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Biostar TA780G M2+ (AMD 780G) im Test - Druckansicht - Seite 1 von 13

Nach dem Test des AMDs Phenom X4 9750 und des ASUS M3N-HT Deluxe wollen wir uns heute ein drittes Mal der AM2+ Plattform des Herstellers AMD widmen. Während es sich beim ASUS M3N-HT Deluxe um ein hochpreisiges Mainboard in ATX-Größe handelt, zielt die kompakte Micro-ATX Hauptplatine Biostar TA780G M2+ auf preisbewußte Käufer.


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Chipsatz: AMD 780G
Chipsatz und CPU sind über HyperTransport 3.0 miteinander verbunden, beim AMD Phenom X4 9750 arbeitet diese Anbindung mit 1,8 GHz Taktrate. Der Speicher-Controller befindet sich im Prozessor, nicht im Chipsatz. Während die Kombination eines hochpreisigen Mainboards mit einer Chipsatzgrafik beim ASUS M3N-HT Deluxe für Verwunderung sorgte, stellt die IGP ein übliches Ausstattungsmerkmal für preiswerte Micro-ATX Motherboards wie das Biostar TA780G M2+ dar. Biostar setzt hierbei auf AMDs 780G Chipsatz, den Nachfolger des AMD 690G. AMD hatte diesen Chipsatz auf der diesjährigen CeBIT Anfang März vorgestellt.


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Die AMD 780G Northbridge beinhaltet eine ATI Radeon HD 3200 Grafikeinheit, welche weitgehend dem diskreten Radeon HD 2400 Grafikprozessor (RV610) entspricht. Die IGP unterstützt DirectX 10 inklusive Shader Model 4.0 sowie Avivo HD. Auf seiner Produktseite verspricht AMD die hardwarebeschleunigte Wiedergabe von Blu-ray und HD DVD Medien, Avivo HD soll problemlos mit 1080i zurechtkommen. Welche Auflösungen genau unterstützt werden und was insbesondere mit 1080p ist, verschweigt AMD seinen Kunden leider. Die Bildausgabe erfolgt über einen analogen VGA-Ausgang oder über digitale DVI- und HDMI-Anschlüsse, die digitalen Ausgänge beherrschen den Kopierschutz HDCP. Die IGP kann zwei Anzeigegeräte zugleich ansteuern. Schade: Biostar hat beim TA780G M2+ auf HDMI verzichtet, es gibt nur DVI und VGA.

Sollte die 3D-Leistung der Chipsatzgrafik nicht ausreichen, kann eine Grafikkarte nachgerüstet werden. Die AMD 780G Northbridge bietet hierfür eine PCI-Express 2.0 Anbindung mit 16 Lanes an. Sofern eine ATI Radeon HD 3450 basierende Grafikkarte zum Einsatz kommt, können GPU und IGP als CrossFire-Gespann arbeiten. AMD bezeichnet eine solche Konfiguration als Hybrid Crossfire. Alternativ kann der Benutzer an Mainboard und Grafikkarte je zwei Bildschirme anschließen und ATIs SurroundView nutzen.

 AMD 780GAMD 690G
DirectX109
Shader Model4.02.0
Dual Displayjaja
HDMIjaja
HDCPjaja
Videowiedergabe720p/1080i720p/1080i
PCI-Express2.01.1
PEG Lanes1616
PCIe Lanes64

Weitere sechs PCI-Express Lanes stehen für Steckplätze und onboard Geräte zur Verfügung. Die Southbridge wird ebenfalls über PCI-Express (A-Link Express II) angebunden, AMD nutzt hierfür vier Lanes. Bei der verwendeten Southbridge handelt es sich um AMDs SB700. Aufgrund eines kleinen Fehlers benötigt der Nachfolger des Modells SB600 einen externen Taktgeber, denn der interne ist defekt.

Doch was genau hat die SB700 zu bieten? Obwohl die Southbridge gut ausgestattet ist, hat sich im Vergleich zur SB600 nicht allzu viel verändert:

 AMD SB700AMD SB600
SATA 3 Gb/s Laufwerke64
ATA133 Laufwerke22
RAID Modi0, 1, 0+1, JBOD0, 1, 0+1, JBOD
LAN--
USB 2.0 Ports1210
PCI Slots66
HD Audiojaja

Die SB700 bietet zwei zusätzliche SATA-Anschlüsse, HotPlug und eSATA werden unterstützt, RAID 5 gibt es bei AMD auch weiterhin nicht. Zudem hat AMD die Zahl der USB 2.0 Ports um zwei aufgestockt, Biostar führt beim TA780G M2+ allerdings nur zehn USB 2.0 Anschlüsse aus.




Biostar TA780G M2+ (AMD 780G) im Test - Druckansicht - Seite 2 von 13

Lieferumfang
Mit einem Straßenpreis von 57 Euro gehört das Biostar TA780G M2+ zu den preiswertesten AMD 780G Mainboards auf dem deutschen Markt. Entsprechend mager fällt der Lieferumfang aus, selbst das Floppy-Kabel wurde eingespart:


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Anschlüsse
Auch im Anschlusspanel des TA780G M2+ ist Schmalhans Küchenmeister: Es gibt keine digitalen Audio-Ausgänge, keinen eSATA-Anschluss und auch auf HDMI und Firewire hat Biostar bei dieser Hauptplatine verzichtet.


