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Neu von MSI

ASUS A7V8X mit VIA KT400 Review - 3/7
28.09.2002 by holger

Das Layout
Das A7V8X kann als vollkommen neues Board bezeichnet werden, es handelt sich nicht um ein überarbeitetes Layout des A7V333. Bereits auf den ersten Blick fallen die überaus nahe zum CPU-Sockel und zur Northbridge ausgerichteten Speicherbänke aus, um möglichst kurze Signalwege zu realisieren. Auf der anderen Seite ergeben sich dadurch sogar Installationsprobleme mit Grafikkarten von bescheidener Länge und Speicherbausteinen - ein Ausbau der Grafikkarte scheint daher unumgänglich. Die nahe Anordnung der Speicherbänke zum AGP-Slot ergibt sich auch aus der Platzierung von sechs PCI-Slots auf dem Board, andererseits hätte ASUS die Möglichkeit gehabt, die Speicherbänke ein wenig nach oben zu versetzen. Wir können jedoch keine Aussage darüber treffen, ob die Wegstrecke, die die Signale durch diese Maßnahme zurücklegen müssten, insbesondere aufgrund der Tatsache, dass ASUS denn DDR400-Betrieb validiert, bereits ungebührlich in die Länge gezogen wird.


Sehr eng: AGP und Speicher

ASUS hat die Keepout-Area um den CPU-Sockel vorbildlich eingehalten, kein Kondensator stört wuchtige Kühler, auch an die Befestigungslöcher für Alpha und Co hat man gedacht. Positiv zu bewerten ist die lüfterlose Northbridge-Kühlung, heutige PCs sind aufgrund von hitzigen Komponenten ohnehin laut genug, darüber hinaus macht es aus thermischen Gründen keinen Sinn, einen Propeller auf der Northbridge zu verbauen. Gut gefallen hat uns die Arretierung am AGP-Slot, die ein Herausrutschen der schweren Zocker-Karten wirkungsvoll verhindert.

Das übrige Layout des Mainboards wirkt aufgeräumt und durchdacht. Der ATX-Power-, der Floppy-Anschluss sowie die beiden Southbridge-IDE-Anschlüsse liegen am äußersten rechten Rand der Platine, durch diese Anordnung wird der Luftstrom im Inneren des Gehäuses nicht gestört oder gar verhindert – so soll es sein!

Rätselraten verursachte zunächst der blau eingefärbte sechste PCI-Steckplatz – wollte ASUS darauf hinweisen, dass man einen weiteren PCI-Slot auf dem Board integriert hatte ;-) Über diesen Slot kann eine spezielle ASUS-eigene Wireless-Karte verwendet werden, die allerdings nicht auf anderen Mainboards eingesetzt werden kann. Unterstützt werden die 802.11a und 802.11b Standards, wodurch kabellose Netzwerke aufgebaut werden können sowie Bluetooth, um mühelos mobile Endgeräte anzuschließen. Wird die genannte Wireless-Card nicht verwendet, fungiert der Slot als ganz normaler PCI-Steckplatz. Um satte sechs PCI-Slots und die zusätzlichen PCI-Chips anzubinden, setzt ASUS einen zusätzlichen Arbiter ein, den Attansic AT123s, den wir bereits vom EPoX 8K3A+ kennen.

Zerknirschter waren wir beim Anblick unschöner Drahtbrücken, die anstelle von Jumpern verlötet wurden. Dem User wird also kategorisch in Abrede gestellt, ob er das Board im JumperFree oder Jumper-Mode betreiben möchte. Schlimmer wiegt die Tatsache, dass sich der Broadcom-Lan, der VIA-Firewire- sowie der Promise-Raid-Controller nicht abschalten lassen, auf diese Möglichkeit hat ASUS nämlich auch im Bios verzichtet! Ob eine spätere Implementierung im Bios erfolgen wird, konnte man uns leider nicht beantworten. Glücklicherweise hat ASUS diesmal den wichtigen CLEAR-CMOS-Jumper nicht vergessen oder überbrückt.


Fragwürdig: Drahtbrücken statt Jumper; den Overvolt-Jumper gibt es aber noch...

