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be quiet! Dark Power Pro P8-900W - Die neue Referenz? - Druckansicht - Seite 1 von 12

Der Netzteilhersteller be quiet! hat seine Luxusserie "Dark Power Pro" überarbeitet. Mit der mittlerweile dritten Generation bietet be quiet! erstmals Netzteile mit der Zertifizierung "80Plus Silber" und verbaut zudem die hauseigenen Lüfter der Baureihe "SilentWings". Leise, stabil und sehr effizient soll die neue Netzteilgeneration sein und wir haben diese Versprechen anhand des be quiet! Dark Power Pro P8-900W überprüft. Kann be quiet! abermals neue Maßstäbe für die Mitbewerber setzen?


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Dreiklassengesellschaft
be quiet! hatte vor gut einem Jahr eine neue Einstiegsklasse namens "Pure Power L6" eingeführt, welche im letzten Sommer von der zweiten Generation Pure Power L7 abgelöst wurde. Diese Geräte bieten eine solide Grundausstattung, eine Leistung von bis zu 530 Watt sowie die Zertifizierung "80Plus Standard", in einigen Fällen auch "80Plus Bronze", was jedoch nicht beworben wird.

Im Herbst 2009 folgte dann die neue Mittelklasse Straight Power E7, welche durch die Bank "80Plus Bronze" zertifiziert ist und eine Drehzahlregelung für bis zu drei Gehäuselüfter bietet. Hinzu kommt eine Leistung von bis zu 700 Watt, ummantelte Kabel und ein optionales Kabelmanagement.

Zu guter Letzt wurde zum Jahreswechsel die neue Oberklasse "Dark Power Pro P8" vorgestellt. Hier werden 750, 900, 1000 sowie 1200 Watt zusammen mit "80Plus Silber" geboten. Kabelmanagement gehört ebenso zur Ausstattung wie eine Regelung für vier Gehäuselüfter. Zudem gibt es einen Übertaktungsschalter, welcher alle +12V-Spannungskreise zu einem einzigen zusammenfasst.


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Offizielle 80 Plus Resultate
Betrachten wir zunächst die unabhängigen Messergebnisse von 80 Plus. Die Messungen von 80 Plus werden mit 115 Volt vorgenommen, unsere Testsysteme werden aber mit 230 Volt betrieben. Daher kann es vorkommen, dass sich einzelne Netzteile abweichend verhalten. Zudem sind Qualitätsschwankungen in der Produktion möglich.

Wirkungsgrad laut 80 Plus:
Modell20%50%100%Ø
be quiet! Pro P8-900W87,8389,3785,9687,72
be quiet! Pro P7-750W82,8085,5982,6883,69
Cougar 1000 CM85,6787,4383,6085,56
FSP Everest 101084,2285,1080,0683,13
XFactor REX-750AS82,0485,3083,0183,45

Für die "80Plus Standard"-Wertung muss das Netzteil in drei Lastzuständen mit einer Effizienz von mindestens 80 Prozent arbeiten. Die Anforderungen für "80Plus Bronze" liegen etwas höher, hier muss das Gerät bei 20- und 100-prozentiger Auslastung zumindest 82 Prozent und bei Halblast sogar 85 Prozent Effizienz erreichen. Wer nach "80Plus Silber" greift, muss bei 20- und 100-prozentiger Auslastung mit 85 Prozent Effizienz aufwarten und bei Halblast zumindest 88 Prozent erreichen.




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Die Übersichtstabellen
Verschaffen wir uns zunächst einen Überblick der Eckdaten, Leistung und Anschlussmöglichkeiten unseres Testkandidaten und der verwendeten Vergleichsmodelle. Betrachten wir zunächst die maximale Leistung in Watt, die Anzahl der +12V-Spannungskreise, die maximale Effizienz (laut Hersteller) sowie Anzahl und Durchmesser der verbauten Lüfter:

Die Eckdaten
ModellWatt+12VEffizienzLüfter
be quiet! Pro P8-900W900492%1 x 120 mm
be quiet! Pro P7-750W750689%1 x 120 mm
Nexus RX-8500850485%1 x 140 mm
Cougar 1000 CM1000689%1 x 140 mm
FSP Everest 10101010485%1 x 120 mm
XFactor REX-750AS7504>80%1 x 135 mm

Seit der Version 2.2 schreibt der "ATX12V Power Supply Design Guide" zwei unabhängige +12V-Spannungskreise vor, falls Stromstärken von mehr als 18 Ampere zu erwarten sind. Hierdurch will man eine höhere Stabilität gewährleisten und die sogenannten "Peak Voltage Ripple" glätten. Alle in diesem Vergleich verwendeten Netzteile verfügen über mindestens vier +12V-Spannungskreise, hierzu gehört auch das be quiet! Dark Power Pro P8-900W. Das Vorgängermodell be quiet! Dark Power Pro P7-750W brachte es sogar auf sechs +12V-Spannungskreise.

