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Neu von MSI

CPU-Kühler-Vergleich 2008

Autor: doelf - veröffentlicht am 26.07.2008 - Letztes Update: 13.11.2008
s.43/44

Fazit: Noctua NH-U12P
Gut Noctua verzichtet auf extravagante Änderungen und setzt stattdessen auf eine bewährte Konstruktion. Der NH-U12P ist kaum größer als sein Vorgänger und hat auch weitgehend die gleiche Form. Die Österreicher haben ihr Design nur im Detail verbessert und beispielsweise den Abstand der untersten Finne zum Mainboard vergrößert, um den Heatpipe-Kühlungen aktueller Mainboards gerecht zu werden. Zu diesen Mainboards passt auch Befestigung mit Konterplatte und Schrauben sehr gut, da sich das PCB nur geringfügig durchbiegt.

Ein echtes Highlight ist der 180 Gramm schwere Lüfter, der nicht nur äußerst leise und gleichmäßig läuft, sondern auch extrem langlebig ist. Mit sechs Jahren Garantie spricht Noctua hier eine klare Sprache. Der Hersteller verzichtet auch weiterhin auf die Drehzahlregelung per Pulsweitenmodulation und packt stattdessen zwei Adapter bei, mit denen die Lüftergeschwindigkeit gedrosselt werden kann. Dies ist zwar weniger flexibel als Pulsweitenmodulation, doch ein extrem leiser Computer lässt sich hiermit recht einfach verwirklichen.


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Die Verarbeitung des Noctua NH-U12P ist einwandfrei, die Konstruktion durchdacht und die Kühlleistung kann sich ebenfalls sehen lassen. Wer eine maximale Kühlleistung erzielen will, kann einen zweiten Lüfter montieren, wobei die Lautstärke in einem moderaten Rahmen ansteigt. Mit nur einem Lüfter ist ein extrem leiser Betrieb möglich, im verbauten Zustand arbeitet der Kühler dann praktisch unhörbar. Was den Eindruck etwas trübt, ist der vergleichsweise hohe Straßenpreis von knapp 50 Euro.




Fazit: Scythe Kama Angle
Sehr Gut Unsere Erwartungen an den Scythe Ninja 2 waren hoch, deutlich höher als an den Scythe Kama Angle. Doch während sich der Ninja 2 nur im Mittelfeld tummelt, kämpft der Kama Angle um die Spitzenplätze. Das hatten wir der ungewöhnlichen Ecklösung ehrlich gesagt gar nicht zugetraut und müssen dem mutigen Konzept nun Respekt zollen. Selbst im offenen Aufbau ohne die Hilfe von Gehäuse- und Netzteillüfter gibt die Kühlleistung des Kama Angle keinerlei Anlass zur Klage. Dies zeigt sich insbesondere an der niedrigen Lüfterdrehzahl im PWM-Betrieb, unser Mainboard hielt es nicht für notwendig, den Lüfter unter Volllast zu beschleunigen.

Die Straßenpreise für den Scythe Kama Angle beginnen bei 28 Euro, unser Partner Caseking hat diesen Kühler derzeit für 29,90 Euro im Angebot. Damit liegt der Kama Angle auf dem Preisniveau des Ninja 2, bietet jedoch die bessere Kühlleistung, benötigt weniger Platz und wird mit einem Lüfter geliefert, dessen Drehzahl dank 4-Pin Anschluss per Pulsweitenmodulation geregelt werden kann.


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Für die Montage verwendet Sctyhe sein bekanntes Befestigungskonzept mit drei unterschiedlichen Klammern. Im Falle des Sockel LGA775 kommen Pushpins zum Einsatz und diese funktionierten deutlich besser als beim Ninja 2. Dies ist verwunderlich, da die Befestigung eigentlich identisch ist, dennoch ist der Druck beim Kama Angle geringer und das Motherboard biegt sich auch weniger stark durch. Aufgrund der Form des Kühlers kommt man auch gut an alle Pushpins heran, so dass auch die Demontage keine Schwierigkeiten bereitet. Bleibt noch die Optik: Obwohl der Kama Angle sauber verarbeitet ist, wird seine ungewöhnliche Form nicht jedem zusagen. Wer dennoch zugreift, wird es nicht bereuen!




Fazit: Scythe Ninja 2
Gut Hatte der Scythe Ninja Plus noch ein "Sehr Gut" bekommen, muss sich sein Nachfolger mit einem "Gut" zufrieden geben. Der japanische Hersteller hat die Oberfläche des Ninja 2 im Vergleich zu seinem Vorgänger vergrößert, den Abstand zwischen den Finnen verringert und einen langsameren und leiseren Lüfter beigepackt, der zugleich aber auch einen höheren Luftduchsatz erzielen soll. Diese Maßnahmen scheinen schlüssig, doch im Test dominierte der leichtere und etwas kleinere Ninja Plus. Die versprochene Steigerung der Kühlleistung um 15 Prozent im aktiven Betrieb konnte der Ninja 2 in unserem Testaufbau jedenfalls nicht einlösen.