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Zudem gibt es nur drei analoge Audio-Anschlüsse, denn Biostar hat sich für den günstigen 6-Kanal HD-Audio Codec ALC662 des taiwanesischen Herstellers Realtek entschieden. Auch der via PCI-Express angebundene Gigabit-LAN Controller RTL8111C stammt von Realtek.


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Ansonsten finden wir nur noch einen ITE IT8718F-S Super I/O Chip auf dem PCB. Dieser ist in der linken, unteren Ecke zu verorten. Gleich darunter sehen wir die Abgriffe für eine serielle und eine parallele Schnittstelle, ein passendes Bracket findet sich jedoch nicht im Lieferumfang.


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Unterhalb der Southbridge ordnet Biostar zwei Abgriffe für die USB 2.0 Ports fünf bis acht an, der Abgriff für die Anschlüsse neun und zehn liegt etwas versteckt zwischen den beiden 32-Bit PCI-Steckplätzen.




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Kühlung
Die Kühlung des Biostar TA780G M2+ erweist sich als unspektakulär. Auf North- und Southbridge wurden kleine Aluminiumprofile angebracht, auf Lüfter und Heatpipes hat Biostar verzichtet. Da der im 55 nm Prozess gefertigte AMD 780G Chipsatz sehr energiesparend und kühl arbeitet, reicht diese simple Kühlung aus.


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Biostar bietet eine weitere Variante des TA780G M2+ mit dem Zusatz "HP" an. Bei dieser befindet sich ein weiterer Kühlkörper auf den MOSFETs, welcher mit einer Heatpipe an der Northbridge-Kühlung angeschlossen ist.

Layout
Biostar verwendet ein klassisches Layout und platziert den CPU-Sockel zwischen den Spannungswandlern und den DIMM-Slots. Oberhalb des 3-phasigen Spannungswandlers, der offiziell nur für Prozessoren mit einer TDP von maximal 95 Watt freigegeben ist, findet sich eine ATX +12V 4-Pin Buchse. Auf die Ausführung eines EPS +12V 8-Pin Anschlusses hat Biostar verzichtet.


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Links oberhalb der vier Speichersockel sehen wir den 4-Pin Lüfteranschluss. Das Biostar TA780G M2+ kann sowohl Lüfter mit 4-Pin als auch Lüfter mit 3-Pin Anschluss regeln, im BIOS wurde sogar eine Lüfterkalibrierung integriert. Maximal kann das Mainboard mit 8 GByte DDR2-Speicher bestückt werden. Am rechten Rand des PCB sehen wir den 24-Pin ATX-Stromanschluss und die Buchse des ATA133-Kanals.


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Für die Steckplätze nutzt Biostar folgende Anordnung:

  1. PCI-Express x1
  2. PCI-Express 2.0 x16
  3. 32-Bit PCI
  4. 32-Bit PCI


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Während die Grafikkarte eine volle Baulänge haben darf, kommen sich überlange PCI-Karten mit den Serial-ATA Abgriffen ins Gehege. Biostar ordnet den BIOS-Chip, einen 3-Pin Lüfteranschluss, die SATA-Anschlüsse, den CLEAR-CMOS Jumper und die Gehäuseanschlüsse rechts unten an.


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Der HD-Audio Frontanschluss befindet sich unmittelbar hinter den Audiobuchsen des Anschlusspanels, so dass man das Anschlusskabel in den meisten Gehäusen zwischen CPU und Grafikkarte verlegen muss.


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Ein digitaler Audio-Abgriff und ein USB-Header liegen zwischen den beiden 32-Bit PCI-Steckplätzen, nicht gerade eine ideale Platzierung. Auch die Position der Floppy-Buchse - mittig am unteren Platinenrand - wird nur dann erträglich, wenn das Anschlusskabel unter dem Mainboard verlegt wird.




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Das Vista-Testsystem
Um einige der neuen Funktionen testen zu können, mussten wir Windows Vista verwenden. Obwohl Biostar das TA780G M2+ lediglich für Prozessoren mit einer TDP von maximal 95 Watt freigegeben hat, führen wir diesen Test mit einer 125 Watt CPU durch. Dies geschah aus Gründen der Vergleichbarkeit mit den Ergebnissen des ASUS M3N-HT Deluxe. Für diese Testreihe kam das BIOS A78GM502 zum Einsatz, die Speichermodule wurden als DDR2-1066 CL5-5-5-15 konfiguriert und mit einer Spannung von 2,25 Volt betrieben.

Hybrid Crossfire
AMDs Gegenstück zu NVIDIAs "GeForce Boost" nennt sich "Hybrid Crossfire". Auch bei "Hybrid Crossfire" arbeitet die IGP mit einer Grafikkarte im Tandembetrieb, um eine bessere 3D-Leistung zu ermöglichen. Ein solches Vorgehen macht allerdings nur bei leistungsschwachen Grafikkarten Sinn, da schnellere Modelle von der Chipsatzgrafik ausgebremst werden.


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AMD erlaubt "Hybrid Crossfire" ausschließlich im Zusammenspiel mit einer ATI Radeon HD 3450, welche im Vergleich zur NVIDIA GeForce 8500 GT, die wir für den "GeForce Boost" Test verwendet hatten, als deutlich schwächer einzustufen ist.


