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Intel Core 2 Duo E6300 und E4300 - 1/16
19.01.2007 by doelf
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Im Juni 2006 hatten wir mit dem Pentium D 805 Intels Einstiegs-CPU in die Dual-Core Klasse vorgestellt, AMDs preiswerte Zweikerner Athlon 64 X2 3600+ EE und X2 3800+ folgten im Dezember 2006 und heute widmen wir uns den beiden günstigsten Core 2 Duo Modellen von Intel. Während der Core 2 Duo E6300 seit Sommer 2006 im Handel ist, hat Intel das Modell E4300 noch gar nicht offiziell vorgestellt. Dennoch ist es uns möglich, bereits heute einen Vergleich der beiden Prozessoren zu präsentieren - herzlichen Dank dafür an HiQ Computer!

Als Intel im Sommer 2006 seine Core-Mikroarchitektur auf den Markt brachte und die Netburst-Prozessoren der Pentium 4 und Pentium D Baureihen auf das Abstellgleis schob, brachen schwere Zeiten für AMD an. Die neuen Core 2 Duo und Core 2 Extreme Modelle deklassierten sowohl die Pentium D Prozessoren aus Intels eigener Herstellung, als auch die CPUs der Texaner deutlich. Zudem konnte Intel den Stromverbrauch drastisch reduzieren, wodurch seither auch auf der Intel Plattform wieder kühl und leise gearbeitet werden kann. Es verwundert kaum, dass sowohl die Preise der Netburst Prozessoren, als auch der CPUs von AMD kurze Zeit später radikal gesenkt wurden.

Die aktuelle Desktop-Produktpalette der Core-Mikroarchitektur
Die Core 2 Duo Prozessoren der 6000er Baureihe arbeiten mit einem Frontsidebus von 4x266 MHz (FSB1066) und verfügen über 2 oder 4 MByte L2-Cache, welcher von beiden Prozessorkernen gemeinsam genutzt wird. In diesem Frühjahr wird Intel weitere Modelle vorstellen, welche mit 4x200 MHz Frontsidebus (FSB800) arbeiten. Der Core 2 Duo E4300 mit einer Taktrate von 1,8 GHz wird bereits von einigen Händlern angeboten, ein Modell mit 1,6 GHz (E4200) und ein weiteres mit 2,0 GHz (E4400) sollen noch folgen. Alle Prozessoren der 4000er Serie besitzen 2 MByte L2-Cache. Im weiteren Verlauf des Jahres sollen noch Prozessoren mit 4x333 MHz Frontsidebus (FSB1333) auf den Markt kommen, die Rede ist von den Varianten E6850 (3,00 GHz), E6750 (2,66 GHz) und E6650 (2,33 GHz).

Im Handel befinden sich derzeit die folgenden Modelle:

CPU Takt FSB L2-Cache
Core 2 Extreme X6800 2,93 GHz FSB1066 4MB L2
Core 2 Duo E6700 2,67 GHz FSB1066 4MB L2
Core 2 Duo E6600 2,40 GHz FSB1066 4MB L2
Core 2 Duo E6400 2,13 GHz FSB1066 2MB L2
Core 2 Duo E6300 1,86 GHz FSB1066 2MB L2
Core 2 Duo E4300 1,80 GHz FSB800 2MB L2

Frontsidebus und Speicheranbindung
Wie man sieht, taktet der neue Core 2 Duo E4300 nur minimal langsamer (66,66 MHz) als der Core 2 Duo E6300. Beide Prozessoren verfügen über 2 MByte L2-Cache, einen klaren Vorteil verbucht der E6300 allerdings dank FSB1066 bei der Anbindung zwischen CPU und Chipsatz. Dies ist insofern von Bedeutung, als dass die maximale Bandbreite des Arbeitsspeichers (Dual-Channel DDR2-800: 12,5 GByte/s) die Bandbreite von FSB1066 (8,33 GByte/s) bereits deutlich übersteigt. Für eine CPU mit FSB800 (6,25 GByte/s) würde daher theoretisch bereits Single-Channel DDR2-800 (6,25 GByte/s) ausreichen - eine Kalkulation, welche sicherlich für viele OEM-Hersteller von Interesse ist.

Speicherbandbreite: Single-Channel / Dual-Channel in GByte/s
DDR2-12009,38
18,75

DDR2-10668,33
16,66

DDR2-8006,25
12,50

DDR2-6675,21
10,42

DDR2-5334,16
8,33

FSB133310,42
FSB10668,33
FSB8006,25

In der boxed Variante mit CPU-Kühler kostet der Core 2 Duo E4300 derzeit 175,00 Euro, für gut 10 Euro mehr bekommt man bereits den E6300 (185,50 Euro) mit FSB1066 und 66,66 MHz höherem CPU-Takt. Warum sollte man also überhaupt zum E4300 greifen?

Insbesondere Übertakter erwarten sehr viel von der neuen CPU, denn während der Multiplikator des E6300 bei 7 liegt (7x266,66=1866,66), verfügt der E4300 über einen Multiplikator von 9 (9*200=1800). Die Milchmädchenrechnung sieht nun wie folgt aus:

Wie man sieht, kann der Core 2 Duo E4300 durch seinen hohen Multiplikator sehr schnell die Grenze von 3 GHz durchbrechen. Hierzu wird lediglich FSB1333 benötigt und der Speicher wird dabei noch nicht einmal übertaktet. Beim Core 2 Duo E6300 benötigen wir für einen vergleichbaren Prozessortakt bereits FSB1733 und müssen den Arbeitsspeicher mit 433 MHz betreiben (DDR2-866) - hierzu wurde im BIOS DDR2-533 gewäht und somit der Teiler 1:1 gesetzt. Doch diese Zahlen sind reine Theorie, wie sich die einzelne CPU in der Praxis verhält, wird sich erst im weiteren Verlauf dieses Artikels zeigen.

