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Neu von MSI

DDR2- und DDR3-Arbeitsspeicher im Vergleichstest

Autor: doelf - veröffentlicht am 25.09.2007 - Letztes Update: 18.01.2008
s.25/26

Fazit #1
Wer zur Zeit die optimale Leistung sucht, wird zu Intels Core 2 Prozessoren greifen. Doch nach wie vor haben diese in Bezug auf die Speicheranbindung mit dem Nadelöhr Frontsidebus zu kämpfen, so dass das Potential des schnellen Arbeitsspeichers zum größten Teil verloren geht. Denjenigen, die sich für schnellen Arbeitsspeicher interessieren, muss daher von Anfang an bewusst sein, dass sie zugleich auch den Frontsidebus übertakten müssen. Ansonsten macht sich die teure Anschaffung nicht bezahlt und es würde bereits DDR2-800 vollkommen ausreichen.

Doch selbst wenn der Frontsidebus übertaktet wird, darf man keien Wunder erwarten. Nur wenige Anwendungen und Spiele reagieren mit einem deutlichen Leistungszuwachs auf den Bandweitengewinn, zumeist liegen die Steigerungen unter zwei Prozent. Ausnahmen von dieser ernüchternden Regel sind 7-Zip und Unreal Tournament 2004, der Windows Media Encoder 9 zeigt zumindest Zugewinne, welche oberhalb der Messtoleranz liegen. Unserer Meinung nach sollte man das Geld lieber in eine schnellere CPU oder schlicht und einfach mehr Arbeitsspeicher investieren - aber bitte ab 4 Gigabyte das 64-Bit Betriebssystem nicht vergessen!

Besondere Schwierigkeiten bereitete uns schneller DDR3-Speicher: Wir kommen hier in Taktbereiche, die eine massive Spannungserhöhung am Frontsidebus und am Chipsatz zwingend erfordern. Im Zusammenspiel mit dem hitzigen Quad-Core Prozessor, eigentlich der ideale Partner für High-End DDR3-Module, neigen unsere Refrenzboards zu starker Hitzeentwicklung sowie Instabilitäten. Wenn das von den Speicherherstellern angegebene Referenzmainboard auch auf der Unterseite gekühlt werden muss, um einen stabilen Betrieb zu ermöglichen, darf die Frage erlaubt sein, ob diese Taktraten wirklich praxistauglich sind.




Corsair TWIN3X2048-1800C7DF
Mit dem Corsair TWIN3X2048-1800C7DF Speicher-Kit stoßen wir an die Grenzen des ASUS P5K3 Deluxe Mainboards. Es gelingt uns zwar, die versprochene Taktrate von DDR3-1800 zu erreichen, doch bei den Latenzen müssen wir für einen stabilen Betrieb von CL7-7-7-20 auf CL8-8-8-24 zurückschalten. Selbst eine exakte Übernahme der von Corsair validierten Einstellungen ermöglichte uns maximal einen stabilen Durchlauf von Memtest+, bevor die ersten Fehler auftraten. Beim Preis und der Verfügbarkeit kann Corsair gegen Super Talent punkten: Das TWIN3X2048-1800C7DF Speicher-Kit ist im Handel verfügbar und kostet ca. 450,- Euro. Ein solzer Preis für eine geringe Leistungssteigerung.


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Kingston KVR1066D3N7K2/2G
Die DDR3-1066 Module von Kingston erfüllen in Bezug auf ihre Latenzen und die zu verwendende Spannung die Vorgaben der JEDEC. In Anbetracht des aktuellen Übertaktungswahns im DDR3-Sektor sollte eine solche Selbstverständlichkeit nicht unerwähnt bleiben. Wir konnten die Speichermodule bei angelegten 1,50 Volt auch mit DDR3-1333 CL8 betreiben und erzielten mit 1,80 Volt sogar DDR3-1400 - ohne irgendeine Kühlung. Da Kingston auf Heatspreader und Lüfter verzichtet, gibt es auch keine Probleme mit ausladenden CPU-Kühlern oder den Festplattenkäfigen des Gehäuses. Im Vergleich zu DDR2-1066 Modulen fällt der Straßenpreis von 182 Euro zwar sehr hoch aus, für DDR3-Verhältnisse handelt es sich jedoch um ein echtes Schnäppchen.


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Super Talent W1600UX2G9
DDR3-1600 wird von aktuellen Chipsätzen noch nicht nativ unterstützt. Wer diesen Speichertakt heute bereits verwenden will, ist daher gezwungen, seinen Prozessor, den Frontsidebus und den Chipsatz zu übertakten. Zwar sollten zahlreiche Mainboards DDR3-1600 in der Praxis ermöglichen, jedoch wird dies nicht auf allen Hauptplatinen funktionieren und je nach Modell müssen neben der Speicherspannung, für die Super Talent 1,80 Volt nennt, auch weitere Spannungen angehoben werden. Leider lohnt sich der zu betreibende Aufwand kaum, da es keinerlei Leistungsgewinne gibt. Die geringen Vorteile, welche der höhere Speichertakt bringen könnte, werden vom Single-Sided Layout der Speichermodule wieder zu nichte gemacht. Unsere Übertaktungsversuche verliefen erfreulich gut: Wir konnten die Latenzen im DDR3-1600 Betrieb mit 1,80 Volt auf erstaunliche CL7-6-6-15 absenken oder alternativ den Speichertakt mit den vom Hersteller freigegebenen Latenzen von CL9-9-9-21 bis auf DDR3-1832 anheben. Super Talent nannte für sein 2x 1 GByte Kit W1600UX2G9 im Juli einen vorraussichtlichen Straßenpreis von 499,- Euro, doch in Preisvergleichen taucht dieser Arbeitsspeicher leider noch immer nicht auf.


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Super Talent W1866UX2G8
Alles was wir zum Speicher-Kit W1600UX2G9 bereits gesagt haben, trifft verschärft auch auf das 2x 1 GByte Kit names W1866UX2G8 zu. Um DDR3-1866 erreichen zu können, muss man sein Mainboard noch aufwändiger übertakten und in der Praxis sind diese Taktraten nicht immer stabil zu erreichen. In unserem Fall scheiterte das ASUS P5K3 Deluxe, also das Modell, welches Super Talent selbst zur Speichervalidierung verwendet, am fehlerfreien DDR3-1866 Betrieb. Im August zu einem vorraussichtlichen Straßenpreis von 539,- Euro angkündigt, können wir das Speicher-Kit auch heute noch nicht in Preisvergleichen finden. Und da wir mit unserem Mainboard nicht einmal die vorgegebene Taktrate erreichen konnten, müssen wir auf eine Bewertung des übertakteten Betriebs komplett verzichten.


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