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CPU-Kühler im Quad-Core Extremtest - Druckansicht - Seite 1 von 24

UPDATES:

Bis in den Mai 2007 hatten wir für unsere Kühlertests einen Intel Pentium 4 Extreme Edition Prozessor mit 3,46 GHz Taktrate und einer TDP von 110,7 Watt verwendet, als Mainboard diente uns das ASUS P5ND2-SLI Deluxe (NVIDIA nForce 4 SLI Intel Edition). Durch einen Ausfall dieser Hauptplatine, die zuvor unzählige Kühler- und Netzteil-Tests erdulden musste, sahen wir uns gezwungen, eine neue Testplattform aufzubauen. Obwohl die Mehrzahl der aktuellen Prozessoren deutlich weniger Strom verbraucht als noch vor zwei Jahren, haben wir uns dazu entschlossen, mit unserem neuen Setup an die Grenze zu gehen. Herz des Testsystems ist ein Intel Core 2 Extreme QX6800, ein Vierkern-Prozessor mit einer TDP von 130 Watt (die aktuelle Schmerzgrenze im Desktop-Segment).

Mit der Thermal Design Power (TDP) spezifiziert der Hersteller ein Worst-Case Szenario: In jeder Modellreihe gibt es gewisse Streuungen, so dass sich die eine CPU mit 95 Watt begnügt, während ein baugleicher Prozessor 110 Watt konsumiert. Wenn nun die durstigsten Prozessoren der jeweiligen Baureihe auf die ungünstigste Verbrauchssituation treffen, können im schlimmsten Fall 130 Watt Abwärme erreicht werden. Und die Kühlerhersteller haben mit diesem schlimmsten Fall zu rechnen.

Intel verwendet in seinen Core 2 Prozessoren digitalen Temperatursensoren (DTS), pro Kern kommen mehrere dieser Sensoren zum Einsatz, welche der Hersteller insbesondere an ausgemachten Hotspots angeordnet hat. Aus den einzelnen Werten wird pro Kern wird ein Maximalwert ermittelt und an das Platform Environment Control Interface (PECI) weitergegeben. Diese Temperaturwerte lassen sich mit Programmen wie Core Temp oder CPU Temp Watch für jeden Kern auslesen, allerdings wird nicht die absolute Temperatur übermittelt, sondern die Differenz zwischen der absoluten Temperatur und der zulässigen Maximaltemperatur des Prozessors (Tjunction). Damit die Programme die richtige Temperatur anzeigen können, müssen sie folglich die Tjunction des Prozessors kennen. Bei unseren ersten Versuchen lagen die Werte von Core Temp 0.94 und CPU Temp Watch 1.02 immer 15°C auseinander, dies änderte sich erst mit Core Temp 0.95, welches für unseren Core 2 Extreme QX6800 nun eine Tjunction von 100°C anzeigt. Allerdings haben die Entwickler den Core 2 Extreme QX6800 noch nicht richtig eingepflegt, so dass nur ein Core 2 Extreme QX6700 erkannt wird. Ein Beispiel: Angenommen die Temperatur liegt bei 80°C und Tjunction beträgt 100°C, so wird der Wert -20°C übermittelt. Eine Software, welche Tjunction mit 85°C zu Grunde legt, wird nun 65°C (=85-20) statt 80°C ausgeben.

In seinen Datenblättern gibt Intel nur die Tcase der Prozessoren an, diese Temperatur ist deutlich niedriger und bezieht sich auf die maximal erlaubte Oberfächentemperatur des Heatspreaders. Beim Core 2 Extreme QX6800 beträgt die Tcase 64,5°C. Die Werte, welche für die vier Kerne unseres Prozessors ausgelesen werden, dürfen demnach deutlich höher liegen. Dennoch sollte die Temperatur zugleich deutlich unter Tjunction bleiben, denn bereits zuvor legt Intels Quiet System Technology (QST) die maximale Lüfterdrehzahl an und kurz vor dem Erreichen von Tjunction setzt das Throttling ein. Hierbei wird mit allen Mitteln versucht, das drohende Überhitzen des Prozessors abzuwenden. So werden Taktzyklen übersprungen, der Multiplikator auf 6 herabgesetzt und die VCore verringert.

Das Testsystem
Die weiteren Komponenten des Testsystems wurden so ausgewählt, dass es sich sowohl für die Tests von CPU-Kühlern als auch von Netzteilen der Leistungsklasse von 500 bis 600 Watt eignet:

Für die Messungen wurde das System offen und ohne weitere Lüfter betrieben. Verschaffen wir uns nun einen Überblick über das Testfeld:




CPU-Kühler im Quad-Core Extremtest - Druckansicht - Seite 2 von 24

Trends der CPU-Kühlung
Seit 2006 dominieren CPU-Kühler mit Heatpipes den Markt und daran wird sich auch in absehbarer Zeit nichts ändern. Rein konstruktiv ist die mögliche Anzahl der Heatpipes begrenzt, so dass die Hersteller andere Wege zur Leistungssteigerung finden mussten. Hier bieten sich einerseits die leistungsfähigeren Heatpipes mit 8 mm Durchmesser an, andererseits kommen immer mehr Modelle auf den Markt, welche auf eine Bodenplatte verzichten und stattdessen einen direkten Kontakt zwischen der Heatpipe und dem Heatspreader der CPU herstellen. Als Pionier dieser Technik erwies sich der Neuling Xigmatek mit seinem Modell HDT-S963.

Obwohl in den letzten 24 Monaten zahlreiche Downblower auf den Markt kamen, sind Turmbauten auch weiterhin die dominierende Bauform für leistungsstrarke CPU-Kühler. Auch bei den verwendeten Materialien gibt es keine Veränderungen, die Hersteller setzen auf hybride Konstruktionen aus Aluminium und Kupfer, welche den besten Kompromiss zwischen Gewicht, Kühlleistung und größtmöglicher Oberfläche darstellen. Lüfter mit einem Durchmesser von 140 mm konnten sich nicht durchsetzen, da diese Kühler in vielen Systemen auf Platzprobleme stießen und in Bezug auf ihre Leistung kaum überzeugen konnten. Fast alle Hersteller greifen für ihre aktuellen Modelle zu Lüftern mit 92 oder 120 mm Durchmesser. Der Trend, universelle Halterungen für verschiedene Plattformen mitzuliefern, setzt sich erfreulicherweise fort. Intels angestaubter Sockel 478 wird allerdings nur noch von wenigen Herstellern, beispielsweise von Scythe, berücksichtigt.

Die Kandidaten
Zunächst möchten wir die Eckdaten unserer Testkandidaten tabellarisch zusammenfassen. In vier Tabellen widmen wir uns den Themen Kompatibilität, Abmessungen, Kühlkörper und Lüfter, so dass die Merkmale der einzelnen Modelle optimal mit einander verglichen werden können. Als Referenz dienen uns die Modelle Noctua NH-U9 und Scythe Andy Samurai Master aus unserem letzten Kühlervergleich:

KompatibilitätIntelAMD
478775754939940AM2
ASUS
Arctic Square
neinjajajajaja
Coolink
Silenator
neinjajajajaja
Scythe
Kama Cross
jajajajajaja
Scythe
Orochi
jajajajajaja
Xigmatek
HDT-S1283
neinjajajajaja
Zaward
Vivo
neinjajajajaja
Noctua
NH-U9
jajajajajanein
Scythe Andy
Samurai Master
jajajajajaja
Kompatibilität478775754939940AM2
IntelAMD

AbmessungenLängeBreiteHöheGewichtMaterial
in mmin g
ASUS
Arctic Square
106108135666Aluminium, Kupfer
Coolink
Silenator
12685153640Aluminium, Kupfer
Scythe
Kama Cross
140120132530Aluminium, Kupfer
Scythe
Orochi
1941201551285Aluminium, Kupfer
Xigmatek
HDT-S1283
12050159600Aluminium, Kupfer
Zaward
Vivo
121101152534Aluminium, Kupfer
Noctua
NH-U9
9570128570Aluminium, Kupfer
Scythe Andy
Samurai Master
125137125685Aluminium, Kupfer
Abmessungenin mmin gMaterial
LängeBreiteHöheGewicht

KühlkörperFinnenHeatpipes
AnzahlDickeAbstandAnzahlØ mm
ASUS
Arctic Square
360,52,046
Coolink
Silenator
420,52,336
Scythe
Kama Cross
740,31,436
Scythe
Orochi
380,44,0106
Xigmatek
HDT-S1283
540,41,738
Zaward
Vivo
420,41,736
Noctua
NH-U9
380,52,046
Scythe Andy
Samurai Master
650,31,5
-3,0
66
KühlkörperAnzahlDickeAbstandAnzahlØ mm
FinnenHeatpipes

LüfterØ mmLagerU/minm3/hdB(A)Stecker
ASUS
Arctic Square
92Vapo2300
+/-10%
k.A.25,004-Pin
Coolink
Silenator
120Kugel900
-1600
54,00
-90,00
14,00
-24,00
3-Pin
Scythe
Kama Cross
100Gleit150072,5322,003-Pin
Scythe
Orochi
140Gleit50049,9310,803-Pin
Xigmatek
HDT-S1283
120Rifle1000
-2200
122,5
-169,22
20,00
-32,00
4-Pin
Zaward
Vivo
92Gleit2000
+/-10%
63,924,73-Pin
Noctua
NH-U9
kein Lüfter im Lieferumfang, Ø 80/92
Scythe Andy
Samurai Master
120Gleit1200
+/-10%
84,2420,943-Pin
LüfterØ mmLagerU/minm3/hdB(A)Stecker

Betrachten wir die Kühler nun im Detail...




CPU-Kühler im Quad-Core Extremtest - Druckansicht - Seite 3 von 24

Die Refernzkühler
In unserem letzten Kühlervergleich erwiesen sich die beiden Modelle Noctua NH-U9und Scythe Andy Samurai Master als sehr leistungsfähig, insbesondere wenn wir diese Kühler mit durchsatzstarken Lüftern kombinierten. Sie werden uns im heutigen Vergleich als Messlatte für die neuen Probanten dienen.

Noctua NH-U9
"Designed in Austria" geht der Turmkühler Noctua NH-U9 mit vier 6 mm Heatpipes sowie 38 Finnen aus Aluminium ins Rennen. Seine Oberfläche beträgt ca. 3800 cm2 und alle Verbindungen wurden zur besseren Wärmeübertragung verlötet. Dieser Kühler bringt ohne Lüfter 570 g auf die Waage. Noctua liefert keinen Lüfter mit, es lassen sich jedoch alle handelsüblichen Lüfter mit einer Bauhöhe von 25 mm und einem Durchmesser von 80 oder 92 mm montieren. Als besonders leistungsstark entpuppte sich der NH-U9 mit einem 92 mm Lüfter, welcher mit 3835 U/min rotierte. Der NH-U9 wird in dieser Kombination zwar höllisch laut, kühler aber auch teuflisch gut.


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Scythe Andy Samurai Master
Der japanische Hersteller Scythe versieht sein Modell Andy Samurai Master mit sechs 6 mm Heatpipes sowie 65 Finnen aus Aluminium. Die Gesamtoberfläche der Finnen beträgt ca. 7500 cm2. Dass Scythe das Gewicht des Andy Samurai Master auf erträglichen 685 g halten kann, verdankt der Hersteller den vergleichsweise dünnen Finnen, welche eine Stärke von lediglich 0,3 mm aufweisen. Als Downblower richtet der Andy Samurai Master den Luftstrom gegen einen Widerstand, genauer gesagt das Mainboard. Aus diesem Grund fällt es schwer, die Kühlleistung eines ähnlich konstruierten Towers zu erzielen. Der mitgelieferte 120 mm Lüfter rotierte im Test mit 1300 U/min und erreichte damit einen Platz im oberen Mittelfeld. Im Zusammenspiel mit einem 120 mm Lüfter, welcher bei einer Bauhöhe von 32 mm mit gut 2700 U/min dreht, entpuppte sich der Japaner allerdings als wahres Kühlmonster.


