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Crucials RealSSD C300 128 GB - Turbo dank SATA 6 Gb/s? - Druckansicht - Seite 1 von 10

UPDATES:

Crucial wirft den Turbo an und hat sein Solid State Drive RealSSD C300 mit einem SATA-Controller der dritten Generation ausgestattet. Während konventionelle Festplatten nicht viel von der auf 6 Gb/s erhöhten Transferrate haben, können 3 Gb/s schnellen Flash-Speicher tatsächlich ausbremsen. Wir haben Crucials RealSSD C300 in der Modellvariante mit 128 GB Speicherplatz getestet.


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Kein Schnäppchen
Zuletzt hatten wir uns Intels X25-V 40 GB angesehen, ein preiswertes Solid State Drive für unter 100 Euro. Unser heutiger Testkandidat, Crucials RealSSD C300 128 GB, ist deutlich teurer und wird zu Preisen von knapp unter 350 Euro gehandelt. Ein ganz schöner Batzen Geld für lediglich 128 GB Speicherplatz - zum gleichen Preis bekommt man drei Festplatten mit jeweils 2 TB Speicherplatz, also 6.000 GB Speicherplatz. Wo liegt also der Reiz eines solch teuren Solid State Drive?


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Er liegt definitiv nicht im Lieferumfang, denn dieser beschränkt sich auf das Laufwerk. Es gibt keinen Einbaurahmen für 3,5-Zoll-Schächte, keine Kabel und auch keine CD. Einzig eine kurze Produktbeschreibung liegt bei. Ein Blick auf Crucials Webseite offenbart zudem, dass es bisher keine Software oder Firmware-Updates für die Baureihe C300 gibt.


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Dies bedeutet für Interessenten, die noch Windows Vista oder XP verwenden: Finger weg, denn diese Betriebssysteme beherrschen das TRIM-Kommando nicht!




Crucials RealSSD C300 128 GB - Turbo dank SATA 6 Gb/s? - Druckansicht - Seite 2 von 10

Technische Daten
Bevor wir uns genauer mit dem TRIM-Command befassen, betrachten wir zunächt einige Vorzüge des RealSSD C300 128 GB. Wie alle Solid State Drives bietet auch unser heutiger Testkandidat eine extrem niedrige Zugriffszeit von unter 0,1 ms und einen geringen Stromverbrauch. Im Leerlauf liegt dieser laut Hersteller bei 0,092 Watt, beim Lesen bei 1,7 Watt und beim Schreiben bei 3,1 Watt.


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Crucial setzt auf MLC-NAND-Flash-Speicher (Multi-Level Cell) von Micron, der mehrere Bits pro Zelle speichern kann. Dies ermöglicht eine höhere Speicherdichte und spart Material und Kosten. MLC-Chips erzielen zwar hohe Leseraten, doch beim Schreiben bremst diese Architektur das Solid State Drive aus. Laut Hersteller schreibt das Laufwerk mit maximal 140 MB/s, liest aber mit bis zu 355 MB/s. Letzteres ist natürlich nur mit SATA 6Gb/s möglich, an SATA 3Gb/s werden lediglich 265 MB/s erzielt.

Das RealSSD C300 unterstützt das SMART-Monitoring und überwacht seinen Zustand. Einige Programme, darunter HDTune Pro 3.50, erkennen auch einen internen Temperatursensor, haben aber Probleme beim Auslesen dieses Wertes.

Update: Die falsche Temperaturmeldung wurde in der Firmware 0002 beseitigt.

TRIM: Windows 7 ist Pflicht!
Was hat es nun mit dem TRIM-Befehl auf sich? Wie vielen Lesern bekannt sein dürfte, werden Daten beim Löschen nicht wirklich gelöscht, es wird lediglich der Pointer des Dateisystems entfernt. Dieses Vorgehen sorgt bei Festplatten für eine bessere Performance und einen geringeren Stromverbrauch, denn es wird der Schreibzugriff gespart. Doch bei Flash-Speicher ist Löschen etwas ganz anderes als Schreiben und kostet kaum Zeit. Zudem gibt es hier eine weitere Logik-Ebene names "Wear Levelling". Das Wear Levelling soll eine gleichmäßige Abnutzung der Speicherzellen sicherstellen, denn Flash-Zellen lassen sich nicht unendlich oft überschreiben.

Wenn allerdings nur der Pointer des Dateisystems entfernt wurde, ist die Flash-Zelle nur für das Dateisystem gelöscht und für die Firmware des Solid State Drives sind die Daten noch vorhanden. Nach und nach füllt sich der Flash-Speicher mit Geisterdaten, was eine schlechtere Leistung und ein ganz und gar nicht optimales Wear Levelling zur Folge hat. Es muss also ein Abgleich zwischen dem Dateisystem und der Firmware stattfinden. Crucials RealSSD C300 beherrscht den TRIM-Befehl, so dass die Leistung unter Windows 7 weitgehend erhalten bleibt.

