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15 Heatpipe-Kühler im Pentium 4 Extreme Edition Test - 1/24
05.03.2006 by doelf; UPDATE: 07.05.2007
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In den letzten Wochen wurde der ursprügliche Vergleich um die folgenden CPU-Kühler erweitert:




Unsere aktuelle Testplattform für CPU-Kühler feierte im März 2007 ihren einjährigen Geburtstag und das Testfeld ist mittlerweile auf fünfzehn Modelle angewachsen. Weitere Kühler werden in den nächsten Wochen folgen und da wir diese Testplattform vorerst beibehalten werden, haben wir die Tabellen und Diagramme überarbeitet, um eine nochmals verbesserte Übersicht zu erreichen.

Nachdem wir im Jahr 2005 13 Kühler für AMDs Sockel 939 getestet hatten, nutzen wir seit 2006 wieder eine Intel Plattform. Der Grund hierfür ist einfach: Intels Netburst Prozessoren und insbesondere die Extreme Edition Modelle erzeugen sehr viel Abwärme und bieten somit die idealen Vorraussetzungen für einen Kühlervergleich. Und da sich die Mehrzahl der aktuellen CPU-Kühler auf allen Plattformen installieren läßt, richtet sich dieser Artikel ebenso an die Benutzer eines AMD Systems.

Trends der CPU-Kühlung
Im Jahr 2006 setzte sich zunächst der Trend zum Turmbau weiter fort, bevor in der zweiten Jahrehälfte neue Downblower auf den Markt kamen. Zudem brach Zalmans CNPS 9500 einen Trend zu ungewöhnlichen Bauformen los, den einige Hersteller mit futuristischen Heatpipe-Konstruktionen aufgriffen. Der schnelle Abtransport der Abwärme mit Hilfe von Heatpipes und der Materialmix aus Kupfer und Aluminium ermöglicht gigantische Kühler sowie recht freie Formen. Diese Bauweise hat sich am Markt durchgesetzt, da sie nicht nur sehr effektiv arbeitet, sondern das Gewicht der Kühler auch auf einem erträglichen Maß hält. Zudem sind die meisten Hersteller bemüht, eine leise Kühlung zu gewärleisten und universelle Halterungen mitzuliefern, mit denen sich ihre Produkte auf den unterschiedlichsten Plattformen montieren lassen.

Das Testsystem
Wir haben uns entschlossen, einen Intel Pentium 4 Extreme Edition mit 3,46 GHz Taktrate und 1067 MHz FSB für diesen Test zu verwenden. Diese CPU hat eine TDP von 110,7 Watt - eine Menge Holz, wenn die maximale Gehäusetemperatur (damit ist das Gehäuse der CPU gemeint) laut Intel nur 66°C betragen darf.

Die weiteren Komponenten des Testsystems sind:

Die Grafikkarte wurde gewählt, da sie keinen großen Einfluß auf die Abwärme der CPU hat.

Verschaffen wir uns nun einen Überblick über das Testfeld:

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15 Heatpipe-Kühler im Pentium 4 Extreme Edition Test - 2/24
05.03.2006 by doelf; UPDATE: 07.05.2007
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Die Kandidaten
Als Referenz für diesen Test verwenden wir Intels Qualification Sample Kühler, welcher mit dem Pentium 4 560 an die Testredaktionen verschickt wurde.

In diesem Test geht es nicht nur um die Kühlleistung, wir werden auch die Montage und die Lärmemission untersuchen. Zu guter Letzt kommt es auch noch auf den Kosten-/Nutzen-Faktor an: Wer nicht übertaktet und keine Ansprüche an die Lärmemission seines PC stellt, kann viel Geld sparen. Lautlosigkeit und Übertaktbarkeit sind jedoch "Extras", die man sich gemeinhin mehr oder weniger teuer erkaufen muß.

Acht der Kandidaten werden mit einem Lüfter geliefert, drei weitere Kühler kommen ohne Lüfter und erlauben die Montage verschiedener Lüftergrößen. Wir haben für den Test 80, 92 und 120 mm Lüfter von Coolink verwendet. Zur besseren Übersicht haben wir die Eckdaten der Kühler thematisch sortiert in vier Tabellen zusammengefasst:

Kompatibilität Intel AMD
478 775 754 939 940 AM2
Aerocool
Dominator
nein ja ja ja ja ja
Aerocool
X-Fire
nein ja ja ja ja ja
Noctua
NH-U9
ja ja ja ja ja nein
Noctua
NH-U12
ja ja ja ja ja nein
Scythe Andy
Samurai Master
ja ja ja ja ja ja
Scythe
Infinity
ja ja ja ja ja ja
Scythe
Katana II
ja ja ja ja ja ja
Scythe
Mine Cooler
ja ja ja ja ja nein
Scythe
Ninja PLUS
ja ja ja ja ja nein
Scythe
Samurai Z
ja ja ja ja ja nein
Sharkoon
Red Shock
ja ja ja ja ja nein
Silverstone
Nitrogon NT06
ja ja ja ja ja nein
Spire
DiamondCool
nein ja nein nein nein nein
Xigmatek
HDT-S963
nein ja ja ja ja ja
Zaward
Sylphee
ja ja ja ja ja ja
Kompatibilität 478 775 754 939 940 AM2
Intel AMD

Abmessungen Länge Breite Höhe Gewicht Material
in mm in g
Aerocool
Dominator
155 140 100 620 Aluminium, Kupfer
Aerocool
X-Fire
120 120 110 495 Aluminium, Kupfer
Noctua
NH-U9
95 70 128 570 Aluminium, Kupfer
Noctua
NH-U12
124 70 155 700 Aluminium, Kupfer
Scythe Andy
Samurai Master
125 137 125 685 Aluminium, Kupfer
Scythe
Infinity
125 116 160 960 Aluminium, Kupfer
Scythe
Katana II
105 82 149 535 Aluminium, Kupfer
Scythe
Mine Cooler
109 105 150 560 Aluminium, Kupfer
Scythe
Ninja PLUS
110 110 150 815 Aluminium, Kupfer
Scythe
Samurai Z
128 85 98 360 Aluminium, Kupfer
Sharkoon
Red Shock
91 95 50 700 Kupfer
Silverstone
Nitrogon NT06
125,4 148 78 570 Aluminium, Kupfer
Spire
DiamondCool
92 90 53 560 Kupfer
Xigmatek
HDT-S963
92 50 134 410 Aluminium, Kupfer
Zaward
Sylphee
100 80 126 670 Aluminium, Kupfer
Abmessungen in mm in g Material
Länge Breite Höhe Gewicht

Lüfter Ø mm Lager U/min m3/h dB(A) Stecker
Aerocool
Dominator
140 Gleit 1200
+/-10%
116,16 20,87 3-Pin
Aerocool
X-Fire
120 Gleit 1500
+/-10%
88,8 23,53 3-Pin
Noctua
NH-U9
kein Lüfter im Lieferumfang, Ø 80/92
Noctua
NH-U12
kein Lüfter im Lieferumfang, Ø 120
Scythe Andy
Samurai Master
120 Gleit 1200
+/-10%
84,24 20,94 3-Pin
Scythe
Infinity
120 Gleit 1200
+/-10%
79,00 23,5 3-Pin
Scythe
Katana II
100 Gleit 1500
+/-10%
72,53 22,0 3-Pin
Scythe
Mine Cooler
100 Gleit 1500
+/-10%
72,53 22,0 3-Pin
Scythe
Ninja PLUS
120 Gleit 1200
+/-10%
79,00 23,5 3-Pin
Scythe
Samurai Z
92 Gleit 2000
+/-10%
55,5 23,5 3-Pin
Sharkoon
Red Shock
kein Lüfter im Lieferumfang, Ø 80/92/120
Silverstone
Nitrogon NT06
120 Kugel 800-
2400
182,02 21,0-
42,2
Molex
Spire
DiamondCool
80 Kugel 2700
+/-10%
58,55 22,0 3-Pin
Xigmatek
HDT-S963
92 Rifle 1200-
2800
66,26-
92,77
23,0-
35,0
4-Pin
Zaward
Sylphee
2x 58,3 Kugel 1500-
3600
25,52-
60,28
18,0-
35,0
3-Pin
Lüfter Ø mm Lager U/min m3/h dB(A) Stecker

Details Finnen Pipes Zubehör URL Preis
Aerocool
Dominator
58 3
Ø 8 mm
Wärmeleitpaste
Montageanleitung
Aerocool 34,90 €
Aerocool
X-Fire
50 2 Wärmeleitpaste
Montageanleitung
Aerocool 29,90 €
Noctua
NH-U9
38 4 Wärmeleitpaste
Montageanleitung
Noctua 37,90 €
Noctua
NH-U12
38 4 Wärmeleitpaste
Montageanleitung
Noctua 47,90 €
Scythe Andy
Samurai Master
65 6 Wärmeleitpaste
Montageanleitung
Scythe 37,50 €
Scythe
Infinity
29 5 Wärmeleitpaste
Montageanleitung
Scythe 39,90 €
Scythe
Katana II
50 3 Wärmeleitpaste
Montageanleitung
Scythe 24,90 €
Scythe
Mine Cooler
46 3 Wärmeleitpaste
Montageanleitung
Scythe 32,90 €
Scythe
Ninja PLUS
23 6 Wärmeleitpaste
Montageanleitung
Scythe 35,90 €
Scythe
Samurai Z
46 2 Wärmeleitpaste
Montageanleitung
Scythe 24,90 €
Sharkoon
Red Shock
35 4 Wärmeleitpaste
Montageanleitung
Sharkoon 48,90 €
Silverstone
Nitrogon NT06
66 3
Ø 8 mm
Wärmeleitpaste
Montageanleitung
Lüfterregelung
Silverstone 49,90 €
Spire
DiamondCool
60 4 Wärmeleitpaste
Montageanleitung
Spire 29,90 €
Xigmatek
HDT-S963
42 3 Wärmeleitpaste
Entkoppler
Leitblech
Xigmatek 25,00 €
Zaward
Sylphee
39 2
Ø 6 mm
Wärmeleitpaste
Montageanleitung
3-Pin Adapter
Zaward 38,00 €
Details Finnen Pipes Zubehör URL Preis

Betrachten wir die Kühler nun im Detail...

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15 Heatpipe-Kühler im Pentium 4 Extreme Edition Test - 3/24
05.03.2006 by doelf; UPDATE: 07.05.2007
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Scythe Samurai Z
Leicht sollte er sein, das war die Vorgabe beim japanischen Kühlerspezialisten Scythe (zu deutsch: "Sense"), als der Samurai Z entwickelt wurde. Dabei hatten die Entwickler aber nicht nur das Gewicht, sondern auch die Montage im Auge - dazu später mehr. Bleiben wir erst einmal beim Gewicht: Moderne Kühler setzten vor ein paar Jahren zunächst auf Kupfer, danach auf groß dimensionierte Lüfter. Doch große Kühler aus Kupfer zu fertigen, bringt ein Problem mit sich: Diese Kühler sind schwer, weit schwerer als die CPU-Hersteller es erlauben.


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Einen Ausweg aus dieser Situation brachten die aus Notebooks schon länger bekannten Heatpipes. Die Heatpipes führen - einem Rohrsystem gleich - die Hitze von ihrem Entstehungspunkt weg und übergeben sie an einen Radiator. Beim Notebookbau hat das den Vorteil, daß man die CPU an einem beliebigen Platz auf der Platine anordnen kann, die Abwärme über Heatpipes zum Gehäuserand führt und sie dort an Metallbleche abgibt, duch die ein Lüfter bläßt. Bei den Desktop-CPUs funktioniert das Prinzip ganz ähnlich: Eine Kupferplatte nimmt die Abwärme auf und gibt sie an die Heatpipes weiter, diese führen die Wärme von der CPU weg und leiten sie in dünne Metall-Bleche, die "Fins" ab. Durch diese bläst der Lüfter. Mit diesem Konzept umgeht man auch das Problem des lufttoten Punktes in der Mitte des Lüfters, der normalerweise genau dort, wo die Wärme entsteht, also oberhalb der CPU, zu finden ist. Da es keinen großen Unterschied macht, ob die Fins aus Kupfer oder dem leichteren Aluminium bestehen, konnte man das Gewicht der Kühler in Grenzen halten.


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Der Scythe Samurai Z entpuppt sich als echtes Leichtgewicht: Gerade einmal 360 g bringt der Kühler auf die Waage! Auch die Abmessungen - 128 x 85 x 98 mm - sind kompakt und da der untere Teil des Kühlers sehr klein gehalten wurde, wird es kaum zu Kompatibilitätsproblemen mit Mainboards kommen. Die kupferne Bodenplatte ist recht dünn geraten und war bei unserem Testmuster zwar eben, aber nicht gerade auf Hochglanz poliert. Die beiden Heatpipes bestehen aus Kupfer und übergeben die Wärme an 46 Aluminium-Bleche. Im Gegensatz zu Turmkühlern knickt Scythe die Heatpipes gleich zweimal um 90° ab. Das Ergebnis ist eine Auflagefläche für den Lüfter, die parallel zum PCB des Mainboards liegt. Der Vorteil liegt auf der Hand: Scythe kühlt nicht nur die CPU, sondern auch die Stromversorgung, den Chipsatz und den Speicher. Beim Einsatz aktueller Hochleistungsprozessoren wird die Stromversorgung stark gefordert. Sorgt der CPU-Kühler hier nicht für einen stetigen Luftstrom, müssen Gehäuse und Netzteillüfter diese Aufgabe übernehmen.


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Als Lüfter liefert Scythe ein 92 mm Modell mit Gleitlager mit, welches mit 2000 Umdrehungen pro Minute rotiert. Auf eine Lüftersteuerung hat Scythe verzichtet. Angesichts von 23,5 dB(A), welche wir noch nachmessen werden, ist eine Drehzahlminderung auch nicht unbedingt notwendig. Leider hat der Lüfter keinen 4-Pin Anschluß, so daß eine Drehzahlsteuerung durch PWM (Pulsweitenmodulation) nicht möglich ist.


