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DDR3-1333CL9 von Exceleram, GeIL und Kingston im OC-Test - Druckansicht - Seite 1 von 12

Seit etwa einem Jahr fallen die Preise für Arbeitsspeicher beständig. Erst gestern rutschte der Kurs für Chips der Baurat DDR3 1Gb 128Mx8 1333MHz an der asiatischen Speicherbörse unter die Marke von einem US-Dollar und erreichte damit einen neuen Tiefstand. Insbesondere Standardmodule des Typs DDR3-1333CL9 sind äußerst preiswert, doch bieten diese Speicherriegel auch noch Spielraum für Übertakter?

Mit dem Wechsel von DDR2 zu DDR3 kam es vor vier Jahren zu einer massiven Taktsteigerung, denn während Intel nur DDR3-800 (PC3-6400) und DDR3-1066 (PC3-8500) vorgesehen hatte, boten die Speicherhersteller schnell auch unspezifizierte Taktraten wie DDR3-1600 (PC3-12800) und DDR3-1866 (PC3-15000) an. Damals war DDR3 noch den Prozessoren des Herstellers Intel vorbehalten, doch leider konnten ausgerechnet diese mit der hohen Speicherbandbreite herzlich wenig anfangen, da sich der Speicher-Controller im Chipsatz befand und der Prozessor auf diesen über den Frontsidebus zugreifen musste. In seiner schnellsten Ausbaustufe FSB1600 erzielte der Frontsidebus eine Bandbreite von 12,8 GB/s, welche bereits im Zweikanalbetrieb von DDR3-800 (2 x 6,4 GB/s) ausgereizt war. Glücklicherweise gehört dieses Nadelöhr mittlerweile der Vergangenheit an, denn sowohl AMD als auch Intel haben den Speicher-Controller in ihre Prozessoren integriert. Es lohnt sich also, neben der Größe des Arbeitsspeichers auch dessen Geschwindigkeit im Auge zu behalten.

Technik: Wie funktioniert SDRAM?
Auf jedem Speicherriegel finden sich mehrere Chips gleicher Bauart, üblicherweise sind es 8 oder 16, und intern sind diese Speicherchips wie eine Tabelle organisiert. Es gibt Spalten (Columns) und Reihen (Rows), über die jedes einzelne Bit (die einzelne Tabellenzelle bzw. DRAM-Zelle) angesprochen werden kann. Der Speichercontroller versucht, die Spalten immer sequentiell zu schreiben, d.h. die Daten werden hintereinander in eine Spalte des Arrays geschrieben. Erst wenn diese voll ist, wechselt er zur nächsten Reihe. Aus diesem Grund sind die CAS-Timings (Column Address Strobe) auch wichtiger für die Performance als die RAS-Timings (Row Address Strobe): Sie treten einfach häufiger auf. Mit wachsender Speichergröße wurde es unumgänglich, mehrere solcher Tabellen (Arrays) anzulegen und diese letztendlich in Array-Gruppen, den Bänken (Banks), zu organisieren.

Diese Bänke beziehen sich auf die interne Architektur der einzelnen Speicherchips und haben nichts mit ein- oder doppelseitigen Speicherriegeln (Ranks) zu tun! Speicherriegel mit 16 Chips sind im Normalfall beidseitig bestückt und jede Seite ist ein Rank. Module mit 8 Chips tragen diese fast immer auf einer Seite und besitzen daher auch nur ein Rank. Nur sehr wenige doppelseitig bestückte Speicherriegel fassen alle Chips als ein Rank zusammen und im Serverbereich gibt es auch Module mit zwei Ranks pro Seite.

Ein Rank definiert sich bei SDRAM letztendlich dadurch, dass es genau 64 Daten-Bits breit ist. Das macht insofern Sinn, da jeder Speicherkanal 64 Bit breit ist und auch ein einseitig bestücktes Modul in der Lage sein muss, diese Breite zu bedienen. Da wir uns heute nur mit ungepufferten SDRAM-Modulen befassen, werden wir die Sache etwas vereinfachen und im Folgenden die Abkürzungen SS (single sided) für Speicherriegel mit einem Rank und DS (double sided) für Module mit zwei Ranks verwenden.

Wird nun ein bestimmtes Bit verlangt, so sendet der Speichercontroller die Adresse der Reihe und kennzeichnet die Anfrage zudem als "Row". Danach sendet er die Adresse der Spalte, welche als "Column" deklariert wird. Doch es wird nicht nur ein einzelnes Bit gelesen, da dies einen extrem langsamen Speicherzugriff zu Folge hätte, sondern gleich 64 Bit auf einen Schlag. Es reicht also nicht, ein Bit pro Speicherchip zu lesen, dies wären ja nur 8 bzw. 16 Bit. Damit wir auf 64 Bit zu kommen, wird die gewünschte Adresse aus allen Arrays aller geöffneten Bänke aller Speicherchips gelesen. Um die Abwärme und den Stromverbrauch zu senken sowie die Signalqualität zu verbessern, ist allerdings immer nur eine einzige Bank pro Chip geöffnet. Mehr Chips bedeuten somit auch mehr Open Pages und erlauben dadurch einen höheren Speicherdurchsatz - sofern der Speicher-Controller dies erlaubt.




