www.Au-Ja.de - http://www.au-ja.de/review-cougar-cm-700-1000-print.phtml

Im Test: Cougar CM mit 700 und 1000 Watt - Druckansicht - Seite 1 von 13

Bis zum Anfang dieses Jahres war Cougar ein unbeschriebenes Blatt, doch hinter dieser Marke steckt kein weiterer Importeur von Massenware aus Fernost, der mit Hilfe eines coolen Namens den üblichen Wein in neue Schläuche abfüllt, sondern geballte Erfahrung aus 30 Jahren. Cougar gehört nämlich genau wie Compucase zum 1979 gegründeten Unternehmen HEC. Wir haben uns Cougars aktuelle Modelle mit 700 und 1.000 Watt Leistung sowie Kabelmanagement angesehen.

Zugegeben, Netzteile baut HEC "erst" seit zwölf Jahren. Aber in dieser schnelllebigen Branche ist das sehr viel Zeit und echte Herausforderungen für PC-Netzteile sind erst in den letzten Jahren aufgekommen. Da sind einerseits die Grafikkarten der oberen Leistungsklasse, deren Verbrauch 200 Watt bereits deutlich überschreitet und die damit jeden Prozessor in den Schatten stellen. Insbesondere wenn mehrere Grafikkarten gekoppelt werden, erreichen wir schnell Lasten von mehr als 800 Watt, was vor ein paar Jahren noch undenkbar war. Die CM-Serie umfasst Netzteile mit einer Stärke von 550, 700, 1.000 sowie 1.200 Watt, welche bis zu sechs unabhängige +12V-Spannungskreise bieten. Für jede denkbare Konfiguration ist somit ein passendes Netzteil vorhanden.

Zugleich wird eine immer höhere Energieeffizienz gefordert. Wer heutzutage ein qualitativ anspruchsvolles Netzteil auf den Markt bringt, das einen Wirkungsgrad von weniger als 80 Prozent bietet, macht sich schlicht und einfach lächerlich. Selbst in der Preisklasse ab 30 Euro finden sich bereits Geräte der 300-Watt-Klasse, welche die Kriterien von 80 Plus oder sogar 80 Plus Bronze erfüllen. Zugegeben, in der Leistungsklasse, welche wir heute testen, kosten die energieeffizienten Modelle etwas mehr. Doch wer in teure Hardware investiert, sollte nie am Netzteil sparen.

80 Plus Ergebnisse
Der hohe Wirkungsgrad der Cougar-Netzteile wurde von 80 Plus geprüft, hier die offiziellen Ergebnisse dieser unabhängigen Messung inklusive einiger Vergleichsgeräte, die in diesem Test zum Einsatz kommen:

Wirkungsgrad laut 80 Plus:
Modell20%50%100%Ø
be quiet! E7-CM-680W85,8486,8683,0585,25
Cougar 700 CM86,1386,6482,7085,16
be quiet! P7-Pro-750W82,8085,5982,6883,69
Cougar 1000 CM84,6385,9481,1683,91
HEC K10TB85,6787,4383,6085,56
FSP Everest 101084,2285,1080,0683,13

Das Cougar 700 CM hat die 80-Plus-Bronze-Zertifizierung bestanden, da der Wirkungsgrad bei zwanzig- und einhundertprozentiger Auslastung nicht unter 82 Prozent und bei fünfzigprozentiger Auslastung nicht unter 85 Prozent fällt. Beim Cougar 1000 CM ist die Sachlage etwas komplizierter: Im Juli 2008 wurde ein Gerät namens "Cougar 1000 CM" getestet, welches nur die Kritereien der normalen 80-Plus-Zertifizierung erfüllt, da es unter Volllast weniger als 82 Prozent Effizienz bietet. Allerdings erreichte das Modell HEC K10TB im Dezember 2008 "80 Plus Bronze" und das hierzulande im Handel angebotene "Cougar 1000 CM" ist technisch gesehen ein "HEC K10TB" und wird deshalb auch mit "80 Plus Bronze" beworben. Spätestens die Verbrauchsmessungen werden zeigen, was wirklich im Cougar 1000 CM steckt.

Wichtig: Die Messungen von 80 Plus werden mit 115 Volt vorgenommen, unsere Testsysteme werden aber mit 230 Volt betrieben. Daher kann es vorkommen, dass sich einzelne Netzteile abweichend verhalten. Zudem sind Qualitätsschwankungen in der Produktion möglich.




Im Test: Cougar CM mit 700 und 1000 Watt - Druckansicht - Seite 2 von 13

Die Übersichtstabellen
In den folgenden Tabellen stellen wir die getesteten Netzteile in Hinblick auf ihre Eckdaten, ihre Leistung und ihre Anschlussmöglichkeiten gegenüber. Betrachten wir zunächst die Eckdaten, welche die maximale Leistung in Watt, die Anzahl der +12V-Spannungskreise, die maximale Effizienz (laut Hersteller) sowie Anzahl und Durchmesser der verbauten Lüfter umfassen:

Die Eckdaten
ModellWatt+12VEffizienzLüfter
be quiet! E7-CM-680W680488%1 x 120 mm
be quiet! P7-Pro-750W750689%1 x 120 mm
Cougar 700 CM700289%1 x 140 mm
Nexus RX-8500850485%1 x 140 mm
Cougar 1000 CM1000689%1 x 140 mm
FSP Everest 10101010485%1 x 120 mm

Seit der Version 2.2 schreibt der "ATX12V Power Supply Design Guide" zwei unabhängige +12V-Spannungskreise vor, falls Stromstärken von mehr als 18 Ampere zu erwarten sind. Hierdurch will man eine höhere Stabilität gewährleisten und die sogenannten "Peak Voltage Ripple" glätten. Alle in diesem Vergleich verwendeten Netzteile verfügen über mindestens zwei +12V-Spannungskreise. Einige der Geräte ermöglichen auch Stromstärken von mehr als 18 Ampere, womit sie insbesondere auf die Bedürfnisse leistungsstarker Grafikkarten eingehen sollen. Beispiele hierfür sind die Geräte von Cougar.

