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Biostar Sigma Gate V7603GS21 mit V-Ranger - 1/7
20.12.2006 by doelf
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Mit der Sigma Gate V7603GS21 will Biostar frischen Wind in die untere Mittelklasse bringen. Beim Vergleich der Albatron 7600GS mit der Asus EN7600GT SILENT zeigte sich, dass GeForce 7600 GS und 7600 GT trotz identischer Architektur leistungstechnisch weit auseinander liegen. Die Sigma Gate V7603GS21 soll nun diese Lücke füllen und sich dabei sogar auf das Leistungsniveau einer regulären GeForce 7600 GT übertakten lassen. Hierzu hat Biostar den Speichertakt angehoben und liefert mit dem V-Ranger eine Software mit, welche die Spannung für GPU und Speicher anheben kann.


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Wir erinnern uns: Bei NVIDIAs GeForce 7600 GS und 7600 GT handelt es sich im Prinzip um den gleichen Chip, beide GPUs verfügen über 12 Pixel- und 5 Vertex-Pipelines und binden den Speicher über ein 128 Bit breites Interface an. Beide GPUs werden im 90 nm Prozess gefertigt, unterstützen DirectX 9 sowie das Shader Modell 3.0. Hinzu kommen SLI, High Dynamic Range Rendering, Transparency Antialiasing und PureVideo. Den Kauf von NVIDIAs Pure-Video-Decoder vorrausgesetzt, kann der Benutzer diverse Video-Formate hardwarebeschleunigt abspielen. Hierzu gehört neben MPEG-2- und WMV- auch die H.264-Beschleunigung, welche u.a. für die Wiedergabe von Blu-ray- und HD DVD-Medien benötigt wird. Neu ist, daß auch Drittanbieter PureVideo nutzen, z.B. Intervideo WinDVD 7.2, CyberLink PowerDVD 6.0 mit dem AVC/H.264 Plug-in v2.0 und Nero ShowTime.

Der Unterschied zwischen den beiden Grafikprozessoren besteht einzig und alleine in den Taktraten. Der Chiptakt der GeForce 7600 GS liegt mit 400 MHz exakt 160 MHz unter dem der 7600 GT, mit etwas Glück sollte sich dieser Mehrtakt auch mit vielen 7600 GS Chips erreichen lassen. Anders sieht es beim Speichertakt aus, denn dieser wurde von 700 auf 350 MHz halbiert. Eine Übertaktung von 100 bis 150 MHz befindet sich zwar im Bereich des Möglichen, ein Mehrtakt von 350 MHz kann jedoch nicht kompensiert werden.

ChipGPU
Takt
Speicher TaktSpeicher-
bandbreite
Speicher-
interface
Pixel/
Vertex
Shader
Modell
DX
GF 7600 GT560 MHz700 MHz22.4 GB/s128 Bit12/53.09
V7603GS21400 MHz700 MHz22.4 GB/s128 Bit12/53.09
GF 7600 GS400 MHz350 MHz11.2 GB/s128 Bit12/53.09

Bei Biostars Sigma Gate V7603GS21 sieht das nun ganz anders aus, denn der Hersteller hält zwar den standardmäßigen GPU-Takt von 400 MHz bei, bestückt und taktet den Speicher jedoch wie auf einer GeForce 7600 GT mit 700 MHz. Es muss lediglich der Chiptakt um 160 MHz angehoben werden, um das Niveau einer GeForce 7600 GT zu erreichen. Damit dies auch möglichst oft geschieht, legt der Hersteller eine Übertaktungssoftware namens V-Ranger, den "Voltage Ranger" bei. Mit diesem lassen sich laut Biostar die Spannungen für Grafikprozessor und Speicher anheben, um die Leistung zu steigern, sowie absenken, um Strom zu sparen. Doch bevor wir uns die Software ansehen, betrachten wir erst einmal die Grafikkarte.

Das Testsystem
Wir nutzen einen Intel Pentium 4 3,4 GHz Extreme Edition (Gallatin-Core) mit 800 MHz FSB im Zusammenspiel mit einem Gigabyte DDR400-Speicher von Corsair:

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Biostar Sigma Gate V7603GS21 mit V-Ranger - 2/7
20.12.2006 by doelf
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Die Biostar Sigma Gate V7603GS21
Die Sigma Gate V7603GS21 ist auf den ersten Blick eine unauffällige Grafikkarte. Biostar nutzt ein grünes PCB, welches mehr an eine GeForce 7600 GT als an eine 7600 GS erinnert. Auch der Lieferumfang ist unspektakulär.


