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Cougar Evolution BO - Eine Revolution in Schwarz und Orange? - Druckansicht - Seite 1 von 12

Nachdem wir mit Lian Lis PC-U6 zuletzt ein extravagantes Micro-ATX-Gehäuse testeten, beschäftigen wir uns heute wieder mit einem typischen Gamer-Tower: Die frisch überarbeitete Version des Cougar Evolution mit dem Namenszusatz "BO". Und da sich Cougars Evolution BO an Enthusiasten richtet, viel Platz sowie exzellente Kühlmöglichkeiten verspricht, werden wir diesess Stahlgehäuse bis an seine Grenzen fordern.


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Wenn wir hier von Grenzen sprechen, meinen wir das ernst: Bewaffnet mit neun Festplatten, einem Solid-State-Drive, einem optischen Laufwerk, sieben Lüftern, einer kompakten Flüssigkeitskühlung und der übergroßen Grafikkarte MSI HD6970 Lightning 2GB begeben wir uns an die Werkbank. Kann Cougars Evolution BO diese Menge an Komponenten bewältigen und unsere hohen Erwartungen an seine Verarbeitung, die Montagefreundlichkeit und die Kühlung erfüllen?


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Die Eckdaten
Cougar bewirbt das Evolution BO auf seiner Homepage mit den folgenden technischen Merkmalen:

ModellbezeichnungEvolution BO
FormatTower-Gehäuse, ATX
Abmessungen (BxHxT)223 x 514 x 523 mm
MaterialStahl, 0,7 mm stark
Außenfarbeschwarz und orange
Innenfarbeschwarz und orange
MainboardATX, Micro-ATX, Mini-ITX, DTX
Erweiterungskarten8, Lochblechblenden
Länge max. 305 mm
CPU-KühlerHöhe max. 180 mm
Laufwerksschächte6 x 5,25" (extern)
4 x 3,5" oder 2,5" (intern)
Festplatten-DockSATA, für 2,5" und 3,5"
Lüfterregelung2 Kanäle, maximal 6 Lüfter
Lüfterhinten: 1 x 120 mm, Vortex HDB vorinstalliert
vorne: 2 x 120 mm (optional, Staubfilter)
oben: 2 x 120 mm (optional)
links: 1 x 140 mm (optional)
unten: 1 x 140 mm (optional, Staubfilter)
Anschlüsse2 x USB 3.0
2 x USB 2.0
Kopfhörer und Mikrofon
Kabelmanagementvorhanden
Schlauchdurchführungzwei
NetzteilATX, bis zu 305 mm

Im Lieferumfang sind alle notwendigen Schrauben, Gewindebolzen und das übrige Montagematerial enthalten. Für den Einbau externer 3,5-Zoll-Geräte legt Cougar einen schwarzen Adapterrahmen bei, der in einem der 5,25-Zoll-Schächte Platz findet. Dieser Rahmen besteht aus Blech und trägt eine schwarze Kunststoffblende.


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Vier schwarze Klettkabelbinder und drei aus Kunststoff sollen dabei helfen, Ordnung im Gehäuse zu schaffen. Für die integrierte 2-Kanal-Lüfterregelung packt Cougar zwei Adapter in den Karton, welche den Anschluss von drei Lüftern pro Kanal ermöglichen. Insgesamt lässt sich damit die Drehzahl von sechs Gehäuselüftern steuern.




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Die Frontseite
Das Cougar Evolution BO ist von innen wie außen schwarz lackiert. Die Frontblende, der Bodensockel und der Deckel bestehen aus schwarzem Kunststoff und sind mit dem Blechkörper verschraubt. Zusammen bilden diese drei Elemente zwei durchgehende Kanten, die das Gehäuse als stimmige Einheit erscheinen lassen.


