Au-Ja! - Premiere: ECS A890GXM-A mit AMD 890GX Chipsatz - Druckversion
 

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Premiere: ECS A890GXM-A mit AMD 890GX Chipsatz - Druckansicht - Seite 1 von 18

Am heutigen Dienstag feiert AMDs neuer Chipsatz 890GX Premiere und wir haben das erste Mitglied der "Leo"-Plattform anhand des Mainboards A890GXM-A von ECS getestet. Die Northbridge AMD 890GX umfasst eine Grafikeinheit namens ATi Radeon HD 4290, welche DirectX 10.1 beherrscht und zur Zeit AMDs schnellste IGP sein soll, während die ebenfalls neue Southbridge SB850 erstmals SATA 6 Gb/s in einem Chipsatz integriert.


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Der AMD 890GX Chipsatz
Bevor wir uns das ECS A890GXM-A im Detail ansehen, machen wir uns zunächst ein umfassendes Bild des AMD 890GX Chipsatzes. Der AMD 890GX Chipsatz ist der Nachfolger des AMD 790GX und stellt somit eine äußerst flexible Lösung für ein breites Publikum dar. Von Hause aus ist der Chipsatz mit einer alltagstauglichen Grafikeinheit ausgestattet, doch Spieler können die 3D-Leistung mit ein oder zwei Grafikkarten ausbauen.


Quelle: AMD; Fotostrecke mit weiteren und größeren Fotos...

Kommen zwei Grafikkarten zum Einsatz, werden die 16 PEG-Lanes der Northbridge gleichmäßig auf diese verteilt. Die Northbridge bietet sechs weitere PCI-Express-2.0-Lanes für zusätzliche Geräte oder Steckplätze und ECS hat davon vier Lanes für eine dritte Grafikkarte verwendet. Abgesehen vom Grafikkern sind sich AMD 790GX und 890GX jedoch sehr ähnlich.

NorthbridgeAMD 785GAMD 790GXAMD 890GX
HyperTransport3.03.03.0
PCI-Express2.02.02.0
PEG Lanes1616
8+8
16
8+8
PCIe Lanes666
Alink Lanes444
CrossFireXneinjaja
Hybrid CrossFirejajaja

Von der Northbridge zum Prozessor führt eine HyperTransport-3.0-Anbindung mit bis zu 20,6 GB/s, während die Southbridge mit maximal 2,0 GB/s per Alink Express III angekoppelt wird. Hierzu verwendet AMD vier PCI-Express-2.0-Lanes. Im Gegensatz zu den bisherigen Chipsätzen bietet die SB850 nun ebenfalls zwei PCI-Express-2.0-Lanes zum Anschluss weiterer Geräte.

SouthbridgeAMD SB710AMD SB750AMD SB850
PCIe Lanes--2
SATA-Ports666
SATA in Gb/s336
ATA133 Laufwerke222
RAID Modi0, 1, 0+1, JBOD0, 1, 5, 0+1, JBOD0, 1, 5, 0+1, JBOD
LAN--Gigabit
USB-Ports121214
USB-Modus2.02.02.0
PCI Slots666
HD Audiojajaja
ACCjajanein

Das Highlight der Southbridge SB850 sind aber zweifelsohne die sechs SATA-Anschlüsse der dritten Generation, welche mit einer Bandbreite von bis zu 6 Gb/s arbeiten. Sie unterstützen RAID-0, RAID-1, RAID-0+1 und RAID-5 sowie AHCI und JBOD. Auch ein PATA-Kanal wird noch geboten, ECS hat diesem beim A890GXM-A allerdings nicht umgesetzt. Weiterhin gibt es nun 14 statt 12 USB-Anschlüsse, doch diese entsprechen nach wie vor der Version 2.0. Zumindest lässt sich USB 3.0 bei AMD leicht nachrüsten, da AMDs Chipsätze eine Bandbreite von 500 MB/s pro PCI-Express-2.0-Lane und Richtung bieten, während Intels H55 und H57 nur auf 250 MB/s kommen.

Etwas überraschend ist das Fehlen der Advanced Clock Calibration (ACC). AMD erwähnt diese in seinen Unterlagen mit keinem Wort, wohingegen zuvor viel Hype um diese direkte Verbindung zwischen CPU und Southbridge gemacht wurde. ACC soll höhere Übertaktungen ermöglichen, wird von einigen Mainboard-Herstellern aber auch dazu genutzt, deaktivierte CPU-Kerne wiederzubeleben.




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Die Radeon HD 4290
Die Northbridge 890GX enthält den Grafikkern ATi Radeon HD 4290, eine um 200 MHz beschleunigte Version des Radeon HD 4200 (RV620), welchen wir im AMD 785G vorgefunden hatten. Und genau wie dieser unterstützt auch der ATi Radeon HD 4290 DirectX 10.1 und das Shader Modell 4.1 - entgegen erster Spekulationen aber noch kein DirectX 11. Eine allzu hohe 3D-Leistung sollte man von den 40 Stream-Prozessoren jedoch nicht erwarten.


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Der Hersteller des Mainboards kann dem Grafikkern dedizierten Grafikspeicher zur Seite stellen, welchen AMD als "Performance Cache" bzw. "SidePort Memory" bezeichnet. ECS hat sein A890GXM-A mit 128 MByte DDR3-1333 ausgestattet. Sofern mehr Grafikspeicher benötigt wird, nimmt die Radeon HD 4290 den Arbeitsspeicher in Anspruch. Es bietet sich daher an, das Mainboard ebenfalls mit Modulen vom Typ DDR3-1333 zu bestücken.

IGPAMD 785GAMD 790GXAMD 890GX
GrafikprozessorRadeon HD 4200Radeon HD 3300Radeon HD 4290
IGP-Takt in MHz500700700
Stream-Prozessoren404040
DirectX10.11010.1
Shader Model4.14.04.1
Dual Displayjajaja
HDMI1.31.21.3
Display Portjajaja
HDCPjajaja
Videowiedergabe720p/1080p720p/1080i720p/1080p
Unified Video Decoder2.01.02.0

Deutlich interessanter als die 3D-Beschleunigung ist der Unified Video Decoder (UVD) in der Version 2.0, der mehr als einen Videostream beschleunigen (H.264/AVC, VC-1, MPEG-1, MPEG-2 und DivX) kann und somit PiP (Picture in Picture) ermöglicht. Die IGP entlastet den Prozessor bis zu einer Auflösung von 1080p (Full-HD) und kümmert sich auch um das Upscaling von geringeren Auflösungen sowie Bildverbesserungen bei Schärfe, Kontrast und Farbe.