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Es gibt weder einen DVI-auf-VGA Adapter noch legt Biostar eine DVD-Software oder Spiele bei. Das Handbuch kann indess überzeugen: Es ist ausführlich und mehrsprachig, die deutsche Übersetzung stammt dabei nicht von Babelfish, sondern von einem professionellen Übersetzer. Ein wenig verwirrend ist die Beschriftung der Treiber-CD, welche "Drivers for Mainboard" lautet. Auf der CD befinden sich dennoch die gewünschten Grafiktreiber und der V-Ranger.


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Die Abmessungen der Karte entsprechen denen einer GeForce 7600 GT, sie sollte sich daher in jedem Gehäuse problemlos montieren lassen. Ein 6-Pin Stromstecker wird nicht benötigt, da die Grafikkarte weniger als 75 Watt verbraucht. Die Biostar Sigma Gate V7603GS21 läßt sich mit einer anderen Karten gleichen Typs zu einem SLI-Gespann koppeln, eine Kombination mit einer anderen GeForce 7600 GS oder 7600 GT ist aufgrund der abweichenden Taktraten nicht möglich.


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Während Grafikkarten mit NVIDIAs GeForce 7600 GT normalerweise über zwei DVI-Ausgänge verfügen, setzen die Hersteller bei Modellen mit der GeForce 7600 GS zumeist auf einen VGA- und einen DVI-Ausgang. Dies praktiziert auch Biostar bei der Sigma Gate V7603GS21, hinzu kommt der Video-Ausgang.


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Der Kühler besteht aus kupferfarbenem, eloxiertem Aluminium, die Kühlrippen gruppieren sich kreisförmig um einen Radiallüfter mit 40 mm Durchmesser. Dabei zieht Biostar die Kühlrippen bis zu den Speicherchips und nutzt sie so zur Luftführung und Kühlung der Speicherchips. Biostar verwendet vier Speicherchips vom Typ Samsung K4J52324QC-BC14. Diese Chips sind bis 700 MHz bei 1,8 Volt freigegeben und arbeiten somit bereits mit ihrem spezifizierten Maximaltakt. Aus der selben Baureihe gibt es allerdings auch Speicherbausteine, die bis 800 und 900 MHz spezifiziert sind, allerdings bis einer Spannung von 2,0 Volt. Mit einer leicht erhöhten Speicherspannung sollte hier also noch etwas Spielraum bestehen.


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Die Biostar Sigma Gate V7603GS21 ist eine ordentliche Grafikkarte, aber alles andere als spektakulär. Das könnte sich ändern, sobald wir den V-Ranger anwerfen.

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Biostar Sigma Gate V7603GS21 mit V-Ranger - 3/7
20.12.2006 by doelf
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V-Ranger im Praxistest
Wir starten den Voltage-Ranger und sehen ein Fenster im üblichen Asien-Stil. Statt Übersicht und hilfreiche Informationen gibt es eine völlig unübersichtliche Oberfläche, deren graphische Spielereien die Funktionen eher verstecken als den Benutzer zu leiten:


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Auf der CD findet sich zum Glück auch eine Anleitung für den V-Ranger, ansonsten würde man beispielweise glatt übersehen, dass man mit dem "Auge" auswählen kann, ob die Grafikkarte bereits beim Systemstart übertaktet werden soll oder man die Übertaktung manuell einschalten will. Außer Tooltipps bietet die Software keine Hilfe, das Fragezeichen verrät lediglich die Versionsnummer, welche 2.0.0.0 lautet. Die Funktionalität beschränkt sich auf das automatische Ermitteln der maximalen Übertaktung, das Testen derselben sowie der Wiederherstellung des Standardtaktes. Beim Automatischen Übertakten erzielen wir einen Chiptakt von 555 MHz und einen Speichertakt von 855 MHz (DDR1710). Nicht schlecht, aber was ist mit der Anpassung der Spannungen? Hierzu klicken wir auf das Fadenkreuz.


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Es folgt ein Warntext, der uns mitteilt, dass wir den Hersteller nicht dafür verantwortlich machen können, wenn wir durch die Nutzung der mitgelieferten Software die Hardware beschädigen. Diese Hinweise sind absurd, aber leider auch gängige Praxis. Irgendwie erinnert uns das an ein Auto, bei dem man nur die ersten drei Gänge benutzen darf. Falls der Motor im vierten Gang auseinanderfliegt, ist der Kunde schuld, denn er hat sich ja nicht an die Warnhinweise gehalten.