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Im Gegensatz zur ersten Version dieses Midi-Towers hat Cougar beim Evolution BO auch seine Markenfarbe Orange integriert - "BO" bedeutet somit "Black" und "Orange". Die orangefarbenen Applikationen bestehen aus gelochtem Aluminium, sie wurden am Kunststoff mit Hilfe von Rastnasen fixiert. Das eloxierte Aluminium prägt insbesondere die Gehäusefront, findet sich aber auch im Deckel sowie am linken Seitenteil.


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Die Frontblende ist mit Federklemmen am Korpus fixiert und lässt sich mit mäßigem Kraftaufwand lösen. Da Cougar die Schalter und Anschlüsse im Deckel platziert, gibt es auch keinen Kabelsalat. Die obere Hälfte der Gehäusefront besteht aus sechs 5,25-Zoll-Schächten, wobei vor den drei unteren Einschüben eine Lüfterhalterung inklusive Staubfilter verschraubt wurde.


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Darunter folgt ein weiteres Lüfterfach mit Staubfilter, welches zur Kühlung der Festplatten dient. Unterstützt werden in beiden Fällen Lüfter mit 120 mm Durchmesser, doch im Lieferumfang sind diese leider nicht enthalten. Zumindest den unteren Halter würden wir bestücken, um einen klaren Luftfluss aufzubauen.


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Da wir alle 5,25-Zoll-Schächte für Laufwerke und Wechselrahmen benötigen, entfernen wir die Blenden. Diese lassen sich später wieder einsetzen und wurden sehr sorgfältig gefertigt. Selbst die Kanten des Lochblechs sind entgratet und stellen keine Verletzungsgefahr dar.




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Die Laufwerksschächte
Cougar hat die sechs externen 5,25-Zoll-Einschübe des Evolution BO mit Schnellverschlüssen versehen, die eine werkzeuglose Montage erlauben. Auch hier greift der Hersteller wieder auf seine Markenfarbe Orange zurück. Zusätzlich besteht die Möglichkeit, alle Geräte beidseitig zu verschrauben.


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Weiter unten befindet sich der Festplattenkäfig mit seinen vier Schubladen für Datenträger in den Formaten 3,5 und 2,5 Zoll. Mit Hilfe von zwei gefederten Rändelschrauben lässt sich der Käfig schnell lösen und herausziehen.


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Die orangefarbenen Träger bestehen aus Kunststoff, sie verlaufen quer zur Gehäusefront. Ihre Seiten verlängern sich zu Klammern, welche sie im Käfig fixieren. Drückt man die beiden Klammern leicht aufeinander zu, kann man den Schlitten ohne Kraftaufwand herausziehen.


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Wer Datenträger im 2,5-Zoll-Format verbauen möchte, muss diese am Träger verschrauben. 3,5-Zoll-Festplatten werden hingegen schraublos mit Hilfe von Kunststofflaschen am Träger fixiert, wobei Silikonscheiben für die Entkopplung sorgen.


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Da Cougar den Festplattenkäfig mit Gleitkufen und das Gehäuse mit einer passenden Führung versehen hat, lässt sich dieser ebenso schnell wieder einsetzen, wie wir ihn herausgeholt haben. Um eine ausreichende Kühlung der Festplatten zu gewährleisten, sollte man unbedingt den unteren Lüfterrahmen bestücken.




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Deckel, Anschlüsse und SATA-Dock
Wir haben das Cougar Evolution BO auf die Seite gelegt, um einen Blick auf seinen Deckel zu erhaschen. Dieser gliedert sich von links nach rechts bzw. von vorne nach hinten in drei Zonen: Die Anschlüsse, Regler und Schalter, das Festplatten-Dock sowie die oberen Lüfterplätze.


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Wie die Front ist auch der Deckel abnehmbar, er wird rückseitig von zwei Schrauben gehalten und ist in der Länge mit diversen Kunststoffnasen fixiert. Im vorderen Bereich ist allerdings Vorsicht geboten, denn hier befinden sich sämtliche Kabel des Gehäuses.


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Cougar führt diese Kabel senkrecht nach unten bzw. nach vorne, was die Bestückung des oberen 5,25-Zoll-Einschubs erheblich erschwert. Nur mit äußerster Vorsicht gelang es uns, die Kabel seitlich bzw. nach hinten wegzuführen und ein optisches Laufwerk in diesen Schacht zu schieben.


