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CPU-Kühler-Vergleich 2008

Autor: doelf - veröffentlicht am 26.07.2008 - Letztes Update: 13.11.2008
s.44/44
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Fazit: Xigmatek HDT-S1283 Red Scorpion
Gut Der Xigmatek HDT-S1283 Red Scorpion zeigt eine gute bis sehr gute Kühlleistung und gehört zu den leisesten Kühlern in diesem Vergleich. Der Hersteller zeigt sich innovativ und verwendet die leistungsstärkeren Heatpipes mit 8 mm Durchmesser, zudem stellt er einen direkten Kontakt zwischen dem Kühler und dem Heatspreader des Prozessors her. Dank des Spoilers kann ein Teil der Luft gegen Bauteile des Mainboards gelenkt werden und die Entkoppler verhindern eine Übertragung der Schwingungen vom Lüfter auf den Kühler und das Mainboard.

Ein Blick in die Preisvergleiche offenbart uns Straßenpreise ab 32 Euro, unser Partner HiQ-Computer bietet den Kühler beispielsweise zum Landenpreis von 34,90 Euro an. Der Xigmatek HDT-S1283 Red Scorpion ist somit ein wenig teurer als der Scythe Ninja 2, kühlt dank seines schnelleren Lüfters aber auch etwas besser. Beide Kühler haben jedoch das gleiche Problem: Werden sie mit Hilfe von Pushpins montiert, üben sie einen sehr hohen Druck auf das Mainboard aus. Daher sollte man für Mainboards mit dem Sockel LGA775 die Schraubbefestigung Xigmatek Crossbow für ca. 5 Euro hinzubestellen - auch wenn die Kühlleistung des verschraubten Skorpions ein wenig schlechter ausfällt.


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Was uns mehr als überrascht hat, ist der große Abstand zum alten HDT-S1283. Beide Kühler sind weitgehend baugleich und dennoch liegen sie um 6 bis 8°C auseinander. Wir konnten uns diesen großen Unterschied nicht erklären und ebenso erging es dem Hersteller. Daher haben wir zwei alte HDT-S1283 - ein Exemplar stammt von Xigmatek, das zweite aus dem Handel - und zwei Red Scorpion sowie einen aktuellen HDT-S1283 - die beiden Red Scorpion stammen von Xigmatek, der HDT-S1283 aus dem Handel - vermessen. Wie sich zeigte, schnitten die beiden alten Kühler deutlich besser ab als die drei neuen. Xigmatek scheint irgendetwas geändert zu haben, so dass der letztjährige Überflieger nun auf dem Boden der Tatsachen zurück und nur noch ein guter Kühler ist.




Fazit: Xigmatek HDT-S1284 Achilles
Sehr Gut Die These "Vier Heatpipes sind besser als drei" kann der Xigmatek HDT-S1284 Achilles zumindest teilweise einlösen. Im Vergleich zum Xigmatek HDT-S1283 Red Scorpion zeigt er eine deutlich bessere Kühlleistung und schneidet unter Volllast knapp 6°C beser ab. Damit setzt sich der Achilles ganz vorne im Testfeld fest und muss sich nur dem alten HDT-S1283 geschlagen geben, dessen überirdische Leistung geradezu unheimlich erscheint. Wir hegen die Vermutung, dass unser alter HDT-S1283 andere Heatpipes verwendet, denn alleine die Vernickelung kann diesen Unterschied nicht einmal annähernd ausmachen.

Den Spoiler hat Xigmatek beim Achilles leider eingespart, die Entkopplung des Lüfters wurde hingegen fortgeführt. Es handelt sich hierbei zweifelsohne um die derzeit beste Methode, mit der man einen Lüfter am Kühlkörper befestigen kann. In den Preisvergleichen beginnen die Straßenpreise für den Achilles bei 35 Euro. Damit ist dieser Kühler lediglich 3 Euro teurer als der deutlich schwächere Red Scorpion. Da der Achilles nur minimal lauter arbeitet und seine Pushpins mit etwas weniger Druck auskommen, gibt es eigentlich keinen vernünftigen Grund, den preiswerteren Red Scorpion zu kaufen.


Fotostrecke mit weiteren und größeren Fotos...

Auch der Achilles kann verschraubt werden, hierzu benötigt man jedoch nicht das optionale Verschraubungs-Set Crossbow ACK-I7751 sondern die Variante Crossbow ACK-I7753. Wo viel Licht ist, gibt es zumeist auch etwas Schatten. Beim Achilles betrifft dies die Verarbeitung, die uns diesmal nicht überzeugen konnte. Bei unserem Testmuster waren etliche Finnen verbogen, einige der Bleche zeigten sogar massive Beulen. Teilweise kann man diese Mängel der Verpackung und dem Transport anlasten, doch insbesondere die Beulen deuten aus eine unzureichende Endkontrolle hin. Insofern ist es gar nicht schlecht, dass der Achilles in einer transparenten Verpackung steckt, denn so kann der Kunde sein Exemplar bereits vor dem Kauf ein wenig begutachten.