Die Leistungsverteilung
Folgende Angaben machen die Hersteller zur Verteilung der Leistung auf die unterschiedlichen Spannungsschienen. Die -5 Volt Schiene wurde im ATX12V Power Supply Design Guide V2.2 gestrichen und muss nicht mehr angeboten werden. Ältere Systeme, welche auf -5 Volt angewiesen sind, funktionieren nicht mit diesen Netzteilen.

Leistung pro Schiene in Watt
Modell+12V+5V+3,3V+5VSB-12V-5V
be quiet! Pro P8-900W86418020,06,0-
be quiet! Pro P7-750W72018020,09,6-
Nexus RX-850076017015,06,0-
Cougar 1000 CM960175k.A.k.A.-
FSP Everest 101098525-
XFactor REX-750AS65018020,0-

Die aktuelle Netzteilgeneration ist so ausgelegt, dass beinahe die vollständige Leistung auf den +12V-Spannungskreisen zur Verfügung steht. Das be quiet! Dark Power Pro P8-900W kann beispielsweise bei 900 Watt Gesamtleistung bis zu 864 Watt auf der +12V-Ebene verkraften. Die Bedeutung der +5V-Schiene hat hingegen deutlich abgenommen.

Die maximalen Stromstärken
Während zu Sockel A und Sockel 370 Zeiten die +3,3 und +5 Volt Spannungskreise noch sehr stark belastet wurden, änderte sich dies mit Intels Pentium 4 Prozessor und der Einführung des ATX+12V-Anschlusses. Doch nicht nur die aktuellen Prozessoren beziehen ihren Strom aus den +12V-Schienen, auch die 6- und 8-Pin-Anschlüsse für PCI-Express Grafikkarten liefern ausschließlich +12 Volt.

Die Stromstärken in Ampere
Modell+12V+5V+3,3VVSB-12V-5V
be quiet! Pro P8-900W2x 22
2x 32
30244,00,5-
be quiet! Pro P7-750W6x 2030264,00,8-
Nexus RX-85004x 2024303,00,5-
Cougar 1000 CM4x 24
2x 28
30304,00,8-
FSP Everest 10104x 2030303,01,0-
XFactor REX-750AS4x 1830283,00,8-

be quiet! hat die +12V-Spannunsgkreise des Dark Power Pro P8-900W unterschiedlich ausgelegt. Während die Spannungskreise für CPU und Laufwerke Stromstärken von 22 Ampere verkraften, dürfen die Grafikkarten pro Spannungskreis bis zu 32 Ampere anlegen. Kombiniert erreichen die vier Spannungskreise 72 Ampere. Die +3,3V-Ebene fällt mit einer Belastbarkeit von nur 24 Ampere hingegen recht schwach aus.

Die Anschlüsse
Betrachten wir nun die unterschiedlichen Anschlusskonfigurationen der Netzteile. Als "Molex" werden die 4-Pin-Stecker für PATA-Festplatten und optische Laufwerke bezeichnet, mit "Floppy" und "SATA" sind die Stecker der entsprechenden Geräte gemeint. "PEG" kennzeichnet die 6- oder 8-Pin-Anschlüsse für PCI-Express Grafikkarten. Bei den Power (PWR) und +12V Anschlüssen geben wir nicht ihre Anzahl, sondern ihre Konfiguration an:

Die Anschlüsse
ModellPWR+12VPEGMolexFloppySATA
be quiet! Pro P8-900W20+44/8
4+4
4927
be quiet! Pro P7-750W20+44/6/841528
Nexus RX-850020+44/84626
Cougar 1000 CM20+44/86718
FSP Everest 101020+44/84619
XFactor REX-750AS20+44+44716

Das be quiet! Dark Power Pro P8-900W bietet im Vergleich zum Dark Power Pro P7-750W zwar mehr Leistung aber weniger +12V-Spannungskreise und auch weniger Anschlussmöglichkeiten. Der selten benötigte EPS+12V-Stecker mit sechs Kontakten ist nicht mehr vorhanden und auch die Zahl der Laufwerksstecker, die zuvor geradezu verschwenderisch ausfiel, wurde deutlich reduziert. In der Liste nicht erfasst aber dennoch erwähnenswert sind die vier Lüfterstränge der "Dark Power Pro"-Netzteile. Jeder dieser Stränge umfasst einen Molex- und einen 3-Pin-Anschluss, von denen jeweils nur einer bestückt werden darf.




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be quiet! Dark Power Pro P8-900W #1
Die neue "Dark Power Pro"-Baureihe tritt ein schweres Erbe an, denn ihre Vorgänger konnten uns im Test immer wieder begeistern und kommen seit vielen Jahren in unseren Testsystemen als Referenznetzteile zum Einsatz. Wie die P7-Generation kommt auch das be quiet! Dark Power Pro P8-900W in einer Verpackung daher, die bei anderen Herstellern für zwei Netzteile gereicht hätte.