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Im hinteren Bereich bietet der Deckel unter halb des orangefarbenen Lochblechs Platz für zwei Lüfter mit 120 mm Durchmesser, hierzu werden die beiden inneren Lochbleche entfernt. Leider ist der Abstand zum Mainboard zu gering, um an dieser Stelle einen Radiator zu montieren.


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Das Festplatten-Dock befindet sich unter einer Klappe, welche Cougars Firmenlogo trägt, sie schützt die SATA-Anschlüsse vor Staub und Beschädigungen. Das Dock kann SATA-Laufwerke in den Bauformen 3,5 und 2,5 Zoll aufnehmen, direkt vor dem Dock befinden sich die Frontanschlüsse und Schalter.


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Von links nach rechts sind dies die Klinkenbuchsen für Mikrofon und Kopfhörer, vier USB-Ports, von denen zwei bereits der dritten Generation entsprechen, und dazwischen der Power-Schalter. Ganz rechts folgen die Laufwerks-LED und die versenkte Reset-Taste. Den Power-Schalter umgibt ein Kranz, bei dem es sich um den Drehregler für die manuelle Lüftersteuerung handelt. Zwischen den beiden Kanälen schaltet man mit Knöpfen um, die sich rechts und links des Drehreglers befinden.




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Lüfter, Mainboard-Träger und Netzteil
Bevor wir mit dem Einbau beginnen, verschaffen wir uns noch einen Überblick des restlichen Innenraums. Cougars Evolution BO ordnet das Mainboard oberhalb des Netzteils an, der Mainboard-Träger ist dabei fest am Gehäuse vernietet und kann nicht entfernt werden. Eine große Aussparung im Träger ermöglicht das nachträgliche Verschrauben oder Entfernen leistungsstarker CPU-Kühler.


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Die maximale Höhe des CPU-Kühlers wurde mit 180 mm sehr großzügig bemessen. Den Mainboard-Träger umgeben zahlreiche Durchbrüche, dank derer man die meisten Kabel hinter der Hauptplatine verstecken kann. Cougar verzichtet glücklicherweise auf die üblichen Gummimuffen, welche eigentlich die Kabel schützen sollen, sich in der Praxis aber immer lösen.


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Da alle Kanten im und am Evolution BO sorgfältig entgratet wurden und der Hersteller die Kabeldurchführungen mit einem zusätzlichen Wulst versehen hat, sehen wir hierin kein Problem. Auf der Rückseite des Mainboard-Trägers finden wir einen flachen Kabelkanal, es fehlt jedoch an Ösen, um die Kabel daran zu verzurren. Das Evolution BO besitzt acht Slotblenden für Erweiterungskarten, so dass man auch im untersten Steckplatz eine Grafikkarte im Dual-Slot-Design verbauen kann.


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Cougar hat die Slotblenden mit Luftschlitzen versehen, um den Luftfluss zu erhöhen. Der einzige im Lieferumfang enthaltene Lüfter hat einen Durchmesser von 120 mm, er befindet sich auf der Rückseite neben den I/O-Anschlüssen des Mainboards und bläst die vom Prozessor aufgeheizte Luft aus dem Gehäuse heraus. Oberhalb des Lüfters dienen zwei runde Öffnungen zum Herausführen der Schläuche externer Wasserkühlungen.


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Ganz unten befindet sich der Netzteilschacht. Sofern kein Lüfter im Boden des Evolution BO verbaut wird, haben wir bis zum Festplattenkäfig 305 mm Platz. Das Netzteil kann um 180 Grad gedreht werden, so dass sein Bodenlüfter wahlweise nach unten oder nach oben zeigt. Unterhalb des Netzteils hat Cougar einen großen Staubfilter verbaut, der auch den optionalen 140-mm-Lüfter abdeckt.