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Montage
Der Einbau ist ein Kinderspiel und geht ohne jedes Werkzeug vonstatten: Einfach seitlich die Befestigung für den jeweiligen Sockel einklippsen, dann:


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15 Heatpipe-Kühler im Pentium 4 Extreme Edition Test - 4/24
05.03.2006 by doelf; UPDATE: 07.05.2007
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Scythe Ninja PLUS
Verglichen mit dem Samurai Z ist der Ninja ein ganz anderes Kaliber. Scythe hatte diesen Kühler eigentlich für die komplett passive Kühlung entwickelt, liefert ihn als "Ninja PLUS" nun aber auch mit Lüfter aus. Das hat seinen Grund, denn die meisten Desktop CPUs lassen sich unter Last nicht passiv kühlen und unser Pentium 4 Extreme Edition schon gar nicht. Scythe spricht eine entsprechende Warnung aus:

"Dieses Produkt sollte nicht bei hohen Taktfrequenzen verwendet werden. Die CPU Belastung sollte dabei auf niedrig-mittel begrenzt werden. Für hohe Leistung empfehlen wir die Verwendung von einem optionalen 120mm Lüfter. Bitte verwenden Sie dieses Produkt auf eigenes Risiko."

Wir können uns dieser Warnung nur anschließen und raten dazu, gleich zum Scythe Ninja PLUS mit 120 mm Lüfter zu greifen.


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Der Ninja ist gewaltig, mit seinen 110 x 110 x 150 mm wir er sicher nicht in jedes Gehäuse passen. Obwohl Scythe ausschließlich Aluminium-Fins verwendet und nur für die Heatpipes und die Bodenplatte auf Kupfer zurückgreift, bringt der Ninja 665 g auf die Waage, 815 g mit Lüfter. Wer den Kühler sieht, wird sich fragen, warum er nicht Sumo getauft wurde. Doch der Ninja ist nicht nur gewaltig, er verwendet auch noch 6 Heatpipes. Dies verspricht selbst bei Verwenung extrem langsam drehender Lüfter absolute Höchstleistungen.


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Als traditioneller Turmkühler sitzt der Lüfter seitlich und bläst die Luft in Richtung Netzteil oder Gehäuselüfter. Der 120 mm Lüfter wird mit zwei Drahtbügeln befestigt, die sehr fest sitzen und sich etwas schwer montieren lassen, der Lüfter hält dafür aber auch bombenfest. Da der Kühler zunächst nur für die passive Kühlung gedacht war, ist er nicht zu 100 Prozent auf die Größe des Lüfters abgestimmt. So ragt der Lüfter entweder oben oder unten über die Fins hinaus. Das hat den positiven Nebeneffekt, daß man, sofern die Bauteile des Mainboards es zulassen, den Lüfter unter den Fins hindurch in Richtung Stromversorgung blasen lassen kann. Beim Ninja kann der Lüfter an allen vier Seiten befestigt werden, so daß dem Benutzer die Wahl der Luftrichtung frei steht.


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Der Lüfter dreht mit langsamen 1200 U/min und soll dabei nicht lauter als 23,5 db(A) sein. Da die Fins weit auseinanderliegen, ist auch bei niedrigen Drehzahlen ein guter Luftdurchfluß möglich. Scythe verzichtet auf eine Lüfterregelung, der Lüfter hat aber auch keinen 4-Pin Anschluß, so daß eine Drehzahlsteuerung durch PWM (Pulsweitenmodulation) nicht möglich ist.


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Montage
Die Montage erfordert etwas Geschick und - zumindest beim Sockel LGA775 - vier Hände. Würde die Anleitung von Ikea stammen, so wäre der erste Hinweis: "Hol dir die Hilfe eines Freundes." Nun gut, gemeinsam aufbauen ist doch sowieso viel lustiger.


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15 Heatpipe-Kühler im Pentium 4 Extreme Edition Test - 5/24
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Spire DiamondCool SP507B7-U
Die Firma Spire ist vor allem für preiswerte Kühler bekannt, der 560 g schwere Vollkupferkühler DiamondCool SP507B7-U fällt hierbei ein wenig aus der Reihe. Zum Kupfer gesellen sich vier Heatpipes, der Lüfter wurde um 45° gedreht verbaut.


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Spire hat den eigentümlichen Lüfter "Diamond Fan" getauft. Normalerweise befindet sich die fixe Seite des Lüfters dort, wo die Luft hingeblasen wird. Somit entsteht eine Auflägefläche die sicherstellt, daß die rotierende Seite nicht hängen bleibt, weil sie an irgendeinem Bauteil schleift. Spire will nun erkannt haben, daß man einen bessere Luftfluß erzielt, wenn man die Konstruktion herumdreht. Der Lüfter wird nun von oben gehalten und liegt nicht mehr auf dem Kühlkörper auf. Dies vermindert zumindest den toten Punkt in der Mitte des Lüfters, da zwischen Flügeln und den Kupferfins ein paar Millimeter Platz bleiben. Leider verzichtet Spire auf einen 4-Pin Anschluß so daß auch bei diesem Kühler die Drehzahlregelung über Pulsweitenmodulation nicht möglich ist.


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Die kompakte Bauweise mit Abmessungen von nur 92 x 90 x 53 mm fordert beim Lüfter ihren Tribut: Die 60 Kupferbleche liegen dicht beisammen, so daß der 80 mm Lüfter mit 2700 U/min rotieren muß, um ausreichend Luft durch die Fins zu pressen. Das dabei, wie Spire verspricht, lediglich 22 dB(A) erreicht werden, halten wir für äußerst unwahrscheinlich. Der Kühlerboden zeit deutliche Riefen, hier hätten wir uns ein wenig mehr Sorgfalt gewünscht.


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Montage
Der Spire DiamondCool SP507B7-U kann nur auf dem Sockel LGA775 verbaut werden, dort gestaltet sich die Montage jedoch sehr einfach. Eine Backplate wird hinter dem Mainboard platziert, Wärmeleitpaste auf der CPU aufgetragen und danach der Kühler mit vier Schrauben an der Backplate verschraubt. Für diese einfache Montage hat Spire unser Lob verdient.


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15 Heatpipe-Kühler im Pentium 4 Extreme Edition Test - 6/24
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Noctua NH-U9
"Designed in Austria" - Noctua hat sich auf die Fahnen geschrieben, statt blinkendem Blendwerk hochwertige Ware abzuliefern. Und das merkt man schon, wenn man die Verpackung öffnet: Sauber verpackt, ein kleines, gebundenes Handbuch in deutscher Sprache, ein Kühler, der auf dem ersten Blick eine erstklassige Verarbeitung verspricht und dies auch beim zweiten Blick noch halten kann. Noctua ist es gelungen, das Thema "Turmkühler" mit den üblichen Materialien Aluminium und Kupfer derart umzusetzen, daß der Kühler elegant und edel wirkt. Wir sind beeindruckt.


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Vier Heatpipes führen die Wärme von der CPU zu den 38 Aluminium-Fins, die zusammen eine Oberfläche von 3800 cm2 ergeben. Noctua spricht hierbei von Dual-Heatpipes, da aus der U-förmigen Anordnung acht Steigleitungen resultieren. Dies ist bei anderen Herstellern, die eine solche Konstruktion gewählt haben, allerdings auch der Fall.


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Statt die Bleche nur auf die Heatpipes zu stecken, wie wir es z.B. beim Lexcool XC-801 gesehen haben, verlötet Noctua alle Verbindungen. Dies verbessert die Wärmeübertragung erheblich. Der Kühler wiegt 570 g, nicht gerade wenig, aber auch nicht übermäßig viel. Zu diesem Gewicht kommt allerdings noch der Lüfter hinzu.


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Bei Noctua befinden sich keine Lüfter im Lieferumfang, dennoch sind die Kühler nicht für den passiven Betrieb gedacht. Noctua lieferte uns für den Test einige Lüfter der Marke Coolink, welche von Noctuas Kooperationspartner, der Kolink International Corporation, gefertigt werden. Befestigt werden die Lüfter wie bei Scythe oder Thermalright mit Hilfe einer Drahtklammer. Dies garantiert eine saubere und sichere Befestigung, doch Noctua geht noch einen Schritt weiter und legt Klebestreifen bei, welche die Vibrationen der Lüfter dämpfen. Da der Anpressdruck durch die Drahtbügel recht hoch ist, sollte man die Wirkung dieser Puffer allerdings nicht überbewerten. Das Befestigungsmaterial erlaubt den Einsatz von 80 und 92 mm Lüftern. Während der Benutzer beim Sockel 478 sowie bei AMDs K8 durch die Lage des CPU-Sockels auf eine Luftrichtung festgelegt ist, kann man durch die Ausrichtung der Befestigungsrahmen beim Sockel LGA775 die Luftrichtung wählen.


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Montage


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15 Heatpipe-Kühler im Pentium 4 Extreme Edition Test - 7/24
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Noctua NH-U12
Der große Bruder des NH-U9 hat ebenfalls 38 Aluminium-Fins, bei diesem Kühler ist der Abstand zwischen den Blechen allerdings etwas größer. Da zudem auch die Oberfläche der Bleche gewachsen ist, erreichen wir nun 5000 cm2 statt der 3800 cm2 des NH-U9. Ansonsten bleibt alles gleich: vier Dual-Heatpipes aus Kupfer nehmen über die Kupferbodenplatte die Abwärme der CPU auf und transportieren sie zu den Aluminium-Fins. Alle Verbindungen sind verlötet, um eine bestmögliche Wärmeübertragung zu garantieren.


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Das Gewicht steigt auf 700 g (ohne Lüfter) an, die Abmessungen liegen nun bei 124 x 70 x 155 mm, wodurch besonders schmale Gehäuse zu einem Problem werden. Der NH-U12 erlaubt wahlweise die Montage eines oder zweier 120 mm Lüfter.


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Noctua liefert zwei unterschiedliche Befestigungsklammern mit, wodurch Kompatibilitätsprobleme mit hoch aufragenden Bauteilen des Mainboards umgangen werden sollen. Alternativ kann man, wie gesagt, auch zwei 120 mm Lüfter befestigen. Auch beim NH-U9 ist der Betrieb mit zwei Lüftern möglich, hier dann als 80/92 mm Tandem. Während der Benutzer beim Sockel 478 sowie bei AMDs K8 in Hinblich auf die Luftrichtung an die Lage des CPU-Sockels gebunden ist, kann man duch die Ausrichtung der Befestigungsrahmen beim Sockel LGA775 die Luftrichtung wählen.


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Die Verarbeitung des NH-U12 liegt auf dem selben, hohen Niveau wie die des NH-U9. Beide Kühler haben eine vorbildlich verarbeitete Bodenplatte. Auch für den Test des Noctua NH-U12 werden wir Lüfter von Coolink verwenden, welche wir im Anschluß an die Kühler kurz vorstellen werden.


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Montage


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15 Heatpipe-Kühler im Pentium 4 Extreme Edition Test - 8/24
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Sharkoon Red Shock
Ein richtig schwerer Brocken ist auch der Sharkoon Red Shock. Als Vollkupferkühler mit 4 Heat-Pipes und 35 Kupfer-Fins bringt er mit Montagematerial 700 g auf die Waage - ohne Lüfter. Sharkoon packt, wie Noctua, keinen Lüfter bei, mit Hilfe eines Befestigungsrahmens und spezieller Verbindungsstücke ist es bei diesem Kühler möglich, 80, 92 sowie 120 mm Lüfter aufzustetzen.


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Der Red Shock ist nicht sonderlich groß - 91 x 95 x 50 mm - und sollte in jedem Gehäuse Platz finden. Er nutzt das klassische Prinzip eines nach unten blasenden Lüfters. Wird ein 120 mm Lüfter verwendet, so kühlt dieser nicht nur die CPU, sondern auch die Stromversorgung, den Chipsatz sowie den Speicher.


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Da der 120 mm Lüfter aufgrund der Verbindungsstücke etwas höher sitzt, wird der tote Punkt in der Mitte des Lüfters vermindert, der ansonsten die Kühlleistung oberhalb der CPU recht deutlich vermindern würde.


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Da die Kupferbleche recht eng stehen, wird ein Lüfter mit niedriger Drehzahl kaum befriedigende Ergebnisse erzielen können. Die Luft würde zwar über den Kühler streichen, die Luftsäulen zwischen den Fins aber nicht verdrängen können. Im Gegensatz zum Spire DiamondCool SP507B7-U geht es hier zwischen den Blechen jedoch schon deutlich geräumiger zu.


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Die Verarbeitung ist sehr gut, die Bodenplatte eine perfekt Kupferscheibe. Der Preis des Red Shock hat uns dann doch etwas überrascht, denn mit 48,90 € ist er sogar teurer als der Noctua NH-U12. Wir sind gepannt, ob der Sharkoon diesen Preis auch mit einer entsprechenden Kühlleistung rechtfertigen kann.


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Montage
Das Handbuch des Red Shock, welches auch eine deutschsprachige Beschreibung enthält, kann sich sehen lassen. Die Installation verläuft wie bei den Kühlern von Noctua.


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15 Heatpipe-Kühler im Pentium 4 Extreme Edition Test - 9/24
05.03.2006 by doelf; UPDATE: 07.05.2007
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Scythe Mine Cooler
Kurz nach der CeBIT traf das neueste Modell des japanischen Kühlerspezialisten Scythe bei uns ein, welches wir im Rahmen eines Updates nun vorstellen wollen. "Mine" bedeutet im japanischen soviel wie "Gipfel", ob es dem Kühler gelingen wird, den Gipfel des Testfeldes zu erklimmen, muß sich aber erst noch zeigen. Scythe setzt abermals auf eine hybride Konstruktion mit einer dünnen Bodenplatte aus Kupfer. Auch die drei Heatpipes werden aus Kupfer gefertigt.


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Der Mine Cooler hat Abmessungen von 109 x 105 x 150 mm und ist damit für schmale Gehäuse etwas zu hoch. Das Gewicht liegt mit 560 Gramm im Mittelfeld, aufgrund der Bauhöhe entwickelt er jedoch einen deutlichen Hebel. Für eine große Oberfläche sorgen 46 dünne Aluminiumbleche, die auch für langsamdrehende Lüfter weit genug auseinanderliegen.


