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Goldstücke: be quiet! Dark Power Pro P9 550W vs Enermax Modu 87+ 500W - Druckansicht - Seite 1 von 15

Hocheffiziente Netzteile mit der Zertifizierung 80Plus Gold sind nicht gerade billig, doch sie versprechen einen stromsparenden und leisen Betrieb sowie Langlebigkeit. Wir haben uns die beiden Modelle be quiet! Dark Power Pro P9 550W und Enermax Modu 87+ 500W angesehen und diese mit sechs weiteren Netzteilen vergleichen, welche die Effizienzgrade 80Plus Standard und Silber repräsentieren, bzw. gar nicht von 80Plus zertifiziert wurden.

Da es den Herstellern leichter fällt, eine hohe Energieeffizienz in den gehobenen Leistungsklassen umzusetzen, findet man die Gold-Modelle erst ab eine Leistung von ca. 500 Watt. Die aufwändige Technik würde sich auch preislich kaum für schwächere Netzteile rechnen. Natürlich bieten diese Geräte einen aktiven Leistungsfaktorkorrekturfilter (PFC) und verwenden die DC-DC-Technologie, um unterschiedliche Spannungen zu generieren. Was dies bedeutet, wollen wir an dieser Stelle noch einmal kurz erklären.

Leistungsfaktorkorrekturfilter (PFC)
Nichtlineare Verbraucher wie Schaltnetzteile erzeugen unerwünschte Oberschwingungen und somit Abweichungen von der Sinuskurve, da sie den Strom in Form von kurzen, hohen Stromimpulsen ziehen. Diese höherfrequenten Abweichungen sind in zweierlei Hinsicht problematisch: Einerseits können sie zu Störungen bei anderen elektrischen Geräten führen, andererseits verursachen die Blindströme Verluste im Leitungsnetz und in den Transformatoren des Stromversorgers. Die Lösung für dieses Problem war der Leistungsfaktorkorrekturfilter (PFC), welcher in Europa seit dem 1. Januar 2001 für alle Netzteile, die mehr als 75 Watt aus dem Stromnetz ziehen, vorgeschrieben ist (DIN EN 61000-3-2).

Erstrebenswert ist ein Leistungsfaktor (Verhältnis zwischen Wirk- und Scheinleistung) von 1,0, doch ohne PFC erreichen Schaltnetzteile maximal einen Wert von 0,6. Durch die Verwendung eines passiven Filters, welcher aus Reihen einfacher Drosselspulen besteht, kann man den Leistungsfaktor auf 0,8 verbessern. Sinnvoll ist dies aus Kostengründen für Netzteile unter 200 Watt, denn aktive Filter sind aufwändiger und die hierfür notwendigen Bauteile teurer. Aktive Filter arbeiten mit Pulsbreitenmodulation, wobei die Transistoren selbst höherfrequente Störungen erzeugen, weshalb ein passiver Filter nachgeschaltet wird. Dessen Spulen sind jedoch deutlich geringer dimensioniert, so dass Netzteile mit aktiver PFC kleiner und leichter sind und zudem kühler arbeiten. Sie erreichen üblicherweise einen Leistungsfaktor von 0,99. Der aktive PFC darf als Grundlage für die Entwicklung sparsamer und leiser Netzteile betrachtet werden.

DC-DC-Technologie
Mit der Einführung der 80Plus-Zertifizierung wurde dann erstmals eine klare Messlatte für die Effizienz von Netzteilen gelegt, welche für den Kunden transparent und nachvollziehbar ist. Wenn das 80Plus-Logo auf einem Netzteilkarton zu finden ist, erreicht das Gerät in üblichen Lastzuständen eine Effizienz von mindestens 80 Prozent. Die Hersteller nahmen diese Zertifizierung schnell an, so dass bald weitere Effizienzklassen folgten. Die zweite Stufe "80Plus Bronze" ließ sich dabei noch mit gängigen Konstruktionen in Verbindung mit besseren Bauteilen erreichen, doch für Silber und Gold mussten die Hersteller tiefer in die Trickkiste greifen. Die Lösung nennt sich DC-DC-Technologie. Statt eines +12V/+5V-Transformators, bei dem eine Drossel +3,3V aus der +5V-Ebene erzeugt, kommt hier ein reiner +12V-Transformator zum Einsatz. Wie beim Spannungswandler des Mainboards übernehmen dann zwei VRMs (Voltage Regulator Module) die Erzeugung von +5V sowie +3,3V. Diese Bauweise spart nicht nur Platz, sondern ermöglicht auch eine Energieeffizienz von um die 90 Prozent.

Offizielle 80 Plus Resultate
Unsere heutigen Testkandidaten - be quiet! Dark Power Pro P9 550W und Enermax Modu 87+ 500W - haben die Zertifizierung 80Plus Gold bestanden. Dies bedeutet, dass diese Netzteile bei 20- und 100-prozentiger Auslastung mit einem Wirkungsgrad von mindestens 87 Prozent arbeiten und bei Halblast sogar 90 Prozent erreichen. Folgende Tabelle enthält die offiziellen Messergebnisse von 80Plus, wir führen hierbei auch die im Test herangezogenen Vergleichsgeräte auf:

Wirkungsgrad laut 80 Plus:
Modell20%50%100%Ø
be quiet! E8 CMS 480W85,8388,7086,2086,91
be quiet! L7-530W84,2985,6581,6183,85
be quiet! P9 550W87,2790,0088,5188,60
Enermax EMG500AWT89,0191,3388,8489,73
NesteQ ECS 500183,1684,1180,5582,61
NesteQ E2CS XS-50080,6283,8381,3181,92
XFactor REX-500AS82,7984,5880,8482,74

Wie man sieht, hat das Enermax Modu 87+ 500W in allen Messläufen die besseren Ergebnisse erzielt. Das be quiet! Dark Power Pro P9 550W hat die Zertifizierung hingegen denkbar knapp bestanden, da für die Gold-Stufe eine Effizienz von 90 Prozent bei Halblast gefordert wird - eine Punktlandung!

Anmerkungen: Das LC Power Super Silent LC6550 V2.2, welches ebenfalls zum Vergleich herangezogen wurde, hat keine 80Plus-Zertifizierung erhalten. Die Messungen von 80 Plus werden mit 115 Volt vorgenommen, unsere Testsysteme werden aber mit 230 Volt betrieben. Daher kann es vorkommen, dass sich einzelne Netzteile abweichend verhalten. Zudem sind Qualitätsschwankungen in der Produktion möglich.




