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be quiet! Z1-650W - Auf Entdeckungsreise in der "Power Zone" - Druckansicht - Seite 1 von 13
Unsere heutige Expedition führt uns in unbekannte Gefilde: In die "Power Zone" von be quiet!. Diese neue Baureihe richtet sich an Spieler, Übertakter und Enthusiasten, die einerseits hohe Leistungsreserven suchen, andererseits aber nicht die Premium-Preise für Netzteile der höchsten Effizienzklassen zahlen wollen. Dazu hat be quiet! auch einige seiner seit Jahren gewohnten Spielregeln geändert.

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Bei unserem heutigen Testkandidaten handelt es sich um das be quiet! Power Zone Z1-650W, das Einstiegsmodell der neuen Modellreihe. Darüber hinaus stehen die Leistungsklassen 750, 850 und 1.000 Watt zur Auswahl. Die Straßenpreise des Power Zone Z1-650W beginnen bei 90 Euro und bleiben damit knapp unter dem Einstiegspreis für das be quiet! Straight Power E9 600W ohne Kabelmanagement.

Wo liegt eigentlich diese "Power Zone"?

Diese Frage lässt sich nicht so leicht beantworten. Bisher hatte be quiet! drei Baureihen: "Pure Power" für preisbewusste Käufer, "Straight Power" für mittelpreisige Netzteile mit einer hohen Energieeffizienz und "Dark Power Pro" für hohe Leistungsklassen, die höchste Effizienzklasse und Vollausstattung. Betrachten wir nur die angebotenen Leistungsstufen, ordnet sich die "Power Zone" zwischen "Straight Power" und "Dark Power Pro" ein.

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Die Ausstattung der "Power Zone" kann sich sehen lassen, denn hier gibt es sogar ein paar Merkmale, die man nicht einmal bei "Dark Power Pro" bekommt. Hierzu gehören eine Nachlaufregelung für die Lüfter ("Cool Off") und das vollmodulare Kabelmanagement. Den "Straight Power"-Netzteilen hat die "Power Zone" die temperaturabhängige Regelung von drei Gehäuselüftern voraus. Die Netzteile der "Power Zone" kommen, wie ihre Geschwister aus den Baureihen "Straight Power" und "Dark Power Pro" - mit einer fünfjährigen Herstellergarantie.

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Ein SilentWings-Lüfter mit 135 mm Durchmesser sorgt in der "Power Zone" für Abkühlung. Wir kennen diese leisen und langlebigen Lüfter bereits aus den Baureihen "Straight Power" und "Dark Power Pro". Übertakter werden sich über den einzelnen +12V-Spannungskreis freuen, denn eine solch massive +12V-Leitung gab es von be quiet! bisher nur bei "Dark Power Pro" unter Verwendung des Overclocking-Key. Doch unter all den Power-Features leidet die Energieeffizienz, die mit "80 Plus Bronze" nur auf "Pure Power"-Niveau liegt.

Offizielle 80 Plus Resultate

Wobei sich be quiet! "80 Plus Bronze" zwar als Ziel gesetzt hatte, doch dieses hat das Power Zone Z1-650W glatt verfehlt - das Netzteil ist nämlich über die Vorgabe hinausgeschossen. Ganz gleich ob die Eingangsspannung nun 115 oder 240 Volt beträgt, das Power Zone Z1-650W erfüllt die Anforderungen von "80 Plus Silber". Dass der Hersteller dieses Netzteil nur mit "80 Plus Bronze" bewirbt, liegt offenbar daran, dass be quiet! die ganze Baureihe in einer gemeinsamen Effizienzklasse vermarkten will. Die folgende Tabelle enthält die offiziellen Messergebnisse für das be quiet! Power Zone Z1-650W und die in unserem Test eingesetzten Vergleichsgeräte:
Wirkungsgrad laut 80 Plus (115 Volt):
 10%20%50%100%Einstufung
Antec EA-550 Platinum-91,5792,5490,05Platin
be quiet! Dark Power Pro P10-550W82,3087,7090,5388,98Gold
be quiet! Power Zone Z1-650W83,1887,9489,3485,37Silber
be quiet! Pure Power L8-600W80,8285,7687,3584,30Bronze
Thermaltake Berlin 630W-83,5884,8980,95Standard
Unser Testfeld versetzt uns in den glücklichen Umstand, dass jedes Gerät in eine eigene Effizienzklasse fällt. Mit "80 Plus Silber" arbeitet das Power Zone Z1-650W bei 20-, 50- und 100-prozentiger Last mit Effizienzen von mindestens 85, 88 und 85 Prozent. Energieeffizienter sind das mit Gold zertifizierte be quiet! Dark Power Pro P10-550W (87%, 90%, 87%) und das Antec EA-550 Platinum aus der Platin-Kategorie (90%, 92%, 89%). Das be quiet! Pure Power L8-600W bietet immerhin "80 Plus Bronze" (82%, 85%, 82%) und das Thermaltake Berlin 630W lediglich "80 Plus Standard" (über 80%).
Übrigens: Dass wir die Ergebnisse der 115-Volt-Messung angeben, hat einen einfachen Grund: Die Daten, welche 80 Plus für 230 Volt liefert, sind leider immer noch sehr lückenhaft.