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Das Gerät liegt sicher und gut geschützt in einem Mantel aus Schaumstoff, während die abnehmbaren Kabelstränge und das Zubehör ordentlich in drei kleineren Kartons verstaut wurde. Transportschäden sind hier nicht zu erwarten und nicht verwendetes Zubehör kann im Originalkarton aufbewahrt werden.


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Nur das Hauptkabel ist fest mit dem Netzteil verbunden, die übrigen Stränge können je nach Bedarf befestigt oder abgenommen werden. Insgesamt finden wir 17 Kabelstränge im Lieferumfang, von denen jedoch nicht alle zeitgleich verwendet werden können.


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Weiterhin packt be quiet! Handbuch und Netzkabel, sechs schwarze Kabelbinder aus Kunststoff, sieben schwarze Klettbinder sowie fünf schwarze Schrauben bei. Das deutschsprachige Handbuch macht einen guten Eindruck, lässt aber einige wichtige Fragen aus. So wird beispielsweise nicht erklärt, wie sich die +12V-Spannungskreise verteilen und welche PEG-Anschlüsse man bestücken sollte. Die Antwort auf diese Frage lautet die Buchsen 1 und 3 und darauf kommt der Kunde nicht von selbst.


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Und dann sind da noch das Slotblech mit dem Overclocking-Key sowie der Overclocking-Jumper, welche einer Erklärung bedürfen. Beim Dark Power Pro P8-900W finden wir vier unabhängige +12V-Spannungskreise vor, welche zu einem einzigen Spannungskreis vereint werden können. Hierzu wird eine Drahtbrücke, der Overclocking-Jumper, in eine spezielle Buchse des Netzteils gesteckt.


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Alternativ kann man auch den Overclocking-Key verwenden, welcher ein Verlängerungskabel und eine Slotblende mit Kippschalter besitzt. Dieser Schalter erspart zwar das Öffnen des Gehäuses, birgt aber auch ein nicht zu unterschätzendes Risiko: Wird der Schalter im Betrieb betätigt, drohen Schäden für das Netzteil und die übrige Hardware.




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be quiet! Dark Power Pro P8-900W #2
Mit Straßenpreisen ab 167 Euro ordnet sich das Dark Power Pro P8-900W zwischen seinen 850 und 1000 Watt starken Vorgängermodellen ein, ein 900-Watt-Modell gab es in der P7-Baureihe nämlich nicht. Das Preisgefüge scheint also zu stimmen, zumal das Dark Power Pro P8-900W mit "80Plus Silber" aufwarten kann, während seine Vorgänger nur "80Plus Standard" erfüllen konnten.


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Nicht ganz so optimal finden wir den Umstand, dass die P8-Serie ihre Vorgänger auch hinsichtlich der Abmessungen übertrifft. Bereits die P7-Modelle sorgten mit einer Bautiefe von 180 mm - normalerweise sind ATX-Netzteile nur 140 mm tief - in vielen Gehäusen für Probleme. Das Dark Power Pro P8-900W erreicht nun 200 mm und wird damit für den Einbau in zahlreichen Gehäuse zu groß sein bzw. die Laufwerksschächte blockieren.


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Statt zu Hochglanzlack hat be quiet! diesmal zu Anthrazit mit Metallic-Effekt gegriffen. Diese Farbe wirkt deutlich unauffälliger, sofern man angesichts der Abmessungen ein Wort wie "unauffällig" überhaupt verwenden kann. Im Gegensatz zur Hochglanzlackierung stellen Fingerabdrücke und Kratzer kein großes Problem mehr dar.


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Als Blickfang dient diesmal der Lüfter. be quiet! hat zu einem hauseigenen Modell der Baureihe SilentWings gegriffen, welches einen Durchmesser von 120 mm hat. Diese Lüfter arbeiten nicht nur sehr leise sondern sind auch ausgesprochen langlebig. Die übliche Lebenserwartung soll bei 300.000 Stunden liegen, während viele andere Lüfter nur ein Zehntel dieser Zeit überstehen.


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Wie schon bei der Baureihe Straight Power E7 setzt be quiet! auch bei seinen neuen Top-Modellen auf ein außergewöhnliches Lüftergitter. Die parallel verlaufenden Stäbe stehen nur minimal hervor, erfordern bei der Verkabelung des Systems allerdings etwas mehr Sorgfalt, da sich dünne Kabel leichter zwischen die geraden Stäbe verirren können als in runde Gitter.




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be quiet! Dark Power Pro P8-900W #3
Um die extrem hohe Effizienz von bis zu 92 Prozent erreichen zu können, verwendet be quiet! die DC-DC-Technologie. Statt eines +12V/+5V-Transformators, bei dem eine Drossel die +3,3V aus der +5V-Ebene erzeugt, kommt hier ein reiner +12V-Transformator zum Einsatz. Wie beim Spannungswandler des Mainboards übernehmen dann zwei VRMs (Voltage Regulator Module) die Erzeugung von +5V sowie +3,3V. Diese Bauweise spart nicht nur Platz, sondern ermöglicht auch die gewünschte Energieeffizienz.


