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Cougar SE 400W - 400 Watt versilbert - Druckansicht - Seite 1 von 11

Kürzlich hatten wir uns fünf Netzteile der 400W-Klasse zwischen 15 und 50 Euro angesehen und heute legen wir mit dem Cougar SE 400W noch einmal nach. Dieses Netzteil, welches aktuell bei uns verlost wird, ist nochmals effizienter und wurde mit 80Plus Silber zertifiziert, doch dafür liegen seine Straßenpreise auch bei ca. 69,90 Euro. Lohnt sich der Aufpreis?


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Leistungsfaktorkorrekturfilter (PFC)
Das Thema "Power Factor Correction" müssen wir im heutigen Test einmal mehr aufgreifen, da zwei der Vergleichsgeräte lediglich eine passive Umsetzung bieten. Der PFC, egal ob passiv oder aktiv, soll unerwünschte Oberschwingungen minimieren und eine sinusförmige Spannungskurve sicherstellen. Diese Abweichungen von der Sinuskurve werden durch nichtlineare Verbraucher wie Schaltnetzteile verursacht, die den Strom in Form von kurzen, hohen Stromimpulsen ziehen. Die höherfrequenten Abweichungen sind in zweierlei Hinsicht problematisch: Einerseits können sie zu Störungen bei anderen elektrischen Geräten führen, andererseits verursachen die Blindströme Verluste im Leitungsnetz und in den Transformatoren des Stromversorgers. Daher gilt in Europa seit dem 1. Januar 2001 die Norm DIN EN 61000-3-2, welche für alle Netzteile, die mehr als 75 Watt aus dem Stromnetz ziehen, einen Leistungsfaktorkorrekturfilter vorschreibt. Erstrebenswert ist ein Leistungsfaktor (Verhältnis zwischen Wirk- und Scheinleistung) von 1,0. Mit Schaltnetzteilen ohne PFC kann man jedoch maximal einen Wert von 0,6 erreichen.

Passive Filter bestehen aus Reihen einfacher Drosselspulen. Diese Lösung ist zwar einfach und preiswert, doch mit steigender Leistung werden auch die Spulen immer größer und das Netzteil schwerer. Zudem erzeugen die Spulen Verlustwärme und verschlechtern damit den Wirkungsgrad des Netzteils. Sinnvoll ist eine passive Lösung bis ca. 200 Watt, aus Kostengründen kommen aber auch bei stärkeren Netzteilen passive Filter zum Einsatz. Maximal erreicht man mit passiver PFC einen Leistungsfaktor von 0,8.

Aktive Filter sind aufwändiger und die hierfür notwendigen Bauteile teurer. Sie arbeiten mit Pulsbreitenmodulation, doch die Transistoren der aktiven PFC erzeugen dabei selbst höherfrequente Störungen. Somit kommt zusätzlich ein passiver Filter zum Einsatz, dessen Spulen jedoch deutlich geringer dimensioniert sind. Netzteile mit aktiver PFC arbeiten kühler, sind kleiner und leichter und erreichen üblicherweise einen Leistungsfaktor von 0,99.

Die Ergebnisse von 80Plus
Während wir für die beiden Vergleichsmodelle LC Power LC420H-8 und Noname SPS-400XPE-P keinerlei Angaben zur Effizienz finden konnten, wurden die Netzteile von be quiet! und Xigmatek seitens 80Plus mit der Einstufung "Bronze" zertifiziert. Dies bedeutet, dass ihr Wirkungsgrad bei zwanzig- und einhundertprozentiger Auslastung nicht unter 82 Prozent und bei fünfzigprozentiger Auslastung nicht unter 85 Prozent fällt.

Wirkungsgrad laut 80 Plus:
Modell20%50%100%Ø
be quiet! E7-400W84,0386,0583,3684,48
Cougar SE 400W86,4789,2686,3487,36
Xigmatek NRP-PC40283,5786,4484,6884,90
be quiet! L7-430W83,3585,1582,0383,51

Das Cougar SE 400W wurde sogar mit "80Plus Silber" eingestuft, es erreicht bei 20- und 100-prozentiger Auslastung zumindest 85 Prozent und bei Halblast sogar 88 Prozent Effizienz. Bei 80 Plus konnten wir das Cougar SE 400W zunächst nicht finden. Die Nachfrage beim Hersteller ergab, dass dieses Netzteil dort als Cougar S400 geführt wird, der Name Cougar S 400W bezieht sich jedoch eigentlich auf die Variante mit Kabelmanagement.

