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Den Namen be quiet! verbindet man seit vielen Jahren mit hochwertigen und sehr leisen Netzteilen. Nachdem Ende August die preiswerte Baureihe Pure Power ihre Premiere feierte, legt be quiet! nun in der Mittelklasse nach und schickt die dritte Generation seiner Serie "Straight Power" an den Start. Geboten wird "80 Plus Bronze", optionales Kabelmanagement und eine neue Lüftergeneration. Wir haben uns die beiden Modellvarianten mit 400 und 680 Watt Leistung angesehen.

Im Jahr 2006 hatte be quiet! seine damalige Baureihe "Dark Power" (BQT P6) durch zwei neue Serien ersetzt. Während sich die Netzteile der "Dark Power Pro" (BQT P6-Pro) Familie an besonders anspruchsvolle Kunden wandten und neben abnehmbaren Kabelsträngen und dem Lüfternachlauf ECASO (Enhanced Cooling After System Off) auch eine Regelung für Gehäuselüfter umfassten, zielten die Modelle der Serie "Straight Power" (BQT E5) auf qualitäts- und zugleich auch preisbewußte Kunden. Den "Straight Power" Netzteilen fehlte das Kabelmanagement sowie ECASO, eine Regelung für Gehäuselüfter war hingegen vorhanden.

Dieses Konzept behielt der Hersteller auch im letzten Jahr mit der zweiten Generation BQT E6 bei, doch nun kommt die dritte Generation BQT E7 auf den Markt und bringt einige Änderungen. Grund für die Neuausrichtung der "Straight Power" Linie sind die neuen Pure Power Netzteile, die be quiet! seit Ende August in der Einstiegsklasse positioniert. Während be quiet! die "Pure Power" Netzteile nur als "80 Plus" klassifiziert, bekommt man in der Baureihe "Straight Power" grundsätzlich den nächst höheren Standard "80 Plus Bronze" geboten. Dazu gibt es ummantelte Kabel, mehr Anschlüsse, mehr Leistung, 3 Jahre Hersteller-Garantie, drei bis vier unabhängige +12V-Spannungskreise und bei einigen Modellen sogar Kabelmanagement.

Die Bandbreite der neuen "Straight Power" Generation reicht von 400 bis 700 Watt. Netzteile der Leistungsklassen 400, 450, 500, 550, 600 und 700 Watt sind wie zuvor mit fest verbundenen Kabeln ausgestattet. Die Modelle mit 480, 580 und 680 Watt Leistung tragen hingegen den Namenszusatz "CM" und verfügen über ein Kabelmanagement, also abnehmbare Kabelstränge. Zudem sind die "CM" Varianten grundsätzlich mit zwei Lüfteranschlüssen ausgestattet, während die Standardmodelle dieses Merkmal erst ab 500 Watt Leistung bieten.

80 Plus Ergebnisse
Der hohe Wirkungsgrad der "Straight Power"-Netzteile wurde von 80 Plus geprüft, hier die offiziellen Ergebnisse dieser unabhängigen Messung inklusive einiger Vergleichsgeräte, die in diesem Test zum Einsatz kommen:

Wirkungsgrad laut 80 Plus:
Modell20%50%100%Ø
be quiet! E7-400W84,0386,0583,3684,48
be quiet! L7-430W83,3585,1582,0383,51
be quiet! E7-CM-680W85,8486,8683,0585,25
Cougar HEC-700TE86,1386,6482,7085,16
be quiet! P7-Pro-750W82,8085,5982,6883,69

Jedes der oben aufgeführten Netzteile hat die 80-Plus-Bronze-Zertifizierung bestanden, da der Wirkungsgrad bei zwanzig- und einhundertprozentiger Auslastung nicht unter 82 Prozent und bei fünfzigprozentiger Auslastung nicht unter 85 Prozent fällt. Dennoch kann man auch eine klare Verbesserung vom Pure Power BQT L7-430W zum Straight Power E7-400W sowie vom Dark Power Pro P7-Pro-750W zum Straight Power E7-680W erkennen.

Wichtig: Die Messungen von 80 Plus werden mit 115 Volt vorgenommen, unsere Testsysteme werden aber mit 230 Volt betrieben. Daher kann es vorkommen, dass sich einzelne Netzteile abweichend verhalten. Zudem sind Qualitätsschwankungen in der Produktion möglich.




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Die Übersichtstabellen
In den folgenden Tabellen stellen wir die getesteten Netzteile in Hinblick auf ihre Eckdaten, ihre Leistung und ihre Anschlussmöglichkeiten gegenüber. Betrachten wir zunächst die Eckdaten, welche die maximale Leistung in Watt, die Anzahl der +12V-Spannungskreise, die maximale Effizienz (laut Hersteller) sowie Anzahl und Durchmesser der verbauten Lüfter umfassen:

Die Eckdaten
ModellWatt+12VEffizienzLüfter
be quiet! SFX-350W350286%1 x 80 mm
be quiet! L7-350W350287%1 x 120 mm
be quiet! E7-400W400389%1 x 120 mm
Xigmatek NRP-PC402400285%1 x 140 mm
be quiet! L7-430W430287%1 x 120 mm
be quiet! E7-CM-680W680488%1 x 120 mm
be quiet! P7-Pro-750W750689%1 x 120 mm
Cougar HEC-700TE700289%1 x 140 mm

Seit der Version 2.2 schreibt der "ATX12V Power Supply Design Guide" zwei unabhängige +12V-Spannungskreise vor, falls Stromstärken von mehr als 18 Ampere zu erwarten sind. Hierdurch will man eine höhere Stabilität gewährleisten und die sogenannten "Peak Voltage Ripple" glätten. Alle in diesem Vergleich verwendeten Netzteile verfügen über mindestens zwei +12V-Spannungskreise, bei den Straight Power Modellen sind es drei bzw. vier. Einige der Geräte ermöglichen auch Stromstärken von mehr als 18 Ampere, womit sie insbesondere auf die Bedürfnisse leistungsstarker Grafikkarten eingehen sollen. Ein Beispiel hierfür ist das Cougar CM Power 700W.

