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be quiet! Pure Power L8-600W: Was kann die neue Einstiegsklasse? - Druckansicht - Seite 1 von 13
Die deutsche Marke be quiet! ist seit vielen Jahren für ihre energieeffizienten und überaus leisen Netzteile bekannt und auch wir benutzen diese Stromspender in unseren Arbeits- und Testsystemen. Für preisbewusste Käufer hat be quiet! vor einigen Jahren die Modellreihe "Pure Power" eingeführt, aus der wir uns heute das seit diesem Sommer erhältliche Modell L8-600W ansehen werden.

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Etliche Leser werden bei der Verbindung von "Pure Power L8" mit "seit diesem Sommer erhältlich" laut aufschreien, dennoch ist diese Aussage korrekt. Es geht in unserem heutigen Test nämlich um die "Pure Power"-Modelle ohne Kabelmanagement, die bis Juni 2013 noch aus der Generation L7 stammten. Warum be quiet! die L8-Netzteile ohne Kabelmanagement erst anderthalb Jahre nach ihren Schwestermodellen mit Kabelmanagement auf den Markt gebracht hat, ist uns schleierhaft.

Verzicht oder Vernunft?

Eine alte Konsumentenweisheit besagt: "Wer billig kauft, kauft zweimal". Andererseits kann man für sogenannte Premium-Produkte locker das Doppelte oder Dreifache ausgeben, ohne einen adäquaten Mehrwert zu erhalten. Auch bei Netzteilen stellt sich daher die Frage, ob ein Gerät seinen Preis wert und eine vernünftige Lösung ist, oder ob es sich um Billigstware handelt, auf die man besser verzichten sollte. Die bisherigen Modelle der Baureihe "Pure Power" haben uns gut gefallen und das L8-600W scheint diesen Eindruck zu bestätigen.

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be quiet! will mit seiner "Pure Power"-Serie die Grundbedürfnisse durchschnittlicher Computernutzer befriedigen. Der Hersteller verspricht eine stabile Stromversorgung, einen leisen Betrieb, eine ordentliche Energieeffizienz und ausreichend viele Anschlüsse. Und wer zu den CM-Varianten greift, bekommt darüber hinaus sogar ein praktisches Kabelmanagement geboten. Unser heutiger Testkandidat, das L8-600W, kommt jedoch mit fester Verkabelung daher.

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In Preisvergleichen findet man das be quiet! Pure Power L8-600W bereits ab 65 Euro. Damit ist dieses Netzteil knapp 30 Euro günstiger als das gleichstarke Modell aus der hochwertigeren Baureihe "Straight Power". Die Vorteile des Straight Power E9-600W: Eine höhere Energieeffizienz (80 Plus Gold statt Bronze) und fünf statt drei Jahren Garantie. Unserer Meinung nach ist dieser Aufpreis gerechtfertigt, doch für einen normal genutzten PC sollte auch das Pure Power L8-600W voll und ganz ausreichen.

Offizielle 80 Plus Resultate

Wie bereits erwähnt, hat das Pure Power L8-600W die Zertifizierung "80 Plus Bronze" erhalten. Bei 20-, 50- und 100-prozentiger Last arbeitet das Netzteil folglich mit Effizienzen von mindestens 82, 85 und 82 Prozent. Bronze ist nach Standard (mindestens 80%) die zweitniedrigste Kategorie von 80 Plus und wird von Silber (85%, 88%, 85%), Gold (87%, 90%, 87%) und Platin (90%, 92%, 89%) übertroffen. Dennoch bieten Netzteile mit der Zertifizierung "80 Plus Bronze" einen guten Kompromiss aus Stromverbrauch und Anschaffungskosten. Die folgende Tabelle enthält die offiziellen Messergebnisse für das be quiet! Pure Power L8-600W und die im Test eingesetzten Vergleichsgeräte:
Wirkungsgrad laut 80 Plus (115 Volt):
 10%20%50%100%Einstufung
Antec EA-550 Platinum-91,5792,5490,05Platinum
be quiet! Dark Power Pro P10-550W82,3087,7090,5388,98Gold
be quiet! Pure Power L8-600W80,8285,7687,3584,30Bronze
Thermaltake Berlin 630W-83,5884,8980,95Standard
Das be quiet! Pure Power L8-600W übertrifft die Anforderungen der Bronze-Klasse deutlich und scheitert nur knapp an der Silber-Zertifizierung. Für unsere eigenen Messungen erwarten wir, dass sich das Pure Power L8-600W recht klar vom Thermaltake Berlin 630W absetzen wird, zugleich aber weit hinter dem be quiet! Dark Power Pro P10-550W zurückbleibt.
Übrigens: Dass wir die Ergebnisse der 115-Volt-Messung angeben, hat einen einfachen Grund: Die Daten, welche 80 Plus für 230 Volt liefert, sind leider immer noch sehr lückenhaft.