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Intel Core 2 Duo E6300 und E4300 im Test - 2/16
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Der neue boxed Kühler
Intel hat seinen boxed Kühler überarbeitet und auf die Ansprüche des Core 2 Duo angepasst. Auf der linken Seite sehen wir den boxed Kühler des Core 2 Duo, auf der rechten Seite den boxed Kühler des Pentium 4/D:

Die alten Netburst Prozessoren wurden sehr heiß und brauchten daher einen Lüfter, welcher bei hohen Drehzaheln einen großen Durchsatz erzielt. Intel erreicht dies durch die Verwendung von neun Lüfterblättern, die in einem recht steilen Winkel stehen. Die Core 2 Duo Prozessoren arbeiten deutlich Kühler, aus diesem Grund wurde der neue Lüfter auf niedrige Drehzahlen optimiert. Es gibt nur noch sieben Lüfterblätter, diese haben dafür eine deutlich größere Oberfläche und nutzen einen flacheren Winkel.

Core 2 Duo E4300
Sowohl der Core 2 Duo E4300, als auch der E6300 werden im 65 nm Herstellungsprozess gefertigt. Beide Prozessoren beitzen 2 MByte L2-Cache und werden in der gewohnten Bauform für den Sockel LGA775 geliefert. Der E4300 taktet mit 1,8 GHz, der Frontsidebus arbeitet mit 800 MHz. Ein weiterer Unterschied besteht darin, dass der E4300 Intels Virtualisierungstechnologie nicht beherrscht.

Ein genauer Blick auf unseren E4300 zeigt, dass die CPU die sSpec-Nummer "SL9TB" trägt. Hierbei zeigt das "T" an, dass es sich um das Stepping "L2" handelt. Prozessoren mit diesem neuen Stepping verbrauchen im Enhanced C1 Halt State (C1E) lediglich 12 Watt, Modelle mit dem älteren B2-Stepping konsumieren in diesem Ruhezustand mit 22 Watt knapp doppelt soviel Strom. Die TDP liegt wahrscheinlich auch weiterhin bei 65 Watt, entsprechende Daten zum E4300 hat Intel bisher noch nicht veröffentlicht.

Laut Verpackung liegt die maximale Betriebsspannung bei 1,35 Volt, von CPUz wurden uns um die 1,33 Volt angezeigt. Die CPU beherrscht EM64T, MMX, SSE, SSE2, SSE3 sowie "Advanced Digital Media Boost", eine Erweiterung des SSE-Befehlssatzes um 16 neue Instruktionen.

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Core 2 Duo E6300
Mit seinen 1866,66 MHz taktet der E6300 ein wenig schneller und verfügt mit 1066 MHz auch über einen wesentlich schnelleren Frontsidebus.

Anhand der sSpec-Nummer "SL9SA" erkennen wir, dass diese CPU das Stepping "B2" verwendet und im Enhanced C1 Halt State (C1E) daher noch 22 Watt verbraucht. Die TDP des E6300 liegt bei 65 Watt, die maximale Betriebstemperatur hat Intel auf 61,4°C festgelegt.

Abermals soll die maximale Betriebsspannung 1,35 Volt betragen und auch die unterstützten Befehlssätze sind die Selben wie beim E4300: EM64T, MMX, SSE, SSE2, SSE3 und Advanced Digital Media Boost.

Testumgebung
Für unseren Test verwendeten wir die folgende Hardware:

Im Rahmen der Benchmarks wurden die fett hervorgehobenen Komponenten eingesetzt.

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Stromverbrauch
Einen wesentlichen Unterschied zwischen unseren beiden Testkandidaten haben wir ja bereits herausgefunden: Bei unserem Core 2 Duo 4300 handelt es sich um das Stepping L2, welches im Enhanced C1 Halt State (C1E) mit 12 Watt auskommt, während der E6300 auf dem Stepping B2 basiert und mindestens 22 Watt verbraucht. Doch es gibt noch einen zweiten Unterschied, welcher aus dem FSB-Takt resultiert. Dank EIST takten beide Prozessoren ohne Last auf den Multiplikator 6 herunter, da der E6300 allerdings sowieso nur einem Multiplikator von 7 verwendet, verringert sich der Takt um lediglich 266 MHz auf 1600 MHz (6 x 266,66 MHz):

Dank FSB800 vermindert der E4300 seinen Takt von 1800 auf 1200 MHz (6 x 200 MHz), der Unterschied beträgt somit 600 MHz:

Für die Stromverbrauchsmessungen haben wir das Biostar TForce 965PT mit einer PCI Grafikkarte bestückt (S3 Trio), welche für die Messung kaum ins Gewicht fällt. Zum Vergleich führen wir AMDs Athlon 64 X2 3600+ EE, X2 3800+ und X2 4000+ an, welche auch im Rahmen der Benchmarks die Vergleichswerte liefern werden.

Stromverbrauch in Watt: IDLE + EIST, niedrigere Werte sind besser
X2 3600+ EE
DDR2-800 2T
49
X2 3800+
DDR2-800 2T
49
X2 4000+
DDR2-800 2T
49
Core 2 E4300
DDR2-800
60
Core 2 E6300
DDR2-800
68

Die Leistungsaufnahme des kompletten Systems inklusive Festplatte, DVD-Laufwerk und Floppy liegt bei AMD unter 50 Watt, ein wirklich hervorragender Wert. Intels Core 2 Duo E4300 erzielt mit 60 Watt ein gutes Ergebnis, das alte "B2" Stepping des E6300 und der höhere Takt kosten zusätzliche acht Watt mehr.