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F.E.A.R. 1280x960; kein AA; 4x AF: in fps
GeForce Boost
49
GeForce 8500 GT
35
Hybrid Crossfire
26
nForce 780a SLI
18
Radeon HD 2450
18
AMD 780G
16

Die Radeon HD 3450 erreicht bei F.E.A.R. gerade einmal die 3D-Leistung von NVIDIAs nForce 780a SLI und kann sich auch nicht von der Chipsatzgrafik des AMD 780G absetzen. Selbst im "Hybrid Crossfire"-Verbund bleibt AMDs Lösung hinter einer GeForce 8500 GT zurück und das Spiel ruckelt in der gewählten Auflösung träge vor sich hin. Nur 50 Prozent der IPG-Leistung werden der diskreten Grafik zugeschlagen, "GeForce Boost" kann hingegen knapp 78 Prozent der IPG-Leistung einbringen.

F.E.A.R. 1280x960; kein AA; 4x AF: Stromverbrauch in W
AMD 780G
153
Radeon HD 2450
163
nForce 780a SLI
171
Hybrid Crossfire
188
GeForce 8500 GT
196
GeForce Boost
210

Dafür arbeitet das Biostar TA780G M2+ bei dieser moderaten Auslastung deutlich energieeffizienter als das ASUS M3N-HT Deluxe. Da auch die Radeon HD 3450 eine extrem sparsame Grafikkarte ist, unterbietet selbst die "Hybrid CrossFire"-Konfiguration das Vergleichssystem mit der GeForce 8500 GT.

F.E.A.R. 1280x960; kein AA; 4x AF: W pro fps
GeForce Boost
4.3
GeForce 8500 GT
5.6
Hybrid Crossfire
7.2
Radeon HD 2450
9.1
nForce 780a SLI
9.5
AMD 780G
9.6

Bleibt noch die Frage, wieviel Watt wir in jedes Frame pro Sekunde (fps) investieren müssen. Im Vergleich zur Radeon HD 3200 IGP und zur einzelnen Radeon HD 3450 Grafikkarte schneidet "Hybrid Crossfire" besser ab. Dies soll jedoch nicht darüber hinweg täuschen, dass eine leistungsstärkere Grafikkarte weitaus effizienter arbeiten würde, da der Grundverbrauch des Testsystems recht hoch ausfällt.




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Das XP-Testsystem
Der normale Stabilitäts- und Leistungstest fand wie gewohnt unter Windows XP statt, auch hierbei wurde das BIOS A78GM502 verwendet. Obwohl Biostar das TA780G M2+ lediglich für Prozessoren mit einer TDP von maximal 95 Watt freigegeben hat, führen wir diesen Test mit einer 125 Watt CPU durch. Dies geschah aus Gründen der Vergleichbarkeit mit den Ergebnissen des ASUS M3N-HT Deluxe. Für die Stabilitäts- und Übertaktungstests hat uns AMD einen Phenom X4 9550 (TDP: 95 Watt) zur Verfügung gestellt. Die Speichermodule wurden manuell auf DDR2-1066 CL5-5-5-15 konfiguriert und mit einer Spannung von 2,25 Volt betrieben.

Im Rahmen der Benchmarks wurden die fett hervorgehobenen Komponenten eingesetzt.

Soundcheck
Während ASUS bei seinen Mainboards auf den SoundMAX AD1988B HD-Audio Codec von Analog Devices setzt (mit wechselhaftem Erfolg), greift Biostar für sein TA780G M2+ zu einem Realtek ALC662. Wir sind gespannt, wie sich der preiswerte 6-Kanal Codec in diesem Vergleich schlägt.

RMAA 6.0
24-Bit/96kHz
ASUS
M3N-HT Deluxe
ASUS
P5E3 Premium
Biostar
TA780G M2+
Frequency response, dB
Bezugsfrequenz: 40Hz,15KHz
(geringere=besser)
+0,03;-0,10+0,03;-0,10+0,19;-0,27
Noise level, dBA
Eigen-Rauschpegel
(niedriger=besser)
-92,5-92,3-86,3
Dynamic range, dBA
Dynamik-Bereich
(größer=besser)
91,891,786,2
Total Harmonic Distortion
(Klirrfaktor) %
(niedriger=besser)
0,0720,0740,0019
Intermodulation
distortion, %
(niedriger=besser)
0,0670,0710,014
Stereo crosstalk, dB
Übersprechen
(niedriger=besser)
-88,5-89,5-82,3

Der Realtek ALC662 bleibt im Schnitt 6 dB hinter dem SoundMAX AD1988B zurück, schlägt sich aber dennoch wacker. Beim Klirrfaktor und der Intermodulationsverzerrung zeigt sich Realtek gewohnt starkt, so dass der Klang als "Gut" eingestuft werden kann.

USB 2.0-Performance
Mit HDTach 3.0.1.0 nehmen wir die Messung der USB 2.0-Performance vor. In einem externen USB 2.0-Case (Revoltec File Protector 3,5") befindet sich eine 3,5" Festplatte mit 40 GB und 7200 U/Min von IBM (IC35-L040), welche wir über einen USB 2.0-Anschluss im I/O Panel des zu testenden Mainboards anschließen.

USB 2.0 - HDTach 3.0.1.0: Burstraten (Lesen)
ASUS M3N-HT Deluxe
nForce 780a SLI
35.1
Biostar TA780G M2+
AMD SB700
26.3

Mit einem Datendurchsatz von 35,1 MB/s erreicht der NVIDIA nForce 780a SLI eine ähnliche Performance wie Intels aktuelle Chipsätze. AMDs SB700 kann indes auf eine lange Reihe von Ahnen zurückblicken, die uns mit teils jämmerlicher USB-Performance beschämt haben. Und auch die SB700 bleibt dieser ATi-Tradition treu.