Die Leistungsverteilung
Folgende Angaben machen die Hersteller zur Verteilung der Leistung auf die unterschiedlichen Spannungsschienen. Die -5 Volt Schiene wurde im ATX12V Power Supply Design Guide V2.2 gestrichen und muss nicht mehr angeboten werden.

Leistung pro Schiene in Watt
Modell+12V+5V+3,3V+5VSB-12V-5V
be quiet! E7-CM-680W62416015,06,0-
be quiet! P7-Pro-750W72018020,09,6-
Cougar 700 CM648150k.A.k.A.-
Nexus RX-850076017015,06,0-
Cougar 1000 CM960175k.A.k.A.-
FSP Everest 101098525-

Die aktuelle Netzteilgeneration ist so ausgelegt, dass beinahe die vollständige Leistung auf den +12V-Spannungskreisen zur Verfügung steht. Die Bedeutung der +5V-Schiene hat hingegen deutlich abgenommen.

Die maximalen Stromstärken
Moderne Computer setzen mehr und mehr auf die +12V-Schienen. Während zu Sockel A und Sockel 370 Zeiten die +3,3 und +5 Volt Spannungskreise noch sehr stark belastet wurden, änderte sich dies mit Intels Pentium 4 Prozessor und der Einführung des ATX+12V-Anschlusses. Doch nicht nur die aktuellen Prozessoren beziehen ihren Strom aus den +12V-Schienen, auch die 6- und 8-Pin-Anschlüsse für PCI-Express Grafikkarten liefern ausschließlich +12 Volt.

Die Stromstärken in Ampere
Modell+12V+5V+3,3VVSB-12V-5V
be quiet! E7-CM-680W4x 1828283,00,5-
be quiet! P7-Pro-750W6x 2030264,00,8-
Cougar 700 CM2x 3020242,50,3-
Nexus RX-85004x 2024303,00,5-
Cougar 1000 CM4x 24
2x 28
30304,00,8-
FSP Everest 10104x 2030303,01,0-

Während Netzteile der 450W-Klasse noch vor drei, vier Jahren zwischen 40 und 50 Ampere auf der +5V-Schiene verkraften konnten, kommt keines der neuen Geräte über 30 Ampere hinaus - und dabei handelt es sich um Netzteile mit 750 bis 1010 Watt Leistung. Dies belegt deutlich, wie stark die Bedeutung dieser Schiene abgenommen hat.

Die Anschlüsse
Betrachten wir nun die unterschiedlichen Anschlusskonfigurationen der Netzteile. Als "Molex" werden die 4-Pin-Stecker für PATA-Festplatten und optische Laufwerke bezeichnet, mit "Floppy" und "SATA" sind die Stecker der entsprechenden Geräte gemeint. "PEG" kennzeichnet die 6- oder 8-Pin-Anschlüsse für PCI-Express Grafikkarten. Bei den Power (PWR) und +12V Anschlüssen geben wir nicht ihre Anzahl, sondern ihre Konfiguration an:

Die Anschlüsse
ModellPWR+12VPEGMolexFloppySATA
be quiet! E7-CM-680W20+44/84727
be quiet! P7-Pro-750W20+44/6/841528
Cougar 700 CM20+44/84616
Nexus RX-850020+44/84626
Cougar 1000 CM20+44/86718
FSP Everest 101020+44/84619

In der getesteten Leistungsklasse wird Konnektivität groß geschrieben: Vier Anschlüsse für PEG-Grafikkarten bietet jedes dieser Netzteile, doch eine ausreichende Belastbarkeit für zwei anspruchsvolle Grafikkarten darf man erst ab 750 Watt erwarten. Auch für die Laufwerke ist gut gesorgt und wir finden zumindest sechs SATA- und ebenso viele PATA-Stecker. Zum be quiet! Dark Power P7-Pro-750W ist anzumerken, dass dieses Netzteil unterschiedliche Konfigurationen ermöglicht und nicht alle im Lieferumfang enthaltenen Kabel zugleich angeschlossen werden können.




Im Test: Cougar CM mit 700 und 1000 Watt - Druckansicht - Seite 3 von 13

Cougar 700 CM (HEC-700TE) #1
Im Handel findet man das zweitkleinste Cougar mit Kabelmanagement, das 700 CM, zu Preisen ab 110 Euro. Dafür bekommt man ein modernes Netzteil, welches die aktuelle ATX+12V-Spezifikation 2.3 erfüllt und "80 Plus Bronze" zertifiziert wurde. Der Lieferumfang umfasst ein Kaltgerätekabel, drei schwarze Klettbinder, vier silberfarbene Schrauben sowie das Markenlogo als Aufkleber.


Fotostrecke mit weiteren und größeren Fotos...

Das Handbuch entpuppt sich als Faltzettel in deutscher und englischer Sprache. Kurz und knapp finden sich die Informationen, die wirklich notwendig sind. Bei einem Netzteil dieser Preisklasse hätte es aber ruhig ein wenig mehr sein dürfen.


Fotostrecke mit weiteren und größeren Fotos...

Die glänzende, orangefarbene Lackierung hebt das Cougar CM von der Masse ab und gibt ihm zusammen mit dem erhabenen Markenlogo und den gestreiften Kabelsträngen einen wertigen Auftritt. Die Abmessungen des Cougar 700 CM betragen 150 x 160 x 85 mm (B x T x H), es ist somit 20 mm tiefer als die meisten Standard-Netzteile, findet aber dennoch in fast allen ATX-Gehäusen Platz.


Fotostrecke mit weiteren und größeren Fotos...

Im Netzteilboden befindet sich ein schwarzer Lüfter mit einem Durchmesser von 140 mm, dieser regelt temperaturabhängig zwischen 525 und 1.800 U/min.




Im Test: Cougar CM mit 700 und 1000 Watt - Druckansicht - Seite 4 von 13

Cougar 700 CM (HEC-700TE) #2
Es gibt nur zwei +12V-Spannungskreise, diese wurden allerdings für jeweils 30 Ampere freigegeben. Cougar verspricht eine automatische dynamische Lastenverteilung auf den +12V-Leitungen, mit der das Netzteil besser auf die Bedürfnisse von Systemen mit mehreren Grafikkarten reagieren kann.