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Die Übersichtstabellen
In den folgenden Tabellen stellen wir die getesteten Netzteile in Hinblick auf ihre Eckdaten, ihre Leistung und ihre Anschlussmöglichkeiten gegenüber. Betrachten wir zunächst die maximale Leistung in Watt, die Anzahl der +12V-Spannungskreise, die maximale Effizienz (laut Hersteller) sowie Anzahl und Durchmesser der verbauten Lüfter:

Die Eckdaten
ModellWatt+12VEffizienzLüfter
be quiet! E8 CMS 480W480491%1 x 120 mm
be quiet! L7-530W530287%1 x 120 mm
be quiet! P9 550W550493%1 x 120 mm
Enermax EMG500AWT500393%1 x 139 mm
NesteQ ECS 5001500286%1 x 135 mm
NesteQ E2CS XS-500500488%1 x 135 mm
LC Power LC6550 V2.25502k.A.1 x 120 mm
XFactor REX-500AS5002>80%1 x 135 mm

Seit der Version 2.2 schreibt der "ATX12V Power Supply Design Guide" zwei unabhängige +12V-Spannungskreise vor, falls Stromstärken von mehr als 18 Ampere zu erwarten sind. Hierdurch will man eine höhere Stabilität gewährleisten und die sogenannten "Peak Voltage Ripple" glätten. Während in der Leistungsklasse um 500 Watt normalerweise nur zwei +12V-Spannungskreise üblich sind, hat be quiet! sein Dark Power Pro P9 550W mit vier unabhängigen +12V-Spannungskreisen ausgestattet und beim Enermax Modu 87+ 500W finden sich immerhin drei. Dafür verbaut Enermax den größeren Lüfter, was zumindest in der Theorie geringere Drehzahlen und somit einen leiseren Betrieb ermöglicht. Beide Netzteile erzielen eine maximale Effizienz von 93 Prozent.

Die Leistungsverteilung
Folgende Angaben machen die Hersteller zur Verteilung der Leistung auf die unterschiedlichen Spannungsschienen. Die -5V-Schiene wurde im ATX12V Power Supply Design Guide V2.2 gestrichen und muss nicht mehr angeboten werden.

Leistung pro Schiene in Watt
Modell+12V+5V+3,3V+5VSB-12V-5V
be quiet! E8 CMS 480W42014015,03,6-
be quiet! L7-530W42013012,53,6-
be quiet! P9 550W54012515,06,0-
Enermax EMG500AWT49210015,06,0-
NesteQ ECS 5001-150---
NesteQ E2CS XS-50043215015,03,6-
LC Power LC6550 V2.231821218,5-
XFactor REX-500AS43215016,1-

Die aktuelle Netzteilgeneration ist so ausgelegt, dass beinahe die vollständige Leistung auf den +12V-Spannungskreisen zur Verfügung steht. Bei 500 Watt Gesamtleistung stellt das Enermax Modu 87+ 500W beispielsweise 492 Watt auf der +12V-Ebene bereit und das 550 Watt starke be quiet! Dark Power Pro P9 550W kommt auf 540 Watt. In der gleichen Leistungsklasse tritt auch das deutlich preiswertere LC Power LC6550 V2.2 an, dessen veraltete Konstruktion allerdings nur 318 Watt auf der +12V-Ebene schafft.

Die maximalen Stromstärken
Moderne Computer setzen mehr und mehr auf die +12V-Schienen. Während zu Sockel A und Sockel 370 Zeiten die +3,3 und +5 Volt Spannungskreise noch sehr stark belastet wurden, änderte sich dies mit Intels Pentium 4 Prozessor und der Einführung des ATX+12V-Anschlusses. Doch nicht nur die aktuellen Prozessoren beziehen ihren Strom aus den +12V-Schienen, auch die 6- und 8-Pin-Anschlüsse für PCI-Express Grafikkarten liefern ausschließlich +12 Volt.

Die Stromstärken in Ampere
Modell+12V+5V+3,3VVSB-12V-5V
be quiet! E8 CMS 480W4x 1822243,00,3-
be quiet! L7-530W2x 2224242,50,3-
be quiet! P9 550W2x 20
2x 25
24243,00,5-
Enermax EMG500AWT3x 2520203,00,5-
NesteQ ECS 50012x 1825253,00,3-
NesteQ E2CS XS-5004x 2225253,00,3-
LC Power LC6550 V2.216 + 1828332,50,5-
XFactor REX-500AS2x 1825252,50,3-

Während das be quiet! Dark Power Pro P9 550W und das Enermax Modu 87+ 500W typische Vertreter der modernen Netzteilbauweise sind, deren +5V-Schienen man lediglich mit 24 bzw. 20 Ampere belasten darf, besitzt das LC Power LC6550 V2.2 noch überraschend stark belastbare +5V- und +3,3V-Schienen.

Die Anschlüsse
Betrachten wir nun die unterschiedlichen Anschlusskonfigurationen der Netzteile. Als "Molex" werden die 4-Pin-Stecker für PATA-Festplatten und optische Laufwerke bezeichnet, mit "Floppy" und "SATA" sind die Stecker der entsprechenden Geräte gemeint. "PEG" kennzeichnet die 6- oder 8-Pin-Anschlüsse für PCI-Express Grafikkarten. Bei den Power (PWR) und +12V Anschlüssen geben wir nicht ihre Anzahl, sondern ihre Konfiguration an:

Die Anschlüsse
ModellPWR+12VPEGMolexFloppySATA
be quiet! E8 CMS 480W20+44/82525
be quiet! L7-530W20+44+42415
be quiet! P9 550W20+44/4+44719
Enermax EMG500AWT244+42616
NesteQ ECS 500120+44/82826
NesteQ E2CS XS-50020+44/82424
LC Power LC6550 V2.220+44+41414
XFactor REX-500AS20+44/82514

Der Wechsel von Parallel-ATA zu Serial-ATA ist so gut wie abgeschlossen, daher sollte ein Netzteil zumindest vier Serial-ATA Anschlüsse vorweisen können. Diese Mindestanforderung erfüllen alle getesteten Geräte und unsere beiden Gold-Modelle bieten sogar überdurchschnittlich viele Anschlüsse. Mit vier Steckern für PCIe-Grafikkarten besitzt das be quiet! Dark Power Pro P9 550W doppelt so viele wie das Enermax Modu 87+ 500W, zudem finden sich mehr Laufwerksstränge in seinem Lieferumfang. Die vier speziellen Anschlüsse zur Regelung von Gehäuselüftern, welche von der obigen Tabelle nicht erfasst werden, sind ein Alleinstellungsmerkmal von be quiet!.




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be quiet! Dark Power Pro P9 550W: Lieferumfang
Zum Jahreswechsel 2009/2010 hatte der Netzteilhersteller be quiet! seine Luxusserie "Dark Power Pro" überarbeitet und die Generation "P8" vorgestellt. Wir hatten vom Marktführer bereits damals Geräte mit der Zertifizierung "80Plus Gold" erwartet, doch aufgrund des besseren Preis-Leistungs-Verhältnisses hatte sich be quiet! seinerzeit für "80Plus Silber" entschieden. Erst ein Jahr später folgten die Gold-Modelle, welche den Namenszusatz "P9" tragen.


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Die Verpackung ist gewaltig und enthält - abgesehen vom Netzteil - ein Handbuch, ein Netzkabel, sechs schwarze Kabelbinder aus Kunststoff, fünf schwarze Klettbinder sowie fünf schwarze Schrauben. Da das be quiet! Dark Power Pro P9 550W ein aufwändiges Kabelmanagement bietet, finden wir zudem 15 Kabelstränge, welche der Hersteller auf drei kleine Kartons verteilt hat.