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Technik: Von DDR über DDR2 zu DDR3
Bleibt noch die Frage nach den Unterschieden zwischen den einzelnen SDRAM-Generationen. Angehoben wurde nämlich nicht etwa die Taktung der Speicher-Arrays selbst, sondern lediglich der Takt des Businterfaces (I/O). Die erste DDR-Generation brachte uns die doppelte Datenrate, indem sowohl die auf- als auch die absteigenden Flanke des Taktsignals zur Übertragung eines Bits genutzt wird. Die Taktraten der Speicherzellen und des Interface liefen damals noch synchron - z.B. bei DDR-400 mit 200 MHz - und nur die doppelte Datenrate war für den "effektiven Takt" von 400 MHz (2-Bit Prefetch) verantwortlich.

Bei DDR2 gesellte sich zur doppelten Datenrate dann auch eine Verdopplung des I/O-Taktes, im Falle von DDR2-800 arbeiten die Speicher-Arrays also weiterhin mit 200 MHz, das Interface aber mit 400 MHz. Zusammen mit der doppelten Datenrate erreichen wir einen "effektiven Takt" von 800 MHz (4-Bit Prefetch). Diese Kluft wächst bei DDR3 auf das Vierfache an, denn auch bei DDR3-1600 takten die Speicherzellen nach wie vor mit 200 MHz, das Businterface hingegen mit 800 MHz. Der "effektive Takt" kann somit auf 1.600 MHz (8-Bit Prefetch) gesteigert werden.

Hier drei Beispiele, welche die Entwicklung der Speicherbandbreite in den letzten zehn Jahren verdeutlichen:

Bleibt noch die Betriebsspannung der unterschiedlichen Speichersorten. Die erste DDR-Generation benötigte noch 2,50 Volt, bei DDR2 sank die Spannung auf 1,80 Volt und mit der Einführung von DDR3 erfolgte eine weitere Reduzierung auf 1,50 Volt. Speichermodule, deren Taktrate sich außerhalb der Spezifikation bewegt, benötigen oftmals höhere Spannungen. Als die ersten DDR3-Module auf den Markt kamen, benötigten viele der OC-Modelle bis zu 2,00 Volt und lagen damit weit außerhalb der Spezifikation. Moderne Prozessoren, bei denen sich der Speicher-Controller in der CPU befindet, haben mit solch hohen Spannungen massive Probleme, welche bis hin zum Defekt des Prozessors reichen. Aus diesem Grund hat Intel eine Obergrenze bei 1,65 Volt gezogen und diese werden wir heute auch nicht überschreiten.

Die Testkonfiguration
Für diesen Test verwenden wir das Mainboard ASUS P6T Deluxe mit dem Sockel LGA1366 und Intels Chipsatz X58. Als Prozessor kommt Intels Core i7-965X zum Einsatz, dessen integrierter Speicher-Controller über drei Kanäle verfügt. Damit der Prozessor den Speicherdurchsatz nicht limitiert, haben wir dessen Taktrate auf 3.600 MHz angehoben. Im Betrieb mit DDR3-1333 und DDR3-1600 geschah dies durch eine Anhebung des Multiplikators auf 27:

Da uns bei der Übertaktung mit Hilfe des Multiplikators lediglich die Taktschritte 1333, 1600 und 1866 zur Auswahl stehen, haben wir für die Zwischenstufen mit einer Anhebung des Basistaktes gearbeitet. Für DDR3-1440 haben wir einen Basistakt von 144 MHz und den Multiplikator 25 verwendet:

DDR3-1709 erreichten wir entsprechend mit einem Basistakt von 171 MHz und einem Multiplikator von 21. Ziel aller Taktstufen war es, den Prozessor konstant auf ca. 3.600 MHz zu halten:

Hier die weiteren Komponenten unseres Testsystems:

Noch ein Wort zu den Benchmark-Messungen: Wir führen diesmal nur jene Messungen auf, die tatsächlich auf den veränderten Speichertakt reagiert haben. Software zur Audio- und Videobearbeitung sowie Spiele sind nicht dabei, da wir hier nur Abweichungen im Bereich der zu erwartenden Messtoleranzen feststellen konnten.




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Exceleram EP3001A
Wir beginnen mit den Modulen EP3001A der Firma Exceleram. Diese Module sind einzeln erhältlich, es handelt sich bei dem getesteten Speicher also nicht um ein vorsortiertes Speicher-Kit. Der Preis liegt aktuell bei 21,50 Euro pro Speicherriegel. Diese normalhohen Module sollten überall Platz finden, denn Exceleram hat auf einen Heatspreader verzichtet.


