Nachrichten
Artikel
Mitmachen
Shop
Kontakt
Sprache
 
Neu von MSI

Diablo II Review, 5/8 von TreBar

Vom Prinzip der Belohnung
Zwischensequenzen, 3D Art und andere Zärtlichkeiten

Wer nach dem überschwenglichen Lob für die Spielbarkeit auf P233 Systemen und ähnlichen Antiquitäten befürchtet, er habe es hier mit visuell unterentwickelten Schattengewächsen oder einem Haufen textgeifernder Storysüchtlinge aus Might and Magic 1 Zeiten zu tun - kann falscher kaum liegen.

Die Grafik:
Trotz der betagten 640x480 Pixel Engine ist die Grafik von Diablo II - im wahrsten Sinne des Wortes ein Meisterwerk. Ein talentbesetztes Team von Grafikern, Designern und Architekten hat in den letzten 4 Jahren einen schlichtweg erschütternden Detail- und Gestaltungsreichtum zusammengetragen.

Wer die Landschaften und Dungeons nach erfolgreichem "Clearing" nicht noch einmal eines zweiten Blickes würdigt, wessen Charakter nicht mindestens einmal stirbt, weil er völlig gefangen ein neu entdecktes liebevoll gestaltetes Detail betrachtet hat, kann sich ebensogut eine Braille Tastatur zulegen.

Während Diablo I mit 4 zufallsgenerierten Dungeontypen und Tristram über die Jahre an grafischer Eintönigkeit litt, hat in Diablo II jeder der 4 Akte 10 und mehr, Landschafts- und Dungeontypen, fest gestaltete Orte und Architekturen zu bieten. Und diese geradezu überhäuft mit liebevoll gestalteten Variationen und Ausschmückungen.

Dungeonschemata d.h. die Art wie die Grundrisse der zufallsgenerierten Karten sich zusammensetzen werden viel breiter variiert. Statt der ewig gleichen rechtwinkligen Verschachtelungen sieht ein Dschungel plötzlich aus wie ein Dschungel, in dem es schwer ist sich zu orientieren. Insektoide Gänge winden sich endlos um sich in blasenhafte Höhlen aufzuweiten. Gotische Kirchen, Katakomben, Keller, Verliese, unterirdische Tempelanlagen, Ruinen um nur ein paar wenige Beispiele einer endlos erscheinenden Liste aufzuzählen (und natürlich nicht zuviel vorweg zu nehmen), alles das ist auch in den Grundrissen ablesbar.

Wer Freude an der Betrachtung hat, wird immer wieder freudig überrascht sein auf etwas neues zu stoßen, noch bevor er sich am "Alten" satt sehen konnte und findet sich am Ende des vierten Aktes bevor er noch gemerkt hat daß er zwei Wochen nicht geschlafen hat, in einem Bett liegt, seine Frau ihm die Hand hält und die freundliche Schwester in weiß ihm sein Frühstück an den Infusionsständer hängt.

Die 3D Zwischensequenzen:
Als Einstimmung zum Spiel und nach jedem der vier Akte erwartet sie als Belohnung für ihre Mühen und zum tieferen Einblick in die Lage der Dinge eine 3D animierte Zwischensequenz. Wer Blizzard schon etwas länger kennt weiß, daß diese Jungs seit Jahren den Maßstab in diesem Bereich setzen.

Wer selbst im Bereich 3D Visualisierung arbeitet, sei es als Hobby oder im Beruf, tut gut daran dieses Material zu sichten. Ich habe, seit dieses Segment sich im PC Spielemarkt aufgetan hat, wenig gleichwertiges und noch nichts besseres gesehen als Blizzards 3D Animationen.

3D Animation ist stets ein wirklich kostspieliges Unterfangen für eine Spieleschmiede. Mittlerweile werden sie fast geschlossen durch Scripted-Engine-Animationen abgelöst, weil diese keiner zusätzlichen hochaufgelösten 3D Modelle, aufwendiger Texturarbeiten, Effektberechnungen und Spezialisten bedürfen. Blizzard erlaubt sich den Luxus ganze 5 Render-Animationen mit zum Teil 7-Minuten! (Intro: The Calling) Abspieldauer in ein Spiel zu legen. Dies bringt dem Spieler stimmungsvollen 3D Genuß auf höchstem Niveau, wie er ihn möglicherweise so schnell nirgendwo sonst mehr zu sehen bekommt.

Vieles, Vieles mehr:
Bitte verlangt nicht von uns über die grafische Vielfalt der Monster und Charaktere, der Städte und Kulturen, der grafischen Effekte für die 90 verschiedenen Skills oder gar die Gegenstände zu schreiben. Wohlmöglich über 3D Sound (probiert es. Es lohnt sich!) oder die wahnsinnig gute Musik.

Ja - es gibt all das! Und es ist wirklich schön !

Der Punkt an alledem ist einfach, daß es ein Gesamtbild erzeugt, daß sich nur unendlich schwer in Einzelpunkte zergliedern läßt. All das trägt zu dem bei, was Diablo II ausmacht, belohnt sie für die "Mühen" die sie und ihr Held auf sich nehmen und arbeitet Hand in Hand daran, sie als Spieler und mich als Autor dieses Reviews in die zeitökonomische Unzurechnungsfähigkeit zu treiben.

weiter


Einleitung
Computerspiele und Technologieschübe
Fragen zur Altersgerechtheit
Nepper, Schlepper und andere Storylines
Vom Prinzip der Belohnung
Schade vorbei... oder... HEY!
Epilog
Diablo II Nachschlag

Diese Werbefläche wurde deaktiviert. Damit geht Au-Ja.de eine wichtige Einnahmequelle verloren.

Werbung erlauben ]
© Copyright 1998-2016 by Dipl.-Ing. Michael Doering. [ Nutzungsbedingungen ]
Diese Werbefläche wurde deaktiviert. Damit geht Au-Ja.de eine wichtige Einnahmequelle verloren.

Werbung erlauben ]

Ihr Homepage-Baukasten von Wix.

Einfach.
Schnell.
Ohne Vorkenntnisse.
Au-Ja Testurteil:
Sehr Gut
Diese Werbefläche wurde deaktiviert. Damit geht Au-Ja.de eine wichtige Einnahmequelle verloren.

Werbung erlauben ]
generated on
09.12.2016 20:26:41
by Jikji CMS 0.9.9c