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Die Eckdaten

In den folgenden Tabellen stellen wir die getesteten Netzteile in Hinblick auf ihre Eckdaten, ihre Leistung und ihre Anschlussmöglichkeiten gegenüber. Betrachten wir zunächst die maximale Leistung in Watt, die Anzahl der +12V-Spannungskreise, die maximale Effizienz (laut Hersteller) sowie Anzahl und Durchmesser der verbauten Lüfter:
Die Eckdaten
 Watt+12VEffizienzLüfter
Antec EA-550 Platinum550493%1 x 120 mm
be quiet! Dark Power Pro P10-550W550493%1 x 135 mm
be quiet! Power Zone Z1-650W650190%1 x 135 mm
be quiet! Pure Power L8-600W600288%1 x 120 mm
Thermaltake Berlin 630W630186%1 x 120 mm
Seit der Version 2.2 schreibt der "ATX12V Power Supply Design Guide" zwei unabhängige +12V-Spannungskreise vor, falls Stromstärken von mehr als 18 Ampere zu erwarten sind. Hierdurch will man eine höhere Stabilität gewährleisten und die sogenannten "Peak Voltage Ripple" glätten. Andererseits sind Netzteile mit einem einzigen, dafür aber besonders starken +12V-Spannungskreis im Vorteil, wenn stromhungrige Grafikkarten und übertaktete Prozessoren zu versorgen sind. Beim Power Zone Z1-650W hat be quiet! genau diese Zielgruppe im Auge und setzt auf einen einzigen +12V-Spannungskreis.

Die Leistungsverteilung

Folgende Angaben machen die Hersteller zur Verteilung der Leistung auf die unterschiedlichen Spannungsschienen. Die -5V-Schiene wurde im ATX12V Power Supply Design Guide V2.2 gestrichen und muss nicht mehr angeboten werden.
Leistung pro Schiene in Watt
 +12V+5V+3,3V+5VSB-12V
Antec EA-550 Platinum51695k.A.k.A.
be quiet! Dark Power Pro P10-550W54011015,06,0
be quiet! Power Zone Z1-650W64814015,03,6
be quiet! Pure Power L8-600W54014015,03,6
Thermaltake Berlin 630W54013015,03,6
Die aktuelle Netzteilgeneration ist so ausgelegt, dass beinahe die vollständige Leistung auf den +12V-Spannungskreisen zur Verfügung steht. Bei 650 Watt Gesamtleistung stellt das be quiet! Power Zone Z1-650W bis zu 648 Watt auf der +12V-Ebene bereit. +3,3 und +5 Volt kommen zusammen auf maximal 140 Watt - sofern die +12V-Verbraucher dies zulassen.

Die maximalen Stromstärken

Bei modernen Computern beziehen die Hauptverbraucher - Prozessoren und Grafikkarten - ihren Strom aus den +12V-Schienen. Hierzu werden diese Verbraucher mit eigenen Strängen (ATX+12V, EPS+12V, PEG+12V) versorgt und entsprechend belastbar müssen auch die +12V-Schienen der Netzteile ausgelegt sein.
Die Stromstärken in Ampere
 +12V+5V+3,3VVSB-12V
Antec EA-550 Platinum4x 3016163,00,3
be quiet! Dark Power Pro P10-550W2x 20
2x 25
25253,00,5
be quiet! Power Zone Z1-650W1x 5425253,00,3
be quiet! Pure Power L8-600W2x 3018253,00,3
Thermaltake Berlin 630W1x 4515243,00,3
be quiet! hat den einzelnen +12V-Spannungskreis des Power Zone Z1-650W auf eine Stromstärke von 54 Ampere ausgelegt, das reicht zum Betrieb einer leistungsstarken Grafikkarte oder für zwei Modelle aus der aktuellen Mittelklasse. Abhängig von der jeweiligen Systemkonfiguration bleibt sogar noch etwas Spielraum zum Übertakten der Komponenten.

Die Anschlüsse

Betrachten wir nun die unterschiedlichen Anschlusskonfigurationen der Netzteile. Als "Molex" werden die 4-Pin-Stecker für PATA-Festplatten und optische Laufwerke bezeichnet, mit "Floppy" und "SATA" sind die Stecker der entsprechenden Geräte gemeint. "PEG" kennzeichnet die 6- oder 8-Pin-Anschlüsse für PCI-Express Grafikkarten. Bei den Power (PWR) und +12V Anschlüssen geben wir nicht ihre Anzahl, sondern ihre Konfiguration an:
Die Anschlüsse
 PWR+12VPEGMolexFloppySATA
Antec EA-550 Platinum244+42415
be quiet! Dark Power Pro P10-550W20+44+4
8
5719
be quiet! Power Zone Z1-650W20+44+44418
be quiet! Pure Power L8-600W20+44+44415
Thermaltake Berlin 630W20+44+42416
be quiet! hat sein Power Zone Z1-650W mit vier 8-poligen Steckern für Grafikkarten und 13 Anschlüssen für Laufwerke versehen. Dazu kommen drei weitere Anschlüsse, wahlweise als 3-Pin- oder Molex-Stecker nutzbar, die ausschließlich den Gehäuselüftern vorbehalten sind. Die Regelung dieser Lüfter übernimmt das Netzteil - mehr dazu am Ende des Kapitels Lüfter und Anschlüsse.



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Der Lieferumfang

Das be quiet! Power Zone Z1-650W steckt sicher verpackt in seiner Verpackung. Rechts und links des Netzteils befinden sich zwei kleinere Kartons mit den Kabelsträngen, die beiden anderen Seiten werden von Schaumstoffblöcken geschützt. Das Gerät selbst befindet sich in einem wiederverschließbaren Stoffbeutel, wodurch be quiet! auf die übliche Plastikfolie verzichten kann.