Die Leistungsverteilung
Folgende Angaben machen die Hersteller zur Verteilung der Leistung auf die unterschiedlichen Spannungsschienen. Die -5 Volt Schiene wurde im ATX12V Power Supply Design Guide V2.2 gestrichen und muss nicht mehr angeboten werden.

Leistung pro Schiene in Watt
Modell+12V+5V+3,3V+5VSB-12V-5V
be quiet! SFX-350Wk.A.12512,56,0-
be quiet! L7-350W30012012,53,6-
be quiet! E7-400W36013015,03,6-
Xigmatek NRP-PC40238412012,53,6-
be quiet! L7-430W36012012,53,6-
be quiet! E7-CM-680W62416015,06,0-
be quiet! P7-Pro-750W72018020,09,6-
Cougar HEC-700TE648150k.A.k.A.-

Die aktuelle Netzteilgeneration ist so ausgelegt, dass beinahe die vollständige Leistung auf den +12V-Spannungskreisen zur Verfügung steht. Die Bedeutung der +5V-Schiene hat hingegen deutlich abgenommen.

Die maximalen Stromstärken
Moderne Computer setzen mehr und mehr auf die +12V-Schienen. Während zu Sockel A und Sockel 370 Zeiten die +3,3 und +5 Volt Spannungskreise noch sehr stark belastet wurden, änderte sich dies mit Intels Pentium 4 Prozessor und der Einführung des ATX+12V-Anschlusses. Doch nicht nur die aktuellen Prozessoren beziehen ihren Strom aus den +12V-Schienen, auch die 6- und 8-Pin-Anschlüsse für PCI-Express Grafikkarten liefern ausschließlich +12 Volt.

Die Stromstärken in Ampere
Modell+12V+5V+3,3VVSB-12V-5V
be quiet! SFX-350W14+1622202,50,5-
be quiet! L7-350W2x 1815212,50,3-
be quiet! E7-400W3x 1820243,00,3-
Xigmatek NRP-PC4022x 2015242,50,3-
be quiet! L7-430W2x 1816242,50,3-
be quiet! E7-CM-680W4x 1828283,00,5-
be quiet! P7-Pro-750W6x 2030264,00,8-
Cougar HEC-700TE2x 3020242,50,3-

Während Netzteile der 450W-Klasse noch vor drei, vier Jahren zwischen 40 und 50 Ampere auf der +5V-Schiene verkraften konnten, kommt keines der neuen Geräte über 30 Ampere hinaus - und dabei handelt es sich um ein Gerät mit 750 Watt Leistung. Dies belegt deutlich, wie stark die Bedeutung dieser Schiene abgenommen hat.

Die Anschlüsse
Betrachten wir nun die unterschiedlichen Anschlusskonfigurationen der Netzteile. Als "Molex" werden die 4-Pin-Stecker für PATA-Festplatten und optische Laufwerke bezeichnet, mit "Floppy" und "SATA" sind die Stecker der entsprechenden Geräte gemeint. "PEG" kennzeichnet die 6- oder 8-Pin-Anschlüsse für PCI-Express Grafikkarten. Bei den Power (PWR) und +12V Anschlüssen geben wir nicht ihre Anzahl, sondern ihre Konfiguration an:

Die Anschlüsse
ModellPWR+12VPEGMolexFloppySATA
be quiet! SFX-350W20+441312
be quiet! L7-350W20+441314
be quiet! E7-400W20+44/81424
Xigmatek NRP-PC40220+44+41624
be quiet! L7-430W20+441314
be quiet! E7-CM-680W20+44/84727
be quiet! P7-Pro-750W20+44/6/841528
Cougar HEC-700TE20+44/84616

Der Wechsel von Parallel-ATA zu Serial-ATA ist so gut wie abgeschlossen, daher sollte ein Netzteil zumindest vier Serial-ATA Anschlüsse vorweisen können. Diese Mindestanforderung erfüllen alle Geräte mit Ausnahme des Mini-Netzteils be quiet! SFX Power 350W, das für besonders kleine Gehäuse ausgelegt ist. Wenn man nach der Webseite des Herstellers geht, bietet das be quiet! Straight Power BQT E7-400W jeweils fünf Anschlüsse der Typen SATA und Molex, an unserem Testmuster finden wir jedoch nur vier. Die Angaben zum Straight Power BQT E7-CM-680W sind hingegen korrekt. Neben den oben aufgeführten Anschlüssen besitzt dieses Netzteil allerdings noch drei weitere für Gehäuselüfter, die als 3-Pin- und als Molex-Stecker aufgeführt sind.




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be quiet! Straight Power BQT E7-400W
Das Einstiegsmodell der neuen Straight Power Generation leistet 400 Watt und findet sich im Handel zu Preisen ab 58 Euro. Es erfüllt die aktuelle ATX+12V-Spezifikation 2.3, wurde mit "80 Plus Bronze" zertifiziert und entspricht der EU-Richtlinie EuP (Energy using products) sowie den Anforderungen von Energy Star 5.0.


