Au-Ja! - Im Test: ASUS P6T Deluxe, Workstation-Unterbau für Intels Core i7 - Druckversion
 

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Im Test: ASUS P6T Deluxe, Workstation-Unterbau für Intels Core i7 - Druckansicht - Seite 1 von 22

UPDATES:

Anfang November 2008 durften wir Intels neue Nehalem-Architektur in Form der Core i7 Prozessoren präsentieren und kurze Zeit später stellten wir mit dem MSI Eclipse SLI einen passenden Unterbau für die neue High-End-Plattform vor. Während das MSI Eclipse SLI auf Enthusiasten und Spieler zielt, gibt sich unser heutiger Testkandidat eher geschäftlich und bieder. Das ASUS P6T Deluxe lässt keinen Zweifel daran aufkommen, dass Intels Core i7 und der dazugehörige X58 Chipsatz eher eine Workstation-Lösung als eine Desktop-Plattform bilden und unterstreicht dies mit einem integrierten SAS-Controller. Keine Sorge: SLI und CrosFireX werden natürlich ebenfalls geboten.


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Der Intel X58 Chipsatz
Bevor wir uns das Mainboard ansehen, betrachten wir allerdings zunächst den Chipsatz. Während die Southbridge ICH10R bereits mit den Chipsätzen der 45er Baureihe kombiniert wurde, ist die Northbridge X58 eine echte Neuheit. Es handelt sich hierbei um Intels erste Northbridge, die keinen Speicher-Controller beinhaltet, denn dieser wurde beim Core i7 in den Prozessor verlagert. Stellte der Frontsidebus bei Intels bisherigen Architekturen ein Nadelöhr dar, da die CPU über den Chipsatz auf den Speicher zugreifen musste, stehen beim Core i7 nun die volle Bandbreite sowie niedrigere Latenzen zur Verfügung. Der Speicher-Controller besitzt drei Kanäle, doch bereits bei Verwendung eines einzelnen Kanals mit DDR3-1066 CL7 Speicher erreichte der Core i7 Extreme 965 in unserem Test den Speicherdurchsatz eines gleich hoch getakteten Core 2 Extreme QX9770 mit einer DDR3-1333 CL8 Dual-Channel-Bestückung.

Northbridge (IOH/MCH)X58X48
SystembusQPIFrontsidebus
Datendurchsatz Bus25,6 GB/s12,8 GB/s
PCI Express2.02.0
PCIe Lanes3632
CrossFirejaja
SLIoptionalnein
DDR31066 / 8001600 / 1333 / 1066 / 800
DDR2nein800 / 667
Speicherkanäle32
TDP in Watt24,130,5

Beim Speicher fällt auf, dass sich Intel in Bezug auf die Taktrate sehr zurückhaltend gibt. Aufgrund der direkten Anbindung an den Prozessor und der drei Speicherkanäle muss die Bandbreite nicht mit Hilfe des Taktes erzwungen werden, dennoch hätten wir zumindest eine offizielle Freigabe für DDR3-1333 erwartet. Inoffiziell lassen sich im BIOS der Mainboards allerdings DDR3-1333 sowie DDR3-1600 freischalten. Durch die Auslagerung des Speicher-Controllers ist auch die TDP der Northbridge gesunken, sie liegt beim X58 mit maximal 24,1 Watt um 6,4 Watt niedriger als beim X48 Chipsatz.

Da der Frontsidebus abgeschafft wurde, hält beim X58 Chipsatz die serielle Punkt-zu-Punkt-Anbindung QPI (Quick Path Interconnect) zwischen CPU und Northbridge Einzug. Sie bietet mit 25,6 GB/s doppelt soviel Bandbreite wie FSB1600, allerdings nur, wenn der Core i7 Extreme 965 zum Einsatz kommt. Wer zu einem der beiden preiswerteren Prozessoren Core i7 940 oder 920 greift, erhält eine auf 19,2 GB/s reduzierte Anbindung. In Hinblick auf die Grafikkarten bietet der X58 Chipsatz die Möglichkeit, zwei Grafikkarten mit jeweils 16 oder vier Grafikkarten mit jeweils 8 Lanes anzubinden. AMDs Crossfire Technologie wird von Hause aus unterstützt, eine Lizenz für SLI muss der Hersteller des Mainboards bei NVIDIA hinzukaufen.

Während Intel die Chipsätze X58, P45, P43, G45 und G43 mit der Southbridge ICH10R kombiniert, muss sich der X48 noch mit der älteren ICH9R begnügen. Da die Ausstattungsmerkmale beinahe identisch sind, wird der Benutzer den Unterschied jedoch kaum bemerken:

Southbridge (ICH)ICH10RICH9R
SATA Ports66
SATA Datenrate3 Gb/s3 Gb/s
SATA RAID0 / 1 / 5 / 100 / 1 / 5 / 10
PATA Kanälekeinekeine
USB 2.0 Ports1212
HD-Audiojaja
GBit-LANjaja
PCI-Express x166
TDP in Watt4,54,3

Die Neuerungen liegen lediglich im Detail, bespielsweise in Form von Intels Remote Wake Technology: Während sich der PC im Ruhemodus befindet, kann er über das Internet geweckt werden. So muss der PC nicht immer angeschaltet sein, damit man extern auf seine Daten zugreifen kann. Zur Annahme von VOIP-Anrufen ist diese Technologie ebenfalls geeignet.

Zwei weitere, interessante Funktionen, welche allerdings auch die ICH9R bereits beherrscht, sind:




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Lieferumfang
In Preisvergleichen finden wir das ASUS P6T Deluxe bereits für 240 Euro, während man für MSIs Eclipse SLI mindestens 290 Euro einkalkulieren muss. Angesichts des extrem hochpreisigen X58 Chipsatzes gehört das ASUS P6T Deluxe bereits zu den günstigen Hauptplatinen für den Core i7. Dabei kann sich der Lieferumfang durchaus sehen lassen.


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Im Karton finden wir:


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Wie bereits im Rahmen der Einleitung erwähnt, findet sich auf dem ASUS P6T Deluxe ein 2-Port-SAS-Controller. Für diesen sind die oben abgebildeten Kabel gedacht, welche sehr an normale SATA-Kabel einnern. SAS steht für Serial Attached SCSI, es handelt sich hierbei um eine Schnittstelle für professionelle Festplatten, an der sich auch normale SATA-Geräte verwenden lassen.


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Da ASUS eine entsprechende Lizenzgebühr an NVIDIA entrichtet hat, unterstützt das P6T Deluxe neben AMDs CrossFireX auch SLI. Eine passende Verbindungsbrücke findet sich im Lieferumfang.

Anschlüsse
Das Anschlusspanel des ASUS P6T Deluxe ist ähnlich gut bestückt wie das des MSI Eclipse SLI. Neben acht USB 2.0-Anschlüssen finden sich hier je ein eSATA- und Firewire-Port und zwei Gigabit-LAN Buchsen.


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Zwei weitere USB 2.0-Anschlüsse und eine weitere Firewire-Buchse hat ASUS auf ein im Lieferumfang enthaltenes Bracket ausgelagert.


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Das ASUS P6T Deluxe bietet einen ordentlichen Lieferumfang, auf Extras wie eine Soundkarte, Wireless-LAN, Temperaturfühler, Anschlussmöglichkeiten für eine Wasserkühlung und änliches Zubehör müssen wir jedoch verzichten. Es gibt eine ca. 30 Euro teurere Variante mit dem Zusatz "OC Palm", welche ein kleines Pocket-PC ähnliches Gerät enthält, mit dem man den PC übertakten und Temperaturen sowie Spannungen anzeigen kann. Sonderlich praktisch ist dieses Gadget nicht, das Geld kann man auch besser anlegen.




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Layout #1
Betrachten wir nun das Motherboard selbst: Wegen des schwarzen PCBs erkennt man die Größe des ebenfalls schwarzen Kühlers auf den Northbridge erst beim genaueren Hinsehen. ASUS weicht von seinen bisherigen Designs ab und versucht mit den geschwungenen Kühlrippen die Abluft des CPU-Kühlers einzufangen. Dies gelingt bei Verwendung eines boxed Kühlers von Intel recht gut, zur Kombination mit Turmkühlern scheint diese Form eher weniger geeignet.


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Eine Heatpipe oder genauer gesagt drei einzelne Segmente führen von Intels ICH10R über die Northbridge X58 bis zu den MOSFETs links und oberhalb des CPU-Sockels. ASUS kombiniert bei dieser Konstruktion Kupfer mit Aluminium und hält die Bauhöhe recht flach. Hinter dem Anschlusspanel können die Benutzer von Wasserkühlungen einen mitgelieferten Lüfter aufstecken, zudem packt der Hersteller zwei Stifte bei, mit denen sich ein optionaler 40-mm-Lüfter oberhalb der Northbridge verschrauben lässt.


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Der Spannungswandler verwendet 16+2 Phasen, wobei 16 Phasen für die Prozessorkerne (Cores) verwendet werden und die beiden übrigen Phasen den Speicher- und den QPI-Controller, welche sich zwar ebenfalls in der CPU befinden, dort aber den "Uncore" bilden, versorgen. ASUS setzt auf low RDS (on) MOSFETs, Spulen mit Ferritkern und Feststoffkondensatoren aus japanischer Produktion.


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Die sechs Speicher-Slots fordern ihren Tribut und lassen den CPU-Sockel recht weit nach links rücken. Links oberhalb des Sockels findet sich die 8-Pin EPS+12V-Buchse, die 24-Pin Hautstromzufuhr wird rechts neben den Speicherriegeln eingespeist. In der rechten, oberen Ecke hat ASUS die BIOS-Batterie vertikal verbaut, was ein Entnehmen derselben erleichert.


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Der 4-Pin-Anschluss des CPU-Lüfters ist rechts oberhalb des LGA1366-Sockels zu finden, zwischen der BIOS-Batterie und der 24-Pin-ATX-Strombuchse platziert ASUS zudem zwei 3-Pin Abgriffe für Gehäuselüfter.




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Layout #2
Wenden wir uns nun der unteren Hälfte des ASUS P6T Deluxe zu: Spannungswandler, CPU-Sockel und Chipsatzkühler lassen den obersten Steckplatz für Grafikkarten auf die dritte Position rutschen, die zweite Grafikkarte findet im vorletzten Slot Platz und für eine dritte bleibt nur der unterste Steckplatz. Somit können maximal zwei Grafikkarten mit Dual-Slot-Kühler verbaut werden und beim Einsatz von drei Grafikkarten darf sogar nur eine davon eine solche Kühllösung besitzen.