Doch was ist mit Windows Vista und XP? Eine Software wie Intels "SSD Optimizer" bietet Crucial nicht an, daher verschlechtert sich die Leistung mit fortschreitender Benutzung. Wir werden dies im Kapitel "Iometer 2006.07.27 und Leistungsdegradation" näher untersuchen.


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Die Testkonfiguration
Folgendes System verwenden wir für unseren SSD- und Festplattentests:




Crucials RealSSD C300 128 GB - Turbo dank SATA 6 Gb/s? - Druckansicht - Seite 3 von 10

HDTune Pro 3.50: Leseleistung
Um die Performance der getesteten Solid State Drives zu bewerten, werden wir drei Programme heranziehen. Zunächst messen wir die sequentiellen Übertragungsraten mit HDTune Pro 3.50, wobei verschiedene Blockgrößen zum Einsatz kommen. Danach verifizieren wir unsere Ergebnisse mit SiSoft Sandra 2009 und zuletzt lassen wir Iometer 2006.07.27 laufen. Wir beginnen mit der Leseleistung und HDTune Pro 3.50:

HDTune Pro 3.50: Leserate (Blocksize = 512 Byte) Ø, max, min in MB/s
Intel X25-V
40GB; SATA 6Gb/s
56.0
56.5
55.3
Crucial RealSSD C300
128GB; SATA 6Gb/s; FW 0002
55.5
55.7
55.1
Crucial RealSSD C300
128GB; SATA 6Gb/s; FW 0001
54.8
55.0
54.5
Intel X25-M
80GB; SATA 6Gb/s
54.5
54.9
54.2
Intel X25-V
40GB; SATA 3Gb/s
13.5
13.5
13.4
Intel X25-M
80GB; SATA 3Gb/s
12.5
12.5
12.3
Crucial RealSSD C300
128GB; SATA 3Gb/s; FW 0001
12.1
12.2
12.0
Seagate ST31000528AS
1,0TB; 7200U/min; 32MB
10.4
10.5
9.2

Flash-Speicher kann seine Vorteile bei kleinen Blockgrößen bzw. bei der Verarbeitung vieler kleiner Dateien nicht ausspielen, die Ergebnisse der Messung mit 512 Byte kleinen Blöcken fallen dementsprechend niedrig aus. Dennoch liegt die Festplatte bereits zurück. Die erste Messung kann Intels X25-V 40 GB für sich entscheiden, doch es sind weniger die SSDs, welche über die Performance entscheiden, als die Controller. Intels ICH10R ist dem Marvell 88SE9128 bei kleinen Blöcken klar unterlegen.

Update: Die Firmware 0002 verbessert die Leserate mit 512 Byte kleinen Blöcken geringfügig.

HDTune Pro 3.50: Leserate (Blocksize = 4 KB) Ø, max, min in MB/s
Crucial RealSSD C300
128GB; SATA 6Gb/s; FW 0002
233.9
239.3
231.6
Crucial RealSSD C300
128GB; SATA 6Gb/s; FW 0001
233.8
238.4
231.3
Intel X25-V
40GB; SATA 6Gb/s
196.2
197.1
189.1
Intel X25-M
80GB; SATA 6Gb/s
194.7
196.2
193.2
Intel X25-V
40GB; SATA 3Gb/s
81.9
81.9
81.8
Intel X25-M
80GB; SATA 3Gb/s
77.9
78.0
77.5
Crucial RealSSD C300
128GB; SATA 3Gb/s; FW 0001
74.5
74.8
73.9
Seagate ST31000528AS
1,0TB; 7200U/min; 32MB
65.2
65.7
59.6

Auch 4 KB große Blöcke sind noch zu klein, um die maximale Performance erreichen zu können. Mit SATA 6 Gb/s kann sich Crucials RealSSD C300 dennoch deutlich absetzen. Abermals erreichen wir an Intels ICH10R eine deutlich geringere Performance als mit Marvells Controller. Der Rückstand der Festplatte ist weiter gewachsen.

Update: Wieder sehen wir mit der Firmware 0002 minimal bessere Leseraten.

HDTune Pro 3.50: Leserate (Blocksize = 64 KB) Ø, max, min in MB/s
Crucial RealSSD C300
128GB; SATA 6Gb/s; FW 0002
294.0
295.6
292.0
Crucial RealSSD C300
128GB; SATA 6Gb/s; FW 0001
287.4
293.7
281.5
Intel X25-V
40GB; SATA 3Gb/s
237.4
237.7
237.1
Intel X25-M
80GB; SATA 3Gb/s
235.6
235.7
234.0
Crucial RealSSD C300
128GB; SATA 3Gb/s; FW 0001
234.2
234.5
231.5
Intel X25-V
40GB; SATA 6Gb/s
222.8
225.1
222.5
Intel X25-M
80GB; SATA 6Gb/s
221.0
223.3
220.9
Seagate ST31000528AS
1,0TB; 7200U/min; 32MB
97.0
120.4
59.4

Die Vergrößerung der Blöcke auf 64 KB bringt eine weitere Leistungssteigerung, wobei Crucials RealSSD C300 mit SATA 6 Gb/s abermals klar dominiert. An Intels ICH10R zieht Crucials Laufwerk hingegen den Kürzeren, während Intels SSDs im Gegenzug am Marvell 88SE9128 schwächeln. Unsere Festplatte ist nun absolut chancenlos und es wird deutlich, dass Solid State Drives nicht nur preislich in einer anderen Liga spielen.

