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Macht der Preis die Leistung? Fünf 700W-Netzteile zwischen 50 und 135 Euro - Druckansicht - Seite 1 von 16

UPDATES:

Ende November titelten wir schon einmal Macht der Preis die Leistung? und zogen drei 500W-Netzteile zwischen 38 und 80 Euro zum Vergleich heran. Im heutigen Test gehen wir noch einen Schritt weiter und vergleichen fünf 700W-Netzteile zwischen 50 und 135 Euro. Reicht ein billiges Gerät für unter 50 Euro bereits aus oder muss man für diese Leistungsklasse mehr als 100 Euro investieren? Die Antwort geben uns die Modelle be quiet! Straight Power E7-CM-680W, be quiet! Dark Power P7-Pro 750W, Combat Power CP-750W, Cougar 700 CM und Xigmatek NRP-PC702.

Leistungsfaktorkorrekturfilter (PFC)
Das Thema "Power Factor Correction" haben wir lange nicht mehr angesprochen, da seit geraumer Zeit alle von uns getesteten Netzteile über einen aktiven Leistungsfaktorkorrekturfilter verfügten. Heute verhält sich die Sachlage etwas anders, denn das 750 Watt starke Combat Power CP-750W entpuppte sich als passive Umsetzung. Der PFC, egal ob passiv oder aktiv, soll unerwünschte Oberschwingungen minimieren und eine sinusförmige Spannungskurve sicherstellen. Diese Abweichungen von der Sinuskurve werden durch nichtlineare Verbraucher wie Schaltnetzteile verursacht, die den Strom in Form von kurzen, hohen Stromimpulsen ziehen. Die höherfrequenten Abweichungen sind in zweierlei Hinsicht problematisch: Einerseits können sie zu Störungen bei anderen elektrischen Geräten führen, andererseits verursachen die Blindströme Verluste im Leitungsnetz und in den Transformatoren des Stromversorgers. Daher gilt in Europa seit dem 1. Januar 2001 die Norm DIN EN 61000-3-2, welche für alle Netzteile, die mehr als 75 Watt aus dem Stromnetz ziehen, einen Leistungsfaktorkorrekturfilter vorschreibt. Erstrebenswert ist ein Leistungsfaktor (Verhältnis zwischen Wirk- und Scheinleistung) von 1,0. Mit Schaltnetzteilen ohne PFC kann man jedoch maximal einen Wert von 0,6 erreichen.

Passive Filter bestehen aus Reihen einfacher Drosselspulen. Diese Lösung ist zwar einfach und preiswert, doch mit steigender Leistung werden auch die Spulen immer größer und das Netzteil schwerer. Zudem erzeugen die Spulen Verlustwärme und verschlechtern damit den Wirkungsgrad des Netzteils. Sinnvoll ist eine passive Lösung bis ca. 200 Watt, aus Kostengründen kommen aber auch bei stärkeren Netzteilen passive Filter zum Einsatz. Maximal erreicht man mit passiver PFC einen Leistungsfaktor von 0,8.

Aktive Filter sind aufwändiger und die hierfür notwendigen Bauteile teurer. Sie arbeiten mit Pulsbreitenmodulation, doch die Transistoren der aktiven PFC erzeugen dabei selbst höherfrequente Störungen. Somit kommt zusätzlich ein passiver Filter zum Einsatz, dessen Spulen jedoch deutlich geringer dimensioniert sind. Netzteile mit aktiver PFC arbeiten kühler, sind kleiner und leichter und erreichen üblicherweise einen Leistungsfaktor von 0,99.

80 Plus Ergebnisse
Der Wirkungsgrad energieeffizienter Netzteile wird von 80 Plus geprüft, hier nun die offiziellen Ergebnisse dieser unabhängigen Messung:

Wirkungsgrad laut 80 Plus:
Modell20%50%100%Ø
be quiet! E7-CM-680W85,8486,8683,0585,25
Cougar 700 CM86,1386,6482,7085,16
be quiet! P7-Pro-750W82,8085,5982,6883,69

Die Modelle von be quiet! und Cougar haben die 80-Plus-Bronze-Zertifizierung bestanden, da der Wirkungsgrad bei zwanzig- und einhundertprozentiger Auslastung nicht unter 82 Prozent und bei fünfzigprozentiger Auslastung nicht unter 85 Prozent fällt. Auch Xigmatek kann für sein NRP-PC702 ein 80-Plus-Bronze-Logo vorweisen, doch noch findet sich dieses nagelneue Gerät noch nicht in der Datenbank. Hier müssen wir bei unseren Stromverbrauchsmessungen also ganz genau hinsehen. Das Combat Power CP-750W ist bei 80 Plus verständlicherweise nicht zu finden.

Wichtig: Die Messungen von 80 Plus werden mit 115 Volt vorgenommen, unsere Testsysteme werden aber mit 230 Volt betrieben. Daher kann es vorkommen, dass sich einzelne Netzteile abweichend verhalten. Zudem sind Qualitätsschwankungen in der Produktion möglich.




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Die Übersichtstabellen
Wir wollen uns nicht länger mit dem Vorgeplänkel aufhalten und verschaffen uns sogleich einen Überblick der Eckdaten, Leistung und Anschlussmöglichkeiten unserer Testkandidaten. Betrachten wir zunächst die maximale Leistung in Watt, die Anzahl der +12V-Spannungskreise, die maximale Effizienz (laut Hersteller) sowie Anzahl und Durchmesser der verbauten Lüfter:

Die Eckdaten
ModellWatt+12VEffizienzLüfter
be quiet! E7-CM-680W680488%1 x 120 mm
be quiet! P7-Pro-750W750689%1 x 120 mm
Cougar 700 CM700289%1 x 140 mm
Combat Power 750W7504k.A.1 x 135 mm
Xigmatek NRP-PC702700285%1 x 140 mm

Seit der Version 2.2 schreibt der "ATX12V Power Supply Design Guide" zwei unabhängige +12V-Spannungskreise vor, falls Stromstärken von mehr als 18 Ampere zu erwarten sind. Hierdurch will man eine höhere Stabilität gewährleisten und die sogenannten "Peak Voltage Ripple" glätten. Alle in diesem Vergleich verwendeten Netzteile verfügen über mindestens zwei +12V-Spannungskreise. Einige der Geräte ermöglichen auch Stromstärken von mehr als 18 Ampere, womit sie insbesondere auf die Bedürfnisse leistungsstarker Grafikkarten eingehen sollen. Beispiele hierfür sind die Geräte von Cougar und Xigmatek.

Die Leistungsverteilung
Folgende Angaben machen die Hersteller zur Verteilung der Leistung auf die unterschiedlichen Spannungsschienen. Die -5 Volt Schiene wurde im ATX12V Power Supply Design Guide V2.2 gestrichen und muss nicht mehr angeboten werden.

Leistung pro Schiene in Watt
Modell+12V+5V+3,3V+5VSB-12V-5V
be quiet! E7-CM-680W62416015,06,0-
be quiet! P7-Pro-750W72018020,09,6-
Cougar 700 CM648150k.A.k.A.-
Combat Power 750W65018020,0-
Xigmatek NRP-PC70264815012,53,6-

Die aktuelle Netzteilgeneration ist so ausgelegt, dass beinahe die vollständige Leistung auf den +12V-Spannungskreisen zur Verfügung steht. Die Bedeutung der +5V-Schiene hat hingegen deutlich abgenommen. Es fällt auf, dass Xigmateks NRP-PC702 und das Cougar 700 CM sehr ähnliche Leistungsangaben haben.

Die maximalen Stromstärken
Moderne Computer setzen mehr und mehr auf die +12V-Schienen. Während zu Sockel A und Sockel 370 Zeiten die +3,3 und +5 Volt Spannungskreise noch sehr stark belastet wurden, änderte sich dies mit Intels Pentium 4 Prozessor und der Einführung des ATX+12V-Anschlusses. Doch nicht nur die aktuellen Prozessoren beziehen ihren Strom aus der +12V-Schiene, auch die 6- und 8-Pin-Anschlüsse für PCI-Express Grafikkarten liefern ausschließlich +12 Volt.

