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be quiet! hat seine preisgünstigste Baureihe "Pure Power" überarbeitet und massiv aufgewertet. Mit Kabelmanagement, der Zertifizierung "80Plus Bronze", leiseren Lüftern, neuen Lüftergittern, einer längeren Garantie und ummantelten Kabelsträngen rücken die preiswerten Netzteile zu den teureren Modellen auf. Wir haben anhand des Pure Power L8 530W / CM getestet, ob man überhaupt mehr Netzteil braucht.


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Es ist mittlerweile zwei Jahre her, dass der für seine hochwertigen Netzteile bekannte Hersteller be quiet! mit der Baureihe "Pure Power" in gemäßigte Preissegmente vorstieß. Die "Pure Power"-Modelle sollten dabei eine ordentliche Grundversorgung bieten, die sich mit drei Punkten zusammenfassen lässt:

Diese Rechnung ist aufgegangen und hat auch bei anderen Herstellern Nachahmer gefunden. Wohl auch aus diesem Grund bietet be quiet! die neuen L8-Netzteile seit kurzer Zeit parallel zu den bekannten L7-Modellen an. Diese sind mit 430, 530, 630 sowie 730 Watt erhältlich und fügen den oben genannten Kriterien vor allem ein Kabelmanagement hinzu. Zudem wurde die Lautstärke durch den Einsatz 120er-Lüfter aus der Baureihe "Silent Wings" reduziert, die Energieeffizienz verbessert und die Garantiezeit um ein Jahr auf nunmehr drei Jahre verlängert. Doch bevor wir uns das be quiet! Pure Power L8 530W / CM im Detail ansehen, zunächst noch ein paar Hintergrundinformationen zum Thema Energieeffizienz.

Leistungsfaktorkorrekturfilter (PFC)
Nichtlineare Verbraucher wie Schaltnetzteile erzeugen unerwünschte Oberschwingungen und somit Abweichungen von der Sinuskurve, da sie den Strom in Form von kurzen, hohen Stromimpulsen ziehen. Diese höherfrequenten Abweichungen sind in zweierlei Hinsicht problematisch: Einerseits können sie zu Störungen bei anderen elektrischen Geräten führen, andererseits verursachen die Blindströme Verluste im Leitungsnetz und in den Transformatoren des Stromversorgers. Die Lösung für dieses Problem war der Leistungsfaktorkorrekturfilter (PFC), welcher in Europa seit dem 1. Januar 2001 für alle Netzteile, die mehr als 75 Watt aus dem Stromnetz ziehen, vorgeschrieben ist (DIN EN 61000-3-2).

Erstrebenswert ist ein Leistungsfaktor (Verhältnis zwischen Wirk- und Scheinleistung) von 1,0, doch ohne PFC erreichen Schaltnetzteile maximal einen Wert von 0,6. Durch die Verwendung eines passiven Filters, welcher aus Reihen einfacher Drosselspulen besteht, kann man den Leistungsfaktor auf 0,8 verbessern. Sinnvoll ist dies aus Kostengründen für Netzteile unter 200 Watt, denn aktive Filter sind aufwändiger und die hierfür notwendigen Bauteile teurer. Aktive Filter arbeiten mit Pulsbreitenmodulation, wobei die Transistoren selbst höherfrequente Störungen erzeugen, weshalb ein passiver Filter nachgeschaltet wird. Dessen Spulen sind jedoch deutlich geringer dimensioniert, so dass Netzteile mit aktiver PFC kleiner und leichter sind und zudem kühler arbeiten. Sie erreichen üblicherweise einen Leistungsfaktor von 0,99. Der aktive PFC darf als Grundlage für die Entwicklung sparsamer und leiser Netzteile betrachtet werden.

Offizielle 80 Plus Resultate
Unser heutiger Testkandidat, das be quiet! Pure Power L8 530W / CM, hat die Zertifizierung "80Plus Bronze" erhalten. Dies bedeutet, dass dieses Netzteil bei 20- und 100-prozentiger Auslastung mit einem Wirkungsgrad von mindestens 82 Prozent arbeitet und bei Halblast sogar 85 Prozent erreicht. Folgende Tabelle enthält die offiziellen Messergebnisse von 80Plus, wir führen hierbei auch die im Test herangezogenen Vergleichsgeräte auf:

Wirkungsgrad laut 80 Plus:
Modell20%50%100%Ø
be quiet! E8 CMS 480W85,8388,7086,2086,91
be quiet! L7-530W84,2985,6581,6183,85
be quiet! L8-CM-530W82,9585,5583,4683,98
be quiet! P9 550W87,2790,0088,5188,60
Enermax EMG500AWT89,0191,3388,8489,73
NesteQ ECS 500183,1684,1180,5582,61
NesteQ E2CS XS-50080,6283,8381,3181,92
XFactor REX-500AS82,7984,5880,8482,74

Wie man sieht, war das Vorgängermodell Pure Power BQT L7-530W knapp an der Bronze-Zertifizierung gescheitert, da es unter Volllast nur 81,61 Prozent erreichte. Das neue Pure Power L8 530W / CM schlägt sich hier mit 83,46 Prozent besser, bleibt aber bei 20- und 50-prozentiger Auslastung unter den Ergebnissen seines Vorgängers. Dies verwundert und wir sind sehr gespannt, was unsere eigenen Messungen ergeben werden.

