FazitEs gibt eine Redensart, die da lautet: "Es ist nicht alles Gold was glänzt". Bei Cougars GX 1050 trifft dieses Sprichwort erfreulicherweise nicht zu, denn dieses Netzteil kann einerseits eine 80Plus-Gold-Zertifizierung aufweisen und glänzt andererseits mit hervorragenden Testergebnissen. Was den Stromverbrauch betrifft, liegt das Cougar GX 1050 Kopf an Kopf mit dem NesteQ XS-1000 und schneidet nur in einer Messung etwas schlechter ab. Im Gegenzug bleiben die Spannungen bei Cougars GX 1050 ein wenig stabiler und der Lüfter arbeitet etwas leiser. Dafür bietet NesteQ die umfangreichere Ausstattung und ein viel flexibleres Kabelmanagement.
Wie beim NesteQ XS-1000 sind auch beim Cougar GX 1050 die Anschlusskabel für das Mainboard sowie zwei Stränge für Grafikkarten fest mit dem Netzteil verbunden. Hinzu kommen vier abnehmbare Kabel mit PEG-Steckern für weitere Grafikkarten. Während NesteQ für Laufwerke und Lüfter auf sein patentiertes "Enhanced Easy Connecting System" zurück greift und mit 14 Kabelsegmenten eine extrem flexible Konfiguration ermöglicht, verteilt Cougar 19 Stecker auf nur vier Kabelstränge. Auch der extrem lange ATX/EPS+12V-Strang mit seinen drei aneinander gereihten Anschlüssen kann uns nicht ganz überzeugen, das sich dieses Ungetüm im Bereich des CPU-Kühlers nur schwer bändigen lässt. Auf der anderen Seite bietet Cougar insgesamt aber mehr Anschlüsse.
Abgesehen von der eingeschränkten Flexibilität beim Kabelmanagement kann Cougars GX 1050 auf ganzer Linie überzeugen und die aktuellen Straßenpreise in Höhe von 225 Euro sind durchaus angemessen. NesteQs XS-1000 bewegt sich auf einem vergleichbaren Preisniveau, lediglich bei einem Anbieter ist es 20 Euro preiswerter. Unserer Ansicht nach ist das Cougar GX 1050 ein würdiger Nachfolger des Cougar 1000 CM und hat daher auch unseren Editor's Choice verdient.
Unser Dank gilt Cougar für die Teststellung des GX 1050.