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Asus Pundit-R, ein Office- und Multimedia-Barebone mit ATI RS300 Chipsatz - 1/9
18.04.2005 by doelf
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Barebones sind keine kompletten PCs. Sie vereinen Gehäuse, Netzteil und Mainboard, zuweilen wird auch eine passende Kühlung mitgeliefert. Dieser "Rohbau" kann dann vom Fachhändler oder Endkunden nach eigenem Gusto ausgebaut werden. Der Vorteil von Barebones besteht darin, daß die zum Paket gehörigen Komponenten bereits optimal aufeinander abgestimmt sind und man nicht erst nach passenden Netzteilen, Mainboards oder Kühlern suchen muß. Beim ATX-Formfaktor ist es nicht schwer, passendes Zubehör zu finden, beim kompakteren Micro-ATX wird das allerdings schon deutlich komplizierter. Soll der Wunsch-PC noch kleiner sein, ist man fast immer auf proprietäres Zubehör angewiesen, ein Barebone macht hier also Sinn, denn die weiteren Komponeten, die noch zum kompletten PC fehlen (CPU, Speicher und Laufwerke) sind Standard. Zunächst fanden sich Barebones im Servermarkt sowie für Office-PCs, seit Shuttles Mini-Barebones der XPC-Familie und dem allgemeinen Siegeszug der SFF (Small-Form-Factor) Computer hat beinahe jeder Hersteller solche Geräte im Programm.


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Im Gegensatz zu den üblichen Würfeln (z.B. EPoX MiniMe, Soltek EQ3401M, Shuttle XPC SB61G2) setzt Asus beim Pundit-R aus ein kompaktes Desktop-Design. Damit ähnelt er MSIs Hermes 845GL-P bzw. dem Hermes in black. Genau wie dieser ist auch der Pundit-R für die vertikale Aufstellung gedacht. Mit Abmessungen von 91 mm x 357 mm x 275 mm (BxTxH) ist der Pundit-R zwar recht kompakt, mit einem Buch läßt er sich aber kaum vergleichen. Welche Bücher hatte die Marketing-Abteilung von Asus bei der Bezeichnung "Booksize Barebone" wohl im Kopf? Ein dicker, großformatiger Bildband oder ein großstädtisches Telefonbuch?


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Bevorzugt man die horizontale Aufstellung, so kann sich das Barebone-Gehäuse gut in kompaktere Hifi-Komponeten eingliedern, die auf ca. 28 cm Breite kommen (z.B. Teacs 500er-Serie). Allerdings muß man den Pundit-R ganz oben platzieren und ausreichend Platz für den Lufteinlaß freihalten.


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Der Lieferumfang
Das Mainboard, der CPU-Kühler inklusive Lüfter und Lufteinzugstrichter sowie Verkabelung und Netzteil befinden sich bereits verbaut im Gehäuse. Beim Pundit-R setzt Asus auf den ATI RS300 Chipsatz, eher ein Exot im Desktop-Segment.

Asus liefert also alles mit, was man für die Endmontage benötigt. Weitere Software-Beilagen, z.B. eine DVD-Player-Software, oder Kabel (Video) und Adapter (DVI/VGA) gibt es leider nicht.

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Asus Pundit-R, ein Office- und Multimedia-Barebone mit ATI RS300 Chipsatz - 2/9
18.04.2005 by doelf
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Die Ausstattung
Das kompakte Barebone System bietet Platz für ein Laufwerk im 5 1/4 Zoll Format (z.B. CD-, DVD-Brenner) sowie ein internes Gerät in 3,5 Zoll Bauweise (Festplatte). Das ist zwar nicht überragend - einige Benutzer werden z.B. ein Diskettenlaufwerk vermissen - doch für die meisten Zwecke voll und ganz ausreichend. Im Inneren können zwei 32-Bit PCI-Karten auf einer Riser-Karte montiert werden, einen AGP-Steckplatz oder PCI-Express bietet dieser Barebone nicht.