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Kommen wir nun zu den Neuvorstellungen...




CPU-Kühler im Quad-Core Extremtest - Druckansicht - Seite 4 von 24

ASUS Arctic Square: Konstruktion
Das Modell Arctic Square ordnet ASUS seiner Gaming-Serie zu und umschreibt den Kühler als kompakt und leistungsfähig. Die Kompaktheit ist dabei allerdings relativ zu sehen, denn mit einer Breite von 108 mm, einer Länge von 106 mm und einer Höhe von 135 mm ist der Arctic Square deutlich größer als ein boxed Kühler. Das Gewicht des Kühlers soll laut ASUS 666 g betragen, doch diese teuflische Angabe können wir nicht bestätigen: Beim Nachwiegen brachte der Arctic Square gut 680 g auf die Waage.


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Es handelt sich um ein Hybrid-Design mit einer Bodenplatte sowie Heatpipes aus Kufer und Kühlblechen aus Aluminium. Sowohl die Bodenplatte als auch die Heatpipes wurden vernickelt, um sie vor Oxidation zu schützen. Der kritische Blick auf die Kontaktfläche des Arctic Square offenbart deutliche Riefen, spiegelglatt sieht definitiv anders aus.


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Über die Bodenplatte gelangt die Abwärme der CPU in vier Heatpipes, die einen Durchmesser von jeweils 6 mm haben. Diese verteilen die Abwärme auf 36 Aluminiumbleche mit einer Dicke von je 0,5 mm. ASUS lässt zwischen den einzelnen Finnen einen recht großzügigen Abstand von 2 mm.


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Der Lüfter befindet sich in der Mitte des Kühlers. ASUS hat in die Finnen eine Aussparung gestanzt und den Lüfter dort eingelassen. Die Informationen, welche ASUS zum Lüfter nennt, sind recht mager: Der Lüfter hat einen Durchmesser von 92 mm und rotiert bei maximal 2300 U/min, wobei er einen Geräuschpegel von 25,00 dB(A) verursachen soll. Wir haben den Arctic Square aufgeschraubt und den Lüfter herausgenommen:


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Es handelt sich um das platzoptimierte Modell KDE1209PTVX des bekannten Herstellers Sunon, dessen Schraublöcher denen eines 80 mm Lüfters entsprechen. Falls der Lüfter ausgetauscht werden muss, wird es nicht leicht sein, ein solches Modell im Handel zu finden. Zur Not kann man jedoch einen handelsüblichen 80 mm Lüfter einbauen. Beim KDE1209PTVX verwendet Sunon ein magnetisch gestütztes Vapo-Lager, welches einen besonders ruhigen Lauf ermöglichen soll.


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Der Stromanschluss des Lüfters verfügt über vier Pins, eine Regelung durch Pulsweitenmodulation ist somit möglich. Im Betrieb wird der Lüfter von blauen LEDs angestrahlt, deren Leuchtkraft aufgrund ihrer mittigen Lage allerdings nur begrenzt ist. ASUS liefert Wärmeleitpaste und Montagematerial für Intels Sockel LGA775 sowie AMDs Sockel AM2, 939, 940 und 754 mit.




CPU-Kühler im Quad-Core Extremtest - Druckansicht - Seite 5 von 24

ASUS Arctic Square: Montage
Bei der Montage wird ein Befestigungsrahmen mit der Konterplatte des Mainboards verschraubt. Für Sockel LGA775 Mainboards, welche von Hause aus keine Konterplatte haben, liefert ASUS eine solche mit. Auf diesen Mainboards kann der Benutzer die Ausrichtung des Arctic Square frei wählen, wird der Kühler auf einer Hauptplatine für AMD Prozessoren angebracht, stehen lediglich zwei Richtungen zur Auswahl.


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Auf AMD Plattformen wird zunächst der vorhandene Befestigungsrahmen inklusive seiner Schrauben entfernt, auf der Intel Plattform wird die Konterplatte unter den Bohrungen des Mainboards platziert. Danach bringt man den von ASUS mitgelieferten Rahmen an, wobei die Schrauben durch Abstandshalter aus Kunststoff geführt werden.


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Nun trägt man die Wärmeleitpaste auf und führt die Befestigungsklammer zwischen den Heatpipes des Kühlers hindurch.


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Als Nächstes platzieren wir den Kühler entsprechend der gewünschten Luftrichtung auf die CPU. ASUS hat die Richtung des Luftflusses auf der Oberseite des Kühlers mit Hilfe von Pfeilen markiert.


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Zuletzt hakt man die Klammer beidseitig im Befestigungsrahmen ein und klappt den Hebel der Klammer von der vertikalen in die horizontale Position. Hierdurch wird der Kühler auf den Prozessor gedrückt. Noch den Lüfter anschließen, dann sind wir fertig.


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Die Montage des Befestigungsrahmens ist leider etwas umständlich und verlangt zumeist den Ausbau der Hauptplatine. Auch das Einhaken der Befestigungsklammer erfordert ein wenig Geschick und Geduld und ist nur am ausgebauten Mainboard praktikabel. Die Anleitung dokumentiert den Montagevorgang ausreichend und beinhaltet auch eine deutschsprachige Passage. Wir hätten uns allerdings etwas aussagekräftigere Bilder gewüscht, insbesondere die Illustration zum Einhaken der Klammer ist sehr verwirrend, da auf dem Bild die Klammer vom Chipsatzkühler blockiert wird. Zudem dokumentiert ASUS den Anschluss eines 3-Pin Steckers, obwohl der Lüfter über einen 4-Pin Anschluss verfügt.




CPU-Kühler im Quad-Core Extremtest - Druckansicht - Seite 6 von 24

Coolink Silentator: Design
Im letzten Jahr lieferte die Firma Noctua aus Östereich ihre CPU-Kühler NH-U9 und NH-U12 zusammen mit Lüftern des Herstellers Coolink. Nun hat Coolink einen eigenen Kühler an den Start geschickt, welcher den Designs von Noctua sehr ähnelt. Es handelt sich bei dem "Silentator" um einen Tower mit 120 mm Lüfter.


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Mit einer Höhe von 153 mm ist der Kühler nur zwei Millimeter niedriger als der Noctua NH-U12, dafür ist der Silenator zwei Millimeter breiter. Der wesentliche Unterschied besteht in der Tiefe, welche beim Silentator lediglich 60 mm beträgt, während es der Noctua NH-U12 auf 70 mm bringt. Dies erreicht Coolink durch das Weglassen einer Heatpipe, denn beim Silenator kommen lediglich drei Heatpipes mit einem Durchmesser von jeweils 6 mm zum Einsatz. Das schlankere Design und die eingesparte Heatpipe bringen dem Silenator einen Gewichtsvorteil von 135 g im Vergleich zum Noctua NH-U12.


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Mit Lüfter wiegen wir 685 g und übertreffen die Herstellerangabe von 640 g deutlich. Der Coolink Silentator ist somit minimal schwerer als der ASUS Arctic Square. Wie dieser verwendet auch der Silenator ein Hybrid-Design: Die Bodenplatte und die Heatpipes bestehen aus Kupfer, wobei Coolink auf eine Vernickelung verzichtet hat. Die Kontaktfläche zeigt feine Riefen sowie ein scheckiges Muster, welches wir zunächst für eine Oxidschicht hielten, bei hochreinem Kupfer ist das keine Seltenheit, doch die Flecken ließen sich nicht entfernen. Die drei 6 mm Heatpipes verteilen die Abwärme auf 42 Kühlbleche aus Aluminium, damit besitzt der Silenator vier Finnen mehr als der Noctua NH-U12. Die Bleche haben eine Dicke von 0,5 mm, der Zwischenraum beträgt großzügige 2,3 mm.


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Beim Lüfter greift Coolink zum hauseigenen Modell SWiF-1202, welches mit einem Potentiometer zur Drehzahlregelung geliefert wird. Der doppelt kugelgelagerte Lüfter hat 120 mm Durchmesser und sieben Blätter. Er kann zwischen 900 und 1600 U/min geregelt werden und erzielt dabei einen Luftdurchsatz von 54,00 bis 90,00 m3/h bei einem Geräuschpegel von 14,00 bis 24,00 dB(A). Der Stromstecker hat lediglich drei Pins, so dass die Regelung über das Mainboard durch Pulsweitenmodulation nicht möglich ist.


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Der Lüfter wird von zwei Drahtbügeln gehalten und liegt auf dünnen Vibrationsdämpfern auf, welche auftretende Schwingungen allerdings kaum absorbieren können. Im Lieferumfang befindet sich ein zweites Paar Klammern und Vibrationsdämpfer, so dass sich auch ein zweiter 120 mm Lüfter montieren lässt.


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Diese Befestingungsmethode des Lüfters hat Coolink ebenfalls von Noctua übernommen. Gleiches gilt für das SecuFirm getaufte Montagesystem, doch im Gegensatz zu Noctua, die Material für die Sockeltypen LGA775, AM2 sowie 940, 939 und 754 beilegen, muss sich der Käufer des Silenator für einen der drei Sockeltypen entscheiden: Es wird jeweils nur Material für einen Sockel mitgeliefert.




CPU-Kühler im Quad-Core Extremtest - Druckansicht - Seite 7 von 24

Coolink Silenator: Montage
Wie beim ASUS Arctic Square muss zunächst das Mainboard ausgebaut werden. Coolink hat den Lüfter zwar schon am Kühlkörper befestigt, doch für die Montage müssen wir die beiden Drahtbügel noch einmal lösen und den Lüfter entfernen. Jedem der drei Befestigungs-Kits liegt eine Konterplatte bei, welche unter dem Mainboard platziert wird. Auf der Oberseite der Hauptplatine werden nun Unterlegscheiben auf die Bohrungen gelegt.


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Danach werden zwei Montagebügel mit der Konterplatte verschraubt. Bei Mainboards für Intel Prozessoren kann man die Ausrichtung des Kühlers frei wählen, für AMD Plattformen stehen lediglich zwei Varianten zur Auswahl.


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Für jeden Sockeltypen liegen zwei Befestigungsplatten bei, welche mit je zwei Schrauben am Kühlkörper befestigt werden.


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Danach trägt man die mitgelieferte Wärmeleitpaste auf den Prozessor auf und platziert den Kühler auf der CPU. Hier wird der Kühler mit Hilfe zweier langer Schrauben, welche durch Federn geführt werden, mit den Montagebügeln verschraubt.


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Zuletzt wird der Lüfter am Potentiometer und das Potentiometer am Mainboard angeschlossen.


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Nach vollendeter Montage sitzt der CPU-Kühler perfekt und transportsicher auf dem Mainboard, allerdings verlangt der Silenator hierfür auch mehr Aufwand als alle anderen Modelle im Testfeld. Die Anleitung ist verständlich und gut bebildert, aber leider nur in englischer Sprache. Hier sollte Coolink unbedingt nachbessern und eine Übersetzung in Auftrag geben.