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Die berümte Frage, ob nun "blasen" oder "saugen" besser sei, löst Scythe bei seinem neuen Modell "Mine Cooler" sehr salomonisch: Der Lüfter sitzt in der Mitte des Kühlers und saugt die Zuluft durch eine Hälfte an, während er die Abluft zugleich durch die zweite Hälfte bläst. A.W.S.F ("Advanced Wave Stack Fin") nennt Scythe dieses Konzept, welches zugleich den Lüfter vor herabhängen Kabeln schützt. Da Scythe hier einen Turmkühler baut, steht dem Benutzer die Wahl des Lüfters weigehend frei, solange der Lüfter eine Dicke von 25 mm hat. Solche Modelle gibt es in den Größen 60, 70, 80, 92, 100, 120 sowie 140 mm. Befestigt wird der Lüfter mit Hilfe von zwei Schrauben, mit denen man den Lüfterrahmen in eine Art Schraubstock klemmt. Wir werden in unserem Test einen 92, 100, 120 sowie einen 140 mm Lüfter im Zusammenspiel mit dem Scythe Mine Cooler verwenden.


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Scythe selbst liefert einen 100 mm Lüfter mit, der laut Hersteller mit 1500 U/min rotiert und dabei einen Schalldruck von 22,0 dB(A) sowie einen Luftdurchsatz von 72,53 m3/h erzeugt. Es handelt sich dabei um das Modell "Kaze Jyu" mit Gleitlager.


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Die Befestigung erfolgt wie beim Samurai Z und Ninja PLUS über Klammern bzw. Pushpins, welche seitlich auf den Kühlkörper aufgesteckt werden. Dieses Konzept funktioniert ganz einfach, schnell und ohne Werkzeug. Während man auf Mainboards für Intels Pentium 4 (Sockel 478 sowie LGA775) auf keinerlei Probleme stoßen wird, zeigte sich zwischenzeitlich, daß die Befestigungsriegel auf einigen K8-Mainboards mit dem Chipsatzkühler kollidieren. Zu den betroffenen Mainboards zählen das Asus A8N-VM CSM und das Asrock K8NF4G-SATA2.


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Wie alle Turmkühler, kümmert sich auch der "Mine Cooler" in erster Linie um die CPU und nicht um Chipsatz, Arbeitsspeicher oder - viel wichtiger - die Stromversorgung des Mainboards. Je größer der gewählte Lüfter ausfällt, desto mehr Luftbewegung kommt auch an diese Bauteile des Mainboards, da der Lüfter dann seitlich aus dem Kühlkörper hervorsteht.


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15 Heatpipe-Kühler im Pentium 4 Extreme Edition Test - 10/24
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Aerocool Dominator
Mit dem Dominator wagt sich Aerocool in die 140 mm Klasse. Seit der CeBIT sieht man immer öfter CPU-Kühler, die das erfolgreiche Towerkonzept hinter sich lassen und dafür eine möglichst universelle Kühlung bieten wollen. Diese Modelle verwenden ebenfalls Heatpipes für den schnellen Abtransport der CPU-Wärme, ordnen den Lüfter aber parallel zum Mainboard an, so daß auch der Chipsatz, der Speicher und - nicht zu vergessen - die Stromversorgung mitgekühlt werden.


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Diese Kühler haben neben der breitgefächerten Kühlung aber noch einen weiteren Vorteil: Sie sind niedriger als die Tower-Modelle und brauchen im direkten Umfeld der CPU nur sehr wenig Platz, da der Radiator dieser Kühler hoch genug über der Platine schwebt, um ausreichenden Abstand zu den dort befindlichen Bauteilen zu haben. Dafür werden nun der Abstand zum hinteren Gehäuselüfter, zum Netzteil und zu den Laufwerken sowie zur obersten Steckkarte zu den neuen Engstellen.


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Der Aerocool Dominator braucht eine Grundfläche von 155 x 140 mm. Auf Mainboards mit dem Sockel LGA775 sollte sich dies zumeist bewerkstelligen lassen, da der Kühler in vier Richtungen verbaut werden kann. Bei AMDs K8 (Sockel 754, 939 und 940) stehen nur zwei Varianten zur Verfügung, wodurch es je nach Mainboard und Gehäuse zu Problemen kommen kann. Aerocool verzichtet darauf, Montagematerial für den Sockel 478 beizupacken, für solche Mainboards ist der Dominator leider nicht geeignet. Micro-ATX Gehäuse, bei denen die Festplatten sehr nahe am Mainboard angeordnet werden, sind für den Dominator ebenfalls ungeeignet. Die Höhe beträgt 120 mm inklusive Lüfter, das ist zwar nicht gerade niedrig, sollte aber in die Mehrzahl der auf dem Markt befindlichen Gehäuse passen. Mit einem Gewicht von 620 Gramm inklusive Lüfter ist der Dominator zwar nicht gerade leicht, doch angesichts seiner Abmessungen ist das Gewicht dennoch überraschend gering.


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Das niedrige Gewicht erklärt sich aus der Materialwahl: Während die Kontaktfläche zur CPU aus Kupfer besteht, verwendet Aerocool für den restlichen Kühler Aluminium. Die Kupferplatte ist zwar recht glatt, aber nicht auf Hochglanz poliert. Drei Heatpipes mit einem Durchmesser von jeweils 8 mm transportieren die Abwärme zu 58 Aluminium-Fins. Auf diesen wurde der 140 mm Lüfter befestigt, der in Richtung Mainboard bläst. Dabei trifft die Luft auch auf ein Kühlprofil aus Aluminium, welches sich oberhalb der Kupferbodenplatte befindet, an dieser Stelle kühlt Aerocool folglich doppelt.


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Der Lüfter verwendet ein Gleitlager und hat einen 3-Pin Stromanschluß. Er arbeitet mit 1200 U/min und erzielt dabei einen Luftdurchsatz von beachtlichen 116,16 m3/h. Besonders leise ist der Lüfter dabei nicht, aber auch nicht gerade sehr laut. Aerocools Angabe von 20,87 dB(A) kann man aber getrost ins Reich der Mächen und Legenden verbannen. Zudem sollte man das Mainboard ordentlich verschraubt haben, da der Lüfter ansonsten unangenehme Vibrationen verursachen kann. Mit maximal 0,20 A und 2,40 W sollte der Lüfter kein Mainboard vor größere Probleme stellen. Sofern das Mainboard die Lüfterdrehzahl anhand der CPU-Temperatur automatisch regelt, läßt sich mit dem Aerocool Dominator ein sehr leises System aufbauen.


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Ein Schwachpunkt des Kühlers ist - wie so oft - die Montage:

  1. Zunächst klebt man das Isolationsmaterial auf die Konterplatte
  2. Dann steckt man vier Schrauben durch die entsprechenden Löcher der Konterplatte
  3. Nun steckt man die vier Schrauben durch die vier Bohrungen des Mainboards
  4. Jetzt werden vier Washer zum Schutz des Mainboards auf die Schrauben gesteckt
  5. Mit vier Muttern wird die Konterplatte am Mainboard fixiert
  6. Nachdem die Wärmeleitpaste aufgetragen wurde, setzen wir den Kühler auf
  7. Nun stecken wir vier Federn über die Schrauben
  8. Auf die Federn kommen nun Unterlegscheiben
  9. Zuletzt dreht man vier weitere Muttern auf die Schrauben und drückt damit den Kühler auf die CPU
Diese Befestigungsmethode haben wir im Rahmen unserer Fotostrecke ausführlich dokumentiert.


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Leider ist die Befestigungsprozedur nicht nur recht umständlich, sondern auch recht ungenau. Da die abschließenden Muttern keinen Endpunkt haben, kann man die Federn beliebig weit herunterdrücken. Damit läßt sich die Anpresskraft soweit steigen, daß sich das Mainboard deutlich durchbiegt. Herauszufinden, wo genau das Optimum liegt, überläßt Aerocool dem Benutzer, der schon Probleme damit haben wird, alle Federn gleichmäßig anzuziehen.

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15 Heatpipe-Kühler im Pentium 4 Extreme Edition Test - 11/24
05.03.2006 by doelf; UPDATE: 07.05.2007
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Silverstone Nitrogon NT06
Auch der Nitrogon NT06 von Silverstone sieht sich als Universalkühler. Der 120 mm Lüfter wird parallel zum Mainboard montiert und kühlt wie Aerocools Dominator nicht nur die CPU, sondern auch die Stromversorgung, den Chipsatz und den Arbeitsspeicher. Im Gegensatz zu Aerocool liefert Silverstone auch Montagematerial für den Sockel 478 mit, zudem läßt sich der Nitrogon NT06 natürlich auf den Sockeln LGA775, 754, 939 und 940 befestigen.


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Silverstone legt eine manuelle Lüftersteuerung bei, die auf einem Slotblech montiert ist und somit auf der Rückseite des Computers verschraubt wird.


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Der Lüfter hat einen Durchmesser von 120 mm und eine Dicke von 32 mm, üblich sind hier 25 mm. Durch die größere Dicke kann Silverstone die Flügel schräger stellen und einen höheren Luftdurchsatz erzwingen.


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Bei der maximalen Drehzahl von 2400 U/min erreicht der Lüfter somit erstaunliche 182,02 m3/h. Silverstone versorgt den Lüfter via Molex-Anschluß mit Strom, die Lüfterdrehzahl wird über ein zweites Kabel an das Mainboard übermittelt. Somit ist es leider nicht möglich, die Lüfterdrehzahl über das Mainboard regeln zu lassen.


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Die mitgelieferte Lüftersteuerung entpuppte sich als problematisch: Wählten wir am Drehregler des Potentiometers die Einstellung "Min", drehte der Lüfter nicht. Auch wenn wir den Regler auf die Mittelposition stellten, tat sich nichts. Erst jenseits der mittleren Einstellung drehte der Lüfter langsam an und regelte dann zwischen 763 und 2731 U/min. Nach Rücksprache mit Silverstone erfuhren wir, daß dies kein Bug, sondern vielmehr ein Feature sei: Der Benutzer kann den Lüfter ausschalten. Diese Erklärung finden wir wenig glaubwürdig, zumal auch das ansonsten recht ausführliche Handbuch kein Wort über diese Funktion verliert. Zudem ist es für den Benutzer nicht nachvollziehbar, wann genau der Lüfter seine Arbeit aufnimmt und wann er stillsteht, erschwerend kommt hinzu, daß viele Mainboards Drehzahlen unterhalb von 1000 U/min nicht oder nicht zuverlässig erkennen. Wir gehen davon aus, daß Silverstone das Potentiometer einfach unzureichend auf den verwendeten Lüfter abgestimmt hat. Silverstone will in Zukunft übrigens ein anderes Potentiometer beipacken, um solchen Mißverständnissen vorzubeugen.


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Die Abmessungen des Kühlers sind mit 125,4 x 148 x 78 mm zwar nicht gerade klein, der Nitrogon NT06 sollte aber in fast jedem Gehäuse Platz finden, da er sich in vier Ausrichtungen montieren läßt. Um auch bei AMDs K8 vier Varianten ermöglichen zu können, müssen die kleineren Muttern für die Befestigung verwendet werden. Mit Lüfter kommt der Nitrogon NT06 auf eine Bauhöhe von 111 mm, der Aerocool Dominator ist 9 mm höher. Die Bauhöhe sollte für die meisten Gehäuse kein Problem darstellen.


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Auch beim Nitrogon NT06 wird die Abwärme der CPU über eine Kupferplatte, die feine Riefen aufweist, an drei Heatpipes mit einem Durchmesser von jeweils 8 mm weitergegeben. Diese transportieren die Wärme zu 66 Aluminium-Fins, durch die der Lüfter in Richtung Mainboard bläst. Wie bei Aerocools Dominator finden wir auch bei Silverstone ein Kühlprofil oberhalb der Kupferplatte, dieses fällt jedoch deutlich kleiner aus.


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Die Montage erinnert ebenfalls stark an Aerocools Dominator, verzichtet aber auf die dort aufgetretenen Mängel:

  1. Durch die bereits isolierte Konterplatte werden vier Schrauben gesteckt
  2. Diese führt man durch das Mainboard
  3. Nun steckt man die vier Wascher zum Schutz der Platine auf
  4. Danach wird die Konterplatte mit vier Muttern fixiert
  5. Als nächstes wird die Wärmeleitpaste aufgetragen und der Kühler aufgesetzt
  6. Nun werden noch die Abschlußmuttern mit den Federn bis zum Anschlag festgedreht
Wir haben den Einbau im Rahmen der Fotostrecke ausführlich dokumentiert.


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Silverstone vermeidet den Fehler Aerocools und legt Abschlußmuttern bei, die sich nicht beliebig weit festdrehen lassen. Damit garantiert Silverstone, daß der Kühler nicht zuviel Druck auf die Platine ausübt und stellt zugleich sicher, daß der Kühler gleichmäßig aufliegt.

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15 Heatpipe-Kühler im Pentium 4 Extreme Edition Test - 12/24
05.03.2006 by doelf; UPDATE: 07.05.2007
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Scythe Mugen (vormals: Infinity)
Mit dem Infinity greift Scythe viele Qualitäten des Ninja PLUS auf und bereichert diese um eine leichtere Montage und Unterstützung für den Sockel AM2. Abermals verwendet Scythe eine dünne Kupferplatte als Kontaktfläche zur CPU, diese überträgt die Abwärme auf fünf Heatpipes, die beidseitig aufsteigen. Aufgrund seiner Höhe von 160 mm wird der Infinity nicht in jedes Gehäuse passen - vor dem Kauf sollte man daher unbedingt nachmessen!


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Dies wäre dann auch schon der wesentliche Unterschied zwischen Infinity und Ninja PLUS: Beim Ninja PLUS verteilen sich die sechs Heatpipes auf alle vier Seiten, so dass der Kühler dadurch etwas sperriger ist und Scythe auch nicht auf sein patentiertes VTMS (Versatile Tool-Free Multiplatform System) Montagesystem zurückgreifen kann.


