304
16.7
16.9
10.4
ASUS P5B-E Plus
DDR2-800, BIOS 304
16.7
16.9
10.4
Biostar TForce965PT
DDR2-800, BIOS 914
16.7
16.9
10.4
ASUS P5K Deluxe
DDR2-1043/FSB1304
16.7
16.8
10.3
ASUS P5K Deluxe
DDR2-800, BIOS 0304
16.7
16.7
10.3
Foxconn 945G7AD
DDR2-667, BIOS P30
16.7
16.7
10.3
MSI P35 Neo
DDR2-800, BIOS 1.0
16.6
16.6
10.2
Intel D975XBX
DDR2-800, BIOS 1304
16.5
16.5
10.2
MSI P965 Neo-F
DDR2-800, BIOS 1.6
16.5
16.5
10.2
Biostar P4M890-M7
DDR2-533, BIOS B20
12.5
12.5
8.6

Bei CPU RightMark Lite 2005 zeigt das MSI P35 Neo ein durchwachsenes Ergebnis, erst mit dem schnelleren Bus- und Speichertakt kann es sich vom Rest des Feldes absetzen. Es hat den Anschein, als würden die niedrigen Latenzen unseres DDR2-800 Speichers das Mainboard ausbremsen. Im Gegensatz zum MSI P965 Neo-F hat das P35 Neo die manuell gewählten Timings jedoch richtig übernommen. Das ASUS P5K Deluxe findet sich im oberen Mittelfeld, höhere Taktraten von FSB und Speicher wirken sich kaum aus.

Bevor wir uns dem Speicherdurchsatz zuwenden, betrachten wir noch einen letzten CPU-Test, welcher beide Kerne unseres Prozessors auslastet. Die Molecular Dynamics Simulation von ScienceMark 2.0 untersucht das thermodynamische Verhalten von Materialien anhand fester physikalischer Gesetze. Je schneller die Berechnung beendet ist, desto performanter ist die CPU. Die Resultate werden in Sekunden angegeben, niederigere Werte sind folglich besser:

ScienceMark 2.0 32-Bit Build 21032005: Molecular Dynamics in s
ASUS P5K Deluxe
DDR2-1043/FSB1304
52.85697
ASUS P5K Deluxe
DDR2-800, BIOS 0304
52.87746
ASUS P5B-E Plus
DDR2-800, BIOS 304
52.97069
ASUS P5B-E Plus
DDR2-1066, BIOS 304
52.98117
Biostar TForce965PT
DDR2-800, BIOS 914
53.09002
Foxconn 945G7AD
DDR2-667, BIOS P30
53.19682
Biostar P4M890-M7
DDR2-533, BIOS B20
53.23469
MSI P35 Neo
DDR2-978/FSB1304
53.33812
MSI P965 Neo-F
DDR2-800, BIOS 1.6
53.56375
MSI P35 Neo
DDR2-800, BIOS 1.0
53.58671
Intel D975XBX
DDR2-800, BIOS 1304
53.99968

Der neue Spitzenreiter im Molecular Dynamics Testlauf ist das ASUS P5K Deluxe. Der schnellere Bus- und Speichertakt bringt nur minimale Zugewinne, es ist mehr die Grundleistung im Standardbetrieb, welche dieses Mainboard an die Spitze bringt. Das MSI P35 Neo rutscht in diesem Testlauf hingegen auf die hinteren Plätze.

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ASUS P5K Deluxe WiFi-AP (Intel P35) im Test - 10/18
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Datendurchsatz von Speicher und Cache
Zum Ausloten der SpeicherBandweite ziehen wir zunächst wieder SiSoft Sandra 2007 Pro Business (Build 1098) heran:

SiSoft Sandra 2007.1098: Int Buff'd iSSE2 in MB/s; Float Buff'd iSSE2 in MB/s
ASUS P5K Deluxe
DDR2-1043/FSB1304
6528
6527
MSI P35 Neo
DDR2-978/FSB1304
6434
6424
ASUS P5B-E Plus
DDR2-1066, BIOS 304
5795
5795
ASUS P5K Deluxe
DDR2-800, BIOS 0304
5688
5688
Intel D975XBX
DDR2-800, BIOS 1304
5664
5664
Biostar TForce965PT
DDR2-800, BIOS 914
5609
5618
ASUS P5B-E Plus
DDR2-800, BIOS 304
5593
5595
MSI P35 Neo
DDR2-800, BIOS 1.0
5420
5429
MSI P965 Neo-F
DDR2-800, BIOS 1.6
5357
5366
Foxconn 945G7AD
DDR2-667, BIOS P30
5224
5232
Biostar P4M890-M7
DDR2-533, BIOS B20
3649
3623