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Kommt nur eine Grafikkarte zum Einsatz, wird diese in den blauen Steckplatz gesetzt und arbeitet mit vollen 16 Lanes. Werden zwei Grafikkarten verwendet, nutzt man den blauen und den weißen Slot, beide Karten können hierbei auf volle 16 Lanes zurückgreifen. Wer partout drei Grafikkarten verbauen will, kann wahlweise den blauen und den weißen Steckplatz mit 16 sowie den schwarzen mit einer einzigen Lane betreiben oder die Karten im weißen und schwarzen Steckplatz mit jeweils 8 Lanes anbinden.


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Insgesamt finden wir auf dem ASUS P6T Deluxe sechs Steckplätze für Erweiterungskarten:

  1. -
  2. PCI-Express 2.0 x4 (schwarz)
  3. PCI-Express 2.0 x16 (blau)
  4. 32-Bit PCI (weiß)
  5. 32-Bit PCI (weiß)
  6. PCI-Express 2.0 x16 (weiß)
  7. PCI-Express 2.0 x16 (schwarz)
Oberhalb des weißen PEG-Slots befindet sich eine kleine Platine. Hierbei handelt es sich um die "ASUS Express Gate SSD", auf welche wir später noch genauer eingehen werden.


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Rechts unten hat ASUS die Laufwerksanschlüsse angeordnet. Die sechs roten SATA-Ports werden über Intels ICH10R verwirklicht und bieten 3,0 Gbit/s sowie RAID 0, 1, 10 und 5. Die beiden orangenen Ports sind die Anschlüsse des SAS-Controllers Marvell 88SE6320, welcher 3 Gbit/s, RAID 0 und 1 unterstützt. Hier kann man auch SATA-Festplatten anschließen, welche deutlich preiswerter sind als die SAS-Modelle. Für den ATA133-Anschluss ist ein Marvell 88SE6111 verantwortlich, mit dem auch die externe SATA-Buchse realisiert wurde.


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Am unteren Rand des Mainboards reiht ASUS die Floppy-Buchse, Abgriffe für Firewire, die USB 2.0 Ports 9 bis 14, zwei Taster für Power und Reset sowie die Gehäuseanschlüsse auf. Links neben der Southbridge sehen wir den Firewire-Controller VIA VT6308, unterhalb der ICH10R sitzt der Marvell 88SE6320 und hinter dem PATA-Anschluss der Marvell 88SE6111.


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Am linken Rand des PCB ordnet ASUS folgende Chips an: Den 8-Kanal HD-Audio-Codec ADI AD2000B, einen Super I/O Controller von Winbond sowie zwei über PCI-Express angebundene Gigabit-LAN-Controller des Typs Marvell 88E8056. Insgesamt verbindet das ASUS P6T Deluxe ein durchdachtes Layout mit umfangreichen Funktionen, die auch anspruchsvolle Benutzer zufrieden stellen.




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Testkonfiguration
Für diesen Test verwenden wir Intels Core i7 Extreme 965 Prozessor, welcher mit einer Taktrate von 3,2 GHz das derzeitige Spitzenmodell ist. Als Betriebssystem kommt Windows Vista Ultimate 64-Bit SP1 zum Einsatz, die Grafikkarte basiert auf AMDs Radeon HD 4870 X2 Dual-GPU Architektur und stammt aus dem Hause MSI. Hier alle Komponenten des Testsystems in der Übersicht:

Soundcheck
Wie bereits auf dem ASUS P5Q-E finden wir auch auf dem P6T Deluxe den HD-Audio-Codec SoundMAX AD2000B von Analog Devices vor. Dieser verspricht eine hohe Klangqualität und kann mit aktuellen Lösungen des Herstellers Realtek problemlos mithalten. MSI hatte seinem Eclipse SLI eine PCI-Express-Soundkarte mit Creatives X-Fi Audio-Prozessor beigepackt, eigentlich ein klarer Vorteil, doch unter Windows Vista 64-Bit streikte die mitgelieferte Software und so war es kaum möglich, die Audiosignale sauber einzupegeln. Zudem muss der Benutzer einen veralteten Treiber verwenden, bei dem man die Ein- und Ausgänge nicht fehlerfrei gleichzeitig nutzen kann.

RMAA 5.5
24-Bit/96kHz
ASUS
P6T Deluxe
MSI
Eclipse SLI
MSI
P35 Neo2-FR
Frequency response, dB
Bezugsfrequenz: 40Hz,15KHz
(geringer=besser)
+0,21;-0,15+1,96;-2,24+0,02;-0,05
Noise level, dBA
Eigen-Rauschpegel
(niedriger=besser)
-88,3-76,8-88,9
Dynamic range, dBA
Dynamik-Bereich
(größer=besser)
88,178,388,2
Total Harmonic Distortion
(Klirrfaktor) %
(niedriger=besser)
0,01333,6060,0056
Intermodulation
distortion, %
(niedriger=besser)
0,25635,4760,029
Stereo crosstalk, dB
Übersprechen
(niedriger=besser)
-82,5-77,9-85,3

Die Resultate des ASUS P6T Deluxe sind ordentlich, doch auf dem ASUS P5Q-E hatte der Hersteller noch etwas mehr Qualität aus dem SoundMAX AD2000B herauskitzeln können.

Taktraten
Unter Last taktet das ASUS P6T Deluxe den Core i7 Extreme 965 mit 3213,4 MHz und erschleicht sich folglich einen Mehrtakt von deutlichen 13,4 MHz:


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Als etwas bescheidener erwies sich MSIs Eclipse SLI, welches lediglich 8,4 MHz zuviel angelegt hatte. Wie man es richtig macht, zeigt hingegen das Intel Extreme DX58SO: 3200,1 MHz sind so gut wie eine Punktlandung. In den Leistungstest hat ASUS somit einen Taktvorteil von 0,42 Prozent und das MSI Eclipse Delxue von 0,3 Prozent, was man bei der Analyse der Ergebnisse nicht aus den Augen verlieren sollte.




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USB 2.0-Performance
Mit HDTach 3.0.1.0 nehmen wir die Messung der USB 2.0-Performance vor. In einem externen USB 2.0-Case (Revoltec File Protector 3,5") befindet sich eine 3,5" Festplatte mit 40 GB und 7200 U/Min von IBM (IC35-L040), welche wir über einen USB 2.0-Anschluss im I/O Panel des zu testenden Mainboards anschließen.

USB 2.0 - HDTach 3.0.1.0: Burstraten in MB/s (Lesen)
ASUS M3N-HT Deluxe
nForce 780a SLI
35.1
ASUS P5E3 Premium
ICH9R, BIOS 0151
35.1
ASUS P6T Deluxe
ICH10R, BIOS 1102
35.1
MSI Eclipse SLI
ICH10R, BIOS 1.1B2
35.1
MSI P35 Neo
ICH9, BIOS BI34
35.1
MSI P965 Neo-F
ICH8, BIOS 1.6
35.1
Biostar TA780G M2+
AMD SB700
26.3

Mit 35,1 MB/s erreicht die ICH10R des ASUS P6T Deluxe ein Resultat im üblichen Rahmen.

IDE-Performance: ATA133
Mit HDTach 3.0.1.0 haben wir zudem die IDE-Burstrate gemessen. Folgende Festplatte kamen hierbei zum Einsatz:

ATA133 - HDTach 3.0.1.0: Burstraten in MB/s (Lesen)
ASUS M3N-HT Deluxe
nForce 780a SLI
119.2
ASUS P5E3 Premium
JMicron, BIOS 0151
117.5
MSI P35 Neo
Marvell, BIOS BI34
116.1
MSI Eclipse SLI
JM363, BIOS 1.1B2
115.7
MSI P35 Neo2
Marvell, BIOS 1.8
114.2
Biostar TA780G M2+
AMD SB700
108.2
ASUS P6T Deluxe
Marvell, BIOS 1102
0

Intel hat die Parallel-ATA Schnittstelle mit der Einführung seiner 965er-Chipsätze zu einem Relikt vergangener Zeiten erklärt. Wenn die Mainboardhersteller auch weiterhin einen Parallel-ATA Anschluss anbieten wollen, müssen sie einen zusätzlichen Controller integrieren. ASUS setzt hierfür auf einen Marvell 88SE6111 und mit diesem Controller hat HDTach so seine Schwierigkeiten. Um die 1770 MB/s will das Programm gemessen haben, ein eindeutiger Fehler, welchen wir bereits beim ASUS P5Q-E feststellen mussten. Abgesehen von der falschen Anzeige für die Burstrate lagen die Transferraten der Festplatte im üblichen Rahmen.

IDE-Performance: SATA 3,0 Gb/s
Wichtiger als die Leistung der Parallel-ATA Anschlüsse, welche oft nur noch für optische Laufwerke genutzt werden, ist der Datendurchsatz der Serial-ATA Controller. Folgende Festplatte kamen hierbei zum Einsatz:

S-ATA 3.0 Gb/s AHCI - HDTach 3.0.1.0: Burstraten (Lesen)
ASUS M3N-HT Deluxe
nForce 780a SLI
174.3
Biostar TA780G M2+
AMD SB700
170.3
ASUS P6T Deluxe
ICH10R, BIOS 1102
169.1
ASUS M3N-HT Deluxe
Marvell eSATA
163.9
MSI Eclipse SLI
ICH10R, BIOS 1.1B2
159.0
ASUS P6T Deluxe
SAS, BIOS 1102
156.6
ASUS P6T Deluxe
eSATA, BIOS 1102
154.3
MSI Eclipse SLI
JM363, BIOS 1.1B2
137.6
MSI Eclipse SLI
JM362, BIOS 1.1B2
0

Erstmals erreichen wir mit einer Southbridge von Intel solch hohe Burstraten. Auf dem ASUS P6T Deluxe liegt die Burstrate an der ICH10R gut 10 MB/s über dem Ergebnis des MSI Eclipse SLI. Der SAS-Controller Marvell 88SE6320 erreicht ordentliche 156,6 MB/s und der eSATA-Anschluss über den Marvell 88SE6111 ist fast genauso schnell. Diesmal liefert der JMicron JMB362, der die beiden eSATA-Buchsen des MSI Eclipse bedient, völlig unrealistische Werte zwischen 3500 und 3600 MB/s.




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SiSoft Sandra 2009 Arithmetik
Bevor wir uns Anwendungen und Spielen zuwenden, werden wir einige synthetische Benchmarks durchführen. Deren Ergebnisse geben zwar lediglich einen groben Anhaltspunkt über die tatsächliche Performance im Alltagsbetrieb, doch sie eignen sich gut als Maßstab dafür, was wir in den anderen Messungen maximal erwarten dürfen.

