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Asus A8V-E Deluxe: VIA K8T890 im Testflug - 1/13
29.01.2005 by doelf
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UPDATE 02.06.2005
Wie Michael Lisiecki, VIA Marketing Manager Europe, bestätigt hat, ist die erste Revision des VIA K8T890 Chipsatzes nicht kompatibel mit AMDs Dual-Core Prozessoren. Mainboards, die mit der neueren Revision ausgestattet sind, werden gesondert gekennzeichnet.
Details hierzu finden sich im Forum.


Der Trend des Jahres 2005 wird PCI-Express heißen, DDR2 hingegen wird bis 2006 nur eine Nebenrolle spielen. "Schuld" daran sind nicht nur die hohen Preise für DDR2-Speicher, sondern auch AMDs Prozessoren. Da AMD seit der Athlon 64-Generation den Speichercontroller in der CPU verbaut, bedeutet DDR2 für die texanische Chipschmiede neue Prozessoren und - wahrscheinlich - auch einen neuen CPU-Sockel. In Anbetracht der schon heute für den Verbraucher eher verwirrenden Aufteilung zwischen Sockel A, 754, 939 und 940 verzichtet AMD dieses Jahr noch auf DDR2. Betrachtet man den Speicherdurchsatz der aktuellen Athlon 64-Generation im Vergleich zu Intels Pentium 4 Flotte, besteht derzeit auch keine Notwendigkeit zu handeln. Und was die Vielsockelei betrifft, so wird das Jahr 2005 wieder Ordnung in die AMD-Familie bringen: Der Sockel A verabschiedet sich, der Sockel 754 rutscht auf das Budget-Abstellgleis, der Sockel 939 ist durch die Einführung der "kleinen 64er" bereits zum Mainstream geworden und der Sockel 940 bleibt die Spielwiese der Profis. Wir wollen uns daher in den nächsten Wochen ein paar "Mainstream-Platinen", also aktuelle Mainboards für den Sockel 939, ansehen. Der Schwerpunkt wird dabei auf den neuen Modellen mit PCI-Express liegen, und den Anfang macht das Asus A8V-E Deluxe mit VIAs K8T890 Chipsatz.


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Im November 2004 hatte man den VIA K8T890 erwartet, Ende 2004 tauchten die ersten Mainboards auf dem asiatischen Markt auf und so langsam kommen die ersten Lieferungen auch nach Europa. Wir konnten ein Asus A8V-E Deluxe in der Revision 1.03 und mit dem BIOS 1.002 auftreiben und haben diese Platine in den letzten Tagen gründlich getestet. Aufgrund seiner "jugendlichen Frische" erwarteten wir noch etliche Kinderkrankheiten und obwohl wir über einige Probleme stolperten, machten Mainboard und Chipsatz dennoch einen vielversprechenden Eindruck. Da dies die erste VIA K8T890-Platine in unserem Testcenter ist, möchten wir uns zunächst dem Chipsatz zuwenden.

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Asus A8V-E Deluxe: VIA K8T890 im Testflug - 2/13
29.01.2005 by doelf
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VIAs K8T890 Chipsatz
Nachdem NVIDIAs nForce 3 in der zweiten Auflage (250GB) den Herausforderer VIAs, den K8T800Pro, dominieren konnte, geht es nun in die nächste Runde: NVIDIA schießt scharf in Richtung Power-User und -Gamer mit dem nForce 4 und SLI, VIA kann in diesem Punkt derzeit nur passen: 2 PCI-Express Grafikkarten werden von VIA vorerst nicht unterstützt! Letztes Jahr gab es zunächst Gerüchte bezüglich des K8T890 und SLI, dann tauchten Informationen auf, daß VIA nur zwei unabhängige PCI-Express Grafikkarten für Workstations unterstützen wolle, nun sieht der Chipsatz auch diese Option nicht mehr vor:

Dennoch hat sich der taiwanesische Hersteller einen Namen für gute AMD-Chipsätze gemacht und will nicht in den Budget-Bereich abrutschen, in dem bereits SiS und ALi/ULi ihre Marktnische suchen. Derzeit bleibt VIA nicht viel anderes übrig, als sich zwischen den Herausforderern zu orientieren - aber die Mitte ist ja bekanntlich "golden". Für VIA bedeutet das: Umfangreiche Funktionen für preislich attraktive Mainboards integrieren. Betrachten wir doch einmal unter diesem Gesichtspunkt die Eckdaten des K8T890:

Zwei weitere PCI-Express x1 Geräte sowie bis zu sechs 32-Bit PCI-Steckplätze soll die VT8251 Southbridge bieten, doch von dieser ist immer noch nichts zu sehen. Statt ihrer finden wir die VT8237R auf dem Asus A8V-E Deluxe, also eine aktualisierte Version der VT8237. Sie bietet:

Die Schwachstellen des Chipsatzes lassen sich schnell zusammenfassen: Der Northbridge fehlt die Möglichkeit, zwei Grafikkarten - ob getrennt oder im SLI-Modus zusammengeschaltet - zu betreiben. Damit wird der Chipsatz für besonders aufwendige Mainboards in den Bereichen Power-Gamer oder Grafik-Workstation uninteressant. Dies sind allerdings - bei allem Hype um SLI - Nischenmärkte! Schmerzen tut schon eher der Umstand, daß die VT8237R Southbridge nur 2 S-ATA Festplatten unterstützt und für 2 weitere Laufwerke ein Zusatzchip verbaut werden muß. Da greifen die Hersteller dann lieber zu RAID-Controllern mit PCI-Anbindung, die gleich 4 weitere Festplatten verwalten können. Vier zusätzliche S-ATA Anschlüsse machen sich in der Ausstattungsliste halt besser, auch wenn die schnellen Festplatten von der Anbindung via PCI-Controller nicht viel haben - der PCI-Bus bietet ja nur (theoretische!) 133 MB/s. Hier wünscht man sich die VT8251 mit ihren 4 S-ATA Anschlüssen sehnlichst herbei, denn diese würde den VIA K8T890 zu einem wirklich runden Paket machen. Doch bis dahin muß VIA ein Auge auf SiS haben, denn deren SiS756 bietet - zumindest auf dem Papier - mehr. ALi/ULi hat bisher noch keinen PCI-Express Chipsatz für den Athlon 64 angekündigt, doch ATis Radeon XPRESS 200 Serie könnte ebenfalls noch ein gewichtiger Herausforderer werden.