Diese Ergebnisse müssen wir uns etwas genauer ansehen: Während DDR2-1066 in Kombination mit FSB1066 auf dem ASUS P5B-E Plus keine Vorteile bringen kann, da bereits die Bandweite von Dual-Channel DDR2-800 weit über der des FSB liegt, legt der höhere getaktete Frontsidebus auf den P35 basierenden Mainboards neue Reserven in Bezug auf die SpeicherBandweite frei. Rund 900 bis 1000 MB/s sind ein beeindruckendes Ergebnis, allerdings muss sich dieser Bandweitengewinn erst noch in realen Anwendungen und Spielen beweisen.

Mit ScienceMark 2.0 versuchen wir festzustellen, wie schnell die Zugriffe auf den L1- und L2-Cache erfolgen, zudem messen wir auch den Speicherdurchsatz ein zweites Mal:

ScienceMark 2.0 32-Bit Build 21032005: Memory in MB/s; L2 Cache in MB/s; L1 Cache in MB/s
ASUS P5K Deluxe
DDR2-1043/FSB1304
6179.68
23711.42
78251.67
MSI P35 Neo
DDR2-978/FSB1304
6136.45
24652.10
78464.70
ASUS P5B-E Plus
DDR2-1066, BIOS 304
5306.83
24601.53
80730.38
ASUS P5K Deluxe
DDR2-800, BIOS 0304
5274.50
24636.80
81504.85
ASUS P5B-E Plus
DDR2-800, BIOS 304
5227.59
24604.55
81164.52
Intel D975XBX
DDR2-800, BIOS 1304
5225.17
24525.62
80869.76
Biostar TForce965PT
DDR2-800, BIOS 914
5219.77
24610.56
81615.4
MSI P35 Neo
DDR2-800, BIOS 1.0
5069.51
24647.28
81244.45
MSI P965 Neo-F
DDR2-800, BIOS 1.6
4985.5
24575.13
74969.26
Foxconn 945G7AD
DDR2-667, BIOS P30
4877.55
24548.09
81796.42
Biostar P4M890-M7
DDR2-533, BIOS B20
3468.95
24580.08
80893.34

Mit DDR2-800 Arbeitsspeicher und scharfen 4-4-3-10 Timings arbeitet MSIs P35 Neo überraschend langsam, lassen wir die Latenzen automatisch per SPD auslesen, legt das Mainboard 5-5-5-15 an und ist dabei sogar noch einen Hauch schneller. Anders sieht es aus, wenn wir den Takt von FSB und Arbeitsspeicher anheben: ASUS P5K Deluxe und MSI P35 Neo verbessern ihre SpeicherBandweite um 900 bzw. 1050 MB/s. Der schnellere Frontsidebus reisst die Engstelle zwischen Prozessor und Speicher ein gutes Stück auf - eigentlich der beste Beweis dafür, dass Intel den Speichercontroller so bald wie möglich in die CPU verlagern sollte.

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Primzahlen und Pi
Die schnelle Fourier-Transformation (FFT) ist ein Algorithmus, welcher zur Berechnung von Primzahlen genutzt wird. Wir verwenden Prime95 v24.14 im Benchmark-Modus, um die Rechenleistung der CPU zu untersuchen. Die Resultate werden in Millisekunden angegeben, kleinere Werte sind also besser:

Prime95 v24.14 - 10 Iterationen mit 4096K FFT Länge: in ms
ASUS P5K Deluxe
DDR2-1043/FSB1304
84.527
ASUS P5K Deluxe
DDR2-800, BIOS 0304
84.560
MSI P35 Neo
DDR2-978/FSB1304
84.794
Biostar TForce965PT
DDR2-800, BIOS 914
85.122
ASUS P5B-E Plus
DDR2-800, BIOS 304
85.377
ASUS P5B-E Plus
DDR2-1066, BIOS 304
85.378
MSI P35 Neo
DDR2-800, BIOS 1.0
86.344
Intel D975XBX
DDR2-800, BIOS 1304
87.632
Foxconn 945G7AD
DDR2-667, BIOS P30
87.666
MSI P965 Neo-F
DDR2-800, BIOS 1.6
87.679
Biostar P4M890-M7
DDR2-533, BIOS B20
111.543

Diesen Testlauf dominiert das ASUS P5K Deluxe. Grund hierfür ist der hohe Speicherdurchsatz, so dass sich MSIs P35 Neo mit schnellerem Frontsidebus und höherem Speichertakt auf den dritten Platz vorkämpfen kann.

Und was passiert, wenn wir die Nachkommstellen von Pi berechnen?