SiSoft Sandra 2009 Arithmetik: Dhrystone iSSE4.2 in GIPS; Whetstone iSSE3 in GFLOPS
ASUS P6T Deluxe
3,20GHz fix/HT
DDR3-1333CL8/3Ch
78.28
66.47
ASUS P6T Deluxe
3,20GHz fix/HT
DDR3-1066CL7/3Ch
78.19
65.75
MSI Eclipse SLI
3,20GHz fix/HT
DDR3-1333CL8/3Ch
78.03
66.52
MSI Eclipse SLI
3,20GHz fix/HT
DDR3-1066CL7/3Ch
78.01
66.60
Intel Extreme DX58SO
3,20GHz fix/HT
DDR3-1066CL7/3Ch
77.82
66.22
Intel Extreme DX58SO
3,20GHz fix/HT
DDR3-1333CL8/3Ch
77.73
66.30

Obwohl ASUS den Core i7 965 auf seinem P6T Deluxe noch etwas höher taktet als MSI auf dem Eclipse SLI, liegen beide Mainboards auf dem selben Leistungsniveau.

SiSoft Sandra 2009 Multimedia
Wir bleiben bei den synthetischen Messungen und betrachten nun typische Multimedia-Berechnungen.

SiSoft Sandra 2009 Multimedia: Integer x16 iSSE4.1; Fließkomma x8 iSSE2; Double x4 iSSE2 in MPixel/s
ASUS P6T Deluxe
3,20GHz fix/HT
DDR3-1066CL7/3Ch
162.17
125.51
68.49
ASUS P6T Deluxe
3,20GHz fix/HT
DDR3-1333CL8/3Ch
162.12
125.52
68.97
MSI Eclipse SLI
3,20GHz fix/HT
DDR3-1066CL7/3Ch
161.76
125.11
68.73
MSI Eclipse SLI
3,20GHz fix/HT
DDR3-1333CL8/3Ch
161.73
125.09
68.76
Intel Extreme DX58SO
3,20GHz fix/HT
DDR3-1333CL8/3Ch
161.29
124.75
68.15
Intel Extreme DX58SO
3,20GHz fix/HT
DDR3-1066CL7/3Ch
161.26
124.84
68.60

Diesmal sorgt der Taktvorteil von 0,12 Prozent auf MSI und 0,42 Prozent auf Intel für einen minimalen Vorsprung. Doch woher sollten auch deutliche Unterschiede kommen? CPU, Chipsatz und Speicherkonfiguration sind schließlich identisch.

SiSoft Sandra 2009 Kryptographie
Kryptographie, also die Ver- und Entschlüsselung von Daten, ist eine weitere Disziplin, welche SiSoft Sandra 2009 messen kann. Getestet wird mit einer AES256 (Advanced Encryption Standard) Verschlüsselung und dem Secure Hash Algorithm (SHA256).

SiSoft Sandra 2009 Kryptographie: AES256; SHA256 in MB/s
ASUS P6T Deluxe
3,20GHz fix/HT
DDR3-1333CL8/3Ch
580
538
ASUS P6T Deluxe
3,20GHz fix/HT
DDR3-1066CL7/3Ch
580
538
MSI Eclipse SLI
3,20GHz fix/HT
DDR3-1333CL8/3Ch
578
536
MSI Eclipse SLI
3,20GHz fix/HT
DDR3-1066CL7/3Ch
577
536
Intel Extreme DX58SO
3,20GHz fix/HT
DDR3-1333CL8/3Ch
576
536
Intel Extreme DX58SO
3,20GHz fix/HT
DDR3-1066CL7/3Ch
575
536

Ja, das ASUS P6T Deluxe kann auch diesen Test für sich entscheiden. Die Verschlüsselung mit AES256 läuft um 0,35 Prozent und das Hashing sogar um 0,37 Prozent schneller als auf dem MSI Eclipse SLI. In der Praxis wird man dies allerdings nicht bemerken.




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SiSoft Sandra 2009 Speicherbandbreite
Durch die Integration des Speicher-Controllers in die CPU und die Verbreiterung der Speicheranbindung auf bis zu 3 Kanäle verzeichnet der Core i7 eine deutlich höhere Speicherbandbreite als der FSB-limitierte Penryn. Mit SiSoft Sandra 2009 messen wir nach, wieviel Bandbreite den Anwendungen zur Verfügung steht.

SiSoft Sandra 2009 Speicherbandbreite: Integer Buff'd iSSE2; Fließkomma Buff'd iSSE2 in GB/s
Intel Extreme DX58SO
3,20GHz fix/HT
DDR3-1333CL8/3Ch
20.71
20.73
MSI Eclipse SLI
3,20GHz fix/HT
DDR3-1333CL8/3Ch
20.70
20.70
ASUS P6T Deluxe
3,20GHz fix/HT
DDR3-1333CL8/3Ch
20.66
20.72
ASUS P6T Deluxe
3,20GHz fix/HT
DDR3-1066CL7/3Ch
18.46
18.54
MSI Eclipse SLI
3,20GHz fix/HT
DDR3-1066CL7/3Ch
18.33
18.34
Intel Extreme DX58SO
3,20GHz fix/HT
DDR3-1066CL7/3Ch
18.26
18.29

Betrachten wir den Speicherdurchsatz, so liegt Intels DX58SO bei Verwendung von DDR3-1333CL8 knapp vor MSI und ASUS. Greifen wir zu DDR3-1066CL7, liegt das ASUS P6T Deluxe vor dem MSI Eclipse SLI und seinem Mitbewerber von Intel.

SiSoft Sandra 2009 Mehrkerneffizienz
AMDs Hauptargument für eine monolithische 4-Kern-Architektur war die schnellere Kommunikation zwischen den einzelnen Prozessorkernen. Während sich Intels 65 nm Kentsfield sowie der 45 nm Yorkfield aus zwei Dual-Core CPUs zusammensetzen, handelt es sich beim Nehalem ebenfalls um einen "echten" Quad-Core-Prozessr. Mit SiSoft Sandra 2009 messen wir die Bandbreite und die Latenzzeit zwischen den Kernen:

SiSoft Sandra 2009: Bandbreite Kern-Kern in GB/s (höhere Werte sind besser)
ASUS P6T Deluxe
3,20GHz fix/HT
DDR3-1066CL7/3Ch
39.87
MSI Eclipse SLI
3,20GHz fix/HT
DDR3-1066CL7/3Ch
38.67
Intel Extreme DX58SO
3,20GHz fix/HT
DDR3-1066CL7/3Ch
38.25

Auf dem ASUS P6T Deluxe messen wir eine höhere Bandbreite zwischen den Kernen, die sich nicht vollständig mit der höheren Taktung des Prozessors erklären lässt.

SiSoft Sandra 2009: Latenz Kern-Kern in ns (niedrigere Werte sind besser)
ASUS P6T Deluxe
3,20GHz fix/HT
DDR3-1066CL7/3Ch
15
MSI Eclipse SLI
3,20GHz fix/HT
DDR3-1066CL7/3Ch
17
Intel Extreme DX58SO
3,20GHz fix/HT
DDR3-1066CL7/3Ch
17

Sandra will eine Latenz von 15 ns gemessen haben, 2 ns weniger als bei den Mitbewerbern.

SiSoft Sandra 2009 Cache/Speicherlatenz
Interessant sind natürlich auch die Latenzen von Arbeitsspeicher und Cache, denn der Nehalem hat ja nicht nur einen integrierten Speicher-Controller bekommen, sondern auch eine dritte Cache-Ebene:

SiSoft Sandra 2009: Latenz L1/L2/L3 in Clocks; Speicher in ns (niedrigere Werte sind besser)
ASUS P6T Deluxe
3,20GHz fix/HT
DDR3-1066CL7/3Ch
4
10
50
73
MSI Eclipse SLI
3,20GHz fix/HT
DDR3-1066CL7/3Ch
4
10
50
73
Intel Extreme DX58SO
3,20GHz fix/HT
DDR3-1066CL7/3Ch
4
11
53
76

Bei ASUS und MSI sehen wir identische Taktzyklen bei den Cache- und Speicher-Zugriffen, während wir bei Intels DX58SO etwas defensivere Werte messen.

SiSoft Sandra 2009: Bandbreite L1/L2/Cache-Speicher in GB/s (niedrigere Werte sind besser)
ASUS P6T Deluxe
3,20GHz fix/HT
DDR3-1066CL7/3Ch
254.12
225.52
64.90
MSI Eclipse SLI
3,20GHz fix/HT
DDR3-1066CL7/3Ch
253.83
223.83
64.52
Intel Extreme DX58SO
3,20GHz fix/HT
DDR3-1066CL7/3Ch
253.28
224.27
64.60

Die Bandbreite der Caches sowie zwischen Cache und Speicher fällt beim ASUS P6T Deluxe etwas höher aus. Hier hat der Hersteller die Zeit seit der Produkteinführung augenscheinlich für Optimierungen genutzt.




Im Test: ASUS P6T Deluxe, Workstation-Unterbau für Intels Core i7 - Druckansicht - Seite 9 von 22

Cinebench 10 64-Bit: Rendering
Mit dem Benchmark Cinebench 10 kann man die Leistung des PC im Zusammenspiel mit der professionellen 3D-Software Cinema4D testen. Wir verwenden die 64-Bit Variante dieser Software und messen die Rendering-Performance.

Cinebench 10 64-Bit Rendering: X Threads; 1 Thread in CB
ASUS P6T Deluxe
3,20GHz fix/HT
DDR3-1333CL8/3Ch
18558
4390
ASUS P6T Deluxe
3,20GHz fix/HT
DDR3-1066CL7/3Ch
18488
4487
Intel Extreme DX58SO
3,20GHz fix/HT
DDR3-1066CL7/3Ch
18425
4266
Intel Extreme DX58SO
3,20GHz fix/HT
DDR3-1333CL8/3Ch
18377
4248
MSI Eclipse SLI
3,20GHz fix/HT
DDR3-1333CL8/3Ch
18321
4500
MSI Eclipse SLI
3,20GHz fix/HT
DDR3-1066CL7/3Ch
18324
4501

Werden acht Threads genutzt, schneidet das ASUS P6T Deluxe deutliche 1,29 Prozent besser ab als MSIs Eclipse SLI. Kommt allerdings nur ein Kern zum Einsatz, ist das Eclipse SLI um 2,51 Prozent schneller.

POV-Ray 3.70 Beta 29 64-Bit: Raytracing
Bei POV-Ray handelt es sich um einen kostenlosen Raytracer, welcher ein offizielles Benchmark-Script beinhaltet. Wir verwenden die 64-Bit Variante der Software und testen mit einem sowie der maximalen Anzahl an Threads.

POV-Ray 3.70 Beta 29 64-Bit: X Threads; 1 Thread in PPS
MSI Eclipse SLI
3,20GHz fix/HT
DDR3-1333CL8/3Ch
4027
787
ASUS P6T Deluxe
3,20GHz fix/HT
DDR3-1066CL7/3Ch
4026
791
Intel Extreme DX58SO
3,20GHz fix/HT
DDR3-1333CL8/3Ch
4026
784
ASUS P6T Deluxe
3,20GHz fix/HT
DDR3-1333CL8/3Ch
4024
793
Intel Extreme DX58SO
3,20GHz fix/HT
DDR3-1066CL7/3Ch
4017
783
MSI Eclipse SLI
3,20GHz fix/HT
DDR3-1066CL7/3Ch
4009
781

Die Unterschiede bei POV-Win sind gering, das ASUS P6T Deluxe zeigt bei Nutzung eines einzelnen Threads die beste Leistung und schneidet auch mit acht Threads gut ab.