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Das Dark Power Pro P8-900W besitzt vier +12V-Spannungskreise, während wir beim Dark Power Pro P7-750W noch sechs vorgefunden hatten. Die beiden +12V-Spannungskreise für die Grafikkarten dürfen jeweils mit maximal 32 Ampere belastet werden, was auch für leistungshunrige CrossFire- und SLI-Gespanne dicke ausreichen sollte. Dahingegen verkraften die beiden +12V-Spannungskreise für die CPU und die Laufwerke lediglich 22 Ampere, was aber auch noch deutlich über den in der ATX12V-Spezifikation vorgeschlagenen 18 Ampere liegt.


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Werden die vier Spannungskreise per Overclocking-Jumper oder -Key zusammengefasst, steigt die maximale Belastbarkeit auf 72 Ampere. Für die +3,3V-Ebene hat be quiet! allerdings nur 24 Ampere vorgesehen, was in unseren Augen etwas knapp bemessen ist. Die Netzteile der Mitbewerber verkraften hier zwischen 28 und 30 Ampere. Komplett umgekrempelt hat be quiet! die Anschlussbuchsen für die abnehmbaren Kabelstränge.


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Wir finden drei Buchsen für Grafikkarten (12 Kontakte), zwei für das Mainboard (10 und 4 Kontakte) sowie fünf Buchsen für die Laufwerksstränge. Hinzu kommen vier Anschlüsse speziell für die Gehäuselüfter. Physikalisch wurden alle Stecker und Buchsen eindeutig kodiert, so dass Verwechslungen ausgeschlossen sind, dennoch vermissen wir die farbliche Kennzeichnung. Zum einen kann man die bunten Buchsen vor dem dunklen Hintergrund besser erkennen als die schwarzen, zum anderen erleichtern sie die Orientierung erheblich.

Hier die Übersicht aller Kabelstränge sowie die Position der einzelnen Stecker:

Die Anschlüsse des be quiet! Dark Power P7-Pro 750W
Strang/BuchsePos#1Pos#2Pos#3Pos#4Pos#5
ATX/EPS 24-Pin
fest am Gerät
ATX20+4
61,0cm
----
ATX+12V
abnehmbar
ATX4
60,0cm
----
EPS+12V
abnehmbar
4+4
60,0cm
----
EPS+12V
abnehmbar
EPS8
60,0cm
4+4
60,0cm
---
PEG
abnehmbar
PEG6+2
60,0cm
PEG
60,0cm
---
PEG
abnehmbar
PEG6+2
60,0cm
PEG
60,0cm
---
PATA/MB
abnehmbar
PATA
60,0cm
----
PATA
abnehmbar
PATA
50,0cm
----
PATA
abnehmbar
PATA
60,0cm
PATA
76,0cm
PATA
91,5cm
--
PATA/Floppy
abnehmbar
PATA
60,0cm
PATA
76,0cm
Floppy
91,5cm
--
SATA/PATA/Floppy
abnehmbar
SATA
59,5cm
SATA
74,5cm
PATA
89,0cm
PATA
104,0cm
Floppy
119,0cm
SATA
abnehmbar
SATA
50,0cm
----
SATA
abnehmbar
SATA
60,0cm
SATA
76,0cm
SATA
92,0cm
--
SATA
abnehmbar
SATA
60,0cm
SATA
76,0cm
SATA
92,0cm
--
Lüfter
abnehmbar
PATA
60,0cm
3-Pin
76,0cm
---
Lüfter
abnehmbar
PATA
60,0cm
3-Pin
76,0cm
---
Lüfter
abnehmbar
PATA
60,0cm
3-Pin
76,0cm
---
Lüfter
abnehmbar
PATA
60,0cm
3-Pin
76,0cm
---

Die Auswahl an Kabelsträngen ist weiterhin reichhaltig, doch die Vorgängermodelle besaßen noch vier Anschlüsse pro Laufweksstrang, was insbesondere in sehr großen Gehäusen von Vorteil war. Ansonsten blieben die einzelnen Stränge in etwa so lang wie bei der P7-Serie, allerdings haben zwei der vier PEG-Anschlüsse für Grafikkarten nur noch sechs statt acht Kontakte.

Wie bisher gibt es auch weiterhin vier spezielle Lüfterbuchsen und das Netzteil regelt die dort angeschlossenen Lüfter temperaturabhängig, doch der Lüfternachlauf wurde ebenso gestichen wie das Monitoring-Kabel des Netzteillüfters.




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Die Testkonfiguration
Unsere neue Testplattform für Netzteile basiert auf Intels Core i7 965 Extreme Prozessor und dem Mainboard ASUS P6T Deluxe mit dem BIOS 1606. Um auf die unterschiedlichen Leistungsklassen der Netzteile eingehen zu können, werden wir den Prozessor für leistungsstarke Geräte übertakten und das Testsystem mit unterschiedlichen Grafikkarten kombinieren. Die Auswahl reicht von einer Radeon HD 2400 Pro über die Radeon HD 4770 und Radeon HD 4870 bis hin zur einer CrossFire-Kombination aus Radeon HD 4870 und Radeon HD 4870 X2.