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Die zu verbauende Hardware
Da unser Testaufbau diesmal sehr umfangreich geraten ist, müssen wir etwas ausführlicher auf die zu verbauende Hardware eingehen. Wir werden alle Laufwerksschächte des Cougar Evolution BO bestücken und haben hierfür neun Festplatten sowie ein Solid-State-Laufwerk bereit gelegt.


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Um diese einbauen zu können, müssen wir zuvor fünf der 5,25-Zoll-Schächte umrüsten. Cougar hat uns hierfür zwei Wechselrahmen vom Typ SD-11 zur Verfügung gestellt, drei weitere Rahmen haben wir nachgekauft.


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Ein einzelner Lüfter wäre für unseren Aufbau ebenfalls etwas mager, daher haben wir zusätzlich drei Lüfter des Typs Cougar Vortex 120 HDB (120 mm) sowie zwei des Typs Cougar Vortex 140 HDB (140 mm) besorgt.


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Hier nun die komplette Übersicht der in diesem Test verwendeten Komponenten:

Eine ganze Menge Holz, wie man so schön sagt. Also halten wir uns nicht weiter mit dem Vorspiel auf und beginnen lieber mit dem Einbau.




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Einbau der Laufwerke
Wir beginnen mit den Wechselrahmen vom Typ Cougar SD-11. Obwohl Cougar diese speziell für den Einsatz in seinem Evolution BO konzipiert hat, passen diese Rahmen natürlich auch in andere Gehäuse mit einem freien 5,25-Zoll-Schacht. Wie wir schmerzhaft feststellen mussten, hat der Hersteller die Wechselrahmen und ihre Einschübe nicht entgratet. Nur einmal nicht aufgepasst und schon drohen böse Schnittverletzungen!


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Damit steht die Ausführung der optionalen Wechselrahmen im Kontrast zur vorbildlichen Verarbeitung des Evolution BO, hier sollte Cougar dringend nachbessern. Bei der Montage der Wechselrahmen fällt zudem auf, dass entweder die Rahmen um gut einen Millimeter zu schmal oder die Schächte etwas zu breit sind. Jedenfalls greifen die Schnellbefestigungen nicht perfekt in die Bohrungen der Rahmen, so dass etwas Spiel bleibt und Vibrationen drohen.


Video: Einbau der optionalen Wechselrahmen Cougar SD-11

Dieses Problem tritt auch mit unserem optischen Laufwerk auf, doch zum Glück lässt es sich leicht beheben: Damit sich die Laufwerke später nicht in ihren Schächten bewegen, fixieren wir sie auf beiden Seiten mit jeweils zwei Schrauben. Dies scheint auszureichen, denn im Testlauf des fertig aufgebauten Systems rappelt und klappert erfreulicherweise nichts.


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Bei der Montage des optischen Laufwerks im obersten 5,25-Zoll-Schacht stören die Kabel, welche von der Lüftersteuerung, den Frontanschlüssen und dem Festplatten-Dock ins Gehäuse ragen. Mit einigem Aufwand und viel Geduld konnten wir die Kabel rechts und links oberhalb des Laufwerks sowie seitlich daran vorbeiführen. Schade dass Cougar unterhalb des Deckels nicht mehr Platz oder alternativ eine Kabelführung eingeplant hat.


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Zum Einbau der übrigen vier Festplatten verwenden wir den dedizierten Festplattenkäfig, in dessen Schubladen sich die 3,5-Zoll-Laufwerke spielend leicht montieren lassen. Man löst die Kunststofffixierung auf der einen Seite des Trägers, kippt die Festplatte in die Aufnahmestifte auf der anderen Seite und legt sie in den Rahmen.


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Danach drückt man die Fixierung in die Bohrungen des Laufwerks und schiebt den Rahmen zurück in den Käfig. Sobald alle Festplatten eingerastet sind, schiebt man den Käfig zurück in seine Halterung. Dank einer klar definierten Führung funktioniert dies problemlos. Am Ende drehen wir noch die beiden Rändelschrauben fest, welche den Käfig an seinem Platz halten.