Weitere Informationen zu VIAs K8T890 gibt es hier.

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Asus A8V-E Deluxe: VIA K8T890 im Testflug - 3/13
29.01.2005 by doelf
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Asus A8V-E Deluxe: Preis und Lieferumfang
Betrachten wir nun den heutigen Testkandidaten, das Asus A8V-E Deluxe. Zum Testzeitpunkt kostet das Asus A8V-E Deluxe in der Ausführung ohne zusätzlichen S-ATA RAID-Controller 137,- Euro und ist damit nur unwesentlich preiswerter als das ASUS A8N-SLI NF4, welches neben zwei SLI-tauglichen Steckplätzen für PCI-Express-Grafikkarten auch 4 S-ATA Anschlüsse bietet. Um die VIA K8T890 Platine von den NVIDIA-bestückten Modellen abzusetzen, spendiert Asus dem A8V-E Deluxe W-LAN. Wer seinen Rechner am drahtlosen Netzwerk anbinden will, spart sich somit knapp 25 Euro und greift zum Mainboard mit dem VIA-Chipsatz. Für die Mehrzahl der Benutzer werden zwei S-ATA-Anschlüsse vollkommen ausreichen, Power-User könnte gerade dieser Ausstattungsmangel jedoch abschrecken.


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Im Karton des Asus A8V-E Deluxe finden wir folgenden Lieferumfang:


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Drei zusätzliche Slotbleche versperren den Platz für Erweiterungskarten, das wäre nicht nötig gewesen! Damit wollen wir nicht sagen, daß wir diese Zusatzausstattung als überflüssig empfinden, allerdings hätte man den einsamen Firewire-Anschluß mit der ebenso vereinsamten seriellen Schnittstelle auf ein Blech montieren können. Die Kombination aus 2x USB 2.0 und Gameport funktioniert schließlich auch.


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Im ATX-Backpanel platziert Asus folgende Anschlüsse:


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Von den möglichen acht USB 2.0-Anschlüssen kann man "out of the box" nur sechs nutzen, wer über ein Gehäuse mit Frontanschlüssen verfügt, schließt diese natürlich an den entsprechenden Headern des Mainboards an. Auffällig ist zudem, daß Asus die serielle Schnittstelle aus dem Backpanel verbannt und auf ein eigenes Slotblech auslagert. So können alte Modems und Mäuse, aber auch unterbrechungsfreie Stromversorgungen weitergenutzt werden, die Mehrzahl der Benutzer wird die serielle Schnittstelle jedoch nicht montieren und wohl auch nicht vermissen.

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Asus A8V-E Deluxe: VIA K8T890 im Testflug - 4/13
29.01.2005 by doelf
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Asus A8V-E Deluxe: Layout
Von Asus sind wir goldbraune Mainboards mit einem durchdachten Layout und passiven Kühlern gewohnt. Mit diesen "Vorurteilen" im Kopf vermag das A8V-E Deluxe in mehreren Punkten zu überraschen - sowohl im Positiven als auch im Negativen! Seit einiger Zeit verzichtet Asus bei seinen Vorzeige-Platinen auf die goldbraune Farbe und setzt statt dessen auf schwarz. Nun bin ich alles andere als ein Modder und verfüge nicht einmal über ein Gehäuse mit Seitenfenster, dennoch muß ich sagen, daß die schwarze Farbe wesentlich ansprechender und wertiger wirkt. Die zurückhaltende Farbkombination aus schwarz und Silber macht einen eleganten und hochwertigen Eindruck und wird dem Markenimage von Asus gerecht. Böse Zungen könnten allerdings behaupten, man habe dies bei AOpen abgekupfert.


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In Hinblick auf das Layout hat sich Asus keine groben Schnitzer erlaubt: Rechts vom ATX-Anschlußpanel finden wir die Stromversorgung, deren drei MOSFETs von einem passiven Kühlkörper, welcher mit Pushpins befestigt wurde, gekühlt werden. Ob dies unbedingt nötig ist, wagen wir in Frage zu stellen, der passiven Kühler stört aber auch nicht. Unterhalb der Stromversorgung befindet sich der ATX 12V-Asnchluß.


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Es folgt der CPU-Sockel und darunter die - Überraschung - aktiv gekühlte Northbridge! Da die Northbridge sehr dicht am CPU-Sockel angeordnet wurde, könnte ein großer, passiver Kühlkörper an dieser Stelle mit einem ausladenden CPU-Kühler kollidieren. Allerdings hätte Asus die Northbridge ohne Probleme 10 oder gar 15 mm weiter nach unten verschieben können, um mehr Abstand zur CPU zu erreichen. Zudem hätte ein passiver Northbridgekühler durch die CPU-Abluft mitgekühlt werden können. Auch wenn die Northbridge nun auch für die PCI-Express-Anbindungen verantwortlich ist, sehen wir keine Not, einen winzigen Lüfter mit 8500 Umdrehungen pro Minute zu verbauen. Zugegeben, der 5-Flügel-Zwerg ist nicht so laut, wie sich das jetzt anhört, dennoch handelt es sich um ein überflüssiges Verschleißteil, welches zudem nicht einfach ersetzt werden kann. Die üblichen Lüfter mit 40 mm Durchmesser bekommt man leicht, diesen 25 mm Winzling jedoch nicht.