IDE-Performance: ATA133
Mit HDTach 3.0.1.0 haben wir zudem die IDE-Burstrate gemessen. Da das ASUS M3N-HT Deluxe unsere übliche Festplatte, die Maxtor MaxLine III 250 GB SATA nicht erkannte, kamen folgende Datenträger zum Einsatz:

ATA133 - HDTach 3.0.1.0: Burstraten (Lesen)
ASUS M3N-HT Deluxe
nForce 780a SLI
119.2
Biostar TA780G M2+
AMD SB700
108.2

Mit einem hervorragenden ATA133-Datendurchsatz stellt NVIDIAs nForce 780a SLI sogar die beliebten JMicron Controller in den Schatten. AMDs 780G Chipsatz mit der SB700 zeigt sich in dieser Disziplin gewohnt schwach.

IDE-Performance: SATA 3,0 Gb/s
Wichtiger als die Leistung der Parallel-ATA Anschlüsse, welche oft nur noch für optische Laufwerke genutzt werden, ist der Datendurchsatz der Serial-ATA Controller.

S-ATA 3.0 Gb/s AHCI - HDTach 3.0.1.0: Burstraten (Lesen)
ASUS M3N-HT Deluxe
nForce 780a SLI
174.3
Biostar TA780G M2+
AMD SB700
170.3
ASUS M3N-HT Deluxe
Marvell eSATA
163.9

Abermals hat das ASUS M3N-HT Deluxe mit dem NVIDIA nForce 780a SLI Chipsatz die Nase vorne. Zumindest gelingt es AMDs SB700, vor dem Marvell 88SE6111 zu bleiben, welcher bei ASUS den eSATA-Anschluss ausführt.




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CPU-Leistung (synthetisch)
Traditionell prüfen wir zunächst die mathematische Leistung der Prozessoren mit Hilfe synthetischer Benchmarks. Hierzu verwenden wir SiSoft Sandra 2007 Pro Business (Build 1098):

SiSoft Sandra 2007.1098: Dhrystone ALU in MIPS; Whetstone iSSE3 in MFLOPS
Biostar TA780G M2+
DDR2-1066CL5/unganged
36638
30932
ASUS M3N-HT Deluxe
DDR2-1066CL5/unganged
36383
30627

Den ersten Testlauf entscheidet der AMD 780G Chipsatz für sich. Ein zweiter Testlauf mit SiSoft Sandra 2007 Pro Business (Build 1098) soll die Multimedia-Performance offenbaren:

SiSoft Sandra 2007.1098: Integer X8 iSSE4 in it/s; FloatingPoint X4 iSSE2 in it/s
Biostar TA780G M2+
DDR2-1066CL5/unganged
122908
118703
ASUS M3N-HT Deluxe
DDR2-1066CL5/unganged
122692
117796

Auch in Hinblick auf die Multimedia-Performance bleibt NVIDIAs nForce 780a SLI das Nachsehen. Möglicherweise liegt dieser vermeintliche Vorteil des AMD 780G Chipsatzes in einem geringeren Speicherdurchsatz begründet. Prüfen wir das!

Datendurchsatz von Speicher und Cache
Unser Testsystem ist mit 2x 1 GByte DDR2-1066 vom Typ Mushkin XP2-8500 (NVIDIA) bzw. A-Data Extreme Edition DDR2 1066+(5) (AMD) bestückt. Wir verwenden diesen Arbeitsspeicher mit Latenzen von CL5-5-5-15. Zum Ausloten der Speicherbandbreite ziehen wir zunächst wieder SiSoft Sandra 2007 Pro Business (Build 1098) heran:

SiSoft Sandra 2007.1098: Int Buff'd iSSE2 in MB/s; Float Buff'd iSSE2 in MB/s
Biostar TA780G M2+
DDR2-1066CL5/unganged
5577
5576
ASUS M3N-HT Deluxe
DDR2-1066CL5/unganged
5505
5516

SiSoft Sandra widerspricht unserer Vermutung, auch dieser Test geht an den AMD 780G Chipsatz.

Mit ScienceMark 2.0 versuchen wir festzustellen, wie schnell die Zugriffe auf den L1- und L2-Cache erfolgen, zudem messen wir auch den Speicherdurchsatz ein zweites Mal:

ScienceMark 2.0 32-Bit Build 21032005: Memory in MB/s; L2 Cache in MB/s; L1 Cache in MB/s
Biostar TA780G M2+
DDR2-1066CL5/unganged
7408
14051
44380
ASUS M3N-HT Deluxe
DDR2-1066CL5/unganged
6995
14131
44470

Auch wenn sich SiSoft Sandra und ScienceMark 2.0 oft uneinig sind, diesmal erklären beide den AMD 780G Chipsatz zum Sieger.




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Multithreaded (synthetisch)
PC Wizard 2007.1.73 kann die Performance im Multi-Threaded-Betrieb analysieren. Dabei wird zunächst nur ein Thread ausgeführt, danach zwei Threads parallel und schließlich vier Threads. Ausgegeben wird die Bearbeitungszeit pro Thread, niedrige Ergebnisse sind also besser:

PC Wizard 2007.1.73: 4 Threads in s; 2 Threads in s; 1 Thread in s
Biostar TA780G M2+
DDR2-1066CL5/unganged
5.06
10.16
20.34
ASUS M3N-HT Deluxe
DDR2-1066CL5/unganged
5.06
10.16
20.36

Für seinen Multi-Threaded-Durchlauf greift PC Wizard 2007.1.73 auf den Mandelbrot-Test zurück und führt diesen auf 1, 2 sowie 4 Kernen aus. Diesmal liegen beide Mainboards extrem dicht beieinander, doch am Ende siegt wieder das Biostar TA780G M2+ mit AMDs 780G Chipsatz.