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Im Lieferumfang finden sich ein Kaltgerätekabel, zwei schwarze Klettbinder, vier schwarze Kabelbinder aus Kunststoff und vier schwarze Schrauben. Das Handbuch ist verständlich beschrieben und bebildert, es liegt in den Sprachen Deutsch, Englisch, Französisch, Spanisch, Italienisch, Polnisch und Russisch vor.


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Auf den ersten Blick fällt das mattgraue Gehäuse auf, denn beim Vorgängermodell hatte be quiet! noch auf eine schwarze Hochglanzlackierung gesetzt. Diese sah zwar schick aus, setzte aber auch jeden Fingerabdruck anschaulich in Szene. Die Lackierung der neuen E7-Modelle bietet einen Metallic-Effekt und ist sehr unempfindlich. Die Abmessungen des Straight Power BQT E7-400W betragen 150 x 160 x 85 mm (B x T x H), es ist somit 20 mm tiefer als die Pure Power Modelle.


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Besonders auffällig ist der Netzteilboden, welcher statt mit einem traditionellen Lüftergitter mit parallelen Gitterstäben versehen wurde. Diese stehen nur minimal hervor und geben den Straight Power Netzteilen eine einzigartige Optik. Unter den Gitterstäben finden wir einen Lüfter vom Typ SilentWings mit 120 mm Durchmesser, dieser Lüfter wird temperaturabhängig geregelt. Eine Regelung für Gehäuselüfter fehlt den Modellen mit 400 und 450 Watt, dies war bei der vorherigen Generation noch anders.


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Beim be quiet! Straight Power BQT E7-400W sind alle Kabelstränge fest mit dem Netzteil verbunden. Hier eine Übersicht aller Anschlüsse:

Die Anschlüsse des be quiet! Straight Power BQT E7-400W
Strang/BuchsePos#1Pos#2Pos#3Pos#4Pos#5
ATX/EPS 24-PinATX24
54,0cm
----
EPS+12VEPS8
56,0cm
----
ATX+12VATX4
55,0cm
----
PEGPEG6+2
55,0cm
----
SATA/Molex/FloppySATA
55,0cm
SATA
69,5cm
PATA
84,0cm
PATA
99,5cm
Floppy
114,0cm
SATA/Molex/FloppySATA
55,0cm
SATA
69,5cm
PATA
84,0cm
PATA
99,0cm
Floppy
113,0cm

Vier SATA- und vier PATA-Anschlüsse, dies entspricht dem Straight Power BQT-E6-450 vom letzten Jahr. Das Straight Power BQT-E7-400 besitzt zwei Floppy-Stecker, einen mehr als beim Vorgängermodell, sowie einen PEG-Anschluss für Grafikkarten.


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Im Gegensatz zum Pure Power BQT-L7-430W bietet das Straight Power BQT-E7-400 neben dem 4-Pin ATX+12V-Stecker auch einen 8-Pin EPS+12V-Anschluss. Die Kabel fallen im Vergleich zum Pure Power BQT-L7-430W jeweils 10 cm länger aus, sind zugleich aber ca. 5 cm kürzer als beim alten Straight Power BQT-E6-450.




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be quiet! Straight Power BQT E7-CM-680W
Mit einem Straßenpreis ab 115 Euro ist das Straight Power BQT E7-CM-680W das eigentliche Spitzenmodell der Baureihe. Auch dieses Gerät erfüllt die Spezifikation ATX 12V 2.3 sowie die EU-Richtlinie EuP (Energy using products) und die Anforderungen von Energy Star 5.0. Zudem wurde das Straight Power BQT E7-CM-680W als "80 Plus Bronze" zertifiziert.


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Der Lieferumfang entspricht dem des Straight Power BQT E7-400W, er umfasst einen Kaltgerätekabel, zwei schwarze Klettbinder, vier schwarze Kabelbinder aus Kunststoff, vier schwarze Schrauben sowie ein Handbuch in den Sprachen Deutsch, Englisch, Französisch, Spanisch, Italienisch, Polnisch und Russisch. Hinzu kommen sieben abnehmbare Kabelstänge.


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Lüfter und Gitter entsprechen denen des Straight Power BQT E7-400W: Abermals kommen parallele Stäbe zum Einsatz, hinter denen ein 120 mm großer Lüfter der hauseigenen Serie SilentWings rotiert. Auch die Lackierung in mattem Grau mit Metallic-Effekt finden wir am Straight Power BQT E7-CM-680W wieder.


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Die Besonderheit ist das Kabelmanagement, welches nur die Modelle mit 480, 580 und 680 Watt bieten. Diese tragen den Namenszusatz "CM" und kosten in etwa soviel wie die 20 Watt stärkeren Varianten mit fest verbundenen Strängen. Hinsichtlich der Abmessungen von 150 x 160 x 85 mm (B x T x H) gibt es keinen Unterschied, obwohl diese Anschlüsse rein konstruktiv etwas mehr Platz benötigen.


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Wir finden sieben Buchsen, von denen vier für Laufwerke, zwei für Grafikkarten und eine für den EPS+12V-Anschluss gedacht sind. be quiet! hat diese Buchsen nicht nur kodiert, so dass der EPS+12V-Stecker beispielsweise nicht in eine der PEG-Buchsen passt, sondern auch farblich markiert. Die korrekte Bestückung wird so zum Kinderspiel.