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Rechts neben dem CPU-Sockel finden wir vier DIMM-Slots für die Speicherriegel, dahinter einen 24-Pin ATX-Stromanschluß und die Laufweksanschlüsse (1x Floppy, 2x ATA133). Diese Anordnung ermöglicht kurze Kabelwege, einen guten Luftfluß und verhindert zudem, daß sich Anschlußkabel und Erweiterungskarten ins Gehege kommen. Mit dem Asus A8V-E Deluxe kann sowohl ein Netzteil mit 20- als auch ein Modell mit 24-Pin Stromanschluß verwendet werden. Sollte man ein 20-Pin Netzteil einsetzen, so bleiben die vier unteren Kontakte der Anschlußbuchse einfach unbestückt. Wir haben das Mainboard im Test sowohl mit einem 420 Watt Netzteil von TSP (20-Pin) als auch mit einem 350 Watt Netzteil von Fortron (24-Pin) problemlos betreiben können.


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Asus A8V-E Deluxe: VIA K8T890 im Testflug - 5/13
29.01.2005 by doelf
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Asus A8V-E Deluxe: Layout (fortgesetzt)
Das Asus A8V-E Deluxe ordnet die Steckplätze für Erweiterungskarten wie folgt an:


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Dadurch verschafft der Hersteller besonders den hitzigen Grafikkarten mehr Luft, da sie nur von kompakten PCI-Express x1 Erweiterungskarten umgeben sind. Auch der Abstand der Grafikkarten zu den Verriegelungen der DIMM-Steckplätze ist auf diesem Mainboard groß - man könnte gar luxuriös sagen!


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Rechts des W-LAN Antennenanschlusses befindet sich ein Marvell Yukon 88E8053 mit PCI Express x1-Anbindung, der für das Gigabit-LAN verantwortlich ist. Da Gigabit-LAN zuviel Bandbreite auf dem normalen PCI-Bus belegen würde, finden wir die Wahl eines PCI-Express x1 Chips sehr sinnvoll. Links neben dem oberen PCIe x1-Steckplatz finden wir den abgeschirmten Marvell Libertas 88W8000G Wireless-LAN-Tranceiver in unmittelbarer Nähe des Antennenanschlusses, darunter befindet sich der zugehörige Marvell 88W8310 Processor. Unten links wurde der AC97-Audio-Codec angeordnet, es handelt sich um Realteks ALC850. Im Gegansatz zum ALC880 (siehe Test des Albatron PX915G4PRO) handelt es sich bei dieser 8-Kanal-Lösung jedoch nicht um einen HD (High Definition) Audio Codec. Wir sind auf die Ergebnisse des Audio-Tests gespannt, inwiefern sich hier Unterschiede feststellen lassen.


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Rechts neben den Steckplätzen für die Erweiterungskarten finden wir (von oben nach unten sowie links nach rechts):


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Die Anordnung des CLEAR-CMOS Jumpers dicht unter den PCIe x16-Steckplatz finden wir äußerst ungeschickt. Selbst wenn nur eine kompakte Grafikkarte verbaut wurde, kommt man kaum noch an den Jumper heran! Und das muß man gelegentlich, denn auch das A8V-E Deluxe - wie bereits einige andere Asus-Mainboards zuvor - verweigerte nach dem BIOS-Update erst einmal den Dienst, bis ein CLEAR-CMOS ausgeführt worden war. Die Entscheidung das BIOS zu sockeln finden wir positiv, warum man den Header für die zweite serielle Schnittstelle nicht ausgeführt hat, bleibt uns genauso unverständlich wie der Umstand, daß Asus bisher noch kein Modell mit zusätzlichem RAID-Controller anbietet, obwohl dieser offensichtlich vorgesehen war.


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Albatron PX915G4PRO - Sockel 478 Northwood trifft Intel i915G - 6/13
29.01.2005 by doelf
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Asus A8V-E Deluxe: BIOS und Overclocking
Zunächst betrachten wir einige wichtige BIOS-Optionen, danach werden wir die Tuning und Übertaktungsmöglichkeiten ausprobieren. Im Test verwendeten wir das BIOS 1.002. Werfen wir einen Blick auf die Speicher-Timings:

Asus bietet alle Funktionen, die man braucht. Bei automatischer Erkennung arbeitete das A8V-E Deluxe mit allen Speicherbausteinen, die wir im Test eingesetzt haben, fehlerfrei zusammen - Details hierzu später im Abschnitt Stabilität.

Und welche Übertaktungsoptionen bietet der Hersteller an?

Asus zeigt seit langer Zeit die Tendenz, mehr Spannung als gefordert anzulegen, und auch das A8V-E Deluxe ist hier keine Ausnahme. Von Hause aus wird der Speicher mit 2,75 Volt versorgt, obwohl 2,60 Volt ausreichend wären. Der Chipsatz bekommt 1,6 Volt, obwohl VIA 1,5 Volt vorsieht. Zudem werden beim Wechsel zwischen den Übertaktungsprofilen nicht immer alle Optionen zurückgesetzt, was zu einer ungewollten Spannungs- oder Takterhöhung führen kann.

Auf dem A8V-E Deluxe gibt es die Möglicheit entweder manuell, per AI-Profil oder dynamisch zu übertakten. Die AI-Profile bieten für das fixe wie das dynamische Übertakten vier Stufen an: 3, 5, 8 und 10%. Asus betont, daß das hauseigene dynamische Übertakten die Mitbewerber von Neid erblassen läßt, da NOS (No-delay Overclocking System) sofort den Mehrtakt aktiviert, wenn dieser benötigt wird und nicht erst nanosekundenlang analysiert, ob denn nun mehr Power gebraucht wird oder nicht. Wir haben das natürlich ausprobiert und erblassten sogleich:

TMPEG 2.512.52.161: VCD PAL, Highest Quality (niedrigere Werte sind besser)
5% OC
manuell
137 sec.
5% OC
AI Overclock
137 sec.
0% OC
Standard
144 sec.
5% OC
AI N.O.S.
145 sec.