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Eine Besonderheit der Serien P8 und P9 sind das Slotblech mit dem Overclocking-Key sowie der Overclocking-Jumper, welche einer Erklärung bedürfen. Das Dark Power Pro P9 550W besitzt vier unabhängige +12V-Spannungskreise, welche zu einem einzigen Spannungskreis vereint werden können. Hierzu wird eine Drahtbrücke, der Overclocking-Jumper, in eine spezielle Buchse des Netzteils gesteckt.


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Alternativ kann man auch den Overclocking-Key verwenden, welcher ein Verlängerungskabel und eine Slotblende mit Kippschalter umfasst. Dieser Schalter erspart zwar das Öffnen des Gehäuses, birgt aber auch ein nicht zu unterschätzendes Risiko: Wird der Schalter im Betrieb betätigt, drohen Schäden für das Netzteil und die übrige Hardware.


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Das mehrsprachige Handbuch (Deutsch, Englisch, Französich, Polnisch und Spanisch) hinterlässt einen sehr guten Eindruck und wurde verständlich geschrieben. be quiet! hat nun eine weitere Seite eingefügt, welche anschaulich erklärt, mit welcher Buchse die Grafikkarten verbunden werden sollen - dazu später mehr.




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be quiet! Dark Power Pro P9 550W: Äußerlichkeiten
Äußerlich hat der Modellwechsel von der Generation P8 zu P9 kaum Spuren hinterlassen. be quiet! setzt auch weiterhin auf ein mehrschichtiges, mattschwarzes Gehäuse, welches eine Tiefe von sage und schreibe 200 mm aufweist. Damit sind diese Netzteile nur für PC-Gehäuse geeignet, welche sehr viel Platz für das Netzteil vorsehen. Für ein Gerät der 550W-Klasse finden wir solche Abmessungen jedenfalls unangemessen.


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Das ungewöhnliche Lüftergitter aus parallelen Stäben verwendet be quiet! seit Ende 2009. Es verlangt nach einer sorgfältigen Kabelführung, da sich diese leichter in den Lüfter verirren können als es bei der Verwendung eines runden Gitters der Fall wäre. Unter dem Gitter befindet sich ein langlebiger und extrem laufruhiger Lüfter der hauseigenen Baureihe "SilentWings", welcher 120 mm Durchmesser mit sieben Lüfterblättern kombiniert.


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Nur das Hauptkabel ist fest mit dem Netzteil verbunden, wobei be quiet! die Zugentlastung als Gelenk ausführt. Das Kabelmanagement umfasst drei Buchsen für Grafikkarten (je 12 Kontakte), zwei für das Mainboard (10 und 4 Kontakte) sowie fünf Buchsen für die Laufwerksstränge. Hinzu kommen vier Anschlüsse speziell für die Gehäuselüfter, deren Drehzahl das Netzteil temperaturabhängig regelt.


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Kommen zwei Grafikkarten zum Einsatz, sollte man die Buchsen "PCIe 1" und "PCIe 3" verwenden, hierbei wird jeder Karte ein eigener +12V-Spannungskreis zugeteilt. Findet hingegen eine mit zwei Grafikprozessoren bestückte Karte Verwendung, wird diese mit der Buchse "PCIe 2" verbunden, welche die beiden für Grafikkarten bestimmten +12V-Spannungskreise vereint.


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Physikalisch wurden alle Stecker und Buchsen eindeutig kodiert, so dass Verwechslungen ausgeschlossen sind. Dennoch vermissen wir die farbliche Kennzeichnung, da man einerseits farbige Buchsen vor einem dunklen Hintergrund besser erkennen kann als schwarze und sie andererseits die Zuordnung erheblich erleichtern. be quiet! packt 15 Kabelstränge bei, von denen jedoch nicht alle zeitgleich verwendet werden können.




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be quiet! Dark Power Pro P9 550W: Innenleben
Im Inneren des be quiet! Dark Power Pro P9 550W finden wir einen Primärkondensator des chinesischen Herstellers Teapo, welcher mit 560 Microfarad und 450 Volt für diese Leistungsklasse sehr großzügig dimensioniert ist. Andererseits handelt es sich nur um ein 85°C-Modell und eben auch nicht um ein Bauteil aus japanischer Produktion. Während sich einige hieran stören werden, sollten sich für die Praxis aufgrund der Überdimensionierung keine Nachteile ergeben.


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Für 550 Watt reicht dem Netzteil ein Haupt-Transformator. Im Bereich der sekundären Leistungstransistoren finden sich ebenfalls Bauteile aus chinesischer Produktion (2200 Microfarad, 16 Volt), diese Elektrolytkondensatoren sind jedoch bis 105°C freigegeben. Als Monitoring-IC kommt ein PS232F von Silicon Touch Technology zum Einsatz. Dieser 6-Kanal-Controller kann bis zu vier +12V-Spannungskreise überwachen.


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Während be quiet! bei seiner Baureihe Straight Power E8 einen zusätzlichen Gummiring als Entkopplung zwischen den Lüfter und das Gehäuse des Netzteils legt, fehlt dieser beim Dark Power Pro P9 550W. Der Lüfter regelt temperaturabhängig und weist eine maximale Drehzahl von 1.010 U/min auf. Sein robustes FDB-Lager ermöglicht eine typische Lebensdauer von 300.000 Stunden.


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Die Kabelstränge
Zum Abschluss nun noch die Übersicht aller Kabelstränge sowie die Position der einzelnen Stecker:

Die Anschlüsse des be quiet! Dark Power Pro P9 550W
Strang/BuchsePos#1Pos#2Pos#3Pos#4Pos#5
ATX/EPS 24-Pin
fest am Gerät
ATX20+4
62,5cm
----
ATX+12V
abnehmbar
ATX4
60,0cm
----
EPS+12V
abnehmbar
4+4
59,0cm
----
PEG
abnehmbar
PEG6+2
59,0cm
PEG
59,0cm
---
PEG
abnehmbar
PEG6+2
59,0cm
PEG
59,0cm
---
PATA
abnehmbar
PATA
50,0cm
----
PATA/MB
abnehmbar
PATA
60,0cm
----
PATA
abnehmbar
PATA
60,5cm
PATA
76,0cm
PATA
92,0cm
--
SATA/PATA/Floppy
abnehmbar
SATA
59,5cm
SATA
74,0cm
PATA
89,0cm
PATA
103,5cm
Floppy
113,0cm
SATA
abnehmbar
SATA
49,5cm
----
SATA
abnehmbar
SATA
60,0cm
SATA
76,0cm
SATA
92,0cm
--
SATA
abnehmbar
SATA
60,0cm
SATA
76,0cm
SATA
91,5cm
--
Lüfter
abnehmbar
PATA
60,0cm
3-Pin
76,0cm
---
Lüfter
abnehmbar
PATA
60,0cm
3-Pin
77,0cm
---
Lüfter
abnehmbar
PATA
60,0cm
3-Pin
77,0cm
---
Lüfter
abnehmbar
PATA
60,0cm
3-Pin
77,0cm
---

Die Auswahl an Kabelsträngen ist sehr groß, zudem sind die Kabellängen sehr großzügig bemessen. Wie bereits erwähnt, kann das be quiet! Dark Power Pro P9 550W bis zu vier Gehäuselüfter temperaturabhängig regeln. Ein Anlaufimpuls stellt hierbei sicher, dass die Lüfter sich auch bei geringen Spannungen in Bewegung setzen. Einen Lüfternachlauf gibt es hingegen nicht mehr und auch auf das Monitoring-Kabel des Netzteillüfters hat be quiet! diesmal verzichtet.