Im zweiten Durchlauf messen wir den Stromverbrauch mit 100 Prozent CPU-Last. Die Last auf beiden Kernen erzeugen wir mit zwei Instanzen von Prime95 (Option: In-place large FFTs, max. heat + power consumption):

Stromverbrauch in Watt: 100% CPU-Last, niedrigere Werte sind besser
X2 3600+ EE
DDR2-800 2T
92
Core 2 E4300
DDR2-800
95
Core 2 E6300
DDR2-800
113
X2 3800+
DDR2-800 2T
115
X2 4000+
DDR2-800 2T
117

Die TDP des Athlon 64 X2 3600+ EE liegt wie die der Core 2 Duo Prozessoren bei 65 Watt, dennoch hat AMDs CPU im Vergleich zum Core 2 Duo E4300 die Nase knapp vorne. Mit dem E6300 braucht das System 18 Watt mehr und kommt damit schon fast in den Bereich der AMD Athlon X2 Modelle mit einer TDP von 89 Watt. Eins steht zumindest fest: Wer ein besonders sparsames System aufbauen möchte, sollte zu einem Core 2 Duo im L2 Stepping oder zu AMDs EE-Baureihe greifen.

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Die Benchmarks
Zu den Benchmarks müssen wir noch ein paar Worte verlieren. Wir werden drei Dual-Core Prozessoren von AMD zum Vergleich heranziehen und es wird sich dabei, wie bereits gesagt, um die Modelle Athlon 64 X2 3600+ EE, X2 3800+ und X2 4000+ handeln. Angesichts der aktuellen Preisentwicklung wäre ein Athlon X2 4200+ die bessere Messlatte, doch eine solche CPU stand uns leider nicht zur Verfügung.

CPU-Leistung (synthetisch)
Traditionell prüfen wir zunächst die mathematische Leistung der Prozessoren mit Hilfe synthetischer Benchmarks. Hierzu verwenden wir SiSoft Sandra 2007 Pro Business (Build 1098):

SiSoft Sandra 2007.1098: Dhrystone ALU in MIPS; Whetstone iSSE3 in MFLOPS
Core 2 E6300
1866 MHz
2048KB L2-Cache
17260
11931

Core 2 E4300
1800 MHz
2048KB L2-Cache
16655
11483

X2 3800+
2000 MHz
2x512KB L2-Cache
14491
12239

X2 3600+ EE
2000 MHz
2x256KB L2-Cache
14490
12236

X2 4000+
2000 MHz
2x1MB L2-Cache
14483
12233

Bei Integerberechnungen hat Intel die Nase vorn, bei den Fließkommaoperationen liegen AMDs CPUs in Front. Der Core 2 Duo E4300 liegt zwischen 3 und 4 Prozent hinter dem E6300 zurück.

Ein zweiter Testlauf mit SiSoft Sandra 2007 Pro Business (Build 1098) soll die Multimedia-Performance offenbaren:

SiSoft Sandra 2007.1098: Integer X8 iSSE4 in it/s; FloatingPoint X4 iSSE2 in it/s
Core 2 E6300
1866 MHz
2048KB L2-Cache
103175
55572

Core 2 E4300
1800 MHz
2048KB L2-Cache
100014
53519

X2 4000+
2000 MHz
2x1MB L2-Cache
37582
40912

X2 3600+ EE
2000 MHz
2x256KB L2-Cache
37580
40918

X2 3800+
2000 MHz
2x512KB L2-Cache
37576
40913

Mit SSE4 bezeichnet SiSoft die SSE-Erweiterung "Advanced Digital Media Boost", welche nur Intels Core-Prozessoren beherrschen. Die AMD Prozessoren werden beim Intergerdurchlauf deklassiert, bei den Fließkommaberechnungen liegen sie zumindest in Reichweite der Core 2 Duos. Abermals kann sich der Core 2 Duo E6300 um 3 bis 4 Prozent vom E4300 absetzen.

Ein zweites Gutachten über die CPU-Leistung holen wir von PC Wizard 2006.1.69 ein:

PC Wizard 2006.1.69: Dhrystone (ALU) in MIPS; Whetstone (FPU) in MFLOPS; Whetstone (SSE2) in MFLOPS
Core 2 E6300
1866 MHz
2048KB L2-Cache
20810
6436
8326


Core 2 E4300
1800 MHz
2048KB L2-Cache
19306
6145
7905


X2 3600+ EE
2000 MHz
2x256KB L2-Cache
17250
6216
8017


X2 4000+
2000 MHz
2x1MB L2-Cache
17160
6248
7996


X2 3800+
2000 MHz
2x512KB L2-Cache
17159
6214
8040


Der CPU-Test von PC Wizard sieht den Core 2 Duo E6300 klar an der Spitze des Feldes, der E4300 kann sich hingegen nur im Integerdurchlauf von den AMD Prozessoren absetzen. PC Wizard wertet den Leistungsunterschied zwischen E6300 und E4300 zwischen 5 bis 8 Prozent.

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Multithreaded (synthetisch)
PC Wizard 2006.1.69 kann die Performance im Multi-Threaded-Betrieb analysieren. Dabei wird zunächst nur ein Thread ausgeführt, danach zwei Threads parallel und schließlich vier Threads. Ausgegeben wird die Bearbeitungszeit pro Thread, niedrige Ergebnisse sind also besser:

PC Wizard 2006.1.69: 4 Threads in s; 2 Threads in s; 1 Thread in s
Core 2 E6300
1866 MHz
2048KB L2-Cache
6,13
6,09
12,16


Core 2 E4300
1800 MHz
2048KB L2-Cache
6,36
6,30
12,58


X2 3800+
2000 MHz
2x512KB L2-Cache
9,67
9,64
16,86


X2 4000+
2000 MHz
2x1MB L2-Cache
9,70
9,67
16,81


X2 3600+ EE
2000 MHz
2x256KB L2-Cache
9,72
9,64
16,78


Egal ob wir einen, zwei oder vier Threads verwenden, diesen Lauf dominieren die Core 2 Duos klar. Der Leistungsunterschied zwischen E6300 und E4300 beläuft sich auf ca. 3,5 Prozent.