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Auftrumpfen kann Asus jedoch in Hinblick auf die gebotenen Anschlüsse:

Front-Anschlüsse:


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Card Reader findet man bei den kompakten SFF-PCs recht häufig, mit 4-in-1 setzt Asus in dieser Kategorie sicherlich keine neuen Maßstäbe. Der PCMCIA/PC-Card Steckplatz ist da schon etwas anderes, einen solchen findet man normalerweise nur bei Notebooks. Wir finden diese Erweiterungsmöglichekeit sehr erfreulich, da im Inneren ja nur zwei PCI-Karten Platz finden. Ob der digitale Audio-Ausgang auf die Vorderseite gehört, wagen wir zu bezweifeln. Wer ein Pundit-R digital an den Heimkinoverstärker anschließen möchte, wird sich kaum über das Kabel an der Gehäusefront freuen. Alle anderen Schnittstellen sind sinnvoll platziert wurden.

Hintere Anschlüsse:


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Das kann sich sehen lassen: VGA-, DVI-, S-Video- und Composite-Video-Ausgang onboard! In diesem Punkt ist der Asus Pundit-R den meisten Mitberwerbern deutlich überlegen. Auch LPT und COM sind bei Barebones nicht immer eine Selbstverständlichkeit, wer noch ältere externe Geräte (Drucker, Modem, USV) einsetzt, wird dies zu schätzen wissen.

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Das Gehäuse
Asus bietet den Pundit-R in silberner oder schwarzer Farbe an. Wir haben uns für die elegante, schwarze Version entschieden, deren mattes Schwarz in Verbindung mit dem silberfarbenen Einschaltknopf und der blauen Power-LED ein sehr elegantes Erscheinungsbild bieldet.


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Die Frontanschlüsse sowie das CD-/DVD-Laufwerk liegen versteckt hinter zwei Blenden, so daß eine klare, zweigliedrige Front entsteht. In der Mitte verläuft ein schmales Band aus durchsichtigem Kunststoff, in das die LEDs integriert wurden. Bei vertikaler Aufstellung betont diese Gliederung die Vertikale und gibt dem Pundit-R ein schmaleres Erscheinungsbild. Ansonsten wird die Front lediglich durch das Firmenlogo und den Einschaltknopf akzentuiert.


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Auch die Rückseite des Pundit-R ist zweigeteilt: Die obere Hälfte wird von einem Lochblech belegt, welches die Rückseite des Netzteiles ist. Diesem fehlt leider der Ausschalter. In der unteren Hälfte sehen wir die Anschlüsse sowie die Blenden der beiden PCI-Steckplätze. Besondere Aufmerksamkeit verdient die onboard Grafik, die nicht nur VGA- und DVI- sondern auch S-Video und Composite-Ausgänge bietet.


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Die linke Gehäuseseite weist im vorderen Bereich Lüftungslöcher auf. Darunter findet sich der Tricher des CPU-Kühlers und somit der wichtigste Lufteinzug des Barebones. Sollten diese Öffnungen verdeckt werden, überhitzt das Gerät schnell. Besonders bei der horizontalen Aufstellung ist daher Vorsicht geboten!


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Das Lüftungskonzept ist - solange die seitliche Zuluft sichergestellt ist - durchdacht: Das Barebone System zieht unten auf der Vorderseite mit dem CPU-Lüfter Frischluft an und bläst sie durch den Netzteillüfter auf der Rückseite oben wieder heraus. Asus reichen für die Kühlung zwei Lüfter aus, deren Drehzahl temperaturabhägig geregelt wird.


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Das Mainboard


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Als Mainboard kommt das Asus P4R8L zum Einsatz. Hat man das Seitenteil entfernt, so sieht man direkt hinter der Gehäusefront die dreiphasige Stromversorgung des Mainboards sowie den ATX 12 Volt Anschluß.


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Dahinter sitzt der CPU-Sockel mit dem Retention-Modul, in dem alle Pentium 4 Prozessoren in der 478-Pin Bauform mit Northwood- oder Prescott-Core Platz finden. Hinter diesem sehen wir die passiv gekühlte ATI RS300 Northbridge. Zum Gehäuseboden hin orientieren sich die beiden DIMM-Sockel, die bis zu 2 GByte DDR400, 333 oder 266 im Dual-Channel Betrieb unterstützen.