Im Test: ASUS P6T Deluxe, Workstation-Unterbau für Intels Core i7 - Druckansicht - Seite 10 von 22

7-Zip 4.60 Beta: Benchmark
Der Packer 7-Zip enthält ein Benchmark-Tool, welches die Leistung beim Komprimieren und Dekomprimieren von Daten ermittelt. Im Gegensatz zum Programm selbst, welches maximal zwei Kerne auslastet, kann das Tool auch mit acht Threads umgehen.

7-Zip 4.60 Beta Benchmark: 8, 2 und 1 Threads in MIPS
MSI Eclipse SLI
3,20GHz fix/HT
DDR3-1333CL8/3Ch
18194
6452
3492
ASUS P6T Deluxe
3,20GHz fix/HT
DDR3-1333CL8/3Ch
18033
6444
3492
MSI Eclipse SLI
3,20GHz fix/HT
DDR3-1066CL7/3Ch
17989
6455
3458
Intel Extreme DX58SO
3,20GHz fix/HT
DDR3-1333CL8/3Ch
17987
6426
3446
ASUS P6T Deluxe
3,20GHz fix/HT
DDR3-1066CL7/3Ch
17973
6195
3451
Intel Extreme DX58SO
3,20GHz fix/HT
DDR3-1066CL7/3Ch
17866
6396
3418

Das Benchmark-Tool von 7-Zip bescheinigt dem MSI Eclipse SLI die Bestleistung vor dem ASUS P6T Deluxe.

7-Zip 4.60 Beta: Packen
Nach der Theorie kommen wir nun zur Praxis und packen mit 7-Zip die 587 MByte große SPECViewPerf10-Suite. Da 7-Zip beim Packen maximal zwei Kerne verwendet, machen wir einen Durchlauf mit einem und einen zweiten mit zwei Threads.

7-Zip 4.60 Beta Packen: 2 Threads; 1 Thread in s - geringere Werte sind besser
ASUS P6T Deluxe
3,20GHz fix/HT
DDR3-1333CL8/3Ch
96
212
MSI Eclipse SLI
3,20GHz fix/HT
DDR3-1333CL8/3Ch
96
213
Intel Extreme DX58SO
3,20GHz fix/HT
DDR3-1333CL8/3Ch
97
213
MSI Eclipse SLI
3,20GHz fix/HT
DDR3-1066CL7/3Ch
99
219
ASUS P6T Deluxe
3,20GHz fix/HT
DDR3-1066CL7/3Ch
99
222
Intel Extreme DX58SO
3,20GHz fix/HT
DDR3-1066CL7/3Ch
101
221

Sobald wir tatsächlich eine Datei packen, zieht das ASUS P6T Deluxe denkbar knapp am MSI Eclipse SLI vorbei. Allerdings nur dann, wenn DDR3-1333CL8 zum Einsatz kommt, denn mit DDR3-1066CL7 ist dann wieder das Eclipse leicht im Vorteil.

WinRAR 3.80: Packen
Ein zweiter, weit verbreiteter Packer, welcher mehr als einen Prozessorkern auslasten kann, ist WinRAR. WinRAR geht hierbei sogar noch einen Schritt weiter als 7-Zip, denn es kann seine Arbeit auf 8 Threads verteilen. Abermals packen wir die 587 MByte große SPECViewPerf10-Suite und stoppen die Zeit.

WinRAR 3.80 Packen: X Threads; 1 Thread in s - geringere Werte sind besser
ASUS P6T Deluxe
3,20GHz fix/HT
DDR3-1333CL8/3Ch
122
258
MSI Eclipse SLI
3,20GHz fix/HT
DDR3-1333CL8/3Ch
124
257
ASUS P6T Deluxe
3,20GHz fix/HT
DDR3-1066CL7/3Ch
127
267
MSI Eclipse SLI
3,20GHz fix/HT
DDR3-1066CL7/3Ch
127
268
Intel Extreme DX58SO
3,20GHz fix/HT
DDR3-1333CL8/3Ch
130
261
Intel Extreme DX58SO
3,20GHz fix/HT
DDR3-1066CL7/3Ch
133
272

Bei WinRAR sehen wir das Intel Extreme DX58SO abgeschlagen auf dem letzten Platz, während sich das ASUS P6T Deluxe knapp gegen MSIs Eclipse SLI durchsetzen kann.

WinAce 2.69: Packen
Als dritte und letzte Kompressionssoftware sehen wir uns WinAce in der Version 2.69 an. Während WinRAR die Berechnung auf acht Threads verteilen kann und 7-Zip zumindest zwei Threads verwendet, ist WinAce nur singlethreaded programmiert. Packen wir also ein letztes Mal die 587 MByte große SPECViewPerf10-Suite.

WinAce 2.69 Packen: 1 Thread in s - geringere Werte sind besser
ASUS P6T Deluxe
3,20GHz fix/HT
DDR3-1333CL8/3Ch
198
MSI Eclipse SLI
3,20GHz fix/HT
DDR3-1333CL8/3Ch
200
ASUS P6T Deluxe
3,20GHz fix/HT
DDR3-1066CL7/3Ch
201
MSI Eclipse SLI
3,20GHz fix/HT
DDR3-1066CL7/3Ch
202
Intel Extreme DX58SO
3,20GHz fix/HT
DDR3-1333CL8/3Ch
204
Intel Extreme DX58SO
3,20GHz fix/HT
DDR3-1066CL7/3Ch
204

Abermals kann sich das ASUS P6T Deluxe gegen das MSI Eclipse SLI durchsetzen, während dem Intel Extreme DX58SO nur der letzte Platz bleibt.




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DivX 6.8.4: Video-Encoding
Kommen wir nun zu den Multimedia-Benchmarks. Zunächst werden wir mit DivX 6.8.4 eine 120 Sekunden lange Videosequenz von MPEG2 (720x526, 29,97 fps) nach DivX HD1080P konvertieren und stoppen die hierzu benötigte Zeit. Die Zeitmessung läuft vom Beginn der Konvertierung bis zur Fertigstellung der Menüstruktur.

DivX 6.8.4: Encoding in s - geringere Werte sind besser
MSI Eclipse SLI
3,20GHz fix/HT
DDR3-1333CL8/3Ch
69.90
ASUS P6T Deluxe
3,20GHz fix/HT
DDR3-1333CL8/3Ch
69.94
ASUS P6T Deluxe
3,20GHz fix/HT
DDR3-1066CL7/3Ch
70.01
MSI Eclipse SLI
3,20GHz fix/HT
DDR3-1066CL7/3Ch
72.37
Intel Extreme DX58SO
3,20GHz fix/HT
DDR3-1066CL7/3Ch
76.89
Intel Extreme DX58SO
3,20GHz fix/HT
DDR3-1333CL8/3Ch
77.17

Erstaunlich weit abgeschlagen ist Intels Extreme DX58SO auch bei DivX 6.8.4. Im Zusammenspiel mit DDR3-1333CL8 liegt diesmal das MSI Eclipse SLI um haaresbreite an der Spitze, während das ASUS P6T Deluxe besser mit DDR3-1066CL7 zurecht kommt.

Nero Vision 9: Video-Encoding
Nero Vision ist in der beliebten Brenn- und Authoring-Suite Nero 9 enthalten. Wir nutzen dieses Programm, um unsere 120 Sekunden lange Videosequenz von MPEG2 (720x526, 29,97 fps) nach MPEG2 HDTV 1080i zu exportieren. Diese Umwandlung an sich mag nicht sonderlich sinnig sein, doch Nero Vision nutzt hierbei mehr als vier Threads, so dass der Core i7 sein Hyperthreading ins Spiel bringen kann.

Nero Vision 9: Encoding in s - geringere Werte sind besser
MSI Eclipse SLI
3,20GHz fix/HT
DDR3-1333CL8/3Ch
86.75
ASUS P6T Deluxe
3,20GHz fix/HT
DDR3-1333CL8/3Ch
86.90
ASUS P6T Deluxe
3,20GHz fix/HT
DDR3-1066CL7/3Ch
87.79
Intel Extreme DX58SO
3,20GHz fix/HT
DDR3-1333CL8/3Ch
87.92
MSI Eclipse SLI
3,20GHz fix/HT
DDR3-1066CL7/3Ch
88.06
Intel Extreme DX58SO
3,20GHz fix/HT
DDR3-1066CL7/3Ch
89.68

Die Leistungsunterschiede zwischen den drei Hauptplatinen fallen bei Nero Vision 9 deutlich geringer aus: Das MSI Eclipse SLI kann sich mit DDR3-1333CL8 abermals gegen das ASUS P6T Deluxe behaupten, während letzteres mit DDR3-1066CL7 einen Hauch flinker arbeitet.

Windows Movie Maker: Video-Encoding
Als dritte und letzte Video-Software verwenden wir den Windows Movie Maker, welcher zum Lieferumfang von Windows Vista Ultimate gehört. Abermals konvertieren wir die 120 Sekunden lange Videosequenz - diesmal von MPEG2 (720x526, 29,97 fps) in Windows Media HD1080p - und stoppen die Zeit. Da diese Software deutlich abweichende Ergebnisse zeigte, haben wir die Zahl der Messläufe von drei auf fünf erhöht.

Windows Movie Maker: Encoding in s - geringere Werte sind besser
ASUS P6T Deluxe
3,20GHz fix/HT
DDR3-1333CL8/3Ch
66.95
MSI Eclipse SLI
3,20GHz fix/HT
DDR3-1333CL8/3Ch
69.04
ASUS P6T Deluxe
3,20GHz fix/HT
DDR3-1066CL7/3Ch
70.30
Intel Extreme DX58SO
3,20GHz fix/HT
DDR3-1333CL8/3Ch
71.37
MSI Eclipse SLI
3,20GHz fix/HT
DDR3-1066CL7/3Ch
73.18
Intel Extreme DX58SO
3,20GHz fix/HT
DDR3-1066CL7/3Ch
73.57

Den dritten Video-Test kann das ASUS P6T Deluxe für sich entscheiden: Mit beiden Speicherkombinationen beendet es die Konvertierung schneller als seine Mitbewerber.




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Lame 3.98.2: Audio-Encoding
Lame ist ein beliebter, quelloffener Audio-Encoder, mit dem wir eine 78:13 Minuten lange Audio-Datei (WAV, 16 Bit, 44,1 kHz, 789 MByte) in MP3 (320 kbps, 44,1 KHz) umwandeln. Wir verwenden die Qualitätseinstellung VHQ (Very High Quality). Lame nutzt in diesem Test lediglich einen Thread.