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Der Lieferumfang umfasst ein Kaltgerätekabel, fünf schwarze Schrauben, sechs schwarze Kabelbinder und eine gebundene Anleitung. Die Schrauben sind länger als normal, da das Power Zone Z1-650W ein mehrteiliges Gehäuse mit Kunststoffkomponenten auf Stirn- und Rückseite besitzt. Daher müssen die Schrauben zunächst durch den Kunststoff greifen, bevor sie die Metallgewinde erreichen.

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Dazu kommen zehn abnehmbare Kabelstränge, auf die wir später im Detail eingehen werden. Das Handbuch umfasst neben Deutsch auch die Sprachen Englisch, Französisch, Spanisch und Polnisch. Es behandelt alle wichtigen Punkte und bebildert sämtliche Anschlüsse - inklusive der Belegung aller Kontakte. Die Herstellergarantie beläuft sich beim be quiet! Power Zone Z1-650W auf fünf Jahre.

Abmessungen und Konstruktion

Mit Abmessungen von 150 x 175 x 86 mm (B x T x H) ist das Netzteil stolze 35 mm tiefer als von der ATX-Spezifikation vorgesehen. Dies wird in einigen Fällen zu Problemen führen und wir können nur dazu raten, vor dem Kauf nachzumessen, ob das Power Zone Z1-650W ins heimische Gehäuse passt. Dabei ist zu beachten, dass die Stecker um weitere 10 mm hervorstehen und man zusätzlich 15 mm für die Kabel einplanen sollte. Für den Einbau werden also ca. 200 mm benötigt.

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be quiet! hat das Power Zone Z1-650W mit einer mattschwarzen Pulverbeschichtung versehen, die dem Netzteil im Zusammenspiel mit seiner Größe und den seitlich ins Blech gestanzten Strukturen einen sehr massiven und robusten Eindruck verleiht. In der Garage würde das Gerät zwischen Werkzeugkasten, Blechkanister und Autobatterie nicht weiter auffallen.

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In der "Power Zone" kommt ein mehrteiliges Gehäuse zum Einsatz, dessen Stirn- und Rückseite aus schwarzem Kunststoff besteht. Da be quiet! im Gegensatz zur Baureihe "Dark Power Pro" gänzlich auf Gummi verzichtet, reduziert dieser Aufbau die Betriebsgeräusche leider nicht. Das mehrteilige Gehäuse mit seinen Inbusschrauben ist somit in erster Linie ein Gestaltungsmerkmal.



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Der Lüfter

Bei dem Lüfter des be quiet! Power Zone Z1-650W handelt es sich um das hauseigene Modell SilentWings BQ SWI3-13525-HF-26. Dieser Lüfter hat einen Durchmesser von 135 mm, ist 25 mm hoch und verfügt über neun Blätter, die mit radialen Rillen versehen sind. Diese sollen den Luftwiderstand verringern und die Laufgeräusche minimieren.

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Das Fluid Dynamic Bearing, ein Lagertyp, bei dem ein Ölfilm den Lauf stabilisiert und zugleich die Reibung minimiert, ermöglicht einen sehr gleichmäßigen Lauf sowie eine lange Lebensdauer. Die maximale Drehzahl des temperaturabhängig geregelten Lüfters beläuft sich auf 2.600 U/min, dabei entsteht laut Hersteller ein Schallpegel von 37,1 dB(A). Das ist nicht sonderlich leise, doch bei Halblast sollte das Netzteil mit 20,1 dB(A) recht unauffällig bleiben.

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Die parallelen geführten Stäbe des Lüftergitters sind mittlerweile zu einem Markenzeichen von be quiet! geworden. Doch in der "Power Zone" wirft be quiet! alte Gewohnheiten über den Haufen und dreht die Stäbe um 90°, so dass sie dort erstmals quer zum Netzteil verlaufen. Hierdurch entsteht ein Übergang zu den im selben Raster angeordneten Strukturen auf den Seitenblechen. Zudem betonen die quer liegenden Gitterstäbe die Breite des Netzteils und lassen es massiger wirken.

Die Anschlüsse

Kabelmanagement gehört bei be quiet! schon lange zum guten Ton und ist in allen Preisklassen erhältlich, doch in der "Power Zone" verwirklicht der Hersteller sein erstes zu einhundert Prozent modulares Netzteil. Nicht, dass es allzu viel Sinn machen würde, das ATX-Hauptkabel abnehmbar zu gestalten. Zuweilen kann dies beim Einbau helfen, doch bisher wir haben das "voll modulare Kabelmanagement" noch nicht vermisst.

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Aus Gründen der Optik sind alle Buchsen schwarz, was bei der Bestückung im dunklen Gehäuse nicht gerade von Vorteil ist. Positiv fällt auf, dass be quiet! die Buchsen eindeutig kodiert hat, somit sind zumindest Verwechslungen ausgeschlossen. Das Anschlusspanel ist bei allen Modellen der "Power Zone" gleich, nur der Lieferumfang der Kabel unterscheidet sich. Bei unserem Power Zone Z1-650W bleibt jeweils eine Buchse für Laufwerke ("DRIVES"), Grafikkarten ("PCIe") und EPS+12V ("P8") ungenutzt.