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Die Eckdaten

In den folgenden Tabellen stellen wir die getesteten Netzteile in Hinblick auf ihre Eckdaten, ihre Leistung und ihre Anschlussmöglichkeiten gegenüber. Betrachten wir zunächst die maximale Leistung in Watt, die Anzahl der +12V-Spannungskreise, die maximale Effizienz (laut Hersteller) sowie Anzahl und Durchmesser der verbauten Lüfter:
Die Eckdaten
 Watt+12VEffizienzLüfter
Antec EA-550 Platinum550493%1 x 120 mm
be quiet! Dark Power Pro P10-550W550493%1 x 135 mm
be quiet! Pure Power L8-600W600288%1 x 120 mm
Thermaltake Berlin 630W630186%1 x 120 mm
Seit der Version 2.2 schreibt der "ATX12V Power Supply Design Guide" zwei unabhängige +12V-Spannungskreise vor, falls Stromstärken von mehr als 18 Ampere zu erwarten sind. Hierdurch will man eine höhere Stabilität gewährleisten und die sogenannten "Peak Voltage Ripple" glätten. Andererseits sind Netzteile mit einem einzigen, dafür aber besonders starken +12V-Spannungskreis im Vorteil, wenn stromhungrige Grafikkarten und übertaktete Prozessoren zu versorgen sind. Beim Pure Power L8-600W setzt be quiet! auf zwei unabhängige +12V-Spannungskreise, die sich nicht zusammenführen lassen.

Die Leistungsverteilung

Folgende Angaben machen die Hersteller zur Verteilung der Leistung auf die unterschiedlichen Spannungsschienen. Die -5V-Schiene wurde im ATX12V Power Supply Design Guide V2.2 gestrichen und muss nicht mehr angeboten werden.
Leistung pro Schiene in Watt
 +12V+5V+3,3V+5VSB-12V
Antec EA-550 Platinum51695k.A.k.A.
be quiet! Dark Power Pro P10-550W54011015,06,0
be quiet! Pure Power L8-600W54014015,03,6
Thermaltake Berlin 630W54013015,03,6
Die aktuelle Netzteilgeneration ist so ausgelegt, dass beinahe die vollständige Leistung auf den +12V-Spannungskreisen zur Verfügung steht. Bei 600 Watt Gesamtleistung stellt das be quiet! Pure Power L8-600W immerhin 540 Watt auf der +12V-Ebene bereit. +3,3 und +5 Volt kommen zusammen auf 140 Watt, was im Vergleich zu energieeffizienteren Modellen recht ordentlich ist.

Die maximalen Stromstärken

Bei modernen Computern beziehen die Hauptverbraucher - Prozessoren und Grafikkarten - ihren Strom aus den +12V-Schienen. Hierzu werden diese Verbraucher mit eigenen Strängen (ATX+12V, EPS+12V, PEG+12V) versorgt und entsprechend belastbar müssen auch die +12V-Schienen der Netzteile ausgelegt sein.
Die Stromstärken in Ampere
 +12V+5V+3,3VVSB-12V
Antec EA-550 Platinum4x 3016163,00,3
be quiet! Dark Power Pro P10-550W2x 20
2x 25
25253,00,5
be quiet! Pure Power L8-600W2x 3018253,00,3
Thermaltake Berlin 630W1x 4515243,00,3
be quiet! hat die beiden +12V-Spannungskreise des Pure Power L8-600W auf Stromstärken von 30 Ampere ausgelegt, was für eine leistungsstarke Grafikkarte oder zwei Modelle aus der aktuellen Mittelklasse ausreichen sollte. Allzu viel Spielraum zum Übertakten darf man dann allerdings nicht mehr erwarten.

Die Anschlüsse

Betrachten wir nun die unterschiedlichen Anschlusskonfigurationen der Netzteile. Als "Molex" werden die 4-Pin-Stecker für PATA-Festplatten und optische Laufwerke bezeichnet, mit "Floppy" und "SATA" sind die Stecker der entsprechenden Geräte gemeint. "PEG" kennzeichnet die 6- oder 8-Pin-Anschlüsse für PCI-Express Grafikkarten. Bei den Power (PWR) und +12V Anschlüssen geben wir nicht ihre Anzahl, sondern ihre Konfiguration an:
Die Anschlüsse
 PWR+12VPEGMolexFloppySATA
Antec EA-550 Platinum244+42415
be quiet! Dark Power Pro P10-550W20+44+4
8
5719
be quiet! Pure Power L8-600W20+44+44415
Thermaltake Berlin 630W20+44+42416
be quiet! hat sein Pure Power L8-600W mit vier 8-poligen Steckern für Grafikkarten und zehn Anschlüssen für Laufwerke und Lüfter versehen. Das ist eine durchschnittliche Ausstattung für ein Netzteil der 600-Watt-Klasse. Alle Kabelstränge sind fest mit dem Pure Power L8-600W verbunden.