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Einbau der Lüfter
Von Hause aus findet sich im Cougar Evolution BO nur ein einziger Lüfter, was für ein PC-Gehäuse, welches sich insbesondere an Spieler richtet, etwas mager ist. Dieser Lüfter vom Typ Cougar Vortex 120 HDB wurde an der Rückseite montiert, wo er heiße Luft aus dem Gehäuse bläst. Er hat einen Durchmesser von 120 mm, neun Blätter und rotiert mit 1.200 U/min.


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Dabei befördert er 102,6 m3/h bei angenehm leisen 17,7 dB(A). Dank seines hydrodynamischen Lagers bietet er einen sehr guten Gleichlauf sowie eine hohe Lebenserwartung von 300.000 Stunden. Im Rahmen des Lüfters hat Cougar orangefarbene Gummipuffer angebracht, die zusammen mit den Gumminasen, welche die Befestigungsschrauben ersetzen, sämtliche Schwingungen absorbieren.


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Da wir auf der Rückseite des Evolution BO jedoch einen Flüssigkeitskühler verbauen möchten, ist der Vortex 120 HDB hier im Weg und wird kurzerhand unter den Deckel verlagert. Ein zweiter Lüfter gleicher Bauart leistet ihm dort Gesellschaft und zusammen befördern sie die warme Luft nach oben aus dem Midi-Tower.


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Auch das linke Seitenteil versehen wir mit einem Lüfter, der gegen unsere Grafikkarte blasen wird. Diesmal greifen wir zu Cougars Vortex 140 HDB mit 140 mm Durchmesser und neun Blättern. Auch dieses Modell verwendet ein hydrodynamisches Lager und rotiert mit 1.200 U/min, wobei ein Geräuschpegel von 19,2 dB(A) entsteht. Den Luftdurchsatz beziffert Cougar auf 119,8 m3/h.


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Zur Montage der Lüfter haben wir die von Cougar mitgelieferten Gumminasen verwendet, welche selbst am Seitenteil für eine gute Entkopplung sorgen. Es zeigte sich allerdings, dass die Gumminasen bei den 140er-Lüftern deutlich problemloser durch die Bohrungen flutschten, während sie sich bei den 120er-Modellen als ziemlich störrisch erwiesen und deutlich mehr Kraft erforderten.




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Einbau von Mainboard, Flüssigkeitskühler und Netzteil
Die Hauptplatine wird im Cougar Evolution BO ganz normal verschraubt, wobei einige Abstandshalter fest im Mainboard-Träger integriert sind, während wir andere zunächst noch einsetzen müssen. Maximal unterstützt der Midi-Tower das ATX-Format, kleinere Motherboards lassen sich natürlich ebenfalls verbauen.


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Für unseren Testaufbau verwenden wir MSIs Z68-GD80 (G3) mit dem Quad-Core-Prozessor Intel Core i5-2500K. Der Arbeitsspeicher stammt von Kingston, es handelt sich um vier 4 GByte große Module aus der HyperX-Serie.


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Um unseren Prozessor später schmerzlos auf 4,0 GHz zu bringen, verwenden wir den leistungsstarken Flüssigkeitskühler Antec H2O 920. Für dessen Einbau sollte man sich nach Möglichkeit ein zweites paar Hände holen, damit einer den Radiator mit den beiden Lüftern halten kann, während der zweite diesen mit dem Gehäuse verschraubt.


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Abermals greifen wir zu zwei Lüftern des Typs Cougar Vortex 120 HDB. Mit vier dieser 120-mm-Lüfter sollte es ein Leichtes sein, den Prozessor und dessen Umfeld kühl zu halten. Im Anschluss haben wir das Netzteil eingesetzt. Dieses findet seinen Platz ganz unten im Gehäuse und bezieht die Frischluft von unten. Eine Filtermatte, die neben dem Netzteil auch den unteren Lüfter abdeckt, hindert Staub, Flusen und andere Schwebteile am Eindringen.