Update: Steigt die Blockgröße auf 64 KB, messen wir mit der Firmware 0002 deutlich konstantere Leseraten. Zudem steigt die Leseleistung im Schnitt um 6,6 MB/s.

HDTune Pro 3.50: Leserate (Blocksize = 8 MB) Ø, max, min in MB/s
Crucial RealSSD C300
128GB; SATA 6Gb/s; FW 0002
364.4
369.9
346.9
Crucial RealSSD C300
128GB; SATA 6Gb/s; FW 0001
350.4
362.9
334.5
Crucial RealSSD C300
128GB; SATA 3Gb/s; FW 0001
270.0
270.1
269.8
Intel X25-V
40GB; SATA 3Gb/s
268.9
269.3
268.4
Intel X25-M
80GB; SATA 3Gb/s
267.9
268.0
267.6
Intel X25-M
80GB; SATA 6Gb/s
266.4
266.5
266.3
Intel X25-V
40GB; SATA 6Gb/s
266.1
269.1
265.7
Seagate ST31000528AS
1,0TB; 7200U/min; 32MB
96.8
120.3
60.3

Mit 8 MB großen Blöcken erreichen wir die maximale Performance der Laufwerke, lediglich die Festplatte kann nicht mehr zulegen. Diesmal kann sich Crucials RealSSD C300 128 GB an beiden Controllern gegen seine Mitbewerber von Intel durchsetzen. Intels Laufwerke zeigen abermals an der hauseigenen ICH10R leicht bessere Ergebnisse, doch diesmal sind die Abstände gering. Dass Crucial mit dem Schritt zu SATA 6 Gb/s die richtige Entscheidung getroffen hat, zeigt uns die um 80,4 MB/s höhere Leserate.

Update: Die deutlichsten Auswirkungen der Firmware 0002 sehen wir mit 8 MB großen Blöcken. Die sequentielle Leserate klettert immerhin um 14 MB/s, zudem konnte Crucial die Schwankungen zwischen Minimum und Maximum deutlich reduzieren.




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HDTune Pro 3.50: Zugriffszeit und CPU-Last beim Lesen
Die Blockgröße hat auf die Zugriffszeit von SSDs keinen Einfluss, bei der Festplatte zeigen sich nur geringe Abweichungen. Wir verwenden das Ergebnis des 64KB-Durchlaufs:

HDTune Pro 3.50: Zugriffszeit Lesen in ms
Intel X25-V
40GB; SATA 3Gb/s
0.0
Intel X25-M
80GB; SATA 3Gb/s
0.0
Crucial RealSSD C300
128GB; SATA 6Gb/s; FW 0002
0.1
Crucial RealSSD C300
128GB; SATA 6Gb/s; FW 0001
0.1
Crucial RealSSD C300
128GB; SATA 3Gb/s; FW 0001
0.1
Intel X25-V
40GB; SATA 6Gb/s
0.1
Intel X25-M
80GB; SATA 6Gb/s
0.1
Seagate ST31000528AS
1,0TB; 7200U/min; 32MB
13.6

Da die Solid State Drives keine Köpfe in Position bringen müssen, gehen die Zugriffszeiten gegen Null. Bei den Geräten von Intel kann HDTune Pro an der ICH10R keine Zeiten mehr feststellen, für Crucials RealSSD C300 und die SATA-6Gb/s-Konfigurationen können wir 0,1 ms festhalten. Seagates ST31000528AS gehört mit 13.6 ms bereits zu den schnelleren Festplatten, dennoch erscheint sie im Vergleich zu den Solid State Drives unglaublich träge.

Update: In Hinblick auf die Zugriffszeiten scheint die Firmware 0002 keine messbaren Auswirkungen zu haben.

Sehr interessant ist auch die CPU-Last bei den Unterschiedlichen Blockgrößen:

HDTune Pro 3.50: CPU-Last Lesen in Prozent - 512B, 4KB, 64KB, 8MB
Seagate ST31000528AS
1,0TB; 7200U/min; 32MB
4.9
3.7
0.5
0.3
Crucial RealSSD C300
128GB; SATA 3Gb/s; FW 0001
5.6
4.4
0.9
0.5
Intel X25-M
80GB; SATA 3Gb/s
5.7
4.4
1.0
6.7
Intel X25-V
40GB; SATA 3Gb/s
6.9
4.6
1.1
0.6
Crucial RealSSD C300
128GB; SATA 6Gb/s; FW 0001
12.0
7.3
1.3
0.6
Crucial RealSSD C300
128GB; SATA 6Gb/s; FW 0002
12.2
7.3
1.4
0.6
Intel X25-V
40GB; SATA 6Gb/s
12.2
6.3
1.1
0.5
Intel X25-M
80GB; SATA 6Gb/s
12.2
6.4
1.1
0.5

Die bessere Leistung bei der Verarbeitung kleiner Blöcke erkauft sich Marvells 88SE9128 mit einer deutlich höheren CPU-Last, bei größeren Blöcken liegen die beiden Controller hingegen Kopf an Kopf. Für die Mehrheit der Messungen gilt: Je kleiner die Blöcke sind, desto mehr wird die CPU belastet. Intels X25-M 80 GB weicht von diesem Schema ab und belastet den Prozessor bei 8 MByte großen Blöcken besonders stark - allerdings nur an der ICH10R.