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Der Lieferumfang

Das be quiet! Pure Power L8-600W erreichte uns sicher aber recht schlicht verpackt in einem kompakten Karton. Das Netzteil selbst wird von Bubble-Folie geschützt, ansonsten beschränkt sich der Hersteller auf die Verwendung von Pappe. Der Lieferumfang ist schnell aufgezählt: Er umfasst ein Kaltgerätekabel, fünf schwarze Schrauben, fünf schwarze Kabelbinder und eine gebundene Anleitung.

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Das Handbuch ist zwar weniger umfangreich als bei anderen Modellen von be quiet!, doch es umfasst alle wichtigen Punkte und bebildert sämtliche Anschlüsse - inklusive der Belegung aller Kontakte. Neben Deutsch umfasst die Anleitung auch die Sprachen Englisch, Französisch, Spanisch und Polnisch. Die Herstellergarantie beläuft sich beim be quiet! Pure Power L8-600W auf drei Jahre.

Abmessungen und Konstruktion

Mit Abmessungen von 150 x 150 x 86 mm (B x T x H) ist das Netzteil 10 mm tiefer als von der ATX-Spezifikation vorgesehen. In den meisten Gehäusen sollte es sich problemlos montieren lassen, doch einige Spezialgehäuse schreiben eine Bautiefe von maximal 140 mm vor. Bevor man sich für das be quiet! Pure Power L8-600W entscheidet, sollte man daher lieber nachmessen.

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Die mattschwarze Pulverbeschichtung macht einen unempfindlichen Eindruck und sorgt für eine unauffällige Optik. Während be quiet! in höheren Preisklassen mehrteilige Gehäuse aus Metall und Kunststoff verwendet, muss sich die Einstiegsklasse mit einem einfachen Metallgehäuse zufriedengeben. Doch daran gibt es nichts auszusetzen.

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Auf einer Seite findet sich der Markenschriftzug als Relief. Obwohl der Hersteller diesen Bereich des Seitenblechs etwas zurückgenommen hat, steht die Schrift minimal hervor. Bei Gehäusen mit besonders engen Netzteilschächten ist somit Vorsicht geboten, da ansonsten unschöne Kratzer drohen. Alle Kabelstränge sind fest mit dem Netzteil verbunden und die Kühlung übernimmt ein einzelner 120-mm-Lüfter, der sich am Boden des Netzteils befindet.



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Der Lüfter

Bei dem Lüfter des be quiet! Pure Power L8-600W handelt es sich um das hauseigene Modell SilentWings BQT T12025-MS-18. Dieser Lüfter hat einen Durchmesser von 120 mm, ist 25 mm hoch und verfügt über sieben Blätter, die mit radialen Rillen versehen sind. Diese sollen den Luftwiderstand verringern und die Laufgeräusche minimieren. Das Rifle-Lager des Lüfters ist simpler gestrickt und nicht so langlebig wie die FDB-Lager der hochwertigeren Lüfter von be quiet!.

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Die maximale Drehzahl des lastabhängig geregelten Lüfters beläuft sich auf 1.800 U/min, dabei entsteht laut Hersteller ein Schallpegel von 27,4 dB(A). Bei Halblast soll das Netzteil mit 15,3 dB(A) unhörbar sein, wir werden dies später überprüfen. Die parallelen verlaufenden Stäbe des Lüftergitters sind mittlerweile zu einem Markenzeichen von be quiet! geworden.

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Die Anschlüsse

Nicht jeder Benutzer benötigt ein modulares Kabelsystem und so verzichtet be quiet! beim Pure Power L8-600W vollständig auf das Kabelmanagement. Das Netzteil bietet eine für seine Leistungsklasse durchschnittliche Anzahl von Anschlüssen, kann sich mit vier achtpoligen PEG-Steckern aber klar von Billigware absetzen, die meist nur über einen oder zwei Anschlüsse für PCIe-Grafikkarten verfügt.