Anmerkungen: Das LC Power Super Silent LC6550 V2.2, welches ebenfalls zum Vergleich herangezogen wurde, hat keine 80Plus-Zertifizierung erhalten. Die Messungen von 80 Plus werden mit 115 Volt vorgenommen, unsere Testsysteme werden aber mit 230 Volt betrieben. Daher kann es vorkommen, dass sich einzelne Netzteile abweichend verhalten. Zudem sind Qualitätsschwankungen in der Produktion möglich.




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Die Übersichtstabellen
In den folgenden Tabellen stellen wir die getesteten Netzteile in Hinblick auf ihre Eckdaten, ihre Leistung und ihre Anschlussmöglichkeiten gegenüber. Betrachten wir zunächst die maximale Leistung in Watt, die Anzahl der +12V-Spannungskreise, die maximale Effizienz (laut Hersteller) sowie Anzahl und Durchmesser der verbauten Lüfter:

Die Eckdaten
ModellWatt+12VEffizienzLüfter
be quiet! E8 CMS 480W480491%1 x 120 mm
be quiet! L7-530W530287%1 x 120 mm
be quiet! L8-CM-530W530288%1 x 120 mm
be quiet! P9 550W550493%1 x 120 mm
Enermax EMG500AWT500393%1 x 139 mm
NesteQ ECS 5001500286%1 x 135 mm
NesteQ E2CS XS-500500488%1 x 135 mm
LC Power LC6550 V2.25502k.A.1 x 120 mm
XFactor REX-500AS5002>80%1 x 135 mm

Seit der Version 2.2 schreibt der "ATX12V Power Supply Design Guide" zwei unabhängige +12V-Spannungskreise vor, falls Stromstärken von mehr als 18 Ampere zu erwarten sind. Hierdurch will man eine höhere Stabilität gewährleisten und die sogenannten "Peak Voltage Ripple" glätten. In der Leistungsklasse um 500 Watt sind zwei +12V-Spannungskreise üblich und genau dieses Soll erfüllt auch das be quiet! Pure Power L8 530W / CM. Darin gleicht es seinem Vorgängermodell, bietet mit 88 Prozent aber eine etwas höhere maximale Effizienz.

Die Leistungsverteilung
Folgende Angaben machen die Hersteller zur Verteilung der Leistung auf die unterschiedlichen Spannungsschienen. Die -5V-Schiene wurde im ATX12V Power Supply Design Guide V2.2 gestrichen und muss nicht mehr angeboten werden.

Leistung pro Schiene in Watt
Modell+12V+5V+3,3V+5VSB-12V-5V
be quiet! E8 CMS 480W42014015,03,6-
be quiet! L7-530W42013012,53,6-
be quiet! L8-CM-530W48012015,03,6-
be quiet! P9 550W54012515,06,0-
Enermax EMG500AWT49210015,06,0-
NesteQ ECS 5001-150---
NesteQ E2CS XS-50043215015,03,6-
LC Power LC6550 V2.231821218,5-
XFactor REX-500AS43215016,1-

Die aktuelle Netzteilgeneration ist so ausgelegt, dass beinahe die vollständige Leistung auf den +12V-Spannungskreisen zur Verfügung steht. Bei 530 Watt Gesamtleistung stellt das be quiet! Pure Power L8 530W / CM beispielsweise 480 Watt auf der +12V-Ebene bereit. Das sind immerhin 60 Watt mehr als beim gleichstarken Vorgängermodell.

Die maximalen Stromstärken
Moderne Computer setzen mehr und mehr auf die +12V-Schienen. Während zu Sockel A und Sockel 370 Zeiten die +3,3 und +5 Volt Spannungskreise noch sehr stark belastet wurden, änderte sich dies mit Intels Pentium 4 Prozessor und der Einführung des ATX+12V-Anschlusses. Doch nicht nur die aktuellen Prozessoren beziehen ihren Strom aus den +12V-Schienen, auch die 6- und 8-Pin-Anschlüsse für PCI-Express Grafikkarten liefern ausschließlich +12 Volt.

Die Stromstärken in Ampere
Modell+12V+5V+3,3VVSB-12V-5V
be quiet! E8 CMS 480W4x 1822243,00,3-
be quiet! L7-530W2x 2224242,50,3-
be quiet! L8-CM-530W28 + 2015243,00,3-
be quiet! P9 550W2x 20
2x 25
24243,00,5-
Enermax EMG500AWT3x 2520203,00,5-
NesteQ ECS 50012x 1825253,00,3-
NesteQ E2CS XS-5004x 2225253,00,3-
LC Power LC6550 V2.216 + 1828332,50,5-
XFactor REX-500AS2x 1825252,50,3-

be quiet! hat beim Pure Power L8 530W / CM die Belastbarkeit des +12V-Spannungskreises für die Grafikkarten verstärkt. Die kaum noch genutzte +5V-Schiene wurde weiter beschnitten und die Belastbarkeit der +3,3V-Schiene blieb unangetastet.