CPU-Kühler im Quad-Core Extremtest - Druckansicht - Seite 8 von 24

Scythe Kama Cross: Konstruktion
Zwischen all den Trumbauten ist es schön, auch einen Downblower zu finden, welcher die Abluft gegen das Mainboard richtet. Im Gegensatz zum Turm erzielt man mit einer solchen Konstruktion zwar keine eindeutige Luftrichtung, dafür werden die in Nachbarschaft zum Prozessor liegenden Komponenten mitgekühlt. Das Modell Kama Cross (SCKC-1000) des japanischen Herstellers Scythe ist ein solcher Downblower.


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Dennoch ist der Kama Cross kein niedriger Kühler: Mit einer Höhe von 132 mm ist er beinahe ebenso hoch wie das Modell Arctic Square von ASUS. Die Breite beträgt 140 mm, die Tiefe 120 mm. Scythe gibt ein Gewicht von 530 g an, das Nachwiegen zeigt, dass die Pushpins insgesammt 570 g halten müssen - inklusive Lüfter und Befestigungsklammer.


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Der Lüfter vom Typ Scythe SY1025SL12M verwendet ein Gleitlager und hat einen Durchmesser von 100 mm sowie eine Bauhöhe von 25 mm. Er rotiert mit 1500 U/min und soll dabei einen Geräuschpegel von 22,00 dB(A) erzielen. Den maximalen Luftdurchsatz gibt Scythe mit 72,53 m3/h an. Da der Hersteller einen 3-Pin Anschluss verwendet, kann die Drehzahlsteuerung über das Mainboard per Pulsweitenmodulation nicht genutzt werden. Der Lüfter wird mit dem Kühler verschraubt, er ist nicht entkoppelt und kann auf Wunsch gegen ein Modell mit 120 mm Duchmesser getauscht werden.


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Eine kupferne Bodenplatte, welche glatt poliert und vernickelt ist, leitet die Abwärme in drei Heatpipes, welche ebenfalls aus Kupfer bestehen. Diese verteilen die Abwärme auf 74 Aluminiumbleche, welche eine Stärke von 0,3 mm haben und einen Zwischenraum von ca. 1,4 mm aufweisen.


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Scythe biegt die Heatpipes nicht um 180°, wie es bei einem Downblower oder Tower üblich wäre, sondern um 270°. Daher bilden die Heatpipes nicht das übliche "U", sondern eher eine Art "X" oder Kreuz (Cross).


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Die gekreuzten Heatpipes geben dem Kama Cross ein eigenständiges Aussehen, doch erfüllen sie auch einen höheren Sinn? Scythe will die Abluft durch die schräg stehenden Finnen auf eine größere Fläche verteilen und abgesehen von der CPU auch weitere Komponenten mitkühlen wie z.B. den Arbeitsspeicher, den Chipsatz oder die Spannungswandler. Da die Drehzahl des Lüfters recht gering und der Abstand zum Mainboard recht groß ist, kommt auf der Platine allerdings nur ein laues Lüftchen an.




CPU-Kühler im Quad-Core Extremtest - Druckansicht - Seite 9 von 24

Scythe Kama Cross: Montage
Die Japaner packen ihrem Kühler Montagematerial für die Sockel 478, LGA775, AM2, 939, 940 und 754 bei. Wer noch eine alte Intel Plattform mit einem Sockel 478 verwendet, steht bei der Suche nach einem leistungsstarken Kühler heutzutage vor einem echten Problem. Daher finden wir es sehr löblich, dass Scythe diese Plattform nicht vergessen hat.


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Für die Montage des Kama Cross verwendet Scythe die standardmäßigen Befestigungssysteme der jeweiligen Plattform. Angesichts seines vergleichsweise geringen Gewichtes sollte dies kein Problem darstellen. Man wählt einfach den für seinen Sockel passende Befestigungsmechanismus und schraubt diesen mit Hilfe von vier Schrauben an die Unterseite des Kühlers.


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Da Scythe die Schrauben als Quadrat angeordnet hat, kann der Benutzer auf allen Sockeln unter vier Ausrichtungen wählen: Das ist vorbildlich!


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Nachdem der Prozessor eine dünne Schicht der mitgelieferten Wärmeleitpaste erhalten hat, wird der Kama Cross mit Hilfe der Pushpins oder der Halteklammern befestigt. Während dies auf Intel Systemen sehr leicht von der Hand geht, verlangt die Klammer für AMD Systeme sowohl Kraft als auch etwas Geschick. Sehr positiv macht sich das Cross-Design bereits bei der Montage bemerkbar, da wir ohne Probleme an die Pushpins gelangen.


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Am Ende schließen wir den Lüfter an eine 3- oder 4-Pin Buchse an. Alternativ zum mitgelieferten Lüfter mit 100 mm Durchmesser kann auch jeder Lüfter mit einem Durchmesser von 120 mm und einer Bauhöhe von 25 mm auf dem Kama Cross verschraubt werden.


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Die mitgelierte Anleitung enthält die Sprachen Englisch, Französisch und Deutsch. Sie ist verständlich geschrieben und gut bebildert, wie wir es von Sctyhe gewohnt sind.




CPU-Kühler im Quad-Core Extremtest - Druckansicht - Seite 10 von 24

Xigmatek HDT-S1283: Konstruktion
In unserem letzten Round-Up sorgte ein preiswerter CPU-Kühler von einem bis dato unbekannten Hersteller für eine Überraschung: Der Xigmatek HDT-S963 überzeugte nicht nur durch clevere Detaillösungen, sondern vor allem auch durch eine erstaunlich gute Kühlleistung. Das "Geheimnis" hinter der Kühlleistung nennt sich "Heat-pipe Direct Touch": Xigmatek verzichtet auf eine Bodenplatte und stellt direkten Kontakt zwischen dem Heatspreader der CPU und den Heatpipes des Kühlers her.


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Der Xigmatek HDT-S1283 ist quasi der große Bruder des Xigmatek HDT-S963. Es handelt sich um einen hybriden Tower, dessen Heatpipes aus Kupfer bestehen, während für die restliche Konstruktion Aluminium verwendet wurde. Der Kühler ist 50 mm schmal, 120 mm breit sowie 159 mm hoch, sein Gewicht beträgt laut Hersteller 600 g. Dabei hat Xigmatek anscheinend nur den Kühlkörper gewogen, denn inklusive Lüfter, Luftleitblech und Montagebügel bringt der HDT-S1283 rund 730 g auf unsere Waage.


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Drei leistungsstarke Heatpipes mit einem Durchmesser von jeweils 8 mm nehmen die Abwärme direkt vom Heatspreader der CPU auf und verteilen sie auf 54 Kühlbleche. Die Finnen haben eine Stärke von 0,4 mm, der Luftraum zwischen den einzelnen Aluminiumblechen beträgt ca. 1,7 mm.


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Der Lüfter vom Typ Xigmatek AD1212HX-A7BGL verwendet ein Rifle-Lager, hat einen Durchmesser von 120 mm sowie eine Bauhöhe von 25 mm. Er ist mit einem 4-Pin Anschluss versehen und kann mit Hilfe von Pulsweitenmodulation durch das Mainboard geregelt werden. Bei Drehzahlen zwischen 1000 und 2200 U/min erzeugt er laut Hersteller einen Schallpegel zwischen 20,00 und 32,00 dB(A). Der Luftdurchsatz soll bei 122,5 bis 169,22 m3 liegen, was uns allerdings extrem hoch erscheint. Zum Vergleich: Bei 1600 U/min schaufelt der Coolink SWiF-1202 gerade einmal 90,00 m3/h.


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Xigmatek entkoppelt den Lüfter, so dass er kaum Schwingungen an den Kühlkörper und das Mainboard weitergibt. Hierzu werden vier Gumminippel verwendet, welche man seitlich auf entsprechende Vorsprünge der Finnen stülpt.


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Eine weitere Besonderheit ist der Spoiler: Dieses Luftleitblech kann der Benutzer zwischen zwei beliebigen Finnen einhaken. Die Biegung des Bleches weist dabei in einer Kurve nach unten und leitet auf diese Weise einen Teil der Abluft gegen die Bauteile des Mainboards, beispielsweise auf die Spannungswandler oder den Arbeitsspeicher.




CPU-Kühler im Quad-Core Extremtest - Druckansicht - Seite 11 von 24

Xigmatek HDT-S1283: Montage
Der Xigmatek HDT-S1283 kann auf Hauptplatinen mit dem Sockel LGA775, 940, 939 oder 754 verwendet werden. Zunächst sollte man den Kühlkörper auf dem Mainboard montieren, da man - zumindest bei der Intel Plattform - ansonsten nur noch schwer an die vorderen Phushpins gelangt. Als Erstes tragen wir die mitgelierter Wärmeleitpaste auf. Auf AMD Prozessoren wird der Kühlkörper mit Hilfe einer Klammer befestigt, welche die mittlere Haltenase des Sockels umschließt. Für die Montage auf einem Intel Prozessor müssen zunächst zwei Montagebügel unter den Kühler geschraubt werden, welche mit vier Pushpins ausgestattet sind.


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Dank der Montage mit Hilfe einer Klammer bzw. der vier Pushpins ist nicht unbedingt notwendig, das Mainboard auszubauen. Während der Kühler auf der Intel Plattform in vier Richtungen montiert werden kann, stehen auf AMD Mainboards nur zwei Varianten zur Auswahl. In einem zweiten Schritt stecken wir die vier Entkoppler in die Bohrungen des Lüfters.


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Nun werden die Entkoppler seitlich in die vorstehenden Nasen der Finnen eingehakt, wobei man darauf achten sollte, auf beiden Seiten des Kühlers das selbe Blech zu wählen.


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Zum Abschluss stecken wir das Luftleitblech zwischen die gewünschten Finnen:


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Hier der fertig montierte Xigmatek HDT-S1283:


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Xigmatek verwirklicht beim HDT-S1283 eine schnelle und unkomplizierte Montage, ohne dass der Benutzer das Mainboard hierzu ausbauen muss. Die Anleitung ist verständlich, inklusive deutscher Übersetzung und aussagekräftiger Bilder. Zudem überzeugt das Produkt mit cleveren Details - das sieht vielversprechend aus!




CPU-Kühler im Quad-Core Extremtest - Druckansicht - Seite 12 von 24

Zaward Vivo: Konstruktion
Auch der Hersteller Zaward gehört zu den Neulingen am Kühlermarkt. Hinter Zaward verbirgt sich der Lüfterspezialist Globefan Technology Co, Ltd., welcher beispielsweise das Patent auf die Golf Lüfter hält. In unserem letzten Kühlervergleich hatten wir uns das Modell Zaward Sylphee angesehen, bei dem es sich um einen in Lizenz gebauten Verax Polargate Heatpipe handelt. Heute betrachten allerdings den Zaward Vivo, dessen weiße Haube entfernt an ein Apple Design erinnert.


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Zaward hat eine fünfteilige Kunststoffhaube über den Kühlkörper gestülpt, auf der beidseitig Lüfter montiert werden können. Die Haube besteht aus zwei weißen Hälften, welche lediglich von kleinen Kunststoffnasen zusammengehalten werden. Aus diesen Hälften hat Zaward drei Elipsen ausgeschnitten, in die der Käufer drei entsprechend geformte Kunststoffteile einlegen muss.


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Diese eliptischen Elemente sind schwaz und mit Luftschlitzen versehen, sie werden in Aussparungen der eigentlichen Haube eingelegt. Die fertige Haube ist ein recht empfindliches Konstrukt, das mit vier Schrauben am Kühlkörper befestigt wird.