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Nach der doppelten Bestätigung, dass wir wissen, was wir hier tun, öffnet sich das Tool in komplett neuer Optik - die Übersichtlichkeit ist aber leider nicht besser geworden. Zudem können wir nichts einstellen. Erst nach einem Druck auf die Tasten "DEM" oder "DTM" öffnen sich zwei weitere Bedienfelder:


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Hier lassen sich unter "DTM" (Dynamic Thermal Protection) Grenzwerte für die Temperatur der GPU festlegen. Abhängig von der gemessenen Temperatur erlaubt der V-Ranger eine höhere oder geringere Übertaktung. Sobald die Temperatur den maximalen Schwellenwert überschreitet, wird auf den Referenztakt zurückgeschlatet. Nicht offensichtlich ist indess, dass mit der Aktivierung von DTM die Spannungserhöhung freigeschaltet wird, dies merkt man erst, wenn man die angezeigten Spannungswerte betrachtet. Bei unserem Testmuster hebt der V-Ranger die Chip-Spannung von 1,149 Volt auf 1,381 Volt an, der Speicher bekommt nun 2,091 Volt statt 1,823 Volt. Wir gehen zurück in das erste Fenter und lassen die maximale Taktrate ermitteln. Mit den höheren Spannungen erreicht der V-Ranger nun 666 MHz Chip- sowie 938 MHz Speichertakt. Damit liegt der Chiptakt nun 266 MHz über dem Standardtakt sowie 111 MHz über dem Ergebnis aus unserem Overclocking-Versuch ohne Spannungserhöhung. Der Speichertakt ließ sich um 238 MHz über Standard anheben, die Spannungserhöhung brachte uns zusätzliche 83 MHz.


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Diese Ergebnisse sind beeindruckend und wir sind gespannt, wie sie sich auf die Benchmarks auswirken werden.

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Biostar Sigma Gate V7603GS21 mit V-Ranger - 4/7
20.12.2006 by doelf
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Overclocking: Benchmarks
Anhand von drei Spielen wollen wir nun herausfinden, was unsere Übertaktung in der Praxis bringt:

The Chronicles of Riddick (1280x960 / AA: 4 / AF: 8 / PS2.0 / No Sound / Sodini01)
Biostar V7603GS21
666/938 MHz
60,56
MSI NX7600GT-T2D256E
650/815 MHz
55,29
Biostar V7603GS21
555/855 MHz
52,74
Asus EN7600GT SILENT
600/770 MHz
51,44
Asus EN7600GT SILENT
560/700 MHz
47,42
MSI NX7600GT-T2D256E
560/700 MHz
47,38
Biostar V7603GS21
400/700 MHz
40,25
Powercolor X1600XT
625/756 MHz
32,48
Powercolor X1600XT
587/693 MHz
30,48
Albatron 7600GS
525/390 MHz
30,27
Albatron 7600GS
400/350 MHz
26,19

Doom3 (1280x1024 / High Quality / AA: 4 / AF: 8 / timedemo demo1 / 3. Durchlauf)
Biostar V7603GS21
666/938 MHz
62,2
MSI NX7600GT-T2D256E
650/815 MHz
57,9
Biostar V7603GS21
555/855 MHz
55,7
Asus EN7600GT SILENT
600/770 MHz
54,4
Asus EN7600GT SILENT
560/700 MHz
49,6
MSI NX7600GT-T2D256E
560/700 MHz
49,6
Biostar V7603GS21
400/700 MHz
43,1
Powercolor X1600XT
625/756 MHz
36,0
Powercolor X1600XT
587/693 MHz
33,8
Albatron 7600GS
525/390 MHz
28,6
Albatron 7600GS
400/350 MHz
26,3

F.E.A.R.: 1280x1024; ohne AA + ohne AF
Biostar V7603GS21
666/938 MHz
70
MSI NX7600GT-T2D256E
650/815 MHz
68
Asus EN7600GT SILENT
600/770 MHz
63
MSI NX7600GT-T2D256E
560/700 MHz
61
Biostar V7603GS21
555/855 MHz
60
Asus EN7600GT SILENT
560/700 MHz
59
Biostar V7603GS21
400/700 MHz
46
Albatron 7600GS
525/390 MHz
42
Albatron 7600GS
400/350 MHz
38
Powercolor X1600XT
625/756 MHz
36
Powercolor X1600XT
587/693 MHz
33

Manuell konnten wir die Taktraten nicht weiter anheben, da der integrierte Test die Verifizierung dann nicht mehr durchführen konnte. Doch auch so ist dieses Ergebnis absolut überzeugend: Biostars Sigma Gate V7603GS21 läßt dank Spannungserhöhung selbst die übertakteten GeForce 7600 GTs hinter sich. Hochachtung!