Update: Die CPU-Last ist nach dem Update auf die Firmware 0002 minimal gestiegen.




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HDTune Pro 3.50: Schreibleistung
Im zweiten Durchgang beschreiben wir unsere Solid State Drives mit HDTune Pro 3.50. Wie beim Lesen führen wir je fünf Testläufe durch, streichen das Maximum und das Minimum und errechnen den Durchschnitt der drei verbleibenden Messungen. Vor den Messungen müssen wir das Laufwerk mit dem Tool "Secure Erase" auf den Ausgangszustand zurücksetzen. Allerdings konnten wir nur mit Blockgrößen ab 64 KB arbeiten, da HDTune Pro 3.50 mit 512 Byte und 4 KB leider abstürzte.

HDTune Pro 3.50: Schreibrate (Blocksize = 64 KB) Ø, max, min in MB/s
Crucial RealSSD C300
128GB; SATA 3Gb/s; FW 0001
132.2
135.1
34.7
Crucial RealSSD C300
128GB; SATA 6Gb/s; FW 0002
129.3
144.8
127.8
Crucial RealSSD C300
128GB; SATA 6Gb/s; FW 0001
128.9
143.8
41.0
Seagate ST31000528AS
1,0TB; 7200U/min; 32MB
92.4
118.9
59.1
Intel X25-M
80GB; SATA 3Gb/s
72.8
76.0
57.3
Intel X25-M
80GB; SATA 6Gb/s
72.7
83.2
57.4
Intel X25-V
40GB; SATA 6Gb/s
41.0
41.9
24.7
Intel X25-V
40GB; SATA 3Gb/s
40.9
41.8
24.5

Das Ergebnis zeigt eine klare Dreiklassengesellschaft: Crucials RealSSD C300 128 GB schreibt deutlich schneller als herkömmliche Festplatten, SATA 6 Gb/s bietet uns diesmal allerdings keine Vorteile. Intels X25-M 80 GB erreicht im Schnitt die Schreibleistung von Desktop-Festplatten mit 5.400 U/min, während sich das preiswerte Schwestermodell X25-V 40 GB nur im Bereich langsamer 2,5-Zoll-Festplatten bewegt.

Update: Die durchschnittliche Schreibrate ist zwar nur um 0,4 MB/s gestiegen, doch zumindest sehen wir mit der Firmware 0002 die kurzfristigen Einbrüche nicht mehr, welche Crucials SSD zuvor geplagt hatten.

HDTune Pro 3.50: Schreibrate (Blocksize = 8 MB) Ø, max, min in MB/s
Crucial RealSSD C300
128GB; SATA 3Gb/s; FW 0001
137.0
139.6
63.3
Crucial RealSSD C300
128GB; SATA 6Gb/s; FW 0002
137.5
145.1
133.7
Crucial RealSSD C300
128GB; SATA 6Gb/s; FW 0001
135.6
145.5
38.3
Seagate ST31000528AS
1,0TB; 7200U/min; 32MB
92.7
118.9
57.9
Intel X25-M
80GB; SATA 3Gb/s
75.1
78.5
58.8
Intel X25-M
80GB; SATA 6Gb/s
74.7
85.3
59.2
Intel X25-V
40GB; SATA 6Gb/s
42.9
50.2
31.5
Intel X25-V
40GB; SATA 3Gb/s
41.8
42.6
29.8

Ganz ähnliche Ergebnisse erzielen wir mit 8 MB großen Blöcken: Jedes Solid State Drive läuft nun ein wenig schneller, die klare Dreiteilung bleibt jedoch erhalten und abermals bringt SATA 6 Gb/s keine Verbesserung der Schreibleistung, von kurzen Spitzen bei den Maximalwerten einmal abgesehen. Die Ergebnisse der Festplatte verharren auf dem Niveau der 64KB-Messung.

Update: Auch mit 8 MB großen Blöcken bricht die Transferrate nicht mehr kurzfristig ein, zudem steigt die durchschnittliche Schreibrate mit der Firmware 0002 um knapp 2 MB/s.