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Bereits vormontiert ist ein Lüfter aus der Golf Serie von Globefan mit einem Durchmesser von 92 mm. Dieser Lüfter rotiert mit 2000 U/min und erzeugt laut Hersteller einen Schallpegel von 24,7 dB(A) sowie einen Luftdurchsatz von 63,9 m3. Der Lüfter verwendet ein Gleitlager und besitzt einen 3-Pin Stecker, die Dehzahlregelung über Pulsweitenmodulation ist daher nicht möglich. Zaward gibt die durchschnittliche Lebenserwartung des Lüfters mit bescheidenen 26.000 Stunden an, dies entspricht zwar drei Jahren, doch Lüfter anderer Hersteller haben zumeist eine doppelt so lange Lebenserwartung.


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Unter der Haube entdecken wir ein bekanntes Design: Der Kühlkörper des Zaward Vivo gleicht dem Xigmatek HDT-S963 wie ein Ei dem anderen. Beide Kühler besitzen drei Heatpipes mit jeweils 6 mm Durchmesser, die direkten Kontakt zum Heatspreader der CPU haben.


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Diese verteilen die Abwärme auf 42 Kühlbleche, die aus Aluminium gefertigt wurden. Die einzelnen Finnen haben eine Stärke von 0,4 mm und weisen untereinander einen Zwischenraum vom ca. 1,7 mm auf.


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Zaward verspricht ein Gewicht von 534 g, zusammen mit der Haube, dem Lüfter und den Montagebügeln für den Sockel LGA775 kommen wir auf 570 g. Der Kühlkörper selbst bringt weniger als 400 g auf die Waage und entpuppt sich als echtes Leichtgewicht.




CPU-Kühler im Quad-Core Extremtest - Druckansicht - Seite 13 von 24

Zaward Vivo: Montage
Zunächst wird der Kühlkörper auf dem Mainboard montiert. Da Zaward die Haube mitsamt Lüfter bereits am Kühlkörper verschraubt hat, müssen wir diese zunächst entfernen. Ist das Ziel der Kühlung ein AMD Prozessor, muss man zusätzlich auch die beiden Montagebügel abschrauben, welche nur auf dem Sockel LGA775 zum Einsatz kommen. Zaward verwendet für AMD CPUs den Befestigungsrahmen des Mainboards, nach dem Auftragen der mitgelieferten Wärmeleitpaste muss daher nur noch die Befestigungsklammer eingehakt werden. Auf Mainboards mit einem Sockel 940, 939 oder 754 verwendet Zaward alle drei Kunststoffnasen zur Befestigung, das ist löblich.


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Für Intel Prozessoren gestaltet sich der Aufbau etwas anders: Wir platzieren die mitgelieferte Konterplatte unterhalb des Mainboards und tragen die Wärmeleitpaste auf dem Prozessor auf. Die beiden Montagebügel belassen wir am Kühlkörper und verschrauben diesen mit der Konterplatte.


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Nun muss man auf beiden Plattformen die Haube aufsetzen und mit vier Schrauben am eigentlichen Kühler fixieren. Wenn man Pech hat, fallen dabei die Einzelteile der Haube auseinander und müssen neu zusammengesteckt werden.


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Mit ein wenig Feingefühl lässt sich die Haube allerdings überstülpen und verschrauben. Nun wird noch der Lüfter angeschlossen und das Werk ist vollendet.


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Wer es gerne noch etwas fummeliger hätte, kann einen zweiten Lüfter befestigen. Da die Lüfter mit vier Schrauben und Muttern an der Haube befestigt werden, ragen die Schrauben und die Muttern ein wenig ins Innere...


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...und wir können die Haube nicht mehr über den Kühlkörper führen, ohne dass sie auseinander fällt.


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Kommen wir nun zur entscheidenden Frage: Wieviele Hardwaretester braucht man, um einen Zaward Vivo mit zwei Lüftern zu montieren? Das kommt darauf an: Einer hält die rechte Hälfte der Haube an den Kühler, drei weitere bringen die schwarzen Linsen in Position und der fünfte schiebt die linke Seite der Haube vorsichtig auf die Haltenasen. Alternativ nimmt sich ein Tester ein wenig Sekundenkleber und löst das Linsenproblem ein für alle mal.




CPU-Kühler im Quad-Core Extremtest - Druckansicht - Seite 14 von 24

Scythe Orochi: Konstruktion
Die kleine Insel Japan pflegt gelegentlich einen Hang zur Gigantomanie. So ist Tokios Haus- und Hof-Monster Godzilla nicht nur eine Urzeit-Echse, sondern lässt neben sich jeden Saurier wie eine Eidechse erscheinen. Ähnlich ergeht es aktuellen High-End CPU-Kühlern im Angesicht des Orochi, dem Kühl-Godzilla aus dem Hause Scythe. Um an dieser Stelle erst gar keine Fragen aufkommen zu lassen, zeigen wir den Orochi im Vergleich zum Modell Andy Samurai Master des selben Herstellers. Der Andy Samurai Master ist ein leistungsstarker Hybrid-Kühler mit sechs Heatpipes und einem 120 mm Lüfter.


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Obwohl selbst alles andere als klein, lässt der Orochi den Andy Samurai Master wie einen Zwerg erscheinen. Der Orochi, dessen Namen von einem achtköpfigen Drachen aus der japanischen Fabelwelt stammt, ist wahrlich ein Riese. Mit allen Nachteilen, die dies mit sich bringt: 194 mm lang, 120 mm breit und 155 mm - mit Lüfter sogar 180 mm - hoch passt dieser Kühler nicht in jedes normale ATX-Gehäuse.


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Angesichts dieser Abmessungen kann man froh sein, dass Scythe den Orochi zum größten Teil aus leichtem Aluminium fertigt. Nur die vernickelte Bodenplatte und die Heatpipes bestehen aus Kupfer. Dennoch bringt der Kühler inklusive Lüfter 1285 Gramm auf die Waage und stellt für das Mainboard eine extreme Belastung dar. Von einem Transport des Computer mit installiertem Kühler können wir nur drigend abraten!


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Trotz seiner gewaltigen Größe verfügt der Orochi über lediglich 38 Kühlbleche, die je 0,4 mm stark sind. Der Grund hierfür ist der von Scythe gewählte Abstand von 4 mm zwischen den Blechen. Die Japaner haben diesen Kühler für den passiven Betrieb oder die Verwendung mit sehr langsam drehenden Lüftern ausgelegt. Somit bedarf es eines großen Abstandes, um den Staudruck zwischen den Blechen möglichst gering zu halten.


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Bei den Heatpipes verzichtet Scythe auf einen direkten Kontakt zum Heatspreader des Prozessors, stapelt dafür jedoch gleich zwei Reihen aus je fünf Heatpipes übereinander. Mit insgesamt zehn Heatpipes von je 6 mm Durchmesser stellt Scythe auch in diesem Bereich eine neue Bestmarke auf.


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Der im Lieferumfang befindliche Lüfter (SV1425SL12L) hat einen Durchmesser von 140 mm, die Bohrungen entsprechen jedoch denen eines handelsüblichen 120 mm Lüfters. Wer mit dem Originallüfter unzufrieden ist, kann diesen mit einem beliebigen 120 mm Modell ersetzen. Der Lüfter verfügt über elf Blätter und dreht mit lediglich 500 Umdrehungen in der Minute.


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Der Schalldruck liegt bei unhörbaren 10,80 dB(A) und der Luftdurchsatz bei mageren 49,93 m3/h. Scythe verzichtet auf die Beigabe einer Lüfterregelung oder einen 4-Pin Anschluss zur Steuerung via PWM (Pulsweitenmodulation).




CPU-Kühler im Quad-Core Extremtest - Druckansicht - Seite 15 von 24

Scythe Orochi: Montage #1
Die Kühler von Scythe werden auf Sockel LGA775 Mainboards normalerweise mit Push-Pins befestigt, doch aufgrund des hohen Gewichtes setzt Scythe beim Orochi auf eine Schraublösung. Dies erscheint uns sinnvoll und angemessen. Warum für AMD-Plattformen allerdings nur eine simple Befestigungsklammer beiliegt, können wir nicht nachvollziehen. Diese Klammer umfasst die beiden mittleren Kunststoffnasen der Rahmen, welche sich auf Sockel 940, 939, 754, AM2 oder AM2+ Hauptplatinen finden. Von der Montage des Scythe Orochi auf AMD Prozessoren möchten wir daher lieber abraten.


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Da wir mit einer Intel Core 2 Extreme CPU testen, betrachten wir nun die Befestigung auf dem Sockel LGA775. Zunächst werden die Befestigungsklammern unter den Kühler geschraubt. Theoretisch stehen zwar vier Richtungen zur Auswahl, doch im Normalfall muss der Orochi über die Speicherriegel auskragen. Richtet man den Kühler nach oben aus, ist das Netzteil im Weg. Dreht man das Monster in Richtung der Gehäuserückseite, muss man dort zunächst ein Loch hineinschneiden.


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Orientiert man den Orochi in Richtung der Erweiterungskarten, so blockiert er die beiden oberen Steckplätze des Mainboards und damit zumeist auch die Grafikkarte. Dies ist allerdings ohnehin nur in Gehäusen sinnvoll, welche das Mainboard um 180° gedreht verbauen, da die Heatpipes sonst nicht mehr als Steigleitungen funktionieren. Bevor der Kühler auf die Hauptplatine gesetzt werden kann, wird auf deren Rückseite eine Konterplatte geklebt.


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Doch hierbei ist Vorsicht geboten: Viele Hersteller verbauen im Auflagebereich dieser Konterplatte SMD-Bauteile, welche durch die Kühlermontage beschädigt werden können. Dies trifft auch auf unser Testboard, das MSI P6N SLI Platinum, zu. Im nächsten Schritt werden vier Unterlegscheiben auf der Oberseite des Mainboards platziert:


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Auf diesen Unterlegscheiben setzt man zwei Haltebügel aus Metall auf, in welche der Kühler später eingehakt wird. Während man mit je einer Hand die beiden Haltebügel und die darunter befindlichen Unterlegscheiben fixiert, hebt man mit der dritten Hand das Mainboard an, um mit der vierten Hand die Schrauben anzusetzen, welche die fünfte Hand mit dem Schraubenzieher festdreht.


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Selbst für Ganesh wäre die Montage des Orochi eine Herausforderung! Wer die Montage im Alleingang schafft, kann mit dieser Nummer im chinesischen Staatszirkus auftreten.




CPU-Kühler im Quad-Core Extremtest - Druckansicht - Seite 16 von 24

Scythe Orochi: Montage #2
Sobald die beiden Haltebügel verschraubt sind, wird die mitgelieferte Wärmeleitpaste auf dem Heatspreader der CPU aufgetragen und die Klammern des Kühlers in die Bügel eingehakt. Da der Orochi in den meisten Systemen über den Arbeitsspeicher kragen muss, dürfen keine überhohen Speicherkühler verwendet werden. Corsairs Dominator Baureihe wäre somit die falsche Wahl.


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Zum Abschluss wird der Lüfter mit Hilfe zweier Drahtbügel befestigt. Scythe erlaubt sowohl die Montage oben auf dem Kühlkörper als auch an dessen Seiten.


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Mit einem oben aufgesetzen Lüfter kommt der Orochi auf eine Bauhöhe von 180 mm. Für etliche Gehäuse ist dies bereits zu viel und das Seitenteil lässt sich nicht mehr schließen. Beim CS601 oder Aerocool ZeroDegree passt das Seitenteil zwar, doch es bleiben nur zwei, drei Millimeter Abstand zwischen Lüfter und Gehäuse. Die Folgen: Der Lüfter dreht hoch, der Luftfluss bleibt gering und die Kühlleistung schlecht.