Die Anschlüsse
Betrachten wir nun die unterschiedlichen Anschlusskonfigurationen der Netzteile. Als "Molex" werden die 4-Pin-Stecker für PATA-Festplatten und optische Laufwerke bezeichnet, mit "Floppy" und "SATA" sind die Stecker der entsprechenden Geräte gemeint. "PEG" kennzeichnet die 6- oder 8-Pin-Anschlüsse für PCI-Express Grafikkarten. Bei den Power (PWR) und +12V Anschlüssen geben wir nicht ihre Anzahl, sondern ihre Konfiguration an:

Die Anschlüsse
ModellPWR+12VPEGMolexFloppySATA
be quiet! E8 CMS 480W20+44/82525
be quiet! L7-530W20+44+42415
be quiet! L8-CM-530W20+44+42415
be quiet! P9 550W20+44/4+44719
Enermax EMG500AWT244+42616
NesteQ ECS 500120+44/82826
NesteQ E2CS XS-50020+44/82424
LC Power LC6550 V2.220+44+41414
XFactor REX-500AS20+44/82514

Der Wechsel von Parallel-ATA zu Serial-ATA ist so gut wie abgeschlossen, daher sollte ein Netzteil zumindest vier Serial-ATA Anschlüsse vorweisen können. Diese Mindestanforderung erfüllen alle getesteten Geräte und das be quiet! Pure Power L8 530W / CM bietet sogar einen SATA-Stecker mehr. Hinzu kommen vier vierpolige Molex-Anschlüsse und ein Floppy-Stecker. Bei der Zahl und Ausführung der Anschlüsse gibt es keinen Unterschied zum Vorgängermodell.




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Lieferumfang und erster Eindruck
Im Lieferumfang des be quiet! Pure Power L8 530W / CM finden sich vier schwarze Kabelbinder aus Kunststoff, vier schwarze Schrauben und ein mehrsprachiges Handbuch (Deutsch, Englisch, Französisch, Polnisch und Spanisch). Die deutschsprachige Übersetzung ist verständlich geschrieben und klärt zusammen mit den Abbildungen fast alle Fragen.


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Allerdings enthält das Handbuch einen Fehler, da es die Bautiefe des Netzteils auf 140 mm beziffert. Diese gilt aber nur für die L7-Modelle ohne Kabelmanagement und nicht für die neuen L8-Varianten. Diese messen nämlich 160 x 150 x 86 mm und sind somit um 20 mm in die Tiefe gewachsen. Für besonders enge Gehäuse wie das Lian Li Mini-Q PC-Q25 sind die L8-Netzteile leider nicht mehr geeignet.


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Auch weiterhin setzt be quiet! auf eine mattschwarze Lackierung, die sich gegenüber Staub und Fingerabdrücken als unempfindlich erweist. Auf der Seite des Pure Power L8 530W / CM präsentiert sich der Markenschriftzug, der aber nicht mehr so erhaben erscheint, wie es beim Pure Power BQT L7-530W der Fall war. Bei engen Durchschüben besteht somit nicht mehr die Gefahr, dass es beim Einbau zu Kratzern an den Buchstaben kommt.


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Im Boden des Netzteils befindet sich ein Lüfter mit 120 mm Durchmesser, wobei sowohl der Lüfter als auch dessen Gitter im Vergleich zur L7-Generation ausgetauscht wurden. Der neue Lüfter stammt aus der hauseigenen Baureihe Silent Wings und das Lüftergitter besteht nun aus parallel geführten Stäben. In Hinblick auf das Design passen sich die neuen Pure-Power-Modelle also den teureren Baureihen "Straight Power" und "Dark Power Pro" an.


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Während das Pure Power BQT L7-530W noch knapp an der Bronze-Zertifizierung von 80Plus gescheitert war, ist das Pure Power L8 530W / CM in dieser Effizienzklasse angekommen. Das Netzteil erfüllt die Spezifikationen ATX12V 2.3 und EPS12V 2.92. Es bietet sechs Schutzvorrichtungen, nämlich gegen Überstrom, Über- und Unterspannung, Überlast, Überhitzung und Kurzschlüsse.




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Kabelmanagement und Anschlüsse
Erstmals hat be quiet! seine Pure-Power-Modelle mit einem Kabelmanagement versehen. Lediglich die beiden Hauptanschlüsse des Mainboards sind fest mit dem Netzteil verbunden. Sie wurden als 20+4- und als 4+4-Stecker ausgeführt.


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Alle übrigen Kabelstränge sind abnehmbar. Das Anschlusspanel des Netzteils bietet drei fünfpolige Buchsen für die Laufwerke und zwei achtpolige Buchsen für die Grafikkarten. Der Hersteller hat die Anschlüsse physikalisch und farblich eindeutig kodiert, so dass es nicht zu Verwechslungen kommen kann.


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Betrachten wir nun die Übersicht aller Kabelstränge sowie die Position der einzelnen Stecker:

Die Anschlüsse des be quiet! Pure Power L8 530W / CM
Strang/BuchsePos#1Pos#2Pos#3Pos#4Pos#5
ATX/EPS 24-Pin
fest am Gerät
ATX20+4
44,0cm
----
ATX/EPS+12V
fest am Gerät
4+4
45,0cm
----
PEG
abnehmbar
PEG6+2
45,5cm
----
PEG
abnehmbar
PEG6+2
45,5cm
----
PATA
abnehmbar
PATA
45,0cm
PATA
60,0cm
PATA
74,5cm
--
SATA
abnehmbar
SATA
45,5cm
SATA
61,0cm
SATA
76,5cm
--
SATA/PATA/Floppy
abnehmbar
SATA
45,0cm
SATA
60,5cm
PATA
76,0cm
Floppy
91,5cm
-

be quiet! begügt sich beim Pure Power L8 530W / CM mit drei Laufwerkssträngen, was in Anbetracht der Leistungsklasse angemessen erscheint. Auch an der Zahl aus Ausführung der Anschlüsse gibt es nichts zu kritisieren. Die Entscheidung, jetzt auch die Kabel der Pure-Power-Serie zu ummanteln, können wir nur begrüßen, bietet das Geflecht doch einen zusätzlichen Schutz und sorgt zudem für mehr Ordnung im Gehäuse.