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Das Netzteil bietet vergleichsweise lange Kabelstränge und insbesondere das EPS+12V-Kabel gibt dem Benutzer viel Spielraum. Betrachten wir nun die Übersicht aller Kabelstränge sowie die Position der einzelnen Stecker:
Die Anschlüsse des be quiet! Power Zone Z1-650W
 Pos#1Pos#2Pos#3Pos#4Pos#5
ATX/EPS 24-Pin
abnehmbar
ATX20+4
60,0cm
----
ATX/EPS+12V
abnehmbar
4+4
70,0cm
----
PEG
abnehmbar
PEG6+2
55,0cm
PEG6+2
55,0cm
---
PEG
abnehmbar
PEG6+2
55,0cm
PEG6+2
55,0cm
---
SATA
abnehmbar
SATA
54,5cm
SATA
69,0cm
SATA
83,5cm
SATA
98,0cm
-
SATA/PATA/Floppy
abnehmbar
SATA
54,5cm
SATA
69,0cm
PATA
83,5cm
PATA
98,0cm
Floppy
112,5cm
SATA/PATA
abnehmbar
SATA
54,5cm
SATA
69,0cm
PATA
83,5cm
PATA
98,0cm
-
Gehäuselüfter
abnehmbar
PATA
61,0cm
3-Pin
77,0cm
---
Gehäuselüfter
abnehmbar
PATA
61,0cm
3-Pin
77,0cm
---
Gehäuselüfter
abnehmbar
PATA
60,0cm
3-Pin
76,0cm
---
Beim be quiet! Power Zone Z1-650W gibt es drei gesonderte Kabelstränge für Gehäuselüfter, die man wahlweise per Molex- oder 3-Pin-Stecker anschließen kann. Diese Anschlüsse liefern zunächst einen Anlaufimpuls, danach wird die Drehzahl der angeschlossenen Lüfter temperaturabhängig geregelt. Neben dem Netzteillüfter werden auch die Gehäuselüfter für die Nachlaufregelung genutzt. Wird der Rechner ausgeschaltet, laufen die Lüfter für einen Zeitraum von drei Minuten weiter, um die Hardware herunterzukühlen.



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Das Innenleben

Normalerweise würden wir uns an dieser Stelle mit der Verteilung der +12V-Spannungskreise beschäftigen, doch auch hier ist die "Power Zone" ein Sonderfall: Das be quiet! Power Zone Z1-650W besitzt nur einen einzigen +12V-Spannungskreis, der Stromstärken von bis zu 54 Ampere verkraftet. Ob Prozessor, Grafikkarten, Mainboard, Lüfter oder Laufwerke - alle Verbraucher teilen sich diesen +12V-Spannungskreis.

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Das Netzteil erfüllt die Spezifikationen ATX 12V 2.4 und EPS 12V 2.92 sowie die Richtlinien ErP 2013 und Energy Star 5.2. In seinem Inneren geht es recht luftig zu, denn be quiet! setzt hier auf moderne Technologie mit aktiven Steuerelementen. Auf der primären Seite wird eine "Active Clamp"-Topologie genutzt und auf der sekundären kommt die "Synchronous Rectifier"-Topologie zum Einsatz.

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Die verwendeten ICs - primär ein 6600 und sekundär zwei 6601 - stammen von FSP. Während der 6600 die Eingangswerte im Auge behält, prüfen die beide 6601 die Ausgangswerte. Kommt es aufgrund von Laständerungen oder Schwankungen im Stromnetz zu Veränderungen, nehmen die ICs die entsprechenden Anpassungen vor.

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Zudem setzt be quiet! auf eine DC-DC-Wandlung mit zwei VRMs (Voltage Regulator Module), welche +5V und +3,3V aus der +12V-Ebene erzeugen. Hierdurch spart sich der Hersteller den +5V-Transformator und die +3,3V-Drossel. Der einzelne Primärkondensator ist mit 330 Microfarad, 420 Volt und Betriebstemperaturen von bis zu 105°C spezifiziert. Er stammt vom taiwanischen Hersteller Teapo, der eine ordentliche Qualität liefert. Dennoch hätten wir einen Primärkondensator aus japanischer Produktion bevorzugt.

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Auf der seitlichen Zusatzplatine befindet sich ein Weltrend WT7527V. Dieser IC ist für die Schutzmechanismen vor Überstrom, Über- und Unterspannung, Kurzschluss, Überhitzung und Überlastung verantwortlich. Verglichen mit den Netzteilen "Pure Power"-Serie hinterlässt das Power Zone Z1-650W einen deutlich moderneren Eindruck und erinnert uns eher an die "Straight Power"-Modelle.