Die Anschlüsse des be quiet! Straight Power BQT E7-CM-680W
Strang/BuchsePos#1Pos#2Pos#3Pos#4Pos#5
ATX/EPS 24-Pin
fest am Gerät
ATX24
55,0cm
----
ATX+12V
fest am Gerät
ATX4
56,0cm
----
Lüfter
fest am Gerät
Molex
57,0cm
3-Pin
72,5cm
---
Lüfter
fest am Gerät
Molex
57,0cm
3-Pin
73,0cm
---
EPS+12V
abnehmbar
EPS8
56,0cm
----
PEG
abnehmbar
PEG6+2
55,0cm
PEG6+2
55,0cm
---
PEG
abnehmbar
PEG6+2
55,0cm
PEG6+2
55,0cm
---
SATA
abnehmbar
SATA
55,0cm
SATA
69,0cm
SATA
83,5cm
--
SATA/Molex/Floppy
abnehmbar
SATA
54,5cm
SATA
69,0cm
PATA
83,5cm
PATA
98,0cm
Floppy
113,0cm
SATA/Molex
abnehmbar
SATA
55,0cm
SATA
69,0cm
PATA
83,0cm
PATA
98,5cm
-
SATA/Molex/Floppy
abnehmbar
PATA
55,0cm
PATA
69,0cm
PATA
84,0cm
Floppy
99,0cm
-

Fest mit dem Netzteil verbunden sind der ATX-Hauptanschluss, der vierpolige ATX+12V-Stecker sowie die beiden Anschlusskabel für die Gehäuselüfter. An jedem Strang kann nur ein Lüfter betrieben werden, wahlweise über einen Molex- oder 3-Pin-Stecker. Die Drehzahl der Lüfter regelt das Netzteil lastabhängig, dabei liegt der Regelbereich zwischen +4 und +12 Volt. Mit einem Anlaufimpuls von mehr als +10 Volt stellt be quiet! sicher, dass sich die Lüfter auch wirklich in Bewegung setzen.


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Je zwei PEG-Anschlüsse enden am Netzteil in einer achtpolige Buchse, dennoch steht jedem Stecker ein eigenes Kabel zur Verfügung. Bei den Kabelstängen gibt es sowohl reine SATA- und PATA-Kabel als auch gemischte. So kann sich der Benutzer die beste Variante für sein System aussuchen. Mit je sieben PATA- und SATA-Anschlüssen sowie zwei Floppy-Steckern ist das Straight Power BQT-E7-CM-680 reichhaltig ausgestattet.




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Die Testkonfiguration
Unsere neue Testplattform für Netzteile basiert auf Intels Core i7 965 Extreme Prozessor und dem Mainboard ASUS P6T Deluxe mit dem BIOS 1606. Um auf die unterschiedlichen Leistungsklassen der Netzteile eingehen zu können, werden wir den Prozessor für leistungsstarke Geräte übertakten und das Testsystem mit unterschiedlichen Grafikkarten kombinieren. Die Auswahl reicht von einer Radeon HD 2400 Pro über die Radeon HD 4770 und Radeon HD 4870 bis hin zur einer CrossFire-Kombination aus Radeon HD 4870 und Radeon HD 4870 X2.

Die Testkonfiguration bis 300 Watt
Die Einstiegsklasse geht bis maximal 300 Watt. Diese Netzteile besitzen keinen PEG-Anschluss für Grafikkarten, die mehr als 75 Watt Strom benötigen. Der Hauptverbraucher im System ist somit die CPU:

Die Testkonfiguration für 300 bis 450 Watt
Die Netzteile der unteren Leistungsklasse sind oberhalb von 300 Watt mit einem PEG-Anschluss ausgestattet. In unserer Konfiguration ist der Prozessor dennoch durstiger als die Grafikkarte:

Die Testkonfiguration für 450 bis 600 Watt
Netzteile der mittleren Leistungsklasse mit zwei PEG-Anschlüssen bekommen einen übertakteten Prozessor und eine anspruchsvollere Grafikkarte, genauer gesagt eine Powercolor Radeon HD 4870, vorgesetzt. Diese Grafikkarte verbraucht bereits etwas mehr Strom als der Prozessor.

Die Testkonfiguration für 600 bis 750 Watt
Bei der gehobenen Leistungsklasse läuft die CPU weiterhin mit 3,60 GHz, dafür legen wir bei der Grafikkarte nochmals nach und setzen eine Radeon HD 4870 X2 mit zwei Grafikprozessoren ein. Diese Karte verbraucht in etwa doppelt soviel Strom wie der Prozessor.

Die Testkonfiguration für 750 bis 1000 Watt
Der maximale Ausbau für Netzteile bis 1000 Watt wird heute noch nicht benötigt, aber wir wollen dennoch einen kurzen Ausblick gewähren. In dieser Konfiguration dominieren die Grafikkarten den Stromverbrauch deutlich:




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Messergebnisse: Idle
Jedes Netzteil wurde in vier Lastzuständen vermessen, diese Durchläufe dauerten jeweils eine Stunde und wurden dreimal wiederholt, um zufällige Abweichungen auszuschließen. Während der Messläufe werden der Stromverbrauch und die Spannungen protokolliert. Zunächst messen wir den Stromverbrauch ohne Prozessor- und Grafiklast (idle), der Verbrauch ist dabei sehr konstant.

Testkonfiguration: 300 bis 450 Watt
In dieser Konfiguration taktet der Core i7 965 Extreme mit 3,33 GHz und als Grafikkarte kommt AMDs ATi Radeon HD 4770 zum Einsatz.