Fotostrecke mit weiteren und größeren Fotos...

Das Kabelmanagement setzt Cougar nur teilweise um, denn zwei PEG-Stränge und ein Kabel mit vier Laufwerksanschlüssen sind zusätzlich zu den ATX-Hauptkabeln fest mit dem Netzteil verbunden. Abnehmbar sind zwei weitere PEG-Stränge für die Versorgung von PCI-Express-Grafikkarten sowie drei Kabel mit Laufwerksanschlüssen. Auf der Rückseite des Netzteils finden sich jedoch sechs Buchsen, von denen folglich eine unbenutzt bleibt.


Fotostrecke mit weiteren und größeren Fotos...

Die vier schwarzen Buchsen dienen zum Anschluss der Laufwerkskabel, die roten sind für die Grafikkarten vorgesehen. Cougar verteilt die Grafikkarten dabei auf die beiden +12V-Spannungskreise. Neben der farblichen Markierung hat der Hersteller auch die Stecker eindeutig kodiert, so dass man eine Fehlbestückung ausschließen kann.


Fotostrecke mit weiteren und größeren Fotos...

Insgesamt finden wir folgende Anschlüsse:

Die Anschlüsse des Cougar 700 CM
Strang/BuchsePos#1Pos#2Pos#3Pos#4Pos#5
ATX/EPS 24-Pin
fest am Gerät
ATX24
49,5cm
----
EPS/ATX+12V
fest am Gerät
EPS8
50,0cm
ATX4
64,0cm
---
PEG
fest am Gerät
PEG6
50,0cm
----
PEG
fest am Gerät
PEG6+2
50,0cm
----
Molex/Floppy
fest am Gerät
PATA
50,0cm
PATA
64,0cm
PATA
79,0cm
Floppy
94,0cm
-
PEG
abnehmbar
PEG6
50,0cm
----
PEG
abnehmbar
PEG6+2
50,0cm
----
SATA
abnehmbar
SATA
50,0cm
SATA
65,0cm
SATA
80,0cm
--
SATA
abnehmbar
SATA
50,0cm
SATA
65,0cm
SATA
81,0cm
--
Molex
abnehmbar
PATA
50,0cm
PATA
65,0cm
PATA
80,0cm
--

Im Schnitt sind alle Kabel 5 cm kürzer als beim be quiet! E7-CM-680W, dennoch ist die Länge für die meisten Einsatzgebiete ausreichend. Die feste Verdrahtung und eine kürzere Kabellänge helfen dabei, die Energieeffizienz eines Netzteils hoch zu halten. Wir finden es etwas schade, dass Cougar ausgerechnet Molex-Anschlüsse fest mit dem CM 700 verbunden hat. Ein SATA-Strang oder besser noch ein gemischt bestücktes Kabel wären hier zeitgemäßer.




Im Test: Cougar CM mit 700 und 1000 Watt - Druckansicht - Seite 5 von 13

Cougar 1000 CM (HEC K10TB) #1
Ab 160 Euro ist man beim Cougar 1000 CM dabei, viele Händler stellen jedoch knapp 200 Euro in Rechnung. Auch dieses Gerät erfüllt die ATX12V-Spezifikation in der Version 2.3 und ist laut Hersteller "80 Plus Bronze" zertifiziert.


Fotostrecke mit weiteren und größeren Fotos...

Der Lieferumfang gleicht dem des schwächeren Modells: Ein Kaltgerätekabel, drei schwarze Klettbinder, vier silberfarbene Schrauben, das Markenlogo als Aufkleber und ein Faltzettel als Handbuch. Sicher, der Faltzettel enthält die notwendigsten Informationen zum Netzteil in deutscher und englischer Sprache, doch angesichts der Preisklasse hätten wir uns über ein richtiges Buch gefreut.


Fotostrecke mit weiteren und größeren Fotos...

Die typische orangefarbene Lackierung ziert auch das Cougar CM 1000, dessen Abmessungen mit 150 x 180 x 85 mm (B x T x H) für so manches Gehäuse eine Herausforderung darstellen. Immerhin ist es 40 mm tiefer als übliche ATX-Netzteile. Die Kabel tragen wieder Streifen, deren Farbfolge an eine Korallenotter oder Königsnatter erinnert. Bei den Schlangen lautet die Regel: "If white follows red, you're dead!". Da haben wir also nochmal Glück gehabt!


Fotostrecke mit weiteren und größeren Fotos...

Der schwarze 140mm-Lüfter startet beim Cougar 1000 CM mit 570 U/min und somit kaum schneller als bei der 700 Watt starken Variante. Die maximale Drehzahl lieg abermals bei 1.800 U/min.




Im Test: Cougar CM mit 700 und 1000 Watt - Druckansicht - Seite 6 von 13

Cougar 1000 CM (HEC K10TB) #2
Statt zwei besitzt das Cougar 1000 CM sogar sechs +12V-Spannungskreise. Mit jeweils 28 Ampere sind die Spannungskreise 5 und 6, welche die Grafikkarten speisen, stärker ausgeführt als 1 bis 4, die mit jeweils 24 Ampere belastet werden können. Auch das Cougar 1000 CM beherrscht die dynamische Lastenverteilung nicht verwendeter +12V-Leitungen.


Fotostrecke mit weiteren und größeren Fotos...

Eine Besonderheit der 1.000 und 1.200 Watt starken Modell ist die DC-DC Technologie. Statt eines +12V/+5V-Transformators, bei dem eine Drossel die +3,3V aus der +5V-Ebene erzeugt, kommt hier ein reiner +12V-Transformator zum Einsatz. Wie beim Spannungswandler des Mainboards übernehmen dann zwei VRMs (Voltage Regulator Module) die Erzeugung von +5V sowie +3,3V. Diese Bauweise spart nicht nur Platz, sondern erhöht auch die mögliche Energieeffizienz.


Fotostrecke mit weiteren und größeren Fotos...