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Die Testkonfiguration

Ende 2012 hatten wir unsere Mitte 2008 eingeführte Testplattform auf Basis des Intel Core i7-965 Extreme in den verdienten Ruhestand geschickt. Das aktuelle Testsystem ist, wie heutzutage üblich, aus einem mehrmonatigen Casting hervorgegangen und bietet uns die Möglichkeit, mehr Last zu generieren und diese Last auch bedeutend feiner zu dosieren. Da wir das System in den vergangenen Monaten immer weiter optimiert haben, sind Vergleiche mit älteren Testergebnissen nur bedingt möglich.
Herz des Aufbaus ist der 6-Kern-Prozessor Intel Core i7-3960X, welchen wir auf dem übertaktungsfreundlichen XL-Mainboard MSI Big Bang-XPower II betreiben. Der CPU stehen 16 GByte DDR3-1600CL9 vom Typ GeIL Enhance Corsa (GEC316GB1600C9QC) zur Seite, die im 4-Kanalbetrieb laufen.
Bei der Grafikkarte haben wir keine Änderung vorgenommen, denn die alte MSI R4870X2-T2D2G-OC ist auch an heutigen Modellen gemessen extrem durstig. Für besonders starke Netzteile verbauen wir eine zusätzliche Powercolor Radeon HD 4870 und aktivieren den CrossFire-Betrieb. Schon mit einer Grafikkarte können wir Dauerlasten von 650 Watt generieren.
Hierzu trägt auch die deutlich höhere Last an den Laufwerkssträngen bei. Neben unserer Festplatte finden sich hier neuerdings noch ein paar Lüfter, genauer gesagt 19 (9 x 80 mm, 7 x 92 mm, 3 x 40 mm). Diese Lüfter konsumieren ca. 55 Watt und erzeugen einen Schallpegel von 57,2 dB(A). Hinzu kommen drei 120-mm-Lüfter, die wir direkt am Mainboard angeschlossen haben.

Die Testkonfiguration für Netzteile von 550 bis 650 Watt

Hier die vollständige Übersicht der Testkonfiguration, welche wir im heutigen Test verwendet haben. Die Hauptlast erzeugt die Grafikkarte, es folgt der Prozessor und dann die Verbraucher an den Laufwerkssträngen.



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Messergebnisse: Idle

Jedes Netzteil wurde in fünf Lastzuständen vermessen, diese Durchläufe dauerten jeweils eine Stunde und wurden dreimal wiederholt, um zufällige Abweichungen auszuschließen. Während der Messläufe werden der Stromverbrauch und die Spannungen protokolliert. Zunächst messen wir den Stromverbrauch ohne Prozessor- und Grafiklast (idle). Hierzu laden wir die Standardeinstellungen unseres Mainboards, verbinden einen einzelnen Monitor mit der Grafikkarte und beschränken uns auf die drei 120-mm-Lüfter.
Leistungsaufnahme Gesamtsystem IDLE in Watt (niedriger ist besser)
Antec EA-550 Platinum
134
be quiet! P10-550W
136
be quiet! L8-600W
140
be quiet! Z1-650W
148
Thermaltake Berlin 630W
154
Das Testfeld sortiert sich gemäß der 80-Plus-Klassifizierung: Platin, Gold, Bronze und Standard. Lediglich unser heutiger Testkandidat, das be quiet! Power Zone Z1-650W fällt aus der Reihe und findet sich trotz Silber-Einstufung auf dem vorletzten Platz. Das Netzteil liegt damit ziemlich genau in der Mitte zwischen dem be quiet! Pure Power L8-600W und Thermaltakes Berlin 630W. Während unserer Messungen haben wir auch den Powerfaktor kontrolliert und notieren beim Power Zone Z1-650W Werte zwischen 0,96 und 0,98.
Und wie sieht es bei den Spannungen aus?
be quiet! Power Zone Z1-650W: Abweichungen in %
 
+3,3V
0.36
+5V
1.22
+12V
0.47
Das be quiet! Power Zone Z1-650W liefert vorbildliche Spannungswerte, die zwischen 0,36 und 1,22 Prozent vom Soll abweichen. Die deutlichste Abweichung sehen wir dabei auf der +5V-Schiene, die heutzutage kaum noch Verwendung findet.
Zum Vergleich folgen nun die Resultate weiterer Netzteile aus der Leistungsklasse zwischen 550 und 650 Watt:
Antec EA-550 Platinum: Abweichungen in %
 
+3,3V
1.58
+5V
2.08
+12V
1.2
be quiet! Dark Power Pro P10 550W: Abweichungen in %
 
+3,3V
0.36
+5V
0.38
+12V
0.27
be quiet! Pure Power L8-600W: Abweichungen in %
 
+3,3V
0.12
+5V
1.22
+12V
0.47
Thermaltake Berlin 630W: Abweichungen in %
 
+3,3V
1.09
+5V
0.38
+12V
0.27



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Messergebnisse: CPU-Last

Um mit unserem Prozessor einen möglichst hohen Stromverbrauch zu erreichen, haben wir die sechs Kerne des Intel Core i7-3960X mit Hilfe von MSIs OC Genie auf 4,0 GHz übertaktet und mit dem Tool Core2MaxPerf belastet. Core2MaxPerf läuft dabei mit sechs Threads, da wir bei zwölf Threads einen geringeren Stromverbrauch sahen. Zudem haben wir einen zweiten Bildschirm angeschlossen und 19 zusätzliche Lüfter in Betrieb genommen. Der in diesem Durchlauf erzeugte Stromverbrauch schwankt nur geringfügig.
Leistungsaufnahme Gesamtsystem CPU-Last in Watt (niedriger ist besser)
Antec EA-550 Platinum
360
be quiet! P10-550W
363
be quiet! Z1-650W
370
be quiet! L8-600W
376
Thermaltake Berlin 630W
382
Der übertaktete Prozessor sortiert die Netzteile nach der von 80 Plus festgelegten Klassifizierung als Platin, Gold, Silber, Bronze und Standard. Das be quiet! Power Zone Z1-650W wird in dieser Messung zu 56,9 Prozent ausgelastet und ordnet sich in der Mitte zwischen dem be quiet! Dark Power Pro P10-550W und dem be quiet! Pure Power L8-600W ein. Der Powerfaktor des Zone Z1-650W lag in dieser Messung konstant beim Idealwert 1,00.
Betrachten wir nun die Spannungen:
be quiet! Power Zone Z1-650W: Abweichungen in %
 