Obige Tabelle enthält die offiziellen Ergebnisse der Messungen von 80 Plus. Die Messungen von 80 Plus werden mit 115 Volt vorgenommen, unsere Testsysteme werden aber mit 230 Volt betrieben. Daher kann es vorkommen, dass sich einzelne Netzteile abweichend verhalten. Zudem sind Qualitätsschwankungen in der Produktion möglich.




Cougar SE 400W - 400 Watt versilbert - Druckansicht - Seite 2 von 11

Die Übersichtstabellen
In den folgenden Tabellen stellen wir das Cougar SE 400W und die zum Vergleich herangezogenen Netzteile in Hinblick auf ihre Eckdaten, ihre Leistung und ihre Anschlussmöglichkeiten gegenüber. Betrachten wir zunächst die Eckdaten, welche die maximale Leistung in Watt, die Anzahl der +12V-Spannungskreise, die maximale Effizienz (laut Hersteller) sowie Anzahl und Durchmesser der verbauten Lüfter umfassen:

Die Eckdaten
ModellWatt+12VEffizienzLüfter
be quiet! E7-400W400389%1 x 120 mm
Cougar SE 400W400290%1 x 140 mm
Noname SPS-400XPE-P4001k.A.1 x 120 mm
Xigmatek NRP-PC402400285%1 x 140 mm
LC Power LC420H-84201k.A.1x 80 mm
be quiet! L7-430W430287%1 x 120 mm

Im ATX12V Power Supply Design Guide 2.2 werden zwei unabhängige +12V-Spannungskreise vorgeschrieben. Während der eine Spannungskreis die CPU versorgt, ist der zweite für Laufwerke und Grafikkarten bestimmt. Cougars SE 400W besitzt genau zwei dieser Spannungskreise, während be quiet! seinem Straight Power E7-400W drei mit auf den Weg gegeben hat. Die beiden Billig-Netzteile besitzen nur einen +12V-Spannungskreis, bieten dafür aber noch eine -5V-Schiene, welche nur von besonders alten Computern benötigt wird.

Die Leistungsverteilung
Folgende Angaben machen die Hersteller zur Verteilung der Leistung auf die unterschiedlichen Spannungsschienen. Die -5 Volt Schiene wurde aus den aktuellen Design-Guides gestrichen und muss nicht mehr angeboten werden.

Leistung pro Schiene in Watt
Modell+12V+5V+3,3V+5VSB-12V-5V
be quiet! E7-400W36013015,03,6-
Cougar SE 400W384120k.A.k.A.-
Noname SPS-400XPE-Pk.A.200k.A.k.A.k.A.
Xigmatek NRP-PC40238412012,53,6-
LC Power LC420H-8k.A.k.A.k.A.k.A.k.A.k.A.
be quiet! L7-430W36012012,53,6-

Die aktuelle Generation von ATX-Netzteilen ist so ausgelegt, dass beinahe die vollständige Leistung auf den +12V-Spannungskreisen zur Verfügung steht.Ein besonders gutes Beispiel hierfür ist Cougars SE 400W, das wie Xigmateks NRP-PC402 bei einer Gesamtleistung von 400 Watt bis zu 384 Watt auf der +12V-Ebene bereitstellt.

Die maximalen Stromstärken
Moderne Computer setzen mehr und mehr auf die +12V-Schienen. Während zu Sockel A und Sockel 370 Zeiten die +3,3 und +5 Volt Spannungskreise noch sehr stark belastet wurden, änderte sich dies mit Intels Pentium 4 Prozessor und der Einführung des ATX+12V-Anschlusses. Doch nicht nur die aktuellen Prozessoren beziehen ihren Strom aus den +12V-Schienen, auch die 6- und 8-Pin-Anschlüsse für PCI-Express Grafikkarten liefern ausschließlich +12 Volt.

Die Stromstärken in Ampere
Modell+12V+5V+3,3VVSB-12V-5V
be quiet! E7-400W3x 1820243,00,3-
Cougar SE 400W2x 2015243,00,3-
Noname SPS-400XPE-P1x 1528252,00,80,3
Xigmatek NRP-PC4022x 2015242,50,3-
LC Power LC420H-81x 1525252,00,80,5
be quiet! L7-430W2x 1816242,50,3-

Die +5V-Schiene des Cougar SE 400W kann lediglich mit 15 Ampere belastet werden, während die beiden Billig-Netzteile 25 bzw. 28 Ampere erlauben. Bei modernen Systemen ist dies eine brotlose Kunst, da +5 Volt heutzutage kaum noch benötigt werden. Das Konzept dieser Netzteile zielt auf Computer, welche vor sechs, sieben Jahren verkauft wurden und ist für aktuelle PCs kaum geeignet.