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Enermax Modu 87+ 500W: Lieferumfang
Es ist schon eine Weile her, dass wir ein Netzteil von Enermax im Test hatten. Eigentlich unverzeihlich, ist Enermax neben be quiet! hierzulande doch die bekannteste Netzteilmarke. Wir werden versuchen, Enermax in Zukunft wieder etwas mehr Aufmerksamkeit zu widmen und richten diese zunächst einmal auf das mit "80Plus Gold" zertifizierte Modu 87+ 500W.


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Die Verpackung des Enermax Modu 87+ 500W fällt deutlich kleiner aus und ist auch nicht so reichhaltig gefüllt. Abgesehen von Netzteil finden wir darin ein Netzkabel nebst Drahtklemme, zwei Klettkabelbinder, vier silberfarbene Schrauben, einen Aufkleber mit Enermax-Logo, ein Handbuch und einen Produktkatalog.


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Das mehrsprachige Handbuch ist gut bebildert und verständlich geschrieben. Neben Deutsch, Englisch, Französisch und Spanisch sind auch die Sprachen Italienisch, Polnisch und Russisch enthalten. Weiterhin umfasst der Lieferumfang eine Tasche zur Aufbewahrung des nicht benötigten Zubehörs sowie vier Kabelstränge, denn auch das Enermax Modu 87+ 500W verwendet ein modulares Kabelsystem.


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Im Gegensatz zu be quiet! liefert Enermax jedoch eine deutlich geringere Auswahl an Kabeln mit. Dies soll aber keinesfalls bedeuten, dass die Zahl der angebotenen Stecker zu gering ist, lediglich die Konfigurationsmöglichkeiten sind bei Enermax recht eingeschränkt.


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Kommen wir kurz noch einmal auf die "Drahtklemme" zurück, welche der Hersteller als "CordGuard" bezeichnet. Dieser Drahtbügel dient zur Sicherung des Netzkabels und verhindert, dass dieses versehentlich aus dem Netzteil gezogen wird. Früher waren diese Bügel weit verbreitet, doch heute findet man sie fast ausschließlich bei speziellen Servernetzteilen.




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Enermax Modu 87+ 500W: Äußerlichkeiten
Was zuallererst ins Auge fällt, sind die geringen Abmessungen des Enermax Modu 87+ 500W. Mit einer Bautiefe von 160 cm ist zwar auch dieses Netzteil zwei Zentimeter tiefer als typische Standardmodelle im ATX-Format, doch dieses Gerät ist zumindest um vier Zentimeter kürzer als das be quiet! Dark Power Pro P9 550W. Und dies gilt auch für die leistungsstärkeren Varianten der Baureihe, welche mit 600 und 700 Watt spezifiziert sind. Erst die 800 und 900 Watt starken Modelle benötigen mit 175 mm etwas mehr Platz.


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Die schwarze Lackierung wurde glänzend ausgeführt und ist somit recht anfällig für Fingerabdrücke und Kratzer. Auch der mit 139 mm Durchmesser sehr große Lüfter verliert seinen Glanz sehr schnell, da sich gemeiner Hausstaub nicht von dessen goldglänzender Oberfläche beeindrucken lässt.


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Der Lüfter besitzt sieben Blätter und rotiert bei geringer Auslastung mit lediglich 330 U/min. Das Kabelmanagement des Enermax Modu 87+ 500W umfasst sieben Buchsen. Die beiden roten Buchsen besitzen jeweils zwölf Kontakte und sind zum Anschluss von Grafikkarten gedacht. Hinzu kommen fünf schwarze Buchsen mit je fünf Kontakten, welche die Laufwerksstränge aufnehmen.


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In unserem Fall werden jedoch nur drei Kabelstränge für Laufwerke sowie ein Anschlusskabel für Grafikkarten mitgeliefert, so dass zumindest drei der Buchsen unbenutzt bleiben. Der Grund für dieses Missverhältnis liegt auf der Hand: Enermax nutzt für die Modelle von 500 bis 700 Watt das selbe Gehäuse, doch nur die stärkeren Netzteile können auch wirklich alle Buchsen zeitgleich bedienen - zumindest wenn alle Anschlüsse genutzt werden.


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Zwei Kabelstränge sind fest mit dem Netzteil verbunden, es handelt sich hierbei um den ATX-Hauptstrang mit 24 Kontakten sowie den ATX/EPS+12V-Stecker mit acht Kontakten. Während wir den EPS-Stecker in zwei quadratische Anschlüsse mit jeweils vier Kontakten aufspalten können, zeigt sich der ATX-Hautpanschluss als ein Block. Normalerweise kann man vier der Kontakte abtrennen, damit sich das Netzteil auch mit älteren Mainboards verwenden lässt, doch Enermax hat dies nicht vorgesehen.




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Enermax Modu 87+ 500W: Innenleben
Der Primärkondensator des Enermax Modu 87+ 500W ist mit 330 Microfarad und 400 Volt deutlich geringer dimensioniert als der des be quiet! Dark Power Pro P9 550W (560 Microfarad, 450 Volt). Beide Primärkondensatoren sind bis 85°C spezifiziert, doch während be quiet! in China eingekauft hat, vertraut Enermax auf Bauteile aus japanischer Produktion.


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Enermax verbaut insgesamt drei Transformatoren, denn neben dem Haupt- und Treibertransformator findet sich noch ein dritter für den Standby-Betrieb. Im Bereich der sekundären Leistungstransistoren setzen beide Hersteller auf Elektrolytkondensatoren mit 2200 Microfarad und 16 Volt, welche bis 105°C freigegeben wurden. Abermals greift Enermax zu japanischer Ware, während die Kondensatoren des be quiet! aus China stammen.


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Insgesamt wirkt das Innere des Enermax Modu 87+ 500W trotz der deutlich geringeren Abmessungen aufgeräumter als bei be quiet!. Beim Lüfter setzt Enermax auf ein hauseigenes Modell mit Twister-Lager, das eine typische Lebenserwartung von 100.000 Betriebsstunden aufweist. Obwohl dies ein recht guter Wert ist, lebt der Lüfter des be quiet! Dark Power Pro P9 550W dreimal länger.