Fazit: Zaward Gyre
Mit dem Gyre schickt Zaward ein außergewöhnliches Design ins Rennen, dass in unserem Test mit einigen Nachteilen zu kämpfen hatte. Vom Grundkonzept her erinnert der Gyre an Scythes Ninja 2, nur dass der Lüfter oben über dem ersten Blech montiert wurde. Da dies nicht funktionieren kann, wurden Aussparungen in die Finnen gestanzt und Kunststoffteile hinzugefügt, welche die Luft in die gewünschte Richtung zwängen. Einfacher wäre es gewesen, wenn der Hersteller auf die Kunststoffhaube verzichtet und den Lüfter seitlich angebracht hätte (wie beim Ninja). Wir haben dies ausprobiert und trotz der suboptimalen Form der Finnen unter Last eine um gut ein Grad bessere Kühlleistung erzielt.


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Aufgrund der Bauhöhe des Gyre rückt der Lüfter in vielen Gehäusen dicht an die Seitenwand, was den Luftfluss behindert. Da der Kühlkörper vollständig mit Kunststoff umgeben ist, wirken sich die im Gehäuse vorhandenen Luftströme weder positiv noch negativ auf die Kühlleistung aus. Dies ist insbesondere bei leisen Konfigurationen von Nachteil, da der Lüfter des Gyre die Kühlleistung ganz alleine erbringen muss und aufgrund der Gesamtkonstruktion nicht sonderlich leise zu Werke geht. Besser sieht es für den Kühler aus, wenn die Seitenwand des Gehäuses im Bereich seines Lüfters luftdurchlässig gestaltet ist und er Frischluft von Außen anziehen kann.

Wir haben den Gyre versuchsweise mit einem 2700 U/min schnellen 120 mm Lüfter bestückt, welcher die Kühlleistung bei Volllast auf vier Kernen um 5°C verbessern konnte. Dies würde den Kühler in die vorderen Reihen des Testfelds spülen, doch dies trifft auch auf die Mehrzahl der anderen getesteten Modelle zu. Dennoch profitiert der Gyre eindeutig von hohen Drehzahlen und dem hieraus resulierenden höheren Luftdurchsatz. Auch die Kühlung der den Prozessor umgebenden Bauteile macht sich erst bei höheren Drehzahlen bemerkbar und ist konstruktionsbedingt auf zwei Seiten des Kühlers beschränkt. In Anbetracht der drei offen liegenden 8 mm Heatpipes hätten wir eine bessere Kühlleistung sowie eine niedrigere Lautstärke erwartet. Zaward hat uns einen Endkundenpreis in Höhe von 39 Euro genannt, womit der Gyre keinen leichten Stand haben wird.




Unser Dank gilt:

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Inhaltsverzeichnis:
  1. Einleitung und Testsystem
  2. Trends und Übersicht des Testfeldes
  3. Referenz: Scythe Andy Samurai Master, Scythe Kama Cross, Scythe Ninja Plus und Xigmatek HDT-S1283
  4. Scythe Ninja 2 #1
  5. Scythe Ninja 2 #2
  6. Scythe Ninja 2 #3
  7. Titan TTC-NK35TZ/PW(BX) #1
  8. Titan TTC-NK35TZ/PW(BX) #2
  9. Auras CTC-868 Transformer #1
  10. Auras CTC-868 Transformer #2
  11. Auras CTC-868 Transformer #3
  12. Zaward Gyre #1
  13. Zaward Gyre #2
  14. Zaward Gyre #3
  15. Noctua NH-U12P #1
  16. Noctua NH-U12P #2
  17. Noctua NH-U12P #3
  18. Noctua NH-C12P #1
  19. Noctua NH-C12P #2
  20. Noctua NH-C12P #3
  21. Xigmatek HDT-S1283 Red Scorpion #1
  22. Xigmatek HDT-S1283 Red Scorpion #2
  23. Xigmatek HDT-S1283 Red Scorpion #3
  24. Xigmatek HDT-S1284 Achilles #1
  25. Xigmatek HDT-S1284 Achilles #2
  26. Xigmatek HDT-S1284 Achilles #3
  27. Cooler Master Hyper Z600 #1
  28. Cooler Master Hyper Z600 #2
  29. Cooler Master Hyper Z600 #3
  30. Cooler Master Hyper Z600 #4
  31. Scythe Kama Angle #1
  32. Scythe Kama Angle #2
  33. Scythe Kama Angle #3
  34. Kühlleistung: IDLE, Durchschnittstemperatur aller Kerne
  35. Kühlleistung: IDLE, Einzeltemperaturen der Kerne
  36. Kühlleistung: Volllast, 2 Kerne, Durchschnittstemperatur aller Kerne
  37. Kühlleistung: Volllast, 2 Kerne, Einzeltemperaturen der Kerne
  38. Kühlleistung: Volllast, 4 Kerne, Durchschnittstemperatur aller Kerne
  39. Kühlleistung: Volllast, 4 Kerne, Einzeltemperaturen der Kerne
  40. Schallpegelmessung
  41. Schallpegel vs. Kühlleistung
  42. Fazit #1
  43. Fazit #2
  44. Fazit #3
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