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Asus A8N-SLI Deluxe: nForce 4 SLI im Test und Praxiseinsatz - 8/15
5.02.2005 by doelf; UPDATE 16.05.2005
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Asus A8N-SLI Deluxe: BIOS und Overclocking
Zunächst betrachten wir einige wichtige BIOS-Optionen, danach werden wir die Tuning und Übertaktungsmöglichkeiten ausprobieren. Im Test verwendeten wir das BIOS 1003, im Nachtest die Version 1006. Werfen wir einen Blick auf die Speicher-Timings:

  • Max Memclock: Auto/200/266/333/400/433/500/533/550/600
  • 1T/2T Memory Timing: Auto / 1T / 2T
  • CAS latency (TCL): Auto / 2,0 / 2,5 / 3,0
  • RAS to CAS (Trcd): Auto / 2 / 3 / 4 / 5 / 6 / 7
  • Min RAS active time (Tras): Auto / 5 / 6 / 7 / 8 / 9 / 10 / 11 / 12 / 13 / 14 / 15
  • Row prechrage time (Trp): Auto / 2 / 3 / 4 / 5 / 6
  • Row cycle time (Trc): Auto / 7 / 8 / 9 / 10 / 11 / 12 / 13
  • Row refresh cycle time (Trfc): Auto / 9 / 10 / 11 / 12 / 13 / 14 / 15
  • Write recovery time (Twr): Auto / 2 / 3
  • Read-to-write delay (Trwt): Auto / 1 / 2 / 3 / 4 / 5 / 6

Die Auswahl ist umfassend, allerdings verwirren und die Speichertaktraten oberhalb von DDR400 doch sehr. Was passiert, wenn man z.B. DDR500 auswählt, die Konfiguration für die CPU jedoch auf Standard - also nicht übertaktet - läßt?


Fotostrecke mit weiteren und größeren Fotos...

Im BIOS 1003 bewirkte diese Auswahl einen "CPU-Frequency" von 250 MHz gepaart mit dem Default-Multiplikator unserer CPU (x 11). Bei 2750 MHz produzierte das System dann einen Bluescreen:


Fotostrecke mit weiteren und größeren Fotos...

Das BIOS 1006 macht seine Sache besser: Es setzt die "CPU-Frequency" von 250 MHz, senkt den Multiplikator jedoch so weit, daß die CPU nicht übertaktet wird. In unserem Fall ergibt sich daraus 8 x 250 MHz = 2000 MHz, die CPU arbeitet also 200 MHz unter ihrem Standard-Takt. Bei 9 x 250 MHz = 2250 MHz wäre die CPU zwar nur minimal übertaktet wurden. Wir versuchen dies manuell umzustellen, doch wenn wir den Multiplikator auf "9x" festlegen, springt der Speicher auf "Auto" und taktet in der Parxis nur mit DDR266! Stellen wir zuerst den Speicher auf "DDR500", so springt der Multiplikator auf "Auto" und wir landen wieder bei 8 x 250 = 2000 MHz.
Wir finden es gut, daß Asus die unfreiwillige Übertaktung durch Anwahl von DDR500 behoben hat, wüschen würden wir uns allerdings die Kombination aus freier Wahl des Multiplikators und des Speichertaktes. Denn DDR500 bringt vielversprechende Resultate:

SiSoft Sandra 2005.SR1 (10.50): Mem/INT; Mem/FPU
Asus A8N-SLI
nForce4SLI
8x250 MHz
5697
5650

Asus A8N-SLI
nForce4SLI
11x200 MHz
4895
4872

Anmerkung: Die Werte des Asus A8N-SLI wurden wegen dessen standardmäßiger Übertaktung um 0,52% reduziert!

Da wir gerade schon übertakten: Welche Übertaktungsoptionen bietet der Hersteller an?

  • CPU Frequency: 200 - 400 MHz
  • PCI Express clock: Enabled / 100 bis 145 MHz
  • DDR Voltage: 2,60 bis 3,00 Volt in Schritten von 0,05 Volt
  • CPU Multiplier: 4x bis 11x
  • CPU Voltage: 0,800 bis 1,550 Volt in Schritten von 0,0125 Volt
  • PCI clock synchronization mode: Auto / to CPU / 33,33 MHz
  • PEG Link Mode: Auto / Disabled / Normal / Fast / Faster

Die Übertaktungsoptionen des Asus A8N-SLI Deluxe fallen gewohnt großzügig aus. Probieren wir sie aus!

Auf dem A8N-SLI Deluxe gibt es die Möglicheit entweder manuell, per AI-Profil oder dynamisch zu übertakten. Die AI-Profile bieten für das fixe wie das dynamische Übertakten vier Stufen an: 3, 5, 8 und 10%. Asus betont, daß das hauseigene dynamische Übertakten die Mitbewerber von Neid erblassen läßt, da NOS (No-delay Overclocking System) sofort den Mehrtakt aktiviert, wenn dieser benötigt wird, und nicht erst nanosekundenlang analysiert, ob denn nun mehr Power gebraucht wird oder nicht. Als wir NOS auf dem Asus A8V-E Deluxe ausprobierten, mußten wir zu unserer Überraschung feststellen, daß sich nichts, aber auch gar nichts tat. Beim Asus A8N-SLI liegt die Sache anders, hier funktioniert NOS. Betrachten wir die Ergebnisse mit dem BIOS 1003:

TMPEG 2.512.52.161: VCD PAL, Highest Quality (niedrigere Werte sind besser)
5% OC manuell137 sec.
5% AI Overclock137 sec.
5% AI N.O.S.137 sec.
0% OC Standard141 sec.