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Die Module bieten 2 GByte Speicherkapazität, sie sind beidseitig bestückt und besitzen 16 Chips. Die SPD-Programmierung sieht einen effektiven Takt in Höhe von 1.333 MHz mit Timings von CL9-9-9-24 vor, hierbei liegt eine Spannung von 1,50 Volt an:


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Die Taktstufe DDR3-1600 erreichten wir ganz ohne Spannungserhöhung und konnten sogar noch die Timings auf CL8-8-8-24 verkürzen. Mit CL7-7-7-21 wollte das System dann aber nicht mehr starten, auch nicht mit Spannungen von 1,60 und 1,64 Volt.


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DDR3-1709 mit Timings von CL8-8-8-24 schien bei 1,60 Volt zunächst stabil zu laufen, doch im Stabilitätstest kam es dann zu Abstürzen. Etwas entspanntere Timings von CL9-9-9-27 sorgten für Abhilfe:


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Die schärfsten Timings, die wir bei Standardtakt anlegen konnten, waren CL7-7-7-21. Für einen stabilen Betrieb mussten wir jedoch die Spannung von 1,50 auf 1,60 Volt anheben:


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Excelerams EP3001A arbeitete mit den beiden im Test verwendeten Mainboards problemlos zusammen. Obwohl die Module ohne Kühlprofile auskommen müssen, lassen sie sich überraschend gut übertakten.




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GeIL GV34GB1333C9DC
Da es uns nicht möglich war, GeILs Module einzeln oder als Triple-Kit zu bekommen, haben wir uns zwei Dual-Kits vom Typ GV34GB1333C9DC besorgt. In Deutschland wird dieses Kit derzeit nicht angeboten, im europäischen Ausland findet man es ab ca. 35 Euro. Die Kosten pro Speicherriegel belaufen sich also auf günstige 17,50 Euro.


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GeIL hat seine Module mit Aluminiumprofilen versehen, welches die entstehende Wärme besser abführen sollen. Obwohl diese Profile beide Seiten der Module bedecken, sind die Speicherriegel nur einseitig mit acht Chips bestückt. Da GeIL seinen Heatspreader recht kompakt gestaltet hat, sollten die Module in den meisten Systemen ausreichend Platz finden.


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Jedes der Module fasst 2 GByte Daten. Die SPD-Programmierung sieht auch hier einen effektiven Takt in Höhe von 1.333 MHz mit Timings von CL9-9-9-24 vor. Hierbei liegt eine spezifikationskonforme Spannung von 1,50 Volt an:


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Mit DDR3-1600 konnten wir unser Testsystem erst starten, nachdem wir die Spannung auf 1,64 Volt und die Timings auf CL10-10-10-27 angehoben hatten, dennoch stürzte Windows bereits vor dem Anmeldebildschirm ab. Auch mit Timings von CL11-10-10-31 sowie DDR3-1500 verbesserte sich die Stabilität nur marginal. Unsere höchste Übertaktung erreichten wir mit einer effektiven Taktrate von 1.440 MHz sowie Timings von CL9-9-9-24, doch schon hierfür mussten wir die Spannung auf 1,60 Volt anheben.


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Schärfere Timings bereiteten uns sogar noch mehr Probleme. Mit DDR3-1333 CL7-7-7-21 verweigerte das Testsystem den Start, auch nach einer Spannungsanhebung auf 1,64 Volt. DDR3-1333 CL8-8-8-24 und 1,60 Volt brachten dann zwar Windows auf den Bildschirm, doch bei den Lasttests kam es zu Abstürzen. Während uns GeILs GV34GB1333C9DC in Hinblick auf die Kompatibilität bisher immer gute Dienste geleistet hat - wir haben diesen Speicher in zahlreichen Mainboard-Tests eingesetzt - fällt die Übertaktbarkeit äußerst bescheiden aus.




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Kingston KVR1333D3N9/2G
Mit aktuellen Preisen ab ca. 16 Euro sind Kingstons KVR1333D3N9/2G die günstigsten Module in diesem Test. Sie bieten 2 GByte Speicherkapazität und sind einzeln erhältlich. Kingston setzt auf besonders niedrige Platinen, die nur 19 mm hoch sind und sich daher besonders gut für Mini-Computer eignen. Auf einen Heatspreader hat der Hersteller dabei natürlich verzichtet.


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Kingston hat seine Speicherriegel beidseitig mit insgesamt 16 Chips bestückt. Die SPD-Programmierung sieht - wie bei den Modulen von Exceleram und GeIL - einen effektiven Takt in Höhe von 1.333 MHz mit Timings von CL9-9-9-24 vor. Hierzu wird eine Spannung von 1,50 Volt benötigt:


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Die Übertaktung auf DDR3-1600 CL8-8-8-24 gelang scheinbar auf Anhieb, aber dann stellten sich doch noch Stabilitätsprobleme ein. Durch eine Spannungserhöhung auf 1,60 Volt konnten wir dieses Problem beseitigen.