Die Testkonfiguration bis 300 Watt
Die Einstiegsklasse geht bis maximal 300 Watt. Diese Netzteile besitzen keinen PEG-Anschluss für Grafikkarten, die mehr als 75 Watt Strom benötigen. Der Hauptverbraucher im System ist somit die CPU:

Die Testkonfiguration für 300 bis 450 Watt
Die Netzteile der unteren Leistungsklasse sind oberhalb von 300 Watt mit einem PEG-Anschluss ausgestattet. In unserer Konfiguration ist der Prozessor dennoch durstiger als die Grafikkarte:

Die Testkonfiguration für 450 bis 600 Watt
Netzteile der mittleren Leistungsklasse mit zwei PEG-Anschlüssen bekommen einen übertakteten Prozessor und eine anspruchsvollere Grafikkarte, genauer gesagt eine Powercolor Radeon HD 4870, vorgesetzt. Diese Grafikkarte verbraucht bereits etwas mehr Strom als der Prozessor.

Die Testkonfiguration für 600 bis 750 Watt
Bei der gehobenen Leistungsklasse läuft die CPU weiterhin mit 3,60 GHz, dafür legen wir bei der Grafikkarte nochmals nach und setzen eine Radeon HD 4870 X2 mit zwei Grafikprozessoren ein. Diese Karte verbraucht in etwa doppelt soviel Strom wie der Prozessor.

Die Testkonfiguration für 750 bis 1000 Watt
Der maximale Ausbau für Netzteile bis 1000 Watt entspricht der Konfiguration bis 750 Watt, doch diesmal übertakten wir den Prozessor auf 3,73 GHz und stellen der Radeon HD 4870 X2 eine Radeon HD 4870 zur Seite, so dass nun drei GPUs versorgt werden müssen. Zudem werden drei Lüfter der 92mm-Klasse verwendet, um das System stabil zu halten:




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Messergebnisse: Idle
Jedes Netzteil wurde in vier Lastzuständen vermessen, diese Durchläufe dauerten jeweils eine Stunde und wurden dreimal wiederholt, um zufällige Abweichungen auszuschließen. Während der Messläufe werden der Stromverbrauch und die Spannungen protokolliert. Zunächst messen wir den Stromverbrauch ohne Prozessor- und Grafiklast (idle), der Verbrauch ist dabei sehr konstant. Der Core i7 965 Extreme läuft dank 1,325 Volt auf 3,73 GHz und als Grafikkarten arbeiten eine Radeon HD 4870 X2 sowie eine Radeon HD 4870 im CrossFire-Betrieb. Drei Zusatzlüfter mit 92 mm Durchmesser halten Speicher, Grafikkarten und Chipsatz kühl. Bereits ohne Last nähern wir uns nun der 300-Watt-Marke:

Leistungsaufnahme Gesamtsystem IDLE in Watt (niedriger ist besser)
be quiet! Pro P8-900W
268
be quiet! Pro P8-900W OCJ
269
Cougar 1000 CM
278
be quiet! Pro P7-750W
282
FSP Everest 1010
286
Nexus RX-8500
286
XFactor REX-750AS
286

Das be quiet! Dark Power P8-Pro-900W trägt die Auszeichnung "80Plus Silber" zurecht, denn unser Testsystem verbraucht mit dem bisherigen Spitzenreiter Cougar 1000 CM (80Plus Bronze) gut 3,7 Prozent mehr und mit dem FSP Everest 1010 (80Plus Standard) liegt der Verbrauch sogar um 6,7 Prozent höher. Daran ändert auch der Overclocking-Jumper (OCJ) nichts. Betrachten wir jetzt die Spannungsstabilität:

be quiet! Pro P8-900W: Abweichungen in %
 
+3,3V
2.42
+5V
1.4
+12V
0.17

be quiet! Pro P7-750W: Abweichungen in %
 
+3,3V
1.21
+5V
0.4
+12V
1.67

Cougar 1000 CM: Abweichungen in %
 
+3,3V
0
+5V
1.8
+12V
1.17

FSP Everest 1010: Abweichungen in %
 
+3,3V
2.42
+5V
3.4
+12V
0.25

Nexus RX-8500: Abweichungen in %
 
+3,3V
0.61
+5V
0.4
+12V
0.17

XFactor REX-750AS: Abweichungen in %
 
+3,3V
0.61
+5V
2.8
+12V
0.67

Bei der +12V-Ebene gelingt dem be quiet! Dark Power Pro P8-900W um ein Haar eine Punktlandung, nur die +3,3V-Schiene bricht mit +3,22 Volt auch ohne Last überraschend deutlich ein. Der Overclocking-Jumper hat auf die gemessenen Spannungen übrigens gar keinen Einfluss.