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Die bessere Alternative ist eindeutig die seitliche Montage des Lüfters. Doch auch hier stört die Höhe des 140 mm Lüfters, so dass etliche Benutzer auf ein Modell mit 120 mm Durchmesser umsteigen müssen, um ihr Gehäuse schließen zu können. Zumindest das Problem mit dem Luftfluss können wir auf diese Weise lösen.


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Weitere Probleme ergeben sich mit den Laufwerksschächten, welche sich vor dem Kühler befinden. Selbst optische Laufwerke in kurzer Bauform lassen sich kaum noch verkabeln, tiefere Geräte können zumeist gar nicht eingesetzt werden. Beim CS601 blockiert der Kühler beispielsweise alle Festplattenkäfige.


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Für den obigen Testaufbau haben wir den Midi-Tower Aerocool ZeroDegree verwendet, da wir hier den 140 mm Lüfter aus dem Lieferumfang tatsächlich verwenden konnten.


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Der Einbau des Scythe Orochi ist eine echte Herausforderung und kein Kinderspiel. Dieser Monsterkühler ist für zahlreiche Gehäuse ungeeignet und schränkt die Nutzbarkeit anderer Gehäuse deutlich ein. Bevor man sich an den Orochi wagt, sollte man sorgfältig messen, ob das eigene System ein passendes Heim für den achtköpfigen Drachen ist.







CPU-Kühler im Quad-Core Extremtest - Druckansicht - Seite 17 von 24

Kühlleistung: IDLE + EIST
Zunächst messen wir die Temperaturen im Leerlauf, d.h. ohne eine Anwendung auszuführen. Die Energiespartechnologie EIST ist hierbei aktiviert, so dass der Multiplikator des Prozessors im lastfreien Betrieb auf 6 herabgesetzt wird. Hierdurch wird der CPU-Takt auf 1,6 GHz reduziert und die Kernspannung von 1,300 auf 1,145 Volt abgesenkt. Wer mit seinem Computer im Internet surft oder Büroanwendungen verwendet, kommt oft nicht einmal auf 5 Prozent CPU-Auslastung. Der IDLE-Betrieb eignet sich hervorragend, um diese Niedriglast-Szenarien nachzustellen. Alle Messungen wurden bei einer Raumtemperatur zwischen 24,0 und 25,0°C vorgenommen.

Wir ließen das System ca. 20 Minuten ohne Last laufen bis die Temperaturen nicht weiter absanken. Dann lasen wir die Temperatur der vier Kerne aus und errechneten die Durchschnittstemperatur, um einen ersten Eindruck des Leistungspotentials unserer Kühler zu erhalten. In dieser ersten Tabelle findet sich die errechnete Durchschnittstemperatur bei Verwendung der mitgelieferten Standardlüfter. Die Kühler, deren Lüfter eine Regelung per Pulsweitenmodulation erlauben, wurden einmal mit voller Drehzahl und einmal mit den Einstellungen Zieltemperatur = 70°C und Mindestdrehzahl = 50% vermessen. Kühler mit manueller Lüfterregelung wurden mit minimaler, maximaler sowie mittlerer Drehzahl getestet.

Temperaturen IDLE + EIST: Ø aller Cores (niedriger ist besser)
Scythe Orochi
top 140mm @ 487U/min
39.50
Xigmatek HDT-S1283
1x 120mm @ 2140U/min
40.75
ASUS Arctic Square
1x 92mm @ 2190U/min
41.75
Scythe Orochi
side 140mm @ 487U/min
42.00
Scythe Andy Samurai
1x 120mm @ 1290U/min
43.00
Xigmatek HDT-S1283
1x 120mm @ 1059U/min
44.00
ASUS Arctic Square
1x 92mm @ 1632U/min
44.25
Zaward Vivo
1x 92mm @ 2134U/min
44.25
Scythe Kama Cross
1x 100mm @ 1618U/min
45.00
Coolink Silenator
1x 120mm @ 1542U/min
45.25
Coolink Silenator
1x 120mm @ 1226U/min
46.50
Coolink Silenator
1x 120mm @ 975U/min
47.50

Bereits ohne Last sehen wir Unterschiede von 8°C. Auffällig ist hierbei, dass die Kühler mit dickeren oder einfach nur mit mehr Heatpipes die obere Hälfte des Feldes stellen, während sich die Modelle mit drei 6 mm Heatpipes in der unteren Hälfte finden. Mit zehn Heatpipes erobert Scythes Orochi die Spitze des Testfeldes, Heatpipes mit direktem Kontakt bringen hingegen noch keinen entscheidenden Vorteil.

Einige Kühler erlauben die Verwendung mehrerer Lüfter oder alternativer Lüftergrößen. Diese alternativen Lüfterkonfigurationen haben wir im zweiten Teil der obigen Tabelle zusammengefasst. Ohne Last bringt der gestiegene Luftdurchsatz allerdings nur bescheidene Vorteile:

Temperaturen IDLE + EIST: Ø aller Cores (niedriger ist besser)
Scythe Orochi
top 120mm @ 2521U/min
38.75
Scythe Orochi
top 120mm @ 1608U/min
39.75
Scythe Orochi
top 120mm @ 1205U/min
41.00
Noctua NH-U9
1x 92mm @ 3825U/min
42.50
Scythe Andy Samurai
1x 120mm @ 2721U/min
42.50
Zaward Vivo
2x 92mm @ 2134U/min
43.25
Scythe Kama Cross
1x 120mm @ 2721U/min
43.75
Scythe Kama Cross
1x 120mm @ 1290U/min
43.75
Coolink Silenator
2x 120mm @ 1250U/min
44.00

Zu guter Letzt betrachten wir in einer weiteren Tabelle die höchsten Messwerte für die einzelnen Kerne. Diesmal sortieren wir von der niedrigsten bis zur höchsten gemessenen Temperatur und nicht nach dem Durchschnitt der vier Messwerte. Im ersten Teil der Tabelle finden sich abermals nur die mitgelieferten Standardlüfter:

Temperaturen IDLE + EIST: Core #1, #2, #3, #4 (niedriger ist besser)
Scythe Orochi
top 140mm @ 487U/min
42
40
37
39
Xigmatek HDT-S1283
1x 120mm @ 2140U/min
43
42
38
40
ASUS Arctic Square
1x 92mm @ 2190U/min
Ø 41,75°C
43
43
39
42
Scythe Orochi
side 140mm @ 487U/min
44
43
39
42
Scythe Andy Samurai
1x 120mm @ 1290U/min
45
44
40
43
Xigmatek HDT-S1283
1x 120mm @ 1059U/min
45
45
42
44
ASUS Arctic Square
1x 92mm @ 1632U/min
Ø 44,25°C
46
45
42
44
Zaward Vivo
1x 92mm @ 2134U/min
Ø 44,25°C
46
46
42
43
Scythe Kama Cross
1x 100mm @ 1618U/min
46
46
43
45
Coolink Silenator
1x 120mm @ 1542U/min
Ø 45,25°C
47
46
43
45
Coolink Silenator
1x 120mm @ 1226U/min
Ø 46,50°C
48
48
44
46
Coolink Silenator
1x 120mm @ 975U/min
Ø 47,50°C
49
48
46
47

Und hier noch die alternativen Lüfterkonfigurationen:

Temperaturen IDLE + EIST: Core #1, #2, #3, #4 (niedriger ist besser)
Scythe Orochi
top 120mm @ 2521U/min
40
39
37
39
Scythe Orochi
top 120mm @ 1608U/min
42
40
38
39
Scythe Orochi
top 120mm @ 1205U/min
43
42
39
40
Scythe Andy Samurai
1x 120mm @ 2721U/min
44
43
40
43
Noctua NH-U9
1x 92mm @ 3825U/min
44
44
40
42
Zaward Vivo
2x 92mm @ 2134U/min
Ø 43,25°C
45
45
40
43
Scythe Kama Cross
1x 120mm @ 2721U/min
45
45
42
43
Scythe Kama Cross
1x 120mm @ 1290U/min
45
45
42
43
Coolink Silenator
2x 120mm @ 1250U/min
Ø 44,00°C
45
45
42
44

Messwerte von bis zu 49°C deuten bereits an, dass der Intel Core 2 Extreme QX6800 nicht leicht zu kühlen ist. Im nächsten Schritt werden wir zwei der vier Kerne zu 100 Prozent auslasten.




CPU-Kühler im Quad-Core Extremtest - Druckansicht - Seite 18 von 24

Kühlleistung: Halblast
Im zweiten Testlauf messen wir die Temperaturen bei Halblast. Hierzu werden zwei der vier Kerne mit dem Programm Core2MaxPerf 1.0 zu 100 Prozent ausgelastet, während die beiden anderen Kerne ohne Last bleiben. Das System arbeitet mindestens 20 Minuten unter konstanten Lastverhältnissen. Sobald die Temperaturen ein stabiles Niveau erreicht haben und nicht weiter ansteigen, notieren wir die Ergenisse. Alle Messungen wurden bei einer Raumtemperatur zwischen 24,0 und 25,0°C vorgenommen.

Betrachten wir zunächst wieder die Durchschnittstemperatur aller vier Kerne. Im ersten Teil dieser Tabelle werden nur die Konfigurationen mit Standardlüfter aufgeführt. Die Kühler, deren Lüfter eine Regelung per Pulsweitenmodulation erlauben, wurden einmal mit voller Drehzahl und einmal mit den Einstellungen Zieltemperatur = 70°C und Mindestdrehzahl = 50% vermessen. Kühler mit manueller Lüfterregelung wurden mit minimaler, maximaler sowie mittlerer Drehzahl getestet.

Temperaturen Halblast: Ø aller Cores (niedriger ist besser)
Xigmatek HDT-S1283
1x 120mm @ 2140U/min
63.25
ASUS Arctic Square
1x 92mm @ 2190U/min
68.25
Xigmatek HDT-S1283
1x 120mm @ 1059U/min
69.25
Coolink Silenator
1x 120mm @ 1542U/min
72.75
ASUS Arctic Square
1x 92mm @ 1632U/min
74.25
Coolink Silenator
1x 120mm @ 1226U/min
75.50
Scythe Andy Samurai
1x 120mm @ 1290U/min
76.50
Zaward Vivo
1x 92mm @ 2134U/min
77.25
Scythe Kama Cross
1x 100mm @ 1618U/min
78.25
Coolink Silenator
1x 120mm @ 975U/min
78.75
Scythe Orochi
side 140mm @ 487U/min
79.25
Scythe Orochi
top 140mm @ 487U/min
85.00

Die Differenz zwischen dem stärksten und dem schwächsten Kühler ist erwartungsgemäß auf 21,75°C angestiegen. Insbesondere Xigmateks HDT-S1283 und Scythes Orochi reißen das Feld auseinander. Während der Xigmatek HDT-S1283 bei maximaler Lüfterdrehzahl deutliche 5°C vor dem zweitplatzierten ASUS Arctic Square liegt, ist der langsam drehende Lüfter des Orochi nicht in der Lage, unseren anspruchsvollen Quad-Core Prozessor ausreichend zu kühlen. Mit seitlich montiertem Lüfter hält der Scythe Orochi immerhin noch den Anschluss ans Feld. Wird der Lüfter hingegen oben montiert, entsteht ein Hitzestau oberhalb des Mainboards.