Wie kann das sein? AI NOS ist keinen Deut schneller als das nicht übertaktete System während das "AI Overclock"-Profil das selbe Ergebnis wie unser manuelles Übertakten um 5 Prozent erreicht. Probieren wir doch einfach einmal die weiteren AI NOS Stufen aus:

TMPEG 2.512.52.161: VCD PAL, Highest Quality (niedrigere Werte sind besser)
0% OC
Standard
144 sec.
3% OC
AI N.O.S.
146 sec.
5% OC
AI N.O.S.
145 sec.
8% OC
AI N.O.S.
144 sec.
10% OC
AI N.O.S.
146 sec.

Das Ergebnis ist eindeutig: Das dynamische Übertakten funktioniert nicht! Die Gegenprobe mit dem Asus A8N-SLI Deluxe bestätigt dies: Während AI NOS auf der nForce 4-Platine sauber funktioniert, tut sich auf unserem A8V-E Deluxe schlicht und einfach nichts. Nun bin ich wahrscheinlich der Letzte, der dynamisches Übertakten vermissen wird, doch wenn diese Funktion schon angeboten wird, dann sollte sie zumindest auch funktionieren. Ich zitiere die Asus Produktseite:

"Der Turbo für Ihr System - aber nur wenn Sie Ihn wirklich brauchen! AI NOS überprüft die Auslastung Ihres Systems. Erreicht diese einen Schwellenwert, wird Ihr System in Echtzeit in kleinen Schritten übertaktet, um eine optimale Arbeitsgeschwindigkeit zu gewährleisten. Nur mit ASUS nutzen Sie diese dynamische Übertaktung in Echtzeit. Selbstverständlich haben Sie die Wahl, ob Sie AI NOS nutzen oder nicht. Vergleichbar mit dem Turbo in einem Rennwagen startet AI NOS das Übertakten Ihres Systems."

Eine weitere, von Asus laut gepriesene Tuningmaßnahme verbirgt sich hinter dem "PEG Link Mode". Diese beschreibt Asus wie folgt:

"Ein einzigartiges Feature welches es dem User ermöglicht, die Leistung seiner Grafikkarte zu steigern, um beste Videoqualität erreichen."

So, so - eine bessere Videoqualität? Mein man damit die Wiedergabe von DVDs oder DivX-Dateien? Bezieht man sich auch das Videosignal der Grafikkarte? Nein, es geht auch hier wieder um eine Leistungssteigerung. Als Asus im August 2004 PEG für die aktuelle Intel-Plattform erstmals ankündigte, wurde seine Funktion mit dem Anheben der PCI-Express-Bandbreite erklärt:

"This feature, found only on ASUS 915P- and 925X-based motherboards, allows users to raise GPU and VGA memory throughput via the motherboard BIOS the same way system bus and memory bus are tweaked."

Man kann es auch anderes Formulieren: Die Grafikkarte wird via BIOS übertaktet! Für den PEG Link Mode stehen 5 Optionen zur Auswahl: Auto, Disabled, Normal, Fast und Faster. Wir haben sie mit unserer Asus AX600XT ausprobiert und kamen zu folgendem Ergbenis:

Aquamark03: GFX
PEG=Faster4533
PEG=Normal4392
PEG=Fast4392
PEG=Disabled4134
PEG=Auto4134

Laut Asus soll "Auto"-matisch die beste Konfiguration vom Mainboard gewählt werden, das A8V-E Deluxe wählt hier "DISABLED", was mir die Platine recht symphatisch macht. Warum "Normal" allerdings "Fast" entspricht, ist mir schleierhaft. Zum Glück liefert "Faster" ein noch höheres Ergebnis, so daß wenigstens etwas Logik in die Auswahloptionen kommt.

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Asus A8V-E Deluxe: VIA K8T890 im Testflug - 7/13
29.01.2005 by doelf
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Asus A8V-E Deluxe: Resourcen, Stabilität und Auffälligkeiten
Die IRQ-Vergabe unseres Asus A8V-E Deluxe erinnert mehr an ein Server-Mainboard. Der Trend ist eindeutig: Mit PCI-Express fallen auch im Desktop-Sektor lange gepflegte Engpässe:

IRQ Gerät
16 Firewire, PCI #1
17 W-LAN, PCI #2
18 PCI #3
20 VT8237R S-ATA RAID
21 4x USB-Hub, USB-Controller
22 Audio
24 PCIe x16 Grafik
27 VIA PCI to PCI Bridge Controller
31 VIA PCI to PCI Bridge Controller
35 VIA PCI to PCI Bridge Controller
36 Gigabit-LAN
39 VIA PCI to PCI Bridge Controller
43 VIA PCI to PCI Bridge Controller

BIOS-Bugs
An dieser Stelle möchten wir kurz die Probleme zusammenfassen, die uns beim Testen der Übertaktungsfunktionen aufgefallen sind, und danach auf weitere Unstimmigkeiten zu sprechen kommen:

CPU-Spannung
Die anliegende CPU-Spannung wird von CPUZ 1.26 mit 1,62 Volt angegeben, Crystal CPUID 4.3.2 Beta zeigt 1,42 Volt an. Wir setzten einen AMD Athlon 64 3500+ mit Winchester-Kern ein, dieser sollte unter Last eine VCore von 1,40 Volt haben. Ein Gegentest auf dem Asus A8N-SLI Deluxe ergibt bei beiden Tools einen Wert von 1,39 Volt, die Temperatur der CPU ist auf beiden Mainboards unter Volllast in etwa gleich. Wir vermuten daher einen Bug in CPUZ 1.26, allerdings ist die angelegte VCore beim A8V-E Deluxe auf jeden Fall etwas zu hoch.