Lame 3.98.2: Encoding in s - geringere Werte sind besser
MSI Eclipse SLI
3,20GHz fix/HT
DDR3-1333CL8/3Ch
230
ASUS P6T Deluxe
3,20GHz fix/HT
DDR3-1333CL8/3Ch
231
ASUS P6T Deluxe
3,20GHz fix/HT
DDR3-1066CL7/3Ch
231
MSI Eclipse SLI
3,20GHz fix/HT
DDR3-1066CL7/3Ch
231
Intel Extreme DX58SO
3,20GHz fix/HT
DDR3-1333CL8/3Ch
232
Intel Extreme DX58SO
3,20GHz fix/HT
DDR3-1066CL7/3Ch
233

Dank der leicht höheren CPU-Taktung können sich ASUS und MSI vom Intel Extreme DX58SO absetzen.

Audacity 1.3.5: Audio-Bearbeitung
Bei Audacity handelt es sich um einen quelloffenen Audio-Editor, welcher für diverse Plattformen angeboten wird. Für unseren Test laden wir unsere 78:13 Minuten lange Audio-Datei (WAV, 16 Bit, 44,1 kHz, 789 MByte) und ändern die Geschwindigkeit von 33,33 auf 45 Umdrehungen pro Minute. Dies ist eine typische Bearbeitungsaufgabe, wenn eine Schallplatte mit der falschen Geschwindigkeit digitalisiert wurde oder die geringere Drehzahl genutzt wurde, um die Auswirkung von Kratzern zu minimieren.

Audacity 1.3.5: Audio-Bearbeitung in s - geringere Werte sind besser
ASUS P6T Deluxe
3,20GHz fix/HT
DDR3-1066CL7/3Ch
98
Intel Extreme DX58SO
3,20GHz fix/HT
DDR3-1333CL8/3Ch
99
Intel Extreme DX58SO
3,20GHz fix/HT
DDR3-1066CL7/3Ch
99
MSI Eclipse SLI
3,20GHz fix/HT
DDR3-1066CL7/3Ch
100
MSI Eclipse SLI
3,20GHz fix/HT
DDR3-1333CL8/3Ch
102
ASUS P6T Deluxe
3,20GHz fix/HT
DDR3-1333CL8/3Ch
103

Bei Audacity sehen wir eine bunte Mischung der Marken und Speichertakte: Tendenz ungewiss.

OpenOffice.org 3.0.0: PDF-Export
Kommen wir nun zu einer Office-Anwendung. OpenOffice.org ist eine komplette, quelloffene Office-Suite und wir werden ein Text-Dokument (ODT, 96,8 MByte) mit aufwändigem Layout und zahlreichen Fotos als PDF exportieren. Die exportierte PDF-Datei hat eine Größe von 11,6 MByte. Wir stoppen die Zeit, welche OpenOffice.org für diese alltägliche Büroaufgabe benötigt.

OpenOffice.org 3.0.0: PDF-Export in s - geringere Werte sind besser
Intel Extreme DX58SO
3,20GHz fix/HT
DDR3-1066CL7/3Ch
23.54
ASUS P6T Deluxe
3,20GHz fix/HT
DDR3-1333CL8/3Ch
23.69
MSI Eclipse SLI
3,20GHz fix/HT
DDR3-1066CL7/3Ch
23.91
Intel Extreme DX58SO
3,20GHz fix/HT
DDR3-1333CL8/3Ch
24.01
MSI Eclipse SLI
3,20GHz fix/HT
DDR3-1333CL8/3Ch
24.20
ASUS P6T Deluxe
3,20GHz fix/HT
DDR3-1066CL7/3Ch
24.35

Auch der PDF-Export mit OpenOffice.org zeigt keine klare Tendenz, die Abstände sind jedoch gering und kaum praxisrelevant.




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3DMark06 1.1.0: CPU-Wertung
Der beliebte 3D-Test 3DMark06 enthält eine CPU-Wertung, welcher wir uns im Folgenden ansehen wollen. Dieses Benchmarkprogramm kann mehr als vier Threads nutzen, so dass der Nehalem sein Hyperthreading anwenden kann.

3DMark06: CPU-Wertung
ASUS P6T Deluxe
3,20GHz fix/HT
DDR3-1333CL8/3Ch
5724
ASUS P6T Deluxe
3,20GHz fix/HT
DDR3-1066CL7/3Ch
5714
MSI Eclipse SLI
3,20GHz fix/HT
DDR3-1066CL7/3Ch
5670
MSI Eclipse SLI
3,20GHz fix/HT
DDR3-1333CL8/3Ch
5669
Intel Extreme DX58SO
3,20GHz fix/HT
DDR3-1333CL8/3Ch
5585
Intel Extreme DX58SO
3,20GHz fix/HT
DDR3-1066CL7/3Ch
5569

Das MSI Eclipse SLI liegt 1,5 bis 1,8 Prozent vor dem Intel Extreme DX58SO, aber knapp ein Prozent hinter dem ASUS P6T Deluxe.

3DMark06 1.1.0: Gesamtwertung
In die Gesamtwertung von 3DMark06 fließen neben der CPU-Messung auch jeweils zwei Grafiktests mit Shader Model 2.0 und 3.0 (HDR) ein. Das Shader Model 3.0 Ergebnis dominiert dabei die Wertung. Wir haben diesen Testlauf in der Auflösung 1280 x 1024 ohne Kantenglättung durchgeführt, als Grafikkarte kam eine MSI R4870X2-T2D2G-OC mit Grafiktreiber Catalyst 8.10 zum Einsatz.

3DMark06: Gesamtwertung
ASUS P6T Deluxe
3,20GHz fix/HT
DDR3-1333CL8/3Ch
20743
MSI Eclipse SLI
3,20GHz fix/HT
DDR3-1066CL7/3Ch
20601
MSI Eclipse SLI
3,20GHz fix/HT
DDR3-1333CL8/3Ch
20560
ASUS P6T Deluxe
3,20GHz fix/HT
DDR3-1066CL7/3Ch
20172
Intel Extreme DX58SO
3,20GHz fix/HT
DDR3-1333CL8/3Ch
19963
Intel Extreme DX58SO
3,20GHz fix/HT
DDR3-1066CL7/3Ch
19423

Berücksichtigt man neben der CPU-Messung auch die Resultate der 3D-Durchläufe, fällt das Intel Extreme DX58SO noch deutlicher zurück. Die Bestmarke setzt das ASUS P6T Deluxe bei Verwendung von DDR3-1333CL8.

Assassin's Creed 1.02
Das Spiel Assassin's Creed feierte zunächst auf den Spielekonsolen Erfolge, bevor es - inklusive DirectX 10 Unterstützung - auch für den PC veröffentlicht wurde. Da wir das System und nicht die Grafikkarte testen wollen, beschränken wird die Auflösung auf 1280 x 1024 Bildpunkte, Effekte sind an, Multisampling steht auf 1/3, Schatten auf 3/3 und Qualität sowie Detail auf 4/4. Zum Ermitteln der Framerate verwenden wir das Tool Fraps und da solche Messungen immer um einige Frames schwanken, machen wir je nach Grad der Abweichungen zwischen fünf und zehn Durchläufe.

Assassin's Creed: Ø; max; min in fps
ASUS P6T Deluxe
3,20GHz fix/HT
DDR3-1333CL8/3Ch
79.63
241.67
52.00
ASUS P6T Deluxe
3,20GHz fix/HT
DDR3-1066CL7/3Ch
79.18
236.33
54.67
MSI Eclipse SLI
3,20GHz fix/HT
DDR3-1333CL8/3Ch
78.19
246.00
48.25
Intel Extreme DX58SO
3,20GHz fix/HT
DDR3-1066CL7/3Ch
74.46
239.33
43.33
MSI Eclipse SLI
3,20GHz fix/HT
DDR3-1066CL7/3Ch
73.71
232.00
45.33
Intel Extreme DX58SO
3,20GHz fix/HT
DDR3-1333CL8/3Ch
70.36
237.67
44.67

Das Spiel Assassin's Creed zeigt die höchsten durchschnittlichen Frameraten auf dem ASUS P6T Deluxe, MSI und Intel haben das Nachsehen.




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Crysis
Das Spiel Crysis baute extrem hohe Erwartungen auf und konnte diese trotz vielversprechender Ansätze nicht ganz einlösen. Insbesondere die hohen Anforderungen an die Hardware sowie der schnell eingestellte Support sorgten bei vielen Spielern für Enttäuschung. Wir messen die Framerate mit dem Crysis Benchmark Tool 1.05 und dem CPU-optimierten Testlauf. Kantenglättung wird nicht verwendet, die Auflösung wurde auf 1280 x 1024 Bildpunkte festgelegt, die Qualität auf hoch. Da die Ergebnisse mit DirectX 10 in Verbindung mit 64-Bit zum Teil keinen Sinn ergaben, haben wir das Spiel mit DirectX 9 vermessen.

Crysis: Ø; max; min in fps
MSI Eclipse SLI
3,20GHz fix/HT
DDR3-1333CL8/3Ch
78.41
105.03
44.82
ASUS P6T Deluxe
3,20GHz fix/HT
DDR3-1333CL8/3Ch
77.68
101.03
44.44
Intel Extreme DX58SO
3,20GHz fix/HT
DDR3-1333CL8/3Ch
76.24
98.95
50.37
MSI Eclipse SLI
3,20GHz fix/HT
DDR3-1066CL7/3Ch
75.33
97.54
51.47
ASUS P6T Deluxe
3,20GHz fix/HT
DDR3-1066CL7/3Ch
75.01
98.46
45.88
Intel Extreme DX58SO
3,20GHz fix/HT
DDR3-1066CL7/3Ch
73.73
94.30
41.49

Crysis bevorzugt das MSI Eclipse SLI, egal ob wir DDR3-1333CL8 oder DDR3-1066CL7 Module verwenden.

Crysis mit 4-facher Kantenglättung
Das Zuschalten der vierfachen Kantenglättung sollte die Unterschiede zwischen den einzelnen Durchläufen verringern, da nun die Grafikkarte und nicht der Prozessor zum limitierenden Faktor wird. Abermals verwenden wir das Crysis Benchmark Tool 1.05 mit dem CPU-optimierten Testlauf in der Auflösung 1280 x 1024.

