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Neu von MSI

Im Test: Biostar TPower I45 (Intel P45 mit DDR2)

Autor: doelf - veröffentlicht am 27.11.2008
s.1/21
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Das Biostar TPower I45 ist nach dem ASUS P5Q-E das zweite Motherboard auf Basis des Intel P45 Chipsatzes, welches wir getestet haben. Biostar hat diese Hauptplatine in erster Linie auf Übertakter zugeschnitten, doch die gute Ausstattung sowie Straßenpreise ab 116 Euro dürften auch normale Benutzer in Versuchung führen. Lohnt sich der Seitensprung abseits von ASUS, Gigabyte und MSI?


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Chipsatzvergleich: Intel X48, P45 und P35
Intel schickte den X48 Chipsatz als ersten Vertreter der neuen 40er Baureihe kurz nach der diesjährigen CeBIT an den Start. Dieser Premium-Chipsatz, welcher sich beispielsweise auf den Hauptplatinen ASUS Rampage Formula (DDR2) und ASUS P5E3 Premium WiFi-AP@n (DDR3) findet, löste den X38 ab und erweiterte dessen Fähigkeiten um einen schnelleren Frontsidebus, welcher offiziell mit bis zu 4x 400 MHZ (FSB1600) takten kann. Eigentlich hatten wir erwartet, dass auch der P45 Chipsatz die Lizenz für FSB1600 erhalten würde, doch Intel beschränkte dessen Ambitionen auf FSB1333. Inoffiziell bieten die Hersteller auf ihren P45-basierenden Motherboards zwar FSB1600 an, dennoch war diese Einschränkung seitens Intel eine Enttäuschung, da sich der P45 beim Frontsidebus nicht von seinem Vorgänger P35 absetzen konnte.

Auch in Hinblick auf die Speicherunterstützung bietet der X48 Chipsatz einen Mehrwert: Werden DDR3-Module verwendet, setzt Intel beim P35 und P45 mit 533 MHz (DDR3-1066) enge Grenzen. Leistungsgewinne im Vergleich zu DDR2-800 sind jedoch erst ab DDR3-1333 zu erwarten, was nur X38 und X48 offiziell erlauben. Sicher, auch dieser Problematik haben sich die Hersteller der Mainboards in Eigenregie angenommen, doch unsere Enttäuschung in Hinblick auf die offiziellen Spezifikationen wächst. Nun gut, das Biostar TPower I45 besitzt nur DIMM-Slots für DDR2-Module, so dass uns DDR3 in der Praxis heute einmal nicht interessiert. Allerdings konnte sich Intel im Gegensatz zu AMD nicht dazu durchringen, DDR2-1066 für seinen P45 Chipsatz freizugeben. Die offzielle Obergrenze bleibt somit DDR2-800 und man kann nur darauf hoffen, dass die Mainboard-Hersteller sich um höhere Taktraten bemüht haben. Biostar verspricht für sein TPower I45 DDR2-1066 und höhere Taktraten.

Kommen wir nun endlich zu einem Vorteil des P45 Chipsatzes gegenüber seinem Vorgäger P35: Die PCI-Express 2.0 Unterstützung. PCI-Express 2.0 verdoppelt die theoretische Bandbreite auf 5,0 statt 2,5 GT/s bzw. 500 statt 250 MByte/s pro Lane. Eine mit 16 Lanes angebundene Grafikkarte kann somit auf eine Bandbreite von 16 GB/s (8 GB/s pro Richtung) zurückgreifen. Zudem dürfen Grafikkarten ab sofort bis zu 300 Watt Leistung aufnehmen, der PCI-Express x16 Steckplatz liefert allerdings auch weiterhin nur 75 Watt. Weitere 225 Watt werden daher über +12 Volt Schienen direkt vom Netzteil in die Karten eingespeist.

Wer den Einsatz zweier Grafikkarten mit AMD/ATi Grafikprozessor plant, sollte unbedingt zum X38, X48 oder P45 Chipsatz greifen. Intels P35 bindet die primäre Grafikkarte zwar mit vollen 16 Lanes an, der sekundären Grafikkarte stehen hingegen nur vier Lanes zur Verfügung. Aufgrund dieser ungünstigen 16/4-Verteilung arbeiten schnelle Grafikkarten im CrossFire-Verbund äußerst ineffizient. Während X38 und X48 jeder Grafikkarte volle 16 Lanes bieten, kann der P45 Chipsatz zumindest 16 Lanes auf 2x 8 Lanes aufteilen, wie es zuvor bereits Intels 975X Chipsatz gemacht hatte.

Folgende Tabelle erleichtert den Vergleich der Chipsätze P35, P45 sowie X48:

Northbridge (MCH) P35 P45 X48
FSB 1333 / 1066 / 800 1333 / 1066 / 800 1600 / 1333 / 1066 / 800
PCI Express 1.0 2.0 2.0
PCIe Lanes (PEG) 16 / 4 16
8 / 8
16 / 16
CrossFire ja ja ja
DDR3 1066 / 800 1066 / 800 1600 (XMP) / 1333 / 1066 / 800
DDR2 800 / 667 800 / 667 800 / 667
Dual Channel ja ja ja
Extreme Memory Profiles (XMP) nein nein ja
TDP in Watt 16,0 22,0 30,5

Während Intel die Chipsätze P45, P43, G45 und G43 mit der neuen Southbridge ICH10R kombiniert, müssen sich P35, X38 und X48 mit der älteren ICH9R begnügen. Da die Ausstattungsmerkmale beinahe identisch sind, wird der Benutzer den Unterschied jedoch kaum bemerken.

Southbridge (ICH) ICH9R ICH10R
SATA Ports 6 6
SATA Datenrate 3 Gb/s 3 Gb/s
SATA RAID 0 / 1 / 5 / 10 0 / 1 / 5 / 10
PATA Kanäle keine keine
USB 2.0 Ports 12 12
HD-Audio ja ja
GBit-LAN ja ja
PCI-Express x1 6 6
TDP in Watt 4,3 4,5

Die Neuerungen liegen lediglich im Detail, bespielsweise in Form von Intels Remote Wake Technology: Während sich der PC im Ruhemodus befindet, kann er über das Internet geweckt werden. So muss der PC nicht immer eingeschaltet sein, damit man extern auf seine Daten zugreifen kann. Zur Annahme von VOIP-Anrufen ist diese Technologie ebenfalls geeignet.

Zwei weitere, interessante Funktionen, welche allerdings auch die ICH9R bereits beherrschte, sind:

  • Intel Rapid Recover Technology: Eine SATA-Festplatte dient als Backup-Medium und wird beispielsweise über einen externen eSATA-Anschluss mit dem PC verbunden. Auf dieser wird ein Klon des aktuellen Systems erstellt, welcher schnell und ohne großen Aufwand zurückgespielt werden kann. Möglich ist auch das Mounten im ausschließlichen Lese-Modus, so dass der Benutzer einzelne Dateien zurückholen kann.
  • SATA Port Disable: Einzelne eSATA-Anschlüsse können deaktiviert werden, um die Daten auf den jeweiligen Laufwerken zu schützen oder den unerwünschten Anschluss externer SATA-Geräte zu verhindern.

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