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Messergebnisse: CPU-Last
Zunächst werden wir den auf 3,73 GHz übertakteten Core i7 965 Extreme mit Hilfe des Tools Core2MaxPerf mit acht Threads belasten. Dieses Programm erzeugt eine Last, welche man mit normalen Anwendungen fast nie erreichen kann. Der in diesem Durchlauf erzeugte Stromverbrauch schwankt nur geringfügig.

Leistungsaufnahme Gesamtsystem CPU-Last in Watt (niedriger ist besser)
be quiet! Pro P8-900W
404
be quiet! Pro P8-900W OCJ
405
Cougar 1000 CM
416
be quiet! Pro P7-750W
422
XFactor REX-750AS
426
FSP Everest 1010
428
Nexus RX-8500
429

Mit dem belasteten Prozessor erreichen wir ungefähr ein Halblastszenario. In diesem Bereich arbeiten die meisten Netzteile besonders effizient und so schrumpft der Vorteil des be quiet! Dark Power P8-Pro-900W ein wenig. Mit dem Cougar 1000 CM (80Plus Bronze) messen wir nun einen Mehrverbrauch von knapp 3 Prozent, mit dem FSP Everest 1010 (80Plus Standard) sind es knapp 6 Prozent. Schauen wir uns nun die Spannungen an:

be quiet! Pro P8-900W: Abweichungen in %
 
+3,3V
3.03
+5V
1
+12V
0.25

be quiet! Pro P7-750W: Abweichungen in %
 
+3,3V
1.52
+5V
0.4
+12V
1.67

Cougar 1000 CM: Abweichungen in %
 
+3,3V
0.61
+5V
1.4
+12V
1.17

FSP Everest 1010: Abweichungen in %
 
+3,3V
3.03
+5V
3.4
+12V
0.75

Nexus RX-8500: Abweichungen in %
 
+3,3V
0.61
+5V
1
+12V
0.17

XFactor REX-750AS: Abweichungen in %
 
+3,3V
1.52
+5V
2.8
+12V
0.17

Die +12V-Ebene des Dark Power P8-Pro-900W liefert den zweitbesten Messwert, doch die +3,3V-Schiene bricht um mehr als drei Prozent ein. Das liegt zwar noch deutlich unter den erlaubten fünf Prozent, ist in diesem starken Testfeld aber ein kleiner Schönheitsfehler.




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Messergebnisse: GPU-Last
Nun erzeugen wir Last auf den Grafikkarten und messen nochmals den Stromverbrauch sowie die Spannungen. Wir verwenden die Software Furmark 1.6.5 (etqw.exe, 1280 x 1024 Bildpunkte, keine Kantenglättung) in Kombination mit AMDs Catalyst 9.6, so dass wir CrossFire nutzen können und der Treiber die Taktraten der Grafikprozessoren nicht beschneidet. Die generierte Last übersteigt die Anforderungen normaler Spiele deutlich.

Leistungsaufnahme Gesamtsystem GPU-Last in Watt (niedriger ist besser)
be quiet! Pro P8-900W
688
be quiet! Pro P8-900W OCJ
688
Cougar 1000 CM
692
be quiet! Pro P7-750W
708
Nexus RX-8500
720
FSP Everest 1010
726
XFactor REX-750AS
736

Diesmal verbraucht unser Testsystem mit dem Cougar 1000 CM (80Plus Bronze) lediglich 0,6 Prozent mehr, während wir mit dem FSP Everest 1010 (80Plus Standard) einen Mehrverbrauch von 5,5 Prozent messen. Das Gerät von Cougar wurde augenscheinlich sehr gut auf leistungsstarke Grafikkarten abgestimmt, was sich auch anhand der Spannungen ablesen lassen sollte:

be quiet! Pro P8-900W: Abweichungen in %
 
+3,3V
3.64
+5V
0.4
+12V
0.75

be quiet! Pro P7-750W: Abweichungen in %
 
+3,3V
2.12
+5V
0.6
+12V
3.08

Cougar 1000 CM: Abweichungen in %
 
+3,3V
1.21
+5V
1
+12V
0.25

FSP Everest 1010: Abweichungen in %
 
+3,3V
3.94
+5V
3.4
+12V
3.08

Nexus RX-8500: Abweichungen in %
 
+3,3V
1.21
+5V
2.4
+12V
0.25

XFactor REX-750AS: Abweichungen in %
 
+3,3V
2.42
+5V
1.4
+12V
1.17

Wäre da nicht die +3,3V-Schiene, könnte das Dark Power P8-Pro-900W ganz vorne mitspielen. Seine +12V-Ebene verhält sich wieder vorbildlich und liefert den zweitbesten Messwert.