Eindeutiger kann ein Ergebnis nicht sein. Und wie sieht es mit dem BIOS 1006 aus?

TMPEG 2.512.52.161: VCD PAL, Highest Quality (niedrigere Werte sind besser)
5% OC manuell145 sec.
5% AI Overclock143 sec.
5% AI N.O.S.146 sec.
0% OC Standard151 sec.

Das Encoding wurde nicht nur langsamer, es schwankt auch von Durchgang zu Durchgang. Auch wenn wir nicht übertakten, zeigt ein Durchlauf 150 Sekunden, ein zweiter 147 Sekunden und ein dritter 152 Sekunden an. Da wir beim BIOS 1003 im Zusammenspiel mit NVIDIAs IDE-Treiber starke Schwankungen bei der IDE-Burstrate feststellen mußten, vermuten wir einen Zusammenhang und werden dieser Unstimmigkeit im Rahmen der IDE-Tests auf die Pelle rücken. Bis dahin greifen wir auf SiSoft Sandra 2005 SR1 für die Übertaktungsmessungen zurück:

SiSoft Sandra 2005.SR1 (10.50): Dhrystone
5% AI N.O.S.10642
5% OC manuell10642
5% AI Overclock10638
0% OC Standard10114
Anmerkung: Die Werte des Asus A8N-SLI wurden wegen dessen standardmäßiger Übertaktung um 0,52% reduziert!

Egal für welche Übertaktungsoption man sich entscheidet, das Ergebnis ist identisch. AI NOS erfüllt somit das, was es verspricht:

"Der Turbo für Ihr System - aber nur wenn Sie Ihn wirklich brauchen! AI NOS überprüft die Auslastung Ihres Systems. Erreicht diese einen Schwellenwert, wird Ihr System in Echtzeit in kleinen Schritten übertaktet, um eine optimale Arbeitsgeschwindigkeit zu gewährleisten. Nur mit ASUS nutzen Sie diese dynamische Übertaktung in Echtzeit. Selbstverständlich haben Sie die Wahl, ob Sie AI NOS nutzen oder nicht. Vergleichbar mit dem Turbo in einem Rennwagen startet AI NOS das Übertakten Ihres Systems."

Eine weitere, von Asus laut gepriesene Tuningmaßnahme, verbirgt sich hinter dem "PEG Link Mode". Diese beschreibt Asus wie folgt:

"Ein einzigartiges Feature welches es dem User ermöglicht, die Leistung seiner Grafikkarte zu steigern, um beste Videoqualität erreichen."

So, so - eine bessere Videoqualität? Es handelt sich natürlich nicht um eine Maßnahme, die Videoqualität zu verbessern, sondern um eine Möglichkeit, eine höhere 3D-Leistung zu erzielen. So erklärte eine Pressemitteilung von Asus im August 2004:

"This feature... allows users to raise GPU and VGA memory throughput via the motherboard BIOS the same way system bus and memory bus are tweaked."

Für den PEG Link Mode stehen 5 Optionen zur Auswahl: Auto, Disabled, Normal, Fast und Faster. Wir haben sie mit unserer Point of View GeForce 6600GT ausprobiert und kamen mit dem BIOS 1003 zu folgendem Ergbenis:

Aquamark03: GFX
PEG=Faster7849
PEG=Normal7765
PEG=Fast7750
PEG=Disabled7530
PEG=Auto7515

Wir sind ein wenig verwirrt: Bereits auf dem Asus A8V-E Deluxe erschienen uns die Bezeichnungen der Leistungsstufen für PEG im BIOS fragwürdig, und auch das Asus A8N-SLI Deluxe bringt nicht mehr Klarheit. Im Prinzip gibt es nur zwei Leistungsstufen: DISABLED/AUTO sowie NORMAL/FAST/FASTER. Laut Asus soll "Auto"-matisch die beste Konfiguration vom Mainboard gewählt werden, diese ist auch im dritten Durchlauf erstaunlicherweise ein wenig langsamer als als "Disabled" - seltsam.

Wir wiederholen den Test mit dem BIOS 1006:

Aquamark03: GFX
PEG=Faster7983
PEG=Normal7905
PEG=Fast7894
PEG=Auto7672
PEG=Disabled7661

"Auto" entspricht in etwa "Disabled", "Fast" entspricht "Normal" und "Faster" ist noch etwas schneller, da hat sich in der Rangfolge nicht viel verändert.
Was sich jedoch verändert hat, ist das Verhalten des A8N-SLI Deluxe nach der Auswahl diverser Übertaktungsfunktionen: Schlug mit dem BIOS 1003 nach der Umstellung des PEG-Modus oder des Übertaktungsprofiles mit großer Sicherheit der nächste Reboot fehl, so daß ein Druck auf den Reset-Knopf nötig wurde, so verhält sich das Mainboard mit dem BIOS 1006 nun vorbildlich.

Weiter: 9. Asus A8N-SLI Deluxe: Stabilität und Auffälligkeiten

1. Vorwort
2. Der NVIDIA nForce 4 SLI Chipsatz
3. SLI-Praxis und Benchmarks
4. Weitere SLI-Benchmarks
5. Asus A8N-SLI Deluxe: Lieferumfang
6. Asus A8N-SLI Deluxe: Layout #1
7. Asus A8N-SLI Deluxe: Layout #2
8. Asus A8N-SLI Deluxe: BIOS und Overclocking
9. Asus A8N-SLI Deluxe: Stabilität und Auffälligkeiten
10. Setup, Audio, USB, IDE, Taktraten
11. Benchmarks: CPU und Speicher
12. Benchmarks: 3D-Spiele
13. Benchmarks: 3D-Anwendungen
14. Benchmarks: Encoding
15. Fazit

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