Auch CPU RightMark Lite 2005 v1.3 bietet die Möglichkeit, eine Anwendung auf mehrere Threads zu verteilen und somit mehrere CPU-Kerne auszulasten. Hierzu berechnet das Programm ein komplexes 3D-Gefüge mit 400 Objekten und 4 Lichtern, wir wählten das Modell 1. Die Ergebnisse werden in Frames pro Sekunde angegeben, größere Werte sind also besser. Wir sortieren nach der maximal erreichten Framerate:

CPU RightMark Lite 2005 v1.3: 4 Threads in fps; 2 Thread in fps; 1 Thread in fps
ASUS M3N-HT Deluxe
DDR2-1066CL5/unganged
23.50
15.00
8.60
Biostar TA780G M2+
DDR2-1066CL5/unganged
23.40
14.90
8.60

Erstmals gelingt es dem ASUS M3N-HT Deluxe, das preiswerte Biostar TA780G M2+ in einem Test zu bezwingen.

Betrachten wir noch einen letzten CPU-Test, welcher mehrere CPU-Kerne auslastet. Die Molecular Dynamics Simulation von ScienceMark 2.0 untersucht das thermodynamische Verhalten von Materialien anhand fester physikalischer Gesetze. Je schneller die Berechnung beendet ist, desto performanter ist die CPU. Die Resultate werden in Sekunden angegeben, niedrigere Werte sind folglich besser:

ScienceMark 2.0 32-Bit Build 21032005: Molecular Dynamics in s
Biostar TA780G M2+
DDR2-1066CL5/unganged
62.48
ASUS M3N-HT Deluxe
DDR2-1066CL5/unganged
62.75

Der Molecular Dynamics Testlauf von ScienceMark 2.0 verwendet nur zwei Kerne und diesmal kann AMDs 780G Chipsatz wieder punkten.

Primzahlen und Pi
Die schnelle Fourier-Transformation (FFT) ist ein Algorithmus, welcher zur Berechnung von Primzahlen genutzt wird. Wir verwenden Prime95 v24.14 im Benchmark-Modus, um die Rechenleistung der CPU zu untersuchen. Die Resultate werden in Millisekunden angegeben, kleinere Werte sind also besser:

Prime95 v24.14 - 10 Iterationen mit 4096K FFT Länge: in ms
ASUS M3N-HT Deluxe
DDR2-1066CL5/unganged
116.988
Biostar TA780G M2+
DDR2-1066CL5/unganged
123.123

Bei Prime95 kann sich das ASUS M3N-HT Deluxe einen erstaunlich großen Vorteil erarbeiten.

Und was passiert, wenn wir die Nachkommstellen von Pi berechnen?

Super PI 1.1e, 1M Stellen: Dauer in s
Biostar TA780G M2+
DDR2-1066CL5/unganged
32
ASUS M3N-HT Deluxe
DDR2-1066CL5/unganged
32

Bei Super PI kommt es zum Gleichstand zwischen den beiden Mainboards.




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Raytracing und Rendering
Die frei erhältliche Raytracing-Software POV-Ray unterstützt in der Version 3.7 beta 23 mehrere CPU-Kerne. Wir lassen das offizielle Benchmarkscript zweimal laufen: Zunächst als ein Thread, danach multi-threaded.

Wir sortieren anhand der höchsten Punktzahl, höhere Werte sind besser:

Povwin 3.7 beta 23 Benchmark: Multi Thread in PPS; Single Thread in PPS
ASUS M3N-HT Deluxe
DDR2-1066CL5/unganged
1661
420
Biostar TA780G M2+
DDR2-1066CL5/unganged
1654
417

Povwin 3.7 beta 23 kann NVIDIAs nForce 780a SLI in beiden Durchläufen für sich entscheiden.

Mit Cinebench in der aktuellen Version 10.0 kann die Leistung des Computers im Zusammenspiel mit der professionellen 3D-Anwendung Cinema 4D von MAXON bewertet werden.

Wir wählen den Rendering-Test, welcher auf einem oder mehreren CPU-Kernen ausgeführt werden kann. Höhere Werte spiegeln eine höhere Leistung wieder:

Cinebench Version 10.0 Rendering: X CPUs in CB-CPU; 1 CPU in CB-CPU
Biostar TA780G M2+
DDR2-1066CL5/unganged
7683
1999
ASUS M3N-HT Deluxe
DDR2-1066CL5/unganged
7630
2074

Auch bei Cinebench 10 liegen die beiden Mainboards nicht allzu weit auseinander, doch das Biostar TA780G M2+ kann mit vier Kernen etwas mehr Leistung aufbringen.