Abermals spielt die Blockgröße für die Zugriffszeit der SSDs keine Rolle und bei der Festplatte geben wir wieder das Resultat der 64KB-Messung an:

HDTune Pro 3.50: Zugriffszeit Schreiben in ms
Intel X25-V
40GB; SATA 6Gb/s
0.1
Intel X25-M
80GB; SATA 6Gb/s
0.1
Intel X25-V
40GB; SATA 3Gb/s
0.1
Intel X25-M
80GB; SATA 3Gb/s
0.1
Crucial RealSSD C300
128GB; SATA 6Gb/s; FW 0002
0.1
Crucial RealSSD C300
128GB; SATA 6Gb/s; FW 0001
0.1
Crucial RealSSD C300
128GB; SATA 3Gb/s; FW 0001
0.1
Seagate ST31000528AS
1,0TB; 7200U/min; 32MB
13.6

Beim Schreiben meldet HDTune Pro 3.50 für alle getesteten Konfigurationen eine Zugriffszeit von 0,1 ms. Moderne Festplatten reagieren deutlich träger, ihre Zugriffszeit bewegt sich zwischen 13 und 14 ms.

Update: Die Firmware 0002 hat auf die Zugriffszeit abermals keine Auswirkungen.

HDTune Pro 3.50: CPU-Last Schreiben in Prozent - 64KB, 8MB
Intel X25-V
40GB; SATA 6Gb/s
0.3
0.1
Intel X25-V
40GB; SATA 3Gb/s
0.3
0.1
Intel X25-M
80GB; SATA 3Gb/s
0.4
0.2
Intel X25-M
80GB; SATA 3Gb/s
0.4
6.5
Seagate ST31000528AS
1,0TB; 7200U/min; 32MB
0.5
0.1
Crucial RealSSD C300
128GB; SATA 3Gb/s; FW 0001
0.7
0.3
Crucial RealSSD C300
128GB; SATA 6Gb/s; FW 0002
0.7
0.3
Crucial RealSSD C300
128GB; SATA 6Gb/s; FW 0001
0.7
0.3

Crucials RealSSD C300 128 GB erzielt nicht nur einen vergleichbaren Datendurchsatz an beiden Controllern sondern auch eine identische CPU-Last. Bei Intels X25-V 40 GB werden deutlich weniger Daten geschaufelt, daher wird der Prozessor von diesem Solid State Drive noch weniger gefordert. Bei Intels X25-M 80 GB erblicken wir abermals den deutlichen Ausschlag bei 8 MB großen Blöcken, den wir bereits vom Lese-Durchlauf her kennen.

Update: Die CPU-Last beim Schreiben ändert sich durch das Update auf die Firmware 0002 nicht.




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SiSoft Sandra 2009: Lese- und Schreibleistung
Nachdem wir die Solid State Drives mit HDTune Pro 3.50 vollständig durchgemessen haben, starten wir mit SiSoft Sandra 2009 eine Gegenmessung. Wir hoffen, dass unsere bisherigen Ergebnisse bestätigt werden.

SiSoft Sandra 2009: Leserate (Blocksize = 1 MB) Ø, max, min in MB/s
Crucial RealSSD C300
128GB; SATA 6Gb/s; FW 0002
344.61
355.40
335.81
Crucial RealSSD C300
128GB; SATA 6Gb/s; FW 0001
335.20
344.56
329.35
Crucial RealSSD C300
128GB; SATA 3Gb/s; FW 0001
268.87
268.91
268.72
Intel X25-V
40GB; SATA 3Gb/s
268.61
269.07
264.44
Intel X25-V
40GB; SATA 6Gb/s
263.06
263.65
260.06
Intel X25-M
80GB; SATA 6Gb/s
262.83
263.40
261.88
Intel X25-M
80GB; SATA 3Gb/s
261.83
266.97
232.56
Seagate ST31000528AS
1,0TB; 7200U/min; 32MB
98.54
124.85
64.33

Die mit SiSoft Sandra 2009 gemessene Leseleistung entspricht weitgehend den Ergebnissen, welche uns HDTune Pro 3.50 geliefert hatte.

Update: SiSoft Sandra 2009 nutzt 1 MB große Blöche, der Zuwachs um 9,4 MB/s bei der Leseleistung passt somit zu den Ergebnissen von HDTune Pro 3.50.

Und wie sieht es beim sequentiellen Schreiben aus?

SiSoft Sandra 2009: Schreibrate (Blocksize = 1 MB) Ø, max, min in MB/s
Crucial RealSSD C300
128GB; SATA 3Gb/s; FW 0001
139.49
141.83
137.34
Crucial RealSSD C300
128GB; SATA 6Gb/s; FW 0001
138.72
143.67
134.3
Crucial RealSSD C300
128GB; SATA 6Gb/s; FW 0002
138.17
142.75
135.00
Seagate ST31000528AS
1,0TB; 7200U/min; 32MB
81.36
113.94
55.35
Intel X25-M
80GB; SATA 3Gb/s
74.95
79.51
47.66
Intel X25-M
80GB; SATA 3Gb/s
73.00
75.56
71.40
Intel X25-V
40GB; SATA 3Gb/s
43.41
43.60
43.00
Intel X25-V
40GB; SATA 3Gb/s
43.33
43.74
36.19

Auch SiSoft Sandra 2009 bildet drei klare Leistungsstufen bei den Schreibzugriffen ab und ebenso wie bei HDTune Pro 3.50 bringt SATA 6 Gb/s für den Datendurchsatz beim Schreiben keine deutlichen Vorteile. Lediglich die kurzen Einbrüche der Schreibrate, welche wir bei Intels ICH10R gesehen hatten, fallen mit Marvells 88SE8128 deutlich geringer aus.