Im Test hatten wir leider das Problem, dass die Taktrate der Grafikkarte hin und wieder auf ihren Referenztakt zurückfiel. Da die Leistung des Kühlers etwas bescheiden ist, vermuten wir, dass die Dynamic Thermal Protection ihren Grenzwert erreicht und auf den Referenztakt zurück schaltet. Tatsächlich steigt die Temperatur der GPU im übertakteten Zustand unter 3D-Last deutlich über 90°C. In diesem Fall sollte die Drehzahl des Lüfters angehoben werden, doch der Lüfter unseres Testmusters drehte nur beim Einschalten einmal hoch, danach lief er mit konstanter Geschwindigkeit.

Während wir auf unserer Intel 915P Plattform keine Probleme mit dem Tool hatten, neigte es unter NVIDIA Chipsätzen dazu, beim wiederholten Wechsel in die zweite Ebene das System zum Absturz (schwarzer Bildschirm, Tastatur ohne Reaktion) zu bringen. Ebenfalls ein Garant auf einen sofortigen Neustart ist auf NVIDIA Mainboards die Option "Fuzzy", welche auf unserer Intel Plattform ganz ohne Wirkung blieb. Der Fuzzy Mode soll eigentlich die maximale Übertaktung herausfinden.

Biostar präsentiert mit dem V-Ranger einen interessanten Ansatz, der in diesem Test zeigt, wie groß sein Potential ist. Allerdings hat die Umsetzung derzeit noch einige Macken und man kann nur hoffen, dass Biostar den V-Ranger konsequent weiterentwickelt.

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Biostar Sigma Gate V7603GS21 mit V-Ranger - 5/7
20.12.2006 by doelf
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53 Benchmarks
Wir haben die Biostar Sigma Gate V7603GS21 im Rahmen unseres 3D-Performance Guide 2006 durch 53 Benchmarkläufe geschickt. Da diese Ergebnisse den Rahmen dieses Tests sprengen würden, werden wir sie hier nicht nochmals aufführen.

Zu den im 3D-Performance Guide 2006 herangezogenen Testdisziplinen gehören:

Temperaturen
Als nächstes werden wir uns ansehen, wie effektiv die Kühlung der Sigma Gate V7603GS21 arbeitet. Dabei ist zu beachten, dass beide Vergleichskarten passiv gekühlt werden.

Temperaturen 2D/3D: niedriger ist besser
Albatron 7600GS
2D; aktiv
47°C
Asus EN7600GT SILENT
2D; passiv
48°C
Biostar V7603GS21
2D
51°C
Albatron 7600GS
3D; aktiv
55°C
Albatron 7600GS
2D; passiv
56°C
Asus EN7600GT SILENT
3D; passiv
59°C
Albatron 7600GS
3D; passiv
69°C
Biostar V7603GS21
3D
70°C

Da Biostars Kühlung nicht überzeugen kann, haben wir sie demontiert und stellten dabei fest, dass der Chip keinesfalls mittig unter dem Kühlkörper sitzt. Er befindet sich aber auch nicht seitlich versetzt unter den Kühlrippen, denn diese kragen ja über die Speicherchips aus.


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Bildqualität
Das Bild der Biostar Sigma Gate V7603GS21 überzeugt vor allem am DVI-Ausgang, auch wenn wir über einen Adapter analog auf einem TFT- oder Röhrenmonitor ausgeben. Am VGA-Ausgang ist das Bild etwas dunkler und kontrastärmer, insbesondere oberhalb von 1280x1024 Bildpunkten. Dennoch ist die Ausgabequalität auch hier noch befriedigend.