Die Stromstärken in Ampere
Modell+12V+5V+3,3VVSB-12V-5V
be quiet! E7-CM-680W4x 1828283,00,5-
be quiet! P7-Pro-750W6x 2030264,00,8-
Cougar 700 CM2x 3020242,50,3-
Combat Power 750W4x 2028282,50,8-
Xigmatek NRP-PC7022x 3020242,50,3-

Während Netzteile der 450W-Klasse noch vor drei, vier Jahren zwischen 40 und 50 Ampere auf der +5V-Schiene verkraften konnten, kommt keines der neuen Geräte über 30 Ampere hinaus. Dies belegt deutlich, wie stark die Bedeutung dieser Schiene abgenommen hat. Die Spezifikationen der Modelle Xigmatek NRP-PC702 und Cougar 700 CM sind abermals identisch.

Die Anschlüsse
Betrachten wir nun die unterschiedlichen Anschlusskonfigurationen der Netzteile. Als "Molex" werden die 4-Pin-Stecker für PATA-Festplatten und optische Laufwerke bezeichnet, mit "Floppy" und "SATA" sind die Stecker der entsprechenden Geräte gemeint. "PEG" kennzeichnet die 6- oder 8-Pin-Anschlüsse für PCI-Express Grafikkarten. Bei den Power (PWR) und +12V Anschlüssen geben wir nicht ihre Anzahl, sondern ihre Konfiguration an:

Die Anschlüsse
ModellPWR+12VPEGMolexFloppySATA
be quiet! E7-CM-680W20+44/84727
be quiet! P7-Pro-750W20+44/6/841528
Cougar 700 CM20+44/84616
Combat Power 750W20+44+42626
Xigmatek NRP-PC70220+44+44718

In der getesteten Leistungsklasse wird Konnektivität groß geschrieben: Vier Anschlüsse für PEG-Grafikkarten bieten fast alle Netzteile, die einzige Ausnahme ist das Combat Power CP-750W, welches nur zwei PEG-Stecker besitzt. Dies verwundert, denn bereits in der 500-Watt-Klasse sind zwei solcher Anschlüsse Standard und bei 750 Watt darf man unserer Meinung nach mehr erwarten. Auch für die Laufwerke ist gut gesorgt und wir finden zumindest sechs SATA- und ebenso viele PATA-Stecker. Zum be quiet! Dark Power P7-Pro-750W ist anzumerken, dass dieses Netzteil unterschiedliche Konfigurationen ermöglicht und nicht alle im Lieferumfang enthaltenen Kabel zugleich angeschlossen werden können.




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be quiet! Dark Power P7-Pro 750W
Das be quiet! Dark Power P7-Pro 750W gehört zu den spannendsten Vertretern seiner Baureihe, da es bereits mit "80 Plus Bronze" zertifiziert wurde. Dies bedeutet, dass sein Wirkungsgrad bei zwanzig- und einhundertprozentiger Auslastung nicht unter 82 Prozent und bei fünfzigprozentiger Auslastung nicht unter 85 Prozent fällt. Wir hatten dieses Netzteil kürzlich bereits ausführlich getestet, daher an dieser Stelle nur eine Zusammenfassung seiner wichtigsten Merkmale.


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be quiet! liefert alles mit, was man zum Einbau benötigt:

Bei den Kabelsträngen stehen mehrere Varianten zur Auswahl und das gebundene Handbuch hat diese Bezeichnung auch verdient. Es ist verständlich geschrieben und bebildert und liegt in den Sprachen Deutsch, Englisch, Französisch, Spanisch, Italienisch, Polnisch und Russisch vor. Ausstattung und Service haben allerdings auch ihren Preis und im Handel findet man das be quiet! Dark Power P7-Pro 750W erst ab ca. 135 Euro.


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Mit Abmessungen von 50 x 180 x 85 mm (B x T x H) ist das be quiet! Dark Power P7-Pro 750W ein ziemlicher Brocken und satte 40 mm tiefer als die meisten Standard-Netzteile. Mit seiner glänzenden Lackierung und dem ins Blech geprägten Markenlogo macht das Gerät einen hochwertigen Eindruck, allerdings sieht man auf seiner Oberfläche auch jeden Fingerabdruck. Im Netzteilboden befindet sich ein schwarzer Lüfter mit sieben Blättern und einem Durchmesser von 120 mm. Die Drehzahl des Lüfters wird temperaturabhängig geregelt, die Mindestdrehzahl liegt knapp über 800 U/min. be quiet! hat das Lüftergitter vollständig im Netzteilboden versenkt, um Probleme beim Einbau zu vermeiden.


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Das Dark Power P7-Pro 750W ist mit sechs +12V-Spannungskreisen ausgestattet, die jeweils 20 Ampere verkraften. Beim Kabelmanagement zeigt sich be quiet! gewohnt konsequent und hat nur den ATX-Hauptanschluss sowie einen Abgriff für die Drehzahl des Netzteillüfters fest mit dem Gerät verbunden. Auf der Rückseite des Dark Power P7-Pro 750W finden sich drei Buchsen für ATX+12V (blau, 4 Kontakte) und EPS+12V (gelb, 10 Kontakte und weiß, 6 Kontakte). Hinzu kommen vier PEG-Anschlüsse für Grafikkarten (8 Kontakte, rot und grün) sowie vier Buchsen für Laufwerke (4 Kontakte, schwarz).


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Weiterhin kann man bis zu vier Lüfter anschließen, deren Drehzahl vom Netzteil automatisch geregelt wird. Nach dem Herunterfahren des Computers laufen der Netzteillüfter sowie die mit dem Netzteil verbundenen Gehäuselüfter für drei Minuten weiter, um die Hardware abzukühlen. be quiet! hat alle Anschlüsse farblich und mechanisch eindeutig gekennzeichnet, so dass Verwechslungen ausgeschlossen sind. Hier die Übersicht aller Kabelstänge sowie die Position der einzelnen Stecker:

Die Anschlüsse des be quiet! Dark Power P7-Pro 750W
Strang/BuchsePos#1Pos#2Pos#3Pos#4Pos#5
ATX/EPS 24-Pin
fest am Gerät
ATX20+4
60,0cm
----
Netzteillüfter
fest am Gerät
3-Pin
81,5cm
----
ATX+12V
abnehmbar
ATX4
60,0cm
----
EPS+12V
abnehmbar
EPS6
60,0cm
----
EPS+12V
abnehmbar
EPS8
60,0cm
----
PEG
abnehmbar
PEG6+2
60,0cm
----
PEG
abnehmbar
PEG6+2
60,0cm
----
PEG
abnehmbar
PEG6+2
60,0cm
----
PEG
abnehmbar
PEG6+2
60,0cm
----
PATA
abnehmbar
PATA
61,0cm
PATA
76,5cm
PATA
92,0cm
PATA
108,0cm
-
PATA
abnehmbar
PATA
61,0cm
PATA
76,5cm
PATA
92,0cm
PATA
107,5cm
-
PATA
abnehmbar
PATA
50,0cm
----
PATA (MB)
abnehmbar
PATA
60,0cm
----
Molex/Floppy
abnehmbar
PATA
61,0cm
PATA
77,0cm
PATA
92,0cm
Floppy
107,5cm
-
SATA/Molex/Floppy
abnehmbar
SATA
60,0cm
SATA
74,0cm
PATA
88,5cm
PATA
103,0cm
Floppy
118,0cm
SATA
abnehmbar
SATA
60,0cm
SATA
76,0cm
SATA
91,5cm
SATA
106,5cm
-
SATA
abnehmbar
SATA
50,0cm
----
SATA
abnehmbar
SATA
50,0cm
----
Lüfter
abnehmbar
PATA
60,5cm
3-Pin
77,0cm
---
Lüfter
abnehmbar
PATA
60,5cm
3-Pin
77,0cm
---
Lüfter
abnehmbar
PATA
60,5cm
3-Pin
77,0cm
---
Lüfter
abnehmbar
PATA
60,5cm
3-Pin
77,0cm
---

Das be quiet! Dark Power P7-Pro 750W kann sehr flexibel konfiguriert werden und bringt für jede Konfiguration einen passenden Kabelstrang mit. Allerdings kann man nur vier Laufwerksstränge bestücken, weshalb man aus den neun angebotenen Kabeln auswählen muss. Maximal stehen 17 Laufwerksanschlüsse zur Verfügung, das sollte auch für anspruchsvolle Benutzer ausreichen, da die Lüfter separat verkabelt werden.