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An DDR3-1709 hatten wir uns dann die Zähne ausgebissen, doch die Verkürzung der Timings auf CL7-7-7-21 bei Standardtaktung war möglich. Hierzu mussten wir die Spannung abermals auf 1,60 Volt anheben:


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Kingstons KVR1333D3N9/2G haben uns überrascht: Diese kompakten Speicherriegel passen unter jeden CPU-Kühler, sind äußerst preiswert und lassen sich zudem auch noch gut übertakten.




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Referenz: Corsair TR3X6G1600C8D
Corsairs Triple-Kit TR3X6G1600C8D verwenden wir bereits seit Ende 2008 als Referenzspeicher für unsere CPU- und Mainboard-Tests. Dieses Set besteht aus drei Speicherriegeln mit jeweils 2 GByte Speicherkapazität, es kostet derzeit 95 Euro - also knapp 32 Euro pro Modul.


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Der Hersteller hat diese Module mit besonders ausladenden Kühlprofilen versehen, welche den Einbau im Zusammenspiel mit zahlreichen CPU-Kühlern erschweren. Im SPD ist eine effektive Taktrate von 1.333 MHz im Zusammenspiel mit Timings von CL9-9-9-24 hinterlegt, hierzu wird eine Spannung von 1,50 Volt benötigt.


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Zusätzlich ist ein XMP-Profil vorhanden, welches 1.600 MHz mit Timings von CL8-8-8-24 kombiniert. Die höhere Taktung setzt allerdings eine Spannung von 1,65 Volt voraus. Wir haben im Test 1,64 Volt verwendet, da das Mainboard uns nur die Wahl zwischen 1,64 und 1,66 Volt lässt.


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Mit 1,64 Volt lief das System auch mit DDR3-1709 CL8-8-8-24 stabil. Der Versuch, auf DDR3-1866 zu kommen, schlug hingegen fehl: Unsere Testkonfiguration überstand weder mit CL9-9-9-24 noch mit CL11-10-10-31 den Lasttest.


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Beließen wir es bei einem effektiven Takt von 1.333 MHz, konnten wir die Timings bis auf CL7-7-7-21 reduzieren. Hierbei reichte eine Spannung von 1,60 Volt aus:


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Bei Corsairs TR3X6G1600C8D handelt es sich keinesfalls um Standardspeicher, diese Module treten daher in diesem Testfeld auch lediglich als Referenz an. Von den eigentlichen Testkandidaten kann lediglich das Modell Exceleram EP3001A mit diesem Spezialspeicher mithalten, kommt aber auch nicht ganz an dessen Bestwerte heran.




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SiSoft Sandra 2011b (17.25) Speicherbandbreite
Beim Arbeitsspeicher geht es in erster Linie um seine Größe, schließlich soll das Betriebssystem so selten wie möglich in die Verlegenheit kommen, Daten auf die langsame Festplatte auslagern zu müssen. Das zweitwichtigste Kriterium ist die Speicherbandbreite, denn je mehr Daten der Speicher pro Sekunde bewegen kann, desto unwahrscheinlicher wird er unser System ausbremsen. Vier Faktoren sind für die Bandbreite von Bedeutung: Die Anzahl der Kanäle, der Speichertakt, die Zahl der Speicherchips und die Timings. Bei dieser Aufzählung fällt den zuerst genannten Kriterien die größte Bedeutung zu, wobei der Zahl der Speicherchips eine Sonderrolle zukommt. Mehr Chips bringen nämlich nur dann einen Vorteil, wenn der Speicher-Controller auch ausreichend viele Pages zeitgleich offenhalten kann.

SiSoft Sandra 2011b Speicherbandbreite: Integer Buff'd iSSE2; Fließkomma Buff'd iSSE2 in GB/s
Corsair TR3X6G1600C8D
DDR3-1709CL8-8-8-24
2T, 3x2GB, 1,64 V
27.45
27.44
Exceleram EP3001A
DDR3-1709CL9-9-9-27
2T, 3x2GB, 1,60 V
27.38
27.40
Exceleram EP3001A
DDR3-1600CL8-8-8-24
1T, 3x2GB, 1,50 V
26.18
26.17
Kingston KVR1333D3N9/2G
DDR3-1600CL8-8-8-24
1T, 3x2GB, 1,60 V
26.16
26.14
Corsair TR3X6G1600C8D
DDR3-1600CL8-8-8-24
1T, 3x2GB, 1,64 V
26.13
26.13
Kingston KVR1333D3N9/2G
DDR3-1333CL7-7-7-21
1T, 3x2GB, 1,60 V
22.37
22.38
Corsair TR3X6G1600C8D
DDR3-1333CL7-7-7-21
1T, 3x2GB, 1,60 V
22.36
22.38
Exceleram EP3001A
DDR3-1333CL7-7-7-21
1T, 3x2GB, 1,60 V
22.35
22.37
Corsair TR3X6G1600C8D
DDR3-1333CL9-9-9-24
1T, 3x2GB, 1,50 V
21.84
21.85
Kingston KVR1333D3N9/2G
DDR3-1333CL9-9-9-24
1T, 3x2GB, 1,50 V
21.84
21.85
Exceleram EP3001A
DDR3-1333CL9-9-9-24
1T, 3x2GB, 1,50 V
21.84
21.84
GeIL GV34GB1333C9DC
DDR3-1440CL9-9-9-24
1T, 3x2GB, 1,60 V
20.21
20.24
GeIL GV34GB1333C9DC
DDR3-1333CL9-9-9-24
1T, 3x2GB, 1,50 V
18.76
18.76