Crysis: Ø; max; min in fps
ASUS P6T Deluxe
3,20GHz fix/HT
DDR3-1333CL8/3Ch
65.94
78.85
35.75
MSI Eclipse SLI
3,20GHz fix/HT
DDR3-1333CL8/3Ch
64.68
79.24
37.13
ASUS P6T Deluxe
3,20GHz fix/HT
DDR3-1066CL7/3Ch
64.49
80.96
36.47
MSI Eclipse SLI
3,20GHz fix/HT
DDR3-1066CL7/3Ch
64.11
81.38
36.85
Intel Extreme DX58SO
3,20GHz fix/HT
DDR3-1333CL8/3Ch
63.78
78.29
37.88
Intel Extreme DX58SO
3,20GHz fix/HT
DDR3-1066CL7/3Ch
63.71
80.71
39.45

Schalten wir die Kantenglättung zu, übernimmt das ASUS P6T Deluxe bei Verwendung von DDR3-1333CL8 die Spitze und bleibt auch mit DDR3-1066CL7 vor dem MSI Eclipse SLI.




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Company Of Heroes 1.71
Praktischerweise beinhaltet das Spiel Company Of Heroes ein integriertes Benchmark-Tool. Wir verwenden die Version 1.71 dieses Spiels im DirectX 10 Betrieb, mit aktuelleren Patches fror der Test nämlich immer wieder ein (möglicherweise weil der Kaffee von Soldat Hans so unglaublich mies ist?). Für die Messungen war es erforderlich, das Spiel mit der Option -novsync zu starten, da die Framerate ansonsten auf ca. 60 fps beschränkt wird. Abermals verwenden wir eine Auflösung von 1280 x 1024 Bildpunkten und verzichten auf jegliche Kantenglättung.

Company Of Heroes 1.71: Ø; max; min in fps
MSI Eclipse SLI
3,20GHz fix/HT
DDR3-1333CL8/3Ch
138.8
311.4
58.6
ASUS P6T Deluxe
3,20GHz fix/HT
DDR3-1333CL8/3Ch
138.7
315.0
58.8
MSI Eclipse SLI
3,20GHz fix/HT
DDR3-1066CL7/3Ch
137.0
315.6
56.6
ASUS P6T Deluxe
3,20GHz fix/HT
DDR3-1066CL7/3Ch
136.5
314.6
58.9
Intel Extreme DX58SO
3,20GHz fix/HT
DDR3-1333CL8/3Ch
126.4
280.1
48.6
Intel Extreme DX58SO
3,20GHz fix/HT
DDR3-1066CL7/3Ch
123.5
270.0
44.5

Bei Company Of Heroes liefern sich ASUS und MSI ein enges Duell, welches MSI am Ende für sich entscheiden kann. Um die zehn Prozent weniger Frames pro Sekunde erreicht Intels Extreme DX58SO, dem lediglich der letzte Platz bleibt.

Company Of Heroes 1.71 mit 4-facher Kantenglättung
Wie wird sich die Kantenglättung auf Company Of Heroes auswirken? Wir verwenden das integrierte Benchmark-Tool mit einer Auflösung von 1280 x 1024 Bildpunkten und starten das Spiel mit der Option -novsync.

Company Of Heroes 1.71: Ø; max; min in fps
MSI Eclipse SLI
3,20GHz fix/HT
DDR3-1066CL7/3Ch
131.9
275.6
48.7
ASUS P6T Deluxe
3,20GHz fix/HT
DDR3-1333CL8/3Ch
131.1
271.0
57.9
MSI Eclipse SLI
3,20GHz fix/HT
DDR3-1333CL8/3Ch
131.0
268.5
56.6
ASUS P6T Deluxe
3,20GHz fix/HT
DDR3-1066CL7/3Ch
129.2
275.8
57.0
Intel Extreme DX58SO
3,20GHz fix/HT
DDR3-1066CL7/3Ch
121.8
269.0
40.9
Intel Extreme DX58SO
3,20GHz fix/HT
DDR3-1333CL8/3Ch
118.0
273.0
51.0

Selbst wenn wir die Kantenglättung zuschalten, sind die Mainboards von ASUS und MSI in diesem Test rund 10 Prozent schneller als das Intel Extreme DX58SO.




Im Test: ASUS P6T Deluxe, Workstation-Unterbau für Intels Core i7 - Druckansicht - Seite 16 von 22

Call Of Juarez
Testet man Grafikkarten, verhält sich das Benchmark-Demo von Call Of Juarez parteiisch und ist mit Vorsicht zu genießen. Für unsere heutigen Zwecke ist dieser DirectX 10 Grafiktest jedoch gut geeignet und wir starten ihn mit einer Auflösung von 1280 x 1024 Bildpunkten und ohne Kantenglättung.

Call Of Juarez: Ø; max; min in fps
ASUS P6T Deluxe
3,20GHz fix/HT
DDR3-1333CL8/3Ch
115.6
285.7
58.2
MSI Eclipse SLI
3,20GHz fix/HT
DDR3-1333CL8/3Ch
113.8
256.4
58.1
ASUS P6T Deluxe
3,20GHz fix/HT
DDR3-1066CL7/3Ch
113.6
285.7
58.2
MSI Eclipse SLI
3,20GHz fix/HT
DDR3-1066CL7/3Ch
113.6
256.4
58.1
Intel Extreme DX58SO
3,20GHz fix/HT
DDR3-1333CL8/3Ch
110.8
256.4
56.8
Intel Extreme DX58SO
3,20GHz fix/HT
DDR3-1066CL7/3Ch
110.5
256.4
56.8

Bei Call Of Juarez kann sich das ASUS P6T Deluxe gegen MSIs Eclipse SLI durchsetzen, sofern beide Hauptplatinen DDR3-1333CL8 verwenden. Bei DDR3-1066CL7 herrscht hingegen Gleichstand. Das Intel Extreme DX58SO liegt um knapp 3 Prozent hinter seinen Mitbewerbern.

Call Of Juarez mit 4-facher Kantenglättung
Zum Abschluss lassen wir auch Call Of Juarez mit 4-facher Kantenglättung und einer Auflösung von 1280 x 1024 Bildpunkten laufen.

Call Of Juarez: Ø; max; min in fps
ASUS P6T Deluxe
3,20GHz fix/HT
DDR3-1333CL8/3Ch
99.9
233.9
40.7
MSI Eclipse SLI
3,20GHz fix/HT
DDR3-1333CL8/3Ch
98.3
232.6
41.3
MSI Eclipse SLI
3,20GHz fix/HT
DDR3-1066CL7/3Ch
98.2
232.6
41.3
ASUS P6T Deluxe
3,20GHz fix/HT
DDR3-1066CL7/3Ch
98.1
233.9
41.4
Intel Extreme DX58SO
3,20GHz fix/HT
DDR3-1066CL7/3Ch
96.1
232.6
40.6
Intel Extreme DX58SO
3,20GHz fix/HT
DDR3-1333CL8/3Ch
95.8
213.9
37.0

Oben Gesagtes gilt für die Messung mit Kantenglättung: Mit DDR3-1333CL8 ist das ASUS P6T Deluxe 1,6 fps schneller, während die Mainboards von ASUS und MSI in Zusammenarbeit mit DDR3-1066 Kopf an Kopf liegen. Der Rückstand des Intel Extreme DX58SO beläuft sich diesmal auf 2,2 bzw. 2,6 Prozent.




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Übertakten: Turbo-Modus
Wie wir beim Test der Core i7 Prozessoren erfahren mussten, ist Intels Turbo-Modus alles andere als eine akzeptable Lösung für Übertakter. Standardmäßig werden die Kerne lediglich um eine Stufe bzw. 133 MHz schneller. Nur wenn ausschließlich ein Kern belastet wird, wird eine zweite Stufe und somit um 266 MHz hochgeschaltet. Für den Core i7 bedeutet dies eine Leistungssteigerung zwischen 5 und 10 Prozent und das ist recht mager. Nur beim Spitzenmodell Core i7 Extreme 965 lassen sich diese Grenzen dank des frei wählbaren Multiplikators erweitern.

Turbo: Bei ASUS laufen alle vier Kerne im Gleichtakt

Fotostrecke mit weiteren und größeren Fotos...

Auch beim ASUS P6T Deluxe können wir den Turbo-Modus aktivieren und bei Verwendung des Core i7 Extreme 965 den Multiplikator einstellen, doch während wir bei Intel und MSI Zugriff auf die Multiplikatoren der einzelnen Kerne erhalten, lässt sich beim P6T Deluxe nur ein einzelner Wert verändern. Zudem taktet der Prozessor immer nur um 133 MHz hoch, ganz egal ob nur ein Thread läuft oder acht. Dies lässt sich leicht mit den Resultaten von Cinebench 10 64-Bit belegen:

Cinebench 10 64-Bit Rendering: X Threads; 1 Thread in CB
ASUS P6T Deluxe
3,20GHz turbo/HT
DDR3-1066CL7/3Ch
19344
4694
ASUS P6T Deluxe
3,20GHz fix/HT
DDR3-1066CL7/3Ch
18488
4487

Obige Ergebnisse belegen eindeutig, dass die CPU auch bei Verwendung eines einzelnen Threads nur um eine einzige Stufe hochtaktet. Bei den Turbo-Durchläufen ist das Ergebnis lediglich um den Faktor 1,046 schneller und 3200 MHz x 1,046 ergibt 3347,2 MHz.

Ein weiteres Hindernis auf dem Weg zur bestmöglichen Übertaktung ist die Power Control Unit (PCU) des Prozessors: Falls die Stromstärke auf 110 Ampere oder die Wärmeabgabe auf 130 Watt steigen sollte, wird der Prozessor heruntergetaktet, ganz egal welcher Multiplikator gewählt wurde. Erst wenn man diese beiden Zügel gelockert hat und die Spezifikationen des Herstellers bewußt ignoriert, darf man sich bei entsprechender Kühlung über höhere Taktraten freuen. Jedenfalls hat Intel dies so vorgesehen und MSI dies brav adaptiert. Beim ASUS P6T Deluxe sieht das anders aus, es wurden Grenzen hinterlegt, welche der Benutzer nicht einsehen kann. Damit hat ASUS wesentliche Funktionen der Power Control Unit schlicht und einfach ignoriert.

In den ersten BIOS-Versionen hatte diese stark vereinfachte Umsetzung weitere Auswirkungen, denn sobald man das Mainboard übertaktete, stand der Turbo-Modus nicht mehr zur Auswahl. Dies hat sich zwischenzeitlich geändert und nun kann man den Basistakt erhöhen und dennoch eine zusätzliche Multiplikatorstufe mit Hilfe des Turbo erreichen. Insbesondere für Prozessoren mit festem Multiplikator ist dies nicht ganz unrelevant, denn der Core i7 reagiert zuweilen sehr störrisch auf das Anheben des Basistaktes. Wenn man diesen jedoch nur mäßig steigern kann, ist das zusätzliche Übertaktungspotential durch den Turbo sehr willkommen.




