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Neu von MSI

ECS H57H-MUS - Mehrwert durch SATA 6 Gb/s und USB 3.0?

Autor: doelf - veröffentlicht am 02.06.2010
s.2/20

Intels H57-Chipsatz
Im Gegensatz zum kürzlich getesteten MSI P55-GD55 finden wir auf dem ECS H57H-MUS den H57-Chipsatz von Intel. Bei diesem Chipsatz handelt es sich im Prinzip nur noch um eine Southbridge, denn die Funktionen der Northbridge hat Intel in seine Prozessoren verlagert. Was den Funktionsumfang betrifft, gleichen sich Intels P55 und H57 mit einer Ausnahme: Während der H57 die Grafikeinheit der Clarkdale-CPUs nutzen kann, fehlen Mainboards auf Basis des P55 die Bildschirmanschlüsse.


Grafik- und CPU-Kerne des Clarkfield; Quelle: Intel

Echte Neuheiten wie USB 3.0 und Serial-ATA 6 GB/s sucht man vergebens. Intel koppelt den H57-Chipsatz via Direct Media Interface (DMI) mit einer Bandbreite von 2 GB/s an die CPU. Das aufwändigere Quick Path Interconnect (QPI) wird im Gegensatz zum Sockel LGA1366 lediglich innerhalb der Prozessoren verwendet, denn hier befindet sich ja auch der PCI-Express-2.0-Controller für die Anbindung der Grafikkarte. Intel sieht für Mainboards auf Basis des H57 lediglich eine Grafikkarte vor, die mit vollen 16 Lanes an die CPU angebunden wird. Da ECS für sein H57H-MUS das Micro-ATX-Format gewählt hat, reicht eine Grafikkarte auch aus.


Quelle: Intel

Ein ärgerlicher Aspekt der Chipsätze P55, H57 und H55 ist, dass deren PCIe-Lanes nur mit halber Kraft arbeiten. Intel versieht seine Chipsatzdiagramme zwar mit der Angabe "500 MB/s each x1", was auf den ersten Blick nach der üblichen Bandbreite von PCI-Express 2.0 aussieht, doch nur die PCIe-Lanes der Prozessoren bieten tatsächlich die volle Bandbreite von 5,0 GT/s.

Chipsatz H55 H57 P55
SATA Ports 6 6 6
SATA Datenrate 3 Gb/s 3 Gb/s 3 Gb/s
SATA RAID nur AHCI 0 / 1 / 5 / 10 0 / 1 / 5 / 10
PATA Kanäle keine keine keine
USB 2.0 Ports 12 14 14
HD-Audio ja ja ja
GBit-LAN ja ja ja
PCIe 2.0 x1 6 8 8

Mit der Einführung von PCI-Express 2.0 wurde die rohe Bandbreite pro Lane von 2,5 GT/s auf 5,0 GT/s verdoppelt. Tatsächlich nutzbar sind jedoch nur 4,0 GT/s, da aus 8 Bit Rohdaten ein 10 Bit großes Paket kodierter Daten wird. 4,0 GT/s bzw. 4 Gbit/s ergeben somit 500 MB/s. An anderer Stelle spricht Intel jedoch von 2,5 GT/s, was 250 MB/s und somit den Vorgaben von PCI-Express 1.1 entsprechen würde. Da PCI-Express vollduplexfähig ist, kann Intel pro Richtung und Lane 250 MB/s übertragen und da es zwei Richtungen gibt, bezieht sich die Angabe "500 MB/s each x1" auf den Duplex-Betrieb. Tatsächlich verschönt das Diagramm den Umstand, dass die neuen Chipsätze nur die halbe Bandbreite von PCI-Express 2.0 erreichen und die Anbindung mit einer Lane für SATA III 6 Gb/s und USB 3.0 zu langsam ist.

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