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be quiet! Straight Power BQT E7-CM-680W
Mit einem Straßenpreis ab 115 Euro ist das Straight Power BQT E7-CM-680W das eigentliche Spitzenmodell dieser Baureihe. Dieses Gerät erfüllt die Spezifikation ATX 12V 2.3 sowie die EU-Richtlinie EuP (Energy using products) und die Anforderungen von Energy Star 5.0. Zudem wurde das Straight Power BQT E7-CM-680W als "80 Plus Bronze" zertifiziert. Wir hatten auch dieses Modell bereits ausführlich getestet und fassen die wichtigsten Merkmale für unseren heutigen Vergleich zusammen.


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Der Lieferumfang umfasst einen Kaltgerätekabel, zwei schwarze Klettbinder, vier schwarze Kabelbinder aus Kunststoff, vier schwarze Schrauben sowie ein Handbuch in den Sprachen Deutsch, Englisch, Französisch, Spanisch, Italienisch, Polnisch und Russisch. Hinzu kommen sieben abnehmbare Kabelstänge.

Mit Abmessungen von 150 x 160 x 85 mm (B x T x H) ist das be quiet! Straight Power BQT E7-CM-680W zwanzig Millimeter tiefer als Standard-Netzteile, was allerdings nur in besonders eng geschnittenen Gehäusen zum Problem wird. Die Lackierung in mattem Grau mit Metallic-Effekt ist sehr unempfindlich und sorgt zusammen mit dem Lüftergitter für eine besondere Optik. Dieses besteht nämlich aus parallelen Stäben.


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Es gibt vier +12V-Spannungskreise, welche sich jeweils mit bis zu 18 Ampere belasten lassen. Die Besonderheit des Namenszusatzes "CM" ist jedoch das Kabelmanagement.


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Wir finden sieben Buchsen, von denen vier für Laufwerke, zwei für Grafikkarten und eine für den EPS+12V-Anschluss gedacht sind. be quiet! hat diese Buchsen nicht nur kodiert, so dass der EPS+12V-Stecker beispielsweise nicht in eine der PEG-Buchsen passt, sondern auch farblich markiert. Die korrekte Bestückung wird so zum Kinderspiel.

Die Anschlüsse des be quiet! Straight Power BQT E7-CM-680W
Strang/BuchsePos#1Pos#2Pos#3Pos#4Pos#5
ATX/EPS 24-Pin
fest am Gerät
ATX24
55,0cm
----
ATX+12V
fest am Gerät
ATX4
56,0cm
----
Lüfter
fest am Gerät
Molex
57,0cm
3-Pin
72,5cm
---
Lüfter
fest am Gerät
Molex
57,0cm
3-Pin
73,0cm
---
EPS+12V
abnehmbar
EPS8
56,0cm
----
PEG
abnehmbar
PEG6+2
55,0cm
PEG6+2
55,0cm
---
PEG
abnehmbar
PEG6+2
55,0cm
PEG6+2
55,0cm
---
SATA
abnehmbar
SATA
55,0cm
SATA
69,0cm
SATA
83,5cm
--
SATA/Molex/Floppy
abnehmbar
SATA
54,5cm
SATA
69,0cm
PATA
83,5cm
PATA
98,0cm
Floppy
113,0cm
SATA/Molex
abnehmbar
SATA
55,0cm
SATA
69,0cm
PATA
83,0cm
PATA
98,5cm
-
SATA/Molex/Floppy
abnehmbar
PATA
55,0cm
PATA
69,0cm
PATA
84,0cm
Floppy
99,0cm
-

Fest mit dem Netzteil verbunden sind der ATX-Hauptanschluss, der vierpolige ATX+12V-Stecker sowie die beiden Anschlusskabel für die Gehäuselüfter. An jedem Strang kann nur ein Lüfter betrieben werden, wahlweise über einen Molex- oder 3-Pin-Stecker. Die Drehzahl der Lüfter regelt das Netzteil lastabhängig, dabei liegt der Regelbereich zwischen +4 und +12 Volt. Mit einem Anlaufimpuls von mehr als +10 Volt stellt be quiet! sicher, dass sich die Lüfter auch wirklich in Bewegung setzen.


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Je zwei PEG-Anschlüsse enden am Netzteil in einer achtpolige Buchse, dennoch steht jedem Stecker ein eigenes Kabel zur Verfügung. Bei den Kabelstängen gibt es sowohl reine SATA- und PATA-Kabel als auch gemischte. So kann sich der Benutzer die beste Variante für sein System aussuchen. Mit je sieben PATA- und SATA-Anschlüssen sowie zwei Floppy-Steckern ist das Straight Power BQT-E7-CM-680 reichhaltig ausgestattet.




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Combat Power CP-750W
Das Combat Power CP-750W kostet weniger als 50 Euro und verspricht dennoch eine Leistung von 750 Watt. Auf der schlichten Verpackung lesen wir "High Performance for gaming power" sowie "Gaming Power Supply", da sind wir mit unserem Intel Core i7 965 Extreme und der AMD ATi Radeon HD 4870 X2 ja goldrichtig. Bei "80 Plus" kennt man dieses Netzteil nicht und auch der Hersteller macht keine Angaben zur Energieeffizienz. Wir sind sehr gespannt, wie sich der billigste Teilnehmer in diesem Vergleich schlagen wird.


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Bereits beim Öffnen der Kartons - wir hatten uns gleich zwei Exemplare dieses Schnäppchens besorgt - schlägt uns ein penetranter Geruch nach Chemiefabrik entgegen. Bei der Inbetriebnahme steigert sich dieser nochmals, so dass man die ersten Stunden mit geöffnetem Fenster verbringen sollte. Der Geruch trat bei beiden Geräten auf und ist laut Händler für dieses Modell völlig normal. Nun gut, ein kleiner Lichtblick ist der Lieferumfang:

Rändelschrauben hatten wir nicht erwartet und auch die vier Kabelbinder sind sehr praktisch, denn bis auf das Hauptkabel hat Combat Power keinen Strang ummantelt. Leider fehlt ein Handbuch und die Angaben auf der Verpackung sind in einigen Punkten falsch. So kündigt Combat Power vier SATA-Stecker an, es gibt jedoch sechs. Die Belastbarkeit der einzelnen Spannungskreise wurde nur auf dem Netzteil dokumentiert, nicht aber auf der Verpackung, so dass der Kunde die Katze im Sack erwirbt.


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Mit Abmessungen von 150 x 160 x 85 mm (B x T x H) ist das Combat Power CP-750W immerhin 20 mm tiefer als Standard-Netzteile, dennoch sollte es in den meisten Gehäuse problemlos Platz finden. Als Lackierung wählte der Hersteller ein mattes schwarz, welches recht unempfindlich ist. Im Netzteilboden befindet sich ein schwarzer Lüfter mit elf Blättern und einem Durchmesser von 135 mm. Der Aufkleber auf dem Gerät spricht von 19 dB bzw. 0,2 Sone, was angenehm leise wäre. Das Lüftergitter wurde teilweise im Netzteilboden versenkt, steht aber noch einen guten Millimeter hervor.


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Das Combat Power CP-750W verfügt über vier +12V-Spannungskreise, die jeweils mit bis zu 20 Ampere belastbar sind. Uns wurden die Geräte als Netzteile mit aktivem Leistungsfaktorkorrekturfilter (PFC) geliefert, doch obwohl passives PFC in dieser Leistungsklasse völlig fehl am Platz ist, hat der Hersteller diese billige Umsetzung gewählt. Hieraus resultiert im Allgemeinen ein schlechter Wirkungsgrad und auch die Spulen solcher Netzteile singen recht gerne.


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Weder auf der Verpackung noch auf dem Gerät selbst ist die Adresse oder Webseite des Herstellers vermerkt und ein Handbuch gibt es ja ebenfalls nicht. Der rückseitige Aufkleber "AC 230V" lässt zwar erahnen, dass eine passive Umsetzung vorliegt, doch angesichts der versprochenen Leistungsklasse konnten wir das kaum glauben. Gewissheit brachte schließlich der Blick ins Innere des Gerätes.