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Messergebnisse: CPU+GPU-Last
Im vierten und letzten Messlauf mischen wir CPU- und GPU-Last. Angesichts der drei Grafikprozessoren verliert der auf 3,73 GHz übertaktete Core i7 965 Extreme seinen Schrecken. Wir belasten die CPU mit vier Threads von Core2MaxPerf und das bremst Furmark, welches im Vollbild-Modus mit einer Auflösung von 1280 x 1024 Bildpunkten und ohne Kantenglättung auf allen drei GPUs läuft, aus. Die Last schwankt diesmal deutlich stärker als bei den vorherigen Messungen, fällt dafür aber nicht ganz so hoch aus wie bei reiner GPU-Belastung.

Leistungsaufnahme Gesamtsystem CPU+GPU in Watt (niedriger ist besser)
be quiet! Pro P8-900W OCJ
488
be quiet! Pro P8-900W
491
Cougar 1000 CM
500
be quiet! Pro P7-750W
514
XFactor REX-750AS
516
Nexus RX-8500
526
FSP Everest 1010
526

Bei gemischter Last verbraucht unser Testsystem mit dem Cougar 1000 CM (80Plus Bronze) 1,8 Prozent mehr als mit dem be quiet! Dark Power P8-Pro-900W. Verwenden wir hingegen das FSP Everest 1010 (80Plus Standard), so messen wir einen Mehrverbrauch von 7,1 Prozent. Diesmal schneidet das Dark Power P8-Pro-900W bei den Messungen mit Overclocking-Jumper sogar um drei Watt besser ab. Und wie sehen die Spannungen aus?

be quiet! Pro P8-900W: Abweichungen in %
 
+3,3V
3.03
+5V
1
+12V
0.25

be quiet! Pro P7-750W: Abweichungen in %
 
+3,3V
1.52
+5V
0
+12V
2.17

Cougar 1000 CM: Abweichungen in %
 
+3,3V
0.61
+5V
1.4
+12V
1.17

FSP Everest 1010: Abweichungen in %
 
+3,3V
3.64
+5V
3.4
+12V
1.67

Nexus RX-8500: Abweichungen in %
 
+3,3V
1.21
+5V
1.4
+12V
0.25

XFactor REX-750AS: Abweichungen in %
 
+3,3V
1.52
+5V
1.8
+12V
0.25

Abermals sehen wir mit sowie ohne Overclocking-Jumper exakt die selben Werte. Auf der +12V-Ebene erreicht das Dark Power Pro P8-900W zum zweiten mal den Bestwert, während die +3,3V-Ebene einmal mehr um gut drei Prozent absackt.




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Stromverbrauch im Standby
Im Standby sollte der Computer möglichst wenig Strom verbrauchen. Sind die getesteten Netzteile auch dann noch Stromsparer, wenn das System heruntergefahren wurde?

Leistungsaufnahme Gesamtsystem Standby (niedriger ist besser)
be quiet! E7-400W
2.4
be quiet! E7-CM-680W
2.4
be quiet! TFX 300W
2.5
be quiet! SFX 350W
2.7
be quiet! Pro P8-900W
2.8
be quiet! L7-350W
2.9
be quiet! L7-430W
2.9
Xigmatek NRP-PC402
2.9
be quiet! L7-300W
3.0
be quiet! L7-530W
3.0
NesteQ ECS 5001
3.0
XFactor REX-500AS
3.1
be quiet! Pro P7-750W
3.2
FSP Everest 1010
3.2
NesteQ ECS-XS-500
3.2
Cougar 700 CM
3.3
Nexus RX-8500
3.3
XFactor REX-750AS
3.3
Cougar 1000 CM
3.4
LC Power LC6550 V2.2
3.4
Xigmatek NRP-PC702
3.4
Combat Power CP-750W
5.4

Verbräuche unter vier Watt sind schwer zu messen. Obwohl der Hersteller unsere Messgeräte bis 0,2 Watt freigegeben hat, betrachten wir obige Ergebnisse in erster Linie als untereinander vergleichbar. Im Standby spielt die Leistungsklasse keine Rolle mehr, hier sind andere Künste gefragt. Mit 2,8 Watt liefert uns das be quiet! Dark Power Pro P8-900W ein respektables Ergebnis, doch die hauseigene "Straight Power"-Serie beweist, dass es noch etwas besser geht.

Schalldruck
Markennetzteile sind in den letzten Jahren nicht nur immer effizienter, sondern auch immer leiser geworden. Wir rüsten unser Testsystem mit einer Grafikkarte vom Typ MSI RX2400Pro-TD256EH auf den passiven Betrieb um und lassen es für die Schallpegelmessung ohne Festplatte ca. 15 Minuten in der BIOS-Konfiguration laufen. Damit die Grundlast nicht zu gering ausfällt, wurde der Core i7 965 Extreme auf 3,73 GHz (1,325 Volt) übertaktet, nun liegen ca. 153 Watt an. Wir haben den Schallpegel aus einer Entfernung von 35 cm gemessen und anschließend auf einen Abstand von einem Meter umgerechnet. Dies war erforderlich, da die meisten Netzteile tatsächlich sehr, sehr leise arbeiten.