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Der Filter sitzt in einem Kunststoffrahmen, der sich auf Gleitschienen bewegt und den man mühelos nach hinten herausziehen kann. Als Netzteil verwenden wir übrigens Cougars 700 CM (HEC-700TE), da wir heute Markentreue demonstrieren und es farblich sehr gut zum Evolution BO passt.




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Einbau von SSD und Grafikkarte, Verkabelung
Nachdem das optische Laufwerk und die neun Festplatten verstaut waren, blieb kein Einschub mehr für unser Solid-State-Drive. Natürlich hätten wir dieses Laufwerk einfach irgendwo mit einem Kabelbinder fixieren können, schließlich enthält es keine beweglichen Teile, doch es gibt auch eine elegantere Lösung:


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Im SATA-Dock ist das SSD gut aufgehoben und erfordert keine zusätzliche Verkabelung. Und das ist ein Segen, denn ehrlich gesagt sieht unser "Work in progress" noch erschreckend chaotisch aus:


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Kopfzerbrechen bereitet uns dann die Grafikkarte vom Typ MSI HD6970 Lightning 2GB, denn mit einer Baulänge von 310 mm entpuppt sie sich als echtes Längenmonster. Cougar gibt als maximale Baulänge 305 mm an, im Nachmessen kommen wir auf 304 mm bis zum Blech der Wechselrahmen. Allerdings benötigen die Anschlusskabel der Rahmen noch ein paar zusätzliche Millimeter.


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Schade, aber diese Inkompatibilität können wir dem Gehäuse nicht anlasten. Doch statt Trübsal zu blasen, greifen wir zu unserer Ersatzkarte, eine NVIDIA Quadro FX 4600, deren Einbau uns keinerlei Probleme bereitet.


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Nun, da die Montage der sperrigen Komponenten abgeschlossen ist, müssen wir noch etwas Ordnung schaffen. Bei elf Laufwerken fällt es gar nicht so leicht, die Strom- und Datenkabel sinnvoll zu verlegen. Die Durchführungen im Mainboard-Träger erweisen sich hierbei als sehr hilfreich, denn so können wir einen Großteil der Kabel hinter die Hauptplatine verlagern.


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Bedingt durch die große Anzahl von Laufwerken füllen sich der Bereich hinter den Laufwerkskäfigen und der Kabelkanal deutlich. Wir hätten uns über ein paar zusätzliche Millimeter gefreut, doch am Ende können wir das rechte Seitenteil mit sanftem Druck schließen und verschrauben.




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Testlauf und Lüfterregelung
Am Ende des Tages ist unsere Höllenmaschine sauber im Cougar Evolution BO verbaut und bereit für einen ersten Testlauf. Bevor wir mit diesem beginnen und dabei auch den Schallpegel und die Funktion der Lüfterregelung prüfen, wollen wir aber noch einen Blick auf das fertige Werk werfen:


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Das Cougar Evolution BO macht rundum einen gelungenen Eindruck, lediglich das Blau des "Evolution"-Schriftzugs passt nicht so recht ins Bild. Doch hier können wir Entwarnung geben, Cougar hat diesen mittlerweile in ein dunkles Grau geändert.


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Wir starten das System und die Power-LED lässt den runden Einschaltknopf blau erstrahlen. Ein kurzer Blick auf das Schallpegelmessgerät zeigt 39,7 dB(A) bei voller Lüfterdrehzahl, ein richtig guter Wert für einen Computer mit neun Lüftern (inklusive Grafikkarte und Netzteil) sowie neun Festplatten.


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Drücken wir auf einen der beiden Taster links und rechts vom Einschaltknopf, wechselt die LED ihre Farbe in grün. Nun können wir die Drehzahl der am jeweiligen Kanal angeschlossenen Lüfter mit Hilfe des Kranzes, welcher die Power-Taste umgibt, regeln.