Die Anschlüsse
Betrachten wir nun die unterschiedlichen Anschlusskonfigurationen der Netzteile. Als "Molex" werden die 4-Pin-Stecker für PATA-Festplatten und optische Laufwerke bezeichnet, mit "Floppy" und "SATA" sind die Stecker der entsprechenden Geräte gemeint. "PEG" kennzeichnet die 6- oder 8-Pin-Anschlüsse für PCI-Express Grafikkarten. Bei den Power (PWR) und +12V Anschlüssen geben wir nicht ihre Anzahl, sondern ihre Konfiguration an:

Die Anschlüsse
ModellPWR+12VPEGMolexFloppySATA
be quiet! E7-400W20+44/81424
Cougar SE 400W20+44+42516
Noname SPS-400XPE-P20+44-41-
Xigmatek NRP-PC40220+44+41624
LC Power LC420H-820+44-214
be quiet! L7-430W20+441314

Mit elf Laufwerksanschlüssen, davon sechs in der SATA-Variante, ist Cougars SE 400W ähnlich gut ausgestattet wie das NRP-PC402 von Xigmatek. Cougar bietet allerdings gleich zwei PEG-Stecker für Grafikkarten, was in dieser Leistungsklasse sehr ungewöhnlich ist. Der Floppy-Anschluss wurde über einen Adapter für einen der Molex-Stecker realisiert.




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Cougar SE 400W #1
Sicher verpackt erreichte uns das Cougar SE 400W in einem schwarzen Karton, welchen das Wappentier der Firma, der Puma bzw Berglöwe, ziert. Das Zubehör verteilt sich dabei auf kleinere Kartons, welche das Netzteil umgeben und dieses beim Transport zusätzlich schützen.


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Der Lieferumfang umfasst das Netzteil, ein Kaltgerätekabel, einen Adapter von Molex-auf-Floppy, vier silberfarbene Schrauben und zwei schwarze Klettkabelbinder mit dem Markenlogo von Cougar. Hinzu kommen das Handbuch (in den Sprachen Deutsch und Englisch) und ein Case-Badge, das ebenfalls den Puma zur Schau stellt.


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Das Cougar SE 400W ist 150 mm breit, 86 mm hoch und 160 mm tief. Da Netzteile dieser Leistungsklasse auch in besonders kleinen Gehäusen zum Einsatz kommen, sollte man vor dem Kauf nachmessen, ob ausreichend Platz vorhanden ist, denn Standard-Netzteile haben nur eine Tiefe von 140 mm.


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Optisch wurde das Cougar SE 400W sehr ansprechend umgesetzt, der Hersteller spielt dabei elegant mit seinen Markenfarben Orange, Schwarz und Silber. Die Verarbeitung ist sehr gut und das Gehäuse des Netzteils extrem robust und verwindungssteif - kein Vergleich zu den dünnen Blechen der Billig-Netzteile!


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Das wabenartige Lüftergitter gibt dem Cougar SE 400W nicht nur einen besonderen, optischen Akzent, sondern sorgt für eine zusätzliche Stabilisierung des Netzteilgehäuses. Der Lüfter hat einen Durchmesser von 140 mm und ist mit einem langlebigen, hydro-dynamischen Lager ausgestattet.




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Cougar SE 400W #2
Cougar verspricht bei seinem SE 400W eine Effizienz von bis zu 90 Prozent und somit mehr, als von 80Plus für die Silber-Zertifizierung verlangt wird (nämlich 85 bis 88 Prozent). Ausgewählte Bauteile, wie die bis 105°C freigegebenen Kondensatoren aus japanischer Produktion, stellen einen hohen Wirkungsgrad und eine lange Lebensdauer sicher.


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Wie es sich für ein hochpreisiges Netzteil gehört, hat Cougar beim SE 400W alle wichtigen Schutzmechanismen integriert. Hierzu gehören der Über - und Unterspannungsschutz, eine Kurzschlusssicherung, der Überlastschutz und der Überstromschutz. Die Entscheidung, ein Netzteil der 400W-Klasse mit nur zwei +12V-Spannungskreisen auszustatten, finden wir nachvollziehbar und richtig.