Das Kabelmanagement des Cougar 1000 CM wurde konsequenter umgesetzt, dennoch sind das EPS/ATX+12V-Kabel und zwei der PEG-Stränge fest mit dem Netzteil verbunden. Abermals finden wir vier schwarze Buchsen zum Anschluss der Laufwerkskabel, die Anzahl der roten Buchsen wurde indes auf vier verdoppelt. Die farbliche Markierung erleichtert dem Benutzer dabei die Orientierung, während eine Kodierung des Steckers gefährliche Fehlbestückungen verhindert.


Fotostrecke mit weiteren und größeren Fotos...

Hier eine Übersicht der Anschlüsse:

Die Anschlüsse des Cougar 1000 CM
Strang/BuchsePos#1Pos#2Pos#3Pos#4Pos#5
ATX/EPS 24-Pin
fest am Gerät
ATX24
57,0cm
----
EPS/ATX+12V
fest am Gerät
EPS8
60,0cm
ATX4
90,0cm
---
PEG
fest am Gerät
PEG6+2
60,0cm
----
PEG
fest am Gerät
PEG6
60,0cm
----
PEG
abnehmbar
PEG6+2
50,0cm
----
PEG
abnehmbar
PEG6+2
50,0cm
----
PEG
abnehmbar
PEG6
50,0cm
----
PEG
abnehmbar
PEG6
50,0cm
----
SATA
abnehmbar
SATA
50,0cm
SATA
66,0cm
SATA
82,0cm
SATA
97,5cm
-
SATA
abnehmbar
SATA
50,0cm
SATA
66,0cm
SATA
82,0cm
SATA
97,5cm
-
Molex/Floppy
abnehmbar
PATA
50,0cm
PATA
65,0cm
PATA
79,0cm
Floppy
95,0cm
-
Molex
abnehmbar
PATA
50,0cm
PATA
65,0cm
PATA
79,0cm
PATA
94,0cm
-

Die Kabellänge der fest verbundenen Stränge ist im Vergleich zum CM 700 um 5 bis 10 cm gewachsen. Auch die Laufwerkskabel sind nun länger, da sie vier statt nur drei Stecker tragen. Beim Cougar CM 1000 findet sich für jede der Buchsen ein Kabel im Lieferumfang und mit sechs PEG-, sieben Molex- und acht SATA-Steckern bleibt wohl kaum ein Wunsch offen.




Im Test: Cougar CM mit 700 und 1000 Watt - Druckansicht - Seite 7 von 13

Die Testkonfiguration
Unsere neue Testplattform für Netzteile basiert auf Intels Core i7 965 Extreme Prozessor und dem Mainboard ASUS P6T Deluxe mit dem BIOS 1606. Um auf die unterschiedlichen Leistungsklassen der Netzteile eingehen zu können, werden wir den Prozessor für leistungsstarke Geräte übertakten und das Testsystem mit unterschiedlichen Grafikkarten kombinieren. Die Auswahl reicht von einer Radeon HD 2400 Pro über die Radeon HD 4770 und Radeon HD 4870 bis hin zur einer CrossFire-Kombination aus Radeon HD 4870 und Radeon HD 4870 X2.

Die Testkonfiguration bis 300 Watt
Die Einstiegsklasse geht bis maximal 300 Watt. Diese Netzteile besitzen keinen PEG-Anschluss für Grafikkarten, die mehr als 75 Watt Strom benötigen. Der Hauptverbraucher im System ist somit die CPU:

Die Testkonfiguration für 300 bis 450 Watt
Die Netzteile der unteren Leistungsklasse sind oberhalb von 300 Watt mit einem PEG-Anschluss ausgestattet. In unserer Konfiguration ist der Prozessor dennoch durstiger als die Grafikkarte:

Die Testkonfiguration für 450 bis 600 Watt
Netzteile der mittleren Leistungsklasse mit zwei PEG-Anschlüssen bekommen einen übertakteten Prozessor und eine anspruchsvollere Grafikkarte, genauer gesagt eine Powercolor Radeon HD 4870, vorgesetzt. Diese Grafikkarte verbraucht bereits etwas mehr Strom als der Prozessor.

Die Testkonfiguration für 600 bis 750 Watt
Bei der gehobenen Leistungsklasse läuft die CPU weiterhin mit 3,60 GHz, dafür legen wir bei der Grafikkarte nochmals nach und setzen eine Radeon HD 4870 X2 mit zwei Grafikprozessoren ein. Diese Karte verbraucht in etwa doppelt soviel Strom wie der Prozessor.

Die Testkonfiguration für 750 bis 1000 Watt
Der maximale Ausbau für Netzteile bis 1000 Watt wird heute noch nicht benötigt, aber wir wollen dennoch einen kurzen Ausblick gewähren. In dieser Konfiguration dominieren die Grafikkarten den Stromverbrauch deutlich:




Im Test: Cougar CM mit 700 und 1000 Watt - Druckansicht - Seite 8 von 13

Messergebnisse: Idle
Jedes Netzteil wurde in vier Lastzuständen vermessen, diese Durchläufe dauerten jeweils eine Stunde und wurden dreimal wiederholt, um zufällige Abweichungen auszuschließen. Während der Messläufe werden der Stromverbrauch und die Spannungen protokolliert. Zunächst messen wir den Stromverbrauch ohne Prozessor- und Grafiklast (idle), der Verbrauch ist dabei sehr konstant.

Testkonfiguration: 600 bis 750 Watt
Die Netzteile dieser Leistungsklasse bekommen es mit einem auf 3,60 GHz übertakteten Core i7 965 Extreme und einer Radeon HD 4870 X2, einem echten Stromfresser unter den Grafikkarten, zu tun:

Leistungsaufnahme Gesamtsystem IDLE in Watt (niedriger ist besser)
be quiet! E7-CM-680W
184
Cougar 700 CM
186
be quiet! P7-Pro-750W
190

Alle drei Netzteile haben die Zertifizierung "80 Plus Bronze" erhalten, dennoch sehen wir im Leerlauf Abweichungen von immerhin sechs Watt. Das Cougar 700 CM findet sich in der goldenen, pardon: orangefarbenen Mitte. Und wie sieht es bei den Spannungen aus?