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Die Kabelstränge
Zum Abschluss nun noch die Übersicht aller Kabelstränge sowie die Position der einzelnen Stecker:

Die Anschlüsse des Enermax Modu 87+ 500W
Strang/BuchsePos#1Pos#2Pos#3Pos#4Pos#5
ATX/EPS 24-Pin
fest am Gerät
ATX24
59,0cm
----
EPS+12V
fest am Gerät
4+4
60,0cm
----
PEG
abnehmbar
PEG6+2
50,0cm
PEG6+2
50,0cm
---
PATA/Floppy
abnehmbar
PATA
45,0cm
PATA
60,0cm
PATA
74,5cm
PATA
89,0cm
Floppy
104,5cm
SATA/PATA
abnehmbar
SATA
45,0cm
SATA
60,0cm
PATA
74,5cm
PATA
89,0cm
-
SATA
abnehmbar
SATA
45,5cm
SATA
60,0cm
SATA
74,5cm
SATA
89,0cm
-

Während die Mainboard-Stränge in etwa so lang sind wie bei be quiet!, fehlen den PCIe-Kabeln jeweils neun Zentimeter. Bei den ersten drei Laufwerksanschlüssen bietet be quiet! um die 15 Zentimeter mehr Spielraum, da Enermax seine Laufwerksstränge jedoch mit vier Steckern versieht, ist die Gesamtlänge wieder vergleichbar. Besondere Anschlüsse für die Gehäuselüfter gibt es beim Enermax Modu 87+ 500W leider nicht.




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Die Testkonfiguration
Unsere aktuelle Testplattform für Netzteile basiert auf Intels Core i7 965 Extreme Prozessor und dem Mainboard ASUS P6T Deluxe mit dem BIOS 1606. Um auf die unterschiedlichen Leistungsklassen der Netzteile eingehen zu können, werden wir den Prozessor für leistungsstarke Geräte übertakten und das Testsystem mit unterschiedlichen Grafikkarten kombinieren. Die Auswahl reicht von einer Radeon HD 2400 Pro über die Radeon HD 4770 und Radeon HD 4870 bis hin zur einer CrossFire-Kombination aus Radeon HD 4870 und Radeon HD 4870 X2.

Die Testkonfiguration bis 300 Watt
Die Einstiegsklasse geht bis maximal 300 Watt. Diese Netzteile besitzen keinen PEG-Anschluss für Grafikkarten, die mehr als 75 Watt Strom benötigen. Der Hauptverbraucher im System ist somit die CPU:

Die Testkonfiguration für 300 bis 450 Watt
Die Netzteile der unteren Leistungsklasse sind oberhalb von 300 Watt mit einem PEG-Anschluss ausgestattet. In unserer Konfiguration ist der Prozessor dennoch durstiger als die Grafikkarte:

Die Testkonfiguration für 450 bis 600 Watt
Netzteile der mittleren Leistungsklasse mit zwei PEG-Anschlüssen bekommen einen übertakteten Prozessor und eine anspruchsvollere Grafikkarte, genauer gesagt eine Powercolor Radeon HD 4870, vorgesetzt. Diese Grafikkarte verbraucht bereits etwas mehr Strom als der Prozessor.

Die Testkonfiguration für 600 bis 750 Watt
Bei der gehobenen Leistungsklasse läuft die CPU weiterhin mit 3,60 GHz, dafür legen wir bei der Grafikkarte nochmals nach und setzen eine Radeon HD 4870 X2 mit zwei Grafikprozessoren ein. Diese Karte verbraucht in etwa doppelt soviel Strom wie der Prozessor.

Die Testkonfiguration für 750 bis 1000 Watt
Der maximale Ausbau für Netzteile bis 1000 Watt entspricht der Konfiguration bis 750 Watt, doch diesmal übertakten wir den Prozessor auf 3,73 GHz und stellen der Radeon HD 4870 X2 eine Radeon HD 4870 zur Seite, so dass nun drei GPUs versorgt werden müssen. Zudem werden drei Lüfter der 92mm-Klasse verwendet, um das System stabil zu halten:




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Messergebnisse: Idle
Jedes Netzteil wurde in vier Lastzuständen vermessen, diese Durchläufe dauerten jeweils eine Stunde und wurden dreimal wiederholt, um zufällige Abweichungen auszuschließen. Während der Messläufe werden der Stromverbrauch und die Spannungen protokolliert. Zunächst messen wir den Stromverbrauch ohne Prozessor- und Grafiklast (idle), der Verbrauch ist dabei sehr konstant.

Leistungsaufnahme Gesamtsystem IDLE in Watt (niedriger ist besser)
be quiet! P9-550W
171
be quiet! E8-CM-480W
172
Enermax EMG500AWT
173
be quiet! L7-530W
180
NesteQ ECS 5001
182
NesteQ E2CS XS-500
182
XFactor REX-500AS
183
LC Power LC6550 V2.2
194

Wie zu erwarten, finden sich die beiden Gold-Netzteile an der Spitze des Feldes, allerdings kann sich das mit 80Plus Silber zertifizierte be quiet! Straight Power E8 CM 480W diesmal noch dazwischen schieben. Der Abstand zu den Netzteilen mit normaler 80Plus-Zertifizierung beläuft sich auf 7 bis 12 Watt, das preiswerte LC Power LC6550 V2.2 verbraucht bereits zwischen 21 und 23 Watt mehr.

Während unserer Messung haben wir auch den Powerfaktor kontrolliert und beim be quiet! Dark Power Pro P9 550W Werte zwischen 0,97 und 0,99 gesehen. Überwiegend wurde uns ein Powerfaktor von 0,98 gemeldet. Das Enermax Modu 87+ 500W lieferte einen Powerfaktor zwischen 0,98 und 1,00, zumeist stand der Wert 0,99 auf der Anzeige.

Und wie sieht es bei den Spannungen aus?

be quiet! Dark Power Pro P9 550W (BQT P9-550W): Abweichungen in %
 
+3,3V
2.42
+5V
1.4
+12V
0.25

Enermax Modu 87+ 500W (EMG500AWT): Abweichungen in %
 
+3,3V
0.3
+5V
1.4
+12V
1.58

be quiet! Straight Power E8 480W (BQT E8-CM-480W): Abweichungen in %
 
+3,3V
0.61
+5V
3.8
+12V
1.17

NesteQ ECS 5001: Abweichungen in %
 
+3,3V
2.12
+5V
0
+12V
1.17

NesteQ E2CS XS-500: Abweichungen in %
 
+3,3V
0.61
+5V
1
+12V
1.58

XFactor REX-500AS: Abweichungen in %
 
+3,3V
0.61
+5V
1
+12V
1.17

be quiet! Pure Power L7 530W (BQT L7-530W): Abweichungen in %
 
+3,3V
0.61
+5V
1
+12V
0.75

LC Power LC6550 V2.2: Abweichungen in %
 
+3,3V
0.61
+5V
1
+12V
0.75

Dem be quiet! Dark Power Pro P9 550W gelingt beinahe eine Punktlandung auf der +12V-Ebene und auch die +5V-Schiene sieht sehr gut aus. Die deutlichste Abweichung sehen wir bei +3,3 Volt, hier liegt der Messwert um 2,42 Prozent unter dem Soll, erlaubt sind Abweichungen von bis zu 5,00 Prozent. Das Enermax Modu 87+ 500W glänzt hingegen auf der +3,3V-Schiene, legt aber etwas zu viel Spannung auf der +12V-Ebene an.