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Die bringt uns zu den beiden +12V-Spannungskreisen, die sich beim Pure Power L8-600W wie folgt verteilen:

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Jeder Kabelstrang des Netzteils wird von einem schützenden Netzgeflecht zusammengehalten. Betrachten wir nun die Übersicht aller Kabelstränge sowie die Position der einzelnen Stecker:
Die Anschlüsse des be quiet! Pure Power L8-600W
 Pos#1Pos#2Pos#3Pos#4Pos#5
ATX/EPS 24-Pin
fest am Gerät
ATX20+4
49,5cm
----
ATX/EPS+12V
fest am Gerät
4+4
55,5cm
----
PEG
fest am Gerät
PEG6+2
50,0cm
PEG6+2
62,0cm
---
PEG
fest am Gerät
PEG6+2
50,5cm
PEG6+2
63,5cm
---
SATA
fest am Gerät
SATA
47,5cm
SATA
63,5cm
SATA
79,0cm
--
SATA/PATA/Floppy
fest am Gerät
SATA
47,0cm
SATA
63,0cm
PATA
78,5cm
Floppy
93,0cm
-
PATA
fest am Gerät
PATA
47,0cm
PATA
62,0cm
PATA
77,0cm
--
Die Kabellängen fallen beim Pure Power L8-600W nicht allzu üppig aus. Dies gilt insbesondere für den ATX+12V-Anschluss, welchen man bei Gehäusen, die das Netzteil unterhalb der Hauptplatine platzieren, über das Mainboard verlegen muss. Für typische Midi-Tower sind die Laufwerksstränge ausreichend lang. Werden zwei PCIe-Grafikkarten genutzt, kann es bei den PEG-Anschlüssen - abhängig von der Lage der Steckplätze - etwas knapp werden.



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Das Innenleben

Im Inneren des Pure Power L8-600W geht es für ein modernes Netzteil recht eng zu. Die großzügig dimensionierten Kühlprofile sind ein weiteres Indiz dafür, dass be quiet! auf ein konventionelles Design setzt und auf technische Raffinessen verzichtet. Das Netzteil erfüllt die Spezifikationen ATX 12V 2.4 und EPS 12V 2.92 sowie die Richtlinien ErP 2013 und Energy Star 5.2.

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Der einzelne Primärkondensator ist mit 330 Microfarad, 400 Volt und Betriebstemperaturen von bis zu 85°C spezifiziert. Er stammt vom taiwanischen Hersteller Teapo. Teapo liefert zwar eine ordentliche Qualität, doch wir hätten einen bis 105°C spezifizierten Primärkondensator aus japanischer Produktion bevorzugt. Zugegeben, ein solch teures Bauteil passt nicht zur Preisklasse des be quiet! Pure Power L8-600W.

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Am größeren der beiden Kühlkörper, gleich neben den Hochfrequenztransformatoren, finden wir eine kleine Zusatzplatine für den aktiven PFC und die PWM-Regelung. Verwirklicht werden diese Funktionen über den Combo-Controller Champion Micro CM6800TX, den wir schon von anderen Modellen der "Pure Power"-Baureihe kennen.

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Auf einer zweiten kleinen Platine, die sich neben dem Außenblech befindet, entdecken wir einen alten Bekannten: Den Weltrend WT7527V. Beim be quiet! Pure Power L8 530W / CM hatte sich dieser Chip noch auf der Hauptplatine des Netzteils befunden. Der ist für die Schutzmechanismen vor Überstrom, Über- und Unterspannung, Kurzschluss, Überhitzung und Überlastung verantwortlich.



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Die Testkonfiguration

Ende 2012 hatten wir unsere Mitte 2008 eingeführte Testplattform auf Basis des Intel Core i7-965 Extreme in den verdienten Ruhestand geschickt. Das aktuelle Testsystem ist, wie heutzutage üblich, aus einem mehrmonatigen Casting hervorgegangen und bietet uns die Möglichkeit, mehr Last zu generieren und diese Last auch bedeutend feiner zu dosieren. Da wir das System in den vergangenen Monaten immer weiter optimiert haben, sind Vergleiche mit älteren Testergebnissen nur bedingt möglich.
Herz des Aufbaus ist der 6-Kern-Prozessor Intel Core i7-3960X, welchen wir auf dem übertaktungsfreundlichen XL-Mainboard MSI Big Bang-XPower II betreiben. Der CPU stehen 16 GByte DDR3-1600CL9 vom Typ GeIL Enhance Corsa (GEC316GB1600C9QC) zur Seite, die im 4-Kanalbetrieb laufen.
Bei der Grafikkarte haben wir keine Änderung vorgenommen, denn die alte MSI R4870X2-T2D2G-OC ist auch an heutigen Modellen gemessen extrem durstig. Für besonders starke Netzteile verbauen wir eine zusätzliche Powercolor Radeon HD 4870 und aktivieren den CrossFire-Betrieb. Schon mit einer Grafikkarte können wir Dauerlasten von 650 Watt generieren.
Hierzu trägt auch die deutlich höhere Last an den Laufwerkssträngen bei. Neben unserer Festplatte finden sich hier neuerdings noch ein paar Lüfter, genauer gesagt 19 (9 x 80 mm, 7 x 92 mm, 3 x 40 mm). Diese Lüfter konsumieren ca. 55 Watt und erzeugen einen Schallpegel von 57,2 dB(A). Hinzu kommen drei 120-mm-Lüfter, die wir direkt am Mainboard angeschlossen haben.