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Beim Combat Power CP-750W sind alle Kabelstränge fest mit dem Netzteil verbunden. Hier die Übersicht der Kabelstänge sowie die Position der einzelnen Stecker:

Die Anschlüsse des Combat Power CP-750W
Strang/BuchsePos#1Pos#2Pos#3Pos#4Pos#5
ATX/EPS 24-Pin
fest am Gerät
ATX20+4
56,0cm
----
ATX/EPS+12V
fest am Gerät
EPS4+4
58,0cm
----
PEG
fest am Gerät
PEG6+2
58,0cm
----
PEG
fest am Gerät
PEG6
58,5cm
----
Molex/Floppy
fest am Gerät
PATA
59,0cm
PATA
74,0cm
PATA
88,0cm
Floppy
101,0cm
-
Molex/Floppy
fest am Gerät
PATA
59,0cm
PATA
73,0cm
PATA
88,0cm
Floppy
101,0cm
-
SATA
fest am Gerät
SATA
59,0cm
SATA
74,0cm
SATA
90,0cm
--
SATA
fest am Gerät
SATA
58,0cm
SATA
73,0cm
SATA
89,0cm
--

Wir hatten es bei den Übersichtstabellen bereits angemerkt: In der Leistungsklasse 750 Watt sind zwei Anschlüsse für PCI-Express-Grafikkarten zu wenig. Eine solche Ausstattung bieten bereits die meisten Geräte mit nur 500 Watt Leistung. Vierzehn Laufwerksanschlüsse verteilt auf vier Kabelstränge sind hingegen in Ordnung und auch die Kabellängen wurden recht großzügig dimensioniert.




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Cougar 700 CM (HEC-700TE)
Im Handel findet man das zweitkleinste Cougar mit Kabelmanagement, das 700 CM, zu Preisen ab 110 Euro. Dafür bekommt man ein modernes Netzteil, welches die aktuelle ATX+12V-Spezifikation 2.3 erfüllt und "80 Plus Bronze" zertifiziert wurde. Das Cougar 700 CM konnten wir ebenfalls schon ausführlich begutachten, hier eine Zusammenfassung seiner wichtigsten Eckdaten.


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Der Lieferumfang umfasst ein Kaltgerätekabel, fünf abnehmbare Kabelstränge, drei schwarze Klettbinder, vier silberfarbene Schrauben sowie das Markenlogo als Aufkleber. Das Handbuch entpuppt sich als Faltzettel in deutscher und englischer Sprache. Kurz und knapp finden sich die Informationen, die wirklich notwendig sind. Bei einem Netzteil dieser Preisklasse hätte es aber ruhig ein wenig mehr sein dürfen.

Die glänzende, orangefarbene Lackierung hebt das Cougar CM von der Masse ab und gibt ihm zusammen mit dem erhabenen Markenlogo und den gestreiften Kabelsträngen einen wertigen Auftritt. Die Abmessungen des Cougar 700 CM betragen 150 x 160 x 85 mm (B x T x H), es ist somit 20 mm tiefer als die meisten Standard-Netzteile, findet aber dennoch in fast allen ATX-Gehäusen Platz. Im Netzteilboden befindet sich ein schwarzer Lüfter mit einem Durchmesser von 140 mm, dieser regelt temperaturabhängig zwischen 525 und 1.800 U/min.


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Es gibt nur zwei +12V-Spannungskreise, diese wurden allerdings für jeweils 30 Ampere freigegeben. Cougar verspricht eine automatische dynamische Lastenverteilung auf den +12V-Leitungen, mit der das Netzteil besser auf die Bedürfnisse von Systemen mit mehreren Grafikkarten reagieren kann. Das Kabelmanagement setzt Cougar nur teilweise um, denn zwei PEG-Stränge und ein Kabel mit vier Laufwerksanschlüssen sind zusätzlich zu den ATX-Hauptkabeln fest mit dem Netzteil verbunden.


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Abnehmbar sind zwei weitere PEG-Stränge für die Versorgung von PCI-Express-Grafikkarten sowie drei Kabel mit Laufwerksanschlüssen. Auf der Rückseite des Netzteils finden sich jedoch sechs Buchsen, von denen folglich eine unbenutzt bleibt. Die vier schwarzen Buchsen dienen zum Anschluss der Laufwerkskabel, die roten sind für die Grafikkarten vorgesehen.


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Neben der farblichen Markierung hat der Hersteller auch die Stecker eindeutig kodiert, so dass man eine Fehlbestückung ausschließen kann. Insgesamt finden wir folgende Anschlüsse:

Die Anschlüsse des Cougar 700 CM
Strang/BuchsePos#1Pos#2Pos#3Pos#4Pos#5
ATX/EPS 24-Pin
fest am Gerät
ATX24
49,5cm
----
EPS/ATX+12V
fest am Gerät
EPS8
50,0cm
ATX4
64,0cm
---
PEG
fest am Gerät
PEG6
50,0cm
----
PEG
fest am Gerät
PEG6+2
50,0cm
----
Molex/Floppy
fest am Gerät
PATA
50,0cm
PATA
64,0cm
PATA
79,0cm
Floppy
94,0cm
-
PEG
abnehmbar
PEG6
50,0cm
----
PEG
abnehmbar
PEG6+2
50,0cm
----
SATA
abnehmbar
SATA
50,0cm
SATA
65,0cm
SATA
80,0cm
--
SATA
abnehmbar
SATA
50,0cm
SATA
65,0cm
SATA
81,0cm
--
Molex
abnehmbar
PATA
50,0cm
PATA
65,0cm
PATA
80,0cm
--

Im Schnitt sind alle Kabel 5 cm kürzer als beim be quiet! E7-CM-680W, dennoch ist die Länge für die meisten Einsatzgebiete ausreichend. Die feste Verdrahtung und eine kürzere Kabellänge helfen dabei, die Energieeffizienz eines Netzteils hoch zu halten. Wir finden es etwas schade, dass Cougar ausgerechnet Molex-Anschlüsse fest mit dem CM 700 verbunden hat. Ein SATA-Strang oder besser noch ein gemischt bestücktes Kabel wären hier zeitgemäßer.




Macht der Preis die Leistung? Fünf 700W-Netzteile zwischen 50 und 135 Euro - Druckansicht - Seite 7 von 16

Xigmatek NRP-PC702
Der zweite Neuling ist das Xigmatek NRP-PC702, welches man im Handel zu Preisen ab 80 Euro findet. Obwohl es sich um das Gerät mit dem zweitniedrigsten Preis handelt, kann Xigmatek mit der Zertifizierung "80 Plus Bronze" und einer dreijährigen Garantie aufwarten. Dafür muss der Käufer auf Extras wie Kabelmanagement oder eine Regelung für Gehäuselüfter verzichten.


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Geliefert wird das Netzteil in einem umweltfreundlichen Pappkarton ohne Hochglanzbedruckung, das sieht einerseits schick aus und ist zudem umweltfreundlich. Im Lieferumfang finden wir ein Netzkabel, vier silberfarbene Schrauben und fünf schwarze Klettkabelbinder. Das Handbuch ist eigentlich ein mehrsprachiger Faltzettel, dessen Bebilderung gut gelungen ist, doch die deutsche Übersetzung könnte noch ein wenig Feinschliff vertragen.

Das Netzteil selbst steckt in einem schwarzen Stoffbeutel. Xigmatek bleibt seiner mattgrauen Lackierung treu, die extrem unempfindlich ist und Fingerabdrücken keine Angriffsfläche bietet. Wie die meisten Netzteile dieser Leistungsklasse misst auch das Xigmatek NRP-PC702 150 x 160 x 85 mm (B x T x H) und ist somit 20 mm tiefer als Standard-Netzteile. Der Einbau in besonders kompakte Gehäuse könnte mitunter problematisch werden.