Leistungsaufnahme Gesamtsystem IDLE in Watt (niedriger ist besser)
be quiet! L7-430W
129
be quiet! L7-350W
129
be quiet! E7-400W
130
Xigmatek NRP-PC402
132
be quiet! SFX 350W
132

Die vier ATX-Netzteile wurden allesamt als "80 Plus Bronze" zertifiziert, während das kompakte SFX-Modell "nur" mit einer normalen "80 Plus" Wertung aufwarten kann. Dennoch liegen alle Netzteile eng beisammen und die preiswerten Pure Power Modelle sind sogar noch ein Watt sparsamer als das neue Straight Power. Und wie sieht es mit den Spannungen aus?

be quiet! E7-400W: Abweichungen in %
 
+3,3V
1.21
+5V
0
+12V
0.67

be quiet! SFX 350W: Abweichungen in %
 
+3,3V
0
+5V
1.8
+12V
1.17

be quiet! L7-350W: Abweichungen in %
 
+3,3V
0.3
+5V
0.4
+12V
0.67

be quiet! L7-430W: Abweichungen in %
 
+3,3V
0
+5V
1
+12V
0.67

Xigmatek NRP-PC402: Abweichungen in %
 
+3,3V
2.12
+5V
1
+12V
0.17

Dem Straight Power BQT E7-400 gelingt eine Punktlandung auf der +5V-Schiene, doch auch auf +3,3 und +12 Volt messen wir vorbildliche Werte. Dies gilt auch für die übrigen Testkandidaten.

Testkonfiguration: 600 bis 750 Watt
Für das 680 Watt starke be quiet! Straight Power BQT E7 müssen wir ganz andere Geschütze auffahren: Der Core i7 965 Extreme wird auf 3,60 GHz übertaktet und als Grafikkarte kommt ein echter Stromfresser, nämlich eine Radeon HD 4870 X2 zum Einsatz:

Leistungsaufnahme Gesamtsystem IDLE in Watt (niedriger ist besser)
be quiet! E7-CM-680W
184
Cougar HEC-700TE
186
be quiet! P7-Pro-750W
190

Die beiden Netzteile von be quiet! haben die Zertifizierung "80 Plus Bronze" erhalten, gleiches gilt für das Cougar CM Power 700W. Dennoch sehen wir im Leerlauf Abweichungen von immerhin sechs Watt. Und wie sieht es bei den Spannungen aus?

be quiet! E7-680W: Abweichungen in %
 
+3,3V
1.21
+5V
1.4
+12V
0.17

be quiet! P7-Pro-750W: Abweichungen in %
 
+3,3V
0.61
+5V
0.4
+12V
0.75

Cougar HEC-700TE: Abweichungen in %
 
+3,3V
2.42
+5V
1
+12V
0.67

Das Straight Power E7-680W liefert uns Bestwerte auf der +12V-Schiene, insgesamt erreicht das Dark Power Pro P7-Pro-750W jedoch noch etwas bessere Werte. Beim Cougar CM Power 700W fällt die etwas schwache +3,3V-Schiene auf.




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Messergebnisse: CPU-Last
Zunächst werden wir den Core i7 965 Extreme mit Hilfe des Tools Core2MaxPerf belasten. Dieses Programm erzeugt eine Last, welche man mit normalen Anwendungen fast nie erreichen kann. Der in diesem Durchlauf erzeugte Stromverbrauch schwankt nur geringfügig.

Testkonfiguration: 300 bis 450 Watt
Wir starten Core2MaxPerf mit acht Threads und lassen den Core i7 965 Extreme mit 3,33 GHz laufen. Dies entspricht dem Standardtakt plus einer Turbo-Stufe. Die CPU-Spannung haben wir nicht verändert.

Leistungsaufnahme Gesamtsystem CPU-Last in Watt (niedriger ist besser)
be quiet! E7-400W
228
Xigmatek NRP-PC402
231
be quiet! L7-430W
231
be quiet! SFX 350W
234
be quiet! L7-350W
235

Bei dieser Messung haben die Netzteile der 400W-Klasse die Nase vor, da sich die Last im sehr günstigen Bereich zwischen 50 und 60 Prozent bewegt. Das neue Straight Power E7-400W setzt hierbei die Bestmarke. Kommen wir nun zu den Spannungen:

be quiet! E7-400W: Abweichungen in %
 
+3,3V
1.21
+5V
0.4
+12V
0.67

be quiet! SFX 350W: Abweichungen in %
 
+3,3V
0.61
+5V
2.4
+12V
2.17

be quiet! L7-350W: Abweichungen in %
 
+3,3V
0
+5V
1
+12V
0.25

be quiet! L7-430W: Abweichungen in %
 
+3,3V
0.61
+5V
1
+12V
0.25

Xigmatek NRP-PC402: Abweichungen in %
 
+3,3V
2.42
+5V
0.6
+12V
0.75

Obwohl uns das Straight Power BQT E7-400 mit Traumergebnissen verwöhnt, sind die Spannungen bei den billigeren Modellen Pure Power L7-350W und L7-430W noch ein wenig stabiler.

Testkonfiguration: 600 bis 750 Watt
Damit die 600W-Klasse etwas mehr zu stemmen hat, übertakten wir den Core i7 965 Extreme auf 3,60 GHz und starten Core2MaxPerf erneut mit acht Threads:

Leistungsaufnahme Gesamtsystem CPU-Last in Watt (niedriger ist besser)
be quiet! E7-CM-680W
300
Cougar HEC-700TE
302
be quiet! P7-Pro-750W
307

Die Rangfolge unserer Idle-Messung wird auch im Durchlauf mit CPU-Last bestätigt. Ein Grund hierfür ist sicherlich auch, dass das Dark Power P7-Pro-750W noch nicht in seinem idealen Lastbereich arbeitet. Das Straight Power E7-680W setzt abermals die Bestmarke. Und wie haben sich die Spannungen entwickelt?

be quiet! E7-680W: Abweichungen in %
 
+3,3V
1.52
+5V
1.8
+12V
0.25

be quiet! P7-Pro-750W: Abweichungen in %
 
+3,3V
0.61
+5V
0.4
+12V
1.17

Cougar HEC-700TE: Abweichungen in %
 
+3,3V
3.03
+5V
0.6
+12V
0.25

Straight Power E7-680W und Cougar CM Power 700W glänzen auf der +12V-Schiene, dennoch behauptet das Dark Power Pro P7-Pro-750W seinen Führungsanspruch. Die +3,3V-Schiene des Cougar CM Power 700W bricht unter Last noch weiter ein, die Werte bleiben aber noch deutlich innerhalb der erlaubten Grenzen.