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Auch die Kabel tragen die für Cougar typischen Streifen, deren Farbfolge an eine Korallenotter oder Königsnatter erinnert. Bei den Schlangen lautet die Regel: "If white follows red, you're dead!". Cougar trennt bei seinen Netzteilen weiß und rot/orange immer mit einem schwarzen Streifen, das Cougar SE 400W ist also ungiftig ;-)


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Alle Kabelstränge sind fest mit dem Netzteil verbunden, hier alle Anschlüsse und deren Positionen am jeweiligen Kabelstrang in der Übersichtstabelle:

Die Anschlüsse des Noname SPS-400XPE-P
Strang/BuchsePos#1Pos#2Pos#3Pos#4Pos#5
ATX/EPS 24-PinATX24
57,0cm
----
ATX/EPS+12VATX4+4
59,0cm
----
PEGPEG6
52,5cm
PEG6
67,0cm
---
PATAPATA
54,0cm
PATA
68,5cm
PATA
83,0cm
--
SATA/PATASATA
54,0cm
SATA
70,0cm
PATA
85,5cm
PATA
100,0cm
-
SATASATA
54,5cm
SATA
70,0cm
SATA
85,5cm
SATA
101,0cm
-
FloppyPATA
0,0cm
Floppy
15,5cm
---

Die Anschlussmöglichkeiten des Cougar SE 400W sind vorbildlich: Die Laufwerksanschlüsse sind nicht nur reichlich vorhanden, sondern wurden auch auf drei Kabelstränge verteilt, wodurch man die Stecker sehr flexibel nutzen kann. Der EPS+12V-Anschluss mit vier plus vier Kontakten ist in dieser Leistungsklasse nicht selbstverständlich und zwei PEG-Stecker für PCIe-Grafikkarten sind absolut ungewöhnlich. Hinzu kommen überraschend großzügige Kabellängen, welche auch für große Gehäuse ausreichen.




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Die Testkonfiguration
Unsere Testplattform für Netzteile basiert auf Intels Core i7-965X Prozessor und dem Mainboard ASUS P6T Deluxe mit dem BIOS 1606. Um auf die unterschiedlichen Leistungsklassen der Netzteile eingehen zu können, werden wir den Prozessor für leistungsstarke Geräte übertakten und das Testsystem mit unterschiedlichen Grafikkarten kombinieren. Die Auswahl reicht von einer Radeon HD 2400 Pro über die Radeon HD 4770 und Radeon HD 4870 bis hin zur einer CrossFire-Kombination aus Radeon HD 4870 und Radeon HD 4870 X2.

Die Testkonfiguration für 300 bis 450 Watt
Oberhalb von 300 Watt bieten die meisten Netzteile einen PEG-Stecker für den Betrieb jener PCIe-Grafikkarten, denen die vom Steckplatz zur Verfügung gestellten 75 Watt nicht ausreichen. Wir haben uns für eine Grafikkarte vom Typ AMD ATi Radeon HD 4770 entschieden, deren Verbrauch vergleichsweise moderat ausfällt. Hauptverbraucher im System ist der Core i7-965X, welcher mit Turbo aber ohne zusätzliche Übertaktung läuft.

Da die beiden Billig-Netzteile keinen PEG-Anschluss für unsere Grafikkarte bieten, verwenden wir einen Adapter, welcher zwei Molex-Stecker zu einem PEG-Anschluss zusammenführt. Wir speisen diesen Adapter aus zwei unterschiedlichen Kabelsträngen, um die Belastung so gut wie möglich zu verteilen.




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Messergebnisse: Idle
Jedes Netzteil wurde in vier Lastzuständen vermessen, diese Durchläufe dauerten jeweils eine Stunde und wurden dreimal wiederholt, um zufällige Abweichungen auszuschließen. Während der Messläufe werden der Stromverbrauch und die Spannungen protokolliert. Zunächst messen wir den Stromverbrauch ohne Prozessor- und Grafiklast (idle), der Verbrauch ist dabei sehr konstant.

Für Netzteile zwischen 300 und 450 Watt takten wir den Intel Core i7 965X mit 3,33 GHz (Standardtakt inklusive Turbo) und verwenden eine AMD ATi Radeon HD 4770 als Grafikkarte.