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Übertakten: Multiplikator
Ja, wir haben es gut: Unser Core i7 Extreme 965 erlaubt die freie Wahl des Multiplikators, doch die meisten Käufer werden sicherlich keine 1000 Euro für einen Prozessor ausgeben. Somit werden wir nur kurz auf die Übertaktung per Multiplikator eingehen und anschließend mit dem Basistakt herumspielen. Beim Intel Extreme DX58SO und MSI Eclipse SLI erreichten wir mit dem Multiplikator 27 einen Takt von 3,60 GHz, der - eine Anhebung der maximalen Stromstärke und Abwärme vorrausgesetzt - stabil und ohne Throttling lief. Unser Testmuster des ASUS P8T Deluxe hatte im Lieferzustand einen Multiplikator von 30 eingestellt und startete die CPU mit 4,0 GHz. Damit kamen wir ins BIOS und konnten Memtest86+ fehlerfrei ausführen, doch Windows Vista 64-Bit blieb beim Start in einer Endlosschleife hängen.


Fotostrecke mit weiteren und größeren Fotos...

Wir konnten das Mainboard sogar mit 4,26 GHz (32x 133,33 MHz) starten, doch Memtest86+ fror sofort ein und bereits beim Start ging die Leistungsaufnahme des Systems über 200 Watt hinaus. Eine stabile Taktrate erreichten wir mit 3,86 GHz (da ASUS den Basistakt zu hoch ansetzt, kommen wir tatsächlich auf 3,90 GHz) und einem Multiplikator von 29. Der Arbeitsspeicher läuft als DDR3-1333CL8 und das Mainboard legt am Prozessor 1,432 Volt an - das sind immerhin 0,13 Volt mehr als MSI beim Eclipse SLI einstellt und dürfte somit den größeren Spielraum erklären.

Übertakten: Basistakt
Mit dem Basistakt hatten wir bisher so unsere Probleme. Mit den frühen BIOS-Versionen des Intel Extreme DX58SO und MSI Eclipse SLI kamen wir nicht allzu weit, erst der DIP-Schalter auf dem Eclipse SLI verhalf uns zu 166 MHz, was den Core i7 965 zusammen mit einem Multiplikator von 23 auf 3,83 GHz brachte. Beim ASUS P6T Deluxe hatten wir etwas mehr Glück und ein ausgereifteres BIOS, welches den Start mit einem Basistakt von 190 MHz ermöglichte. Zusammen mit einem Multiplikator von 20 kamen wir ins BIOS und konnten Memtest86+ starten, doch innerhalb weniger Sekunden kam es zum Reboot.


Fotostrecke mit weiteren und größeren Fotos...

Mit 20x 185 MHz brachten wir den Prozessor auf stabile 3,70 GHz. Der QPI-Link taktete dabei mit 3,33 GHz (6666 MT/s) und der Arbeitsspeicher wurde als DDR3-1113CL8 betrieben. Wir mussten die DRAM Bus Voltage auf 1,60 Volt anheben und die QPI/DRAM Core Voltage auf 1,225 Volt, das Mainboard schickte 1,328 Volt auf den Prozessor. Damit war diese Übertaktung in Bezug auf den Stromverbrauch und die Abwärme deutlich harmloser als unser Versuch mit dem Multiplikator.

Übertakten: Stromverbrauch
Gib dem Core i7 Volt und er wird zur Kochplatte! Das ist kein Scherz, sondern eine Warnung. Schauen wir uns doch einfach einmal an, wieviel das übertaktete System gesoffen hat:

Cinebench 10 64-Bit multithreaded Rendering in 100CB
vs Stromverbrauch 8 Threads in Watt
ASUS P6T Deluxe
3,90GHz turbo29
DDR3-1333CL8/3Ch
224.18
342
ASUS P6T Deluxe
3,70GHz bus185
DDR3-1113CL8/3Ch
210.09
261
ASUS P6T Deluxe
3,20GHz fix
DDR3-1066CL8/3Ch
184.88
193
MSI Eclipse SLI
3,83GHz dip166
DDR3-1333CL8/3Ch
210.91
355
MSI Eclipse SLI
3,60GHz turbo27
DDR3-1333CL8/3Ch
204.58
235
MSI Eclipse SLI
3,36GHz bus140
DDR3-1333CL8/3Ch
195.03
196
MSI Eclipse SLI
3,20GHz fix
DDR3-1066CL7/3Ch
183.24
188

Ja, die Rechenleistung steigt, doch der Stromverbrauch steigt im Verhältnis viel stärker. Wer mit einem Luftkühler übertaktet, sollte nicht weit über 1,30 Volt und 3,50 GHz hinausgehen. Mit Wasser sind um die 4,00 GHz möglich, auf 32-Bit Betriebssystemen wahrscheinlich auch etwas mehr. Wir haben mit Windows Vista 64-Bit und 64-Bit Lasttests gearbeitet, was die Übertaktungsmöglichkeiten etwas einschränkt.




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Stromverbrauch
Kommen wir nun zu den Stromverbrauchsmessungen: Wir messen die Leistungsaufnahme des kompletten Systems mit dem festen Takt von 3,2 GHz (fix), im Turbo-Modus mit einem maximalen Multiplikator von 27 bzw. 3,60 GHz (turbo) sowie mit zwei Einstellungen aus der von ASUS und MSI mitgelieferten Stromspar-Software.

Die EPU-6-Engine: CO2 sparen wir nur am Bildschirm

Fotostrecke mit weiteren und größeren Fotos...

Bei ASUS handelt es sich um die EPU-6-Engine und wir wählen die Profile "Optimize" (MSI) bzw. "Auto" (ASUS) für den optimalen Betrieb sowie "Max Power Saving" für den geringsten Stromverbrauch. Letztere Option senkt den CPU-Takt auf dem ASUS P6T Deluxe auf 1,57 GHz (1,114 Volt) und beim MSI Eclipse SLI auf 1,60 GHz (1,112 Volt) ab.

Stromverbrauch Idle in Watt, niedriger ist besser
Intel Extreme DX58SO
3,20GHz fix
DDR3-1066CL7/3Ch
94
Intel Extreme DX58SO
3,20+GHz turbo
DDR3-1066CL7/3Ch
97
MSI Eclipse SLI
1,60GHz max saving
DDR3-1066CL7/3Ch
103
MSI Eclipse SLI
3,20+GHz turbo
DDR3-1333CL8/3Ch
109
MSI Eclipse SLI
3,20GHz fix
DDR3-1066CL7/3Ch
109
MSI Eclipse SLI
3,20GHz optimze
DDR3-1066CL7/3Ch
109
ASUS P6T Deluxe
3,20GHz+turbo
DDR3-1066CL7/3Ch
113
ASUS P6T Deluxe
3,20GHz fix
DDR3-1066CL7/3Ch
113
ASUS P6T Deluxe
1,57GHz max saving
DDR3-1066CL7/3Ch
114
ASUS P6T Deluxe
1,57GHz auto
DDR3-1066CL7/3Ch
114

Viele Phasen machen kein sparsames Mainboard, jedenfalls nicht im Leerlauf, wenn diese Phasen gar nicht benötigt werden. Das besser ausgestattete MSI Eclipse SLI erweist sich als sparsamer und Intels Extreme DX58SO mit seiner reduzierten Hardware erweist sich als echtes Sparschein.

Stromverbrauch Last 1 Thread; 2 Threads in Watt, niedriger ist besser
MSI Eclipse SLI
1,60GHz max saving
DDR3-1066CL7/3Ch
114
124
ASUS P6T Deluxe
1,57GHz max saving
DDR3-1066CL7/3Ch
127
142
Intel Extreme DX58SO
3,20GHz fix
DDR3-1066CL7/3Ch
127
145
MSI Eclipse SLI
3,20GHz fix
DDR3-1066CL7/3Ch
136
152
MSI Eclipse SLI
3,20GHz optimze
DDR3-1066CL7/3Ch
138
153
ASUS P6T Deluxe
3,20GHz fix
DDR3-1066CL7/3Ch
147
170
ASUS P6T Deluxe
3,20GHz auto
DDR3-1066CL7/3Ch
148
170
MSI Eclipse SLI
3,20+GHz turbo
DDR3-1333CL8/3Ch
154
178
Intel Extreme DX58SO
3,20+GHz turbo
DDR3-1066CL7/3Ch
146
179
ASUS P6T Deluxe
3,20GHz+turbo
DDR3-1066CL7/3Ch
158
189

Wird ein Thread ausgeführt, liegt der Stromverbrauch des Testsystems mit dem MSI Eclipse SLI rund 11 Watt unter dem Wert, welchen wir mit dem ASUS P6T Deluxe messen. Bei zwei Threads wächst MSIs Vorteil auf 18 Watt an. Wird der Tubro-Modus aktiviert, schrumpft der Unterschied auf 4 bzw. 11 Watt zusammen. Die Profile "Auto" und "Optimize" bringen keinerlei Vorteile.

Stromverbrauch Last 4 Thread; 8 Threads in Watt, niedriger ist besser
MSI Eclipse SLI
1,60GHz max saving
DDR3-1066CL7/3Ch
135
138
ASUS P6T Deluxe
1,57GHz max saving
DDR3-1066CL7/3Ch
152
152
MSI Eclipse SLI
3,20GHz fix
DDR3-1066CL7/3Ch
188
188
MSI Eclipse SLI
3,20GHz optimze
DDR3-1066CL7/3Ch
187
189
MSI Eclipse SLI
3,20+GHz turbo
DDR3-1333CL8/3Ch
198
198
Intel Extreme DX58SO
3,20GHz fix
DDR3-1066CL7/3Ch
198
200
ASUS P6T Deluxe
3,20GHz fix
DDR3-1066CL7/3Ch
210
210
ASUS P6T Deluxe
3,20GHz auto
DDR3-1066CL7/3Ch
210
210
Intel Extreme DX58SO
3,20+GHz turbo
DDR3-1066CL7/3Ch
236
239
ASUS P6T Deluxe
3,20GHz+turbo
DDR3-1066CL7/3Ch
239
239

Eigentlich hatten wir erwartet, dass sich die 16+2 Phasen des ASUS P6T Deluxe spätestens bei einer Belastung mit vier oder acht Threads auszahlen werden, doch stattdessen wächst der Vorteil des sparsamen MSI Eclipse SLI auf 23 bzw. 21 Watt an. Selbst das Intel Extreme DX58SO begnügt sich mit 12 bzw. 10 Watt weniger - jedenfalls solange wir den Finger vom Turbo-Modus lassen. Was den Turbo-Modus des MSI Eclipse betrifft, so arbeitet die Power Control Unit (PCU) des Prozessors auf diesem Mainboard deutlich schärfer und riegelt unseren Prozessor bereits ab. Somit bleibt die Leistungsaufnahme um 40 Watt geringer, doch wir bekommen auch nicht die volle Rechenleistung.