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Drehen die Lüfter schneller, leuchtet die LED heller. Bremsen wir die Lüfter herunter, lässt auch die Intensität der LED nach. Sobald wir das Minimum oder Maximum erreicht haben, beginnt die LED zu blinken. Nach einigen Sekunden kehrt sie dann wieder zu ihrer Ausgangsfarbe Blau zurück.


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Unter Windows prüfen wir dann, wie cool unser System geworden ist. Zugegeben, die Umgebungstemperatur lag unter 20°C, dennoch ist das Resultat schon ziemlich cool ;-)




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Fazit: Cougar Evolution BO
Sehr GutCougar bietet mit seinem Evolution BO ein solides und sauber verarbeitetes Tower-Gehäuse, das hohe Ansprüche befriedigt und auch umfangreiche Hardware-Konfigurationen bewältigt. Die Lackierung und die Applikationen aus Kunststoff und Lochblech sehen nicht nur gut aus, sie sind auch sorgfältig ausgearbeitet. Mit einem SATA-Dock für 2,5- und 3,5-Zoll-Festplatten, vier USB-Anschlüssen, von denen zwei bereits der dritten Generation entsprechen, sowie Klinkenbuchsen für Mikrofon und Kopfhörer ist das Evolution BO gut ausgestattet. Hinzu kommt eine manuelle Lüfterregelung mit zwei Kanälen und Adaptern für bis zu sechs Lüfter. Das Evolution BO kann übrigens sieben Lüfter (2 x 140 mm und 5 x 120 mm) beherbergen, das ist reichlich. Dass im Lieferumfang allerdings nur ein 120-mm-Lüfter enthalten ist, finden wir hingegen etwas mager. Dafür ist dieser von sehr guter Qualität.


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Der Einbau der Hardware verläuft weitestgehend problemlos, insbesondere die Festplattenträger konnten uns mit einer werkzeuglosen Montage und ihren vibrationsdämpfenden Silikonscheiben überzeugen. Auch in den 5,25-Zoll-Schächten werden die Laufwerke ohne Werkzeug befestigt, doch hier bleibt für unseren Geschmack zu viel Spiel. Glücklicherweise kann man dieses Problem ganz leicht mit im Lieferumfang enthaltenen Schrauben lösen. Wer den obersten 5,25-Zoll-Einschub nutzen möchte, wird dabei feststellen, dass Cougars Kabelführung nicht gerade ideal ist. Mit etwas Sorgfalt lässt sich aber auch hier ein Laufwerk unterbringen. Bleibt noch das Problem mit unserer Grafikkarte: Um ein Monster wie die MSI HD6970 Lightning verbauen zu können, benötigen wir 312 mm, also die volle Baulänge. Leider unterstützt das Evolution BO lediglich Karten mit einer Länge von 305 mm und auch nur dann, wenn nicht alle 5,25-Zoll-Schächte genutzt werden. Das ist zumindest ein kleiner Fauxpas für ein Gamer-Gehäuse. Im Handel findet man das Cougar Evolution BO derzeit zu Preisen von knapp unter 100 Euro und die ist dieser Midi-Tower auf jeden Fall wert. Unser Urteil: Sehr Gut.




Fazit: Cougar SD-11
Optisch passt der Wechselrahmen SD-11 sehr gut zum Evolution BO. Zum Straßenpreis von 15 Euro bekommt man einen Träger und einen Wechselrahmen aus Blech, die Frontblende und der Bedieungshebel bestehen aus Kunststoff. Bei zwei der fünf verwendeten Rahmen gestaltete sich das Einschieben des Trägers etwas fummelig, ein wenig mehr Genauigkeit bei der Fertigung würde nicht schaden. Störender sind jedoch die scharfen, nicht entgrateten Blechkanten, an denen man sich leicht verletzen kann. Hier sollte Cougar unbedingt nachbessern. Kurzum: Man kann Cougars SD-11 kaufen, es gibt im gleichen Preissegment aber auch zahlreiche Alternativen.




Unser Dank gilt Cougar für die Bereitstellung des Gehäuses Evolution BO und des Wechselrahmens SD-11.







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