Leistungsaufnahme Gesamtsystem IDLE in Watt (niedriger ist besser)
be quiet! L7-430W
129
Cougar SE 400W
130
be quiet! E7-400W
130
Xigmatek NRP-PC402
132
LC Power LC420H-8
156
Noname SPS-400XPE-P
158

Wird unser Testsystem nicht belastet, erreicht das Cougar SE 400W das Niveau des be quiet! Straight Power E7-400W. Von den Bronze-Modellen kann sich das Cougar SE 400W zwar noch nicht absetzen, doch der Abstand zu den Billig-Netzteilen ist mit 26 bis 28 Watt bereits erschreckend.

Und wie sehen die Spannungen aus?

Cougar SE 400W: Abweichungen in %
 
+3,3V
2.42
+5V
0.4
+12V
1.58

be quiet! E7-400W: Abweichungen in %
 
+3,3V
1.21
+5V
0
+12V
0.67

Noname SPS-400XPE-P: Abweichungen in %
 
+3,3V
3.64
+5V
3.8
+12V
0.25

Xigmatek NRP-PC402: Abweichungen in %
 
+3,3V
2.12
+5V
1
+12V
0.17

LC Power LC420H-8: Abweichungen in %
 
+3,3V
1.52
+5V
2.8
+12V
0.25

be quiet! L7-430W: Abweichungen in %
 
+3,3V
0
+5V
1
+12V
0.67

Beim Cougar SE 400W fällt die mit +3,22 Volt recht schwache +3,3V-Leistung auf, was bei diesem Hersteller aber nicht ungewöhnlich ist. Die +12V-Schiene schießt mit +12,19 Volt hingegen ein wenig über das Ziel hinaus, doch alle Werte bewegen sich innerhalb der Spezifikationen, welche Abweichungen von bis zu 5 Prozent erlauben.




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Messergebnisse: CPU-Last
Zunächst werden wir den Core i7 965X mit Hilfe des Tools Core2MaxPerf belasten. Dieses Programm erzeugt eine Last, welche man mit normalen Anwendungen fast nie erreichen kann. Der in diesem Durchlauf erzeugte Stromverbrauch schwankt nur geringfügig.

Wir starten Core2MaxPerf mit acht Threads und lassen den Core i7 965X mit 3,33 GHz laufen. Dies entspricht dem Standardtakt plus einer Turbo-Stufe. Die CPU-Spannung haben wir nicht verändert.

Leistungsaufnahme Gesamtsystem CPU-Last in Watt (niedriger ist besser)
be quiet! E7-400W
228
Cougar SE 400W
228
Xigmatek NRP-PC402
231
be quiet! L7-430W
231
LC Power LC420H-8
289
Noname SPS-400XPE-P
290

Cougars SE 400W erreicht zwar den Bestwert in dieser Messung, muss sich seinen Spitzenplatz jedoch mit dem be quiet! Straight Power E7-400W teilen. Die beiden billigen Netzteile mit passivem PFC verbrauchen nun bereits 61 bis 62 Watt mehr.

Kommen wir nun zu den Spannungen:

Cougar SE 400W: Abweichungen in %
 
+3,3V
3.03
+5V
1
+12V
0.67

be quiet! E7-400W: Abweichungen in %
 
+3,3V
1.21
+5V
0.4
+12V
0.67

Noname SPS-400XPE-P: Abweichungen in %
 
+3,3V
4.85
+5V
4.2
+12V
3.58

Xigmatek NRP-PC402: Abweichungen in %
 
+3,3V
2.42
+5V
0.6
+12V
0.75

LC Power LC420H-8: Abweichungen in %
 
+3,3V
2.12
+5V
2.8
+12V
2.58

be quiet! L7-430W: Abweichungen in %
 
+3,3V
0.61
+5V
1
+12V
0.25

Während beim Cougar SE 400W die Messwerte der +5V- und +12V-Ebene nur knapp über dem Soll liegen, gibt die +3,3V-Schiene auf bis zu +3,20 Volt nach. Dies liegt innerhalb des Erlaubten und stellt kein Problem dar, kann aber als kleiner Schönheitsfehler betrachtet werden. Natürlich relativiert sich ein solcher Wert, wenn wir die Ergebnisse des Noname SPS-400XPE-P zum Vergleich heranziehen, denn dieses Billignetzteil arbeitet bereits grenzwertig.