Die Testkonfiguration für Netzteile von 550 bis 650 Watt

Hier die vollständige Übersicht der Testkonfiguration, welche wir im heutigen Test verwendet haben. Die Hauptlast erzeugt die Grafikkarte, es folgt der Prozessor und dann die Verbraucher an den Laufwerkssträngen.



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Messergebnisse: Idle

Jedes Netzteil wurde in fünf Lastzuständen vermessen, diese Durchläufe dauerten jeweils eine Stunde und wurden dreimal wiederholt, um zufällige Abweichungen auszuschließen. Während der Messläufe werden der Stromverbrauch und die Spannungen protokolliert. Zunächst messen wir den Stromverbrauch ohne Prozessor- und Grafiklast (idle). Hierzu laden wir die Standardeinstellungen unseres Mainboards, verbinden einen einzelnen Monitor mit der Grafikkarte und beschränken uns auf die drei 120-mm-Lüfter.
Leistungsaufnahme Gesamtsystem IDLE in Watt (niedriger ist besser)
Antec EA-550 Platinum
134
be quiet! P10-550W
136
be quiet! L8-600W
140
Thermaltake Berlin 630W
154
Das Testfeld sortiert sich gemäß der 80-Plus-Klassifizierung: Platin, Gold, Bronze und Standard. Unser be quiet! Pure Power L8-600W wird im Leerlauf zu 23,3 Prozent ausgelastet und kann den Anschluss zur Gold- und Platin-Klasse halten. Der Abstand zum Thermaltake Berlin 630W ist mit 14 Watt hingegen recht deutlich. Während unserer Messungen haben wir auch den Powerfaktor kontrolliert und notieren beim Pure Power L8-600W Werte zwischen 0,97 und 1,00.
Und wie sieht es bei den Spannungen aus?
be quiet! Pure Power L8-600W: Abweichungen in %
 
+3,3V
0.12
+5V
1.22
+12V
0.47
Das be quiet! Pure Power L8-600W liefert vorbildliche Spannungswerte, die zwischen 0,12 und 1,22 Prozent vom Soll abweichen. Die deutlichste Abweichung sehen wir dabei auf der +5V-Schiene, die heutzutage kaum noch Verwendung findet.
Zum Vergleich folgen nun die Resultate weiterer Netzteile aus der Leistungsklasse zwischen 550 und 650 Watt:
Antec EA-550 Platinum: Abweichungen in %
 
+3,3V
1.58
+5V
2.08
+12V
1.2
be quiet! Dark Power Pro P10 550W: Abweichungen in %
 
+3,3V
0.36
+5V
0.38
+12V
0.27
Thermaltake Berlin 630W: Abweichungen in %
 
+3,3V
1.09
+5V
0.38
+12V
0.27



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Messergebnisse: CPU-Last

Um mit unserem Prozessor einen möglichst hohen Stromverbrauch zu erreichen, haben wir die sechs Kerne des Intel Core i7-3960X mit Hilfe von MSIs OC Genie auf 4,0 GHz übertaktet und mit dem Tool Core2MaxPerf belastet. Core2MaxPerf läuft dabei mit sechs Threads, da wir bei zwölf Threads einen geringeren Stromverbrauch sahen. Zudem haben wir einen zweiten Bildschirm angeschlossen und 19 zusätzliche Lüfter in Betrieb genommen. Der in diesem Durchlauf erzeugte Stromverbrauch schwankt nur geringfügig.
Leistungsaufnahme Gesamtsystem CPU-Last in Watt (niedriger ist besser)
Antec EA-550 Platinum
360
be quiet! P10-550W
363
be quiet! L8-600W
376
Thermaltake Berlin 630W
382
Auch der übertaktete Prozessor bestätigt die von 80 Plus festgelegte Klassifizierung als Platin, Gold, Bronze und Standard. Das be quiet! Pure Power L8-600W wird in dieser Messung zu 62,7 Prozent ausgelastet und fällt um 13 Watt hinter das be quiet! Dark Power Pro P10-550W zurück. Der Vorsprung auf Thermaltakes Berlin 630W beläuft sich auf sechs Watt. Der Powerfaktor des Pure Power L8-600W lag in dieser Messung konstant beim Idealwert 1,00.
Betrachten wir nun die Spannungen:
be quiet! Pure Power L8-600W: Abweichungen in %
 
+3,3V
1.09
+5V
2.08
+12V
1
Durch die CPU-Last weichen die Spannungen des be quiet! Pure Power L8-600W etwas stärker vom Soll ab als im Leerlauf, doch alle Werte bleiben in einem sehr guten und völlig unbedenklichen Bereich. Insbesondere die Stabilität der +12V-Ebene ist vorbildlich.
Zum Vergleich folgen nun die Resultate weiterer Netzteile aus der Leistungsklasse zwischen 550 und 650 Watt:
Antec EA-550 Platinum: Abweichungen in %
 