+3,3V
0.61
+5V
0.38
+12V
0.47
Die CPU-Last hat nur geringfügige Auswirkungen auf die Spannungswerte des be quiet! Power Zone Z1-650W und die +12V-Schiene zeigt sich sogar gänzlich unbeeindruckt. Es fällt auf, dass die Überversorgung der +5V-Schiene abnimmt und sich dem Idealwert nähert. Insgesamt sind die Messwerte hervorragend.
Zum Vergleich folgen nun die Resultate weiterer Netzteile aus der Leistungsklasse zwischen 550 und 650 Watt:
Antec EA-550 Platinum: Abweichungen in %
 
+3,3V
2.55
+5V
2.08
+12V
0.27
be quiet! Dark Power Pro P10 550W: Abweichungen in %
 
+3,3V
0.12
+5V
0.38
+12V
0.27
be quiet! Pure Power L8-600W: Abweichungen in %
 
+3,3V
1.09
+5V
2.08
+12V
1
Thermaltake Berlin 630W: Abweichungen in %
 
+3,3V
1.58
+5V
0.38
+12V
1.73



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Messergebnisse: GPU-Last

Nun erzeugen wir Last auf der Grafikkarte und messen nochmals den Stromverbrauch sowie die Spannungen. Wir verwenden das Dual-GPU-Modell MSI R4870X2-T2D2G-OC, das zwar schon recht angestaubt ist, sich dafür aber durch seinen sehr hohen Stromverbrauch auszeichnet. Last erzeugen wir mit dem Spiel "Tom Clancy's HAWX", welches bei 1.280 x 1.024 Bildpunkten ohne Kantenglättung die höchste Last generiert. Auf dem zweiten Bildschirm überwachen wir die Systemwerte. Die sechs Kerne des Intel Core i7-3960X takten wir auch in diesem Durchlauf mit 4,0 GHz und die 19 zusätzlichen Lüfter laufen ebenfalls mit. Diese Art der Belastung erzeugt einen sehr gleichmäßigen Stromverbrauch.
Leistungsaufnahme Gesamtsystem GPU-Last in Watt (niedriger ist besser)
Antec EA-550 Platinum
491
be quiet! P10-550W
493
be quiet! Z1-650W
504
be quiet! L8-600W
512
Thermaltake Berlin 630W
524
Die hohe Grafiklast bestätigt einmal mehr die Einstufungen von 80 Plus. Das be quiet! Power Zone Z1-650W wird in dieser Messung zu 77,5 Prozent ausgelastet und ordnet sich abermals in etwa mittig zwischen dem be quiet! Dark Power Pro P10-550W und dem be quiet! Pure Power L8-600W ein. Auch in dieser Messung hält das Power Zone Z1-650W einen konstanten Powerfaktor von 1,00.
Und wie haben sich die Spannungen entwickelt?
be quiet! Power Zone Z1-650W: Abweichungen in %
 
+3,3V
1.58
+5V
0.38
+12V
0.27
Trotz zweier übertakteter GPUs steht die +12V-Schiene des be quiet! Power Zone Z1-650W wie ein Fels in der Brandung und mit +11,968 Volt messen wir beinahe den Idealwert. Die deutlichste Abweichung sehen wir mit 1,58 Prozent auf der +3,3V-Schiene, doch selbst dieser Wert ist noch sehr gut.
Zum Vergleich folgen nun die Resultate weiterer Netzteile aus der Leistungsklasse zwischen 550 und 650 Watt:
Antec EA-550 Platinum: Abweichungen in %
 
+3,3V
3.52
+5V
2.08
+12V
1.73
be quiet! Dark Power Pro P10 550W: Abweichungen in %
 
+3,3V
0.61
+5V
0.38
+12V
1
be quiet! Pure Power L8-600W: Abweichungen in %
 
+3,3V
1.58
+5V
2.08
+12V
1.73
Thermaltake Berlin 630W: Abweichungen in %
 
+3,3V
2.55
+5V
1.22
+12V
3.2



be quiet! Z1-650W - Auf Entdeckungsreise in der "Power Zone" - Druckansicht - Seite 10 von 13

Messergebnisse: CPU+GPU-Last

Im vierten Messlauf mischen wir CPU- und GPU-Last. Die MSI R4870X2-T2D2G-OC wird auch diesmal mit dem Spiel "Tom Clancy's HAWX" (1.280 x 1.024 Bildpunkte, keine Kantenglättung) zum Stromschlucken animiert, doch zusätzlich werden drei Kerne des auf 4,0 GHz übertakteten Intel Core i7-3960X mit dem Tool Core2MaxPerf belastet. Abermals laufen 19 zusätzliche Lüfter und auch der zweite Bildschirm ist wieder in Betrieb. Bei dieser Messung schwankt der Stromverbrauch etwas stärker.
Leistungsaufnahme Gesamtsystem CPU+GPU in Watt (niedriger ist besser)
Antec EA-550 Platinum
550
be quiet! P10-550W
550
be quiet! Z1-650W
568
be quiet! L8-600W
574
Thermaltake Berlin 630W
586
Die gemeinsame Nutzung von CPU und GPU beschert uns eine Patt-Situation zwischen dem Gold-Netzteil be quiet! Dark Power Pro P10-550W und dem Antec EarthWatts EA-650 Platinum. Dahinter sehen wir die gewohnte Reihenfolge: Unser be quiet! Power Zone Z1-650W verbraucht 18 Watt mehr als die Top-Modelle, bleibt zugleich aber sechs Watt unter dem be quiet! Pure Power L8-600W. Wir messen auch diesmal einen konstanten Powerfaktor von 1,00.
Betrachten wir nun die Spannungen:
be quiet! Power Zone Z1-650W: Abweichungen in %
 