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Bei VTMS werden die Befestigungsklammern für die unterschiedlichen Sockel seitlich aufgesteckt, doch beim Ninja PLUS sind die Heatpipes im Weg. Der Infinity hält sich hingegen zwei Seiten für die Befestigungsklammern frei:


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Auf Intel Mainboards mit dem Sockel LGA775 kann man die Richtung, in die der Lüfter bläst, frei wählen. Bei Mainboards mit dem Sockel 478, 754, 939, 940 oder AM2 hängt die Lüftrichtung von der Ausrichtung des Befestigungsrahmens auf dem Mainboard ab. Mit 29 Aluminium-Fins bietet der Infinity sechs Bleche mehr als der Ninja PLUS, zudem steht der Lüfter nun nicht mehr so weit über den Kühlkörper hervor.


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Der Lüfter wird auch weiterhin mit einer Drahtklammer befestigt, die den Lüfter zwar bombenfest am Kühlkörper fixiert, für die Montage aber zu viel Kraft benötigt. Und man sollte auf seine Fingernägel achten, denn Klammer und Finnen können sich auch als unfreiwilliger Nagelknipser entpuppen ;-)


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Der 120 mm Lüfter des Infinity entspricht dem Modell, welches auch auf dem Ninja PLUS zum Einsatz kam: 120 mm Durchmesser, 1200 U/min und 79 m3/h Förderleistung bei 23,5 dB(A). Damit sollte ein leiser Betrieb des Infinity gewährleistet sein. Eine Lüftersteuerung packt Scythe leider nicht bei.

Die Montage geht dank VTMS recht leicht von der Hand:

  1. Man steckt die für den jeweiligen Sockel benötigten Befestigungsklammern seitlich auf den Kühler.
  2. Dann trägt man die Wärmeleitpaste auf den Prozessor auf.
  3. Nun setzt man den Kühler auf die CPU. Während sich die Klammern bei AMD Plattformen leicht festziehen lassen, verlangen die Pushpins bei Intels Sockel LGA775 schon etwas mehr Fingerspitzengefühl. Zum einen gibt es nicht viel Platz zwischen Kühler und Pushpins, so das man die Finger nur mit Not auf die Pushpins bekommt und dann auch nur schlecht Druck nach unten ausüben kann, zum anderen stören dabei auch Bauteile, insbesondere Kühlprofile auf dem Chipsatz und der Stromversorgung, des Mainboards.
  4. Mit einem nicht unerheblichen Kraftaufwand wird nun noch der Lüfter mit zwei Drahtbügeln befestigt und das Lüfterkabel auf dem Mainboard eingesteckt. Leider bietet Scythe lediglich einen 3-Pin Anschluss, obwohl die meisten Mainboards für AMD sowie Intel mittlerweile über einen 4-Pin Anschluss verfügen, der eine Drehzahlregelung durch PWM (Pulsweitenmodulation) ermöglicht.


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Mit dem Infinity liefert Scythe einen ziemlichen Brocken ab: 960 Gramm sind recht viel Gewicht für die Befestigungsrahmen gängiger Mainboards. Vor dem Transport des Computers sollte man den hohen Turmkühler daher demontieren, denn hierbei können erhebliche Hebelkäfte auftreten. Ansonsten macht der Kühler einen soliden Eindruck und kann auch in Hinblick auf die Verarbeitung überzeugen. Lediglich die spiegelglatte Kupferplatte neigt zum Anlaufen, was bei hochreinem Kupfer allerdings ein gängiges Problem darstellt.

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15 Heatpipe-Kühler im Pentium 4 Extreme Edition Test - 13/24
05.03.2006 by doelf; UPDATE: 07.05.2007
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Aerocool X-Fire
Der X-Fire von Aerocool erinnert uns in vielen Punkten an den Samurai Z von Scythe. Auch der X-Fire ist ein Downblower, welcher den Luftstrom auf das Mainboard richtet und somit nicht nur die CPU, sondern auch die Spannungswandler, die Northbridge sowie den Speicher kühlt. Zudem ist der Kühler ein echtes Leichtgewicht: Inklusive 120 mm Lüfter und Montageklammer bringt der X-Fire nicht einmal 500 Gramm auf die Waage.


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Der 120 mm Lüfter hat ein Gleitlager und ist bereits vormontiert. Er hat die üblichen sieben Lüfterblätter und ist mit vier weißen LEDs ausgestattet, die einen optischen Akzent setzen sollen. Der Lüfter besitzt einen 3-Pin Anschluss und hat eine Leistungsaufnahme von maximal 3 Watt.


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Zwei Heatpipes nehmen die Abwärme der CPU auf und führen sie zu jeweils 25 Blechen aus Aluminium. Der Lüfter bläst durch diese Finnen hindurch und kühlt somit Finnen und Heatpipes ab. Die Verarbeitung ist durchweg gut, es gibt keine wirklich scharfe Kanten, und die Heatpipes haben ausreichenden Kontakt zu den Kühlblechen.


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Aerocool verwendet für die Bodenplatte und die Heatpipes Kupfer. Da hochreines Kupfer schnell anläuft, d.h. seine Oberfläche oxidiert und eine Patina bildet, hat Aerocool das Kupfer vernickelt. Die beiden U-Förmigen Heatpipes haben einen Duchmesser von 6 mm und eine Länge von jeweils 312 mm. Die Bodenplatte ist spiegelglatt und vollkommen plan.


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Für die Montage des X-Fire liefert Aerocool zwei Befestigungsklammern mit, die für Intels Sockel LGA775 oder die AMD Sockel AM2, 754, 939 sowie 940 genutzt werden können. Der alte Intel Sockel 478 wird nicht unterstützt.


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Der schwierigste Teil der Montage besteht darin, die beiden Klammern zwischen den Heatpipes herauszuziehen. Da Aerocool die Befestigungssysteme der jeweiligen Mainboards verwendet, ist die Montage sehr einfach und verläuft ohne das Ausbauen des Mainboards oder den Einsatz von Werkzeugen. Allerdings wird die Kontaktfläche des Kühlers von der Befestigungsklammer nicht seitlich fixiert, so dass der Kühler bei der Montage seitlich verrutschen kann und dann nicht mehr mittig über der CPU sitzt.


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Die ersten Messungen mit dem X-Fire lagen im Bereich des Intel Qualification Sample Kühlers und damit deutlich hinter allen anderen Testkandidaten zurück. Bei genauerer Prüfung stellten wir fest, dass sich nur eine der beiden Heatpipes deutlich erwärmte. Wir besorgten uns daraufhin einen zweiten Kühler, der fehlerfrei arbeitet und eine ordentliche Kühlleistung erzielt.

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15 Heatpipe-Kühler im Pentium 4 Extreme Edition Test - 14/24
05.03.2006 by doelf; UPDATE: 07.05.2007
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Zaward Sylphee
Der Hersteller Zaward ist ein Neuling auf dem europäischen Kühlermarkt und stammt aus Taiwan. Bereits der erste Blick auf das ungewöhnliche Modell namens Sylphee weckt Erinnerungen: Die weißen Lüfter erinnern sehr an Verax, mehr noch der Kühler sieht exakt so aus, wie das Modell Verax Polargate Heatpipe. Dennoch findet sich auf unserem Testmuster kein Hinweis auf Verax und die Lüfter stammen von GlobeFan.


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Das Rätsel ist allerdings schnell gelöst: Verax arbeitet mit Zaward und GlobeFan zusammen und während Verax nun auch Lüfter von GlobeFan anbietet, vermarktet Zaward die Lüfter von Verax. Das Modell Polargate Heatpipe hat Verax selber nie auf den Markt gebracht, sondern das Design an Zaward verkauft. Und das schlägt sich positiv auf den Preis nieder: Während Verax seine CPU-Kühler in der Preisklasse über 50 Euro platzierte, soll der Sylphee in Europa bereits für 38 Euro zu haben sein. Dabei entspricht die Lebenserwartung der Lüfter mit 50.000 Betriebssystunden den Angaben, welche wir von Verax her gewohnt sind, und auch an der Verarbeitung des Zaward Sylphee gibt es nichts auszusetzen.


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Kommen wir nun zum Kühlkonzept des Zaward Sylphee: Der Kühler kombiniert eine Bodenplatte aus vernickeltem Kupfer mit 39 dünnen Blechen aus Aluminium. Die Abwärme der CPU wird zum Teil direkt in die untere Hälfte der Aluminiumbleche geleitet, zum Teil aber auch über zwei Heatpipes mit einem Durchmesser von sechs Millimetern aufgenommen.


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Diese Heatpipes bestehen aus Kupfer und wurden ebenfalls vernickelt, sie transportieren die Abwärme in die obere Hälfte der Finnen, welche nicht direkt mit der unteren Hälfte verbunden ist. Etwa in halber Höhe durchtrennt ein Kunststoffprofil, mit dem auch die Lüfter verbunden sind, die Bleche, zusammengehalten wird die Konstruktion von einem Kunststoffrahmen. Im Vergleich zu anderen Turmkonstruktionen ist die Oberfläche des Sylphee nicht besonders groß, da die beiden Lüfter in die Finnen eingelassen wurden.


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Der Sylphee wurde vertikal mittig in zwei Kammern geteilt, jede dieser Kammern enthält einen Radiallüfter mit einem Durchmesser von 58,3 mm. Diese beiden Lüfter drehen gegenläufig und können nahezu rund herum Luft durch die Kühlbleche drücken. Die entstehenden Luftströme streichen über alle Bauteile im Umfeld der CPU, wirkungsvoll ist dies aber nur bei einer ausreichend hohen Drehzahl der Lüfter.


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Im Gegensatz zu herkömmlichen Kühlern, bei denen die CPU im Schatten des Lüftermotors liegt und sich die Wärme zunächst durch den Kühlkörper vorarbeiten muss, blasen die Radiallüfter des Sylphee die frische Zuluft direkt gegen die Bodenplatte, unter der sich der heiße Prozessor befindet. Auf diese Weise kann die Luft besonders viel Wärme aufnehmen, Verax spricht hier von einem thermischen Gegenstrom.


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Zur Regelung der Lüfterdrehzahl verwendet Zaward zwei Thermosensoren, welche sich oberhalb der Lüftermotoren befinden. Die Anpassung der Drehzahl findet dabei in kleinen Schritten statt, so dass sich der Benutzer nicht durch ständige Drehzahlwechsel belästigt fühlt. Wenn wir später die Messwerte des Sylphee betrachten, kommt es daher nicht auf eine möglichst hohe Kühlleistung an, sondern auf eine ausreichende Performance bei minimaler Lautstärke. Angeschlossen werden die Lüfter über einen Adapter, welcher zwei 3-Pin Anschlüsse auf einen 3-Pin Stecker zusammenführt.


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Befestigen wir den Sylphee nun auf unserem Mainboard:


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Die deutschsprachige Übersetzung der Anleitung ist etwas holperig und gerade beim Absatz über die etwas kompliziertere Montage auf dem Sockel 754, 939 und 940 recht verwirrend. Zudem würden zusätzliche und etwas größere Bilder das Verständnis erleichern. Hier besteht noch Verbesserungspotential.

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15 Heatpipe-Kühler im Pentium 4 Extreme Edition Test - 15/24
05.03.2006 by doelf; UPDATE: 07.05.2007
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Scythe Andy Samurai Master
Seit wir den Samurai Z des japanischen Herstellers im Test hatten, mussten wir auf einen weiteren Downblower (bzw. Top-Flow Kühler) von Scythe warten. Zugegeben, Turmkühler erzielen zumeist eine niedrigere Prozessortemperatur, da sie die Abwärme gezielt abtransportieren und die warme Luft nicht auf dem Mainboard verwirbeln, doch ein Kühler, der seinen Luftstrom gegen die Hauptplatine richtet, kühlt neben der CPU auch die Spannungswandler, den Chipsatz sowie den Arbeitsspeicher aktiv mit.


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Wer die Zahl der Lüfter in seinem PC möglichst gering halten will, ist mit einem Top-Flow Kühler gut bedient. Aber auch Übertakter können durch die Kühlung des Mainboards von diesem Kühlkonzept profitieren, sofern sie zusätzlich eine ausreichende Zahl von Gehäuselüftern einsetzen. Während vor einem Jahr die Turmkühler den mittleren und gehobenen Leistungsbereich klar dominierten, sind in den letzten Monaten wieder einige neue Downblower auf den Markt gekommen. In unserem Testfeld spiegelt sich dies anhand der Modelle Aerocool Dominator, Aerocool X-Fire und Silverstone Nitrogon NT06 wieder. Insbesondere der Silverstone Nitrogon NT06 erzielte sehr gute Leistungsdaten, mit dem Scythe Andy Samurai Master tritt nun ein Modell an, das eine ähnlich gute Kühlleistung verspricht.


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Im Zubehör des Scythe Andy Samurai Master finden wir Montagematerial für die Sockel 478 und LGA775 (Intel) sowie 754, 939, 940 und AM2 (AMD). Abermals setzt Scythe auf sein bewährtes VTMS (Versatile Tool-Free Multiplatform System) Montagesystem, bei dem die Befestigungsklammern für die unterschiedlichen Sockel seitlich aufgesteckt werden. Im Lieferumfang finden wir zudem Wärmeleitpaste, der 120 mm Lüfter wurde bereits vom Hersteller mit Hilfe zweier Klammern am Kühlkörper befestigt.


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Mit einer Grundfläche von 125 x 137 mm und 125 mm Höhe (inklusive Lüfter) wird dieser Kühler nicht in jedes Gehäuse passen. Insbesondere wenn der CPU-Sockel dicht am Rand der Platine sitzt und der Abstand zwischen Netzteil und Mainboard gering ist, sollte man vor dem Kauf des Andy Samurai Master genau nachmessen. Das Gewicht des Kühlers ist mit 685 Gramm zwar nicht gering, aber durchaus noch unkritisch.


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Die Abwärme des Prozessors wird über eine dünne, sauber verarbeitete und völlig plane Kupferplatte in sechs Heatpipes mit einem Durchmesser von jeweils sechs Millimetern geleitet, welche ebenfalls aus Kupfer bestehen. Direkt darüber ordnet Scythe einen Aluminiumblock an, der in 14 Kühlrippen aufgeteilt wurde. Diese Kühlrippen wurden zudem in je zehn Segmente unterteilt, so dass insgesamt 140 Aluminiumstifte für eine maximale Oberfläche und einen Luftaustritt zu allen Seiten hin sorgen.