+3,3V
2.55
+5V
2.08
+12V
0.27
be quiet! Dark Power Pro P10 550W: Abweichungen in %
 
+3,3V
0.12
+5V
0.38
+12V
0.27
Thermaltake Berlin 630W: Abweichungen in %
 
+3,3V
1.58
+5V
0.38
+12V
1.73



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Messergebnisse: GPU-Last

Nun erzeugen wir Last auf der Grafikkarte und messen nochmals den Stromverbrauch sowie die Spannungen. Wir verwenden das Dual-GPU-Modell MSI R4870X2-T2D2G-OC, das zwar schon recht angestaubt ist, sich dafür aber durch seinen sehr hohen Stromverbrauch auszeichnet. Last erzeugen wir mit dem Spiel "Tom Clancy's HAWX", welches bei 1.280 x 1.024 Bildpunkten ohne Kantenglättung die höchste Last generiert. Auf dem zweiten Bildschirm überwachen wir die Systemwerte. Die sechs Kerne des Intel Core i7-3960X takten wir auch in diesem Durchlauf mit 4,0 GHz und die 19 zusätzlichen Lüfter laufen ebenfalls mit. Diese Art der Belastung erzeugt einen sehr gleichmäßigen Stromverbrauch.
Leistungsaufnahme Gesamtsystem GPU-Last in Watt (niedriger ist besser)
Antec EA-550 Platinum
491
be quiet! P10-550W
493
be quiet! L8-600W
512
Thermaltake Berlin 630W
524
Die hohe Grafiklast bestätigt einmal mehr die Einstufungen von 80 Plus. Unser be quiet! Pure Power L8-600W ist zu 85,3 Prozent ausgelastet und kann sich um zwölf Watt vom Thermaltake Berlin 630W distanzieren. Der Abstand zum be quiet! Dark Power Pro P10-550W ist mit 19 Watt jedoch noch etwas größer. In dieser Messung hält das Pure Power L8-600W abermals einen konstanten Powerfaktor von 1,00.
Und wie haben sich die Spannungen entwickelt?
be quiet! Pure Power L8-600W: Abweichungen in %
 
+3,3V
1.58
+5V
2.08
+12V
1.73
Mit der Last steigen beim be quiet! Pure Power L8-600W auch die Spannungsabweichungen. Die gemessenen Werte liegen aber weiterhin in einem guten bis sehr guten Bereich und bieten keinen Anlass zur Kritik. Und mit 2,08 Prozent betrifft die stärkste Abweichung sowieso nur die weitgehend obsolete +5V-Schiene.
Zum Vergleich folgen nun die Resultate weiterer Netzteile aus der Leistungsklasse zwischen 550 und 650 Watt:
Antec EA-550 Platinum: Abweichungen in %
 
+3,3V
3.52
+5V
2.08
+12V
1.73
be quiet! Dark Power Pro P10 550W: Abweichungen in %
 
+3,3V
0.61
+5V
0.38
+12V
1
Thermaltake Berlin 630W: Abweichungen in %
 
+3,3V
2.55
+5V
1.22
+12V
3.2



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Messergebnisse: CPU+GPU-Last

Im vierten Messlauf mischen wir CPU- und GPU-Last. Die MSI R4870X2-T2D2G-OC wird auch diesmal mit dem Spiel "Tom Clancy's HAWX" (1.280 x 1.024 Bildpunkte, keine Kantenglättung) zum Stromschlucken animiert, doch zusätzlich werden drei Kerne des auf 4,0 GHz übertakteten Intel Core i7-3960X mit dem Tool Core2MaxPerf belastet. Abermals laufen 19 zusätzliche Lüfter und auch der zweite Bildschirm ist wieder in Betrieb. Bei dieser Messung schwankt der Stromverbrauch etwas stärker.
Leistungsaufnahme Gesamtsystem CPU+GPU in Watt (niedriger ist besser)
Antec EA-550 Platinum
550
be quiet! P10-550W
550
be quiet! L8-600W
574
Thermaltake Berlin 630W
586
Die gemeinsame Nutzung von CPU und GPU beschert uns eine Patt-Situation zwischen dem Gold-Netzteil be quiet! Dark Power Pro P10-550W und dem Antec EarthWatts EA-650 Platinum. Dahinter sehen wir die gewohnte Reichenfolge: Unser be quiet! Pure Power L8-600W genehmigt sich 24 Watt mehr als die Top-Modelle und bleibt zwölft Watt unter dem Verbrauch des Thermaltake Berlin 630W. Wir messen auch diesmal einen konstanten Powerfaktor von 1,00.
Betrachten wir nun die Spannungen:
be quiet! Pure Power L8-600W: Abweichungen in %
 