Cool & Quiet
In Zeiten steigender Strompreise ist Cool & Quiet ein sehr sinnvolles Feature, welches viele Kunden von der AMD Plattform überzeugen konnte. Wir installierten den Cool & Quiet-Treiber von der Asus Treiber-CD und stellten in der Systemsteuerung von Windows XP unter "Energieoptionen" das Profil "Tragbar/Laptop" ein. Leider funktionierte Cool & Quiet aber nicht! Warum? Der mitgelieferte Treiber scheint unseren Winchester noch nicht zu kennen, erst ein Update auf den AMD Athlon 64 Processor Driver 1.1.0.18 brachte Abhilfe: Nun wurde Cool & Quiet problemlos umgesetzt: Im IDLE-Modus taktete die CPU auf 1000 MHz (5 x 200 MHz) herunter. Wir testeten Cool & Quiet mit folgenden Speicherkonfigurationen:

Cool & Quiet funktioniert also vorbildlich, allerdings sollte Asus die Treiber auf der CD dringend aktualisieren!

LAN und Wireless-LAN
Der Test der LAN-Komponenten verlief vollkommen problemlos: Sowohl via W-LAN als auch Gigabit-LAN buchte sich das Asus A8V-E Deluxe in unseren Siemens Router ein und stand im Netzwerk zur Verfügung. Die Konfiguration der onboard W-LAN-Einheit ist übersichtlich und unkompliziert, die Reichweite kann dank frei positionierbarer Antenne ebenfalls überzeugen und steht PCI-Karten in nichts nach.


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Speicherkompatibilität
Folgende Speicher-Kombinationen kamen bei unserem Test zum Einsatz (es wurde jeweils die automatische Speichererkennung des Mainboards verwendet):

Erfeulich fanden wir zudem, daß der Speicherdurchsatz selbst bei der Bestückung mit 4 doppelseitigen Riegeln nicht einbrach, sondern sogar minimal anstieg.


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24-Stunden-Volllasttest
Im anschließenden Volllast-Test mußte das Asus A8V-E Deluxe 24 Stunden lang 3DMark2001SE sowie Prime95 in der Dauerschleife laufen lassen. Somit war maximale Belastung für Grafik, Prozessor und Speicher sichergestellt, wobei die Speicher-Kombination 2x Corsair DDR500@400 512 MB Double Sided + 2x TakeMS DDR400 512 MB Double Sided ausgewählt wurde. Bestückt man das Asus A8V-E Deluxe mit vier doppelseitigen Speicherriegeln, so stellt es im BIOS zunächst nur DDR333 ein. Wir änderten diese Einstellung, welche wir als Vorsichtsmaßnahme von Asus werten und durchaus begrüßen, auf DDR400 und sahen auch einen Tag später immer noch ein stabiles System. So soll es sein!

Grafikkartenkompatibilität
Kommen wir nun auf einen schwarzen Fleck der noch weitgehend weißen A8V-E Deluxe-Weste zu sprechen: Wir hatten natürlich nicht von Anfang an vor, das Mainboard mit einer Asus AX600XT zu testen. Zwei PCI-Express Grafikkarten mit NVIDIAs GeForce 6600 GT lagen bereit, um auf dem Asus A8V-E Deluxe für vorzeigbare 3D-Ergebnisse zu sorgen. Allerdings sahen wir beim Einsatz dieser Karten (je eine von MSI und Point of View) Folgendes:


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Mit beiden GeForce 6600GT-Karten erzielten wir bei den 3D-Messungen folgendes Ergebnis:

Wir bestätigten diese Ergebnisse mit einem zweiten Netzteil. Danach testeten wir beide GeForce 6600 GT auf dem Asus A8N-SLI Deluxe, hier liefen beide Karten fehlerfrei. Zudem konnten wir im 2D-Betrieb des Asus A8V-E Deluxe keine Instabilitäten mit den Grafikkarten erkennen. Ergo: Es gibt bei 3D-Last noch ein deftiges Problem mit dem Asus A8V-E Deluxe und Grafikkarten mit GeForce 6600GT GPU!

Fassen wir zusammen: Während das Asus A8V-E Deluxe in Hinblick auf die Speicherkompatibität, Cool & Quiet sowie seine Stabilität überzeugen kann, gibt es noch einige Kleinigkeiten im BIOS zu berichtigen, das dynamische Übertakten zu reparieren und die Probleme mit GeForce 6600GT Grafikarten aus der Welt zu schaffen. Andere Probleme, die wir auf etlichen Asus-Mainboards angetroffen haben, zeigte das A8V-E Deluxe erfreulicherweise nicht. So war es problemlos möglich den PC zu starten und herunterzufahren, während USB- oder Firewire-Festplatten angeschlossen waren. Der erste Eindruck vom Asus A8V-E Deluxe ist somit zwar nicht makellos, aber für eine so junge Platine recht überzeugend.

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Asus A8V-E Deluxe: VIA K8T890 im Testflug - 8/13
29.01.2005 by doelf
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Testsetup
Die mit fetter Schrift hervorgehobenen Komponenten wurden für die Benchmarks verwendet:

Soundcheck
In dieser Vergleichstabelle haben wir 3 Soundlösungen von Realtek im Vergleich: Das Asus A8V-E Deluxe setzt den Realtek ALC850 8-Kanal Audio-Codec ein, das MSI PT880 Neo-FISR nutzt einen Realtek ALC655 6-Kanal Audio-Codec und das Albatron PX915G4PRO den Realtek ALC880 High Definition 8-Kanal Audio-Codec.

RightMarkt 5.0 Asus
A8V-E
MSI
PT880 Neo
Albatron
PX915G4PRO
Frequency response, dB
Bezugsfrequenz: 40Hz,15KHz
(geringere=besser)
+0.19;-0.84 +0.30;-0.41 +0.26;-0.31
Noise level, dBA
Eigen-Rauschpegel
(niedriger=besser)
-76.4 -85.8 -84.9
Dynamic range, dBA
Dynamik-Bereich
(größer=besser)
76.7 77.9 81.6
Total Harmonic Distortion
(Klirrfaktor) %
(niedriger=besser)
0.055 0.040 0.017
Intermodulation
distortion, %
(kleiner=besser)
0.062 0.077 0.047
Stereo crosstalk, dB
Übersprechen
(niedriger=besser)
-78.2 -81.0 -83.3

In der Vergangenheit mußten wir bei unseren Audiotests immer wieder feststellen, daß gerade Mainboards der Marke Asus bei den Disziplinen Frequency Response und Intermodulationsverzerrung voll und ganz versagten. Zuletzt betraf diese Unsitte das Asus K8V SE sowie das Asus P4P800 Deluxe 2.00A. Wir sind froh, daß sich das A8V-E Deluxe deutlich besser schlägt, und auch wenn es keine neuen Bestmarken erzielt, so zeigt das Mainboard dennoch ein durchweg gutes Resultat.