In Bezug auf NVIDIAs 3D-Optimierungen hat sich nicht viel getan. Auch weiterhin leidet die anisotrophe Filterung unter den Leistungsoptimierungen und zeigt - wie schon die sechste GeForce-Generation - abhängig vom Betrachtungswinkel verwasche Texturen, erkennbare Schärfeabstufungen, Moiréebildung oder gar Texturflackern. Anhand von Quake 4 und den Screenshots der MSI NX7900GTO-T2D512E (bei der Biostar Sigma Gate V7603GS21 sieht es nicht anders aus) möchten wir dokumentieren, wie sich solche Mängel bemerkbar machen:


GeForce 7900 GTO - Quake 4, Quality, 1280x1024, 4x AA, 16x AF


Radeon X1600 XT - Quake 4, High Quality, 1280x1024, 4x AA, 16x AF


GeForce 7900 GTO - Quake 4, High Quality, 1280x1024, 4x AA, 16x AF

Betrachtet man die Textur des Gitterbodens, so sind vor allem im oberen Bereich des Screenshots deutliche Vorteile für die Radeon - für den Screenshot verwendeten wir eine X1600 XT - zu erkennen. Die MSI NX7900GTO-T2D512E zeigt mit der Einstellung "Quality" hingegen deutliche Moiréemuster, die sich je nach Blickwinkel sogar als Flackern äußern. Die Einstellung "High Quality" lindert das Problem, löst es jedoch nicht vollständig.

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Biostar Sigma Gate V7603GS21 mit V-Ranger - 6/7
20.12.2006 by doelf
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Schallpegel
Der Kühler der Biostar Sigma Gate V7603GS21 arbeitet, wie wir gesehen haben, nicht allzu effizient. Doch wie ist es um seine Lautstärke bestellt?

Schallpegel in db(A), Abstand 1 m
Albatron 7600GS0
Asus Silencer 66000
Asus EN7600GT SILENT0
Powercolor X1600XT
20 min 2D
30,6
Biostar V7603GS21
2D/3D
31,1
MSI NX7900GTX-T2D512E
20 min 2D
32.5
MSI NX7900GTX-T2D512E
20 min 3D-Last
32.5
MSI NX7600GT-T2D256E
20 min 2D
34,9
Biostar V7603GS21
max U/min
35,3
Albatron 6600 LE
2D/3D
35,5
MSI NX6600GT-TD128E
2D/3D
35,6
Albatron 6600
2D/3D
35.7
Albatron 6600 GT
2D/3D
38,6
Asus X700Pro
2D/3D
42,5
HIS X1900XTX
20 min 2D
43,3
HIS X1900XTX
20 min 3D-Last
43,3
MSI NX7900GTX-T2D512E
max. U/min
44,6
MSI NX7600GT-T2D256E
20 min 3D-Last
45,9
MSI NX7600GT-T2D256E
max U/min
51,9
Powercolor X1600XT
3D
52,0
HIS X1900XTX
max U/min
58,0

Kurz nach dem Einschalten dreht der Lüfter auf 35,3 dB(A), schaltet danach aber einen Gang herunter und verharrt im 2D- wie 3D-Betrieb auf angenehmen 31,1 dB(A).

Leistungsaufnahme
In Zeiten steigender Strompreise möchten wir auch die Leistungsaufnahme der einzelnen Testkandidaten nicht außer Acht lassen. Wir messen den Stromverbrauch des gesamten Systems, einmal im 2D-Betrieb und ein weiteres Mal im 3D-Betrieb. Für die 3D-Last verwenden wir den Durchlauf "Car Chase, High Detail" von 3DMark2001SE bei einer Auflösung von 1280x1024 Bildpunkten, 4-facher Kantenglättung sowie 8-facher anisotropher Filterung:

Leistungsaufnahme 2D in Watt (Gesamtsystem)
Asus Silencer 6600110
Biostar V7603GS21111
Albatron 6600112
Albatron 7600GS112
Albatron 6600 LE113
Albatron 6600 GT114
MSI NX7600GT-T2D256E114
Asus EN7600GT SILENT114
Powercolor X1600XT120
HIS X1900XTX132
MSI NX7900GTX-T2D512E141

Im 2D-Betrieb erreicht unser Testsystem mit der Biostar Sigma Gate V7603GS21 ein Verbrauchsniveau von 111 Watt, das ist vorbildlich. Der höhere Speichertakt wirkt sich ohne 3D-Last erwartungsgemäß nicht aus.