Auch CPU RightMark Lite 2005 v1.3 bietet die Möglichkeit, eine Anwendung auf mehrere Threads zu verteilen und somit mehrere CPU-Kerne auszulasten. Dafür berechnet das Programm ein komplexes 3D-Gefüge mit 400 Objekten und 4 Lichtern, wir wählten das Modell 1. Die Ergebnisse werden in Frames pro Sekunde angegeben, größere Werte sind also besser. Wir sortieren nach der maximal erreichten Framerate:

CPU RightMark Lite 2005 v1.3: 4 Threads in fps; 2 Thread in fps; 1 Thread in fps
Core 2 E6300
1866 MHz
2048KB L2-Cache
10,90
10,90
6,70


X2 4000+
2000 MHz
2x1MB L2-Cache
10,85
10,85
6,67


X2 3800+
2000 MHz
2x512KB L2-Cache
10,85
10,85
6,67


X2 3600+ EE
2000 MHz
2x256KB L2-Cache
10,85
10,85
6,67


Core 2 E4300
1800 MHz
2048KB L2-Cache
10,60
10,60
6,50


Bei CPU RightMark schieben sich die AMD CPUs zwischen den Core 2 Duo 6300 und 4300. Die Leistungsunterschiede zwischen den beiden Intel Prozessoren bewegen sich um die drei Prozent.

Bevor wir uns dem Speicherdurchsatz zuwenden, betrachten wir noch einen letzten CPU-Test, welcher alle CPU-Kerne auslastet. Die Molecular Dynamics Simulation von ScienceMark 2.0 untersucht das thermodynamische Verhalten von Materialien anhand fester physikalischer Gesetze. Je schneller die Berechnung beendet ist, desto performanter ist die CPU. Die Resultate werden in Sekunden angegeben, niederigere Werte sind folglich besser:

ScienceMark 2.0 32-Bit Build 21032005: Molecular Dynamics in s
X2 3600+ EE
2000 MHz
2x256KB L2-Cache
74,61
X2 3800+
2000 MHz
2x512KB L2-Cache
74,69
X2 4000+
2000 MHz
2x1MB L2-Cache
74,81
Core 2 E6300
1866 MHz
2048KB L2-Cache
83,30
Core 2 E4300
1800 MHz
2048KB L2-Cache
86,00

Ein deutliches Lebenszeichen von AMD: Die Athlon X2 Prozessoren überlassen Intel das Feld in der Klasse zwischen 100 und 200 Euro nicht kampflos, zumindest im Molecular Dynamics Durchlauf von ScienceMark 2.0 haben die Texaner die Nase vorne. Der Core 2 Duo E4300 liegt wieder drei Prozent hinter dem E6300 zurück.

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Datendurchsatz von Speicher und Cache
Zum Ausloten der Speicherbandbreite ziehen wir zunächst wieder SiSoft Sandra 2007 Pro Business (Build 1098) heran:

SiSoft Sandra 2007.1098: Int Buff'd iSSE2 in MB/s; Float Buff'd iSSE2 in MB/s
X2 4000+
2000 MHz
2x1MB L2-Cache
5800
5774

X2 3800+
2000 MHz
2x512KB L2-Cache
5676
5638

X2 3600+ EE
2000 MHz
2x256KB L2-Cache
5653
5634

Core 2 E6300
1866 MHz
2048KB L2-Cache
5405
5408

Core 2 E4300
1800 MHz
2048KB L2-Cache
4440
4435

Für den Test der AMD Prozessoren verwendeten wir als Mainboard das Foxconn WinFast MCP61SM2MA, das einen sehr niedrigen Speichertakt aufweist. Dennoch kommen die Core 2 Duos nicht einmal an diese Werte heran. AMDs in die CPU integrierter Speichercontroller ist eindeutig im Vorteil. Aufgrund des FSB800 leidet die Speicherbandbreite des Core 2 Duo E4300 deutlich, er liegt diesmal mehr als 20 Prozent hinter dem E6300 zurück.

Mit ScienceMark 2.0 versuchen wir festzustellen, wie schnell die Zugriffe auf den L1- und L2-Cache erfolgen, zudem messen wir auch den Speicherdurchsatz ein zweites Mal:

ScienceMark 2.0 32-Bit Build 21032005: Memory in MB/s; L2 Cache in MB/s; L1 Cache in MB/s
Core 2 E6300
1866 MHz
2048KB L2-Cache
5166
15661
47797


X2 3800+
2000 MHz
2x512KB L2-Cache
4931
7272
23042


X2 3600+ EE
2000 MHz
2x256KB L2-Cache
4921
7275
22992


X2 4000+
2000 MHz
2x1MB L2-Cache
4857
7273
22982


Core 2 E4300
1800 MHz
2048KB L2-Cache
4112
15175
48376


ScienceMark 2.0 ist dem Core 2 Duo E6300 etwas freundlicher gesonnen, doch dass er sich hier vor die AMD Prozessoren schieben kann, liegt - wie gesagt - am Mainboard. Der E4300 fällt mehr als 20 Prozent hinter den E6300 zurück.