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Messergebnisse: GPU-Last
Nun erzeugen wir Last auf der Grafikkarte und messen nochmals den Stromverbrauch sowie die Spannungen. Wir verwenden die Software Furmark (etqw.exe), mit der wir eine Belastung erzeugen, welche die Anforderungen normaler Spiele deutlich übersteigt. Auch diese Art der Belastung erzeugt einen sehr gleichmäßigen Stromverbrauch.

Wir lassen Furmark ohne Kantenglättung mit einer Auflösung von 1280 x 1024 Bildpunkten als Vollbild laufen. Die AMD ATi Radeon HD 4770 erweist sich hierbei als vergleichsweise sparsame Grafikkarte.

Leistungsaufnahme Gesamtsystem GPU-Last in Watt (niedriger ist besser)
be quiet! E7-400W
208
Cougar SE 400W
208
be quiet! L7-430W
210
Xigmatek NRP-PC402
210
Noname SPS-400XPE-P
258
LC Power LC420H-8
259

Auch diesmal arbeitet das Silber-Netzteil Cougar SE 400W besonders sparsam, doch wieder reicht das nicht aus, um das be quiet! Straight Power E7-400W abzuschütteln. Auch die übrigen Bronze-Modelle sind nicht allzu weit entfernt, während die beiden billigen Netzteile satte 50 bis 51 Watt mehr verbraten.

Betrachten wir nun die Ergebnisse der Spannungsmessung:

Cougar SE 400W: Abweichungen in %
 
+3,3V
2.42
+5V
1
+12V
0.67

be quiet! E7-400W: Abweichungen in %
 
+3,3V
1.21
+5V
0
+12V
0.17

Noname SPS-400XPE-P: Abweichungen in %
 
+3,3V
4.85
+5V
3.8
+12V
3.58

Xigmatek NRP-PC402: Abweichungen in %
 
+3,3V
2.42
+5V
0.6
+12V
0.75

LC Power LC420H-8: Abweichungen in %
 
+3,3V
2.12
+5V
2.8
+12V
2.17

be quiet! L7-430W: Abweichungen in %
 
+3,3V
0.61
+5V
1
+12V
0.25

Die Spannungen ähneln dem Durchlauf mit reiner CPU-Last und abermals glänzt die +12V-Ebene des Cougar SE 400W, während die +3,3V-Schiene wieder ein wenig schwächelt. Dass wir hier auf sehr hohem Niveau kritisieren, sieht man an den erschreckend schwachen Messwerten des Noname SPS-400XPE-P.




Cougar SE 400W - 400 Watt versilbert - Druckansicht - Seite 9 von 11

Messergebnisse: CPU+GPU-Last
Im vierten und letzten Messlauf mischen wir CPU- und GPU-Last. Hierzu lassen wir die Programme Furmark und Core2MaxPerf zeitgleich laufen, was auf Systemen mit einer einzelnen GPU zur höchstmöglichen Auslastung führt. Bei dieser Konstellation schwankt der Stromverbrauch stärker.

Der Core i7 965X taktet mit 3,33 GHz und wird von Core2MaxPerf mit vier Threads belastet. Die AMD ATi Radeon HD 4770 ist mit Furmark beschäftigt, welches wieder als Vollbild mit einer Auflösung von 1280 x 1024 Bildpunkten läuft.

Leistungsaufnahme Gesamtsystem CPU+GPU in Watt (niedriger ist besser)
Cougar SE 400W
254
be quiet! E7-400W
258
Xigmatek NRP-PC402
261
be quiet! L7-430W
262
Noname SPS-400XPE-P
326
LC Power LC420H-8
332

Die kombinierte Last von CPU und GPU ermöglicht es Cougars SE 400W, seine Klasse unter Beweis zu stellen. Selbst das be quiet! Straight Power E7-400W, welches die übrigen Bronze-Netzteile auf Distanz halten kann, verbraucht vier Watt mehr. Der Mehrverbrauch der beiden billigen Netzteile ist auf 72 bzw. 78 Watt gewachsen und verdeutlicht, dass man bei diesen Geräten nur beim Kauf spart und die Zinsen mit jeder Stromrechnung präsentiert bekommt.