Leistungsaufnahme 3D in Watt (Gesamtsystem)
Albatron 6600 LE185
Asus Silencer 6600187
Albatron 6600190
Biostar V7603GS21198
Albatron 7600GS199
Asus EN7600GT SILENT208
MSI NX7600GT-T2D256E208
Albatron 6600 GT215
Powercolor X1600XT217
MSI NX7900GTX-T2D512E249
HIS X1900XTX278

Doch auch bei 3D-Last ist die Biostar Sigma Gate V7603GS21 etwas sparsamer als die Albatron 7600GS. Möglicherweise liegt das an Optimierungen der GPU, die NVIDIA in den letzten Monaten vorgenommen hat.

Biostar wirbt für den V-Ranger einerseits mit besseren Übertaktungsmöglichkeiten, andererseits aber auch mit Stromsparpotential. Unsere Pentium 4 EE Plattform ist allerdings denkbar ungeeignet, um feine Verbrauchsunterschiede aufzuspüren. Wir haben daher eine AM2 Plattform mit dem Foxconn WinFast MCP61SM2MA und einem AMD Athlon X2 4000+ aufgebaut, um die Karte im Normalbetrieb (Default), im Stromsparmodus (Saving), übertaktet (OC) sowie übertaktet mit Spannungsanhebung (OC/DTM) zu vermessen.

Leistungsaufnahme 3D in Watt (Gesamtsystem)
Saving62
Default63
OC63
OC/DTM67

Im Stromsparbetrieb wird die Spannung am Chip von 1,149 Volt auf 1,108 Volt abgesenkt, am Speicher liegen nun 1,811 Volt statt 1,823 Volt an. Hier darf man keine Wunder erwarten und das eine Watt Unterschied liegt im Rahmen der Messtoleranz. Die Anhebung der GPU-Spannung auf 1,381 Volt und der Speicherspannung auf 2,091 Volt wirkt sich da schon deutlicher aus.

Leistungsaufnahme 3D in Watt (Gesamtsystem)
Saving105
Default107
OC108
OC/DTM130

Unter 3D-Last lassen sich mit der Einstellung "Saving" lediglich zwei Watt sparen, das ist nicht die Welt. Heben wir die Spannungen zum Übertakten an, liegt der Mehrverbrauch hingegen bei deftigen 23 Watt. Der V-Ranger ist somit ein starkes Tool zum Übertakten, aber keine große Hilfe beim Stromsparen. Andererseits erklärt diese Messung, warum der Kühler der Biostar Sigma Gate V7603GS21 bei unseren Übertaktungsversuchen an seine Grenzen kam.

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Biostar Sigma Gate V7603GS21 mit V-Ranger - 7/7
20.12.2006 by doelf
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Fazit
Selbst ohne den V-Ranger ist die Biostar Sigma Gate V7603GS21 ein interessantes Angebot, denn sie bietet deutlich mehr Leistung als eine normale GeForce 7600 GS und kann dank ihres schnelleren Speichers auch ohne ein Anheben der Spannungen in die Leistungsbereiche einer GeForce 7600 GT vordringen. Nutzen wir den V-Ranger um die Spannungen anzuheben, überflügelt diese Karte sogar eine übertaktete GeForce 7600 GT. Die Software hat derzeit noch einige Macken, wir haben uns allerdings ein sehr frühes Testmuster angesehen, das möglicherweise nicht ganz das Niveau der endgültigen Karte und Software widerspiegelt. Die Auswirkungen der Spannungserhöhung sind jedenfalls beeindruckend.

Die Biostar Sigma Gate V7603GS21 verfügt leider nur über einen einzigen DVI-Ausgang und der Lieferumfang ist kaum der Rede wert. Der Kühler konnte uns nicht überzeugen, da seine Kühleistung selbst unter der passiven Kühlung der Albatron 7600GS blieb. Der Kühler arbeitet recht leise, regelt aber auch unter Last nicht hoch. Beim Übertakten setzte der V-Ranger daher einige Male die Taktraten zurück. Biostar sollte unserer Meinung nach einen leistungsfähigeren Kühler verbauen, denn das Übertaktungspotential der Karte ist so extrem, dass wir einen Mehrverbrauch von 23 Watt über der Standardtaktung erzielten - und die wollen erst einmal abgeführt werden.

Diese Grafikkarte wird in Europa ca. 125 € kosten und ordnet sich somit nicht nur leistungsmäßig zwischen der GeForce 7600 GS und 7600 GT ein. Hätte Biostar der Sigma Gate V7603GS21 einen leistungsfähigeren Kühler spendiert, wäre die Wertung höher ausgefallen. So gibt es nur ein "Gut".


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Unser Dank gilt Biostar für die Tesstellung der Sigma Gate V7603GS21.

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