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Im Boden des NRP-PC402 steckt ein schwarzer Lüfter auf transparentem Kunststoff, der 140 mm Durchmesser bietet und über sieben Blätter verfügt. Dieser Lüter regelt lastabhängig zwischen 820 und 1800 U/min, wobei er mit einer Lautstärke zwischen 18,5 und 29,5 dB(A) arbeiten soll. Das Lüftergitter wurde fast vollständig versenkt und steht nur minimal hervor.


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Wie beim Cougar 700 CM gibt es nur zwei +12V-Spannungskreise, die sich allerdings jeweils mit bis zu 30 Ampere belasten lassen. Kombiniert stehen 54 Ampere zur Verfügung. Xigmatek hat alle Kabelstränge mit einem Geflecht ummantelt und sorgt damit für Ordnung im PC.


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Alle Kabelstränge sind fest mit dem Xigmatek NRP-PC702 verbunden. Hier die Übersicht der Kabelstänge sowie die Position der einzelnen Stecker:

Die Anschlüsse des Xigmatek NRP-PC702
Strang/BuchsePos#1Pos#2Pos#3Pos#4Pos#5
ATX/EPS 24-Pin
fest am Gerät
ATX20+4
52,0cm
----
ATX/EPS+12V
fest am Gerät
EPS4+4
65,0cm
----
PEG
fest am Gerät
PEG6+2
54,0cm
PEG6
67,5cm
---
PEG
fest am Gerät
PEG6+2
54,0cm
PEG6
67,0cm
---
Molex/Floppy
fest am Gerät
PATA
51,5cm
PATA
66,0cm
PATA
80,5cm
Floppy
96,0cm
-
Molex
fest am Gerät
PATA
52,0cm
PATA
66,5cm
PATA
81,0cm
PATA
96,0cm
-
SATA
fest am Gerät
SATA
50,0cm
SATA
63,5cm
SATA
77,5cm
SATA
92,0cm
-
SATA
fest am Gerät
SATA
51,5cm
SATA
66,0cm
SATA
80,0cm
SATA
94,0cm
-

Die Kabellängen sind recht ordentlich und sollten in den meisten Systemen ausreichen. Mit sechzehn Laufwerksanschlüssen werden auch anspruchsvolle Kunden zufrieden sein, zumal acht davon für SATA-Geräte gedacht sind. Die Anschlusskabel für PCI-Express-Grafikkarten tragen jeweils zwei Stecker, einen mit 8 und einen zweiten mit 6 Kontakten. Der Abstand zwischen den Steckern ist groß genug, um die Verkabelung ohne größere Probleme durchführen zu können. Dennoch ziehen wir einzelne PEG-Stecker vor, welche den Anschluss insbesondere bei Verwendung mehrere Grafikkarten erleichtern.




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Die Testkonfiguration
Unsere neue Testplattform für Netzteile basiert auf Intels Core i7 965 Extreme Prozessor und dem Mainboard ASUS P6T Deluxe mit dem BIOS 1606. Um auf die unterschiedlichen Leistungsklassen der Netzteile eingehen zu können, werden wir den Prozessor für leistungsstarke Geräte übertakten und das Testsystem mit unterschiedlichen Grafikkarten kombinieren. Die Auswahl reicht von einer Radeon HD 2400 Pro über die Radeon HD 4770 und Radeon HD 4870 bis hin zur einer CrossFire-Kombination aus Radeon HD 4870 und Radeon HD 4870 X2.

Die Testkonfiguration bis 300 Watt
Die Einstiegsklasse geht bis maximal 300 Watt. Diese Netzteile besitzen keinen PEG-Anschluss für Grafikkarten, die mehr als 75 Watt Strom benötigen. Der Hauptverbraucher im System ist somit die CPU:

Die Testkonfiguration für 300 bis 450 Watt
Die Netzteile der unteren Leistungsklasse sind oberhalb von 300 Watt mit einem PEG-Anschluss ausgestattet. In unserer Konfiguration ist der Prozessor dennoch durstiger als die Grafikkarte:

Die Testkonfiguration für 450 bis 600 Watt
Netzteile der mittleren Leistungsklasse mit zwei PEG-Anschlüssen bekommen einen übertakteten Prozessor und eine anspruchsvollere Grafikkarte, genauer gesagt eine Powercolor Radeon HD 4870, vorgesetzt. Diese Grafikkarte verbraucht bereits etwas mehr Strom als der Prozessor.

Die Testkonfiguration für 600 bis 750 Watt
Bei der gehobenen Leistungsklasse läuft die CPU weiterhin mit 3,60 GHz, dafür legen wir bei der Grafikkarte nochmals nach und setzen eine Radeon HD 4870 X2 mit zwei Grafikprozessoren ein. Diese Karte verbraucht in etwa doppelt soviel Strom wie der Prozessor.

Die Testkonfiguration für 750 bis 1000 Watt
Der maximale Ausbau für Netzteile bis 1000 Watt wird heute noch nicht benötigt, aber wir wollen dennoch einen kurzen Ausblick gewähren. In dieser Konfiguration dominieren die Grafikkarten den Stromverbrauch deutlich:




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Messergebnisse: Idle
Jedes Netzteil wurde in vier Lastzuständen vermessen, diese Durchläufe dauerten jeweils eine Stunde und wurden dreimal wiederholt, um zufällige Abweichungen auszuschließen. Während der Messläufe werden der Stromverbrauch und die Spannungen protokolliert. Zunächst messen wir den Stromverbrauch ohne Prozessor- und Grafiklast (idle), der Verbrauch ist dabei sehr konstant.

Testkonfiguration: 600 bis 750 Watt
Die Netzteile dieser Leistungsklasse bekommen es mit einem auf 3,60 GHz übertakteten Core i7 965 Extreme und einer Radeon HD 4870 X2, einem echten Stromfresser unter den Grafikkarten, zu tun:

Leistungsaufnahme Gesamtsystem IDLE in Watt (niedriger ist besser)
be quiet! E7-CM-680W
184
Xigmatek NRP-PC702
184
Cougar 700 CM
186
be quiet! P7-Pro-750W
190
Combat Power CP-750W
210

Abgesehen vom Combat Power CP-750W haben alle Netzteile die Zertifizierung "80 Plus Bronze" erhalten. Besonders sparsam arbeiten das be quiet! E7-CM-680W und Xigmateks NRP-PC702, während das billige Combat Power CP-750W bereits ohne Last 26 Watt mehr verpulvert - ein Mehrverbrauch von 14,13 Prozent! Und wie sieht es bei den Spannungen aus?

Combat Power CP-750W: Abweichungen in %
 
+3,3V
1.21
+5V
1.8
+12V
1.17

Xigmatek NRP-PC702: Abweichungen in %
 
+3,3V
2.12
+5V
0.6
+12V
0.75

be quiet! P7-Pro-750W: Abweichungen in %
 
+3,3V
0.61
+5V
0.4
+12V
0.75

be quiet! E7-680W: Abweichungen in %
 
+3,3V
1.21
+5V
1.4
+12V
0.17

Cougar 700 CM: Abweichungen in %
 
+3,3V
2.42
+5V
1
+12V
0.67

Bei den Spannungen glänzt das be quiet! Dark Power P7-Pro-750W mit absoluten Traumwerten, doch auch beim Straight Power E7-680W sehen wir keine Abweichungen über 1,5 Prozent. Die Geräte von Cougar und Xigmatek haben anscheinend eine recht schwache +3,3V-Schiene, während sich das Combat Power noch recht wacker schlägt.

Testkonfiguration: 750 bis 1000 Watt
Das be quiet! Dark Power P7-Pro-750W kann sogar noch eine Leistungsstufe höher mitspielen, während alle anderen Kandidaten bei dieser Konfiguration passen mussten: Der Core i7 965 Extreme rennt dank 1,325 Volt auf 3,73 GHz und neben der Radeon HD 4870 X2 steckt zusätzlich eine Radeon HD 4870 im Testsystem, so dass drei Radeon HD 4870 GPUs im CrossFire-Betrieb arbeiten. Drei Zusatzlüfter mit 92 mm Durchmesser halten Speicher, Grafikkarten und Chipsatz kühl. Bereits ohne Last nähern wir uns nun der 300-Watt-Marke:

Leistungsaufnahme Gesamtsystem IDLE in Watt (niedriger ist besser)
be quiet! P7-Pro-750W
282

Da es kein anderer Kandidat in diese Leistungsklasse geschafft hat, sind die Spannungen interessanter als der Verbrauch:

be quiet! P7-Pro-750W: Abweichungen in %
 
+3,3V
1.21
+5V
0.4
+12V
1.67

Die Spannungen des be quiet! Dark Power P7-Pro-750W liegen auch mit dieser Konfiguration im grünen Bereich, doch noch liegt auch keine Last an.