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Messergebnisse: CPU-Last
Zunächst werden wir den Core i7 965 Extreme mit Hilfe des Tools Core2MaxPerf belasten. Dieses Programm erzeugt eine Last, welche man mit normalen Anwendungen fast nie erreichen kann. Der Core i7 965 Extreme wurde auf 3,60 GHz übertaktet und Core2MaxPerf mit acht Threads ausgeführt. Der in diesem Durchlauf erzeugte Stromverbrauch schwankt nur geringfügig.

Leistungsaufnahme Gesamtsystem CPU-Last in Watt (niedriger ist besser)
be quiet! E8-CM-480W
282
Enermax EMG500AWT
282
be quiet! P9-550W
284
be quiet! L7-530W
300
NesteQ ECS 5001
300
XFactor REX-500AS
304
NesteQ E2CS XS-500
305
LC Power LC6550 V2.2
326

Eigentlich hatten wir erwartet, dass sich die beiden Gold-Modelle spätestens jetzt vom mit 80Plus Silber zertifizierten be quiet! Straight Power E8 CM 480W absetzen können, doch dieses liegt zusammen mit dem Enermax Modu 87+ 500W an der Spitze des Feldes. Das be quiet! Dark Power Pro P9 550W verbraucht zwei Watt mehr, bleibt damit aber ebenfalls deutlich vor den 80Plus Standard zertifizierten Netzteilen. Der Vorteil der Gold-Modelle beläuft sich auf 16 bis 23 Watt, zum billigen LC Power LC6550 V2.2 beträgt der Abstand sogar 42 bzw. 44 Watt.

Der Powerfaktor des be quiet! Dark Power Pro P9 550W lag bei dieser Messung konstant bei 1,00, während wir für das Enermax Modu 87+ 500W Werte zwischen 0,98 und 1,00 notierten. Zumeist wurde uns ein Powerfaktor von 0,99 angezeigt.

Betrachten wir nun die Spannungen:

be quiet! Dark Power Pro P9 550W (BQT P9-550W): Abweichungen in %
 
+3,3V
3.03
+5V
1
+12V
0.25

Enermax Modu 87+ 500W (EMG500AWT): Abweichungen in %
 
+3,3V
0
+5V
1.4
+12V
1.17

be quiet! Straight Power E8 480W (BQT E8-CM-480W): Abweichungen in %
 
+3,3V
1.21
+5V
3.4
+12V
1.17

NesteQ ECS 5001: Abweichungen in %
 
+3,3V
2.42
+5V
0
+12V
1.67

NesteQ E2CS XS-500: Abweichungen in %
 
+3,3V
1.21
+5V
1.4
+12V
1.17

XFactor REX-500AS: Abweichungen in %
 
+3,3V
1.21
+5V
1.4
+12V
0.17

be quiet! Pure Power L7 530W (BQT L7-530W): Abweichungen in %
 
+3,3V
1.21
+5V
1
+12V
1.17

LC Power LC6550 V2.2: Abweichungen in %
 
+3,3V
1.21
+5V
1.4
+12V
1.67

Abermals verhält sich das be quiet! Dark Power Pro P9 550W auf den +5V- und +12V-Ebenen vorbildlich, während die +3,3V-Schiene um drei Prozent einbricht. Damit hat das Enermax Modu 87+ 500W keine Probleme und auch die Abweichungen auf den beiden anderen Schienen liegen in einem sehr guten Bereich.




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Messergebnisse: GPU-Last
Nun erzeugen wir Last auf der Grafikkarte und messen nochmals den Stromverbrauch sowie die Spannungen. Wir verwenden die Software Furmark (etqw.exe), mit der wir eine Belastung erzeugen, welche die Anforderungen normaler Spiele deutlich übersteigt. Furmark läuft auf der Radeon HD 4870 im Vollbild-Modus mit einer Auflösung von 1280 x 1024 Bildpunkten. Auf Kantenglättung haben wir verzichtet, da diese den Stromverbrauch sinken lässt. Auch diese Art der Belastung erzeugt einen sehr gleichmäßigen Stromverbrauch.

Leistungsaufnahme Gesamtsystem GPU-Last in Watt (niedriger ist besser)
be quiet! P9-550W
302
Enermax EMG500AWT
302
be quiet! E8-CM-480W
305
NesteQ ECS 5001
322
XFactor REX-500AS
322
be quiet! L7-530W
324
NesteQ E2CS XS-500
329
LC Power LC6550 V2.2
350

Werfen wir die Grafikkarte an, können die beiden Gold-Modelle endlich das mit 80Plus Silber zertifizierte be quiet! Straight Power E8 CM 480W distanzieren - allerdings nur um 3 Watt. Der Vorsprung auf die 80Plus Standard zertifizierten Netzteile beläuft sich auf 20 bis 27 Watt und mit dem Billig-Gerät LC Power LC6550 V2.2 beläuft sich der Mehrverbrauch unseres Testsystems sogar auf 48 Watt.

Abermals verharrte der Powerfaktor des be quiet! Dark Power Pro P9 550W bei 1,00, also dem Idealwert. Während der Messung mit dem Enermax Modu 87+ 500W sahen wir einen Wechsel zwischen 0,99 und 1,00, wobei 1,00 klar dominierte.

Und wie haben sich die Spannungen entwickelt?

be quiet! Dark Power Pro P9 550W (BQT P9-550W): Abweichungen in %
 
+3,3V
3.03
+5V
1
+12V
0.75

Enermax Modu 87+ 500W (EMG500AWT): Abweichungen in %
 
+3,3V
0
+5V
1
+12V
1.17

be quiet! Straight Power E8 480W (BQT E8-CM-480W): Abweichungen in %
 
+3,3V
1.21
+5V
3.4
+12V
0.67

NesteQ ECS 5001: Abweichungen in %
 
+3,3V
2.42
+5V
0
+12V
1.67

NesteQ E2CS XS-500: Abweichungen in %
 
+3,3V
1.21
+5V
1.4
+12V
0.67

XFactor REX-500AS: Abweichungen in %
 
+3,3V
1.52
+5V
1.4
+12V
0.17

be quiet! Pure Power L7 530W (BQT L7-530W): Abweichungen in %
 
+3,3V
1.21
+5V
1
+12V
1.67

LC Power LC6550 V2.2: Abweichungen in %
 
+3,3V
1.21
+5V
1.4
+12V
2.17

Auf der +3,3V-Schiene des be quiet! Dark Power Pro P9 550W (BQT P9-550W) verursacht die GPU-Last einen Einbruch um 3,03 Prozent. Die Abweichungen der beiden anderen Spannungsebenen sind hingegen so gering, dass man sie getrost ignorieren darf. Dies gilt auch für die Messwerte des Enermax Modu 87+ 500W, welche sich allesamt im grünen Bereich befinden.