Ein für Overclocker überaus interessanter Jumper dürfte der „OVER_VOLT1“-Jumper sein, wird der Overvolt-Jumper enabled, können laut Handbuch im Bios +1,7 V bis +2,05 V ausgewählt werden, verbleibt er in default-Einstellung, können im Bios +1,5 V bis +1,8 V eingestellt werden. So jedenfalls die Beschreibung im Handbuch, die Realität sieht jedoch völlig anders aus! Wird der Jumper auf enabled gesetzt, so stehen im Bios weiterhin die Optionen +1,75 V bis +1,875 V zur Verfügung, laut Bios-Hardware-Monitor wird die CPU-Spannung bei ausgewählten +1,75 V gleich auf +1,95 V eingestellt, ein nicht gerade niedriges Spannungsniveau! Anders ausgedrückt: Eine Auswahl von +1,9 V oder +1,925 V ist überhaupt nicht möglich, da per default-Einstellung bis zu +1,875 V ausgewählt werden können. Wir gehen davon aus, dass bei aktiviertem Overvolt-Jumper und ausgewählten +1,875 V tatsächlich 2,05 V erreicht werden. Damit nicht genug, auch die Speicher- sowie AGP-Spannung lässt sich bequem im Bios einstellen – ohne den Overvoltage-Jumper setzen zu müssen. Die Speicher-Spannung kann der User von +2,55 V bis +2,85 V in 0,1 V-Schritten, die AGP-Spannung von +1,5 V bis +1,8 V in 0,1 V-Schritten manuell einstellen. Realisiert wird das komfortable Bios-Tweaking durch den Attansic ATXP5, dessen Derivat ATXP1 wir schon von EPoX-Platinen kennen.

Bleibt abschließend die Frage, ob das A7V8X die interne Diode des Palomino zum Monitoring nutzt, um die Stromzufuhr zu kappen, falls ein Kühler mal falsch sitzt oder das Kühlerchen ein wenig unterdimensioniert ausgewählt wurde. Weiterhin stellt sich die Frage, ob auch die Temperatur selbst über die interne Diode ausgelesen wird – die Notabschaltung funktioniert auch ohne ein Auslesen der Diode zum Monitoring des Temperaturverlaufs! Nach unserem Dafürhalten kann nicht von einem Monitoring der Temperatur über die interne Diode ausgegangen werden, zu träge fällt der Temperaturanstieg im Falle einer Lasterhöhung aus. Wird Prime95 dahingegen gestoppt, sinkt der Temperaturverlauf langsam und träge, es ergeben sich unregelmäßige Temperaturschwankungen von 1-4 °C, die auf ein Monitoring per Heißleiter hindeuten.

Wie Core-Overheat-Protection (C.O.P. – so nennt ASUS die Notabschaltung) auf dem A7V8X genau funktioniert, konnten wir nicht klären, auch ASUS konnte uns keine Auskünfte geben. Zunächst hatten wir einen winzigen Chip von National Semiconductor, den LM358M, im Visier, doch beim stöbern in den zugehörigen Spezifikationen fanden wir heraus, dass es sich um einen „Low Power Dual Operation Amplifier“ handelt, den wir ASUS’ Q-Fan-Feature zuschreiben. Q-Fan ermöglicht die dynamische Anpassung der Lüftergeschwindigkeit in Abhängigkeit der Systemauslastung. Stutzig machte uns indessen die Option „Over Shut Down Temperature“ im Bios, unter diesem Punkt kann die Shut-Down-Temperatur in 5°C-Schritten von 70 °C bis 100 °C eingestellt werden. Bliebe noch der Attansic ATXP5, den Attansic selbst noch nicht einmal zu kennen scheint, jedenfalls existieren keine Dokumente auf deren Web-Site. In Zusammenarbeit mit Peter von Hardtecs4u konnte auf jeden Falls ein Durchgangssignal von der Kathode (THDC) zum Attansic gemessen werden…Spekulationen über Spekulationen!

Weiter: 4. Ressourcen und PCI-Performance

1. Der VIA KT400 Chipsatz
2. Das Asus A7V8X - die Ausstattung
3. Das Layout
4. Ressourcen und PCI-Performance
5. Stabilität und Alltagsbetrieb
6. Die Benchmarks
7. Fazit

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