Cougar 700 CM: Abweichungen in %
 
+3,3V
2.42
+5V
1
+12V
0.67

be quiet! E7-680W: Abweichungen in %
 
+3,3V
1.21
+5V
1.4
+12V
0.17

be quiet! P7-Pro-750W: Abweichungen in %
 
+3,3V
0.61
+5V
0.4
+12V
0.75

Bei den Spannungen zeigt das Cougar 700 CM deutlichere Abweichungen als die Vergleichsgeräte von be quiet!. Insbesondere die etwas schwache +3,3V-Schiene fällt auf.

Testkonfiguration: 750 bis 1000 Watt
Wir brauchen jetzt unbedingt mehr Last: Der Core i7 965 Extreme wird mit 1,325 Volt auf 3,73 GHz geprügelt und neben der Radeon HD 4870 X2 steckt zusätzlich eine Radeon HD 4870 im Testsystem, so dass drei Radeon HD 4870 GPUs im CrossFire-Betrieb arbeiten. Drei Zusatzlüfter mit 92 mm Durchmesser halten Speicher, Grafikkarten und Chipsatz kühl. Bereits ohne Last nähern wir uns nun der 300-Watt-Marke:

Leistungsaufnahme Gesamtsystem IDLE in Watt (niedriger ist besser)
Cougar 1000 CM
278
be quiet! P7-Pro-750W
282
FSP Everest 1010
286
Nexus RX-8500
286

Das FSP Everest 1010 verfügt über eine 80-Plus-Zertifizierung, das be quiet! Dark Power P7-Pro-750W, welches sich auch in dieser Gewichtsklasse beweisen konnte, wurde als "80 Plus Bronze" bewertet und das Nexus RX-8500 wird von 80 Plus nicht geführt. Und das Cougar 1000 CM? Der Hersteller verspricht "80 Plus Bronze" und zumindest diese erste Messung rechtfertigt auch eine solche Einstufung. Betrachten wir jetzt die Spannungsstabilität:

Cougar 1000 CM: Abweichungen in %
 
+3,3V
0
+5V
1.8
+12V
1.17

be quiet! P7-Pro-750W: Abweichungen in %
 
+3,3V
1.21
+5V
0.4
+12V
1.67

FSP Everest 1010: Abweichungen in %
 
+3,3V
2.42
+5V
3.4
+12V
0.25

Nexus RX-8500: Abweichungen in %
 
+3,3V
0.61
+5V
0.4
+12V
0.17

Cougar 1000 CM und be quiet! Dark Power P7-Pro-750W zeigen eine sehr gute Spannungsstabilität, werden aber vom Nexus RX-8500 übertroffen. Beim FSP Everest 1010 weichen die +3,3V und insbesonders die +5V-Schiene bereits recht deutlich ab.




Im Test: Cougar CM mit 700 und 1000 Watt - Druckansicht - Seite 9 von 13

Messergebnisse: CPU-Last
Zunächst werden wir den Core i7 965 Extreme mit Hilfe des Tools Core2MaxPerf belasten. Dieses Programm erzeugt eine Last, welche man mit normalen Anwendungen fast nie erreichen kann. Der in diesem Durchlauf erzeugte Stromverbrauch schwankt nur geringfügig.

Testkonfiguration: 600 bis 750 Watt
Damit die 600W-Klasse ordentlich zu stemmen hat, übertakten wir den Core i7 965 Extreme auf 3,60 GHz und starten Core2MaxPerf erneut mit acht Threads:

Leistungsaufnahme Gesamtsystem CPU-Last in Watt (niedriger ist besser)
be quiet! E7-CM-680W
300
Cougar 700 CM
302
be quiet! P7-Pro-750W
307

Die Rangfolge unserer Idle-Messung wird auch im Durchlauf mit CPU-Last bestätigt. Ein Grund hierfür ist sicherlich auch, dass das Dark Power P7-Pro-750W noch nicht in seinem idealen Lastbereich arbeitet. Das Straight Power E7-680W setzt abermals die Bestmarke. Und wie haben sich die Spannungen entwickelt?

Cougar 700 CM: Abweichungen in %
 
+3,3V
3.03
+5V
0.6
+12V
0.25

be quiet! E7-680W: Abweichungen in %
 
+3,3V
1.52
+5V
1.8
+12V
0.25

be quiet! P7-Pro-750W: Abweichungen in %
 
+3,3V
0.61
+5V
0.4
+12V
1.17

Cougar 700 CM und be quiet! Straight Power E7-680W glänzen auf der +12V-Schiene, dennoch behauptet das Dark Power Pro P7-Pro-750W seinen Führungsanspruch. Die +3,3V-Schiene des Cougar 700 CM bricht unter Last noch weiter ein, die Werte bleiben aber noch deutlich innerhalb der erlaubten Grenzen.

Testkonfiguration: 750 bis 1000 Watt
Der auf 3,73 GHz übertaktete Core i7 965 Extreme schluckt bei 1,325 Volt unter Last mehr als 180 Watt. Die notwendige Last generieren wir mit acht Threads von Core2MaxPerf:

Leistungsaufnahme Gesamtsystem CPU-Last in Watt (niedriger ist besser)
Cougar 1000 CM
416
be quiet! P7-Pro-750W
422
FSP Everest 1010
428
Nexus RX-8500
429

Abermals ist der Verbrauch unseres Testsystems mit dem Cougar 1000 CM am geringsten, es folgt das be quiet! Dark Power P7-Pro-750W vor dem FSP Everest 1010 und dem Nexus RX-8500. Schauen wir uns nun die Spannungen an:

Cougar 1000 CM: Abweichungen in %
 
+3,3V
0.61
+5V
1.4
+12V
1.17

be quiet! P7-Pro-750W: Abweichungen in %
 
+3,3V
1.52
+5V
0.4
+12V
1.67

FSP Everest 1010: Abweichungen in %
 
+3,3V
3.03
+5V
3.4
+12V
0.75

Nexus RX-8500: Abweichungen in %
 
+3,3V
0.61
+5V
1
+12V
0.17

Auch diesmal liefern Cougar 1000 CM und be quiet! Dark Power P7-Pro-750W sehr gute Werte, während das FSP Everest 1010 wieder etwas viel Spannung auf die +5V-Schiene und etwas wenig auf die +3,3V-Schiene schickt. Die stabilsten Werte erhalten wir mit dem Nexus RX-8500.