+3,3V
1.58
+5V
2.08
+12V
2.47
Während sich die Spannungen der +3,3V- und +5V-Schiene nicht weiter verändern, bricht die +12V-Ebene bei dieser Mischlast etwas deutlicher ein. Sie liegt nun um 2,47 Prozent unter dem Soll, doch angesichts von erlaubten fünf Prozent ist auch das ein gutes Ergebnis.
Zum Vergleich folgen nun die Resultate weiterer Netzteile aus der Leistungsklasse zwischen 550 und 650 Watt:
Antec EA-550 Platinum: Abweichungen in %
 
+3,3V
3.52
+5V
2.08
+12V
2.47
be quiet! Dark Power Pro P10 550W: Abweichungen in %
 
+3,3V
0.61
+5V
0.38
+12V
1
Thermaltake Berlin 630W: Abweichungen in %
 
+3,3V
2.55
+5V
1.22
+12V
3.93



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Messergebnisse: CPU+GPU-Last (Max)

Mit unserer letzten Messung wollen wir die Netzteile bis an und in einigen Fällen sogar ein gutes Stück über ihre garantierten Belastungsgrenzen treiben. Abermals kombinieren wir CPU- und GPU-Last und auch diesmal wird die MSI R4870X2-T2D2G-OC mit dem Spiel "Tom Clancy's HAWX" (1.280 x 1.024 Bildpunkte, keine Kantenglättung) beschäftigt. Auf dem zweiten Bildschirm überwachen wir die Systemwerte. Zusätzlich belasten wir alle sechs Kerne des auf 4,0 GHz übertakteten Intel Core i7-3960X mit dem Tool Core2MaxPerf und auch die 19 zusätzlichen Lüfter sind wieder mit von der Partie.
Leistungsaufnahme Gesamtsystem CPU+GPU in Watt (niedriger ist besser)
be quiet! P10-550W
606
Antec EA-550 Platinum
608
be quiet! L8-600W
638
Thermaltake Berlin 630W
650
Im finalen Messdurchgang deklassiert das Gold-Netzteil be quiet! Dark Power Pro P10-550W seinen mit Platin ausgezeichneten Mitbewerber Antec EarthWatts EA-650 Platinum. Die Reihenfolge der übrigen Netzteile entspricht hingegen der Klassifizierung von 80 Plus. Das be quiet! Pure Power L8-600W liegt deutliche 32 Watt hinter dem be quiet! Dark Power Pro P10-550W und zwölf Watt vor dem Thermaltake Berlin 630W. Wir notieren einen konstanten Powerfaktor von 1,00.
Ein letztes mal betrachten wir die Spannungen:
be quiet! Pure Power L8-600W: Abweichungen in %
 
+3,3V
2.06
+5V
2.94
+12V
2.47
Auch jenseits der spezifizierten Dauerlast arbeitet das be quiet! Pure Power L8-600W stabil. Bei der +12V-Ebene sehen wir keinen weiteren Abfall, die +3,3V-Schiene bricht hingegen auf +3,232 Volt ein und liegt jetzt um 2,06 Prozent unter dem Soll. Die +5V-Schiene schießt mit Spitzen von +5,147 Volt um maximal 2,94 Prozent über ihr Ziel hinaus. Insgesamt beurteilen wir diese Werte als gut.
Zum Vergleich folgen nun die Resultate weiterer Netzteile aus der Leistungsklasse zwischen 550 und 650 Watt:
Antec EA-550 Platinum: Abweichungen in %
 
+3,3V
4
+5V
2.08
+12V
3.2
be quiet! Dark Power Pro P10 550W: Abweichungen in %
 
+3,3V
1.09
+5V
0.38
+12V
1
Thermaltake Berlin 630W: Abweichungen in %
 
+3,3V
3.03
+5V
1.22
+12V
3.93



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Stromverbrauch im Standby

Im Standby sollte der Computer möglichst wenig Strom verbrauchen. Sind die getesteten Netzteile auch dann noch Stromsparer, wenn das System heruntergefahren wurde?
Verbrauchsspitzen Gesamtsystem Standby (niedriger ist besser)
Antec EA-550 Platinum
1.0
be quiet! L8-600W
1.1
be quiet! P10-550W
1.1
Thermaltake Berlin 630W
1.1
Verbräuche unter vier Watt sind schwer zu messen. Obwohl der Hersteller unsere Messgeräte bis 0,2 Watt freigegeben hat, betrachten wir obige Ergebnisse in erster Linie als untereinander vergleichbar. Im Standby spielt die Leistungsklasse keine Rolle mehr, hier sind andere Künste gefragt. Mit unseren Testkonfigurationen messen wir Verbrauchsspitzen um die Marke von einem Watt, die das Abschalten des Computers per Netzschalter oder Steckdosenleiste nicht mehr rechtfertigen. Das be quiet! Pure Power L8-600W liegt mit 1,1 Watt auf dem Niveau seiner Mitbewerber.