Die Speichermodule von Corsair, Exceleram und Kingston sind doppelseitig bestückt und besitzen jeweils 16 Chips. Der Speicher-Controller des Core i7-965X kann hier also mehr Pages offen halten, als es bei den einseitig bestückten Riegeln von GeIL der Fall ist, was sich sehr positiv auf den Speicherdurchsatz auswirkt. Bei identischer Taktrate und gleichen Timings erzielen die doppelseitigen Module einen Vorteil von 16,4 Prozent. Die Verschärfung der Latenzen von CL9-9-9-24 auf CL7-7-7-21 bringt den Modulen von Exceleram und Kingston lediglich einen Gewinn von ca. 2,4 Prozent, dennoch müssen wir die Spannung bereits auf 1,60 Volt anheben.

Die Übertaktung auf DDR3-1600 CL8-8-8-24 beschleunigt die Module von Exceleram um 19,9 Prozent, die Speicherriegel von Kingston verbessern ihren Durchsatz um 19,7 Prozent und unser Referenzspeicher von Corsair legt um 19,6 Prozent zu. Mit unserem Referenzspeicher erreichen wir zudem DDR3-1709 CL8-8-8-24, wobei der Speicherdurchsatz um 25,6 Prozent gewachsen ist. Auch die Module von Exceleram schaffen DDR3-1709, allerdings nur mit Timings von CL9-9-9-27. Dabei liegt die Transferrate um 25,4 Prozent über der Messung mit den herstellerseitig vorgegebenen Einstellungen.




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SiSoft Sandra 2011b (17.25) Speicherlatenz
SiSoft Sandra ist auch in der Lage, die Speicherlatenz zu ermitteln. Mit dieser Messung überprüfen wir, ob uns das Absenken der einzelnen Timings wirklich Vorteile bringt und wie sich das Verhältnis zwischen Timings und Taktraten auswirkt. So fällt der Vorteil eines höheren Speichertaktes geringer aus, wenn wir zugleich die Timings anheben müssen.

SiSoft Sandra 2011b Speicherlatenz in ns - geringere Werte sind besser
Corsair TR3X6G1600C8D
DDR3-1709CL8-8-8-24
2T, 3x2GB, 1,64 V
56.9
Exceleram EP3001A
DDR3-1709CL9-9-9-27
2T, 3x2GB, 1,60 V
58.3
Kingston KVR1333D3N9/2G
DDR3-1600CL8-8-8-24
1T, 3x2GB, 1,60 V
58.5
Exceleram EP3001A
DDR3-1600CL8-8-8-24
1T, 3x2GB, 1,50 V
58.6
Corsair TR3X6G1600C8D
DDR3-1600CL8-8-8-24
1T, 3x2GB, 1,64 V
58.7
Exceleram EP3001A
DDR3-1333CL7-7-7-21
1T, 3x2GB, 1,60 V
64.9
Corsair TR3X6G1600C8D
DDR3-1333CL7-7-7-21
1T, 3x2GB, 1,60 V
65.0
Kingston KVR1333D3N9/2G
DDR3-1333CL7-7-7-21
1T, 3x2GB, 1,60 V
65.0
GeIL GV34GB1333C9DC
DDR3-1440CL9-9-9-24
1T, 3x2GB, 1,60 V
66.6
Corsair TR3X6G1600C8D
DDR3-1333CL9-9-9-24
1T, 3x2GB, 1,50 V
69.2
Kingston KVR1333D3N9/2G
DDR3-1333CL9-9-9-24
1T, 3x2GB, 1,50 V
69.2
Exceleram EP3001A
DDR3-1333CL9-9-9-24
1T, 3x2GB, 1,50 V
69.5
GeIL GV34GB1333C9DC
DDR3-1333CL9-9-9-24
1T, 3x2GB, 1,50 V
70.3

Nicht nur beim Speicherdurchsatz, sondern auch bei der Latenz halten die Speicherriegel von GeIL die rote Laterne. Die auf ihnen verbauten Chips haben eine höhere Datendichte und werden daher nicht ganz so aggressiv angesteuert. Im Vergleich zu den Modulen von Corsair, Exceleram und Kingston steigt die Latenz allerdings nur um 1,2 bis 1,6 Prozent an. Die Verschärfung der Timings auf CL7-7-7-21 reduziert die Latenz bei Exceleram um 7,1 Prozent und bei den Modulen von Kingston um 6,5 Prozent. Viel deutlicher wirkt sich die Übertaktung auf DDR3-1600 CL8-8-8-24 aus, hierbei sinkt die Latenz um 15,2 bis 15,7 Prozent. Bei DDR3-1709 CL9-9-9-27 können die Module von Exceleram diesen Vorteil auf 16,1 Prozent ausbauen und mit den Speicherriegeln von Corsair verringert sich die Latenz dank CL8-8-8-24 sogar um 17,8 Prozent.