USB 2.0-Performance
Mit SiSoft Sandra 2005.SR1 (10.50) nehmen wir die Messung der USB 2.0-Performance vor. In einem externen Firewire-/USB 2.0-Case (Avance iFire2) befindet sich eine 2,5" Notebookfestplatte mit 40 GB und 4200 U/Min von IBM (IC25N040AT), wir schließen diese via USB 2.0 an die Testkandidaten an und messen die Performance:

SiSoft Sandra 2005.SR1 (10.50): USB 2.0 Sequential Read; Sequential Write
Albatron
PX915G4PRO
Intel i915G
20 MB/sec
20 MB/sec

Asrock
K8-Combo
ULi 1689
20 MB/sec
20 MB/sec

Asrock
K8S8X
SiS 755
20 MB/sec
20 MB/sec

Asus
K8V SE
VIA K8T800
20 MB/sec
20 MB/sec

EPoX
8KDA3+
nForce3 250GB
20 MB/sec
20 MB/sec

EPoX
8RDA6+
nForce2 GB
20 MB/sec
20 MB/sec

Albatron KX18DS Pro II
nForce 2
20 MB/sec
20 MB/sec

Asus
A8V-E Deluxe
VIA K8T890
18 MB/sec
19 MB/sec

Im Vergleich mit allen anderen Platinen fällt das Asus A8V-E Deluxe zurück. Hätten wir statt der Notebook-Festplatte ein schnelles Desktop-Modell eingesetzt, wäre der Unterschied sogar noch deutlicher ausgefallen.

Firewire-Performance
Auch diese Messung führen wir mit SiSoft Sandra 2005.SR1 (10.50) durch. Abermals setzen wir das externe Firewire-/USB 2.0-Case (Avance iFire2) mit der 2,5" Notebookfestplatte mit 40 GB und 4200 U/Min von IBM (IC25N040AT) ein:

SiSoft Sandra 2005.SR1 (10.50): Firewire Sequential Read; Sequential Write
Asus
A8V-E Deluxe
VIA K8T890
20 MB/sec
20 MB/sec

Albatron KX18DS Pro II
nForce 2
20 MB/sec
20 MB/sec

EPoX
8RDA6+
nForce2 GB
20 MB/sec
20 MB/sec

Im Gegensatz zur USB 2.0-Leistung erzielt der Firewire-Controller von Texas Instruments das zu erwartende Ergebnis.

IDE-Performance
Mit HDTach 3.0.1.0 haben wir die IDE-Burstrate getestet. Folgende Festplatten kamen hierbei zum Einsatz:

HDTach 3.0.1.0: Burstraten (Lesen)
EPoX 8KDA3+
S-ATA/nForce3
124.3 MB/sec
Albatron PX875P
S-ATA/ICH5
122.9 MB/sec
Asus A8V-E
S-ATA/VT8237R
121.8 MB/sec
Albatron PX915G4
S-ATA/ICH6
120.8 MB/sec
Asus A8V-E
P-ATA/VT8237R
119.8 MB/sec
EPoX 8KDA3+
P-ATA/nForce3
117.1 MB/sec
Albatron PX915G4
P-ATA/ITE
105.9 MB/sec
Albatron PX875P
P-ATA/ICH5
92.0 MB/sec
Albatron PX915G4
P-ATA/ICH6
91.4 MB/sec

Die IDE-Performance des Asus A8V-E Deluxe kann sich sehen lassen: Sowohl der Durchsatz unserer S-ATA Festplatte von Samsung, als auch des ATA133-Modelles von Maxtor überzeugt voll und ganz.

CPU-, Bus- und Speichertakt
Nicht immer treffen die Mainboardhersteller die Taktraten genau, recht häufig verrechnet man sich ein wenig nach oben, wodurch derart übertaktete Mainboards in Benchmarks einen Vorteil haben. Wie sieht es bei unserem Testkandidaten aus?
Wir wählen im BIOS des Asus A8V-E Deluxe sowie des ASUS A8N-SLI Deluxe, welches uns die Vergleichswerte für diesen Test liefern wird, jeweils die Option "Standard" aus:

Taktraten Asus
A8V-E Deluxe
Asus
A8N-SLI Deluxe
CPU-Takt
Soll: 2200 MHz
2200.1 2211.35
Speicher-Takt
Soll: 200 MHz
200.00 201.03
Übertaktung 0.00% 0.52%

Während das Asus A8V-E Deluxe im Standard-Modus tatsächlich nicht übertaktet, "ergaunert" sich das A8N-SLI Deluxe 11.35 MHz Bonus. Wir müssen die Werte des nForce 4 Mainboards also um ein halbes Prozent korrigieren, um einen gerechten Vergleich durchführen zu können!

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Asus A8V-E Deluxe: VIA K8T890 im Testflug - 9/13
29.01.2005 by doelf
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CPU- und Speicher-Performance
Untersuchen wir zunächst die CPU-Leistung mit SiSoft Sandra 2005.SR1 (10.50):

SiSoft Sandra 2005.SR1 (10.50): Dhrystone; Whetstone; Whetstone SSE
Asus A8N-SLI
nForce4SLI
10182
3478
4500


Asus A8V-E
VIA K8T890
10147
3464
4485


Anmerkung: Die Werte des Asus A8N-SLI wurden wegen dessen standardmäßiger Übertaktung um 0,52% reduziert!