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Im hinteren Bereich sehen wir einen PCI-Steckplatz, in dem die Riser-Karte platziert wird. Ein ITE IT8712F-A sorgt für das Hardware-Monitoring, ein Realtek RTL8201BL PHY führt die 10/100 MBit-LAN Schnittstelle des Chipsatzes aus. Zudem finden wir einen Chrontel CH7301C-T, der DVI-Ausgaben bis zu Auflösungen von 1600x1200 Pixel ermöglicht. Der bei Asus häufig anzutreffende Analog Devices AD1888 AC97 Codec sorgt für 6 Audiokanäle.


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Entfernen wir den Laufwerkskäfig, so ballen sich darunter weitere Chips: Ins Auge fällt dabei ein Exemplar mit der Aufschrift "Ene CB-710Q A2", der in etwa die gleiche Größe wie ATis IXP200 Southrbidge hat. Es handelt sich hierbei um den Controller für den PC Card/PCMCIA Slot. Neben dem PCMCIA Slot befindet sich ein VIA VT6307 IEEE 1394 Firewire Controller.


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Auf der Platine sehen wir den Silkscreen des zweiten ATA133-Anschlusses, doch dieser wurde nicht ausgeführt. Der Grund hierfür heißt Marvell 88i8030-TBC und befindet sich nebem dem Serial-ATA Port. Es handelt sich hierbei um eine Serial-ATA Bridge, also einen Chip, der Parallel-ATA auf Serial-ATA brückt.

Oberhalb des PCMCIA-Einschubes sehen wir den gesockelten BIOS-Chip, die CMOS-Batterie sowie den CLEAR-CMOS Jumper. Dessen Lage wurde nicht besonders geschickt gewählt, denn um an ihn heran zu kommen, muß zuvor der Laufwerkskäfig ausgebaut werden.

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Asus Pundit-R, ein Office- und Multimedia-Barebone mit ATI RS300 Chipsatz - 5/9
18.04.2005 by doelf
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Die Montage


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Um die CPU einsetzen zu können, muß zunächst einmal der bereits montierte Kupferkühler entfernt werden. Auf diesem befindet sich ein 70 mm Lüfter, auf dem ein Trichter verschraubt wurde. Dieser Trichter reicht zu den Lüftungsöffnungen im Seitenteil und optimiert die Luftführung. Um die Halteklammern des Kühlers aus dem Retention-Modul ziehen zu können, löst man zwei Schrauben des Trichters und nimmt diesen herunter. Danach kann der Kühler ausgebaut und die CPU eingesetzt werden.


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Man darf den Speicher erst nach dem Kühler einsetzen, da der erste DIMM Slot sehr dicht am Retention-Modul sitzt und die Halteklammern des Kühlers nicht befestigt werden können, wenn zuvor bereits der Speicher verbaut wurde. Doppelseitige Speicherriegel haben einen Abstand von ca. 2 mm von den Klammern, für Arbeitsspeicher mit Heatspreader wird es also besonders eng. Der Einbau solcher Speicherriegel erfordert viel Fingerspitzengefühl!


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Auch die PCI-Riserkarte hat so ihre Tücken: Die Verkabelung der Stromversorgung drückte bei unserem Testmuster gegen die Riserkarte, so daß die Rückseite der Platine - insbesondere die hervorstehenden Drahtstifte der auf ihr verlöteten Bauteile - an den Kabeln des Netzteils scheuerten. Wer beim Ausbau nicht vorsichtig ist, kann schlimmstenfalls eine der Litzen aufritzen!


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Problem Nummer zwei sind lange oder hohe PCI-Karten: Während lange Karten mit dem CPU-Kühler kollidieren, scheitern Karten, die ihr eigenes Slotblech überragen, am Gehäuse. Karten, deren Platine bis zum Abschluß ihres Slotbleches reichen, kann man in den unteren PCI-Slot der Riser-Karte setzen und diese bei der Montage ein wenig verwinkelt ansetzen, um die PCI-Karte unter den Grat des unteren Gehäuserandes zu hebeln. Zuvor muß man gegebenenfalls das ATX 12 Volt Kabel und dessen Befestigung verlegen, die sich mit etwas Feingefühl leicht ablösen läßt. Mit einer TwinHan VisionDTV Sat wird es sehr, sehr eng, es gelang uns jedoch die Karte im Doppelpack mit unserer RME Digi32 zu verbauen.