Quelle: AMD; Fotostrecke mit weiteren und größeren Fotos...

Der HDMI-Ausgang liefert nebem dem Bildsignal auch digitalen Ton mit 5.1 Kanälen. Wer auf 7.1 Kanäle wert legt, muss zu einer Grafikkarte greifen. Das ECS A890GXM-A besitzt vier Bildschirmausgänge von D-Sub (VGA) über DVI und HDMI bis hin zum Display-Port. Maximal zwei dieser Anschlässe können zeitgleich verwendet werden, wobei DVI und HDMI die selben Signalleitungen nutzen und somit nicht miteinander kombiniert werden können.




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Der Lieferumfang
Aktuell liegen uns noch keine Preise für das ECS A890GXM-A vor, wir gehen aber von einer Preisspanne zwischen 100 und 130 Euro aus. Der Lieferumfang ist jedenfalls nicht allzu umfangreich:


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Bei "eJiffy" handelt es sich um ein Mini-Linux, welches der Benutzer optional auf der Festplatte installieren kann und welches den Zugriff aufs Internet innerhalb weniger Sekunden ermöglicht - dazu später mehr. Kabel für Parallel-ATA und Floppy gibt es keine, denn die dazugehörigen Anschlüsse hat ECS wegrationalisiert.

Die Anschlüsse
Womit wir gleich beim nächsten Thema wären. Betrachtet man das Anschlusspanel, so vermissen wir einen PS/2-Port sowie IEEE1394 Firewire. Dafür gibt es reichlich Bildschirmausgänge und gleich zwei Gigabit-LAN-Buchsen inklusive Teaming.


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Bei dem roten Taster zwischen den Bildschirmausgängen und den USB-Anschlüssen ist Vorsicht geboten, denn es handelt sich hierbei um die externe Ausführung des CLEAR-CMOS Jumpers. Übertakter wird es freuen, bei fehlgeschlagenen Tuning-Versuchen nicht immer des Gehäuse öffenen zu müssen.

Hier die externen Anschlüsse in der Übersicht:

Intern gibt es einen HD-Audio-Abgriff (violett) für die Frontanschlüsse des Gehäuses, vier USB-Header für die USB-2.0-Ports sieben bis vierzehn (orange) sowie die fünf übrigen SATA-Ports des SB850 (orange). Diese SATA-Anschlüsse arbeiten mit Transferraten von bis zu 6 Gb/s und vier von ihnen wurden um 90° gekippt angebracht.


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Auf dem Mainboard finden wir drei Lüfteranschlüsse: Einen 4-Pin-Anschluss für den CPU-Lüfter sowie zwei 3-Pin-Buchsen für die Gehäuselüfter. ECS hat eine Regelung für den CPU- und den Systemlüfter integriert, wobei man den PWM-Startwert, die Anlauftemperatur, DeltaT und die Steilheit der Dehzahlanhebung definieren kann. Nur der dritte Lüfteranschluss, welcher sich unterhalb der DIMM-Slots befindet, ist ungeregelt.




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Das Layout #1
Mainboards, die mehr als die Grundausstattung bieten, sind heutzutage fast immer schwarz. Diese Aussage tritt natürlich auch auf das ECS A890GXM-A zu, welches einige Farbtupfer von gelb über orange bis rot erhalten hat und insgesamt ein stimmiges Bild abgibt.


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Beim Platinenlayout weicht ECS ein wenig von der klassischen Anordnung ab und verschiebt die Northbridge nach links neben das Anschlusspanel. Oberhalb der Northbridge schließt sich der Spannungswandler an, welcher ebenfalls mit einem passiven Kühlprofil versehen wurde. Die beiden Profile sind über eine u-förmige Heatpipe miteinander verbunden, welche unserer Ansicht nach primär der Optik dient.


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Um sinnvoll arbeiten zu können, muss die entstehende Abwärme möglichst direkt in die Heatpipe eingebracht werden und die Heatpipe sorgt dann für die Verteilung der Abwärme im Kühlprofil. ECS leitet die Abwärme hingegen zuerst in das Kühlprofil und dann über zahlreiche Kontaktstellen in die Heatpipe, so dass der Wäremetransport gar nicht anlaufen kann.


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Rechts neben dem Kühler folgt zunächst der CPU-Sockel und dann die vier Speicherbänke. Der Abstand der DIMMS-Slots zur obersten Grafikkarte ist großzügig bemessen, so dass man Speichermodule ein- und ausbauen kann, ohne zuvor die Karte entfernen zu müssen. AMD erlaubt seinen Prozessoren maximal DDR3-1333, ECS verspricht hingegen bis zu DDR3-1800 beim Übertakten. Am Rand der Platine befindet sich der ATX-Hauptanschluss mit 24 Kontakten. Diesen ergänzt eine EPS+12V-Buchse mit acht Kontakten, welche links oben zu finden ist.




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Das Layout #2
Im der unteren Hälfte der Platine befinden sich die Steckplätze für Erweiterungskarten sowie zahlreiche Anschlüsse. ECS hat das A890GXM-A mit sechs von sieben möglichen Steckplätzen ausgestattet.


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Gleich drei PEG-Steckplätze warten auf Grafikkarten. Da der AMD 890GX Chipsatz nur 16 PCI-Express-2.0-Lanes für Grafikkarten zur Verfügung stellt, teilen sich die beiden roten Slots diese Lanes. Der untere, orange gefärbte Steckplatz muss sich mit vier Lanes begnügen. Die beiden restlichen Lanes der Northbridge bedienen die gelben PCIe-2.0-x1-Slots.

Hier die Übersicht der Steckplätze für Erweiterungskarten:

  1. -
  2. PCI-Express 2.0 x16 (16 Lanes)
  3. PCI-Express 2.0 x1
  4. PCI-Express 2.0 x1
  5. PCI-Express 2.0 x16 (16 Lanes)
  6. PCI-Express 2.0 x16 (4 Lanes)
  7. 32-Bit PCI


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Mit den beiden PCIe-2.0-Lanes der Southbridge werden zwei Gigabit-LAN-Controller des Typs Realtek 8111DL (rechts und mittig) angebunden, die man per Teaming zusammenfassen kann. Ebenfalls von Realtek stammt der HD-Audio-Codec ALC892 (links), welcher acht Tonkanäle unterstützt.