Einen entscheidenden Anteil an der Leistungsfähigkeit der Kühler hat der Luftdurchsatz, was auch die alternativen Lüfterkonfigurationen belegen:

Temperaturen Halblast: Ø aller Cores (niedriger ist besser)
Scythe Orochi
top 120mm @ 2521U/min
65.25
Scythe Orochi
top 120mm @ 1608U/min
65.75
Noctua NH-U9
1x 92mm @ 3825U/min
67.75
Scythe Andy Samurai
1x 120mm @ 2721U/min
67.75
Scythe Kama Cross
1x 120mm @ 2721U/min
69.75
Scythe Orochi
top 120mm @ 1205U/min
70.00
Coolink Silenator
2x 120mm @ 1250U/min
72.00
Zaward Vivo
2x 92mm @ 2134U/min
72.50
Scythe Kama Cross
1x 120mm @ 1290U/min
77.00

So lässt sich aus den Modellen Andy Samurai Master und Kama Cross eine Mehrleistung von 8 bis 9°C herauskitzeln. Wir finden es schade, dass Scythe den Kama Cross von Hause aus mit einem 100 mm Lüfter ausstattet, denn das entsprechende 120 mm Modell bringt eine zusätzliche Kühlleistung von 1,25°C bei minimal höherem Schallpegel. Mit einem zweiten 92 mm Lüfter steigert Zawards Vivo seine Kühlleistung um deutliche 4,75°C, beim Silenator von Coolink messen wir mit einem zweiten 120 mm Lüfter hingegen nur eine Verbesserung um 2,5°C.

Eine Gesichte für sich ist der Scythe Orochi, welcher mit einem 120 mm Lüfter bereits bei 1200 U/min um 10°C bis 15°C besser abschneidet, als mit dem 140 mm Lüfter aus seinem Lieferumfang. Steigern wir die Lüfterdrehzahl, verbessert sich die Kühlleistung um bis zu 20°C.

Betrachten wir nun in einer weiteren Tabelle die höchsten Messwerte für die einzelnen Kerne. Diesmal sortieren wir von der niedrigsten bis zur höchsten gemessenen Temperatur und nicht nach dem Durchschnitt der vier Messwerte. Im ersten Teil der Tabelle finden sich abermals nur die mitgelieferten Standardlüfter:

Temperaturen Halblast: Core #1, #2, #3, #4 (niedriger ist besser)
Xigmatek HDT-S1283
1x 120mm @ 2140U/min
Ø 63,25°C
73
70
55
55
ASUS Arctic Square
1x 92mm @ 2190U/min
Ø 68,25°C
79
75
59
60
Xigmatek HDT-S1283
1x 120mm @ 1059U/min
Ø 69,25°C
79
77
61
60
Coolink Silenator
1x 120mm @ 1542U/min
Ø 72,75°C
82
79
65
65
ASUS Arctic Square
1x 92mm @ 1632U/min
Ø 74,25°C
84
81
66
66
Coolink Silenator
1x 120mm @ 1226U/min
Ø 75,50°C
84
82
68
68
Scythe Andy Samurai
1x 120mm @ 1290U/min
Ø 76,50°C
86
83
69
68
Zaward Vivo
1x 92mm @ 2134U/min
Ø 77,25°C
87
84
70
68
Scythe Kama Cross
1x 100mm @ 1618U/min
Ø 78,25°C
87
85
71
70
Coolink Silenator
1x 120mm @ 975U/min
Ø 78,75°C
87
85
72
71
Scythe Orochi
side 140mm @ 487U/min
89
85
72
71
Scythe Orochi
top 140mm @ 487U/min
94
92
79
75

Und hier noch die alternativen Lüfterkonfigurationen:

Temperaturen Halblast: Core #1, #2, #3, #4 (niedriger ist besser)
Scythe Orochi
top 120mm @ 2521U/min
75
72
57
57
Scythe Orochi
top 120mm @ 1608U/min
75
73
58
57
Noctua NH-U9
1x 92mm @ 3825U/min
Ø 67,75°C
77
74
60
60
Scythe Andy Samurai
1x 120mm @ 2721U/min
Ø 67,75°C
78
74
60
59
Scythe Kama Cross
1x 120mm @ 2721U/min
Ø 69,75°C
79
77
62
61
Scythe Orochi
top 120mm @ 1205U/min
80
77
62
61
Coolink Silenator
2x 120mm @ 1250U/min
Ø 72,00°C
80
78
65
65
Zaward Vivo
2x 92mm @ 2134U/min
Ø 72,50°C
82
80
65
63
Scythe Kama Cross
1x 120mm @ 1290U/min
Ø 77,00°C
86
84
70
68

Bei der Auslastung zweier Kerne liegt der höchste Messwert bei 94°C und somit nur 6°C unterhalb der Abschalttemperatur Tjunction. Man darf hierbei zwar nicht aus den Augen verlieren, dass der Lüfter des Scythe Orochi mit lediglich 487 U/min rotiert, doch eine ausreichende Kühlleistung für unseren Quad-Core Prozessor bietet dieser Kühler nur mit alternativen Lüftern.




CPU-Kühler im Quad-Core Extremtest - Druckansicht - Seite 19 von 24

Kühlleistung: Volllast
Kommen wir zur finalen Feuertaufe: Alle vier Kerne des Intel Core 2 Extreme QX6800 werden nun mit dem Programm Core2MaxPerf 1.0 zu 100 Prozent ausgelastet. Das System arbeitet mindestens 20 Minuten unter konstanten Lastverhältnissen. Sobald die Temperaturen ein stabiles Niveau erreicht haben und nicht weiter ansteigen, notieren wir die Ergenisse. Alle Messungen wurden bei einer Raumtemperatur zwischen 24,0 und 25,0°C vorgenommen.

Auch diesmal betrachten wir zunächst wieder die Durchschnittstemperatur aller vier Kerne. Im ersten Teil dieser Tabelle werden nur die Konfigurationen mit Standardlüfter aufgeführt. Die Kühler, deren Lüfter eine Regelung per Pulsweitenmodulation erlauben, wurden einmal mit voller Drehzahl und einmal mit den Einstellungen Zieltemperatur = 70°C und Mindestdrehzahl = 50% vermessen. Kühler mit manueller Lüfterregelung wurden mit minimaler, maximaler sowie mittlerer Drehzahl getestet.

Temperaturen Volllast: Ø aller Cores (niedriger ist besser)
Xigmatek HDT-S1283
1x 120mm @ 2140U/min
67.50
ASUS Arctic Square
1x 92mm @ 2190U/min
73.25
Xigmatek HDT-S1283
1x 120mm @ 1059U/min
73.50
Coolink Silenator
1x 120mm @ 1542U/min
77.75
ASUS Arctic Square
1x 92mm @ 1632U/min
79.00
Coolink Silenator
1x 120mm @ 1226U/min
81.25
Zaward Vivo
1x 92mm @ 2134U/min
83.25
Scythe Andy Samurai
1x 120mm @ 1290U/min
83.75
Scythe Kama Cross
1x 100mm @ 1618U/min
83.75
Coolink Silenator
1x 120mm @ 975U/min
85.00
Scythe Orochi
side 140mm @ 487U/min
88.75
Scythe Orochi
top 140mm @ 487U/min
94.75

Die Differenz zwischen dem stärksten und dem schwächsten Kühler ist auf 27,25°C angestiegen. Weiterhin einsam an der Spitze des Feldes sehen wir Xigmateks HDT-S1283, der seinen Vorsprung auf den ASUS Arctic Square auf 5,75°C ausbauen konnte. Selbst mit einer Lüfterdrehzahl von lediglich 1059 U/min erreicht der Xigmatek HDT-S1283 beinahe die Werte, welche der ASUS Arctic Square bei maximaler Drehzahl bietet. Von solchen Ergenissen kann der Zaward Vivo, der zweite Kühler mit direkt aufliegenden Heatpipes, nur träumen. Mit seinem 140 mm Lüfter verliert Scythes Orochi in beiden Konfigurationen den Anschluss ans Feld.

Erst mit einem anderen Lüfter kann der Orochi sein Ergebnis deutlich verbessern, womit wir bei den alternativen Lüfterkonfigurationen angelangt wären:

Temperaturen Volllast: Ø aller Cores (niedriger ist besser)
Scythe Orochi
top 120mm @ 2521U/min
70.75
Scythe Orochi
top 120mm @ 1608U/min
71.50
Noctua NH-U9
1x 92mm @ 3825U/min
72.00
Scythe Andy Samurai
1x 120mm @ 2721U/min
72.25
Scythe Kama Cross
1x 120mm @ 2721U/min
73.50
Scythe Orochi
top 120mm @ 1205U/min
76.75
Coolink Silenator
2x 120mm @ 1250U/min
77.50
Zaward Vivo
2x 92mm @ 2134U/min
77.75
Scythe Kama Cross
1x 120mm @ 1290U/min
83.25

Zawards Vivo holt aus dem zweiten Lüfter zusätzliche 5,5°C heraus, beim Coolink Silenator sind es lediglich 3,75°C. Ausgestattet mit einem sehr schnell drehenden 120 mm Lüfter können die Modelle Kama Cross und Andy Samurai Master die Temperatur um weitere 10°C senken, allerdings steigt der Schallpegel hierbei auf ein unerträgliches Niveau. Aus Scythes Orochi können wir sogar eine Verbesserung um 24°C herauskitzeln, selbst mit 1200 U/min verbessert der 120 mm Lüfter die Kühlleistung des Giganten um 18°.

Betrachten wir nun in einer weiteren Tabelle die höchsten Messwerte für die einzelnen Kerne. Diesmal sortieren wir von der niedrigsten bis zur höchsten gemessenen Temperatur und nicht nach dem Durchschnitt der vier Messwerte. Im ersten Teil der Tabelle finden sich abermals nur die mitgelieferten Standardlüfter:

Temperaturen Volllast: Core #1, #2, #3, #4 (niedriger ist besser)
Xigmatek HDT-S1283
1x 120mm @ 2140U/min
Ø 67,50°C
70
68
66
66
ASUS Arctic Square
1x 92mm @ 2190U/min
Ø 73,25°C
77
73
71
72
Xigmatek HDT-S1283
1x 120mm @ 1059U/min
Ø 73,50°C
77
74
72
71
Coolink Silenator
1x 120mm @ 1542U/min
Ø 77,75°C
79
78
77
77
ASUS Arctic Square
1x 92mm @ 1632U/min
Ø 79,00°C
82
79
77
78
Coolink Silenator
1x 120mm @ 1226U/min
Ø 81,25°C
83
81
81
80
Zaward Vivo
1x 92mm @ 2134U/min
Ø 83,25°C
85
84
83
81
Scythe Kama Cross
1x 100mm @ 1618U/min
Ø 83,75°C
85
84
84
82
Scythe Andy Samurai
1x 120mm @ 1290U/min
Ø 83,75°C
85
84
84
82
Coolink Silenator
1x 120mm @ 975U/min
Ø 85,00°C
86
85
85
84
Scythe Orochi
side 140mm @ 487U/min
90
89
89
87
Scythe Orochi
top 140mm @ 487U/min
96
95
95
93

Und hier noch die alternativen Lüfterkonfigurationen:

Temperaturen Volllast: Core #1, #2, #3, #4 (niedriger ist besser)
Scythe Orochi
top 120mm @ 2521U/min
72
71
70
70
Scythe Orochi
top 120mm @ 1608U/min
73
72
71
70
Noctua NH-U9
1x 92mm @ 3825U/min
Ø 72,00°C
73
72
71
72
Scythe Andy Samurai
1x 120mm @ 2721U/min
Ø 72,25°C
74
73
71
71
Scythe Kama Cross
1x 120mm @ 2721U/min
Ø 73,50°C
75
74
73
72
Scythe Orochi
top 120mm @ 1205U/min
78
77
77
75
Coolink Silenator
2x 120mm @ 1250U/min
Ø 77,50°C
78
77
77
78
Zaward Vivo
2x 92mm @ 2134U/min
Ø 77,75°C
79
78
77
77
Scythe Kama Cross
1x 120mm @ 1290U/min
Ø 83,25°C
85
84
83
81

Der Scythe Orochi nähert sich Tjunction bis auf 4°C, der Prozessor hat bereits mit dem Throttling begonnen und das Mainboard kocht vor sich hin. Im Auslieferungszustand und ohne die Hilfe durch Gehäuselüfter kann der Riese die 130 Watt TDP unseres Quad-Core Prozessors nicht bewältigen. Der Orochi ist der einzige Kühler im Testfeld, welcher an dieser Aufgabe scheitert. Erst im Zusammenspiel mit schnelleren 120 mm Lüftern kann der Orochi überzeugen.