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Doch dieser Kühlkörper ist nur ein Nebenschauplatz, denn der Großteil der Abwärme wird von den sechs Heatpipes aufgenommen und in eine zweite Ebene geführt. Dort reiht Scythe 65 dünne Finnen aus Aluminium in einem Abstand von ca. 1,5 Millimetern nebeneinander und setzt dabei auf ein System namens "Infinity Interleave Fin Structure". Je drei der Bleche haben die volle Größe von 125 x 50 mm, darauf folgt ein zweiteiliges Blech mit Abmessungen von zweimal 26 x 50 mm, welches sich auf den Bereich um die Heatpipes beschränkt. Auf diese Weise entstehen erweiterte Zwischenräume von knapp drei Millimetern zwischen den Blechen, die den Luftfluss optimieren. Die Gesamtoberfläche der Finnen beträgt ca. 7500 cm2.


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Während wir beim Infinity sowie beim Ninja PLUS einen 120 mm Lüfter mit der Bezeichnung AD1212DS-A73GL(6TCL3) (12V/0,13A) vorfanden, trägt das Modell, das Scythe dem Andy Samurai Master aufsetzt, die Kennung DFS122512L (12V/0,18A). Beide Lüfter verwenden ein Gleitlager und rotieren mit 1200 U/min, dennoch bietet das neue Modell einen höheren Luftdurchsatz (+5,24 m3/h) bei zugleich gesenktem Schalldruck (-2,56 dB(A)). Auch der neue Lüfter hat einen 3-Pin Stecker, so dass eine Regelung über Pulsweitenmodulation nicht möglich ist.

Update: Wie uns Andreas ("Andy") Bunen von Scythe mitteilte, wird der DFS122512L den AD1212DS-A73GL(6TCL3) auch bei allen anderen Kühlern ersetzen. Der Lüfter gehört bereits zum Lieferumfang des Ninja Rev. B und soll in Kürze auch auf dem Infinity zu finden sein.


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Die Montage verläuft dank VTMS gewohnt einfach, da Scythe die vorgesehenen Befestigungsmethoden der jeweiligen Plattform verwendet:

  1. Man steckt die für den jeweiligen Sockel benötigten Befestigungsklammern seitlich auf den Kühler.
  2. Dann trägt man die Wärmeleitpaste auf den Prozessor auf.
  3. Nun setzt man den Kühler auf die CPU. Bei AMD Mainboards werden nun die Befestigungsklammern mit Hilfe zweier Hebel angezogen, auf Platinen mit Intels Sockel 478 greifen vier Klammern in die Halterungen des Retentionmoduls, zur Montage auf dem Sockel LGA775 nutzt Scythe wie Intel vier Pushpins.


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15 Heatpipe-Kühler im Pentium 4 Extreme Edition Test - 16/24
05.03.2006 by doelf; UPDATE: 07.05.2007
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Xigmatek HDT-S963
Bisher machte Xigmatek vor allem durch die kompakte Wasserkühlung AIO-S80DP von sich reden, doch auf der CeBIT 2007 zeigte uns der Hersteller, dass auch im Bereich der Heatpipekühler eine Vielzahl innovativer Produkte von ihm zu erwarten sind. Den Anfang macht heute das Modell Xigmatek HDT-S963, welches in Kürze in den Handel kommt.


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Auf den ersten Blick wirkt der HDT-S963 wie ein normaler Towerkühler, doch Xigmatek hat bei diesem Modell einige neue Ideen umgesetzt. Im Zubehör befindet sich Montagematerial für Intels Sockel LGA775 und AMDs Sockel 754, 939, 940 sowie AM2, der Sockel 478 wird hingegen nicht mehr unterstützt. Die Abmessungen des Kühlers betragen 92 x 50 x 134 mm (Breite x Länge x Höhe), so dass es lediglich mit flachen HTPC- oder Desktop-Gehäusen zu Problemen kommt. Das Gewicht liegt bei 410 Gramm inklusive Lüfter, es handelt sich also um eine sehr leichte Konstruktion. Drei Heatpipes aus Kupfer und mit einem Durchmesser von jeweils sechs Millimetern nehmen die Abwärme des Prozessors auf und verteilen diese auf 42 Finnen aus Aluminium. Xigmatek hat die Kanten der Bleche mit einer leichten Krümmung versehen, die den Schallpegel mindern soll.


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Die erste Besonderheit des Kühlers besteht darin, dass Xigmatek die kupferne Kontaktplatte zwischen den Heatpipes und dem Prozessor einspart, die Heatpipes haben daher direkten Kontakt zum Heatspreader der CPU. Hierzu werden die Heatpipes zunächst im einen Aluminiumblock gepresst, im Anschluss wird die komplette Bodenfläche ein wenig abgeschliffen. Man erkennt deutliche Riefen, zudem bestehen kleine Spalten zwischen dem Aluminium und dem Kupfer. Da der Heatspreader des Prozessors die erste Verteilung der Abwärme übernimmt, sollten sich aus dieser Konstruktion kaum Nachteile ergeben, welche die direkt aufliegenden Heatpipes nicht kompensieren können.


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Die zweite Innovation zeigt sich beim Lüfter. Dieser hat 92 mm Durchmesser, ist mit einem 4-Pin Anschluss ausgestattet und unterstützt somit die Regelung über Pulsweitenmodulation. Diese Technik ist auf allen aktuellen Mainboards verfügbar. Bei der Pulsweitenmodulation wird die Spannung nicht mit Hilfe von Widerständen verringert, wodurch als Nebenprodukt zusätzliche Abwärme entstehen würde, stattdessen liegt die Spannung nicht dauerhaft an - sie wird gepulst. Obwohl diese Technik auf Mainboards weit verbreitet ist, verwenden fast alle Kühlerhersteller noch immer Lüfter mit einem 3-Pin Anschluss. Wir finden es sehr positiv, dass Xigmatek mit der Zeit geht und auf einen PWM-Lüfter setzt.


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Doch damit nicht genug: Der Lüfter wird nicht verschraubt oder geklammert, für seine Befestigung legt Xigmatek vier Gummipuffer bei. Diese werden in eine Aussparung der Aluminiumbleche eingehakt, so dass sie die Schwingungen des Lüfter absorbieren und dieser eine ordentliche Entkopplung erhält.


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Die Montage des Xigmatek HDT-S963 gestaltet sich sehr einfach: Bei AMD basierenden Mainboards wird der Kühler mit Hilfe einer einfachen Klammer am Befestigungsrahmen des Mainboards eingehakt. Für Intels LGA775 Plattform werden zwei Montagerahmen an der Unterseite des Kühlers verschraubt, die Befestigung findet dann mit den üblichen Pushpins statt. Xigmatek hält alle Mindestabstände peinlich genau ein, so dass der HDT-S963 auf jedem Mainboard Platz finden sollte.


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Nachdem der Kühler auf dem Mainboard montiert wurde, wenden wir uns der letzten Innovation des Xigmatek HDT-S963 zu. Ein Luftleitblech aus Aluminium, welches Xigmatek als "Spoiler" bezeichnet, wird zwischen zwei beliebige Finnen gesteckt und leitet einen Teil des Luftstroms in Richtung der Spannungswandler der Hauptplatine.


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Unser Testmuster stellt das finale Kühlerdesign dar, Verpackung und Handbuch lagen uns zum Zeitpunkt des Tests allerdings noch nicht vor. Laut Hersteller soll der Kühler in Kürze für 25 Euro bei Caseking verfügbar sein:

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15 Heatpipe-Kühler im Pentium 4 Extreme Edition Test - 17/24
05.03.2006 by doelf; UPDATE: 07.05.2007
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Scythe Katana II
Im Preisbereich unter 25 Euro bietet Scythe die zweite Version seines Turmkühlers Katana an. Dieser Kühler unterstützt die AMD Sockel 754, 939, 940 und AM2 sowie die Intel Sockel 478 und LGA775. Der Kühler lässt sich somit auf aktuellen Mainboards, aber auch auf älteren Modellen verwenden.


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Beim Katana II verzichtet Scythe auf sein praktisches VTMS (Versatile Tool-Free Multiplatform System) Montagesystem, stattdessen werden die Befestigungsklammern auf der Unterseite des Kühlers verschraubt. Hierzu braucht man zwar einen Schraubenzieher, profitiert aber auch von zwei entscheidenden Vorteilen: Die neuen Befestigungsklammern sind kompatibler und erlauben die Montage in vier unterschiedlichen Richtungen auf allen Sockeln.


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Da Scythe die Finnen des Katana II nicht parallel zum Mainboard anordnet, sondern sie in Richtung der Platine neigt, kann man den Luftstrom des CPU-Kühlers auf die Spannungswandler des Mainboards, den Chipsatz oder die Speicherriegel ausrichten. Zudem optimiert Scythe durch die Neigung der Aluminiumbleche den Kontakt zwischen den Heatpipes und den Finnen, da die Kontaktfläche beim Katana II größer ist - sie ist oval statt rund. Scythe tauf diese Lösung OFCS (Oval Fin Contact Structure).


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Auch der Kontakt zwischen der Luft und den Blechen wird verbessert, so dass die Luft mehr Abwärme aufnehmen kann. Der Gleitlager-Lüfter wird mit einem normalen 3-Pin Stecker am Mainboard angeschlossen. Er hat 100 mm Durchmesser und rotiert mit 1500 Umdrehungen in der Minute. Am unteren Rand wird der Lüfter in einer Art Zwinge gehalten, in die sich jeder Lüfter einspannen lässt, dessen Rahmen eine Breite von 25 mm hat. Zum Auswechseln des Lüfters wird lediglich eine Schraube gelöst.


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Scythe verwendet eine Bodenplatte aus Kupfer, welche die Abwärme des Prozessors an drei kupferne Heatpipes weiterreicht. Diese verteilen die Hitze auf 50 Bleche aus Aluminium. Die Bodenplatte ist recht dünn, glatt und eben.


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Zum Montage wird die für den jeweiligen Sockel benötigte Befestigungsklammer auf der Unterseite des Kühlers festgeschraubt. Danach trägt man die mitgelieferte Wärmeleitpaste auf den Prozessor auf und befestigt den Kühler am jeweiligen Montagesystem der Hauptplatine. In unserem Beispiel werden LGA775-typisch vier Pushpins verwendet, welche für die 535 Gramm des Kühlers völlig ausreichend sind.


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Der Katana II ist ein Modell der Mittelklasse: Er ist mittelschwer und in der mittleren Preisklasse angesiedelt. Wir sind gespannt, ob sich der Katana II in Sachen Kühlleistung hervortun kann. In Sachen Lautstärke haben wir keine Bedenken, denn der verwendete Lüfter ist uns ja bereits als laufruhig bekannt.

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15 Heatpipe-Kühler im Pentium 4 Extreme Edition Test - 18/24
05.03.2006 by doelf; UPDATE: 07.05.2007
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Coolink Lüfter
Für den Test der Kühler schickte uns Noctua einige Lüfter von Coolink:

Die regelbaren Modelle wurden mit einem Potentiometer, einem Slotblech für dessen Montage und einem Drehknopf geliefert. Zudem lag diesen Modellen ein Molex-zu-3-Pin Adapter bei.:

Zum Lieferumfang aller Lüfter zählten vier Montageschrauben.

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15 Heatpipe-Kühler im Pentium 4 Extreme Edition Test - 19/24
05.03.2006 by doelf; UPDATE: 07.05.2007
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Kühlleistung: IDLE
Zunächst messen wir die Temperaturen im Leerlauf, d.h. ohne eine Anwendung auszuführen. Wer mit seinem Computer im Internet surft oder Büroanwendungen verwendet, kommt oft nicht einmal auf 5 Prozent CPU-Auslastung. Der IDLE-Betrieb eignet sich hervorragend, um diese Niedriglast-Szenarien nachzustellen. Alle Messungen wurden bei einer Raumtemperatur zwischen 22,5 und 23,5°C vorgenommen. Die im Jahr 2006 getesteten Modelle wurden grau hinterlegt, die Kühler, welche wir 2007 getestet haben, sind hingegen weiß hinterlegt.

Temperaturen IDLE: CPU, Mainboard (niedriger ist besser)
Scythe Andy Samurai
Ø120 @ 2721U/min
24°C
29°C

Scythe Andy Samurai
Ø120 @ 1308U/min
25°C
31°C

Scythe Mugen/Infinity
Ø120 @ 1180U/min
25°C
33°C

Noctua NH-U9
Ø92 @ 3825U/min
26°C
33°C

Silverstone NT06
Ø120 @ 2721U/min
27°C
29°C

Silverstone NT06
Ø120 @ 1490U/min
27°C
31°C

Xigmatek HDT-S963
Ø92 @ 2909U/min
27°C
31°C

Sharkoon Red Shock
Ø92 @ 3835U/min
27°C
31°C

Scythe Mine Cooler
Ø92 @ 3835U/min
27°C
32°C

Scythe Mine Cooler
Ø120 @ 1607U/min
27°C
35°C

Noctua NH-U12
Ø120 @ 1607U/min
27°C
36°C

Xigmatek HDT-S963
Ø92 @ 1985U/min
28°C
32°C

Scythe Ninja Plus
Ø120 @ 1240U/min
28°C
34°C

Aerocool Dominator
Ø140 @ 1288U/min
29°C
30°C

Sharkoon Red Shock
Ø120 @ 1687U/min
29°C
30°C

Aerocool X-Fire
Ø120 @ 1493U/min
29°C
31°C

Scythe Katana II
Ø100 @ 1493U/min
29°C
32°C

Scythe Mine Cooler
Ø140 @ 964U/min
29°C
34°C

Scythe Mine Cooler
Ø100 @ 1442U/min
29°C
36°C

Noctua NH-U9
Ø80 @ 2518U/min
30°C
37°C

Noctua NH-U12
Ø120 @ 980U/min
30°C
38°C

Intel Q-Sample
Ø92 @ 2163U/min
31°C
31°C

Sharkoon Red Shock
Ø120 @ 980U/min
31°C
33°C

Scythe Samurai Z
Ø92 @ 1985U/min
31°C
35°C

Spire DiamondCool
Ø80 @ 2678U/min
31°C
35°C

Noctua NH-U12
Ø120 @ 712U/min
31°C
38°C

Zaward Sylphee
Ø58,3 @ 1740U/min
33°C
36°C

Silverstone NT06
Ø120 @ 763U/min
33°C
38°C

Sharkoon Red Shock
Ø92 @ 1081U/min
34°C
35°C

Noctua NH-U9
Ø92 @ 1110U/min
34°C
39°C

Im IDLE-Betrieb gibt sich unser Pentium 4 Extreme Edition recht zahm, die CPU-Temperaturen der Testkandidaten schwanken zwischen 24 und 34° Celsius, das sind zwar 10° Unterschied zwischen dem besten und dem schlechtesten Kühler, doch unter Volllast wird dieser Abstand noch viel deutlicher ausfallen. Es ist hierbei deutlich zu sehen, wie sehr die Temperatur mit der Lüfterdrehzahl steht und fällt.