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Messergebnisse: CPU+GPU-Last
Im vierten und letzten Messlauf mischen wir CPU- und GPU-Last. Hierzu lassen wir die Programme Furmark (Vollbild-Modus, 1280 x 1024 Bildpunkte, keine Kantenglättung) und Core2MaxPerf (Core i7 965 Extreme @ 3,60 GHz, 4 Threads) zeitgleich laufen, was auf Systemen mit einer einzelnen GPU zur höchstmöglichen Auslastung führt. Bei dieser Konstellation schwankt der Stromverbrauch stärker.

Leistungsaufnahme Gesamtsystem CPU+GPU in Watt (niedriger ist besser)
Enermax EMG500AWT
308
be quiet! E8-CM-480W
309
be quiet! P9-550W
309
XFactor REX-500AS
331
be quiet! L7-530W
333
NesteQ ECS 5001
336
NesteQ E2CS XS-500
341
LC Power LC6550 V2.2
357

Die Mischlast für CPU und Grafikkarte lässt die Silber und Gold zertifizierten Netzteile wieder zusammenrücken und zum zweiten Mal erobert das Enermax EMG500AWT die Spitze. Die 80Plus Standard und Bronze zertifizierten Netzteile weisen diesmal einen Mehrverbrauch zwischen 22 und 33 Watt auf, das billige LC Power LC6550 V2.2 verbrät sogar 48 bis 49 Watt mehr.

Wieder notieren wir einen Powerfaktor von 1,00 für das be quiet! Dark Power Pro P9 550W. Beim Enermax Modu 87+ 500W zeigte unser Messgeräte im Wechsel 0,99 und 1,00 an, einen klaren Favoriten unter diesen beiden Werten konnten wir jedoch nicht ausmachen.

Ein letztes mal betrachten wir die Spannungen:

be quiet! Dark Power Pro P9 550W (BQT P9-550W): Abweichungen in %
 
+3,3V
3.03
+5V
1
+12V
0.25

Enermax Modu 87+ 500W (EMG500AWT): Abweichungen in %
 
+3,3V
0
+5V
1.4
+12V
1.17

be quiet! Straight Power E8 480W (BQT E8-CM-480W): Abweichungen in %
 
+3,3V
1.21
+5V
3.4
+12V
1.17

NesteQ ECS 5001: Abweichungen in %
 
+3,3V
2.42
+5V
0
+12V
1.67

NesteQ E2CS XS-500: Abweichungen in %
 
+3,3V
1.21
+5V
1.4
+12V
0.67

XFactor REX-500AS: Abweichungen in %
 
+3,3V
1.52
+5V
1.4
+12V
0.17

be quiet! Pure Power L7 530W (BQT L7-530W): Abweichungen in %
 
+3,3V
1.52
+5V
1.4
+12V
1.67

LC Power LC6550 V2.2: Abweichungen in %
 
+3,3V
1.21
+5V
1.4
+12V
2.17

Es hat sich nicht viel verändert: Während das Enermax Modu 87+ 500W auf allen drei Spannungsebenen überzeugen kann, muss sich das be quiet! Dark Power Pro P9 550W ein wenig Kritik aufgrund der etwas schwachen +3,3V-Schiene gefallen lassen. Allerdings liegt die maximal gemessene Abweichung von 3,03 Prozent noch deutlich unterhalb der erlaubten Grenze von 5,00 Prozent.




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Stromverbrauch im Standby
Im Standby sollte der Computer möglichst wenig Strom verbrauchen. Sind die getesteten Netzteile auch dann noch Stromsparer, wenn das System heruntergefahren wurde?

Leistungsaufnahme Gesamtsystem Standby (niedriger ist besser)
be quiet! E7-400W
2.4
be quiet! E7-CM-680W
2.4
HEC P3D-300
2.6
Cougar A350
2.7
be quiet! Pro P8-750W
2.8
be quiet! Pro P8-900W
2.8
be quiet! P9-550W
2.8
Enermax EMG500AWT
2.8
be quiet! L7-350W
2.9
be quiet! L7-430W
2.9
Xigmatek NRP-PC402
2.9
be quiet! E8-CM-480W
3.0
be quiet! L7-300W
3.0
be quiet! L7-530W
3.0
NesteQ ECS 5001
3.0
XFactor REX-500AS
3.1
be quiet! Pro P7-750W
3.2
FSP Everest 1010
3.2
NesteQ ECS-XS-500
3.2
Cougar 700 CM
3.3
Nexus RX-8500
3.3
XFactor REX-750AS
3.3
Cougar 1000 CM
3.4
Cougar GX 1050
3.4
LC Power LC6550 V2.2
3.4
NesteQ XS-1000
3.4
Xigmatek NRP-PC702
3.4
LC Power LC420H-8
3.5
Super Flower SF-650P14HE
4.1
Combat Power CP-750W
5.4
Noname SPS-400XPE-P
6.9

Verbräuche unter vier Watt sind schwer zu messen. Obwohl der Hersteller unsere Messgeräte bis 0,2 Watt freigegeben hat, betrachten wir obige Ergebnisse in erster Linie als untereinander vergleichbar. Im Standby spielt die Leistungsklasse keine Rolle mehr, hier sind andere Künste gefragt. Mit unseren Testkonfigurationen messen wir Werte um die drei Watt. Sowohl beim be quiet! Dark Power Pro P9 550W als auch beim Enermax Modu 87+ 500W liegt der Wert bei guten 2,8 Watt. Auf das Jahr umgerechnet bedeutet jedes Watt Stromkosten in Höhe von knapp zwei Euro (angenommener Preis: 22 Cent pro kWh).

Schalldruck
Markennetzteile sind in den letzten Jahren nicht nur immer effizienter, sondern auch immer leiser geworden. Wir rüsten unser Testsystem mit einer Grafikkarte vom Typ MSI RX2400Pro-TD256EH auf den passiven Betrieb um und lassen es für die Schallpegelmessung ohne Festplatte ca. 15 Minuten in der BIOS-Konfiguration laufen. Damit die Grundlast nicht zu gering ausfällt, wurde der Core i7 965 Extreme auf 3,73 GHz (1,325 Volt) übertaktet, nun liegen ca. 153 Watt an. Wir haben den Schallpegel aus einer Entfernung von 35 cm gemessen und anschließend auf einen Abstand von einem Meter umgerechnet. Dies war erforderlich, da die meisten Netzteile tatsächlich sehr, sehr leise arbeiten.