SiSoft Sandra 2005.SR1 (10.50): INT/SSE; FPU/SSE
Asus A8N-SLI
nForce4SLI
20998
22585

Asus A8V-E
VIA K8T890
20923
22501

Anmerkung: Die Werte des Asus A8N-SLI wurden wegen dessen standardmäßiger Übertaktung um 0,52% reduziert!

Zugegeben: Das Asus A8N-SLI Deluxe ist in Hinblick auf die CPU-Performance etwas schneller als das A8V-E Deluxe. Was auf dem Papier jedoch zunächst recht deutlich aussah, schmilzt nach der Korrektur um 0,52% weitgehend dahin. Diese minimalen Leistungsunterschiede sollten kaum kaufentscheidend sein!

SiSoft Sandra 2005.SR1 (10.50): Mem/INT; Mem/FPU
Asus A8N-SLI
nForce4SLI
4875
4888

Asus A8V-E
VIA K8T890
4854
4853

Anmerkung: Die Werte des Asus A8N-SLI wurden wegen dessen standardmäßiger Übertaktung um 0,52% reduziert!

Auch beim Speicherdurchsatz liegt die nForce4 SLI Platine vorne, nach der Taktkorrektur bleiben jedoch von deutlichen 61 MB/s Vorsprung nur noch 35 übrig. Solche Abstände kann ein BIOS-Update leicht ausgleichen, weshalb ein Mainboardtest auch immer eine Augenblickaufnahme bleibt.

Cinebench 2003: CPU-Test (Rendering)
Asus A8N-SLI
nForce4SLI
308
Asus A8V-E
VIA K8T890
302
Anmerkung: Die Werte des Asus A8N-SLI wurden wegen dessen standardmäßiger Übertaktung um 0,52% reduziert!

Super PI: 1M (niedrigere Werte sind besser)
Asus A8N-SLI
nForce4SLI
40 sec.
Asus A8V-E
VIA K8T890
41 sec.
Anmerkung: Die Werte des Asus A8N-SLI wurden wegen dessen standardmäßiger Übertaktung um 0,52% reduziert!

Die Tendenz erhärtet sich: Auch beim Rendering-Durchlauf von Cinebench 2003 sowie bei Super PI liegt das Asus A8N-SLI vorne. Der Abstand zwischen den beiden Kontrahenten wird durch die Korrekturrechnung zwar geringer, löst sich aber nie ganz auf.

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Asus A8V-E Deluxe: VIA K8T890 im Testflug - 10/13
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3D-Spiele
Für diese reinen Performancevergleiche greifen wir auf bekannte 3D-Benchmarksuiten zurück, mit denen jeder Benutzer zu Hause unsere Ergebnisse einfach nachstellen kann. Auch wenn diese rein synthetischen Benchmarks mit der tatsächlichen Performance einzelner Spiele wenig gemein haben, läßt sich anhand ihrer hohen Anforderungen die Leistungsfähigkeit eines Mainboards bzw. Chipsatzes gut einschätzen. Da das Asus A8V-E Deluxe mit den beiden GeForce 6600GT-Karten nicht stabil arbeitete, haben wir auf unsere Asus AX600XT zurückgegriffen.

3DMark03 (Build 3.6.0)
Asus A8V-E
VIA K8T890
4198
Asus A8N-SLI
nForce4SLI
4179
Anmerkung: Die Werte des Asus A8N-SLI wurden wegen dessen standardmäßiger Übertaktung um 0,52% reduziert!

3DMark05 (Build 1.2.0)
Asus A8N-SLI
nForce4SLI
1554
Asus A8V-E
VIA K8T890
1531
Anmerkung: Die Werte des Asus A8N-SLI wurden wegen dessen standardmäßiger Übertaktung um 0,52% reduziert!

Nach der Korrekturrechnung wird es für das A8N-SLI knapp: Bei 3DMark03 fällt es zurück, bei 3DMark05 liegt es hingegen wieder vorne.

Aquamark03: GFX, CPU, Gesamt
Asus A8V-E
VIA K8T890
4134
9197
33746


Asus A8N-SLI
nForce4SLI
4115
9308
33711


Anmerkung: Die Werte des Asus A8N-SLI wurden wegen dessen standardmäßiger Übertaktung um 0,52% reduziert!

Aquamark zeigt uns recht gut die Stärken und Schwächen der beiden Platinen: VIA erzielt die bessere Grafikwertung, NVIDIA holt mehr Power aus der CPU heraus. Die Gesamtwertung in diese Disziplin geht knapp an VIA, so daß das Asus A8V-E Deluxe bei den 3D-Spielebenchmarks überraschend die Nase vorne hat.

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3D-Anwendungen
Da sich sowohl der VIA K8T890 Chipsatz als auch der NVIDIA nForce 4 SLI neben dem reinen Desktop-Sektor auch in Richtung Budget-Workstation orientieren, möchten wir die Leistung für 3D-Profianwendungen mit der Specviewperf 8.01-Suite prüfen:

Specviewperf 8.01: 3ds max (3dsmax-03)
Asus A8N-SLI
nForce4SLI
12.29
Asus A8V-E
VIA K8T890
12.21
Anmerkung: Die Werte des Asus A8N-SLI wurden wegen dessen standardmäßiger Übertaktung um 0,52% reduziert!

Specviewperf 8.01: CATIA (catia-01)
Asus A8N-SLI
nForce4SLI
11.90
Asus A8V-E
VIA K8T890
11.10
Anmerkung: Die Werte des Asus A8N-SLI wurden wegen dessen standardmäßiger Übertaktung um 0,52% reduziert!

Specviewperf 8.01: EnSight (ensight-01)
Asus A8V-E
VIA K8T890
10.34
Asus A8N-SLI
nForce4SLI
10.08
Anmerkung: Die Werte des Asus A8N-SLI wurden wegen dessen standardmäßiger Übertaktung um 0,52% reduziert!