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Eine weitere Änderung betrifft die PEG-Anschlüsse für die Grafikkarten. Hatte be quiet! bei der Vorgängerversion noch beide Stecker an einen Strang gehangen, so werden nun zwei getrennte Stränge geboten. Dies erleichtert die Verkabelung von zwei Grafikkarten der mittleren Leistungsklasse ungemein. Für unseren Geschmack sind die Kabellängen allerdings zu kurz geraten. Insbesondere wenn das Netzteil unterhalb des Mainboards seinen Dienst tut, werden die ATX/EPS-Kabel zum Problem.




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Das Innenleben
Beim Öffnen des be quiet! Pure Power L8 530W / CM fällt zunächst eine fünfte Schraube auf, die sich unter dem Garantiesiegel versteckt. Ist diese entfernt, sehen wir den 120mm-Lüfter aus der Baureihe Silent Wings. Dieser Lüfter hat sieben Blätter und ist mit einem Gleitlager ausgestattet. Er rotiert mit maximal 1.455 U/min und liegt auf einem Gummiring, der ihn vom Netzteilgehäuse entkoppelt.


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Zwischen dem Netzfilter am Spannungseingang und der Hauptplatine des Netzteils befindet sich ein Ferritkern, der in einem schwarzen Schrumpfschlauch steckt. Im weiteren Verlauf des Filters folgt eine Spule, neben der wir den gelben Überspannungsschutz (Metal-Oxide Varistor) sehen. Rechts unten folgen eine Ferritkernspule und zwei blaue Y-Kondensatoren, links daneben die Gleichrichterbrücke auf einem kleinen Kühlprofil.


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Der Primärkondensator stammt vom taiwanischen Hersteller Capxon (330 Microfarad, 400 Volt), dessen Werke in China stehen. Er ist bis 105°C freigegeben und stellt eine ordentliche Wahl dar, auch wenn Kondensatoren aus japanischer Produktion als haltbarer gelten. Vor dem Anschlussterminal befindet sich die PFC-Platine, welche die Aufschrift "BQT 430L8-2WX-PFC" trägt. Anscheinend kommt diese Platine bei allen Modellen der L8-Reihe zum Einsatz, denn sie findet sich auch in den 430 und 630 Watt starken Netzteilen.


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Auf der Platine sehen wir den Combo-Controller Champion Micro CM6800TX, der sich um den aktiven PFC und die PWM-Regelung kümmert. Etwas verwundert nahmen wir die zusätzlichen Kondensatoren auf der Anschlussplatine für das Kabelmanagement zur Kenntnis. Sie tragen die Aufschrift KZE und stammen vom japanischen Hersteller United Chemi Con. Nach Angaben des Herstellers sollen diese Kondensatoren hochfrequente Störgeräusche beseitigen. Offenbar ist dies gelungen, denn wir haben im Testverlauf kein Fiepen bemerkt.


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Zwischen den Kühlkörpern befinden sich zwei Transformatoren, der große ERL-39-20 / 1125 und der kleinere EE-22-08 für die Standby-Spannung. (+5V VSB). Im sekundären Bereich finden wir Kondensatoren des taiwanischen Herstellers TEAPO, die ebenfalls bis 105°C spezifiziert sind. Ein Weltrend WT7527V verwirklicht die Schutzschaltungen des Netzteils, er befindet sich auf der Hauptplatine gegenüber des Spannungseingangs.




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Die Testkonfiguration
Unsere aktuelle Testplattform für Netzteile basiert auf Intels Core i7 965 Extreme Prozessor und dem Mainboard ASUS P6T Deluxe mit dem BIOS 1606. Um auf die unterschiedlichen Leistungsklassen der Netzteile eingehen zu können, werden wir den Prozessor für leistungsstarke Geräte übertakten und das Testsystem mit unterschiedlichen Grafikkarten kombinieren. Die Auswahl reicht von einer Radeon HD 2400 Pro über die Radeon HD 4770 und Radeon HD 4870 bis hin zur einer CrossFire-Kombination aus Radeon HD 4870 und Radeon HD 4870 X2.

Die Testkonfiguration bis 300 Watt
Die Einstiegsklasse geht bis maximal 300 Watt. Diese Netzteile besitzen keinen PEG-Anschluss für Grafikkarten, die mehr als 75 Watt Strom benötigen. Der Hauptverbraucher im System ist somit die CPU:

Die Testkonfiguration für 300 bis 450 Watt
Die Netzteile der unteren Leistungsklasse sind oberhalb von 300 Watt mit einem PEG-Anschluss ausgestattet. In unserer Konfiguration ist der Prozessor dennoch durstiger als die Grafikkarte:

Die Testkonfiguration für 450 bis 600 Watt
Netzteile der mittleren Leistungsklasse mit zwei PEG-Anschlüssen bekommen einen übertakteten Prozessor und eine anspruchsvollere Grafikkarte, genauer gesagt eine Powercolor Radeon HD 4870, vorgesetzt. Diese Grafikkarte verbraucht bereits etwas mehr Strom als der Prozessor.

Die Testkonfiguration für 600 bis 750 Watt
Bei der gehobenen Leistungsklasse läuft die CPU weiterhin mit 3,60 GHz, dafür legen wir bei der Grafikkarte nochmals nach und setzen eine Radeon HD 4870 X2 mit zwei Grafikprozessoren ein. Diese Karte verbraucht in etwa doppelt soviel Strom wie der Prozessor.