Die Mainboardtemperatur liegt zwischen 29 und 39°C, es ist anzumerken, daß es sich hierbei nicht um die Temperatur des Chipsatzes handelt. Auf der Oberseite dessen Kühlers messen wird Temperaturen von 46°C (Intel Qualification Sample) bis 55° Celsius (Noctua NH-U9 @ 1110U/min). Unter Last sehen wir hier sogar Messwerte zwischen 60 und 70°C.

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Kühlleistung: Last
Im zweiten Durchgang messen wir die Temperaturen nach 30 Minuten Volllast. Diese erzeugen wir mit dem Stresstest von Prime95, wobei die Option für maximale CPU-Last und Hitzeentwicklung gewählt wurde, sowie SiSoft Sandras Burn-In (nur CPU-Tests). Beide Programme zuammen generieren eine 100-prozentige CPU-Lastung, allerdings ist der Unterschied der Leistungsaufnahme zwischen 50 und 100 Prozent CPU-Last bei dieser HyperThreading-CPU gering - bei einem Dual-Core Prozessor wäre das natürlich anders. Alle Messungen wurden bei einer Raumtemperatur zwischen 22,5 und 23,5°C vorgenommen. Die im Jahr 2006 getesteten Modelle wurden grau hinterlegt, die Kühler, welche wir 2007 getestet haben, sind hingegen weiß hinterlegt.

Temperaturen Last: CPU, Mainboard (niedriger ist besser)
Scythe Andy Samurai
Ø120 @ 2721U/min
35°C
32°C

Silverstone NT06
Ø120 @ 2721U/min
36°C
30°C

Noctua NH-U9
Ø92 @ 3835U/min
36°C
35°C

Noctua NH-U12
Ø120 @ 1607U/min
37°C
36°C

Silverstone NT06
Ø120 @ 1490U/min
38°C
33°C

Scythe Mugen/Infinity
Ø120 @ 1180U/min
38°C
35°C

Xigmatek HDT-S963
Ø92 @ 2909U/min
39°C
32°C

Sharkoon Red Shock
Ø92 @ 3835U/min
39°C
32°C

Scythe Mine Cooler
Ø92 @ 3835U/min
40°C
33°C

Scythe Ninja Plus
Ø120 @ 1240U/min
40°C
36°C

Xigmatek HDT-S963
Ø92 @ 2312U/min
41°C
33°C

Noctua NH-U12
Ø120 @ 980U/min
41°C
40°C

Scythe Andy Samurai
Ø120 @ 1308U/min
42°C
35°C

Scythe Mine Cooler
Ø120 @ 1607U/min
42°C
37°C

Scythe Mine Cooler
Ø100 @ 1442U/min
43°C
38°C

Noctua NH-U9
Ø80 @ 2518U/min
43°C
39°C

Aerocool Dominator
Ø140 @ 1288U/min
44°C
35°C

Scythe Katana II
Ø100 @ 1493U/min
44°C
35°C

Scythe Mine Cooler
Ø140 @ 964U/min
45°C
36°C

Aerocool X-Fire
Ø120 @ 1493U/min
51°C
36°C

Spire DiamondCool
Ø80 @ 2678U/min
51°C
37°C

Sharkoon Red Shock
Ø120 @ 1687U/min
53°C
33°C

Scythe Samurai Z
Ø92 @ 1985U/min
53°C
39°C

Zaward Sylphee
Ø58,3 @ 2344U/min
54°C
39°C

Intel Q-Sample
Ø92 @ 2163U/min
63°C
34°C

Die Ergebnisse liegen zwischen 63°C bei Intels Qualification Sample und 35°C beim modifizierten Scythe Andy Samurai Master. Ein Unterschied von 28°C - das ist erstaunlich, doch diese Differenz wird mit lauten Lüftern auf Kosten des Schallpegels erkauft! Dass man auch ordentliche Temperaturen im Zusammenspiel mit niedrigen Lüfterdrehzahlen erreichen kann, zeigen leistungsstarke Konstruktionen wie Silverstones Nitrogon NT06, Scythes Andy Samurai Master, Infinity und Ninja Plus sowie Noctuas NH-U12.

Die Mainboard-Temperatur schwankt zwischen 30 und 44°C, im Test zeigte sich, dass unsere Hauptplatine oberhalb von 40°C zu Instabilitäten neigt. Dabei ist zu beachten, dass die Temperaturdiode im Bereich der Spannungswandler liegt und nicht etwa die Temperatur des Chipsatzes ausgewertet wird. Die Oberflächentemperatur des passiven Chipsatzkühlers stieg bei Messungen mit Kühlern, welche den Luftstrom komplett am Chipsatz vorbeiführen, auf über 70°C an, wie ein externer Messfühler ergab. Downblower wie der Aerocool Dominator, Aerocool X-Fire, Scythe Andy Samurai Master, Sharkoon Red Shock und Silverstone Nitrogon NT06 sind hier im Vorteil. Nehmen wir Intels Q-Sample als Richtwert, sollte die Temperatur des Mainboards möglichst unter 35°C liegen. Turmkühler haben aufgrund ihres gerichteten Luftstroms hingegen einen Nachteil, sie konzentrieren sich auf den Prozessor und ignorieren die Bauteile auf den Hauptplatinen weitgehend. Eine Ausnahme ist der Scythe Ninja Plus, dessen Lüfter auch unter dem untersten Kühlblech hindurchblasen kann. Neuere Modelle wie Scythes Katana II und der Xigmatek HDT-S963 neigen den Luftstrom in Richtung des Mainboards und können den Nachteil der Turmkonstruktion zumindest in eine Richtung aufheben.

Über die Kühlleistung entscheiden derzeit drei Faktoren:

  1. Die Anzahl der Heatpipes
  2. Die Oberfläche des Kühlers
  3. Der Luftdurchsatz

Noctua NH-U9, Noctua NH-U12, Scythe Andy Samurai, Scythe Mugen (vormals: Infinity) und Silverstone NT06 erkämpfen sich mit diesen Tugenden die vordersten Plätze. Dass man auch mit einem leichten und preiswerten Kühler in der Oberklasse mitspielen kann, beweist der Xigmatek HDT-S963, dessen Heatpipes direkt auf der CPU aufliegen.

Kühler 2007
Zawards Sylphee: Mit seinen Temperaturdioden ist dieses Modell auf eine minimale Lautstärke optimiert und findet sich daher weit unten im Testfeld. Da der Sylphee deutliche 9°C besser abschneidet als Intels Q-Sample, können wir an seinem Ergebnis nichts aussetzen.

Scythe Andy Samurai Master: Mit seinem Serienlüfter ordnet sich der Scythe Andy Samurai Master zwischen den Modellen Ninja Plus und Mine Cooler vom selben Hersteller ein. Der Temperatursensor des Mainboards zeigt eine um ein bis drei Grad niedrigere Temperatur an. Da wir die Leistungsfähigkeit der Kühlerdesigns des Scythe Andy Samurai Master und des Silverstone Nitrogon NT06 miteinander vergleichen wollen, setzen wir den Lüfter des NT06 auf den Andy Samurai Master. Hierbei zeigt sich, dass Scythes Modell zwar den Prozessor minimal besser kühlt, Silverstones Kühler jedoch eine niedrigere Mainboardtemperatur erzielt.

Xigmatek HDT-S963: Bei voller Drehzahl kommt der preiswerte Xigmatek HDT-S963 in Schlagweite des Scythe Mugen (vormals: Infinity). Lassen wir die Drehzahl des Xigmatek HDT-S963 vom Mainboard über Pulsweitenmodulation steuern, sinkt die Lüfterdrehzahl auf 2312 U/min und die Kühlleistung liegt nun auf dem Niveau von Scythes Mine Cooler bei Verwendung eines 92 mm Lüfters mit 3835 U/min. Durch das Leitblech, welches einen Teil des Luftstroms gegen die Spannungswandler des Mainboards lenkt, werden diese effektiv gekühlt.

Scythe Katana II: Auch der Katana II lenkt seinen Luftstrom in Richtung des Mainboards und vergrößert zugleich die Kontaktflächen zwischen Finnen und Heatpipes. In der Praxis erzielt der Katana II exakt die selben Temperaturen wie Aerocools Dominator, arbeitet dabei aber deutlich leiser. Das Konzept der Mainboardkühlung geht bei diesem Modell auf und es wären sogar noch deutlich niedrigere Werte möglich, wenn Scythe einen schnelleren Lüfter verwenden würde.

Hier noch die instabilen Testläufe, bei denen das Mainboard oder die CPU aufgrund zu hoher Temperaturen aufgaben:

Temperaturen Last: CPU, Mainboard, Raum (instabile Testläufe)
Noctua NH-U12
Ø120 @ 712U/min
47°C
40°C


Noctua NH-U9
Ø92 @ 1110U/min
52°C
40°C

Silverstone NT06
Ø120 @ 763U/min
55°C
44°C

Sharkoon Red Shock
Ø92 @ 1081U/min
62°C
40°C

Sharkoon Red Shock
Ø120 @ 980U/min
69°C
35°C

Sobald wir einen zusätzlichen Lüfter montierten, der die Spannungswandler und den Chipsatz kühlte, lief das System wieder stabil.

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15 Heatpipe-Kühler im Pentium 4 Extreme Edition Test - 21/24
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Schallpegelmessung
Zum Abschluß möchten wir uns ansehen, wie laut bzw. leise die Kühler ihre Arbeit verrichten. Bei unserer Schallpegelmessung ist zu beachten, daß wir hier eine reine Vergleichsmessung durchführen und keinesfalls die Herstellerangaben verifizieren wollen. Zum einen mangelt es uns an einem schalltoten Raum, zum anderen kosten Messgeräte für die Bereiche unterhalb von 30 dB(A) deutlich mehr, als unser Budget verkraftet. Für diesen Test verwenden wir ein Mastech MS6701 Schallpegelmeter, welches die Anforderungen für die Normen IEC 651/EN 60651 type 2 und ANSI S1.4 type 2 erfüllt und einen Messbereich von 30 bis 130 dB(A) bietet.

Nun mag sich der eine oder andere Leser fragen, ob eine Empfindlichkeit von 30 dB(A) hier überhaupt ausreichend ist, wo leise Kühler doch mit weniger als 20 dB(A) angegeben werden. Dabei geben die Hersteller allerdings meist nur die Lautstärke des Lüfters an, nicht aber die des Kühlers. Bläst der Lüfter gegen den Kühlkörper, so ist dies natürlich lauter als ein Lüfter, der sich im freien Raum dreht. Zudem wird für solche Messungen ein Abstand von einem Meter gewählt, wir messen jedoch aus einem Abstand von nur 35 cm - das macht eine Steigerung des Schalldruckes um 9,12 dB(A) aus. Da wir zudem nicht in einem schalltoten Raum messen, sondern lediglich in einem leisen Keller (mitten in der Nacht), haben wir auch einen gewissen Hintergrundschall, der sich nicht vollständig eliminieren läßt. Für die Bewertung der Testkandidaten ziehen wir zudem unsere Ohren heran, denn nicht alles, was auf dem Messgerät leise erscheint, hört sich auch angenehm an.

Für die Vergleichstabelle rechnen wir die Messergebnisse auf einen Abstand von einem Meter um, somit lassen sich nun auch die Herstellerangaben besser überprüfen. Die im Jahr 2006 getesteten Modelle wurden grau hinterlegt, die Kühler, welche wir 2007 getestet haben, sind hingegen weiß hinterlegt.

Schalldruck in dB(A), Abstand 1 Meter (niedriger ist besser)
Zaward Sylphee
Ø58,3 @ 1506U/min
21,18
Noctua NH-U12
Ø120 @ 712U/min
21,88
Sharkoon Red Shock
Ø120 @ 980U/min
21,98
Noctua NH-U12
Ø120 @ 980U/min
22,28
Silverstone NT06
Ø120 @ 763U/min
22,28
Zaward Sylphee
Ø58,3 @ 1740U/min
22,38
Scythe Andy Samurai
Ø120 @ 1308U/min
23,88
Sharkoon Red Shock
Ø92 @ 1081U/min
23,98
Noctua NH-U9
Ø92 @ 1110U/min
24,68
Scythe Ninja Plus
Ø120 @ 1240U/min
25,58
Scythe Katana II
Ø100 @ 1493U/min
25,58
Silverstone NT06
Ø120 @ 1490U/min
25,98
Scythe Mugen/Infinity
Ø120 @ 1180U/min
26,18
Xigmatek HDT-S963
Ø92 @ 1985U/min
26,58
Aerocool X-Fire
Ø120 @ 1493U/min
26,78
Scythe Mine Cooler
Ø100 @ 1442U/min
26,98
Scythe Mine Cooler
Ø140 @ 964U/min
27,18
Scythe Samurai Z
Ø 92 @ 1985U/min
27,68
Zaward Sylphee
Ø58,3 @ 2344U/min
28,78
Sharkoon Red Shock
Ø120 @ 1687U/min
29,88
Noctua NH-U12
Ø120 @ 1607U/min
30,18
Xigmatek HDT-S963
Ø92 @ 2312U/min
31,88
Intel Q-Sample
Ø92 @ 2163U/min
32,68
Scythe Mine Cooler
Ø120 @ 1607U/min
32,98
Noctua NH-U9
Ø80 @ 2518U/min
33,98
Aerocool Dominator
Ø140 @ 1288U/min
35,88
Spire DiamondCool
Ø80 @ 2678U/min
37,38
Xigmatek HDT-S963
Ø92 @ 2909U/min
37,78
Zaward Sylphee
Ø58,3 @ 3780U/min
40,88
Sharkoon Red Shock
Ø92 @ 3835U/min
48,98
Noctua NH-U9
Ø92 @ 3825U/min
49,12
Silverstone NT06
Ø120 @ 2721U/min
49,18
Scythe Mine Cooler
Ø92 @ 3835U/min
50,18
Scythe Andy Samurai
Ø120 @ 2721U/min
51,48

Kühler 2006
Die Bandbreite reicht von flüsterleise bis zu schreiend laut. Die Kombination der ohne Lüfter gelieferten Noctua NH-U9 und Sharkoon Red Shock Kühler mit einem 92 mm Lüfter, der mit über 3800 U/min arbeitet, offenbart zwar deutliche Leistungsreserven, doch die so hinzugewonnene Kühlleistung kann man - ehrlich gesagt - auf Dauer nicht ertragen. Wir finden es etwas fragwürdig, dass Noctua und Sharkoon ihre Kühler ohne Lüfter ausliefern und dennoch für alle Prozessoren freigeben, denn im Test zeigt sich, dass sehr langsame Lüfter zur Kühlung von Prozessoren mit einer Abwärme von mehr als 100 Watt nicht mehr ausreichen. Auch Spires DiamondCool SP507B7-U bekleckert sich nicht gerade mit Ruhm und kann mit 37,38 dB(A) die versprochenen 22 dB(A) ganz und gar nicht einlösen. Gleiches gilt für Aerocools Dominator, dessen 140 mm Lüfter trotz versprochener 20,87 dB(A) mit gemessenen 35,88 dB(A) nur wenig leiser als der DiamondCool SP507B7-U ist. Besser sieht es für den Aerocools X-Fire aus, der rund 9 dB(A) leiser als sein großer Bruder zu Werke geht.