Im Test: Cougar CM mit 700 und 1000 Watt - Druckansicht - Seite 10 von 13

Messergebnisse: GPU-Last
Nun erzeugen wir Last auf der Grafikkarte und messen nochmals den Stromverbrauch sowie die Spannungen. Wir verwenden die Software Furmark (etqw.exe), mit der wir eine Belastung erzeugen, welche die Anforderungen normaler Spiele deutlich übertsteigt. Auch diese Art der Belastung erzeugt einen sehr gleichmäßigen Stromverbrauch.

Testkonfiguration: 600 bis 750 Watt
Die Radeon HD 4870 X2 ist zweifelsohne ein anspruchsvoller Stromschlucker. Furmark läuft im Vollbild-Modus mit einer Auflösung von 1280 x 1024 Bildpunkten. Auf Kantenglättung haben wir verzichtet, da diese den Stromverbrauch sinken lässt.

Leistungsaufnahme Gesamtsystem GPU-Last in Watt (niedriger ist besser)
be quiet! E7-CM-680W
526
be quiet! P7-Pro-750W
526
Cougar 700 CM
530

Trotz Verbrauchswerten von deutlich über 500 Watt, liegen die drei Netzteile dicht beisammen. Diesmal fällt das Cougar 700 CM leicht hinter die Modelle von be quiet! zurück, die auf exakt den selben Messwert kommen. Und die Spannungen?

Cougar 700 CM: Abweichungen in %
 
+3,3V
3.64
+5V
1
+12V
2.58

be quiet! E7-680W: Abweichungen in %
 
+3,3V
2.42
+5V
1.8
+12V
2.17

be quiet! P7-Pro-750W: Abweichungen in %
 
+3,3V
1.52
+5V
0
+12V
2.17

Die Radeon HD 4870 X2 belastet die +12V-Schiene enorm, dennoch schlagen sich die Netzteile gut und die maximalen Abweichungen liegen zwischen 2,17 und 2,58 Prozent. Das Dark Power Pro P7-Pro-750W kann hier seinen Leistungsvorteil in die Waagschale werfen und liefert die besten Resultate. Beim Cougar 700 CM schwächelt nach wie vor die +3,3V-Leitung, bleibt aber innerhalb der erlaubten Werte.

Testkonfiguration: 750 bis 1000 Watt
Auch wenn der Core i7 965 Extreme massiv auf 3,73 GHz übertaktet wurde, die Hauptverbraucher sind eindeutig die drei Grafikchips. Abermals generieren wir den Grafiklast mit Hilfe von Furmark mit einer Auflösung von 1280 x 1024 Bildpunkten und ohne Kantenglättung.

Leistungsaufnahme Gesamtsystem GPU-Last in Watt (niedriger ist besser)
Cougar 1000 CM
692
be quiet! P7-Pro-750W
708
Nexus RX-8500
720
FSP Everest 1010
726

Diese Extrembelastung kann das Cougar 1000 CM nicht schrecken und mit 692 Watt arbeitet unser Testsystem ganze 16 Watt sparsamer als mit dem be quiet! Dark Power P7-Pro-750W. Damit dürfte auch der letzte Zweifel beseitigt sein, dass wir mit dem Cougar 1000 CM ein echtes Bronze-Netzteil vor uns haben. Nexus RX-8500 und FSP Everest 1010 sind diesmal weit abgeschlagen.

Cougar 1000 CM: Abweichungen in %
 
+3,3V
1.21
+5V
1
+12V
0.25

be quiet! P7-Pro-750W: Abweichungen in %
 
+3,3V
2.12
+5V
0.6
+12V
3.08

FSP Everest 1010: Abweichungen in %
 
+3,3V
3.94
+5V
3.4
+12V
3.08

Nexus RX-8500: Abweichungen in %
 
+3,3V
1.21
+5V
2.4
+12V
0.25

Nun endlich kann das Cougar 1000 CM seine Qualitäten (und seine zusätzlichen Leistungsreserven) ausspielen und zeigt die beste Spannungsstabilität. Die +12V-Schiene des be quiet! Dark Power P7-Pro-750W ist in diesem Durchgang bis an ihren Grenzen belastet, so dass die Abweichungen über drei Prozent steigen. Das Nexus RX-8500 ist 100 Watt stärker und hat daher mehr Spielraum, auffällig sind jedoch die Verbrauchsschwankungen, welche bei diesem Netzteil bis über 800 Watt reichen. Das FSP Everest 1010 wirkt mit unserer Testkonfiguration nicht sonderlich glücklich, bleibt aber zumindest stabil.




Im Test: Cougar CM mit 700 und 1000 Watt - Druckansicht - Seite 11 von 13

Messergebnisse: CPU+GPU-Last
Im vierten und letzten Messlauf mischen wir CPU- und GPU-Last. Hierzu lassen wir die Programme Furmark und Core2MaxPerf zeitgleich laufen, was auf Systemen mit einer einzelnen GPU zur höchstmöglichen Auslastung führt. Wir testen jedoch mit zwei bzw. drei Grafikprozessoren, so dass die anderwertig verwendete CPU-Last den Grafikprozessoren fehlt und wir nur noch die zweithöchste Auslastung sehen. Bei dieser Konstellation schwankt der Stromverbrauch viel stärker.

Testkonfiguration: 600 bis 750 Watt
In der geringeren Gewichtsklasse lassen wir Core2MaxPerf mit vier Threads auf den Core i7 965 Extreme los, wobei der Prozessor auf 3,60 GHz übertaktet wurde. Furmark läuft abermals auf der Radeon HD 4870 X2 im Vollbild-Modus mit einer Auflösung von 1280 x 1024 Bildpunkten und ohne Kantenglättung.