Schalldruck in dB(A), IDLE, Abstand 1 Meter (niedriger ist besser)
Enermax EMG500AWT
20.68
be quiet! E8-CM-480W
20.68
be quiet! Pro P8-750W
20.68
be quiet! P9-550W
20.88
be quiet! E7-400W
21.18
HEC P3D-300
21.28
be quiet! L7-530W
21.78
be quiet! L7-300W
22.28
be quiet! L7-430W
22.48
Xigmatek NRP-PC702
22.58
Cougar 700 CM
23.08
Nexus RX-8500
23.08
be quiet! L7-350W
23.18
NesteQ ECS 5001
23.18
Super Flower SF-650P14HE
23.48
Cougar GX 1050
23.88
Cougar 1000 CM
23.98
Cougar A350
24.08
NesteQ ECS-XS-500
24.18
Noname SPS-400XPE-P
24.18
be quiet! Pro P7-750W
24.68
be quiet! E7-CM-680W
24.78
XFactor REX-500AS
24.98
LC Power LC6550 V2.2
25.98
NesteQ XS-1000
26.08
be quiet! Pro P8-900W
26.58
LC Power LC420H-8
27.98
FSP Everest 1010
28.38
XFactor REX-750AS
28.68
Xigmatek NRP-PC402
31.98
Combat Power CP-750W
36.38

Die Modelle be quiet! Dark Power Pro P9 550W und Enermax Modu 87+ 500W gehören zu den leisesten Netzteilen, die wir bisher testen durften. Bei einer typischen Leerlaufbelastung zwischen 100 und 150 Watt sind diese beiden Geräte nicht zu hören. Selbst wenn man sein Ohr wenige Zentimeter vor dem Lüfter platziert, kann man nur ein leises Rauschen erahnen und spürt einen ganz leichten Luftzug.




Goldstücke: be quiet! Dark Power Pro P9 550W vs Enermax Modu 87+ 500W - Druckansicht - Seite 15 von 15

Fazit
Unsere beiden Goldstücke haben in diesem Test bewiesen, dass moderne Netzteile nicht nur extrem leise, sondern auch sehr energieeffizient sein können. Der Abstand zu den mit 80Plus Standard zertifizierten Netzteilen ist deutlich und das preiswerte Gerät ohne Zertifizierung wird geradezu vernichtet. Muss es also unbedingt Gold sein? Nein, muss es nicht. Das als 80Plus Silber eingestufte be quiet! Straight Power E8-CM-480W hält den Anschluss und der Abstand ist so gering, dass sich der Aufpreis der Gold-Netzteile nicht rechnet. In aktuellen Preisvergleichen ist das be quiet! Straight Power E8-CM-480W ab 80 Euro zu finden und liegt somit um 35 bis 38 Euro unter den beiden Gold-Modellen. Insofern muss man heutzutage nicht zwingend in Gold investieren, denn man bekommt mehr Silber für sein Geld.




Fazit: be quiet! Dark Power Pro P9 550W
Sehr GutDas be quiet! Dark Power Pro P9 550W bietet eine sehr gute Verarbeitung und eine umfangreiche Ausstattung. Sein Lieferumfang umfasst 15 abnehmbare Kabelstränge, welche eine hohe Flexibilität bei der Verkabelung ermöglichen. Das Netzteil bietet vier Anschlüsse für PCIe-Grafikkarten sowie vier Anschlüsse für Gehäuselüfter, welche zusammen mit dem 120mm-Lüfter im Netzteilboden geregelt werden. Dieser Lüfter ist nicht nur extrem langlebig, sondern arbeitet im Leerlauf auch absolut unhörbar. Die Möglichkeit, die vier +12V-Schienen zusammenlegen zu können, wird ihre Freunde finden, ist unserer Meinung nach aber eher eine Spielerei. Während die Spannungen auf der +5- und +12V-Ebene vorbildlich sind, fällt die +3,3V-Schiene etwas schwach aus. Beim Stromverbrauch schneidet das Enermax Modu 87+ 500W minimal besser ab, ein größerer Nachteil sind da eher die von be quiet! gewählten Abmessungen. 20 Zentimeter Bautiefe für ein 550 Watt starkes Netzteil sind alles andere als angemessen und stellen so machen Käufer vor Probleme.


Fotostrecke mit weiteren und größeren Fotos...

be quiet! bietet auf das Dark Power Pro P9 550W eine dreijährige Herstellergarantie sowie einen kostenlosen Vor-Ort-Austausch innerhalb des ersten Jahres. Zudem gibt es eine kostenlose Hotline, welche von Montag bis Freitag zwischen 9:00 und 17:30 Uhr besetzt ist. Die Straßenpreise des be quiet! Dark Power Pro P9 550W beginnen derzeit bei 115 Euro. Für diese Leistungsklasse ist das happig, für ein 80Plus Gold zertifiziertes Netzteil hingegen fair. Wir bewerten das be quiet! Dark Power Pro P9 550W mit "Sehr Gut", dennoch gehört derzeit noch viel Idealismus dazu, ein solches Gerät zu kaufen.




Fazit: Enermax Modu 87+ 500W
Sehr GutIn Hinblick auf die Verarbeitung kann auch das Enermax Modu 87+ 500W glänzen und das liegt nicht nur am goldenen Lüfter. Dieser hat 139 mm Durchmesser und arbeitet in der Praxis sogar noch ein wenig leiser als der des be quiet! Dark Power Pro P9 550W. De facto kann man jedoch keinen der beiden Lüfter hören, wenn sich der PC im Leerlauf befindet. Die Ausstattung, traditionell eher eine Domäne von be quiet!, kann Enermax auch diesmal nicht für sich entscheiden. Im Lieferumfang finden sich lediglich vier Kabelstränge, elf weniger als im Karton von be quiet!. Eine Lüfterregelung hat Enermax zwar nicht integriert, dafür aber den Lüfternachlauf, welchen es bei be quiet! nun nicht mehr gibt. Abhängig von der Temperatur des Netzteils dreht dessen Lüfter nach dem Herunterfahren des Computers für 30 oder 60 Sekunden weiter. Beim Stromverbrauch gewinnt das Enermax Modu 87+ 500W ganz knapp und auch seine Spannungen liegen dichter am Soll. Ein klarer Vorteil des Enermax ist zudem seine kompaktere Bauweise, das Gerät ist immerhin um vier Zentimeter kürzer als das be quiet! Dark Power Pro P9 550W.


Fotostrecke mit weiteren und größeren Fotos...

Auch bezüglich der Herstellergarantie kann Enermax punkten: Fünf Jahre sind zwei mehr als bei be quiet! und eine kostenlose Hotline (erreichbar von Montag bis Freitag zwischen 8:30 und 17:00 Uhr) bietet der Hersteller ebenfalls. Preislich liegen die beiden Netzteile eng beisammen, die Straßenpreise des Enermax Modu 87+ 500W beginnen aktuell bei 118 Euro. Damit ist das Gerät ein wenig teurer als das be quiet! Dark Power Pro P9 550W, bietet zugleich aber weniger Ausstattung und weniger Leistung. Aufgrund der guten Messergebnisse betrachten wir die beiden Netzteile dennoch als gleichwertig und bewerten auch das Enermax Modu 87+ 500W mit "Sehr Gut".




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