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Cinebench 11.5 64-Bit: Rendering
Mit dem Benchmark Cinebench 11.5 kann man die Leistung des PC im Zusammenspiel mit der professionellen 3D-Software Cinema4D testen. Wir verwenden die 64-Bit Variante dieser Software und messen die Rendering-Performance mit acht Threads. Es werden also alle vier Kerne belastet sowie HyperThreading verwendet. Eine höhere Speicherbandbreite wirkt sich nämlich insbesondere dann positiv auf die Leistungsmessungen aus, wenn möglichst viele Threads parallel laufen.

Cinebench 11.5 64-Bit Rendering: X Threads in CB
Corsair TR3X6G1600C8D
DDR3-1600CL8-8-8-24
1T, 3x2GB, 1,64 V
6.25
Kingston KVR1333D3N9/2G
DDR3-1600CL8-8-8-24
1T, 3x2GB, 1,60 V
6.24
Exceleram EP3001A
DDR3-1600CL8-8-8-24
1T, 3x2GB, 1,50 V
6.23
Kingston KVR1333D3N9/2G
DDR3-1333CL7-7-7-21
1T, 3x2GB, 1,60 V
6.21
Corsair TR3X6G1600C8D
DDR3-1709CL8-8-8-24
2T, 3x2GB, 1,64 V
6.21
Exceleram EP3001A
DDR3-1709CL9-9-9-27
2T, 3x2GB, 1,60 V
6.21
Corsair TR3X6G1600C8D
DDR3-1333CL7-7-7-21
1T, 3x2GB, 1,60 V
6.20
Corsair TR3X6G1600C8D
DDR3-1333CL9-9-9-24
1T, 3x2GB, 1,50 V
6.19
Kingston KVR1333D3N9/2G
DDR3-1333CL9-9-9-24
1T, 3x2GB, 1,50 V
6.19
Exceleram EP3001A
DDR3-1333CL7-7-7-21
1T, 3x2GB, 1,60 V
6.19
Exceleram EP3001A
DDR3-1333CL9-9-9-24
1T, 3x2GB, 1,50 V
6.19
GeIL GV34GB1333C9DC
DDR3-1440CL9-9-9-24
1T, 3x2GB, 1,60 V
6.19
GeIL GV34GB1333C9DC
DDR3-1333CL9-9-9-24
1T, 3x2GB, 1,50 V
6.18

Nachdem uns SiSoft Sandra Verbesserungen im zweistelligen Bereich präsentiert hatte, holt uns der erste praxisnahe Test auf den harten Boden der Tatsachen zurück. Obwohl Cinebench 11.5 beim Rendering primär CPU-Leistung benötigt, reagiert dieser Test bei Verwendung mehrerer Threads auch auf den Speicherdurchsatz. Der Unterschied zwischen der langsamsten und der schnellsten Konfiguration fällt mit 1,13 Prozent allerdings verschwindend gering aus. Dass DDR3-1600 diesmal DDR3-1709 schlagen kann, liegt darin begründet, dass wir uns den höheren Speichertakt mit einem geringfügig niedrigeren CPU-Takt erkaufen mussten.




DDR3-1333CL9 von Exceleram, GeIL und Kingston im OC-Test - Druckansicht - Seite 10 von 12

7-Zip 9.10 Beta: Archivieren
Als Packer arbeitet 7-Zip einerseits sehr intensiv mit dem Arbeitsspeicher und ist auf hohe Bandbreiten angewiesen, doch andererseits kann diese Software ihre Arbeit lediglich auf zwei Threads verteilen. Wird 7-Zip dennoch von höheren Bandbreiten profitieren? Um dies herauszufinden packen wir die 587 MByte große SPECViewPerf10-Suite und stoppen die hierfür benötigte Zeit.