Die letzte - und leichteste - Hürde ist der Einbau der Laufwerke: Man löst vier Schrauben und nimmt den Laufwerkskäfig heraus, setzt das optische Laufwerk sowie die Festplatte ein und schraubt diese fest. Dann bringt man den Käfig in seine Position, befestigt die Kabel, legt den Rest des ATA133 Flachkabels unter den Laufwerkskäfig und verschraubt diesen wieder mit dem Gehäuse.


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Fertig ist unser Pundit-R. Nun wollen wir mal sehen, wie sich die Maschine in der Praxis so macht!

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Albatron PX915G4PRO - Sockel 478 Northwood trifft Intel i915G - 6/9
18.04.2005 by doelf
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Das BIOS
Für den Test verwendeten wir das BIOS 1004 Beta 9, welches recht unspektakulär wirkt. Abgesehen von dem üblichen Einstellungen bietet dieses AMI-BIOS eigentlich nur die Einstellung des Grafikspeichers zwischen 8 und 128 MByte. Over- oder Underclocking oder gar Voltage-Tweaking gibt es nicht. Der Arbeitsspeicher kann auf "slow" oder "fast" gestellt werden, arbeitet aber immer mit SPD-Timings.


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Die Bildqualität
Alle Anschlüsse der onboard Grafik erreichen eine überraschend gute Qualität. Sowohl am 17-Zoll TFT (1280x1024) als auch am 19-Zoll Röhrenmonitor (1600x1200) sehen wir ein ordentliches Bild. Auch die TV-Ausgänge können mit guten Grafikkarten mithalten.


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Die Lautstärke
Beim Einschalten heulen die Lüfter kurz auf und drehen mit knapp 5500 Umdrehungen pro Minute, danach greift die Lüftersteuerung und regelt auf ein deutlich angenehmeres Betriebsgeräsch herunter. Damit arbeitet der Asus Pundit-R zwar nicht wirklich leise, denn die Lüfter bleiben weiterhin wahrnehmbar, aber die Geräuschkulisse kann als angenehm bezeichnet werden. Setzen wir bei 25°C Zimmertemperatur unseren 3 GHz Northwood unter Last, indem wir zwei Stunden lang eine DVD laufen lassen, so wird das Gerät wieder etwas lauter. Mit der selben CPU empfanden wir Solteks EQ3401M als deutlich leiser. Wärend wir dem Pundit-R unser "Okay" für den Büroeinsatz geben, würden wir uns für den Wohnzimmerbetrieb etwas mehr Laufruhe wünschen. Zumal unser Northwood nicht so heiß wird, wie ein Prozessor mit Prescott-Kern.


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IRQ-Routing
Die onboard Komponenten liegen auf folgenden IRQs:

IRQ Gerät
16 Grafik, Cardbus/PCMCIA
17 Sound
18 Lan, Firewire
19 USB 2.0, 4in1 Cardreader


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Stabilität
Wie alle Mainboards, die sich bei uns im Test befinden, mußte auch dieser Barebone einen 24-stündigen Dauerlasttest aus SiSoft Sandra 2005 Burn-In, Prime95 Stresstest und 3DMark2001SE bestehen. Hierzu bestückten wir unser Asus Pundit-R mit den folgenden Speicherriegeln:

An der Stabilität des Systems gibt es also nichts zu kritisieren. Und wie sieht es mit der Kompatibilität aus? Wir bestückten den PC mit folgenden PCI-Karten: Philips Acoustic Edge, Z-Cyber Nightingale Pro6, ZCyber Speed Way RAID 133 und TwinHan VisionDTV Sat, alle Erweiterungskarten wurden erkannt und funktionierten einwandfrei.

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Albatron PX915G4PRO - Sockel 478 Northwood trifft Intel i915G - 7/9
18.04.2005 by doelf
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Testsetup
Die mit fetter Schrift hervorgehobenen Komponenten wurden für die Benchmarks verwendet:

Soundcheck
Asus verbaut wieder einmal den AD1888 AC97-Codec von Analog Devices. Mit diesem Chip scheint Asus so seine Probleme zu haben, denn die Abweichungen der "Frequency response" sind jenseits von gut und böse. Immerhin erspart man sich den üblichen zweiten Ausrutscher bei der Intermodulationsverzerrung. Obwohl die anderen Werte auf sehr gutem Niveau liegen, fehlt es dem Sound an Auflösung und Details, alles wirkt etwas platt und undifferenziert: "Befriedigend".