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Messergebnisse: GPU-Last
Nun erzeugen wir Last auf der Grafikkarte und messen nochmals den Stromverbrauch sowie die Spannungen. Wir verwenden die Software Furmark (etqw.exe), mit der wir eine Belastung erzeugen, welche die Anforderungen normaler Spiele deutlich übertsteigt. Auch diese Art der Belastung erzeugt einen sehr gleichmäßigen Stromverbrauch.

Testkonfiguration: 300 bis 450 Watt
Wir lassen Furmark ohne Kantenglättung mit einer Auflösung von 1280 x 1024 Bildpunkten als Vollbild laufen. Die AMD ATi Radeon HD 4770 erweist sich hierbei als vergleichsweise sparsame Grafikkarte.

Leistungsaufnahme Gesamtsystem GPU-Last in Watt (niedriger ist besser)
be quiet! E7-400W
208
be quiet! L7-430W
210
Xigmatek NRP-PC402
210
be quiet! L7-350W
211
be quiet! SFX 350W
212

Diesmal liegen alle Netzteile Kopf an Kopf, die Abweichung beträgt gerade einmal vier Watt. Abermals kann das Straight Power E7-400W die Bestmarke setzen. Betrachten wir nun die Ergebnisse der Spannungsmessung:

be quiet! E7-400W: Abweichungen in %
 
+3,3V
1.21
+5V
0
+12V
0.17

be quiet! SFX 350W: Abweichungen in %
 
+3,3V
0.61
+5V
2.4
+12V
1.67

be quiet! L7-350W: Abweichungen in %
 
+3,3V
0
+5V
1
+12V
0.25

be quiet! L7-430W: Abweichungen in %
 
+3,3V
0.61
+5V
1
+12V
0.25

Xigmatek NRP-PC402: Abweichungen in %
 
+3,3V
2.42
+5V
0.6
+12V
0.75

Das Straight Power BQT E7-400 besitzt diesmal die stabilste +12V-Schiene, kann sich von der Konkurrenz aus eigenem Hause jedoch abermals nicht distanzieren. Kein Zweifel: Pure Power L7-350W und L7-430W sind echte Preisbrecher.

Testkonfiguration: 600 bis 750 Watt
Die Radeon HD 4870 X2 ist zweifelsohne ein ganz anderes Kaliber. Furmark läuft wieder im Vollbild-Modus mit einer Auflösung von 1280 x 1024 Bildpunkten. Auf Kantenglättung haben wir verzichtet, da diese den Stromverbrauch sinken lässt.

Leistungsaufnahme Gesamtsystem GPU-Last in Watt (niedriger ist besser)
be quiet! E7-CM-680W
526
be quiet! P7-Pro-750W
526
Cougar HEC-700TE
530

Trotz Verbrauchswerten von deutlich über 500 Watt, liegen die drei Netzteile dicht beisammen. Diesmal fällt das Cougar CM Power 700W leicht hinter die Modelle von be quiet! zurück, die auf exakt den selben Messwert kommen. Und die Spannungen?

be quiet! E7-680W: Abweichungen in %
 
+3,3V
2.42
+5V
1.8
+12V
2.17

be quiet! P7-Pro-750W: Abweichungen in %
 
+3,3V
1.52
+5V
0
+12V
2.17

Cougar HEC-700TE: Abweichungen in %
 
+3,3V
3.64
+5V
1
+12V
2.58

Die Radeon HD 4870 X2 belastet die +12V-Schiene enorm, dennoch schlagen sich die Netzteile gut und die maximalen Abweichungen liegen zwischen 2,17 und 2,58 Prozent. Das Dark Power Pro P7-Pro-750W kann hier seinen Leistungsvorteil in die Waagschale werfen und liefert die besten Resultate. Beim Cougar CM Power 700W schwächelt nach wie vor die +3,3V-Leitung, bleibt aber innerhalb der erlaubten Werte.




be quiet! Straight Power BQT E7: The Next Generation - Druckansicht - Seite 9 von 11

Messergebnisse: CPU+GPU-Last
Im vierten und letzten Messlauf mischen wir CPU- und GPU-Last. Hierzu lassen wir die Programme Furmark und Core2MaxPerf zeitgleich laufen, was auf Systemen mit einer einzelnen GPU zur höchstmöglichen Auslastung führt. Bei dieser Konstellation schwankt der Stromverbrauch stärker.

Testkonfiguration: 300 bis 450 Watt
Der Core i7 965 Extreme taktet mit 3,33 GHz und wird von Core2MaxPerf mit vier Threads belastet. Die AMDs ATi Radeon HD 4770 ist mit Furmark beschäftigt, welches wieder als Vollbild mit einer Auflösung von 1280 x 1024 Bildpunkten läuft.