Zudem kam es mit dem Noname SPS-400XPE-P gelegentlich zu einem unverhofften Neustart des Systems. Eine Erklärung hierfür liefern die Spannungen:

Cougar SE 400W: Abweichungen in %
 
+3,3V
3.03
+5V
1
+12V
0.17

be quiet! E7-400W: Abweichungen in %
 
+3,3V
1.52
+5V
0.4
+12V
0.25

Noname SPS-400XPE-P: Abweichungen in %
 
+3,3V
6.06
+5V
4.2
+12V
4.92

Xigmatek NRP-PC402: Abweichungen in %
 
+3,3V
2.42
+5V
0.6
+12V
1.17

LC Power LC420H-8: Abweichungen in %
 
+3,3V
2.42
+5V
3.4
+12V
4

be quiet! L7-430W: Abweichungen in %
 
+3,3V
0.61
+5V
1
+12V
0.75

Das Cougar SE 400W besitzt eine extrem stabile +12V-Ebene und kann sogar die bisherige Bestmarke des be quiet! Straight Power E7-400W übertreffen. Das Noname SPS-400XPE-P bewegt sich mit +11,41 Volt hingegen an der Grenze der Spezifikation und reißt diese an anderer Stelle mit +3,10 Volt dann auch.




Cougar SE 400W - 400 Watt versilbert - Druckansicht - Seite 10 von 11

Stromverbrauch im Standby
Im Standby sollte der Computer möglichst wenig Strom verbrauchen. Sind die getesteten Netzteile auch dann noch Stromsparer, wenn das System heruntergefahren wurde?

Leistungsaufnahme Gesamtsystem Standby (niedriger ist besser)
be quiet! E7-400W
2.4
be quiet! E7-CM-680W
2.4
be quiet! TFX 300W
2.5
HEC P3D-300
2.6
be quiet! SFX 300W
2.6
be quiet! SFX 350W
2.7
Cougar A350
2.7
be quiet! Pro P8-750W
2.8
be quiet! Pro P8-900W
2.8
be quiet! L7-350W
2.9
be quiet! L7-430W
2.9
Cougar SE 400W
2.9
Xigmatek NRP-PC402
2.9
be quiet! E8-CM-480W
3.0
be quiet! L7-300W
3.0
be quiet! L7-530W
3.0
NesteQ ECS 5001
3.0
XFactor REX-500AS
3.1
be quiet! Pro P7-750W
3.2
FSP Everest 1010
3.2
NesteQ ECS-XS-500
3.2
Cougar 700 CM
3.3
Nexus RX-8500
3.3
XFactor REX-750AS
3.3
Cougar 1000 CM
3.4
Cougar GX 1050
3.4
LC Power LC6550 V2.2
3.4
NesteQ XS-1000
3.4
Xigmatek NRP-PC702
3.4
LC Power LC420H-8
3.5
Super Flower SF-650P14HE
4.1
Combat Power CP-750W
5.4
Noname SPS-400XPE-P
6.9

Verbräuche unter vier Watt sind schwer zu messen. Obwohl der Hersteller unsere Messgeräte bis 0,2 Watt freigegeben hat, betrachten wir obige Ergebnisse in erster Linie als untereinander vergleichbar. Im Standby spielt die Leistungsklasse keine Rolle mehr, hier sind andere Künste gefragt. Mit einem Messergebnis von 2,9 Watt findet sich das Cougar SE 400W im Mittelfeld wieder. Zur Erinnerung: Auf das Jahr umgerechnet bedeutet jedes Watt Stromkosten in Höhe von knapp zwei Euro (angenommener Preis: 22 Cent pro kWh).

Schalldruck
Markennetzteile sind in den letzten Jahren nicht nur immer effizienter, sondern auch immer leiser geworden. Wir rüsten unser Testsystem mit einer Grafikkarte vom Typ MSI RX2400Pro-TD256EH auf den passiven Betrieb um und lassen es für die Schallpegelmessung ohne Festplatte ca. 15 Minuten in der BIOS-Konfiguration laufen. Damit die Grundlast nicht zu gering ausfällt, wurde der Core i7 965 Extreme auf 3,73 GHz (1,325 Volt) übertaktet, nun liegen ca. 153 Watt an. Wir haben den Schallpegel aus einer Entfernung von 35 cm gemessen und anschließend auf einen Abstand von einem Meter umgerechnet. Dies war erforderlich, da die meisten Netzteile tatsächlich sehr, sehr leise arbeiten.