Scythe gelingt beim Leichtgewicht Samurai Z sowie beim Koloss Ninja Plus eine gelungene Kombination aus Leistung und Laufruhe. Die Lautstärke des Scythe Mugen (vormals: Infinity) liegt im Bereich des Scythe Ninja Plus, welcher einen baugleichen 120 mm Lüfter verwendet. Allerdings scheint die Konstruktion des Infinity ein etwas lauteres Rauschen mit sich zu bringen - der Infinity verwendet sechs Finnen mehr und deckt die Fläche des Lüfters besser ab. Der Einsatz eines 140 mm Lüfters sorgt beim Scythe Mine Cooler nicht nur für eine bessere Belüftung von Gehäuse und Mainboard, bei lediglich 964 U/min ist der Lüfter auch deutlich leiser als z.B. 120 mm Modelle mit 1600 U/min. Silverstones Nitrogon NT06 erzielt 2006 die beste Kühlleistung bei knapp 50 dB(A) und 2721 U/min, doch auch bei 1490 U/min und lediglich 25,98 dB(A) vermag der Kühler noch zu überzeugen. Mit eine Drehzahl von 763 U/min arbeitet der Nitrogon NT06 zwar flüsterleise (22,28 dB(A)), doch die Kühlleistung kann kaum noch überzeugen.

Kühler 2007
Zaward Sylphee: Minimal rotiert der Zaward Sylphee in unserem Test mit 1506 Umdrehungen pro Minute und ist damit so gut wie unhörbar. Unseren Pentium 4 Extreme Edition kühlt der Sylphee ohne Last mit 1740 U/min, die Lautstärke des Kühlers steigt dabei auf bescheidene 22,38 dB(A). Unter Last müssen die beiden Lüfter auf 2344 U/min und 28,78 dB(A) hochdrehen, damit ist der Sylphee dann um 2 bis 3 dB(A) lauter als die Kühler mit einem 120 mm Lüfter bei 1300 U/min. Maximal konnten wir die Lüfter bei 13 Volt auf 3780 U/min bringen, dabei ist der Sylphee mit 40,88 dB(A) schon recht laut. Allerdings konnten wir diese Drehzahl mit der Abwärme unserer CPU nicht einmal annähernd erreichen.

Scythe Andy Samurai Master: Der Scythe Andy Samurai Master kombiniert einen guten Luftdurchsatz mit einem niedrigen Schallpegel. Mit seinem 120 mm Lüfter ist er nicht nur auf dem Papier leiser als der Ninja Plus und der Infinity. Wer seinen Scythe Andy Samurai Master mit einem schnelleren Lüfter versieht, kann die Kühlleistung deutlich steigern, aufgrund der dichten Struktur des Kühlers steigt aber auch der Schalldruck deutlich an. Kombiniert mit dem Lüfter des Silverstone Nitrogon NT06 (120 mm @ 2721 U/min) messen wir beim Andy Samurai Master im Vergleich zum Nitrogon NT06 einen um 2,3 dB(A) höheren Schallpegel.

Xigmatek HDT-S963: Bei voller Drehzahl messen wir am Xigmatek HDT-S963 einen Schallpegel von 37,78 dB(A), das ist leider alles andere als leise, dafür stehen aber ausreichende Reserven für Übertakter zur Verfügung. Unter Volllast stellte das Mainboard 2312 U/min ein, dies entspricht 31,88 dB(A) und in etwa dem Lautstärkeniveau, welches auch Intels Q-Sample bietet. Ohne Last regelte das Mainboard den Lüfter auf leise 26,58 dB(A) bei 1985 U/min herunter. Abhängig vom Mainboard und dessen Regellogik lässt sich der Schallpegel noch weiter nach unten drücken.

Scythe Katana II: Der 100 mm Lüfter des Katana II ordnet sich auf dem Lautstärkeniveau des Ninja Plus ein. Der ebenfalls von Scythe stammende Mine Cooler, welcher einen mittigen 100 mm Lüfter mit 1500 Umdrehungen pro Minute verwendet, ist in unseren Messungen ein wenig lauter. Auch der kürzlich von uns getestete Xigmatek HDT-S963 und Aerocools X-Fire, welche im selben Preisrahmen wie der Katana II liegen, gehen nichts ganz so leise zu Werke.

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Fazit #1
Die getesteten CPU-Kühler haben sowohl Stärken als auch Schwächen. Alle Kandidaten konnten unseren Pentium 4 Extreme Edition ausreichend kühlen, dennoch waren die Leistungsunterschiede der einzelnen Modelle enorm. Zusätzlich zum CPU-Kühler sind Gehäuselüfter bei modernen Computern Pflicht, da auch die Spannungswandler des Mainboards und der Chipsatz ausreichend gekühlt werden müssen.
Ein weiteres Problem stellen die 3-Pin Anschlüsse der Lüfter dar, denn obwohl fast alle aktuellen Hauptplatinen mit einem 4-Pin Anschluss für den CPU-Lüfter ausgestattet sind, verbaut die große Mehrzahl der Kühlerhersteller auch weiterhin Lüfter mit einem 3-Pin Anschluss. Da die automatische Drezahlregelung bei vielen Mainboards nur noch über Pulsweitenmodulation möglich ist, benötigt man einen Lüfter mit 4-Pin Stecker, um diese Funktion nutzen zu können.
Betrachten wir nun abschließend die einzelnen Testkandidaten.




Scythe Katana II
Die Lautstärke des Katana II liegt unter der von Xigmateks HDT-S963 und Aerocools X-Fire, welche im selben Preisrahmen angeboten werden. In Bezug auf die Kühlleistung schlägt der Katana einige teurere Modelle und erreicht exakt die Leistung, welche wir mit Aerocools Dominator messen konnten - dabei ist der Katana II allerdings um 10 dB(A) leiser. Mit Xigmateks HDT-S963 kann der Japaner nicht mithalten, was allerdings auch an der niedrigen Drehzahl (1500 U/min) des 100 mm Lüfters liegt. Der Lüfter kann allerdings leicht gegen jedes andere Modell mit einem 25 mm dicken Rahmen getauscht werden.
Die Idee, den Luftstrom des Kühlers gegen das Mainboard zu lenken, geht voll und ganz auf. Da sich der Katana II auf jedem Sockel in vier Richtungen verbauen lässt, sollte für jedes System eine gute Lösung zu finden sein. Die Montage ist einfach und die Kompatibilität höher als bei anderen Modellen von Scythe. In seiner Preisklasse ist der Katana II eine sehr gute Wahl, der Kühler kostet 24,90 €.


Fotostrecke mit weiteren und größeren Fotos...




Xigmatek HDT-S963
Der Xigmatek HDT-S963 hat uns positiv überrascht: Der Kühler ist sehr innovativ, leistungsstark und preiswert. Die Heatpipes, welche einen direkten Kontakt zum Heatspreader des Prozessors herstellen, sorgen zusammen mit dem hohen Luftdurchsatz für eine sehr gute Kühlleistung und ausreichende Reserven für Übertakter. Dank 4-Pin PWM-Lüfter arbeitet der Kühler nur mit dem Geräuschpegel, welcher für die aktuelle CPU-Last benötigt wird, und dank Entkopplung gibt der Lüfter kaum Schwingungen an das Mainboard weiter. Wie gut sich die Lüftersteuerung regulieren lässt, ist allerdings vom jeweiligen Mainboard abhängig.
Mit Hilfe des frei platzierbaren Luftleitbleches löst Xigmatek zudem das Problem der meisten Turmkühler, welche den Luftstrom nicht auf die Spannungswandler des Mainboards richten können. Weitere Pluspunkte sind die einfache Montage, das geringe Gewicht von lediglich 410 Gramm und der günstige Preis von 25 Euro. In dieser Preisklasse wird man derzeit kaum einen besseren Kühler finden!


Fotostrecke mit weiteren und größeren Fotos...




Scythe Andy Samurai Master
Der Andy Samurai Master ist unseres Wissens nach der erste Top-Flow Kühler mit sechs Heatpipes. Mit einer Oberfläche von 7500 cm2 stößt er in Bereiche vor, die wir bisher nur von Turmkonstruktionen her kennen, hinzu kommt dann noch der Aluminiumblock oberhalb der Bodenplatte mit seinen 140 Stiften. Scythe gibt sich viel Mühe, die Abluft gleichmäßig in alle Richtungen zu verteilen, so dass alle Komponenten in der oberen Hälfte des Mainboards vom Luftstrom des Kühlers profitieren.
Das Gewicht des Andy Samurai Master hält sich mit 685 Gramm noch in Grenzen und die Kühlleistung kann sich sehen lassen. Dabei bleibt der Schalldruck des Kühlers angenehm niedrig. Durch den Austausch des Lüfters gegen ein schneller drehendes Modell kann die Kühlleistung noch einmal deutlich gesteigert werden, im Test sehen wir dabei die bisherigen Bestwerte des Feldes. Die Verarbeitung des Kühlers ist sehr gut, die Kontaktfläche zur CPU ist glatt poliert und völlig plan. Dank VTMS ist die Montage des Kühlers sehr einfach, das Mainboard muss hierfür nicht ausgebaut werden und selbst bei LGA775 Platinen kommt man gut an die Pushpins heran.
Obwohl Scythe den Preis mit 51,15 Euro ansetzt, findet man den Kühler im Handel bereits für 37,50 Euro. Damit ist der Andy Samurai Master ein wenig preiswerter als der Infinity, kühlt im Gegensatz zu diesen aber auch das Mainboard mit. Auch wenn wir uns einen Lüfter mit 4-Pin Anschluss wünschen, der Andy Samurai Master ist uns den Editor's Choice wert.


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Zaward Sylphee
Nicht die maximale Kühlleistung, sondern die minimale Lautstärke erklärt Zaward bei seinem Modell Sylphee zum Ziel. Hierzu verwendet der taiwanesische Hersteller zwei Thermosensoren, welche die Drehzahl der beiden Radiallüfter steuern. Im Idle-Betrieb kann der Sylphee mit seiner Laufruhe überzeugen, unter Volllast gibt es leisere Möglichkeiten, unseren Pentium 4 Extreme Edition zu kühlen. Im Zusammenspiel mit einem Intel Core 2 Duo oder einem AMD Athlon X2, welche deutlich weniger Abwärme erzeugen, sind auch wesentlich geringere Lautstärken zu erwarten. Zudem konnten wir im Test nachweisen, dass der Sylphee sogar ausreichende Reserven für Übertaktungsversuche bietet.
Der Kühler läßt sich auf den Sockeln 478, LGA775, 754, 939, 940 sowie AM2 montieren und ist somit universell einsetzbar. Mit einem Preis von 38 Euro zählt er trotz seiner aufwändigen Konstruktion zur mittleren Preisklasse. Wir empfehlen den Zaward Sylphee insbesondere für Mainboards, welche keine Lüfterregelung beherrschen, sowie für energiesparende Prozessoren, da der Kühler insbesondere hier eine sehr niedrige Lautstärke erzielen kann.


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Aerocool X-Fire
Aerocools X-Fire ist eine interessante Alternative zum Scythe Samurai Z. Der X-Fire bietet eine ähnlich einfache Montage, einen 120 mm Lüfter mit vier weißen LEDs, der dank seiner geringeren Drehzahl sogar etwas leiser arbeitet und dennoch ein wenig besser kühlt. Der Preis ist ebenfalls stimmig: 29,90 €. Der X-Fire ist natürlich etwas größer und auch höher, im Gegensatz zum Samurai Z eignet er sich somit nicht für flache Desktop- und HTPC-Gehäuse. Aerocools X-Fire läßt sich mit AMDs Sockel AM2, 754, 939 und 940 sowie Intels Sockel LGA775 verwenden, wer noch ein Sockel 478 System einsetzt, muss hingegen zu einem anderen Kühler greifen. Im Vergleich zu den anderen Kandidaten sehen wir, dass es sowohl kühler als auch leiser geht, doch nicht mit einem Gewicht von bescheidenen 495 Gramm und zu diesem Preis.