Super PI 1.1e, 1M Stellen: Dauer in s
ASUS P5B-E Plus
DDR2-800, BIOS 304
17
ASUS P5B-E Plus
DDR2-1066, BIOS 304
17
ASUS P5K Deluxe
DDR2-800, BIOS 0304
17
ASUS P5K Deluxe
DDR2-1043/FSB1304
17
Biostar TForce965PT
DDR2-800, BIOS 914
17
Foxconn 945G7AD
DDR2-667, BIOS P30
17
Intel D975XBX
DDR2-800, BIOS 1304
17
MSI P965 Neo-F
DDR2-800, BIOS 1.6
17
MSI P35 Neo
DDR2-800, BIOS 1.0
17
MSI P35 Neo
DDR2-978/FSB1304
17
Biostar P4M890-M7
DDR2-533, BIOS B20
18

Bei der Berechnung der Zahl PI fällt nur das Biostar P4M890-M7 PCI-E ein wenig zurück, alle anderen Mainboards erreichen exakt das selbe Niveau.

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ASUS P5K Deluxe WiFi-AP (Intel P35) im Test - 12/18
06.06.2007 by doelf
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Raytracing und Rendering
Die frei erhältliche Raytracing-Software POV-Ray unterstützt in der aktuellen Beta-Version 3.7 13a mehrere CPU-Kerne. Wir lassen das offizielle Benchmarkscript zweimal laufen: Zunächst als ein Thread, danach multi-threaded.

Wir sortieren anhand der höchsten Punktzahl, denn höhere Werte sind hier besser:

Povwin 3.7 beta 13a Benchmark: Multi Thread in PPS; Single Thread in PPS
MSI P35 Neo
DDR2-978/FSB1304
1081.14
540.66
MSI P35 Neo
DDR2-800, BIOS 1.0
1077.42
539.04
ASUS P5K Deluxe
DDR2-1043/FSB1304
1071.82
543.80
Biostar TForce965PT
DDR2-800, BIOS 914
1070.38
544.78
ASUS P5B-E Plus
DDR2-1066, BIOS 304
1067.94
545.37
ASUS P5K Deluxe
DDR2-800, BIOS 0304
1067.07
541.53
ASUS P5B-E Plus
DDR2-800, BIOS 304
1065.22
543.74
Biostar P4M890-M7
DDR2-533, BIOS B20
1061.78
542.97
MSI P965 Neo-F
DDR2-800, BIOS 1.6
1059.3
543.97
Foxconn 945G7AD
DDR2-667, BIOS P30
1055.84
544.17
Intel D975XBX
DDR2-800, BIOS 1304
1052.33
531.82

Im multi-threaded Durchlauf von Povwin 3.7 beta 13a kann der P35 Chipsatz überzeugen, ASUS P5K Deluxe und MSI P35 Neo finden sich ganz vorne im Testfeld. Der schnellere Frontsidebus und der höhere Speichertakt wirken sich hingegen nur bei Nutzung eines CPU-Kernes positiv aus.

Mit Cinebench in der aktuellen Version 9.5 kann die Leistung des Computers im Zusammenspiel mit der professionellen 3D-Anwendung Cinema 4D von MAXON bewertet werden.

Wir wählen den Rendering-Test, welcher auf einem oder mehreren CPU-Kernen ausgeführt werden kann. Höhere Werte spiegeln eine höhere Leistung wieder:

Cinebench Version 9.5 Rendering: X CPUs in CB-CPU; 1 CPU in CB-CPU
MSI P35 Neo
DDR2-978/FSB1304
914
492
ASUS P5B-E Plus
DDR2-1066, BIOS 304
911
492
MSI P35 Neo
DDR2-800, BIOS 1.0
911
489
Biostar TForce965PT
DDR2-800, BIOS 914
909
490
ASUS P5K Deluxe
DDR2-1043/FSB1304
908
488
ASUS P5K Deluxe
DDR2-800, BIOS 0304
907
491
ASUS P5B-E Plus
DDR2-800, BIOS 304
907
488
Intel D975XBX
DDR2-800, BIOS 1304
905
486
Foxconn 945G7AD
DDR2-667, BIOS P30
901
488
MSI P965 Neo-F
DDR2-800, BIOS 1.6
901
489
Biostar P4M890-M7
DDR2-533, BIOS B20
891
479

Beim Rendering-Test von Cinebench 9.5 überzeugt insbesondere das MSI P35 Neo. Der höhere Takt von Frontsidebus und Speicher wirkt sich zwar bei beiden P35 basierenden Hauptplatinen positiv aus, der Leistungsgewinn ist allerdings abermals kaum erwähnenswert.