Update: Beim Schreiben bescheinigt SiSoft Sandra 2009 der Firmware 0002 eine minimal schlechtere Leistung.




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Iometer 2006.07.27
Nicht auf sequentielle Lese- und Schreibraten sondern auf die Simulation alltäglicher Anforderungen ist der quelloffene Test Iometer spezialisiert. Iometer beinhaltet vorgefertigte Profile, welche Lese- und Schreibzugriffe sowie unterschiedliche Blockgrößen kombinieren. Wir haben das Profil IOMix der c't verwendet, welches einen typischen Arbeitstag simulieren soll.

Allerdings dient uns Iometer bei Solid State Drives primär um zu zeigen, wie schnell die Leistung der Laufwerke degradiert, wenn der TRIM-Befehl nicht genutzt werden kann. Iomter wird nach den Schreibtests von HDTune Pro 3.50 und SiSoft Sandra 2009 ausgeführt, die Performance entspricht daher nicht mehr ganz dem Lieferzustand der Solid State Drives. Wir lassen Iomter viermal für jeweils zwanzig Minuten laufen und betrachten den Leistungseinbruch:

Iometer 2006.07.27: I/Os pro Sekunde, 1. bis 4. Durchlauf
Crucial RealSSD C300
128GB; SATA 6Gb/s; FW 0002
5629.32
5552.58
4047.33
3617.56
Crucial RealSSD C300
128GB; SATA 6Gb/s; FW 0001
5551.72
5490.68
3563.82
3286.17
Crucial RealSSD C300
128GB; SATA 3Gb/s; FW 0001
5241.73
5244.13
3674.44
3256.22
Intel X25-V
40GB; SATA 3Gb/s
4916.69
247.92
0
0
Intel X25-V
40GB; SATA 3Gb/s
4891.45
1825.98
1565.10
1076.61
Intel X25-M
80GB; SATA 3Gb/s
3785.90
1634.96
1475.28
886.01
Intel X25-M
80GB; SATA 3Gb/s
3719.16
1631.19
1481.08
874.04
Seagate ST31000528AS
1,0TB; 7200U/min; 32MB
107.33
108.49
107.38
107.73

Während Crucials RealSSD C300 128 GB "erst" nach dem dritten Durchlauf deutliche Leistungseinbußen offenbart, bricht das Ergebnis von Iometer bei Intels SSDs bereits bei der zweiten Messung heftig ein. Nur während der ersten beiden Durchläufe kann Crucials SSD einen Vorteil aus SATA 6 Gb/s ziehen.

Im vierten Durchlauf an Intels ICH10R liefert die X25-V 40 GB nur noch 22 Prozent ihrer urspünglichen Leistung und zeigt damit ein ähnliches Verhalten wie das Modell X25-M 80 GB, welches auf 23,5 Prozent kommt. Kopfschmerzen hat uns der Betrieb von Intels X25-V 40 GB am SATA-6Gb/s-Controller bereitet: Der zweite Messlauf bleibt kurz vor dem Ende stehen und liefert ein viel zu geringes Ergebnis. Danach kann Iometer nicht mehr auf dem Laufwerk ausgeführt werden. Hier scheint es eine Inkompatibilität zu geben, welche durch unseren Testablauf provoziert wird.

Update: Mit der Firmware 0002 konnte Crucial das Wear Levelling verbessern, so dass die Leistungsverminderung nicht mehr so stark ausfällt wie mit der Firmware 0001.

Es muss ge-TRIM-t werden!
Nicht nur mit Iometer lässt sich die Degeneration der Performance nachweisen, auch die sequentiellen Schreibzugriffe von HDTune Pro 3.50 gehen deutlich in die Knie. Betrachten wir die Kurve der Schreibleistung vor dem Aufruf von Iometer:


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Die gelegentlichen Leistungseinbrüche sind typisch bei der Verwendung aktueller Solid State Drives an Intels ICH10R und völlig unbedenklich. Nachdenklich wird man jedoch, wenn man die Schreibleistung nach nur vier Durchläufen von Iometer betrachtet:


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Von den ehemals 140 MB/s sind wir meilenweit entfernt, doch immerhin bricht Crucials SSD nicht ganz so heftig ein wie Intels Geräte und kommt immerhin noch auf Schreibraten zwischen 25 und 50 MB/s. Selbst mit einer vollständigen Formatierung ließ sich die ursprügliche Performance nicht wiederherstellen. Erst die Software Secure Erase schaffte Abilfe:


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Das Solid State Drive ist nun wieder so schnell wie zu Anfang unseres Tests. Allerdings ist die Anwendung von Secure Erase nicht ganz einfach und am Ende ist das Laufwerk komplett leer. Allzu praxistauglich ist diese Methode folglich nicht, dennoch werden wir sie im Anhang erklären.