Schalldruck in dB(A), IDLE, Abstand 1 Meter (niedriger ist besser)
be quiet! E7-400W
21.18
be quiet! L7-530W
21.78
be quiet! L7-300W
22.28
be quiet! L7-430W
22.48
Xigmatek NRP-PC702
22.58
Cougar 700 CM
23.08
Nexus RX-8500
23.08
be quiet! L7-350W
23.18
NesteQ ECS 5001
23.18
Cougar 1000 CM
23.98
NesteQ ECS-XS-500
24.18
be quiet! Pro P7-750W
24.68
be quiet! E7-CM-680W
24.78
XFactor REX-500AS
24.98
be quiet! TFX 300W
25.98
LC Power LC6550 V2.2
25.98
be quiet! Pro P8-900W
26.58
FSP Everest 1010
28.38
XFactor REX-750AS
28.68
be quiet! SFX 350W
30.38
Xigmatek NRP-PC402
31.98
Combat Power CP-750W
36.38

26,58 dB(A) sind zwar nicht allzu laut, aber deutlich wahrnehmbar. Dass es auch leiser geht, beweist beispielsweise Cougar mit dem 1000 CM, welches knapp 2,6 dB(A) besser abschneidet. Das FSP Everest 1010 ist mit 28,38 dB(A) hingegen noch eine Ecke lauter.




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Fazit
Sehr GutWir hatten sehr hohe Erwartungen an die dritte Generation der "Dark Power Pro"-Baureihe von be quiet! und das Dark Power Pro P8-900W konnte diese Erwartungen größtenteils erfüllen. Es handelt sich um das energieeffizienteste Netzteil, das wir bisher im Test hatten und selbst unser bisherige Spitzenreiter Cougar 1000 CM hat hier das Nachsehen. Doch das Dark Power Pro P8-900W ist nicht nur sparsam, sondern bietet auch reichlich Anschlüsse, ein ausgereiftes Kabelmanagement und drei Jahre Garantie. Als Boni bekommen wir eine Regelung für vier Gehäuselüfter und einen Overclocking-Jumper, welchen wir in dieser Form bisher noch nicht gesehen haben. Ob der Zusammenschluss der vier +12V-Spannungskreise wirklich einen praktischen Sinn hat, sei einmal dahingestellt.


Fotostrecke mit weiteren und größeren Fotos...

Wichtiger als der Overclocking-Jumper wäre die Information, welche der drei PEG-Buchsen wir für unsere beiden PCI-Express-Grafikkarten verwenden sollen, doch darüber schweigt sich das Handbuch aus. Es sind die Anschlüsse eins und drei, auf Nummer zwei sollte man lieber verzichten, da dieser auf die Spannungskreise der beiden anderen Anschlüsse zurückgreift. Wir sind von be quiet! bessere Handbücher gewohnt, doch das Produkt ist neu und hier kann man in einer zweiten Auflage oder mit einem Hinweiszettel nachbessern.

Etwas verwundert hat uns der Umstand, dass die Ausstattung im Vergleich zur Vorgängergeneration geschrumpft ist. Gab es zuvor bereits ab 750 Watt sechs +12V-Spannungskreise, so bleibt dieser Luxus diesmal den Netzteilen mit 1000 und 1200 Watt Leistung vorbehalten. Zwei der vier PCI-Express-Stecker haben nur noch sechs statt acht Kontakte, die Laufwerksstränge haben nur noch drei statt vier Stecker und das Kabel zur Überwachung der Drehzahl des Netzteillüfters wurde ebenso gestrichen wie der Lüfternachlauf, welchen bisher jedes "Dark Power Pro"-Modell aufweisen konnte. Es gibt zwar einen neuen, hochwertigen Lüfter, doch leiser ist das Netzteil dadurch nicht geworden - dafür aber größer. Mit einer Bautiefe von 200 mm wird das Dark Power Pro P8-900W für viele Gehäuse zur Herausforderung.

Doch bleiben wir objektiv und lassen uns nicht von der Featuritis der Vorgänger blenden: Wozu brauchen wir sechs +12V-Spannungskreise, wenn vier ausreichen? Und abgesehen von Exoten wie der ASUS MARS GTX295/2DI/4GD3 besitzt keine Grafikkarte zwei 8-Pin-Anschlüsse. Die Drehzahl des Netzteillüfters muss man nicht unbedingt überwachen und ein Lüfternachlauf ist nicht so wichtig, dass wir dafür eine bessere Energieeffizienz opfern würden. Somit bleiben die gewaltigen Abmessungen und der im Leerlauf etwas zu laute Lüfter als Kritikpunkte, während die aktuellen Straßenpreise von ca. 167 Euro angemessen erscheinen. Das Dark Power Pro P8-900W ist ein sehr gutes Netzteil - aber nicht perfekt.




Unser Dank gilt be quiet! für die Teststellung des Dark Power Pro P8-900W.







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