Specviewperf 8.01: Lightscape (light-07)
Asus A8N-SLI
nForce4SLI
11.03
Asus A8V-E
VIA K8T890
10.85
Anmerkung: Die Werte des Asus A8N-SLI wurden wegen dessen standardmäßiger Übertaktung um 0,52% reduziert!

Specviewperf 8.01: Maya (maya-01)
Asus A8N-SLI
nForce4SLI
15.72
Asus A8V-E
VIA K8T890
15.48
Anmerkung: Die Werte des Asus A8N-SLI wurden wegen dessen standardmäßiger Übertaktung um 0,52% reduziert!

Specviewperf 8.01: Pro/ENGINEER (proe-03)
Asus A8N-SLI
nForce4SLI
14.39
Asus A8V-E
VIA K8T890
11.13
Anmerkung: Die Werte des Asus A8N-SLI wurden wegen dessen standardmäßiger Übertaktung um 0,52% reduziert!

Specviewperf 8.01: SolidWorks (sw-01)
Asus A8N-SLI
nForce4SLI
10.83
Asus A8V-E
VIA K8T890
8.340
Anmerkung: Die Werte des Asus A8N-SLI wurden wegen dessen standardmäßiger Übertaktung um 0,52% reduziert!

Specviewperf 8.01: Unigraphics (ugs-04)
Asus A8N-SLI
nForce4SLI
13.45
Asus A8V-E
VIA K8T890
13.22
Anmerkung: Die Werte des Asus A8N-SLI wurden wegen dessen standardmäßiger Übertaktung um 0,52% reduziert!

DAS WAR DEUTLICH! NVIDIAs nForce 4 SLI dominiert den VIA K8T890 in diesem Test klar, die Abstände sind zum Teil sogar überraschend groß.

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Encoding
Zuletzt lassen wir noch zwei Video-Encoder über ein AVI-Capture laufen und messen die benötigte Zeit:

TMPEG 2.512.52.161: VCD PAL, Highest Quality (niedrigere Werte sind besser)
Asus A8N-SLI
nForce4SLI
141 sec.
Asus A8V-E
VIA K8T890
144 sec.
Anmerkung: Die Werte des Asus A8N-SLI wurden wegen dessen standardmäßiger Übertaktung um 0,52% reduziert!

Windows Media Encoder 9: 5384 kbit/s (niedrigere Werte sind besser)
Asus A8N-SLI
nForce4SLI
1484 sec.
Asus A8V-E
VIA K8T890
1492 sec.
Anmerkung: Die Werte des Asus A8N-SLI wurden wegen dessen standardmäßiger Übertaktung um 0,52% reduziert!

Auch diese beiden Testläufe gehen an das Asus A8N-SLI. Auch nach der Korrektur der Resultate, welche die standardmäßige Übertaktung der nForce 4-Platine ausgleicht, sehen wir das A8N-SLI vorne. Es scheint so, als hätten VIA Chipsätze derzeit nur den zweiten Platz gepachtet. Zumindest bis SiS serienreife Mainboards vorweisen kann.

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Fazit
Das Asus A8V-E Deluxe ist ein junges Mainboard mit einem jungen Chipsatz. Bis es die nötige Reife erlangt hat, kann man die vorhandenen BIOS-Bugs weitgehend tolerieren. Allerdings sollte Asus das dynamische Übertakten per N.O.S. reparieren: Wenn man eine solche Funktion bewirbt, wäre es doch schön, wenn sie auch vorhanden wäre.
Der Sockel 939 ist die Plattform der Stunde und derzeit die erste Wahl der meisten Retail-Kunden. Mit PCI-Express bringt der VIA K8T890 diesem Sockel frischen Wind, die VT8237R Southbridge wirkt hingegen etwas angestaubt: Nur zwei S-ATA Anschlüsse sind für einen neuen Chipsatz zu wenig. Während NVIDIA mit Neuheiten wie SLI auftrumpft, wirkt der neue VIA-Chipsatz eher wie gutbürgerliche Hausmannskost. Dieser Eindruck wird durch den Umstand verstärkt, daß der K8T890 im Benchmarkparcours zumeist nur auf dem zweiten Platz zu finden ist. Asus wertet das A8V-E Deluxe durch W-LAN auf, doch um Käufer von diesem Produkt überzeugen zu können, muß das Mainboard auch stabil und unproblematisch sein!
Unseren Stabilitätstest durchlief das Mainboard - bestückt mit vier doppelseitigen Speicherriegeln im DDR400-Betrieb - ohne Instabilitäten, auch bei der Speicherkompatibilität und bei Cool & Quiet überzeugte das A8V-E Deluxe. Wer sich für dieses Mainboard interessiert, wird wahrscheinlich auch mit dem Gedanken spielen, eine neue Grafikkarte zu erwerben. Nicht wenige Interessenten werden dabei ein Modell mit GeForce 6600GT GPU im Auge haben, doch gerade mit diesen Grafikkarten stießen wir auf dem A8V-E Deluxe auf massive Probleme. Auf der To-Do-Liste von Asus sollte dieses Problem ganz oben stehen und schnellstens gelöst werden.
Die IDE-Performance sowie die Audioqualität sind gut, auch das Layout der Platine ist gut gelungen. Per Gigabit-LAN und W-LAN konnten wir das A8V-E Deluxe problemlos in unser Netzwerk einbinden. Nicht gefallen hat uns hingegen der schnell drehende Mini-Lüfter auf der Northbridge sowie die Lage des CLEAR-CMOS Jumpers.
Unserer Meinung nach ist der Einstieg des Asus A8V-E Deluxe trotz einiger Probleme recht gut gelungen. Die Zukunft wird zeigen, ob und wie schnell Asus die Schwachstellen aus der Welt schafft. Das Asus A8V-E bekommt von uns heute keinen Award, sondern etwas Reifezeit verordnet. Wir werden versuchen, uns das Mainboard in einigen Wochen ein zweites Mal anzusehen und erst dann ein endgültiges Urteil fällen.


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Unser Dank gilt:




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