7-Zip 9.10 Beta Packen: 2 Threads in s - geringere Werte sind besser
Corsair TR3X6G1600C8D
DDR3-1709CL8-8-8-24
2T, 3x2GB, 1,64 V
76
Corsair TR3X6G1600C8D
DDR3-1600CL8-8-8-24
1T, 3x2GB, 1,64 V
76
Exceleram EP3001A
DDR3-1709CL9-9-9-27
2T, 3x2GB, 1,60 V
76
Exceleram EP3001A
DDR3-1600CL8-8-8-24
1T, 3x2GB, 1,50 V
76
Kingston KVR1333D3N9/2G
DDR3-1600CL8-8-8-24
1T, 3x2GB, 1,60 V
76
Corsair TR3X6G1600C8D
DDR3-1333CL7-7-7-21
1T, 3x2GB, 1,60 V
78
Exceleram EP3001A
DDR3-1333CL7-7-7-21
1T, 3x2GB, 1,60 V
78
Kingston KVR1333D3N9/2G
DDR3-1333CL7-7-7-21
1T, 3x2GB, 1,60 V
78
Corsair TR3X6G1600C8D
DDR3-1333CL9-9-9-24
1T, 3x2GB, 1,50 V
80
Exceleram EP3001A
DDR3-1333CL9-9-9-24
1T, 3x2GB, 1,50 V
81
Kingston KVR1333D3N9/2G
DDR3-1333CL9-9-9-24
1T, 3x2GB, 1,50 V
81
GeIL GV34GB1333C9DC
DDR3-1440CL9-9-9-24
1T, 3x2GB, 1,60 V
81
GeIL GV34GB1333C9DC
DDR3-1333CL9-9-9-24
1T, 3x2GB, 1,50 V
84

7-Zip reagiert deutlicher auf die Speicherbandbreite, diesmal liegen zwischen der langsamsten und der schnellsten Konfiguration immerhin 10,53 Prozent. Die einseitig bestückten Module von GeIL benötigen mit vergleichbaren Einstellungen zwischen 3,7 und 5,0 Prozent länger als die doppelseitigen Speicherriegel von Corsair, Exceleram und Kingston. Verschärfen wir die Timings von CL9-9-9-24 auf CL7-7-7-21, verkürzt sich die Bearbeitungszeit um 3,7 Prozent. Durch die Übertaktung auf DDR3-1600 bzw. DDR3-1709 können wir die für die Komprimierung benötigte Zeit um 6,2 Prozent verringern, Unterschiede zwischen diesen beiden Taktraten und den einzelnen Modulen konnten wir bei 7-Zip jedoch nicht feststellen.




DDR3-1333CL9 von Exceleram, GeIL und Kingston im OC-Test - Druckansicht - Seite 11 von 12

WinRAR 3.91: Archivieren
Ein zweiter, weit verbreiteter Packer ist WinRAR. WinRAR kann seine Arbeit im Gegensatz zu 7-Zip auf bis zu acht Threads verteilen, so dass wir diesmal wieder alle vier Kerne auslasten und zusätzlich HyperThreading nutzen. Kann WinRAR deutlichere Vorteile aus einer hohen Speicherbandbreite ziehen?

WinRAR 3.91 Packen: X Threads in s - geringere Werte sind besser
Corsair TR3X6G1600C8D
DDR3-1709CL8-8-8-24
2T, 3x2GB, 1,64 V
69
Exceleram EP3001A
DDR3-1709CL9-9-9-27
2T, 3x2GB, 1,60 V
69
Corsair TR3X6G1600C8D
DDR3-1600CL8-8-8-24
1T, 3x2GB, 1,64 V
70
Exceleram EP3001A
DDR3-1600CL8-8-8-24
1T, 3x2GB, 1,50 V
70
Kingston KVR1333D3N9/2G
DDR3-1600CL8-8-8-24
1T, 3x2GB, 1,60 V
70
Exceleram EP3001A
DDR3-1333CL7-7-7-21
1T, 3x2GB, 1,60 V
75
Kingston KVR1333D3N9/2G
DDR3-1333CL7-7-7-21
1T, 3x2GB, 1,60 V
75
Corsair TR3X6G1600C8D
DDR3-1333CL7-7-7-21
1T, 3x2GB, 1,60 V
76
Corsair TR3X6G1600C8D
DDR3-1333CL9-9-9-24
1T, 3x2GB, 1,50 V
78
Exceleram EP3001A
DDR3-1333CL9-9-9-24
1T, 3x2GB, 1,50 V
78
Kingston KVR1333D3N9/2G
DDR3-1333CL9-9-9-24
1T, 3x2GB, 1,50 V
78
GeIL GV34GB1333C9DC
DDR3-1440CL9-9-9-24
1T, 3x2GB, 1,60 V
78
GeIL GV34GB1333C9DC
DDR3-1333CL9-9-9-24
1T, 3x2GB, 1,50 V
82

Von unseren drei Anwendungen reagiert WinRAR am Deutlichsten, der Unterschied zwischen der langsamsten und der schnellsten Konfiguration beläuft sich diesmal auf 18,84 Prozent. Mit den einseitig bestückten Modulen von GeIL dauert der Packvorgang satte 5,1 Prozent länger als mit den doppelseitigen Speicherriegeln von Corsair, Exceleram und Kingston. Die auf CL7-7-7-21 reduzierten Timings verkürzen die Bearbeitungszeit um 2,6 bis 3,9 Prozent und die Übertaktung auf DDR3-1600 CL8-8-8-24 um 10,3 Prozent. Die besten Resultate erzielen wir diesmal mit DDR3-1709 CL8-8-8-24 und sparen uns damit 11,5 Prozent der Bearbeitungszeit.