Kompression
7-Zip ist eine kostenlose Kompressionssoftware, die gegenüber vielen Mitbewerbern einen entscheidenden Vorteil hat: Sie ist multi-threaded programmiert und kann mehrere CPU-Kerne nutzen. Ein eingebautes Benchmark-Tool schätzt die Leistung des Prozessors ab:

7-Zip 4.42 Benchmark: Multi Thread in MIPS; Single Thread in MIPS
ASUS M3N-HT Deluxe
DDR2-1066CL5/unganged
3267
2247
Biostar TA780G M2+
DDR2-1066CL5/unganged
3113
2158

Obwohl die Speichertests dem AMD 780G Chipsatz einen besseren Durchsatz bescheinigen, schlägt das Benchmark-Tool von 7-Zip für das ASUS M3N-HT Deluxe aus. Doch welche Werte erwarten uns in der Praxis? Wir packen das 451 MByte große Multiplayer-Demo von F.E.A.R. als .7z-Datei mit normaler Kompressionsrate. Gemessen wird in Sekunden, geringere Werte sind also besser:

7-Zip 4.42 - 451 MByte packen: Multi Thread in s; Single Thread in s
Biostar TA780G M2+
DDR2-1066CL5/unganged
168
261
ASUS M3N-HT Deluxe
DDR2-1066CL5/unganged
190
281

Die Praxis widerspricht dem Benchmark: Das Packen der 451 MByte erledigt das Biostar TA780G M2+ deutlich schneller als das ASUS M3N-HT Deluxe. Diese großen Leistungsunterschiede bestätigen den von ScienceMark 2 gemessenen Speicherdurchsatz.




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Audio- und Video-Encoding
Als Nächstes testen wir die Leistung beim mp3-Encoding. Wir verwenden hierfür das Programm PC Wizard 2007.1.73 und komprimieren eine 60 MByte große WAV-Datei. Gemessen wird in Sekunden, niedrige Werte sind somit besser:

PC Wizard 2007.1.73: mp3-Encoding mit Lame; Normale Qualität in s
ASUS M3N-HT Deluxe
DDR2-1066CL5/unganged
11.16
Biostar TA780G M2+
DDR2-1066CL5/unganged
11.34

Beim mp3-Encoding kann sich der NVIDIA nForce 780a SLI Chipsatz auf dem ASUS M3N-HT Deluxe gegen AMDs 780G auf dem Biostar TA780G M2+ durchsetzen.

Video-Encoding
Betrachten wir nun zwei Video-Encoding-Benchmarks. Zunächst werden wir eine 455 MByte große AVI-Datei (huffyuv lossless Codec) mit TMPGEnc 2.512.52.161 ins DVD-Format (PAL) umwandeln. Wir verwenden hierbei die höchste Qualitätsstufe.

Das Ergebnis wird in Sekunden gemessen, kleinere Werte spiegeln eine höhere Leistung wieder:

TMPGEnc 2.512.52.161 - DVD PAL, Highest Quality: in s
ASUS M3N-HT Deluxe
DDR2-1066CL5/unganged
108
Biostar TA780G M2+
DDR2-1066CL5/unganged
110

Unsere veraltete Version von TMPGEnc sieht ebenfalls einen leichten Vorteil für das ASUS M3N-HT Deluxe. Nun wandeln wir das selbe Quellvideo ein zweites Mal, diesmal mit dem Windows Media Encoder 9.

Die Zieldatei im WMV-Format soll hochwertige 5384 kbit/s haben. Abermals messen wir die Sekunden, so dass kürzere Zeiten die bessere Leistung angeben:

Windows Media Encoder 9 - WMV 5384 kbit/s: in s
ASUS M3N-HT Deluxe
DDR2-1066CL5/unganged
584
Biostar TA780G M2+
DDR2-1066CL5/unganged
605

Auch der Windows Media Encoder 9 votiert für das Gespann ASUS M3N-HT Deluxe / NVIDIA nForce 780a. Da die Vorteile des NVIDIA Chipsatzes mit der Dateigröße wachsen, vermuten wir den schlechteren Datendurchsatz am SATA-Controller der AMD Southbridge als Ursache.




Biostar TA780G M2+ (AMD 780G) im Test - Druckansicht - Seite 10 von 13

3D-Spiele
Für die 3D-Tests verwenden wir eine MSI NX7900GT-VT2D256E mit NVIDIAs ForceWare 162.18, DirectX 9 befindet sich auf dem Stand von Juni 2007. Soweit nicht anders angegeben, wurden die Standardeinstellungen des Treibers verwendet.

Die Aussagekraft von Futuremarks 3DMark06 v102 konzentriert sich auf die Grafikkarte, die CPU spielt eine untergeordnete Rolle. Dennoch wollen wir das Ergebnis der Vollständigkeit halber aufführen:

Futuremark 3DMark06 v102
ASUS M3N-HT Deluxe
GeForce 7900 GT
4860
Biostar TA780G M2+
GeForce 7900 GT
4843
ASUS M3N-HT Deluxe
IGP
1212
Biostar TA780G M2+
IGP
0

3DMark06 gewinnt das ASUS M3N-HT Deluxe, welches nach einem schwachen Start immer besser in Fahrt kommt. Während wir mit der Grafikeinheit des NVIDIA nForce 780a SLI den Test zumindest ausführen können, bleibt das Programm im Zusammenspiel mit AMDs 780G einfach hängen.

Kommen wir nun zum Ego-Shooter F.E.A.R.:

Die Ergebnisse werden in Frames pro Sekunde angegeben, höhere Werte sind besser:

F.E.A.R. 1280x960; 4xAA + 8xAF: in fps
Phenom X4 9750 3,04GHz
GeForce 7900 GT
49
Biostar TA780G M2+
GeForce 7900 GT
49

F.E.A.R. beharrt auf seiner Neutralität und sieht ein Patt.