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Primzahlen und Pi
Die schnelle Fourier-Transformation (FFT) ist ein Algorithmus, welcher zur Berechnung von Primzahlen genutzt wird. Wir verwenden Prime95 v24.14 im Benchmark-Modus, um die Rechenleistung der CPU zu untersuchen. Die Resultate werden in Millisekunden angegeben, kleinere Werte sind also besser:

Prime95 v24.14 - 10 Iterationen mit 4096K FFT Länge: in ms
Core 2 E6300
1866 MHz
2048KB L2-Cache
129,14
Core 2 E4300
1800 MHz
2048KB L2-Cache
133,69
X2 4000+
2000 MHz
2x1MB L2-Cache
221,62
X2 3800+
2000 MHz
2x512KB L2-Cache
224,49
X2 3600+ EE
2000 MHz
2x256KB L2-Cache
234,77

Die Berechnung der Primzahlen gehört zur Stärke der Core 2 Duos, AMDs Athlon X2 Prozessoren werden deklassiert. Der Vorsprung des E6300 auf den E4300 liegt wieder bei 3,5 Prozent.

Und was passiert, wenn wir die Nachkommstellen von Pi berechnen?

Super PI 1.1e, 1M Stellen: Dauer in s
Core 2 E6300
1866 MHz
2048KB L2-Cache
28
Core 2 E4300
1800 MHz
2048KB L2-Cache
30
X2 4000+
2000 MHz
2x1MB L2-Cache
40
X2 3800+
2000 MHz
2x512KB L2-Cache
42
X2 3600+ EE
2000 MHz
2x256KB L2-Cache
42

Auch die Nachkommastellen von PI berechnen die Core 2 Duos wesentlich schneller, der E6300 liegt diesmal ca. 7 Prozent vor dem E4300.

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Raytracing und Rendering
Die frei erhältliche Raytracing-Software POV-Ray unterstützt in der aktuellen Beta-Version 3.7 13a mehrere CPU-Kerne. Wir lassen das offizielle Benchmarkscript zweimal laufen: Zunächst als ein Thread, danach multi-threaded.

Wir sortieren anhand der höchsten Punktzahl, höhere Werte sind besser:

Povwin 3.7 beta 13a Benchmark: Multi Thread in PPS; Single Thread in PPS
Core 2 E6300
1866 MHz
2048KB L2-Cache
683
345

Core 2 E4300
1800 MHz
2048KB L2-Cache
666
333

X2 3600+ EE
2000 MHz
2x256KB L2-Cache
569
287

X2 3800+
2000 MHz
2x512KB L2-Cache
567
288

X2 4000+
2000 MHz
2x1MB L2-Cache
564
289

Povwin 3.7 beta 13a geht ebenfalls klar an die Intel Fraktion, E4300 und E6300 liegen abermals um die drei Prozent auseinander.

Mit Cinebench in der aktuellen Version 9.5 kann die Leistung des Computers im Zusammenspiel mit der professionellen 3D-Anwendung Cinema 4D von MAXON bewertet werden.

Wir wählen den Rendering-Test, welcher auf einem oder mehreren CPU-Kernen ausgeführt werden kann. Höhere Werte spiegeln eine höhere Leistung wieder:

Cinebench Version 9.5 Rendering: X CPUs in CB-CPU; 1 CPU in CB-CPU
Core 2 E6300
1866 MHz
2048KB L2-Cache
581
312

Core 2 E4300
1800 MHz
2048KB L2-Cache
564
303

X2 4000+
2000 MHz
2x1MB L2-Cache
551
297

X2 3800+
2000 MHz
2x512KB L2-Cache
548
298

X2 3600+ EE
2000 MHz
2x256KB L2-Cache
547
298

Die Leistungsunterschiede zwischen Intel und AMD fallen bei Cinebench 9.5 etwas geringer aus, dennoch liegen auch hier die beiden Core 2 Duos an der Spitze des Testfeldes. Der Vorsprung des Core 2 Duo E6300 auf den E4300 liegt bei ca. drei Prozent.

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Intel Core 2 Duo E6300 und E4300 im Test - 10/16
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Kompression und mp3-Encoding
7-Zip ist eine kostenlose Kompressionssoftware, die gegenüber vielen Mitbewerbern einen entscheidenden Vorteil hat: Sie ist multi-threaded programmiert und kann mehrere CPU-Kerne nutzen. Ein eingebautes Benchmark-Tool schätzt die Leistung des Prozessors ab:

7-Zip 4.42 Benchmark: Single Thread in MIPS; Multi Thread in MIPS
Core 2 E6300
1866 MHz
2048KB L2-Cache
1917
2872

Core 2 E4300
1800 MHz
2048KB L2-Cache
1832
2731

X2 4000+
2000 MHz
2x1MB L2-Cache
1827
2681

X2 3800+
2000 MHz
2x512KB L2-Cache
1821
2632

X2 3600+ EE
2000 MHz
2x256KB L2-Cache
1755
2564

Der Packer 7-Zip reagiert deutlich auf den Speicherdurchsatz, möglicherweise ist dies der Grund, aus dem sich die Intel Prozessoren hier nicht klarer von AMDs Doppelkernen absetzen können. Der Leistungsunterschied zwischen E6300 und E4300 steigt wieder auf ca. fünf Prozent an. Doch wie sieht es in der Praxis aus? Wir packen das 451 MByte große Multiplayer-Demo von F.E.A.R. als .7z-Datei mit normaler Kompressionsrate. Gemessen wird in Sekunden, geringere Werte sind also besser:

7-Zip 4.42 - 451 MByte packen: Single Thread in s; Multi Thread in s
Core 2 E6300
1866 MHz
2048KB L2-Cache
262
156

Core 2 E4300
1800 MHz
2048KB L2-Cache
286
175

X2 4000+
2000 MHz
2x1MB L2-Cache
288
171

X2 3800+
2000 MHz
2x512KB L2-Cache
304
187

X2 3600+ EE
2000 MHz
2x256KB L2-Cache
328
214

Für den Core 2 E4300 wird es jetzt eng, er liegt nur noch bei Verwendung eines CPU-Kernes vor dem Athlon X2 4000+. Den E6300 finden wir hingegen an der Spitze des Testfeldes und ca. neun Prozent vor seinem kleinen Bruder.