Die übrigen Modelle bieten eine ausreichende Leistung für Intels Core 2 Extreme QX6800 und ermöglichen sogar einen leisen Betrieb. Für Übertakter sind insbesondere die Modelle ASUS Arctic Square und Xigmatek HDT-S1283 geeignet, die eine Regelung der Lüfterdrehzahl per Pulsweitenmodulation erlauben.




CPU-Kühler im Quad-Core Extremtest - Druckansicht - Seite 20 von 24

Schallpegelmessung
Zum Abschluß möchten wir uns ansehen, wie laut bzw. leise die Kühler ihre Arbeit verrichten. Bei unserer Schallpegelmessung ist zu beachten, daß wir hier eine reine Vergleichsmessung durchführen und keinesfalls die Herstellerangaben verifizieren wollen. Zum einen mangelt es uns an einem schalltoten Raum, zum anderen kosten Messgeräte für die Bereiche unterhalb von 30 dB(A) deutlich mehr, als unser Budget verkraftet. Für diesen Test verwenden wir ein Mastech MS6701 Schallpegelmeter, welches die Anforderungen für die Normen IEC 651/EN 60651 type 2 und ANSI S1.4 type 2 erfüllt und einen Messbereich von 30 bis 130 dB(A) bietet.

Nun mag sich der eine oder andere Leser fragen, ob eine Empfindlichkeit von 30 dB(A) hier überhaupt ausreichend ist, wo leise Kühler doch mit weniger als 20 dB(A) angegeben werden. Dabei geben die Hersteller allerdings meist nur die Lautstärke des Lüfters an, nicht aber die des Kühlers. Bläst der Lüfter gegen den Kühlkörper, so ist dies natürlich lauter als ein Lüfter, der sich im freien Raum dreht. Zudem wird für solche Messungen ein Abstand von einem Meter gewählt, wir messen jedoch aus einem Abstand von nur 35 cm - das macht eine Steigerung des Schalldruckes um 9,12 dB(A) aus. Da wir zudem nicht in einem schalltoten Raum messen, sondern lediglich in einem leisen Keller (mitten in der Nacht), haben wir auch einen gewissen Hintergrundschall, der sich nicht vollständig eliminieren läßt. Für die Bewertung der Testkandidaten ziehen wir zudem unsere Ohren heran, denn nicht alles, was auf dem Messgerät leise erscheint, hört sich auch angenehm an. Für die Vergleichstabelle rechnen wir die Messergebnisse auf einen Abstand von einem Meter um, somit lassen sich nun auch die Herstellerangaben besser überprüfen.

Schalldruck in dB(A), Abstand 1 Meter (niedriger ist besser)
Scythe Orochi
top 140mm @ 487U/min
21.08
Scythe Orochi
side 140mm @ 487U/min
21.08
Coolink Silenator
1x 120mm @ 975U/min
23.08
Xigmatek HDT-S1283
1x 120mm @ 1059U/min
23.18
Scythe Andy Samurai
1x 120mm @ 1290U/min
24.28
Coolink Silenator
1x 120mm @ 1226U/min
24.58
Scythe Kama Cross
1x 100mm @ 1618U/min
24.88
Zaward Vivo
1x 92mm @ 2134U/min
27.98
Coolink Silenator
1x 120mm @ 1542U/min
29.88
ASUS Arctic Square
1x 92mm @ 1632U/min
30.58
ASUS Arctic Square
1x 92mm @ 2190U/min
33.18
Xigmatek HDT-S1283
1x 120mm @ 2140U/min
37.88

Der 140 mm Lüfter des Scythe Orochi ist selbst aus einer Entfernung von nur 35 cm zu leise für unser Messgerät. Man muss das Ohr schon sehr dicht an den Lüfter halten, um dessen Laufgeräusch wahrnehmen zu können. Die Kühlleistung ist in dieser Konfiguration jedoch ausgesprochen gering. Beinahe unhörbar arbeitet der Lüfter des Coolink Silenator bei 975 U/min, dennoch reicht die Leistung des Kühlers für Intels aktuelle Produktlinie selbst bei dieser niedrigen Drehzahl noch aus. Nur minimal lauter ist Xigmateks HDT-S1283 bei 1059 U/min, bietet hierbei allerdings eine weitaus bessere Kühlleistung.

Die Modelle Andy Samurai und Kama Cross von Scythe sind sich in Bezug auf Lautstärke und Kühlleistung recht ähnlich. Ebenfalls eine vergleichbare Leistung sehen wir beim Coolink Silenator mit einer Lüfterdrehzahl von 1226 U/min. Der ASUS Arctic Square bietet zwar eine gute Kühlleistung mit Reserven für Übertaktungsversuche, doch aufgrund des mittig angeordneten Lüfters ist dieser Kühler auch bei mittleren Drehzahlen noch vergleichsweise laut. Bei seiner maximalen Drehzahl erreicht der Lüfter des Xigmatek HDT-S1283 sehr deutlich wahrnehmbare 37,88 dB(A), bietet dabei allerdings auch eine überragende Kühlleistung.

Betrachten wir nun die alternativen Lüfterbestückungen:

Schalldruck in dB(A), Abstand 1 Meter (niedriger ist besser)
Scythe Kama Cross
1x 120mm @ 1290U/min
25.98
Coolink Silenator
2x 120mm @ 1250U/min
26.98
Scythe Orochi
top 120mm @ 1205U/min
27.78
Zaward Vivo
2x 92mm @ 2134U/min
29.78
Scythe Orochi
top 120mm @ 1608U/min
36.48
Noctua NH-U9
1x 92mm @ 3825U/min
49.12
Scythe Andy Samurai
1x 120mm @ 2721U/min
51.28
Scythe Orochi
top 120mm @ 2521U/min
51.78
Scythe Kama Cross
1x 120mm @ 2721U/min
55.18

Bedingt durch die schräg stehenden Finnen entsteht beim Scythe Kama Cross im Vergleich zum Andy Samurai Master bei identischen Lüfterkonfigurationen ein höherer Schallpegel, dies zeigt sich insbesondere bei hohen Lüfterdrehzhalen. Dafür bietet es sich an, den Kama Cross mit einem 120 mm Lüfter zu versehen, dessen Drehzahl zwischen 1200 und 1600 U/min liegt. Sehr ähnlich reagierten die Kühler auf die Bestückung mit einem zweiten Lüfter: Beim Zaward Vivo sehen wir eine deutliche Leistungssteigerung bei zugleich geringer Erhöhung des Schallpegels. Auch beim Coolink Silenator steigt der Schallpegel nicht bedeutsam an, hier verbessert sich die Kühlleistung allerdings nicht ganz so deutlich.




CPU-Kühler im Quad-Core Extremtest - Druckansicht - Seite 21 von 24

Schallpegel vs. Kühlleistung
Da wir nun die Kühlleistung und den Schallpegel vermessen haben, bleibt noch eine Frage: Wieviele Dezibel müssen die Kühler in ihre Kühlleistung investieren? Um dies herauszufinden, werden wir in der folgenden Tabelle den gemessenen Schallpegel durch die Temperatur teilen, welche der jeweilige Kühler unter der Abschalttemperatur (Tjunction) bleibt: dB(A) / (Tjunction - max°C)

Als Ergebnis erhalten wir die Anzahl der Dezibel, welche für jedes Grad Celsius, die der Kühler unter Tjunction bleibt, benötigt wird. Wir stellen somit dar, wie effizient die jeweilige Konstruktion mit dem Schallpegel umgeht. Erstrebenswert sind möglichst niedrige Werte, ein Ergebnis von einem Dezibel pro Grad wäre optimal. In der folgenden Tabelle können auch lautere Kühler gut abschneiden, sofern sie aus dem Schallpegel eine entsprechend gute Kühlleistung herauskitzeln können.

dB(A) / (Tjunction - max°C) (niedriger ist besser)
Xigmatek HDT-S1283
1x 120mm @ 1059U/min
1.1
Xigmatek HDT-S1283
1x 120mm @ 2140U/min
1.4
Coolink Silenator
1x 120mm @ 1226U/min
1.54
ASUS Arctic Square
1x 92mm @ 2190U/min
1.58
Coolink Silenator
1x 120mm @ 1542U/min
1.66
Scythe Andy Samurai
1x 120mm @ 1290U/min
1.73
Coolink Silenator
1x 120mm @ 975U/min
1.78
ASUS Arctic Square
1x 92mm @ 1632U/min
1.91
Scythe Kama Cross
1x 100mm @ 1618U/min
1.91
Scythe Orochi
side 140mm @ 487U/min
2.11
Zaward Vivo
1x 92mm @ 2134U/min
2.15
Scythe Orochi
top 140mm @ 487U/min
5.27

Sehr dicht an unseren Wunschwert von einem Dezibel pro Grad Celsius kommt Xigmateks HDT-S1283 heran, dieser Kühler arbeitet über den gesamten Drehzahlbereich seines Lüfters sehr effizient. Für den Coolink Silenator sind Drehzahlen um die 1200 der beste Kompromiss zwischen Lautstärke und Kühlleistung. Bei hohen Drehzahlen bietet der ASUS Arctic Square eine gute Kühlleistung. Wenn man die Drehzahl des Lüfters absenkt, sinkt die Kühlleistung jedoch deutlicher als die Lautstärke.

Scythes Andy Samurai Master ist sehr leise, doch die Kühlleistung des langsam drehenden 1200 U/min Lüfters ist für unseren Core 2 Extreme QX6800 nicht optimal. Noch etwas schlechter schneidet das Modell Kama Cross der Japaner ab, da der hier verwendete 100 mm Lüfter ein wenig lauter arbeitet und die Kühlleistung zugleich etwas geringer ausfällt. Etwas besser schneidet der Kama Cross ab, wenn wir auf diesem den 120 mm Lüfter des Andy Samurai Master montieren. Unhörbar, aber unbefriedigend in Hinblick auf die Kühlleistung, ist der Scythe Orochi, welcher in diesem Vergleich das Schlusslicht bildet.