Unreal Tournament 2004 ist zwar schon ein wenig älter, aber immer noch ein guter Leistungsindex.

Abermals geben wir die Frames pro Sekunde an:

UT2004 (1280x1024 / AA: 4 / AF: 8 / High Image Quality / 16 Bots / AS Convoy UT2): in fps
Biostar TA780G M2+
GeForce 7900 GT
68.67
ASUS M3N-HT Deluxe
GeForce 7900 GT
67.29

Unreal Tournament gehört zu den wenigen Spielen, die deutlich auf Bandbreite reagieren. Wie bei 7-Zip liegt auch hier das Biostar TA780G M2+ aufgrund des höheren Speicherdurchsatzes vorne.

Zuletzt lassen wir "The Chronicles of Riddick" laufen, einen weiteren 3D-Shooter.

Die Ergebnisse werden in Frames pro Sekunde angegeben:

The Chronicles of Riddick (1280x960 / AA: 4 / AF: 8 / PS2.0 / No Sound / Sodini01): in fps
Biostar TA780G M2+
GeForce 7900 GT
74.17
ASUS M3N-HT Deluxe
GeForce 7900 GT
69.29

Bei "The Chronicles of Riddick" sieht der NVIDIA nForce 780a Chipsatz recht alt aus: Das Biostar TA780G M2+ rast auf und davon, als hätten wir ein DDR3-System mit einem Intel Core 2 Quad vor uns.




Biostar TA780G M2+ (AMD 780G) im Test - Druckansicht - Seite 11 von 13

Stromverbrauch
Zum Stromsparen nutzt AMD Cool'n'Quiet und senkt normalerweise sowohl den CPU-Takt als auch die am Prozessor anliegende Spannung ab.


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Obwohl unser Prozessor unter Cool'n'Quiet mit einer Spannung von ca. 1,040 Volt arbeiten sollte, legt Biostar konstant 1,280 Volt an und verschenkt somit einen Teil des Energiesparpotentials. Der Takt wird hingegen vorschriftsmäßig auf 1200 MHz reduziert.

Stromverbrauch in Watt: IDLE + Cool'n'Quiet, niedrigere Werte sind besser
Biostar TA780G M2+
BIOS A78GM502
110
ASUS M3N-HT Deluxe
BIOS 0701
113
ASUS M3N-HT Deluxe
BIOS 0702
116

Im zweiten Durchlauf messen wir den Stromverbrauch bei 100 Prozent Last auf allen Kernen. Die Volllast erzeugen wir mit vier Instanzen von Prime95 (Option: In-place large FFTs, max. heat + power consumption):


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Unter Last arbeitet unser Phenom X4 9750 normalerweise mit 1,300 Volt. Mit 1,280 Volt bleibt das Biostar TA780G M2+ knapp unter dieser Vorgabe, ASUS mit 1,312 bzw. 1,424 Volt hingegen darüber.

Stromverbrauch in Watt: 100% CPU-Last, niedrigere Werte sind besser
Biostar TA780G M2+
BIOS A78GM502
225
ASUS M3N-HT Deluxe
BIOS 0701
226
ASUS M3N-HT Deluxe
BIOS 0702
267

Da sich das Biostar TA780G M2+ auch unter Last mit 1,280 Volt begnügt und weniger Ausstattungs-Ballast mit sich herumschleppt, kann es mit 225 Watt den Bestwert setzen. Eigentlich hatten wir das AMD 780G basierende Mainboard noch sparsamer eingeschätzt, doch seine Wandler zahlen den 125 Watt des Phenom X4 9750 Tribut. Sie heizen sich nach einigen Minuten auf und arbeiten dann weniger effizient. Dabei darf man allerdings nicht vergessen, dass Biostar sein TA780G M2+ nur für 95 Watt Prozessoren freigegeben hat.




Biostar TA780G M2+ (AMD 780G) im Test - Druckansicht - Seite 12 von 13

Stabilität
Für die Stabilitäts- und Übertaktungstest verwenden wird einen AMD Phenom X4 9550 Prozessor, dessen TDP mit 95 Watt angegeben ist. Der Speicher-Controller befindet sich bei AMD im Prozessor und da diese CPU für den DDR2-1066 Betrieb freigegeben wurde, haben wir das Biostar TA780G M2+ auch mit genau diesem Speichertakt (unganged) getestet. Hierzu führten wir je Konfiguration fünf Durchläufe von Memtest86+ durch, anschließend folgte ein 12-stündiger Lasttest der fehlerfreien Konfigurationen. Auf zwei Kernen wurde Volllast mit Prime95 erzeugt, die beiden weiteren Kerne und die Grafikkarte wurden mit 3DMark beschäftigt.

SpeicherMHzTimingsErgebnis
Corsair TWIN2X2048-8500C5D
2x 1 GByte
533@2,25V5-5-5-15Fehler
Mushkin XP2-8500
2x 1 GByte
533@2,25V5-5-5-15Fehler
A-Data DDR2 1066+(5)
2x 1 GByte
533@2,25V5-5-5-15stabil

Es zeigt sich, dass Biostars TA780G M2+ erhebliche Probleme mit DDR2-1066 Modulen hat. Versuchsweise erhöhten wir die Spannung auf 2,35 Volt und arbeiteten mit einer aktiven Kühlung, dennoch kam es sporadisch zu Fehlern in Memtest86+. Nur die beiden Module von A-Data arbeiteten stets fehlerfrei.