- Seite 12 -

ASUS P5K Deluxe WiFi-AP (Intel P35) im Test - 13/18
06.06.2007 by doelf
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Kompression und mp3-Encoding
7-Zip ist eine kostenlose Kompressionssoftware, die gegenüber vielen Mitbewerbern einen entscheidenden Vorteil hat: Sie ist multi-threaded programmiert und kann mehrere CPU-Kerne nutzen. Ein eingebautes Benchmark-Tool schätzt die Leistung des Prozessors ab:

7-Zip 4.42 Benchmark: Single Thread in MIPS; Multi Thread in MIPS
ASUS P5K Deluxe
DDR2-1043/FSB1304
3002
4436
Biostar TForce965PT
DDR2-800, BIOS 914
2977
4362
ASUS P5B-E Plus
DDR2-1066, BIOS 304
3012
4357
MSI P35 Neo
DDR2-978/FSB1304
2982
4321
Intel D975XBX
DDR2-800, BIOS 1304
2884
4321
ASUS P5B-E Plus
DDR2-800, BIOS 304
2972
4313
ASUS P5K Deluxe
DDR2-800, BIOS 0304
2965
4273
MSI P35 Neo
DDR2-800, BIOS 1.0
2899
4156
Foxconn 945G7AD
DDR2-667, BIOS P30
2846
4099
MSI P965 Neo-F
DDR2-800, BIOS 1.6
2818
3933
Biostar P4M890-M7
DDR2-533, BIOS B20
2784
3553

Der Packer 7-Zip reagiert sehr deutlich auf den Speicherdurchsatz und dies zeichnet sich bereits im integrierten Benchmark-Tool ab. Top-Ergebnisse erreichen unsere beiden P35 Motherboards daher auch nur, wenn wir den Takt von Frontsidebus und Speicher anheben.

Doch wie sieht es in der Praxis aus? Wir packen das 451 MByte große Multiplayer-Demo von F.E.A.R. als .7z-Datei mit normaler Kompressionsrate. Gemessen wird in Sekunden, geringere Werte sind also besser:

7-Zip 4.42 - 451 MByte packen: Single Thread in s; Multi Thread in s
ASUS P5B-E Plus
DDR2-1066, BIOS 304
187
121
ASUS P5K Deluxe
DDR2-1043/FSB1304
193
122
Intel D975XBX
DDR2-800, BIOS 1304
192
125
MSI P35 Neo
DDR2-978/FSB1304
195
125
Biostar TForce965PT
DDR2-800, BIOS 914
196
127
ASUS P5K Deluxe
DDR2-800, BIOS 0304
197
127
ASUS P5B-E Plus
DDR2-800, BIOS 304
198
130
MSI P35 Neo
DDR2-800, BIOS 1.0
210
142
Foxconn 945G7AD
DDR2-667, BIOS P30
212
144
MSI P965 Neo-F
DDR2-800, BIOS 1.6
215
145
Biostar P4M890-M7
DDR2-533, BIOS B20
249
188

Die Praxis bestätigt die Theorie: ASUS P5K Deluxe und MSI P35 Neo können nur mit höheren Bus- und Speichertakten punkten.

Als nächstes testen wir die Leistung beim mp3-Encoding. Wir verwenden hierfür Lame 3.98a6 in Verbindung mit PC Wizard 2006.1.69 und komprimieren eine 60 MByte große WAV-Datei. Gemessen wird in Sekunden, niedrige Werte sind somit besser:

PC Wizard 2006.1.69: Höchste Qualität in s
ASUS P5B-E Plus
DDR2-1066, BIOS 304
15.840
MSI P35 Neo
DDR2-978/FSB1304
15.840
Intel D975XBX
DDR2-800, BIOS 1304
15.840
ASUS P5B-E Plus
DDR2-800, BIOS 304
15.859
Biostar P4M890-M7
DDR2-533, BIOS B20
15.860
MSI P35 Neo
DDR2-800, BIOS 1.0
15.860
ASUS P5K Deluxe
DDR2-1043/FSB1304
15.875
Biostar TForce965PT
DDR2-800, BIOS 914
15.875
ASUS P5K Deluxe
DDR2-800, BIOS 0304
15.895
Foxconn 945G7AD
DDR2-667, BIOS P30
15.907
MSI P965 Neo-F
DDR2-800, BIOS 1.6
15.907

Das Audio-Encoding mit Lame bringt keine neuen Erkenntnisse.