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Der gesockelte BIOS-Chip (rechts unten) lässt sich leicht austauschen, falls einmal ein Update fehlschlagen sollte. Darunter sehen wir zwei schwarze Taster, welche die Funktionen "Reset" und "Power" ausführen. Der CLEAR-CMOS-Schalter befindet sich - wie bereits erwähnt - im ATX-Anschlusspanel.




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eJIFFY
Auf der Treiber-DVD befindet sich auch das Mini-Linux eJIFFY, welches an Express Gate von ASUS erinnert. Das Linux entspricht dem, welches wir bereits beim ECS A785GM-M vorgefunden hatten. Genau wie Express Gate muss auch eJIFFY unter Windows installiert werden...


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...und wird, sofern diese Funktion im BIOS aktiviert wurde, beim Start des Computers als Boot-Option angezeigt:


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Nach ca. zehn Sekunden ist das BIOS geladen und zeigt sein Startmenü, welches...


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...einen Webbrowser...


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...eine einfache Bildbearbeitung...


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...und einen Instantmessenger umfasst:


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Ob viele Benutzer von eJIFFY Gebrauch machen werden, wagen wir in Frage zu stellen. Das Mini-Linux ist in jedem Fall eine nette Beigabe und wird sicherlich auch den einen oder anderen Fan finden.




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Das Testsystem im Überblick
Wir testen AM3-Mainboards derzeit mit dem 3,2 GHz schnellen Quad-Core-Prozessor AMD Phenom II X4 955 Black Edition. Als Grafikkarte dient uns eine ATi Radeon HD 4870 X2, welche besonders hohe Anforderungen an die Stromversorgung stellt.

Soundcheck
ECS verbaut auf dem A890GXM-A den nagelneuen HD-Audio-Codec Realtek ALC892, der acht Kanäle bietet und auf Realteks Produktseite noch gar nicht zu finden ist. Zum Vergleich ziehen wir das MSI 785G-E53 mit dem Realtek ALC889 heran, welcher einen Signal-Rauschabstand von 108 dB bei der Wiedergabe und 104 dB bei der Aufnahme ermöglicht. Weitere Messwerte liefert uns der VIA VT1708S des ASUS M4A785TD-V EVO:

RMAA 6.2.3
24-Bit/192kHz
ASUS
M4A785TD-V EVO
ECS
A890GXM-A
MSI
785G-E53
Frequency response, dB
Bezugsfrequenz: 40Hz,15KHz
(geringer=besser)
+0,04;-0,53+0,51;-0,18+0,47;-0,21
Noise level, dBA
Eigen-Rauschpegel
(niedriger=besser)
-88,8-91,6-100,1
Dynamic range, dBA
Dynamik-Bereich
(größer=besser)
87,791,7100,0
Total Harmonic Distortion
(Klirrfaktor) %
(niedriger=besser)
0,0320,00500,0063
Intermodulation
distortion, %
(niedriger=besser)
0,0350,0140,009
Stereo crosstalk, dB
Übersprechen
(niedriger=besser)
-83,1-85,0-85,9

Bei dieser Messung kommt ein Schleife zwischen dem analogen Stereo-Aus- und Eingang zum Einsatz. Während MSI eine extrem gute Umsetzung präsentiert und es nur beim Übersprechen Spielraum für Verbesserungen gibt, bietet ASUS lediglich eine gute Umsetzung. Das ECS A890GXM-A schiebt sich mit seinem Realtek ALC892 zwischen die beiden zuvor genannten Mainboards und erzielt überwiegend sehr gute Resultate.

Taktraten
Der Blick auf die Standardtaktraten lohnt sich diesmal wieder, denn unter Last hebt ECS den Basistakt um 1,2 MHz an, so dass unsere CPU um immerhin 18,6 MHz übertaktet wird:


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Dank Cool'n'Quiet senkt das ECS A890GXM-A die Taktrate des Prozessors im lastfreien Betrieb auf 798,3 MHz ab, die Spannung wird zugleich auf 0,975 Volt reduziert.

TaktratenASUS
M4A785TD-V EVO
ECS
A890GXM-A
MSI
785G-E53
CPU Idle in MHz803,5798,3802,1
CPU Idle in Volt0,9600,9750,992
CPU Last in MHz3214,13218,63207,9
CPU Last in Volt1,2961,3081,384
Basistakt in MHz200,9201,2200,5
Speichertakt in MHz669,6665,2668,4

Damit liegt der Basistakt im Leerlauf bei lediglich 199,6 MHz und somit sogar leicht unter dem Soll.




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Stromverbrauch
AMD hat den Stromverbrauch seiner Vierkern-Prozessoren durch den Umstieg auf die 45-nm-Fertigung deutlich senken können, doch ein wesentlicher Faktor für eine energieeffiziente Plattform ist die Hauptplatine. Was nutzt eine sparsame CPU, wenn sich das Mainboard als Energieschleuder entpuppt? Bei der Prüfung des Stromverbrauchs verwenden wir die Grafikeinheit des Chipsatzes und verzichten auf eine Grafikkarte.


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CPU-Z zeigt uns an, dass Cool'n'Quiet nur den Takt, nicht aber die Spannung absenkt. Dies stimmt jedoch nicht, wie ein Gegentest mit AOD ergab. Das Mainboard senkt die an den einzelnen Kernen anliegende Spannung auf bis zu 0,975 Volt ab. Mal sehen wie sich das Mainboard im Leerlauf schlägt:

Stromverbrauch Idle in Watt, niedriger ist besser
MSI 785G-E53
DDR3-1333CL8/2Ch
52
ECS A785GM-M
DDR3-1333CL8/2Ch
56
ECS A890GXM-A
DDR3-1333CL8/2Ch
58
ASUS M4A785TD-V EVO
DDR3-1333CL8/2Ch
64
ASUS M4A78T-E
DDR3-1333CL8/2Ch
64

Im Leerlauf finden wir das ECS A890GXM-A zwischen dem ECS A785GM-M und den beiden Hauptplatinen von ASUS. Dass es noch energieeffizienter geht, beweist das 785G-E53 von MSI, welches auf dem AMD 785G Chipsatz basiert.