Als nächstes testen wir die Leistung beim mp3-Encoding. Wir verwenden hierfür Lame 3.98a6 in Verbindung mit PC Wizard 2006.1.69 und komprimieren eine 60 MByte große WAV-Datei. Gemessen wird in Sekunden, niedrige Werte sind somit besser:

PC Wizard 2006.1.69: Normale Qualität in s
Core 2 E6300
1866 MHz
2048KB L2-Cache
22,14
Core 2 E4300
1800 MHz
2048KB L2-Cache
22,94
X2 4000+
2000 MHz
2x1MB L2-Cache
25,26
X2 3800+
2000 MHz
2x512KB L2-Cache
25,26
X2 3600+ EE
2000 MHz
2x256KB L2-Cache
25,29

Der Encoder Lame bevorzugt derzeit ebenfalls die Core-Mikroarchitektur, die Differenz zwischen E6300 und E4300 kehrt zu den gewohnten 3,5 Prozent zurück.

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Intel Core 2 Duo E6300 und E4300 im Test - 11/16
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Video-Encoding
Betrachten wir nun zwei Video-Encoding-Benchmarks. Zunächst werden wir eine 455 MByte große AVI-Datei (huffyuv lossless Codec) mit TMPGEnc 2.512.52.161 ins DVD-Format (PAL) umwandeln. Wir verwenden hierbei die höchste Qualitätsstufe.

Das Ergebnis wird in Sekunden gemessen, kleinere Werte spiegeln eine höhere Leistung wieder:

TMPGEnc 2.512.52.161 - DVD PAL, Highest Quality: in s
Core 2 E6300
1866 MHz
2048KB L2-Cache
231
Core 2 E4300
1800 MHz
2048KB L2-Cache
237
X2 3600+ EE
2000 MHz
2x256KB L2-Cache
257
X2 4000+
2000 MHz
2x1MB L2-Cache
264
X2 3800+
2000 MHz
2x512KB L2-Cache
266

Der Videoencoder TMPGEnc wandelt die Quelldatei mit den Core 2 Duos deutlich schneller um. Dabei rechnet der E6300 ca. 2,5 Prozent schneller als der E4300. Nun wandeln wir das selbe Quellvideo ein zweites Mal, diesmal mit dem Windows Media Encoder 9.

Die Zieldatei im WMV-Format soll hochwertige 5384 kbit/s haben. Abermals messen wir die Sekunden, so dass kürzere Zeiten die bessere Leistung angeben:

Windows Media Encoder 9 - WMV 5384 kbit/s: in s
Core 2 E6300
1866 MHz
2048KB L2-Cache
749
Core 2 E4300
1800 MHz
2048KB L2-Cache
770
X2 4000+
2000 MHz
2x1MB L2-Cache
837
X2 3800+
2000 MHz
2x512KB L2-Cache
838
X2 3600+ EE
2000 MHz
2x256KB L2-Cache
844

Auch diese Wertung geht klar an Intel, der Abstand zwischen E6300 und E4300 bleibt diesmal unter drei Prozent.

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Intel Core 2 Duo E6300 und E4300 im Test - 12/16
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3DMark06 und F.E.A.R.
Für die 3D-Tests verwenden wir eine MSI RX850XT-PE VT2D256E mit ATis Catalyst 6.6, DirectX 9 befindet sich auf dem Stand von Juni 2006. Soweit nicht anders angegeben, wurden die Standardeinstellungen des Treibers verwendet.

Die Aussagekraft von Futuremarks 3DMark06 v102 konzentriert sich auf die Grafikkarte, die CPU spielt eine untergeordnete Rolle. Dennoch wollen wir das Ergebnis der Vollständigkeit halber aufführen:

Futuremark 3DMark06 v102
X2 4000+
2000 MHz
2x1MB L2-Cache
2285
X2 3600+ EE
2000 MHz
2x256KB L2-Cache
2285
Core 2 E6300
1866 MHz
2048KB L2-Cache
2256
Core 2 E4300
1800 MHz
2048KB L2-Cache
2245
X2 3800+
2000 MHz
2x512KB L2-Cache
2239

Dieser Test wird vor allem von der Grafikkarte entschieden, daher liegen alle Prozessoren eng beisammen. Zwischen Core 2 Duo E6300 und E4300 liegt gerade einmal ein halbes Prozent.

Kommen wir nun zum Ego-Shooter F.E.A.R.:

Die Ergebnisse werden in Frames pro Sekunde angegeben, höhere Werte sind besser:

F.E.A.R. 1280x960; 4xAA + 8xAF: in fps
X2 4000+
2000 MHz
2x1MB L2-Cache
39
X2 3800+
2000 MHz
2x512KB L2-Cache
39
X2 3600+ EE
2000 MHz
2x256KB L2-Cache
39
Core 2 E6300
1866 MHz
2048KB L2-Cache
29
Core 2 E4300
1800 MHz
2048KB L2-Cache
28

Für F.E.A.R. brauchen wir einen Core 2 Extreme X6800, um auf die Frameraten der AMD Prozessoren zu kommen. Warum dies so ist, müssen wir bei Gelegenheit mal die Entwickler fragen. Wer dieses Spiel mag, sollte jedenfalls lieber zu einem Athlon X2 greifen.

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Intel Core 2 Duo E6300 und E4300 im Test - 13/16
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UT2004 und Riddick
Unreal Tournament 2004 ist zwar schon ein wenig älter, aber immer noch ein guter Leistungsindex.

