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Asus P4B266 - Intel's Premiere mit DDR-RAM, 1/4
16.12.2001 by doelf

Intel goes DDR-RAM
Mit dem Zauberwort RD-RAM (RAMBUS) lockte Intel und versprach den Engpaß Arbeitsspeicher endgütig gelöst zu haben. Doch der Intel Pentium 3 konnte nicht viel Leistung aus der neuen Speichertechnik schöpfen. Zudem waren die Preise für RD-RAM astronomisch, Endkunden wurden dadurch abgeschreckt und selbst Profis setzen lieber auf den erprobten BX-Chipsatz. Erst der Intel Pentium 4 Prozessor konnte von einer RD-RAM Umgebung profitieren und die Preise der Speicherbausteine sind in der Zwischenzeit ebenfalls deutlich gefallen. Doch auf der AMD-Schiene namens Socket-A war man nicht untätig, auch hier wuchs die Leistung stetig an und DDR-Speicher setzte sind schnell als Standard durch. Zwar ist DDR SD-RAM noch immer teurer als SDR SD-RAM, doch die Kunden sind bereits diesen Preis zu zahlen. Bei RD-RAM sieht das anscheinend anders aus. Da am Anfang weder Preis noch Leistung stimmten, ist es mittlerweile völlig egal, ob der Pentium 4 nun wirklich von diesem Speichertyp profitieren kann. Der Kunde will DDR-RAM sehen, genau wie bei der AMD Konkurrenz. Und das gab es bisher nur von VIA und SiS, denn Intel's eigener i845 Chipsatz mußte eine vertragsbedingte Zwangsdiät bis 2002 einlegen - mit SDR SD-RAM. Erst dann sollte er als i845D auch mit DDR-RAM bestückt werden. Doch es ist bald Weihnachten und die taiwanesischen Hersteller lassen sich nur ungerne ein Geschäft entgehen. Und so fanden wir das Asus P4B266 mit dem Intel i845D bei HiQ Computer im Regal und sackten es ein. Wieder einmal ein großes Dankeschön an HiQ Computer!

Der Intel Pentium und der Speicher
Wenn eine CPU nur wenig Cache hat, so ist schneller Speicher sehr wichtig für die Performance. Der Intel Pentium 4 hat lediglich 8 kB Level1* und 256 kB Level2 Cache. Zum Vergleich: der Level 1 Cache der Celeron und Pentium III Prozessoren liegt bei 32 KB Level 1 und bei 128 (Celeron), 256 bzw. 512 kB (Pentium III) Level 2 Cache. Die CPU profitiert daher stark vom Einsatz von RD-RAM. Im Zusammenspiel mit SDR SD-RAM (Single Data Rate) wird der Intel Pentium 4 ausgebremst und verliert deutlich an Leistung. DDR SD RAM (Double Data Rate) soll nun die Rettung sein, denn die Speicheranbindung ist deutlich besser als bei SDR SD-RAM, wenn auch immer noch schlechter als bei RD-RAM: SDR = 1GB/s; DDR = 2 GB/s; RD = 3 GB/s. Aber die Preise sind günstig und die Verfügbarkeit hoch. Und auf der Socket-A Plattform von AMD ist DDR SD-RAM bereits etabliert.
Übrigens: im Gegensatz zum i845, der maximal 3 GB Arbeitsspeicher unterstützt, kann der i845D lediglich 2 GB verwalten. Dies soll für zusätzliche Stabilität sorgen.
* plus 12kB Level 1 Trace Cache


gutes Board mit guter Ausstattung

Das Asus P4B266
Unser Asus P4B266 ist eine Serienversion, kein Vorserienmodell. Wie gesagt, das Mainboard stammt aus dem Handel. Onboard RAID gibt es zwar nicht, aber C-Media 6-Kanal Sound, 10/100MBit Netzwerk und USB 2.0 von NEC gibt es als Option. Unser Board bietet keinen Netzwerkanschluß, hat ansonsten jedoch alle Extras.

Die Ausstattung

Asus P4B266
DDR-RAM*2 (2GB, PC1600 oder PC2100)
AGP, PCI, ISA, CNR1 (AGP 4x*), 6, 0, 1
COM, LPT, USB 1.12, 1, 4 (kein Adapter)
USB 2.04 (inkl. Adapter)
UDMA100/Raid2/0
SoundC-Media, digital in+out
NIC10/100MBit (optional)
Temperaturfühler2 (CPU+Chipsatz)
Lüfteranschluß3
* nur 1,5 Volt (AGP 4x) Grafikkarten


der digitale Audio Ein- und Ausgang und 4x USB 2.0

Das Asus P4B266 verfügt über C-Media 6-Kanal Audio mit einem digitalen Eingang und Ausgang auf einem beigelegten Slotblech. Die Digitalanschlüsse sind koaxial (also elektrisch und nicht optisch). Der Klang kann zwar nicht mit einer teuren Soundkarte mithalten, ist aber völlig ausreichend und der digitale Ausgang bietet neben den üblichen 48 kHz auch die Ausgabe mit 44.1 kHz (also Audio CD kompatibel!).
Obwohl das Mainboard 3 Speicherbänke hat, kann es maximal mit 2 GB best¨ckt werden. Wird die dritte Bank benutzt, so muß sich sowohl in der zweiten als auch in der dritten Speicherbank ein einseitiger Speicherbaustein befinden. Bleibt die dritte Bank leer, so kann sowohl in der ersten als auch in der zweiten Bank ein- oder doppelseitiger Speicher verwendet werden:

Bank #1Bank #2Bank #3
SS--
DS--
SSSS-
DSSS-
SSDS-
DSDS-
SSSSSS
DSSSSS
SS = Single Sided; DS = Double Sided