Schalldruck in dB(A), IDLE, Abstand 1 Meter (niedriger ist besser)
be quiet! E8-CM-480W
20.88
be quiet! Pro P8-750W
20.68
be quiet! E7-400W
21.18
HEC P3D-300
21.28
be quiet! L7-530W
21.78
be quiet! L7-300W
22.28
be quiet! L7-430W
22.48
Xigmatek NRP-PC702
22.58
Cougar 700 CM
23.08
Nexus RX-8500
23.08
be quiet! L7-350W
23.18
NesteQ ECS 5001
23.18
Super Flower SF-650P14HE
23.48
Cougar GX 1050
23.88
Cougar 1000 CM
23.98
Cougar A350
24.08
NesteQ ECS-XS-500
24.18
Noname SPS-400XPE-P
24.18
be quiet! Pro P7-750W
24.68
be quiet! E7-CM-680W
24.78
XFactor REX-500AS
24.98
be quiet! TFX 300W
25.98
LC Power LC6550 V2.2
25.98
NesteQ XS-1000
26.08
be quiet! Pro P8-900W
26.58
Cougar SE 400W
27.88
LC Power LC420H-8
27.98
FSP Everest 1010
28.38
XFactor REX-750AS
28.68
be quiet! SFX 300W
29.78
be quiet! SFX 350W
30.38
Xigmatek NRP-PC402
31.98
Combat Power CP-750W
36.38

Mit einem Schallpegel von 27,88 dB(A) ist das Cougar SE 400W allerdings nicht ganz so leise, wie wir es uns gewünscht hätten. Liegt wenig Last an, könnte der große 140mm-Lüfter dieses Netzteils durchaus noch langsamer drehen, doch dieser Spielraum wurde nicht ausgenutzt. Das tiefe Brummen und das gleichmäßige, vom wabenförmigen Lüftergitter verursachte Rauschen sind in leisen Systemen deutlich wahrnehmbar, wirken aber nicht allzu störend.




Cougar SE 400W - 400 Watt versilbert - Druckansicht - Seite 11 von 11

Fazit
GutMit dem SE 400W bietet Cougar ein weiteres Netzteil an, welches in Hinblick auf die Verarbeitung, die Spannungsstabilität und die Energieeffizienz überzeugen kann. Das dreifarbige, äußerst verwindungssteife Gehäuse des SE 400W sieht nicht nur schick aus, sondern ist auch unempfindlich gegenüber Fingerabdrücken und Kratzern. Dank hochwertiger Bauteile erreicht das Netzteil eine hohe Effizienz, kann sich aber nicht so deutlich von den besten Bronze-Modellen absetzen, wie wir es von einem 80Plus Silber zertifizierten Gerät erwartet hatten. Im Schnitt ist das Cougar SE 400W dennoch das sparsamste Netzteil, das wir in dieser Leistungsklasse bisher testen durften. Während die +12V-Ebene extrem stabil arbeitet, lag die +3,3V-Schiene in allen Messungen etwas unter dem Soll, blieb aber eindeutig innerhalb der Spezifikationen.


Fotostrecke mit weiteren und größeren Fotos...

Der hydro-dynamisch gelagerte Lüfter hat zwar einen guten Gleichlauf, rotiert aber recht schnell, wenn nur wenig Last anliegt. So kann das Cougar SE 400W im der Schallpegelmessung nur bedingt überzeugen. Dafür geben die gebotenen Anschlüsse und Kabellängen keinerlei Anlass zur Kritik: Elf Laufwerkschlüsse, davon sechs mit SATA-Stecker, sind in dieser Leistungsklasse außergewöhnlich und zwei PEG-Stecker für PCIe-Grafikkarten haben wir an einem 400W-Netzteil bisher noch nicht gesehen. Der hohe Qualitätsstandard und die vorbildliche Ausstattung haben allerdings auch ihren Preis. Die Straßenpreise des Cougar SE 400W beginnen bei 65 Euro, während Markengeräte mit der Zertifizierung 80Plus Bronze zwischen 10 und 25 Euro weniger kosten. Während sich die Bronze-Modelle im Vergleich zu stromfressenden Billig-Netzteilen recht schnell auszahlen, wird sich der Aufpreis für die Silber-Zertifizierung erst spät oder gar nicht amortisieren. Insgesamt bewerten wir das Cougar SE 400W mit "Gut".

Lust auf 80Plus Silber aber keine 65 Euro übrig? Da haben wir eine Lösung!
Pünktlich zu Nikolaus verlosen wir das Cougar SE 400W!




Unser Dank gilt Cougar für die Teststellung des SE 400W.







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