Leistungsaufnahme Gesamtsystem CPU+GPU in Watt (niedriger ist besser)
be quiet! E7-400W
258
be quiet! SFX 350W
260
Xigmatek NRP-PC402
261
be quiet! L7-430W
262
be quiet! L7-350W
264

Auch bei kombinierter CPU- und GPU-Last erweist sich das Straight Power E7-400W als besonders sparsam. Und wie stabil bleiben die Spannungen?

be quiet! E7-400W: Abweichungen in %
 
+3,3V
1.52
+5V
0.4
+12V
0.25

be quiet! SFX 350W: Abweichungen in %
 
+3,3V
0.61
+5V
2.4
+12V
2.17

be quiet! L7-350W: Abweichungen in %
 
+3,3V
0.61
+5V
1.4
+12V
0.75

be quiet! L7-430W: Abweichungen in %
 
+3,3V
0.61
+5V
1
+12V
0.75

Xigmatek NRP-PC402: Abweichungen in %
 
+3,3V
2.42
+5V
0.6
+12V
1.17

Diesmal bietet das Straight Power BQT E7-400 die stabilsten Werte auf der +12V- und +5V-Schiene, doch auch Pure Power L7-350W und L7-430W lassen sich nicht lumpen. Keiner der Messwerte weicht mehr als 2,42 Prozent vom Soll ab, die aktuelle Netzteilgeneration überzeugt in dieser Leistungsklasse auf der ganzen Linie.

Testkonfiguration: 600 bis 750 Watt
In der höheren Gewichtsklasse lassen wir Core2MaxPerf mit vier Threads auf den Core i7 965 Extreme los, wobei der Prozessor auf 3,60 GHz übertaktet wurde. Furmark läuft abermals auf der Radeon HD 4870 X2 im Vollbild-Modus mit einer Auflösung von 1280 x 1024 Bildpunkten und ohne Kantenglättung.

Leistungsaufnahme Gesamtsystem CPU+GPU in Watt (niedriger ist besser)
be quiet! E7-CM-680W
394
be quiet! P7-Pro-750W
400
Cougar HEC-700TE
410

Dieser Durchlauf bringt uns die deutlichsten Unterschiede: Während sich das Straight Power E7-680W klar an der Spitze festsetzen kann, fällt das Cougar CM Power 700W diesmal deutlich zurück. Wir haben alle Messungen dreimal durchgeführt und obige Reihenfolge wurde in jedem Testlauf bestätigt. Und die Spannungen?

be quiet! E7-680W: Abweichungen in %
 
+3,3V
2.12
+5V
1.4
+12V
1.17

be quiet! P7-Pro-750W: Abweichungen in %
 
+3,3V
1.21
+5V
0.4
+12V
1.67

Cougar HEC-700TE: Abweichungen in %
 
+3,3V
3.64
+5V
0
+12V
1.17

Abermals überzeugen Straight Power E7-680W und Cougar CM Power 700W mit einer sehr stabilen +12V-Schiene, die stabilsten Spannungen dürfen wir jedoch dem Dark Power Pro P7-Pro-750W bescheinigen. Wie schon beim Durchlauf GPU-Last bricht die +3,3V-Schiene des Cougar CM Power 700W um 3,64 Prozent ein.




be quiet! Straight Power BQT E7: The Next Generation - Druckansicht - Seite 10 von 11

Stromverbrauch im Standby
Im Standby sollte der Computer möglichst wenig Strom verbrauchen. Sind die getesteten Netzteile auch dann noch Stromsparer, wenn das System heruntergefahren wurde?

Leistungsaufnahme Gesamtsystem Standby (niedriger ist besser)
be quiet! E7-400W
2.4
be quiet! E7-CM-680W
2.4
be quiet! TFX 300W
2.5
be quiet! SFX 350W
2.7
be quiet! L7-350W
2.9
be quiet! L7-430W
2.9
Xigmatek NRP-PC402
2.9
be quiet! L7-300W
3.0
be quiet! L7-530W
3.0
NesteQ ECS 5001
3.0
NesteQ ECS-XS-500
3.2
be quiet! P7-Pro-750W
3.2
Cougar HEC-700TE
3.3

Verbräuche unter vier Watt sind schwer zu messen. Obwohl der Hersteller unsere Messgeräte bis 0,2 Watt freigegeben hat, betrachten wir obige Ergebnisse in erster Linie als untereinander vergleichbar. Hierbei zeigen sich die neuen Straight Power Netzteile von be quiet! wieder einmal von ihrer besten Seite und verbrauchen weniger Strom als alle Vergleichsgeräte. Auf das Jahr umgerechnet bedeutet jedes Watt Stromkosten in Höhe von knapp zwei Euro (angenommener Preis: 22 Cent pro kWh).

Schalldruck
Markennetzteile sind in den letzten Jahren nicht nur immer effizienter, sondern auch immer leiser geworden. Wir rüsten unser Testsystem mit einer Grafikkarte vom Typ MSI RX2400Pro-TD256EH auf den passiven Betrieb um und lassen es für die Schallpegelmessung ohne Festplatte ca. 15 Minuten in der BIOS-Konfiguration laufen. Damit die Grundlast nicht zu gering ausfällt, wurde der Core i7 965 Extreme auf 3,73 GHz (1,325 Volt) übertaktet, nun liegen ca. 153 Watt an. Wir haben den Schallpegel aus einer Entfernung von 35 cm gemessen und anschließend auf einen Abstand von einem Meter umgerechnet. Dies war erforderlich, da die meisten Netzteile tatsächlich sehr, sehr leise arbeiten.