- Seite 13 -

ASUS P5K Deluxe WiFi-AP (Intel P35) im Test - 14/18
06.06.2007 by doelf
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Video-Encoding
Betrachten wir nun zwei Video-Encoding-Benchmarks. Zunächst werden wir eine 455 MByte große AVI-Datei (huffyuv lossless Codec) mit TMPGEnc 2.512.52.161 ins DVD-Format (PAL) umwandeln. Wir verwenden hierbei die höchste Qualitätsstufe.

Das Ergebnis wird in Sekunden gemessen, kleinere Werte spiegeln eine höhere Leistung wieder:

TMPGEnc 2.512.52.161 - DVD PAL, Highest Quality: in s
ASUS P5B-E Plus
DDR2-800, BIOS 304
149
ASUS P5B-E Plus
DDR2-1066, BIOS 304
150
Biostar TForce965PT
DDR2-800, BIOS 914
150
Foxconn 945G7AD
DDR2-667, BIOS P30
151
MSI P965 Neo-F
DDR2-800, BIOS 1.6
152
Intel D975XBX
DDR2-800, BIOS 1304
153
Biostar P4M890-M7
DDR2-533, BIOS B20
154
MSI P35 Neo
DDR2-978/FSB1304
155
ASUS P5K Deluxe
DDR2-800, BIOS 0304
158
MSI P35 Neo
DDR2-800, BIOS 1.0
158
ASUS P5K Deluxe
DDR2-1043/FSB1304
159

TMPGEnc hat noch seine Probleme mit dem P35 Chipsatz, beide Mainboards können in diesem Testlauf nicht überzeugen und finden sich am Ende des Testfeldes. Nun wandeln wir das selbe Quellvideo ein zweites Mal um, diesmal mit dem Windows Media Encoder 9.

Die Zieldatei im WMV-Format soll hochwertige 5384 kbit/s haben. Abermals messen wir die Sekunden, so dass kürzere Zeiten die bessere Leistung angeben:

Windows Media Encoder 9 - WMV 5384 kbit/s: in s
MSI P35 Neo
DDR2-978/FSB1304
479
ASUS P5B-E Plus
DDR2-1066, BIOS 304
481
ASUS P5K Deluxe
DDR2-1043/FSB1304
483
ASUS P5K Deluxe
DDR2-800, BIOS 0304
484
Biostar TForce965PT
DDR2-800, BIOS 914
484
ASUS P5B-E Plus
DDR2-800, BIOS 304
485
MSI P35 Neo
DDR2-800, BIOS 1.0
487
Intel D975XBX
DDR2-800, BIOS 1304
489
Foxconn 945G7AD
DDR2-667, BIOS P30
493
MSI P965 Neo-F
DDR2-800, BIOS 1.6
493
Biostar P4M890-M7
DDR2-533, BIOS B20
527

Der Windows Media Encoder profitiert wiederum vom höheren Frontsidebus und vom schnelleren Speicher, ansonsten liegt der Intel P35 Chipsatz auf dem Niveau seines Vorgängers P965.

- Seite 14 -

ASUS P5K Deluxe WiFi-AP (Intel P35) im Test - 15/18
06.06.2007 by doelf
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3DMark06 und F.E.A.R.
Für die 3D-Tests verwenden wir eine MSI NX7900GT-VT2D256E mit der ForceWare 93.71 WHQL, DirectX 9 befindet sich auf dem Stand von Juni 2006. Soweit nicht anders angegeben, wurden die Standardeinstellungen des Treibers verwendet.

Die Aussagekraft von Futuremarks 3DMark06 v102 konzentriert sich auf die Grafikkarte, die CPU spielt eine untergeordnete Rolle. Dennoch wollen wir das Ergebnis der Vollständigkeit halber aufführen:

Futuremark 3DMark06 v102 (AA: - / AF: -)
ASUS P5B-E Plus
DDR2-1066, BIOS 304
4741
Biostar TForce965PT
DDR2-800, BIOS 914
4732
ASUS P5B-E Plus
DDR2-800, BIOS 304
4726
MSI P965 Neo-F
DDR2-800, BIOS 1.6
4722
Foxconn 945G7AD
DDR2-667, BIOS P30
4720
Biostar P4M890-M7
DDR2-533, BIOS B20
4718
MSI P35 Neo
DDR2-978/FSB1304
4714
Intel D975XBX
DDR2-800, BIOS 1304
4713
ASUS P5K Deluxe
DDR2-1043/FSB1304
4708
ASUS P5K Deluxe
DDR2-800, BIOS 0304
4707
MSI P35 Neo
DDR2-800, BIOS 1.0
4704

Futuremarks 3DMark06 reagiert in erster Linie auf die Grafikkarte, die CPU ist zweitrangig und der Speicherdurchsatz spielt nur eine untergeordnete Rolle. Die beiden Intel P35 basierenden Mainboards reagieren zwar mit minimalem Leistungsplus auf den höheren Speicher- und FSB-Takt, können aber dennoch keinerlei Akzente setzen.