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Messergebnisse: CPU-Last
Zunächst werden wir den Core i7 965 Extreme mit Hilfe des Tools Core2MaxPerf belasten. Dieses Programm erzeugt eine Last, welche man mit normalen Anwendungen fast nie erreichen kann. Der in diesem Durchlauf erzeugte Stromverbrauch schwankt nur geringfügig.

Testkonfiguration: 600 bis 750 Watt
Damit unsere Netzteile ordentlich zu stemmen haben, übertakten wir den Core i7 965 Extreme auf 3,60 GHz und starten Core2MaxPerf erneut mit acht Threads:

Leistungsaufnahme Gesamtsystem CPU-Last in Watt (niedriger ist besser)
be quiet! E7-CM-680W
300
Xigmatek NRP-PC702
300
Cougar 700 CM
302
be quiet! P7-Pro-750W
307
Combat Power CP-750W
344

Die Rangfolge unserer Idle-Messung wird auch im Durchlauf mit CPU-Last bestätigt und das be quiet! Straight Power E7-680W setzt abermals zusammen mit dem Xigmatek NRP-PC702 die Bestmarke. 44 Watt mehr genehmigt sich das Combat Power CP-750W, ein Mehrverbrauch von 14,67 Prozent. Und wie haben sich die Spannungen entwickelt?

Combat Power CP-750W: Abweichungen in %
 
+3,3V
1.52
+5V
1.8
+12V
2.58

Xigmatek NRP-PC702: Abweichungen in %
 
+3,3V
2.42
+5V
0.4
+12V
1.67

be quiet! P7-Pro-750W: Abweichungen in %
 
+3,3V
0.61
+5V
0.4
+12V
1.17

be quiet! E7-680W: Abweichungen in %
 
+3,3V
1.52
+5V
1.8
+12V
0.25

Cougar 700 CM: Abweichungen in %
 
+3,3V
3.03
+5V
0.6
+12V
0.25

Cougar 700 CM und be quiet! Straight Power E7-680W glänzen auf der +12V-Schiene, dennoch behauptet das Dark Power Pro P7-Pro-750W seinen Führungsanspruch. Die +3,3V-Schiene des Cougar 700 CM bricht unter Last noch weiter ein, die Werte bleiben aber deutlich innerhalb der erlaubten Grenzen. Beim Combat Power CP-750W beginnt die +12V-Schiene leicht nachzugeben, doch noch sind die Werte in Ordnung.

Testkonfiguration: 750 bis 1000 Watt
Der auf 3,73 GHz übertaktete Core i7 965 Extreme schluckt bei 1,325 Volt unter Last mehr als 180 Watt. Die notwendige Last generieren wir mit acht Threads von Core2MaxPerf:

Leistungsaufnahme Gesamtsystem CPU-Last in Watt (niedriger ist besser)
be quiet! P7-Pro-750W
422

Schauen wir uns die Spannungen an:

be quiet! P7-Pro-750W: Abweichungen in %
 
+3,3V
1.52
+5V
0.4
+12V
1.67

Auch diesmal liefert das be quiet! Dark Power P7-Pro-750W sehr stabile Spannungen, kein Wert überschreitet die Grenze von zwei Prozent.




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Messergebnisse: GPU-Last
Nun erzeugen wir Last auf der Grafikkarte und messen nochmals den Stromverbrauch sowie die Spannungen. Wir verwenden die Software Furmark (etqw.exe), mit der wir eine Belastung erzeugen, welche die Anforderungen normaler Spiele deutlich übertsteigt. Auch diese Art der Belastung erzeugt einen sehr gleichmäßigen Stromverbrauch.

Testkonfiguration: 600 bis 750 Watt
Die Radeon HD 4870 X2 ist zweifelsohne ein anspruchsvoller Stromschlucker. Furmark läuft im Vollbild-Modus mit einer Auflösung von 1280 x 1024 Bildpunkten. Auf Kantenglättung haben wir verzichtet, da diese den Stromverbrauch sinken lässt.

Leistungsaufnahme Gesamtsystem GPU-Last in Watt (niedriger ist besser)
Xigmatek NRP-PC702
524
be quiet! E7-CM-680W
526
be quiet! P7-Pro-750W
526
Cougar 700 CM
530
Combat Power CP-750W
0

Bei Grafiklast erzielt das Xigmatek NRP-PC702 einen neuen Bestwert und kann sich knapp vor die beiden Netzteile von be quiet! schieben. Das Combat Power CP-750W versagte in diesem Test, denn während der einstündigen Messung kam es regelmäßig zum Neustart des Systems. Grund hierfür ist die +12V-Schiene, die binnen weniger Sekunden nach unten wegbricht. Ein Video im Anhang dokumentiert diese Problematik. Kommen wir nun zu den Spannungen der übrigen Netzteile:

Xigmatek NRP-PC702: Abweichungen in %
 
+3,3V
3.64
+5V
1.4
+12V
4.5

be quiet! P7-Pro-750W: Abweichungen in %
 
+3,3V
1.52
+5V
0
+12V
2.17

be quiet! E7-680W: Abweichungen in %
 
+3,3V
2.42
+5V
1.8
+12V
2.17

Cougar 700 CM: Abweichungen in %
 
+3,3V
3.64
+5V
1
+12V
2.58

Die Radeon HD 4870 X2 belastet die +12V-Schiene enorm, dennoch bleiben die beiden Netzteile von be quiet! erstaunlich stabil und zeigen keine Abweichung über 2,2 Prozent. Beim Cougar 700 CM und Xigmatek NRP-PC702 bricht abermals die 3,3V-Schiene deutlich ein, zudem wackelt die +12V-Schiene des Xigmatek kräftig. Die Testläufe mit dem NRP-PC702 verliefen zwar allesamt stabil und dies gilt auch für zwei zusätzliche Messläufe, welche wir angesichts eines Einbruchs um 4,5 Prozent angehängt hatten. Beeindruckend sind diese Messwerte jedoch nicht.

Testkonfiguration: 750 bis 1000 Watt
Auch wenn der Core i7 965 Extreme massiv auf 3,73 GHz übertaktet wurde, die Hauptverbraucher sind eindeutig die drei Grafikchips. Abermals generieren wir den Grafiklast mit Hilfe von Furmark mit einer Auflösung von 1280 x 1024 Bildpunkten und ohne Kantenglättung.

Leistungsaufnahme Gesamtsystem GPU-Last in Watt (niedriger ist besser)
be quiet! P7-Pro-750W
708

Wir verbrauchen 708 Watt, wobei fast die gesamte Leistung in die +12V-Schiene fließt. Und das zeigt sich auch anhand der Spannungen:

be quiet! P7-Pro-750W: Abweichungen in %
 
+3,3V
2.12
+5V
0.6
+12V
3.08

Erstmals bricht die +12V-Schiene um mehr als drei Prozent ein. Damit bleibt das be quiet! Dark Power P7-Pro-750W zwar deutlich unter dem erlaubten Grenzwert von fünf Prozent, aber dennoch sehen wir, dass auch dieses Netzteil nicht unbeeindruckt bleibt.




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Messergebnisse: CPU+GPU-Last
Im vierten und letzten Messlauf mischen wir CPU- und GPU-Last. Hierzu lassen wir die Programme Furmark und Core2MaxPerf zeitgleich laufen, was auf Systemen mit einer einzelnen GPU zur höchstmöglichen Auslastung führt. Wir testen jedoch mit zwei bzw. drei Grafikprozessoren, so dass die anderwertig verwendete CPU-Last den Grafikprozessoren fehlt und wir nur noch die zweithöchste Auslastung sehen. Bei dieser Konstellation schwankt der Stromverbrauch viel stärker.