Im Test: ASUS P6T Deluxe, Workstation-Unterbau für Intels Core i7 - Druckansicht - Seite 20 von 22

Stabilität
Nachdem die ersten BIOS-Versionen des ASUS P6T Deluxe in Bezug auf die Speicherkompatibilität etwas durchwachsen waren, erwies sich das im Test verwendete BIOS 1102 als solide und zuverlässig. Die Stabilität des Systems haben wir in zwei Schritten getestet: Zunächst wurden die verschiedenen Speicherkonfigurationen mit Memtest86+ validiert, je Konfiguration führten wir mindestens fünf Durchläufe durch:

Speichertest: Memtest86+
SpeicherMHzTimingsErgebnis
Qimonda IMSH1GU03A1F1C-10F
3x 1 GByte
533@1,50V7-7-7-20 1Tstabil
Super Talent W1600UX2G9
3x 1 GByte
533@1,60V7-7-7-20 1Tstabil
Super Talent W1866UX2G8
3x 1 GByte
533@1,60V7-7-7-20 1Tstabil
Qimonda IMSH1GU03A1F1C-10F
3x 1 GByte
667@1,50V8-8-8-24 1Tstabil
Super Talent W1600UX2G9
3x 1 GByte
667@1,65V8-8-8-24 1Tstabil
Super Talent W1866UX2G8
3x 1 GByte
667@1,65V8-8-8-24 1Tstabil
Qimonda IMSH1GU03A1F1C-10F
3x 1 GByte
533@1,60V7-7-7-20 1Tstabil
Super Talent W1600UX2G9
3x 1 GByte
Qimonda IMSH1GU03A1F1C-10F
3x 1 GByte
533@1,60V7-7-7-20 1Tstabil
Super Talent W1866UX2G8
3x 1 GByte
Qimonda IMSH1GU03A1F1C-10F
3x 1 GByte
667@1,65V8-8-8-24 1Tstabil
Super Talent W1600UX2G9
3x 1 GByte
Qimonda IMSH1GU03A1F1C-10F
3x 1 GByte
667@1,65V8-8-8-24 1Tstabil
Super Talent W1866UX2G8
3x 1 GByte

Ob wir das ASUS P6T Deluxe mit drei oder sechs Modulen bestücken ist gleichgültig, das Mainboard verhält sich absolut vorbildlich. Dass wir für die Speicherriegel von Super Talent 1,60 bzw. 1,65 Volt anlegen müssen hat seinen Grund: Die auf diesem Modulen verbauten Chips des Herstellers Micron lassen sich zwar sehr hoch takten, benötigen hierfür jedoch eine sehr hohe Spannung. Für DDR3-1600 oder DDR3-1833 müssten wir 1,80 bis 1,90 Volt anlegen, doch bereits oberhalb von 1,65 Volt kann es zu einer Beschädigung des Speicher-Controllers und somit zu einem Totalausfall des Prozessors kommen. Bis uns andere Module zur Verfügung stehen, begnügen wir uns daher mit DDR3-1333.

6 Module? Null Problemo!

Fotostrecke mit weiteren und größeren Fotos...

Im Anschluss folgte ein zwölfstündiger Lasttest der fehlerfreien Konfigurationen unter Windows Vista Ultimate 64-Bit. Hierbei kombinierten wir zwei Instanzen vom Prime95 mit 3DMark06:

Lasttest: 2x Prime95 + 3DMark06
SpeicherMHzTimingsErgebnis
Qimonda IMSH1GU03A1F1C-10F
3x 1 GByte
533@1,50V7-7-7-20 1Tstabil
Super Talent W1600UX2G9
3x 1 GByte
533@1,60V7-7-7-20 1Tstabil
Super Talent W1866UX2G8
3x 1 GByte
533@1,60V7-7-7-20 1Tstabil
Qimonda IMSH1GU03A1F1C-10F
3x 1 GByte
667@1,50V8-8-8-24 1Tstabil
Super Talent W1600UX2G9
3x 1 GByte
667@1,65V8-8-8-24 1Tstabil
Super Talent W1866UX2G8
3x 1 GByte
667@1,65V8-8-8-24 1Tstabil
Qimonda IMSH1GU03A1F1C-10F
3x 1 GByte
533@1,60V7-7-7-20 1Tstabil
Super Talent W1600UX2G9
3x 1 GByte
Qimonda IMSH1GU03A1F1C-10F
3x 1 GByte
533@1,60V7-7-7-20 1Tstabil
Super Talent W1866UX2G8
3x 1 GByte
Qimonda IMSH1GU03A1F1C-10F
3x 1 GByte
667@1,65V8-8-8-24 1Tstabil
Super Talent W1600UX2G9
3x 1 GByte
Qimonda IMSH1GU03A1F1C-10F
3x 1 GByte
667@1,65V8-8-8-24 1Tstabil
Super Talent W1866UX2G8
3x 1 GByte

Auch der Lasttest gibt keinen Anlass zur Kritik: Wie zuvor bereits das MSI Eclipse SLI erweist sich auch das ASUS P6T Deluxe als stabiles Fundament für Intels Core i7.




Im Test: ASUS P6T Deluxe, Workstation-Unterbau für Intels Core i7 - Druckansicht - Seite 21 von 22

ASUS Express Gate SSD
Wie kommt man in nur fünf Sekunden ins Internet? ASUS löst diese Aufgabe mit einem Flashspeicher und einem embedded Linux. Die Express Gate SSD ist eine kleine Platine, welche oberhalb des weißen PCI-Express 2.0 x16 Steckplatzes zu finden ist. Noch bevor sich das BIOS des Mainboards zu Wort meldet, kann man hier auswählen, wohin die Reise gehen soll:


Fotostrecke mit weiteren und größeren Fotos...

Beim ersten Start konfiguriert man zunächst Sprache und Anzeigeeinstellungen, beim zweiten Start klappt es dann wirklich mit den fünf Sekunden.


Fotostrecke mit weiteren und größeren Fotos...

Um eine Verbindung mit dem Internet zu bekommen, muss man jedoch eine Netzwerkschnittstelle des Mainboards verwenden. Optionale WLAN-Karten werden nicht unterstützt.


Fotostrecke mit weiteren und größeren Fotos...

Die ersten Versionen von Express Gate umfassten einen Webbrowser und Skype, neu hinzugekommen ist eine Fotoverwaltung...


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...der Zugriff auf Datenträger wie USB-Laufwerke und DVD-Brenner...


Fotostrecke mit weiteren und größeren Fotos...

...und die Chat-Software Pidgin:


Fotostrecke mit weiteren und größeren Fotos...

Ob man Express Gate nun verwendet oder nicht: Es handelt sich um ein attraktives Ausstattungsmerkmal, welches in Verbindung mit der SSD wirklich nützlich sein kann. Auf dem P5Q-E hatte ASUS die SSD eingespart, so dass man das Linux auf der Festplatte installieren musste. Diese ist dabei auf den Intel-Controller und den IDE-Modus beschränkt, was wenig sinnvoll erscheint. Ein Haken bleibt aber auch bei der SSD-Variante: Die Aktualisierung des Linux muss unter Windows vorgenommen werden.




Im Test: ASUS P6T Deluxe, Workstation-Unterbau für Intels Core i7 - Druckansicht - Seite 22 von 22

Fazit
GutDas ASUS P6T Deluxe verbindet eine sehr gute Ausstattung mit einer vorbildlichen Stabilität. Neben den sechs SATA 3,0 Gb/s Ports der ICH10R hat ASUS einen Marvell-Controller für zwei ATA133-Laufwerke und einen externen SATA-Anschluss sowie einen 2-Port-SAS-Controller des selben Herstellers integriert. Insbesondere durch die beiden SAS-Anschlüsse hebt sich das Mainboard von der Masse ab und zeigt, dass sich diese Plattform besonders gut für bezahlbare Workstations eignet. Da man am SAS-Controller jedoch auch ganz normale SATA-Festplatten betreiben kann, ist dieses Feature für alle Kunden attraktiv. Hinzu kommen eine ordentliche aber nicht herausragende HD-Audio-Lösung mit digitalen Ausgängen, zwei per PCI-Express angebundene Gigabit-LAN Controller und der übliche Firewire-Controller von VIA.

Ein weiteres Alleinstellungsmerkmal ist die Express Gate SSD, ein embedded Linux auf Flash-Speicher, mit dem man auch ohne ein zusätzlich installiertes Betriebssystem innerhalb von ca. fünf Sekunden auf das Internet zugreifen kann. Zugegeben: Nicht jeder wird hiervon Gebrauch machen, zumal die Verbindung nur über die beiden LAN-Controller des Mainboards erfolgen kann. Dennoch macht Express Gate auf einem SSD wesentlich mehr Sinn, als die Installation des Linux auf der Festplatte, welche ASUS bei preiswerteren Mainboards wie dem ASUS P5Q-E anbietet.


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In Hinblick auf die Performance liegt das ASUS P6T Deluxe auf dem Niveau des MSI Eclipse SLI und kann sich aufgrund von zwei Monaten zusätzlicher Reifezeit für das BIOS sogar einen kleinen Vorteil erkämpfen. Dies gilt auch für das Übertakten, wo wir mit dem ASUS P6T Deluxe 3,90 GHz erreichen, während beim MSI Eclipse SLI oberhalb von 3,83 GHz kein stabiler Betrieb mehr möglich war. Allerdings setzt ASUS den Turbo-Modus nur einstufig um und ignoriert die Möglichkeiten der Power Control Unit (PCU) völlig. Das bedeutet: Wir können keine unterschiedlichen Multiplikatoren für die einzelnen Kerne einstellen und die Grenzwerte für die maximale Wärmeabgabe (TDP) und die maximal erlaubte Stromstärke bleiben im Dunkeln. Wir werden dem MSI Eclipse dieser Tage mit einem aktuellen BIOS nochmals auf den Zahn fühlen und dabei erforschen, welche Fortschritte MSI in den vergangenen zwei Monaten gemacht hat. Ein Grund dafür, dass wir die 4-GHz-Grenze nicht durchbrechen konnten, ist die Testumgebung. Unser 64-Bit Betriebssystem zieht zusammen mit den 64-Bit Stabilitätstests deutlich engere Grenzen als beispielsweise Windows Vista 32-Bit mit Prime95.

Enttäuscht hat uns das P6T Deluxe einzig in Hinblick auf den Stromverbrauch. Während ASUS im Laufe des letzten Jahres einige sehr energieeffiziente Mainboards auf den Markt bringen konnte, erwies sich die EPU-6-Engine bereits auf dem ASUS P5Q-E als Mittelmaß. Beim P6T Deluxe verbaut ASUS einen aufwändigen Wandler mit 16+2 Phasen und verliert den Vergleich mit MSI Eclipse SLI dennoch deutlich. Mit einem Preis von 240 Euro ist das ASUS P6T Deluxe - für diese Plattform und angesichts seiner Ausstattung - recht preiswert. Unsere Bewertung lautet: "Gut".




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