Nun werden wir nach und nach die Kerne der Prozessoren mit dem Tool Core2MaxPerf 1.3 auslasten:

Stromverbrauch Last 1 Thread; 2 Threads in Watt, niedriger ist besser
ASUS M4A78T-E
DDR3-1333CL8/2Ch
128
160
ASUS M4A785TD-V EVO
DDR3-1333CL8/2Ch
124
164
ECS A785GM-M
DDR3-1333CL8/2Ch
124
180
ECS A890GXM-A
DDR3-1333CL8/2Ch
124
180
MSI 785G-E53
DDR3-1333CL8/2Ch
128
180

Unter Last wendet sich das Blatt: Während wir bei Auslastung zweier Kerne ein recht ausgeglichenes Bild sehen, können sich die beiden Hauptplatinen von ASUS unter Volllast auf allen vier Kernen klar von ihren Mitbewerbern absetzen. Die Messwerte des ECS A890GXM-A entsprechen nun exakt denen der Schwesterplatine ECS A785GM-M.




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SiSoft Sandra 2009 SP4 Arithmetik
Bevor wir uns Anwendungen und Spielen zuwenden, werden wir einige synthetische Benchmarks durchführen. Deren Ergebnisse geben zwar lediglich einen groben Anhaltspunkt für die tatsächliche Performance im Alltagsbetrieb, doch sie eignen sich gut als Maßstab dafür, was wir in den anderen Messungen maximal erwarten dürfen.

SiSoft Sandra 2009 SP4 Arithmetik: Dhrystone iSSE4.2 in GIPS; Whetstone iSSE3 in GFLOPS
ASUS M4A78T-E
DDR3-1333CL8/2Ch
47.50
36.61
MSI 785G-E53
DDR3-1333CL8/2Ch
46.26
36.83
ASUS M4A785TD-V EVO
DDR3-1333CL8/2Ch
45.78
37.27
ECS A785GM-M
DDR3-1333CL8/2Ch
45.00
37.00
ECS A890GXM-A
DDR3-1333CL8/2Ch
45.00
36.50

Eigentlich hatten wir solch deutliche Leistungsunterschiede gar nicht erwartet. Mit seinem jungen BIOS läuft das ECS A890GXM-A bereits im ersten Test hinterher, obwohl es unter Last den höchsten CPU-Takt anlegt.

SiSoft Sandra 2009 SP4 Multimedia
Wir bleiben bei SiSoft Sandra 2009 SP4 und den synthetischen Messungen, betrachten nun aber typische Multimedia-Berechnungen.

SiSoft Sandra 2009 SP4 Multimedia: Integer x16 iSSE4.1; Fließkomma x8 iSSE2; Double x4 iSSE2 in MPixel/s
MSI 785G-E53
DDR3-1333CL8/2Ch
148.17
90.31
49.57
ECS A890GXM-A
DDR3-1333CL8/2Ch
148.00
90.60
49.49
ASUS M4A78T-E
DDR3-1333CL8/2Ch
148.00
90.58
49.60
ECS A785GM-M
DDR3-1333CL8/2Ch
148.00
90.24
49.33
ASUS M4A785TD-V EVO
DDR3-1333CL8/2Ch
147.63
90.29
49.44

Der Multimedia-Durchlauf zeigt keine nennenswerten Leistungsunterschiede und das ECS A890GXM-A spielt diesmal vorne mit.




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SiSoft Sandra 2009 SP4 Kryptographie
Kryptographie, also die Ver- und Entschlüsselung von Daten, ist eine weitere Disziplin, welche SiSoft Sandra 2009 messen kann. Getestet wird mit einer AES256 (Advanced Encryption Standard) Verschlüsselung und dem Secure Hash Algorithm (SHA256).

SiSoft Sandra 2009 SP4 Kryptographie: AES256; SHA256 in MB/s
ASUS M4A78T-E
DDR3-1333CL8/2Ch
480
590
MSI 785G-E53
DDR3-1333CL8/2Ch
482
589
ASUS M4A785TD-V EVO
DDR3-1333CL8/2Ch
481
588
ECS A890GXM-A
DDR3-1333CL8/2Ch
481
587
ECS A785GM-M
DDR3-1333CL8/2Ch
481
585

Wir bemerken eine kleine Schwäche der ECS-Mainboards beim Hashing, ansonsten bleibt das Feld weitgehend ausgeglichen.

SiSoft Sandra 2009 SP4 Speicherbandbreite
Durch die Integration des Speicher-Controllers in die CPU bietet AMDs Phenom II die besten Vorraussetzungen, um schnellen DDR3-Speicher effizient in Szene zu setzen.

SiSoft Sandra 2009 SP4 Speicherbandbreite: Integer Buff'd iSSE2; Fließkomma Buff'd iSSE2 in GB/s
ASUS M4A785TD-V EVO
DDR3-1600CL8/2Ch
13.63
13.62
MSI 785G-E53
DDR3-1600CL8/2Ch
13.00
13.00
ECS A785GM-M
DDR3-1600CL8/2Ch
12.90
12.87
ECS A890GXM-A
DDR3-1600CL8/2Ch
12.74
12.76
ASUS M4A785TD-V EVO
DDR3-1333CL8/2Ch
12.35
12.36
ASUS M4A78T-E
DDR3-1333CL8/2Ch
12.30
12.32
MSI 785G-E53
DDR3-1333CL8/2Ch
12.12
12.11
ECS A785GM-M
DDR3-1333CL8/2Ch
12.10
12.10
ECS A890GXM-A
DDR3-1333CL8/2Ch
12.00
12.00
ASUS M4A78T-E
DDR3-1600CL8/2Ch
10.80
10.80

Beim Speicherdurchsatz fehlt dem ECS A890GXM-A noch etwas Finetuning, denn das Mainboard bleibt mit seinem ersten BIOS hinter den etablierten Modellen auf Basis des AMD 785G Chipsatzes zurück. Das ASUS M4A78T-E mit dem Vorgänger-Chipsatz AMD 790GX hat in diesem Test Probleme mit DDR3-1600 und zeigt mit dem schnellen Speicher ein indiskutables Ergebnis. Hier scheint sich ein Fehler ins BIOS eingeschlichen zu haben, denn mit älteren BIOS-Versionen schnitt diese Platine noch deutlich besser ab.