Dennoch sehen wir eine Begegnung auf Augenhöhe und der neue Lüfter macht den Ninja 2 tatsächlich zum leiseren Kühler. Leider bleibt Scythe auch weiterhin seiner Linie treu und packt einen Lüfter mit 3-Pin Anschluss und einer sehr niedrigen Drehzahl von nur 1000 U/min bei. Für ambitionierte Übertakter kann es somit eng werden. Ein Lüfter, dessen Drehzahl per Pulsweitenmodulation zwischen 800 und 1600 U/min geregelt werden kann, wäre eine zeitgemäßere Wahl gewesen. Im Handel findet man den Scythe Ninja 2 zu Straßenpreisen ab 30 Euro, unser Partner HiQ-Computer bietet den Kühler beispielsweise zum Landenpreis von 31,90 Euro an.


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Bleibt noch die Montage: Der Ninja 2 bringt inklusive Lüfter 865 Gramm auf die Waage, da vermag die Befestigung mit Pushpins nicht wirklich überzeugen. Zugegeben, das Verschrauben das Ninja Plus kostet etwas Zeit und Nerven, doch angesichts der ausufernden Kühlerkonstruktionen auf aktuellen Hauptplatinen ist es die bessere Wahl. Zu einen kommt man oftmals kaum an die Pushpins heran und riskiert ein Abrutschen mit dem Schraubenzieher oder Schnittwunden, zum anderen steifen die Chipsatz- und MOSFET-Kühler das PCB im Bereich des CPU-Sockels dermaßen aus, dass die Pushpins nur mit Mühe oder gar nicht einrasten. Schlimmstensfalls sitzt der Kühler nicht richtig fest oder die Hauptplatine wird bei diesem Gewaltakt beschädigt.




Fazit: Titan TTC-NK35TZ/PW(BX)
Preistipp Die Staßenpreise für den Titan TTC-NK35TZ/PW(BX) beginnen bereits unter 17 Euro - verständlich, dass man hier keine Höchstleistungen erwarten darf. In punkto Kühlleistung lässt der Kühler dennoch nichts anbrennen und hat auch ausreichend Reserven für Intels extreme Quad-Core Prozessoren. Mehr noch, der Titan TTC-NK35TZ/PW(BX) kann sogar mit Scythes Ninja 2 mithalten, ist dabei aber sehr viel lauter. Mit reduzierter Drehzahl liegt er im Leistungsbereich des Scythe Kama Cross, übertönt den japanischen Kühler, der mit einem Straßenpreis ab 25 Euro allerdings etwas mehr kostet, jedoch merklich.


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Gut gefallen hat uns die Montage: Beim Titan TTC-NK35TZ/PW(BX) kommt man sehr gut an die Pushpins heran und diese erzeugen auch keinen zu großen Anpressdruck, so dass sich die Durchbiegung des Mainboards in Grenzen hält. Aufgrund der hochgestelzten Bauweise sind auch keine Kompatibilitätsprobleme zu erwarten. Die Verarbeitung kann weitgehend überzeugen, lediglich die Bodenplatte sollte planer und glatter sein. Kurzum: Der Titan TTC-NK35TZ/PW(BX) bietet viel Leistung für wenig Geld und ist unser Prestipp für all jene Nutzer, denen die hohe Lautstärke keine Kopfschmerzen bereitet.

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Inhaltsverzeichnis:
  1. Einleitung und Testsystem
  2. Trends und Übersicht des Testfeldes
  3. Referenz: Scythe Andy Samurai Master, Scythe Kama Cross, Scythe Ninja Plus und Xigmatek HDT-S1283
  4. Scythe Ninja 2 #1
  5. Scythe Ninja 2 #2
  6. Scythe Ninja 2 #3
  7. Titan TTC-NK35TZ/PW(BX) #1
  8. Titan TTC-NK35TZ/PW(BX) #2
  9. Auras CTC-868 Transformer #1
  10. Auras CTC-868 Transformer #2
  11. Auras CTC-868 Transformer #3
  12. Zaward Gyre #1
  13. Zaward Gyre #2
  14. Zaward Gyre #3
  15. Noctua NH-U12P #1
  16. Noctua NH-U12P #2
  17. Noctua NH-U12P #3
  18. Noctua NH-C12P #1
  19. Noctua NH-C12P #2
  20. Noctua NH-C12P #3
  21. Xigmatek HDT-S1283 Red Scorpion #1
  22. Xigmatek HDT-S1283 Red Scorpion #2
  23. Xigmatek HDT-S1283 Red Scorpion #3
  24. Xigmatek HDT-S1284 Achilles #1
  25. Xigmatek HDT-S1284 Achilles #2
  26. Xigmatek HDT-S1284 Achilles #3
  27. Cooler Master Hyper Z600 #1
  28. Cooler Master Hyper Z600 #2
  29. Cooler Master Hyper Z600 #3
  30. Cooler Master Hyper Z600 #4
  31. Scythe Kama Angle #1
  32. Scythe Kama Angle #2
  33. Scythe Kama Angle #3
  34. Kühlleistung: IDLE, Durchschnittstemperatur aller Kerne
  35. Kühlleistung: IDLE, Einzeltemperaturen der Kerne
  36. Kühlleistung: Volllast, 2 Kerne, Durchschnittstemperatur aller Kerne
  37. Kühlleistung: Volllast, 2 Kerne, Einzeltemperaturen der Kerne
  38. Kühlleistung: Volllast, 4 Kerne, Durchschnittstemperatur aller Kerne
  39. Kühlleistung: Volllast, 4 Kerne, Einzeltemperaturen der Kerne
  40. Schallpegelmessung
  41. Schallpegel vs. Kühlleistung
  42. Fazit #1
  43. Fazit #2
  44. Fazit #3
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