Abermals geben wir die Frames pro Sekunde an:

UT2004 (1280x1024 / AA: 4 / AF: 8 / High Image Quality / 16 Bots / AS Convoy UT2): in fps
Core 2 E6300
1866 MHz
2048KB L2-Cache
62,11
Core 2 E4300
1800 MHz
2048KB L2-Cache
60,00
X2 4000+
2000 MHz
2x1MB L2-Cache
58,94
X2 3800+
2000 MHz
2x512KB L2-Cache
56,73
X2 3600+ EE
2000 MHz
2x256KB L2-Cache
53,67

Unser Klassiker UT2004 läuft auf den beiden Core 2 Duos schneller, der E6300 arbeitet sich einmal mehr einen Vorsprung von 3,5 Prozent auf den E4300 heraus.

Zuletzt lassen wir "The Chronicles of Riddick" laufen, einen weiteren 3D-Shooter.

Die Ergebnisse werden in Frames pro Sekunde angegeben:

The Chronicles of Riddick (1280x960 / AA: 4 / AF: 8 / PS2.0 / No Sound / Sodini01): in fps
Core 2 E4300
1800 MHz
2048KB L2-Cache
53,37
Core 2 E6300
1866 MHz
2048KB L2-Cache
53,30
X2 3800+
2000 MHz
2x512KB L2-Cache
52,96
X2 4000+
2000 MHz
2x1MB L2-Cache
52,77
X2 3600+ EE
2000 MHz
2x256KB L2-Cache
52,63

Bei "The Chronicles of Riddick" ist der Unterschied gering, dennoch liegt Intel in Front. Der Core 2 Duo E4300 erringt hier den ersten und einzigen Sieg über den E6300 - allerdings im Bereich der Messtoleranz.

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Intel Core 2 Duo E6300 und E4300 im Test - 14/16
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Übertakten
Kommen wir nun zu dem Thema, das besonders viele unserer Leser interessieren wird: Wieviel Leistung läßt sich aus den preiswerten Core 2 Duo Modellen herauskitzeln? Wir verwenden für diesen Test das Biostar TForce 965PT, welches im Zusammenspiel mit unserem Core 2 Extreme X6800 auf FSB1884 (4 x 471 MHz) und DDR2-942 kam.

Zunächst übertakten wir den Core 2 Duo E6300: Aufgrund unserer Erfahrungen mit dem Core 2 Extreme X6800 beginnen wir mit 470 MHz (FSB1880) und betreiben den Speicher mit dem Verhätniss 1:1 (DDR2-940), doch leider bleibt Windows beim Start hängen. Bei 465 MHz startet Windows, doch dann läßt TMPGEnc das System einfrieren. Mit 460 MHz erzielen wir schließlich einen stabilen Betrieb.

Die Spannung der CPU müssen wir hierzu nicht erhöhen, der verwendete Speicher von Kingston erwartet hingegen 2,2 Volt und bekommt diese auch.

Trotz seines hohen Frontsidebusses und des niedrigen Multiplikators können wir den Takt des E6300 von 1866 MHz auf 3224 Mhz anheben, eine Steigerung um beeindruckende 1358 MHz! Dieses Resultat liegt nicht zuletzt an Intels P965 Chipsatz, der sehr gut mit extrem hohen Taktraten auf dem Frontsidebus zurecht kommt.

Wir sind gespannt, wie sich der Core 2 Duo E4300 schlagen wird. Wir stellen den Speicher auf 3:4 und beginnen bei 470 MHz, kommen aber nicht einmal ins BIOS. Auch 433, 400 und 366 MHz enden mit einem schwarzen Bildschirm, erst bei 333 MHz (FSB1333) sehen wir den Startbildschirm - aber leider nicht mehr. Auf die Festplatte greift das System erst bei 275 MHz zu, doch auch bei 266 MHz läuft Windows nicht stabil. Erst bei 251 MHz (FSB1040) können wir unsere Benchmarks verwenden und einen dreistündigen Lasttest erfolgreich abschließen:

Wir erreichen 2258 MHz, der Mehrtakt liegt also bei 458 MHz und der Fontsidebus bei 1003,5 MHz - das ist mager. Wir hatten zumindest mit FSB1066 gerechnet. Aufgrund des Teilers 3:4 taktet der Arbeitsspeicher mit 334,5 MHz (DDR2-669).

Wir probieren den Teiler 1:2, um einen höheren Speichertakt zu erzielen, doch nun meldet Prime95 Fehler. Also senken wir den FSB-Takt weiter ab und erreichen nun bei 240 MHz (FSB960) ein stabiles System:

Der Prozessortakt liegt nun nur noch bei 2167 MHz, doch der Speichertakt wurde auf 482 MHz (DDR2-963) angehoben:

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Intel Core 2 Duo E6300 und E4300 im Test - 15/16
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Übertakten: Benchmarks
Und was bringen diese Taktsteigerungen in der Praxis? Schauen wir uns vier Becnhmarks an:

SiSoft Sandra 2007.1098: Dhrystone ALU in MIPS; Whetstone iSSE3 in MFLOPS
Core 2 E6300
3225 MHz
DDR2-921
29871
20524

Core 2 X6800
2933 MHz
DDR2-800
27046
18748

Core 2 E4300
2258 MHz
DDR2-669
20848
14445

Core 2 E4300
2167 MHz
DDR2-963
20069
13778

Core 2 E6300
1866 MHz
DDR2-800
17260
11931

Core 2 E4300
1800 MHz
DDR2-800
16655
11483

Während der Core 2 Duo E4300 auch übertaktet nur in der Liga des E6400 spielt, überflügelt der E6300 sogar den derzeit schnellsten Dual-Core Prozessor Core 2 Extreme X6800.