Die Testkonfiguration für 750 bis 1000 Watt
Der maximale Ausbau für Netzteile bis 1000 Watt entspricht der Konfiguration bis 750 Watt, doch diesmal übertakten wir den Prozessor auf 3,73 GHz und stellen der Radeon HD 4870 X2 eine Radeon HD 4870 zur Seite, so dass nun drei GPUs versorgt werden müssen. Zudem werden drei Lüfter der 92mm-Klasse verwendet, um das System stabil zu halten:




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Messergebnisse: Idle
Jedes Netzteil wurde in vier Lastzuständen vermessen, diese Durchläufe dauerten jeweils eine Stunde und wurden dreimal wiederholt, um zufällige Abweichungen auszuschließen. Während der Messläufe werden der Stromverbrauch und die Spannungen protokolliert. Zunächst messen wir den Stromverbrauch ohne Prozessor- und Grafiklast (idle), der Verbrauch ist dabei sehr konstant.

Leistungsaufnahme Gesamtsystem IDLE in Watt (niedriger ist besser)
be quiet! P9-550W
171
be quiet! E8-CM-480W
172
Enermax EMG500AWT
173
be quiet! L8-CM-530W
177
be quiet! L7-530W
180
NesteQ ECS 5001
182
NesteQ E2CS XS-500
182
XFactor REX-500AS
183
LC Power LC6550 V2.2
194

Obwohl 80Plus dem be quiet! Pure Power L8 530W / CM im Niedriglastbereich verglichen mit seinem Vorgängermodell eine geringere Effizienz bescheinigt, schneidet das Netzteil in unserem Test um drei Watt besser ab. Damit ist es das sparsamste Bronze-Modell im Testfeld und kommt überraschend dicht an die drei Gold- und Silber-Netzteile heran. Während unserer Messung haben wir auch den Powerfaktor kontrolliert und beim be quiet! Pure Power L8 530W / CM Werte zwischen 0,99 und 1,00 gesehen.

Und wie sieht es bei den Spannungen aus?

be quiet! Pure Power L8 530W / CM (BQT L8-CM-530W): Abweichungen in %
 
+3,3V
3.03
+5V
0
+12V
0.25

Das be quiet! Pure Power L8 530W / CM erreicht eine Punktlandung auf der kaum benutzten +5V-Schiene und zeigt ein hervorragendes Ergebnis auf der wichtigen +12V-Ebene. Lediglich bei +3,3 Volt fällt die Abweichung vom Soll deutlicher aus, hier messen wir +3,20 Volt.

Zum Vergleich folgen nun die Resultate anderer Netzteile aus der 500W-Klasse:

be quiet! Straight Power E8 480W (BQT E8-CM-480W): Abweichungen in %
 
+3,3V
0.61
+5V
3.8
+12V
1.17

Enermax Modu 87+ 500W (EMG500AWT): Abweichungen in %
 
+3,3V
0.3
+5V
1.4
+12V
1.58

NesteQ ECS 5001: Abweichungen in %
 
+3,3V
2.12
+5V
0
+12V
1.17

NesteQ E2CS XS-500: Abweichungen in %
 
+3,3V
0.61
+5V
1
+12V
1.58

XFactor REX-500AS: Abweichungen in %
 
+3,3V
0.61
+5V
1
+12V
1.17

be quiet! Pure Power L7 530W (BQT L7-530W): Abweichungen in %
 
+3,3V
0.61
+5V
1
+12V
0.75

be quiet! Dark Power Pro P9 550W (BQT P9-550W): Abweichungen in %
 
+3,3V
2.42
+5V
1.4
+12V
0.25

LC Power LC6550 V2.2: Abweichungen in %
 
+3,3V
0.61
+5V
1
+12V
0.75




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Messergebnisse: CPU-Last
Zunächst werden wir den Core i7 965 Extreme mit Hilfe des Tools Core2MaxPerf belasten. Dieses Programm erzeugt eine Last, welche man mit normalen Anwendungen fast nie erreichen kann. Der Core i7 965 Extreme wurde auf 3,60 GHz übertaktet und Core2MaxPerf mit acht Threads ausgeführt. Der in diesem Durchlauf erzeugte Stromverbrauch schwankt nur geringfügig.

Leistungsaufnahme Gesamtsystem CPU-Last in Watt (niedriger ist besser)
be quiet! E8-CM-480W
282
Enermax EMG500AWT
282
be quiet! P9-550W
284
be quiet! L8-CM-530W
290
be quiet! L7-530W
300
NesteQ ECS 5001
300
XFactor REX-500AS
304
NesteQ E2CS XS-500
305
LC Power LC6550 V2.2
326

Der übertaktete Prozessor lastet das be quiet! Pure Power L8 530W / CM zu 55 Prozent aus, wir bewegen uns also im Halblastbereich. Diesmal schlägt der Newcomer seinen Vorgänger um zehn Watt und kann sich abermals als bestes Bronze-Modell direkt hinter dem Netzteilen der Silber- und Goldklasse platzieren. Der Powerfaktor des be quiet! Pure Power L8 530W / CM lag in dieser Messung konstant bei 1,00, dem Idealwert.