Schalldruck in dB(A), IDLE, Abstand 1 Meter (niedriger ist besser)
be quiet! E7-400W
21.18
be quiet! L7-530W
21.78
be quiet! L7-300W
22.28
be quiet! L7-430W
22.48
Cougar HEC-700TE
23.08
be quiet! L7-350W
23.18
NesteQ ECS 5001
23.18
NesteQ ECS-XS-500
24.18
be quiet! P7-Pro-750W
24.68
be quiet! E7-CM-680W
24.78
be quiet! TFX 300W
25.98
be quiet! SFX 350W
30.38
Xigmatek NRP-PC402
31.98

Das Straight Power E7-400W arbeitet trotz 38-prozentiger Auslastung so gut wie lautlos und einen besseren Wert als 21,18 dB(A) haben wir bei einem aktiv gekühlten Netzteil noch nicht gemessen. Eine höhere Leistungsklasse führt aber auch bei der neue Straight Power Serie zu einer schnelleren Lüfterdrehzahl und damit verbunden zu einer höheren Lautstärke. Die 24,78 dB(A) des Straight Power E7-680W sind zwar ganz gut, aber nicht leiser als das Dark Power P7-Pro-750W, dessen Lüfter mit lediglich 900 U/min rotiert. Getopt werden beide Modelle vom Cougar CM Power 700W, welches gut anderthalb Dezibel leiser arbeitet.




be quiet! Straight Power BQT E7: The Next Generation - Druckansicht - Seite 11 von 11

Fazit: Die Straight Power E7 Netzteile
Auch mit der dritten Generation der Baureihe "Straight Power" liefert be quiet! wieder überzeugende Netzteile ab. Dabei wird sich der eine oder andere Kunde erst einmal die Augen reiben, denn die bisher typische Hochglanzlackierung wurde zu den Akten gelegt. Das matte Dunkelgrau mit Metallic-Effekt wirkt etwas nüchtern und sachlich, ist aber deutlich unempfindlicher als die elegant-klassische Hochglanzlackierung. Als Hingucker dienen die neuen Lüftergitter, bei denen die Stäbe parallel angeordnet wurden. Sie geben den Blick auf den hauseigenen Lüfter vom Typ SilentWings frei, der hier erstmals in einem Netzteil zum Einsatz kommt. Die neuen Straight Power Netzteile sind überraschend anders und zugleich wieder ein Schritt nach vorne.

be quiet! Straight Power BQT-E7-400W
Sehr GutDas Basismodell entpuppt sich im Test als hochstabil: Bei keiner Messung weichen die Spannungen um mehr als zwei Prozent vom Soll ab und das ist ein hervorragendes Ergebnis. Doch die preiswerteren Pure Power Modelle machen das nicht schlechter - warum sollte man also 58 Euro in ein Straight Power BQT-E7-400W investieren? Weil das Straight Power BQT-E7-400W unter Last und im Standby noch sparsamer ist, weil es noch leiser arbeitet, weil es eine um ein Jahr längere Garantiezeit bietet, weil es mehr Anschlüsse besitzt und weil es deutlich längere und zudem ummantelte Kabelstränge hat. Und den dritten +12V-Spannungskreis nimmt man quasi als Bonus mit. Leider fehlen dem Straight Power BQT-E7-400W sowie dem 450 Watt starken Schwestermodell die beiden regelbaren Anschlüsse für Gehäuselüfter und der Lüfternachlauf ECASO bleibt nach wie vor den teureren Dark Power Pro Modellen vorbehalten. Ansonsten ein perfekter Auftritt und eine klare Empfehlung: "Sehr Gut".


Fotostrecke mit weiteren und größeren Fotos...

be quiet! Straight Power BQT-E7-CM-680W
Editor's ChoiceObwohl es noch eine Variante mit 700 Watt gibt, ist das Straight Power BQT-E7-CM-680W unserer Ansicht nach das Top-Modell der neuen Baureihe. Das liegt an dem Kabelmanagement, welches nur die Modelle mit 480, 580 und 680 Watt bieten. Dank unterschiedlich bestückter Kabel kann man die optimale Konfiguration für seinen eigenen PC zusammenstellen und da be quiet! alle Anschlüsse eindeutig codiert und farblich gekennzeichnet hat, gibt es bei der Verkabelung auch keinerlei Probleme. Zudem bietet dieses Netzteil zwei Anschlüsse für Gehäuselüfter, deren Drehzahl lastabhängig geregelt wird. Im Vergleich zum Dark Power BQT-P7-Pro-750W bietet das Straight Power BQT-E7-CM-680W weniger Anschlüsse, dafür aber mehr als das Cougar CM Power 700W.


Fotostrecke mit weiteren und größeren Fotos...

Das Straight Power BQT-E7-CM-680W kann in unseren Messungen überzeugen und seine Spannungen weichen nie mehr als drei Prozent vom Soll ab. Insbesondere hinsichtlich der +3,3V-Schiene ist es deutlich stabiler als das Cougar CM Power 700W und dennoch findet es im Dark Power BQT-P7-Pro-750W seinen Meister. Aber der Neuling hat noch andere Trümpfe im Ärmel und punktet in seiner Klasse mit dem niedrigsten Verbrauch - dies gilt auch für den Standby-Betrieb. Hinsichtlich der Lautstärke liegen Straight Power BQT-E7-CM-680W und Dark Power BQT-P7-Pro-750W auf dem selben Niveau, werden vom Cougar CM Power 700W allerdings um mehr als anderthalb Dezibel unterboten. Mit einem Straßenpreis von 115 Euro ist das Straight Power BQT-E7-CM-680W knapp 20 Euro preiswerter als das Dark Power BQT-P7-Pro-750W, zugleich aber 5 Euro teurer als das Cougar CM Power 700W. Angesichts der vorbildlichen Verbrauchswerte und Spannungen ist dieser Preis durchaus angemessen und wir werten mit unserem "Editor's Choice".




Unser Dank gilt be quiet für die Teststellung der Netzteile.







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