TMPGEnc 2.512.52.161 - DVD PAL, Highest Quality: in s
Core 2 E6300
3225 MHz
DDR2-921
146
Core 2 X6800
2933 MHz
DDR2-800
150
Core 2 E4300
2258 MHz
DDR2-669
192
Core 2 E4300
2167 MHz
DDR2-963
199
Core 2 E6300
1866 MHz
DDR2-800
231
Core 2 E4300
1800 MHz
DDR2-800
237

TMPGEnc setzt in die Praxis um, was SiSoft Sandra bereits angedeutet hatte: Der Core 2 Duo 6300 auf Steroiden rechnet alles andere in Grund und Boden.

7-Zip 4.42 - 451 MByte packen: Multi Thread in s
Core 2 E6300
3225 MHz
DDR2-921
119
Core 2 X6800
2933 MHz
DDR2-800
127
Core 2 E4300
2167 MHz
DDR2-963
154
Core 2 E6300
1866 MHz
DDR2-800
156
Core 2 E4300
2258 MHz
DDR2-669
171
Core 2 E4300
1800 MHz
DDR2-800
175

Da 7-Zip extrem auf die Speicherbandbreite reagiert, kann der Core 2 E4300 mit DDR2-963 einen Achtungserfolg feiern. Allerdings dominiert der übertaktete E6300 auch diesen Testlauf.

Futuremark 3DMark06 v102
Core 2 E6300
3225 MHz
DDR2-921
2516
Core 2 X6800
2933 MHz
DDR2-800
2502
Core 2 E4300
2258 MHz
DDR2-669
2424
Core 2 E4300
2167 MHz
DDR2-963
2400
Core 2 E6300
1866 MHz
DDR2-800
2256
Core 2 E4300
1800 MHz
DDR2-800
2245

Bei 3DMark06 entscheidet wieder der Prozessortakt, die Speicherbandbreite spielt hier keine bedeutende Rolle.

Diese Resultate sind überraschend: Während sich unser E6300 als Überflieger entpuppt, ist der E4300 für den ambitionierten Übertakter eher eine lahme Ente. Wir werden diese Resultate auf der nächsten Seite in unserem Fazit analysieren.

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Intel Core 2 Duo E6300 und E4300 im Test - 16/16
19.01.2007 by doelf
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Fazit
Mit dem Core 2 Duo E4300 bietet Intel für 175,00 Euro (boxed Variante) eine neue Einstiegs-CPU in seine aktuelle Dual-Core Architektur. Die alten Pentium D Prozessoren, die nicht nur langsamer sind, sondern auch viel mehr Strom verbrauchen, findet man bereits für um die 80 Euro, was sie für preisbewußte Kunden trotz ihrer Nachteile sehr attraktiv macht. Diesen Schnäppchenfaktor weist der E4300 nur bedingt auf. Er bietet sicherlich eine für seinen Preis angemessene Leistung, doch von der Performance der schnelleren Core 2 Duo Modelle ist der E4300 weit entfernt. Zudem kostet der E6300 gerade einmal 10,50 Euro mehr und bietet dafür im Schnitt fünf Prozent mehr Leistung und einen um mehr als zwanzig Prozent höheren Speicherdurchsatz. Falls ein möglichst geringer Stromverbrauch gewünscht wird, ist der E4300 dank des L2-Steppings eine gute Wahl, noch sparsamer arbeiten allerdings AMDs Dual-Core Prozessoren mit der "EE"-Kennung. Wer Intels Virtualisierungstechnologie benötigt, muss hingegen zum E6300 greifen, denn dem E4300 ist diese Erweiterung unbekannt.

Soviel zum regulären Betrieb, kommen wir zum Übertakten: Hier hatten wir große Erwartungen an den Core 2 Duo E4300, doch leider entpuppte sich unser Testmuster als Flopp. Sicher, eine Taktsteigerung um 458 MHz ist mehr als nichts, doch wir hatten zumindest FSB1066 erwartet und mit Taktraten um die 3,0 GHz geliebäugelt. Der Core 2 Duo E6300 hat unsere Erwartungen hingegen in allen Belangen übertroffen: 3,22 GHz bedeuten eine Taktsteigerung um satte 1,36 GHz! Dazu FSB1843 und DDR2-921 und unser 185,50 Euro Prozessor stellt den Core 2 Extreme X6800 kalt (und der kostet noch immer 949 Euro).

Doch woran liegt dieser gewaltige Unterschied im Übertaktungspotentail? Er liegt, wie immer, an dem einzelnen Prozessor. Wenn eine CPU für 1,8 GHz freigegeben wurde, bedeutet dies ausschließlich, dass sie mit 1,8 GHz problemlos funktioniert. Einige Exemplare werden möglicherweise bis zu 3,0 GHz erreichen, etliche mit 2,5 GHz funktionieren, aber einige werden bereits bei 2,2 oder gar 2,0 GHz scheitern. Ein Argument, welches für den E6300 spricht, ist sein Frontsidebus. Dieses Modell wurde für FSB1066 freigegeben, den derzeit schnellsten Frontsidebus von Intel. Somit besteht die große Chance, dass sich dieser Takt noch weiter anheben läßt. Der Frontsidebus des E4300 wurde hingegen nur für 800 MHz freigegeben. Daher wird Intel all jene CPUs, die bei FSB1066 nicht stabil funktionieren, als E4300 verkaufen. Und da Intels P965 Chipsatz problemlos mit FSB1333, FSB1666 oder gar FSB1843 funktioniert, sollten Übertakter unserer Meinung nach zur Kombination Intel Core 2 Duo E6300 und Intel P965 Chipsatz greifen.




Wertung für den Intel Core 2 Duo E6300: Editor's Choice




Wertung für den Intel Core 2 Duo E4300: Gut




Unser Dank gilt:

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