Das Sockel 478 Design bietet Unterstützung für aktuelle und zukünftige Intel Pentium 4 Prozessoren (laut Handbuch mindestens bis zum Northwood 2,4 GHz). Neben vier USB 1.1 Anschlüssen - es liegt kein Anschlußblech für die Anschlüsse 3 und 4 dabei - gibt es vier USB 2.0 Anschlüsse. Während USB 1.1 maximal 12 Mbps bietet, liegt die Datenrate bei USB 2.0 bei satten 480 Mbps! Es ist möglich, USB 1.1 Geräte an einem USB 2.0 Anschluß zu betreiben. Umgekehrt geht das natürlich nicht.
Ein neues Feature namens Asus POST Reporter bietet "friendly voice messages" oder Warnungen beim Systemstart. Das kennen wir zwar schon von FIC, bei Asus ist das aber neu. Man kann auch eigene Messages einbinden, wenn es nicht ganz so "friendly" sein soll :-)
Auch ganz nett und ebenfalls überflüssig ist das Asus MyLogo Feature: man kann eigene Bootlogos erstellen und beim Systemstart anzeigen lassen. Uns begegnete das Feature zuerst bei einem Transcend Board, aber zuvor waren schon Anleitungen im Internet zu finden.
Asus EZ-Plug hingegen ist wirklich ein gutes Feature: statt ein neues ATX 12V Netzteil zu kaufen, kann man einen normalen 12 Volt Anschluß für die zusätzliche 12 Volt Versorgung des Mainboards heranziehen. In unserem Test funktionierte dies mit den ChannelWell Netzteilen mit 300 und 420 Watt problemlos. Diese Lösung bietet meines Wissens nur Asus.
Zudem unterstützt das Mainboard Card-Reader und das Asus iPanel. Das iPanel läßt bei der Aktualisierung seiner Daten jedoch das System kurz stocken: die PS/2 Maus hakelt und die Soundausgabe auf unsere Soundkarte stottert. Um dies zu vermeiden, kann man die automatische Aktualisierung im BIOS abschalten. Die Werte können dann nur noch manuell aktualisiert werden - ob das iPanel dann jedoch noch Sinn macht, wage ich in Frage zu stellen. Naja, immerhin hat man dann 2 USB 1.1 Anschlüsse auf der Vorderseite.


1 AGP, 6 PCI, 1 CNR - mehr geht nicht!

Ansonsten gibt es 6 PCI Steckplätze, einen - für Endkunden uninteressanten - CNR Steckplatz. Neben zwei seriellen Schnittstellen gibt es auch noch eine parallele. Auf der Northbridge befindet sich ein recht großer Kühlkörper - zum Glück - ohne Billig-Lüfter!
Der AGP Steckplatz bietet AGP 4x und unterst¨tzt nur 1,5 Volt Grafikkarten. Benötigt die Gafikkarte mehr Strom (nämlich 3,3V) , sollte sie eigentlich nicht in diesen Steckplatz passen. Es gibt aber Ausnahmen und wenn man eine solche erwischt, riskiert man sowohl die Grafikkarte als auch das Mainboard (weitere Infos zu diesem Thema bietet hardtecs4u.com). Aber auch hieran hat Asus gedacht, stammen doch einige der verdächtigen Grafikkarten von diesem Hersteller selbst. Wird eine falsche Grafikkarte eingesetzt, so warnt eine Leuchtdiode und das System fährt erst gar nicht hoch! Prima!
Das Asus P4B266 bietet eine Sperre für AGP Grafikkarten, die ein Verrutschen der Karte verhindern soll. Das ist zwar ein altbekanntes System, auf einem Asus Mainboard ist so etwas jedoch neu. Gut! Dem Mainboard fehlt die dritte Schraubenreihe, so daß sich alle Bauteile, auf die beim Einbau Druck ausgeübt wird (Speicherbänke, IDE-Anschlüsse) in der Schwebe befinden. Bitte bei der Montage mit einem Finger abstützten, sonst kann es Haarrisse geben! Und das ist folglich: nicht gut.
Neben dem englischsprachigen Handbuch, einem ATA100, einem ATA33 und einem Floppy-Kabel Kabel lag die Treiber CD, ein USB 2.0 Anschlußblech und eine weitere Slotblende mit dem digitalen Audio Ein- und Ausgang bei. Hinzu kommt eine Kurzanleitung für den Einbau und die Inbetriebnahme sowie ein Aufkleber mit einer Übersicht aller Bauteile, der in das Gehäuse geklebt werden kann - sehr praktisch.
Kommen wir am Ende noch auf die Resourcenverwaltung zu sprechen, denn mit 8 PCI-INTs bietet der Intel i845 deutlich mehr als die Mitbewerber (ALi max. 6, VIA max. 4):

ABCDEFGH
AGPUsed-------
PCI #1-----Shared--
PCI #2------Used-
PCI #3-------Shared
PCI #4----Shared---
PCI #5-----Shared--
PCI #6--Used-----
USB 1.1--Used-----
USB 1.1---Used----
USB 2.0-----Shared--
Audio-----Shared--
CNR-Lan----Shared---
CNR-Modem-Used------
IRQ Request Table

Diesen IRQ Request Table findet man dort, wo er hingehört: im Handbuch! Das macht Asus weitaus besser als viele andere Hersteller. Am Rande sei noch schnell das Power-On per Maus, Tastatur oder Timer genannt und dann geht es zum:

Weiter: 2. BIOS und Overclocking

1. Das Mainboard
2. BIOS und Overclocking
3. Benchmarks
4. Kompatibilität und Fazit

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