Betrachten wir nun die Spannungen:

be quiet! Pure Power L8 530W / CM (BQT L8-CM-530W): Abweichungen in %
 
+3,3V
3.64
+5V
0
+12V
0.75

Während sich sie +12V-Ebene des be quiet! Pure Power L8 530W / CM auch bei voll ausgelasteter CPU als sehr stabil erweist, gibt die +3,3V-Schiene weiter nach und wir messen nur noch +3,18 Volt. Dieser Wert liegt zwar eindeutig im erlaubten Rahmen, ist aber nicht gerade eine Glanzleistung.

Zum Vergleich folgen nun die Resultate anderer Netzteile aus der 500W-Klasse:

be quiet! Straight Power E8 480W (BQT E8-CM-480W): Abweichungen in %
 
+3,3V
1.21
+5V
3.4
+12V
1.17

Enermax Modu 87+ 500W (EMG500AWT): Abweichungen in %
 
+3,3V
0
+5V
1.4
+12V
1.17

NesteQ ECS 5001: Abweichungen in %
 
+3,3V
2.42
+5V
0
+12V
1.67

NesteQ E2CS XS-500: Abweichungen in %
 
+3,3V
1.21
+5V
1.4
+12V
1.17

XFactor REX-500AS: Abweichungen in %
 
+3,3V
1.21
+5V
1.4
+12V
0.17

be quiet! Pure Power L7 530W (BQT L7-530W): Abweichungen in %
 
+3,3V
1.21
+5V
1
+12V
1.17

be quiet! Dark Power Pro P9 550W (BQT P9-550W): Abweichungen in %
 
+3,3V
3.03
+5V
1
+12V
0.25

LC Power LC6550 V2.2: Abweichungen in %
 
+3,3V
1.21
+5V
1.4
+12V
1.67




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Messergebnisse: GPU-Last
Nun erzeugen wir Last auf der Grafikkarte und messen nochmals den Stromverbrauch sowie die Spannungen. Wir verwenden die Software Furmark (etqw.exe), mit der wir eine Belastung erzeugen, welche die Anforderungen normaler Spiele deutlich übersteigt. Furmark läuft auf der Radeon HD 4870 im Vollbild-Modus mit einer Auflösung von 1280 x 1024 Bildpunkten. Auf Kantenglättung haben wir verzichtet, da diese den Stromverbrauch sinken lässt. Auch diese Art der Belastung erzeugt einen sehr gleichmäßigen Stromverbrauch.

Leistungsaufnahme Gesamtsystem GPU-Last in Watt (niedriger ist besser)
be quiet! P9-550W
302
Enermax EMG500AWT
302
be quiet! E8-CM-480W
305
be quiet! L8-CM-530W
313
NesteQ ECS 5001
322
XFactor REX-500AS
322
be quiet! L7-530W
324
NesteQ E2CS XS-500
329
LC Power LC6550 V2.2
350

Mit der Grafikkarte alleine erreichen wir eine Auslastung von 59 Prozent. Diesmal liegen elf Watt zwischen dem be quiet! Pure Power L8 530W / CM und seinem Vorgängermodell, das zweitbeste Bronze-Netzteil verbraucht immerhin neun Watt mehr. Abermals verharrte der Powerfaktor des be quiet! Pure Power L8 530W / CM bei 1,00, also dem Idealwert.

Und wie haben sich die Spannungen entwickelt?

be quiet! Pure Power L8 530W / CM (BQT L8-CM-530W): Abweichungen in %
 
+3,3V
3.64
+5V
0
+12V
0.75

Zwischen der CPU- und der GPU-Last sehen wir keine Unterschiede bezüglich der Spannungsstabilität. Die maximalen bzw. minimalen Abweichungen sind in beiden Messungen identisch und dies gilt somit auch für die +3,3V-Schwäche des be quiet! Pure Power L8 530W / CM.

Zum Vergleich folgen nun die Resultate anderer Netzteile aus der 500W-Klasse:

be quiet! Straight Power E8 480W (BQT E8-CM-480W): Abweichungen in %
 
+3,3V
1.21
+5V
3.4
+12V
0.67

Enermax Modu 87+ 500W (EMG500AWT): Abweichungen in %
 
+3,3V
0
+5V
1
+12V
1.17

NesteQ ECS 5001: Abweichungen in %
 
+3,3V
2.42
+5V
0
+12V
1.67

NesteQ E2CS XS-500: Abweichungen in %
 
+3,3V
1.21
+5V
1.4
+12V
0.67

XFactor REX-500AS: Abweichungen in %
 
+3,3V
1.52
+5V
1.4
+12V
0.17

be quiet! Pure Power L7 530W (BQT L7-530W): Abweichungen in %
 
+3,3V
1.21
+5V
1
+12V
1.67

be quiet! Dark Power Pro P9 550W (BQT P9-550W): Abweichungen in %
 
+3,3V
3.03
+5V
1
+12V
0.75

LC Power LC6550 V2.2: Abweichungen in %
 
+3,3V
1.21
+5V
1.4
+12V
2.17




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Messergebnisse: CPU+GPU-Last
Im vierten und letzten Messlauf mischen wir CPU- und GPU-Last. Hierzu lassen wir die Programme Furmark (Vollbild-Modus, 1280 x 1024 Bildpunkte, keine Kantenglättung) und Core2MaxPerf (Core i7 965 Extreme @ 3,60 GHz, 4 Threads) zeitgleich laufen, was auf Systemen mit einer einzelnen GPU zur höchstmöglichen Auslastung führt. Bei dieser Konstellation schwankt der Stromverbrauch stärker.