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Cinebench 10 64-Bit: Rendering
Mit dem Benchmark Cinebench 10 kann man die Leistung des PC im Zusammenspiel mit der professionellen 3D-Software Cinema4D testen. Wir verwenden die 64-Bit Variante dieser Software und messen die Rendering-Performance.

Cinebench 10 64-Bit Rendering: 4 Threads; 1 Thread in CB
ECS A785GM-M
DDR3-1333CL8/2Ch
13564
3711
ASUS M4A785TD-V EVO
DDR3-1333CL8/2Ch
13549
3715
MSI 785G-E53
DDR3-1333CL8/2Ch
13533
3716
ECS A890GXM-A
DDR3-1333CL8/2Ch
13517
3710
ASUS M4A78T-E
DDR3-1333CL8/2Ch
13512
3675

Cinebench geht überraschend an das ECS A785GM-M, während das neue ECS A890GXM-A mit vier Kernen noch keine optimale Leistung erzielt.

POV-Ray 3.70 Beta 29 64-Bit: Raytracing
Bei POV-Ray handelt es sich um einen kostenlosen Raytracer, welcher ein offizielles Benchmark-Script beinhaltet. Wir verwenden die 64-Bit Variante der Software und testen mit einem sowie vier Threads.

POV-Ray 3.70 Beta 29 64-Bit: 4 Threads; 1 Thread in PPS
ASUS M4A785TD-V EVO
DDR3-1333CL8/2Ch
2551
650
MSI 785G-E53
DDR3-1333CL8/2Ch
2543
648
ASUS M4A78T-E
DDR3-1333CL8/2Ch
2540
645
ECS A785GM-M
DDR3-1333CL8/2Ch
2538
644
ECS A890GXM-A
DDR3-1333CL8/2Ch
2521
644

Abermals liegen die Hauptplatinen von ECS dicht beisammen und auch diesmal muss sich das ECS A890GXM-A geschlagen geben.




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WinRAR 3.80: Packen
Ein weit verbreiteter Packer, welcher mehr als zwei Prozessorkerne auslasten kann, ist WinRAR. Wir packen die 587 MByte große SPECViewPerf10-Suite und stoppen die Zeit.

WinRAR 3.80 Packen: X Threads; 1 Thread in s - geringere Werte sind besser
MSI 785G-E53
DDR3-1333CL8/2Ch
174
339
ASUS M4A785TD-V EVO
DDR3-1333CL8/2Ch
175
335
ASUS M4A78T-E
DDR3-1333CL8/2Ch
175
335
ECS A785GM-M
DDR3-1333CL8/2Ch
178
344
ECS A890GXM-A
DDR3-1333CL8/2Ch
186
359

Der Packer WinRAR sorgt für die erste deutliche Abweichung, denn das ECS A890GXM-A ist in diesem Test um einige Sekunden langsamer als seine Mitbewerber. Die Ursache dieser Abweichung konnten wir noch nicht klären. Wir haben versuchsweise mit unterschiedlichen Festplatten gearbeitet, das die SB850 ja einen neuen SATA-Controller enthält, doch die Bearbeitungszeit blieb unverändert.

OpenOffice.org 3.0.0: PDF-Export
Kommen wir nun zu einer Office-Anwendung. OpenOffice.org ist eine komplette, quelloffene Office-Suite und wir werden ein Text-Dokument (ODT, 96,8 MByte) mit aufwändigem Layout und zahlreichen Fotos als PDF exportieren. Die exportierte PDF-Datei hat eine Größe von 11,6 MByte. Wir stoppen die Zeit, welche OpenOffice.org für diese alltägliche Büroaufgabe benötigt.

OpenOffice.org 3.0.0: PDF-Export in s - geringere Werte sind besser
MSI 785G-E53
DDR3-1333CL8/2Ch
26.48
ASUS M4A785TD-V EVO
DDR3-1333CL8/2Ch
27.00
ASUS M4A78T-E
DDR3-1333CL8/2Ch
27.31
ECS A785GM-M
DDR3-1333CL8/2Ch
28.04
ECS A890GXM-A
DDR3-1333CL8/2Ch
28.74

Nach zehn Messläufen belegt das ECS A890GXM-A beim PDF-Export nur den letzten Platz.




Premiere: ECS A890GXM-A mit AMD 890GX Chipsatz - Druckansicht - Seite 13 von 18

Windows Movie Maker: Video-Encoding
Als Video-Software verwenden wir den Windows Movie Maker, welcher zum Lieferumfang von Windows Vista Ultimate gehört. Dieses Programm kann mehr als zwei Kerne benutzen. Wir konvertieren eine 120 Sekunden lange Videosequenz von MPEG2 (720x526, 29,97 fps) in Windows Media HD1080p - und stoppen die Zeit.

Windows Movie Maker: Encoding in s - geringere Werte sind besser
ASUS M4A78T-E
DDR3-1333CL8/2Ch
84.19
MSI 785G-E53
DDR3-1333CL8/2Ch
85.65
ASUS M4A785TD-V EVO
DDR3-1333CL8/2Ch
86.42
ECS A785GM-M
DDR3-1333CL8/2Ch
86.79
ECS A890GXM-A
DDR3-1333CL8/2Ch
86.83

Auch beim Windows Movie Maker bleibt dem ECS A890GXM-A nur der letzte Platz - ganz knapp hinter dem ECS A785GM-M.

Lame 3.98.2: Audio-Encoding
Lame ist ein beliebter, quelloffener Audio-Encoder, mit dem wir eine 78:13 Minuten lange Audio-Datei (WAV, 16 Bit, 44,1 kHz, 789 MByte) in MP3 (320 kbps, 44,1 KHz) umwandeln. Wir verwenden die Qualitätseinstellung VHQ (Very High Quality). Lame nutzt in diesem Test lediglich einen Thread.

Lame 3.98.2: Encoding in s - geringere Werte sind besser
ASUS M4A785TD-V EVO
DDR3-1333CL8/2Ch
273
MSI 785G-E53
DDR3-1333CL8/2Ch
274
ASUS M4A78T-E
DDR3-1333CL8/2Ch
276
ECS A785GM-M
DDR3-1333CL8/2Ch
276
ECS A890GXM-A
DDR3-1333CL8/2Ch
276

Abermals liegen ECS A890GXM-A und ECS A785GM-M gleich auf, haben in diesem Testfeld aber zugleich auch das Nachsehen.