Bei Vollbestückung mit vier DDR2-1066 Modulen färbte sich die Anzeige von Memtest86+ unmittelbar nach dem Start rot, dann fror die Software ein. Daher haben wir für die Testläufe mit vier Speicherriegeln den DDR2-800 Betrieb gewählt. Abermals führen wir je Konfiguration fünf Durchläufe von Memtest86+ und anschließend einen 12-stündigen Lasttest der fehlerfreien Konfigurationen durch.

SpeicherMHzTimingsErgebnis
Mushkin XP2-8500
2x 1 GByte
400@1,95V5-5-5-15stabil
Corsair TWIN2X2048-8500C5D
2x 1 GByte
Mushkin XP2-8500
2x 1 GByte
400@1,95V5-5-5-15stabil
A-Data DDR2 1066+(5)
2x 1 GByte
A-Data DDR2 1066+(5)
2x 1 GByte
400@1,95V5-5-5-15stabil
Corsair TWIN2X2048-8500C5D
2x 1 GByte

Mit DDR2-800 hat das Biostars TA780G M2+ keine Probleme, das Mainboard läuft auch mit vier Modulen stabil und zuverlässig. Allerdings legt Biostar für die Speicherspannung ein Minimum von 1,95 Volt an, obwohl 1,80 Volt Standard wären.

Übertakten
Obwohl sich im BIOS des Biostar TA780G M2+ zahlreiche Übertaktungsoptionen finden, wurde diese Micro-ATX Platine mit ihrem 3-Phasen Wandler nicht für Übertakter konstruiert. Zum Übertakten verwendeten wir einen AMD Phenom X4 9550 Prozessor (TDP: 95 Watt), welcher mit 2,42 statt der üblichen 2,20 GHz betrieben wurde. Hierzu wählten wir im BIOS einen Referenztakt von 220 MHz, den Multiplikator haben wir auf 11 belassen. Für die HyperTransport-Anbindung reduzierten wir den Multiplikator auf 5x.


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Den Speicher haben wir auf DDR2-800 abgesenkt, durch den höhren Referenztakt arbeiten die Module als DDR2-880 mit Latenzen von CL5-5-5-13 und einer Spannung von 2,25 Volt. Eigentlich haben wir im BIOS Latenzen von CL5-5-5-15 eingestellt, doch das Mainboard ignoriert die gewünschte TRAS.


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Im Test haben wir zudem mit folgenden Einstellungen experimentiert:

CPUFSBRAMTimingsErgebnis
24201100440@2,25V5-5-5-15stabil
25301150460@2,25V5-5-5-15Freeze
26951200480@2,25V5-5-5-15Absturz

Mit einem Referenztakt von 240 MHz läuft Memtest86+ stabil, unter Windows kommt es dann allerdings zu Abstürzen. 230 MHz lassen das System nach einer Weile einfrieren, wenn auf allen vier Prozessorkernen Prime95 ausgeführt wird.

Das niedrige Übertaktungsergebnis mag teilweise darauf zurückzuführen sein, dass die CPU-Spannung von 1,280 Volt auf lediglich 1,120 Volt einbricht. Im BIOS kann man der CPU-Spannung 0,10 bis 0,30 Volt zuschlagen, wir haben uns für 0,20 Volt entschieden. Die Spannung lag nun bei 1,296 Volt, doch die von Prime95 gemeldeten Fehler konnten wir auf diese Weise nicht beheben. Auch das Anheben der HT-Spannung von 1,20 auf 1,40 Volt sowie der Chipsatz-Spannung von 1,15 auf 1,35 Volt verbesserte das Ergebnis nicht.




Biostar TA780G M2+ (AMD 780G) im Test - Druckansicht - Seite 13 von 13

Fazit
Das Biostar TA780G M2+ macht uns seine Bewertung nicht leicht. Im Zusammenspiel mit einem Athlon 64 X2 Dual-Core Prozessor und DDR2-800 Speichermodulen erweist es sich als zuverlässig und stabil, doch mit den neuen Phenom CPUs macht das Mainboard keine so gute Figur. DDR2-1066 konnten wir nur mit einem Speicherpaar von A-Data stabil betreiben und für 125 Watt Prozessoren hat der Hersteller die Platine erst gar nicht freigegeben. Dies liegt am 3-Phasen Wandler, der mit solchen Prozessoren sowie beim Übertakten an seine Grenzen stößt. Während wir den Referenztakt des Phenom X4 9550 (TDP: 95 Watt) lediglich um 220 MHz erhöhen und damit eine Taktsteigerung um zehn Prozent erreichen konnten, müssen wir an dieser Stelle lobend erwähnen, dass unser Biostar TA780G M2+ trotz fehlender Freigabe problemlos mit einem Phenom X4 9750 (TDP: 125 Watt) alle Benchmarks durchlief.

Leider zeigt sich an vielen Stellen, dass Biostar dieses Mainboard in erster Linie über seinen niedrigen Straßenpreis von 57 Euro verkaufen will. So wurden zwei der zwölf USB 2.0 Ports nicht ausgeführt und lediglich ein 6-Kanal HD-Audio-Codec verbaut. Auf einen HDMI-Anschluss, eSATA und Firewire hat der Hersteller komplett verzichtet. Für ein preiswertes Dual-Core System können wir dieses Mainboard bedenkenlos empfehlen, in Verbindung mit einem Triple-Core Prozessor oder einem niedrig getakteten Quad-Core sollte man zu DDR2-800 greifen und auf das Übertakten verzichten.


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Unser Dank gilt:







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