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Stromverbrauch
Zuletzt messen wir den Stromverbrauch. Hierbei werden die SSDs und die Festplatte über ein externes Steckernetzteil mit Strom versorgt, dessen Leistungsaufnahme aufgezeichnet wird. Da solche Netzteile keinen allzu guten Wirkungsgrad erreichen, werden unsere Ergebnisse deutlich über den Herstellerangaben liegen. Sie dienen hier lediglich dazu, die einzelnen Geräte miteinander vergleichen zu können.

Stromverbrauch: Lesen/Schreiben; Leerlauf in Watt
Intel X25-V
40GB; SATA 3Gb/s
2
2
Crucial RealSSD C300
128GB; SATA 6Gb/s; FW 0002
3
2
Crucial RealSSD C300
128GB; SATA 6Gb/s; FW 0001
3
2
Crucial RealSSD C300
128GB; SATA 3Gb/s; FW 0001
3
2
Intel X25-M
80GB; SATA 3Gb/s
4
2
Seagate ST31000528AS
1,0TB; 7200U/min; 32MB
9
7

Wenn es um den Stromverbrauch geht, sind die Solid State Drives eindeutig im Vorteil. Allerdings darf man hierbei nicht vergessen, dass unsere Vergleichsfestplatte Seagate ST31000528AS auch 7,8- bis 25-mal soviel Speicherplatz bietet und zudem wesentlich weniger kostet.

Fazit
Sehr GutDer heimische PC läuft bereits mit Windows 7 und das Portemonnaie ist prall gefüllt? Wunderbar, dann steht dem Kauf des Crucial RealSSD C300 128 GB nichts mehr im Wege. Leseraten von 350 MB/s lassen sich allerdings nur an einem SATA-Controller der dritten Generation erreichen, denn mit SATA 3 Gb/s sind lediglich 268 MB/s realisierbar. Für die Schreibrate spielt der SATA-Modus keine Rolle, denn diese liegt nur bei knapp 140 MB/s - allerdings ist auch dies bereits ein sehr ordentlicher Wert, den nur wenige Laufwerke übertreffen. Kein Zweifel: Wenn es auf einen möglichst hohen Datendurchsatz ankommt, kann Crucials RealSSD C300 128 GB voll und ganz überzeugen.


Fotostrecke mit weiteren und größeren Fotos...

Wer noch mit Windows Vista oder XP unterwegs ist, sollte dieses Solid State Drive jedoch meiden, denn es gibt keine mit Intels "SSD Optimizer" vergleichbare Software. Man ist somit auf Windows 7 oder ein anderes Betriebssystem, welches den TRIM-Befehl beherrscht, angewiesen, ansonsten bricht insbesondere die Schreibleistung mit der Zeit sehr deutlich ein. Bleibt noch der Preis: Für die 350 Euro, welche man für Crucials RealSSD C300 128 GB investieren muss, bekommt man 6.000 GB in Form von Festplatten. Die SSDs der Mitbewerber, welche 128 GB noch mit SATA 3,0 Gb/s kombinieren, sind auch nicht viel günstiger, schreiben aber zum Teil etwas flotter.

Ob sich diese Investition lohnt, muss jeder für sich selbst entscheiden. Für die Zielgruppe mit dickem Geldbeutel und Windows 7 lautet unsere Emfpehlung "Sehr Gut", für die Nutzer von Windows Vista und XP hingegen "Hände weg!".

UPDATE zum Fazit vom 12. Mai 2010:
Solid State Drives sind heißes Thema: Diese Datenspeicher können extrem schnell sein, bereiten zuweilen aber auch große Probleme und insbesondere ihre Firmware scheint oft mit sehr heißer Nadel gestrickt zu sein. Unser Test offenbarte zwar keine Auffälligkeiten bei Crucials RealSSD C300 128 GB, doch anderswo zeigte sich dieses Modell recht bockig und verlor nach kurzer Zeit deutlich an Performance. Eine neue Firmware sollte es richten, wurde nach einem Tag jedoch wieder zurückgezogen. Weitere Informationen hierzu finden sich im Anhang zu diesem Testbericht unter "Firmware-Chaos und Bugs". Aufgrund dieser Umstände raten wir dazu, die Veröffentlichung der fehlerbereinigten Firmware vor dem Kauf des Crucial RealSSD C300 128 GB abzuwarten.

UPDATE zum Fazit vom 27. Mai 2010:
Die Firware 0002 ist wieder verfügbar und bringt, wie unser Nachtest zeigt, einige Verbesserungen. Die sequentielle Leserate ist bei allen Messungen gestiegen, bei einer Blockgröße von 8 MB liegt der Durchschnittswert um 14 MB/s über dem Ergebnis unserer Messung mit der Firmware 0001. Die durchschnittliche Schreibrate bleibt fast unverändert, doch zumindest die kurzen aber sehr deutlichen Einbrüche, welche wir mit der Firmware 0001 gesehen hatten, konnte Crucial beseitigen. Unsere Messserie mit Iometer zeigt zudem, dass Crucial das Wear Levelling verbessern konnte. Was der verbesserte TRIM-Befehl bringt, werden wir im Laufe der nächsten Wochen im Praxisbetrieb mit Windows 7 testen. Nach wie vor lautet unsere Empfehlung für Computer mit Windows 7 "Sehr Gut" und für Systeme mit Windows Vista und XP "Hände weg!".