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15 Heatpipe-Kühler im Pentium 4 Extreme Edition Test - 23/24
05.03.2006 by doelf; UPDATE: 07.05.2007
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Fazit #2




Scythe Mugen (vormals: Infinity)
Ein weiterer Riesen-Kühler aus dem japanischen Hause Scythe: Der Infinity vereinigt fünf Heatpipes mit einer gigantischen Oberfläche und dem praktischen VTMS Befestigungssystem, welches eine Kühlermontage ohne Werkzeug ermöglicht. Hinzu kommt ein leiser 120 mm Lüfter, mit dem der Infinity dennoch eine sehr gute Kühlleistung zeigt. Der Preis ist angemessen und liegt bei 39,90 €. Leider hat der Infinity eine Unsitte des Ninja PLUS übernommen: Die Befestigungsklammern für den Lüfter sind sehr schwergängig, das Anbringen und noch mehr das Lösen des Lüfters verlangt sehr viel Kraft. Zudem ist es recht fummelig, den Kühler mit Hilfe der Pushpins auf aktuellen Intel Platinen zu montieren - die Befestigung auf der AMD Plattform geht deutlich leichter von der Hand.
Aufgrund seines hohen Gewichtes und der Befestigung an den Rahmen des jeweiligen Mainboards sollte der Infinity vor dem Transport des Computers lieber abgenommen werden - mit 160 mm Höhe kann der Kühler nämlich eine gewaltige Hebelwirkung erreichen. Der Infinity kommt recht dicht an einen Editor's Choice heran, doch ganz reicht es auch für diesen Kühler nicht - wir müssen unsere Suche also fortsetzen. Die Wertung lautet "Sehr Gut".


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Aerocool Dominator
Ein gigantischer Kühler mit einem 140 mm Lüfter, der inklusive Lüfter nur 620 Gramm auf die Waage bringt? Aerocools Dominator wirkt vielversprechend, die Verarbeitung des Kühlers kann sich sehen lassen. Beim Lüfter hätten wir ein Modell mit Kugellager bevorzugt, doch Aerocool setzt wieder einmal auf ein Modell mit Gleitlager. Mit seinen 1200 U/min erzeugt der Lüfter eine moderate Geräuschkulisse. Eine Lüftersteuerung bietet Aerocool nicht, der Lüfter kann jedoch mit jeder beliebigen Lüftersteuerung sowie den 3-Pin Anschlüssen des Mainboards verbunden werden. Der Preis liegt bei ca. 34,90 € und ist durchaus attrativ.
Während sich der Dominator auf LGA775 Mainboards in vier Ausrichtungen verbauen läßt, stehen dem AMD K8-Nutzer (Sockel 754, 939 und 940) lediglich zwei Varianten zur Auswahl. Auf Montagematerial für den Sockel 478 verzichtet Aerocool leider vollständig. Die Kühlleistung liegt im Mittelfeld.
Ganz und gar nicht überzeugt hat uns die Montage des Dominators: Diese ist nicht nur umständlich, sondern auch ungenau. Die Federn lassen sich mit den Abschlußmuttern beliebig weit herunterdrehen, den optimalen Anpressdruck zu finden und einen gleichmaßigen Druck auf alle vier Federn aufzubauen, wird leider zum Kunststück. Wir empfehlen Aerocool die Montage zu überarbeiten und setzen die Bewertung bis dahin aus.


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Silverstone Nitrogon NT06
Wie so oft beweist Silverstone auch beim Nitrogon NT06 viel Stil. Kühler und Lüfter machen optisch einen sehr ansprechenden Eindruck und sind hochwertig verarbeitet, hinzu kommen Bestwerte bei der CPU- und Mainboard-Kühlung. Rechtfertig das alles einen Preis von 49,90 €? Eigentlich schon: Die Montage ist durchdacht und auch auf Sockel 754, 939 und 940 Mainboards kann der Benutzer zwischen vier Ausrichtungen wählen. Mit 570 Gramm ist der Kühler vergleichsweise leicht. Die mitgelieferte Lüftersteuerung ermöglicht sowohl bestmöglicher Laufruhe als auch optimale Kühlung. Eigentlich spricht viel für einen Editor's Choice - wenn da nicht der schlecht gewählte Regelungsbereich des Potentiometers wäre!
Erst bei mittlerer Stellung beginnt der Lüfter langsam zu rotieren, in der ersten Hälfte der Skala dreht sich der Lüfter überhaupt nicht. Da Silverstone das Konzept einer Universalkühlung für CPU, Stromversorung, Chipsatz und Arbeitsspeicher verfolgt, wird in diesem Fall keine dieser Komponenten gekühlt. Für den Benutzer ist leider nicht nachvollziehbar, wann der Lüfter zu drehen beginnt. Aufgrund der verwendeten Anschlüsse kann der Benutzer leider kein anderes Potentiometer anschließen, um dieses Problem zu umgehen. Silverstone sicherte uns zu, in Kürze ein anderes Potentiometer beizulegen, wir setzen die Bewertung bis dahin aus.


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Scythe Mine Cooler
Der "Neue" von Scythe ist mit knapp 40 € derzeit ca. 5 € teurer als der Ninja PLUS vom selben Hersteller. Dabei hat der "Mine Cooler" nur drei statt sechs Heatpipes und auch nur einen 100 statt eines 120 mm Lüfters. Macht das Design mit dem innenliegenden Lüfter einen derart großen Unterschied, daß er diese Vorteile des Ninja PLUS kompensieren kann? Eine entscheidende Roller für Preis und Leistungsfähigkeit des Mine Coolers spielen auch die 46 Aluminium-Fins, durch die seine Oberfläche größer ausfällt als beim Ninja PLUS, der nur auf 23 Fins zurückgreifen kann. In der Praxis setzt sich der Ninja PLUS gegen den Mine Cooler durch, auch dann, wenn lezterer mit einem 120 oder 140 mm großen Lüfter bestückt wird. Auch in Sachen Schalldruck schneidet der Mine Cooler ein wenig schlechter ab als der Ninja PLUS.
Dafür hat der Mine Cooler einen klaren Gewichtsvorteil: Er bringt beim Nachwiegen inklusive Lüfter nur 580 g auf die Waage, der Ninja PLUS ist mit 815 g deutlich schwerer. Und da der Lüfter im Inneren des Kühlers sitzt, ist er wesentlich besser vor herabhängenden Kabeln geschützt, welche in unaufgeräumten PCs zwischen die Flügel geraten können.
Der Mine Cooler ist es gutes Konzept und auch seinen Preis wert, allerdings hat Scythe mit dem Ninja PLUS einfach einen zu guten Mitbewerber im Programm. Wir würden zum Ninja PLUS greifen, solange dieses Modell im Handel verfügbar ist.

Update: Der Preis des Mine Coolers ist gefallen und liegt nun bei 29,90 €. Damit wird der Kühler deutlich interessanter!


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Scythe Ninja PLUS
Der Gigant, zunächst als Passiv-Kühler konzipiert, überzeugt auch im Zusammenspiel mit einem 120 mm Lüfter. Die Kühlleistung ist sehr gut, ebenso die Laufruhe des Lüfters. Die Verarbeitung des Ninja ist ebenfalls sehr gut, auch die Bodenplatte bietet keinen Grund zur Klage. Daß sich der Lüfter nur mit etwas Anstrengung befestigen lassen, können wir verkraften. Dafür hat bietet der Scythe Ninja PLUS schließlich freie Wahl bei der Luftrichtung.
Während die K8 und Sockel 478 Befestigung problemlos verläuft, konnte uns die Befestigungsmethode für den Sockel LGA775 nicht überzeugen. Die Montage wäre ohne Probleme verlaufen, wenn man den Kühler nicht von unten hätte verschrauben müssen. Sharkoon und Noctua verwenden eine sehr ähnliche Befestigung, da hier aber von oben verschraubt wird, gestaltet sich der Aufbau deutlich einfacher.
Der Preis: 32,90 €. Dafür bekommt man mit dem Scythe Ninja PLUS einen sehr guten Kühler inklusive Lüfter, das ist ein fairer Deal!


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15 Heatpipe-Kühler im Pentium 4 Extreme Edition Test - 24/24
05.03.2006 by doelf; UPDATE: 07.05.2007
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Fazit #3




Scythe Samurai Z
Der Scythe Samurai Z ist der leichteste Kühler im Testfeld, er ist ordentlich verarbeitet und zeigt eine befriedigende Kühlleistung sowie einen unauffälligen Schallpegel. Der nach unten gerichtete Lüfter kann zwar nicht ganz unsere Erwartungen erfüllen, doch das Testsystem arbeitete mit dem Scythe Samurai Z stabil und fehlerfrei. Auch bei der Bodenplatte hätten wir uns etwas mehr Sogfalt gewünscht, doch die Montage entschädigt für diese Kritikpunkte: Sie ist einfach und geht schnell von der Hand. Hinzu kommt der günstige Preis: Inklusive Lüfter kostet der Scythe Samurai Z nur 24,90 €. Das ist uns den Preistip wert!


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Spire DiamondCool SP507B7-U
Die Kühlleistung des kompakten DiamondCool SP507B7-U von Spire kann sich sehen lassen, auch die Verarbeitung ist ordentlich. Lediglich bei der Bodenplatte trüben deutliche Riefen den positiven Eindruck. Pluspunkte sammelt der Kühler bei der einfachen Montage: Für die Verschraubung mit der Backplate muß das Mainboard zwar ausgebaut werden, das Anziehen der vier Schrauben ist dann jedoch so einfach, daß kaum etwas dabei schief gehen sollte.
Negativ fällt der laute 80 mm Lüfter auf, welcher sich nicht via Pulsweitenmodulation regeln läßt. Hierzu wäre ein 4-Pin Anschluß von Nöten, welchen die anderen Lüfter zwar auch nicht bieten, doch diese zielen auch nicht einzig und alleine auf Intels Sockel 775 ab. Ohne 4-Pin Anschluß bleibt nur noch die Hoffnung, daß das Mainboard auch 3-Pin Lüfter herunterregeln kann, denn der von Spire versprochene leise Betrieb kann von uns nicht bestätigt werden.
Der Kühler treibt zwar einen hohen Aufwand mit 60 Kupferblechen und vier Heatpipes, angesichts der Laufstärke würden wir dennoch zu anderen Modellen raten. Der Preis des Spire DiamondCool SP507B7-U liegt bei 29,90 €.


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Noctua NH-U9
Schick sieht er aus. Der Noctua NH-U9 ist eine elegante Erscheinung, perfekt verarbeitet und zu allem Überfluß kühlt er auch noch erstklassig. Allerdings nur die CPU, denn als klassischer Turmkühler richtet der Noctua NH-U9 keinen Lufthauch in Richtung Stromversorgung oder Chipsatz.
Die Montage erfordert den Ausbau des Mainboards, geht dann jedoch recht einfach von statten. Etwas fummelig ist die Befestigung des Lüfters bzw. der Lüfter. Und damit kommen wir zu einem Vor- bzw. Nachteil: Noctua liefert keinen Lüfter mit und überläßt es dem Kunden, ob er einen 80 oder 92 mm Lüfter montiert und wie schnell dieser drehen soll. Damit hat der Kunde die Freiheit, einen Lüfter nach seinem Gusto zu erwerben, aber auch die Qual der Wahl und Zusatzkosten.
Es fällt uns damit auch etwas schwer, den Kühler zu bewerten, denn der Lüfter ist nun einmal ein essentieller Bestandteil eines CPU-Kühlers. In Kombination mit dem richtigen Lüfter und mit einem angemessenen Belüftungskonzept für das komplette System ist dieser Kühler eine sehr gute Wahl. Der Noctua NH-U9 kostet ohne Lüfter 37,90 €.


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Noctua NH-U12
Für den Noctua NH-U12 gilt all das, was wir bereits zum Noctua NH-U9 gesagt haben. Am Noctua NH-U12 lassen sich allerdings nicht nur 92 sondern auch 120 mm Lüfter montieren, was den selben Luftdurchsatz bei niedrigerer Drehzahl ermöglicht.
Kurz gesagt ist der Noctua NH-U12 größer, schwerer und auch teurer. Die Verarbeitung ist ebenso hervorragend wie beim kleineren Schwestermodell, und genau wie bei diesem, findet sich auch beim NH-U12 kein Lüfter im Lieferumfang. Welchen Noctua man nun zu seinem Favouriten kürt, bleibt jedem selbst überlassen. Beide setzen jedoch verraus, daß Chipsatz und Stromversorgung des Mainboards anderwertig mit Frischluft versorgt werden. Wir werten auch den NH-U12 mit "Sehr Gut".
Der Aufpreis zum NH-U9 beträgt 10 €, damit kostet der Noctua NH-U12 47,90 €.


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Sharkoon Red Shock
Vier Heatpipes und 35 Kupfer-Fins sollen den Sharkoon Red Shock zu Höchstleistungen auflaufen lassen. Da der Lüfter auf dem Sharkoon in Richtung Mainboard ausgerichtet ist, kann dieser bei ausreichender Dimensionierung auch den Chipsatz und die Stromversorgung der Hauptplatine mit Frischluft versorgen. Sharkoon bietet sogar die Möglichkeit, einen 120 mm Lüfter zu verbauen. Alternativ kann sich der Besitzer des Red Shock auch für ein Modell mit 92 oder 80 mm entscheiden. Nein, das ist nicht ganz richtig: Er muß sich entscheiden, denn Sharkoon liefert keinen Lüfter mit.
Eigentlich gefällt uns der Red Shock sehr gut, er kann mit hochwertiger Verarbeitung und spiegelblanker Bodenplatte aufwarten. Im Test kühlt er im Zusammenspiel mit einem 120 mmm Lüfter bei 1687 U/min und einem 92 mm Lüfter mit über 3800 U/min das Mainboard sehr effektiv. Beim Einsatz des 120 mm Modells erreicht er aufgrund des lufttoten Bereiches unterhalb des Lüftermotors und seiner kompakten Bauform, an der unser 120 mm Lüfter in erster Linie vorbeibläst, jedoch nur eine mäßige CPU-Kühlung. Setzen wir 92 oder 120 mm Lüfter mit niedriger Drehzahl ein, wird es unserem Testsystem zu warm, so daß sich auch die Silent-Fähigkeiten des Red Shock in Grenzen halten. Verwenden wir einen lauten, aber schnell drehenden 92 mm Lüfter, so zeigt der Red Shock deutlich bessere Leistungen, kommt aber dennoch nicht an den Noctua NH-U9 heran.
Unterm Strich ist uns der Red Shock zu teuer, denn der Preis liegt bei satten 48,90 €.


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