Kommen wir nun zum Egoshooter F.E.A.R.:

Die Ergebnisse werden in Frames pro Sekunde angegeben, höhere Werte sind besser:

F.E.A.R. (1280x960 / AA: 4x / AF: 8x) in fps
MSI P965 Neo-F
DDR2-800, BIOS 1.6
53
ASUS P5B-E Plus
DDR2-800, BIOS 304
52
ASUS P5B-E Plus
DDR2-1066, BIOS 304
52
ASUS P5K Deluxe
DDR2-800, BIOS 0304
52
ASUS P5K Deluxe
DDR2-1043/FSB1304
52
Biostar P4M890-M7
DDR2-533, BIOS B20
52
Biostar TForce965PT
DDR2-800, BIOS 914
52
Foxconn 945G7AD
DDR2-667, BIOS P30
52
Intel D975XBX
DDR2-800, BIOS 1304
52
MSI P35 Neo
DDR2-800, BIOS 1.0
52
MSI P35 Neo
DDR2-978/FSB1304
52

Das Spiel F.E.A.R. braucht schnelle Grafikkarten, Chipsatz, Frontsidebus und Speichertakt spielen keine entscheidende Rolle.

- Seite 15 -

ASUS P5K Deluxe WiFi-AP (Intel P35) im Test - 16/18
06.06.2007 by doelf
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UT2004 und Riddick
Unreal Tournament 2004 ist zwar schon ein wenig älter, aber immer noch ein guter Leistungsindex.

Abermals geben wir die Frames pro Sekunde an:

UT2004 (1280x1024 / AA: 4 / AF: 8 / High Image Quality / 16 Bots / AS Convoy UT2) in fps
MSI P35 Neo
DDR2-978/FSB1304
97.39
ASUS P5B-E Plus
DDR2-1066, BIOS 304
96.24
ASUS P5K Deluxe
DDR2-1043/FSB1304
95.96
ASUS P5B-E Plus
DDR2-800, BIOS 304
94.63
Biostar TForce965PT
DDR2-800, BIOS 914
94.58
ASUS P5K Deluxe
DDR2-800, BIOS 0304
94.43
Intel D975XBX
DDR2-800, BIOS 1304
94.27
MSI P35 Neo
DDR2-800, BIOS 1.0
93.32
Foxconn 945G7AD
DDR2-667, BIOS P30
91.21
MSI P965 Neo-F
DDR2-800, BIOS 1.6
90.98
Biostar P4M890-M7
DDR2-533, BIOS B20
84.51

Unreal Tournament 2004 reagiert deutlich auf den Speicherdurchsatz, aus diesem Grund wirken sich hohe Taktraten von Arbeitsspeicher und Frontsidebus positiv auf die Ergebnisse aus. Mit FSB1066 und DDR2-800 reicht es Intels P35 Chipsatz hingegen nur für einen Platz im Mittelfeld.

Zuletzt lassen wir "The Chronicles of Riddick" laufen, einen weiteren 3D-Shooter.

Die Ergebnisse werden in Frames pro Sekunde angegeben:

The Chronicles of Riddick (1280x960 / AA: 4 / AF: 8 / PS2.0 / No Sound / Sodini01) in fps
ASUS P5B-E Plus
DDR2-1066, BIOS 304
75.19
Foxconn 945G7AD
DDR2-667, BIOS P30
75.14
Biostar P4M890-M7
DDR2-533, BIOS B20
75.11
MSI P965 Neo-F
DDR2-800, BIOS 1.6
74.55
ASUS P5B-E Plus
DDR2-800, BIOS 304
74.52
Biostar TForce965PT
DDR2-800, BIOS 914
74.33
Intel D975XBX
DDR2-800, BIOS 1304
74.32
MSI P35 Neo
DDR2-800, BIOS 1.0
74.11
ASUS P5K Deluxe
DDR2-1043/FSB1304
73.71
ASUS P5K Deluxe
DDR2-800, BIOS 0304
73.45
MSI P35 Neo
DDR2-978/FSB1304
73.36

Bei "The Chronicles of Riddick" liegen alle Mainboards eng zusammen, die Unterschiede betragen nicht einmal zwei Frames pro Sekunde. Die beiden Mainboards auf Basis des P35 Chipsatzes fallen, wie schon bei 3DMark2006, leicht zurück.