Premiere: ECS A890GXM-A mit AMD 890GX Chipsatz - Druckansicht - Seite 14 von 18

Street Fighter IV (DX9): 1280 x 1024
Obwohl Capcom die Windows-Version von Street Fighter IV erst im Juli 2009 auf den Markt gebracht hat, ist bei diesem klassischen Prügelspiel nichts von DirectX 10 zu sehen. Die comic-artige Grafik ist zwar durchaus gelungen, aber anspruchslos. Beim offiziellen Benchmark von Street Fighter IV laufen insgesamt vier Tests. Drei davon sind typische Kämpfe und der vierte ist eine Ansicht verschiedener Kämpfer, die im Kreis stehen, während die Kamera diese umfährt.

Wir haben alle Qualitätseinstellungen auf "hoch" und Soft Shadow auf "Maximum" gesetzt, dennoch reicht für dieses Spiel auch preiswerte Hardware voll und ganz aus. Wir beginnen mit einer moderaten Auflösung von 1280 x 1024 Bildpunkten und verzichten auf Kantenglättung sowie anisotrophe Filterung der Texturen. Wie werden sich die IGPs schlagen?

Street Fighter IV in fps (1280 x 1024, kein AA, hoch/max)
ASUS M4A78T-E
Radeon HD 4870 X2
260.41
ASUS M4A785TD-V EVO
Radeon HD 4870 X2 PCIe x16
258.08
MSI 785G-E53
Radeon HD 4870 X2
254.43
ASUS M4A785TD-V EVO
Radeon HD 4870 X2 PCIe x4
253.39
ECS A785GM-M
Radeon HD 4870 X2
251.73
ECS A890GXM-A
Radeon HD 4870 X2 x16
249.10
ECS A890GXM-A
Radeon HD 4870 X2 PCIe x4
241.83
ASUS M4A78T-E
Radeon HD 3300
16.79
ECS A890GXM-A
Radeon HD 4290
16.62
ASUS M4A785TD-V EVO
Radeon HD 4200
12.82
ECS A785GM-M
Radeon HD 4200
12.13
MSI 785G-E53
Radeon HD 4200
12.13

Bei den IGPs schneidet der Radeon HD 4290 des AMD 890GX Chipsatzes etwas schlechter ab als die Radeon HD 3300 des AMD 790GX, wobei beide Mainboards 128 MByte DDR3-1333 Sideport Memory besitzen. Spielbare Frameraten erreichen wir allerdings mit keiner IGP.

In Verbindung mit der Radeon HD 4870 X2 setzen sich die Mainboards von ASUS an die Spitze, während die Hauptplatinen von ECS das Nachsehen haben. Im vollwertigen x16-Steckplatz des ECS A890GXM-A ist die Grafikkarte rund drei Prozent schneller als im orangefarbenen Slot, der nur mit vier Lanes angebunden ist.

Street Fighter IV (DX9): 1920 x 1200
Nachdem sich die Grafikkerne der Chipsätze bereits bei der niedrigen Auflösung blamiert haben und völlig inakzeptable Frameraten zeigten, tritt diesmal nur die Radeon HD 4870 X2 an. Wir erhöhen die Auflösung auf 1920 x 1200 Pixel und verwenden achtfache Kantenglättung sowie einen 16-fachen Texturfilter.

Street Fighter IV in fps (1920 x 1200, 8x AA, 16x AF hoch/max)
ASUS M4A78T-E
Radeon HD 4870 X2
157.91
ASUS M4A785TD-V EVO
Radeon HD 4870 X2 PCIe x16
156.55
ECS A785GM-M
Radeon HD 4870 X2
156.50
ECS A890GXM-A
Radeon HD 4870 X2 x16
156.34
MSI 785G-E53
Radeon HD 4870 X2
156.24
ASUS M4A785TD-V EVO
Radeon HD 4870 X2 PCIe x4
153.14
ECS A890GXM-A
Radeon HD 4870 X2 PCIe x4
142.62

Obwohl der Abstand bei dieser anspruchsvolleren Auflösung geschmolzen ist, finden wir das ECS A890GXM-A abermals knapp hinter seinem preiswerten Schwestermodell ECS A785GM-M. Bei Verwendung des x4-Steckplatzes verlieren wir beim ECS A890GXM-A fast zehn Prozent Leistung, ASUS löst dieses Problem beim ASUS M4A785TD-V EVO offensichtlich anders und anscheinend auch besser.




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Tom Clancy's HAWX (DX10.1): 1280 x 1024
Aus dem Hause Ubisoft stammt das Spiel Tom Clancy's HAWX, es handelt sich hierbei eine Flugsimulation bzw. besser gesagt ein Luftkampfspiel. Mit fünfzig Flugzeugtypen fliegt man über reale Landschaften und Städte in fotorealistischer Darstellung, die mit Hilfe hochauflösender Satellitendaten erstellt wurden.

HAWX unterstützt DirectX 10.1. Bei den DX10-Einstellungen haben wir alle Optionen inklusive der Umgebungs-Absorption auf "hoch" gestellt, dennoch erzielen wir ohne Kantenglättung sehr ordentliche Frameraten - mit der Grafikkarte.

Tom Clancy's HAWX in fps (1280 x 1024, kein AA, Qualität=Hoch, DirectX 10.1)
ASUS M4A78T-E
Radeon HD 4870 X2
129
ASUS M4A785TD-V EVO
Radeon HD 4870 X2 PCIe x16
128
MSI 785G-E53
Radeon HD 4870 X2
126
ECS A785GM-M
Radeon HD 4870 X2
126
ECS A890GXM-A
Radeon HD 4870 X2
125
ASUS M4A785TD-V EVO
Radeon HD 4870 X2 PCIe x4
122
ECS A890GXM-A
Radeon HD 4870 X2 PCIe x4
111
ASUS M4A78T-E
Radeon HD 3300
7
ECS A890GXM-A
Radeon HD 4290
7
ASUS M4A785TD-V EVO
Radeon HD 4200
6
ECS A785GM-M
Radeon HD 4200
5
MSI 785G-E53
Radeon HD 4200
5

Bei Tom Clancy's HAWX erzielen die beiden IPGs ATi Radeon HD 4290 und Radeon HD 3300 magere 7 fps und sind damit aber immer noch schneller als der Radeon HD 4200 Grafikkern der AMD 785G basierenden Mainboards. Auch wenn die Hersteller gerne etwas anderes behaupten: Integrierte Grafiklösungen sind aktuellen Spielen nicht gewachsen und bereits das Menü von HAWX ist mit den IGPs beinahe unbedienbar.