Lässt sich die Effizienz der Kühler mit Hilfe alternativer Lüfterkonfigurationen verbessern?

dB(A) / (Tjunction - max°C) (niedriger ist besser)
Scythe Orochi
top 120mm @ 1205U/min
1.39
Scythe Orochi
top 120mm @ 1608U/min
1.46
Zaward Vivo
2x 92mm @ 2134U/min
1.62
Coolink Silenator
2x 120mm @ 1250U/min
1.66
Scythe Kama Cross
1x 120mm @ 1290U/min
1.86
Scythe Orochi
top 120mm @ 2521U/min
2.07
Noctua NH-U9
1x 92mm @ 3825U/min
2.14
Scythe Andy Samurai
1x 120mm @ 2721U/min
2.33
Scythe Kama Cross
1x 120mm @ 2721U/min
2.63

Kombinationen bei denen schnelle und zugleich laute Lüfter für eine bessere Kühlleistung sorgen, schneiden wie erwartet schlecht ab. Die Verwendung zweier langsam drehender Lüfter sorgt hingegen für ein brauchbares Resultat. Besonders spannend sind die Ergebnisse des Scythe Orochi: Erwies sich der Kühler im Zusammenspiel mit dem 140 mm Lüfter aus seinem Lieferumfang eben noch als Komplettausfall, zeigt er diesmal Bestwerte. Für uns ist es völlig unverständlich, dass Scythe seinem Monster nicht den üblichen 120 mm Lüfter mit 1200 U/min beigepackt hat. In dieser Kombination hätte uns der Orochi nämlich überzeugen können.




CPU-Kühler im Quad-Core Extremtest - Druckansicht - Seite 22 von 24

Fazit: Scythe Orochi
Ohne Zweifel, dieser riesiege Kühler ist beeindruckend! Scythe schickt mit dem Orochi den größten und schwersten Kühler ins Rennen, den wir bis dato getestet haben. Zudem stellt der Orochi auch in Bezug auf die Anzahl der Heatpipes einen neuen Rekord auf. Insbesondere wenn man den Orochi im Vergleich zum Andy Samurai Master sieht, erwartet man von diesem Giganten auch eine gewaltige Kühlleistung. Doch statt Bestwerte sehen wir einen Prozessor, der heiß läuft und heruntertaktet, um nicht zu überhitzen. Wie konnte es dazu kommen?

Der Orochi wurde von Scythe als passiver Kühler konzipiert, doch passiv lassen sich Prozessoren mit einer Abwärme von 130 Watt nicht kühlen. Folglich legen die Japaner dem Kühler einen 140 mm Lüfter bei, der mit 500 U/min so gut wie lautlos arbeitet, dabei aber nur einen Luftdurchsatz von 49,93 m3/h aufweist. Zum Vergleich: Der 120 mm Lüfter des Scythe Andy Samurai Master schaufelt bei 1200 U/min rund 84,24 m3/h. Diese Werte beziehen sich jedoch auf den frei drehenden Betrieb, auf dem Orochi montiert hat der Lüfter erhebliche Probleme, ausreichende Luftmengen durch die Finnen des Kühlers zu pressen. Im ungünstigsten Fall, wenn der Lüfter oben auf dem Kühler befestigt wird, entsteht im Umfeld des Prozessors ein Hitzestau. Für unserem Quad-Core Prozessor ist der Orochi somit nicht geeignet.


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Die Situation verändert sich grundlegend, sobald wir den Lüfter austauschen. Mit dem 120 mm Lüfter des Scythe Andy Samurai Master erzielt der Orochi bereits sehr gute Ergebnisse, mit schneller drehenden Lüftern sinken die Temperaturen auf ein hervorragendes Niveau. Den optimalen Kompromiss aus Kühlleistung und Laufruhe erreichen wir bei 1200 U/min, oberhalb von 1600 U/min sehen wir kaum noch Verbesserungen. Unserer Ansicht nach hätte Scythe einen 120 mm Lüfter mit einer Regelung oder einem 4-Pin Anschluss mitliefern sollen. Der 140 mm Lüfter macht sicherlich eine gute Figur als Gehäuselüfter, ist für die unterschiedlichen Anforderungen moderner Prozessoren hingegen ungeeignet.

In diesem Vergleichstest wollen wir die Leistungsfähigkeit aktueller CPU-Kühler anhand eines entsprechend kraftvollen Prozessors überprüfen. So mancher Leser wird somit beklagen, dass dies nicht das eigentliche Einsatzgebiet des Orochi sei. Und in der Tat wird ein solcher Passiv-Kühler zumeist auf Prozessoren mit einer TDP von 65 oder gar 45 Watt zu finden sein. Aus diesem Grund haben wir auch einige Messungen mit einem Intel Pentium E2200 durchgeführt. Dieser Dual-Core Prozessor basiert auf der aktuellen Core 2 Architektur, taktet mit 2,2 GHz und weist eine TDP von 65 Watt auf. Gemessen wurden zwei Durchläufe, der erste mit dem oben auf dem Orochi montierten 140 mm Lüfter, der zweite lüfterlos:

Temperaturen IDLE + EIST: Core #1, #2 (niedriger ist besser)
Scythe Orochi
top 140mm @ 487U/min
24
23
Scythe Orochi
passiv
33
32

Temperaturen Halblast: Core #1, #2 (niedriger ist besser)
Scythe Orochi
top 140mm @ 487U/min
45
35
Scythe Orochi
passiv
60
53

Temperaturen Volllast: Core #1, #2 (niedriger ist besser)
Scythe Orochi
top 140mm @ 487U/min
50
50
Scythe Orochi
passiv
72
70

Wie die Messwerte zeigen, reicht die Kühlleistung des Orochi für aktuelle Dual-Core Prozessoren mit einer TDP um die 65 Watt voll und ganz aus, selbst der komplett passive Betrieb ist möglich. In Anbetracht eines 22°C wärmeren Prozessors und eines stark aufgeheizten Mainboards können wir allerdings keinen Sinn im Passiv-Betrieb erkennen, denn der Lüfter arbeitet sowieso unhörbar leise. Ein weiterer Testaufbau mit einem AMD Athlon 64 X2 5000+ (65 nm) konnte ebenfalls passiv betrieben werden.

Egal welchen Prozessor man nun verwendet, um Probleme bei der Montage dieses Giganten kommt niemand herum. Egal wie man den Orochi dreht oder wendet, irgendetwas scheint immer im Weg zu sein. Auf aktuellen Mainboards muss man den Kühler über die Speichermodule kragen lassen, einige AMD Platinen, bei denen sich die DIMM-Sockel oberhalb der CPU befinden, erlauben auch eine Ausrichtung zum Netzteil hin. Während der Orochi auf Intel Mainboards verschraubt wird, hängen sich die knapp 1,3 kg bei AMD Mainboards an die beiden mittleren Sockelnasen - in unseren Augen keine überzeugende Lösung.

Aufgrund der zahlreichen Tücken, welche dieser Kühler mit sich bringt, werden wir keine Empfehlung aussprechen. Der Orochi ist ein beeindruckendes Produkt und für bestimmte Einsatzgebiete durchaus empfehlenswert. Wer ein LGA775 Mainboard mit einer TDP 65 Watt CPU verwendet und ein ausreichend großes Gehäuse besitzt, wird kaum einen leiseren Kühler finden. Dennoch erscheinen uns alle anderen Kandidaten in diesem Vergleichstest als sinnvollere Wahl.




CPU-Kühler im Quad-Core Extremtest - Druckansicht - Seite 23 von 24

Fazit: ASUS Arctic Square
Der ASUS Arctic Square überzeugt mit einer sehr guten Kühlleistung sowie einer ordentlichen Verarbeitung. Wir hätten uns eine glattere Bodenplatte gewünscht und obwohl sich der innenliegende 92 mm Lüfter mit seinen blauen LEDs per Pulsweitenmodulation regeln lässt, ist der Kühler leider nie richtig leise. Positiv fallen die kompakten Abmessungen auf, mit denen der ASUS Arctic Square in den meisten Gehäusen ausreichenden Platz finden sollte. Für die Montage muss leider das Mainboard ausgebaut werden. Der Kühler bietet ein gutes Potential für Übertaktungsversuche, ist mit einem Preis von 49,90 Euro allerdings alles andere als billig.


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Fazit: Coolink Silenator
Etwas preiswerter ist der Coolink Silenator: Für 39,90 € erhält man einen soliden Trumkühler mit drei Heatpipes und einem 120 mm Lüfter inklusive Potentiometer. Der Benutzer kann hiermit die gewünschte Lüfterdrehzahl einstellen, ein 4-Pin Anschluss für die Regelung über das Mainboard per Pulsweitenmodulation wäre uns allerdings lieber gewesen. Positiv vermerken wir, dass Coolink den Lüfter zumindest ansatzweise entkoppelt und die Montage - nach dem Ausbau des Mainboards, recht leicht von der Hand geht. Die Kühlleistung ist ordentlich, so dass wir bei maximaler Drehzahl sogar noch etwas Übertaktungspotential für unseren Core 2 Extreme QX6800 sehen.


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Fazit: Scythe Kama Cross
Nochmals preiswerter ist der Kama Cross des japanischen Herstellers Scythe. Für 29,90 € erhält man einen sehr leisen Kühler mit einem ungewöhnlichen Design, dessen Kühlleistung für unseren Core 2 Extreme QX6800 zwar ausreicht, der aber kein weiteres Übertaktungspotential bietet. Im Zusammenspiel mit aktuellen Dual-Core Prozessoren, deren TDP zumeist deutlich niedriger angesiedelt ist, stellt auch das Übertakten für dieses Modell kein Problem dar. Der Kama Cross ist gut und güstig, besonders erfreulich ist die kinderleichte Montage, die keinen Ausbau das Mainboards erfordert.


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CPU-Kühler im Quad-Core Extremtest - Druckansicht - Seite 24 von 24

Fazit: Xigmatek HDT-S1283
"Kühlmonster zum Kampfpreis" könnte man titeln und würde dem Xigmatek HDT-S1283 dennoch nicht gerecht werden. Denn für extrem günstige 32,90 € erhält man nicht nur einen leistungsstarken Kühler, der seine Mitbewerber in diesem Test deklassiert, sondern auch einen flüsterleisen Kühler und einen Kühler mit cleveren Detaillösungen. Angefangen bei den direkt auf dem Heatspreader der CPU aufliegenden Heatpipes über den vollständig entkoppelten Lüfter bis zum Luftleitblech, welches z.B. die Spannungswandler oder die Speichermodule mit Frischluft versorgen kann, ist das Konzept durchdacht und stimmig: Editor's Choice!


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Fazit: Zaward Vivo
In Kürze soll Zawards Vivo für rund 33 Euro auch in den deutschen Handel kommen. Obwohl uns der Kühleraufbau an Xigmatek erinnert und im Grundkonzept stimmig ist, kann der Vivo nur bedingt überzeugen. Die wackelige, fünfteilige Kunststoffhaube neigt beim Aufstecken und Verschrauben dazu, sich in ihre Einzelteile zu zerlegen. Der Lüfter wird lediglich von vier Muttern gehalten, ohne Unterlegscheiben oder Aussparungen. Wir fragen uns, wie dauerhaft eine solche Verbindung hält. Werden zwei Lüfter montiert, lässt sich die Haube nicht mehr über den Kühlkörper schieben, wodurch deren Befestigung noch viel fummelieger wird. Die Kühlleistung mit zwei Lüftern kann sich sehen lassen, mit nur einem Lüfter enttäuscht der Vivo hingegen. Die Lüfter verfügen über 3-Pin Anschlüsse, weshalb eine Drehzahlregelung per Pulsweitenmodulation nicht möglich ist. Ein Potentiometer liefert Zaward allerdings auch nicht mit. Wir würden Zaward dazu raten, die Haube zu überarbeiten, dies könnte sich auch positiv auf die Performance mit nur einem Lüfter auswirken.


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