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Die Verwendung von "Secure Erase"
Wird ein Solid State Drive mit einem Betriebssystem genutzt, dass den TRIM-Befehl nicht beherrscht, kommt es zu einer deutlichen Degeneration der Performance, insbesondere was die Schreibrate betrifft. Mit einer vollständigen Formatierung kann man die Schreibleistung wieder etwas verbessern, doch nur mit dem Programm Secure Erase war es uns möglich, die volle Leistung des Solid State Drive wiederherzustellen.

Secure Erase ist eine kostenlose Software von Gordon F. Hughes, die das interne Secure-Erase-Kommando des Laufwerks ausführt. Das hört sich zwar recht einfach an, doch in der Praxis erwies sich dieser Weg als überraschend kompliziert.

Wichtig: Wird die Stromversorgung eines normalen Netzteils mit dem Solid State Drive verbunden, wenn sich das Netzteil bereits im Betrieb befindet, kann das Laufwerk schwer beschädigt werden! Darum sollte man auf jeden Fall ein externes Netzteil verwenden, welches nachträglich eingeschaltet wird.

Der eigentliche Löschvorgang ist nach ca. einer Minute abgeschlossen und das SSD hat seine volle Leistung zurückerlangt. Insbesondere beim nachträglichen Wechsel zu Windows 7 empfiehlt es sich, ein Solid State Drive auf diese Art zu regenerieren.




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UPDATE vom 12. Mai 2010: Firmware-Chaos und Bugs
Solid State Drives üben verständlicherweise eine große Faszination aus und gehören zu den interessantesten Themen, über die wir derzeit berichten können. Doch auch wenn unser erster SSD-Test bereits vier Jahre zurück liegt, ist diese Technologie noch sehr jung und hat auch ihre Tücken. Leider trifft dies auch auf Crucials RealSSD C300 128 GB zu.

Wir hatten das Geräte primär unter Windows Vista getestet und nach jedem Schreibtest mit Hilfe von Secure Erase auf den ursprüglichen Zustand zurück gesetzt. Hinzu kam ein eintägiger Testlauf unter Windows 7, bei dem die Funktion des TRIM-Befehls geprüft wurde. Am Ende dieses Test erzielten wir 85 bis 90 Prozent der ursprüglichen Schreibleistung, was für einen funktionierenden TRIM-Befehl spricht. Für unseren Test haben wir einen SATA 6 Gb/s Controller vom Typ Marvell 88SE9128 verwendet, der Controller im RealSSD C300 128 GB stammt ebenfalls von diesem Hersteller.

Andere Tester hatten mit diesem Solid State Drive allerdings größere Probleme, so dass Crucial am 4. Mai 2010 ein Firmware-Update veröffentlicht hatte, welches am 5. Mai 2010 wieder zurückgezogen wurde. Als Grund nennt der Hersteller ein Problem mit der Update-Software, welche einige Geräte nach der Aktualisierung funktionsuntüchtig zurück ließ. Zudem hatte Crucial anscheinend vergessen darauf hinzuweisen, dass das Update im Modus IDE/Kompatibel an einem der ersten vier SATA-Ports des Mainboards vorgenommen werden muss. Ein überarbeitetes Update wird derzeit von Crucial validiert. Wir hatten von der kurzen Verfügbarkeit dieses Updates leider nichts mitbekommen.

Unser Testmuster stammt aus dem Handel und nicht vom Hersteller, es handelt sich also um ein ganz normales Seriengerät. Derzeit befindet sich unser Crucial RealSSD C300 128GB im Produktivbetrieb mit Windows 7. Wir werden das Gerät und seine Performance im Auge behalten und an dieser Stelle über Auffälligkeiten berichten.

UPDATE vom 27. Mai 2010: Die Firmware 0002
Seit dem 20. Mai 2010 ist die Firmware 0002 wieder offiziell verfügbar. Crucial hat die Update-Software überarbeitet und weist nun darauf hin, dass eine Aktualisierung nur an den Anschlüssen eins bis vier eines SATA-3Gb/s-Controllers möglich ist. In Anbetracht dessen, dass wir es hier mit einem SATA-6Gb/s-Gerät zu tun haben, ist diese Einschränkung sehr ärgerlich. Der Controller muss während des Updates zudem die Betriebsart IDE verwenden. Beim Update werden alle Daten auf dem Solid State Drive gelöscht, ein vollständiges Backup des Datenträgers ist daher erforderlich.

Die Firmware 0002 beinhaltet folgende Verbesserungen:

Download: Firmware 0002 für Crucial RealSSD C300




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