Testkonfiguration: 600 bis 750 Watt
Wir lassen Core2MaxPerf mit vier Threads auf den Core i7 965 Extreme los, wobei der Prozessor auf 3,60 GHz übertaktet wurde. Furmark läuft abermals auf der Radeon HD 4870 X2 im Vollbild-Modus mit einer Auflösung von 1280 x 1024 Bildpunkten und ohne Kantenglättung.

Leistungsaufnahme Gesamtsystem CPU+GPU in Watt (niedriger ist besser)
Xigmatek NRP-PC702
390
be quiet! E7-CM-680W
394
be quiet! P7-Pro-750W
400
Cougar 700 CM
410
Combat Power CP-750W
460

Die zeitgleich auf CPU und Grafikprozessor anliegende Last sorgt dafür, dass der Stromverbrauch der Grafikkarte deutlich geringer ausfällt als bei der reinen GPU-Messung. Daher schafft diesmal auch das Combat Power CP-750W drei stabile Messläufe, allerdings mit unterirdischen Verbrauchswerten. Vergleichen mit dem Stromsparprimus Xigmatek NRP-PC702 messen wir einen Mehrverbrauch in Höhe von 70 Watt bzw. 17,95 Prozent. Und die Spannungen?

Combat Power CP-750W: Abweichungen in %
 
+3,3V
2.12
+5V
1.8
+12V
3.58

Xigmatek NRP-PC702: Abweichungen in %
 
+3,3V
3.03
+5V
1
+12V
2.58

be quiet! P7-Pro-750W: Abweichungen in %
 
+3,3V
1.21
+5V
0.4
+12V
1.67

be quiet! E7-680W: Abweichungen in %
 
+3,3V
2.12
+5V
1.4
+12V
1.17

Cougar 700 CM: Abweichungen in %
 
+3,3V
3.64
+5V
0
+12V
1.17

Abermals überzeugen Cougar 700 CM und Straight Power E7-680W mit einer sehr stabilen +12V-Schiene. Die insgesamt stabilsten Spannungen dürfen wir jedoch dem Dark Power Pro P7-Pro-750W bescheinigen. Wie schon beim Durchlauf GPU-Last bricht die +3,3V-Schiene des Cougar 700 CM um 3,64 Prozent ein und die +12V-Schiene des Combat Power CP-750W gibt um 3,58 Prozent nach.

Testkonfiguration: 750 bis 1000 Watt
Angesichts der drei Grafikprozessoren verliert der auf 3,73 GHz übertaktete Core i7 965 Extreme seinen Schrecken. Wir belasten die CPU mit vier Threads von Core2MaxPerf, zugleich läuft Furmark im Vollbild-Modus mit einer Auflösung von 1280 x 1024 Bildpunkten und ohne Kantenglättung:

Leistungsaufnahme Gesamtsystem CPU+GPU in Watt (niedriger ist besser)
be quiet! P7-Pro-750W
514

Die 514 Watt bei Mischlast stehen 708 Watt bei reiner GPU-Last gegenüber. Das schafft unser be quiet! Dark Power P7-Pro-750W mit einem müden Lächeln:

be quiet! P7-Pro-750W: Abweichungen in %
 
+3,3V
1.52
+5V
0
+12V
2.17

Lediglich die +12V-Schiene gibt leicht um nicht einmal 2,2 Prozent nach. In Richtung Combat Power müssen wir feststellen, dass 750 Watt offensichtlich nicht immer gleich 750 Watt sind.




Macht der Preis die Leistung? Fünf 700W-Netzteile zwischen 50 und 135 Euro - Druckansicht - Seite 13 von 16

Stromverbrauch im Standby
Im Standby sollte der Computer möglichst wenig Strom verbrauchen. Sind die getesteten Netzteile auch dann noch Stromsparer, wenn das System heruntergefahren wurde?

Leistungsaufnahme Gesamtsystem Standby (niedriger ist besser)
be quiet! E7-400W
2.4
be quiet! E7-CM-680W
2.4
be quiet! TFX 300W
2.5
be quiet! SFX 350W
2.7
be quiet! L7-350W
2.9
be quiet! L7-430W
2.9
Xigmatek NRP-PC402
2.9
be quiet! L7-300W
3.0
be quiet! L7-530W
3.0
NesteQ ECS 5001
3.0
NesteQ ECS-XS-500
3.2
be quiet! P7-Pro-750W
3.2
FSP Everest 1010
3.2
Cougar 700 CM
3.3
Nexus RX-8500
3.3
Cougar 1000 CM
3.4
LC Power LC6550 V2.2
3.4
Xigmatek NRP-PC702
3.4
Combat Power CP-750W
5.4

Verbräuche unter vier Watt sind schwer zu messen. Obwohl der Hersteller unsere Messgeräte bis 0,2 Watt freigegeben hat, betrachten wir obige Ergebnisse in erster Linie als untereinander vergleichbar. Im Standby spielt die Leistungsklasse keine Rolle mehr, hier sind andere Künste gefragt. Die Straight Power Netzteile von be quiet! sind in diesem Messlauf tonangebend, Xigmateks NRP-PC702 kann hingegen weniger überzeugen und das Combat Power CP-750W holt sich abermals einen verdienten letzten Platz. Auf das Jahr umgerechnet bedeutet jedes Watt Stromkosten in Höhe von knapp zwei Euro (angenommener Preis: 22 Cent pro kWh).

Schalldruck
Markennetzteile sind in den letzten Jahren nicht nur immer effizienter, sondern auch immer leiser geworden. Wir rüsten unser Testsystem mit einer Grafikkarte vom Typ MSI RX2400Pro-TD256EH auf den passiven Betrieb um und lassen es für die Schallpegelmessung ohne Festplatte ca. 15 Minuten in der BIOS-Konfiguration laufen. Damit die Grundlast nicht zu gering ausfällt, wurde der Core i7 965 Extreme auf 3,73 GHz (1,325 Volt) übertaktet, nun liegen ca. 153 Watt an. Wir haben den Schallpegel aus einer Entfernung von 35 cm gemessen und anschließend auf einen Abstand von einem Meter umgerechnet. Dies war erforderlich, da die meisten Netzteile tatsächlich sehr, sehr leise arbeiten.

Schalldruck in dB(A), IDLE, Abstand 1 Meter (niedriger ist besser)
be quiet! E7-400W
21.18
be quiet! L7-530W
21.78
be quiet! L7-300W
22.28
be quiet! L7-430W
22.48
Xigmatek NRP-PC702
22.58
Cougar 700 CM
23.08
Nexus RX-8500
23.08
be quiet! L7-350W
23.18
NesteQ ECS 5001
23.18
Cougar 1000 CM
23.98
NesteQ ECS-XS-500
24.18
be quiet! P7-Pro-750W
24.68
be quiet! E7-CM-680W
24.78
be quiet! TFX 300W
25.98
LC Power LC6550 V2.2
25.98
FSP Everest 1010
28.38
be quiet! SFX 350W
30.38
Xigmatek NRP-PC402
31.98
Combat Power CP-750W
36.38

Mit einem Schallpegel von sehr niedrigen 22,58 dB(A) gehört das Xigmatek NRP-PC702 zu den leisesten Netzteilen und lässt die anderen Geräte seiner Leistungsklasse hinter sich. Schlusslicht ist abermals das Combat Power CP-750W, bei dem sich zum brummigen Lüfter ein hochfrequentes Pfeifen gesellt. Je nach Last ändern die Spulen ihre Tonlage deutlich hörbar und in unseren Augen disqualifiziert sich das Netzteil alleine schon aufgrund dieser Geräuschkulisse.