- Seite 16 -

ASUS P5K Deluxe WiFi-AP (Intel P35) im Test - 17/18
06.06.2007 by doelf
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Soundcheck
Während auf dem ASUS P5B-E Plus ein Analog Devices AD1988A zum Einsatz kam, findet sich auf dem ASUS P5K Deluxe der High-Definition Audio-Codec ADI1988B. Laut Hersteller wurde beim AD1988B der Dynamik-Bereich des Digital-Analog-Konverters von 96 auf 101 dB und der des Analog-Digital-Konverters von 90 auf 92 dB verbessert. MSI greift beim P35 Neo, welches wir ebenfalls zum Vergleich anführen, wieder zu einer Audio-Lösung von Realtek. Es handelt sich dabei um den HD-Codec ALC888. Die Digital-Analog-Konverter arbeiten beim ALC888 mit 97 dB, die Analog-Digital-Konverter mit 90 dB. Auf dem Papier bietet das ASUS P5K Deluxe die etwas bessere Soundlösung.

RMAA 5.0
24-Bit/96kHz
ASUS
P5B-E Plus
ASUS
P5K Deluxe
MSI
P35 Neo
Frequency response, dB
Bezugsfrequenz: 40Hz,15KHz
(geringere=besser)
+0,02;-0,07 +0,03;-0,09 +0,02;-0,05
Noise level, dBA
Eigen-Rauschpegel
(niedriger=besser)
-89,5 -78,2 -88,6
Dynamic range, dBA
Dynamik-Bereich
(größer=besser)
89,2 77.9 88,1
Total Harmonic Distortion
(Klirrfaktor) %
(niedriger=besser)
0,012 0,011 0,0033
Intermodulation
distortion, %
(niedriger=besser)
0,022 0,050 0,030
Stereo crosstalk, dB
Übersprechen
(niedriger=besser)
-87,6 -75,4 -85,5

Erstaunlich: Das ASUS P5K Deluxe zeigt deutliche Schwächen beim Eigen-Rauschpegel, Dynamik-Bereich und Übersprechen, es fehlen satte 10 dB zu den Ergebnissen des ASUS P5B-E Plus und des MSI P35 Neo. Während die Audio-Eigenschaften des ASUS P5K Deluxe mit viel Wohlwollen als "Befriedigend" bewertet werden können, liegen die beiden anderen Hauptplatinen zwischen "Gut" und "Sehr Gut".

USB 2.0-Performance
Mit HDTach 3.0.1.0 nehmen wir die Messung der USB 2.0-Performance vor. In einem externen USB 2.0-Case (Revoltec File Protector 3,5") befindet sich eine 3,5" Festplatte mit 40 GB und 7200 U/Min von IBM (IC35-L040), wir schließen diese via USB 2.0 an die Testkandidaten an und messen die Performance:

USB 2.0 - HDTach 3.0.1.0: Burstraten (Lesen)
Biostar TForce965PT
ICH8, BIOS 914
35.1
Foxconn 945G7AD
ICH7R, BIOS P30
35.1
Intel D975XBX
ICH7R, BIOS 1304
35.1
MSI P35 Neo
ICH9, BIOS BI34
35.1
MSI P965 Neo-F
ICH8, BIOS 1.6
35.1
ASUS P5B-E Plus
ICH8R, BIOS 304
35.0
Biostar P4M890-M7
VT8237+, BIOS B20
35.0
ASUS P5K Deluxe
ICH9R, BIOS 0304
34.8

Die Leistungsunterschiede sind minimal, doch während das MSI P35 Neo einen Bestwert zeigt, finden wir das ASUS P5K Deluxe am Ende der Tabelle.

IDE-Performance
Mit HDTach 3.0.1.0 haben wir die IDE-Burstrate gemessen. Folgende Festplatten kamen hierbei zum Einsatz:

ATA133 - HDTach 3.0.1.0: Burstraten (Lesen)
Biostar P4M890-M7
VT8237+, BIOS B20
117.4
Biostar TForce965PT
VIA, BIOS 914
116.1
MSI P35 Neo
Marvell, BIOS BI34
116.1
Foxconn 945G7AD
JMicron, BIOS P30
113.8
ASUS P5B-E Plus
JMicron, BIOS 304
113.7
MSI P965 Neo-F
JMicorn, BIOS 1.6
113.6
ASUS P5K Deluxe
JMicron, BIOS 0304
112.5
Foxconn 945G7AD
ICH7R, BIOS P30
92.0
Intel D975XBX
ICH7R, BIOS 1304
90.7

Intel hat die Parallel-ATA Schnittstelle mit der Einführung seiner 965er-Chipsätze im letzten Jahr zu einem Relikt vergangener Zeiten erklärt. Wenn die Mainboardhersteller auch weiterhin einen Parallel-ATA Anschluss anbieten wollen, müssen sie einen zusätzlichen Controller integrieren. VIA und Marvell erzielen mit ihren ATA133-Controllern die beste Leistung, die Lösungen von JMicron können hier nicht ganz mithalten. Intels ICH7R Southbridge liegt deutlich zurück, da der Hersteller nur ATA100 unterstützt.