DDR3-1333CL9 von Exceleram, GeIL und Kingston im OC-Test - Druckansicht - Seite 12 von 12

Fazit
Auch Standardspeicher bietet Reserven für Übertakter, allerdings gibt es große Unterschiede zwischen den einzelnen Fabrikaten. Während wir mit Excelerams EP3001A sogar DDR3-1709 CL9-9-9-27 erreichten, ist für GeILs GV34GB1333C9DC bereits bei DDR3-1440 CL9-9-9-24 Schluss. Kingstons KVR1333D3N9/2G schafften ordentliche DDR3-1600 CL8-8-8-24. Um Vorteile aus der zusätzlichen Speicherbandbreite ziehen zu können, muss der Prozessor ausreichend schnell takten und sollte zudem vier oder mehr Threads zeitgleich bearbeiten können. Je mehr Anwendungen zeitgleich aktiv sind bzw. je mehr Threads eine einzelne Anwendung nutzt, desto wichtiger wird der Speicherdurchsatz. Leistungssteigerungen zwischen 20 und 25 Prozent bleiben allerdings synthetischen Tests wie SiSoft Sandra vorbehalten, denn im Alltagsbetrieb fallen die Vorteile deutlich geringer aus. So reagierte das CPU-lastige Cinebench 11.5 beim Rendering lediglich mit Verbesserungen um ein Prozent, während 7-Zip die zum Packen einer Datei benötigte Zeit immerhin um 6,2 Prozent verkürzen konnte. WinRAR kann im Gegensatz zu 7-Zip acht Threads nutzen und reduzierte die Bearbeitungszeit daher um bis zu 11,5 Prozent. Video-Software und Spiele reagierten hingegen so gut wie gar nicht auf die unterschiedlichen Speicherkonfigurationen.




Wertung: Exceleram EP3001A
Sehr GutIm Laufe der letzten Wochen hatten wir Excelerams EP3001A auf diversen Mainboards ausprobiert und konnten dabei keinerlei Kompatibilitätsprobleme feststellen. Generell sind DDR3-1333CL9-Module sehr unkompliziert und problemlos, Excelerams Speicherriegel machen da keine Ausnahme. So ganz ohne Kühlbleche traut man es diesen Modulen kaum zu, doch zum Übertakten bieten sie den größten Spielraum und kamen im 3-Kanal-Betrieb bis auf DDR3-1709 CL9-9-9-27. Preislich bleiben die 2GByte-Riegel mit 21,50 Euro im üblichen Rahmen, doch da der Trend nach unten weist, sollte hier in den kommenden Wochen noch etwas Spielraum sein. Wir würden abwarten, bis der Preis unter 20 Euro gefallen ist, und dann zuschlagen, denn Excelerams EP3001A sind eine klare Kaufempfehlung.




Wertung: GeIL GV34GB1333C9DC
GeILs Dual-Kit GV34GB1333C9DC kommt bei uns seit Monaten für Kompatibilitätstests zum Einsatz und wir hatten bisher noch nie Probleme mit diesem Speicher. Aufgrund ihrer einseitigen Bestückung mit acht Chips sind diese Module jedoch durch die Bank langsamer als die doppelseitigen Speicherriegel von Exceleram und Kingston. Zudem enttäuschten sie beim Übertakten, denn trotz des Kühlprofils erreichten wir im 3-Kanal-Betrieb lediglich DDR3-1440 CL9-9-9-24 - ein mageres Ergebnis. Mit einem Preis von 35 Euro für zwei 2GByte-Riegel ist GeILs GV34GB1333C9DC im europäischen Ausland zwar recht günstig, doch in Deutschland ist dieser Speicher zur Zeit nicht erhältlich. Unserer Ansicht nach gibt es bessere Alternativen.




Wertung: Kingston KVR1333D3N9/2G
PreistippEine bessere Alternative ist beispielsweise Kingstons KVR1333D3N9/2G. Diese Speicherriegel sind lediglich 19 statt der üblichen 30 mm hoch und passen daher problemlos unter die flachsten CPU-Kühler und damit auch in die kleinsten PC-Gehäuse. Dennoch konnten wir sie im 3-Kanal-Betrieb bis auf DDR3-1600 CL8-8-8-24 übertakten. Im Verlauf der letzten Monate hatten wir Kingstons KVR1333D3N9/2G auf einem halben Dutzend Hauptplatinen eingesetzt und mussten nie Kompatibilitätsprobleme feststellen. Und auch preislich machen sich diese Speicherriegel schlank: Bei unserem Partner HiQ-Computer kostet ein 2GByte-Riegel derzeit 19,80 Euro inklusive Mehrwertsteuer und zuzüglich Versandkosten, in Preisvergleichen findet man diesen Speicher zuweilen auch schon ab ca. 16 Euro.




Unser Dank gilt:







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