Macht der Preis die Leistung? Fünf 700W-Netzteile zwischen 50 und 135 Euro - Druckansicht - Seite 14 von 16

Fazit: Combat Power CP-750W
Wer sich für das Combat Power CP-750W entscheidet, spart nur einmal: Beim Kauf. Mit einem Straßenpreis unter 50 Euro erscheint dieses Netzteil zunächst extrem günstig, doch in Wahrheit ist es nur billig. Bereits beim Auspacken belästigt uns dieses Gerät mit einem penetranten Chemiegeruch, der sich bei der Inbetriebnahme nochmals verstärkt. Zudem ist der Lüfter nicht gerade leise, wird aber dennoch dank passivem PFC von den schrill pfeifenden Spulen übertönt. Der Stromverbrauch liegt schon im Leerlauf um 14,13 Prozent bzw. 26 Watt über den Werten der besten 80-Plus-Bronze-Modelle, bei gemischter Last wächst er auf 17,95 Prozent bzw. 70 Watt an. Und hierbei handelt es sich keinesfalls um Spitzenwerte, sondern um den realen Verbrauch über Messzeiträume von jeweils drei Stunden. Gerne hätten wir auch den Verbrauchswert bei reiner Grafiklast genannt, doch das Combat Power CP-750W war in fünf Messläufen nicht in der Lage, unsere Radeon HD 4870 X2 für mehr als fünf Sekunden mit Strom zu versorgen. Das erklärt dann auch, warum der Hersteller an einem 750W-Netzteil nur zwei PEG-Stecker angebracht hat.


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Läuft der Rechner 6 Stunden pro Tag ohne allzu große Last, bedeutet dies bei unserem Testaufbau zusätzliche Stromkosten in Höhe von 13 Euro pro Jahr. Wer den PC rund um die Uhr belastet, muss sich auf einen Mehrverbrauch in Höhe von 140 Euro gefasst machen (angenommener Preis 22 Cent pro kWh; verglichen mit dem Verbrauch des Xigmatek NRP-PC702). Gute Netzteile mit 550 oder 600 Watt bieten deutlich mehr als dieses vermeintliche Schnäppchen. So lange wir auch suchen, wir finden keinen einzigen Grund, der für das Combat Power CP-750W spricht.




Fazit: Xigmatek NRP-PC702
PreistippDeutlich besser schneidet Xigmatek NRP-PC702 ab, welches bei unserem Partner Caseking aktuell für 79,90 Euro inklusive Mehrwertsteuer angeboten wird. Dieses Netzteil kommt in einem umweltschonenden Pappkarton und entpuppte sich auch im Test als extrem energieeffizient. Kein anderes Gerät verbrauchte so wenig Strom! Zudem ist das NRP-PC702 das leiseste Netzteil in seiner Leistungsklasse und drei Jahre Garantie können sich ebenfalls sehen lassen. Seine Spannungen zeigten zwar deutlichere Schwankungen als beispielsweise die Netzteile von be quiet!, doch in keinem der Messläufe kam es zu Instabilitäten und auch die erlaubte Grenze von fünf Prozent Abweichung wurde nie überschritten. Insbesondere bei reiner Grafiklast gibt die +12V-Schiene deutlich nach und viel Spielraum wird es oberhalb der Radeon HD 4870 X2 sicher nicht mehr geben.


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Das Xigmatek NRP-PC702 ist tatsächlich preiswert und keinesfalls billig, denn es überzeugt mit klaren Qualitäten und nicht mit einer fragwürdigen Preisgestaltung. Wer dieses Netzteil kauft, spart Tag für Tag bei der Stromrechnung. Daher vergeben wir unseren "Preistipp".




Fazit: Cougar 700 CM (HEC-700TE)
GutDas 700 Watt starke Cougar 700 CM weiß zu gefallen. Zu Straßenpreisen ab 110 Euro bekommt man hier ein "80 Plus Bronze" zertifiziertes Netzteil mit Kabelmanagement, dessen großer 140mm-Lüfter im lastfreien Betrieb unhörbar leise arbeitet. Auch in Bezug auf die Energieeffizienz und die Spannungsstabilität kann das Gerät überzeugen, doch in diesen beiden Punkten ist das be quiet! E7-CM-680W noch ein wenig besser. Das gilt auch für das Kabelmanagement, welches Cougar beim 700 CM nur teilweise realisiert hat - zwei PEG-Kabel, ein Laufwerksstrang sowie die ATX-Hauptanschlüsse sind weiterhin fest mit dem Netzteil verbunden.


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Zudem würden wir uns einen etwas geringeren Verbrauch im Standby-Betrieb wünschen. Für die Spitzenposition reicht es heute zwar nicht, aber dennoch ist das Cougar 700 CM ein gutes Gerät und kostet auch etwas weniger als die Vergleichsgeräte von be quiet!.




Macht der Preis die Leistung? Fünf 700W-Netzteile zwischen 50 und 135 Euro - Druckansicht - Seite 15 von 16

be quiet! Straight Power BQT-E7-CM-680W
Editor's ChoiceObwohl es noch eine Variante mit 700 Watt gibt, ist das Straight Power BQT-E7-CM-680W unserer Ansicht nach das Top-Modell der neuen Baureihe. Das liegt an dem Kabelmanagement, welches nur die Modelle mit 480, 580 und 680 Watt bieten. Dank unterschiedlich bestückter Kabel kann man die optimale Konfiguration für seinen eigenen PC zusammenstellen und da be quiet! alle Anschlüsse eindeutig codiert und farblich gekennzeichnet hat, gibt es bei der Verkabelung auch keinerlei Probleme. Zudem bietet dieses Netzteil zwei Anschlüsse für Gehäuselüfter, deren Drehzahl lastabhängig geregelt wird. Im Vergleich zum Dark Power BQT-P7-Pro-750W bietet das Straight Power BQT-E7-CM-680W weniger Anschlüsse, dafür aber mehr als das Cougar CM Power 700W.


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Das Straight Power BQT-E7-CM-680W kann in unseren Messungen überzeugen und seine Spannungen weichen nie mehr als drei Prozent vom Soll ab. Insbesondere hinsichtlich der +3,3V-Schiene ist es deutlich stabiler als das Cougar CM Power 700W und dennoch findet es im Dark Power BQT-P7-Pro-750W seinen Meister. Aber der Neuling hat noch andere Trümpfe im Ärmel und punktet in seiner Klasse mit dem niedrigsten Verbrauch - dies gilt auch für den Standby-Betrieb. Hinsichtlich der Lautstärke liegen Straight Power BQT-E7-CM-680W und Dark Power BQT-P7-Pro-750W auf dem selben Niveau, werden vom Cougar CM Power 700W allerdings um mehr als anderthalb Dezibel unterboten. Mit einem Straßenpreis von 115 Euro ist das Straight Power BQT-E7-CM-680W knapp 20 Euro preiswerter als das Dark Power BQT-P7-Pro-750W, zugleich aber 5 Euro teurer als das Cougar CM Power 700W. Angesichts der vorbildlichen Verbrauchswerte und Spannungen ist dieser Preis durchaus angemessen und wir werten mit unserem "Editor's Choice".




Fazit: be quiet! Dark Power P7-Pro 750W
Sehr GutDas be quiet! Dark Power P7-Pro 750W ist mit Straßenpreisen um die 135 Euro das teuerste Netzteil in diesem Vergleich, doch es stemmt auch als einziges drei Radeon HD 4870 Grafikprozessoren. Dabei bleiben die Spannungen stets stabil und setzten die Bestmarken im Testfeld. Der umfangreiche Lieferumfang mit sage und schreibe zwanzig optionalen Kabelsträngen setzt Maßstäbe, gleiches gilt für die Ausstattung, welche eine Lüfterregelung für vier Gehäuselüfter und einen dreiminütigen Lüfternachlauf beim Herunterfahren des Computers umfasst. Die Verarbeitung ist einwandfrei, das Handbuch umfassend und die dreijährige Garantie gibt dem Käufer ein sicheres Gefühl. Auch hinsichtlich des Stromverbrauchs macht das als "80 Plus Bronze" zertifizierte Dark Power P7-Pro 750W eine gute Figur, im Standby könnte das Gerät aber noch etwas sparsamer sein.


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Mit 24,68 dB(A) ist der 120mm-Lüfter des Dark Power Pro zudem recht leise. Kopfzerbrechen könnten allenfalls die Abmessungen des Netzteils bereiten, denn mit einer Bautiefe von 180 mm passt es bei Weitem nicht in jedes Gehäuse. Obwohl der Kaufpreis auf den ersten Blick sehr hoch erscheint, ist er unserer Ansicht nach gerechtfertigt. Wir werten das be quiet! Dark Power P7-Pro 750W mit "Sehr Gut".




Unser Dank gilt be quiet! und Xigmatek für die Teststellung der Netzteile.







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