S-ATA 3.0 Gb/s - HDTach 3.0.1.0: Burstraten (Lesen)
ASUS P5B-E Plus
JMicron, BIOS 304
150.1
ASUS P5K Deluxe
JMicron, BIOS 0304
149.8
MSI P965 Neo-F
JMicorn, BIOS 1.6
149.0
Foxconn 945G7AD
JMicron, BIOS P30
148.7
MSI P35 Neo
ICH9, BIOS BI34
137.2
ASUS P5K Deluxe
ICH9R, BIOS 0304
135.6
Foxconn 945G7AD
ICH7R, BIOS P30
134.8
Intel D975XBX
ICH7R, BIOS 1304
134.4
ASUS P5B-E Plus
ICH8R, BIOS 304
134.3
MSI P965 Neo-F
ICH8, BIOS 1.6
133.9
Biostar TForce965PT
ICH8, BIOS 914
133.6
Biostar P4M890-M7
VT8237+, BIOS B20
133.0
MSI P35 Neo
Marvell, BIOS BI34
130.5

Intels neue Southbridges ICH9R und ICH9 schlagen sich im Vergleich mit ihren Vorgängern etwas besser. An der Spitze des Feldes sehen wir nach wie vor die Controller von JMicron, VIA und Marvell können da nicht ganz mithalten.

- Seite 17 -

ASUS P5K Deluxe WiFi-AP (Intel P35) im Test - 18/18
06.06.2007 by doelf
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Fazit
Bereits in der frühen Revision 1.00G erweist sich das ASUS P5K Deluxe WiFi-AP als sehr stabiles Mainboard mit einer sehr guten Speicherkompatibilität. Die Hauptplatine lässt sich hervorragend übertakten und bietet eine reichhaltige Ausstattung mit Dual Gigabit-LAN sowie W-LAN, Firewire und zwei externen Serial-ATA Anschlüssen. ASUS verbaut eine hochwertige HD-Audio Lösung, doch obwohl der Codec von Analog Devices auf dem Papier sehr gute Eckwerte aufweist, fehlen der Umsetzung auf dem ASUS P5K Deluxe WiFi-AP rund 10 dB in den Disziplinen Eigen-Rauschpegel, Dynamik-Bereich und Übersprechen auf andere HD-Audio Lösungen.

ASUS verzichtet darauf, die CPU-Spannung im IDLE-Betrieb abzusenken. Zusammen mit dem achtphasigen Spannungswandler ergibt sich eine Konfiguration, die im lastfreien Betrieb rund 20 Watt mehr Strom verbraucht als vergleichbare Mainboards. Unter Last sinkt der Mehrverbrauch auf 4 Watt und kann somit vernachlässigt werden. Seltsam ist allerdings die hohe Kern-Temperatur, welche wir auf dem P5K Deluxe WiFi-AP messen, und die eine erhöhte Lüfterdrehzahl mit sich bringt. Berichte über kochend heiße Heatpipes, MOSFETs sowie Chipsätze können wir allerdings nicht bestätigen. Auf unserem Testmuster lagen diese Temperaturen im Rahmen des Üblichen.

Die Unterstützung für die kommenden 45 nm Prozessoren sowie die Möglichekeit, DDR2-1066 Speichermodule zu verwenden, sprechen für dieses Mainboard. Die 1T Command Rate, welche ASUS derzeit als großen Durchbruch feiert, konnte uns hingegen nicht überzeugen. Bei DDR2-Speicher bringt die 1T Command Rate kaum Leistungsgewinne, macht das System jedoch deutlich instabiler. Ohne eine Spannungserhöhung für die Northbridge konnten wir die 1T Command Rate nicht stabil verwenden. Obwohl das ASUS P5K Deluxe WiFi-AP viele gute Ansätze zeigt, stellen wir unsere Empfehlung zunächst zurück. Bevor wir ein endgültiges Urteil über ein Mainboard fällen, das mit einem Preis von 209 Euro alles andere als billig ist, wollen wir noch das Problem der hohen Prozessortemperaturen und der damit verbundenen hohen Lüfterdrehzahlen klären.


Fotostrecke mit weiteren und größeren Fotos...




Unser Dank gilt:

- Seite 17 -
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