Kommt die Radeon HD 4870 X2 zum Einsatz, schneidet das ECS A890GXM-A abermals ein wenig schlechter ab als seine Mitbewerber. Während beim ASUS M4A785TD-V EVO lediglich ein Unterschied von knapp fünf Prozent zwischen dem x4-Steckplatz und dem x16-Betrieb liegt, messen wir beim ECS A890GXM-A einen Unterschied von über zwölf Prozent.

Tom Clancy's HAWX (DX10.1): 1920 x 1200
Die IGPs wurden genug gequält, beschränken wir uns auf die Grafikkarte. Abermals steigern wir die Auflösung auf 1920 x 1200 Pixel und aktivieren die achtfache Kantenglättung.

Tom Clancy's HAWX in fps (1920 x 1200, kein AA, Qualität=Hoch, DirectX 10.1)
ASUS M4A78T-E
Radeon HD 4870 X2
94
ASUS M4A785TD-V EVO
Radeon HD 4870 X2 PCIe x16
93
MSI 785G-E53
Radeon HD 4870 X2
93
ECS A785GM-M
Radeon HD 4870 X2
91
ECS A890GXM-A
Radeon HD 4870 X2
91
ASUS M4A785TD-V EVO
Radeon HD 4870 X2 PCIe x4
87
ECS A890GXM-A
Radeon HD 4870 X2 PCIe x4
77

Auch bei 1920 x 1200 Bildpunkten bleiben den Mainboards von ECS nur die hinteren Plätze. Im x16-Slot des ECS A890GXM-A erzielt die Radeon HD 4870 X2 um 18 Prozent höhere Frameraten als mit nur vier Lanes. Beim ASUS M4A785TD-V EVO bleibt dieser Unterschied hingegen abermals unter fünf Prozent.




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Übertakten
Beim Übertakten versuchen wir, den maximal möglichen Basistakt zu finden. Zugleich bemühen wir uns, die erlaubten Taktraten von CPU, Arbeitsspeicher und HyperTransport-Anbindung so wenig wie möglich zu überschreiten. Wir verwenden die Standardspannungen, was natürlich keine neuen Rekorde zulässt. Aber wir wollen schließlich die Grundvoraussetzung für ein stabiles Übertakten untersuchen und nicht welches der Mainboards die höchsten Spannungen liefert.

Doch für einen Moment müssen wir bei den Spannungen bleiben: ECS bietet im BIOS des A890GXM-A diverse Optionen an, mit denen sich die an CPU, Speicher und Chipsatz anliegenden Spannungen manipulieren lassen. Wir haben die Spannungen für CPU, Speicher und Northbridge gemessen und mussten feststellen, dass das Mainboard unsere Einstellungen ignoriert. Nur wenn wir den Multiplikator manuell einstellen, kann eine feste CPU-Spannung ausgewählt werden und diese liegt dann auch tatsächlich an. ECS schlägt hierbei den Maximalwert von 1,550 Volt vor, den wir sogleich wieder auf 1,350 Volt reduziert haben.

Maximaler Basistakt in MHz
MSI 785G-E53
1,368V
260.5
ECS A890GXM-A
1,350V
259.5
ASUS M4A785TD-V EVO
1,392V
255,0
ECS A785GM-M
1,376V
244.5
Standardtakt
200.0

Mit 270 MHz Basistakt bootete das Mainboard nicht mehr und bei 265 MHz läuft es nicht stabil. Mit einen Basistakt von 259,5 MHz, der einer Taktsteigerung um 29,75 Prozent entspricht, konnten wir das ECS A890GXM-A erfolgreich starten und diverse Belastungstests absolvieren. Der HT-Link arbeitete mit 1816,5 MHz, was einem Teiler von 7 entspricht.


Fotostrecke mit weiteren und größeren Fotos...

Für den Arbeitsspeicher wählten wir 400 MHz (DDR3-800) sowie Latenzen von CL8-8-8-24. Durch die Anhebung des Basistaktes arbeitete der Speicher mit 520,7 MHz (DDR3-1041):


Fotostrecke mit weiteren und größeren Fotos...

Bei Standardtakt der CPU konnten wir den Speicher problemlos als DDR3-1600 mit Latenzen von CL8-8-8-24 betreiben. Entsprechende Messergebnisse finden sich auch in den Benchmarks.


Fotostrecke mit weiteren und größeren Fotos...

Noch höhere Speichertakte blieben uns jedoch verwehrt, da sich die Speicherspannung ja nicht ändern ließ. Hier muss ECS unbedingt nachbessern, denn für Übertakter ist das Mainboard mit seinem aktuellen BIOS nur bedingt geeignet.




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HD-Videobeschleunigung
Für aktuelle Spiele ist die ATi Radeon HD 4290 des AMD 890GX Chipsatzes zu langsam, doch wie sieht es mit der Wiedergabe von HD-Videos aus? Wird die CPU hierbei deutlich entlastet? Zum Test spielen wir den offiziellen Trailer des Films Avatar (1080p, MOV, H.264) mit ArcSoft Total Media TMT3 V3.0.0.140 ab. Wir messen die CPU-Last während der ersten Minute des Trailers. Das folgende Diagramm ist auf 100% CPU-Last skaliert.

HD-Videobeschleunigung (CPU-Last in Prozent, geringere Werte sind besser)
MSI Radeon HD 4870 X2
Intel H55; Core i5 661
1.31
MSI GeForce GT220
Intel H55; Core i5 661
1.40
Intel GMA HD
Intel H55; Core i5 661
1.78
ATi Radeon HD 3300
AMD 790GX; Phenom II X4 965
3.05
ATi Radeon HD 4290
AMD 890GX; Phenom II X4 965
3.29
Radeon HD 4200
AMD 785G; Phenom II X4 965
3.41
nur CPU
Intel H55; Core i5 661
13.54
nur CPU
AMD 890GX; Phenom II X4 965
16.65

Verwenden wir die HD-Beschleunigung der Radeon HD 4290, fällt die CPU-Last von 16,65 auf 3,29 Prozent. Damit liegt die neue IGP zwischen ihrem Vorgänger Radeon HD 3300 und dem 200 MHz langsamer getakteten Schwestermodell Radeon HD 4200. Für die Entlastung der CPU bei der Wiedergabe von anspruchsvollen Videos reicht die IGP voll und ganz aus.