RightMarkt 5.0 Asus
Pundit-R
Asus
A8N-SLI
Albatron
PX915G4PRO
Frequency response, dB
Bezugsfrequenz: 40Hz,15KHz
(geringere=besser)
+4.74/-8.02 +0.19;-0.83 +0.26;-0.31
Noise level, dBA
Eigen-Rauschpegel
(niedriger=besser)
-86.9 -74.2 -84.9
Dynamic range, dBA
Dynamik-Bereich
(größer=besser)
84.9 74.7 81.6
Total Harmonic Distortion
(Klirrfaktor) %
(niedriger=besser)
0.021 0.054 0.017
Intermodulation
distortion, %
(niedriger=besser)
0.078 0.065 0.047
Stereo crosstalk, dB
Übersprechen
(niedriger=besser)
-87.0 -78.1 -83.3

USB 2.0-Performance
Mit SiSoft Sandra 2005.SR1 (10.50) nehmen wir die Messung der USB 2.0-Performance vor. In einem externen Firewire-/USB 2.0-Case (Avance iFire2) befindet sich eine 2,5" Notebookfestplatte mit 40 GB und 4200 U/Min von IBM (IC25N040AT), wir schließen diese via USB 2.0 an die Testkandidaten an und messen die Performance:

SiSoft Sandra 2005.SR1 (10.50): USB 2.0 Sequential Read; Sequential Write
Albatron
PX915G4PRO
Intel i915G
20 MB/s
20 MB/s

Asrock K8-Combo
ULi 1689
20 MB/s
20 MB/s

Asrock K8S8X
SiS 755
20 MB/s
20 MB/s

Asus K8V SE
VIA K8T800
VIA K8T800
20 MB/s
20 MB/s

EPoX 8KDA3+
nForce3 250GB
20 MB/s
20 MB/s

EPoX 8RDA6+
nForce 2 GB
20 MB/s
20 MB/s

Albatron KX18DS
nForce 2
20 MB/s
20 MB/s

Asus A8N-SLI
nForce4 SLI
BIOS 1006
20 MB/s
20 MB/s

Asus A8N-SLI
nForce4 SLI
BIOS 1003
19 MB/s
20 MB/s

Asus A8V-E
VIA K8T890
18 MB/s
19 MB/s

Asus Pundit-R
Ati IXP200
17 MB/s
17 MB/s

ATis IXP200 Southbridge enttäuscht in diesem Test und bleibt deutlich hinter unseren Erwartungen zurück.

Firewire-Performance
Auch diese Messung führen wir mit SiSoft Sandra 2005.SR1 (10.50) durch. Abermals setzen wir das externe Firewire-/USB 2.0-Case (Avance iFire2) mit der 2,5" Notebookfestplatte mit 40 GB und 4200 U/Min von IBM (IC25N040AT) ein:

SiSoft Sandra 2005.SR1 (10.50): Firewire Sequential Read; Sequential Write
Asus A8N-SLI
nForce4 SLI
BIOS 1006
20 MB/s
20 MB/s

Asus A8N-SLI
nForce4 SLI
BIOS 1003
20 MB/s
20 MB/s

Asus A8V-E
VIA K8T890
20 MB/s
20 MB/s

Albatron KX18DS
nForce 2
20 MB/s
20 MB/s

EPoX 8RDA6+
nForce 2 GB
20 MB/s
20 MB/s

Asus Pundit-R
Ati IXP200
17 MB/s
14 MB/s

Auch der via PCI angebundene Firewire-Controller von VIA erreicht nicht das zu erwartende Ergebnis.

IDE-Performance
Mit HDTach 3.0.1.0 haben wir die IDE-Burstrate getestet. Folgende Festplatten kamen hierbei zum Einsatz:

HDTach 3.0.1.0: Burstraten (Lesen)
Asus A8N-SLI
S-ATA/nForce4
BIOS 1006
134.2 MB/s
EPoX 8KDA3+
S-ATA/nForce3
124.3 MB/s
Asus A8N-SLI
S-ATA/nForce4
BIOS 1006
124.1 MB/s
Asus A8N-SLI
P-ATA/nForce4
BIOS 1006
123.5 MB/s
Albatron PX875P
S-ATA/ICH5
122.9 MB/s
Asus A8V-E
S-ATA/VT8237R
121.8 MB/s
Albatron PX915G4
S-ATA/ICH6
120.8 MB/s
Asus A8V-E
P-ATA/VT8237R
119.8 MB/s
EPoX 8KDA3+
P-ATA/nForce3
117.1 MB/s
Albatron PX915G4
P-ATA/ITE
105.9 MB/s
Albatron PX875P
P-ATA/ICH5
92.0 MB/s
Albatron PX915G4
P-ATA/ICH6
91.4 MB/s
Asus Pundit-R
ATA100/IXP200
BIOS 1006
85.8 MB/s
Asus Pundit-R
ATA133/IXP200
BIOS 1006
43.8 MB/s
Asus Pundit-R
S-ATA/IXP200
BIOS 1006
41.6 MB/s

Auch bei der IDE-Burstrate macht ATis IXP200 keine gute Figur. Im ersten Durchlauf testeten wir unsere Maxtor DiamondMax Plus8 40 GB im ATA133 Betrieb, die Serial-ATA Festplatte Samsung SP1614C 160 GB wird über den Serial-ATA Bridge Chip Marvell 88i8030-TBC angesteuert. Die gemessene Burstrate liegt dabei zwischen 40 und 45 Megabyte pro Sekunde, ein extrem schlechtes Ergebnis! Allerdings läßt es sich wunderbar reproduzieren. Wir forschten ein wenig im Internet nach und stellen fest: Einige Tester sahen eine orderntliche Performance, andere - wie wir - eine desolate Vorstellung. Doch wo liegt der Unterschied? Bei den Festplatten! Sobald man eine ATA100 Festplatte einsetzt, wird die Performance deutlich besser! Wir zwingen unsere Maxtor DiamondMax Plus8 40 GB im BIOS von UDMA6 (ATA133) auf UDMA5 (ATA100) und siehe da: 85,8 MByte/s sind zwar keine Höchstleistung, aber durchaus akzeptabel.

Fassen wir zusammen: Weder Audio-Qualität, noch USB 2.0- und Firewire-Performance oder IDE-Burstraten können uns wirklich überzeugen. Da wird den Workarround via UDMA5 gefunden haben, ist zumindest eine besondere Abwertung nicht nötig. Wir werten Audio und USB 2.0 mit "Befriedigend" und Firewire sowie IDE-Burstrate mit "Ausreichend".

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Albatron PX915G4PRO - Sockel 478 Northwood trifft Intel i915G - 8/9
18.04.2005 by doelf
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CPU- und Speicher-Performance
Um die CPU- und Speicher-Performance des ATI RS300/IXP200 Chipsatzes objektiv bewerten zu können, haben wir Albatrons PX915G4 und PX875P Pro herangezogen. Während der Intel Canterwood Chipsatz (i875P) keine Grafikeinheit beinhaltet, kommt der i915G (Grantsdale) mit einem Grafikkern daher. Dieser wirkt sich auf die Performance des PX915G4 allerdings nicht aus.
Mal sehen, wie sich ATis Chipsatz so schlägt:

SiSoft Sandra 2004: Dhrystone; Whetstone; Whetstone SSE
Albatron PX915G4
i915G
9103
3750
6692


Albatron PX875P
i875P+PAT
9013
3753
6700


Albatron PX875P
i875P
9052
3754
6706


Asus Pundit-R
ATI RS300
8972
3738
6629


SiSoft Sandra 2004: INT/SSE; FPU/SSE
Albatron PX875P
i875P+PAT
23072
32949

Asus Pundit-R
ATI RS300
23067
32217

Albatron PX875P
i875P
23062
32866

Albatron PX915G4
i915G
23003
32759

Wir sehen zwar keine Bestleistungen, doch das ASUS P4R8L des Pundit-R schlägt sich ganz wacker.

SiSoft Sandra 2004: Mem/INT; Mem/FPU
Albatron PX875P
i875P+PAT
4762
4686

Albatron PX875P
i875P
4577
4628

Albatron PX915G4
i915G
4437
4437

Asus Pundit-R
ATI RS300
3464
3477

Beim Speicherdurchsatz kann ATis RS300 nicht mehr mithalten, trotz Dual-Channel DDR400 sehen wir einen deutlichen Abstand zu Intels i915G.