Schalldruck

Markennetzteile sind in den letzten Jahren nicht nur immer effizienter, sondern auch immer leiser geworden. Wir rüsten unser Testsystem mit einer Grafikkarte vom Typ AMD Radeon HD 3450 auf den passiven Betrieb um und lassen es für die Schallpegelmessung ohne Festplatte ca. 15 Minuten in der BIOS-Konfiguration laufen. Damit die Grundlast nicht zu gering ausfällt, wurde der Intel Core i7-3960X auf 4,00 GHz übertaktet, nun liegen gut 220 Watt an. Wir haben den Schallpegel aus einer Entfernung von 20 cm gemessen und anschließend auf einen Abstand von einem Meter umgerechnet.
Schalldruck in dB(A), IDLE, Abstand 1 Meter (niedriger ist besser)
be quiet! P10-550W
16.12
be quiet! L8-600W
16.62
Thermaltake Berlin 630W
19.12
Antec EA-550 Platinum
27.72
Bei be quiet! ist der Markenname nach wie vor Programm und mit einem Schallpegel von 16,62 dB(A) bleibt das preiswerte Pure Power L8-600W auch bei einer Auslastung von immerhin 36,7 Prozent unhörbar. Der Unterschied zum be quiet! Dark Power Pro P10-550W ist sehr klein, wobei der kleinere Lüfter dem Pure Power L8-600W eigentlich einen leichten Vorteil verschaffen sollte.



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Fazit

GutVor ziemlich genau zwei Jahren hatten wir das be quiet! Pure Power L8-CM 530W im Test und waren von dem preiswerten Netzteil sehr angetan. Bereits die ersten beiden "Pure Power"-Generationen hatten sich durch einen leisen Betrieb, eine ordentliche Energieeffizienz und einen günstigen Preis ausgezeichnet, doch die L8-Modelle brachten drei entscheidende Vorteile: Eine Garantieverlängerung von zwei auf drei Jahre, eine höhere Energieeffizienz und mehr Laufruhe durch den Einsatz der hauseigenen SilentWings-Lüfter. Als Bonus kam das Kabelmanagement hinzu, das allerdings auch die Preise etwas anziehen ließ. Dennoch: Im Vergleich zur L7-Serie waren die L8-Modelle schon damals eindeutig überlegen und den moderaten Aufpreis wert. Und all diese Aussagen - einmal abgesehen vom nicht vorhandenen Kabelmanagement - können wir heute eins zu eins aus das be quiet! Pure Power L8-600W übertragen.

Fotostrecke mit weiteren und größeren Fotos...
Die Grundkonstruktion der "Pure Power L8"-Serie hat sich seit Ende 2011 nur wenig verändert, wir haben es also mit erprobter Technik zu tun. Dabei stellt sich allerdings die Frage, ob das be quiet! Pure Power L8-600W noch auf der Höhe der Zeit ist. Für seine Preisklasse - in Preisvergleichen findet man das be quiet! Pure Power L8-600W ab 65 Euro, beispielsweise bei Amazon.de ab 70,90 Euro inklusive Mehrwertsteuer und Versandkosten - ist die gebotene Energieeffizienz angemessen. Wer High-Tech sucht, muss deutlich tiefer in die Taschen greifen. Im Betrieb ist das Netzteil sehr stabil und hörbar leiser als die Mehrzahl seiner Mitbewerber, die Anschlussvielfalt ist ordentlich und auch an der Verarbeitung haben wir nichts auszusetzen.

Fotostrecke mit weiteren und größeren Fotos...
PreistippDie schärfste und mittlerweile auch sehr etablierte Konkurrenz kommt aus dem eigenen Haus, denn zum Aufpreis von nicht einmal zehn Euro bekommt man das Schwestermodell Pure Power L8-CM 630W mit Kabelmanagement. Sind eine höhere Energieeffizienz (80 Plus Gold statt Bronze) und eine längere Garantie (fünf statt drei Jahre) gefragt, bietet sich das Straight Power E9-600W an. Für dieses Netzteil muss man dann allerdings schon 30 Euro mehr investieren. Unserer Meinung nach ist dieser Aufpreis zwar gerechtfertigt, doch für einen normal genutzten PC reicht auch das Pure Power voll und ganz aus. Das be quiet! Pure Power L8-600W ist ein gutes Netzteil und seinen Preis wert. Sollte unsere Begeisterung ein wenig gedämpft ausfallen, liegt dies lediglich daran, dass dieses Netzteil mit fast zwei Jahren Verspätung auf den Markt gekommen ist.
Unser Dank gilt be quiet! für die Teststellung des Pure Power L8-600W.



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