+3,3V
2.06
+5V
0.38
+12V
0.27
Auch die anspruchsvolle Mischlast prallt an der massiven +12V-Schiene des be quiet! Power Zone Z1-650W ab. Einzig die +3,3V-Schiene bricht ein wenig weiter ein und weist nun eine Abweichung um 2,06 Prozent auf. Doch angesichts von erlaubten fünf Prozent ist auch dies ein sehr gutes Ergebnis.
Zum Vergleich folgen nun die Resultate weiterer Netzteile aus der Leistungsklasse zwischen 550 und 650 Watt:
Antec EA-550 Platinum: Abweichungen in %
 
+3,3V
3.52
+5V
2.08
+12V
2.47
be quiet! Dark Power Pro P10 550W: Abweichungen in %
 
+3,3V
0.61
+5V
0.38
+12V
1
be quiet! Pure Power L8-600W: Abweichungen in %
 
+3,3V
1.58
+5V
2.08
+12V
2.47
Thermaltake Berlin 630W: Abweichungen in %
 
+3,3V
2.55
+5V
1.22
+12V
3.93



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Messergebnisse: CPU+GPU-Last (Max)

Mit unserer letzten Messung wollen wir die Netzteile bis an und in einigen Fällen sogar ein gutes Stück über ihre garantierten Belastungsgrenzen treiben. Abermals kombinieren wir CPU- und GPU-Last und auch diesmal wird die MSI R4870X2-T2D2G-OC mit dem Spiel "Tom Clancy's HAWX" (1.280 x 1.024 Bildpunkte, keine Kantenglättung) beschäftigt. Auf dem zweiten Bildschirm überwachen wir die Systemwerte. Zusätzlich belasten wir alle sechs Kerne des auf 4,0 GHz übertakteten Intel Core i7-3960X mit dem Tool Core2MaxPerf und auch die 19 zusätzlichen Lüfter sind wieder mit von der Partie.
Leistungsaufnahme Gesamtsystem CPU+GPU in Watt (niedriger ist besser)
be quiet! P10-550W
606
Antec EA-550 Platinum
608
be quiet! Z1-650W
626
be quiet! L8-600W
638
Thermaltake Berlin 630W
650
Im finalen Messdurchgang deklassiert das Gold-Netzteil be quiet! Dark Power Pro P10-550W seinen mit Platin ausgezeichneten Mitbewerber Antec EarthWatts EA-650 Platinum. Die Reihenfolge der übrigen Netzteile entspricht hingegen der Klassifizierung von 80 Plus. Das be quiet! Power Zone Z1-650W liegt diesmal zwanzig Watt hinter dem be quiet! Dark Power Pro P10-550W und bleibt zwölft Watt vor dem be quiet! Pure Power L8-600W. Wir notieren einen konstanten Powerfaktor von 1,00.
Ein letztes mal betrachten wir die Spannungen:
be quiet! Power Zone Z1-650W: Abweichungen in %
 
+3,3V
2.55
+5V
0.48
+12V
0.27
Beim be quiet! Power Zone Z1-650W erreichen wir eine Auslastung von 96,3 Prozent, doch die +12V-Schiene rührt sich einfach nicht. Lediglich die +3,3V-Schiene leidet ein wenig unter der Konzentration auf +12 Volt und gibt gelegentlich um 2,55 Prozent bis auf +3,216 Volt nach. Doch auch das ist ein guter Wert und insgesamt kann das Power Zone Z1-650W in ganzer Linie überzeugen.
Zum Vergleich folgen nun die Resultate weiterer Netzteile aus der Leistungsklasse zwischen 550 und 650 Watt:
Antec EA-550 Platinum: Abweichungen in %
 
+3,3V
4
+5V
2.08
+12V
3.2
be quiet! Dark Power Pro P10 550W: Abweichungen in %
 
+3,3V
1.09
+5V
0.38
+12V
1
be quiet! Pure Power L8-600W: Abweichungen in %
 
+3,3V
2.06
+5V
2.94
+12V
2.47
Thermaltake Berlin 630W: Abweichungen in %
 
+3,3V
3.03
+5V
1.22
+12V
3.93



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Stromverbrauch im Standby

Im Standby sollte der Computer möglichst wenig Strom verbrauchen. Sind die getesteten Netzteile auch dann noch Stromsparer, wenn das System heruntergefahren wurde?
Verbrauchsspitzen Gesamtsystem Standby (niedriger ist besser)
Antec EA-550 Platinum
1.0
be quiet! L8-600W
1.1
be quiet! P10-550W
1.1
Thermaltake Berlin 630W
1.1
be quiet! Z1-650W
1.2
Verbräuche unter vier Watt sind schwer zu messen. Obwohl der Hersteller unsere Messgeräte bis 0,2 Watt freigegeben hat, betrachten wir obige Ergebnisse in erster Linie als untereinander vergleichbar. Im Standby spielt die Leistungsklasse keine Rolle mehr, hier sind andere Künste gefragt. Mit unseren Testkonfigurationen messen wir Verbrauchsspitzen um die Marke von einem Watt, die das Abschalten des Computers per Netzschalter oder Steckdosenleiste nicht mehr rechtfertigen. Das be quiet! Power Zone Z1-650W ist mit Spitzen von 1,2 Watt minimal durstiger als seine Mitbewerber.