Cinebench 2003: CPU-Test 1 CPU / 2 CPU
Albatron PX875P
i875P+PAT
301
358

Albatron PX875P
i875P
301
358

Albatron PX915G4
i915G
298
357

Asus Pundit-R
ATI RS300
294
353

Beim CPU-Test von Cinebench 2003 sehen wir den Pundit-R wieder auf dem letzten Platz, doch der Abstand ist gering.

Super PI: 1M (niedrigere Werte sind besser)
Albatron PX875P
i875P+PAT
46s
Albatron PX875P
i875P
47s
Albatron PX915G4
i915G
47s
Asus Pundit-R
ATI RS300
52s

Super PI hingegen liegt dem ATi-Chipsatz weniger, 5 Sekunden Rückstand sind geradezu unglaublich! Also löschen wir die Highscore und starten einen zweiten und dritten Durchlauf, leider ohne ein besseres Ergebnis zu erzielen.

Encoding-Performance
Die nächste Testreihe betrachtet die Performance beim Encoden von Video-Daten.

TMPEG 2.512.52.161: VCD PAL, Highest Quality (niedrigere Werte sind besser)
Albatron PX875P
i875P+PAT
176s
Albatron PX875P
i875P
177s
Albatron PX915G4
i915G
177s
Asus Pundit-R
ATI RS300
179s

TMPEG zeigt wieder einen vertretbaren Rückstand für den Pundit-R.

Windows Media Encoder 9: 5384 kbit/s (niedrigere Werte sind besser)
Albatron PX915G4
i915G
1400s
Albatron PX875P
i875P+PAT
1403s
Albatron PX875P
i875P
1410s
Asus Pundit-R
ATI RS300
1454s

Anders sieht es beim Windows Media Encoder 9 aus, hier gibt es einen satten Rückstand von 44 Sekunden auf den langsamsten Mitbewerber von Intel.

Spiele-Performance
Der Asus Pundit-R wurde in unserem 3D-Performance-Guide Q1/2005 aufgenommen. Für 54 3D-Benchmark Durchläufe diverser Grafikkarten unter Einbeziehung von ATis onboard Grafik verweisen wir deshlab auf den 3D-Performance-Guide Q1/2005:

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Asus Pundit-R, ein Office- und Multimedia-Barebone mit ATI RS300 Chipsatz - 9/9
18.04.2005 by doelf
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Fazit
Mit dem Pundit-R bietet Asus ein elegantes und gut ausgestattetes Barebone an, das für den Office-Betrieb oder als Wohnzimmer-PC kaum Wüsche offen läßt. Für Spielernaturen eignet es sich jedoch nicht, da weder AGP noch PEG Grafikkarten nachgerüsten werden können. Alle anderen werden die onboard Grafik, die für anspruchslosere Spiele durchaus ausreicht, und deren vielfältige Anschlußmöglichkeiten (VGA, DVI, Composite und S-Video) zu schätzen wissen.

Die Lautstärkeentwicklung des Pundit-R ist befriedigend, für den Wohnzimmer-Einsatz würden wir uns dennoch ein etwas leiseres System wünschen. Was uns nicht gefiel, war die mäßige Performance der Southbridge: Sowohl die Leistung von USB 2.0 als auch Firewire (PCI) bleibt hinter den Erwartungen zurück. Auch die IDE-Burstraten lassen viel zu wünschen übrig: Während Serial-ATA (ATA150) und ATA133 extrem niedrige Burstraten aufweisen, sieht es bei ATA100 deutlich besser aus. Liegt hier ein Bug im Chipsatz oder Treiber vor? Fest steht, daß ATi die Performance des RS300 durch Treiber-Updates verbessern konnte, bei der Southbridge IXP200 sahen wir jedoch keine Verbesserungen. Wir würden dazu raten, im BIOS von UDMA6 (ATA133) auf UDMA5 (ATA100) zurückzuschalten.

Ansonsten ist die Performance recht ordentlich. Wir sollten nicht aus den Augen verlieren, daß es sich hier nicht um ein Performance-Mainboard sondern um ein Office-Barebone handelt. Wir finden, daß der Preis von 149,- € in Anbetracht des Gebotenen voll und ganz gerechtfertigt ist und werten den Asus Pundit-R mit "Gut".


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