Leistungsaufnahme Gesamtsystem CPU+GPU in Watt (niedriger ist besser)
Enermax EMG500AWT
308
be quiet! E8-CM-480W
309
be quiet! P9-550W
309
be quiet! L8-CM-530W
319
XFactor REX-500AS
331
be quiet! L7-530W
333
NesteQ ECS 5001
336
NesteQ E2CS XS-500
341
LC Power LC6550 V2.2
357

Die gemeinsame Nutzung von CPU und GPU lastet das be quiet! Pure Power L8 530W / CM zu 60 Prozent aus. Im Vergleich zu reinen GPU-Last ist der Stromverbrauch lediglich um sechs Watt angestiegen, beim be quiet! Pure Power L7-530W waren es noch neun Watt gewesen. Abermals kann sich das be quiet! Pure Power L8 530W / CM gegen die übrigen Bronze-Modelle durchsetzen. Nicht ganz ideal ist der Powerfaktor bei Mischlast: Obwohl wir auch hier zumeist Werte von 0,99 und 1,00 sehen, gab es zwischendurch kurze Einbrüche auf 0,97 und 0,98.

Ein letztes mal betrachten wir die Spannungen:

be quiet! Pure Power L8 530W / CM (BQT L8-CM-530W): Abweichungen in %
 
+3,3V
3.64
+5V
0
+12V
0.75

Auch die gemischte Belastung bringt keine neuen Erkenntnisse hinsichtlich der Spannungsstabilität des be quiet! Pure Power L8 530W / CM. Die +5V-Werte sind nach wie vor top, die +12V-Ebene schlägt sich sehr gut und auch die +3,3V-Schiene ist ausreichend stabil.

Zum Vergleich folgen nun die Resultate anderer Netzteile aus der 500W-Klasse:

be quiet! Straight Power E8 480W (BQT E8-CM-480W): Abweichungen in %
 
+3,3V
1.21
+5V
3.4
+12V
1.17

Enermax Modu 87+ 500W (EMG500AWT): Abweichungen in %
 
+3,3V
0
+5V
1.4
+12V
1.17

NesteQ ECS 5001: Abweichungen in %
 
+3,3V
2.42
+5V
0
+12V
1.67

NesteQ E2CS XS-500: Abweichungen in %
 
+3,3V
1.21
+5V
1.4
+12V
0.67

XFactor REX-500AS: Abweichungen in %
 
+3,3V
1.52
+5V
1.4
+12V
0.17

be quiet! Pure Power L7 530W (BQT L7-530W): Abweichungen in %
 
+3,3V
1.52
+5V
1.4
+12V
1.67

be quiet! Dark Power Pro P9 550W (BQT P9-550W): Abweichungen in %
 
+3,3V
3.03
+5V
1
+12V
0.25

LC Power LC6550 V2.2: Abweichungen in %
 
+3,3V
1.21
+5V
1.4
+12V
2.17




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Stromverbrauch im Standby
Im Standby sollte der Computer möglichst wenig Strom verbrauchen. Sind die getesteten Netzteile auch dann noch Stromsparer, wenn das System heruntergefahren wurde?

Leistungsaufnahme Gesamtsystem Standby (niedriger ist besser)
be quiet! L8-CM-530W
2.3
be quiet! E7-400W
2.4
be quiet! E7-CM-680W
2.4
HEC P3D-300
2.6
Cougar A350
2.7
be quiet! Pro P8-750W
2.8
be quiet! Pro P8-900W
2.8
be quiet! P9-550W
2.8
Enermax EMG500AWT
2.8
be quiet! L7-350W
2.9
be quiet! L7-430W
2.9
Xigmatek NRP-PC402
2.9
be quiet! E8-CM-480W
3.0
be quiet! L7-300W
3.0
be quiet! L7-530W
3.0
NesteQ ECS 5001
3.0
XFactor REX-500AS
3.1
be quiet! Pro P7-750W
3.2
FSP Everest 1010
3.2
NesteQ ECS-XS-500
3.2
Cougar 700 CM
3.3
Nexus RX-8500
3.3
XFactor REX-750AS
3.3
Cougar 1000 CM
3.4
Cougar GX 1050
3.4
LC Power LC6550 V2.2
3.4
NesteQ XS-1000
3.4
Xigmatek NRP-PC702
3.4
LC Power LC420H-8
3.5
Super Flower SF-650P14HE
4.1
Combat Power CP-750W
5.4
Noname SPS-400XPE-P
6.9

Verbräuche unter vier Watt sind schwer zu messen. Obwohl der Hersteller unsere Messgeräte bis 0,2 Watt freigegeben hat, betrachten wir obige Ergebnisse in erster Linie als untereinander vergleichbar. Im Standby spielt die Leistungsklasse keine Rolle mehr, hier sind andere Künste gefragt. Mit unseren Testkonfigurationen messen wir Werte um die drei Watt. Mit 2,3 Watt setzt das be quiet! Pure Power L8 530W / CM den neuen Bestwert und unterbietet seinen Vorgänger um 0,7 Watt. Auf das Jahr umgerechnet bedeutet jedes Watt Stromkosten in Höhe von knapp zwei Euro (angenommener Preis: 22 Cent pro kWh).

Schalldruck
Markennetzteile sind in den letzten Jahren nicht nur immer effizienter, sondern auch immer leiser geworden. Wir rüsten unser Testsystem mit einer Grafikkarte vom Typ MSI RX2400Pro-TD256EH auf den passiven Betrieb um und lassen es für die Schallpegelmessung ohne Festplatte ca. 15 Minuten in der BIOS-Konfiguration laufen. Damit die Grundlast nicht zu gering ausfällt, wurde der Core i7 965 Extreme auf 3,73 GHz (1,325 Volt) übertaktet, nun liegen ca. 153 Watt an. Wir haben den Schallpegel aus einer Entfernung von 35 cm gemessen und anschließend auf einen Abstand von einem Meter umgerechnet. Dies war erforderlich, da die meisten Netzteile tatsächlich sehr, sehr leise arbeiten.