Leistungsaufnahme Gesamtsystem CPU+GPU in Watt (niedriger ist besser)
be quiet! E7-CM-680W
394
be quiet! P7-Pro-750W
400
Cougar 700 CM
410

Dieser Durchlauf bringt uns die deutlichsten Unterschiede: Während sich das Straight Power E7-680W klar an der Spitze festsetzen kann, fällt das Cougar 700 CM diesmal deutlich zurück. Wir haben alle Messungen dreimal durchgeführt und obige Reihenfolge wurde in jedem Testlauf bestätigt. Und die Spannungen?

Cougar 700 CM: Abweichungen in %
 
+3,3V
3.64
+5V
0
+12V
1.17

be quiet! E7-680W: Abweichungen in %
 
+3,3V
2.12
+5V
1.4
+12V
1.17

be quiet! P7-Pro-750W: Abweichungen in %
 
+3,3V
1.21
+5V
0.4
+12V
1.67

Abermals überzeugen Cougar 700 CM und Straight Power E7-680W mit einer sehr stabilen +12V-Schiene, die stabilsten Spannungen dürfen wir jedoch dem Dark Power Pro P7-Pro-750W bescheinigen. Wie schon beim Durchlauf GPU-Last bricht die +3,3V-Schiene des Cougar 700 CM um 3,64 Prozent ein.

Testkonfiguration: 750 bis 1000 Watt
Angesichts der drei Grafikprozessoren verliert der auf 3,73 GHz übertaktete Core i7 965 Extreme seinen Schrecken. Wir belasten die CPU mit vier Threads von Core2MaxPerf, doch das bremst Furmark, welches im Vollbild-Modus mit einer Auflösung von 1280 x 1024 Bildpunkten und ohne Kantenglättung läuft, aus. Daher bricht der Gesamtverbrauch unseres Testsystems deutlich ein:

Leistungsaufnahme Gesamtsystem CPU+GPU in Watt (niedriger ist besser)
Cougar 1000 CM
500
be quiet! P7-Pro-750W
514
Nexus RX-8500
526
FSP Everest 1010
526

Mit 500 Watt setzt das Cougar 1000 CM die Bestmarke, das be quiet! Dark Power P7-Pro-750W schlägt sich wacker und die Modelle Nexus RX-8500 und FSP Everest 1010 sind abermals abgeschlagen.

Cougar 1000 CM: Abweichungen in %
 
+3,3V
0.61
+5V
1.4
+12V
1.17

be quiet! P7-Pro-750W: Abweichungen in %
 
+3,3V
1.52
+5V
0
+12V
2.17

FSP Everest 1010: Abweichungen in %
 
+3,3V
3.64
+5V
3.4
+12V
1.67

Nexus RX-8500: Abweichungen in %
 
+3,3V
1.21
+5V
1.4
+12V
0.25

Die stabilsten Werte messen wir beim Cougar 1000 CM und beim Nexus RX-8500. Das be quiet! Dark Power P7-Pro-750W zollt auf der +12V-Schiene seiner Leistungsklasse Tribut und das FSP Everest 1010 kann mit seiner anderthalb Jahre alten Technik nicht mehr um die Spitzenplatzierungen mitkämpfen.




Im Test: Cougar CM mit 700 und 1000 Watt - Druckansicht - Seite 12 von 13

Stromverbrauch im Standby
Im Standby sollte der Computer möglichst wenig Strom verbrauchen. Sind die getesteten Netzteile auch dann noch Stromsparer, wenn das System heruntergefahren wurde?

Leistungsaufnahme Gesamtsystem Standby (niedriger ist besser)
be quiet! E7-400W
2.4
be quiet! E7-CM-680W
2.4
be quiet! TFX 300W
2.5
be quiet! SFX 350W
2.7
be quiet! L7-350W
2.9
be quiet! L7-430W
2.9
Xigmatek NRP-PC402
2.9
be quiet! L7-300W
3.0
be quiet! L7-530W
3.0
NesteQ ECS 5001
3.0
NesteQ ECS-XS-500
3.2
be quiet! P7-Pro-750W
3.2
FSP Everest 1010
3.2
Cougar 700 CM
3.3
Nexus RX-8500
3.3
Cougar 1000 CM
3.4

Verbräuche unter vier Watt sind schwer zu messen. Obwohl der Hersteller unsere Messgeräte bis 0,2 Watt freigegeben hat, betrachten wir obige Ergebnisse in erster Linie als untereinander vergleichbar. Im Standby spielt die Leistungsklasse keine Rolle mehr, hier sind andere Künste gefragt. Die beiden CM Netzteile von Cougar verbrauchen etwas mehr als die übrigen Geräte ihrer Klasse, während die Straight Power E7 Baureihe von be quiet! besonders sparsam ist. Auf das Jahr umgerechnet bedeutet jedes Watt Stromkosten in Höhe von knapp zwei Euro (angenommener Preis: 22 Cent pro kWh).

Schalldruck
Markennetzteile sind in den letzten Jahren nicht nur immer effizienter, sondern auch immer leiser geworden. Wir rüsten unser Testsystem mit einer Grafikkarte vom Typ MSI RX2400Pro-TD256EH auf den passiven Betrieb um und lassen es für die Schallpegelmessung ohne Festplatte ca. 15 Minuten in der BIOS-Konfiguration laufen. Damit die Grundlast nicht zu gering ausfällt, wurde der Core i7 965 Extreme auf 3,73 GHz (1,325 Volt) übertaktet, nun liegen ca. 153 Watt an. Wir haben den Schallpegel aus einer Entfernung von 35 cm gemessen und anschließend auf einen Abstand von einem Meter umgerechnet. Dies war erforderlich, da die meisten Netzteile tatsächlich sehr, sehr leise arbeiten.