Schalldruck

Markennetzteile sind in den letzten Jahren nicht nur immer effizienter, sondern auch immer leiser geworden. Wir rüsten unser Testsystem mit einer Grafikkarte vom Typ AMD Radeon HD 3450 auf den passiven Betrieb um und lassen es für die Schallpegelmessung ohne Festplatte ca. 15 Minuten in der BIOS-Konfiguration laufen. Damit die Grundlast nicht zu gering ausfällt, wurde der Intel Core i7-3960X auf 4,00 GHz übertaktet, nun liegen gut 220 Watt an. Wir haben den Schallpegel aus einer Entfernung von 20 cm gemessen und anschließend auf einen Abstand von einem Meter umgerechnet.
Schalldruck in dB(A), IDLE, Abstand 1 Meter (niedriger ist besser)
be quiet! P10-550W
16.12
be quiet! L8-600W
16.62
be quiet! Z1-650W
17.22
Thermaltake Berlin 630W
19.12
Antec EA-550 Platinum
27.72
Bei be quiet! ist der Markenname nach wie vor Programm und mit einem Schallpegel von 17,22 dB(A) schlägt auch das Power Zone Z1-650W nicht aus der Art. Mit seinen Markenkollegen kann es nicht ganz mithalten, wobei sich insbesondere der Vergleich mit dem be quiet! Dark Power Pro P10-550W aufdrängt, da auch dieses Netzteil mit einem 135-mm-Lüfter ausgestattet ist.



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Fazit

Sehr GutUnser erster Ausflug in die "Power Zone" hat richtig Spaß gemacht. Auf den ersten Blick wirkt das be quiet! Power Zone Z1-650W mit seiner massigen Erscheinung und der großen Bautiefe wie ein Aufschneider, doch dann lässt das Netzteil auch Taten folgen. Seine starke +12V-Schiene ist genau so massiv wie seine Optik und ließ sich in unserem Test von keiner Lastkonfiguration beeindrucken. Neben sehr stabilen Spannungen bietet das Power Zone Z1-650W auch eine umfassende Ausstattung mit eigenständigen Merkmalen. So verfügt im aktuellen Sortiment von be quiet! einzig die "Power Zone" über ein vollmodulares Kabelmanagement, bei dem sich alle Kabelstränge abnehmen lassen. Wer bis zu drei Gehäuselüfter vom Netzteil steuern lassen will, musste bisher zu den teuren Modellen der Baureihe "Dark Power Pro" greifen. In der "Power Zone" kostet diese Funktion nicht nur deutlich weniger, sondern wurde auch um eine Nachlaufregelung erweitert. Nach dem Ausschalten des Computers drehen die Lüfter über einen Zeitraum von drei Minuten weiter und kühlen die Komponenten langsam ab.

Fotostrecke mit weiteren und größeren Fotos...
In Hinblick auf die Energieeffizienz hatten wir zunächst Bedenken. Zum einen klassifiziert be quiet! das Power Zone Z1-650W lediglich als "80 Plus Bronze", zum anderen fiel unsere erste Stromverbrauchsmessung im Leerlauf eher mäßig aus. Doch in den verschiedenen Lastmessungen konnte das Netzteil punkten und sich klar von dem Bronze-Modell be quiet! Pure Power L8-600W absetzen. Ein Blick auf die Messergebnisse von 80 Plus erklärt auch den Grund: Obwohl be quiet! das Power Zone Z1-650W offiziell nur mit "80 Plus Bronze" bewirbt, hat das Netzteil in den dortigen Messungen die Zertifizierung "80 Plus Silber" erhalten.

Fotostrecke mit weiteren und größeren Fotos...
be quiet! setzt bei seinem Power Zone Z1-650W auf moderne Technologie - Active Clamp plus Synchronous Rectifier mit DC-DC-Wandlung - und bietet eine gute Verarbeitungsqualität. In einigen Punkten hat allerdings das Design über die Funktion gesiegt, beispielsweise bei den schwarzen Anschlussbuchsen oder der Bautiefe, die mit 175 mm größer als erforderlich ausfällt. Der hochwertige 135-mm-Lüfter bleibt im Teillastbereich leise, wobei be quiet! durchaus noch leiser kann, dreht bei Volllast aber hörbar auf. Bezüglich der Herstellergarantie muss man keine Abstriche machen, denn diese beläuft sich auf fünf Jahre. Die aktuellen Straßenpreise des Power Zone Z1-650W beginnen bei 90 Euro - z.B. 96,99 Euro bei Amazon.de inklusive Mehrwertsteuer und Versandkosten - und bleiben damit knapp unter dem be quiet! Straight Power E9 600W ohne Kabelmanagement. In Anbetracht der höheren Leistung und der besseren Ausstattung ist das ein fairer Preis, welcher dem be quiet! Power Zone Z1-650W zur Endnote "Sehr Gut" verhilft.
Unser Dank gilt be quiet! für die Teststellung des Power Zone Z1-650W.



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