Schalldruck in dB(A), IDLE, Abstand 1 Meter (niedriger ist besser)
Enermax EMG500AWT
20.68
be quiet! E8-CM-480W
20.68
be quiet! Pro P8-750W
20.68
be quiet! P9-550W
20.88
be quiet! L8-CM-530W
20.98
be quiet! E7-400W
21.18
HEC P3D-300
21.28
be quiet! L7-530W
21.78
be quiet! L7-300W
22.28
be quiet! L7-430W
22.48
Xigmatek NRP-PC702
22.58
Cougar 700 CM
23.08
Nexus RX-8500
23.08
be quiet! L7-350W
23.18
NesteQ ECS 5001
23.18
Super Flower SF-650P14HE
23.48
Cougar GX 1050
23.88
Cougar 1000 CM
23.98
Cougar A350
24.08
NesteQ ECS-XS-500
24.18
Noname SPS-400XPE-P
24.18
be quiet! Pro P7-750W
24.68
be quiet! E7-CM-680W
24.78
XFactor REX-500AS
24.98
LC Power LC6550 V2.2
25.98
NesteQ XS-1000
26.08
be quiet! Pro P8-900W
26.58
LC Power LC420H-8
27.98
FSP Everest 1010
28.38
XFactor REX-750AS
28.68
Xigmatek NRP-PC402
31.98
Combat Power CP-750W
36.38

Mit 20,98 dB(A) reiht sich das be quiet! Pure Power L8 530W / CM dort ein, wo wir auch die Modelle aus den gehobenen Baureihen von be quiet! finden. Aus einem Meter Entfernung ist der Lüfter nicht zu hören und aus einem halben Meter ist er nur in absolut stillen Umgebungen zu erahnen. Selbst wenn man sein Ohr wenige Zentimeter vor dem Lüfter platziert, nimmt man nur ein leises Rauschen wahr und spürt einen ganz leichten Luftzug. Und das bei einer Auslastung von immerhin 30 Prozent!




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Fazit: be quiet! Pure Power L8 530W / CM
Sehr GutDass gute Netzteile nicht viel kosten müssen, hatte be quiet! bereits mit der ersten "Pure Power"-Generation bewiesen. Die spartanisch ausgestatteten L7-Modelle überzeugten mit einem ausgewogenen Mix aus Preis, Leistung und Lautstärke, lediglich die Garantiezeit war mit zwei Jahren etwas knapp bemessen. Auf die L8-Netzteile gibt be quiet! nun drei Jahre Garantie und will zudem mit einer besseren Ausstattung punkten. Dies gelingt, denn das Kabelmanagement ist praktisch und wurde durchdacht umgesetzt. Der neue, durch einen Gummiring entkoppelte Lüfter arbeitet flüsterleise und macht dem Namen des Herstellers alle Ehre. Optisch passen sich die L8-Modelle den gehobenen Serien des Herstellers an und verwenden nun ebenfalls parallel geführte Stäbe als Lüftergitter. Durch die Ummantelung wurden die Kabelstränge zwar etwas steifer, sind dafür aber auch besser geschützt.


Fotostrecke mit weiteren und größeren Fotos...

In unserem Test überrascht das be quiet! Pure Power L8 530W / CM mit einem sehr geringen Stromverbrauch quer über alle Lastszenarien sowie im Standby-Betrieb. Es setzt dabei den Bestwert für alle bisher von uns getesteten Netzteile der Einstufung 80Plus Bronze. Die +12V-Ebene des Netzteils, welche zwei unabhängige Spannungskreise umfasst, arbeitet sehr stabil. Auch die +3,3V-Schiene bleibt innerhalb der Spezifikation, bricht dabei aber deutlicher ein als bei anderen Modellen. Die Zahl und Ausführung der Anschlüsse bleibt unverändert und die Kabellängen sind nach wie vor recht knapp bemessen. Hier besteht also noch Verbesserungspotential. Wer ein besonders eng geschnittenes Gehäuse besitzt, sollte zudem beachten, dass die Bautiefe beim Pure Power L8 530W / CM um 20 mm auf 160 mm angestiegen ist.

Bleibt der Preis: Das be quiet! Pure Power L7 530W findet sich im Handel zu Straßenpreisen ab 53 Euro und für das besser ausgestattete Pure Power L8 530W / CM muss man 65 Euro einkalkulieren. Der Aufpreis von zwölf Euro ist in Anbetracht der längeren Garantie und der Überlegenheit bei allen relevanten Kriterien mehr als gerechtfertigt. Zugleich ist das Pure Power L8 530W / CM gut 30 Euro günstiger als das Straight Power E9 580W / CM, welches mit 80Plus Gold, vier unabhängigen +12V-Spannungskreisen, einem 135mm-Lüfter, längeren Kabeln und 5 Jahren Herstellergarantie auf Kundenfang geht. Somit bleibt bei be quiet! die Differenzierung der einzelnen Preisklassen trotz der deutlichen Aufwertung im Einstiegsbereich gewahrt.




Unser Dank gilt be quiet für die Teststellung des Pure Power L8 530W / CM.







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