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Asus A7V333, was bringt der VIA KT333? 2/8
07.04.2002 by doelf

Der AMD Athlon XP und die Thermaldiode
Seit der Einführung des AMD Athlon XP gibt es eine CPU interne Diode, die die Temperatur des CPU Core überwacht und den Rechner bei Überhitzung abschalten kann. Wenn sie denn jemand - abgesehen von Siemens - nutzen würde. Traurig aber wahr: der AMD Athlon XP geht bald in Rente und immer noch wird dieses wichtige Feature vollkommen ignoriert! Das Asus A7V333 bietet nun die C.O.P. Funktion, die bei Verwendung eines AMD Athlon XP bei Überhitzung den Rechner rechtzeitig ausschalten soll. Allerdings zeigen das BIOS und PC Probe Werte an, die mit denen des Asus A7V266 weitgehend übereinstimmen und Asus erwähnt weder im Handbuch noch auf der Verpackung die interne Diode. Allerdings bietet Asus auf der eigenen Homepage alle wichtigen Informationen zum C.O.P. Feature an. Nicht der Monitoring Chip selber sondern ein weiterer Baustein recht neben den Speicherbänken überwacht die Temperatur der Athlon XP CPU in Echtzeit. Steigt diese auf den kritischen Wert von 95° Celsius an, wird die Stomversorgung der CPU gekappt. Der Monitoring Chip gibt zu diesem Zeitpunkt Werte um die 75° an PCProbe weiter. Bitte beachten: nur der AMD Athlon XP wird geschützt, alle anderen CPUs werden gnadenlos gegrillt. Asus bietet auch ein Video zu diesem Thema an: Download (ca. 12MB).
Warum werden erst jetzt solche Funktionen integriert, mag man sich fragen. Vielleicht weil AMD ab dem 1. Juli 2002 nur noch Mainboards empfehlen wird, die dieses Feature haben!
Neben C.O.P. gibt es noch ein weiteres neues Feature: liegt wenig Last an, wird der CPU Lüfter heruntergeregelt. Ob das wirklich Sinn macht? Ein leiser CPU Kühler ist mir lieber.

Das BIOS
Bei Asus gibt es für das A7V333 bereits einige BIOS Updates, die letzte Version ist 1.005 und diese haben wir auch getestet. Asus bietet im BIOS fast alles, was man zum Übertakten und Speichertuning braucht und auch sonst ist das BIOS umfangreich und übersichtlich. Allerdings hatten wir nach BIOS Änderungen oft einen Hänger und das System fuhr nicht hoch. Dies geschah zumeist, wenn wir einen niedrigen Multiplikator und einen hohen FSB Takt eingestellt hatten und dann auf einen höheren Multiplikator mit einem niedrigeren FSB zurückgingen. Hier scheint es fast, als würde der Multiplikator initialisiert während der Frontsidebus noch nicht heruntergesetzt wurde. Auf jeden Fall mißlang das eine ums andere Mal der Start und das BIOS setzte die CPU zurück auf den Default-Multiplikator und den Frontsidebus auf 100/200 MHz. Aber es gab noch weitere Probleme mit dem Asus A7V333.

Verzweifelt gesucht! Suspend To RAM
Das Asus A7V333 konnte uns allerdings nicht in allen Punkten überzeugen. Aus Gründen, die mir persönlich völlig unverständlich sind, hat Asus immer noch Probleme mit dem S3 (Suspend To RAM) Modus. Dieser Standby Modus ist der einzige, der wirklich Sinn macht, denn hier werden alle Daten im Speicher gehalten und nur dieser wird auch weiterhin mit Strom versorgt. Das Netzteil sowie alle Lüfter werden ausgeschaltet! Leider existiert Suspend To RAM beim Asus A7V333 erst einmal nur im Handbuch, im BIOS fehlt die Option. Erst wenn man das Mainboard vom Jumper-Free-Mode (Jumper JEN) auf die Konfiguration per DIP-Schalter umstellt, erhält man auch den S3-Modus. Das hat jedoch einen entscheidenden Nachteil: per DIP Schalter kann zwar der Frontsidebus des Systems einstellen, aber der Multiplikator bleibt dann unverändert. Wer vorhat, die CPU per Multiplikator zu übertakten oder den Frontsidebus auf 166 MHz anzuheben, der schaut beim S3-Modus in die Röhre. Schade.
Verzichtet man auf jegliche Übertaktung und stellt die DIP-Schalter per Hand ein, so funktioniert der S3-Modus ohne Probleme. Asus beschreibt diese umständliche Vorgehensweise - S3 gibt es ja nur jenseits der Default-Einstellungen - auf einem Update-Zettel zum Handbuch, der leider noch nicht in allen Packungen enthalten ist.
Noch ein Kuriosum: nachdem wir S3 aktiviert hatten und danach wieder in den jumperless Mode wechselten, wachte der Rechner aus dem normalen Suspend-Mode nicht mehr auf.