Schalldruck in dB(A), IDLE, Abstand 1 Meter (niedriger ist besser)
be quiet! E7-400W
21.18
be quiet! L7-530W
21.78
be quiet! L7-300W
22.28
be quiet! L7-430W
22.48
Cougar 700 CM
23.08
Nexus RX-8500
23.08
be quiet! L7-350W
23.18
NesteQ ECS 5001
23.18
Cougar 1000 CM
23.98
NesteQ ECS-XS-500
24.18
be quiet! P7-Pro-750W
24.68
be quiet! E7-CM-680W
24.78
be quiet! TFX 300W
25.98
FSP Everest 1010
28.38
be quiet! SFX 350W
30.38
Xigmatek NRP-PC402
31.98

Mit 23,08 dB(A) unterbietet das Cougar 700 CM seine Mitbewerber von be quiet! um gut anderthalb Dezibel. Ebenso leise arbeitet das Nexus RX-8500, das auch einen Lüfter mit 140 mm Durchmesser verwendet. Doch auch das Cougar 1000 CM ist kaum lauter und kommt auf 23,98 dB(A). Für das menschliche Ohr ist es kaum möglich, einen Unterschied zwischen diesen drei Geräten zu hören. Die 28,38 dB(A) des FSP Everest 1010 fallen hingegen sogleich als merklich lauter auf.




Im Test: Cougar CM mit 700 und 1000 Watt - Druckansicht - Seite 13 von 13

Fazit:
Unter seiner Marke Cougar bietet der altbekannte Hersteller HEC sehr interessante Netzteile der oberen Preisklasse an. Nicht nur hinsichtlich ihrer orangefarbenen Lackierung fallen diese Geräte auf, auch in Bezug auf Qualität, Laufruhe und Spannungsstabilität können die Netzteile der CM-Serie überzeugen.

Cougar 700 CM (HEC-700TE)
GutDas 700 Watt starke Cougar 700 CM weiß zu gefallen. Zu Straßenpreisen ab 110 Euro bekommt man hier ein "80 Plus Bronze" zertifiziertes Netzteil mit Kabelmanagement, dessen großer 140mm-Lüfter im lastfreien Betrieb unhörbar leise arbeitet. Auch in Bezug auf die Energieeffizienz und die Spannungsstabilität kann das Gerät überzeugen, doch in diesen beiden Punkten ist das be quiet! E7-CM-680W noch ein wenig besser. Das gilt auch für das Kabelmanagement, welches Cougar beim 700 CM nur teilweise realisiert hat - zwei PEG-Kabel, ein Laufwerksstrang sowie die ATX-Hauptanschlüsse sind weiterhin fest mit dem Netzteil verbunden. Zudem würden wir uns einen etwas geringeren Verbrauch im Standby-Betrieb wünschen. Für die Spitzenposition reicht es heute zwar nicht, aber dennoch ist das Cougar 700 CM ein gutes Gerät und kostet auch etwas weniger als die Vergleichsgeräte von be quiet!.


Fotostrecke mit weiteren und größeren Fotos...

Cougar 1000 CM (HEC K10TB)
Editor's ChoiceWas dem Cougar 700 CM nicht ganz gelingt, vermag das Cougar 1000 CM beeindruckend umzusetzen: Dieses satte 180 mm tiefe Netzteil überzeugt auf der ganzen Linie. Es arbeitet für seine Leistungsklasse sehr leise (kaum lauter als das 700 CM), zeigt eine vorbildliche Stabilität auf allen Spannungskreisen (alle Abweichungen liegen unter 2 Prozent) und ist zudem extrem sparsam. Egal ob lastfrei, CPU- oder Grafiklast, an den Wirkungsgrad des Cougar 1000 CM kommt keines der Vergleichsgeräte heran. Damit dürfte auch die Frage "80 Plus Bronze" oder nicht zu Gunsten des 1000 CM beantwortet sein. Lediglich im Standby genehmigt es sich für unseren Geschmack etwas zuviel Strom. Die Ausstattung des Cougar 1000 CM ist umfassend und alleine für Grafikkarten stehen sechs Anschlüsse zur Verfügung. Auch das Kabelmanagement wurde hier konsequenter umgesetzt und kein Laufwerksstrang fest mit dem Gerät verbunden.


Fotostrecke mit weiteren und größeren Fotos...

Im Handel beginnen die Preise bei 160 Euro, damit ist das Cougar 1000 CM sogar günstiger als die 1000W-Modelle von be quiet! und FSP. Keine Frage, dies ist ein Fall für unseren "Editor's Choice". Weiter so, Cougar!




Unser Dank gilt Cougar für die Teststellung der Netzteile.







© copyright 1998-2021 by Dipl.-Ing. Michael Doering
www.Au-Ja.de / www.Au-Ja.org / www.Au-Ja.com / www.Au-Ja.net ist eine Veröffentlichung von Dipl.-Ing. Michael Doering.
Alle Marken oder Produktnamen sind Eigentum der jeweiligen Inhaber. Alle Inhalte spiegeln die subjektive Meinung der jeweiligen Autoren wieder und sind geistiges Eigentum dieser Autoren. Alle Angaben sind ohne Gewähr! Wir setzen bei Nutzung unserer Publikation ausdrücklich die Verwendung des gesunden Menschenverstandes voraus. Sollten Sie mit dieser Voraussetzung nicht einverstanden sein, verstoßen sie gegen unsere Nutzungsbedingungen! Die Verwendung jeglicher Inhalte - auch auszugsweise - ist nur mit ausdrücklicher, schriftlicher Genehmigung erlaubt. Die Nutzung kurzer Ausschnitte für Nachrichten-Ticker ist hiervon ausdrücklich ausgenommen! Die geheimdienstliche Erfassung und Verarbeitung dieser Internetseite ist strengstens untersagt!
Sollten Ihnen über Hyperlink verknüpfte externe Inhalte auffallen, welche mit der deutschen oder europäischen Rechtssprechung in Widerspruch stehen, bitten wir um eine kurze Meldung. Kommentare und Hinweise zu rechtswidrigen Inhalten unseres lokalen Angebotes sind natürlich ebenfalls erwünscht. Weitere Informationen finden Sie im Impressum!

www.Au-Ja.de - http://www.au-ja.de/review-cougar-cm-700-1000-print.phtml