Speicherkompatibilität
Kommen wir nun zur Speicherkompatibilität des ECS A890GXM-A. Wir haben das Mainboard mit unterschiedlichen Speicherkonfigurationen bestückt und die Stabilität des Systems unter Windows Vista Ultimate 64-Bit mit Core2MaxPerf und Tom Clancy's HAWX getestet. Während Core2MaxPerf mit zwei Threads lief, beschäftigte HAWX die beiden übrigen Kerne sowie die Radeon HD 4870 X2. Die Laufzeit pro Konfiguration lag bei 12 Stunden.

Stabilitätstest: Core2MaxPerf + HAWX
SpeicherMHzTimingsErgebnis
Corsair TR3X6G1600C8D
2x 2 GByte
667@1,56V8-8-8-24 1Tstabil
Corsair TR3X6G1600C8D
2x 2 GByte
800@1,56V8-8-8-24 1Tstabil
Qimonda IMSH1GU03A1F1C-10F
2x 1 GByte
667@1,56V8-8-8-24 1Tstabil
Super Talent W1600UX2G9
2x 1 GByte
667@1,56V8-8-8-24 1Tkein Boot
Super Talent W1866UX2G8
2x 1 GByte
667@1,56V8-8-8-24 1Tkein Boot
Qimonda IMSH1GU03A1F1C-10F
2x 1 GByte
667@1,56V8-8-8-24 1Tstabil
Corsair TR3X6G1600C8D
2x 2 GByte

Die gute Nachricht lautet: Das ECS A890GXM-A erzielt auch mit vier Modulen stabile 667 MHz (DDR3-1333). Doch leider kommt das Mainboard mit den Speicherriegeln von Super Talent gar nicht zurecht. Stecken diese im System, verweigert die Hauptplatine den Start. Auch das ECS A785GM-M konnten wir mit diesen Modulen nicht in Betrieb nehmen.

Festplattenkompatibilität
Da es bei Mainboard-Tests immer wieder vorkam, dass bestimmte Festplatten nicht gefunden wurden, haben wir das ECS A890GXM-A mit drei unterschiedlichen Modellen geprüft:

Unsere Maxtor Maxline III sorgt für einen instabilen Betrieb, wenn AHCI verwendet wird und zeitgleich ein optisches Laufwerk mit SATA-Anschluss verwendet wird. Nutzten wir den IDE-Betrieb, arbeitete jedoch auch diese Konstellation fehlerfrei.




Premiere: ECS A890GXM-A mit AMD 890GX Chipsatz - Druckansicht - Seite 18 von 18

Fazit: AMD 890GX
Sehr GutDie Premiere des AMD 890GX Chipsatzes ist gelungen: AMD bietet als erster Hersteller einen Chipsatz mit SATA III 6 Gb/s und hat seinen 790GX Chipsatz auch in vielen anderen Punkten sinnvoll überarbeitet. So wurden die Funktionen der integrierten Grafikeinheit dort abgerundet, wo es Sinn macht: Bei der Videowiedergabe. Die Southbridge hat neben SATA III auch zwei weitere USB-2.0-Ports, zwei PCI-Express-2.0-Lanes sowie Gigabit-LAN erhalten. Auch in Bezug auf die PCI-Express-Umsetzung ist AMDs 890GX den Chipsätzen H55 und H57 von Intel überlegen, denn während der Marktführer mit nur 250 MB pro Sekunde, Lane und Richtung arge Probleme mit den neuen USB-3.0-Controllern hat, bietet AMD die volle Bandbreite von 500 MB/s pro Richtung. Der AMD 890GX ist ein flexibler Allrounder und eine sehr empfehlenswerte Grundlage für Desktop-Computer.

Fazit: ECS A890GXM-A
GutDas ECS A890GXM-A hat uns ebenfalls gut gefallen, auch wenn hier noch einige Baustellen im BIOS bestehen. So waren die meisten Spannungsoptionen ohne Wirkung, was den Spielraum beim Übertakten deutlich einschränkt. Dass wir dennoch einen Basistakt von 260 MHz sowie DDR3-1600 erreichen konnten, zeugt vom Potential, welches in dieser Hauptplatine schlummert. ECS hat das erste BIOS des A890GXM-A eindeutig auf Stabilität und nicht auf Leistung optimiert, so dass sich das Mainboard zumeist im unteren Bereich des Testfeldes wiederfindet. Die Rückstände sind jedoch - mit Ausnahme von WinRAR - vergleichsweise gering. ECS hat das A890GXM-A mit drei PEG-Steckplätzen für Grafikkarten ausgestattet, doch der dritte, welcher über nur vier PCI-Express-2.0-Lanes verfügt, schmälert die Leistung schneller Grafikkarten spürbar. Ein zweiter PCI-Steckplatz wäre uns lieber gewesen.


Fotostrecke mit weiteren und größeren Fotos...

Doch PCI gehört zum alten Eisen und ECS räumt derzeit so gründlich auf, dass wir uns schon über einen PCI-Steckplatz freuen müssen. PS/2 gibt es auf diesem Mainboard ebenso wenig wie einen Floppy-Controller oder einen PATA-Anschluss - von seriellen und parallelen Schnittstellen ganz zu schweigen. Leider gibt es auch kein Firewire, dafür aber zwei Gigabit-LAN-Ports mit Teaming und eine reiche Auswahl an Bildschirmausgängen - von VGA über DVI und HDMI bis zum Display-Port. Die analoge Audio-Lösung kann sich hören lassen und digital geht es über einen optischen Ausgang sowie über HDMI verlustfrei bis zum Fernseher oder zur Heimkinoanlage. Das ECS A890GXM-A ist ein stabiles Mainboard mit einem durchdachten Layout und bereits jetzt "Gut". Und wenn ECS das BIOS noch etwas optimiert, ist sogar noch mehr drin.




Unser Dank gilt:







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