Mehr Spannung erwartet: Speicher und AGP
Dem CPU-Core kann man zwischen 1,675 und 1,85 Volt gönnen, das ist ausreichend aber nicht üppig. Ein Sicherheits-Jumper (VID)verhindert (in der Theorie) das irrtümliche Erhöhen der CPU Core-Spannung, damit der teure Prozessor nicht durch einen Unfall das zeitliche segnet. Zudem gibt es einen Jumper namens Overvoltage. In einigen Reviews ist davon die Rede, daß das Asus A7V333 eine frei wählbare CPU-Core-Voltage bieten würde. Dazu müßte lediglich der VID-Jumper auf 2-3 gesetzt werden. Wenn der VID Jumper auf 1-2 steht (Default), bietet das BIOS 1.75 bis 1.85 Volt an, ebenso, wenn der VID Jumper auf 2-3 steht oder zusätzlich noch der ominöse Overvoltage-Jumper aktiviert wurde. Seltsam. Noch seltsamer: wenn Overvoltage aktiviert wurde, werden aus 1,75 Volt mehr als 2 Volt! Schaut mal in den Hardware-Monitor. Dieses Feature hätte Asus lieber dokumentieren sollen! Wer unvorsichtig mit den Jumpern herumspielt, wiegt sich eventuell in Sicherheit (also auf 1,75 Volt) und röstet eine nicht-XP CPU (denn diese werden ja durch C.O.P. geschützt) mit 2 und mehr Volt.
Der Arbeitsspeicher bekommt 2,5 Volt und damit basta - oder doch nicht? Die Jumper JP1 und JP2 werden im Handbuch dezent verschwiegen. Was bewirken sie? Nun ja, per Default versorgen sie den Speicher auf dem A7V333 mit etwas mehr als den üblichen 2,5 Volt, soviel steht fest. Peter von Hardtecs4u hat nachgemessen und stellte folgende Werte fest: Default = 2,9 Volt! Andere Einstellungen liefern 2,7 bis 3,0 Volt, in die Details wird euch Hardtecs4u in Kürze einweihen.

Maximaler Speicherausbau = wenig Spielraum beim Optimieren
Wer die Speicherzugriffe optimieren will und daran denkt, den 1T-Command zu nutzen, der sollte nur ein oder zwei Speicherbausteine verwenden! Wir nutzen zum Test ein PC2700 CL2,5 Modul von Apacer mit Samsung 5ns Modulen, das auch 166/333 MHz mit CL2 schafft. Zudem kamen für den maximalen Speicherausbau zwei Crucial PC2100 CL2,5 Module zum Einsatz, die bei 133/266 MHz ebenfalls mit CL2 laufen. Waren alle Bänke belegt, so war allerdings nur noch CL2,5 bei 133/266 MHz möglich. Wurde das System mit 166/333 MHz hochgefahren oder der 1T-Command enabled, so wurde der Rechner sehr schnell instabil. Wurden die Speicherbausteine innerhalb ihrer Spezifikationen betrieben, so lief das Asus A7V333 auch mit 3 bestückten Speicherbänken stabil, nur auf den 1T Command muß man dann eben verzichten. Auch hier hatte ich mehr erwartet.

RAID Leid
Statt vier gleich acht IDE Geräte, wie schön. Jedoch ist Vorsicht geboten: die Lite-Version des Promise RAID Controllers auf dem A7V333 unterstützt nur Festplatten. Mit CD-ROM, Brenner oder DVD weiß der Controller nichts anzufangen. Zudem werden nur RAID 0 und RAID 1 unterstützt. Auch eine einzelne Festplatte, muß man somit zum RAID Array deklarieren.
Sowohl der onboard RAID Controller als auch eine Promise TX2 PCI-Karte zeigten mit dem VIA 4.38 Treiberpaket eine IDE Read-Burst-Rate von nur 60,6 MB/Sekunde. VIAs RAID Patch verbesserte die Situation ein wenig auf 70,4 MB/Sekunde. Die Burstrate auf dem Tyan Tiger MP liegt bei identischer Hardware über 80 MB/Sekunde und wird von HDTach nicht mehr angezeigt. Niedrige Burstraten kennen wir schon von VIAs KT266A, wir hatten gehofft, die Performance hätte sich in der Zwischenzeit ein wenig verbessert. Schade. RAID mit Handbremse wird nur wenige Nutzer freuen und da alle PCI-Karten betroffen sind, ist dies ein ernster Kritikpunkt am VIA KT333.

Firewire
Auf dem A7V333 wird Firewire über ein Slotblech ins Freie geleitet. Auf dem Blech befinden sich zwei Anschlüsse mit zwei Steckern, Asus liefert aber nur einen Kabel mit und bietet auf dem A7V333 auch nur einen Anschluß. Man muß sich also entscheiden, welchen Port man nutzen will! Hat ein Gerät den falschen Anschluß, dann muß man erstmal den Rechner ausschalten, aufschrauben und den Anschlußkabel umstecken - umständlicher geht es nicht.

Weiter: 3. Setup und Stabilität

1. Ausstattung und Layout
2. BIOS und Probleme
3. Setup und Stabilität
4. Benchmarks: Duron FSB 200
5. Benchmarks: Duron FSB 200/266/333
6. Benchmarks: Duron FSB 333/366
7. Benchmarks: Athlon XP 1800+
8. Fazit

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